# Tonies' 2030 Growth Strategy and Margin Expansion

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-10-24

## Transcript

Die Aktie von Tonys, also der Firma hinter den Tony-Boxen, ist dieses Jahr 40% gestiegen und sie sind mittlerweile an der Börse 1,8 Milliarden Euro wert.
Sie wollen außerdem bis 2030 den Umsatz verdoppeln auf 1,4 Milliarden und das, obwohl sie in Deutschland schon in ca.
60% der Haushalte sind, wo es eben Kinder gibt.
Wie das gehen soll, wie das Business mit den Tony-Boxen, den Tony-Figuren, den neuen Spielen und und und generell funktioniert und wie viel Geld die Firma im Schnitt mit einem Kind verdient, hat mir der Finanzchef von Tonys, Hansjörg Müller, erzählt.
Der war vor Tonys jahrelang in hohen Management-Positionen bei Netflix und EA, unter anderem auch in Asien.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital und das ist ohne Aktienwert schwer und damit genug der Vorrede und rein in die Folge.
Hans-Jörg, wir fangen mal mit den Basics an.
Wenn wir jetzt auf so eine Tonybox hier schauen, gibt ja auch verschiedene Figuren.
Wenn jetzt ein Kind vielleicht sogar mit einem Jahr schon startet, eine Tonybox kauft, wie viel...
Umsatz macht das Kind im Schnitt bei euch über die eigene Lebensdauer.
Also wie viele verschiedene Tonys kauft man, wie viele Boxen kauft man?
Kannst du uns mal so einen groben Eindruck geben?
Klar, klar.
Wir versuchen das immer vereinfacht darzustellen, damit es auch verständlich ist.
Im Groben gesagt stellen wir das so dar, dass wir sagen, pro verkaufte Box sind es ungefähr 20 Tonys über viereinhalb Jahre, die eine verkaufte Box sozusagen verursacht.
Das ist die sogenannte Kohortendynamik oder Kohortenrechnung.
Und diese Kohorten, die sind relativ konsistent.
Das heißt, die 2025er-Kohorte vergleicht sich ähnlich zu 24er, 23er, 22er, 21er.
Da gibt es eine ziemlich gute Konsistenz zwischen den Kohorten.
Und ist es so, dass ein Kind, wie lange hält so eine Box im Schnitt?
Da sagt man die drei Jahre, fünf Jahre?
Ja, gute Frage.
Das hängt natürlich hauptsächlich davon ab, in welchem Alter das Kind einsteigt.
Wenn man sich vorstellt, wenn jetzt ein Kind sechs Jahre ist, dann ist die Verweildauer vielleicht nur noch zwei, drei, vier Jahre.
Aber wenn ein Kind natürlich mit eins schon ins Ökosystem kommt, dann kann das gut mal acht, neun Jahre sein.
Und dann hat man wahrscheinlich so zwei, drei verschiedene Boxen in acht, neun Jahren?
Das kommt jetzt auch wieder darauf an.
Gibt es zum Beispiel mehrere Kinder in der Familie.
Auch dazu muss man sagen, wir hatten ja neun Jahre lang die Tony Box 1.
Sehr erfolgreich.
bravourös ihre Dienste tut.
Es gab ja keinen Grund, die abzulösen aus einem Hintergrund.
Die funktioniert nicht mehr gut.
Nee, das war nicht der Fall.
Aber es gibt natürlich Innovationstreiber, die dazu geführt haben, eine neue Hardware-Generation auf den Markt zu bringen.
Da können wir gleich näher drauf eingehen.
Und sind meistens diese 20 Tonys neu gekauft oder werden oft auch Gebrauch gekauft, Bibliotheken oder ist es am meisten, also im Schnitt kaufen Kinder quasi 20 neu?
Richtig.
Okay.
Das ist richtig.
Krass.
Und wenn jetzt auf die Kindertode, da gibt es verschiedene Arten, das ist jetzt eine kleinere Box quasi und das ist die größere sozusagen?
Ja, zeige ich gerne.
Also hier die Tonybox 2, die gibt es jetzt seit ungefähr einem Jahr.
Und diese Tonybox 2, die hat dann die Tonybox 1 abgelöst.
Also wir kaufen die nicht nebeneinander, sondern Sinn und Zweck war, eine neue Hardware-Generation rauszubringen mit verbesserter Funktion.
Kann ich auch noch näher darauf eingehen.
Das heißt, klar findet man noch vereinzelt im Handel vielleicht eine Tonybox 1, aber wir produzieren die nicht mehr.
Das heißt, das ist die Tonybox ongoing.
Die hat jetzt ein paar Änderungen, kann ein paar Dinge mehr als vorher.
Eine der wesentlichen Änderungen, Neuerungen ist die Tatsache, dass die jetzt ein Jahr plus zertifiziert ist, nicht mehr drei Jahre plus.
Das heißt, wir können jetzt besser bewerben.
Das heißt, man kann dann jetzt Bilder verwenden.
mit Kindern aus der Altersgruppe.
Und natürlich allein die Zertifizierung bringt nicht so viel.
Man braucht dann auch die Produktgruppe und die Inhalte, die zu dieser Altersgruppe gehören.
Und da gibt es jetzt seit kurzem die sogenannten My First Tonys.
Da gibt es unterschiedliche Kategorien von.
Das ist jetzt aus dem sogenannten Traffic Set.
Da gibt es Fahrzeuge, da gibt es ein Schiff, eine Lokomotive und ein Auto.
Die kommen im Dreierpack.
Es gibt ein Farm Set.
Da ist eine Kuh drin, ein Schwein und noch ein anderes Tier.
Da gibt es noch ein Jungle Set.
Also sehr, sehr, sehr lustige, sehr unterhaltsame Formfaktoren.
Da sieht man schon, das ist für kleine Kinder, da kann man drauf rumkauen.
Die Länge des Inhaltes ist abgestimmt auf kleine Kinder.
Auch der Inhalt selbst.
Da geht es erstmal um Geräusche, dann wird erklärt, langsam, melodisch.
Das heißt, das überfordert ein Kleinkind nicht.
Und mit dem richtigen Inhalt sehen wir dann an den Aktivierungen, dass sich diese dann in der relevanten Altersgruppe überproportional auswirken.
Also es gibt uns ein Anzeichen, dass wir in die richtige Richtung arbeiten.
Sozusagen die Altersgruppenverjüngung, da wo es uns hilft.
Nochmal zu der Frage zurück, wie das so mit anderen Boxen oder aus anderen Quellen sich verhält.
Also Bücherei.
hast du gerade erwähnt, oder andere solche Orte.
Alle diese Herkunftsorte unterstützen dieses Ökosystem.
Das heißt, wir versuchen gar nicht, das irgendwie zu limitieren oder im Zweifel selbst zu managen.
Warum?
Weil das das Engagement einfach fördert auf der Box.
Das ist ja vorteilhaft, wenn ein Kind Zugang zu einer Auswahl von Inhalten kommt und sich somit selbst bestimmen kann, was es am liebsten hört.
Die ganze Box ist ja darauf aufgebaut, auf sogenannter Kids Agency.
Das heißt, das Kind kann selbst bestimmen, was hier passiert.
Das kann das selbst steuern, ohne das Elternteil dafür fragen zu müssen.
Und die Nachfrage kommt dann aus unserer Portfolio-Stärke.
Das heißt, selbst wenn ich mir vielleicht einen Ton immer ausgeliehen habe, den muss ich ja wieder zurückgeben.
Oder dann gehe ich zu meinen Kindergartenfreunden zum Playdate nach Hause.
Und da würde erstmal die Tony-Library verglichen, Haushalt pro Haushalt.
Da will ich doch auch sowas haben.
Und natürlich kommt das auch auf das individuelle Hörverhalten des Kindes an.
Das ist sehr unterschiedlich nach Altersgruppe und nach Kind.
Das heißt, unsere Portfolio-Stärke und Zusammensetzung ist natürlich darauf ausgerichtet, so viele Hörbedürfnisse und Entwicklungen.
pro Altersgruppe abzudecken wie möglich.
Das heißt, diese Breite des Portfolios und eine gewisse Neuheit jedes Jahr führt dann dazu, dass die Inhalte und die Figuren immer weiter nachgefragt werden, über den existierenden Zweitbestand hinaus.
Und preislich sind die alle recht ähnlich?
Also auch die für die jüngeren Kinder sind vielleicht ein bisschen teurer, weil die jetzt ein bisschen komplexer sind vom Aufbau her?
Oder sind die ähnlich teuer, die Tonys?
Da gibt es unterschiedliche Preisgestaltungen.
Also unsere Classic-Tonys, da habe ich jetzt, das wäre ein Beispiel, in Deutschland oder Dach sind die bei ungefähr 16,99.
Diese My First Tonys im Dreierpack, ja die kosten drei ein bisschen mehr, aber pro Einzelstück wären das dann weniger.
Und dann unsere Bücher-Tonys oder Pocket-Tonys, die sind dann auch etwas billiger.
Und dann gibt es die Spiele, die sind etwas teurer, 20 bis 25 Euro ungefähr.
Und damit mit den Spielen und mit den Büchern versucht man ein bisschen in die ältere Zielgruppe noch, dass man länger relevant bleibt?
Ja, genau.
Und das ist genau, da kann ich jetzt wieder schön in die TB2, Tonybox 2 einsteigen.
Also Altersgruppenerweiterung nach unten habe ich schon ein bisschen erklärt.
Mit den richtigen Inhalten sieht man das schön.
Genauso ist es mit der Zielgruppenerweiterung nach oben.
Und da gibt es mehrere Vektoren, die wir verfolgen.
Diese Tonybox 2 kann jetzt nämlich interaktives Audio.
Das heißt, mittels eines Controllers, wo das Konzept genau das gleiche, das technologische Konzept genau das gleiche ist wie bei den Figuren.
Da ist ein Magnet drin und ein NFC-Chip.
Den erkennt die Box.
Genauso wie die Box dann ein Spiel erkennt.
Ein einfaches hier.
Da ist ein NFC-Chip drin.
Die Box erkennt das beim erstmaligen Auflegen.
Und dann weiß die Box, dieses Spiel ist drauf.
Jetzt muss ich das abspielen.
Beim erstmaligen Aufladen wird der Content runtergeladen.
Danach muss ich nicht mehr mit dem Internet verbunden sein.
Und in diesem Fall ist das jetzt ein interaktives Spiel.
Und wie funktioniert ein interaktives Hörspiel?
In diesem Fall, die Geschichte heißt Unlucky Joe.
Das heißt, das Mädchen heißt Joe.
Die hat einen relativ pechvollen Tag.
Sie erzählt von ihrem lustigen, aber mit Pech beladenen Tag.
Und in dieser Geschichte gibt sie dir ungefähr 20 Mal die Möglichkeit, den Ausgang der Geschichte, zu steuern.
Sie fragt dich dann zum Beispiel, möchtest du, dass ich jetzt mit dem Hund Gassi gehe oder dem Hund was zu essen gebe?
Und dann wird es hier auf diesem Ring angezeigt und dann kann man die Auswahl treffen und durch Drücken dann bestätigen und dann geht die Geschichte mit dieser Wahl weiter.
Das Lustige ist natürlich, beim ersten Mal, also auch mit meiner Tochter, die hat sich zum ersten Mal angehört, wie ein normales Hörspiel, da hat sie aber gemerkt, dass sich der der Verlauf ändert mit ihrer Wahl.
Und die ist dann jetzt dabei, alle möglichen Permutationen, wie bei einem Computerstrategiespiel, durchzuspielen.
Also 20 mal 19 mal 18 mal 17 übersteigt jetzt meine Mathefähigkeit, Faktor 20, wahrscheinlich ein paar hundert irgendwas.
Viel.
Also kriegt man da als kleiner Zuhörer einen unheimlich hohen Value-Wert daraus.
Also es ist faszinierend.
Und wenn man jetzt mal so ganz grob drauf guckt, was ist neue Produkte, was ist der Katalog?
Gibt es so drei Bestseller im Katalog, die 80 Prozent vom Umsatz ausmachen von den Tonys oder wechselt sehr stark durch, die neuen Produkte kommen rein, die alten gehen raus.
Wie ist das strukturiert?
Ist sehr, sehr breit gefächert.
Nur vielleicht nochmal ein bisschen zu den Spielen.
Ich nenne das jetzt, das ist ein Singleplayer, weil das meistens ein Kind alleine spielt.
Da kommt vielleicht ein bisschen meine Spieleherkunft aus der Games-Industrie ein bisschen hoch.
Aber genauso haben wir auch eigene oder mit unseren IP-Systemen.
Partnern, Monopoly oder Disney Quiz, die man dann mit der Familie oder mit Freunden zusammenspielt.
Also bei uns ist das jetzt am Küchentisch oder am Esstisch spielen wir zusammen.
Ist also jetzt ein Familienerlebnis und nicht nur ein alleiniges Hörerlebnis.
Aber zur Katalogfrage, also unser Katalog ist breit gefächert und wie gesagt zielt am ehesten darauf ab, so viele Hörbedürfnisse pro Altersgruppe wie möglich abzudecken.
Und das heißt, manchmal ist das am besten möglich mit Partnern, mit Lizenzpartnern.
Gerade wenn ein neuer Disney-Film rauskommt, möchte man natürlich die Erfahrung auch mit einer Figur teilen.
Aber gleichzeitig gibt es andere Hörbedürfnisse, wie schon erwähnt, My First Tonys.
Da ist, glaube ich, eine Lizenzpartnerschaft nicht notwendig.
Das heißt, es ist ein breit gefächerter Katalog an Erlebnissen.
Singen, Spielen, erste Wortschätze, Lerninhalte, ganz, ganz, ganz breit gefächert.
Und kann man grob sagen, wie viele sind jetzt quasi Fremdmarken, wie viele sind Eigenmarken von den Tonys?
Das ist 20 Prozent Eigen oder?
Das könnte man sagen.
Wir halten uns da eher zurück, den Anteil so genau zu spezifizieren.
Warum?
Es kommt wirklich eher darauf an, wie viele dieser Hörbedürfnisse wir wie in welchem Jahr abbilden.
Das heißt, jedes Jahr ist ein bisschen anders.
Aber wir bevorzugen nicht das eine oder andere, weil wir wissen, jedes hat seinen Zweck oder seinen Platz im Portfolio.
Und wenn man von der quasi wirtschaftlichen Seite drauf schaut, ich glaube, ihr hattet im ersten Halbjahr 27 Millionen Lizenzkosten bei so ungefähr 250 Millionen Umsatz.
Das heißt, schon ein relevanter Anteil.
Ist jetzt auch erstes Halbjahr, wo nicht das vierte Quartal reinfällt, das natürlich nochmal stärker ist.
Aber wie sind bei euch die Lizenzkosten strukturiert?
Ist das so wie bei Netflix, wo ich einmal produziere und dann profitiere ich aber auch davon, wenn es viel gestreamt wird?
Oder ist es eher wie bei Spotify, wo ich quasi für jeden Stream zahle?
Das heißt, je mehr der Tony abgespielt wird oder gekauft wird, desto mehr muss ich abgeben.
Ja, ist eine super Frage.
Aber erstmal würde ich wahrscheinlich einen Blick darauf werfen, dass uns ja, die Kosten sind relevant und signifikant und natürlich haben wir da ein Auge drauf.
Aber ich würde aus dem Grunde jetzt nicht sozusagen ein Lizenzprodukt als teuer betrachten und ein eigenes Produkt als nicht teuer.
Weil durch ein Lizenzprodukt kriege ich ja ein schon existierende, sagen wir mal, Fangemeinde.
Die gibt es ja schon.
Also im Marketing eingebaut so ein bisschen.
Wenn so ein Film auf den Markt kommt, dann gibt es da ja eine riesen Werbetrommel.
Natürlich nicht spezifisch zu dem Tony, aber spezifisch zu dem Launch des neuen Films, Geschichte, was auch immer da dazugehört.
Davon profitieren wir ja ungemein.
Gleichzeitig, wenn wir jetzt um eine selbst kreierte, eine Eigenmarke, wenn wir darüber reden, dann gibt es das Hörbedürfnis natürlich schon.
aber nicht unbedingt die Markenbindung oder die Fangemeinde an sich.
Das entsteht dann durch die Qualität des Produkts.
Und das muss ich ja erst mal aufbauen.
Das heißt, im Vergleich kann ich jetzt nicht unbedingt das eine als besser oder schlechter oder teurer oder weniger teurer bezeichnen.
Wirklich haben beide ihren festen Platz im Portfolio.
Eigentlich, da kann ich noch einwerfen, das verhält sich ähnlich bei Computerspieleherstellern oder Streamern, die ja auch aus Plattformen, Gedanken zum Teil agieren und auch da lizentrisiertes und eigenes Produkt programmieren.
Nicht unbedingt mit dem Hintergedanken die Lizenzrate zu optimieren, sondern auch um die Zuhörerschaft so gut wie möglich zu befriedigen.
Zuschauerschaft in diesem Fall, aber uns natürlich Zuhörer.
Das macht total Sinn.
Und wie sind die Lizenzen?
Sind die sehr unterschiedlich ausgestaltet oder ist es meistens ein Fix-Deal oder pro verkauften Einheit?
Ja, das kann unterschiedlich sein.
Generell sind das im Entertainment-Bereich aber standardisierte Vertragsbedingungen.
Da kann ich jetzt natürlich nicht auf Details eingehen, aber das sind alles Verträge, die im Entertainment-Umfeld sehr üblich sind.
Ich würde es aber nicht unbedingt mit Streaming vergleichen, sondern wirklich eher mit normales Lizenzmodell.
Es sind auch übliche Vertragsdauerrahmenbedingungen, das ist ganz Standard.
Und denkt ihr selbst darüber nach, jetzt mit euren eigenen Tonys dann in die andere Richtung zu gehen und sagen, wir machen da auch mal Filme draus, wir machen da mal Games draus?
Denkt ihr darüber schon nach oder ist es noch weiter in der Zukunft, wenn man erstmal die offensichtlichen Low-Hanging-Fruits abgefrühstückt hat?
Ja, finde ich ein klasse Gedanke.
Aber wir sind natürlich beglückt oder in einer glücklichen Situation, dass wir so viele Wachstumsfaktoren, potenzielle Vektoren haben, dass wir wirklich fokussiert auf die Wichtigsten bleiben müssen.
Heißt nicht, dass so etwas nicht mal...
möglich sein wird, aber in unmittelbarer Zukunft sind wir auf unsere nächsten sehr, sehr großen Wachstumsziele fokussiert.
Vielleicht bevor wir jetzt auf das Wachstum und die einzelnen Pläne dazu eingehen, nochmal ein letztes zum Verständnis des Produkts quasi.
Ist es international sehr ähnlich?
Also konsumieren in allen Ländern die Kinder 20 Tonys oder ist es sehr unterschiedlich?
Dafür muss man natürlich verstehen, dass wir unterschiedliche Zeit im Markt verbracht haben.
Also fünf Jahre USA, zehn Jahre Deutschland.
alle anderen Länder etwas dazwischen.
Was wir aber sehen, ist, dass das Kohortenverhalten sehr, sehr ähnlich ist.
Das heißt, deswegen kommunizieren wir auch unsere Durchschnitts, diese Durchschnittseconomics 20 pro Box, pro viereinhalb Jahre als konsistent.
Natürlich wollen wir durch die Alterszielgruppenverweiterung das verbessern.
Natürlich wollen wir uns durch alle Möglichkeiten das weiterhin verbessern.
Aber das wissen wir natürlich erst dann, wenn eine ganze Generation da durchgelaufen ist.
Das weißt du nicht im ersten Jahr, was zum Beispiel durch die Einführung der Spiele werden dann die 20 zu 21.
Das sehen wir natürlich erst, wenn du eine ganze Generation an Kindern da durch hast.
Aber allgemein können wir sagen, dass sich die Kohorten sehr ähnlich verhalten.
Ich meine, beim Wachstum ist ja auch so ein bisschen noch ungewiss, welcher Kanal jetzt genau wie viel bringt.
Aber ich glaube, ihr wollt bis 2030 circa 1,4 Milliarden Umsatz, also so knapp eine Verdopplung.
Kann man das so grob ausblenden?
Wie viel davon ist Internationalisierung?
Wie viel davon sind die neuen Produkte?
Wie viel davon ist Bestandswachstum so ganz grob?
Ja, da hatten wir an unserem Kapitalmarkt-Tag, glaube ich, eine gute Folie aufgelegt.
Die versuche ich gerade mir gedanklich wieder aufzubauen.
Aber da kann man ganz gut sehen, welcher Anteil grob.
Welche Initiative bringt.
Was wir da gezeigt haben, ist, dass der Löwenanteil des Wachstums aus unserem existierenden Produktportfolio und existierendem Inhaltsportfolio und existierenden Länder-Footprint kommt.
Warum ist das so?
Neue Produkte und vor allem neue Länder.
Wenn man versteht, dass DACH zehn Jahre gebraucht hat, um hier hinzukommen oder USA 5, dann weiß man auch, wie viel Zeit haben wir noch bis 2030.
Das heißt, so viel, selbst wenn wir jetzt noch in 20 Ländern sofort launchen würden, das dauert Zeit, um die installierte Basis aufzubauen.
Und genau aus dem Grund ist der größere Anteil des Wachstums kommt aus den existierenden Ländern und Portfolio.
Marktpenetration von fast 60 Prozent erreicht haben.
Nordamerika aber noch bei 10 bis 15 Prozent ist.
Und alle anderen Länder ungefähr ein bisschen dazwischen.
Das heißt also, da sind noch Potenziale da, da müssen wir darauf fokussiert sein.
Und das heißt aber, in 2030 werdet ihr dann auch in vielen Ländern noch eher bei 10 Prozent stehen.
Das heißt, ihr könnt dann auch nochmal weiter wachsen.
Man ist dann nicht quasi in vielen Ländern bei 60 Prozent.
Genau so sehe ich das auch.
Also 2030 oder Midterm ist eine gewisse Zeitpunktbetrachtung.
Aber das kann kein Terminal Value sein, wenn man das Kohortenmodell und die Installationsbasis dahinter versteht.
Und im Dachraum war es ja so, Sie seid ja schon mal langsamer gewachsen, so mit um die 5 Prozent, jetzt die letzten zwei Jahre aber mit über 10 Prozent.
Liegt das vor allem an der neuen Tonybox oder woran liegt das aus Ihrer Sicht vor allem?
Das hat mehrere Gründe.
Ich würde sagen, erstens, Wachstum ist gerade bei hoch penetrierten Märkten von Phasen abhängig.
Und diese Phasen sind dann entweder Produktinnovation oder Inhalt, Portfolioerweiterung.
Und das kann man nicht jedes Jahr genau gleich machen.
Macht ja keinen Sinn, jedes Jahr eine neue Box rauszubringen.
Wir können auch nicht jedes Jahr, oder wollen auch nicht jedes Jahr, drei oder vier neue Content-Kategorien rausbringen.
Wir haben ja in einem Jahr Spiele und My First Tonys, Plush Tonys rausgebracht, kurz davor sogar die Bücher Tonys.
Das heißt, Da war ein ziemlicher Innovationsmomentum.
Das ist natürlich schwer, sowas jedes Jahr zu wiederholen.
Aber gleichzeitig schafft das auch ein weiter Wachstum an installierter Basis, was dann wiederum Wachstum an Figuren oder Content Attached, sogenannten Attached verursacht.
Das heißt, das ist ein Wachstumsschub, der mittelfristig Auswirkungen hat, nicht nur auf ein Jahr.
Okay, aber das heißt, ihr glaubt auch in quasi stabilen Märkten mit viel Marktanteil kann man eigentlich immer auch stabil weiter wachsen, weil immer eine neue Generation nachkommt und kriegt man auch zweistelliges Wachstum eigentlich ganz gut hin.
Richtig, also da gibt es mehrere Vektoren, auf denen man kontinuierlich wachsen kann.
Ob das dann auch in einem Markt, der schon 60 Prozent fast penetriert ist, dann jedes Jahr zweistellig ist, ist dahingestellt.
Aber Tatsache ist, dass auch da attraktives Wachstum möglich ist.
Kurzer Strategieeinblick von unserem Werbepartner, dem DDE Multi Asset und Trends Fonds.
Hinter dem Fonds steckt ein relativ konzentriertes Aktienportfolio von so 50 bis 70 Aktien, die von Megatrends profitieren und gleichzeitig wird das Ganze für die Stabilität durch Anleihen und eben auch durch Gold ergänzt.
Und gesprochen habe ich über den Fonds und die Strategie mit Richard Schmidt von DDE.
Wie ist euer Blick auf Gold?
Wie mischt ihr das bei?
Wie guckt ihr da drauf?
Ja, Gold war ganz wesentlich in den letzten Jahren.
Das hat sehr stark zur Performance beigetragen.
Und wir hatten uns damals das gar nicht vorstellen können, dass Gold derartig stark reformt.
Aber wir sind traditionell ein Gold-Investor.
Wir machen das, indem wir zum einen eben in...
physisch hinterlegte ETFs gehen in die Gold-ETCs und zum anderen aber auch in die Miner reingehen, also in die Goldförderunternehmen.
Und die haben so ein bisschen andere Charakteristika bei der Performance-Entwicklung.
Also gerade wenn Gold besonders stark geht, dann sind die Miner nochmal ein Stück stärker.
Wir sehen das aber dann auch im Umkehr.
Der Fall, wenn Gold mal wieder Schwäche zeigt, dann gehen die Miner oft überdurchschnittlich zurück.
Das ganz Besondere ist bei den kleineren Minern, die etwas verschuldeter sind, da sieht man diese Volatilität nochmal ausgeprägter.
Wir sehen uns jetzt in einer Konsolidierungsphase seit Anfang des Jahres.
Gold ist jetzt auch ein Stück weit gehypt, weil jeder weiß, dass die Chinesen Gold einkaufen, dass die Russen auf Gold ausweichen mussten.
Viele große Notenbanken, die polnische Notenbank auch.
bauen ihre Goldbestände auf.
Und in den USA hat die Diskussion begonnen um die Solidität der Staatsfinanzen.
Sie hat nicht erst seit kurzem begonnen, aber das hat jetzt an Dramatik dazugewonnen.
Wir haben jetzt 40 Billionen Dollar Schulden erreicht da drüben.
Dementsprechend sind auch viele amerikanische Investoren daran interessiert, Gold aufzubauen.
Jetzt sind wir aber dermaßen stark gestiegen, dass wir wahrscheinlich das erstmal verarbeiten müssen.
Und Konsolidierung heißt hier in dem Fall vielleicht nicht ein, zwei Monate, sondern eher ein, zwei Jahre.
Aber das ist ja nicht nur ein Inflationsschutz, das ist ja auch ein Fluss.
Schutz vor allgemeinen Risiken.
Von daher haben wir das immer gerne mit in den Portfolien drin.
Das alles ist natürlich keine Anlageberatung.
Wie bei allen Voranlagen kann es auch sein, dass ihr euer Kapital verliert und Informationen zu Chancen, Risiken und Kosten findet ihr in der Beschreibung.
Wenn man jetzt als Investor so ein bisschen vergleicht, es gibt ja...
Nintendo eigentlich das bekannteste Beispiel, wenn die eine neue Konsole rausbringen, gibt es einen riesen Umsatz-Push, neue Games und dann geht es eigentlich immer kontinuierlich runter, bis die nächste Konsole meistens stark verspätet kommt.
Muss man sich auf so eine Dynamik bei euch auch einstellen oder glaubst du, das ist eigentlich stabiler und die neue Tony-Box wird nie so einen Push geben, aber auch nie so einen Downturn?
Super Punkt, habe ich ganz vergessen.
Hätte ich anfangs erwähnen sollen, alle unsere Attached-Produkte, also alles, was auf die Box draufkommt.
Das ist alles 100% rückwärtskompatibel.
Du bist also nicht auf die Generation der Box angewiesen, mit der Ausnahme von Spielen.
Weil hier eben die Innovation notwendig war, der Tony Box 2, um das stattfinden lassen zu können.
Aber alles, was ich für die TB1 gekauft habe, kann ich auf der 2 spielen.
Alles, was ich auf der 2 gekauft habe, kann ich auf der 1 spielen.
Das heißt, auch aus diesem Grund sollte es nicht so eine Abhängigkeit geben, wie zum Beispiel bei Nintendo oder anderen.
sagen wir mal, klassischen Spielkonsolen Verhältnissen, weil du da eben durch die Kompatibilitätsfrage extrem an die neueste Generation gebunden bist.
Und wenn wir es jetzt nicht mit Nintendo vergleichen, sondern eher mit so anderen Spieleunternehmen, gibt es ja immer die Dynamik, man hat ein Blockbuster-Spiel, das den Großteil des Umsatzes treibt und darauf hoffen alle, dass man so einen Blockbuster wieder trifft oder dass die nächste Variante jetzt kommt.
Kann man das bei euch auch sagen?
Gibt es so einzelne Blockbuster-Tonys, die wirklich massiv den Umsatz treiben oder es ist schon sehr breit gestreut?
Es ist schon sehr breit gestreut, muss ich sagen.
Das kommt aber auch dadurch, dass die Hörbedürfnisse der unterschiedlichen Kinderaltersgruppen ja sehr verschieden sind.
Ein Einjähriger interessiert es halt nicht, ob der neueste Disney-Movie rauskommt.
Das heißt, das bringt uns eine gewisse Resilienz, die sehr gut ist.
Dadurch werden wir etwas planbarer.
Gleichzeitig gibt es uns eine größere Auswahlmöglichkeit an potenziellen Inhalten, potenziellen.
anderen IP-Releases, mit denen wir partnern können.
Also unsere Partnerschaften sind langfristig geplant, nicht nur aufs momentane Jahr fokussiert oder optimiert.
Wir planen, unsere Portfolio Roadmap geht über mehrere Jahre und durch die Vielzahl unserer Partner, drei bis vierhundert, ergibt sich da für jedes Jahr spannende Möglichkeiten.
Und es ist auch so bei euch, dass ihr alles kontrolliert, was drauf kann.
Also ihr wollt jedes Produkt, jede Tony einmal durch euch laufen lassen.
Es gibt nicht so einen Marktplatz, wo man sagen kann, ich verkaufe jetzt Tonys, aber ihr seid nicht involviert, sondern ihr wollt quasi auch alle Partner direkt mit denen interagieren und mit denen gemeinsam die Tonys rausbringen.
Oder gibt es externe Partner, die selbst Tonys rausbringen, die dann mit eurer Box funktionieren?
Das ist ein guter Punkt.
Bisher sind nur wir diejenigen, die neue Tonys verkaufen.
Und ich sehe jetzt da zumindest...
in naher Zukunft nicht die Notwendigkeit, das zu ändern.
Es gibt immer wieder, weil das Produkt so fantastisch beliebt ist, bekommen wir ganz, ganz viele Anfragen von anderen Unternehmen, die ihr Produkt, wir sagen dazu, tonifizieren möchten.
Du könntest dir ja vorstellen, du kannst die Technologie, könntest du ja auch in eine Zahnbürste einbauen oder egal was und dadurch bestimmte Tagesrhythmen erfreulich machen.
Also es gibt da eine Unmenge von potenziellen Anwendungen.
Und in solchen Szenarien wären wir vielleicht nicht diejenigen, die das herstellen würden.
Aber das sind jetzt, glaube ich, nicht die Kernwachstumsvektoren, auf die wir uns fokussieren.
Also was ich eben erwähnt habe, das sind eher Ideen oder externe Vorschläge.
Aber wie gesagt, unsere Hauptwachstumsmöglichkeiten beschränken sich, glaube ich, auf was wir vor uns sehen.
Jetzt haben wir die Produktseite sehr stark.
besprochen, wie ist es auf Marketingseite?
Was sind da so die wichtigsten Kanäle von euch?
Ist es viel Asian-Partnerschaften?
Ist es viel Performance-Marketing für Eltern?
Was ist so relevant?
Ja, ist auch da ein guter Mix.
Also Performance ist drin, Brand und Awareness ist drin.
Natürlich neuerdings sind wir auch auf TikTok.
Sind wir in eigenen Kanälen TikTok unterwegs.
Das ist sehr, sehr breit gestreut.
Wir sehen natürlich gewisse Unterschiede pro Markt, je nachdem wie fortgeschritten, wie penetriert.
wie weit penetriert wir da sind, gibt es natürlich logische Unterschiede.
In DACH zum Beispiel ist kein Awareness-Marketing erforderlich.
Jeder kennt.
Ja, also fast 60 Prozent Penetration heißt, bei mehr als jedem zweiten Haushalt mit Kindern in der Altersgruppe steht eine Box, mindestens eine.
Das heißt, man muss es nicht aus Awareness-Gründen bewerben.
Aber in anderen Ländern ist es noch anders.
Da sieht man dann auch, wie unsere Marketing-Ausgaben sich natürlich anders verhalten.
Und Vertriebskanäle, verkauft ihr viel direkt oder ist das meiste Spielzeugkendler, was ist da das Größte?
Wir haben eine ganz bewusste sogenannte Omnichannel-Verkaufsstrategie.
Das heißt, wir möchten in allen relevanten Kanälen etabliert sein, ohne da zu diskriminieren.
Das heißt, wir wollen in allen relevanten Retail-Kanälen vorhanden sein.
Wir wollen auf Amazon sein, jetzt auch Shopify und natürlich...
in unserem eigenen Webshop.
Warum ist das so?
Wir glauben, dass diese Handelskanäle sich ergänzen, weil es eben grundsätzlich andere Erfahrungen sowohl dem Einkäufer als auch dem Kind bietet.
So eine 12-Meter-Wand bei Mediamarkt lässt sich schlecht online wiederherstellen.
Das heißt, jeder dieser Kanäle oder der drei sogenannten Channels, also Wholesale, Dann natürlich Direct-to-Consumer, also Amazon und unser eigener Webshop bieten ihre eigene Funktion.
Über einen kann ich eine sehr direkte Kundenbeziehung herstellen, unser eigener Webshop.
Über einen anderen kann ich einen großen Katalog anbieten und über einen Retail kann ich das ultimative Erlebnis bieten.
Das ergänzt sich ziemlich gut.
Und ist es so, dass ihr da auch eine klare Strategie habt?
Es gab es ja im Sportbereich jetzt sehr stark mit Nike, die immer gesagt haben, jetzt alles D2C, dann haben sie gemerkt, das ist vielleicht doch nicht die richtige Idee.
Oder sagt ihr, wir verkaufen auf allen Kanälen und am Ende entscheidet der Kunde, wo er es kaufen will, aber wir forcieren jetzt keinen Kanal.
Genau so ist das.
Wir forcieren keinen Kanal, wir präferieren nicht bewusst einen Kanal.
Jetzt haben wir schon auf Produktseite geschaut, Umsatzseite.
Wenn wir jetzt noch ein bisschen auf Kostenseite schauen.
gebt ihr so das Adjusted EBITDA als Kennzler raus und wir sagen eigentlich unseren Hörern immer oder Hörerinnen auch, sehr vorsichtig sein bei Adjusted EBITDA, guckt euch an, was wird wegradjusted, sind das vielleicht normale Kosten?
Ich glaube, bei euch ist es so, ihr adjustet zum Beispiel Aktienvergütung weg und da sagt man ja auch oft, ist eigentlich ein normaler Teil der Vergütungsstruktur, ganz normaler, so wie Lohn, den würde man auch nicht wegradjusten.
Wieso adjustet ihr das weg?
Ich sehe das ganz genauso.
Deswegen weisen wir ja auch beides aus.
In manchen Kreisen ist das adjusted präferiert, in anderen das unadjusted.
Deswegen weisen wir beides aus, ganz transparent.
Ich glaube, was bei uns ganz gut ist, ist, dass das Adjustment wirklich nur Share-Based Compensation ist.
Zumindest seit, glaube ich, 2022 oder 2023 ist das so.
Das heißt, die Vergleichbarkeit ist relativ einfach oder auch zukünftige Erwartungshaltungen kann man sich grob kalibrieren.
Das Adjusted wirklich nur von Aktienkurs und Share-Based Compensation abhängt.
Also sehr, sehr limitiert.
Das Adjustment hat sich auch im Spread sehr, sehr verkleinert über die Jahre.
Und Abschreibungen habt ihr auch relativ, ich glaube im letzten Jahr 20 Millionen, also schon relativ ordentliche Abschreibungen.
Was ist das vor allem?
Also habt ihr eigene Fabriken, die ihr baut oder was schreibt ihr vor allem ab?
Ja, ich würde sagen, wir sind sehr Fixed Capital Lean, weil wir ja genau das nicht betreiben.
Unser Hauptkapitalaufwand ist Working Capital.
Und bei so einem Wachstum erfordert das natürlich auch erhebliches Working Capital.
Das heißt, unser Working Capital wächst proportional zum Umsatzwachstum.
Das geht natürlich gar nicht anders.
Wir können nicht die Erwartungshaltung haben, so signifikant Umsatz.
Profitabilität zu wachsen, aber dann das Inventory nicht vorhalten.
Da gibt es natürlich immer Schwankungen.
Je nachdem, was wir auf den Markt bringen, ist das saisonal und dann launchabhängig.
Aber allgemein sind wir auf der Capital Requirements Seite sehr, sehr zuversichtlich.
Aber zur konkreten Frage, was sind die Abschreibungen?
Was wir abschreiben, natürlich nach vorgeschriebenen Zeitplänen, sind die Werkzeuge.
die Spritzgusswerkzeuge, die wir selbst besitzen und auch selbst besitzen wollen, für die Figurenherstellung.
Und das ist dann wieder portfolioabhängig, ist aber sehr konsistent im Zeitverlauf.
Also der erwähnte Betrag war fast der gleiche Betrag im Vorjahr.
Wieso will man die selbst besitzen?
Das ist eine gute Frage.
Da geht es um die Qualität, die wir anbieten.
Das heißt, unser Qualitätsnachweis nicht nur im...
Audio-Bereich über unser eigenes Studio, sondern auch in der Figur und Gestaltung wollen wir selbst beeinflussen.
Okay, was heißt, man hat externe Fabriken, aber stellt denen da quasi das eigene Werkzeug hin und dann hat man quasi...
Oder das selbstgekaufte Werkzeug hin, ja.
Okay, spannend.
Und bei Working Capital Seite, da ist eigentlich...
Ganz klassisch wahrscheinlich, ihr habt ein Lager, ihr verkauft dann an Handel schon mal.
Da verkauft ihr aber direkt und müsst nicht warten, bis der Kunde gekauft hat.
Also ihr macht direkt mit dem Händler Umsatz.
Oder es ist im Buchhandel, wo die Buchhändler auch sagen können, wir geben das Buch zurück an Verlag, wenn es uns nicht gefallen hat, wenn wir es nicht verkaufen konnten.
Ja, das wäre eine Ausnahme, wenn das so wäre.
Und es liegt natürlich in beiderseitigem Interesse, dass sich das Produkt durchverkauft.
Sollte das mal nicht passieren, weil wir uns grob verschätzt haben oder falsch geplant haben, dann wollen wir natürlich auch unterstützen.
dass sich das durchverkauft.
Andererseits haben wir natürlich Rahmenverträge, die das im Zweifel dann sowieso abdecken.
Das ist ein Standard-Retail-Dynamik wie bei anderen Retail-Produkten.
Da gibt es Discount-Strukturen, Support-Strukturen, da halten wir uns dran.
Aber natürlich ist das in beiderseitigem Interesse, dass wir Produkte durchverkaufen.
Und in eurer Planung steht jetzt nicht nur quasi ein starker Umsatzwachstum, sondern auch ordentliches Margenwachstum.
Ich glaube, Adjusted EBITDA-Marge soll fast verdoppelt werden mittelfristig.
Ist das vor allem Skaleneffekte, dass man eben sagt, okay, wir brauchen ähnlich viele Spritzgusswerkzeuge für viel mehr Umsatz auf einmal?
Oder was sind das vor allem für Effekte, wo ihr mehr Marge macht?
Ja, ich glaube, mit den Spritzgusswerkzeugen habe ich was ausgelöst hier.
Nein, aber was sind so die Margentreiber?
Im Prinzip gibt es zwei signifikante Margen.
Der erste ist unser Produktmix.
Und der Produktmix ist zu einem überwiegenden Anteil abhängig von Zeit, die vergangen ist, seit des Launches.
Warum ist das so?
Am Tag 1 des Launches verkaufe ich ja fast nur Boxen oder wesentlich mehr Boxen als Figuren oder Attach, wie wir es nennen.
Und wir erklären ja auch, dass wir auf der Box sehr wenig dran verdienen, unsere Marge recht gering ist.
auf den Attached-Produkten die Marge relativ hoch ist.
Das heißt also, wir launchen neu in einem Land zum Beispiel, wir fangen an, in einem neuen Land zu etablieren, da würdest du erwarten, dass anteilig da erstmal mehr Boxen verkauft werden als Tonys.
Aber wenn man weiß, dass wir pro verkaufter Box 20 Tonys oder Attached verkaufen und du dir dann die Jahresscheibe aller dieser Korten übereinander legst, dann merkst du ganz schnell, das ist nur Mathematik, dass die Anzahl der Tonys schneller steigt als die kumulierte Anzahl der Boxen.
Damit hast du rechnerisch, das ist ein reines, einfaches Kohortenmodell, steigt jedes Jahr deine Margin.
Diese Margin kann dann schneller oder langsamer steigen, je nachdem, inwiefern du noch Boxenwachstum erzielen kannst.
Das heißt, wenn du überproportional schnell noch Boxenpenetrationen ausbauen kannst, dann verlangsamt sich dieses Marginwachstum natürlich.
Die einfachste Illustration wäre, wir würden heute anfangen, keine Boxen mehr zu verkaufen.
Wollen wir natürlich nicht, aber unsere Margin würde natürlich durch die Decke gehen.
Gleichfalls muss ich noch dazu sagen, unser Boxenwachstum ist natürlich innerhalb des Jahres vor allem etwas volatil.
Vor allem zum Vorjahresvergleich.
Das heißt, wenn wir dann mal in einer Periode etwas geringere Profitabilität haben, weil wir ein größeres Boxenwachstum hingelegt haben, finden wir das sehr, sehr gut, weil das ist eine Indikation für sehr profitables zukünftiges Wachstum.
Es hast auch schon ein bisschen das zyklische Geschäft angesprochen.
Ich glaube, man sieht es ganz gut im ersten und zweiten Halbjahr 2025.
Ich glaube, im ersten hatte dir sieben Millionen negatives EBIT im ersten Halbjahr 2025 und insgesamt im Jahr dann 30 Millionen positives EBIT.
Ist das normal bei euch, dass quasi das so stark in die zweite Jahreshälfte verlagert wird durch Weihnachten?
Ja.
Komme ich gleich darauf zu, vielleicht noch ein Punkt zur vorherigen Frage, weil es gibt zwei wesentliche Margin Treiber.
Also einmal ist der Produktmix, der sich weiterhin zu den Tonys immer mehr entwickelt, dadurch die rechnerisch eben diese kalkulierbare Profitabilität ergibt.
Haben wir ja auch, sehen wir auch in jedem Segment.
Ja, kann man schön sehen, wie jedes weitere Jahr da weiterhin Positivität bringt.
Der zweite Treiber an Profitabilität ist natürlich Skalierungseffekte.
Wir haben jetzt eine Größe, bei der wir nicht mehr im gleichen prozentualen Geschwindigkeit wie Umsatz manche Investitionen tätigen.
Und für diese Mittelfristambitionen haben wir gesagt, dass ungefähr 50-50 dieser Profitanstieg aus sowohl Margin-Wachstum als auch Skaleneffekte getrieben wird.
Ihr habt ja eigentlich auch den schönen Effekt, den man auch bei Netflix hat, wenn ich halt der allergrößte Streamer bin und ich investiere dieselbe Summe in einen Film, dann kann ich es halt auf viel mehr Kunden verlagern.
Bei euch habt ihr noch den Vorteil, dass die einzelnen Inhalte nicht so viel kosten, wie jetzt einen neuen Film zu machen.
Das kostet jetzt nicht ein paar hundert Millionen, so neuer, Toni.
Aber auch, wenn ihr natürlich der Player seid mit den meisten Boxen, könnt ihr halt viel mehr Produkte rausdrücken oder rausbringen und gleichzeitig kostet euch pro Kunde eigentlich sogar weniger die Entwicklung.
Ja, da ist direktional auch ein kleiner Effekt da.
Wobei unser Portfolio natürlich, obwohl wir globale Anteile in unseren Portfolios haben, sind die natürlich schon sehr lokal ausgerichtet.
Bewusst.
Weil, wie wir gesehen haben, haben wir ja wirklich lokale Geschichten.
Wir nennen die Local Hero Stories, wo es wirklich relevant ist, dass du eben Pipi Langstrumpf nicht nur aus Sprache, sondern authentisch auch darstellst.
Aber Pibilangstrumpf ist dann vielleicht, wenn wir dann irgendwann mal in einem asiatischen Land sein würden, vielleicht dann nicht so relevant.
Oder Frankreich zum Beispiel erfordert auch einen relativ hohen Lokalisierungsgrad.
Dafür reicht es nicht nur eine übersetzte Version eines globalen IPs, sondern du brauchst wirklich die lokalen Geschichten, mit denen Kinder eben aufwachsen.
Ach krass.
Ich hatte zum Beispiel mein Zivildienst in Bulgarien gemacht und da war Paw Patrol riesig und in Österreich war Paw Patrol riesig und in Deutschland ist Paw Patrol.
Das ist natürlich genauso.
Den Vorteil haben wir schon.
Damit will ich die globale Relevanz des Portfolios nicht schmälern, aber wir ergänzen das mit lokalem Hero-Content.
Wahrscheinlich auch je nach Land unterschiedlich, wie stark lokal das geprägt ist, der Kinderkontakt.
Also Frankreich ist sehr stark, Asien vielleicht weniger oder Amerika vielleicht weniger.
Genau, aus dem gleichen Grund hast du zwischen Nordamerika, England, Australien, Neuseeland vielleicht mehr geteiltes IP als bei anderen.
Gab es eigentlich irgendein Land, das euch total überrascht hat, wo ihr hin seid und dachtet, da sind wir irgendwie schon super bekannt oder es funktioniert super gut?
Kinder machen sowas gar nicht in einem Land oder funktioniert es überall ähnlich gut eigentlich bisher?
Überraschen weiß ich nicht, aber wir versuchen unterschiedliche Konzepte.
Wir betreiben wirklich aus Innovationshintergrund nicht nur Innovation auf der Box, sondern auch Innovation in den Inhaltskonzepten, die wir anbieten.
Da ist ein gutes Beispiel, das habe ich jetzt leider nicht dabei, aber in UK haben wir Today with Tonys.
Das ist ein Podcast.
Kann ich nur empfehlen.
Täglich 15 Minuten neu.
Auch da, Entschuldigung, dass ich immer auf meine Tochter zurückgreife, aber die liebt die täglich neuen 15 Minuten, die von zwei jungen Erwachsenen, Tim und Sam, gehostet werden, die sich gegenseitig lustige Geschichten, Witze, mal was kindergerechtes aus den News, Rätsel, wo du dann erst am nächsten Tag die Lösung bekommst.
Also sehr, sehr unterhaltsam, educational, entertaining.
Das ist ein sehr beliebter Tournee in UK.
Also ich kaufe einmal diesen Podcast-Tournee und der wird jeden Tag geupdatet sozusagen?
Richtig, richtig.
Und damit testen wir uns natürlich an andere Modelle heran.
Genauso haben wir jetzt mit Sport angefangen.
Und Sport bietet sich ja an.
ist ja prädestiniert für sogenannten Serien oder Serialized Content.
Das heißt, dass man je nach richtigen Leben, je nach tatsächlichen Events auch neue Inhalte anbieten kann.
Zum Beispiel, den habe ich jetzt leider auch nicht dabei, aber den Toni in Kollaboration mit dem FC Bayern, da haben wir alle zwei Wochen zum Heimspiel, gibt es neuen Content aus dem Club.
Also nicht zum Spiel, aber aus Clubhintergrund.
Und auch da denken wir, dass man mit Sport da mehr etablieren kann, weil Fandom entsteht ja genau in diesem Alter, sechs, sieben, acht Jahren.
Und das ist natürlich auch was, was bei uns zur Alterszielgruppenerweiterung dann zählt.
Gibt es bei euch educational Tonys, dass ihr sagt, wir wollen jetzt was für Finanzbildung machen oder für so verschiedene Bildungsthemen?
Hätte ich super gerne, ehrlich gesagt.
Das ist dann wieder eine Zielgruppe, die dann weit aus unserer Kernzielgruppe rausstechen würde, altersmäßig.
Weiß ich nicht, ob man dann diese Zielgruppe unbedingt im Spielzeugregal einkaufen geht.
Also diese Gedanken oder Opportunities haben wir oft, testen wir, aber sind wahrscheinlich nicht bei den größten Wachstumstreibern mit dabei, zumindest nicht in naher Zukunft.
Aber ich hatte jetzt gedacht, weil ja meistens die Eltern das kaufen, wenn die Eltern dann denken, okay, ich will meinem Kind jetzt mal ganz niedrigschwellig was beibringen über Geld oder so grundlegende Themen in dem Bereich oder vielleicht auch überlesen oder schreiben.
Auf jeden Fall.
Also gewisse Konzepte davon wirst du auch hier und da wiederfinden.
Bei manchen Tonys zum Beispiel haben wir in Zusammenarbeit mit dem British Museum haben wir eine Folge von Tonys rausgebracht, über der zum Beispiel Weltall erklärt wird oder andere Science.
Themen.
Da gibt es einiges.
Mit dem ADAC zum Beispiel hatten wir eine Kollaboration über sicheres Kinderfahrradfahren.
Also da gibt es einige Beispiele, die sich da anbieten.
Ich hatte letztens vom Startup einen Pitch bekommen, die so für Alzheimer und Toni Boxen bauen quasi.
Also für ältere Menschen, die dann alte Erinnerungen hochläden können oder alte Songs.
Das wäre auch ein Segment, das ihr eigentlich super easy angehen könntet.
Wahrscheinlich ist es auch ein bisschen die Challenge, sich zu fokussieren auf die Kernbereiche.
Ja, der Fokus ist der Challenge, sogar mit sehr, sehr vielen, sehr signifikanten Wachstumsmöglichkeiten, aber auch jetzt der eben erwähnte.
Es gibt wirklich viele herzzerreißende Beispiele, nicht nur altern, sondern auch kranke Kinder, die über die Funktionalität unseres Kreativ-Tonys, mit dem man seine eigenen Geschichten und Messages direkt drauf spielen kann.
Also es gibt einen Kreativ-Toni.
über den ich mit unserer App über Sprachaufnahme etwas dann auf den zuweisen kann.
Das heißt, die Box ist bei einem Kind im Krankenhaus und ich kann als Elternteil, Freund, Verwandter Geschichten erzählen, aus dem täglichen Leben erzählen.
Also sehr, sehr, sehr viel wunderbare Anwendungsmöglichkeiten gibt es da.
Du hast ja davor jahrelang bei amerikanischen Firmen vor allem gearbeitet und sehr stark im Ausland auch.
Würdest du sagen, auch die Art und Weise, wie ihr rangeht, ist...
Ist es sehr deutsch irgendwo?
Weil ich kann mir vorstellen, wenn das jetzt ein amerikanisches Startup wäre, dann würden wir sagen, wir bauen die weltgrößte IP-Company und wir schieben 10.000 Themen auf einmal an und wir sammeln nochmal 5 Milliarden extra ein und bauen nochmal 10 Verticals gleichzeitig auf.
Würdest du sagen, das ist sehr deutsch geprägt oder ist es einfach aus dem Thema raus, dass man das so angeht?
Muss ich direkt kontern.
Wir sind ja schon die weltgrößte Audio-Entertainment-Fuller.
Stimmt, stimmt.
Nein, ich will nicht überhöblich sein.
Ich glaube, wir sind ein sehr, sehr guter Mix aus vielen Nationen oder Angestellten aus vielen Nationen, die richtigerweise aus den Ländern kommen, wo unser Hauptumsatz stattfindet.
Das heißt, wir haben ein signifikantes Nordamerika-Team.
Wir haben sozusagen unser zweites Homeoffice, würde ich sagen, ist in den USA.
Die Vorstände sind zwei USA-basiert und der Tobias und ich sind...
Deutschland basiert.
Also ich glaube, wir haben da einen sehr, sehr guten Mix.
Hast du, ich meine, wir haben jetzt viele junge Hörer, die zuhören, aber auch viele, die zum Beispiel in der Mitte der Karriere sind, vielleicht schon in Management-Positionen, natürlich selten in so hohen Management-Positionen.
Hast du irgendwas aus deiner Karriere, wo du sagen würdest, das ist ein Tipp oder ein Ratschlag, was du Leuten mitgeben würdest?
Das niemals aufhörende Lernbedürfnis oder Lernwilligkeit sollte nicht unterschätzt werden.
Also auch für mich, ich lerne auch bei Tonys so viel dazu.
Und es hilft natürlich sehr, sehr, sehr, wenn man dem Produkt verbunden ist.
Das ist vielleicht kein Muss, aber die Begeisterung fürs Produkt bringt einen nochmal so viel weiter.
Es steht in keinem Vergleich.
Und wahrscheinlich auch bei dir die Bereitschaft, ins Ausland zu gehen früher.
Das war ja auch bei dir sehr früh gegeben, dass du gesagt hast, wahrscheinlich für die erste Station, dann mal geht ins Ausland einfach mal und probiert das mal aus.
Auf jeden Fall.
Die breite Erfahrung ist natürlich von großem Vorteil.
Ehrlich gesagt, sobald man die Liebe zum Produkt hat und auf der professionellen Ebene gewillt ist, eben so viel wie möglich zu lernen, das ist ein wichtigerer Schritt als die internationale Erfahrung ergibt sich dann.
Das kann man nicht unbedingt einfach selbst so steuern.
Auch bei mir hat sich das zwar so ergeben, aber rückwirkend könnte ich jetzt nicht sagen, das ist so gelaufen, weil ich das so wollte.
Das ist eher das gesammelte Produkt des Inputs.
Ich würde sagen, sehr schönes Schlusswort.
Auf jeden Fall auch sehr schön, dass so eine Firma aus Deutschland draußen entsteht, die auch jetzt wirklich global bekannt ist mittlerweile bei so einem schönen Thema.
Vielen Dank für die Insights heute und dann viel Erfolg weiter.
Vielleicht machen wir dann 2030 ein Update, gucken, ob alle Ziele erreicht wurden und wie es dann vor allem weitergeht.
Das wird auch sehr spannend bleiben.
Gerne.
Freut mich.
Danke für die Einladung.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns am Montag wieder.
Euch ein schönes Wochenende.
Viel Spaß mit den Tony-Boxen, falls ihr welche habt.
Übrigens könnte man ja auf so einen Kreativ-Tony zum Beispiel auch mal eine Folge Ohne Aktien wird schwer raufladen, wenn man denn möchte.
Bis dahin, alles Gute, adios.
