# AI Cash Burn Shifts Market Leadership

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-30

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Amazons Werbedelle, Intels PC-Problem und einen Milliardendeal für Alarmanlagen.
Im Thema des Tages präsentieren wir euch die Cash-Könige der Welt und verraten, wo das echte Geld verdient wird, seit die KI-Riesenmilliarden verbrennen.
Und in der Triple-E-E-D gibt es hohe Renditen, für die es gar keine steigenden Aktienkurse braucht.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Nando Sommerfeld und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag, der 30.
Oktober und wir wünschen euch einen flüssigen Start in den Tag und später auch in Zwolle.
In der Flüssigkeit im doppelten Sinne, reibungslos, was ja doch besonders in den Börsen ein bisschen quietschiger zugeht und mit möglichst viel Cash in der Tasche, denn genau.
Das fehlt ja gerade aus, den größten der großen.
Ja, da spielt es natürlich auf Amazon an.
Aber bevor wir dahin gehen, schauen wir mal auf die Märkte.
Der Donnerstag, der war ein Lehrstück in Sachen Rotation, wie wir es so häufig haben in letzter Zeit.
Der Nestle 100 verlor 1,4 Prozent.
Der S&P 500 nur 0,3 Prozent.
Ja, und der Nebenwerteindex der Russell 2000, der legte sogar zu 0,8 Prozent.
Die Konsumwerte sind wie Bolle gelaufen.
Und wenn man sich mal den S&P 500 anguckt, über 400 der 500 Werte sind gestiegen und trotzdem ist dieser Index gefallen.
Der Gleichgewicht der S&P 500, also wo alle 0,2% gewichtet sind, alle Werte, der gewann übrigens 1,2%.
Also wer keine KI-Werte hatte, der war gestern der König.
Aber die Schwergewichte, die wurden eben abgeräumt.
Alphabet minus 12,6%.
Das war der größte Tagesverlust der Firmengeschichte.
500 Milliarden an Börsen.
Börsenwert weg und Goldman Sachs hat von einer 6,5 Sigma Bewegung gesprochen.
Das bedeutet, dass der Kurssturz etwa sechseinhalb Mal so groß war wie so eine typische tägliche Schwankung.
Jetzt wird es ein bisschen statistisch nerdig und viele werden wahrscheinlich hier abschalten und sagen, Alter, was willst du hier?
Aber wenn die Börsenrenditen einer perfekten Normalverteilung, so Glockenkurve, haben wir in der Schule mal gehabt, dann lägen 95 Prozent aller Tagesbewegung innerhalb von zwei Sigma.
99,7 Prozent innerhalb von drei Sigma.
Und eine Bewegung von 6,5 Sigma, das passiert in ganz seltenen Fällen.
Das hat mir die KI ausgerechnet.
In 12 Milliarden Handelstagen erwartet man das einmal.
Und wenn man 252 Handelstage unterstellt, dann in 50 Millionen einmal.
Also wir erleben hier historische Sachen.
Chippets, ey, wirklich.
Also bitte bleibt hier dran.
6,5 Sigma.
Ihr könnt mal in die Kommentare schreiben.
Es ist hier nachts um eins und du haust mir hier irgendwelche 6,5 Sigma-Statistiken um die Orte.
Die Menschen können doch einfach mal schreiben, findet ihr das völlig blödsinn und ihr wollt solche Randphänomene nicht mehr Bekannte geben bekommen?
Oder meint ihr, nee, ich will auch mal ein bisschen Statistik wieder aufgewärmt bekommen und von Glockenkurven was hören?
Früher war immerhin die gaussische Glockenkurve auf irgendeinem Geldschein drauf.
Haben wir nicht mehr.
Okay, finde ich gut, diese Umfrage.
Gebt mal eure Meinung.
Ich habe meine Meinung schon geäußert.
Aber trotzdem vielen Dank für diese kleine Statistik-Masterclass um diese Uhrzeit.
Sehr gerne.
Die Gründe für den Kursstoß werden wir mal wieder ein bisschen fundamentaler.
Die haben wir euch ja gestern im Thema des Tages erklärt.
Dazu kam dann eben gestern ServiceNow minus 27.
Das hat sich alles bestätigt.
Tatsächlich Fortinet minus 20.
Alles gestern bereits besprochen.
Und wohin floss das Geld?
Ja, in alles, was nicht nach KI riecht.
Also Norwegian Group.
Cruz beispielsweise plus 13 Prozent, Carvana plus 16, Skipotl plus 9 Prozent.
Und der schrägste Gewinner, das ist ADT, das ist die Alarmanlagenfirma, plus 33 Prozent.
Ja, und was steckt dahinter?
Josh Kushners Thrive Holdings, die kaufen den Laden für 7,6 Milliarden Dollar in bar.
Also Alarmanlagen statt Algorithmen.
Super in bar, das hat mir auch gut gefallen.
Anleihen waren auch gefragt.
Die zehnjährige amerikanische Rendite fiel um acht Basispunkte auf 4,94 Prozent.
Und dabei war die US-Wirtschaft im dritten Quartal so schnell gewachsen wie seit einem Jahr nicht mehr, nämlich mit 3,4 Prozent.
Und das ist schon krass.
Und der DAX, naja, der ging 1,3 Prozent auf 16, 20.040, also wieder über 26.000 Punkte.
Adidas war der Spitzenreiter mit fast 6% plus.
Da gab es von der EZB ja nicht so viel.
Der Einlagensatz wurde bei 2,5% belassen.
Und Christine Lagarde hat angekündigt, dass sie vorzeitig im Februar das Amt räumen will, damit sie sich freier bewegen und äußern kann.
Naja, mal sehen, was sie dann in der Bewegung und in der Äußerung dann so von sich geben wird.
So, und das war der Tag und dann kam die Nacht wieder, eine dieser Nächte der Wahrheiten.
Zu Dijavü hat man es aber fällt.
Also Amazon, wir haben es gesagt, müssen wir drüber reden.
Fiel nach der Bekanntgabe der Zahlen fürs dritte Quartal nachbörslich um 7% auf 227 Dollar.
Und die waren schon im regulären Handel deutlich in minus, minus 4%.
Und das bei einer Rekordmarge von 13,9%.
Operativer Gewinn 28,1 Milliarden Dollar.
Rund 2 Milliarden mehr als erwartet.
Aber das war dann auch schon das einzig Positive.
Die Cloud-Tochter AWS, die wuchs zwar um 39 Prozent auf 46 Milliarden Dollar, so schnell wie seit fünf Jahren nicht mehr.
Und Andy Jesse versprach auch mehr als 40 Prozent Wachstum für 2027 und 2028, was er eigentlich sonst nie macht.
Ja, klang auch noch nach Party, aber die Profi-Investoren hatten halt mindestens 40 Prozent pro Quartal im Kopf.
Ja, und dann haben wir da noch die Werbung.
Nur noch 11% Wachstum nach 26% im Vorquartal.
Ja, Bernstein spricht, du hast es gerade schon gesagt, von einem Google-Deja-Vu.
Erst Aua Alphabet und jetzt Aua Amazon.
Und da geht die Angst jetzt um, dass KI-Agenten das Shopping übernehmen und wer per Agent einkauft, der sieht auch keine Werbung auf Amazon mehr.
Und deswegen war Angst vor dieser Amazon-Delle.
Aber diese Werbedelle kam auch vom vorgezogenen Prime Day.
Die haben ja Prime Days und die sind halt immer in unterschiedlichen Quartalen.
Und deswegen könnte das auch ein Grund gewesen sein.
Fürs vierte Quartal erwartet Amazon wieder Werbewachstum im hohen Zehner-Bereich.
Ja, und dann ist da noch der eigentliche Grund für unser Attribut, nämlich flüssig.
Amazon verbrennt für die KI so viel Geld, dass beim freien Cashflow ein dickes Minus steht.
Das ist aber so dick und das ist eine so große Geschichte, dass wir sie gleich im Thema des Tages ausführlich besprechen.
Und noch brutaler als bei Amazon hat es Intel erwischt.
Nachbörsig minus 22 Prozent auf 72 Dollar.
Dabei war das Quartal auch nicht so schlecht.
Gewinn die Aktie 52 Cent statt erwarteter 41 Umsatz, wie erwartet bei 16,5 Milliarden Dollar.
Und das Rechenzentrumsgeschäft, das wuchs um...
78 Prozent.
Ja, das Problem ist aber einfach der Ausblick.
Intel erwartet fürs vierte Quartal nur 15 bis 16 Milliarden Dollar Umsatz und der Markt hatte mit 17,3 Milliarden gerechnet.
Ja, und beim Gewinn stellt, je Aktie stellt Intel 25 Cent in Aussicht, erwartet worden 43.
Das ist natürlich schon deutlich weniger.
Schuld ist das PC-Geschäft und die Flaute soll bis mindestens Mitte nächsten Jahres anhalten.
Und jetzt kommt die Ironie dieser Geschichte ausgerechnet.
KI ist der Grund, warum alle Intel wieder lieben.
Aber KI ist auch der Grund, warum das PC-Geschäft irgendwie so ein bisschen lahmt, weil der Rechenzentrumsboom treibt ja die Speicherpreise hoch.
PCs werden dadurch teurer und dann kaufen die Leute einfach weniger.
Ja, ein kleiner Trost kann natürlich sein, da sind bei den PCs hakt, aber nicht bei der KI.
Trotzdem, auch AMD rutschte nachbörslich mit ab, minus 6,3 Prozent, obwohl die ja gar keine eigenen Zahlen hatten.
Und dann zog sich Alphabet noch durch die Nacht.
Reddit, die verloren nachbörslich 18 Prozent, weil Google mit seinem KI-Modus kaum noch Besucher weiterleitet.
Reddit erwartet, dass möglicherweise die täglichen Nutzer im vierten Quartal einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz schrumpfen könnten.
Roblox verloren auch 17% wegen schwacher Nutzerzahlen, Pinterest minus 8%, Lichtblick gab es von Rivian plus 5,6%.
Der neue R2 ist das meistverkaufte Modell und Instacart dürfte heute dann deutlich nach oben springen.
DoorDash bietet 65 Dollar je Aktie und gestern schloss die Aktie bei 57 Dollar.
Dann kommen wir schnell zu den Terminen heute.
Heute um 10 Uhr kommt das deutsche Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal.
Erwartet wird eine Stagnation.
Um 14 Uhr dann die deutsche Inflation.
Da wird leider keine Stagnation, sondern 3 Prozent erwartet nach 3,3 Prozent.
Der Tankrabatt dürfte ein bisschen dämpfend gewirkt haben.
Und auf Unternehmensseite sehen wir dann noch Zahlen von Puma, Sanofi, AstraZeneca und BP.
Und in Amerika Exxon und Chevron.
Das Thema des Tages.
Heute gibt es auch im Thema des Tages wieder große Zahlen, sogar extrem große Zahlen.
34,8 Milliarden Dollar.
So viel Geld hat Amazon im dritten Quartal mehr ausgegeben als reingekommen ist.
Also verbrannt in drei Monaten zum Vergleich.
Die Deutsche Telekom, das ist ja Deutschlands größte Geldmaschine, kommt grob gerechnet in einem Jahr auf genau diese Summe an freiem, positiven Cashflow.
Ja und Amazon ist ja nicht allein, wir haben es gestern schon gesagt, Alphabet liegt bei minus 9,1 Milliarden, schon das zweite Quartal in Folge im Minus und das gab es ja seit dem Börsengang nicht.
Und Meda bei minus 2,1 Milliarden, also die drei größten Geldmaschinen der Börsengeschichte laufen gerade rückwärts, könnte man sagen.
Wenn die kein Geld mehr verdienen, wer denn dann?
Und wir haben uns mal durch mehr als 2000 Aktien weltweit gewühlt und euch im Thema des Tages die Cash-Könige der Welt präsentiert.
Hatten wir ja gestern schon mal so ein bisschen versprochen und jetzt wollen wir das einlösen.
Vielleicht erst nochmal zur Kennzahl, was ist denn freier Cashflow überhaupt?
Naja, was vom Geld aus dem laufenden Geschäft übrig bleibt, wenn alle Investitionen bezahlt sind.
So, und davon werden dann Dividenden oder Aktienrückkäufe oder Schuldentilgungen bezahlt.
Und bei den Tech-Riesen frisst die KI gerade alles auf.
Amazon will dieses Jahr rund 220 Milliarden Dollar investieren, Alphabet bis zu 205 und Meta bis zu 145.
Die Landkarte des Geldes wird gerade neu gezeichnet.
Jahrzehntelang waren eben diese US-Internetkonzerne, die Geldmaschinen schlechthin, riesige Margen und dafür brauchten sie ja kaum Investitionen.
Das waren wirklich goldene Zeiten und jetzt werden daraus aber aus diesen Konzernen Infrastrukturkonzerne, die Rechenzentren, Kraftwerksverträge und Chips auf Pump finanzieren und das Geld, das verdienen andere.
Das heißt also für euch, wer heute nach Unternehmen mit freiem Cashflow, positiven Cashflow sucht, der muss ganz woanders hinschauen als noch vor fünf Jahren.
Und eigentlich müssten ja auch die Profis an der Wall Street...
Umschwenken ja eigentlich, also die Anleger, die schwenken ja langsam um, aber wenn man sich die Analysten anguckt, da wird es wirklich paradox.
Die Analysten, die lieben nämlich genau diese Geldverbrenner.
Wenn man einfach mal schaut, was sind die größten Geldverbrenner und was sagen Analysten dazu, dann sind bei den neun größten KI-Investoren, raten sie im Schnitt 83 Prozent zum Kauf und das Kursziel liegt sogar 73 Prozent.
Über dem aktuellen Kurs.
Und wenn man jetzt einfach mal guckt, alle diese 2000 Aktien, die wir durchgeguckt haben, zum Weltdurchschnitt der Aktien macht, dann liegt, gut, Analysten sind immer positiv, liegt das Kurs hier im Schnitt 18 Prozent.
Aber bei den Geldverbranntern eben 73 Prozent.
Das ist schon krass.
Je mehr Geld verbrannt wird, desto optimistischer sind die Analysten.
Das können wir nicht einfach so stehen lassen.
Das hilft uns noch nicht so richtig weiter bei der Suche nach den Cash-Königen.
Wir brauchen eine zweite wichtige Kennzahl und das ist nämlich die Cash-Rendite.
Also ihr müsst wissen, große Firmen verdienen ja naturgemäß mehr Cash als kleine.
Dass Apple jetzt mehr Geld scheffelt als irgendein Mittelständler, sagt ja noch nichts darüber aus, ob die Aktie auch günstig ist.
Also das Cash muss ins Verhältnis zum Preis gesetzt werden.
Genau, man nimmt also den freien Cashflow je Aktie und teilt ihn einfach durch den Kurs.
Und das ist wie bei einer Dividendenrendite, so gibt es auch eine Free Cashflow Rendite.
Bei 5% Cashrendite erwirtschaftet die Firma also für jede 100 Euro, die er in die Aktie steckt, 5 Euro im Jahr.
Und wenn man mal guckt, wie ist es im Mittel, also kann man die 2000 Aktien angucken, dann ist es gar nicht so wenig.
3,6% ist die Free Cashflow Rendite.
Cashflow Rendite haben wir gecheckt, ist erledigt.
Die ist jetzt unsere Kernkernzahl auf der Suche nach dem wahren Cashkönig.
Gehen wir mal weiter.
Wir haben jetzt alle Aktien nach ihrer Cash-Rendite in fünf Gruppen sortiert.
Die Gruppe mit der schlechtesten Rendite hat die höchsten Kursziele.
Klingt komisch, ist aber so, haben wir gerade gesagt.
Die Gruppe mit der besten Rendite kostet dagegen nur das 10,6-fache des Gewinns.
Also diese Aktien sind also echt günstig, rund 40% günstiger als der Durchschnitt.
Tja, das heißt also aber auch, wer jetzt auf Cash setzt, der schwimmt so ein bisschen gegen den Strom der Analysten und Marktmeinung, bekommt dafür aber günstige Aktien, also mit Rabatt.
Gut, jetzt werden wir aber mal grundsätzlich, wer ist denn nun der Cash-König der Welt?
Also welches Unternehmen hat absolut betrachtet den höchsten Cashflow?
Apple vielleicht?
Na, nicht ganz.
Wir müssen auch auf einen anderen Kontinent gehen.
Es ist Samsung Electronics.
60,6 Milliarden Dollar freier Cashflow in einem Quartal.
Das ist mehr als Apple und Nvidia zusammen.
Und jetzt kommt's.
Die Aktie ist auch noch wahnsinnig günstig bewertet.
3,4-fache des erwarteten Gewinns.
Das ist echt interessant.
3,4.
Das ist quasi Ramschniveau für den größten Geldverdiener der Welt.
Und das hat natürlich einen Haken.
Naja klar, der Haken heißt Speicherzyklus, Speicherchips sind in Klasse das Auf und Ab und die Börse glaubt schlicht nicht daran, dass der KI-Boom die Preise lange oben hält und KGV von drei ist die Art der Börse zu sagen, naja besser wird es nicht, wir stehen einfach ab Gipfel.
Es ist aber gar nicht so, dass Samsung geizt, der Konzert investiert ja selbst kräftig umgerechnet gut 60 Milliarden Dollar will Samsung dieses Jahr ausgeben.
Trotzdem bleibt so viel hängen, dass knapp 7% Dividende drin sind.
Das ist quasi ein Wartegeld, bis die Börse ihre Meinung ändert oder eben auch nicht.
So, und jetzt schauen wir mal, wer die anderen Könige sind.
Wenn man da einfach mal ein bisschen versucht, das zu strukturieren, dann sind die Top 20, das fallen in zwei Welten.
Also es gibt noch Tech, also nicht alles Tech macht Cash verbrannt.
Da gibt es beispielsweise Micron auf Platz 2 mit 33 Milliarden, Apple, Nvidia, Microsoft, TSMC, Broadcom, ASML.
Das sind so die Schaufelverkäufe des KI-Booms, die ihn nicht selbst finanzieren müssen.
Und die zweite Welt ist Öl.
Ja, wir schreiben das Jahr 2026 und du sprichst hier vom Öl.
Na klar, guck an die Tankstelle, da siehst du das ja auch und die Preise.
Und neun der 20 Cash-Könige sind Ölkonzerne.
Chevron, Exxon, Saudi Aramco, Sinopec, PetroChina, Total Energies, BP PetroPass Marathon.
Zusammen gut 100 Milliarden Dollar im Quartal freien Cashflow.
Und die sind auch...
relativ günstig.
Bewertet werden sie etwa mit dem 5-15-fachen des Gewinns.
Und Petrobras zahlt sogar 8% Rendite.
Wobei man sagen muss, das ist natürlich ein Staatskonzern.
Und wenn da jetzt der Lula kommt, weiß man nicht, ob das dann so günstig weitergeht.
Das stimmt.
Und jetzt schauen wir mal nach Deutschland.
Ein einziger Name in den Top 20, immerhin, die Deutsche Telekom auf Platz 16 mit 8,7 Milliarden.
Aber Achtung, die Pörnte ist da natürlich, 5,1 Milliarden kommen dabei von Team Mobile US.
Also der größte deutsche Cash-König verdient sein Geld, vor allem in Amerika.
Das passt auch durchaus ins Bild.
Wenn man guckt, wo sind die Cash-Könige beheimatet, ist Amerika trotz Amazon das Land der Cash-Könige.
9 der 20 sitzen in den USA.
Und unter dem Strich erwirtschaften US-Firmen mehr als die Hälfte des weltweit freien Cashflows.
Wahnsinn.
Korea stellt nur einen König, Samsung.
Europa hat fünf, keiner davon über 13 Milliarden.
Und Japan hat null.
Dafür stellt Japan mit Softbank den zweitgrößten Geldverbrenner der Welt gleich hinter Amazon.
So, kommen wir zur klassischen Frage.
Was heißt das für euer Depot?
Erstmal, ja.
Hohe Cash-Renditen gibt es hier bei uns tatsächlich.
Europa kommt im Schnitt auf 5,1 Prozent, Kanada sogar auf 5,3, die USA auf 3,9 und Taiwan nur auf 0,8 Prozent.
Aber Vorsicht, wie man das für eine Dividendenrendite ja auch kennt, ist eine hohe Cash-Rendite.
Kann auch heißen, der Kurs ist abgestürzt, weil keiner mehr an das Geschäft glaubt.
Da gibt es beispielsweise zwei Unternehmen, wo da der Verdacht nahe liegt, Comcast und Vodafone kommen auf 25 Prozent, aber nur ein Drittel der Analysten rät zum Kauf.
Die Aktien sind einfach extrem schlecht gelaufen.
Wo ist also der Sweet Spot?
Viel Cash womöglich, hohe Cash-Rendite und wo eben auch viele Analysten an Bord sind.
Das ist so eine Art Optimierungsformen, wenn man alle Punkte zusammenführt.
Samsung, sagen nämlich 34 von 34 Analysten sagen kaufen.
Die Zahlen waren jetzt eine kleine Enttäuschung, deswegen hat die Aktie ein bisschen verloren gestern.
Dazu Kia, der Autohersteller aus Südkorea.
Da ist die Aktie wahnsinnig gefallen und die haben ein KGV nur noch von 4,9.
Aber trotzdem 34 von 35 Analysten sagen kaufen und die haben relativ hohen Cashflow und Cashflow-Rendite.
T-Mobile US mit 60 Prozent Kurspotenzial und bei uns in Deutschland Fresenius mit einer relativ hohen Cashflow-Rendite.
Und Adidas mit mehr als 9 Prozent.
Aber bei diesen ganzen Titeln kommen halt viele gute Parameter zusammen.
Aber bei Adidas sollte man genau hinschauen.
Im letzten Quartal gab es eine Zollrückerstattung, die hat natürlich diesen Cashflow ein bisschen aufgepumpt.
Und das muss dann nicht immer so hoch bleiben.
Ja, das ist schon wieder eine Einschränkung.
Ja, das Fazit kann lauten, die KI-Riesen haben sich in Baukonzerne verwandelt, die halt Rechenzentrum auf Pump finanzieren.
Und wer ihnen vertraut, der wettet darauf, dass sich das in ein paar Jahren aushalt.
Wir haben es gestern schon gesagt.
Also ein korb echter Cash-Königin daneben ist durchaus eine ganz gute Versicherung.
Und die gibt es halt gerade zum Discountpreis.
Ich gebe ja zu, die Zeit des Zertifikate-Zampanos, die kommt erst noch, denn auch in diesem Jahr wird unser AAA-Stammgast Tobias Kramer wieder Hof halten und die spannendsten Papiere präsentieren.
Doch wir müssen ihm heute einfach schon mal vorgreifen.
Das stimmt.
Und wir werden wieder beim Zertifikate-Award sitzen.
Und dies Jahr im Tipi-Zelt, Sommerfeld.
Oh ja, stimmt.
Viel bessere Location.
Ich habe noch gar nicht zugesagt.
Müssen wir noch machen.
Ich habe sofort zugesagt.
Also dies Jahr im Tipi-Zelt.
Ich bin dabei.
Gut, du hast es hier gesagt und hast es hiermit fernmöglich angemeldet.
Aber genau, die Bedingungen für die Zertifikate-Klassiker schlechthin sind derzeit...
Eigentlich wirklich ideal.
Wir haben ja von diesen Schwankungen gesprochen gestern, von diesem Wix EQ Index, der die Einzeltitel macht.
Und so ideal, dass wir heute sogar in der Triple E, die wir auf diese großartige Chance hinweisen müssen.
Und der Zampano wird es uns verzeihen.
Wo ist eine kleine Preview schon für den Zampano, oder?
Ist ja eine Hommage, so einen Teppich rollen wir jetzt aus.
Wie genau, wir rollen ihm schon mal den Teppich aus.
Ja, es ist so, die Börsen schwanken halt zwischen Rekordhoffnung und Rückschlagangst.
Und man sieht alles nach dem Ausbruch nach oben aus, dann kommt der nächste Rücksetzer.
Aber unterm Strich reden wir, sagen wir auch immer wieder, pendeln die Kurse halt in einer ziemlich klaren Spanne, einer sogenannten Range.
Und genau für dieses Szenario gibt es eine Anlage, bei der Aktien gar nicht steigen müssen, damit Anleger trotzdem Geld verdienen können.
Ich habe mir diesen Nestle 100 mal angeguckt.
Der geht wirklich so in der Range immer rauf und runter.
Das ist wirklich seit Wochen.
Also wenn es da so ein Papier gäbe, wäre das großartig.
Die Rede ist von Discount-Zertifikaten, die ja von Schwankungen profitieren.
Da werden Schwankungen quasi in Rendite umgewandelt.
Das Prinzip ist ziemlich smart.
Man investiert in eine Aktie oder einen Index, bekommt aber einen Rabatt auf den Einstiegspreis.
Und dieser Discount verschafft einen Vorsprung.
Selbst wenn die Aktie auf der Stelle tritt oder moderat fällt, kann am Ende eine ordentliche Rendite rausspringen.
Dafür gibt es allerdings einen Preis.
Die Gewinnchance ist nach oben begrenzt.
Der sogenannte Cap ist die Obergrenze und schießt die Aktie durch die Decke, profitiert der Zertifikatebesitzer oberhalb dieser Schwelle nicht mehr.
Man tauscht also die ganz große Rallye-Fantasie gegen bessere Renditechancen in Seitwärtsmärkten.
Machen wir es vielleicht konkret.
Der Triple E Eckert hat mal ein paar besonders interessante Papiere ausgesucht.
Etwa ein Discount-Zertifikat von HSBC auf Amazon.
Ob das jetzt noch so seitwärts ist?
Hoffentlich geht es ja nicht nach unten mit dem Cap.
Das hat einen Cap von 225 Dollar.
Okay, da müssen wir keine Angst haben, dass wir da drüber gehen.
Und es läuft bis Dezember 2027.
Steht Amazon am Bewertungstag bei mindestens 225 Dollar, gibt es die maximale Auszahlung.
Und das entspricht beim untersuchten Kaufpreis einer annulisierten Rendite von 13,3 Prozent.
Ja, das kann selbst für Amazon noch funktionieren.
Von daher finde ich das Beispiel eigentlich gar nicht so schlecht.
Und jetzt kommt der Clou.
Das ist jetzt billiger, sage ich dir.
Genau, diese 13,3% sind halt auch drin, wenn Amazon bis dahin überhaupt nicht steigt.
Ob die Aktie am Stichtag bei 225, 250 oder 300 Dollar steht, macht keinen Unterschied.
Umgekehrt, Amazon kann sogar etwas fallen, was sie jetzt gerade tun.
Und der Anleger verdient trotzdem noch Geld.
Erst unterhalb einer bestimmten Schwelle entstehen dann allerdings auch Verluste.
Damit wird klar, warum diese Strategie gerade jetzt so interessant ist.
Wer direkt Aktienkauf braucht, braucht steigende Kurse für Kursgewinne.
Beim Discounter kann schon Stillstand oder sogar ein leichter Abwärtstrend reichen.
Und die Renditechancen sind wirklich erstaunlich gut.
Ein Nvidia-Discounter beispielsweise kommt nach den untersuchten Konditionen auf 19% annualisierte Seitwärtsrendite.
Bei Micron sind es so 23%, bei Infineon sogar 24%.
Und das, obwohl die zugrunde liegenden Aktien keinen Cent steigen müssen.
Je höher die Schwankung, desto größer ist die Seitwärtsrendite.
Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein.
Und diese Renditen haben eben Grund, dass es eben stark schwankt.
Und je größer die Schwankungen sind, desto attraktiver kann eben auch dieser Rabatt ausfallen.
Und defensiver sind etwa 11 h m h mit 11 Prozent oder Munich Re.
Aber da ist auch nicht viel Schwankung drin.
Aber da kann man selbst bei Seitwärtsmärkten noch knapp 8 Prozent verdienen.
Und auch bei den DAX gibt es einen Discounter mit fast 9 Prozent annualisierter Seitwärtsrendite.
Und alle WKNs gibt es natürlich in den Shownotes.
Natürlich.
Und natürlich verschenken die Banken diese Renditen nicht.
Hinter den Produkten steckt, vereinfacht gesagt, eine verkaufte Kaufoption.
Deren Prämie finanziert den Rabatt.
Dafür gibt der Anleger eben die unbegrenzte Gewinnchance auf.
Und wer mit einer Kursexplosion rechnet, der ist halt mit einer Aktie klar besser bedient.
Und wichtig, das muss man nochmal sagen, der Discount ist keine Vollkaskoversicherung, sondern einfach nur so eine Art Puffer.
Stützt die Aktie richtig ab, verliert auch das Zertifikatgeld.
Die genannten Jahresrenditen sind bedingte, annualisierte Werte und keine garantierten Zinsen.
Auch das mal sagen, weil manche denken, ist doch sicher.
Nein, ist es nicht.
Und hinzu kommt das Emittentenrisiko.
Wisst ihr ja auch, Zertifikate sind Schuldverschreibungen, kein geschütztes Sondervermögen.
Und bei einer Bankenpleite droht sogar der Totalverlust.
Aber dieses Risiko würde ich mal als bewältigbar hier nennen.
Ja, stimmt.
Aber man muss eben neben der Rendite immer auch auf den Rabatt, den Cap und die Laufzeit schauen.
Ja, so etwa 12 bis 15 Monate können ein sinnvoller Kompromiss sein und natürlich auf die Bonität der Bank, die das Papier herausgibt.
Und wer vorzeitig verkauft, der kann außerdem ganz andere Ergebnisse erzielen als bei der Rechnung zum Laufzeitende.
Und diese Triple-E Idee ist also keine Wette auf die nächste große Aktienrallye, sondern eine Strategie für Anleger, die davon ausgehen, dass sie die Börsen weiter in ihrer Range bewegen.
Wer mit einem Seitwärtsmarkt rechnet, der bekommt hier Chancen, die ein Direktinvestment so nicht bietet.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa-at-welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und der Macher der inzwischen legendären Nutella-Weltkarte hat sich endlich mal wieder gemeldet.
Ricardo schreibt nämlich.
Ich zitiere mal, seit meinem letzten Update im April hat sich wieder einiges getan.
Inzwischen haben wir 103 Preisangaben aus 57 Ländern zusammengetragen.
Und besonders schön finde ich, dass nach wie vor Daten aus der Community dazukommen.
Und wirklich großartig, wie ihr alle weiter an dieser Landkarte mitmacht.
Und den Link, den werden wir auch nochmal die Show los machen.
Und Ricardo hat der Plattform auch nochmal ein Update verpasst.
Die sieht wirklich aufgeräumter aus, die Weltkarte.
Die Preisunterschiede zwischen den Ländern lassen sich jetzt noch besser entdecken.
Aber ich muss sagen, der Deutschlandpreis, der muss nochmal aktualisiert werden.
Und man sollte auch wirklich...
nicht die kleinen Gläser nehmen, sondern sollte möglichst die großen nehmen.
Also in Deutschland gibt es ja dieses 750-Gramm-Glas, glaube ich, für 7,72 Euro.
Und dann sollte man auch das große nehmen und jetzt ist das 450-Gramm-Glas drin.
Ich glaube, das melde ich nochmal neu, weil in Deutschland haben wir wirklich, wir sind eines der günstigsten Nutella-Länder weltweit.
Ist das nicht toll, Sommerfeld?
Und es gibt noch ein paar weiße Flecken auf der Landkarte, die müssen mal gefüllt werden.
Also geht da mal drauf auf die Seite, guckt euch das an und wenn ihr dann im Urlaub seid, guckt da und bitte auch nicht irgendwelche, ja, riesen Superschnäppchen, Kilo jetzt hier für 5 Euro.
Das ist es auch nicht, sondern es geht um den normalen Preis.
Und der ist in Deutschland ja...
Aber du darfst auch nicht...
Der ist in Deutschland überall gleich.
Egal ob du zum Edeka, zum Aldi oder zum Lidl gehst.
Es sind überall der gleiche Kilo-Preis für das Glas, weil das nämlich so ein sogenanntes Eckprodukt ist.
Aber es geht ja um die Welt.
Und in Zimbabwe beispielsweise gibt es halt dann manchmal nur ein 350er im Glas.
Ja, ist ja klar.
Ich meine nur, wenn du in Europa unterwegs bist und in Italien bist, du wirst in Italien kein billigeres Nutella finden als in Deutschland im Schnitt.
Das geht nicht.
Das gibt es nur im Angebot.
Deswegen müssen die Leute nochmal nacharbeiten, würde ich vermuten.
Macht das gern, macht das gern.
Und vor allen Dingen, Ricardo hat darauf hingewiesen, viele weiße Flecken auch gerade hier in unserer Gegend noch.
Also Polen, Tschechien, Finnland oder sogar Dänemark.
Gibt es noch keine Daten, es ist also noch einiges zu tun.
Und unseren morgiger Gast, der könnte sogar einen Datenpunkt aus dem Silicon Valley beisteuern.
Da ist er jetzt zwar nicht, wenn wir mit ihm sprechen.
Einen wahrscheinlich ziemlich hochpreisigen.
Dort ist nämlich der Gast ziemlich häufig unterwegs.
Er heißt Daniel Kröger und ist KI-Spezialist von der DWS und hat uns ja vor einem Jahr versprochen, uns mal exklusiv zu diesen Tech-Konferenzen mitzunehmen und da von der legendären Goldman Sachs Tech-Konferenz zu sprechen.
Genau, und dieses Versprechen löst Daniel jetzt ein und noch mehr.
Auch aus den heiligen Hallen von Antropic hat er viel zu berichten und auch davon, wie Jensen Wang sein Rührei am liebsten mag.
Ja, das wollt ihr alle wissen.
Ihr seht, also näher dran am Jahr 1000 Trend KI kann man nicht sein und so viel Nähe gibt es für euch nur bei uns.
Also abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und den Silicon Valley Insider und uns gibt es dann morgen wieder ab 5 Uhr, ob mit I oder ohne Weih, bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
