# Anthropic IPO Risks and AI Capital Allocation

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-27

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über MEDDAS Rekordkapitalerhöhung, den Lula-Schock in Brasilien und Elon Musks Guppi-Prophezeiung.
Im Thema des Tages enthüllen wir die wahren Dimensionen des Anthropic-Hypes und in der Triple-E-E-D testen wir erst ein Gerät und dann die dazu passende Aktie.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Nando Sommerfeld und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Dienstag, der 27.
Oktober und wir wünschen euch einen furchtlosen Start in den Tag.
Ja und furchtlos auch deshalb, weil das Angst- und Gierbarometer von CNN gerade bei 27 Punkten steht und das heißt Angst.
Und dabei hatten die Bullen gestern endlich eigentlich sogar mal wieder was zum Feiern.
Ja und zwar waren es gleich...
Drei Geldgeschichten an einem Tag, die Grund zum Feiern gaben.
Antropic hat sein Börsenprospekt jetzt endlich öffentlich gemacht.
Bisher haben wir nur einige Insider mal reinschauen dürfen.
Dazu gleich mehr im Thema des Tages.
Und Meta will bis zu 95 Milliarden Dollar frisches Eigenkapital einsammeln.
Und SpaceX leiht sich.
Bei Apollo mal eben so 40 Milliarden für Chips.
Und die Botschaft, die man da lesen konnte, war, das Geld für KI, das scheint doch noch da zu sein.
Ja, ziemlich laute und deutliche Botschaft.
Und diese Botschaft, die hat getragen, der DAX gewann 0,9 Prozent auf 25.441 Punkte.
Und in New York stieg der S&P 500 um 0,7 Prozent und der Nestec 100 sogar um 1,1 Prozent.
Und der Halbleiterindex Sox, der sprang um 2,8 Prozent.
Und das war tatsächlich der beste Tag seit über einem Monat.
Und zwischenzeitlich war das Plus sogar bei über 3%.
Das war ein ganz guter Tag, vielleicht hoffentlich nicht wieder so viel vergangene Woche, weil es dann Montag gut startet und wir dann irgendwie im Laufe der Woche abbauen.
Fangen wir vielleicht mit dem größten Brocken mal an, Medda.
35 Milliarden kommen jetzt über normale Aktien und einen Pflichtwandler und weitere 60 Milliarden soll ab nächstem Jahr dann nach und nach über eine neue Aktiengattung ohne Stimmrecht folgen.
Und das alles bedeutet, eine der größten...
Aktienplatzierung der Geschichte und trotzdem gab die Aktie nur knapp 2% nach.
Spannend sind die Zeichner, Nvidia, EMD und Broadcom wollen zusammen bis zu 5 Milliarden Dollar zeichnen und zugreifen.
Ja, das haben wir irgendwie schon so oft gehört, gelesen und erlebt.
Die Lieferanten kaufen sich beim Kunden ein, damit der dann weiter bei ihnen bestellt.
Naja, Nvidia hat es gefreut.
Die Aktie gewann gestern 2,4 Prozent.
Und warum braucht Medda das Geld?
Der freie Cashflow, der ist im dritten Quartal nämlich ins Minus gerutscht.
Und allein bis Jahresende sollen nochmal 50 bis 60 Milliarden in Rechenzentren fließen.
Aber immerhin gibt es was für Einkommensjäger.
Der Pflichtwandler soll 6 bis 6,5 Prozent Dividende zahlen.
Es gibt aber einen kleinen Haken an diesem Wandler.
Bis rund 20 Prozent Kurs plus wird da nichts gewandelt.
Da habt ihr nichts von.
zulegen sollte, aber nach unten bei so einem Wandler seid ihr leider voll dabei.
Ja, das ist also kein schützender Airbag, sondern eher so eine Art Aktien-Abo mit Zinsaufschlag.
Ja, und dann haben wir da noch Elon Musk.
Natürlich.
SpaceX hat die 40 Milliarden bei Apollo fix gemacht, wir haben es gesagt.
Und lauter war Musk gestern allerdings auf X.
Auch nichts Neues.
Aber da hat er prophezeit, den über 200 Neoclouds, also den Vermietern von KI-Rechenleistungen, drehen die Banken bald den Kredithahn zu.
Sagt er, sagt ihnen also, ein Sterben, so nannte er es, auf Guppiniveau voraus.
Guppiniveau, das erinnert mich an meine Oma Martha.
Wir hatten zu Hause nämlich früher Fische, so Guppis.
Und die hat die Fische leider überfüttert, als wir im Urlaub waren.
Und dann waren die Guppis alle tot.
Ach man, Oma Martha.
Ja, Oma Martha, genau.
Ist 101 geworden, die Oma.
Oh wow.
Und wenn man auch diese Guppy-Geschichte, das hat auch gestern nicht so wirklich gezündet.
Corvive stiegen nämlich trotz dieser Guppy-Geschichte 1,8 Prozent.
Und interessant ist auch noch was anderes.
Bei all diesen Deals, also Antropic, Meta und SpaceX, hat eine Bank die Finger voll im Spiel, nämlich Goldman Sachs.
Sie führt die Meta-Platzierung mit an, hat den SpaceX-Chip-Deal als einziger strukturiert und ist auch beim Antropic-Börsengang die Nummer 1 im Bankenkonsorz.
Das ist echt verrückt, oder?
Mindestens zusammen 210 Milliarden Dollar an einem einzigen Montag.
Da dürften Gebühren im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich hängen bleiben.
Die Goldman-Aktie legte entsprechend gut zwei Prozent zu.
Das ist echt verrückt.
Die sind wirklich gut im Geschäft, die Goldman.
Im KI-Goldrausch sind die Banken die neuen Schaufelverkäufer.
Auch Microsoft legte 1,5 Prozent zu.
Der Konzern bietet rund 60...
1000 Mitarbeitern Abfindung an.
Gut ein Viertel der Belegschaft.
Das ist wirklich heftig.
Und wenn ihr mal wissen wollt, wie das mit den Abfindungen ist, das hatten wir neulich auch als Triple-E-Idee.
Müsst ihr einfach mal eine Woche zurück hören und da hatten wir das als Triple-E-Idee, wie man eine Abfindung am besten nimmt.
Also falls ihr in dem Geschäft jetzt auch seid oder möglicherweise von eurem Arbeitgeber eine Angebote bekommt oder bei Microsoft arbeitet.
Richtig.
Also wie gesagt, wir haben Microsoft ein leichtes Plus.
Ganz anders bei Verizon.
Da gab es ein Minus von 3,5 Prozent, obwohl der Mobilfunk er 406.000 neue Vertragskunden gewonnen hat, also doppelt so viele wie erwartet.
Und auch die Prognose wurde angehoben.
Aber das Problem heißt mal wieder, Elon Musk, die Angst vor einem eigenen Starlink-Mobilfunk sitzt den Anlegern im Nacken.
Und er hat gesagt, zwei bis drei Jahre wird es dauern, dann hätte er sein Mobilfunknetz aufgebaut.
Das geht bei ihm sehr schnell, so wie auch die Tesla-Halle, die er gebaut hat.
Apropos Tesla, bei Tesla treibt Musk den Kurs plus 5,2 Prozent, weil Barclays die Aktie auf Kauf und hochgestuft hat.
Und das Argument, die erhoffte Fusion mit SpaceX.
Ja, das hören wir jetzt immer wieder.
Nur noch 5 von 60 Analysten raten zum Verkauf bei Tesla.
So wenige wie seit 2015 nicht mehr.
Wow.
Zusammen wäre das ein KI-Konglomerat von 3,6 Billionen Dollar.
Nach Börsenschluss gab es dann auch noch Zahlen jenseits von Tesla, Meta und Co.
Nämlich der Chip-Design-Spezialist Cadence hat die Erwartungen leicht übertroffen, die Jahresprognose angehoben und legt 2,5 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe drauf.
Solide, aber bei der hohen Bewertung hatten viele mehr erhofft, zumindest bei den Aktienrückkäufen.
Die Aktien gewinnen trotzdem leicht dazu.
Richtig stark war Celestica, ein Auftragsfertiger für KI-Server, 83% mehr Umsatz und für 2027 peilt der Konzern einen Gewinn je Akt an, der klar über den Schätzungen lag.
Hier gab es nachbörsig einen Plus von 16%.
Das ist stark.
Bei uns gab es auch Kursgewinne, wir haben es gesagt.
DAX Spitzenreiter war hochtief mit 3,9% dahinter, Siemens Energy und Infineon und Bayer gewann auch 3,6% dank starker Studiendaten.
Und Schlusslicht des Tages, wir hatten es ja schon gestern in der Folge angedeutet, das war Brasilien.
Da hat nämlich Lula überraschend die Stichwahl gegen Flavio Bolsonaro gewonnen und geht in seine vierte Amtszeit, was ein Novum ist.
Und der große Brasilien-ETF, der verlor 20 Prozent, ein Teil natürlich auch aus Währungsverlusten.
Trotzdem, das war echt ein Massaker.
Der Vermögensverwalter XP, der hat sich sogar halbiert, also die Aktie.
Und Petrobras und Ambev verloren jeweils auch 14 Prozent und das schwappte auch nach.
Nach Europa Telefonica wissen wir großes, starkes Lateinamerikageschäft.
Minus 6,4 Prozent.
Santander minus 3,1.
Und Galb fast minus 11 Prozent.
Besser lief's.
Für Frankreich, das haben wir in der Samstagsfolge ja schon genannt, da hat nämlich Moody's das Land nicht runtergestuft, sondern die Note A3 bestätigt, wenn auch mit einem negativen Ausblick weiter versehen.
Die Rendite der 10-jährigen Staatsanlage fiel unter 4,9 Prozent und damit auch wieder unter 5 Prozent.
Ja, Öl wurde auch etwas billiger, die US-Sorte WTI fiel knapp 2 Prozent auf gut.
101 Dollar je Fass.
Aber viel spannender finde ich ja noch Auffälligkeiten bei Silber.
Silber ist bei knapp 54 Dollar.
Und das sind 25 Prozent unter dem berühmt-berüchtigten 200-Tage-Schnitt.
Und so weit wie seit März 2020 nicht mehr.
Und ein Grund oder der Hauptgrund ist, die Solarbranche braucht dieses Jahr fast ein Drittel weniger Silber.
Wer hätte das gewusst?
Vielleicht ist es auch für Spekulanten mal wieder.
Die haben mit dieser 200-Tage-Linie ja auch immer viel zu tun.
Das stimmt.
Ich mal bestelle die Termine.
Da geht es in Europa heute los mit Zahlen von Novartis, HSBC, Bayersdorf und Racket.
In den USA berichten vor Börsensstart Boeing, Coca-Cola, Paypal und UPS.
Nach Börsenschluss dann Visa, Robinhood und Seagate.
Und auf der Makroseite kommen das US-Verbrauchervertrauen und die Aufträge für langlebige Güter und die Neubauverkäufe.
Und ich glaube auch der GFK-Konsumklimaindex aus Deutschland kommt noch.
Das ist aber nur das Vorspiel, weil dann richtig spannend wird es am Mittwoch, nämlich morgen.
Da gibt es dann Zahlen von Alphabet und Microsoft und dann auch noch die FED-Zinsentscheidung.
Und dann wissen wir, ob die Angst vor dem KI-Geldgrab berechtigt war oder es weiter nach oben gehen kann und die Woche vielleicht doch einen positiven Schluss nimmt.
Das Thema des Tages.
Nando, als SpaceX im Mai seinen Börsenprospekt veröffentlicht hat, da war das ja auf den ersten Seiten, ja, da war was zu sehen.
Ja, das war sehr, sehr bilderlastig.
Haben uns natürlich die Jungs und ich angeschaut, viele Raketen, Starts, Satelliten, bevor dann überhaupt weiter hinten, deutlich weiter hinten die erste Zahl kam, das war quasi ein Fotoalbum zum Börsengang.
Ja, Elon Musk weiß halt einfach, wie man eine Vision verkauft.
gekauft und bei mir hat das ja auch funktioniert.
Du hast ja gezeichnet und hast auch was bekommen.
Ich habe auch gezeichnet.
Nein, ich habe nicht gezeichnet.
Ich habe nicht gezeichnet, aber ich habe dann ja quasi den Sparplan gestartet.
Achso.
Hättest du besser zeichnen sollen.
Aber egal.
Gut, jetzt Guck mal, was Antropic gemacht hat.
Die haben einen ganz anderen Börsenprospekt vorgelegt.
Da kommt man nämlich jetzt um 14 Uhr deutscher Zeit da gestern endlich reinschauen.
Kein einziges Foto, das war so ein bisschen Illustration, aber keine Fotos.
Und da steht ganz vorne ein Brief der sieben Gründe.
Und ein Satz, den ich wirklich bemerkenswert fand und der wahrscheinlich viele Banker zusammenzucken lassen hat.
Lass dein Unternehmen niemals einen Dollar mehr wert sein, als es tatsächlich ist.
Stand da zu lesen.
Ja, das kommt von einem Unternehmen, das womöglich den größten Börsengang der Geschichte plant.
Im Raum stehen ja rund 100 Milliarden Dollar, mehr als die 85,7 Milliarden von SpaceX.
Bei einer Bewertung dann am Ende von 1,5 bis 1,75 Billionen Dollar.
Die Roadshow startet in etwa zwei Wochen.
Ziel ist halt die Woche ab dem 16.
November.
Und was da in diesen 335 Seiten Börsenprospekt steckt, das wollen wir heute im Thema des Tages erklären.
Fangen wir vielleicht gleich mal mit der Schlagzeile an, die ihr vielleicht überlesen konntet.
Rekordverlust von 80,7 Milliarden Dollar in einem Halbjahr.
Ja, wir kennen hohe Zahlen, aber die ist echt extrem hoch und das klingt nach gigantischer Geldverbrennung.
Ist es aber nicht, denn 72,4 Milliarden davon sind reine Buchverluste.
Amazon und Google haben über Wandelanleihen investiert und steigt Anthropics Bewertung, steigt auch der Wert dieser Papiere und das wird dann als Aufwand verbucht.
Und übersetzt heißt das, je erfolgreicher Anthropic ist, desto höher der Verlust auf diesem Papier und desto höher fällt dieser Verlust.
frustriert ist.
Ja, die Information hat das mal bereinigt und dann bleiben 8,4 Milliarden Minus und das ist dann kaum mehr als im ganzen Jahr 2025, obwohl sich der Umsatz ja vervielfacht hat und im zweiten Quartal gab es operativ sogar erstmals einen Gewinn.
974 Millionen Dollar stehen da im Prospekt.
Also operativer Leverage nennt man das, wenn die Umsätze stärker steigen als die Kosten, das ist schon mal positiv und die Umsatzkurve, die ist auch schon heftig.
2023 waren es ein 41 Millionen Dollar im ersten Halbjahr 2026, dann 16,3.
Wenn man die Zahlen zum dritten Quartal annualisiert, dann kommen wir auf 67 Milliarden.
Also das ist auch schon nochmal eine richtig fette Steigerung.
Mehr als 11.900 Kunden zahlen über 100.000 Dollar im Jahr.
Vor zwölf Monaten waren es erst 950.
Ja, das ist ein Wachstum, bei dem einem schwindelig wird.
Allerdings im zweiten Quartal ging es noch fast 150 Prozent nach oben, im dritten dann nur noch um rund 45 Prozent.
Und Antropic selbst schreibt auch, die Wachstumsrate werde sinken.
45 Prozent im Quartal.
Davon träumt wirklich jeder DAX-Konzert und zwar fürs ganze Jahr.
Ja, das stimmt.
Aber bei diesen 1,5 Billionen ist halt eingepreist, dass dieses Wachstum noch Jahre so weitergeht.
Und da wird es dann interessant.
Fast die Hälfte des Umsatzes, also 48 Prozent, läuft über die Cloud-Plattformen von Amazon, Google und Microsoft.
Und die kassieren dafür rund 17 Prozent Gebühr.
Und dann haben wir es wieder, dieselben Konzerne liefern Rechenleistungen, sind Aktionäre, bauen aber auch eigene KI-Modelle, also Vertriebspartner, Vermieter, Miteigentümer und Rivale in allem.
Das ist schon eine ganz spezielle Schicksalsgemeinschaft, die da existiert.
Ja, sehr, sehr speziell.
Womit wir beim eigentlichen Brocken sind.
Laut The Information hat sich Antropic über sieben bis zehn Jahre auf Rechenleistungen für rund 657 Milliarden Dollar festgelegt.
Und 417 Milliarden davon, die sind wirklich tatsächlich unkündbar.
Ja, die fallen an, egal ob das Geschäft stattfindet oder nicht.
Und ihr müsst wissen, bei Amazon zahlt Antropic auch dann, wenn die Kapazität gar nicht gebraucht wird.
Und das wirkt so wie Schulden, aber das steht halt in keiner Bilanz.
Und dann kommt der Satz, den der Analyse-Dienst Vital Knowledge für den womöglich negativsten im ganzen Prospekt hält, nämlich mehr als 80 Prozent des Umsatzes im dritten Quartal stammt von Modellen, die jünger als sechs Monate sind.
Ja, das heißt also übersetzt, Antropic muss ständig neue Modelle rausbringen und jedes Training wird teurer, aber die Rechenverträge, die laufen bis 2036.
Aber ein Vorsprung, wenn man sich die Modelle anschaut, der hält oft nur wenige Monate.
Und das klingt nach so einem Kernrisiko, nach so einem Fristenkonkurrenzrisiko, was man auch bei Banken kennt, wenn man verschuldet ist langfristig, aber kurzfristig nur die Kohle hat und so weiter.
Das ist halt wirklich ein schwieriges Unterfangen.
Ja, das klingt tatsächlich so.
Dan Ives, den kennen wir ja hier schon, der sieht das übrigens entspannter, so wie meistens.
Für ihn zeigt der Prospekt atemberaubendes Wachstum.
Aber selbst er räumt ein, dass diese Verpflichtungen bezahlt werden müssten.
ob die Nachfrage hält oder auch nicht.
Und da müssen wir natürlich über Macht oder über Mitbestimmung sprechen.
Und da ist es so, dass eine einzige Aktie der Klasse F bündelt 50,1 Prozent der Stimmen.
Und F steht für Founder und die Klasse F liegt bei eben den sieben Gründern.
Und dazu wählt nach einem Treuhandgremium vier von sieben Bordmitgliedern.
Für euch bedeutet das, ihr zahlt mit, bestimmt aber weniger.
Und der Clou, dieses Sicherheitsgremium, mit dem Anthropic so wirbt, lässt sich unter Bedingungen sogar gegen den Willen der Treuhänder abschaffen.
Dafür braucht es dann die Gründer, die Mitarbeiter und eine Mehrheit der Aktionäre.
Und dann vielleicht auch noch ein Wort zu den Warnungen, die man im Prospekt findet.
Modelle einschließlich unserer eigenen, so schreiben sie es, hätten Verhalten gezeigt, das an Erpressung erinnere.
Mehr als 90 Seiten Risikofaktoren.
So etwas liest man in einem Börsenprospekt.
Unsere Produkte können einen schon mal erpressen.
90 Seiten Risikofaktoren.
Da waren mir ehrlich gesagt die bunten Rakutenfotos.
War mir, fand ich besser.
Fandst du besser.
Was heißt das jetzt für eure Depot?
Naja, es gibt auch noch Lock-Up-Fristen.
Insider dürfen schon in den ersten Handelstagen bis zu 10% verkaufen und nach den Jahreszahlen 2026 dann weitere 25%.
Und die Gründer dürfen spätestens nach 100...
80 Tagen bis zu 29 Prozent abgeben.
Und das kommt also in Wellen noch ein Angebot an neuen Aktien auf den Markt.
Ja und dann ist da noch der Preis.
Auf Basis des Umsatzes im dritten Quartal aufs Jahr hochgerechnet landet ihr bei einem Kursumsatzverhältnis von 22 bis 26.
Und der FallspaceX zeigt ja, wie schnell die Euphorie verfliegt.
Der Ausgabepreis lag da bei 135 Dollar.
Erster Kurs 150.
Und am Freitag dann 100.
48 Dollar.
Wer am ersten Tag gekauft hat, liegt halt im Minus.
Du hast es schon gesagt.
Ja, aber lieber Sommerfeld.
SpaceX kam mit einem Kurs um, das ist verlundet.
Also insofern ist es jetzt ein Viertel davon.
Das sind andere Dimensionen.
Aber natürlich waren da auch nicht, das war kein reiner Modellanbieter, sondern die hatten auch andere Sachen noch im Angebot.
Deswegen ist es etwas breiter aufgestellt.
Dann gibt es noch einen weiteren Punkt.
Antropic platziert auch in Europa.
Wie viel dann an Privatanleger geht, ist aber offen.
Aber möglicherweise könnt ihr dann wieder zeichnen, wie es bei SpaceX dabei war.
Und ich würde das auch sofort machen.
Und wer leer ausgeht, sollte mit Limit kaufen und wirklich klein anfangen.
Hektisch am ersten Handelstag hinherzurennen hat sich bei Spakes ist gelohnt, aber da hätte man dann schon wieder ein paar Tage später wieder verkaufen müssen.
Die Aktie ging ja sogar noch von 135 auf 150, dann ging es noch bis 230 hoch und dann ging es aber wieder runter, fast unter 100.
Also insofern muss man da immer genau aufpassen.
Hektisch ist sowieso nicht angesagt, ehrlich gesagt.
Wenn man davon überzeugt ist, wie gesagt, ist ein Sparplan immer eine Option.
Aber unser Fazit für Antropic, ja, die haben bewiesen, dass sich mit KI operativ Geld verdienen lässt.
Offen ist allerdings, ob das Geschäft schnell genug wächst, um die Verträge von morgen auch zu bezahlen.
Und den besten Rat haben die Gründer ja selbst geliefert, zahlt keinen Dollar mehr, als die Antropic an Wachstum wirklich zutraut.
Da muss ich nochmal drüber nachdenken.
Die AAA-Idee des Tages.
Holger, bei diesem Thema werden viele erstmal denken, was soll das denn jetzt?
Alles auf Aktien macht einen Handytest.
Aber wir hatten die Chance auf den ultimativen Test eines der spannendsten Konsumgüter unserer Zeit.
Und da haben wir sofort zugegriffen.
Unser Weltkollege, nämlich Thomas Holzeroth, hat das neue iPhone Duo in die Finger bekommen.
Und Thomas verfolgt das iPhone seit knapp 20 Jahren.
Er hat jedes Modell getestet und kennt jede Macke.
Das Duo, das ist dieses Klappding.
Das sollten wir vielleicht auch dazu sagen.
Das haben die jetzt auch mal eingebunden.
Eine Revolution.
Für Apple zumindest.
Und es geht um ein Produkt, an dem eine der wichtigsten Aktien der Welt.
Apple ist an der Börse rund 5,1 Milliarden Dollar wert.
Die Aktie notiert knapp unter ihrem Rekord hoch.
Und jetzt kommt eben dieses faltbare iPhone Jahre nach.
Samsung und Google und alle fragen sich, ist das Duo jetzt ein teures Spielzeug oder der Startschuss für neuen Wachstumszögeln?
Und genau das wollen wir euch in der Triple E Idee heute verraten.
Erst testen wir das Gerät und dann nochmal die Aktie.
Ja, das ist mal eine ganz neue Methode.
Erstmal der Preis.
Das ist natürlich echt eine Ansage, der polarisiert halt auch knapp 2300 Euro in der Basisversion und mit 2 Terabyte fast 3800 Euro.
Das ist halt wirklich das teuerste iPhone aller Zeiten.
Ja, Thomas hatte es 48 Stunden lang und hat drei Stärken und drei Schwächen herausgefiltert.
Stärke 1 ist das Display.
Aufgeklappt hatte 7,6 Zoll, fast ein kleines Tablet und die typische Falte ist praktisch...
Unsichtbar.
Zugeklappt bleibt ein handliches 5,4 Zoll Display für Mails und den Blick aufs Depot.
Und Thomas sagt, nach kurzer Zeit klappe man es ganz selbstverständlich auf.
Zumal bei meinem Depot muss man es auch aufklappen, weil es so groß ist.
Oh ja, mit den ganzen Sparplänen.
Zweite Stärke ist die Mechanik, sagt er.
Das Scharnier aus mehr als 100 Einzelteilen hält das Gerät in fast jedem Winkel.
Und trotzdem ist es gegen Staub und Wasser geschützt.
Und die dritte Stärke, der Wechsel zwischen den Displays läuft butterweich, wie er meint.
Dafür sorgt der A20 Pro Chip, der liefert nämlich reichlich Leistung.
Klingt verlockend, aber bei diesem Preis wiegen die Kompromisse schwer.
Bei Schwäche 1 sogar wörtlich.
254 Gramm.
Rund ein Viertel mehr.
als Samsungs Galaxy Z Fold 8.
Schwäche 2 finde ich fast absurd.
Dem teuersten iPhone fehlen Face-ID und eine separate Telekamera.
Und die Innenkamera, auch absurd, hat nur 4 Megapixel.
Naja, das ist irgendwie schon komisch.
Schwäche 3 ist die Software.
Viele Apps, sagt er, wirken auf dem großen Display aufgeblasen.
Multitasking bleibt auf zwei Apps begrenzt.
Flexible Displays sind halt einfach eine teure Angelegenheit.
Ein neues In-Display kostet 1150 Euro.
Thomas, Duo-Urteil lautet dann auch verblüffend überzeugend als Aufblick auf das iPhone der Zukunft, aber mit langer To-Do-Liste für Generation 2.
Und jetzt der Test für die Aktie.
Morgan Stanley hat zum Start der Vorbestellung im Schnitt 14 Wochen Lieferzeit gemessen.
Die längste für ein iPhone seit zehn Jahren.
Das klingt nach Ansturm.
Gebaut werden im zweiten Halbjahr laut Morgan Stanley aber nur rund sieben Millionen Duos.
Knappe Ware ist schnell ausverkauft.
Ja, das stimmt.
Und Jefferies, die dämpfen auch die Euphorie.
Auf dem Graumarkt in Hongkong lag der Aufschlag am zweiten Verkaufstag nur bei 10 bis 17 Prozent.
Erwartet hatte die Branche 30 bis 50 Prozent.
Ja, viele Erstkäufer seien laut Jeffreys Spekulanten gewesen und entsprechend weit liegen die Kursziele auseinander.
Und die Aktie steht bei knapp 348 Dollar.
Und Dan Ives, da haben wir ihn wieder, sieht 400 Dollar.
390 Dollar erhöht.
Morgen Stanley liegt bei 355 Dollar.
Und Jefferies rät zum Untergewichten mit einem Kurs von 271 Dollar.
Also gut 20 Prozent im Minus.
Und das ist eine Spanne von 130 Dollar.
Das ist echt schon gewaltig.
Rechnung dahinter ist auch spannend.
Jefferies erwartet 12,5 Millionen Duos in den ersten zwölf Monaten zu knapp 2500 Dollar.
Das wären dann gut 31 Milliarden Dollar Umsatz.
Bei mehr als 500 Milliarden Dollar Jahresumsatz sind das rund 6 Prozent.
500 Milliarden Dollar.
Umsatzwahnsinn auch.
Und ein Teil davon geht ja auch dem Pro Max verloren.
Und Goldman Sachs zitiert Berichte, wonach Apple die Duo-Bestellung um 30 Prozent erhöht und beim iPhone 18 Pro halt gekürzt hat.
Und das größere Problem sind Speicher, Chips, die deutlich teurer werden.
Jefferies erwartet, dass die Produktmarge 2027 um rund 4 Prozentpunkte fällt und der Gewinn der Aktie um 6 Prozent sinkt.
Und das bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis, bitte festhalten, von 39.
Da ist wirklich schon eine Menge.
Zukunft.
39.
Und das bei so wenig Wachstum.
Teuer, teuer, teuer.
Was heißt das für euer Depot?
Anfang November kommen die Quartalzahlen.
Das ist spannend.
Entscheidend ist der Ausblick aufs Weihnachtsquartal.
Ja, ihr müsst einfach wissen, wer Apple hält, setzt auf ein Ökosystem mit 2,5 Milliarden Geräten und das Duo ist da halt ein zusätzlicher Baustein.
Wenn wir mal einen Strich drunter machen, das Duo besteht dem Produkttest mit Einschränkungen.
Für die Aktie ist es ein Mosaikstein.
Über den Kurs entscheiden eher Speicherpreise, Margen und die Weihnachtsprognose.
Auf diesem Niveau sollte man beim Nachkaufen eher vorsichtig sein.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in AAA, also A, I'd Vail, D oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und wenn ihr nach dem Thema des Tages noch nicht wisst, ob ihr bei Anthropic zeichnen sollt, dann sollt ihr unbedingt heute in unseren Partner-Podcast Devna und Shepitz hören.
Dort nimmt sich der Devna und ich nämlich nochmal Anthropic vor und dann werden wir einfach sagen, ob wir da zeichnen.
Also wieder Bulle gegen Bär, wie immer.
Ja, aber wahrscheinlich mit vertauschten Rollen, wie ich dich, lieber Holger, als Dauer-KI-Optimist und Verfechter kenne.
Und würde mich sehr, sehr wundern, wenn ich mich da irre.
Ihr irrt euch in jedem Fall nicht, wenn ihr hier diesen Podcast einschaltet.
Deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
