# AI Bubble Dynamics and Market Correction Risks

**Podcast:** Tech and Tales
**Published:** 2026-11-07

## Transcript

Und das war ein Zitat von John Templeton aus einem Interview von 1987.
John Templeton war sehr bekannt für seine Marktanalysen, da er verschiedene kollabierende Märkte durchlebt hat in 1929, 1937, 1942 und 1974.
Und damit heiße ich euch herzlich willkommen zur Tech & Tales.
Heute spreche ich mit Holger Czepitz.
Er hat einen Podcast zusammen mit Dietmar Defner, Defner & Czepitz und ist Aktien-Experte.
Holger, stell dich doch einmal kurz vor.
Ja, Holger Tscherpitz ist mein Name.
Ich würde mich selbst vorstellen als Market Maniac, also so als Börsenheini hier.
bei Welt und das Schöne bei Märkten und Journalismus ist, man ist immer unterwegs so als Wahrheitssucher und was noch schöner ist, als nur Journalismus zu machen, wenn man nämlich die Märkte hat, da wird man entweder bestätigt oder widerlegt, also man kann nicht immer nur Blödsinn schreiben, sondern irgendwann wird man feststellen, ob man Blödsinn geschrieben hat oder gedacht hat oder ob man so ein bisschen bei der Wahrheitssuche auf dem richtigen Pfad sich befindet und das ist das Schöne, deswegen liebe ich auch diesen Job, so besonders Journalismus ist der schönste Job, den man haben kann.
Märkte zu beobachten ist auch eines der spannendsten und gerade in der heutigen Zeit.
Insofern habe ich meinen Traumjob gefunden.
Vielleicht noch eine biografische Sache, die wichtig ist.
Ich bin in der DDR aufgewachsen, in Leipzig geboren und habe damit schon mal einen Staatsbankrott hautnah miterlebt und weiß, dass man vielleicht nicht allzu sehr auf den Staat vertrauen sollte, wenn es um Umschwünge oder um Wirtschaft geht, sondern besser sich selbst mächtig macht.
Ich freue mich, dass ich hier sein darf heute.
Du hast ja schon so große Gäste.
Insofern ist es eine Ehre für mich.
Vielen Dank, dass du da bist.
Es ist immer eine Freude, Journalisten bzw.
Profis als Gäste zu haben.
Das heißt, dadurch wird sowohl die Vorbereitung als auch der Podcast selber wesentlich unkomplizierter.
Und wir wollen heute über die verschiedenen Blasen sprechen.
Also wir beide haben sicherlich als große Blase die Dotcom-Blase mitbekommen.
Du hast den Staatsbankrott der DDR gesehen.
Wir haben beide sicherlich viel über die Eisenbahn in 1845 gelesen.
Aber meine Frage an dich.
aktuell den Markt?
Naja, der Markt ist sehr nervös und was man gar nicht so in den Indizes sieht, wenn man sich S&P 500 anguckt, der ist ja quasi auf Allzeithoch oder nur etwas drunter.
Auch der Nasdaq 100 hat jetzt ein bisschen korrigiert, aber ist auch quasi nicht groß.
Aber wenn man unter die Oberfläche guckt, dann ist da wirklich richtig krass was los und man sieht halt, dass die Erwartungen so weit auch in den Kursen vorausgelaufen sind.
dass schon kleinste Korrekturen wirklich krass bestraft werden.
Man sieht das bei Google.
Gut, da ist jetzt nicht kleinste Korrekturen.
Da hat man jetzt Zweifel, ob man das Suchgeschäft weiter so monetarisieren kann im KI-Zeitalter.
Aber man sieht es bei anderen Sachen.
Wenn man sich beispielsweise ServiceNow anguckt oder wenn man sich Fortinet anguckt, da reichen schon kleine Abweichungen im Auftragsbestand, um die Aktien mal eben zweistellig nach unten zu bringen.
Und so ist es überall.
Was steckt dahinter?
Dahinter steckt, dass Menschen Angst haben, dass jetzt die KI-Blase jetzt schon platzt und dann ist auch rechtzeitig auf Deutsch jetzt rausgekommen und vor ein paar Monaten auf Englisch dieses Buch zum Eisenbahnboom, du hast es angesprochen, 1863 von Liyaget Ahmed.
Das ist halt wirklich so ein Buch, was zeigt, wie Blasen passieren und das passt auch so ein bisschen auf unsere KI-Geschichte und deswegen ist diese Nervosität so groß.
Ich würde sagen, Klar haben wir eine Blase und natürlich wird es auch mal eine größere Korrektur dann geben, aber meines Erachtens kann dieser KI-Boom noch weitergehen und deswegen bin ich jetzt nicht so nervös.
Klar hat es auch in meinem Portfolio gescheppert, aber ich würde sagen, die Stimmung ist nervöser als eigentlich die Fundamentaldaten, die man im Hintergrund sehen kann.
Hast du das Statement des Chief Economist von Apollo gesehen?
Der sagte, dass KI bisher...
keine nennenswerten Wert geschaffen hat.
Also weder in den Unternehmen noch in der Gesellschaft, abgesehen vom Tech-Sektor.
Und dazu sei gesagt, dass Apollo gerade eine Finanzierung für Elon Musk Datencenter in Höhe von 40 Milliarden organisiert hat.
Das heißt, ich finde das Ganze so ein bisschen schizophren auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite spiegelt das für mich eben diese, ich will nicht sagen, Unsicherheit wider, aber das...
Im Prinzip, wenn nicht mal Apollo eine klare Linie hat, dann fehlt es quasi allen an so wirklichem Verständnis, beziehungsweise wie das Ganze aussehen soll.
Hast du das gesehen?
Ich habe es gesehen.
Ich habe mir Thorsten Slock die Studie eingeladen.
Ich muss jetzt dazu sagen, Thorsten Slock ist so ein...
ist so der Chief Economist und ist so der Marketing-Heini, der überall rumfährt, bei Bloomberg einmal die Woche auftritt, bei CNBC ist, Kundengespräche hier führt, da führt.
Man kann sich einfach mal sein LinkedIn-Profil angucken, da könnte man fast denken, das wäre so ein Gen-Z-Onkel.
Also der macht halt eher Marketing.
Und wenn man sich die Studie auch anschaut, die er da gemacht hat, das ist ganz einfach.
Es ist jetzt keine Studie, wo er Stunden dran gesessen hat, sondern er hat einfach geguckt, Umsatz pro...
Mitarbeiter.
Und dann sagt er, hey, wenn KI kommt und wir dafür investieren, dann müsste ja der Umsatz pro Mitarbeiter steigen.
Und das hat er bisher nur entdeckt bei den Max-7-Unternehmen.
Und bei den anderen ist es gleich geblieben.
Dann hat er sich die Produktivitätszahlen anguckt.
Man kann es auch makroseitig gucken.
Einfach geschaut, wie hoch ist die Total-Faktor-Produktivität und was ist da Leber-Produktivität.
Und dann hat er halt festgestellt, sehe ich noch nicht.
Erinnert so ein bisschen an diese, es gab mal dieses frühere Zitat, ich sehe das Internet in allem, nur in der Statistik nicht.
Es ist ähnlich und am Anfang ist doch logisch, dass wenn du KI jetzt einsetzt, dass du nicht sofort die Produktivität da siehst.
Aber wenn du schon so ein bisschen feststellst, weiß ich nicht, man sieht American Express, man sieht Barclays, da wird schon langsam angefangen, Produktivität zu heben.
Ich weiß nicht, ist es jetzt nur eine Begründung oder nur eine Ausrede, dass man da KI sagt, um irgendwie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzubauen, aber man sieht schon, dass es passiert und insofern glaube ich schon, das noch nicht jetzt in den Zahlen ist, aber dass es in die Zahlen kommt.
Und wenn ich mir ein spannendes Podcast mit dem Schmidt von Google, dem ehemaligen Chef, angucke, Eric Schmidt, und der hat gesagt, wie viele Menschen in Konzernen irgendwann überflüssig werden.
Er hat sich die Glue People genannt, das sind diese Glebemenschen.
Und er hat erzählt, ich habe früher bei Google irgendwie 80 bis 90 Prozent meiner Zeit damit verbracht.
dass ich in Meetings saß und anderen Menschen erzählt habe, was sie wissen müssen.
Und dazu gab es halt immer diesen Mittelmann, diese Glue-People, diese Klebemenschen, die dann auch irgendwie dann weitergegangen sind und so Mittelmanagement und dann ihre nächsten Ebene weitergezählt haben.
Diese Menschen oder dieses Konstrukt von modernen Konzernen, das wird es bald nicht mehr geben.
Und dann würde diese ganze Mittelmanagement-Ebene rauskommen.
Und ich glaube schon, dass das...
passieren wird, weil die Informationsweitergabe in Firmen eine ganz andere sein wird, weil die Produktivität von Wissensarbeit eine ganz andere sein wird.
Man sieht es jetzt noch nicht, aber ich würde schon sagen, dass man das sieht und insofern würde ich eher den 40 Milliarden bei Apollo zustimmen, die sagen, hey, wir bringen für SpaceX nochmal 40 Milliarden auf.
Als das wäre Thorsten Slock, der mal so einen lustigen Chart macht.
Der hat jeden Tag so einen Chart.
Und ich meine, das ist jetzt eine einfache Bloomberg-Abfrage.
Ich sage einfach, Umsatz pro Mitarbeiter, den kann ich dir auch in fünf Minuten erstellen.
Und dann sehe ich nichts und sage, guck mal, sieht man nicht.
Und dann habe ich eine Schlagzeile gemacht.
Das ist jetzt keine wahnsinnige Studie, wo er irgendwie fünf Millionen Menschen befragt hat oder irgendwelche anderen Daten ausgewertet hat, sondern rein quantitativ.
Und so schnell kommt es halt wirklich nicht an.
Aber er hat in dem Kontext diesen Umsatz pro Mitarbeiter der Mac 7 verglichen mit dem S&P 493.
Das beides hat er verglichen und er hat halt gesehen, dass das Game und deswegen ein Hinblick auf die Blase, das heißt, das Game für den Erfolg der KI-Unternehmen wird letztlich in den S&P 493 entschieden und eben nicht bei den Mac 7.
auf dem Level auszurollen, dann werden diese Unternehmen nicht überleben langfristig.
Und auch wenn Smith das sagt, dass er als Glue-Worker, und ich glaube auch nicht, dass er ein reiner Glue-Worker war, sondern wenn er in den Meetings saß und quasi den Leuten das erzählt hat, das Problem ist, dass so Menschen funktionieren oder so auch Unternehmen leider funktionieren.
Und ich glaube nicht, dass künstliche Intelligenz die Grundbeschaffenheit von Teams oder von Menschen oder Organisationen so schnell ändern kann.
Ich glaube persönlich, dass es bestimmt 30 Jahre dauern wird, also eine ganze Generation, weil auch wenn wir uns die letzten Technologien angeschaut haben, so hat es ja wahnsinnig lange gedauert, weil die Infrastruktur auch fehlte, weißt du zum Beispiel, bis das Bahnnetz komplett ausgebaut war, bis auch Elektrizität uns den Vorteil gebracht hat, den es brachte am Ende, dauerte ewig.
Ich meine auch die Glühbirne, Glühbirne wurde 1880 erfunden, es dauerte 20, 30 Jahre, bevor die Häuser hell wurden, weil sie alle keine Kabel sozusagen in den Wänden hatten.
Also das heißt, es fehlte die Infrastruktur.
Das ist ein Teil.
Aber der andere Teil ist eben, dass KI anders arbeitet als Menschen und unsere...
Organisationen und Firmen sind eben auf die menschlichen Bedürfnisse aufgebaut und nicht auf die Bedürfnisse der künstlichen Intelligenz.
Aber das ist eben das Nächste.
Glaubst du, wir sehen jetzt den IPO von Anthropic, der zweitgrößte IPO, der jemals stattfand und so weiter.
Warum glaubst du, machen die das?
Meinst du, sie machen das, um das Risiko zu diversifizieren?
Oder glaubst du, sie machen das, weil sie...
Also was ist der Grund dahinter?
Ja, da gibt es ja viele Überlegungen, die sagen, besser wären die Zahlen, das ist ja eine Überlegung, dass du sagst, jetzt hast du nochmal richtig Wachstum, obwohl sie ja schon zwischen dem zweiten und dem dritten Quartal schon ein bisschen de-accelerated hat, also ein bisschen abgeschwächt hat.
Aber was es mich schon zeigt oder was ich positiv finde, ist, dass sie es überhaupt machen.
Wir haben ja zuletzt bei IPOs gesehen, ob es der Aura Ring war oder ob es andere IPOs waren von Neoclouds, die ihre IPO zurückziehen mussten.
Und zu zeigen, hey, wir machen das, ist auch ein Statement meines Erachtens.
Und deswegen glaube ich, klar, wenn du am Kapitalmarkt bist, hast du auch die Vorteile, dass du günstiger an Kapital rankommst.
Ganz gut, kommt drauf an, wie die Börsenstimmung ist.
Aber das ist natürlich auch ein Grund.
Aber ich würde sagen, das ist...
ein Statement.
Also das Geld ist durchaus drin und diese Manifestation zu zeigen, guck mal, es gibt noch Geld dafür und du hast ja auch Apollo angesprochen, die 40 Milliarden, die wird es ja auch nicht geben, wenn jetzt alle Leute denken würden, das ist eine KI-Blase.
Und vielleicht noch ein Widerspruch zu dem, was du gesagt hast.
Klar, Menschen können damit nicht klarkommen, das sehe ich auch bei uns hier in der Redaktion, dass es einfach KI wahnsinnige Produktivitätsfortschritte hat und viele damit nicht klarkommen und dann einfach sagen, naja, wir müssen hier so eine Art Reinheitsgebot für Journalismus haben und bitte keine KI einsetzen und so.
Ja, verstehe ich auf eine Art, aber diese...
Denkweise wird disruptiert.
Und ich glaube, wenn Menschen jetzt hingehen und sagen, nee, Organisationen sind nicht so aufgebaut, dann wird es Startups geben und wird diese Corporate-Welt kräftig durchschütteln und dann werden viele verdrängt werden.
Ich glaube schon, du musst einfach jetzt schneller agieren.
Und diese alten Industrialisierungszyklus oder du hast von Elektrifizierung oder so, das dauert dann natürlich irgendwie.
Aber KI ist eine Technologie, die viel schneller läuft und wo du, glaube ich, besser schnell dabei bist und besser schnell dich darauf einstellst und besser schnell deine Menschen oder deine Organisation darauf einstellst, dass du irgendwie da länger brauchst und sagst, Mensch, wir müssen das aber noch menschlich irgendwie machen.
Ich glaube, das ist ein krasser Punkt, deswegen glaube ich schon, dass da Erik Schmidt recht hat, wenn er sagt, viele werden nicht überleben, hat er auch gesagt, aber dass es schneller geht und krasser ist als in früheren Innovationszyklen, das glaube ich schon.
Und Anthropic, Das Schöne ist ja, wenn dieser Börsengang jetzt kommt, dann kann man ja endlich auch die Zahlen mal sich genauer angucken, bekommt Quartal für Quartal dann mal einen Überblick, ob das Wachstum sich abschwächt, ob vielleicht Leute nur mal was ausprobiert haben, ob beispielsweise die Net Retention Rate, die die haben von 900 Prozent, was ja schon krass ist, dass du mit den bestehenden Kunden wirklich dein Geschäft mal eben verzehnfachst.
Das finde ich...
Das ist schon was Krasses und das kann man dann gut sehen.
Und deswegen finde ich auch, weil ich ja vorhin auch in meiner Einladung gesagt habe, dass ich ein Wahrheitssucher bin, finde ich auch so wunderbar, dass man eben für die Wahrheitssuche dann mal Daten bekommt und nicht immer auf Hörensagen ausweichen muss, sondern wirklich gucken kann.
Das ist ein reiner KI.
der jetzt nicht schon irgendwie eine Million Kunden über irgendeinen Mail-Service hatte oder irgendwie, weiß ich schon, Corporate-Kunden wie Microsoft oder was auch immer, sondern der wirklich jetzt ein reines Modellanbieter ist und dann kann man sehen, ist KI wirklich was.
womit man Geld verdienen kann, wird KI was, wo du einfach nur Pennies verdienen kannst, weil das wegdisruptiert wird, die Gewinne, oder ist es wirklich was, wo man auch eine hohe Bewertung mit rechtfertigen kann und das wird eben der Börsengang zeigen und deswegen bin ich auch froh, dass sie das machen, dass sie nicht sagen, ach, die Stimmung ist uns zu schlecht, lass mal nächstes Jahr machen, sondern dass sie es wirklich machen und der Grund dahinter...
Du hast es gefragt, ich habe es versucht zu erklären, da gibt es verschiedene Interpretationen.
Ich würde einfach sagen, es ist ein Statement, wir sind einer der führenden Anbieter.
Und ich meine, wenn man sich das S1-Filing anguckt, da sind ja auch die Gründer vorne nochmal drin und sagen nochmal ihre Mission, die versuchen auch zu sagen, hey, wir sind ein KI-Anbieter, wo die Gründer noch alle an Bord sind, so ein kleiner Seitenhieb an OpenAI, wir versuchen irgendwie responsible zu sein und wir versuchen wirklich, do not evil, würde man fast denken, wenn man das Prospekt sich durchgeguckt hat, so das alte Google-Motto.
Und ich finde, das ist wunderbar und insofern würde ich das eher als Statement dafür sehen, dass die Blase bei KI noch nicht geplatzt ist, sondern dass da noch ein bisschen Spielraum ist.
Ja klar, ich glaube, die wollen einfach, meines Erachtens, das schnell quasi unter Dach und Fach bringen, bevor sie platzt, beziehungsweise bevor sich der Markt konsolidiert oder bevor es bereinigt wird, wenn man so möchte.
Denn das Ganze ist ja gerade in China passiert in den letzten Tagen.
Hast du dazu so ein bisschen Insights?
Ich gucke nicht so groß an hier und diese ganzen Modelle, muss ich gestehen.
Da sehe ich sowieso nicht durch.
Ich bin auch eher ein China-kritischer Mensch und ich würde auch nie mehr so ein Modell von China versuchen zu machen.
Aber da hast du gesagt, da gibt es ja Diebsieg und die gehen mit den anderen.
Ja, aber in China sieht man ja bei ganz vielen Technologien, die machen das relativ klug.
Da gibt es halt irgendwie, die Regierung gibt vor, in den und den Bereichen wollen wir führend sein.
KI ist jetzt einer der Bereiche.
Dann gibt man da gute Voraussetzungen hin, stellt in noch ein paar Rechenzentren oder versucht ganz viel Stromanschluss zu machen, wenn der Strom der günstigste ist.
Und dann sagt man, hey, ihr macht alle mal los.
Dann sind noch die einzelnen Regionen, die auch nochmal ein bisschen Wettbewerb untereinander machen.
Und dann fangen halt die Modelle alle an.
Autohersteller oder was auch immer, dann sich gegenseitig zu unterbieten oder gegenseitig die Besten zu sein.
Und dann musst du halt irgendwann, weil das wird eine ruinöse Geschichte, entweder musst du es dann schaffen, deine Autos irgendwie nach Europa zu verklappen, weil du es im Inland nicht mehr hinbekommst, wie wir ja gerade bei B by D und Xiaoping oder wie sie heißen.
Oder du musst dann halt irgendwie schaffen, wenn du...
wenn du einen ruinösen Wettbewerb hast, das Ganze zu konsolidieren, um dann noch stärker zu sein und global zu sein.
Das machen die ziemlich gut und deswegen kann ich jedem nur raten, schaut mal nach China, wie die das machen, dass Wettbewerb eigentlich immer das Mittel der Wahl ist und nicht Staatsdirigismus, sondern dass man sagt, hey.
auch wenn wir hier schon mit KI-Regulierung und so weiter sind, lieber mal richtig Wettbewerb initiieren lassen und dass sich dann starke Unternehmen herausbilden, die dann irgendwie auch im Weltmaßstab eine Rolle spielen.
Und das ist in China der Fall.
Was sei jetzt konkret, welches Unternehmen da jetzt vorne ist oder welches Modell jetzt besonders gut ist, ob die jetzt destillieren nur diversen Modelle oder ob die selbst irgendwie den Schlüssel gefunden haben, um klug zu werden.
Da muss ich gestehen, habe ich keine Insights.
Wir haben auch als Axel Springer keinen Journalisten in China, was ich total schade finde, weil das wirklich ein sehr spannendes Land ist.
Es ist auf jeden Fall ein spannendes Land und man sollte da jeden, ich würde auch jedem sagen, ich würde auch meinen Kindern sagen, geh da mal hin und schau dir mal an, wie die das machen, wie brutal die das auch machen und wie realitätsfern wir hier arbeiten und denken, oh, lass mal so machen, aber 35 Stunden, wo hätte ich schon ganz gern, oh, bitte noch irgendwie fünfmal im Jahr in Urlaub fahren und sonst was.
Da ist vielleicht so eine kleine China-Mission ganz gut, sich das mal anzuschauen, wie machen die das und können wir, wenn die das so machen, weiter so machen, wie wir das machen oder wie wir es gewohnt sind, das wäre schon ganz gut.
Aber wie jetzt genau da die Lage ist, ich glaube, die wirtschaftliche Binnenlage ist wesentlich krasser, als wir das hier wahrnehmen, die Immobilienblase, die ja 2015 geplatzt ist.
Die ist noch längst nicht verdaut.
Soll ich auf jeden Fall da drauf gucken, aber ich kann hier keine größeren Insights scannen, was da jetzt das KI-Unternehmen ist und ob die jetzt Antropic Konkurrenz machen können oder nicht.
Ich würde sie nicht nutzen.
Ich bin großer Antropic-Fan und fertig.
Ja, ich fand es ganz interessant, weil die letzten, also es gab viele Schlagzeilen dazu und es sind tatsächlich 480 Milliarden Dollar evaporiert.
Es gibt einen so einen Mainland China Index und Ich finde es ganz spannend als Vorhersage quasi für die USA, weil die haben im AI-Markt haben sie eigentlich die USA überholt.
Und also das heißt, der Index ist 40 Prozent tatsächlich runter vom Peak in den letzten Monaten.
Ich finde schon, ich will sagen nicht prophetisch, aber es ist auf jeden Fall...
zeigt für mich eine Richtung.
Ich glaube tatsächlich an die, auf Englisch würde man sagen, Commoditisierung oder Commoditizing von den Modellen und habe bei Thomson Reuters zum Beispiel eine Keynote gehalten und die haben das Quen-Modell aus China gefeintuned und das für ihren Case, also für sehr viel Juristerei, für Steuern und so weiter und das Modell ist performanter als alle anderen zusammen sozusagen.
Das heißt, auf diesen Benchmarks ist es besser als das Google-Modell, es ist besser als OpenAI für deren spezifische Use Cases, also für die juristischen Use Cases und für die Steuer-Tax-Use Cases.
Und das heißt, die haben genau das gemacht, was wir der Wirtschaft auch raten.
Das heißt, dass man Open-Source-Modelle nimmt und die dann feintunt mit den jeweiligen Daten, die sie haben und damit eben eigene proprietäre Modelle schafft.
Die haben dafür 40 Millionen verwendet und ich finde es einfach ganz spannend, was die damit erreicht haben.
Das heißt, ich glaube, es ist ganz interessant, nach China zu schauen, um zu sehen, wie es da weitergeht.
Aber ich verstehe natürlich, dass ihr als Axel Springer da keinen Fuß fassen könnt.
Aber ich bin ja keine Journalistin, sondern nur Content-Kreatorin, wenn man so möchte.
Ich kann schon mal da sozusagen über den Pond schauen, um zu gucken, wie sich das Ganze entwickelt.
Also ich denke tatsächlich, dass über...
Kurz oder lang, die USA macht da einen Riegel vor, werden die chinesischen Modelle die dominierenden sein im Sinne von, weil die einfach so günstig sind.
Weil irgendwer muss ja den Kram bezahlen.
Und auf die Dauer wird das zu teuer werden, glaube ich.
Ohne Frage.
Aber momentan ist ja sehr viel Venture finanziert, wenn man so möchte.
Das stimmt.
Aber trotzdem, ich meine, das ist ja Energie.
Auch die haben halt wirklich die günstigste Energie.
Der Energiefaktor ist halt einer der.
Aber sie haben halt nicht die besten Chips.
Und das kann man so ein bisschen noch, damit können wir so ein bisschen noch im Westen mitigieren, dass wir nicht die günstigste Energie haben.
Die machen das ja wirklich Brute-Forcing, ihre Modelle da.
Aber okay, wenn du jetzt sagst, historisch wie sich China quasi, also ich weiß, die hatten ebenfalls verschiedene Blasen.
Erinnerst du dich noch an die Dotcom-Blase?
Warst du da schon aktiver Journalist?
Ja klar, ich bin Ende der 90er Jahre angefangen und bin auch 96 mit der Telekom an die Börse gegangen, mit Manfred Krug zusammen und habe das wirklich miterlebt.
Und das Schöne ist ja, die menschliche Natur ändert sich eigentlich nie.
Die Innovation ändert sich, aber die menschliche Natur ändert sich nicht.
Und deswegen würde ich noch nicht mal sagen, weil ich das miterlebt habe damals, kann ich jetzt...
Klar kann ich kritisch auf die jetzige Situation schauen, aber ich würde noch nicht mal sagen, dass ich mich jetzt anders benehmen würde, aber die Psyche von Menschen funktioniert immer.
Man ist fasziniert von der Sache und das war ja damals bei Dotcom der Fall.
Das Internet kam auf und es wurde zwar noch nichts verdient, aber dann hat man halt neue Metriken gefunden.
Da war einfach Umsatz pro Klicks.
Man hat einfach geguckt, wie viele Klicks haben die gemacht und wie viele zusätzliche Klicks und hat gar nicht, weil es gab ja gar keine.
Umsätze gab es schon teilweise, aber es gab keine Gewinne.
Dann hat man versucht, Neuimeter hat gesagt, this time is different.
Das ist auch so ein Klassiker, dass man sagt, jetzt wird alles anders, weil es konnte Wachstum geben, ohne Inflation ranzubringen.
Und dann hatte man eine höhere Produktivität und damit auch höheres Potenzialwachstum.
Und dann konnte man sagen, hey, wir können einfach die Zinsen dauerhaft niedrig halten.
Das Wachstum wird dauerhaft höher sein.
Und dann konnte man das extrapolieren und konnte sagen, wow.
Dann wird am Ende das und das Wachstum rauskommen und dann werden die schon in ihre Bewertung reinwachsen.
Das war die Idee und irgendwann werden die auch Gewinne machen.
Es kam dann anders und es gab auch viele Geschäftsmodelle, die überhaupt nicht nachhaltig waren.
Es gab viele, am Ende so eines Zyklus kommen auch viele Betrugsfälle.
Das haben wir glücklicherweise bei KI noch nicht so viele Betrüger.
Aber wenn man Betrug ganz oft sieht, das ist dann auch so ein Zeichen dafür, dass es jetzt wirklich aber am Ende der Blase ist und wir kurz vorm Platzen stehen.
Und Neuer Markt war das Stichwort.
Stichwort 1997 ging es los, Mobilcom.
Und das Schöne bei Mobilcom war, ich weiß nicht, die Eltern unter uns werden sich noch erinnern, wenn sie früher telefoniert haben, wie viel ein Ferngespräch gekostet hat in Deutschland.
Und die kamen halt mit 19 Pfennig die Minute irgendwie rum und haben damit den gesamten Telefonmarkt aufgedisruptiert.
Und dann sah man auch noch das Mobilcom, die gingen dann auch an die Börse und man konnte mit denen telefonieren.
01019 war die, war die, war immer so eine Vorwahl wählen und dann mit denen telefonieren.
Und dann war halt das perfekt und man sah, die Aktien gingen nach oben und dann gab es nach Arma und so weiter.
Und es gab eine Strategie, dass man sagt, hey, die Aktien, die am Vortag am meisten gefallen waren, die kauft man am Morgen und tradet sie dann bis Mittag, weil die wieder ein bisschen aufholen.
Und es war so eine Goldgräberstimmung, die so krass war und so wirklich.
Und ich war mittendrin und habe da auch kräftig mit Lehrgeld bezahlt.
Und ja, es war eine wahnsinnig spannende Zeit.
Aber ich würde trotzdem sagen, ich bin jetzt wieder fasziniert von dieser neuen Technologie und ich sage wieder, this time is different.
Und es ist immer wieder diese gleichen Denkmusse.
Da muss ich das nochmal klar machen.
Das Schöne bei der Dotcom-Blase war, es waren ein paar Sachen auf Kredit, also ein paar von den Glasfaserausbau, Worldcom und wie sie hießen.
Aber das Große dieser Blase war eben nicht auf Kredit gebaut und deswegen hat das für die...
Für die Anleger war es natürlich ein schmerzhafter Prozess, da gab es einen relativ langen Bärenmarkt, drei Jahre und bevor dann der Nisek wieder auf dem alten Niveau war, war 2014, also musste 14 Jahre warten, um die alten Niveaus wieder zu haben und der neue Markt ist nie wieder zurückgekommen.
Also für Anleger war das eine kritische Sache, aber das Schöne an der Blase war, dass es wenig...
Fremdkapital war, dass es wenig so Kaskadeneffekte gab und dann die Realwirtschaft richtig mitgenommen hat.
Wenn man sich die Bruttoinlandsproduktzahlen anschaut, da sieht man wenig von dieser Sache drin.
Ganz anders dann als in der nächsten Blase, als man dann die Immobilienblase 2007, 2008, die dann geplatzt ist.
Da war halt, gerade wenn Immobilien mit im Spiel sind bei Blasen, dann hat man viel Fremdkapital und dann...
geht es halt in die gesamte Realwirtschaft auch rein und das ist eine ganz andere.
Es muss immer die Blasen sehen, wie viel Geld ist da reingeflossen, von wem ist das Geld reingeflossen und ist viel auf Pump reingeflossen.
Das ist so die Idee und dann kann man ungefähr abschätzen auch, was die wirtschaftlichen Folgen sind.
Und wenn man sich jetzt die KI-Blase anschaut, Da fängt es jetzt auch langsam an mit Fremdkapital, weil einfach die Cashflows nicht mehr ausreichen.
Wir haben es ja auch gesehen, Google im vergangenen Quartal, minus 9 Milliarden Cash.
Das zweite Minusding, die waren ja früher eine Cashmaschine und das reicht eben auch nicht mehr aus, um das alles zu finanzieren.
Das fängt jetzt langsam an mit dem Fremdkapital, aber wenn die jetzt platzen würde, wäre das noch nicht ein Beben, was dann irgendwie eine Bankenkrise nach sich zieht.
Klar würde man dann weniger.
Investitionen haben und die CapEx würden niedriger gehen und darüber würde man auch einen gewissen wirtschaftlichen Einbruch erleben.
Aber es wäre nicht so krass, wie es in der Finanzkrise ist, weil eben bisher noch nicht so viel mit Fremdkapital gearbeitet wird.
Jetzt langsam, wir haben viele Sachen in den Bilanzen, wir haben viele Sachen Off-Balance-Sheet, wo man aber feststellt, diese enormen Investitionen, die da jetzt getätigt werden, aber da sind wir noch nicht an einem Punkt, wo meines Erachtens ...
es eine krasse Weltwirtschaftskrise gibt oder wie nach der Eisenbahnkrise gab es sogar eine Depression in den 1870er Jahren.
Das haben wir glaube ich noch nicht.
Ja, weil bisher auch die ganzen Retail-Investoren noch einfach nicht wirklich daran partizipiert haben, oder?
Doch, die machen schon mit, aber wenn ein Anleger verlieren, haben sie ja Pech gehabt.
Ja gut, aber natürlich.
Und auch die Pensionskassen, die haben ja ebenfalls, sind sehr exponiert, aber eben noch nicht so exponiert, wie es sein könnte.
Aber wenn, sobald die Unternehmen wie Anthropic jetzt an die Märkte gehen und getradet werden, können natürlich...
Retail-Investoren ganz anders daran partizipieren, im Guten wie im Schlechten.
Und ich glaube, das ist eben das Problem, dass das Risiko jetzt so diversifiziert wird.
Das heißt, dass die ganzen Kleinanleger auf einmal auch entropic halten.
Und wenn dann diese Blase vermeintlich platzt oder wenn sich dann der Markt korrigiert, dann wird die Weltwirtschaft ganz anders darunter leiden, glaube ich.
Und deswegen finde ich es eben interessant zu beobachten, dass die ersten Unternehmen jetzt IPOs machen.
Ich meine, es gibt tatsächlich...
gewisse Muster hinter jeder Blase.
Es gab ein, also nach Hyman Minsky und das Ganze wurde von Charles Kindlberger in Manias, Panics and Crashes 1987 in einem Buch zusammengefasst.
Es gibt fünf Phasen.
Einmal das Displacement, das heißt...
Eine disruptive Technologie oder eine Neuerung verändert die Gewinnerwartung.
Das heißt, wir hatten am 30.
November 2022 diesen Chat-GPT-Moment.
Dann sehen wir einen wahnsinnigen Boom.
Das heißt, viele investieren.
Kapital wird ganz krass in diese Richtung allokiert.
Erste Gewinner bestätigen diesen wahnsinnigen Boom.
Dann sehen wir eine krasse Euphorie als Schritt Nummer drei.
Und wie du sagst, this time it's different.
Diesmal wird alles anders.
Und danach, ja, dann kommen die ersten Gewinne.
Das werden wir jetzt sehen beim Anthropic IPO.
Das sehen wir auch bei SpaceX.
Nicht AI, sondern SI.
Sorry, wie auch immer.
SpaceX.
Das ist so ein bisschen, wie als würde man gendern.
Und ich weiß nicht genau, wie.
Inzwischen, ich bin völlig verwirrt mit dem SI.
Auf jeden Fall, das heißt, dann kommen die ersten Gewinne und dann irgendwann kommt dieser Tipping Point, dann kommt die Panik und irgendwas.
Es gibt dann irgendeinen Auslöser, Zinswende.
Wir haben gerade gesehen, der FED wird nicht die Zinsen senken.
Das heißt, bisher sehen wir noch keine großartige Zinswende oder so, aber die Stimmung ist bisher noch nicht gekippt.
Es gibt keinen geopolitischen Event, der dafür gesorgt hat.
Kannst du dich an diesen Moment der Panik oder der, als das Ganze zum Fallen kam, noch erinnern, während der Dotcom-Blase?
Nein, es gab ja nicht diesen einen, ich weiß nicht, das war März 2000 war der Höchststand und ich glaube, was damals zum Kippen brachte, es waren die Zinsen, die angehoben wurden, war ein Teil, aber das geht ja so schleichend.
Was glaube ich dann das Problem war, dass einfach die Börsengänge nicht mehr durchgingen.
Man hatte noch so einen T-Online-Börsengang und dachte so, der kam noch gerade so rüber.
Aber es gab andere Börsengänge, mussten abgesagt werden.
Das ist halt immer, wenn dann die Finanzierung ausfällt.
Damals war es noch Eigenkapital, beim Eisenbahnboom war es halt Fremdkapital.
Da gab es ja einen großen Banker, der, man kann es wirklich sich, Liyagat Ahmed angucken, 1873 heißt das Buch.
Da steht das sehr schön drin beschrieben.
Da gab es einen Banker, der hat halt die gesamten Finanzierungen immer gemacht.
Und als der eine Finanzierung nicht mehr hinbekam, dann brachte es zusammen.
Und das war halt beim neuen Markt oder bei der Dotcom-Blase ist A, dass dann Börsengänge nicht mehr durchgingen.
B, dass die Zahlen dann irgendwie so gingen, dass es auf einmal runterging.
Und dann brachte es alles in sich zusammen.
Aber es gab nicht den einen Moment, wo man sagte, das war der Auslöser.
weil es eben nicht Fremdkapital gesteuert war, sondern es war halt wirklich hauptsächlich von euphorischen Anlegern getrieben, die das nach oben gebracht haben und dann eben mit ansehen mussten, wie ihre ganzen Gewinne wieder ganz schnell schwanden und auch für Deutschland dann so ein bisschen Aktien sind Teufelszeug und das hat wirklich relativ lange gedauert, bis dieses...
Und Deutsche Telekom war ja auch bei 103 und ist dann in den einstelligen Bereich nach unten gesackt.
Und auf dem Weg nach oben haben die ja noch ein paar Kapitalerhöhungen gemacht.
Und ja, das war dann so die Nachwirkung der Blase, die dann waren.
Aber es gibt nicht den einen Auslöser, sondern es war dann so eine Reihe von Events, die, und man kann nicht sagen so wie, bei 9-11 weiß ich noch genau, was passiert ist.
Viele wissen auch noch, als Lady Di gestorben sind, was sie da gemacht haben.
Das weiß ich zum Beispiel nicht mehr.
Aber es gibt so Momente, wo man in der Geschichte, wo man weiß, da habe ich das gemacht.
Aber beim neuen Mark-Crash war das nicht so.
Ich weiß noch, einen Moment, als der Nasdaq mal kurz bevor das Ding dann geplatzt ist, mal an einem Tag 7% runterging und dann wieder 7% stieg.
Und dann hat man schon dieses Gefühl so, das war sehr unangenehm.
Also wenn solche Berge und Tal fahren, wenn sowas passiert, jetzt kann man natürlich sagen, heute erleben wir auch, wenn irgendwie Einzelaktien um 25% fahren, also das ist ja ähnlich, aber der Gesamtmarkt ist halt noch relativ stabil und deswegen glaube ich noch nicht, dass wir an dieser Blasensache sind.
bestimmte Regel, die 25er-Regel, wenn du in einer neuen Technologie kumuliert gesehen 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in diese Technologie investiert hast, also Ausbau von Rechenzentren wäre das jetzt, dann wäre das Blasenniveau erreicht.
Das war so bei der Eisenbahn der Fall.
Andere Blasen brauchten nicht 25 Prozent kumuliert, aber dann hätten wir aber noch ein bisschen.
Weil wir haben jetzt ungefähr dieses Jahr ungefähr eine Billion, Und bis wir dann bei den sieben Billionen wären, die wir bräuchten, Amerika am Bruttoinlandsprodukt, haben wir noch ein bisschen.
Und da glaube ich, deswegen auch der Blasenindikator sagt mir, da geht noch was.
Weißt du, welchen Indikator ich, oder was ich so ein bisschen als schlechtes Omen empfinde, ist das Statement, was Elon Musk gemacht hat hinsichtlich seines Fundraises oder hinsichtlich seiner...
Das Kopi-Argument?
Ja, das Kopi-Argument.
Der sagte halt, dass die ganzen Neo-Cloud-Anbieter oder Neo-Cloud-Firmen große Schwierigkeiten haben werden.
Funds zu bekommen, Kapital einzusammeln und um weiter zu wachsen.
Und da sagte denen eben ein Gappi-Level-Death vorher.
Also ich weiß gar nicht, wie er darauf kommt, ja.
Aber die kleinen Fishies, die dann einfach an der Oberfläche der...
des Aquariums liegen.
Das ist nicht schön.
Meine Oma Martha hat mal unsere, wir hatten Guppis zu Hause und meine Oma Martha, als wir im Urlaub waren, hat dann irgendwie die Fische überfüttert und dann liegen die da wirklich so halb oben.
Die hat sich auch nicht mal weggeworfen, sondern wir kamen dann wieder und das war wirklich, diesen Guppi-Moment, den habe ich noch genau vor Auge, als wir aus dem Urlaub wieder kamen und die Fische alle da waren.
Und es war für mich als Junge wahnsinnig schwierig, weil ich habe immer Gitarre früher gespielt und diese Guppis sind gar nicht so doof, sondern wenn ich spielte, kamen die nach vorne geschwommen und hörten zu.
Und deswegen war das so, an den Moment kann ich mich noch erinnern.
Und deswegen fand ich es auch so interessant, als er diesen Guppy-Moment sagte.
Und natürlich, diese Neo-Clouds haben ja ein Fristentransformationsproblem, was Liquidität anbetrifft.
Die können ja durchaus eine hohe Bonität haben, aber irgendwie kriegen die ja nicht so schnell die Kohle, wie sie ausbauen müssen.
Beziehungsweise kriegen teilweise, der Iron-Chef hat ja bei X geschrieben, wie die Finanzierung läuft, dass er zumindest...
Die GPUs, die er irgendwie einsetzen muss in seine Rechenzeiten, die hat er zu 96 Prozent vorfinanziert von den Auftraggebern.
Aber ein paar Sachen muss er halt vorstrecken.
Und wenn dieses Vorstrecken halt nicht mehr funktioniert oder nur noch zu Konditionen funktioniert, wo du deine Marge danach komplett weghaust.
dann wird dein Aktienkurs sinken, wenn dein Aktienkurs sinkt, wirst du noch schlechtere Finanzierungsbedingungen haben und dann hast du halt so eine Spirale und es gibt mittlerweile sehr viele Neoclouds, das sind relativ von damals, die ganzen Bitcoin-Miner machen da ja mit und nicht alle haben sich im Vorfeld günstiger Energie gesichert und wenn du dann die Finanzierungsbedingungen bei der Energie dir wegbrechen und die Finanzierungsbedingungen, was die Zinsen anbetrifft noch.
dann wirst du halt einfach gesqueezed und du hast ja nicht anders als Meta oder Microsoft, haben die ja nicht schon einen Boom des anderes Geschäfts, womit sie das dann querfinanzieren können und auch mal irgendwie damit leben können, wenn sie keine Kohle haben, sondern wenn du da einfach dann die Kohle nicht mehr kriegst, dann ist es halt vorbei.
Und deswegen, dieses Argument kann ich durchaus nachvollziehen, dass es da eine Konsolidierung geben wird.
Aber ist das dann schon ein Zeichen dafür, dass die Blase geblasst?
Das glaube ich nicht, sondern es ist halt einfach ein Ausleseprozess, das halt...
Immer erst mal zu viele Glücksritter angezogen werden von so einem Boom und alle mitmachen und nicht alle überleben werden wir ja auch nicht alle Modelle wahrscheinlich.
Alle Modellanbieter werden ja auch nicht überleben und insofern ist es ein ausschließender Prozess.
Wenn eine Blase Platz ist für mich, dann müsste der Gesamtmarkt richtig 30, 40 Prozent runtergehen.
Aber ich finde es trotzdem interessant, dass er diese Gedanken hat, sagen wir mal so.
Also cool, das ist ja Konkurrenz.
Die konkurrieren ja um Ressourcen.
Die wollen ja auch Chips haben, die wollen auch Energie haben und und und.
Gut, Energie will er ja aus dem All holen, insofern ist das dann keine Konkurrenz.
Aber deswegen kann ich verstehen, dass man versucht, so ein bisschen seine Wettbewerber irgendwie schlecht zu reden.
Die würden ja auch dazu bringen, dass die Margen, der macht ja wahnsinnige Margen mit seinen Rechenzentren.
Und die guten Zahlen von SpaceX basieren ja nur darauf, dass Anthropic und Google nicht genug Rechenkapazitäten haben und die da zu sehr teuren Konditionen machen.
Und wenn du dann natürlich Neoclouds hast, die das vielleicht günstiger anbieten, findest du nicht so geil.
Insofern ist das natürlich auch interessensgeleitet und nicht nur alleine ein kritischer Geist, der irgendwie mal kritisch auf die Lage bei KI guckt und da mal irgendwie eine Interpretation uns teilhaben lässt.
Ja, es ist so eine wilde, zirkuläre Wirtschaft, die sich da entwickelt hat.
Wenn man bedenkt, dass SpaceX quasi, dass die die Hauptversorger für Anthropic mit Compute, also dass Compute quasi deren Kerngeschäft geworden ist.
Ist doch so absurd.
Und vor allen Dingen, was dabei absurd ist, dass Elon Musk diese ganzen Rechenzentren, die er baut, der hat in den meisten Fällen ja gar keine Genehmigung dafür.
Das heißt, er baut sie zunächst, ohne dass überhaupt irgendwie alles erlaubt zu bekommen und dann wird im Nachhinein, ask for forgiveness, im Nachhinein werden diese Dinge, die haben riesige Legal-Teams, die dafür sorgen, die haben Lobby-Teams, die bauen das alles nach Code, also die bauen das alles gemäß der Anforderungen, die es bedarf, um es halt dann irgendwann genehmigt zu bekommen.
Ja, Grünheit aber auch so, da haben sie auch vor ihre, aber Grünheit haben sie auch gebaut, ohne dass da die Politik schon gemacht hat.
Es geht schneller.
Es gibt wesentliche, aber genau.
Und dadurch sind sie halt eine Hardware-Company am Ende.
Und dadurch vermieten sie den Computer an Anthropic.
Für Anthropic ist es nicht schlecht.
Die können sich auf ihr Kerngeschäft der Softwareentwicklung quasi fokussieren und müssen nicht gleichzeitig, so wie Google auch, so viel Kapital in Hardware reinstecken, was sie auch im Übrigen gar nicht haben, weil sie es ja nicht, wie du sagst, über ein anderes Geschäftsmodell querfinanzieren können, was Google kann.
Oder auch AWS.
Ich meine, die haben ja alle letztlich Compute als Side-Hustle angefangen.
Und das wurde dann auf einmal zum Fokus-Point.
Aber ich glaube, gerade für Anthropic als junges Unternehmen wäre das sehr schwer, mit Amazon und Google quasi mitzuhalten.
Das stimmt.
Was ich noch spannend fand bei dem Antropic-Ding vielleicht, SpaceX ist in so einer schwachen Position bei dem Vermieten, dass da ja Antropic noch ausmachen konnte, wenn wir das nicht brauchen, können wir mit 90 Tagen kündigen.
Bei den anderen Compute-Geschichten, also bei Google und bei Amazon, wo sie ja auch Rechenkapazitäten gemietet haben, da müssen sie die Sachen abnehmen.
Also da konnten sie nicht so verhandeln.
Ansofern sieht man schon, dass SpaceX in einer relativ...
nicht so komfortablen Lage ist, wie die anderen sind.
Und was ich jetzt als Aktionär abzeichne, also wenn du bei Google bist, musst du immer genau drauf gucken, was macht Anthropic.
Und wenn du Oracle bist, musst du immer drauf gucken, was macht JGPT.
Und das sind halt so...
Und Nvidia sitzt so in between zwischen allen diesen Menschen.
Das ist ja auch so die Notenbank der KI-Geschichte.
Die können zwar noch nicht selbst Geld drucken, aber deren Chips können sie ja fast, die finanzieren dann so.
Jetzt haben sie ein Rechenzentrum in Australien, sich ein bisschen beteiligt, damit der Börsengang, der da ausgefallen ist, damit es nicht so schwer wiegt und so weiter.
Also man muss halt jetzt als Aktionär immer genau schauen, in welchem der Teams man ist.
Team Antropic, Team ChatGBT und dieses ganze Ökosystem, was drumherum halt ist, kann man sehr schnell sagen.
Und als Wahrheitssucher finde ich, das ist eine wahnsinnig spannende Sache jetzt zu sehen, wie wird das weitergehen und wie werden die, die sich jetzt miteinander so verbünden, diese ganzen Querfinanzierungen kann ja...
Das kann ja dann wirklich, wenn die Blase platzen sollte, dann gibt es dann wirklich einen Kaskadeneffekt, weil dann ja das so durchrauscht, dann kann der eine nicht mehr, dann hat der eine Verbindlichkeit, dann kann der nicht mehr und dann wird das schwächste Glieder als erstes halt kaputt gehen und dann wird es halt wahrscheinlich viele Unternehmen reißen, wenn denn dann mal rauskommt, dass es nicht funktioniert.
Und wenn man sich jetzt die Google-Zahlen anschaut, da war ja drin, die haben eine Billion an Verpflichtungen, was Rechenleistung anbetrifft, was diese neuen Chips anbetrifft, die sie selbst herstellen.
Und um diese eine Billion, kann man ja sagen, Mensch, Auftragseingang ist ja geil.
Nur musst du für diese eine Billion, musst du ja...
Kapazitäten schaffen, musst du ja investieren.
Und da kannst du dir schon vorstellen, wie viel die investieren müssen.
Und dann weißt du noch nicht mal, weil ein Großteil an wenigen Kunden hängt, nehmen die es dann auch wirklich ab und so weiter.
Und das ist halt eine wahnsinnig spannende Zeit.
Und natürlich, je mehr von diesen Verpflichtungen, von diesen Vorsachen eingegangen werden, umso, das ist ja alles eigentlich eine Verschuldung, die in den Bilanzen nicht so richtig auftaucht.
Du hast einen Vertrag unterschrieben und musst es irgendwie einhalten.
Und siehst es aber nicht als Verschuldung.
Das sind natürlich alles Zeichen, die dafür sprechen, dass es bubbliger wird.
Aber ich glaube, da geht noch ein bisschen was.
Bevor es dann platzt.
Bevor das Kartenhaus zusammenfällt.
Ja, aber was du sagst, stimmt natürlich.
Nvidia ist so de facto Bank geworden, zur Bank des Silicon Valleys.
Und interessanterweise sind die Chips zur Währung geworden.
Und inzwischen sind die Grafikkarten tatsächlich auch beliebtes Ziel für Diebstahl.
Es wurden gerade die Ladungen für 13 Millionen Dollar gestohlen.
Letzten Monat haben Diebe in Kalifornien zwei LKW-Anhänger mit Nvidia-Chips gestohlen und festgestellt, dass es Sand war, weil die beiden Trailer nämlich mit 20.000 Kilo Sand beladen waren, um das als Testballast auszuprobieren.
Und die Diebe haben natürlich den gesamten Anhänger dann einfach stehen gelassen.
Aber die werden überall gestohlen.
Auch in Brasilien wurden diesen Oktober RTX 5090, also Grafikkarten, wurden gestohlen.
fast 500.000 Dollar, die die wert waren.
Also ich finde es super interessant, wie es auf einmal so einen Shift in Wert sozusagen gibt.
Nur ich weiß halt immer noch nicht so ganz, wer das nutzen soll.
Ich weiß, dass zum Training der Modelle wahnsinnig viele Grafikkarten gebraucht werden, aber eben für die Inferenz, das heißt für die Abfrage der Modelle zum Nutzen.
braucht man ja eigentlich gar nicht diese wahnsinnig komplexen Chips.
Das ist Nummer eins.
Und Nummer zwei, ich weiß gar nicht, wer das alles brauchen soll.
Ich glaube, da ist ein gewisses Delta zwischen dem Ausbau der Infrastruktur im Sinne von der Recheninfrastruktur und letztlich der Nutzung.
Ich glaube, die ist deutlich weiter als letztlich die Nutzung selbst.
Aber wir werden sehen, wie sich das die nächsten Monate entwickelt.
Ich bin jetzt erstmal gespannt auf den IPO von Anthropic, wie viel der überzeichnet sein wird.
oder auch nicht.
Und zum Abschluss, was redest du?
Wir können mitmachen übrigens.
Sollte es sich nicht cool, dass wir mitmachen können?
Das gibt nicht eine Europadranche und wenn du eine Europadranche machst, geht es natürlich um Privatanleger.
Und wir können da zeichnen.
Und ich würde sofort da zeichnen.
Alleine schon aus Neugierde.
Und wenn es halt irgendwie Erkenntnisgeld ist, was man dann verliert, wenn es nicht funktioniert.
Aber was ich bei Antropic vielleicht noch einen Gedanken, den ich in dem Prospekt spannend fand, 80 Prozent der Umsätze werden gemacht mit Modellen, die gerade mal sechs Monate alt sind.
Also daran kann man erkennen, dass das immer...
ein Rattenrennen ist und dass es möglicherweise doch kein High Margin Modell ist, weil du halt auf der einen Seite diese Verpflichtung, die hast du fix auf lange Jahre gemacht, bis 2036 fast 800 Milliarden, die sie da gemacht haben.
Ein paar davon können sie kündigen, ein paar sind fix.
Und auf der anderen Seite, die Umsätze kommen aus so kurzfristigen Modellen, die halt immer wieder trainiert werden müssen, also du hast immer wieder den Aufwand dafür.
Und das finde ich schon, das ist ein bisschen wie WeWork, die ja langfristig was mieten mussten und die Mieter haben sie aber kurzfristig eingemietet.
Da kannst du einen Fristentransformat.
zu uns Problem geben.
Das finde ich auf jeden Fall, das sollte man im Blick haben, wenn man da jetzt zeichnet.
Aber ich werde auf jeden Fall zeichnen, weil ich das wirklich für eine, ich bin so ein Disco-Kugel-Mensch, der die Disco-Kugel anmacht und einfach sagt, da wird Geschichte geschrieben.
Ich habe das beim Airbnb-Börsengang mitgemacht, weil ich einfach dieses Geschäftsmodell auch so geil fand.
Habe dann die Disco-Kugel angemacht, habe mir dann eine Aktie gekauft, da konnte man nicht zeichnen, da bin ich zum ersten Kurs reingegangen, was natürlich eigentlich schwachsinnig ist, aber im ersten Kurs macht man möglichst nicht.
Aber wenn ich zeichnen kann, werde ich es auf jeden Fall machen und werde da mit dabei sein, so wie bei SpaceX auch und würde dann wahrscheinlich relativ schnell am Anfang erstmal dann wieder aussteigen, erstmal die ganze Anfangseuphorie, die Leute machen lassen und dann vielleicht später nochmal irgendwie mit einem Sparplan da mitmachen.
Das wäre so meine Strategie, wie ich da bei dieser ganzen Sache mitmache.
Ansonsten habe ich halt meine klassischen Sparpläne beim Nasdaq 100 oder...
Ich habe auch einen dreifach gehebelten Hashtag 100 noch dazu, um so ein bisschen für den Spice im Portfolio, Spice up your Portfolio.
Ich weiß selbst, wenn es so schwankige Börsen gibt wie derzeit, dass es dann gehebelt immer Mist ist, weil du natürlich, wenn du von oben gehebelt nach unten gehst, mehr verlierst, als wenn du von unten gehebelt nach oben wieder gehst.
Das ist auch diese berühmte Fahrtabhängigkeit.
Ich weiß, ich muss mir keiner jetzt hier irgendwie eine Nachricht schreiben, um mir das mitzuteilen.
Aber ich mache sowas halt.
Ich mache so etwas halt wahnsinnig gerne, mir so etwas anzuschauen.
Das ist so meine Art von finanzieller Freiheit, dass ich mittlerweile mir so ein Leben organisiert habe, dass ich auch da was testen kann, mal eine Idee mitnehmen kann und auch mal einen Verlust hinnehme, ohne gleich irgendwie heulen zu müssen.
Das wäre so meine Strategie wie ich.
Aber da muss jeder seine eigene private Risikoneigung.
Es gibt ja viele, die sagen, bei 20 Prozent, da wird es mir flau.
Wenn man das hat, dann sollte man einfach nur ein Fuzzi All-Cap ETF machen, wo man so breit gestreut ist, dass die 20 Prozent zumindest lange dauern.
Dann kann es auch mal 20 Prozent runtergehen.
Also in der Finanzkrise haben auch diese breiten Indizes 40 Prozent verloren.
Das muss man wissen.
Also selbst der breitest gestreute ETF wird dich nicht davor abhalten, auch mal 40 Prozent zu verlieren.
Wer auch so ein bisschen Spielgeld übrig hat und so ein bisschen experimentieren will und bei der Wahrheitssuche auch mal Skin in the Game haben will, der sollte es unbedingt machen.
Und das ist so meine Strategie.
Und damit bin ich ganz zufrieden und hoffe, dass ich da nicht irgendwie, also ich habe nämlich eine Ehefrau, die ist risikoscheuer und so können wir sie in der Familie diversifizieren.
Ich glaube auch, weil ich denke, dass man Egal, wie es sich entwickelt, Aktien sind die Antwort.
Es ist halt ein long game.
Wer nicht in Aktien investiert, wird keine Chance haben, langfristig, im Vermögensaufbau.
Was heißt Vermögensaufbau?
Ich meine, allein nur wahrscheinlich im Rentenaufbau.
Wer weiß, ob die Rente, so wie sie momentan ist, überhaupt noch möglich sein wird, wenn wir irgendwann mal in Rente gehen.
Aber ich denke, dass die Gefahr quasi diesen...
Aufschwung des Marktes zu verpassen, größer ist als die potenziellen Verluste.
Und es bildet sich ja sonst eine, wie man sagt, eine K-shaped Economy.
Das heißt, all die Leute, die an diesen Tech-Gewinn partizipieren, sind der obere Teil des Ks sozusagen.
Und die Menschen, die eben nicht da mitmachen, sind in dem unteren Teil.
Das heißt, selbst wenn die Blase platzt, egal, die Märkte werden sich irgendwann wiederholen.
Das ist typischerweise der Lauf der Dinge.
Wir haben das in den letzten fünf Blasen gesehen.
auch nicht anders sein.
Es wird vielleicht länger dauern.
Aber es gibt, glaube ich, keine Alternative.
Aber vielen, vielen Dank.
Auf jeden Fall schon mal für deine Zeit.
Was man den Leuten noch sagen muss, nicht mit Kredit spekulieren.
Also das würde ich jetzt nicht machen.
Gut, mein Dreifach gehebelter ist ja auf eine Art auch eine, aber das ist wirklich nur eine kleine Spice-up-your-Life-Position.
Denn dann hat man nicht die Zeit.
Eine Blase auch auszusitzen.
Da kann man ja den Kollegen Aschenbrenner sich anschauen, der ja einer der intelligentesten Menschen ist, aus Berlin kommt, in Amerika, ein Hedgefonds aufgemacht und so weiter.
Aber der hatte halt nicht die Zeit, das auszusitzen und musste dann zwangsliquidieren.
Und dann kam Kenneth Griffin und hat gesagt, oh danke, mit einem schönen Abschlag den ganzen Kram übernommen.
Gut, der Mann wird jetzt nicht, der Aschenbrenner wird im Leben überleben und wird es hinkriegen.
Aber normale Privatmensch, man muss so aufgestellt sein und das ist wichtig bei jeder Blase, die passieren kann.
dass das Portfolio die Chance hat, wieder aufzuholen.
Und wenn ich einseitig investiert bin, wenn ich zu viele Klumpenrisiken habe, wenn ich auf Pump spekuliere, dann hat es das halt nicht.
Und deswegen, das würde ich noch als Tipp mitgeben, dass man möglichst breit gestreut diese ganze Geschichte mitmacht.
Dann wird es auch mal runtergehen.
Schön, wenn es runtergeht, kann man ja mal ein paar Anteile günstiger kaufen.
Das ist sogar ein Vorteil.
Aber eben aufpassen, dass man nicht das so macht.
Und das habe ich beim neuen Markt.
nicht so gemacht, da war mein Portfolio am Ende dann nicht, dass es null war, aber da habe ich halt wirklich einen Großteil und dieses Lehrgeld, das habe ich jetzt gelernt, dass man in eine Blase reingeht.
so, dass man nicht seinen Wohlstand, nicht komplett verliert, aber einen Großteil verliert und es nicht wieder die Chance hat, wieder aufzuholen.
Und das ist eigentlich alles, was man machen muss.
Und dann kann man da ganz entspannt auch diese Blase, die irgendwann platzen wird, auch angucken.
So, Entschuldigung, das musst du doch gesagt werden zum Schluss.
Genau, einfach alles aussitzen.
Hast du am Ende noch eine Buchempfehlung für die Hörer?
Weil ich frage immer nach Buchempfehlungen, weil ich das ganz, vor allem als Alternative zur ganzen digitalen Welt, weil ich das ganz interessant finde, was die Leute lesen.
Kannst du...
irgendetwas empfehlen?
Diese Eisenbahngeschichte, Liar Ake Ahmed, der hat ja schon damals The Lords of Finance geschrieben, das war ja sogar, ich glaube, Pulitzer Preise hat er dafür bekommen, das waren die Notenbanker, die uns...
in die große Depression getrieben haben, indem sie nicht so clever agiert haben am Ende.
Und dieses Buch 1873 ist ganz gut.
Und dann gibt es noch ein Buch über Samuel Ismail.
Das ist so ein Typ gewesen, der hat, ich weiß nicht, wie das Buch heißt, ich würde es dir nachreichen.
Der hat Elektrizitätsunternehmen in den 20ern aufgebaut.
Und Elektrizität ist ja auch ein Geschäftsmodell, was läuft.
Und er hat aber...
das dann so finanziert und so verschachtelt gemacht, dass er am Ende, ich glaube 1937, mittellos in der Pariser U-Bahn gestorben ist.
Weil er halt irgendwie, selbst wenn du ein gutes Geschäftsmodell hast, hast aber zu viel Leverage und hast ein Fristentransformationsproblem in der Geschichte drin, dann kannst du alles verlieren.
Und der war einer der reichsten Menschen Amerikas in den 20ern und ist dann komplett abgestürzt.
Da gibt es auch ein wunderbares Buch.
Und diese historischen Sachen finde ich immer wahnsinnig spannend, um mal zu gucken, wie waren das damals.
Auch Gründerkrach war in diesem 1873-Buch drin.
Deutschland hat den Krieg gegen Frankreich gewonnen, dann kam ganz viel Reparationszahlung, dann gab es einen Megaboom, dann ist die Börse in Wien eingebrochen.
Alles das kann man sehen und kann nochmal so ein bisschen Flavor von damals.
Finde ich wahnsinnig spannend.
Bücher.
Ich weiß nicht mehr, wie das mit dem Ismail, mit dem Samuel, wie das Buch heißt.
Ich gucke es nach.
Ich stimme dir völlig zu.
Ich finde, das Spannende sind immer, und du als Journalist, bestimmt noch mehr die Geschichten.
dahinter sozusagen und wie sich Verhalten bei Menschen immer wieder wiederholt.
Also das heißt, am Ende sind wir Menschen alle gleich.
Immer gleich.
Immer gleich.
Und die Zyklen immer gleich.
Es sind immer die gleichen Geschichten.
Und mein Lieblingsbuch, ich gebe jetzt auch mal eine Empfehlung, ist Devil Take the Hindmost.
Ich weiß nicht, wie es auf Deutsch heißt.
History.
Auf Financial Speculation.
Und da wird das auch komplett, also das ist von Edward Chancellor, ich habe das Buch wirklich verschlungen vor 15 Jahren.
Da beschreibt er auch immer wieder, wie sich diese Märkte durch diese verschiedenen Zyklen weiterrollen.
Das fängt tatsächlich auch an mit dem Tulpen-Skandal oder der Tulpenblase in 1630.
Und geht dann durch die verschiedenen Zyklen.
Da wird auch gezeigt, wie zum Teil rücksichtslos und skrupellos die Investoren sich verhalten haben und so weiter und wie viel Geld andere verloren haben.
Aber extrem spannend und es waren einfach auch diese, nicht Zeitzeugen, aber dieses direkte Beschreiben oder beziehungsweise einfach, wie wir sagen, dieses sich wiederholen der Geschichten.
Das finde ich immer am beeindruckendsten, ehrlich gesagt.
Und ich habe noch ein Buch von Robin Wigglesworth, da geht es um den Bondmarkt.
Das ist ein Wahnsinn.
Weil der Bondmarkt, denkt man, das wäre etwas Langweiliges.
Aber ein Großteil aller Innovationen sind über den Bondmarkt geschehen.
Und da kann man auch nochmal sehen, von den Venezianern bis sonst.
Ja klar, die ganze Eisenbahnsache, das waren rollende Bonds.
Das ist finanziert worden, nicht über Eigenkapital.
Und das ist bei vielen Innovationen auch...
Und deswegen ist Robin Wilkerson, wie heißt es, wie hieß das, The Fabulous Dead, heißt es, glaube ich, eine Historie des Bond-Marktes, wunderbares Buch.
Also das ist Robin Wilkerson, das würde ich auch nochmal, weil dann auch nochmal sieht, wie wichtig der Bond-Markt ist, der immer so langweilig ist, dann kriegt man aber auch einen ganz anderen Blick dafür und weiß auch.
dass die Franzosen mal besser den Bondmarkt aufpassen und solche Sachen, um zu sehen, was macht eine Nation groß und was macht sie klein und warum sollten wir als Deutsche aufpassen, dass wir unsere Bonität bewahren, weil ein Status Geld zu bekommen von Investoren zu welchem Preis, das ist ein wahnsinniges Macht.
Eine wahnsinnige Machtgeschichte und deswegen ist es so wichtig, dass du das in Ordnung hast und dass der Bondmarkt ist einer der wichtigsten Märkte, der darüber entscheidet, ob du auf- oder absteigst.
Und deswegen würde ich auch bei dem Land immer auf Bonität gucken, auf Risiko, auf Abschläge und so weiter.
Das ist mal sehr schön zu sehen.
Auch bei Unternehmen sieht man das ja, als jetzt CoreV, wenn man 15 Prozent, die Anleihe rentierte, merkte man, oh, die sind abgestiegen.
Und deswegen, Bondmarkt ist was Großes.
Und dieses Buch könnte ich auch noch allen empfehlen, die da mal ein bisschen besser wissen wollen, wie ist die Geschichte.
Da hat man nicht so technische Details, so weiß ich nicht, Preis geht runter, wenn Rendite rauf geht oder so weiter.
Das hat man nicht, aber es ist trotzdem diese Geschichte, um zu sehen, wie geht Aufstieg und Fall von Nationen am Bondmarkt.
Das ist wunderbar.
Okay, sehr gut.
Also verlinken wir alles in den Shownotes.
Vielen Dank auf jeden Fall für deine Zeit und wir bleiben gespannt, wie es weitergeht.
Danke, dass ich da sein durfte.
Hat mich sehr gefreut.
Bis bald.
Ciao, ciao.
Tschüss.
