# AI Capex Shifts and Auto Industry Restructuring

**Podcast:** Leben mit Aktien | Der Podcast für Anleger mit Weitblick
**Published:** 2026-11-04

## Transcript

Bevor es losgeht, dieser Podcast ist keine Anlageberatung, sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung.
Die Hosts oder der Verlag übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die sie aufgrund der im Podcast gehörten Informationen treffen.
Leben mit Aktien – ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche mit Christian Wirröl und Horst von Butler.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben mit Aktien, dem Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Ich bin Horst von Butler.
Und ich bin Christian Wirröl.
Und auch ich melde mich jetzt zurück aus der kleinen Herbstpause.
Christian, du warst vergangene Woche ja schon fleißig und mit Julia im Einsatz.
Und du hast es auch schon erwähnt, ich war unter anderem eine Woche in Sanary-sur-Mer, einem malerischen Küstenort zwischen Marseille und Saint-Tropez, ungefähr so zwei Autostunden von Nizza entfernt.
Immer an den schönsten Plätzen der Welt.
Sanary spielt ja eine große Rolle in dem fantastischen Buch von Florian Ilias, wenn die Sonne untergeht.
Wirklich ein Lesetipp auch nochmal.
Und ich hatte das gelesen und habe dann irgendwie gesagt, ich bin immer gegoogelt, welches Hotel ist das, welcher Hafen ist das.
Ich habe mir gedacht, ich muss dann da mal hinfahren.
Es war ja in den 30er Jahren ein wichtiger Exilort für deutsche Schriftsteller und Künstler, vor allem für die Familie Mann.
Aber auch die Feuchtwangers lebten dort.
Berthold Brecht war zeitweise da, ebenso Aldous Huxley.
Und viele trafen sich an den Cafés an der Promenade und stiegen ab im Hotel de la Tour, das es immer noch gibt, da direkt am Hafen.
Und der Hafen ist wirklich wunderschön mit seinen bunten Fischerbooten und einer kleinen Promenade.
Natürlich heute auch ein touristischer Ort.
Man kann immer noch so einen Gang durch die Stadt machen, an diesen ganzen Orten, wo diese Häuser auch stehen, die heute im Privatbesitz sind.
Und natürlich sind die Cafés heute normale Touristencafés.
Aber man kann es sich vorstellen.
Und wir hatten ein schönes kleines Haus über Airbnb gemietet, vis-à-vis von der ehemaligen Villa der Manns.
Also es war wirklich eine großartige Zeit.
Und Christian, ich habe dann ja noch einen Ausflug gemacht, nicht nur nach Exxon-Provence und in andere kleine Städtchen nach Cassis, sondern ich war ja auch praktisch bei unserer Aktie.
Bei unserem Weingut, ja, bei Chateau Minuti.
Ich habe es ja schon angeteasert letzte Woche.
Du hattest nämlich Fotos geschickt.
Es ist ja eines der bekanntesten Rosé-Weingüter dort bei Saint-Tropez und gehört tatsächlich seit einigen Jahren zu LVMH.
Wir hatten hier schon mehrfach darüber gesprochen, mit dieser kostspielige Einkaufstour von Weingütern.
Da ging es natürlich viel um Prestige, aber kommerziell hat man da doch an der einen oder anderen Stelle sicherlich überzahlt.
Immerhin, die Weingut...
Wein- und Spirituosen-Sparte, wir hatten es vor vier Wochen ausführlich im Check, läuft bei LVMH jetzt wieder besser.
Noch lange nicht so gut wie damals 2020, 2021.
War ja ein Sorgenkind, aber momentan sind andere Bereiche dort noch ein bisschen problematischer.
Ja, ich habe eine Weinprobe dort gemacht, ein bisschen Rosé gekauft und die dann geschrieben.
Ich müsste mal nach dem Rechten sehen.
Es ist übrigens eine interessante Mischung.
Dieses sehr malerische Chateau steht da so im Hintergrund, da vorne ein moderner Bau.
kann man diese Weinverkostung machen.
Es war sehr voll für Mitte Oktober, haben die auch gesagt, weil das Wetter war so lala.
Und natürlich ist unser Weingut ein bisschen hochgegriffen.
Ich glaube, wenn ich meinen Anteil in LVMH mal herunterrechne, gehört mir wahrscheinlich so eine Rebe oder eine Traube an dieser Rebe.
Aber so erkläre ich meinen Kindern manchmal.
Also ich mache dann wirklich zu denen Spaß.
Ich sage, wir fahren auf unser Weingut.
Und Christian, natürlich habe ich dir was mitgebracht.
Guck mal, ich habe es dir ganz gut versteckt.
Von der einen Rebe.
Also ich habe dir jetzt hier eine schöne Flasche.
Du musst es mal aufmachen.
Von einer Rebe ausgepresst, ja.
Steht auch drauf, Prestige.
Ja, ich hatte ja gerade gesagt, das ist prestigös.
Das ist praktisch deine Dividende, die jetzt ausgeschüttet wird.
Oh ja, und das sogar Quellensteuerfrei.
Es gibt ja drei verschiedene Sorten.
Herrliche Farbe, oder?
Das ist der Prestige.
Es gibt ja den normalen.
Ich danke dir.
Und den kannst du aufmachen.
Die Rosé-Zeit ist ja ein bisschen vorbei, aber vielleicht wird es ja doch nochmal warm.
So ein schöner Herbsttag und dann machst du den auf.
Und es kommt ja auch irgendwie wieder ein Frühling, es kommt wieder ein Sommer.
Und ich habe für dich als Aktionär auch noch eine gute Nachricht.
Also das ist die mittelteure Variante.
Sie haben jetzt aber eine noch teurere Edition gemacht, ein Cuvée 281.
Der kostet da am Weingut 50 Euro.
Und den kriegst du hier so bei Weinportalen für 59 Euro.
Was ja ganz gut für uns ist, wenn sie einfach, du weißt ja, Rosé kann man eigentlich so, man kann ja jeden Rosé für 8, 9 Euro irgendwie gut trinken.
Aber wenn sie etwas Teureres erfinden und die Leute kaufen das, ist es gut für die Zahlen und gut für uns.
Also du kannst mit dieser Flasche nur gewinnen.
Ja, also ich finde das großartig.
Ich freue mich, das zu verkosten und bin natürlich auch schon ein bisschen neidisch.
Ja, weil ich liebe ja Frankreich auch.
Und ich habe das Buch vor dir gelesen von Florian und du warst...
Ich war schon wieder hier und hatte an den Märkten nicht allzu viel zu genießen, aber man muss sagen, Spannung.
Spannend war es zumindest.
Ja, ich meine, das ist ja praktisch alter Wein in neuen Schläuchen.
Also die KI-Angst in Big Tech geht wieder um, ist ein großes Thema für uns heute.
Das ist immer so Fear und Greed.
Und das ist auch wieder das schöne Beispiel, was du immer hast von dieser Kapelle.
Regelmäßig kommt dieser KI-Angst-Zucht vorbei.
Da, wenn ich Karneval habe, habe ich ein anderes Bild mitgebracht.
Es ist so ein bisschen wie bei Halloween.
Da fragen die Kinder doch immer, wir hatten das gerade Süßes oder Saures.
Das nimmt ja immer größere Ausmaße hier an.
Und diese Frage, was ist süß und was ist sauer?
Das ist ja auch eine sehr komplexe Frage, die an den Finanzmärkten gerade umgeht.
Manchmal sagt man, ist das alles süß, dass sie so viel in KI investieren.
Das wird alles die Wachstumsgeschichte der Menschheit verändern.
Und dann fragt man sich trotzdem wieder, wird sich das alles rechnen?
Und dann ist es wieder sauer.
Ja, das ist diese ewige Pendelbewegung.
Und da haben wir natürlich letzte Woche dann wirklich mal krasse Bewegungen gesehen, auch bei einer der größten kapitalisierten Aktien der Welt, nämlich bei Alphabet.
Die schärfste Reaktion, die es jemals auf...
Quartalszahlen gab und sie ging nach unten.
Genau.
Das wird gleich Thema sein, bevor wir auf die KI-Angst kommen und auf die anderen Themen.
Denn wir reden auch noch über General Motors, eine Industrie-Ikone.
Kurz was zu den Zwischenwahlen.
Wenn Sie diesen Podcast hören, haben Sie vielleicht schon einige der Ergebnisse.
Manches kann ja auch noch viele Tage warten.
Wir nehmen hier am Montag auf, deswegen können wir nichts dazu sagen.
Das heißt, wenn der Podcast rauskommt, sind wir müde.
Also ich werde zumindest müde sein.
Guckst du immer noch die ganze Nacht?
Ja, für mich ist das wirklich ein Hohamt.
Und ich freue mich also wieder auf CNN, auf John King, an dieser Magic Wall, der dann innerhalb von zwei Sekunden in den 34.
Stimmbezirk in Florida reinzoomt.
Ja, aber das Reinsomen noch auf ein Countdown.
Too close to call.
Er weiß immer genau die demografische Struktur dort und wer 1976 dort gewonnen hat.
Es ist großartig.
Ich weiß nicht, ob ich mir das antue, aber es sind natürlich spannende Wahlen.
Wir können das nicht mitnehmen, aber Christian, wie ich dich kenne, du hast zu allem eine Statistik und es gibt ja berühmte Statistiken, was Zwischenwahlen für die Aktienmärkte bedeuten.
Ja, man muss natürlich immer aufpassen mit all diesen Statistiken, wie Werner Hansch, der legendäre Sportreporter mal gesagt hat, Statistik ist so eine Sache.
Rein statistisch ist jeder dritte Mensch ein Chinese.
Aber hier heute spielen wir ja kein Chinese mit.
So sollte man auch Statistiken immer sehen.
Aber das mit diesen Zwischenwahlen und der Wall Street, das ist schon spannend.
Denn egal, wie die Wahlen ausgegangen sind, egal, in was für einem Marktumfeld wir uns historisch bewegt haben, seit 1950 war in den sechs Monaten nach der Zwischenwahl der S&P 500 in allen 19 Fällen höher als am Wahltag und zwölf Monate nach dem Wahltag auch.
Das heißt, wir haben 100 Prozent Erfolgsquote, dass die Zeit nach der Zwischenwahl sechs Monate Gewinne bringt.
Wie gesagt, keine Garantie, aber es ist eines der robustesten saisonalen Muster überhaupt.
Man hat das ja dann wie bei all diesen Saisonalitäten, auch Selin May und sowas mit Narrativen dann immer umstrickt.
Natürlich, Jahresendrallye spielt dabei dann auch eine Rolle, die fängt kurze Zeit später an, aber das zieht sich ja dann weit bis ins nächste Jahr rein.
Und es war historisch halt immer so diese Phase der Erleichterung sehr häufig.
ist es ja in der Vergangenheit dazu gekommen, dass...
die Partei, die den Präsidenten gestellt hat, dann eins auf den Deckel bekommen hat, dass man dann also eine Division hatte.
Weißes Haus hat eine andere Partei als der Kongress.
Dadurch war klar, es kann die nächsten zwei Jahre nicht allzu viel Unsinn passieren.
Keiner kann durchregieren.
Die Checks und Balances sind in Kraft.
Aber gilt diese Regel mit Donald Trump noch?
Das wird die große Frage sein, wie er eine mögliche Niederlage, wir wissen es ja nicht, akzeptiert.
Und viele haben ja gefragt, ist er denn wirklich eine klassische Lang-Duck?
Ist er nicht eine Angry Lame Duck oder eine Angry Duck?
Das heißt, wird er noch mehr um sich schlagen als ohnehin?
Vor allem in der Außenpolitik.
Und da haben wir ja eigentlich so zwei wichtige Ereignisse.
Das ist einfach die Krise in der Ost, die ja nicht gelöst bleibt.
Also wenn es neue Militärschläge gibt, das wäre, glaube ich, das entscheidende außenpolitische Ereignis.
Dann nochmal die Frage, wie einigt er sich mit Putin und Xi auf einem möglichen Gipfel, wenn sie sich treffen.
Das G20 wird in Miami im Dezember ganz entscheidend sein.
Und natürlich der Börsengang von Anthropic wird dieses KI-Narrativ nochmal testen, was völlig unabhängig von den Zwischenwahlen ist.
Und dann kommt natürlich auch hinzu, auch innenpolitisch kann er natürlich dann komplett offene Hose machen.
Da muss er überhaupt keine Rücksichten mehr nehmen, vielleicht noch mehr sogenannte Deals nochmal irgendwo kräftig aufdrehen und natürlich eventuell auch den Boden bereiten, dann für seine Nachfolger oder, Gott bewahre, tatsächlich diese Koketterie weiter vorantreiben, vielleicht doch nochmal ein drittes Mal anzutreten.
Der ist müde geworden.
Ich habe mir seine Wahlkampfreden angeschaut.
Es ist auch nicht mehr der Term von vor zwei Jahren.
Du siehst eine Erschlaffung, eine Ermüdung, wie so ein angeschlagener Boxer im Ring.
Aber gerade der kann natürlich dann gefährlich werden, beziehungsweise kann dann wirklich zu einem freien Radikal werden.
So läuft wie in der Statistik, das können wir dann in sechs Monaten uns nochmal anschauen.
Es gibt natürlich auch genügend Gründe dafür, insbesondere weil wir jetzt so ein bisschen einen Basiseffekt hatten.
Oktober war jetzt für die zumindest technologieorientierten Indizes nicht so gut.
Und so ein Börsengang wie der von Anthropic kann natürlich auch der Katalysator sein, um den AI-Trade zu verändern.
auf die nächste Stufe zu heben.
Und du gibst mir das Stichwort AI-Trade und damit sind wir bei unserem ersten großen Thema.
Das Ganze sehen.
Christian, ich bin ein bisschen enttäuscht, dass du diese Flasche noch gar nicht aufgemacht hast.
Du hast doch sonst eigentlich immer so ein Korkens hier in der Tasche oder so ein Schweizer Taschenmesser.
Also ich muss hier weiter...
Das Schweizer Taschenmesser habe ich tatsächlich meinem Sohn gegeben jetzt.
Also richtig schön ist von Victorinox.
Schade, dass sie nicht in der Börse sind.
Richtig schön ist von Victorinox mit so einer Kette dran und so.
Und er trägt das so ganz stolz, als wir dann in den Bergen unterwegs waren.
Da musst du aufpassen in Berlin, wenn du mit dem Messer hier rumläufst.
Ja, in Berlin gibt es das natürlich nicht.
Nein, auf keinen Fall.
Nicht, dass da hier irgendwie noch...
Nein, diese Messer sind echt gefährlich.
Ich habe letztens mal versucht, einen Apfel damit zu schneiden, als wir so im Wald waren.
Und zack, gleich vorne die Finger durch.
Alle meiner wenigen Dapfen hier stammt von einem Schweizer...
Schweizer Qualitätsware.
Schweizer Aktienmarkt übrigens auch Qualitätsware.
Von den größeren Aktienmärkten tatsächlich im Oktober der beste.
Bis auf Wirt und Sprüngling.
Über 8% in Euro breit diversifiziert im SLI.
Was treibt die Schweizer Aktienmärkte?
Insgesamt einfach diese Rotationsbewegung.
Erstmal wieder für...
Ein paar Tage, ein paar Wochen weg von Tech hin.
Konsumgüter, Nestlé ist natürlich auch inzwischen, zumindest gemessen in der eigenen Historie, relativ günstig bewertet.
Es gab auch relativ gute Zahlen von einigen kleineren Schweizer Werten.
Dazu natürlich auch der Franken.
Aus unserer Perspektive schlägt das ja auch auf so einen SLI, Swiss Leaders Index ETF, entsprechend durch.
Und muss man aber auch sagen, eine Schweizer...
Halbe macht noch keinen Sommer und der Abstand, den insbesondere auch der Schweizer Aktienmarkt hat zum Weltaktienmarkt, dominiert durch die USA, ist natürlich schon erheblich.
Du hast ein Stichwort, aber genannt Rotation, da kommen wir jetzt gleich drauf.
Lass uns noch mal ganz kurz über Big Tech reden.
Also wir haben, glaube ich, über kein Narrativ häufiger gesprochen in den vergangenen...
zwei Jahren als dieses KI-Narrativ.
Und wir müssen es immer wieder wenden, kneten, immer wieder beleuchten.
Dieser Fieberzustand hält an, die Frequenz bleibt sehr hoch.
Mal scheint künstliche Intelligenz die größte Wachstumsmaschine aller Zeiten zu sein.
Dann wieder fürchten die Anleger, dass hier gerade eine gigantische Investitionsblase entsteht.
So weit, so bekannt.
So, was ist vergangene Woche passiert?
Ganz kurzer Recap.
Es erholt sich ja jetzt auch schon Anfang der Woche wieder.
Nasdaq 3% verloren, S&P 500 knapp 2%.
Ein sehr schlechter Börsentag, einer der schlechtesten seit dem Sommer.
Besonders bei den Halbleitern ging es runter.
Der Philadelphia-Semikontakte-Index ist um 7% eingebrochen.
Intel sogar um knapp 30%.
Das hat man jetzt auch gesehen.
Da wurde so eine Beteiligung von der US-Regierung und Nvidia mal eben so um 17 Milliarden dezimiert.
Ja, aber die liegen ja trotzdem vorne.
Aber man sieht jetzt halt, erstens, es reicht nicht einfach nur Geld irgendwo drauf zu schmeißen.
Das sorgt noch nicht automatisch für operative Exzellenz.
Und dazu kann bei Intel ja, es war ja jetzt nicht irgendwie ein Problem mit irgendwelchen KI-Chips, sondern im Wesentlichen haben sie ein Problem mit den PCs, weil die Speicherchips zu teuer geworden sind.
Und übrigens bei Google ja auch.
Also zum Beispiel das Cloud-Geschäft brummt da eigentlich.
Die Anleger haben auf was anderes geschaut.
Und da kommen wir ganz kurz auf einen der Auslöser vergangene Woche.
Ich meine, bei Amazon und so rauscht es ja auch ab.
Aber es waren die Quartalszahlen von Alphabet, der Google-Mutter.
Alphabet ist wirklich 13 Prozent abgestürzt und das waren dann an einem einzigen Tag 500 Milliarden Dollar Börsenwert.
Finde ich übrigens sehr schön, dass du das in dieser Reihenfolge auch so sagst, weil in ganz vielen Wirtschaftsmedien konnte man immer nur die Headline lesen.
500 Milliarden Dollar Börsenwert.
Ich muss es ja einordnen können.
Genau, und das ist diese Denominator Blindness, ja, auch so ein ganz schlimmer Bias, der natürlich sehr clickbaitig ist, aber man muss das immer in Relation sehen.
den auch so, Max 7 insgesamt haben 700 Milliarden verloren letzte Woche.
Ja, die alle 5 Billionen wert sind.
Genau, du musst überhaupt erstmal so viel verlieren können.
Trotzdem war es der zweithöchste in der Geschichte eines amerikanischen Unternehmens.
Es gab nochmal diesen Deep Seek-Moment, wo Nvidia mal abgerauscht ist um 600 Milliarden.
Naja, und dann gab es auch noch das Narrativ, wo du auch mal sofort dann in unser Skript reinfällst.
Das ist ja ein Narrativ, aber natürlich das Death Cross, das berühmte Todeskreuz.
Man muss aber sagen, die Aktie von Alphabet und auch von Amazon ist schon seit längerer Zeit in der Welt.
an der Schwächephase, wenn du anschaust, eigentlich hat sich nur Microsoft ganz gut geschlagen.
Die anderen haben alles schon deutlich verloren.
Und Apple, natürlich.
Es gibt ja immer noch diese Mac 7, wobei wir ja schon oft darüber gesprochen haben, dass Mac 7 überhaupt nicht mehr relevant ist, weil du hast eine Apple mit einer eigenen Konjunktur, du hast Tesla als Religion, du hast Hyperscaler, du hast Chips drin.
Und alle haben noch nebenbei irgendwie so ein Business, so wie Amazon, der E-Commerce.
sowieso richtig heterogen.
Und Apple steht natürlich außen.
Die werden ja Zahlen vorlegen, die wir auch nicht mehr mitnehmen können.
Aber da werden nur alle drauf schauen, weil der neue CEO diese Zahlen präsentiert.
Bei Apple ist immer nur die Frage, können sie auch ihren Jüngern liefern?
Können sie genug neue Produkte liefern?
Aber sie sind aus diesem KI-Narrativ raus, weil sie natürlich nicht hunderte von Milliarden in Rechenzentren gerade stecken.
Sie kaufen lieber eigene Aktien zurück.
Und zu diesem Todeskreuz müssen wir nochmal sagen, was ist das überhaupt?
Todeskreuz, da ist der Durchschnitt über 50 Börsentage.
unter den Durchschnitt über 200 Tage gefallen.
Und das ist halt, ich würde es nicht mal narrativ nennen, es ist purer Clickbait, Todeskreuz, Deathkreuz.
Aber wir sollten an der Stelle einfach nicht vergessen, wenn dieses Todeskreuz sich in einem Chart zeigt, dann ist das als Timingssignal in aller Regel zu spät.
Denn das hätte dann schon viel früher kommen müssen.
Wahrscheinlich hat die Metapher mal irgendein harmloser Chartanalytiker erfunden, als es noch gar kein Clip war.
Das sind ja Leute, die auf diese Formationen von Kursen schauen.
Aber ist natürlich klar.
Du hast dann 50 Tage und 200 Tage, dass du da einen riesigen Versatz auf der Zeitachse...
drin hast.
Und der Alphabet hat eben schon in dem Moment, wo dieses Todeskreuz entstanden ist, 30 Prozent gegenüber dem Hoch korrigiert.
Zurück nochmal zu Google.
Was ist eigentlich passiert?
Die Quartalszahlen und die Anleger haben da auf die Google-Service-Sparte geschaut, also die Suchmaschinenwerbung, YouTube und die Abonnements und die hat 96,3 Milliarden Dollar erwirtschaftet und damit die Wall-Street-Erwartung von 98,5 Milliarden Dollar verfehlt.
Wir sehen dieses alte Erwartungsspiel.
Also da war halt die Sorge.
dass Googles wichtigster Umsatzmotor ins Stottergerät, während KI eben das Geschäftsmodell doch schneller verändert.
Und es wächst natürlich noch, also die Google-Suche, aber die Dynamik nimmt ab.
Nach 19, 17 Prozent in den Quartalen davor war es nur noch 12 Prozent.
Und das Zweite, worauf die Märkte geschaut haben, war der negative Free Cashflow.
Auch das hat mir hier oft, Christian, gesagt.
Also in der ersten Welle haben ja die Hyperscaler das sehr stark aus ihren Cashbeständen finanziert.
Jetzt machen sie es schuldenfinanziert.
Und Google...
ist das erste Mal jetzt rein bilanziell, hatte einen negativen Free Cash Flow.
Man muss dazu sagen, das heißt nicht, dass sie kein Geld mehr haben.
Also die sitzen noch auf gigantischen Cash-Beständen von 265 Milliarden Dollar.
Das heißt, sie können diese Schulden locker bedienen.
Aber da ist natürlich auch, wenn man sich das auf so einer Grafik anguckt, man sieht diesen Free Cash Flow und plötzlich sagt das ab.
Aber auch das ist eine Bilanz.
Trotzdem, die Schicksalsfrage bleibt die gleiche.
Ist Alphabet Jäger oder Gejagter, Treiber oder Getriebener?
Und über lange Strecken, am Anfang gab es ja das große Fragezeichen, dass Google eigentlich völlig disruptiert wird.
Dann haben sie sich sehr gut geschlagen, vorne bei KI mitgemischt.
Und jetzt merkt man eben, ich glaube, diese Phasen, dieses Paradoxen werden bei Google immer wieder kommen, wo man das hinterfragt.
Schaffen die das wirklich?
Mensch, die Suche bricht da ein, das Werbegeschäft bricht ein, aber sie investieren in KI.
Die letzten zwei Jahre haben sie es gut gemanagt.
Deswegen wäre mein Vertrauen in Google jetzt nicht erschüttert dadurch.
Nee, also es ist wirklich die Horst von Butler Gedächtniskapelle, die da wieder mal vorbeizieht.
Das sind die alten Themen und auch dieses Thema mit dem Free Cash Flow.
Das war ja auch keine Überraschung.
Und man muss ja auch mal sich vielleicht ein bisschen zurückerinnern an die Zeit vor dem KI-Boom, wo ja dann diese großen Technologiewerte fast ein bisschen langweilig wurden.
Weil sie haben eben in den Stammgeschäften, und da ist Alphabet, halt ganz vorne wegmarschiert.
Unmengen an Cash generiert.
Und was haben sie mit diesem Cash gemacht?
Sie haben dieses Cash benutzt, um Aktien zurückzukaufen und dann sogar angefangen, Dividende zu zahlen als Hightech-Werte, als Wachstumswerte.
Und da haben die Leute gesagt, fällt denen denn nichts Besseres ein im Geschäft?
So, jetzt machen sie volle Kanne Spending, geben das Geld aus für Zukunftsinvestitionen, für Rechenleistung, wo man ja auch sieht, diese Rechenleistung, die kann man gut vermarkten.
Die wird auch nachgefragt.
dann heißt es, oh Gott, jetzt ist es wieder zu viel.
Aber das ist nun mal Börse, das ist nun mal diese Pendelbewegung.
Und wenn das nicht wäre, hätten wir nicht diese Preisbewegungen und dann hätten wir auch nicht immer diese Zacken, beispielsweise im CNN Fear and Greed Index.
Es ist halt ständig zwischen Angst und Gier getrieben und momentan ist zumindest bei den meisten Werten mal wieder die Angst.
Etwas größer.
Wobei, wenn du jetzt...
Und Greed und Panik und Angst.
Und wenn man sich überlegt, wie viele Computer inzwischen auch einfach da sozusagen automatisch Verkaufskurse auslösen, ist ja auch wenig Panik dabei, sondern einfach Chart-Technik.
Aber egal, es ging ordentlich runter.
Es war ein Rekordjahr.
Und dann war es angeknackst.
Wenn du mal auf lange Frist auf die beiden Werte, die wir jetzt hier diskutiert haben, Alphabet und Microsoft schaust, wie sind die eigentlich seit ChatGPT gelaufen?
Ja, das ist eine wirklich spannende Beziehung, weil in den ersten drei Jahren des KI-Booms sind die weitgehend parallel gelaufen.
Und dann ab Herbst letzten Jahres ungefähr, zeitweise ist es sogar wirklich gegensätzlich.
Erst ist also Google davongezogen, jetzt holt Microsoft wieder auf.
Und ja, es ist auch da nicht die letzte Rotation dieser Art.
Und wer das dann mit Einzelaktien entsprechend spielen möchte, Der hat relativ viel zu tun, weil diese Rotationsbewegungen schon schneller werden.
Auch innerhalb des KI-Narrativs.
Mal sind es die Hyperscaler, dann sind es die Cloud-Anbieter, dann sind es doch wie die Chip-Anbieter, dann sind es irgendwelche Zulieferer.
Und das geht immer schneller mit immer stärkeren Ausschlägen.
Während man dann natürlich auch sagen muss, wenn man es sich auf den Gesamtmarkt anschaut, ist das alles gar nicht mehr so dramatisch.
Wir haben natürlich auch...
bedingt durch die Gewichtung von Alphabet im Nasdaq 100 schon einen Rücksetzer, der aber per Ende Oktober immer noch nicht mal ein Bärenmarkt war, also noch nicht mal eine 10% Korrektur.
Und wenn man das dann insgesamt erweitert auf die Weltindizes, auf die Indizes, die dann auch entsprechend breit sektoral definiert sind, dann muss man sagen, der vermeintliche Rote Oktober war halt Ein Nullsummenspiel.
Das, was die Technologie verloren hat, haben andere Branchen wieder gut gemacht.
Also ein Nullsummenspiel und dazwischen sehr viel Aufregung.
Halten wir also fest zu diesem sogenannten Stimmungsumschwung.
Also Unternehmen wurden an der Börse dafür belohnt, dass sie möglichst viel Geld in KI investieren.
Hohe Investitionen gelten immer als Stimmungsumschwung.
Zeichen der Stärke, dass man vorne dran ist.
Aber diese Investitionen werden immer zeitgleich auch, und das ist das Schizophrenie, natürlich immer hinterfragt.
Rechnet sich das?
Lohnt sich das?
Diese Stimmungsumschwünge gehören seit Monaten dazu.
Und das erklärt dieses Oszillieren zwischen KI-Euphorie und KI-Angst.
Denn...
Bei aller Nervosität, wie schnell sich die Stimmung wieder drehen kann, werden wir möglicherweise bald schon erleben.
Denn jetzt steht ja Mitte November das große Ereignis bevor.
Der historische Börsengang von Anthropic.
Die haben ja Ende Oktober den Börsenprospekt eingereicht.
Eigentlich übrigens ein Dokument der Zeitgeschichte.
Also wirklich ja von...
Technischer Dystopie teilweise, was da so drinsteht.
Mögliche Risiken, die Auslöschung der Menschheit.
Aber egal.
Egal.
Erst nur sieht es.
Ist ein Grenzrisiko, was wir nicht absichern müssen.
Ja, genau.
Trotzdem sehr interessant.
Also der ultimative Test des KI-Narrativs.
in diesem Jahr nochmal, weil OpenAI hat den Börsengang ja verschoben und die erste Notiz ist am 19.
November.
Möglicherweise, das sind so die Gerüchte, die momentan kommen und ja, wenn wir jetzt sagen, der ultimative Test, also wir haben ja dieses Jahr einige Tests gehabt, SpaceX war ein Test, weil die sind ja auch, wir haben das als Abschluss sozusagen.
Genau, wir haben letzte Woche schon wieder einen Test gehabt, Meta mit dem Eigenkapital, was sie aufgenommen haben.
für 25 Milliarden Dollar neue Aktien platziert, was ja auch eine Zeitenwende ist, weil sie sonst die letzten Jahre immer nur Aktien zurückgekauft haben.
Jetzt platzieren sie wieder Aktien.
Aber sie hatten angeblich das Fünffache, also weit mehr als 100 Milliarden Dollar an Nachfrage in den Büchern stehen.
Also auch das.
Man fragt sich manchmal, wo kommt das Geld her?
Hier reden wir natürlich jetzt schon über wahrscheinlich mehr als 100 Milliarden Dollar Emissionsvolumen, die dann auch wirklich gecovert werden müssen durch ein entsprechend gut bestücktes Buch.
Da sollte also dann eine aggregierte Nachfrage von mindestens 300 Milliarden im Buch stehen, damit das auch alles halbwegs solide ist.
Aber ja, das wird sicherlich nach den Midterms das aufregendste Ereignis an der Börse.
Und wer jetzt schon auf eine Aktie zocken will, die es noch gar nicht gibt, der kann das über die Kryptobörsen wie Hyperliquid tun.
Da gibt es nämlich tatsächlich jetzt schon sogenannte IPO-Perpetuals, also keine Firmenanteile, kein Eigentum, das da verbrieft wird wie bei deiner LVMH-Minutee-Rebe, sondern es sind einfach Wetten auf die Marktkapitalisierung, in dem Fall von Anthropic und diese Indikation.
Die lag Mitte September bei Hyperliquid schon mal bei 2,3 Billionen Dollar.
Aktuell 1,8 Billionen Dollar, natürlich riesige Zahlen.
Und für den Zugang zu dieser hochspekulativen Finanzwette, da reicht jetzt auch schon ein ganz normales Depot.
Denn 21 Shares hat ein ETP, ein Exchange Traded Product, aufgelegt, das diese Anthropic IPO Perpetuals abbildet.
Ist natürlich hochkomplex, hochspekulativ.
auch teuer, da sind eben nicht nur 1% Total Expense Ratio drauf, sondern überdies noch Fundingkosten.
Naja, und wenn man sich jetzt fragt, soll man das machen, muss man sich immer vergegenwärtigen, möchte ich mit etwas handeln, was es noch gar nicht gibt.
Halten wir als Fazit nochmal von dem ganzen Gesagten fest.
Im Moment spielen die Märkte etwas durch.
In der ersten Welle konnten die großen Technologiekonzerne ihre KI-Investitionen weitgehend aus ihren enormen Cashflows finanzieren.
Jetzt schrumpfen diese Spielräume und die Unternehmen greifen zunehmend auf Anleihen und neues Eigenkapital zurück.
Das schafft diese Spannung, die wir gerade diskutiert haben.
Immer neue Fragezeichen.
Investoren schauen genauer hin, was aber gut ist, dass sie genauer hinschauen.
So, und die Frage ist...
Ändert sich sozusagen jetzt diese klassische KI-Hyperversion und klärt so die...
langweilige alte Investitionsrechnung zurück.
Also weg von der Frage, wer meist investiert, bis zur Frage, wer damit tatsächlich Geld verdient.
Also ist this time different.
Wir wissen es nicht, weil die Narrative sich so schnell ändern.
Aber, und Christian, das hast du gerade gesagt, der gesamte Aktienmarkt ist nicht so schwach, wie diese dramatischen Kursbewegungen von Alphabet und Co.
vermuten lassen.
Der S&P 500 hat im Oktober gerade mal 0,9% verloren, nach einem leicht schwächeren September.
Also so ein Nullsummspiel.
Und er liegt nicht allzu weit von seinem...
rekordhoch entfernt und von einer Korrektur, das hast du letztes Mal auch schon gesagt, sind wir wirklich weit entfernt.
Das wären wirklich mal so 10 Prozent, wenn er dann abrauscht oder unter 7000.
Ja, und dazu kommt ja, dass es erst wenige Wochen her ist, dass wir so dieses Mi-Mi-Mi hatten nach dem Motto, das Einzige, was die Märkte noch trägt, ist die Stärke der Big Techs.
Ansonsten die Bewegung am Markt hat keine Breite.
Kannst du Geräusche zu verschiedenen Börsen?
Das Mimimi kann man eigentlich dauerhaft machen, weil du findest natürlich dauerhaft irgendwas, was kacke läuft.
Da haben sich also alle erst beschwert, es fehlt die Marktbreite.
Jetzt beschwert man sich darüber, dass Tech runtergeht.
Ja, aber was haben wir denn plötzlich?
Wir haben Marktbreite in einem historischen Ausmaß.
Das, was unsere Bäuche im Winter machen.
Nur viel schneller.
Denn wenn wir in Oktober schauen, der breite Markt, also S&P 500 Equal Weight.
Alle 500 Aktien mit dem gleichen Gewicht.
Das sind diese ETFs, die nicht so viel Spaß machen, wenn Tech gut läuft, nicht?
Ja, genau.
Aber die haben jetzt halt Spaß gemacht.
Im Oktober 4,9 Prozent gewonnen.
Und das heißt, wir haben eine Differenz auf Monatsbasis von fast sechs Prozentpunkten zwischen der Equal Weight Variante und dem ganz normalen S&P 500.
Und das ist etwas, was wirklich insoweit historisch ist.
Einen so großen Abstand, wie wir zuletzt gesehen haben, im April 2009.
Das heißt, jetzt ist also wirklich Marktbreite da.
Es passiert im Grunde das, was du gerne im Fußball ja auch sehen möchtest.
Dass nicht nur Bayern gewinnt?
Das ist ein bisschen schade.
Es sind ja keine Spieler mehr da, aber alle verletzt.
Aber du möchtest doch, wenn deine Stars irgendwie schwächeln, möchtest du doch, dass die Defensive hält.
Und das ist genau passiert.
Techstars haben jetzt mal einen Monat.
Ich dachte, dass du sagst, dass man auch mal will, dass der HSV gewinnt.
Ich würde mich freuen.
Solange es nicht gerade gegen Bayern und gegen FC Köln ist, kann ich super damit leben, wenn der HSV gewinnt.
Ich gönne dem HSV jeden Punkt.
Das ist sehr schön, dass du so generös bist heute.
Also nochmal kurz zur Defensive.
Was sind die klassischen defensiven Sektoren?
Das ist Basiskonsum, das ist Gesundheit, das ist...
Versorger und diese drei Sektoren haben im Oktober kräftig zugelegt, zweistellig gewonnen.
Dazu Energie, unser Iran und Inflation Hedge.
Ja, und dann haben wir halt am Ende ein Nullsummenspiel in den Indizes gemacht.
Das heißt, Diversifikation funktioniert für den Moment, müssen wir sagen.
Ob das mehr abpuffert, werden wir dann sehen.
Es klappt doch und dazu das Ganze auch regional.
Wir haben schon über die Schweiz gesprochen, aber auch der DAX 3% im Plus im Oktober, der Stock 600 3% im Plus, der FUZI 100, also Großbritannien mit den Rohstoff- und den Konsumgüterwerten ebenfalls.
Und ja, wir sehen, Hedges funktionieren wieder und das ist doch toll und wir auch noch profitieren.
Staatsanleihen, Renditen sind in den letzten Wochen 20, 30 Basispunkte runtergekommen.
Quer um den Globus, quer durch alle Laufzeitklassen.
Nur in Frankreich, da sind sie weiter gestiegen.
Und das zeigt, wie dramatisch die Situation ist.
Also IT und Kommunikation, das ist deutlich runter, oder was unter Communication Services zusammengefasst wird, die meisten, also neun der elf Sektoren, haben zugelegt.
Und du hast es gerade genannt, teilweise zweistellig.
Das Geld wird also umgeschichtet, es verschwindet nicht von der Börse und das ist ja eine gesunde Entwicklung, weil wir hatten ja immer über diesen Big-Tech-Klumpen wieder gesprochen.
Und du hast ja auch gesagt, ein breiter Profit von mehreren INECs, von mehreren Ländern und von mehreren Asset-Klassen.
Ich habe dir noch ein schönes Verb mitgebracht, lieber Christian.
Ich suche ja immer so ein Verb, was so eine Phase gut zusammenfasst und da hat der Chris...
Gali Poe wird da, glaube ich, ausgesprochen, Ökonom von Franklin Templeton.
Der hat das zusammengefasst.
Money is sloshing around.
Und dieses sloshing finde ich eigentlich ein ganz schönes Verb, was es so auf den Punkt bringt.
Das ist schön.
Slushing around in wobbly markets.
Genau.
Also es sucht sich einfach andere Ertragsquellen.
Also das soweit zum Markt.
Wir sind sehr gespannt, wie die kommenden Tage laufen.
Und wir steuern ja wirklich auch auf einen neuen Höhepunkt zu mit dem Börsengang von Anthropik, der uns sicherlich auch noch einige Male hier beschäftigen wird.
Wir kommen jetzt zu unserem nächsten Thema und da wird es wieder so ganz klassisch Industrie, Auto.
Ja, du hast eine Nachricht aus der Autoindustrie mitgebracht.
Das liegt im Trend.
Naja, was heißt eine Nachricht?
Ja, sondern es sind ja viele Nachrichten und sie sind halt weiter mies mit Blick auf die deutsche Autoindustrie.
Diesmal jetzt besonders im Fokus Audi.
Ja, nicht mehr separat börsennotiert, sondern Teil des VW-Konzerns.
Die Headlines letzte Woche.
Operatives Ergebnis im dritten Quartal auf 29 Millionen Euro eingebrochen.
Ja, das minus 94 Prozent.
Operative Umsatzrendite nur noch ganz knapp über der Nulllinie.
Und die Absätze in China minus 25 Prozent, in den USA minus 17,3 Prozent.
auch insgesamt dann minus 11,4 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft in den ersten neun Monaten.
Und da hat man halt nochmal genau das kondensiert gesehen, was wir hier oft diskutiert hatten, nämlich diesen Dreifachwumms aus erstens ruinöser Wettbewerb in China, zweitens Wirkung der US-Zölle und drittens die Schwäche in Europa, wo ja ausgerechnet jetzt, nachdem die Hersteller ihre E-Ambitionen zurückgefahren haben, unter dem Eindruck der Benzinpreise plötzlich wieder gefragt sind.
Wobei die nächste Generation der Autos, der deutschen Hersteller, auch der E-Modelle, die sind ja besser.
Die haben bessere Reichweiten, bessere Batterien.
Also da muss man einfach gucken, wenn Europa anzieht, wäre zumindest eine der Baustellen gelöst.
Ja, und USA ist ja auch etwas sehr...
illustris passiert.
Ja, sehr politisch.
Diese Diskussion um das geplante Werk in Georgia von Audi und dann der Auftritt von CEO Garnot Döller auf dieser Wahlkampfkundgebung von Trump.
Da ist meiner Ansicht nach sehr viel über das Falsche diskutiert worden, nämlich über Stilfragen.
Da kann man geteilter Meinung sein, aber über eines kann man, glaube ich, nicht streiten.
Das ist kolossales Managementversagen gewesen bei Audi, wie vielfach auch in der deutschen Autoindustrie.
Audi baut erst jetzt eine Produktion in den USA auf.
Sie haben wirklich seit langer Zeit nicht gesehen, dass man dort vor Ort sein muss, um für den lokalen Markt zu arbeiten.
zu produzieren.
Da waren andere viel schneller.
Wenn ich an BMW denke beispielsweise, die haben 1992 schon den Grundstein für das Werk in Spartanburg gelegt, haben dort viel Aufbauarbeit leisten müssen, um auch amerikanischen Facharbeitern deutsche Qualitätsstandards beizubringen.
Da gibt es lustige Anekdoten aus der Anfangszeit dieses Werks, aber Audi kommt damit verdammt spät.
Und darüber hätte man auch ein bisschen mehr reden müssen.
Und das Ganze belastet natürlich die Bilanz von Volkswagen.
Es gibt mal wieder Pausen bei den Entwicklungsarbeiten für den elektrischen Golf mit einer merkwürdigen Begründung, die der VW-Markenchef Thomas Schäfer nach NDR-Recherchen im Internet gegeben hat.
Zitat, wir können uns diese Arbeiten gerade schlicht nicht leisten.
Das ist ja katastrophal.
Stell dir mal vor, du bist ein Medienunternehmen und sagst, wir können gerade nicht eine App entwickeln.
So dein wichtigster Zugangskanal.
Wir können uns das gerade schlicht nicht leisten.
Das hört ja so an, hey, wir haben kein Geld mehr.
Ein fatales Signal, das stimmt vor allen Dingen nicht.
Nettoliquidität der automobilen Konzernbereiche bei Volkswagen liegt bei 33 Milliarden Euro.
Es ist also eher ein Nicht-Leisten-Wollen mit Blick.
auf die Rentabilität.
Und da fragt man sich natürlich, wenn du finanziell trotz allen Problemen noch so solide aufgestellt bist, kannst du dann nicht gerade in einem Konzern, der nicht der Börse gefallen muss, sondern der von einer Familie, von einem Bundesland und von einem Staatsfonds dominiert wird.
Kannst du da nicht wirklich ein bisschen nachhaltiger wirtschaften und sagen, okay, wir machen jetzt Zukunftsinvestitionen.
Es kann nicht nur sein, dass wir sparen, sparen, sparen.
Das ist total wichtig.
Und Restrukturierung, die Organisationen effizienter aufstellen, die Governance verbessern, alles wahr.
Aber du musst doch auch nach vorne investieren.
Und es ist ja nicht alles schlecht.
Porsche zum Beispiel muss zwar ebenfalls Umsatzrückgänge Mit 6 Prozent in den ersten neun Monaten ist es aber deutlich geringer als das Minus bei den Auslieferungen.
Das heißt, könnte der durchschnittliche Verkaufspreis je Fahrzeug sogar gestiegen sein.
Christian, vielleicht kannst du dann auch ein bisschen aufatmen bei Porsche.
Vielleicht funktioniert auch diese neue Hochpreise- und Individualisierungsstrategie.
Sie haben ja eigentlich so gesagt, wir machen wieder 9-11er plus High-End.
Das ist ja so das Ziel.
Natürlich macht man die anderen Modelle auch noch, aber dieser Fokus auf den eigentlichen Kern und die Porsche-Aktie im Oktober.
8% im Plus.
Ja, also das ist ja genau das Szenario, was wir hier vielfach diskutiert hatten.
Und das, was wir jetzt sehen, ist ein erster, ganz zarter Hinweis darauf, dass das funktionieren könnte.
Da hat die Börse jetzt ein bisschen reagiert.
Aber auch alle anderen Autoaktien konnten ja im Oktober zulegen.
Und daran sieht man auch, für den Moment sind die schlechten Nachrichten da wohl eingepreist.
Ob das jetzt wirklich schon die Phase der Bodenbildung ist, ist natürlich fraglich.
Und wenn man so die ganzen Kommentare liest, da schimmert noch immer viel Hoffnung durch, dass China als Absatzmarkt irgendwie wieder zurückkommt.
Und nach allem, was ich so über den chinesischen Automarkt lese, der ja.
auch unter den chinesischen Herstellern zu einem ruinösen Wettbewerb führt.
Also die meisten chinesischen Hersteller machen keine Gewinne.
Ich habe neulich eine Zahl gelesen, dass angeblich drei Viertel der Industrieunternehmen in China derzeit keine Gewinne machen.
Und das ist ja auch praktisch der Grund, warum sie die Welt überschwemmen mit Produkten.
Also man muss sagen, in dieser Übermacht, in diesem Überrolltwerden durch China, steckt ja auch eine Schwäche auf dem Heimatmarkt.
Sie machen es, weil sie viel zu viel produziert haben.
Ob es jetzt...
Autos oder Maschinen sind oder andere Produkte.
Aber letzten Endes, das erinnert mich so ein bisschen an die Diskussion vor 15 Jahren unserer Branche, ob Print irgendwann zurückkommt, dass man gemerkt hat, Print ist ein einträgliches Geschäft noch, also ist ein Erlösstrom, den wir so nebenher fahren lassen.
Und das ist auch ein wichtiger, also zum Beispiel für die Wirtschaftswoche ist ein wichtiger Erlösstrom.
Das ist auch eine Stahlwirkung für die Marke.
Für die Marke ist es total wichtig.
Aber natürlich setzen wir auf digitale Geschäfte, auf Veranstaltungen, also auf neue Erlösströme.
Und so müssen die auch China sehen.
Sie werden sagen, okay, sie werden eine Art von chinesischem Geschäft mit, werden sie irgendwie haben.
Es wird kleiner sein zu anderen Strukturen.
Auf Null wird es nicht sinken.
Aber sie sollen nicht darauf hoffen, dass das auf 30, 50 Prozent wird sich wieder erholt auf das alte Niveau.
Und wenn es so ist, dann ist ja auch okay.
Aber man sollte das in seiner Szenarienplanung sehr konservativ und sehr demütig machen.
Also das langfristige Bild der Autoaktien ist einfach desolat.
Das Deutsche Trio über drei Jahre ein Drittel im Minus.
Stellantis, dieses Konglomerat, sogar minus 75 Prozent.
Aber da ein anderer Dino auf anderen Seiten des Atlantiks.
Die Aktie läuft irgendwie anders.
Und zwar General Motors.
Was ist da denn bitte los?
Ja, hat sich tatsächlich in drei Jahren verdreifacht.
Das ist ein Hyperscaler.
Sozusagen, ja.
Also da kann man wirklich die klassischen drei Punkte machen.
Nämlich erstens, GM hat einen vollen Fokus auf den Heimatmarkt, wo man eben 80 Prozent von Umsatz macht.
Und die beiden ist noch eine Pleite mitgemacht.
Also weißt du noch, diese große Insolvenz von General Motors, wo du dachtest, it's over, dachte man.
Es war ja auch over.
Ja, aber auch die Autos, das geht nicht mehr.
Ja, aber sie machen halt 80 Prozent ihres Umsatzes in den USA, sind da natürlich durch die Zollschranken auch geschützt, sind also letztendlich ein Trump-Profiteur.
Geschäft in China und Europa ist kaum noch relevant, gerade nach dem Verkauf von Opel an PSA.
Also heute muss sich ja Stellantis damit rumärgern.
Das war ja auch schon 2017 und die Rückgänge dort merkt man dann eben nicht so.
Der zweite Punkt ist, man hat sehr frühzeitig diese wirklich für amerikanische Verhältnisse und für den amerikanischen Markt überambitionierte Elektrostrategie zurückgefahren.
Stattdessen liefert man eben mit diesen Marken wie Chevrolet, GMC, Cadillac, Buick genau das, was die Kunden in den USA wollen.
Full-Size-Pickups und diese großen SUVs.
Chevrolet, Silverado, den GMC, Sierra, den Tahoe, den Suburban.
Und da haben sie Bruttomargen von teilweise über 15% dran.
Und dann...
Der dritte Punkt, eine wirklich krasse Kapitalallokation.
Denn was man bei der E-Mobilität eingespart hat, wurde in Aktienrückkäufe gesteckt.
Und die Zahl der ausstehenden Aktien hat sich seit 2022 von 1,45 Milliarden auf aktuell nur noch 872 Millionen ermäßigt.
Das ist ein Minus von 40 Prozent.
Die haben sich also zu vier Zehnteln innerhalb von vier Jahren selbst.
Das hat natürlich auf der einen Seite die Nachfrage nach der Aktie angeheizt und auf der anderen Seite dafür gesorgt, dass der vorhandene sich auf viel weniger Anteile verteilt, sodass dieses Financial Engineering dann eben auch so manche Schwäche operativ überdeckt.
Aber da würde man auch sagen, fällt denen nichts mehr anderes ein, als ihre Aktien zuzukaufen, was wir gerade sozusagen bei Apple und Alphabet hatten.
Das machen die sehr stark.
Das Interessante ist ja übrigens, dass GM so gelaufen ist.
Ich weiß jetzt gar nicht, wie Ford gelaufen ist, weil die haben ja auch ihre Elektrostrategie kassiert.
Auch gut, aber nicht so.
Die Frage ist trotzdem natürlich irgendwie, also...
Jetzt merken viele Amerikaner auch die Sprit- und Ölpreise, also wie langfristig diese Strategie ist.
Ich würde das ganz aufzugeben, finde ich trotzdem problematisch.
Einfach aus Diversifikationsgründen.
Ich finde, man sollte, selbst wenn die Elektrostrategien überambitioniert waren, sollte man trotzdem weiter investieren und dann gute Modelle am Markt haben.
Vielleicht ist es auch eine kurzfristige Strategie.
Wir wissen es nicht.
Und sie leiden ja eigentlich schon darunter.
Der amerikanische Markt wird zwar abgeschottet, aber sie müssen ja auch sehr viel importieren an Zuliefererteilen.
Und das macht natürlich auch die Lieferketten teurer.
Genau, und deswegen sagte ich, also dieses Financial Engineering überdeckt dann schon so manche Schwäche.
Der Umsatz von GM stagniert halt auch unterhalb des Rekords von 187 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2024.
Und das operative Ergebnis der letzten zwölf Monate war nicht mal halb so hoch wie im Durchschnitt 2022, 2024.
Und ja.
Das ist das, was du gesagt hast.
Man hat insgesamt so den Eindruck, dass GM Aktionäre mindestens so sehr ins Visier nimmt wie Kunden und Shareholder Value Orientierung.
Das ist natürlich toll, aber man kann die Schraube eben auch überdrehen.
Und da haben wir ja auch aus der Zeit vor der Pandemie in den USA auf allerhöchstem Niveau ein Beispiel dafür, nämlich Boeing, die ja auch vor allem an der Aktie...
an den Rückkäufen herumgeschraubt haben, darüber Produktqualität und Innovation wirklich vernachlässigt haben.
Und das hat dann zurückgefeuert.
Nur bei GM ist das ein Risiko.
Gleichzeitig muss man auch sagen, sie geben jetzt an der...
Aktionärsfront nochmal richtig Gas, denn am 17.
November wechselt General Motors von der NICE, also der altehrwürdigen New York Stock Exchange an der Wall Street, an die Nasdaq.
Also doch ein Hyperscaler wollen sie sein.
Nein, aber ist das eine Story?
Ja, das ist natürlich eine Riesenstory und sie wollen ja ihre Technologieambitionen damit unterstreichen.
Alles das, was so mit Connected Drive zu tun hat, wo es ja in den USA auch wieder spezielle Gesetzgebungen gibt, um Chinesen und Hersteller...
Also chinesische Software darf dort nicht genutzt werden, deswegen haben diese ganzen...
hypervernetzten Autos, die die Chinesen hier auf den europäischen Markt pressen, haben dort keine Chance.
So, da wollen sie natürlich rein, da wollen sie sich jetzt mit ihren Software-Ambitionen so richtig auch nochmal am Kapitalmarkt was reinholen.
Und ja, das ist natürlich ein schöner Match und da lassen sich auch ganz tolle Sätzchen zu bilden.
Customer-focused, technology-driven strategies, creating value for our stockholders, making Nasdaq a natural home for our listing as we grow.
So hat es der CFO in einem Interview bei CNBC letzte Woche gesagt.
Da ist natürlich schon viel Prosa dabei, denn vor allem dürfte GM auf den Nasdaq 100 schielen, damit eben Indexfonds die Aktie kaufen müssen und die Nachfrage weiter anheizen.
Denn von der Marktkapitalisierung her wäre GM irgendwo so um Rang 60 im Nasdaq 100.
Die kommen also sicher rein.
Das wäre ein indikatives Gewicht von 0,3 Prozent.
Da sagt man jetzt, naja, das ist so Fliegendreck auf der Windschutzscheibe.
Ja, ja, mag sein.
Aber trotzdem, allein der QQQ, also der Investco Nasdaq 100 ETF, ist eine halbe Billion Dollar schwer.
folglich dann für 1,5 Milliarden Dollar GM-Aktien kaufen.
Marktkapitalisierung 73 Milliarden.
Also es ist halt schon eine kritische Größe.
Also es ist ein interessanter Umzug, also es ist ein symbolischer Umzug, aber auch ein raffinierter, könnte man sagen, um die Aktien- und Kurspflege zu betreiben.
Und vergangenes Jahr ist ja schon Walmart von der Wall Street an den Times Square umgezogen.
Indexgewicht liegt bei 2,5 Prozent.
Da zeigt sich ja auch eine Stärke und Marke von der Nasdaq.
Also das ist ja wirklich, die haben...
praktisch mit diesen Leuchtturm-Listings so ein bisschen auch ihren Machtfaktor kultiviert, kann man sagen, dass sie eben nicht nur klassische Technologiebranchen wie SpaceX und so weiter abdecken, sondern auch Traditionskonzerne anziehen können.
Das ist eigentlich das Spannende an dieser Geschichte, an diesem Umzug.
Ja, es ist Markenpflege.
Es ist eine Marketing-Story an der Börse.
Leuchtturmwirkung, Strahlwirkung und davon profitieren natürlich auch die Aktionäre der Nasdaq, denn die ist ja...
selber auch gelistet.
Und in den vergangenen zehn Jahren hat die Aktie sich verfünffacht.
Erst kürzlich ist der Kurs auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen.
Und das...
auch im Einklang mit der operativen Performance.
Denn, wenn wir über die letzten zehn Jahre schauen, Gewinn auch so ungefähr verfünffacht, Umsatz hat sich nur verzweieinhalbfacht.
Wir sehen also, Marge wurde kräftig angekurbelt, liegt jetzt operativ bei 30 Prozent, wozu dann weniger der Börsenhandel, sondern vielmehr dieses Geschäft mit Daten und, Achtung, ja klar, Indizes auch beigetragen hat.
Gleichzeitig sieht die Bewertung mit dem 22-fachen des für das kommende Jahr erwarteten Gewinns nicht teuer aus.
Und durch die kräftigen Ertragszuwächse hat sich auch die stattliche Nettoverschuldung von knapp 10 Milliarden wieder relativiert.
Diese liegt inzwischen wieder unter dem Dreifachen des EBDA, sodass man auch wieder Spielräume für Übernahmen hätte.
Aber jetzt mal Tech-Boom hin und her, Strahlwirkung in den USA.
Nee, Quatsch.
Aber Tech-Boom hin, Strahlwirkung in den USA her.
Wie sieht es denn für die deutsche Börse aus?
Kann die da auch so ein Spiel mitspielen?
Oder wie sieht auch der Börsenkurs aus?
Die müssen sich auch nicht hinter der Nasdaq verstecken.
Inklusive Dividenden, die in Frankfurt ein bisschen höher sind, ist die Performance über zehn Jahre nahezu ebenbürtig.
Dazu hat sich die deutsche Börseaktie deutlich stetiger entwickelt als die Nasdaq-Aktie.
Es gab...
2025 mal ein für die Aktie historisch ungewöhnliches 30%-Loch, in das sie hineingefallen ist.
Nach dem Abschied von CEO Theodor Weimar.
Bekannt für seine legendären Wutreden.
Ja, es war ein Rant, es war eine Wutrede.
Aber Weimar war letztendlich schon derjenige, der diesen Aufstieg der deutschen Börse ganz wesentlich gestaltet hat.
Auch diesen Vorstoß in weitere Geschäftsfelder.
Und dass man das auch so...
verpackt hat in einer Equity-Story, dass der Markt es gekauft hat.
Das ist schon ein Verdienst von Theodor Weimer.
Und der Leitner hat es nach so einer kurzen Unsicherheitsphase, wo der Aktienkurs ja auch gelitten hatte, hat er diese Wachstumsgeschichte fortgeführt.
Genau, also da ging es wirklich 30 Prozent runter, aber dieses Jahr ist es dann dem neuen CEO, dem Leitner, wirklich gelungen, daraus zu kommen.
45 Prozent Kursgewinn dieses Jahr, eine der besten DAX-Aktien und wir hatten das vor ungefähr einem Jahr damals ja auch reflektiert.
Da war noch die Frage, wann kommt er, was macht er und es gibt halt wirklich jetzt das ganz klare Signal seit einigen Monaten, er setzt den Wachstumskurs seines Vorgängers fort in anderen Bereichen.
Es wurde eine Akquisition getätigt, die strategisch dann auch wirklich passt, nämlich 5 Milliarden Euro gibt man aus für eine Fondsplattform Alphans, die momentan noch in Amsterdam gelistet ist.
Der Deal sollte aber weitgehend durch sein.
ersten Halbjahr sollten dann auch die Genehmigungen von den EU-Wettbewerbsbehörden kommen.
Das heißt, da hast du wieder strategischen Wachstumsfokus.
Und dazu kommt halt auch, dass das Stammgeschäft der Börse läuft, vor allen Dingen in der Wertpapierabwicklung.
Die Tochter Clearstream, Clearstream Banking AG, heißt eben nicht nur so, sondern die hat wirklich auch eine Banklizenz und profitiert damit auch von den gestiegenen Zinsen.
Läuft alles intakt.
Ist eine schöne, wohlerarme Aktie.
Bewertung.
Ziemlich identisch mit der Nasdaq.
Sicherlich nicht billig bei 22 Mal Gewinn.
Aber eben auch weit entfernt von Bubble-Niveaus.
Also vielleicht im wahrsten Sinne des Wortes preiswert.
Christian, da sind wir jetzt schon am Ende.
Du darfst den Rosé wieder...
Einpacken und kühlstellen.
Mit der schönen Verpackung, damit es dir nicht kaputt geht.
Ein Stückchen Südfrankreich für dich mitgebracht.
Ich danke dir.
Für die kalte, jetzt kommt der November, ist jetzt ja diese...
Das ist ja so eine Jahreszeit.
Ich habe jetzt neulich diesen einen britischen Comedian, der hat sich darüber Lust, dass die Leute immer sagen, ah, ist schon November.
Also November, man stellt immer fest, dass es schon November ist, um zu sagen, dass ja bald Weihnachten ist, dass man das immer bei dem November nur macht.
Keiner sagt irgendwie so, ach, ist ja schon April.
Aber es ist schon November.
Also Geschenke kaufen.
Es wird Zeit und wenn man keine Geschenke findet, einfach ein paar Aktien verschenken.
Ja, aber das ist...
Es ist dann nicht, wie das so gerümpelt da rumsteht.
Ja, ist so.
Ich habe auch mal Aktien verschenkt.
Ich habe mal so symbolisch eine Nvidia-Aktie an meinen Sohn verschenkt, dass ich das so ein Trick machen konnte.
Du hast eine Nvidia-Aktie.
Du musst dich doch lieben noch mehr, als du sowieso schon tut.
Ja, das war vor einigen Zeit schon dir.
Ich hoffe, er hat sie noch im Depot.
Aber wir sind jetzt am Schluss, liebe Hörer, nicht am Ende, aber am Schluss dieser Folge.
Es gibt natürlich noch weitere Folgen und zwar kommende Woche.
Danke erstmal für Ihre Zeit, für Ihre Treue und wir hören uns hoffentlich kommende Woche wieder.
Machen Sie es gut mit Aktien.
Ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
