# Microsoft's Strategic Pivot to European Sovereignty

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-10-23

## Transcript

Happy Friday, den 23.
Oktober 2026.
Ich bin Max Montenke und ihr hört die Kollegin KI Snackbox mit den News der Woche in unter 10 Minuten.
Alles rund um KI und Arbeit.
Wobei das diese Woche ein bisschen anders läuft.
Wir haben nämlich eine Sonderfolge und ich bin gerade in Köln.
Ich nehme mal nicht in Berlin auf, sondern bin in Köln.
Warum?
Weil hier die Microsoft Frontier Tour läuft.
Microsoft hat eingeladen.
Ich bin hier, habe hier tatsächlich auch...
drei Podcast-Folgen aufgenommen.
Die könnt ihr in den nächsten drei Wochen hören.
Das sind so Sonderfolgen mit Menschen, die hier aus dem deutschen Mittelstand entsprechende Use Cases umsetzen.
Vor allem natürlich mit Microsoft.
Deshalb sind die hier.
Und die konnten wir hier auch mal vors Mikrofon bekommen.
Das heißt, wir sind in den nächsten drei Wochen etwas anders unterwegs.
Aber dennoch mal einen kurzen Einblick in die News, beziehungsweise vor allem das, was ich hier einfach erlebt habe.
Und das Ganze ist...
Gerade vor dem Kontext dieses Innovationsgipfels ganz interessant.
Ihr werdet es mitbekommen haben.
Anfang der Woche war der Investitionsgipfel mit Friedrich Merz.
Und da sind diese ikonischen Bilder entstanden, wie er mit Jensen Huang, also mit dem Nvidia-Chef, auf der Bühne gesessen hatte.
Und die Reporterin fragte, was die beiden machen würden, wenn sie mal den Job tauschen wollten.
Und da sagte Merz nur, er würde seine Lederjacke, seine coole Lederjacke anziehen, der Nvidia.
CEO ist ja dafür bekannt und so und würde nach Deutschland kommen und sagen, dass er ganz viel Geld investieren würde in Zukunft und Jensen Wangen hat nur so gesagt, ich will nicht tauschen.
Das fand ich so ein bisschen ikonisch, weil ich glaube, niemand will gerade den Job von Friedrich Werz haben.
Aber es war irgendwie ein bisschen witzig und natürlich geht es gerade viel darum, wo gehen die Hyperscaler hin, wo kann man vielleicht auch so ein bisschen Investitionen versprechen, um damit Vertrauen wieder zu gewinnen und irgendwie so ein bisschen mehr Mut in dieser Transformation zu machen.
Wir sitzen ja gerade so in der Situation.
Dass wir immer mehr Open-Source-Modelle aus China bekommen, die super leistungsstark sind und mittlerweile auch eine ganze Menge US-amerikanische Firmen einfach die Rechnung machen und sagen, hey, dann wechseln wir, weil es im Grunde viel günstiger ist und möglicherweise auch, ja.
sicherer und langfristig einfach besser, Open-Source-Technologie zu nutzen.
Und ich glaube, da gibt es gerade zum einen einen Need von den US-Amerikanern, sich hier in Deutschland ein bisschen mehr zu zeigen.
Zum anderen ist natürlich klar, dass wir auf Investitionen angewiesen sind, vor allem auf strategische Partnerschaften, weil wir hier einfach weder die Modelle haben, noch die Infrastruktur und das Geld, sie zu entwickeln, geschweige denn die Energie, um das alles hier irgendwie auf die Reihe zu bekommen, das muss man leider sagen.
Es gibt viele Beobachter, die natürlich auch sagen, das war es eigentlich mit der Souveränität.
Viel auch darüber gelesen, dass man sagt, wenn man sich hier so anbiedert und jetzt die ganzen internationalen herholt, wie sollen wir dann in Europa hier souveräne, eigenständige KI bauen?
Aber so ist eben die Situation und das ist vielleicht ein bisschen der Kontext und ich bin jetzt hier in In Köln und habe hier schon vielen spannenden Leuten heute zugehört.
Unter anderem Satya Nadella, der Chairman und CEO von Microsoft weltweit, der die Keynote hier gehalten hat.
Und er hat ganz spannend ein bisschen gezeigt, was so Microsoft alles kann mit Plattformen.
Natürlich ein bisschen zeigen, was so geht.
Aber sein letzter Satz, der ist hängen geblieben.
We have the platform.
We are ready to partner.
Ja, also von wegen, hey, es liegt an euch.
Wir sind da.
Wir stehen in den Startlöchern.
Und das kann man durchaus verstehen als Einladung an natürlich die Wirtschaft, an deutsche Unternehmen, von denen, wie gesagt, auch einige hier waren.
Und natürlich auch an die Politik.
Von wegen, Microsoft ist doch schon in Deutschland.
Und tatsächlich ist es so.
Ich glaube, die letzte Zahl, die ich so im Kopf hatte, waren 70 Prozent der deutschen Unternehmen, die auf Microsoft-Infrastruktur bauen.
Zeitgleich gibt es natürlich irgendwie auch Pläne.
in Deutschland zu bauen.
Das sind jetzt keine neuen News, aber das hat ja natürlich hier auch auf der Bühne nochmal erwähnt.
Und das sind Überlegungen natürlich, wie man da vorankommt, was man da tatsächlich machen könnte.
Es gibt ja seit längerem, auch in diesem Podcast schon häufig drüber gesprochen, eben die Überlegung, dass wenn wir in diesem ganzen KI-Spiel mitmischen wollen, dass eigentlich nur über entsprechende Use Cases in der Industrie machen können.
Das ist eigentlich das Einzige, was funktioniert.
Wie gesagt, keine Chipproduktion, keine nennenswerten Modelle, keine günstige Energie, keine digitale Infrastruktur.
Es geht eigentlich nur über unsere Industrie und die entsprechenden Use Cases, die daraus entstehen.
Und das ist auch tatsächlich so ein bisschen der Grund, weshalb ich hier bin, weil ich mich natürlich gerade für die interessiere.
Klar, für einen Podcast.
Das heißt, in den nächsten drei Wochen stelle ich euch da ein paar Sachen.
Das aber erstmal nur dazu.
Ansonsten muss ich sagen, es ist spannend mit den Leuten hier zu sprechen.
Es ist natürlich alles so ein bisschen in dem Microsoft-Umfeld, das muss man sagen.
Und ich bin ja ein großer Fan davon, KI-Tool-agnostisch zu denken.
Also sich eben nicht auf einen Anbieter einzuschießen, sondern eher flexibel zu bauen und zu sagen, guck mal, wir nutzen hier verschiedene Möglichkeiten und wir können...
von heute auf morgen uns auch für ein anderes Tool entscheiden.
Und das ist ganz spannend, weil das durchaus auch so ein bisschen die strategische Richtung von Microsoft sein könnte.
Also ich gehe davon aus, denn Microsoft ist ja eigentlich viel mit OpenAI verbandelt und die ganzen GPT-Modelle laufen über die Azure-Anbindung auch in Deutschland.
Aber heute auf der Bühne auch gesagt, dass...
man in Zukunft auch zwischen Anthropic und OpenAI wählen kann, also dass die Cloud-Modelle, die ihr auch kennt, durchaus auch über Microsoft-Infrastruktur nutzbar sind und fast in einem Nebensatz erwähnt, dass über 11.000 Modelle offenbar zur Auswahl stehen.
Also es gibt diese Bandbreite durchaus auch auf der Microsoft-Plattform, zumindest wurde es dann hier so genannt.
Natürlich ist das jetzt nicht unbedingt die die Souveränität, die man sich, glaube ich, dann auch vorstellt, wenn man natürlich von einem Hyperscaler abhängig ist.
Am Ende des Tages muss man irgendwo natürlich seine Plattform haben und man muss überlegen, wie man das macht und da gibt es einfach keine Alternativen, keine Nennenswerten in Europa.
Ja, mit Sicherheit so ein paar Startups und so, aber dass die sich nicht etablieren, hat ja durchaus auch Gründe und ich glaube, da muss man, das gibt wieder böse Kommentare, aber das lassen wir so stehen.
Das ist tatsächlich meine Überzeugung und da müssen wir, glaube ich, grundsätzlich gucken, wie wir hier eine ein Fundament aufbauen könnten, dass das am Ende auch ablösen könnte.
Da müssen wir natürlich Jahre der Entwicklung aufholen, aber das ist, glaube ich, die einzige Möglichkeit.
Ansonsten muss man sich früher oder später für irgendwas entscheiden.
Und ich finde diese strategische Entwicklung von Microsoft hier durchaus erstmal interessant und nennenswert.
Ähnlich ist schon von AWS gehört letztes Jahr.
Die haben relativ schnell gesagt, es ist schwierig, alle diese Modelle anbieten zu können, weil es einfach super viele gibt.
Damals hieß es irgendwie, alle 24 Stunden wird ein neues Large Language Model oder alle anderthalb Tage waren es, glaube ich, wird ein neues Large Language Model irgendwo auf der Welt publiziert.
Das wird mit Sicherheit nochmal Fahrt aufgenommen haben jetzt.
Das heißt, es gibt wahnsinnig viele unterschiedliche Modelle für die unterschiedlichsten Use Cases da draußen.
Und da eine gewisse Vielfalt zu haben und die auch nutzen zu können, ist wahrscheinlich in irgendeiner Form der Schlüssel für die Transformation.
Also das vielleicht zu dem Thema.
Ansonsten gibt es eine ganz spannende kommunikative Sache und zwar will Microsoft Souveränity Produkte anbieten oder Tools, die heißen schon Souveränität, also wahrscheinlich gerade für den europäischen Markt, weil wir natürlich alle irgendwie Souveränität haben wollen und Microsoft ermöglicht uns diese Souveränität jetzt, wir können sie kaufen.
Das finde ich irgendwie ganz cute von der Kommunikation her.
Natürlich ist das nicht das, was die meisten hier unter Souveränität verstehen.
Das hat er tatsächlich am Anfang auch gesagt.
Es gibt ja ganz viele unterschiedliche Definitionen von Souveränität, aber Microsoft haut jetzt mit entsprechenden Souveränitätsprodukten hier nochmal was auf den Markt.
Ich muss sagen, es ist was in Bewegung.
Das könnte man, glaube ich, so als Fazit nehmen.
Die Taxi-O's stellen sich auf Bühnen.
Jensen Huang ist ja jetzt auch nicht nur in Berlin gewesen, sondern ist überall, oder war das?
Ich glaube, es war in Berlin.
Ja, klar.
Und es ist überall eigentlich durch Europa getourt.
Man versucht, sich wieder so ein bisschen anzunähern und zu sagen, ja, guck mal, da passiert irgendwie eine ganze Menge.
Und auch wenn wir vielleicht so ein bisschen verrückt sind, was gerade die Geopolitik angeht, wir sind nach wie vor Technologiepartner.
Und wir sind, wie gesagt, Wir sind da, wir stehen bereit und wir sind ready to partner.
Und ich glaube, das ist so ein bisschen die, ich muss sagen, die Schamoffensive.
Wie viel am Ende da tatsächlich investiert wird, das steht nochmal auf einem anderen Blattpapier, haben auch viele Beobachter gesagt, versprechen kann man immer viel, ob dann tatsächlich auch was bei rumkommt, ist eine andere Sache.
Ich habe hier drei spannende Folgen aufgenommen, das kann ich auf jeden Fall sagen, über Use Cases aus der deutschen Industrie und ihr könnt euch die gerne anhören und selbst entscheiden, ob das denn vielleicht auch die Zukunft ist oder die Richtung, in die wir als Land in dieser ganzen KI-Entwicklung gehen.
Ich bin sehr gespannt auf euer Feedback.
Die werden jetzt produziert und in den kommenden Wochen dann irgendwann auch ausgespielt.
Ihr kriegt es auf jeden Fall mit, das kann ich definitiv sagen.
So viel aber erstmal jetzt hier aus Köln.
Liebe Grüße, ich wünsche euch ein fantastisches Wochenende und ja, bin auf jeden Fall gespannt, was ihr zu den entsprechenden Sonderfolgen sagt, was eure Meinung dazu ist.
Wenn es euch gefallen hat, wie immer, liked gerne diesen Podcast, kommentiert ihn und oh ja, bewertet uns.
Soll ich euch nochmal sagen, liebe Grüße an die Redaktion, Bewertungen sind wahnsinnig wichtig, habe ich gehört und deshalb wäre es ganz, ganz toll, wenn ihr uns bewerten würdet, egal auf welcher Plattform ihr uns gerade hört.
Das war es jetzt aber auch wirklich.
Schönes Wochenende, bis dann.
Tschüss.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
