# Eli Lilly, DoorDash, and AI Infrastructure Trends

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-10-30

## Transcript

Der wertvollste Pharmakonzern der Welt und großer Novo Nordiskonkurrent Ila Lilly boomt weiter.
Alphabet und viele Chip-Aktien haben gestern alles andere als geboomt.
Außerdem gab es Zahlen von Amazon, von Crocs, von Adidas und eine Wette auf Alltagsgerüche.
Mein Name ist Noah Leidinger, heute ist Freitag, der 30.
Oktober und das ist ohne Aktien wird schwer.
Unterstützt wird dieser Podcast von Scalable Capital und bei denen gibt es gute ETF-News.
Seit Ende 2024 gibt es ja schon den Scalable MSCI All Country World X-Trackers UCITS ETF, der die Besonderheit hat, dass er physische und synthetische Replikationen mischt.
Das soll die Rendite optimieren und seit der Auflage am 20.
Dezember 2024 bis zum 30.
September 2026 hat der Scalable ETF eine Rendite von 26,73% gemacht im Vergleich zu 26,20% bei der Benchmark, also dem MSCI All Country World Index.
Und jetzt die guten News.
Den ETF gibt es ab sofort auch in einer ausschüttenden Variante für alle von euch, die gern Dividenden kassieren.
Außerdem wird die Gesamtkostenquote für diese neue Variante bis Ende 2027 auf Null gesetzt.
Link zum ETF ist in der Beschreibung.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Nach den schwachen Zahlen von Alphabet, Fortinet und ServiceNow, über die ich ja letzte Folge gesprochen habe, hat sich ja schon angedeutet, dass heute kein einfacher Börsentag wird, vor allem nicht für Tech-Aktien.
Und bei Alphabet war es auch so, die haben zwischenzeitlich um die 500 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren.
Das ist sogar der zweitgrößte Wertverlust, den es je an der Börse an einem Tag gab.
Den größeren Wertverlust gab es übrigens nur bei Nvidia, also auch im KI-Bereich.
Die haben an einem Tag damals 600 Milliarden verloren.
Neben Alphabet hat dann außerdem Samsung die Investoren enttäuscht, da hat die Aktie zu nur 4% verloren, aber trotzdem, die haben zwar durch den Speicherchip-Boom wirklich extrem, extrem gute Zahlen gehabt, aber SK Hynix, also der große Konkurrent, hatte diese Woche ja auch gute Zahlen und die haben neue Ausschüttungen für die Aktionäre angekündigt.
Das hat Samsung gestern nicht gemacht, sondern diese ganzen Planungen bis Januar aufgeschoben und das kommt bei Investoren nicht gut an.
Vor allem ist es ja so, dass man im Speicherchip-Markt eigentlich gerade drei Möglichkeiten hat, um da zu investieren.
Einerseits Micron, dann SG Hynix und dann Samsung.
Und wenn jetzt einer davon deutlich mehr ausschüttet, sieht es die Investoren eben erstmal da ein.
Soweit mal zu den schlechten News.
Es gab aber auch eine KI-Aktie, mit der man gestern zumindest bisschen Geld verdienen konnte.
Die Aktie vom Industriegaskonzern Air Liquide ist nämlich 2% hoch und damit dieses Jahr schon 20% gestiegen.
Grund ist, dass Air Liquide viele Spezialgase für die Halbleiterproduktion liefert und da wächst der Umsatz stark.
So haben sie insgesamt auch den höchsten Umsatz seit fast vier Jahren gemacht.
Und dann gab es zum Abschluss der KI-Section noch einen krassen Deal.
Eines der größten KI-Themen in diesem Jahr war ja optische Datenübertragung, also Übertragung über Glasfaserkabel, die dann noch schneller sein soll und noch besser für große Datenmengen, die es eben in KI-Rechenzentren gibt.
Diese ganze Branche steht noch eher am Anfang, sie wächst aber krass und es gibt mit Coherent und Lomentum zwei Player an der Börse, die in den letzten Jahren auch extrem viel Rendite gemacht haben, aber dadurch auch sehr teuer bewertet sind.
Wenn wir uns zum Beispiel Lomentum anschauen, sind die 85 Milliarden Dollar wert bei 3 Milliarden Umsatz letztes Jahr.
Klar, sie wachsen stark, trotzdem massive Bewertung.
Der Chip-Hersteller Marvel findet aber genau diese Bewertung scheinbar gar nicht so teuer.
Der will die Firma laut einem Bloomberg-Bericht nämlich aufkaufen.
Das wäre vor allem krass, weil Marvel selbst auch nur 200 Milliarden wert ist, also schon eine richtig große Summe für die.
Man muss dazu wissen, dass es strategisch schon Sinn machen kann, weil Marvel auch Komponenten für optische Datenübertragung verkauft und mit Lumentum würden sie eben nochmal die Laserexpertise kriegen.
Aber das Ganze ist eben teuer und damit auch risikoreich und die Börse war gestern auch eher skeptisch.
Die Aktie von Marvel hat nämlich um die 10 Prozent verloren.
Besser kam gestern ein anderer Übernahmedeal an, den ich auch sehr spannend fand.
Und zwar hat Dordesh, also der mit 80 Milliarden Dollar Börsenwert mit Abstand wertvollste Essenslieferdienst der Welt, die haben gesagt, dass sie für 17 Milliarden Dollar Instacart kaufen wollen.
Das ist eine Firma, die vor allem Lebensmittel liefert.
Spannend ist, dass DoorDash Instacart schon mal kaufen wollte.
Das war 2021, hätte aber über 40 Milliarden Dollar gekostet.
Seitdem ist die Instacart-Bewertung also ziemlich massiv eingebrochen.
Das Warten hat sich also ausgezahlt und da kann sich DoorDash auch bei Joe Biden bedanken.
Damals gab es nämlich die Sorge, dass die Kartellämter unter ihm den Deal nicht erlauben werden, deswegen wurde das dann auch nicht weiterverfolgt.
Diese Sorgen sind jetzt bei Trump deutlich kleiner und das ist übrigens wohl sogar ein Grund, wieso es Instacart jetzt relativ eilig hatte, sich zu verkaufen, weil es eben jetzt noch einfacher wird, unter Trump das Ganze durchzukriegen.
Auch spannend ist der Deal noch, weil Instacart laut Deinformation sogar zuerst mit Uber zur Übernahme gesprochen hat.
Die haben das aber wohl abgelehnt und zwar auch deswegen, weil sie ja mit Delivery Hero gerade schon eine große Übernahme machen.
Und ich fand es generell interessant, dass sich DoorDash, die ja eigentlich eine sehr starke Marktposition bei den klassischen Essenslieferungen haben, jetzt den Machtkampf mit Walmart und Amazon geben.
Die beiden haben nämlich im Online-Lebensmittelmarkt in den USA über 50% Marktanteil, also zusammengenommen.
Und dann kommt eben Instacart und jetzt auch DoorDash.
Die Börsenreaktion war auf jeden Fall so, dass die Aktie von Doordash gestern leicht zugelegt hat.
Sie haben aber fairerweise, als die ersten Gerüchte zu dem Deal aufgekommen sind, auch schon verloren in den letzten Tagen.
Und sie hatten gestern auch noch starke Zahlen.
Das könnte also auch ein bisschen zur Performance beigetragen haben.
Und wenn wir jetzt schon bei den ganzen Tech-Deals sind, noch eine Sache zur Vollständigkeit.
Genau wie die anderen Tech-Giganten verkauft auch Microsoft jetzt das erste Mal seit 2017, also seit fast zehn Jahren Anleihen.
Um die 25 Milliarden Dollar wollen sie damit einsammeln und es gibt wohl schon Nachfrage für über 100 Milliarden Dollar.
Also es scheint weiterhin sehr viel Geld da zu sein, das noch in KI fließen kann.
Neben diesen ganzen eher theoretischen Tech-Themen ist die Börse aber ja auch immer spannend, um zu sehen, was bei Kunden gerade gut ankommt.
Und da gab es gestern auch direkt ein paar Updates.
Zum Beispiel, für mich ein bisschen überraschend, gab es letztes Quartal fast 7% Wachstum bei Henkel.
Das lag zwar auch stark am Klebstoffgeschäft, wo ja viele Firmenkunden sind, aber auch Marken wie Persil und Schwarzkopf, also im Wäsche- und Haarbereich, sind wohl ganz gut gelaufen.
Auch gute Zahlen hatte Adidas.
Da fand ich vor allem spannend, dass Schuhe so gut wie gar nicht gewachsen sind, 0% ohne Währungseffekte.
Bekleidung ist dafür aber 19% gewachsen, was für Adidas schon wirklich krass ist.
Und im Schuhbereich reden sie übrigens von denselben Problemen, die wir auch schon bei Hoker oder On gehört haben.
Es gibt da gerade einfach eine massive Rabattschlacht.
Übrigens hat die Aktie von Adidas gestern nach den guten Zahlen 5% zugelegt, die von Henkel nur 1%, aber dafür ist die in den letzten 6 Monaten schon 30% hoch.
Und apropos 30% hoch, fast so viel ist gestern an einem Tag Crocs.
Die haben 25% zugelegt und das lag vor allem daran, dass die Tochtermarke HeyDude das erste Mal seit sechs Quartalen wieder gewachsen ist.
Crocs hat die Marke ja ziemlich unglücklich für mehr als zwei Milliarden gekauft 2022 und seitdem hat sie sich eigentlich nur negativ entwickelt.
Nach Börsenschluss gab es dann wieder Big Tech Zahlen gestern und sie waren leider auch wieder enttäuschend.
Bei Intel zum Beispiel ist die Aktie 20% abgeschmiert, weil sie dieses Quartal mit maximal 16 Milliarden Umsatz rechnen.
Analysten haben im Schnitt 17 erwartet, manche sogar eher 18, also ziemlich große Enttäuschung.
Das Problem ist dabei vor allem, dass Intel ja nicht nur KI-Chips baut, die sehr stark nachgefragt werden, sondern zum Beispiel auch welche für den PC-Markt und da sehen sie gerade einen Rückgang der Nachfrage, vor allem übrigens, weil die Speicherkosten so stark steigen.
Und auf der anderen Seite treffen sie die hohen Speicherkosten selber und dadurch sollen die Margen in den nächsten Quartalen wieder sinken.
Bessere Zahlen, aber auch eine eher enttäuschende Börsenreaktion gab es bei Amazon.
Da ist die Cloud-Sparte AWS 39% gewachsen.
Das ist zwar weniger als Alphabet oder Microsoft, aber das Cloud-Business von Amazon ist auch größer und vor allem hat sich das Wachstum damit jetzt das sechste Quartal in Folge beschleunigt.
Außerdem meinten sie, dass sie 2027 und 2028 sogar mit über 40% Wachstum rechnen, also sind da ziemlich optimistisch.
Aber dieses Wachstum kostet natürlich auch, dafür muss man sehr viele Rechenzentren bauen und dafür hat Amazon letztes Quartal über 77 Milliarden Dollar investiert und hatte damit einen Cash-Outflow von über 40 Milliarden.
Anders gesagt, wenn man von den ganzen Einnahmen von Amazon die ganzen Investments abzieht, dann ist eben eine Lücke von über 40 Milliarden da und das ist schon ziemlich absurd, dass Amazon in gerade mal drei Monaten so viel Geld verbrennt, wie Mercedes-Benz insgesamt an der Börse wert ist.
Dazu kommt auf jeden Fall, dass diese Investment-Summe, diese 77 Milliarden, deutlich mehr waren, als Analysten erwartet haben.
Außerdem war der Umsatz insgesamt und die Gewinnprognose insgesamt niedriger als erwartet.
Nicht um viel, aber um ein bisschen was und die Aktie hat danach um die 6% verloren nach Börsenschluss.
Und es war generell kein guter Tech-Abend.
Auch andere Firmen wie Reddit, Pinterest, Roblox hatten schwache Zahlen und sind alle über 10% down gewesen.
PS, Lagarde hat gestern angekündigt, dass sie nächsten Februar als EZB-Chefin zurücktreten wird.
Eigentlich geht ihr Vertrag bis Oktober 2027.
Und außerdem hat die EZB gestern den Leitzins nicht angehoben.
Die Sicht der EZB ist nämlich, dass sich die hohen Energiepreise noch nicht extrem stark auf Inflation bei anderen Produkten auswirken und sie deswegen noch nicht den Zins anheben müssen.
Mit über 1200 Milliarden Dollar Börsenwert ist Ila Lilly schon jetzt die mit Abstand wertvollste Pharmafirma der Welt.
Wenn man es mal mit Johnson & Johnson auf Platz 2 vergleicht, sind die gerade mal die Hälfte wert.
Trotzdem geht es bei Ila Lilly immer weiter bergauf.
Alleine dieses Jahr ist die Aktie schon wieder 20% gestiegen und gestern ist sie nach starken Zahlen schon wieder gestiegen.
Wieso es bei Elia Lilly gerade so gut läuft, habe ich mit Helena Smolak diskutiert.
Sie ist Pharma- und Biotech-Korrespondentin beim Handelsblatt, war davor Pharma-Reporterin beim Wall Street Journal und sie hat vor kurzem sogar den CEO von Elia Lilly interviewt.
Link zu ihrem LinkedIn findet ihr in der Beschreibung.
Und meine erste Frage war eben, wieso es bei Elia Lilly gerade so gut läuft.
Bei Eli Lilly läuft es in der Tat gerade richtig rund und das hat mehrere Gründe.
Zum einen profitieren sie vom Umsatz ihrer Abnehmittel.
Es gibt aktuell nur zwei Player dafür auf dem Markt.
Konkret für dieses Quartal haben vor allem die Spritzen Monjaro und Sepant überzeugt, denn da lagen die Umsatzzahlen deutlich über den Erwartungen der Analysten und das in den USA als auch in internationalen Märkten.
Wenn man sich das mal vorstellt, Sepant ist aktuell das meistverkaufte Medikament der Welt und trotzdem ruht sich Lilly nicht auf diesem Erfolg aus, denn sie diversifizieren auch ganz stark ihre Pipeline.
Das bedeutet, sie setzen auf weitere Therapiegebiete von Onkologie bis hin zu Psychedelics.
Da haben sie letztens einen Zukauf getätigt und das unterscheidet sie enorm vom Hauptkonkurventen Novo Nordisk, der eigentlich hauptsächlich die Abnehmmittel in seinem Portfolio hat.
Zudem, durch das ganze Cash, investieren sie enorm in Zukäufe.
Sie sind der Pharmakonzern, der am meisten Deals das Jahr abgeschlossen hat.
Und dadurch haben sie natürlich Zugang zu vielen innovativen Medikamenten, darunter auch aus China.
Und zuletzt investieren sie auf Milliarden in KI und haben Partnerschaften mit Tech-Konzernen und unter anderem Nvidia.
Und es ist diese Kondite, diese drei Aspekte, die Lilly gerade so stark macht.
Das ist wirklich interessant, weil wenn wir uns mal Biontab oder Novo Nordisk anschauen, die auch so einen Once-in-a-Lifetime-Erfolg haben, stellt man fest, dass es sehr schwer ist, wie die Historie zeigt, diesen Erfolg zu halten.
Und gibt es aus deiner Sicht auch irgendwelche Schwächen bei der Firma oder läuft wirklich alles gut?
Bei den Schwächen hingegen muss man wirklich schon genau hinschauen.
Man könnte sagen, die Abnehmpille von Dio läuft nicht ganz so gut an wie erwartet.
Da liegt man noch deutlich hinter Novo Nordisk.
Und das liegt einfach am Zeitnachteil, denn Novo war zuerst im Markt und aber auch an der Wirksamkeit.
Denn hier ist es genau umgekehrt wie bei der Spritze.
Die Pille von Lilly ist schwächer wie die von Novo.
Du hattest ja vor kurzem sogar Dave Fricks, also den CEO, selbst interviewt.
Ist dir da irgendwas Besonderes aufgefallen bei ihm?
Genau, ich habe Dave Riggs in Milan interviewt und dabei sind mir vor allem zwei Dinge aufgefallen.
Er äußert sich so klar wie kein anderer Pharma-Manager über die deutsche Gesundheitspolitik.
Er kritisiert sich scharf und sagt, mein Vertrauen ist zerstört.
Und er wird dadurch sozusagen zum Salt Leader.
Er ist natürlich auch in einer Position, wo er als mächtigster Pharma-Manager der Welt das auch tun kann.
Und das zweite war, dass er angekündigt hat, in den nächsten drei bis vier Jahren jedes Jahr ein neues Krebsmedikament auf den Markt zu bringen.
Das ist sehr ambitioniert, wenn man bedenkt, wie oft Studien noch in der letzten Phase scheitern.
Daher ist ein sehr ambitioniertes Ziel und zeigt auch nochmal deutlich, wie Lilly sich über den Abnehmenmarkt hinaus differenziert.
Das Schöne an so einem Aktien-Podcast ist ja wirklich die Breite an Themen.
Gerade sprechen wir noch über Pharma, davor über KI und jetzt sprechen wir über Parfüms, die nach Essen riechen.
Und die Infos dazu hat Christoph.
Solche Parfüms, die nach Essen riechen, heißen in der Branche Gourmand-Düfte.
Früher war das vor allem Vanille oder Zuckerwatte.
Heute experimentieren Hersteller tatsächlich auch mit Whisky, Trüffel, Miso oder sogar Tabasco.
Laut Marktforschern riecht fast jedes vierte neue Parfüm nach Essen.
Vor zwei Jahren war es noch nicht mal jedes zehnte.
Givaudan, also dieser große Schweizer Duft- und Aromakonzern, der untersucht seit einem Jahr, ob Abnehmenspritzen da eine Rolle spielen.
Laut den Schweizern finden Abnehmenspritzen-Nutzer manche Düfte, die sie vorher mochten, mittlerweile unangenehm und andere riechen für sie besser.
Givaudan baut deshalb Düfte aus, die zum Beispiel nach Cupcakes oder Panettone riechen.
Fairerweise muss man sagen, belegt ist das Ganze noch nicht.
Also ob die Spritzen den Geruchssinn verändern, ist wissenschaftlich noch offen.
Für Duftstoffhersteller ist das Thema natürlich trotzdem spannend.
Eine andere Studie zeigt zum Beispiel, dass Nutzer der Spritzen in den USA rund ein Viertel mehr für Parfüm ausgeben als der Durchschnitt.
Außerdem war das ganze Thema der Goumont-Düfte für mich persönlich ein ganz guter Reminder, dass das Business von Givendon viel breiter ist.
Das Parfüm-Business läuft gut.
In den ersten neun Monaten ist der Umsatz mit Luxus-Parfüms bei Givendon aus eigener Kraft um 15% gewachsen.
Viel mehr Geld bringen aber eben Düfte für Alltagsprodukte.
Also zum Beispiel Waschmittel, Duschgel, Putzmittel oder Raumduft.
Die machen nämlich fast ein Drittel von Givendons Umsatz aus.
Luxus-Parfüm nur gut ein Zehntel.
Auch dieses Alltagsgeschäft ist bis September schon um die 10% gewachsen.
Der Duft ist oft der Hauptgrund, warum ich zum Beispiel ein Waschmittel kaufe.
Er macht aber nur einen kleinen Teil vom Preis aus.
Der US-Konzern Procter & Gamble verkauft zum Beispiel Duftperlen, die nur dafür da sind, dass die Wäsche länger gut riecht.
Und dafür setzt er mittlerweile auch auf Düfte wie aus der Parfümerie.
Für Duftstoffhersteller wie Givondon ist das ein ziemlich sticky Business.
Wenn ich nämlich den Lieferanten wechsle, riskiere ich gleichzeitig, dass mein Produkt danach anders riecht.
Neben dem Marktwachstum wachsen die Schweizer auch durch Übernahmen.
Innerhalb von gut einem Jahr haben sie zwei kleinere Duftstoffhersteller in den USA und Brasilien schon gekauft.
In Spanien ist ein dritter Kauf vereinbart, aber noch nicht abgeschlossen.
Zusammen kommen die drei dann auf rund 300 Millionen Euro Umsatz.
Givondon insgesamt macht 8 Milliarden.
Übrigens ist Givaudan auch eine der wenigen Aktien im Konsumgüterbereich, die gerade richtig gut laufen.
Allein dieses Jahr ist sie 30% gestiegen.
Damit ist die Firma fast 40 Milliarden Euro wert.
Und das ist das 30-fache vom erwarteten Gewinn.
Und damit ist die Aktie auch teurer als der Konkurrent Simrise.
Da gab es diese Woche eine Enttäuschung bei den Zahlen.
Der Umsatz von Simrise, der ist zwar stärker gewachsen als erwartet, aber Simrise rechnet zum Jahresende mit weniger Wachstum und mit einer schwächeren Marge.
Und deshalb ist die Simrise-Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen 10% gefallen.
Bei Givendon gibt es noch 2% Dividendenrendite obendrauf und die Aktie ist schon seit Jahren teuer bewertet, weil das Geschäft ziemlich gut berechenbar ist.
Das heißt also nicht automatisch, dass die Aktie zu teuer ist, aber wir haben es in letzter Zeit ja oft gesehen, wenn bei so einer höheren Bewertung das Wachstum dann mal schwächelt, dann geht es oft auch schnell runter mit der Aktie.
Was rätst du jemandem, der kein Geld für teures Parfum hat, aber trotzdem gut riechen will?
Brötchen number one.
Brötchen, geil.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder, da gibt es einen Deep Dive mit dem Family Office Perpetual.
Die verwalten ein Milliardenvermögen und haben mir erzählt, wie sie das unter anderem in Hedgefonds, in Private Equity, aber zum Beispiel auch in Flugzeuge investieren.
Und einen kleinen Ausschnitt gibt es wie immer jetzt.
Auf der Flugzeugfinanzierungsseite ist es entscheidend, was zu finanzieren, was in Anführungszeichen liquide ist.
Da ist es, wie man so schön sagt, Narrowbody Aircraft zu finanzieren.
Das sind sozusagen die A320 dieser Welt oder nicht nur dieser Welt, das ist eigentlich der A320, weil diese Flugzeuge und wir hatten jetzt tatsächlich auch einen Fall im Portfolio, wo die Flugzeuge an eine US-Airline verliest waren, die dann ins...
Chapter 11 gegangen ist, wie man das halt als US-Fluggesellschaft immer mal wieder so macht.
Und da hat der Manager die Flugzeuge sofort genommen und jetzt schon wieder an jemand anders verliest.
Und das funktioniert nur deshalb, weil die Spezifikation dieser Flugzeuge komplett identisch ist.
Und der Charme an dem Ganzen ist eben, das nicht an die Lufthansa oder eine Air France zu verließen, weil diese Gesellschaften doch relativ groß sind.
Die haben vielleicht sogar ein indirektes staatliches Backing.
Aber wenn ich an eine kleinere Fluggesellschaft gehe, die zahlt durchaus höhere Prämien.
Und wenn es dann schief geht, kann ich das Flugzeug wieder nehmen.
Da ist die Langstrecke zum Beispiel schon ein anderes Thema, weil Langstrecke bei der Lufthansa schaut schon ganz anders aus als die Langstrecke.
Mit den ganzen Sonderkabinen.
Ja, genau.
Dagegen A320, da kann man wahrscheinlich kaum einen Unterschied erkennen.
Und interessanter Fact auch noch, während Covid haben sich selbst da die Werte von so einem A320 kaum verändert.
Also 5 Prozent haben die sich im Zweitmarkt sozusagen ungefähr im Wert geändert.
