# Neo-Cloud Debt Crisis and AI Infrastructure Strategy

**Podcast:** Beckers Bets
**Published:** 2026-11-05

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlagevermittlung, Anlageberatung oder ähnliches.
Ihr entscheidet selbst, was ihr macht.
Bekkers Betz, der Investment-Podcast mit Jan Beckers.
Hallo Jan.
Hi Christoph.
Ja, der Oktober war ja für alle, die auf KI setzen, durchaus ein schwieriger Monat.
Im Zentrum steht da ein Begriff, der jetzt plötzlich überall auftaucht, wenn es um das Thema Krise geht, nämlich die Neo-Clouds.
Ganz kurz mal erklärt, das sind ja spezialisierte Anbieter, die riesige Mengen Rechenleistung für KI vermieten, haben aber kein anderes Standbein wie zum Beispiel Amazon oder Microsoft, also die klassischen Cloud-Anbieter.
Das Problem ist, sie bauen die teure Infrastruktur fast vollständig auf Pump, also Milliarden an Schulden, die oft direkt gegen Chips besichert sind, auf jeden Fall in die Chips reinfließen, die sie dann kaufen.
Und das geht so lange gut, wie es halt auch frisches Geld billig gibt.
Aber wenn die Märkte nervös werden und Zinsen steigen, dann ist eben dieses Schuldenmodell ein Problem.
Und das hat man auch gemerkt, weil ja sehr viel abverkauft wurde, nicht nur die Neo-Clouds.
Der iShares Semiconductor ETF zum Beispiel hat rund 15 Prozent verloren.
Was sagst du jetzt zu diesem Abverkauf, den wir gesehen haben?
Wird aus den Sorgen um den Neo-Clouds Angst, dass etwas Größeres gibt oder ist das wirklich ein reines Neo-Cloud-Problem?
Also ich glaube, dass wir am Gesamtmarkt eher ein größeres Thema gesehen haben, was jetzt gar nicht so Neo-Cloud-spezifisch ist.
Der Gesamtmarkt fragt sich ja ein bisschen seit längerem, wie sieht es eigentlich mit der Finanzierungsfähigkeit von OpenAI und Antroffic aus?
Wir hatten darüber gesprochen, dass insgesamt natürlich Open Source für viele Unternehmen ein größeres Thema wird.
Die Modelle werden an der Stelle immer besser und insofern wird Open Source auch zunehmend eben zu einem Wettbewerber, der auf die Preise von Token drücken kann.
Und damit kommt man natürlich über die Frage der Finanzierungswürdigkeit von OpenAIR und Antrofic als natürlich so den systemrelevantesten Playern.
auch Druck auf das System insgesamt drauf.
Du hattest gerade gesagt, dass die Neo-Clouds sich eben überwiegend auf Pump finanzieren.
Ich glaube, da muss man differenziert hinschauen.
Die haben natürlich ganz unterschiedliche Finanzierungsmodelle, die einzelnen Player und auch ganz unterschiedliche Baustelle.
Ein Bauteil davon ist natürlich Equity.
Die haben natürlich auch teilweise einfach viel Equity geraced in den letzten Jahren, was, ich sag mal, die eigenen Bilanzen gestärkt hat.
Ein Baustein ist dann GPU-Finanzierung, also dass man quasi Kredite nimmt, die speziell mit den Chips besichert sind.
Ein anderer Baustein der Finanzierung ist, dass man die Datencenter, also eigentlich so die physische Infrastruktur an beispielsweise Gebäuden, an Zubehör, an elektrische Einrichtungen damit eigentlich als Asset reingibt.
Also eigentlich so ein bisschen wie ein...
Kredit auf irgendwo ein Industriegebäude oder ein Bürogebäude an der Stelle etwas zu werten ist.
Und dann gibt es natürlich auch weiterhin einfach Unternehmensanleihen, die teilweise dann aber auch wiederum auf spezielle Kundenverträge referenzieren.
Beispielsweise hatte IRON zu Anfang oder ich sag mal im früheren Teil dieses Jahres einen Vertrag abgeschlossen.
Als sie den Microsoft-Deal gemacht haben, haben sie diesen Deal und den damit verbundenen GPU-Ausbau dann gleichzeitig auch mit einem Kredit verbunden.
Und den haben sie damals beispielsweise für 6% verzinst bekommen.
Also eigentlich zu sehr, sehr günstigen Finanzierungskosten noch.
Das ist ein bisschen, ich sag mal, das unterschiedliche Instrumentarium an Finanzierungsoptionen ist jetzt natürlich auch unterschiedlich in den letzten Monaten unter Druck bekommen.
Ausgelöst insbesondere dadurch, dass...
eine dieser Neo-Clouds, CoreWeave, an der Stelle sich insgesamt sehr erheblich verschuldet hat und damit eben auch bei CoreWeave im Speziellen große Zweifel aufgekommen sind an der Tragfähigkeit dieser Schulden.
Und wenn man sich da beispielsweise dann die Credit Default Swaps anguckt, also quasi wo man sich gegen Zahlungsausfälle absichert, die sind massiv in die Höhe geschossen und gelten damit natürlich auch so ein bisschen als ein...
Barometer dafür, inwiefern CoreWeave seine Anleihen oder seine Schulden in Zukunft zurückzahlen kann.
Ja, ich habe bei CoreWeave auch gelesen, ich glaube 1200 Basispunkte mittlerweile, die CDS.
Und es gibt auch Artikel, in denen ich gelesen habe, dass die Pleitewahrscheinlichkeit von gut 50 bis über 60 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre eingepreist wird.
Glaubst du, dass solche Ängste gerechtfertigt sind tatsächlich?
Also ich glaube, der Cowie-Fall, weil sie eben sehr viel Kredit tatsächlich aufgenommen haben, ist tatsächlich einer, der seine Risiken auf jeden Fall birgt.
Auf der anderen Seite, ob ich jetzt diese Wahrscheinlichkeit preisen würde, wahrscheinlich nicht.
Ich glaube, wir sollten auch noch, ich sag mal, auf einen weiteren wichtigen Spieler in diesem Zusammenhang schauen.
Die Neo-Clouds wurden und werden ja auch massiv von Nvidia supported.
Beispielsweise, indem die Neo-Clouds häufig vor den Hyperscalern Zugriff auf die neuesten Chips bekommen, indem Nvidia eben den Neo-Clouds dabei hilft, eigentlich ihre Kunden zu bekommen und ihnen auch häufig mit zusätzlicher Finanzierung oder Garantien.
an der Stelle weitergeholfen hat.
Warum tut Nvidia das?
Nvidia hat natürlich einen großen Anreiz, eben seine Chips nicht nur an die Handvoll von großen Hyperscalern zu liefern, dann haben sie wenige Kunden mit einer großen Vertragsmacht oder Verhandlungsmacht letzten Endes gegen sich und dann auch noch eben Kunden, die gerne selber eigene, günstigere Chip-Varianten entwickeln, bei denen sich dann eben die Marge, die sie sonst an Nvidia-Zahlen einsparen.
Das heißt, ich sage mal, Nvidia ist sicherlich einer der wichtigsten Verbündeten eigentlich all dieser neuen Anbieter von Cloud Computing-Leistungen.
Und man sollte auch deren Incentive-Struktur dafür zu sorgen, dass diese Player weiterhin günstig, frühzeitig an sinnvoll finanzierte Chips bekommen in dieser ganzen Gleichung.
Genau, nicht unterschätzen.
Ja, die andere Firma, die du jetzt wahrscheinlich auch schon mit gemeint hast, wenn wir einfach eine andere schauen wollen, ist nämlich Iron.
Die hast du auch gerade schon kurz erwähnt.
Die haben wir schon öfters hier im Podcast gehabt.
Ihr seid schon lange investiert auch in die Firma.
Iron ist ja eigentlich auch eine Neocloud.
Und trotzdem sagst du hier, der Absturz, wenn man den nämlich anschaut, in den letzten vier Wochen knapp 45 Prozent das Minus bei der Aktie.
Du sagst oder glaubst, das könnte eine Fehleinschätzung sein.
Ihr hattet ja auch Besuch von Alvin vor kurzem in Berlin, wenn ich es richtig gesehen habe.
Konntet ihr euch das so ein bisschen austauschen mit der Firma?
Genau, wir kennen das Unternehmen schon sehr lange, haben deren Aktie sehr frühzeitig gekauft vor vielen Jahren, damit auch für unsere Anleger gutes Geld verdienen können.
Erfreulicherweise natürlich auch viele Gewinne.
An der Stelle mitgenommen.
Ich denke, wir haben einen guten Blick bekommen auf die Pipeline, die IREN an Datencenter-Ausbau vor sich hat.
IREN hat sich auch in der Vergangenheit, und das konnten wir tracken, als sehr verlässlicher Partner an der Stelle erwiesen.
In dem Sinne, dass sie ihre Verträge und ihre Commitments in Bezug auf die Rechenkapazitäten dort auch vorbildlich immer geliefert haben.
Wir, und das kann sich natürlich jeder anschauen, wissen, dass Iron finanziell deutlich konservativer aufgestellt ist als ein Core-Weave.
Und vor allen Dingen, das ist der wichtigste Teil unserer Investment-These an der Stelle, Iron hat im Vergleich zu seiner Market Cap ein sehr, sehr großes Portfolio an gesicherten, günstigen Stromabnahmeverträgen direkt mit dem Grid, also direkt vom typischen Stromnetz.
in den nächsten Jahren, was sich, ich sag mal, konservativ berechnet, auf etwa 5 Gigawatt subsummiert.
Diese 5 Gigawatt an relativ zeitnah verfügbaren Strom, jeweils an geeigneten Locations mit den passenden Genehmigungen vorangetrieben, sind aus unserer Sicht ein extrem wertvolles Asset, weil in ganz vielen unterschiedlichen Konstellationen, wie dieser AI-Ausbau vorantreibt, aus unserer Sicht Strom auf lange Sicht ein knapper Faktor an der Stelle bleibt.
Und dieses harte Asset ist eines, was selbst wenn der Finanzierungsmarkt grundsätzlich länger schwierig bleibt, für jeden Hyperscaler, für jede, ich sag mal, anderen Anbieter von AI, der gewaltige Compute-Kapazitäten braucht und wir wissen, aktuell haben sie alle eine Knappheit, stellt er ein Asset dar, was aus unserer Sicht in den nächsten Jahren eigentlich ein Vielfaches der Unternehmensbewertung wert sein könnte.
Das Ganze ist natürlich trotzdem mit weiteren Risiken behaftet, aber wir denken, das wäre an der Stelle eben anders als im Fall.
beispielsweise von CoreWeave, ein sehr attraktives Verhältnis haben von was sind eigentlich die harten Assets des Unternehmens, also das Cash, was es besitzt, die Verträge beispielsweise mit Microsoft oder auch Nvidia, die ja Kunden der Cloud-Kapazität sind, plus eben die gesicherte Pipeline, die alleine sollten schon für sich in einem normalen Markt wieder für sehr, sehr ordentliche abseits an der Stelle sorgen.
Und deswegen müssen wir sagen, finden wir den Case, den wir dort vorfinden, deutlich spannender und weniger riskant, als wir es jetzt beispielsweise bei Core Reef sehen.
Du klingst ja dann so weiter sehr bullish dafür.
Das heißt, dieser Rücksetzer, der deutliche Rücksetzer, den wir sehen, den siehst du auch langfristig als Chance oder habt ihr ihn sogar genutzt?
Wir haben auf dem Weg noch da unten zugekauft und überlegen uns auch zum richtigen Zeitpunkt, das nochmal weiter zu tun.
Auf jeden Fall, aber bis jetzt ist es natürlich auch so, wir haben eine große Position.
In den Fällen, dass Iron gut läuft, werden wir schnell wieder in Bereiche kommen, dass wir dann auch aus regulatorischen Gründen abverkaufen müssen, einfach weil wir ja natürlich gewisse Positionslimits in den meisten Fonds haben.
Ich glaube, es ist vor allen Dingen einfach eine Sache.
ich sage mal, weniger des Ob als mehr des Timings, wann wir die Aktienerholung sehen.
Wir gehen aber davon aus, da IREN eigentlich eine sehr gute Sichtbarkeit darauf vorweisen kann, dass sie eigentlich in den nächsten Monaten ihre Umsätze vervielfachen werden, einfach aus der Erfüllung der bestehenden Verträge und das in Kombination mit.
Und das kann man sich teilweise eben auch einfach beispielsweise über Satellitenbilder und andere Services anschauen, dass eigentlich operativ in der Herstellung dieser Daten, hinter der Delivery gute Fortschritte gemacht werden, sehen wir eigentlich dort einen sehr schönen Katalysten vor uns liegen.
Weil ich glaube, aktuell hat IRON eben vor allen Dingen dieses Portfolio an guten Kunden wie irgendwo Nvidia oder Microsoft, aber noch geringe Umsätze.
Und in den nächsten drei bis neun Monaten wird dann einfach der Umsatz an der Stelle, der pro Quartal gezeichnet werden kann, etwa vervierfacht und bis zum Ende des Jahres 2027.
Und das setzt dann allerdings wiederum und das ist insofern einfach, dafür brauchen sie jetzt auch keine weiteren größeren Investments.
2027 ist dann wieder so, dann können sie selber entscheiden, wie schnell.
werden sie investieren und davon hängt dann ab, wie weit sie ihre Kapazität in 2027 ausbauen.
Aber sie haben es im Grunde selber in der Hand, einfach je nach Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln schneller auszubauen oder langsamer auszubauen.
Wir denken, der absolute Base Case ist, dass sie weiterhin schnell ausbauen und dann irgendwann im Laufe des nächsten Jahres bei einer Umsatz-Runrate einer sehr profitablen von über 10 Milliarden.
ERA liegen werden.
Und das bei einem Unternehmenswert derzeit von 8 Milliarden.
Insofern, das Risk-Reward ist sehr, sehr attraktiv.
Trotzdem kurzfristig, muss man sagen, hat der Markt natürlich Angst.
Kurzfristig werden solche Unternehmen auch immer als Basket gehandelt.
Da sagt dann ein Unternehmer beispielsweise, ich möchte jetzt Schwarz sein, Neoclouds.
Und dann verkaufst du gleich automatisch den Basket, der dann eben zehn dieser Unternehmen hat.
Und da wird dann auch nicht nach den einzelnen Unternehmen differenziert.
Wenn dann aber, ich sag mal, gute Ergebnisse herauskommen, ich denke für uns ist die Timeline to Catalyst irgendwo die nächsten drei bis neun Monate, dann gehen wir davon aus, dass es dort eine sehr, sehr ordentliche...
im besten Fall auch getrieben von weiterem Cloud-Compute-Wachstum, was wir vor uns sehen, auch eine sehr spektakuläre Recovery drauf geben sollte.
Wahrscheinlich weiß ich, dass dann ja auch umdreht, dieser Effekt.
Dann möchte man long auf Neo-Clouds gehen und dann kauft man natürlich wieder zum Beispiel Arion.
Also die Recovery, wenn sie da ist, könnte sehr explosiv sein.
Jetzt müssen wir aber einfach, glaube ich, an der Stelle etwas Geduld mitbringen.
Was ein anderer Faktor noch ist, und das wird sich natürlich auch erst in 2027 zeigen, es gibt sehr, sehr viele private Wettbewerber in diesem Bereich.
Und viele der privaten Wettbewerber haben einfach den Incentive, viele Verträge abzuschließen mit beispielsweise Entroffic, OpenAI und anderen oder auch Microsoft, dass sie ihnen in 2027 Rechenkapazität liefern zu relativ attraktiven Preisen.
schließen sie diese Verträge ab und haben irgendwelche, ich sag mal, weniger soliden Pipelines, raisen dann auf diese Verträge hin von Investoren in Private Markets Geld, sind dann gut finanziert und werden aber alle diese Verträge nicht in den Zeiträumen abliefern können.
Das hat man jetzt beispielsweise bei N-Scale, einem privaten Wettbewerber, an der Stelle gesehen.
Und davon werden wir nächstes Jahr, und das ist auch etwas, was unsere Gespräche einfach mit vielen Teams dort gesehen haben, sehr, sehr viel sehen.
Das heißt, ganz viele Teams, insbesondere in privaten Märkten, werden ihre Deadlines nicht halten.
Das heißt, ganz viel Kapazität, mit der der Markt dann vielleicht dort eigentlich gerechnet hat, geht dann gar nicht online.
Was am Ende den Compute Crunch, den wir jetzt bereits ja sehen, noch einmal deutlich vergrößern könnte.
Also sehr ausführlicher Blick jetzt mal auf Iron hier.
Dafür schon mal vielen Dank.
Das passt auch ganz gut, weil wir die eine oder andere Mail auch bekommen haben, die auch dahingehend gefragt haben.
Apropos Mail, da gibt es am Ende der Folge noch einen wichtigen Hinweis, wer uns eine Mail schicken möchte.
Bleibt unbedingt dran.
Weil du jetzt gerade angesprochen hast, das Thema Geld, Verträge.
Es gibt ja eigentlich sehr viel Geld im Markt.
Das ist zwar gerade immer so das Schuldenthema, die eine Seite, aber eigentlich fließt ja wirklich extrem viel Geld, wenn man sich das ansieht, wie viel Geld in CapEx gesteckt wird von den Hyperscalern etc.
etc.
Was ist denn eigentlich das Problem?
Es ist ja genug Geld doch eigentlich da für alle.
Naja, dadurch, dass einerseits der AI-Ausbau langfristig sehr, sehr viel, Kapital braucht.
Andererseits Staaten weiterhin langfristig sich verschulden und dann haben einfach die Investoren dieses Debs an der Stelle, also in dem Falle beispielsweise jetzt Versicherungen oder andere großen Kapitalsammelstellen natürlich eine gute Auswahl an Themen, die sie finanzieren können und das machen sie dann einfach nur, indem sie einen höheren Zins verlangen.
Das ist am Ende das Ansteigen dieser Finanzierungskosten.
Und da beides zeitgleich passiert, muss man sagen, ja, es ist natürlich insgesamt viel Geld im Markt vorhanden und dreht sich dort auch.
Aber man sieht eben an den gestiegenen Finanzierungskosten, dass es eben nicht unbegrenzt.
welches dann ja auch Risiken eingeht, beispielsweise eben auf den AI-Ausbau setzt.
Und es ja auch nicht, ich sage mal, diese Kapitalsammelstellen, die es dort gibt, die möchten dann ja auch nicht zu 50 Prozent ihrer Anlagen auf einem Thema hängen.
Das heißt, auch das begrenzt natürlich etwas die Kapitalverfügbarkeit insgesamt.
Und das, ich sage mal, führt eben dann jetzt zu dieser Situation.
wo weiterhin viel CapEx investiert werden, wo wir auch in den Hyperscaler-Earnings gesehen haben, die sehen alle die Nachfrage, die sehen alle, dass sie gerade zu sehr, sehr guten Terms investieren können.
Also wir hatten es ja beispielsweise in Amazon-Earnings, dass die Payback-Periode für ihre Investments eigentlich zweieinhalb bis drei Jahre sind.
Das heißt, das ist ein eigentlich sehr, sehr attraktives Investment, wenn du dort, ich sag mal, auf großer Skala, dein investiertes Geld bereits nach zwei, drei Jahren zurückgezahlt hast und dann bereits in der Gewinnschwelle bist.
Das heißt, die Renditen darauf sind sehr gut.
Und gleichzeitig muss man sagen, für viele Unternehmen gilt ja auch AI als eine Art existenzielles Race, wo sie sich einfach überhaupt nicht erlauben wollen, nicht dort an der Spitze mitzurennen.
Das ist natürlich auch ein Thema, was zunehmend vielleicht für verschiedene Staaten oder Regionen aufkommt, wo man sich auch als Staat oder Region überlegen muss, können wir es uns erlauben, eigentlich den vielleicht künftig wichtigsten Produktions-Input-Faktor oder auch Faktor für unsere Sicherheit, nämlich Datencenter, die am Ende ja auch wiederum wichtig sind, um strategisch unabhängig zu sein.
nicht genügend bei uns zu haben.
Auch das wird wahrscheinlich nochmal zu einer weiteren Verlängerung dieses Investmentzyklus führen.
Aber wie siehst du denn jetzt die Hyperscaler?
Du hast angesprochen, die Hohen CapEx, die wurden abgestraft, zumindest in der ersten Reaktion.
Alphabet lief jetzt ja sehr lange sehr gut, die Aktie.
Jetzt hat man da eben diesen Rücksetzer gesehen.
Ändert sich so ein bisschen das Risikoprofil langsam, weil die Leute zu nervös werden, wann sich diese wirklich extremen Investitionen endlich auszahlen?
Ich glaube, bei Alphabet war der Grund eher die Schwäche im Search-Geschäft an der Stelle, die die Aktie einknicken lassen hat.
Und das halten wir auch für im Grunde genommen ein reales Risiko.
Wir sehen eigentlich weniger und wir sind ja beispielsweise auch bei Amazon im Größeren investiert, das Risiko, dass sich diese CapEx-Investitionen nicht vernünftig auszahlen in den nächsten Jahren.
Wir sehen aber schon das Risiko, dass Alphabet natürlich mit seinem Search-Geschäft ordentlich etwas zu verlieren hat, wenn am Ende immer mehr Anfragen statt klassischer Search am Ende zu KI gehen und zu KI, die dann nicht eben immer nur, ich sag mal, der Google-Suchüberblick ist, sondern eben auch Wettbewerber dort zum Zuge kommen.
Und ich denke, das wird sicherlich ein Thema sein, was Alphabet auch die nächsten Quartale eigentlich stark begleiten wird, weil ihr Cloud-Geschäft ist hervorragend gewachsen, über 100 Prozent.
Sie sind super aufgestellt mit ihren eigenen Chips, die einfach inzwischen, muss man sagen, wahrscheinlich der wichtigste Nvidia-Wettbewerber sind.
Es ist nur die Sorge um das Search-Geschäft, die wir an der Stelle für berechtigt halten.
Ansonsten ist Alphabet eigentlich sehr interessant aufgestellt.
Wo wir gerade noch so dabei sind, auch verschiedene Unternehmen anzuschauen.
Wir haben ja auch mit Micron einen Speicherhersteller, der abgestraft wurde.
Da ist das Minus jetzt im letzten Monat um die 20 Prozent.
Ist das für dich nachvollziehbar?
Also nachvollziehbar, dass es dort Sorgen gibt, wie lange der Speicherboom weitergeht, ist natürlich nachvollziehbar.
Von dem, was wir sehen, was wir hören und was wir mitbekommen und was wir modellieren an weiterem Bedarf nach Speicher.
Glauben wir, die Knappheit wird weiterhin deutlich länger dauern, als der Markt denkt.
Wir sollten ja auch nicht vergessen, es ist ja bereits jetzt so, dass die Knappheit an Speicher dazu führt, dass weniger Computer verkauft werden, dass weniger iPhones von Apple verkauft werden etc.
Das heißt, an vielen Orten wird ja bereits Speicher erstmal eingespart.
Das kommt dann auch später nochmal wieder als zusätzliche Demand on top.
Insofern, ich glaube, wenn man sich ein Micron anguckt auf derzeitigen Bewertungen oder vielleicht auch manchmal noch deutlicher ein SK Hynix, da muss man sagen, kriegt man dort für sehr, sehr günstige Bewertungen Unternehmen, die wahrscheinlich auf länger als drei oder vier Jahre ausverkauft sein werden.
Ich glaube auch, das ist eigentlich derzeit grundsätzlich ein attraktives Segment des Marktes.
Also dieser drohende Schweinezyklus, den man ja kennt aus dem Speicherchip-Bereich, dass irgendwann ein Überangebot da ist, das siehst du noch lange nicht erreicht.
Also irgendwann wird es da sein.
Wir denken aber, die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Unternehmen vorher nochmal deutlich mehr als ihre jetzige Market Cap allein an Gewinnen wieder eingespielt haben.
Kann man jetzt eigentlich so ein bisschen dieses Thema, was wir gerade sehen, die CapEx-Ausgaben, die Neo-Cloud-Geschichte und die SARS-Pokalypse, die wir ja im Frühjahr noch hatten, miteinander irgendwie in Zusammenhang bringen oder vergleichen?
Damals ging es ja darum, KI könnte klassische Softwarefirmen überflüssig machen.
Da habt ihr gesagt, dann braucht man aber auch die passende Infrastruktur.
Die Aktien sind dann ja auch stark gestiegen dadurch.
Gibt es jetzt wieder so einen grundsätzlichen Sektorschiff, dass du sagst, wenn das und das passiert, dann wird der und der Bereich spannend?
Also ich glaube, dass das, was sicherlich eine verbindende Klammer über beide Ereignisse ist, AI ist eine sich sehr, sehr schnell weiterentwickelnde Technologie.
Diese Dynamik, die AI dadurch mit sich bringt, führt natürlich dazu, und das war ja auch unsere These, dass es immer wieder zu sehr schnellen Veränderungen im Markt kommt.
Diese schnellen Veränderungen im Markt natürlich Ängste auslösen im Markt.
Und dass wir deshalb immer wieder diesen, ich sag mal, volatilen Moment haben, wo der Markt von alles läuft super und wir setzen voll aufs Wachstum und the sky is the limit dann zu ziemlich intensiver Angst in kurzer Zeit wechselt und meistens dann auch wieder auf günstigeren Kursen durch weitere positive Nachrichten und andere auslösende Faktoren.
zu einer sehr, sehr schnellen Recovery an der Stelle ansetzt.
Und das bleibt auch für uns ganz klar, ich sag mal, das hier dominierende Szenario in der jetzigen Marktphase.
Wir haben es ja, ich sag mal, in den letzten drei, vier Jahren immer wieder gehabt, dass, ich sag mal, wir gesehen haben, schneller Sell-Off, auch teilweise ziemlich intensiv, hält an ein, zwei, vielleicht mal drei Monate.
Und danach dominieren dann wieder die positiven Nachrichten und der Markt dreht sich extrem schnell.
Das haben wir hier natürlich noch in der jetzigen Lage und wir nehmen natürlich hier auf am Dienstag auch noch das Thema Midterms in den USA.
Für uns war es auch nochmal einen zusätzlichen, ich sag mal, Faktor Volatilität drauf addet.
Aber ich glaube, dass das eine Thema, was wir auch immer wieder betont hatten, was wir vor uns haben, wir glauben an einen wirklich langgehenden, AI-Bullenmarkt.
Das war ja unsere These seit 2023.
Und diese Art von Märkten wird auch immer wieder von Perioden von Angst und von teilweise auch deutlichen Korrekturen begleitet werden.
Und unsere These ist, hier sehen wir eine dieser Sorgen aufflackern.
Wahrscheinlich, wenn wir uns in Zwei, drei, vier Monate sprechen, werden wahrscheinlich wieder andere Themen dominieren.
Insbesondere, weil natürlich auch damit zu rechnen ist, dass wahrscheinlich schon in den nächsten Wochen und Monaten wieder noch schnellere, noch bessere Versionen neuer AI auf den Markt kommen, die dann auch wiederum viele neue Nutzungscases beflügeln werden.
Gut, also ich höre und sehe noch keine tiefen Sorgenfalten bei dir, was diesen Abverkauf angeht für die langfristige Ausrichtung.
Dann wieder mal vielen Dank, Jan, für die Einschätzungen.
Sehr gerne.
Bis bald.
Und ich habe schon angekündigt, wir haben eine neue E-Mail-Adresse.
Wenn ihr uns also eine Mail mit Feedback oder Fragen oder auch Kritik schicken möchtet, dann lautet die E-Mail-Adresse jetzt beckers-bets-at-podstars.de.
Die E-Mail-Adresse findet ihr natürlich auch in den Shownotes.
Sie können uns aber auch gerne einfach bei Spotify kommentieren.
Auch da kommt das alles direkt bei uns an.
Danke wieder fürs Zuhören und dann bis zum nächsten Mal.
Tschüss.
Dieser Podcast wird euch präsentiert von BitCapital und Podstars bei OMR.
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