# SK Hynix Payouts, Alphabet Miss, and German Industrial Resilience

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-10-29

## Transcript

SK Hynix, der Speicherchip-Hersteller, schüttet dieses Jahr einfach 75 Milliarden Dollar an die Aktionäre aus.
Die Aktie vom Fiat- und Jeep-Eigentümer ist gestern durch die Decke.
Es gab einen riesen Börsengang in Indien.
Microsoft, Alphabet, die Deutsche Bank und BSF haben neue Zahlen gebracht.
Das alles schauen wir uns jetzt an.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Donnerstag, der 29.
Oktober und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Mehr Infos wie immer in der Beschreibung.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Wenn ich euch hier erzähle, dass eine Aktie im KI-Bereich 10, 20 oder 30 Prozent steigt, dann ist es krass, aber es ist auch aktuell nicht wirklich überraschend.
Wenn ich das aber bei einem klassischen Autobauer erzähle, dann ist es gerade zumindest für mich ziemlich überraschend und genauso war es gestern, als ich gesehen habe, dass Stellantis, also die Firma hinter Fiat und Jeep, einfach mal 15 Prozent zugelegt hat an der Börse.
Dazu muss man erstmal sagen, dass Stellantis genau wie allen Autobauern in Deutschland oder auch sonst den ganzen klassischen Autobauern gerade nicht gut geht.
Aber anders als Mercedes und viele andere haben sie ihre Gewinnprognose für das Jahr nicht schon wieder gesenkt, sondern eben beibehalten.
Und sie haben auch gesagt, dass der Plan bis 2028 so circa 6 Milliarden an Kosten zu sparen, schneller vorangeht als gedacht.
Und dazu kommt fairerweise noch, dass die Aktie seit Jahresbeginn schon so 50 Prozent verloren hat.
Sogar wenn man den Anstieg von gestern reinrechnet.
Bei Mercedes sind es zum Beispiel nur 30 Prozent.
Also auf Deutsch gesagt, die Erwartungen bei Stellantis waren einfach schon extrem niedrig.
Und das zeigt eben mal wieder, dass man an der Börse auch mit Firmen Geld verdienen kann, denen es schlecht geht, wenn man sie eben nur günstig kauft.
Besonders positiv war übrigens, dass der Lagerbestand bei amerikanischen Händlern Ende September bei 84 Tagen lag, also wenn keine neuen Autos nachkommen, sind nach 84 Tagen ungefähr alle ausverkauft.
Das sind immer noch viel, aber Ende Juni waren es über 90, also noch mehr.
Die Lage wird da also ein bisschen besser.
Und es gab noch gute Nachrichten für alle Jeep-Fans.
Es wird bald eine neue Produktoffensive geben und die Modelle werden dann günstiger als die jetzigen.
Deutlich schlechter als Bestelantis ist gestern bei einer anderen Firma in den Niederlanden gelaufen, zumindest an der Börse.
Bestelantis ist es ja so, dass sie eigentlich die Firma der italienischen Agnelli-Familie sind, aber sie haben eben den Firmensitz in den Niederlanden, genau wie Adyen.
Adyen wickelt ja unter anderem Zahlungen für Großkonzerne wie Uber, Zalando oder Spotify ab und hat nach den Zahlen gestern über 10% verloren.
Obwohl die Zahlen eigentlich ziemlich gut waren.
Der Umsatz ist zum Beispiel 23% gestiegen und dazu muss man wissen, dass Etienne an der Börse gerade circa mit dem 20-fachen vom Gewinn bewertet wird.
Dafür sind 23% Wachstum schon echt gut.
Aber Adyen hat das Margenziel gesenkt, weil sie gerade viele Zukunftschancen sehen, in die sie investieren wollen.
Das liegt wohl unter anderem daran, dass sie ja dieses Jahr Talent One gekauft haben, also so ein Berliner Startup, auch sehr erfolgreich.
Für 750 Millionen Euro haben sie das gekauft.
Und Talent One fokussiert sich vor allem auf so spezielle Treueprogramme oder spezielle Discounts.
Und seit der Übernahme hat Adyen wohl gemerkt, dass sie genau in dem Bereich einfach extrem viel Wachstumspotenzial haben.
Also investieren sie da jetzt mehr, was ja auch logisch sein kann.
Aber die Börse hätte scheinbar lieber das schnelle Geld gesehen.
Was zum Beispiel an der Börse schneller Geld bringen kann, sind große Deals, also Börsengänge, Übernahmen, Abspaltungen und davon gab es gestern auch ein paar.
Zum Beispiel ist die Aktie von Wendy's, der Fastfood-Kette, über 10% gestiegen, weil der Hedgefonds von Nelson Pelz die Firma von der Börse kaufen will.
Das ist vor allem spannend, weil Pelz ja eigentlich als Börseninvestor bekannt ist und es könnte natürlich attraktiv sein, wenn man da mit ihm auf dem Turnaround wetten kann.
Er glaubt aber, dass er den Turnaround von Wendy's einfach deutlich besser absetzt der Börse durchziehen kann, weil er da weniger gestört wird in den nächsten Jahren.
Falls er die Übernahme wirklich schafft, wird es für die meisten Investoren auf jeden Fall nicht sehr befriedigend sein.
Jeder, der die Aktie zwischen 2018 und ca.
Mitte 2025 gekauft hat, macht bei seinem Übernahmepreis nämlich 50% Verlust oder noch mehr.
Übrigens, kleiner Einschub, es gab gestern generell sehr viel Rendite zu holen im Fastfood-Bereich.
Brinker und Wingstop, also zwei kleinere Fastfood-Ketten, haben beide nach starken Zahlen über 10% zugelegt.
Aber zurück zu den Deals und zurück zu den größeren Firmen.
Es gab gestern den riesigen Börsengang in Indien.
Die Telekommunikationsfirma vom Milliardär Mukesh Ambani, Geo-Platforms ist nämlich an die Börse.
Die Aktie hat direkt 30% zugelegt auf 130 Milliarden Dollar Börsenwert.
Klingt viel, ist aber auch eine riesige Firma.
Aktuell haben sie über 500 Millionen Abonnenten und vor allem haben sie fast ein Duopol im indischen Markt.
Es ist nämlich so, dass Ambani Chiyu erst 2016 gestartet hat, aber dann ist er sofort mit sehr aggressiven Preisen in den Markt gestartet und deswegen mussten über 10 andere Anbieter aufgeben.
Und jetzt gibt es mit Bharti Ertel eben nur noch einen anderen großen Player und mit dem zusammen dominieren sie den Markt.
Der Börsengang an sich ist für Indien übrigens eine willkommene Abwechslung, weil viele Firmen dort ja sehr stark an Energiepreisen hängen, ist die Börse in letzter Zeit ziemlich schlecht gelaufen.
Der indische DAX, der Nifty-Fifty-Index, hat zum Beispiel seit Januar 14% verloren.
Noch einen Börsengang gab es dann in Deutschland, wo ThyssenKrupp seine Tochterfirma Tiki Axelis abgespalten hat.
Das ist übrigens auch der Grund dafür, dass die ThyssenKrupp-Aktie gestern über 10% verloren hat, weil ThyssenKrupp-Aktionäre eben im Gegenzug auch neue Aktien von Tiki Axelis gekriegt haben.
Mit dieser Aktie hat man jetzt einen klassischen Werkstoffhändler im Depot.
Das ist ein Business mit relativ niedrigen Margen, das auch ein bisschen an den Rohstoffpreisen hängt und auch eins, das nicht wahnsinnig stark wachsen wird.
TKX Celes rechnet mit so circa 4% Wachstum pro Jahr.
Spannend fand ich neben dem Börsengang noch, dass ThyssenKrupp gestern sehr klar gesagt hat, dass sie mit ihrer Stahlsparte auch so eine Abspaltung vorhaben.
Davor haben sie das ja auch schon mit der Wasserstofftochter und mit der Marine-Tochter TKMS gemacht.
Und dann wäre ThyssenKrupp, wenn die Stahlsparte auch noch weg ist, eigentlich nur noch ein Finanzinvestor, der Anteile an den einzelnen Tochterfirmen hält.
Aber damit jetzt genug alte Industrie, schauen wir lieber auf die Bereiche, wo es in der Wirtschaft gerade richtig abgeht.
Zum Beispiel ist gestern die Aktie vom Speicherchip-Giganten SK Hynix über 10% gestiegen und hat auch die meisten anderen Aktien im Chip-Bereich mitgezogen.
SK Hynix rechnet nämlich damit, dass die Nachfrage nach Speicherchips noch bis 2030 über dem Angebot liegen wird und sie meinten, dass ihre KI-Speicherchips bis 2029 ausverkauft sind.
Dazu passt dann auch, dass sie letztes Quartal einen unfassbaren operativen Gewinn von 63 Milliarden Dollar gemacht haben.
Anders gesagt, SK Hynix hat in drei Monaten so viel Geld verdient, wie zum Beispiel die Deutsche Bank insgesamt an der Börse wert ist.
Und dazu kommt, wie ich im Intro schon angeteasert habe, dass sie sehr viel von diesem Geld an die Aktionäre ausschütten.
Dieses Jahr wollen sie mit Dividenden und Aktienrückkäufen insgesamt 75 Milliarden Dollar an die Aktionäre ausschütten.
Und das sind nochmal ca.
40 Milliarden mehr als bisher erwartet.
Deutlich schlechter als bei SK sah es gestern bei Alphabet aus.
Und ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal Quartalszahlen von Alphabet gesehen habe, die so weit durch die Bank unter den Erwartungen waren.
Der Umsatz ist zwar insgesamt fast 25% gewachsen.
aber damit trotzdem ein bisschen weniger als erwartet und dass es überhaupt zu viel war, lag nur am Cloud-Geschäft, das ziemlich stark performt hat.
Die Werbeumsätze lagen aber mit 82 Milliarden, sogar fast 2 Milliarden Dollar unter den Erwartungen und das ist in einer Zeit, in der Investoren rund um die Google-Suche eh schon Sorgen wegen KI haben, kein gutes Zeichen, entsprechend war die Aktie nach Börsenschluss um die 10% im Minus.
Auch bei ServiceNow sind die Sorgen wegen KI wieder aufgekocht.
Da waren Investoren in letzter Zeit ja wieder optimistischer.
Die Aktie ist in den letzten sechs Monaten um die 60 Prozent gestiegen.
Gestern ging sie nach Börsenschluss aber 15 Prozent runter, weil ServiceNow bei den Buchungen im nächsten Quartal um 18 Prozent wachsen will.
Analysten hatten aber 19 erwartet und insgeheim hatten sie wahrscheinlich auf noch mehr gehofft.
Auch nicht gut angekommen sind dann die Quartalszahlen von Fortinet.
Cyber Security wurde ja in den letzten Wochen immer mehr als Profiteur von KI gesehen.
Entsprechend hat sich auch die Aktie von Fortinet in den letzten sechs Monaten verdoppelt und die Erwartungen waren einfach sehr hoch.
Da haben die Zahlen nicht gereicht, obwohl Fortinet die Umsatzprognose sogar leicht angehoben hat.
Aber Investoren haben eben eher eine starke Anhörung erwartet.
Übrigens hat das Ganze nach Börsenschluss auch paar andere Aktien aus dem Cybersecurity- und Softwarebereich mit nach unten gezogen.
Die einzigen guten Tech-Nachrichten gab es eigentlich nur bei Microsoft.
Da ging es nach Börsenschluss zumindest 4% hoch.
Umsatz war über den Erwartungen, Margen waren über den Erwartungen und Microsoft hat sogar ein bisschen weniger in Rechenzentren und Co.
investiert als erwartet.
Krass ist übrigens, dass das Cloud-Geschäft um 48% gewachsen ist.
Klingt vielleicht gar nicht so viel, aber wir reden da über ein Business, das 33 Milliarden Dollar Umsatz im Quartal macht, also über 10 Milliarden Dollar im Monat.
PS, die Zentralbank der Amis hat ja gestern sich wieder zum Leitzins geäußert und sie haben den Leitzins wie erwartet nicht angehoben und auch nicht gesenkt, also einfach gleich gelassen.
Es wird ja viel gejammert in der deutschen Wirtschaft gerade, aber von zwei der relevantesten Firmen gab es gestern Lichtblicke und die hat sich Christoph angeschaut.
Auf den ersten Blick sieht es ja insgesamt besser aus für die deutsche Wirtschaft.
Die Bundesregierung rechnet für dieses Jahr mittlerweile mit 1,3 Prozent Wachstum.
Im Frühjahr waren es noch 0,5 Prozent.
Und dazu passen eben auch die Zahlen von der Deutschen Bank und von BASF.
Der Chemiekonzern hat die Prognose schon zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben.
Im dritten Quartal ist das operative Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen um 15 Prozent gestiegen.
Spannend ist, woher das kommt.
In Europa hat BASF nämlich sogar weniger verkauft als vor einem Jahr.
Die Preise waren dafür fast 18 Prozent höher.
Der Grund ist der Iran-Krieg.
Chemiekonzerne aus China, Japan oder Südkorea brauchen Grundstoffe aus dem Nahen Osten.
Weil die Straße von Hormuz gesperrt ist, mussten viele ihre Produktion herunterfahren.
BASF bezieht seine Rohstoffe für Europa, aber überwiegend aus Europa.
und aus Nordafrika und kann deshalb die Preise anheben.
Das ist aber noch kein Beleg für einen breiten Nachfrageboom in Europa und es dürfte auch nur so lange halten, bis Asien wieder normal produzieren kann.
Dazu kommt der Sparkurs.
Seit Anfang 2024 hat BASF rund 8500 Stellen abgebaut und mehrere Anlagen in Deutschland stillgelegt.
Jetzt will der Konzern den Konkurrenten Evonik für über 11 Milliarden Euro kaufen.
BASF sieht das als starke deutsche Antwort auf den globalen Wettbewerb.
Man könnte es aber auch anders sehen.
Allein scheint es nämlich für die deutsche Chemie schwer zu werden.
Bei der Deutschen Bank sieht es noch besser aus.
In den ersten neun Monaten hat sie vor Steuern 8,5 Milliarden Euro verdient.
So viel wie noch nie.
Das Ergebnis kommt aus mehreren Bereichen, vom Geschäft mit Unternehmen, aus der Investmentbank und von Privatkunden und der Vermögensverwaltung.
Alle vier Geschäftsbereiche haben hier zum Gewinnwachstum beigetragen.
Das Umsatzziel von 33 Milliarden Euro für 2026 wird die Bank nach eigenen Aussagen entspannt übertreffen.
Im Handel mit Anleihen und Währung war die Deutsche Bank sogar besser als die Wall-Street-Konkurrenz.
Die Erlöse sind zwar um 3% gesunken, bei den großen US-Banken waren es aber im Schnitt sogar 5% minus.
Fairerweise muss man sagen, dass die Amerikaner dafür beim Aktienhandel stark waren.
Den hat die Deutsche Bank 2019 aufgegeben.
Spannender als Rückschluss auf die deutsche Wirtschaft ist das Privatkundengeschäft, denn da lagen die Kredite mit knapp 250 Milliarden Euro genau auf dem Niveau vom Vorjahr.
Gleichzeitig haben die Kunden im Quartal netto 17 Milliarden Euro neu angelegt und damit so viel wie noch nie.
Unterm Strich geht es beiden Konzernen gut, aber nicht, weil die deutsche Wirtschaft brummt.
Das sagt auch die Bundesregierung.
Das Wachstum kommt dieses Jahr vor allem vom Export und vom Staat.
Ein Teil vom Exportplus kam sogar daher, dass Kunden im Ausland wegen der Lieferengpässe energieintensive Produkte aus Deutschland auf Vorrat gekauft haben, also quasi der BASF-Effekt.
Für 2028 rechnet die Regierung dann nur noch mit 0,6% Wachstum.
Dein Crypto-Kick der Woche.
Es gibt ja viele Theorien dazu, wieso der Kryptomarkt in den letzten Jahren eher schlecht gelaufen ist.
Eine der aus meiner Sicht wahrscheinlichsten Theorien ist, dass einfach die Alternativen attraktiver geworden sind.
Zum Beispiel im Aktienbereich die ganzen KI-Aktien sind einfach viel, viel stärker gestiegen.
Da war viel, viel mehr Dynamik als jetzt im Kryptobereich.
Da fließt also teilweise Kryptogeld hin und auf der anderen Seite gibt es dann eben die Prediction Markets für alle, die noch ein bisschen mehr zocken wollen.
Und auch da kann man teilweise deutlich mehr Geld in kurzer Zeit verdienen als eben am Kryptomarkt.
Dass hinter dieser These Prediction Markets schaden Krypto ein bisschen mehr steckt, hat man gestern ganz gut an den neuen Zahlen von Robinhood gesehen.
Die haben ja einerseits das klassische Brokergeschäft, wo sie eben auch Kryptohandel anbieten, haben aber auch einen relativ neuen Prediction Market.
Und bei denen ist es so, dass der Kryptohandelsumsatz in der App um 6% gesunken ist im letzten Quartal.
Gleichzeitig ist der Umsatz vom Robinhood Prediction Market aber 11% gestiegen.
Und sie haben zwar nicht gesagt, wie viel das zahlenmäßig ausmacht, aber das Management meinte, dass sich im Prediction Market Wetten auf Kryptokurse sehr gut entwickelt haben.
Also man kann da nicht nur auf irgendwelche Sportevents wetten, sondern auch darauf wetten, ob der Bitcoin zum Beispiel in den nächsten 15 Minuten steigen oder fallen wird.
Und dass solche Wetten wachsen, während eben der klassische Kryptohandel schrumpft, kann Zeichen dafür sein, dass sich da wirklich was hinverschiebt.
Insgesamt fand ich aus Sicht von Robinhood außerdem spannend, dass der Umsatz mit den Prediction Markets eben nur 11% gewachsen ist.
Das ist für so ein komplett neues Produkt, das ja aktuell auch sehr viel in den Medien ist, jetzt kein crazy Wachstum.
Dafür gab es aber zumindest im Crypto-Business eine andere gute Nachricht.
Robinhood hatte ja im Juli eine eigene Blockchain gestartet, die Robinhood Chain und auf der werden zum Beispiel tokenisierte Aktien gehandelt, also Aktien in Form von einem Crypto-Token, aber auch andere Finanzprodukte.
Und diese Chain hat eben alleine im letzten Quartal aus dem Stand 26 Millionen Dollar Umsatz gebracht.
Klingt alles erstmal ganz solide, man muss aber sagen, dass die Aktie gestern 5% verloren hat.
Das könnte vielleicht an den Nutzerzahlen liegen.
Ich hatte ja vor ein paar Wochen schon mal ein bisschen mehr über Robinhood gesprochen und habe auch gesagt, dass es aus meiner Sicht neben den ganzen neuen Produkten auch einfach mehr neue Nutzer braucht.
Im zweiten Quartal sah das zum Beispiel mit fast einer Million Neukunden auch überraschend gut aus.
Das ist jetzt aber wieder auf 300.000 eingebrochen.
Neben Robinhood ist mir dann noch eine Analyse von der Financial Times aufgefallen.
Die hat sich mal angeschaut, welche Trader auf dem Prediction Market Polymarket, also einem der zwei größten, das meiste Geld verdienen.
Und der absolute Top-Performer mit 12 Millionen an Gewinnen seit April 2026 ist ein Nutzer mit dem Namen Swiss Tony.
Der macht am Ende nichts anderes als Sportwetten.
Er macht es aber sehr strategisch.
Er hat 184.000 Wetten abgeschlossen dieses Jahr und hatte im Juni mal eine Phase, wo er 26 Tage am Stück mindestens einmal die Stunde gewettet hat.
Da steckt also ziemlich sicher ein Algorithmus dahinter.
Spannend ist das auch, weil alle anderen Wetter in den Top 5 einfach nur viel Geld auf einige Wetten gesetzt haben und einfach gesagt Glück hatten.
Sein Ansatz ist da deutlich stabiler und erinnert auch ein bisschen daran, was algorithmische Trader an der Börse machen.
Sie machen viele kleine Wetten ohne viel Risiko und verdienen dann pro Wette zwar nur wenig Geld, aber es summiert sich insgesamt.
Bei Swiss Tony ist es zum Beispiel so, dass er pro Wette unter 2% gewonnen hat.
Der Trick ist aber, dass er sehr viele Wetten macht.
Und er hat zum Beispiel ein Budget von 17 Millionen, also das war seine Maximalwette, 17 Millionen.
Aber er hat das Geld so oft eingesetzt, dass er insgesamt über eine halbe Milliarde in Wetten gesteckt hat.
Und bei einer halben Wette sind dann eben auch 2% schon ordentlich Kohle.
Mit 50 Euro 900 Euro, wenn Burak ihn jetzt macht.
Hadi Burak!
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdam bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
