# Binance Hack, Apple's Lead, and Crypto Risks

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-11-02

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Ausverkauf bei Gold und Silber, Apples Triumph über Nvidia und eine Nikotin-Aktie im Rekordrausch.
Im Thema des Tages erklären wir euch das eigentliche Risiko hinter dem größten Krypto-Hack aller Zeiten.
Und in der AAA-D dreht sich alles um die perfekte Geldstrategie für eure Kinder.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert.
Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Die Märkte werden euch präsentiert von unserem Partner Smart Broker Plus.
Am 1.
Januar 2027 startet das neue Altersvorsorge-Depot und Smart Broker Plus ist vom ersten Tag an dabei.
Depotgebühr, Sparplan, Kosten, Order-Provision, all das fällt dort weg.
In den ersten drei Jahren bekommt ihr sogar die laufenden Kosten eurer ETFs erstattet.
Wer es unkompliziert mag, nimmt eine der drei Standard-Varianten mit MSCI World, MSCI ACWI oder FTSE All World.
Und wer lieber selbst auswählt, der greift zur freien Variante.
Vormerken könnt ihr euch jetzt schon unverbindlich und in weniger als einer Minute.
Dann ist euer Depot zum Start sofort einsatzbereit.
Die Link und alle Infos findet ihr in unseren Shownotes.
Heute ist Montag, der 2.
November 2026 und wir wünschen euch einen guten Start in den Tag und in die neue Handelswoche.
Und natürlich auch in den neuen Monat, wollen wir nicht vergessen.
Gerade scheint es ja nicht so viel Gutes in der Welt und an den Börsen zu geben.
Umso mehr wollen wir uns aber über das Gute freuen, denn das gibt es auch.
Und da fangen wir zum Beispiel mal mit dem DAX an.
Der hat im Oktober ein Plus von 2,5 Prozent gemacht und kommt damit seit Gründung 1987 auf eine jährliche Rendite von 8,7 Prozent.
Beim US-Index S&P 500 sieht es sogar noch besser aus.
Da reden wir langfristig über zweistellige Renditen.
Und über all das hinaus, was uns aber kurzfristig Sorge bereitet, sind natürlich die Aktien die langfristig lukrativste Form der Geldanlage.
Junge Menschen sollten das Geld, das sie übrig haben, deshalb vor allem oder ausschließlich in Aktien investieren.
Und genau deshalb heißen wir ja auch alles auf Aktien.
Ja und in dem Sinne begrüßen wir auch unsere neue Hörerin Natalia, die uns ab heute regelmäßig hört.
Zumindest hat sie das versprochen.
Ja und bevor wir jetzt zu den Sorgen kommen, noch ein paar Erfolge und Höhepunkte des Freitags.
Deutschlands Bruttoinlandsprodukt, das ist im dritten Quartal 26 real um 0,2 Prozent gewachsen.
Das ist die Messung zum Vorquartal.
Und zum Vorjahr ist es damit auch um 1,3 Prozent nach oben gegangen.
Das hat das Statistische Bundesamt am Freitag mitgeteilt.
Eigentlich hatte ja das rein Niedrigwasser ein schwächeres Wachstum erwarten lassen.
Jetzt wollte ich dich mit deinen Makrozahlen nicht unterbrechen, aber jetzt musst du uns nochmal hier aufklären, was es mit Natalia auf sich hat.
Die habe ich geworben.
Ich werbe ja ständig Hörerinnen und Hörer und ich laufe halt mit dem Merge rum und dann werde ich früher oder später auf die Cap oder auf den Sweater angesprochen und dann erkläre ich, was unser Podcast ist und dann kommt sofort Neugierde auf und ich sage immer, es lohnt sich für jeden, alles auf Aktien zu hören.
Stark, dann herzlich willkommen auch von mir, liebe Natalia.
Ich hoffe, du hörst wirklich zu.
Und dann schwenken wir zurück zu den Makrozahlen.
Es gab nämlich am Freitag noch mehr Zahlen von Status.
Die Inflation zum Beispiel, die lag nämlich im Oktober bei 2,8 Prozent nach 3,3 Prozent im September.
Der Rückgang dürfte aber zum größten Teil auf den Tankrabatt zurückzuführen sein.
Von einer Entwarnung bei den Verbraucherpreisen kann nämlich keine Rede sein.
Und auch bei den BIP-Daten gab es einen Wermutstropfen, denn die Investitionen sind laut vorläufigen Erkenntnissen zu.
Und die in der ersten Jahreshälfte noch sehr dynamische Entwicklung der Exporte hat sich im dritten Quartal merklich abgeschwächt.
Also ihr merkt Licht und Schatten.
Ja, womit wir dann bei den Sorgen wären.
Und ihr habt es alle mitbekommen.
Am Wochenende gab es Krawalle, gewaltsame Ausschreitungen, Plünderungen in mehreren deutschen Großstädten und auch in Frankreich.
Und das ist jetzt...
Zunächst nicht unbedingt ein Börsenthema für die betroffenen Einzelhändler ist es bitter, aber das sind volkswirtschaftlich gesehen erstmal kleinere Störungen, die die Wirtschaftskraft nicht insgesamt betrifft.
Allerdings, wenn das jetzt zu Massenunruhen über Tage kommt, wenn es Anhalteblockaden gibt oder wenn auch Generalstreiks dazukommen, dann könnte das zu einer systemischen Führung stören.
Und genau ein solcher Generalstreik, der ist ja diese Woche zum Beispiel für Frankreich angekündigt.
Ja, und genau deshalb wird sich diese Woche auch der Blick eher auf unsere französischen Nachbarn richten.
Wenn es dort zu einer Eskalation der Situation kommt, könnte das auf jeden Fall das Konsumklima und die Investorenstimmung betreffen.
Und in welchem Ausmaß, ja, das müssen wir da nochmal sehen.
Die französischen Staatsfinanzen sind ja mit einer Schuldenquote von 120 Prozent des BIP schon jetzt angespannt.
Und Investoren beäugen kritisch, ob die Renditen der zehnjährigen französischen Anleihen wieder deutlich über die 5-Prozent-Marke schießen werden.
Deutschland könnte davon sogar relativ profitieren.
als sicherer Hafen.
Unsere Anleiten hatten ja zuletzt eine Rendite von 3,3 Prozent, waren also von dem Stand bei fast 3,7 Prozent wieder zurückgekommen.
Aber ein sogenannter Spill-over-Effekt vom französischen Bond-Markt, der könnte definitiv zinssensible Unternehmen und auch Banken in der gesamten Eurozone belasten.
So, jetzt machen wir einen Strich unter die ganzen Makro-Themen und gehen rüber zu den Einzeltiteln, würde ich sagen.
Zu den absoluten Gewinnern gehörte am Freitag nämlich Regeneron Pharmaceuticals.
Der Konzern lieferte richtig starke Zahlen.
5,1 Milliarden Dollar Umsatz statt erwarteter 4,56 Milliarden.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie stehen 20 Dollar und 7 Cent statt gut 16 Dollar.
Getrieben wird das Geschäft von Rekordumsätzen mehrerer Medikamente, die ich allesamt nicht aussprechen kann.
Seht es mir nach.
Gleichzeitig hat Regeneron auch noch mit mehr...
Als 50 Wirkstoffkandidaten auch noch ordentlich Nachschub in der Pipeline.
Ja, und ich muss jetzt gleich diese Namen von Krankheiten und Medikamenten aussprechen.
Aber sei es drum, denn es wird jetzt im November besonders spannend.
Denn dann soll die Arzneimittelbehörde FDA in den USA über Semdesiran zur Behandlung von generalisierten Myasthenia gravis entscheiden.
Das ist eine chronische Autoimmunerkrankung.
Dazu kommen dann Phase 3-Programme unter anderem gegen Adipositas und eine ausgeweitete Zusammenarbeit mit Sanofi, dem französischen Pharmakonzern.
Kurz gesagt, das bestehende Geschäft läuft deutlich besser als erwartet und die Pipeline könnte schon bald den nächsten Impuls liefern.
Ganz anders war am Freitag die Stimmung bei Intel.
Der Konzern ist um mehr als 26 Prozent auf 65,76 Dollar abgestürzt.
Das war der schwärzeste Tag seit mehr als 40 Jahren.
Der Konzern erwartet für Schlussquartal 15 bis 16 Milliarden Dollar Umsatz.
Die Analysten hatten allerdings mit mehr als 17 Milliarden gerechnet.
Und auch der US-Staat hat kräftig Federn gelassen.
Sein 10-Prozent-Anteil an Intel hat an einem einzigen Tag rund 12 Milliarden Dollar an Wert verloren.
Apple verlor derweil am Freitag 1,2%.
Bei Nvidia ging es aber 4,2% nach unten.
Und das reichte, dass Apple mit 5,03 Billionen Dollar Börsenwert wieder vor Nvidia mit 4,93 Billionen liegt und das wertvollste Unternehmen der Welt ist.
Das ist ein gewisser Triumph für Apple und das liegt auch daran, dass sich Apple bei den KI-Investitionen zurückhält und insgesamt seit Jahresbeginn 27% zugelegt hat, damit doppelt so stark wie die Nvidia-Aktie.
Amazon verlor 1,4 Prozent.
Der Konzern hat allein im dritten Quartal mehr als 77 Milliarden Dollar investiert, vor allem in KI-Rechenzentren.
Da haben wir es wieder.
Amazon schreibt allerdings beim freien Cashflow jetzt schon zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen, verbrennt also mehr Geld, als das Geschäft reinbringt.
Damit die Kasse nicht leerläuft, kann Amazon jetzt bis zu 80 Milliarden Dollar leihen und die eigene Hardware als Pfand hinterlegen.
Alphabet hat am Freitag noch einmal verloren.
Am Donnerstag war die Aktie nach enttäuschenden Zahlen ja um...
mehr als 12 Prozent eingebrochen.
Enttäuschende Zahlen kann man fast nicht sagen.
Da hat er einfach diese hohe Investition in KI-Rechenzentren erschreckt.
Und das war so heftig wie noch nie seit dem Börsengang von Google damals vor 22 Jahren.
Nach Börsenschluss kam dann ein Lichtblick.
Laut Insidern verhandelt Google mit dem Pentagon über Datensicherheit für den Golden Dome.
Das ist dieses Raketenabwehrprogramm im Volumen von 185 Milliarden Dollar.
Exxon und Chevron haben derweil die Gewinnerwartungen geschlagen.
Beide Aktien sind am Freitag im Handelsverlauf auf Rekordhofs gestiegen.
Die faktisch geschlossene Straße von Hombus und Angriffe auf Raffinerien in Saudi-Arabien und Russland haben die weltweite Kapazität lahmgelegt und die US-Konzerne fahren natürlich ihre Raffinerien deshalb unter Vollast.
Das sieht man ganz gut auch am Beispiel von Exxon.
Die verdienen nämlich zum ersten Mal seit mindestens sechs Jahren mit den Raffinerien mehr Geld als mit der Öl- und Gasförderung.
Der einstige Star unter deutschen Nebenwerten LPKF Laser hat am Freitag den nächsten Dämpfer erlitten.
Die Aktie sagte um 8,5 Prozent ab auf 10,25 Euro und ging damit auf den niedrigsten Stand seit April aus dem Handel.
Vom Jahreshoch im Juni ist die Aktie inzwischen rund 60 Prozent entfernt.
Auslöser bei LPKF Laser waren die Schwachen.
Neun-Monats-Zahlen vom Donnerstag.
Der Umsatz brach um mehr als 28 Prozent auf 60,3 Millionen Euro ein.
Und der operative Verlust, der hat sich fast vervierfacht auf 12,8 Millionen.
Wie passend, dass uns ein gewisser Tiefseher auf X daran erinnert, dass auch Aktien ohne KI-Fantasie laufen können.
Hast du schon mal von dem gehört, von dem Tiefseher Daniel?
Das ist ein schlauer Mann, oder?
Ja, habe ich schon mal gehört.
Ist bekannt.
Ist bekannt.
Ist ihr Name, ne?
Okay, gut.
Weil der hat nämlich über die Altria geschrieben.
Das ist ja der Konzern hinter Marlboro in den USA.
Und der ist am Freitag auf einen Rekordhau von 78 Dollar gestiegen.
Den Schub belieferten die Zahlen vom Donnerstag.
Altria hat den bereinigten Gewinn die Aktie um 4,8 Prozent gesteigert.
hat die Jahresprognose angehoben und das Rückkaufprogramm sogar ausgeweitet.
Ja, die Dauertransformation der Firma, die geht weiter.
Und in dem Fall, da richten sich die Blicke vor allen Dingen auf eine kleine Dose.
Nämlich von den Nikotinbeuteln der Marke On ist da die Rede.
Die schiebt man sich so unter die Lippe.
Und bei Altria, da konnten die vermelden, dass sie 13,3 Prozent mehr davon ausgeliefert haben.
Bei den Zigaretten, da gab es dagegen ein Minus von.
Und die Cash Cow, die gibt dann trotzdem weiter Milch, wenn man das so sagen kann.
Die Dividendenrendite bei Altria, die liegt bei knapp 6%.
Und genau solche Firmen, die suchen Anleger gerade, wenn sie an den Milliardenrechnungen der KI-Konzerne zweifeln oder verzweifeln.
Firmen, bei denen das Geld schon heute in der Kasse klingelt.
Dann wechseln wir nochmal schnell die Anlageklasse und schauen auf Gold und Silber.
Die gerieten nämlich am Freitag kräftig unter Druck.
Gold verlor gut 3% und notierte zeitweise sogar unter 3.900 Dollar.
Silber sackte um 6% ab auf 49 Dollar.
Auslöser war eine ungewöhnliche Mischung.
Die steigenden Ölpreise und damit die neuen Inflationssorgen.
Die Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung, der FED im Dezember, die wird jetzt auf 70% taxiert.
Außerdem gab es ja den Tech-Ausverkauf an der Nasdaq und da versilbern die Fonds, also Hedgefonds, dann teilweise Gold, das ihnen als Cash-Ersatz dient, um wieder liquide zu sein und Verluste anderswo auszugleichen.
Aber Silber selbst traf es nochmal deutlich härter.
Das Industriemetall, das hängt stärker an der Nachfrage aus der Industrie und möglicherweise auch aus der Tech-Branche.
Alles, was da Zweifel weckt, das schlägt.
Besonders auf Silberdurch.
Bei Gold, da gibt es ja immerhin noch die Nachfrage der Zentralbanken als stützende Faktor, die gar nichts mit Industrie und Tech zu tun haben.
Bitcoin kostete am Sonntag 78.000 Dollar und konnte sich somit leicht von seinem sechs Wochen tief bei 76.400 Dollar am Freitag erholen.
Mehr über die Hintergründe gibt es aber gleich im Thema des Tages.
So und davor mache ich noch vorgemut die Termine.
Da ist natürlich das alles überragende Thema der Woche.
Die Zwischenwahl in den USA, denn da wird das komplette Repräsentantenhaus und gut ein Drittel des Senats neu bestimmt.
Das ist am Dienstag.
Umfragen und Prognosemärkte sehen die Demokraten im Rennen um das Repräsentantenhaus vorn.
Im Senat, da wird es deutlich enger, belastbare Ergebnisse, die kommen dann erst spät in der Nacht zum Mittwoch.
Wird zumindest so erwartet, ob wir da noch wach sind.
Ist ungewiss, sage ich mal.
Ja, und der Rest der Woche, der gehört dann auf jeden Fall auch den Zinsen.
Am Mittwoch kommt die Inflation in der Eurozone.
Ist ja immer ein wichtiger Indikator für die Zinsen.
Und am Donnerstag wird dann wohl die Bank of England den Leitzins anheben.
Zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren.
Am Freitag folgt der US-Arbeitsmarktbericht ebenfalls mit großer Tragweite auf die Zinsentwicklung.
Und schon heute Abend, am Montag, legen Apple und Palantir-Zahlen vor.
Bei Apple wird man dann sehen, wie das neue größte Unternehmen der Welt sich am Markt schlägt und wie viel Preismach der iPhone-Konzern hat.
Am Dienstag folgen AMD, Bayer.
Lufthansa und Zalando bezahlen.
Und auch Evonik legt vor und hält am Mittwoch außerdem noch einen Investorentag ab.
Für den Vorstand wird es da ungemütlich.
Der Vorstand will ja bislang nicht mit der BSF verhandeln, obwohl die Ludwig Safner laut Insidern inzwischen 24 Euro je Evonik-Aktie bieten.
Am Mittwoch stehen dann die Zahlen von BMW an.
BMW halten ja viele Kenner der Branche für den innovativsten deutschen Autohersteller.
Aber das Unternehmen war zuletzt auch sehr margenschwach.
Da gibt es also einige Fragezeichen.
Abends kommen dann noch Qualcomm und Arm.
Und am Donnerstag, da ballt es sich regelrecht im deutschen Aktienindex, Telekom, Rheinmetall, Commerzbank und DHL AG, die legen alle schon am Morgen Zahlen vor.
Und am Freitag schließt dann Daimler Truck die Woche ab.
Das Thema des Tages.
Lea, stell dir mal vor, bei einer großen Bank verschwinden über Nacht 6 Milliarden Dollar Kundengelder.
Ich glaube, bei einer solchen Summe, da hört bei vielen der Spaß auf.
Das würde dann so manchen Kunden der Bank unruhig machen.
Ja, mit Sicherheit.
Und genau das ist jetzt ja bei Binance passiert, der größten Kryptobörse der Welt.
Und erstaunlicherweise machte der Bitcoin danach nicht irgendwie minus 20 oder 30 Prozent.
Nee, der verlor gerade mal 2 Prozent.
Ja, das bei Binance, das war der mit Abstand größte Krypto-Hack der Geschichte.
Aber offenbar sagt der Markt, es wurde ja nicht Bitcoin gehackt, sondern Binance.
Also eine zentrale Infrastruktur rund um ein eigentlich dezentrales Asset.
Der Angriff soll über einen kompromittierten Laptop eines Software-Ingenieurs begonnen haben.
Von dort kamen die Hacker offenbar tief genug in die Systeme, um eine Lawine von Auszahlungsaufträgen anzustoßen.
Am Ende wurden Kryptowerte im Volumen von 6 Milliarden Dollar abgezogen, nach manchen Quellen sogar 6,3 Milliarden Dollar.
Da wurde also nicht, das müssen wir nochmal betonen, die Blockchain gehackt.
Das Problem, das lag in der Schnittstelle zwischen Mensch, Börse und Technik.
Und genau dort, da sitzt eben schon ein...
Klassisches Cyber-Risiko.
Wie man jetzt ja ganz gut sieht, man braucht da nur einen Zugangspunkt, der mächtig genug ist, sondern ist man drinnen von dem einen kompromittierten Rechner, gab es dann einen Angriff auf die Sicherheitsarchitektur des Unternehmens und der Rest folgte dann.
Krypto verspricht uns ja eigentlich immer Dezentralität, aber in dem Moment, in dem wir unsere Coins einer zentralen Börse überlassen, holen wir die Zentralisierung durch die Hintertür wieder hinein.
Plötzlich hängt die Sicherheit dann davon ab, wie intelligent ein Unternehmen ist, in dem Fall Binance, und wie intelligent es seine Systeme schützt.
In einer nach verqueren Hinsicht hatte die Zentralisierung in dieser Krise sogar einen Vorteil.
Stablecoin-Anbieter konnten nämlich einen Teil der gestohlenen Token einfrieren.
Das waren dann Stablecoins.
Das zeigt aber gleichzeitig auch, dass manche angeblich dezentralen Kryptodollars erstaunlich eng an der Leine einer Zentrale liegen.
Am Sonntag hieß es dann von Binance, dass die Auszahlung schrittweise wieder freigeschaltet werden.
Das nimmt zumindest etwas Druck aus der Sache.
Man hört, dass da mehr abgezogen wurde als sonst.
Entscheidend bleibt aber, ob Binance den Schaden vollständig aus eigener Kraft auffangen kann, wie es das Unternehmen verspricht.
Ja, Binance sagt, die Kunden sollen keinen Verlust erleiden.
Alle Schäden würden ersetzt.
Man verfüge über einen Notfallfonds.
Aber wie groß dieser Notfallfonds ist, wird zumindest aus der Bilanz nicht so richtig ersichtlich.
Wobei man auch sagen muss, dass sich da die bei Kryptobörsen immer so ein bisschen schwer zu beantworten ist, beziehungsweise schwerer zu beantworten als bei einer börsennotierten Bank zum Beispiel.
So ist es.
Und Furkan Yelirim von Coincheck TV, der hat das nochmal drastisch deutlich gemacht.
Aus Furkans Sicht ist das eigentliche Risiko ein...
Bankrun, also dass Kunden jetzt immer mehr Coins von der Plattform abziehen, weil sie das Vertrauen verloren haben.
Und wenn sehr viele Kunden gleichzeitig sagen, gebt mir meine Coins zurück, dann zeigt sich, wie belastbar die Reserven von Binance denn wirklich sind.
Ja, es ist ja irgendwie auch so ein bisschen ironisch.
Die Kriptobranche wurde mit dem Versprechen groß, wir brauchen keine Banken mehr.
Und sobald eine ihrer zentralen Institutionen in Schwierigkeiten steckt, diskutieren dann alle über Reserven, Liquidität, Sicherheitsfonds und einen möglichen Bankrunner.
Willkommen zurück in der Welt der klassischen Finanzen, würde ich sagen.
Volkan weist so recht darauf hin, dass wir gleichzeitig erleben, wie einzelne große Aktien nach Geschäftszahlen zweistellig abstürzen.
Wir hatten ja vorhin das Beispiel Intel in den Märkten.
Und das kann man jetzt auch, also diese Gemengelage, die kann man jetzt auch bullig für Bitcoin interpretieren.
Bitcoin ist demnach inzwischen groß und liquide genug, um selbst so einen Schock abzupuffern.
Ich könnte das aber auch als Warnung lesen.
Der Markt unterschätzt vielleicht noch das Folgerisiko, denn der entscheidende Test, der beginnt erst jetzt in den nächsten Tagen.
Ja, der Markteinbruch nach der Insolvenz von FTX zum Beispiel im November 2022 war ja im Rückblick auch tatsächlich ein fantastischer Einstiegszeitpunkt für den Bitcoin.
Daraus folgt aber nicht, dass jetzt jeder Börsenhack automatisch auch ein Kaufsignal ist.
Also ich muss sagen, ich wäre da vorsichtig mit der These.
Großer Hack gleich Kaufgelegenheit.
Und jetzt kommen wir zu unseren Lehren für euch.
Also erstens, trennt gedanklich mal das Asset, also den Kryptowert von der Plattform.
Wer Bitcoin besitzt, der geht ein anderes Risiko ein als jemand, der Bitcoin auf einer zentralen Kryptobörse liegen lässt.
Zweitens, eine Börse ist ein Handelsplatz und muss nicht automatisch euer Langzeit-Tresor sein.
Wer größere Kryptobestände langfristig hält, sollte sich deshalb bewusst mit der Selbstverwahrung und deren Risiken beschäftigen.
Wobei man auch bei Self-Custody natürlich verlorene Zugangsdaten, da kann man natürlich auch richtig Geld mit verlieren.
Drittens, Diversifikation gilt auch bei der Infrastruktur.
Niemand sollte einen großen Teil seines Vermögens davon abhängig machen, dass sein einzelner Anbieter technisch und finanziell Immer funktioniert, egal wie groß und vertrauenswürdig dieser Anbieter erscheinen mag.
Denkt dran, dass damals auch FTX als die führende Kryptobörse zumindest Nordamerikas galt.
Damals haben wir hier bei AAA intensiv über FTX und diese Verwicklung gesprochen.
Allerdings war das ja kein Hack, sondern da wurden Kundengelder bei FTX zweckentfremdet und dann schlichtweg verzockt.
Dennoch gilt viertens, lasst euch von der moderaten Bitcoin-Reaktion jetzt nicht einreden, der Hack sei bedeutungslos.
Mehr als sechs Milliarden Dollar sind ein gewaltiger Stresstest für die Branche.
Dass Bitcoin das bislang relativ gelassen nimmt, ist natürlich erstmal gut.
Prüfung bestanden können wir aber, wie gesagt, erst sagen, wenn wir wissen, was nach dem Angriff wirklich in der Bilanz von Binance übrig geblieben ist.
Vielleicht ist das auch die wichtigste Lehre dieses Hacks.
Bitcoin ist dezentral und gilt deshalb als sicher.
Wie ihr aber die Coins verwahrt, das ist dann noch mal eine ganz andere Frage und da stellt sich immer noch mal ein eigenes Sicherheitsrisiko.
Und das sage ich als Krypto-Fan.
Seid bitte auf der Hut.
Uns erreichen immer wieder Nachrichten zum großen Thema Kinderdepot.
Ihr wollt wissen, welcher ETF der richtige ist, wie viel man im Monat zurücklegen sollte und wie man am besten anfängt, für die Kinder zu sparen.
Und zwischen den Zeilen schwingt dabei fast immer dieselbe Sorge mit, etwas falsch zu machen.
Schließlich geht es um das Geld der eigenen Kinder.
Ja, die Sorge, etwas falsch zu machen, das hält ja viele überhaupt vom Investieren ab.
Deshalb vorweg mal eine Warnung.
Wer beim ETF?
einen Zehntelprozentpunkt zu viel Gebühren zahlt.
Also Zehntelprozentpunkt, der verliert über 18 Jahre ein paar hundert Euro.
Die richtig teuren Fehler, die passieren aber an drei anderen Stellen.
Beim Zeitpunkt, beim Produkt und beim Namen, der auf dem Depot steht.
Und genau deshalb nutzen wir die heutige AAA-Idee, um euch etwas Mut zu machen.
Ja, fangen wir doch mal beim Zeitpunkt an.
Du hast es eben schon gesagt, wer ab der Geburt des Kindes 100 Euro im Monat in einen Aktien-ETF steckt, der hat bei angenommen 7% Rendite im Jahr schon zum 18.
Geburtstag rund 43.000 Euro zusammen.
Eingezahlt sind davon nur 21.600 Euro.
Die andere Hälfte erledigter Zinseszins, weil natürlich die Erträge selbst wieder Erträge abwerfen.
Wer erst zum 10.
Geburtstag des Kindes startet, der kommt mit den selben 100 Euro nur auf knapp 13.000 Euro.
Um trotzdem bei 43.000 Euro zu starten, müsste er dann mehr als 330 Euro im Monat sparen, also mehr als das Dreifache.
Der Zinseszins, der ist wie so ein Baum.
Klar muss man den ausreichend gießen, aber wie groß der Baum wird, das hängt von der Zeitdauer ab, die er wachsen kann.
Und für Spätstarter gilt trotzdem, dass jedes Jahr zählt.
Und das Geld von...
Der Oma zur Kommunion oder zur Konfirmation, das wandert am besten direkt in das Depot.
Heißt, der größte Fehler, den ihr machen könnt, das ist nicht anzufangen.
Fehler Nummer zwei ist das falsche Produkt.
Sparbuch und Tagesgeld haugen nämlich vielleicht als Notgroschen.
Höchstens über 18 Jahre frisst die Inflation dort aber einen guten Teil der Kaufkraft einfach auf.
Beim Bausparvertrag drücken magere Zinsen und Abschlussgebühren die Rendite und Ausbildungsversicherungen sind im Kern Lebensversicherungen im Kinderkostüm.
Der Bund der Versicherten rät klar davon ab, weil die garantierte Leistung wegen der Kosten oft nicht einmal den eingezahlten Beitrag erreicht.
Die Verbraucherschützer empfehlen deshalb genau das, was wir hier auch immer sagen.
Bitte nehmt einen ETF-Sparplan auf einen breiten Weltindex, also mindestens so breit wie der iShares Core MSCI World.
Und der verteilt euer Geld zum Beispiel auf rund 1300 Unternehmen aus 23 Industrieländern.
Zwischenzeitlich wird es da mit Sicherheit auch mal einen Crash geben.
Bei 18 Jahren Laufzeit habt ihr aber die Zeit, das auszusitzen.
Und ein paar Jahre vor dem Ausdruck des Kindes solltet ihr dann schrittweise Geld umschichten, damit euch kein Börsenbeben das erste Semester verhagelt.
Aber über das Thema reden wir diese Woche nochmal separat und ausführlich.
Bleibt Fehler Nummer drei.
der türkischste, der Name auf dem Depot.
Läuft es nämlich auf das Kind, winkt erst einmal ein Steuervorteil klar.
Kinder haben zwar denselben Grundfreibetrag wie Erwachsene.
2026 liegt er bei 12.348 Euro.
Dazu kommt der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro und mit einer sogenannten NV-Bescheinigung vom Finanzamt verzichtet die Bank auf den Steuerabzug und gut 13.000 Euro Kapitalerträge im Jahr bleiben so steuerfrei.
Hört sich gut an.
Der Hagen kommt aber.
Zum 18.
Geburtstag.
Das Geld, das gehört ja schon vorher eurem Kind.
Aber ab dem 18.
Geburtstag entscheidet es dann komplett selbst.
Hörsaal oder Hubraum.
Und dazu lauern zwei Fallen.
Eigenes Vermögen über 15.000 Euro rechnet das BAföG-Amt an.
Mit den 43.000 Euro aus unserer Rechnung hin wäre dann der Anspruch im ersten Studienjahr komplett weg.
Und wirft das Depot auch noch hohe Erträge ab.
Stichwort Dividenden kann die beitragsfreie Familienversicherung bei der Krankenkasse ebenfalls wegfallen.
Das wird dann natürlich sehr schnell sehr teuer.
Viele Eltern sparen deshalb auf den eigenen Namen.
Die Erträge versteuert ihr dann einfach selbst, behaltet aber die Kontrolle und könnt das Geld dann zum Beispiel im Runatsraten fürs Studium weitergeben.
Beim BAföG zählt euer Vermögen als Eltern übrigens nicht mit und Schenkungssteuer fällt in aller Regel keine an, denn jedes Elternteil darf ja seinem Kind alle zehn Jahre 400.000 Euro steuerfrei übertragen.
Und wir hoffen, dass der Staat das jetzt übernimmt.
Die Frühstartrente, die der Bundestag Mitte Oktober beschlossen hat, die bringt Kindern ab dem Jager 2020 zwischen dem 6.
und dem 18.
Geburtstag 10 Euro im Monat.
Ausgezahlt wird aber erst im Rentenalter.
Für Führerschein und Studium bleibt das Geld tabu.
Und zum Schluss noch ein Befund der Frankfurter Finanzprofessorin Christine Laudenbach.
Eltern legen demnach vor allem dann für ihre Kinder in Aktien oder ETFs Geld an, wenn sie selbst schon Börsenerfahrung haben.
Das Kinderdepot spiegelt also das Elterndepot wieder.
Und wer seinem Kind erklärt, warum die Kurse mal fallen und mal steigen, der macht aus einer monatlichen Überweisung ganz nebenbei auch noch Finanzbildung.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA-at-Welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Unzählige Nachrichten haben uns zu der Frage erreicht, ob wir auch in Zukunft immer mal wieder Statistiken hier einbauen sollen.
Nando war ja so ein bisschen skeptisch, ob sich auch nur ein einziger Hörer für die Sigma-Bewegung interessiert.
Und wir müssen klar sagen, da hat sich der gute Sommerfeld mal kräftig geirrt.
Bei Spotify, bei Instagram und auch per E-Mail fiel das Feedback eindeutig aus.
Tobias schrieb uns zum Beispiel, ich liebe Statistiken, vorausgesetzt natürlich, sie bieten einen relevanten Erkenntnisgewinn.
Und Harald findet, dass gerade solche Zahlen unseren Podcast so besonders machen.
Und dann wäre das ja geklärt.
Und ihr könnt uns abonnieren, über uns sprechen und uns euren Freunden empfehlen.
Und wir hören uns dann morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
