# AI Infrastructure Backlash and Market Shifts

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-11-04

## Transcript

Das KI-Update, ein heise Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Marco Pauli und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
US-Votum gegen Rechenzentren, Anthropic warnt, Google koppelt Suche an KI, KI-Schwächen oft überholt und Religion statt KI.
Bei den US-Zwischenwahlen haben sich die Demokraten durchgesetzt und überall Mehrheiten erzählt, auch teilweise in Staaten, wo die Republikaner überhaupt nie Konkurrenz durch die Demokraten befürchten mussten.
Aber die Menschen haben am Dienstag nicht nur das Repräsentantenhaus neu gewählt.
In zahlreichen Bundesstaaten gab es auch, und darüber berichtet jetzt Martin Holland, auf kommunaler Ebene Abstimmungen über KI-Rechenzentren.
Und da ist es komplett eindeutig, dass die Menschen, die da jeweils gefragt wurden, dagegen sind.
Es gab insgesamt 41 solche Abstimmungen, vor allem in Ohio, wo es schon viele Rechenzentren gibt und alle, wo...
bislang Ergebnisse vorliegen, das sind jetzt schon 37, hat der Widerstand sich quasi durchgesetzt.
Das ist dann nicht immer ein Ja oder Nein, das kommt immer darauf an, wie man die Frage stellt.
Das heißt auch nicht immer, dass Rechenzentren da jetzt untersagt sind.
Teilweise wurde ein Moratorium vorgeschrieben, teilweise wurde die jeweilige Administration dazu verpflichtet, sich beraten zu lassen.
Aber es ist sehr deutlich, dass...
überall der Widerstand gegen Rechenzentren groß ist, dass die Kritik groß ist, dass die Menschen das in ihrer Nachbarschaft nicht haben wollen.
Man muss aber natürlich auch sagen, dass es teilweise Gemeinden sind, wo nur ein paar hundert Menschen abgestimmt haben.
Es gibt aber auch größere Städte.
Die größte ist Bloomington in Illinois.
Und dort haben mehr als 20.000 Menschen für so eine Beratungspflicht in dem Fall gestimmt.
Und was sich aber auch gezeigt hat, ist, dass die Mehrheiten sehr groß sind.
Die knappste Abstimmung ist mit 55 zu 45 Prozent ausgegangen.
In vielen Fällen haben deutlich mehr als zwei Drittel der Menschen gegen Rechenzentren gestimmt.
Und das zeigt einmal mehr wie.
Wie umfangreich die Kritik inzwischen ist, das liegt inzwischen auch nicht mehr nur an dem Strombedarf, der ja lange da diskutiert wurde und dem Wasserverbrauch bei Rechenzentren, sondern es gibt jetzt auch immer mehr Berichte darüber, dass Menschen, die in der Nähe von so einem gebauten Rechenzentrum wohnen, über Lärm klagen, der eben durchgehend zu hören ist von den verschiedenen Anlagen, dass das auch sehr laut und nervtötend ist.
Und das wird jetzt eben auch immer mehr zum Thema.
Danke, Martin.
Anthropic hält es für möglich, dass KI die Entwicklung neuer KI-Modelle schon bald erheblich beschleunigt.
Das geht aus der überarbeiteten Fassung des Börsenprospekts hervor.
Tomislav Besmailinovic berichtet.
Bislang hat keines der aktuellen Modelle diese Schwelle erreicht.
Allerdings hilft Cloud schon heute dabei, neue Cloud-Modelle zu entwickeln, etwa beim Schreiben von Code oder bei Tests.
Künftige leistungsfähigere Modelle könnten noch mehr Entwicklungsarbeit übernehmen.
Im Extremfall könnte eine KI ihre Nachfolger ganz ohne menschliche Hilfe entwickeln.
Man spricht in diesem Zusammenhang auch von rekursiver Selbstverbesserung.
Die von Anthropic genannte Schwelle setzt eine solche allerdings nicht zwingend voraus.
Sie kann bereits erreicht sein, wenn KI die Entwicklung neuer Modelle mindestens doppelt so schnell vorantreibt wie ohne KI-Unterstützung.
Je stärker Claude an der Entwicklung seiner Nachfolger beteiligt ist, desto schwieriger könnte es für Menschen werden, die einzelnen Schritte nachzuvollziehen und zu kontrollieren.
Anthropic räumt im Börsenprospekt auch ein, erhebliche Beschleunigungen bereits früher erst nachträglich erkannt zu haben.
Bei der Einordnung dieser Nachricht ist allerdings zu berücksichtigen, dass Anthropic kurz vor dem Börsengang steht.
Das Unternehmen dürfte mit solchen Warnungen daher auch eigene PR-Interessen verfolgen.
Danke, Tomislav.
Der Börsenprospekt verrät noch mehr.
Seit Jahresbeginn hat Anthropic nämlich Verluste von 104 Milliarden Dollar angehäuft.
Größtenteils aufgrund bilanzieller Anpassung.
Der operative Verlust liegt bei 567 Millionen Dollar.
Gleichzeitig ist der Umsatz in den ersten neun Monaten 2026 von 2,5 auf 33,2 Milliarden Dollar gestiegen.
Für die kommenden Jahre hat Anthropic bereits Investitionen von 895 Milliarden Dollar in Rechenzentren und Infrastruktur veranschlagt.
Ob diese Summen tatsächlich fließen, siehe US-Zwischenwahlen, ist offen.
Unter Anlegern wachsen zuletzt wieder die Zweifel, ob sich die gewaltigen KI-Investitionen wirklich zurückverdienen lassen.
Am Montag ist der Digitalgipfel in Berlin zu Ende gegangen.
Das wichtigste jährliche Treffen von Politik, Wirtschaft und Verbänden zur digitalen Zukunft Deutschlands.
Im Mittelpunkt stand KI und die Frage, wie souverän Europa in diesem Bereich agieren kann.
Deutlich wurden hier auch die Abhängigkeiten von US-Tech-Firmen und neue Deals mit ihnen.
Bundeskanzler Friedrich Merz sprach davon, wie wichtig eigene Fähigkeiten von der Hardware bis zur Software seien, gerade im KI-Kontext.
Dennoch seien Kooperationen mit vertrauenswürdigen Partnern nötig, so Merz.
Dazu zählen auch die Pläne der deutschen Nachrichtendienste, ihre neue Offline-Cloud-Lösung ausgerechnet mit Google umzusetzen.
Merz verteidigte die Entscheidung.
Die Google Cloud sei ausreichend souverän, sagte er.
Fachleute aus Politik und Verbänden fordern allerdings einen anderen Ansatz.
Behörden und staatliche Stellen sollten gezielt heimische Cloud-Dienste buchen.
Denn nur dadurch lohnten sich überhaupt Investitionen in europäische Alternativen.
Ein weiteres großes Thema beim Digitalgipfel waren die Folgen von KI für den Arbeitsmarkt.
Immer häufiger begründen Unternehmen Stellenabbau mit dem Einsatz von KI.
Fachleute halten das oftmals für einen Vorwand.
Die tatsächlichen Gründe legen häufig eher in Konjunkturschwäche oder Umstrukturierung.
Im Arbeitsalltag ist generative KI dabei längst angekommen, beim Schreiben, Recherchieren oder Programmieren.
Die Begeisterung dafür hält sich allerdings in Grenzen.
Laut einer Umfrage des Software-Dienstleisters Adaptivist wünschen sich annähernd drei Viertel der Büroangestellten in Deutschland die Zeit vor Chat-GPT zurück.
Viele klagen über mehr Arbeit und mehr Druck durch die neuen Werkzeuge.
Ein verbreiteter Rat an junge Menschen lautet häufig, sie sollten ins Handwerk einsteigen.
Beim Gipfel widersprach Arbeitsmarktforscher Enzo Weber.
Nötig seien bessere Weiterbildung und passende Bildungswege.
Auch Zuwanderung bleibe wichtig, denn KI werde den Beschäftigungsbedarf insgesamt nicht senken.
Passend zum Digitalgipfel ist eine neue Studie erschienen, die zeigt, wie weit Deutschland bei der KI-Infrastruktur zurückliegt.
Das Borderstep-Institut hat sie im Auftrag des Branchenverbands Bitkom erstellt.
Die Investitionen in deutsche Rechenzentren steigen demnach in diesem Jahr auf einen Rekordwert von 23,5 Milliarden Euro.
Angetrieben wird das Wachstum, vor allem durch Cloud-Dienste und durch KI.
Bis 2035 soll hierzulande mehr als die Hälfte aller Rechenzentrumskapazitäten allein auf KI entfallen.
Im globalen Vergleich fällt auf, dass Deutschland trotz der Investitionen gegenüber den USA und China weit zurückliegt.
Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst warnt, wer bei der Infrastruktur zurückfällt, verliert auch bei KI schnell den Anschluss.
Ob das wirklich stimmt, ist allerdings auch umstritten.
So zeigen Open-Source-Modelle doch, dass sich auch mit weniger Rechenleistung leistungsfähige KI bauen lässt.
Was für Folgen die Abhängigkeit von US-Tech-Konzernen haben kann, zeigt ein aktuelles Beispiel aus dem Bildungsbereich.
Da versucht Google, die Nutzung von KI-Werkzeugen quasi zu erzwingen.
Mehr dazu jetzt noch einmal von Martin Holland aus dem Heise Newsroom.
Google hat ein neues KI-Angebot für Schulen vorgestellt und gleichzeitig angekündigt, dass...
die zukünftig aus zwar KI-Werkzeuge abwählen können, also sagen können, dass Schülerinnen und Schüler keine KI-Werkzeuge von Google benutzen können, aber dass das dann gleichbedeutend sei mit einer Absage an die Google-Suche.
Also das heißt, wenn eine Schule sagt, wir wollen nicht, dass Googles KI von Schülerinnen und Schülern benutzt wird, dann gibt es eben auch keine Google-Suche.
Und das ist ja nun mit Abstand die wichtigste Suchmaschine.
Das wäre also ein sehr...
drastischer Schritt.
Das soll jetzt vorbereitet werden, das soll Anfang nächsten Jahres kommen und es gibt da schon heftige Kritik dran.
Es soll nicht ganz so umfangreich sein, wie das jetzt klingt.
Man kann wohl, das hat Google dann später noch gegenüber NBC versichert.
dass Schulleitungen nur die KI-Werkzeuge abbestellen können quasi und dann die Suche trotzdem bekommen können.
Das heißt in dem Fall aber auch, dass die KI, die bei Google ja inzwischen auch in der Suche prominent angezeigt wird und Ergebnisse liefert, dass die zumindest weiterhin verfügbar sein soll.
Also es wird für Schulleitungen eben keine Möglichkeit geben, wenn sie mit Google kooperieren, KI komplett auszusperren, wenn sie die Google-Suche weiter benutzen wollen.
zu der es zwar Alternativen gibt, aber bislang hat sich ja überhaupt keine Arbeit durchgesetzt.
Ob das so kommt, muss ich jetzt zeigen.
Die Kritik daran ist schon ziemlich laut.
Google hat das selbst gegenüber der New York Times bekannt gegeben und da hat der dortige Bürgermeister Soran Mandami direkt davon gesprochen, dass hier ein Konzern seine Monopolstellung ausnutzt und dass man sich aber nicht erpressen lassen würde, also dass man das nicht zulassen könnte.
Konzerne bestimmen, wie wir unsere Kinder unterrichten.
Also da muss man jetzt mal abwarten.
Die Werkzeuge selbst, die Google vorgestellt hat, da geht es vor allem um ein Tool, das nennen sie Guided Learning.
Da geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler, die eine Frage stellen an die Software jeweils, dass die nicht direkt die Antwort bekommen, sondern dass sie quasi zur Antwort gehen.
geleitet werden, also dass sie Hilfe dabei bekommen sollen, diese Antwort selbst zu finden.
Wo das jetzt alles kommt, das muss man mal abwarten.
Also bei diesem Guided Learning auf jeden Fall ist von weltweit die Rede.
Da gibt es auch schon Lob von Lehrerinnen und Lehrern, die das getestet haben angeblich, und zwar in Kolumbien und in Indien unter anderem.
Und auch diese Geschichte, dass die Suche da eben direkt an die KI-Nutzung Auch da muss man jetzt mal gucken, wo das alles so kommen soll.
Danke dir nochmals, Martin.
Sprachmodelle können nicht einmal die Buchstaben im Wort Erdbeere zählen.
Eine Behauptung, die sich hartnäckig hält, obwohl sie längst überholt ist.
So ist es mit vielen bekannten oder diskutierten Schwächen von KI-Modellen.
Eine Studie hat das jetzt systematisch untersucht.
Und Jonathan Kemper von The Decoder hat sich die Ergebnisse angesehen.
Zwei Stanford-Forscher wollten wissen, wie schnell solche Erkenntnisse allgemein veralten.
Dafür haben sie 50 viel zitierte Befunde über Sprachmodelle noch einmal überprüft.
Getestet haben sie 20 Modelle von 8 Entwicklern.
Fast die Hälfte der Befunde ist laut der Studie abgelaufen.
Der ursprüngliche Effekt ist also weitgehend verschwunden.
Ein weiteres Drittel hat sich deutlich abgeschwächt.
Nur etwa jeder sechste Befund besteht noch, ein kleiner Teil hat sich sogar verstärkt.
Wo sich ein Verfallsdatum schätzen ließ, hielt ein Befund im Schnitt rund 16 Monate.
Am schnellsten verfallen Aussagen darüber, was Modelle nicht können.
Dazu gehört neben dem Buchstabenzählen auch das Rechnen in ungewohnten Zahlensystemen.
Die Forscher vermuten, dass Entwickler solche Fehler gezielt weg trainieren können, weil es ein klar richtiges Ergebnis gibt.
Tendenzen halten sich dagegen länger.
Das gilt etwa für die Schmeicherei gegenüber Nutzern und für eine politische Linkstendenz.
Beim Bewerten bevorzugen Modelle außerdem weiterhin ihre eigenen Antworten.
Wie groß die Unterschiede bleiben, zeigt das Erfinden wissenschaftlicher Quellen.
GPT 3.5 dachte sich 2023 mehr als die Hälfte seiner Quellenangaben aus.
GPT 6.1 Zoll kam im selben Test jetzt auf 0%, das neueste Claude Sonnet auf 1%.
Alibabas ebenfalls aktuelles Modell QN 3.7 Flash erfand dagegen mehr als zwei Drittel seiner Quellen.
Die Forscher fordern deshalb, Befunde als Momentaufnahme eines bestimmten Modells zu behandeln und nicht als allgemeine Wahrheit.
Studien sollten Modell, Version und Datum nennen und ihre Prompts und ihren Code veröffentlichen.
So lassen sich die Ergebnisse später mit neuen Modellen überprüfen.
Danke, Jonathan.
In den USA hat ein Mann durchgesetzt, dass er bei der Arbeit keine KI nutzen muss.
Aus religiösen Gründen.
Es ist der erste bekannte Fall dieser Art.
Hintergründe dazu jetzt von Caroline Riedmüller.
Der Mann namens David Durman arbeitet als Forschungsadministrator an der University of Kentucky.
Diese fordert ihre Mitarbeiter auf, KI in ihre Arbeitsabläufe zu integrieren.
Das wollte Durman jedoch nicht.
Zitat, der Prozess und die Arbeit, die damit verbunden sind, Situationen zu durchdenken, im Rahmen meiner Arbeit, meiner Ethik und meines Umgangs mit anderen Menschen, sind ein wesentlicher Bestandteil meiner Entwicklung zu einem moralischen Menschen.
Und diese Arbeit abzugeben, ganz gleich, ob sie anstrengend ist oder nicht, untergräbt meine Fähigkeit, moralisch zu handeln.
Dies gehe daher gegen seine moralischen Überzeugungen, sagte er in einem Interview mit Religion News.
Mithilfe einer NGO namens American Humanist Association beantragte er daher eine Ausnahmeregelung.
Dabei berief er sich auf ein Gesetz, das Anträgen auf eine Änderung von Arbeitsanforderungen erlaubt, wenn diese religiösen Überzeugungen im Weg stünden.
Die Universität stimmte zu.
Eine ähnliche Ausnahme könnte auch in Deutschland grundsätzlich möglich sein.
Gesetze, die man so auslegen kann, gibt es.
In den vergangenen Monaten gab es immer mehr Studien dazu, wie KI das Handeln und Denken von uns Menschen verändert.
Laut einer MIT-Studie können KI generierte Inhalte zum Beispiel falsche Erinnerungen erzeugen.
Und Betroffene sind von diesen sogar besonders überzeugt.
Bei einer anderen Untersuchung von Anthropic übernahmen 86% der Teilnehmer in einem konkreten Entscheidungsszenario, in dem sie als Experten urteilen sollten, die Meinung und Handlungsempfehlungen von der KI.
Obwohl einige sogar wortgleich deren Begründung widergaben, waren die meisten jedoch überzeugt, die Entscheidung sei mehr ihre eigene als die der KI.
Nur 15% erwähnten den Einsatz von künstlicher Intelligenz überhaupt.
Dabei sind KIs zusätzlich zu ihrer Fehleranwähllichkeit auch alles andere als neutral.
Eine Untersuchung von Anfang der Woche hatte beispielsweise gezeigt, dass ZGBT und GROC auf identische Fragen zu den US-Wahlen hin fast immer gegensätzliche Parteien und Kandidaten empfahlen.
ZGBT in der Regel die demokratischen, GROC fast immer die republikanischen.
Danke, Caroline.
Anthropic hat den Programmierassistenten Claude Code mit neuen Einschränkungen versehen.
Konkrete bestehende Spiele darf die KI nun nicht mehr nachbauen.
Erlaubt...
bleiben eigenständige Entwicklungen, die sich an bekannten Genres orientieren.
Hintergrund sind KI-generierte Spielkopien, die beim Steam Next Fest im Oktober für Aufsehen gesorgt hatten.
Einige Indie-Studios sagten aus Angst vor Nachahmern öffentliche Demos ab.
Andere Entwickler berichteten von Erpressungsversuchen, bei denen ihnen mit der vorzeitigen Veröffentlichung kopierter Spiele gedroht wurde.
Erste Spieleentwickler beschwerten sich allerdings bereits über die neuen Einschränkungen.
So habe Claude Cote die Arbeit an eigenen Projekten abgelehnt, etwa bei Spielmechaniken oder Anti-Cheats-Software.
Ob das an der neuen Regel oder an anderen Filtern liegt, ist unklar.
Wie wirksam die Beschränkungen am Ende sind, ist ohnehin fraglich.
Entwickler können bei einzelnen Blockaden einfach auf andere KI-Dienste oder lokal betriebene Open-Source-Modelle ausweichen.
Die Investmentbank Goldman Sachs nimmt den meisten Beschäftigten fortgeschrittene KI-Coding-Tools wieder weg.
Cloud Code und Microsofts GitHub dürfen laut einem Bloomberg-Bericht nur noch Ingenieure nutzen.
Trader und Banker hatten die Werkzeuge zuvor monatelang eingesetzt, etwa um Handelsströme zu überwachen oder Inhalte zu erstellen.
Nicht nur bei ihnen sorgt die Entscheidung für Unmut.
Denn noch im Sommer wurde das Vibe-Coding durch nicht-technische Mitarbeiter durch Goldman Sachs noch explizit gelobt.
Die genauen Gründe für die Kehrtwende sind unklar.
Bloomberg nennt lediglich eine Überprüfung von Produktivität und Risikomanagement als Grund.
Ein Goldman-Sprecher sagte, nach der Experimentierphase gingen die Tools nun an diejenigen, die sie langfristig am besten einsetzen könnten.
Die Suche nach außerirdischer Intelligenz bekommt Hilfe von KI-Agenten.
Am Allen Telescope Array in Nordkalifornien dürfen KI-Agenten jetzt das Teleskop steuern und die empfangenen Radiosignale mit KI-Modellen auswerten.
Das SETI-Institut nutzt dafür NVIDIAs Plattform Holoscan, die die Teleskopdaten in Echtzeit verarbeitet.
Partner ist Breakthrough Listen, das Suchprogramm des Milliardärs Juri Milner.
Aufgaben, die bisher Wochen dauerten, sollen so in Stunden erledigt sein.
Nach eigenen Angaben hat das Team damit erstmals einen Pulsar im Krebsnebel in Echtzeit per KI erkannt.
Pulsare sind schnell rotierende Sternenreste, die regelmäßig Signale aussenden.
Deshalb eignen sie sich als Testfall für die Signalerkennung.
Als nächstes will das Team offene KI-Modelle testen, die ohne Internetverbindung laufen.
Sie könnten zum Beispiel in Sensoren auf der Rückseite des Mondes eingesetzt werden, wo es keine Verbindung zur Erde gibt.
Ein bestätigtes Signal außerirdischer Intelligenz gibt es seit dem ersten SETI-Experiment 1960 bislang nicht.
Das war das KI-Update von Heiser Online vom 4.
November 2026.
Eine neue Folge gibt es immer montags, mittwochs und freitags um 15 Uhr.
