# AI Geopolitics, Security, and Election Strategy

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-10-30

## Transcript

Happy Friday, den 30.
Oktober 2026.
Ich bin Max Mundhenke und ihr hört die Snackbox von Kollegin KI, die offiziell the enemy von Trump ist.
Seitdem ich das jetzt gerade gesagt habe, denn alle, die Artificial Intelligence statt Super Intelligence sagen, seien the enemy.
Zumindest hat Trump das Anfang Oktober so bei Truth Social offenbar von sich gegeben.
Interessant, ihr könnt euch daran erinnern, wir haben auch darüber berichtet, auf der UN-Generalversammlung sprach er davon, dass Artificial zu Fake klinge und gab dann auch eine Anordnung raus, dass die Bundesbehörden in Zukunft von Super Intelligence sprechen statt von Artificial Intelligence.
Und jetzt berichtet Reuters, dass er den Begriff auch in allen relevanten Dokumenten und allem anderen verbieten will.
Also Artificial Intelligence wird verboten, Neusprech SI.
wird eingeführt.
Wir sind damit bei KollegInK.I.
ist offiziell The Enemy und tragen diesen Titel natürlich mit Stolz.
Liebe Grüße über den Teich.
Gehen wir mal in die relevanten News, weil ganz im Ernst, ich muss regelmäßig auch lachen, wenn ich irgendwie diese News sehe, die irgendwie aus den USA kommen, diese Debatten, ja, wie nennen wir das jetzt und wie auch immer und ich weiß natürlich, da ist Kalkül hinter und das ist alles irgendwie Kommunikationsstrategie und wie auch immer.
Können wir bei Gelegenheit auch noch drauf eingehen, aber es gibt deutlich wichtigere Themen, die angesprochen werden müssen und über die wir reden müssen.
Von daher schnell in die News, Leute.
Wir gehen mal rein.
Ihr habt es mitbekommen, letzte Woche gab es zwischenzeitlich diverse Websites, die nicht erreichbar waren, weil irgendwelche fleißigen Systemadministratoren und Administratorinnen da draußen PHP gepatcht haben.
PHP, viele bis zu dieser Woche noch nie gehört.
Ich habe es im Studium und habe es gehasst.
Ich verstehe es auch bis heute nicht, aber es ist eine Programmiersprache, die für rund 70 Prozent der Websites durchaus relevant ist.
So viel erstmal dazu.
Und diese beiden Lücken, die in dieser Programmiersprache gefunden wurden, Sicherheitslücken, die haben offenbar ermöglicht, dass man sich in diese Websites hacken konnte, dass man Daten abgreifen konnte und so weiter.
Habt ihr alle zu Genüge gehört?
mir in der Berichterstattung aber so ein bisschen gefehlt hat.
Und deshalb möchte ich das hier nochmal mit Nachdruck betonen.
Diese Sicherheitslücken bestanden seit über zehn Jahren.
Seit über zehn Jahren gab es die Sicherheitslücken und kein Mensch hat bisher diese Sicherheitslücken gefunden.
Sie wurden auch dieses Mal nicht von einem Menschen gefunden, beziehungsweise nicht von einem Menschen allein, sondern mit KI.
OpenAI und Google-Modelle waren wohl daran beteiligt, diese Sicherheitslücken zu finden, entsprechend zu benennen und zu sagen, guck mal.
Patch das mal, liebe Sys-Admins.
Nochmal ganz, ganz großes Lob an der Stelle an eurer Arbeit.
Ohne euch würde nichts laufen.
So, das ist vielleicht einfach mal dazu.
Also künstliche Intelligenz kann natürlich auch dabei helfen, Sicherheitslücken zu schließen und für Cyber Security ein Gewinn sein.
Wenn wir auch immer darüber sprechen, dass es natürlich eine Gefahr ist, klar, aber es gibt eben auch diese Kehrseite.
Passend dazu, muss man jetzt sagen, plant China Exportkontrollen von KI-Technologie.
Das Niederländische Tech-Portal TNW berichtet, dass das Handelsministerium...
Mitte Oktober schon irgendwie einen Entwurf rausgebracht hat.
40 Technologien sollen demnächst unter Exportkontrollen fallen, 23 davon künstliche Intelligenz.
Das heißt, konkret geht es um Modelle ab zwei Billionen Parametern, also großen Large Language Models, die Open Source da in Fernost gebaut werden.
Die brauchen zukünftig eine Genehmigung, bevor sie exportiert werden.
Ausdrücklich kein Verbot, muss man an der Stelle sagen.
Das ist natürlich ziemlich wild, wenn wir überlegen, dass der gesamte Open-Source-Markt eigentlich, ich würde mal sagen 90 Prozent des Open-Source-Markts im Bereich von Large-Language-Models kommt aus China und steht da natürlich immer so ein bisschen in Konkurrenz mit den Frontier-Models aus den USA.
Und wenn die in Zukunft dann jetzt Exportkontrollen haben, ist das durchaus so ein bisschen der Schritt in Richtung Abschottung.
Zumindest kann man es so lesen.
Ja, mein Take...
KI ist nationale Sicherheit geworden.
China hat ja schon vor einiger Zeit irgendwie auch den Top-MathematikerInnen irgendwie die Ausreise erschwert oder vielleicht sogar untersagt, damit da das Wissen im Grunde im Land bleibt und weiterhin tolle KI-Modelle trainiert werden können.
Jetzt will man auch die KI-Modelle zumindest erstmal im Auge behalten.
Ja, wer weiß, was da noch kommt.
Wir kennen das auch aus den USA.
Ihr erinnert euch an das Mythos-Modell von Anthropic dieses Jahr, das dann auch von der US-Handelsbehörde.
kurzerhand mal mit so einer Art Exportstopp belegt wurde.
Ein bisschen komplizierter, aber man kann es glaube ich so zusammenfassen, dass wir zwischenzeitlich auch diese Modelle oder das Modell, das Konkrete nicht mehr nutzen konnten in Europa.
Und das wirft natürlich wieder einen Blick auf die Souveränität Europas.
Denn wir sind abhängig von diesen Modellen, sei es Open Source aus China oder sei es Frontier aus den USA.
Und von daher sollten wir uns langsam wirklich mal Gedanken machen, wohin das eigentlich führt.
Weil die Reise geht eindeutig dahin, dass man versucht, solche starken Modelle so ein bisschen für sich selbst zu behalten.
Und da müssen wir dann wohl in Zukunft einfach, ja.
gucken oder hoffen, dass wenn zum Beispiel solche Sicherheits- oder solche Cyber-Security-Themen, wie es mit dem PHP-Problem entdeckt werden von den Einzelnationen, dass die uns auch mitgeteilt werden.
So könnte man es, glaube ich, gut zusammenfassen als Beispiel.
Wir gehen mal über den Pazifik wieder zurück in die USA und sprechen über KI-Wahlwerbung.
Denn am dritten, am Dienstag, sind die US-Zwischenwahlen die Midterms.
Habt ihr bekommen, läuft in den Medien rauf und runter.
Und da gibt es eine ganz interessante Studie gerade.
Es gibt das Wesleyan Media Project.
Die zählen im Grunde Wahlwerbung.
Das ist eine Forschungsgruppe, die kümmern sich um Wahlwerbung.
Und die haben offenbar sich mal angeguckt, was da eigentlich gerade für...
Werbespots für die einzelnen Parteien laufen.
Und die haben 220 Spots entdeckt, die sie da mal untersucht haben.
Und die sind alle irgendwo mit KI generiert worden.
Also zumindest teilweise, muss man sagen.
Das ist nicht der klassische Slop, aber KI wurde eingesetzt.
Interessant ist, dass nur etwa 27 Prozent mit dem Hinweis KI generiert versehen waren.
Und das ist das eine, also dass die meisten einfach dann KI-Spots bauen, die raushauen, ohne sie zu kennzeichnen.
Natürlich in Europa mehr oder weniger undenkbar, dank des AI-Acts.
Nicht ganz, komme ich gleich zu, sondern auch, dass die Ausgaben für...
Werbespots in der Wahlwerbung deutlich gestiegen sind.
Das Media Project zählte 2024 noch unter 50.000 Dollar, die ausgegeben wurden.
Dieses Jahr zu den Midterms seien es 137 Millionen US-Dollar gewesen, also deutlich mehr.
Und man muss sagen, dass die meisten davon, 81 Prozent der Spots, um genau zu sein, aus republikanischen Kreisen kommen.
Das könnte man jetzt irgendwie natürlich...
ein bisschen so deuten, dass die sehr gerne KI nutzen für ihre Spots.
Aber ich lasse das einfach mal so stehen, okay?
Es gibt aber so ein bekanntes Beispiel von Bruce Blakeman, der beispielsweise Gouverneur von New York werden möchte.
Der hat ein KI-Video oder mehrere KI-Videos, glaube ich, sogar von Bürgermeister Mamdami und der amtierenden demokratischen Gouverneurin Hukul von New York gepostet.
Und da haben sich die Demokraten drüber aufgeregt, haben Beschwerde eingelegt.
Da sind natürlich auch alles wahnsinnig geschmacklos, muss man sagen, was dazu sind.
Und Blakeman sagt halt, es sei Satire.
Und das ist dieser Punkt, wenn wir zurückkommen auf den AI-Act, der erlaubt ja durchaus auch KI-Nutzung ungekennzeichnet zu veröffentlichen oder KI-Produkte, sage ich mal, Content zu veröffentlichen, wenn klar ist, dass es sich um Satire handelt.
Das heißt, ich weiß nicht, ob der AI-Act uns vor sowas schützen wird.
Wir werden es erleben, 100 Prozent werden wir es erleben.
Wir sehen ja jetzt auch schon immer mal wieder KI-generierte Bilder.
Gerade gerne natürlich von rechts außen genutzt in Deutschland.
Und da wird es mit Sicherheit auch noch so eine Welle hier, ja, wird uns auf jeden Fall erreichen.
Gucken wir mal, was draus wird.
Ein Riesenthema übrigens bei den Midterms gerade sind die Strompreise 6,7 Prozent gestiegen seit letztem Jahr.
Und teilweise soll das auch an den Rechenzentren liegen, die überall im Land gebaut werden.
Das ist...
Es sind verschiedene Analysen, kann man natürlich das irgendwie nicht so genau sagen, aber fest steht, dass Rechenzentren auch ein riesengroßer Streitpunkt sind, wo die gebaut werden, wie die gebaut werden.
Die werden nämlich teilweise durchaus auch, man muss sagen, illegal mit Strom versorgt.
Es gibt so Beispiele von XAI bzw.
XSI in Zukunft dann, wo dann Gasturbinen um so ein Rechenzentrum herum gebaut wurden, die nicht genehmigt waren und die dann wieder rückgebaut werden mussten.
Da gibt es Beispiele in Memphis und so.
so ein paar Sachen irgendwie in die Show-Notes, dass ihr es nachlesen könnt, ist tatsächlich ein Riesenproblem und ein riesengroßes Streitthema.
Und ich habe mir mal angeguckt, wie das eigentlich in Deutschland ist.
Also man muss sagen, es verbrennt eine ganze Menge CO2, so ein Rechenzentrum, weil es einfach viel Energie braucht, aber...
Wenn wir die Annahme tätigen, dass wir das einfach in Deutschland bauen, können wir sagen, wir haben hier einen viel grüneren Energiemix.
Und tatsächlich haben wir in Deutschland 56 Prozent oder 55,9 Prozent derzeit erneuerbaren Energieanteil in unserem Strommix.
In den USA sind es nur etwa 26 Prozent.
Also könnte man ja sagen, hey, bauen wir die Dinger doch bei uns viel, viel grüner.
So einfach ist es nicht, denn im CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde liegen wir wirklich sehr, sehr nah an den USA.
Irgendwie nur 10 Prozent darunter.
Und das ist durchaus dann wieder so ein Punkt, wo man sagen muss, so funktioniert es natürlich nicht.
Es geht am Ende um die Treibhausgase.
Und wenn wir genauso viel Treibhausgase pro Kilowattstunde in die Luft blasen wie die USA, dann haben wir hier natürlich irgendwie nichts gewonnen.
Liegt unter anderem daran, so komme ich jetzt darauf, dass wir hier nach wie vor so viel Kohle verballern, in den USA aber eher auf Atomkraft und Erdgas gesetzt wird, was deutlich emissionsärmer ist.
Natürlich mit allem.
Mit anderen Nachteilen, machen wir uns nichts vor.
Aber so viel eben zu der grünen KI Made in Germany.
Wenn ihr das demnächst mal irgendwo hört, fragt doch mal gerne nach der CO2-Emission pro Kilowattstunde.
So, jetzt sind wir hier über der Zeit schon.
Sorry, ich komme nicht mehr unter 10 Minuten.
Ich kriege es nicht mehr hin.
Aber das ist noch irgendwie ganz wichtig.
Am Dienstag habe ich nämlich zwei sehr, sehr coole Jungs irgendwie zu Gast.
Ich freue mich, wenn ihr einschaltet zur regulären Folge.
Das sind die Gründer von Klausur Buddy.
Die haben sich überlegt, hey, wir nutzen irgendwie KI, um für unsere Klausuren zu lernen.
Und wir haben da irgendwie was ganz Cooles, eine ganz coole Methodik gefunden.
Lass uns das doch mal auch anderen Schülerinnen und Schülern anbieten und haben jetzt gegründet.
Klausurbuddy, die beiden Gründer 14 und 15 Jahre alt.
Am Dienstag bei mir zu Gast ist eine tolle Aufnahme geworden.
Ich lege es euch wirklich nahe.
Passend dazu, in den USA hat Reuters jetzt gestern, vorgestern berichtet, dass dadurch, dass mehr als die Mehrheit, also mehr als die Hälfte der Schüler und Schülerinnen in den USA KI nutzen, US-Lehrkräfte.
Ja, größtenteils mündlich prüfen und weniger Hausaufgaben aufgeben.
Also da ist durch das auch Bewegung drin im Bildungssektor, was KI angeht.
Hört gerne mal am Dienstag rein.
Wir sprechen mal ein bisschen drüber.
Mit Betroffenen.
Mit 14 und 15 Jahre gegründet.
Das ist krass.
Was habe ich in dem Alter gemacht?
Also noch nicht daran gedacht, irgendwann ein Unternehmen zu gründen.
Durch Zeitung ausgetragen oder so.
Ich weiß es nicht.
Redaktionsschluss war der 29.10.
17.23.
Sorry fürs Überziehen.
Ich wünsche euch ein fantastisches Wochenende.
Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann lasst ein Like da.
Teilt gerne die Snackbox-Episode.
Oder gibt uns Bewertungen.
Das ist tatsächlich am hilfreichsten für uns.
Ansonsten sprechen wir uns dann am Dienstag mit Klausurbuddy und kommen Freitag wieder zur Snackbox.
Dann vielleicht wieder in unter 10 Minuten.
Ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
