# Marvell-Lumentum Deal, Palantir Valuation, and Hotel Sector Resilience

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-11-03

## Transcript

Anthropic macht auf einmal doch Verluste, eine isländische Therme geht an die Börse, Apple und Palantir haben neue Zahlen und Hotelaktien, Marriott und Hilton vor allem, gehen durch die Decke.
Das alles schauen wir uns gleich an.
Mein Name ist Noah Leidinger, heute ist Dienstag, der 3.
November und das ist ohne Aktien wird schwer.
Gesponsert wird dieser Podcast von Scalable Capital, die eine eigene KI-Integration haben.
Ihr könnt also direkt Claude oder OpenAI oder was auch immer mit...
euren Broker verbinden und dann nicht nur euer Depot analysieren lassen, sondern sogar Aktien kaufen und verkaufen.
Mehr Infos wie immer in der Beschreibung.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
In diesem Jahr haben wir schon viel erlebt an der Börse und jetzt auch noch die größte Fusion von zwei börsennotierten Tech-Firmen ever.
Ich habe ja letzte Woche über die Gerüchte geredet, dass der Chip-Konzern Marvel, der auch immer mehr im Bereich optischer Datenübertragung macht, Lomentum übernehmen will, also einen der Marktführer für eben optische Datenübertragung.
Genau der Deal ist jetzt durch für um die 100 Milliarden Dollar.
Lumentum Aktionäre kriegen dabei Anteile an der gemeinsamen Firma statt Cash und die Aktie von Lumentum hat danach gestern zwar verloren, aber sie ist durch die Gerüchte in den letzten Tagen schon gestiegen.
Marvell wiederum hat in den letzten Tagen schon verloren und gestern auch wieder.
Da finden Investoren den Deal einfach deutlich zu teuer, denn sie müssen zwar kein Cash zahlen, aber rund ein Drittel von Marvell bzw.
von der kombinierten Firma gehören eben nach dem Deal Lumentum Aktionären.
Neben dieser historischen Fusion könnten wir dieses Jahr auch noch einen historischen Börsengang erleben, nämlich das erste Mal, dass ein Thermalfreibad aus Island an die Börse geht.
Konkret geht es um Blue Lagoon, die in Reykjavik an die Börse wollen und dabei ca.
100 Millionen Euro einsammeln werden.
Die Bewertung soll bei ca.
600 Millionen liegen und man fragt sich natürlich, was macht ein Outdoor-Spa in Island mit 100 Millionen Euro?
Und zwar wollen sie das Geld nutzen, um eine neue Berglocation auszubauen und wohl auch Gletscherbäder.
Außerdem müssen sie generell Gästekapazität aufbauen.
Es ist nämlich so, dass die Zahl der Touristen in Island in den letzten 15 Jahren um den Faktor 5 gestiegen ist und über 30% dieser Touristen schauen auch bei Blue Lagoon vorbei.
Und mit so einem Business kann man dann auch ordentlich Geld verdienen.
Dieses Jahr wollen sie rund 170 Millionen Euro Umsatz und über 40 Millionen Euro Gewinn machen.
Wenn wir jetzt schon bei Zahlen und Börsengängen sind, gab es noch ein Update von Anthropic.
Die haben nämlich nochmal Zahlen zum dritten Quartal in den IPO-Dokumenten nachgereicht und eine Sache war da besonders spannend.
Und zwar waren ja viele letzte Woche überrascht, dass Anthropic, wenn man auf den operativen Gewinn schaut, schon profitabel ist.
Im dritten Quartal waren sie das aber jetzt nicht mehr, haben sogar über eine halbe Milliarde operativen Verlust gemacht und die Begründung ist der Engpass an Rechenleistung.
Im dritten Quartal gab es also Kunden, die so viel KI genutzt haben, dass Anthropic spontan Rechenleistung zukaufen musste und das ist deutlich teurer als die Rechenleistung, die sie normalerweise in langfristigen Verträgen kaufen.
Dazu kommt dann noch, dass Anthropic ein Donation-Matching-Programm hat.
Also wenn ich als Mitarbeiter irgendwo was hinspende, dann muss Anthropic die gleiche Summe auch spenden.
Und das hat im letzten Quartal um die 2 Milliarden Dollar an Kosten ausgelöst.
Ist jetzt alles nicht tragisch, hat auch die Börse gestern nicht stark bewegt, da kamen jetzt keine neuen KI-Sorgen auf.
Aber trotzdem spannend zu sehen, gerade wie sich diese kurzfristigen Rechenkosten auswirken.
Trotz der besseren Börsenstimmung hat man aber gestern weiter gesehen, dass die Lage vor allem in der Tech-Welt ziemlich angespannt ist.
Zum Beispiel ging gestern die Meldung rum, dass Alphabet neues Geld einsammeln will, nämlich 6 Milliarden Euro in Form von Euroanleihen.
Jetzt sind diese 6 Milliarden Euro für Alphabet natürlich eher Peanuts, aber sie haben sowas im Mai schon mal gemacht und zahlen jetzt deutlich höhere Zinsen und zwar nicht, weil der Leitzins gestiegen ist, sie zahlen auch einen deutlich höheren Spread, also deutlich mehr Abstand zwischen Leitzins und eben den eigenen Anleihen.
Investoren sehen da also zumindest langsam ein bisschen mehr Risiken, auch wenn Alphabet natürlich weiter als extrem, extrem stabil gilt.
Bisschen anders sah das gestern bei Alstom aus.
Der französische Zugbauer ist 25% abgeschmiert, nachdem er vor ein paar Monaten schon mal ähnlich stark gefallen ist an der Börse.
Und das ist ja eigentlich kein Business, wo überraschend irgendwelche Studienergebnisse oder andere Dinge negativ ausfallen können, sondern eigentlich ein sehr bodenständiges und berechenbares Maschinenbaubusiness, würde man zumindest denken.
Aber es gibt wohl auch da Überraschungen und die gehen sogar so weit, dass die Firma dieses Jahr statt einem positiven Cashflow einen negativen Cashflow von über 1,5 Milliarden Euro haben wird und 1,5 Milliarden Euro, die einfach mal abfließen, wenn du als Firma nur 7 Milliarden Euro wert bist an der Börse, sind schon ziemlich heftig.
Wie kann es jetzt aber sein, dass irgendwas im Zugbereich so massiv gegen die Erwartungen läuft?
Natürlich hat es was mit Deutschland zu tun.
Und zwar geht es bei dem Projekt, das jetzt zu diesen riesen Verlusten führt, um deutsche Regionalzüge für Baden-Württemberg.
Da ist in Testphasen Fehler aufgefallen, was jetzt wieder zu Verzögerungen und auch zu Strafzahlungen für Alstom führt.
Jetzt sind diese ganzen Probleme auch nur vorübergehend.
Man könnte also erstmal denken, dass die Börsenreaktion da ein bisschen übertrieben ist und vielleicht sogar eine Chance sein könnte.
Aber das Problem ist, dass Alstom, um mit diesen Verlusten und den Schulden, die sie eh schon haben, umzugehen, jetzt zum Beispiel Dinge verkaufen muss, Projekte verkaufen muss oder vielleicht auch neues Kapital aufnehmen muss in Form von teuren Schulden oder in Form von Aktien.
Und das schadet der Firma dann eben schon langfristiger.
Dann aber endlich noch ein paar gute Nachrichten.
Die Aktie von Ryanair ist zum Beispiel 5% gestiegen.
Das lag aber weniger an den neuen Quartalszahlen, sondern eher daran, dass eben der Ölpreis gefallen ist.
Und deswegen waren die ganzen Fluglinienaktien in Europa, aber auch in den USA deutlich im Plus.
Die Zahlen von Ryanair an sich waren da nicht so berauschend.
Der Gewinn ist zum Beispiel 15% gefallen letztes Quartal, denn Ryanair hat eigentlich die Treibstoffpreise gehadget, sich also gegen steigende Preise abgesichert, aber für 20% vom Treibstoff, gegen die sie sich nicht abgesichert haben, dafür hat sich der Preis einfach mal verdoppelt.
Dazu meinte Michael O'Leary, also der Ryanair-CEO noch, dass die Flugpreise nächstes Jahr deutlich teurer werden in Europa, weil eben bei immer mehr Airlines die Preisabsicherungen ablaufen.
Aber vielleicht ändert sich ja für die Ryanair-Aktionäre auch noch die Lage beim Ölpreis.
Gestern zumindest ist der deutlich über 5% gefallen, weil sich mal wieder angedeutet hat, dass die USA und der Iran vielleicht doch verhandeln.
Gestern Nachmittag hatte der sinkende Ölpreis auch für bessere Stimmung an der Börse an sich gesorgt.
Abends sind Investoren dann aber wieder skeptischer geworden, vor allem bei Tech-Aktien.
Der Nasdaq ist zum Beispiel wieder über 1% gefallen.
Gestiegen sind dafür mal wieder eher langweilige Aktien wie Berkshire Hathaway, Walmart oder Visa.
Investoren sind also raus aus risikoreicheren Aktien und rein instabilere.
Mal schauen, ob das heute anders aussieht, wenn die Börse die neuen Quartalszahlen von Apple von gestern Nacht verdaut.
Da gab es erstens eine sehr andere Dynamik als bei den anderen Tech-Firmen.
Die wachsen ja alle durch KI immer schneller.
Das ist bei Apple nicht so.
Die sind letztes Quartal 12% gewachsen.
Im Quartal davor waren es noch 16%.
Aber das wurde auch schon grob so erwartet, liegt an den verschiedenen iPhone- und Hardwarezyklen.
Dafür hat Apple im Gegensatz zu den anderen Tech-Giganten auch den kompletten operativen Cashflow von 28 Milliarden Dollar genommen und über Aktienrückkäufe und Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet.
Wenn man noch ein bisschen tiefer in die Zahlen schaut, war der Umsatz insgesamt höher als erwartet, was vor allem an 17% Wachstum beim iPhone lag und an einem starken Mac-Geschäft.
Alles andere war aber unter den Erwartungen.
Vor allem auch sehr deutlich darunter war das wichtige China-Geschäft.
Das hat sich aber bei den ganzen anderen Firmen wie LWM, Schwed & Autobahn, die ein großes China-Geschäft haben, auch schon angedeutet, dass das Business dort gerade schwierig ist.
Außerdem habe ich auch ein paar Mal die These gelesen, dass das iPhone Duo in China sehr gut funktionieren wird und das war ja im letzten Quartal noch nicht da.
Alles in allem also Zahlen, die okay waren, aber Apple ist auch teuer bewertet.
Die Aktie hat sich entsprechend nach Börsenschluss nicht bewegt.
Und bevor wir jetzt noch auf die Zahlen von Palantir schauen, kurzer Blick auf eine Branche, wo die Aktien gerade unterm Radar richtig abgehen und es vielleicht nicht mal ein schlechtes Zeichen ist, wenn der Finanzchef eigene Aktien, also Aktien der eigenen Firma, für zig Millionen Dollar verkauft.
Der Hilton CFO Kevin Jacobs hat Aktienoptionen eingelöst, die er über mehrere Jahre als Teil seiner Vergütung bekommen hat und die Aktien dann direkt wieder verkauft für mehr als 50 Millionen Dollar.
Klar, er hätte die auch halten können, man muss aber fairerweise sagen, dass er danach immer noch Hilton-Aktien für über 100 Millionen Dollar hat.
Deshalb ist es, wenn überhaupt, nur ein kleines Warnsignal.
Die Aktie von Hilton liegt seit Jahresbeginn rund 25 Prozent im Plus, Marriott sogar ein Drittel.
Und das, obwohl Reise- und Freizeitaktien ja insgesamt eher schwach waren, dass man da ein bisschen verkauft, ist nachvollziehbar.
Spannend ist ja eh, wieso die Aktien so laufen und das liegt vor allem am...
Konkreten Geschäftsmodell.
Marriott und Hilton gehören nämlich die meisten Hotels gar nicht.
Die Gebäude gehören Investoren, die dafür Gebühren zahlen, dass ihr Hotel unter einer bekannten Marke läuft und Teil vom Bonusprogramm ist.
Marriott hat über 30 Marken und über 10.000 Hotels im Programm.
Das reicht vom Luxussegment mit Ritz-Carlton über Westin bis zu einfacheren Hotels wie Courtyard oder Moxie.
Bei Hilton ist es ähnlich.
Genau das hat sich dieses Jahr eben ausgezahlt, denn der hohe Ölpreis trifft die beiden kaum.
Während Airlines und Kreuzfahrtanbieter deutlich mehr für Sprit sein mussten, sind die höheren Energiekosten vor allem direkt in den einzelnen Hotels angefallen und belasten deshalb die Besitzer.
Auch die Zahlen von gestern zeigen, dass das Business gerade funktioniert.
Marriott hat pro verfügbarem Zimmer gut 6% mehr eingenommen, in den USA sogar mehr als 7%.
Die Hotels waren also voller und die Zimmer teurer.
Am stärksten lief Ritz-Carlton in den USA mit fast 15 Prozent plus.
Der Gewinn lag über den Erwartungen und Marriott hat die Prognose fürs Jahr angehoben.
Es gibt aber fairerweise auch Schwachstellen.
In Nahost und Afrika nimmt Marriott pro Zimmer weniger ein als vor einem Jahr.
Immerhin im Frühjahr lag das Minus noch bei rund einem Drittel.
Jetzt sind es nur noch minus 5 Prozent.
In China hat das Geschäft im dritten Quartal praktisch stagniert und bei neun Zimmern wächst Marriott langsamer als Hilton.
Außerdem sind die Schulden gestiegen und damit auch die Zinskosten.
Aber trotzdem laufen die Aktien und sie sind, wie viele der Hotels selbst, nicht günstig.
Marriott ist 110 Milliarden Dollar wert und kostet damit das 34-fache vom erwarteten Gewinn.
Bei Hilton ist sogar das 36-fache.
Damit sind beide Aktien deutlich teurer als im Schnitt der letzten fünf Jahre.
Aber es ist eben auch ein Business, das auf den ersten Blick ziemlich KI-safe ist.
Oh ja, wir sind hier im Ritz-Karten und dürfen nicht einchecken, weil Orangensaft verschüttet wurde.
Frag nicht, was für Saft?
Einfach Orangensaft.
Turn up!
Vor circa einem Jahr hat Palantir ein ziemlich absurdes YouTube-Video hochgeladen, wo man eine riesige Schlange von einem Palantir Pop-Up-Store sieht.
In dem Pop-Up-Store kann man aber nicht die Software testen, sondern da wird Palantir Merch verkauft, also T-Shirts, Jacken und so weiter.
In dem Video läuft dann auch Alex Karp, also der Palantir-Gründer und CEO, an dieser Schlange vorbei.
Dann haben alle gejubelt, wollten Bilder mit ihm machen und das Ganze war scheinbar auch kein Einmaleffekt.
Dieses Jahr gab es das Event nämlich wieder und Palantir hat nochmal 30% mehr Umsatz mit Merch gemacht.
Und dazu muss man wissen, dass letztes Jahr bei dem Event an zwei Tagen über 5000 Menschen waren.
Dieses Merch an sich ist jetzt für Palantir natürlich nicht relevant, aber drei Sachen sind schon relevant, auch aus Investorensicht.
Erstens ist das Ganze natürlich Marketing und gerade bei den B2B-Kunden hat es schon auch Wert, wenn man als Marke einfach top of mind ist, also wenn intern darüber diskutiert wird, wie man aus den eigenen Daten mehr rausholen kann, wie man KI nutzen kann, kommt Palantir eben schneller ins Spiel, wenn es alle kennen.
Zweitens steht Palantir ja viel in der Kritik, vor allem mit der Software für Regierungen und fürs Militär und da hilft es, mit sowas gegenzuhalten.
Mitte des Jahres habe ich zum Beispiel in sehr vielen amerikanischen Podcasts Werbung von Palantir gehört, wo es eigentlich nur darum ging, dass sie KI nicht gegen die Menschen einsetzen wollen, sondern für die Menschen.
Ihr Produkt an sich haben sie da gar nicht beworben.
Und drittens, das ist vielleicht sogar für Investoren am relevantesten, sind diese ganzen Merchkäufer und Fans ja oft auch an der Börse für Palantir aktiv und kaufen die Aktie.
Und zwar kaufen sie sie ziemlich unabhängig davon, ob sie gerade hoch oder niedrig bewertet ist.
Und damit sind wir auch beim Thema.
Die Aktie von Palantir wurde ja zwischenzeitlich dieses Jahr von der generell schlechten Stimmung bei Softwareaktien getroffen.
Zum Tiefpunkt Ende Juli war die Firma nur um die 250 Milliarden Dollar wert.
Gestern waren wir knapp unter 450 Milliarden.
Und das liegt eben vor allem auch an den letzten Quartalszahlen, die sie hatten vor circa drei Monaten.
Da ist Palantir fast 100% gewachsen bei extrem hohen Margen.
Und jetzt stellt sich wie so oft die Frage, ob das Bewertungsniveau gerechtfertigt ist.
Und dazu gab es ja gestern wieder neue Zahlen.
Und die schauen wir uns jetzt an.
Tatsächlich ist es so, dass der Umsatz noch stärker gewachsen ist als im Quartal davor, nämlich 96% statt 93%.
Das lag vor allem daran, dass das Regierungsbusiness in den USA jetzt noch schneller gewachsen ist.
Sonst ist in den letzten Monaten ja immer das kommerzielle Business in den USA extrem stark gewachsen.
Die Margen haben zwar nicht mehr weiter zugelegt, aber man muss auch sagen, Palanty hat gerade eine Nachsteuer-Gewinn-Marge von um die 50%.
Viel mehr ist bei Softwarefirmen eigentlich nicht möglich.
Außerdem haben sie jetzt beim Umsatz nochmal ihre Prognose fürs Gesamtjahr angehoben und das bringt mich auch zur Bewertungsfrage, wenn man die neue Umsatzschätzung von über 8 Milliarden und die Marge nimmt, dann kommt man dieses Jahr auf ca.
4 Milliarden Dollar Nachsteuergewinn.
Die Bewertung entspricht also ziemlich genau dem Hundertfachen davon, das ist an sich sehr sehr teuer und das erklärt auch, wieso die Aktie gestern nach Börsenschluss nur leicht zugelegt hat, obwohl die Zahlen eben wirklich gut waren.
Aber man muss auch sagen, die Firma wächst extrem stark, wenn ihr Wachstum so bleibt und der Gewinn sich weiter verdoppelt jedes Jahr, würden sie in zwei Jahren schon auf 16 Milliarden Dollar Gewinn kommen und dann wäre die Bewertung nur noch ca.
das 25-fache davon.
Das ist jetzt gar nicht so absurd, die Frage, die man als Investor beantworten muss, ist aber eben, wie nachhaltig dieses Wachstum ist.
Viel Wachstum von Palantir kommt aktuell über ihre AIP-Plattform, wo Palantir-Nutzer eben auf verschiedene KI-Modelle zugreifen können.
Wie genau Palantir diese Umsätze verbucht, ist aber nicht klar.
Ich habe zum Beispiel paar Mal die These gehört, dass Palantir, wenn Kunden dann Cloud nutzen, einfach einen riesigen Aufschlag draufhaut und dadurch extrem viel Umsatz mit was macht, was Kunden auch viel günstiger kriegen können.
Das halte ich aber für eher unrealistisch, denn um die Margen zu halten, müsste der Aufschlag von Palantir so hoch sein, dass das eigentlich kein Kunde wirklich vertreten kann.
Außerdem gibt es ein paar Quellen, wo es eher danach aussieht, dass sie das Ganze separat abrechnen.
Der komplette Cloud-Konsum steckt also nicht im Umsatz, sondern vielleicht nur ein kleiner Aufschlag von Palantir.
Trotzdem bleibt die Frage, ob Kunden diesen Aufschlag auf Dauer zahlen werden und Palantir so ein Modell mit so hohen Margen weiter betreiben kann.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder, bis dahin, alles Gute, adios.
