# US Midterms Reshape AI Infrastructure Investment

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-11-05

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Jubelstagnation bei Novo Nordisk, den Wachstumsfrust bei Datadog und die Fusionsträume der Telekom.
Im Thema des Tages verraten wir euch, wie sich bei der Infrastruktur der Zukunft schon jetzt Deutschlands Abstieg zeigt.
Und in der AAA-D stellen wir euch die Demokraten-Aktien vor, die das größte Potenzial haben.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert.
Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Donnerstag, der 5.
November 2026 und wir wünschen euch einen zuversichtlichen Start in den Tag.
Nach dem Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen musste sich die Wall Street gestern erstmal berappeln.
Zum Handelsstart lagen die US-Börsen noch im Minus, weil viele Anleger vor allem Gegenwind für die wichtige.
KI-Branche fürchteten.
Im Laufe des Tages drehte dann aber die Stimmung komplett und die Anleger feierten, dass Trump in seinen letzten zwei Amtsjahren kaum noch ein Gesetz ohne die Demokraten durchbringen wird.
So zumindest die Idee.
Zuversichtlich eben.
Ja, mitgefiebert hat da auch der DAX.
Der Light Index hat 2,2 Prozent gewonnen und ist bei 26.438 Punkten aus dem Handel gegangen.
Zwischenzeitlich fehlten ihm nur noch 78 Punkte zum Rekordhoch von Ende August.
Ja, und an der Wall Street lag der Dow Jones im späten Handel rund drei Prozent im Plus.
Der S&P 500 gewann 1,7 Prozent und der Nasdaq 100 schaffte rund ein Prozent ins Plus, weil die Chipwerte eben so ein bisschen gebremst haben.
Die Börse feiert da also gerade eine potenzielle Blockade.
Ja, das hat an der Wall Street schon fast Tradition, denn eine Blockade, die schützt vor teuren Überraschungen.
Donald Trump kann kaum noch Ausgabenprogramme auf Pump durchsetzen und das gefällt den Alleinmärkten.
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen, die ging zurück auf 4,89 Prozent, entfernt sich also von dieser 5-Prozent-Marke.
Dazu kam der Ölpreis.
Anleger hoffen nämlich darauf, dass Donald Trump den Iran-Krieg jetzt schneller beendet, weil die hohen Spritpreise die Republikaner viele Stimmen gekostet haben.
Das Fastbrand wurde zeitweise fast 10 Prozent billiger und kostet wieder weniger als 100 Dollar.
Und der Energiesektor im S&P 500 verlor daraufhin natürlich und zwar fast 5 Prozent.
Am deutlichsten hat die Wahl aber die KI-Branche gespalten.
Wir hatten es ja schon angedeutet.
Amazon.
Apple und Microsoft stiegen teilweise um mehr als 6 Prozent, weil Anleger hoffen, dass ein demokratischer Kongress die konkurrierenden Tech-Krisen beim teuren Bau von Rechenzentren ausbremst.
Aber dazu gleich ausführlich mehr im Thema des Tages und später in der AAA-D.
Ja, schauen wir jetzt aber erstmal auf die Einzelwerte.
Da hat die Börse gestern vor allem die Ausblicke bestraft.
Datadoc verkauft ja Software, mit der die Firmen ihre Cloud-Systeme überwachen.
Und Datadoc ist jetzt im dritten Quartal um 35 Prozent gewachsen und hat auch die Jahresziele eingehoben.
Und trotzdem brach die Aktie ein und zwar um 14 Prozent, einfach weil der Ausblick aufs Schlussquartal nach weniger Tempo aussieht, als erwartet.
Noch härter traf es das Unternehmen FIS, das Banken die Software für Konten und Zahlungen liefert.
Die Aktie stürzte um mehr 20 Prozent ab, weil der Konzern seine Jahresprognose gesenkt hat und 2027 nur mit stagnierendem Umsatz rechnet.
Besser lief es da bei McDonalds.
In den USA kamen zwar etwas weniger Gäste, die gaben aber mehr aus und der vergleichbare Umsatz sank nur um 0,2 Prozent.
Weil Anleger Schlimmeres befürchtet hatten, legte die McDonalds-Aktie gut 6% zu.
Booking Holdings zeigt derweil, wie viele Aktienrückkäufe ausmachen können.
Unterm Strich hat der Konzern im dritten Quartal bereinigt 8% mehr verdient.
Pro Aktie gerechnet waren es sogar 17%, weil sich der Gewinn auf 7,5% weniger Aktien verteilt hat als noch vor einem Jahr.
Die Lücke hat Booking gekauft und zwar mit eigenen Aktien für 9,9 Milliarden Dollar seit Jahresbeginn.
Heißt, einfach erklärt, der Kuchen wird also auf weniger Stücke verteilt und jedes Stück wird damit größer.
Und für Schlussquartal erwartet der Konzern Dann wegen des Nahostkonflikts und teurer Flüge nur noch ein bis drei Prozent mehr Übernachtungen.
Nach Börsenschluss hat Qualcomm gezeigt, dass der KI-Boom auch Opfer kennt.
Die Rechenzentren saugen den Markt für Speicherchips leer.
Deshalb wird Speicher für Handys knapp und teuer.
Und die Hersteller, die fahren ihre Produktion zurück.
Qualcoms Umsatz mit Smartphone-Chips brach um 26 Prozent ein, weil auch andere Bauteile teurer werden.
Enttäuschte die Gewinnprognose.
Und die Aktie, die fiel nachbörslich um rund 5%.
Ein Lichtblick ist allerdings SpaceX.
Die Weltraumfirma will Qualcomm-Bauteile für ein eigenes Mobilfunknetz in den USA nutzen.
Und wie tief die Erwartungen mittlerweile an Novo Nord ist und wie tief sie schon gesunken sind, vor allem, zeigt die neue Prognose.
Der VEGOVI-Hersteller rechnet nämlich für dieses Jahr beim bereinigten Umsatz und beim operativen Gewinn jetzt mit minus zwei bis plus zwei Prozent.
Bisher ließ die Spanne nach oben eher weniger Luft, aber schon die Aussicht auf ein kleines Plus brachte der Aktie zeitweise fünf Prozent ein.
Ja, da wird über Stagnation dann auf einmal doch gejubelt.
Ja, aber der Jubel endet auch ganz schnell wieder mit Blick auf die Jahresperformance.
Seit Jahresbeginn liegt Dovo nämlich rund 14 Prozent im Minus.
Und bevor wir jetzt zu den deutschen Einzelwerten kommen, noch eine sehr traurige Nachricht von gestern Abend.
Der bayerische Wirtschaftsminister und Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger ist völlig überraschend im Alter von 55 Jahren gestorben.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahe standen.
Da fällt es jetzt wirklich schwer, den Blick auf den DAX zu lenken.
Ja, du sagst es.
Gute Überleitung.
Ist da, glaube ich, gar nicht möglich.
Deswegen machen wir jetzt hier den harten Bruch.
Es hilft ja nichts.
DAX lag Heidelberg Materials gestern mit einem Plus von 9,6 Prozent vorn.
Der Baustoffkonzern wächst schneller und spürt, dass das Infrastrukturpaket des Bundes langsam ankommt.
Scout24 gewann 6,7 Prozent, weil der Immobilienportalbetreiber beim Umsatz optimistischer wird.
Und Continental stieg nach einer höheren Gewinnprognose um 5,7 Prozent.
Die Hoffnung auf mildere US-Zölle trug auch BMW trotz einer Gewinnwarnung 5,5 Prozent nach oben.
Ja, und am Ende stand der DAX dann.
Man kann so sagen, Spiegel bildet sich zur Wall Street.
Infineon liefert Chips für die Stromversorgung von Rechenzentren.
Siemens Energy, die Turbinen.
Und Hochtief baut viele der Anlagen in den USA.
Alle drei verloren bis zu 8 Prozent, weil Anleger mehr Regulierung fürchten.
Und gefragt waren dafür Nordex und SMA Solar, die von einem demokratischen Kongress profitieren dürften.
Ja, und heute legt denn die Telekom-Zahlen vor.
Ich greife jetzt hier mal schon mal ein bisschen vor den Terminen vorweg.
Und da läuft gerade im Hintergrund eine Geschichte, die ihr auf jeden Fall schon mal gehört haben solltet.
Das Handelsbad berichtet nämlich, dass Konzernchef Tim Höttges bei Kanzler Friedrich Merz für eine Fusion mit der US-Tochter Team Mobile wirbt, die in der Börse ja fast 20 Milliarden Euro mehr wert ist als ihre Mutter.
Der Bund könnte das mit seinen rund 28,6 Prozent blockieren.
Als Sitz des neuen Konzerns, da sind Irland oder die Schweiz im Gespräch.
Und ob die Dividende dann noch so hoch bleibt, das ist offen.
Schon allein wegen der möglichen Quellensteuer der Schweiz.
Das müsste man dann sehen.
Druck macht dabei aber immer ein alter Bekannter, der uns in dieser Folge noch begegnen wird.
Elon Musk, der mit SpaceX selbst ein Mobilfunknetz aufbauen will und regelrecht in die Branche drängt.
Ja, und jetzt drängen wir euch aber erstmal in die Termine.
Ja, das Highlight des Tages ist zweifellos die Zinsentscheidung in Großbritannien.
Die Bankrate bei der Bank of England liegt ja gerade bei 3,75 Prozent.
Die Märkte preisen eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Anhebung auf 4 Prozent ein, aufgrund der erhöhten Inflation.
Aus den USA kommen die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung.
Und dann folgt ja auch am Freitag der große US-Arbeitsmarktbericht.
In Deutschland gibt es auch noch ein paar Makro.
zahlen heute unter anderem den Auftragseingang in der Industrie.
Und in Frankreich wird ein Blick gewagt auf die Industrieproduktion im September.
Ja, und mit Sturm und Drang geht es weiter zu den Quartalszahlen.
Da steht heute jede Menge an, alleine aus den DAX.
Wir hatten es erwähnt, die Telekom, aber auch Siemens, Healthineers und die Commerzbank.
Und aus dem Nebenwertebereich erwarten wir Zahlen von Laxess, Nemetschek, Nordex, HelloFresh, Rational, Evotec, PVA, Tebler, Ormovio.
Hensoldt, Swiss Microtech, Deutz, Renk, Vielmann, SGL Carbon, Hochtief und und und.
In der Schweiz stehen an Swiss Re und Swiss Com.
Aus Frankreich kommen Zahlen von Air France, Carl M., Engie und Buick.
Und aus dem Vereinigten Königreich National Grid, die BT Group und Diageo.
Von Japan sagen wir nur, dass die Zahlen von Sony, Toyota und Nintendo anstehen.
Und aus den USA kommen dann die Zahlen von Konoko Phillips, Parker Hennepin, Cummins, Kimberly-Clark.
Und nach Börsenschluss kommen die Zahlen von Airbnb, Cloudflare und Monster.
Das Thema des Tages.
In den USA wird seit der Wahlnacht über kaum etwas so viel gesprochen wie über die Rechenzentren.
Die standen nämlich selbst zur Wahl.
In zehn Bundesstaaten haben die Bürger über 41 lokale Vorlagen abgestimmt.
Und bis auf eine einzige ging jede gegen die Rechenzentren aus.
In Texas hat die Demokratin Gina Hinojosa Gouverneur Greg Abbott geschlagen und sie fordert einen Baustopp für neue Rechenzentren.
An der Wall Street rechnen Anleger deshalb jetzt.
Wie stark sich der KI-Ausbau in den USA verlangsamt.
Verlangsamen ist allerdings relativ.
Bitcoin-Präsident Ralf Wintergerst hat vorgerechnet, dass in den USA derzeit pro Jahr rund 10 Gigawatt Rechenzentrumsleistungen hinzukommen.
China baut 6 Gigawatt im Jahr.
Ganz Europa schafft zusammen zwei.
Deutschland kommt auf 0,65 Gigawatt.
Heißt, die Amerikaner bauen also in dreieinhalb Wochen so viel, wie wir zuletzt in einem ganzen Jahr haben.
Also für uns heißt es erstmal, selbst ein gebremstes Amerika baut.
noch ein Vielfaches dessen, was bei uns entsteht.
Wie weit Deutschland zurückliegt, zeigt eine neue Bitkom-Studie auf Basis von Daten des Borderstep-Instituts.
Die setzt die Rechenleistung eines Landes ins Verhältnis zu seiner Wirtschaftsleistung.
Deutschland hat das drittgrößte Inlandsprodukt der Welt, landet in diesem Vergleich aber weit hinter den USA und China und auch hinter Frankreich und Großbritannien.
Ganz vorn liegt das kleine Irland.
Dort haben die US-Tech-Riesen ihre Europa-Zentralen angesiedelt, ursprünglich aus Steuergründen und offenbar bauen sie dort auch kräftig Rechenzentren.
Die Zahl zeigt also, wie unabhängig Irland vom Tech-Sektor ist.
Der Abstand dürfte weiter wachsen, denn die Bundesregierung verfehlt wohl ihr eigenes Ziel.
In ihrer Rechenzentrumstrategie vom März peilt sie bis 2030 eine Anschlussleistung von rund 6000 Megawatt an.
Das wäre eine Verdopplung der heutigen Kapazität im Vergleich zu den USA und China.
Ist das aber noch bescheiden?
Bitkom rechnet nur mit 5471 Megawatt.
Ja, dabei hatten doch Kanzler Friedrich Merz und Digitalminister Carsten Wildberger beim Digitalgipfel ausgerufen, dass Deutschland bis 2030 zur KI-Nation werden soll.
Ja, dafür bräuchte es aber vor allem Chips, auf denen KI-Modelle rechnen.
Und die stehen nun mal in Rechenzentren.
Dass es so langsam vorangeht, das liegt vor allen Dingen auch am Geld.
Die KI-Taskforce der Bundesregierung, die hat die Summe nebeneinander gestellt.
Die USA haben 2025 privatwirtschaftlich rund 286 Milliarden Dollar in KI investiert und China plant rund 295 Milliarden Dollar an Staatsmitteln für ein landesweites Netz von KI-Rechenzentren auszugeben.
Deutschland kommt auf 3,9 Milliarden Dollar private Investitionen.
Auf 100 Dollar aus Amerika kommen bei uns also gerade mal 1,36 Dollar.
Und das Geld, das hier ankommt, stammt größtenteils auch aus Amerika.
Laut Wintergerst halten US-Hyperscaler wie Amazon und Google mehr als 90 Prozent des deutschen Cloud-Markts.
Wintergerst setzt deshalb auf Firmen wie die Schwarzgruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, auf Ionos und auf Secunet, die hier eigene Rechenzentren aufbauen.
Mehr Auswahl bei den Cloud-Anbietern ist für ihn das einzige Mittel, um wenigstens ein bisschen digitale Souveränität zurückzuholen.
Für euch als Anleger heißt das, wer am deutschen Rechenzentrums Ausbau mitverdienen will, der landet meist bei amerikanischen Aktien.
Die Schwarzgruppe, die ist nicht börsennotiert, Aionos und Secunet, das sind Nebenwerte.
Mit großen Erwartungen ist die Regierung trotzdem nicht sparsam.
Wildberger hat ja beim Digitalgipfel Wachstumsraten versprochen, die wir lange nicht mehr kannten und damit gleich Wohlstand, Arbeitsplätze und die Finanzierung des Sozialstaats verknüpft.
Wirtschaftsminister Katharina Reicher, die klang nüchterner.
Sie hat gesagt, dass Rechenleistung große Mengen verlässlicher Energie braucht, idealerweise auch noch bezahlbar.
Und dafür sind halt langfristig...
Kapitalmittel von Nöten und die fehlen.
Und damit schließt sich der Kreis nach Texas, denn auch dort dreht sich der Streit um Rechenzentren am Ende ja um Strom.
Rechenzentren allein machen allerdings noch keine KI-Nation aus.
Laut einer Auswertung des DIW haben im vergangenen Jahr nur etwa 12 Prozent der Beschäftigten viel oder sehr viel mit KI gearbeitet.
Jüngere, besser gebildete und männliche Beschäftigte nutzen sie deutlich häufiger.
Frauen und Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss wollen das auch künftig kaum tun.
Die Ökonomen warnen deshalb vor einer wachsenden Luft.
Merz und Wildberger wollen in gut drei Jahren eine KI-Nation sein.
Bislang sind wir aber eher ein Land, in dem fast die Hälfte der Beschäftigten bei der Arbeit noch gar nicht mit KI in Berührung gekommen ist.
Die AAA-Idee des Tages.
Meine wahlbeeinflussenden Weltraumlaser haben diesmal wohl nicht funktioniert.
So selbstironisch oder man könnte auch sagen sarkastisch hat Elon Musk auf den Ausgang der Zwischenwahl in den USA reagiert.
Ja und einen gewissen Sarkasmus bei Musk, den könnte man allerdings auch verstehen.
Laut Analysen der New York Times und anderer Medien hat der Tesla und SpaceX-Chef rund 474 Millionen Dollar an die Republikaner gespendet.
Und trotzdem verloren.
In der Welt von Elon Musk ist das ja ohnehin eher Kleingeld.
Aber entsprechend gehörten Tesla und SpaceX dann auch zu den großen Verlierern am US-Markt.
Schon allein, weil die viel diskutierte Fusion der beiden unter der Kontrolle von Elon Musk unter einem demokratisch kontrollierten Kongress deutlich schwieriger werden könnte.
Insgesamt hat die Börse aber sehr positiv auf den klaren Varaus-Gall reagiert.
Und wir wollen euch in der AAA-Idee jetzt mal die potenziell größten Profiteure dieses Vibe-Shifts in den USA vorstellen.
Und genau das habt ihr euch ja auch gewünscht.
Aber bevor wir über einzelne Aktien sprechen, müssen wir noch eine Frage klären.
Warum feiert die Börse überhaupt einen Erdrutsch-Sieg der Demokraten?
Das hatten ja wahrlich nicht alle erwartet.
Schließlich sitzt Donald Trump außerdem weiter im Weißen Haus und trifft dort Entscheidungen.
Ja, aber genau darin liegt tatsächlich auch ein Teil der Antwort, lieber Eckart.
Die Demokraten kontrollieren jetzt den Kongress.
Donald Trump besitzt aber weiterhin sein Vetorecht.
Große Steuererhöhungen der Demokraten werden damit genauso schwierig wie die neuen schuldenfinanzierten Ausgabenpakete der Republikaner.
Weniger Fiskalstimulus könnte weniger Inflationsdruck und perspektivisch niedrigere Zinsen bedeuten.
Und dann mag die Wall Street traditionell ja noch etwas anderes, nämlich den politischen PAD.
Und jetzt wird es für euch als Anleger super spannend.
Denn unterhalb der großen Indexoberfläche, da findet ein Austausch der Favoriten statt.
Raus aus Teilen der KI-Infrastruktur, rein in Aktien, die von den neuen politischen Mehrheiten profitieren können.
Wir haben uns vier Gruppen angeschaut und jeweils eine Investmentidee herausgepickt.
Fangen wir an mit Nummer eins, den Netzbauern.
Unser Kandidat heißt MassTech.
Das Unternehmen baut Stromnetze und andere Infrastruktur.
Und das Faszinierende an diesem Investment Case ist, dass MassTech eigentlich gar nicht wissen muss, wer eine Wahl gewinnt.
Selbst wenn einige neue Rechenzentren jetzt verzögert gebaut werden, bleibt der Stromanstoß ein zentraler Engpass im KI-Boom.
Und auch die Analysten sind ausgesprochen optimistisch.
100% der Experten, die MassTech beobachten, empfehlen die Aktie zum Kauf.
Das durchschnittliche Kursziel liegt 65% über dem aktuellen Kurs.
Und das erwartete Kursgewinnverhältnis KGV, das liegt trotzdem nur bei 16,4%.
Interessant sind in diesem Bereich übrigens auch Comfort Systems und Qantas Services.
Comfort Systems kommt laut unserer Auswertung noch auf rund 49% Analystenpotenzial.
Kommen wir zu Nummer zwei, dem Themenbereich Umwelttechnik.
Hier haben wir Seaco Environmental für euch ausgewählt.
Das Unternehmen verdient sein Geld unter anderem mit Luft- und Wasserreinigung.
Unter einem demokratisch kontrollierten Kongress dürften weitere Einschnitte bei der US-Umweltbehörde EPA schwieriger werden.
Und Seaco ist tatsächlich der Zahlenknaller unserer Liste.
117 Prozent Abstand zum durchschnittlichen Analystenkurs zielt.
100% Kaufempfehlungen und ein erwartetes KGV von 15,9.
Aber ganz wichtig hier, hinter den 100% stehen lediglich sieben Analysten.
Das ist schon eine ziemlich kleine Stichprobe und 117% Kurspotenzial.
Das ist auch selbstverständlich kein Versprechen, dass ihr einklagen könnt.
Auf gar keinen Fall.
Wir sind ja sowieso immer hier nur Ideen und keine Anlageberatung.
Ganz wichtig hier an der Stelle nochmal zu betonen.
Schauen wir auf den dritten Sektor, generell einmal das Clean Energy.
Und hier könnte gerade tatsächlich eine größere Rotation beginnen.
Lass uns das doch mal gemeinsam einmal anschauen.
Seit Ende vergangenen Jahres kommt der iShares Global Clean Energy gerade mal auf gut 6 Prozent plus.
Der iShares MSCI World Energy Sektor mit den klassischen Energiekonzernen liegt dagegen rund 50 Prozent vorn.
Die Schere ist da gerade wirklich gewaltig.
Ja, der Favorit in diesem Bereich heißt First Solar.
Da sehen die Analysten noch 39 Prozent Potenzial.
Und jetzt kommt das Überraschende.
Das erwartete Kursgewinnverhältnis, das liegt gerade einmal bei 7,9, also unter 8.
First Solar ist nicht nur eine politische Wette auf eine freundliche Großwetterlage für erneuerbare Energien, sondern zumindest auf dem Papier auch noch ziemlich niedrig bewertet.
Und Nummer vier führt uns zurück zur künstlichen Intelligenz, allerdings über einen Umweg.
Software statt Rechenzentrum.
Gerade in mehreren Bundesstaaten, in denen die gigantischen Rechenzentren jetzt geplant sind, haben die Demokraten gewonnen.
Wir haben eben schon darüber gesprochen.
Und wenn dadurch jetzt künftig weniger neue Rechenzentren genehmigt werden könnten, könnte sich innerhalb des KI-Trades Geld verschieben.
Weg von denen, die immer neue Rechenzentren bauen müssen, hin zu denen, die auf dieser Infrastruktur Software verkaufen.
Ein Kandidat dafür heißt ServiceNow.
Die Aktie liegt weit unter ihrem früheren Hoch.
Gleichzeitig empfehlen gut 90% der Analysten ServiceNow zum Kauf.
Das durchschnittliche Kursziel liegt knapp 47% über dem aktuellen Niveau.
Das erwartete KGV, das beträgt 22,7%.
Unsere vier Aktien für die blaue Welle heißen damit Mastec, Seaco Environmental, First Solar und Service Now.
Vier völlig unterschiedliche Geschäftsmodelle, aber immer dieselbe Idee dahinter.
Wir suchen nicht die Aktien, auf denen am offensichtlichsten Demokraten draufsteht, sondern vielmehr Unternehmen, bei denen sich durch die neue politische Konstellation das Chance-Risiko-Verhältnis verbessert haben könnte.
Und genau deshalb sollte man auch nicht einfach die größten Verlierer der vergangenen Monate jetzt einsammeln, wie so ein Lumpensammler.
Ein gigantischer Abstand zum Analystenkursziel, der kann nämlich auch bedeuten, dass der Aktienkurs schneller gefallen ist, als die Analysten ihre Prognose nach unten korrigieren konnten.
Lucid, Ennovix oder Ballard Power wären Beispiele, bei denen man eher vorsichtig sein sollte.
Ja, und wer ohnehin breit über ETFs in amerikanische Aktien investiert ist, muss wegen der Wahl erstmal gar nichts machen.
Für Stockpicker ist dieser Machtwechsel aber spannend, weil sich die Favoriten halt ändern könnten.
Ja und manchmal entsteht daraus eine ziemlich interessante Watchlist mit Betonung auf Watchlist.
Denn politische Wetten, die können ja leicht mal daneben gehen.
Und daran hat uns gerade Elon Musk erinnert.
Die 474 Millionen Dollar, die der reichste Mann der Welt investiert hat, also politisch investiert hat, die haben ja auch keine Rendite gebracht.
Ja, weil es wahlbeeinflussende Weltraumlaser eben dann doch noch nicht gibt.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an www.888-Welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Vielen Dank für das positive Feedback zu unserem Update gestern.
Ja, das freut uns sehr, dass dieses Vorgehen bei euch so gut angekommen ist.
Es gibt allerdings Dinge, die wichtiger sind als die US-Wahl und wichtiger als der MSCI World.
Ja, da hast du recht, lieber Eckart.
Die Gesundheit zum Beispiel.
Es hat sich der TV Isbringen bei mir gemeldet.
Ein Handballverein aus der Nähe von Pforzheim.
Ein Spieler der Mannschaft ist an Leukämie erkrankt und auf eine Stammzellspende dringend angewiesen.
Daher hier einmal der Aufruf.
Lasst euch bei der DKMS typisieren und werdet zu Lebensrettern.
Ich habe mich schon vor ein paar Jahren...
typisieren lassen und weiß daher aus Erfahrung, dass das super schnell geht und total unkompliziert ist.
Auf www.dkms.de findet ihr alle Informationen.
Also registriert euch und werdet vielleicht eines Tages zum Lebensretter.
Unbedingt macht das.
Außerdem hat uns noch Lars geschrieben, der auch drei AAA-Söhne hat.
Alma, Alfie und Anton.
Lars hat nämlich drei Igel adoptiert und aufgepäppelt.
Und weil ich ja weiß, dass du, liebe Lea, in diesem Jahr auch mehreren Igeln ein Zuhause geschenkt hast, wird dich das doch besonders freuen, oder?
Ja, das kannst du laut sagen.
Das ist sehr löblich.
Ich bin sehr stolz auf dich, lieber Lars.
Harald, Gertrud und Hermann haben bei uns ein schönes Häuschen, gutes Futter und eine gute Zeit.
Und wenn ihr auch bei AAA eine gute Zeit habt, kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder, ganz früh ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
