# Germany Investment Gap and Hungary Bond Opportunity

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-26

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das Lula-Comeback, Apples neue Rolle und Audis umstrittene Wahlwerbung.
Im Thema des Tages haben wir uns auf die Suche nach echten Deutschland-Investments gemacht und in der Triple-E-Idee präsentieren wir euch die doppelte Ungarn-Chance.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Nando Sommerfeld und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Die Märkte werden euch präsentiert von unserem Partner Smart Broker Plus.
Zusammen mit Smart Broker haben wir gerade auf der Finance 26 unseren AAA-Live-Podcast aufgenommen.
Da gab es exklusive Einblicke und Podcast-Hosts zum Anfassen.
Wer das verpasst hat, der kann jetzt trotzdem noch profitieren, denn Smart Broker macht passend zu Finance 26 ein besonderes Angebot.
Wer noch bis zum 30.
Oktober ein neues Depot bei Smart Broker eröffnet, der bekommt zum Start gleich mal einen 50-Euro-Anteil und zwar nicht von irgendeiner windigen Aktie.
sondern von einem der klassischen Basis-Investments, dem iShares Core MSCI World ETF.
Den Startvorteil bekommt ihr nur über den exklusiven Aktionslink und den findet ihr natürlich wie alle Infos dazu in unseren Shownotes.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 26.
Oktober und wir wünschen euch einen gelassenen Start in die Woche.
Na, Gelassenheit.
können gerade nicht nur die Märkte gut gebrauchen, sondern auch einige von euch, die ganz ungeduldig die Samstagsfolge hören wollten, zumindest die aktuelle Samstagsfolge.
Ja, das ist echt doof gelaufen.
Wer am Wochenende unsere Samstagsfolge hören wollte, hat womöglich die falsche von der Woche zuvor bekommen.
Beim Hochladen unserer Nachtschicht ist unsere Nachtschicht in L.E.
Ja, da ist was schief gegangen.
Entschuldigung dafür.
Du, lieber Holger, hast den Fehler zwar morgens um kurz vor sieben Uhr schon entdeckt, aber für viele war das schon zu spät.
Da war es schon geschehen.
Genau.
Und das Ärgerliche ist nämlich, wer die Folge schon geladen hat, also die alte von vor einer Woche.
Der wurde die so schnell nicht wieder los.
Aber wie er das hinbekommt, das verraten wir gleich am Ende.
Und jetzt aber zu den Märkten, die ja auch so ein bisschen Gelassenheit gut gebrauchen können.
Ja, immerhin kann man sagen, die Futures, die sind leicht positiv in die neue Woche gestartet.
Der S&P 500 notierte 0,2 Prozent fester.
Der Nasdaq 100 sogar 0,3 Prozent.
Positiv war da, dass das Öl trotz des Iran-Konflikts etwas niedriger in die Woche gestartet ist.
Ölpreis brennt bei unter 116 Dollar und WTI bei 102 Dollar.
Was man aber auch sagen kann, die Futures waren eigentlich noch positiver, bis dann die Nachricht aus der Nacht aus Brasilien kam.
Da gab es dann nämlich die Entscheidung bei der Wahl und die, lieber Holger, war dann doch überraschend und nicht besonders positiv für die Märkte.
Eine faustdicke Überraschung, würde man wahrscheinlich sagen, weil nämlich Brasilien Präsident Lula Ignacio...
Der Silva, der hat nämlich nach vorläufigen Zahlen die Stichwahl gewonnen gegen den rechten Herausforderer Flavio Bolsonaro.
Und da hatten ja viele im Vorfeld schon gedacht, nee, nee, das schafft der Bolsonaro.
Und der wurde ja wegen seiner etwas fiskalisch härteren Gangart und der größeren Reformfreude ja als der marktfreundlichere ausgerufen und die brasilianischen Assets waren gestiegen.
Und jetzt wird es doch Lula oder mit relativ deutlichem Vorsprung 51,8 zu 48,2.
Da waren wirklich schon fast alle Stimmen ausgezählt.
Also er konnte gar nicht mehr den einholen.
Und was haben die Märkte gemacht?
Naja, der Real hat 8% verloren und es gibt einen ETF über Brasilien, der in Japan gehandelt wird.
Der verlor 11, na gut, 8% in 11, kam schon mal von der Währung.
Aber das zeigt schon, wie krass da die Überraschung dann doch ausgefallen ist.
Ja, zumal er einfach auch nicht der Kandidat der Börsen der Märkte war nun mal der Bolsonaro.
Und wenn der es nicht wird und dann überraschend nicht wird, dann ist das schon...
Ja, negatives Überraschungspotenzial einfach vorhanden.
Da hast du recht.
Wobei, als damals das erste Mal der Lula gewonnen hat, da haben die Märkte auch hostiert.
Also es geht nicht immer nur gegen links, gegen rechts, sondern einfach um die Frage, wer macht die besseren Reformen.
Und dann gab es ja vergangene Woche, naja, ist die KI-Welt, ja, die hat so stark gewankt.
Und deswegen ist auch Gelassenheit von Nöten so stark gewackelt, wie eigentlich seit Start der ganzen KI-Rallye, seit Jet-GPT.
Und das, obwohl die Quartalzahlen ja eigentlich...
gut bis sehr gut waren.
Aber die Anleger, die fürchten, dass der Kapitalmarkt den Geldhahn für die KI-Investitionen zutritt, die ja zu großen Teilen auf Pump laufen.
Und da geht der Blick jetzt nicht auf dieses Jahr, sondern wird schon auf 2027 und 2028 geguckt.
Wobei man auch sagen muss, spannend ist schon auch, was unter der Oberfläche passiert.
Wir haben es in der Samstagsfolge auch schon gesagt.
Laut dem Handelsdesk von Goldman Sachs haben Hedgefonds vergangene Woche so stark Positionen abgebaut, wie seit Juli nicht mehr.
Allein in den letzten zwei Wochen wurden Tech-Aktien für rund 20 Milliarden Dollar verkauft.
Und dabei hätte S&P 500 ja auf Wochensicht nur ein halbes Prozent verloren.
Tja, aber wir hätten ja gesagt, was da alles passiert ist.
Und die Profis, muss man sagen, die sind wirklich erschöpft, wenn man sich immer mal...
der noch andere Zahlen anguckt, beispielsweise den Momentum Corp, den Goldmann, der ausrechnet, also diese Trendaktien, die hatten in diesem Jahr schon 30 Tage mit Ausschlägen von mehr als 5 Prozent.
Und das sind mehr als beim Platzen der Dotcom-Blase 2000, der Finanzkrise 2008 oder bei Corona 2020.
Und das Jahr ist ja noch nicht mal rum, sondern hat noch zwei Monate.
Und deshalb sage ich ja, wegen dieser Erschöpfung kann ich mir vorstellen, dass es vielleicht doch diese Woche eine gewisse Stabilisierung gibt.
Ja, das warten wir mal ab.
Die Frage, die sich halt viele Experten an den Märkten stellen, ist halt, wo befinden wir uns halt gerade?
Und Experten beispielsweise, Goldman Sachs-Händler Brian Garrett, stellt die Frage in diesem Baseball-Bild.
Also er fragt, sind wir im zweiten Inning einer Neubewertung der ganzen KI-Welt, also irgendwie noch ganz am Anfang, oder sind wir schon im achten Inning des Ausverkaufs?
Also man muss wissen...
Baseball, da gibt es neun Innings, also das achte Inning, das wäre dann schon ziemlich zum Ende, das wäre positiv und dahin tendiert er.
Aber dafür würde ich dann auch sagen, da braucht es halt noch deutlich ruhigere Anleihenmärkte, Ende der Midterm-Unsicherheit wäre auch schön und Belege, dass die KI-Investitionen auch rechnen.
Und ein Ölpreis unter 90 Dollar, das sollte dann auch noch gegeben sein für dieses Szenario.
Wäre auch ganz schön.
Naja, immerhin, dass sich die KI-Einvestitionen rechnen, könnten wir vielleicht diese Woche schon von den Hyperscalern sehen.
Mal sehen, was da für Zahlen rauskommen.
Auf jeden Fall, die Bank of America, die sieht es ähnlich wie der Goldman-Händler.
Die sprechen auch davon, dass es eher ein Schluckauf bei der Positionierung ist, also dieser Ausverkauf, von dem du eben schon gesprochen hast, als eine generelle Schwäche im KI-Trade.
Und die Flucht in defensive Aktien, die sei schon historisch extrem, sagt Bank of America.
Allein am Donnerstag lagen ja Konsumgüteraktien 6%.
Punkte vor Tech.
6 Prozentpunkte.
Ja, das ist wirklich erstaunlich.
Apropos Konsumgut.
Mein Lieblingsdetail dazu ist ja, Apple bewegt sich laut Goldman Sachs zum ersten Mal überhaupt gegenläufig zum Nestec 100.
Also hat eine negative Korrelation.
Und der iPhone-Konzern, der gilt als sicherer Hafen.
Wie es Konsumgüter sind.
So ein bisschen oder eben als perfekte Anti-KI-Wette, weil sie ja überhaupt nicht oder sehr wenig nur da investiert haben.
Und dann wartet alles natürlich in dieser Woche noch auf Anthropic, nämlich der Konsens rechnet mit einem IPO, also einem Börsengang bis Thanksgiving.
Und eine Bewertung von 1,5 Billionen oder ein bisschen mehr, da hat man schon die Erwartungen ein bisschen zurückgestutzt.
Aber damit das bis Thanksgiving klappt, müsste der S1-Prospekt spätestens am Mittwoch veröffentlicht werden.
Und da bleibt nicht mehr viel Zeit, tatsächlich zwei Tage.
Viele hoffen, dass dieses IPO und die Midterms am 3.
November, die ja auch nicht mehr weit weg sind.
zu Befreiungsschlägen werden.
Doch Vorsicht, würde ich sagen, holen die Demokraten das Repräsentantenhaus.
Dann geht ja auch das Shutdown der Art wieder los.
Und kurios dabei ist auch die Beobachtung, der Optionsmarkt, der preist für die Wahl exakt null Extraschwankungen ein.
Das finde ich ja wirklich schon krass.
Und überhin hat sich Trump im Wahlkampf ein Geschenk aus Ingolstadt abgeholt.
Audi will nämlich in Georgia für 4 Milliarden Dollar ein Werk bauen mit 4.500 Jobs.
Und anders als BMW und Mercedes hat Audi ja kein amerikanisches Werk.
Und der US-Absatz ist bis September um 16 Prozent eingebrochen.
Ja, Vorsprung durch Technik hieß es früher.
Vorsprung durch Zollvermeidung könnte es heute heißen.
Ist halt schon ein bisschen komisch.
Ich meine, Volkswagen will streichen 100.000 Stellen.
Und deshalb der Betriebsrat hat dann auch gesagt am Wochenende, man sieht da noch, Zitat, offene Freude.
Also da ist, weiß ich gar nicht, ob das letzte Wort da schon gesprochen ist, für Anleger zählt ohnehin was anderes.
Washington verhandelt ja über Zollgutschriften für alle, die in den USA neu produzieren und kommt das dann aufgrund dieses neuen Werkes auf Audi und auf Volkswagen zu, ja das käme natürlich sofort in den Margen an, positiv.
Und was für Anleger noch zählt, sind natürlich die Termine diese Woche.
Die will ich hier schnell mal machen.
Heute kommt gleich der IFO-Geschäftsklimaindex.
Also wenn man sich die Makrotermine mal anschaut, dann gibt es am Mittwoch die amerikanische Notenbank FED.
Am Donnerstag folgt die EZB und dann noch die Bank of Japan.
Und alle drei Notenbanken dürften stillhalten.
Aber ein spannender Makrotermin ist noch am Dienstag.
Da wählt nämlich Israel ein neues Parlament.
Und einen neuen Premier.
Ich komme auch mal zum Donnerstag kurz zurück, lieber Holger.
Da kommen nämlich auch Zahlen zum US-Wachstum und zur Inflation.
Erwartet werden beim Wachstum 3% nach 2,2% zuletzt.
Ja, und zieht die Inflation gleichzeitig an, wird es für die FED ungemütlich, das wissen wir.
Und Inflation ist das Stichwort auch in Deutschland.
Da kommen nämlich die Zahlen zur Teuerung am Freitag.
Kommen wir zu den Mikrodaten, also den Terminen für Unternehmen.
Und da hat die Information die Idee, dass Antropic möglicherweise schon heute am Montag sein S1-File veröffentlicht.
Da haben ja viele schon mal reinschauen dürfen, aber es ist nicht für alle einsehbar.
Und dann aber, was die Leute schon wissen, was auf jeden Fall passiert, ist am Mittwoch, da berichten Deutsche Bank, BASF und Mercedes, da zu der Rechenzentrums-Ausrüstung Wörthiff.
Und da gibt es noch eine schwache Zahl zu von der Bank of America.
Die haben nicht mal ausgerechnet das 1 Megawatt Rechenzentrum.
inzwischen 49 Millionen Dollar kostet.
Das sind 10 Millionen mehr als vor einem Jahr.
Und das kommt natürlich solchen Ausrüstern wie Vertif auch zugute.
Und dann gibt es am Mittwoch noch Abendszahlen von Alphabet und Microsoft.
So ein bisschen der Abend der Wahrheit für die KI-Story.
Und für uns wird es die Nacht der Wahrheit, lieber Holger.
Eine dieser spektakulären Nächte.
Mal sehen, am Donnerstag, ich komme wieder auf den Donnerstag bei den Zahlen Volkswagen, Adidas und MTU und dann haben wir noch Bristol Myers, Grip und Merck.
Und wichtig auch Samsung und abends kommen dann in der Nacht wiederum Amazon und Intel.
Das Thema des Tages.
Nando, wann hast du im Urlaub zuletzt vor dem Frühstück das Handtuch schon auf die Liege gelegt, um die zu reservieren?
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich irgendwelche Handtücher auf irgendwelche Liegen lege.
Also diese Frage ist wirklich eine Frechheit.
Ich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass überhaupt jemand tut.
Ich mache auch ehrlich gesagt solche Urlaube nicht, wo sich diese Frage stellt.
Mit Handtücher und Wien.
Aber ich weiß, worauf du hinaus willst natürlich.
Unser Kanzler hat mit genau diesem Klischee den ersten Investitionsgipfel vor einigen Tagen der Bundesregierung eröffnet.
Die Deutschen seien pünktlich, hat er gesagt, stünden früh auf und reservierten schon vor dem Frühstück die Liege.
Boah, wie alt ist der Mann eigentlich?
Keine Ahnung.
Genau das mögen Investoren, meint er in jedem Fall.
Ich bin mir nicht sicher, ob das jetzt wirklich das Narrativ war, was so wirklich den Standort Deutschland überzeugend verkauft hat.
Auf jeden Fall im Saal saßen rund 200 Geldgeber, darunter auch BlackRock-Chef Larry Fink und Nvidia-Chef Jensen Bang oder auch der Goldman Sachs-Chef.
Und die große Milliardenzahl, also was jetzt diese Menschen, die da im Saal saßen, an Investitionszusammen gemacht hat, das blieb Merz schuldig.
Das hat ja Macron immer gemacht mit Choose France.
Da hat er jetzt zum Schluss immer gesagt, in diesem Jahr haben so und so viel.
So wie bei der türkischen Hochzeit.
Da wird das ja auch so.
gemacht, dass jeder Gast dann ausgerufen wird, was er dem Brautpaar gegeben hat.
Das hat er jetzt schuldig geblieben, der liebe Friedrich.
Aber immerhin gab es ein paar konkrete Zahlen.
Nämlich Amazon will mehr als 16 Milliarden im kommenden Jahr in Deutschland investieren und knapp ein Drittel davon in Rechenzentren in Frankfurt.
Also Amazon hat sein Handtuch schon mal ausgebreitet.
Ja, so ist es.
Ich bekomme dieses Bild nicht aus dem Kopf.
Ja, jetzt, was hat denn die Börse gemacht, beziehungsweise macht es überhaupt in Sachen Deutschland?
Da merkt man von Aufbruch, ehrlich gesagt, bisher wenig.
Goldman Sachs hat, ganz spannend, zwei Aktienkörbe für den deutschen Aufschwung gebaut.
Und der eine bündelt 46 Profiteure der Staatsausgaben, also von Zement über Stromnetze bis Rüstung.
Und der andere bündelt 30 Firmen, die ihr Geld vor allem im Inland verdienen.
Und beide liegen seit Januar rund 3% im Minus.
Und der DAX, der ja deutlich internationaler ist, liegt fast 3% im Plus.
Also die gezielte Deutschlandwette, die hinkt hinter dem Leitindex um 6%-Punkte hinterher.
Und gleichzeitig sind die Analysten aber so optimistisch wie selten.
Im Fiskalkorb stehen 562 Kaufempfehlungen, nur 76 Verkaufswoten gegenüber.
Jetzt muss man natürlich sagen, Analysten sind sehr optimistisch, aber ein sehrartiges Verhältnis.
Das ist schon aussagekräftig.
Und ob jetzt die Aufholjagd kommt und welche sieben Aktien die besten Chancen haben, das wollen wir euch.
heute mal ein Thema des Tages erklären.
Stellt sich zu Anfang die Frage, ist der Aufschwung überhaupt real?
Naja, das Geld fließt jedenfalls.
Im August hat der Bund 50 Milliarden Euro ausgegeben, gut 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Ja, und das IFO-Geschäftsklima ist fünfmal in Folge gestiegen.
Wir haben es ja gesagt, heute kommt der neue Index raus und Analysten rechnen zumindest damit, dass das Konjunkturbarometer unverändert bleibt.
Und wenn man schaut, was so für Deutschland prognostiziert wird, hat man beispielsweise Goldmann Sachs, die haben für dieses Jahr für Deutschland ein Prozent Wachstum prognostiziert.
im nächsten Jahr dann 1,1%.
Und 2028 sind sie sehr optimistisch, da rechnen ja schon die meisten wieder damit, dass es wieder unter 1 geht.
Da haben die noch 1,3.
Aber selbst so 1 klingt mickrig, ist aber nach Jahren als Schlusslicht Europas würde man fast schon von einem kleinen Comeback sprechen.
Und die Unternehmen, die ziehen auch mit.
Die Firmeninvestitionen sollen 2026 um 13 Prozent wachsen.
Und normal sind eigentlich immer so um die 2.
Ja und der Markt ist ja auch günstig bewertet.
Der DAX kostet laut Bloomberg das 16-fache der erwarteten Gewinne.
Der SB500 knapp das 20-fache.
Aber der Durchschnitt, der täuscht.
Die Investoren drängeln sich halt bei KI, Rüstung und Qualitätsindustrie.
Die Inlandswerte will dann wiederum keiner haben.
Die Hälfte der 30 Inlandsaktien des Goldman Sachs-Corps, die liegt seit Januar mehr als 11 Prozent im Minus.
Genau da haben wir mal geschaut.
Wir haben uns beide Körbe mal angeschaut und dann noch um zwei Nebenwerte ergänzt, die besonders von dem Fiskalpaket profitieren sollten.
Und Kriterium mindestens 30 Prozent sollte Kurspotenzial von den Analysten ausgerufen werden.
Also von allen.
Wir haben es als Konsens-Analysten-Ziel genommen.
Und die Mehrheit der Analysten musste auch zum Kauf raten.
dass er mal die beiden Filter ansetzt.
Dann kommen wir zu Rheinmetall, dem Spitzenreiter mit gut 50 Prozent Potenzial.
Die Aktie hat seit Januar 35 Prozent verloren und 29 Analysten raten zum Kauf und kein einziger zum Verkauf.
Ja, ganz billig ist Rheinmetall, aber nicht knapp das 28-fache der erwarteten Gewinne.
Spannendeste Einnahme, den viele wahrscheinlich gar nicht kennen, wobei wir ihn hier auch schon mal genannt haben.
Friedrich Vorwerk aus Thostedt in Niedersachsen.
Die verlegen ja Erdkabel für Südlink, Gasleitungen und das Wasserstoffnetz.
Und die Zahlen, die ja vor kurzem vorgelegt wurden, die waren wirklich stark.
Die operative Marge stieg im ersten Halbjahr.
Von 18 auf gut 27 Prozent netto liegen, 212 Millionen Euro in der Kasse.
Trotzdem hat das Unternehmen, also die Aktie, binnen 12 Monaten 32 Prozent verloren.
Und das zwischenstelle Kursziel liegt bei 96,60, gut 40 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Allerdings sind sich die Analysten uneins.
Kanter Fitzgerald beispielsweise hat vergangene Woche 108 Euro aufgerufen.
Metzler sieht sogar 120 Euro.
Jefferies und MWB raten dagegen nur zum Halten mit Kurszielen von 72 und 30.
73 euro Kommen wir zu einem weiteren Wert und der wird Genso als verdeckte KI-Wette genannt, nämlich die Norma Group.
Das hat nichts mit dem Discounter zu tun, sondern das ist einfach ein Industrieunternehmen.
Und moderne KI-Server lassen sich nicht mehr mit Luft kühlen.
Die brauchen Flüssigkeitskühlung und Norma liefert die Steckverbinder dazu.
Und nach dem Verkauf der Wassersparte ist die Firma quasi schuldenfrei und kostet weniger als ihr Buchwert.
Aber dass sie so billig ist, liegt auch daran, dass Norma neben der KI-Wette gleichzeitig nämlich so ein Restrukturierungs- und ich würde mal sagen Turnaround-Fall im klassischen...
Industrie- und Automobilzulieferbereich.
Also das haben sie auch noch.
Entsprechend raten auch nur 5 von 8 Analysten zum Kauf.
Das durchschnittliche Potenzial wird aber auf knapp 35% taxiert.
Aber auch hier gibt es Bremser.
Otto BHF rät mit 15,50 Euro nur zum Halten.
DZ Bank und MWB sehen 23 Euro.
Und dann haben wir noch Heidelberg Materials mit 38 Prozent Potenzial.
Die direkteste Wette auf neue Brücken und Straßen, das kennt ihr.
Ja, der Haken laut Goldman ist das Infrastrukturgeld bei Zement aber noch gar nicht richtig angekommen.
Und wenn man weiter mal schaut, was noch für Werte dazukommen, haben wir Deutsche Telekom mittlerweile 43 Prozent Kurspotenzial.
Nordex mit fast 39, obwohl die Aktie schon sehr gut gelaufen ist, aber gibt es immer noch was.
Und CTS Eventim nicht so gut gelaufen, 33 Prozent.
Bei der Telekom muss man aber ehrlich sein, da hängt ein Gutteil an T-Mobile US.
Und ja, das ist eben nicht so ein Hebel auf deutsche Staatsausgaben, sondern da hat man ja zuletzt eher Ärger gehabt, weil Elon Musk da noch ein eigenes Mobilfunknetz aufbauen will.
Ja und wo sollte man die Finger von lassen?
Around Town kommt rechnerisch, das ist ja dieser Immobilienwert, rechnerisch auf fast 80% Potenzial, aber sechs Analysten raten zum Verkauf und nur fünf zum Kauf.
Ja und Jungheinrich sieht mit 48% Potenzial verlockend aus, die leiden aber unter Billigkonkurrenz aus China.
Und was heißt das jetzt für euer Depot?
Naja, ein DAX ETF ist für diese Deutschlandwette, wir haben es ja schon anklingen lassen, eher das falsche Werkzeug, weil nur 20 Prozent im Inland wirklich an Gewinnen kommen.
Wer gezielt auf den Standort setzen will, der kombiniert Titel mit vollen Auftragsbüchern wie Rheinmetall oder Vorwerk, mit günstigen Nachzüglern wie Heidelberg Materials oder eben Norma Group.
Wir reden hier ja derzeit ziemlich viel über Anleihen, denn die Kurse bewegen ja auch die Aktienmärkte so sehr wie lange nicht.
Wir reden allerdings mehr über amerikanische Staatsanleihen oder deutsche Papiere, vielleicht noch über französische oder japanische.
Heute jedoch erweitern wir das Spektrum mal, heute geht es um Ungarn.
Oh, um Ungarn, das ist ja ausgerechnet das Land, das unter Viktor Orban ja jahrelang mit Brüssel gestritten hat.
Ja, Ungarn steht möglicherweise aber vor einer historischen Wende.
Also es ist ein Ende des Streits.
Die neue Regierung will das Land in die Eurozone führen und Anleger könnten mit ungarischen Staatsanleihen ganz gut verdienen.
Und das ist quasi eine Wette auf einen politischen Neuanfang.
Und ihr fragt euch jetzt, warum reden die beiden jetzt gerade darüber?
Weil Ministerpräsident Peter Maggia vor wenigen Tagen seinen ersten großen Haushalt vorgelegt hat.
Und der offenbart ein wirklich radikales Reformprogramm mit der Kernbotschaft.
Das Defizit soll von geschätzten, nicht ganz geringen, 7,5 Prozent, sogar mehr als in Amerika, der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr auf 4,9 Prozent im kommenden Jahr senken.
Ja, das wäre in der Tat ein gewaltiger Sprung.
Die Frage ist natürlich, wie soll das gehen?
Und Magias Antwort heißt durch Einsparungen und durch eine Vermögensteuer, höhere Steuern für Großkonzerne und den Kampf gegen Steuerschlupflöcher.
Und gleichzeitig sollen Geringverdiener entlastet und Investitionen angeschoben werden.
Und helfen könnten dabei in der Tat ja EU-Milliarden, die lange blockiert waren.
Okay, verstanden.
Der Staat, der spart, nimmt über Steuern mehr ein, investiert gezielter und reprägiert das Verhältnis zu Brüssel.
4,9% Defizit, das reicht für den Euro noch nicht, lieber Sommerfeld.
Da hast du recht, lieber Schuldensühner.
Unter 3% muss das natürlich liegen.
Und das ist für 2030 geplant.
Und dazu kommen aber noch weitere Hürden.
Die Staatsschulden, die liegen bei etwa 75% des BIP.
Die Inflation, die muss ja auch passen.
Und Ungarn muss mindestens zwei Jahre lang im Wechselkursmechanismus ERM2 bleiben.
Also der Euro kommt frühestens in einigen Jahren.
Und trotzdem handelt die Börse ja diese Zukunft schon, also die Euro-Zukunft.
Die Rating-Agentur Scope hat den Ausblick gerade auf positiv angehoben.
Auch der EWF sieht eine große wirtschaftliche Chance.
Seit Magias Wahlsieg im April sank die Rendite zehnjähriger ungerischer Staatsanleihen von 6,5.
5,5 Prozent wären ja überall anders in der Welt, die Renditen eher die Gegenrichtung eingeschlagen haben.
Siehst du mal, dass das eine besondere Story ist.
Vielleicht nochmal ganz kurz die Grundsatzerklärung zum Thema Anleiheentwicklung.
Singende Renditen bedeuten steigende Kurse.
Wer vorher gekauft hat, hat also jetzt womöglich schon oder hat er einige Gewinne eingestrichen.
Aber es könnte halt noch mehr werden.
Die Rendite liegt ja immer noch bei rund 2,15 Prozentpunkte über den deutschen Bundesanleihen.
Dieser Abstand dürfte weiter schrumpfen, wenn Ungarn glaubwürdig Richtung Euro marschiert.
Ähnliches haben wir bei früheren Eurobeitritten auch schon gesehen.
Und jetzt die zentrale Frage für diese Triple-E-Idee.
Wie kann man da konkret einsteigen?
Es gibt zwei Varianten.
Erstens Staatsanleihen in Forint.
Zehnjährige Papiere bieten derzeit etwa 5,5 Prozent Rendite jährlich.
Und wenn man das zum aktuellen Kurs kauft und bis zur Endfälligkeit hält.
Und zwischenzeitlich kann man dann auch sogar noch mal richtig kräftige Kursgewinne machen, wenn denn die Marktrenditen weiter fallen in Ungarn.
Ja, ist richtig.
Allerdings gibt es hier bei dieser Variante ein Währungsrisiko.
Verliert der Vorrent gegenüber dem Euro stark an Wert, frisst das halt den Renditevorteil auf.
Deshalb ist die zweite Variante interessanter.
Ungarn gibt nämlich auch Euro-Anleihen raus.
Zehnjährige Papiere rentieren aktuell mit rund 4,85 Prozent.
Das sind rund anderthalb Prozentpunkte mehr als vergleichbare deutsche Anleihen ohne Vorrentrisiko, wie gesagt.
Und auch diese Papiere könnten noch im Kurs steigen, wenn sich Ungarn dem Euro nähert.
Und dann gäbe es halt, wie gesagt, noch einen kleinen Kursanstieg.
Aber eben wenn ihr es bis zur Endfälligkeit haltet, dann ist halt diese 4,9 Prozent, ist dann halt schon das, was ihr maximal rausholen könnt.
Genau, für solche Kurschancen sind Restlaufzeiten von fünf Jahren oder mehr durchaus spannend.
Je länger die Laufzeit, desto stärker reagiert der Kurs auf sinkende Marktrenditen, allerdings ebenso auf steigende.
Und da wären wir dann auch schon bei den Risiken.
Was, wenn Magia die Reform nicht durchhält?
EU-Gelder ausbleiben oder die Inflation zurückkommt, dann könnten die Anleihekurse auch fallen.
Ungarn hat zudem ein höheres Kreditsseekur als Deutschland.
Der Eurobeitritt ist also nicht garantiert und einiges an Optimismus.
haben sie schon erwähnt, steckt schon in den Kursen drin.
Bei dieser Idee reden wir also auch von einer Wette darauf, dass ein Land seine Finanzen saniert.
Wer also an Ungarns Reformkurs glaubt, bekommt schon heute attraktive Renditen geboten.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns an der Mail in AAA, also atwild.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und jetzt lösen wir unser Versprechen vom Anfang ein.
Wer noch die falsche Samstagsfolge auf dem Handy hat, muss das folgendermaßen machen.
Man muss die Folge komplett löschen in der Podcast-App.
Also man muss nicht den Podcast löschen, sondern einfach nur die Podcast-Folge.
Man kann also wirklich sagen, diese Podcast-Folge will ich löschen.
So, und danach müsst ihr den Feed einfach neu laden.
Und meistens reicht es dann, wenn man in der Übersicht nochmal von oben nach unten wischt und das dann hat.
Ja, und dann taucht die richtige Folge auf und die könnt ihr dann ganz normal herunterladen.
Das dauert so eine Minute und lohnt sich in der Tat versprochen.
Das war wirklich eine sehr, sehr spannende Folge, wie das Feedback von denen, die sie gehört haben, uns auch zeigt.
Ja, und wo es trotzdem hakt, schreibt uns einfach nochmal, dann finden wir in jedem Fall eine Lösung.
Geschrieben hat uns Kai, der die Folge bereits gehört hat und für herausragend, Zitat, befunden hat.
Es wäre noch etwas besser, sagt er, wenn Holger nicht wie immer dauernd unterbrochen hätte, aber das bekommt er.
kommen wir wohl nicht mehr aus ihm heraus.
Immerhin ein Swinker Smiley heißt das ja, lieber Holger.
Ich muss aber dazu mal vielleicht mal ganz kurz einen Blick hinter die Kulissen.
Also natürlich, der Chipitz Quatsch die ganze Zeit dazwischen, wissen wir.
Und manchmal kann ich da auch nur, schlage ich auch nur die Hände über den Kopf.
Aber die Gäste finden es offenbar wirklich gar nicht so schlimm.
Also es hat sich wirklich noch niemand wirklich darüber beschwert.
Wir reden ja danach über den Leuten.
Doch einmal gab es der N26-Chef.
Aber gut, irgendwann war es dann nicht mehr.
Er war einfach auch zu diffus in seinen Antworten.
Und die Antworten waren so diffus, dass ich dann ungeduldig geworden bin.
Und der hat sich dann im Nachhinein nicht glücklich darüber gezeigt.
Ja gut, okay, stimmt.
Da war ich aber, glaube ich, gar nicht dabei.
Fällt mir ein.
Nee, warst du nicht dabei.
Da war er alleine und wir saßen da und er konnte mir nicht mehr erzählen, wie die Anleiherkonditionen aussehen.
Und bei anderen Sachen, ich dachte mir, wie kann so ein Mann eine Bank führen?
Haben sich auch viele danach gefragt und seitdem führte sie nicht mehr.
Also nicht jetzt seitdem wir bei uns in der Folge waren, nein.
Aber unterbrochen wird auch, wenn die Antworten der Gäste nicht diffus sind.
Da habt ihr schon recht.
Aber jetzt kommen wir mal zurück zu Kai.
Der hat nämlich noch mehr zu sagen.
Genau und er wollte noch einen eigenen Beitrag leisten und er hat nämlich auch die Betrüger dann selbst wiederum betrogen.
Im Dezember 2020 schreibt Kai, bin ich auf genau diese Betrugsmasche reingefallen, habe 500 Euro angezahlt, so als Einzahlender hatten wir in der Folge auch.
Allerdings schöpfte ich direkt nach der Einzahlung Verdacht und versuchte mein Geld zurückzubekommen.
Zunächst erfolglos, da ich über...
meine Kreditkarte bezahlt hatte, versuchte ich es dann über Visa.
Aber obwohl es sich um Betrug handelte, interessierte Visa.
Das ist jetzt nicht unbedingt.
Sie sagt mir, dass ich eine Bestätigung von demjenigen bräuchte, der das Geld jetzt hat.
damit sie es zurückbuchen dürfen.
Ein schlechter Witz eigentlich, aber Kai dachte sich, warum eigentlich nicht?
Also habe ich selbst eine Credit Note gefälscht, die bestätigt, dass ich mir aufgrund des Ausfalls ihres Zahlungssystems das Geld über meinen Zahlungsdienstleiter zurückholen darf.
Erstaunlicherweise, hat das funktioniert?
Und eine Woche später war das Geld wieder auf meinem Konto.
Das ist wirklich irgendwie, dass das funktioniert, finde ich wirklich erstaunlich.
Aber gut für Kai und gut für uns ist, wenn ihr diesen Podcast abonniert, über ihn sprecht und ihn euren Freunden empfehlt.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
