# Apple Leadership, AI Capex, and US Midterm Market Impacts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-11-03

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Meisterprüfung bei Apple, den Rollentausch bei Palantir und die große Enttäuschung bei Alstom.
Im Thema des Tages stellen wir euch einen neuen Neobroker vor, der den deutschen Markt aufrollen will.
Und in der AAA-ID tritt sich alles um die historischen Lehren und die potenziellen Gewinner der US-Zwischenwahl.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert, Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Dienstag, der 3.
November und wir wünschen euch einen ausgeschlafenen Start in den Tag.
Den Schlaf werdet ihr nämlich brauchen, denn die kommende Nacht wird lang.
In den USA wird nämlich heute gewählt und zwar das komplette Repräsentantenhaus, rund ein Drittel des Senats und 36 Gouverneure.
Ab Mitternacht unserer Zeit schließen dann so nach und nach die ersten Wahllokale und wenn sie in Kalifornien schließen, ist es bei uns schon 5 Uhr morgens, also genau die Uhrzeit, zu der unsere nächste Folge erscheint.
dieser Nacht vor allen Dingen der KI-Ausbau.
In zehn Bundesstaaten stehen Rechenzentren im Wert von 2,5 Billionen Dollar auf dem Spiel und vor Ort wächst der Widerstand gegen die Stromfresser, die auch noch dazu häufig ziemlich laut sind.
Die Strategen der Citigroup halten einen Sieg der Demokraten in beiden Kammern schon für eingepreist.
Zu diesem Thema aber gleich mehr in der AAA-Day.
Ja, bevor Amerika wählt, musste gestern Abend noch einer zu seiner Meisterprüfung antreten.
John Ternis nämlich.
Der frühere Hardware-Chef von Apple hat ja bekanntlich am 1.
September Tim Cook an der Spitze des Unternehmens abgelöst und gestern seine ersten Quartalszahlen vorgelegt.
Und die konnten sich, zumindest am Anfang, echt sehen lassen.
Konnten sie.
Apple hat im vierten Geschäftsquartal 114,5 Milliarden Dollar.
Umgesetzt, das waren 12% mehr als vor einem Jahr und sogar mehr als Analysten und Apple selbst erwartet hatten.
Das iPhone legte um 17,6% zu auf 57,6 Milliarden Dollar.
Und darin stecken gerade einmal 8 Verkaufstage für das iPhone 18 Pro.
Das faltbare iPhone Duo kam sogar erst nach Quartalsende in die Läden.
Das ist umso bemerkenswerter, weil der Smartphone-Markt ja eigentlich schrumpft.
Laut Counterpoint Research sind die weltweiten Auslieferungen im dritten Quartal nämlich um 20 Prozent eingebrochen.
Schuld ist da die Knappheit bei den Speicherchips, die den Bauboom bei den Rechenzentren ausgelöst hat.
Und das trifft natürlich vor allem die Billighersteller.
Apple hat die iPhone-Preise daher auch erst im September um 100 Dollar angehoben und seinen Marktanteil von...
18 auf 22 Prozent gesteigert.
Selbst die Bruttomarge hielt mit 47,9 Prozent das obere Ende der eigenen Prognose.
Die Rechenzentren der anderen, die bezahlt Apple über den Speicherpreis, also mit, kommt dabei aber erstaunlich gut weg.
Ein paar kleinere Kratzer hatte die Premiere aber trotzdem und noch ein paar größere, aber dazu gleich mehr.
Erstmal zu den kleineren Kratzern.
In China hat Apple zwar 17,5 Milliarden Dollar umgesetzt, rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr, aber noch deutlich weniger als die erwarteten 18,9 Milliarden.
Der Finanzchef macht dafür die Lieferengpässe verantwortlich für.
Das Servicegeschäft wuchs auch nur noch um knapp 10 Prozent auf 31,6 Milliarden Dollar.
Und beim iPhone Duo warten viele Käufer wohl noch wochenlang auf ihr Gerät.
geklagen schon über die Risse im Display.
Apple spricht da aber bislang von Einzelfällen.
Für euch als Anleger zählt jetzt vor allen Dingen der Blick nach vorn.
Die Wall Street rechnet für das Weihnachtsquartal mit gut 150 Milliarden Dollar Umsatz.
Und darin stecken die ersten vollen Monate von iPhone 18 Pro und Duo.
Nachbörslich allerdings wechselte die Aktie zwischen Plus und Minus.
Und das Minus, das wurde dann gegen Mitternacht deutlich größer, als klar wurde, dass der Ausblick auf das wichtige Weihnachtsgeschäft die hohen Erwartungen der Analysten verfehlt hat.
Ja, und auch die iPad-Umsätze verfehlten mit 6,23 Milliarden US-Dollar deutlich die Schätzungen von 6,7 Milliarden US-Dollar.
John Ternis gab sich trotzdem, wie sollte es auch anders sein, durch und durch optimistisch und positiv.
Er sagte, Zitat, ich denke, wenn man alles bedenkt, was wir erreicht haben, gab es zu keinem Zeitpunkt mehr Zuversicht bei uns, dass das Beste erst noch vor uns liegt.
Zitat Ende.
Ja, und da kann man wirklich sagen, sein Wort im Ohr der Apple-Aktionäre.
Die Messlatte für den Konzern liegt ja wirklich momentan sehr, sehr hoch.
Denn die Aktie hat seit Juni rund ein Viertel zugelegt und mit gut 4,9 Billionen Dollar Börsenwert liefert sich Apple, ja wir haben in der gestrigen Folge schon drüber gesprochen, gerade so eine Art Kopf-an-Kopf-Rennen mit Nvidia um Platz 1.
Der Markt hat ja auch Apple zuletzt so eine Art Gegenwette auf den KI-Boom gemacht und wer den Milliarden-Ausgaben der Tech-Krisen bestraut, flüchtete sich ins iPhone.
Insgesamt ging gestern die Flucht aus Tech weiter.
Auch Apple hatte vor den Zahlen schon nachgegeben.
Der Dow Jones allerdings, der stieg um 0,4 Prozent.
Der S&P 500 verlor 0,5 Prozent und der Nasdaq 100, der verbilligte sich um 1,4 Prozent auf 27.990 Punkte.
Und damit liegt der 10 Prozent unter seinem Oktober hoch, ist also jetzt offiziell in einer Korrektur.
Dabei sind mal wieder die meisten Aktien im S&P 500 gestiegen.
Nach unten gezogen haben den Index wie so oft zuletzt ein paar Chip-Schwergewichte.
Der Philadelphia Semiconductor Index, der Sox, hat jetzt in fünf Tagen schon mehr als 9 Prozent verloren.
Und das, obwohl WTI um mehr als 7 Prozent auf rund 96,50 Dollar je Barrel gefallen ist, weil Teheran und Washington gerade wieder Verhandlungsbereitschaft signalisieren.
Fallendes Öl wäre ja normalerweise Rückenwind für Tech.
Dass die Käufer trotzdem fehlten, das zeigt, wie tief das Misstrauen sitzt.
Die KI-Rechnung wird nämlich zunehmend dem Kapitalmarkt präsentiert.
Und so auch gestern.
Oracle will sich mit neuen Aktien und Anleihen 20 Milliarden Dollar besorgen.
Die Oracle-Aktie verlor daraufhin 8,8 Prozent.
Anthropic hat auch dann jetzt seinen überarbeiteten Börsenprospekt vorgelegt und darin Zahlungsverpflichtungen von rund 895 Milliarden Dollar offenbart.
Und das ist alles oder fast alles für Rechenleistung.
Uiuiui, ja.
Und dem gegenüber steht ein Quartalsumsatz von gerade mal 17 Milliarden Dollar.
Mehr als zwölfmal so viel wie vor einem Jahr.
Wobei das Wachstum sich zum Vorquartal allerdings deutlich abgeschwächt hat.
Nämlich von 144 auf 47 Prozent.
Gestern hat der Now-North-Trade Republic am Abend bekannt gegeben, dass sie beim Börsengang von der Thrapik als zugelassener Broker tätig werden.
Wie dünnhäutig die Anleger aber insgesamt sind, das zeigte gestern auch Marvell.
Der Chipkonzern, der kauft für 115 Milliarden Dollar den Laserspezialisten Lumentum, dessen Bauteile Daten in KI-Rechenzentren per Licht übertragen.
Bezahlt wird komplett in Mavelle Aktien.
Die verloren 12,7 Prozent.
Und weil die Lumentum-Aktionäre genau diese Papiere bekommen, rutschte Lumentum gestern ebenfalls mit ab um 18,6 Prozent.
Das ist die Frustration vor zu viel Zirkularität in der KI-Branche.
Ihr hört es vielleicht schon raus, die Stimmung.
War gestern zumindest im Tech-Bereich echt gar nicht so doll.
Man hatte kurz die Hoffnung, dass Apple irgendwie die Stimmung noch so ein bisschen auffällt.
Aber dem sollte dann am Ende auch nicht so sein.
Und das wirkte sich auch auf Palantir aus, die ebenfalls nachbörslich Zahlen vorlegten.
Der Softwarekonzern hat im dritten Quartal 2,31 Milliarden Dollar umgesetzt.
Erwartet waren weniger, nämlich nur 2,17 Milliarden US-Dollar.
Zum ersten Mal hat Palantir in den USA mit Unternehmen mehr umgesetzt als mit dem Staat.
Und die Jahresprognose steigt auch noch.
Nachbörslich legte die Aktie da zunächst...
Sue drehte dann aber quasi parallel mit Apple doch noch ins Minus und die bewegten sich dann auch, zumindest in den Stunden rund um Mitternacht, erstmal im Gleichschritt.
Tja, in Frankfurt bei uns war die Stimmung besser.
Der DAX stieg um 0,6 Prozent auf 25.981 Zähler und eroberte zwischenzeitlich sogar die 26.000 Punkte Marke zurück.
Zu den größten Gewinnern im Index gehörte Henkel.
Die Persil-Aktie legte um 1,7 Prozent zu und notierte auf dem höchsten Stand seit Februar.
Ja, nur Rheinmetall, die waren deutlich minus mit 3,6 Prozent und waren auch...
Zeitweise unter 1.000 Euro nach einem Bericht über eine verzögerte Großbestellung von den Boxer-Radpanzern.
Böse erwischt hat es Alstom.
Der französische Zugbauer kappt nämlich sein Margenziel von 6,5 auf 1 Prozent und erwartet einen Mittelabfluss von 1,5 Milliarden Euro.
Unter anderem bringen aufgrund von Strafzahlungen bei deutschen Projekten.
Die Aktie brach um rund 30 Prozent ein.
Na, volle Auftragsbücher bringen am Ende wenig, wenn die Züge nicht pünktlich kommen.
Ja, das war wieder mal, könnte man so sagen, aber es war wieder mal so eine Aktie, die an einem Tag 30 Prozent verliert.
Also ich finde ja...
Das ist ganz schön verstörend, dass das sich nahezu täglich ergibt, dass sich das häuft.
Aber bevor wir jetzt hier zu verstört sind, mache ich mal noch schnell die Termine.
Heute sind natürlich erst mal die US-Zwischenwahlen, auf die wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Dann gibt es auch noch den JOLS Arbeitsmarktbericht für September.
Und aus der Schweiz kommen die Verbraucherpreise für Oktober.
Und es gibt eine Menge Quartalszahlen.
Ich lese hier mal nur einen Teil vor.
Es kommen Geschäftsergebnisse von Bayer, von der Lufthansa, von Zalando, von Evonik mitsamt Analystencall.
Dann gibt es Zahlen von Fresenius Medical Care, Hugo Boss.
Schaeffler, das sind die detaillierten Neu-Monats-Ergebnisse, von der niederländischen Philips, von Ferrari, immer sehr spannend, von Biontech und außerdem von Teamviewer und der Normal Group.
Und in den USA erwarten uns dann nachbörslich Zahlen von AMD, auch sehr spannend, von Pfizer, Amgen und von Booking Holdings.
Das Thema des Tages.
Deutschland bekommt einen neuen Neo-Broker.
Und wir dachten, das könnte euch interessieren.
Diesmal ist er allerdings nicht hier aus Berlin.
Und er kommt auch nicht aus den USA, sondern er kommt aus dem Norden, aus Schweden.
Und er heißt Nordnet.
In Skandinavien ist Nordnet schon die Nummer eins unter Privatanlegern und will jetzt auch noch den deutschen Markt erobern.
Wobei in Neobroker fast ein bisschen irreführend ist als Bezeichnung.
Nordnet gibt es schließlich schon seit 30 Jahren und die Schweden haben bereits 2,6 Millionen aktive Kunden.
Auf den Anlagekonten liegen rund 130 Milliarden Euro.
Wir reden hier also nicht von einem jungen Fintech.
Interessant.
Finden wir ja den Zeitpunkt, also Deutschland und ihr als Kunden, ihr werdet gerade von Brokern regelrecht umworben.
Unter anderem hat ja auch XDB aus Polen richtig durchgestartet hierzulande.
Ja und auch das Altersvorsorgedepot, das spielt natürlich da eine Rolle.
Das könnte den Wettbewerb jetzt noch weiter anheizen.
Und Nordnet will jetzt ab Januar sich für alle öffnen in Deutschland und dann auch genau dieses Altersvorsorgedepot anbieten.
Ja, und das auch mit einer Überraschung.
Und ich finde, das ist wirklich ein bisschen spannend.
Nämlich einen Preiskrieg, den wollen die Schweden jetzt nicht anzahlen.
Die wollen mit anderen Punkten überzeugen.
Konto und Depot sind zwar kostenlos, aber jede Wertpapierorder kostet pauschal 2,95 Euro.
Wer JetRepublic oder Scalable gewohnt ist, wird da nicht sofort Schnappatmung vor Begeisterung bekommen, nehme ich an.
Das ist so schön formuliert.
Ja, dafür gibt es dann noch 2% Zinsen auf Einlagen, abgesichert bis zu 100.000 Euro über die schwedische Einlagensicherung.
Frühstarter bekommen für sechs Monate 2,5% und zahlen in dieser Zeit noch keine Ordergebühren.
Und auch das ist jetzt kein Lockangebot, für das man nachts um 12 den Wecker stellen müsste.
Ne, und Nordnet sagt es auch selbst, genau darum geht es den Schweden auch nicht.
Ihr Argument ist der One-Stop-Shop, also möglichst viel Geldanlage aus einer Hand.
Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen sind dabei.
Dazu kommen als Dienstleistung auch noch Analysten-Ratings und zusätzliche Einordnung.
Wirklich interessant ist aber die Community-Idee.
Rund 500.000 Nordnet-Kunden haben ihre Depots freigegeben, sodass andere Anleger ihre Bestände, Käufe und Verkäufe verfolgen können.
Ganz neu ist diese Idee allerdings jetzt auch nicht.
Nee, nicht ganz so innovativ.
eToro setzt nämlich schon lange auf Social Trading und geht mit seinem CopyTrader ja sogar noch weiter.
Dort können Anleger die Strategien ausgewählter Trader automatisch und in Echtzeit im eigenen Portfolio nachbilden.
Nordnet kombiniert diesen Community-Gedanken jetzt mit einem breiteren klassischen Broker-Angebot.
Und dabei zu bedenken, egal auf welcher Plattform, nur weil ein fremdes Depot bislang hervorragend gelaufen ist, ist Nachmachen noch keine Anlagestrategie mit Garantie.
Ein öffentliches Depot zeigt mir Position und Transaktion, aber nicht unbedingt Risikotoleranz, Anlagehorizont oder das sonstige Vermögen des Besitzers.
Ja, die entscheidende Frage lautet also, reicht dieses Gesamtpaket aus, um deutsche Anleger von Trade Republic, Scalable ING oder ihre Hausbank wegzulocken?
Gute Frage.
Beim Preis allein gewinnt Nordnet jedenfalls nicht.
Die Schweden wetten darauf, dass die Bundesbürger für ein breites Angebot bereit sind, auch etwas breiter in die Tasche zu greifen.
Interessanterweise haben sie offenbar Zeit.
Deutschlandchef ist mit Arno Walter, ein alter Bekannter, der früher direkt Bankchef war.
Nordnet plant hier mit 9 Millionen Euro Jahresbudget und will nicht um jeden Preis möglichst schnell Kunden einsammeln, so heißt es.
Naja, aber schon 2029 soll Deutschland profitabel sein.
Falls es länger dauert, will Nordnet das aber offenbar auch aushalten.
Das passt eigentlich ziemlich gut zu einem Broker, der ja langfristiges Investieren verkaufen möchte.
Selbst beim eigenen Deutschland-Investment denken die Schweden offensichtlich nicht in Wochen, sondern eher in Jahren.
Und was ist jetzt die Lektion für euch?
Wer einfach möglichst billig einen ETF oder eine Aktie kaufen will, der findet am deutschen Markt günstige Angebote und auch günstigere als Nordnet.
Spannend wird Nordnet für diejenigen, die Brokerage, Information und Community tatsächlich gemeinsam nutzen wollen und genau so etwas suchen.
Ja, und einen Gewinner gibt es bei der Sache auch schon.
Das seid nämlich ihr, ihr wunderbaren Anleger.
Ein etablierter skandinavischer Marktführer erhöht nämlich natürlich den Konkurrenzdruck auf Trade Republic, Scalable und Co.
Mehr Wettbewerb um Deutschlands kürftige Aktionäre kann bei Preisen und Leistungen eigentlich nur helfen und das vor allem uns Anlegern.
Lea, an der Wall Street gilt seit fast 100 Jahren eine ziemlich zynische Regel.
Die Kurse steigen am stärksten, wenn der Präsident...
seine Mehrheit im Repräsentantenhaus verliert.
Ja, und genau das könnte Donald Trump heute passieren.
Den Demokraten fehlen im Repräsentantenhaus nur drei Sitze.
Die meisten Prognosemodelle sehen ihre Chancen darauf bei 90 Prozent.
Im Senat brauchen sie vier Sätze und auch dort sehen die Wettmärkte sie vorne.
Das Family Office HQ Trust.
Hat nachgerechnet, wie sich der S&P 500 von 1928 bis 2025 im Börsenjahr nach der Wahl entwickelt hat.
Nach Zwischenwahlen legte der Index im Schnitt um 12,4 Prozent zu und nach Präsidentschaftswahlen nur rund 5,8 Prozent.
Am besten lief es, wenn der Präsident seine Mehrheit im Repräsentantenhaus verlor.
Wir hatten es gerade gesagt.
Dann stieg der S&P 500 um durchschnittlich 13 Prozent.
Behielt der Präsident die Mehrheit, waren es 11,4 Prozent.
Nach einem Machtverlust schwankten die Kurse sogar weniger.
Das klingt jetzt vielleicht erst mal ein bisschen paradox.
Es gibt dafür aber einen recht simplen Grund.
Ohne eigene Mehrheit muss ein Präsident natürlich für jedes größere Gesetz mit der Opposition verhandeln.
Politik wird dann langsamer und langsam heißt der Unternehmen ja vor allem die bessere Planbarkeit.
Wie stark das bremst, hat die US-Investmentbank Jefferies gemessen.
Vor den Zwischenwahlen 2018 setzte sich Trump bei 96% der Abstimmung im Kongress durch, bei denen er klar Position bezogen hatte.
Danach waren es nur noch 73%.
Heute liegt die Quote bei 95%.
Wiederholt sich also 2018, verliert Trump jetzt gut jede vierte Abstimmung nach den Zwischenwahlen.
Könnte er zumindest verlieren, je nachdem, wie die Zwischenwahlen enden.
Noch wissen wir es ja nicht.
Einen Haken hat aber auch diese schöne Statistik.
Zwischen Machtverlust und Machterhalt liegen nur 1,6 Prozentpunkte.
Den größeren Schub bringt der Wahlzyklus selbst in der Regel.
Und die starken Monate nach den Midterms folgten zuletzt meist auf schwache Monate.
Im Midtermjahr seit 1950 trat der S&P 500 nämlich bis zum Herbst eigentlich meistens auf der Stelle und lag zwischendurch im Schnitt sogar 17,5 Prozent im Minus.
Ein Teil der Gewinne war also vereint.
schlicht Erholung in der Vergangenheit.
Diesmal ist die Feder gut gespannt.
Der SP500 liegt seit Jahresbeginn gut 11% im Plus und ist so teuer wie seit dem Dotcom-Boom nicht mehr.
Also schon lange her, dass wir so teure Aktienmärkte hatten.
Und dazu hat der Iran-Krieg den Ölpreis und die Inflation nach oben getrieben.
Und die US-Notenbank, die hat im September zum ersten Mal seit drei Jahren die Zinsen erhöht.
Wir erinnern uns.
Wir erinnern uns, ein BNB Paribas hält das Öl sogar noch für wichtiger als das Wahlergebnis.
Eskaliert der Konflikt um die Straße von Hormuz erneut, könnte der preisige Barrel von 115 bis auf über 120 Dollar steigen.
Und dann würden vor allem Energiewerte wie Exxon Mobil und Chevron gewinnen.
Ja, und die alte Regel, die setzt voraus, dass ein Präsident über Gesetze regiert.
Trump verhängt seine Zölle aber ohne den Kongress und behält sein...
Veto-Recht.
Der Vermögensverwalter DJE-Kapital rechnet deshalb kurzfristig sogar mit mehr Unsicherheit.
Was das für euer Depot bedeutet, das hängt jetzt ganz vom...
Wahlausgang ab.
West Bend Bang Misuo sieht Klinikbetreiber wie Hospital Corporation of America vorne.
Dazu noch Versicherer wie Centen und Molina.
Die leben von MedicAid, der staatlichen Krankenversicherung für Geringverdiener in den USA.
Drehen die Demokraten die Kürzung dort zurück, fließt wieder mehr Geld in die Kassen.
In Europa sieht Jeffreys die Energiewende-Gewinner vorn, also Nordex, Vestas, RWE und SMA Solar.
Volkswagen, Mercedes-Benz und Porsche könnten aufatmen, weil weitere Zollerhöhungen schwieriger würden und Heidelberg Materials hätte Rückenwind durch sinkende Zinsen.
Verlieren würden die Firmen, die vom Bau von Rechenzentren abhängen und damit ihr Geld verdienen.
Etwa Hochtief oder der Kabelhersteller Prismian, weil die Demokraten natürlich Rechenzentren stärker regulieren wollen und damit so ein bisschen auf die Bremse drücken.
Schaeffler und Daimler-Chuck hängen am Verbrennungsmotor und Novo Nordes, Grosch und Novartis drohen Eingriffe bei den Arzneimittelpreisen.
Szenario 2 ist das Basisszenario von Mitsuhro.
Die Demokraten holen das Repräsentantenhaus, die Republikaner halten den Senat.
Trump behielte dann die Handelspolitik größtenteils in der Hand mit im Schnitt 6,6 Prozent.
Plus in drei Monaten war das historisch das zweitbeste Ergebnis.
Ein Fondsmanager von Raliant hält es sogar für das beste Szenario.
Das Kräftegleichgewicht dämpfe die Inflation, die US-Zinsen könnten sinken und der Dollar würde sich so ein bisschen abschwächen.
Das wäre Rückenwind für Aktien außerhalb der USA.
MISO favorisiert UnitedHealth, die Deutsche Bank, sieht Amazon und Inga Solrand vorne.
Die Jefferies-Gewinne aus Europa gelten aber auch hier.
Und wer Anleihen hält, darf sich freuen.
Beim Übergang zu einem geteilten Kongress fielen die Renditen von US-Staatsanleihen laut BNP Paribas bisher meistens.
Und vor allem Renditen bedeuten steigende Kurse.
Klare Verlierer nennen diese Analysten kaum.
Szenario 3 lautet die Republikaner behalten beide Kammern.
Donald Trump könnte weitere Steuersenkungen und höhere Verteidigungsausgaben damit durchsetzen.
Für Aktien war das im Schnitt mit 3,6 Prozent plus in drei Monaten historisch das mit Abstand schwächste Ergebnis.
Die Anleihenzinsen dürften damit steigen.
Ja, klar, im Vorteil wären da natürlich Ausrüster der Stromnetze wie Eaton, G, Vinova und Vertiv.
Dank Steuereinreizen und lockerer KI-Regulierung.
Und auch Banken und Rüstungswerte kommen dazu, die vor der Wahl ja zuletzt deutlich nachgegeben hatten.
Ja, und in Europa drehen sich die Vorzeichen um.
Hochtief, Prismian, Schaeffler und Daimler Truck wären plötzlich im Vorteil.
Volkswagen, Porsche und Mercedes-Benz blieben laut Jeffreys auf Zollkosten von 5 bis 6 Milliarden Euro sitzen.
Und bei der Medizintechnik, da lohnt sich ein zweiter Blick.
Siemens, Heseneers und Philips würden gewinnen.
Straumann, Sonova und...
Koloblast unter steigenden Zinsen leiden.
Ein Branchenetikett verrückt euch also wenig.
Bei der Aktienquote redet H.F.
Trust aber zur Gelassenheit.
Für einen Ausstieg aufgrund der Midterms finden die Strategen in ihren Daten kaum Argumente.
Ganz entkommen könnt ihr der Wahl ohnehin nicht, müssen wir ehrlich sein.
Wer zum Beispiel ein ETF auf den MSCI World bespart, steckt ja schon zu 72 Prozent in US-Aktien drin.
Wenn ihr also heute Nacht wachlegt und die Ergebnisse verfolgt, Euer Sparplan, der darf ruhig weiterschlafen.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAAA at Welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und wir haben uns in den vergangenen Wochen ja schon an der einen oder anderen Stelle mal angeteasert.
Und jetzt dürfen wir es hier auch endlich offiziell machen.
Bevor 2027 das Altersvorsorge-Depot startet, schauen wir uns das Thema hier bei AAA noch einmal ganz genau an.
Welche Generation sollte was beachten?
Wie steht es um die steuerlichen Pflichten?
Und was wird aus der klassischen Riester-Rente?
Ja, um diese und um viele weitere Fragen.
wird es sich in den kommenden Wochen drehen.
Ab dem 15.
November widmen wir uns jeden Sonntag einem anderen Themenkomplex der neuen Rente.
Insgesamt wird es zwölf Sonderfolgen geben.
In der kommenden Woche starten wir und zwar mit einem großen Q&A.
Daher schickt uns eure Fragen, die euch zum Altersvorsorge-Depot umtreiben.
Schreibt sie uns per Mail.
Bei Instagram, bei LinkedIn oder so oder oder wo auch immer.
Wir freuen uns über schlaue Fragen, die wir dann zum Auftakt beantworten werden.
Und selbst wenn die Fragen nicht ganz so schlau sind, wir freuen uns über alle Fragen zum Altersvorsorger-Depot.
Und jetzt beantworten wir euch aber erstmal die Frage des Tages, die sich hier immer in den Dienstagsfolgen stellt.
Worum geht es bei Defner und Schäpitz?
Und das verrate ich euch.
Holger und Dietmar machen den ultimativen Magnificent Seven-Check.
Außerdem hat sich Holger den Bestseller von Isabella Weber durchgelesen und wird ein Börsentier für das Buch vergeben.
Bull oder Bär, das müsst ihr dann herausfinden.
Also hört unbedingt rein und danach abonniert uns, sprecht über uns.
und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
