# AI Funding Boom and Pension Fee Wars

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-28

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das Comeback der KI-Werte, die Bruchlandung von Boeing und den Paketboten, der plötzlich zum KI-Profitur wird.
Im Thema des Tages verraten wir euch, wer beim großen Preiskampf ums neue Altersvorsorge-Depot gewinnt.
Die Anbieter oder ihr?
Und in der AAA-Idee dreht sich alles um den neuen alten Made-in-Germany-Plan von Porsche.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Mittwoch, der 28.
Oktober und wir wünschen euch einen Start in den Tag, der auf ganzer Breite gelingt.
Denn genau das funktioniert an der Börse gerade nicht so.
Und der Wall Street, die hat das gestern auch nicht geschafft, gelingt auf ganzer Breite.
Der Nasek 100, der hat zwar 1,3% zugelegt auf 29.651 Punkte.
Und das ist schon der zweite Tag in Folge mit mehr als 1%.
Das gab es seit knapp drei Monaten nicht mehr, liebe Lea.
Und trotzdem sind rund 60 Prozent der Werte im S&P 500 gefallen.
Der Index selbst steht 0,6 Prozent höher bei 7.722 Punkten.
Die gleichgewichtete Variante hat aber nur 0,1 Prozent geschafft.
Der Dow ist praktisch unverändert bei 52.377 Punkten aus dem Handel gegangen.
Und da ist wieder das alte Spiel im Gang.
KI gegen den Rest.
Und wir hatten es ja gestern schon so ein bisschen angedeutet, da gab es ja schon die ersten Gründe für die KI zum Feiern.
Und da geht es nämlich ums Geld.
Die größte Sorge der letzten Wochen war ja, wer diesen Rechenzentrumsboom eigentlich bezahlen soll und ob es da genug Geld gibt.
Und dann kommen binnen 36 Stunden die Antworten im Paket.
Diese Meta-Geschichte haben wir euch ja schon gestern erzählt.
Aber diese Aktien, die ersten Aktien für 25 Milliarden Dollar, die waren fünffach überzeichnet.
Und für Broadcom, Zimmern, Bank of America, Blackstone City und Morgan Stanley eine 63 Milliarden Finanzierung, mit der Chips für Antropic gekauft werden.
Und der Börsenbeschweite von Antropic liegt jetzt auch auf dem Tisch und auch da scheinen genügend Zeichner sich zu finden.
Ja, heißt also unterm Strich, das Geld ist noch da.
Der US-Chip-Index hat auch 3,6 Prozent gestern gewonnen, Broadcom 4 Prozent, Oracle 3,5.
Aber Goldman Sachs bremst so ein bisschen die Euphorie.
Die Händler dort sagen, das sei vor allem eine Erholung, weil der Verkaufsdruck nachlässt.
Anleger, die offensiv in KI einsteigen, sehen wir nur vereinzelt.
Und Europa hat da überwogen auch die Kursgewinne.
Der DAX-Decke war 0,7 Prozent.
Auf 25.591 und die europäischen Chip-Werte, die stiegen sogar mehr als 5 Prozent.
Infineon plus 4,8, STMicro plus 7,1.
Na klar, und Siemens Energy, wenn KI läuft, sind die auch dabei, plus 4,4.
Und BI-Semi-Contactor, die hat 11,4 Prozent gemacht, weil Applied Materials seinen Anteil von 9 auf 20 Prozent aufstocken will.
Und nach Handelsschluss hat auch noch Awesome International nachgelegt.
Die Niederländer heben ihr Umsatzziel für 2027 um rund ein Viertel auf mehr als 5,7 Milliarden Euro an.
Damit könnten sie ihr Ziel für 2030 drei Jahre früher erreichen.
Die US-Papiere stiegen 6,7 Prozent.
Das muss man sich mal vorstellen.
Die Kunden bestellen schneller, als die Lieferketten überhaupt hinterherkommen.
Tja, anders sieht es bei den...
Da bestellen die Kunden etwas langsamer, als die Autos gebaut werden.
Das ist nämlich beim DAX war Mercedes der große Verlierer, minus 3,9 Prozent.
Und das Problem ist nämlich, China wird schwieriger, die Kosten steigen.
Der operative Gewinn soll jetzt nur noch auf Vorjahresniveau landen.
Und das hat der Aktie eben ein Minus beschert.
Porsche dagegen plus 3,8 Prozent nach soliden Zahlen, aber dazu gleich mehr in der Triple-E-Idee.
Beiersdorf stand bei minus 3,3 Prozent, weil das organische Wachstum ausgeblieben ist.
Das ist schon ein Warnsignal für die ganze Konsumbranche.
Und Süß Microtech verlor 4 Prozent nach einer Gewinnwarnung.
Also nicht jeder Chip aus Rüster schwimmt gerade mit.
Und in den USA ging Boeing gestern in den Sinkflug.
So ein schönes Bild.
Boeing im Sinkflug.
Minus 10,7 Prozent und das ist der tiefste Stand seit 18 Monaten und der Konzern kappt das Auslieferungsziel.
Und was noch mehr Schmerz beim freien Cashflow für 2027 stellt, Boeing etwa drei Milliarden in Aussicht.
Und Analysten hatten mit zweieinhalb mehr gerechnet, also 5,5 Milliarden.
Ein bisschen verfehlt.
Ganz anders UPS.
Die Aktie gewann sechs Prozent.
Der Paketdienst hat die Jahresprognose angehoben und beziffert allein das Logistikgeschäft rund um Rechenzentrum auf 15 Milliarden.
Die KI kommt also sogar beim Paketboten an.
Coca-Cola verlor dagegen 1,6 Prozent, weil in Nordamerika die Absätze stagnieren.
Und das Problem dort liegt auch im nächsten Jahr.
Die Aktie 2026 hat schon 30 Prozent gemacht und 2027 fällt der Rückenwind durch die Fußball-WM so ein bisschen weg.
Bernstein rechnet damit, dass sich das Gewinnwachstum dann auf unter 4 Prozent abschwächt.
Und bei Paypal, da ist es genau umgekehrt.
Da gewann die Aktie, obwohl der Umsatz leicht enttäuscht hat.
Paypal spart sich gesund.
Die Einsparungen sollen auf über 700 Millionen Dollar steigen und deshalb steigt auch die Gewinnprognose.
Aber die Baustelle bleibt der Bezahlknopf im Online-Handel.
Der wächst gerade mal um ein Prozent, obwohl ja die Inflation schon alleine um fast drei steigt.
Das ist natürlich misslich.
Und die Hoffnung ruht jetzt darauf, dass Venmo, das ist ja diese Bezahl-App, und den Ratenkauf, dass das irgendwie mehr zulegt.
So, um da ein schönes Airline-Bild jetzt noch zu ergänzen.
Es gab auch gestern einen Steigflug.
JetBlue gewann nämlich 19 Prozent, weil die Airline verspricht, 2027 wieder Geld zu verdienen.
Und GM plus 5,7, weil der Autobauer von der New Yorker Börse an die Nasdaq wechselt.
Und General Motors darf sogar auch noch auf dem Platz im Nasdaq 100 hoffen.
Genau.
Und das ist nämlich so ein berühmter Halo-Effekt, so ein Heiligenscheineffekt.
Wenn du an der Nasdaq gelistet bist und im Nasdaq 100 bist, dann bist du automatisch so ein Wachstumswert, egal ob du wächst oder nicht.
Und das wollen die jetzt alle ausnutzen, die Unternehmen.
Und deswegen ist es so ein erfolgreiches Ding.
Dann gab es nach Börsenschluss noch weitere Welle an Zahlen.
Und die waren so ein bisschen gemischt.
Seagate hat beim Gewinn und beim Ausblick die Erwartungen übertroffen und trotzdem für die Aktie 4,6 Prozent.
So ein klassisches Sell the News.
Der Festplattenbauer, der liegt aber trotz der jüngsten Rücksetzer seit Jahresanfang.
immer noch rund 100 Prozent im Plus.
Robinhood fiel dagegen 7,3 Prozent.
Der Umsatz lag knapp unter den Erwartungen, vor allem weil die Zinserträge schwächeln.
Dabei hat sich das Geschäft mit Ereigniswetten mehr als versechstfacht.
Noch härter erwischt es Enphase, minus 15,5 Prozent.
Der Solarspezialist erwartet für das vierte Quartal 240 Millionen Dollar Umsatz.
Die Analysten hatten mit rund 300 Millionen gerechnet.
Und Visa hat einen Hauch besser abgeschnitten als erwartet.
Gewinnen die Aktie 3,48 Dollar Umsatz plus 13 Prozent.
Spannend sind die Zusatz, den sie die Visa mittlerweile macht und die um 40 Prozent wachsen.
Und NXP und Teradine, die lagen über den Schätzung.
Aber bei allen gilt, was die Analysten von Vital Knowledge so schön zusammengefasst haben.
Kein schlechter Bericht, nur eben nicht gut genug für die Bullen.
NXP nach plötzlich minus 7,4 Teradine, minus 5.
Am Ölmarkt.
Schaut man derweil nach Israel und auch nicht nur am Ölmarkt, eigentlich die ganze Welt.
Laut Nachwahlbefragungen liegt nämlich Herausforderer Gadi Eisenkart mit 52 von 120 Sitzen knapp vor Benjamin Netanyahu mit 50 von 120.
Beide verfehlten damit die eindeutige Mehrheit.
Ein Sieg von Eisenkart würde neue Angriffe auf den Iran unwahrscheinlicher machen.
Die Ölsorte WTI ist unter 100 Dollar gerutscht, Brent unter 114 Dollar.
Gold dagegen plus 1,1 Prozent auf 4.061 Dollar.
die ganze Marktstimmung so zusammenfasst, dann hat die sich in kurzer Zeit wirklich gedreht.
Ende vergangener Woche stand ja der Angst- und Gierindex von CNN noch bei 21.
Der geht ja von 0, wenn die Angst ganz extrem ist, bis 100, wenn die Gier ganz extrem ist.
Und inzwischen steht er schon bei 34.
Und das ist schon mal eine große Erholung.
Und jetzt muss die Rallye aber noch beweisen, ob sie wirklich nachhaltig ist.
Und da kommt die erste Prüfung heute Abend, liebe Lea.
Ja, und damit doch direkt zu den Terminen.
Heute Morgen geht es los mit verschiedenen Quartalzahlen unter Deutsche Bank, BASF, DWS, Mercedes.
Und um 7.30 Uhr folgen dann Aiden Delivery Hero und dann um 8 Uhr kommt das GSK-Verbrauchervertrauen, Yuri Lever und Stellantis.
Am Mittag legt London den Haushalt vor.
Um 17.45 Uhr kommen dann noch Quartalzahlen von Airbus.
Heute Abend entscheidet dann die FED.
Erwartet wird ja eine Pause bei 3,75 bis 4 Prozent.
Und spannend wird dann vor allem, was Kevin Walsh über Dezember noch.
verrät und ab 21 Uhr nachbörslich kommen da noch Zahlen von Alphabet und Microsoft dazu, Ford und eBay.
Das Thema des Tages.
Da war ja in Kalifornien die großen Goldgräber, sind sie losgerannt und die ganze Welt lief nach Kalifornien und in diesem Jahr, 2026 oder beziehungsweise zum Jahreswechsel 2027, rennen die Banker los.
Da ist auch eine gewisse Goldgräberstimmung ausgebrochen.
Und worum geht es?
Es geht um die Rente.
Goldgräberstimmung bei der Rente.
Mehr als 70 Anbieter wollen euch nämlich ab dem 1.
Januar ein Altersvorsorge-Depot, also dieses berühmte AVD, verkaufen.
Und das Manager-Magazin zeigt auf seinem November-Titel schon so eine Asterix-Keilerei zwischen Sparkassallianz, ING und Trade Republic und die Überschrift Goldrausch-Rente.
Wow.
Ja, die Keilerei wird gerade richtig wild.
In den vergangenen Tagen haben die ING und Union Investment, die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken, ihre Preise verraten.
Und heute legt Bitpanner nach.
Das erfahrt ihr gerade ganz exklusiv von uns.
Und auch stellt sich natürlich die Frage, wer gewinnt bei diesem Preiskampf?
Am Ende sind es die Anbieter oder seid ihr es?
Und das wollen wir euch im Thema des Tages heute mal erklären.
Erstmal, warum alle so scharf auf dieses Depot sind?
Naja, wer das anlegt und 150 Euro im Monat einzahlt, also man muss natürlich förderberechtigt sein, dann bekommt man rechnerisch 45 Euro Zulage dazu.
Und pro Kind gibt es nochmal 25 Euro im Monat extra obendrauf.
Also 30 Prozent auf jeden eingezahlten Euro.
Und das Geld muss nicht in eine teure Garantie.
Es darf voll an die Börse.
Kein Wunder, dass Abwest bis 2040 rund eine Billion Euro im Produkt für möglich hält.
Ja, und eine Billion, das klingt tatsächlich nach einem Goldrausch.
Und wer jetzt einen Kunden gewinnt, der behält ihn im Zweifel sehr viele Jahre, vielleicht sogar 50 Jahre oder sogar länger.
Und Scalable-Chef Eric Pottsoweit nennt das ganz offen Sticky Money.
Und deshalb ist eben dieser Preiskampf so brutal, weil alle sagen, wenn ich jetzt einen Kunden kriege, dann bleibt er bei mir und macht möglicherweise noch weitere Geschäfte.
Und Trade Republic, die verlangen gar nichts mehr.
Und bei 51 ETFs, das haben wir ja schon mal hier berichtet, übernimmt der Broker sogar die Fondskosten für euch.
Ja, und das, obwohl Trade Republic-Gründer Christian Hecker selbst sagt, dass man mit dem Depot eigentlich kein...
Geld verdiene, aber eben auch kein Geld verliere.
Heißt übersetzt, verdient wird am Rest.
Wer fürs Rentendepot kommt, bringt im besten Fall gleich sein normales Depot noch mit.
Aber da hält die ING gegen.
Genau.
Mit zwei Varianten wollen Sie gegenhalten.
Das Relax-Depot ist das Standard-Depot mit zwei aktiv gesteuerten ETFs und kostet 0,2 Prozent im Jahr.
Und im Aktiv-Depot, da könnt ihr aus mehr als 1.000 ETFs und Fonds selbst wählen, also euch selbst das zusammenstellen, das geht ab 0,03 Prozent.
Depot, Sparplan, Orders und Wechsel kosten bei der Bank selbst nichts.
Wobei kostenloses Depot heißt nicht automatisch kostenlose Fonds und 0,2% für Standarddepot ist in diesem Umfeld schon fast teuer.
Die DK-Fallung 0,1% Scalable erlässt die Kosten im Standarddepot 2027 komplett.
Dafür lockt die ING aber mit 50 Euro Startbonus.
Und jetzt wird es noch interessant.
Jetzt kommt nämlich auch Union Investment.
Die sind ja Marktführer bei diesen Riester-Fonds mit 1,8 Millionen Kunden.
Und die müssen natürlich aufwachen, was kann ich diesen 1,8 Millionen Kunden irgendwie bieten.
Und die haben jetzt ihre Konditionen bekannt gegeben.
Das Standardprodukt Uni-Vorsorge-Basis besteht aus zwei aktiv gemanagten ETFs der Tochter Quoniam für Aktien und Anleihen.
Kostenpunkten 0,55 Prozent Verwaltungsvergütung im Jahr plus Transaktionskosten im Fonds.
Das hat uns Union Investment.
und auf Nachfrage noch bestätigt.
Conium arbeitet quantitativ.
Enhance Indexing heißt das.
Übersetzt, die bleiben eng am Index und versuchen mit Rechenmodellen ein kleines bisschen besser zu sein.
In Univorsorge Pro und Garantie steckt dann noch der klassische Uni Global für 1% Verwaltungsgebühr.
Einen Ausgabeauftrag gibt es immerhin bei keinem Produkt.
Das war ja bei der Riester-Rente so.
Und 0,55% ist aber, naja, mehr als das Fünffache der DK.
Und selbst aus dem Umfeld der Union zitiert das Manager-Magazin jemanden, der sagt, na, hier wäre eine große.
Gelegenheit vertan.
Die Union hält dagegen.
Vorsorgechef Alberto Del Pozzo sagt, es gebe keine Nullkostenprodukte.
Zulagen, Steuerregeln, Versorgungsausgleich bei Scheidungen.
Das sei viel aufwendiger als ein Online-Depot und das teilt über 90 Jahre.
Das Argument ist ja nicht falsch, nur teuer garantiert noch keinen guten Service und gratis heißt nicht automatisch schlecht.
Und jetzt kommt auch noch Bitpanda mit einem eigenen Angebot.
Ja, im Standarddepot der Wiener kosten Depot, Sparplan und Order nichts.
Die Fondkosten übernimmt Bitpanda in den Kalenderjahren 2027 bis 2029.
Aber Achtung, das sind jetzt keine drei Gratisjahre für euch als Anleger.
Wer erst 2029 einsteigt, hat nur noch ein Jahr davon übrig.
Ich finde es ja schon ein bisschen ironisch, weil Bitpanda ja eigentlich für Krypto bekannt ist.
Und Krypto, das Kerngeschäft von Bitpanda, bleibt ja im Altersvorsorgerdepot draußen vor.
Zulage auf Bitkom gibt es nämlich nicht.
Und Bitpanda wirbt also mit dem, was alle anderen auch haben, nämlich einfach mit ETFs.
Was heißt das jetzt für euer Depot?
Wir haben das mit echten MSCI World Kursen mal über 40 Jahre durchgerechnet.
150 Euro im Monat plus 45 Euro Zulage.
Ohne Kosten wären daraus knapp 732.000 Euro geworden.
Bei 0,2 Prozent so viel wie im ING Standard Depot rund 692.000.
Bei den 0,55 Prozent der Union etwa 630.000 Euro.
Also gut 100.000 Euro weniger als im Kratis-Depot.
Und das ist mehr, als der Sparer in 40 Jahren selbst eingezahlt hat, nämlich 72.000 Euro.
Und wenn man jetzt mal sagt, 1% Gebühren wie im Uni Global bleiben rein rechnerisch sogar nur 554.000.
Allerdings muss man auch sagen, der Uni Global hat den MSCI World in den vergangenen 30 Jahren trotz dieser Kosten klar geschlagen.
Ja, aber an der Stelle müsst ihr aufpassen und einmal genau wissen, viele dieser Gratisangebote haben halt ein Verfallsdatum.
Flatex zum Beispiel erstattet fünf Jahre, danach höchstens 0,07 Prozent.
Scalable erstmal bis 2027.
Trade Republic spricht von langfristig, nennt aber keine verbindliche Laufzeit.
Und Smart Broker erstattet drei Jahre, danach nur, wenn ihr mindestens 15 Trades im Jahr macht.
Sparpläne zählen da nicht.
Für die Rente extra traden.
Das finde ich eine witzige Idee, damit die Rente wieder billiger wird.
Ein bisschen absurd ist das.
Aber wer aktiv tradet und denkt 15 Trades, das kriege ich hin, der kann sich das eben mal anschauen.
Erhöht ein Anbieter die Kosten, muss er das vier Monate vorher ankündigen und ihr dürft dann sogar kostenlos wechseln.
Also ganz wichtig, lasst euch von dem Goldrausch nicht anstecken.
Die Zulage gibt es fürs ganze Jahr 2027 und wenn ihr erst im Herbst eröffnet, dann auch.
Wer Breitenwelt-ETFs spart, sollte unter 0,2% landen und prüfen, ob der Wunsch-ETF auch auf der Gratisliste steht.
Und wenn euch der Berater am Banksthalter ein Produkt für 1% oder mehr ans Herz legt, dann rechnet ihm die 178.000 Euro Unterschied einfach mal vor.
Wir haben es ja vorhin gesagt, 732.000 gegen 500 irgendwas.
einen Riesenunterschied.
Und für die Branche nennt sich das, wenn man am Bankschalter ein teures Produkt verkauft, Cross-Selling.
Für euch ist es einfach wirklich eine sechsstellige Rechnung, die euch bei eurem Altersvorsorge verloren geht.
Holger, Porsche ist bei uns ja sowas wie ein Stammgast.
Wir haben über den Börsengang gesprochen, über Gewinnwarnungen, den Abstieg aus dem DAX und die Rolle rückwärts zum Verbrenner.
Fast jedes Mal schwangst du ein bisschen Hoffnung mit auf die Wende und jetzt könnte es sogar wirklich soweit sein.
Also ihr dürft trotzdem schon mal skeptisch sein, wenn wir schon wieder mit Porsche um die Ecke kommen und das als Triple-E-Idee hier bringen.
Tja, diesmal könnte es wirklich, aber diesmal wirklich der Durchbruch sein.
Diesmal wirklich, genau.
Warum das steht in den Zahlen, die Porsche gestern vorgelegt hat.
In den ersten neun Monaten hat der Sportwagenbauer 178.532 Autos ausgeliefert.
Das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahr.
Und der Umsatz, der ist im selben Zeitraum aber nur um 5,9 Prozent auf 25,3 Milliarden Euro gesunken.
Und genau in dieser Lücke steckt die Geschichte für unsere Triple-E-Idee.
Ja, jedes Auto bringt also mehr Geld.
Im Autogeschäft sind es im Schnitt rund 126.000 Euro pro Fahrzeug und damit rund 6.000 Euro mehr als vor einem Jahr pro Fahrzeug.
Wer schon mal im Porsche im Konfigurator zusammengeklickt hat, ahnt, woher das kommt.
Die Wunschlackierung kostet extra, das Leder in Sonderfarbe kostet auch extra und irgendwann ist die Aufpreisliste das eigentliche Produkt für Porsche.
Und genau darauf setzt auch Konzertchef Michael Leisters, der Porsche kleiner und teurer machen will.
Finanzchef Jochen Preckner gestern erklärt hat, Porsche will bald entscheiden, ob der Cayenne mit dem nächsten Modellwechsel aus Bratislava zurück nach Leipzig kommt.
Und dann wären alle Porsche-Modelle wieder made in Germany.
Den Anstoß dafür gibt Audi.
Baut die Schwester tatsächlich ein Werk in den USA, zieht die Produktion ihrer großen SUVs aus der Slowakei ab.
Der Cayenne teilt sich dann mit ihnen die Technik und ohne sie verliert Bratislava für Porsche seinen größten Vorteil.
Und mit in die USA will Porsche aus heutiger Sicht nicht gehen.
Dafür baut der Konzern laut Breckner zu wenige Autos und die vielen Sonderwünsche, die lassen sich nicht einfach über den Atlantik verpflanzen.
Auf Zollerleichterungen hofft er auch nicht mehr.
Die 15% US-Zoll sind fest eingeplant.
besser ist.
Für Leiters gehört die Herkunft ohnehin zur Marke.
Porsche soll noch stärker für den deutschen Sportwagen stehen.
Und genau das soll die höheren Preise auch tragen.
Und billig wird es natürlich nicht.
In Leipzig sind die Löhne höher als in der Slowakei.
Die Rechnung geht also nur auf, solange die Kunden die höheren Preise auch mitmachen.
Im Gewinn sieht das auf den ersten Blick sehr gut aus.
Das operative Ergebnis ist in den neuen Monaten von 40 Millionen auf 1,74 Milliarden Euro gesprungen.
Allerdings hatte Porsche im Vorjahr 2,7 Milliarden Euro für die Kehrtwende zum Verbrenner verbucht.
Die operative Marge liegt jetzt bei 6,9 Prozent.
Im dritten Quartal alleine waren es 4,8 Prozent.
Und vor drei Jahren, da lag sie sogar noch bei 18 Prozent.
Auch der Cashflow, den die Deutsche Bank als positive Überraschung gelobt hat, braucht ein Sternchen.
Im Autogeschäft sind netto 2,5 Milliarden Euro in die Kasse geflossen.
Fast doppelt so viel wie vor einem Jahr.
Knapp eine Milliarde davon stammt aber aus dem Verkauf der Anteile an Bugatti und Remarque.
Porsche spricht selbst von Sonderfaktoren.
Das Management nennt 2027 jetzt ausdrücklich noch ein Übergangsjahr, in dem Absatz und Marge noch einmal unter 2026 liegen sollen.
Auf der Haben-Seite stehen dann 8,2 Milliarden Euro Nettoliquidität.
Das ist gut ein Fünftel des Börsenwerts.
Und langfristig will Leiters mindestens 15 Prozent Marge erreichen und schon unter 200.000 Autos im Jahr soll Porsche künftig Geld verdienen.
Sein Vorgänger hatte noch über 20 Prozent gesprochen.
Für euch als Anleger heißt das, der Durchbruch zeigt sich bislang im Umsatz pro Auto und in der Marge könnte er erst noch kommen.
Das Kursziel der Deutschen Bahn liegt bei 55 Euro und damit gut ein Viertel über dem aktuellen Kurs.
Wer jetzt einsteigt, wettet also darauf, dass 2027 der Boden ist und braucht Geduld bis mindestens März.
Dann legt nämlich Porsche den ersten Ausblick auf das Übergangsjahr vor.
Bis dahin ist die Aktie etwas für die zweite Reihe im Depot gestaffelt gekauft.
Der Markt hat bei Porsche vier Jahre lang vor allem Versprechen gekauft.
Diesmal liegt zum ersten Mal ein Beleg dabei.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA-at-welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Tom hat uns bei Instagram geschrieben und darauf aufmerksam gemacht, dass es mal wieder Fake-Accounts von uns gibt.
Da wird unter anderem mit unserem Logo oder auch unseren Fotos versucht, euch in WhatsApp-Gruppen zu locken und da wiederum natürlich euer Geld und eure Daten abzugreifen.
Und wir stehen in wirklich...
Gar keine Verbindung dazu.
Es gibt unseren offiziellen Triple-E-Account, alles unter Strich auf, unter Strich Aktien, der mittlerweile sogar einen blauen Haken hat.
Und wir versorgen euch mit Edutainment, aber wird niemals in WhatsApp-Gruppen locken und oder Kreditkartendaten abfragen.
Wir können nur appellieren, seid gern skeptisch, wenn ihr solche Accounts seht.
Und meldet sie auch.
Und wenn wir schon darüber sprechen, können wir nochmal auf die Folge mit Hauptkommissar Jentsch euch ans Herz legen vom Samstag.
Da lässt sich sehr viel mitnehmen, um eben nicht auf solchen Anlagebetrug online reinzufallen und so Krypto-Scams.
Und jetzt, wo das geklärt wäre, kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
