# Tesla, Meta, and AI Infrastructure Market Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-10-22

## Transcript

Tesla und Meta haben nach US-Börsenschluss Zahlen vorgelegt.
Die sind gleich ein großes Thema bei uns.
Dazu gibt es ein neues aus der Kryptowelt, in der unter anderem JP Morgan sehr bullish für Bitcoin ist.
Mein Name ist Christoph Damm.
Heute ist Donnerstag, der 22.
Oktober und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Und bei uns gibt es jetzt die News.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Die Berichtssaison, die liefert jetzt wieder ordentlich.
Über SpaceX und Netflix haben wir gestern schon gesprochen.
Es gab daneben aber noch ein paar andere Unternehmen, die am Dienstag nach Börsenschluss Zahlen gebracht und sich gestern stark bewegt haben.
Wichtig für die Tech-Branche war zum Beispiel Supermicrocomputer.
Der KI-Server-Bauer hat nämlich seine Umsatzprognose für das letzte Quartal angehoben.
Statt maximal knapp über 15 Milliarden Dollar sollen es jetzt bis zu fast 20 Milliarden sein.
Damit würde sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal fast vervierfachen.
Heißt also, dass die Kunden offenbar weiter große Mengen dieser teuren Systeme kaufen und als wichtigsten Wachstumstreiber nennt Supermicrocomputer die hohe Nachfrage nach seinen KI-Plattformen.
Auch die Bruttomarge soll höher ausfallen als bisher gedacht.
Die Aktie war gestern um die 10% im Plus und auch direkte Konkurrenten wie Dell oder HP Enterprise waren um die 5% im Plus.
Zusammen mit den starken SpaceX-Zahlen hat das für ein bisschen Entspannung gestern insgesamt im KI-Bereich gesorgt.
Sogar 15 Prozent aufwärts ging es gestern für Essilor Luxottica.
Da ging es ja zuletzt vor allem um die smarten Ray-Ban-Brillen, die der Konzern mit Meta zusammenverkauft.
Aber auch das klassische Geschäft läuft richtig gut.
Der Umsatz ist im dritten Quartal währungsbereinigt um die 7 Prozent gewachsen auf fast 8 Milliarden Euro.
Gerade das klassische Geschäft, also mit Brillenfassungen und Gläsern, mit Augenpflege und mit Medizintechnik, ist dabei auch um die 7% gewachsen.
Dabei profitiert der Konzern nicht nur von höheren Preisen, sondern auch von mehr verkauften Stückzahlen.
Auch die Wearables wachsen weiter, also die smarten Meta-KI-Brillen, die ich gerade angesprochen habe, und die Audiobrillen von Nuance.
Hier lag das Plus bei 20%.
Im Vorquartal hatte sich der Umsatz in dem Bereich aber fast verdoppelt.
Das liegt auch am starken Vorjahresvergleich.
Damals war nämlich die Nachfrage nach Metabrillen besonders hoch, vor allem im Elektronikhandel.
Im Direktvertrieb und auch über Optika, da läuft die Nachfrage laut dem Unternehmen weiterhin gut.
Insgesamt machen diese Variables aber bisher nicht mal 7% vom gesamten Konzernumsatz aus.
Und auch Zahlen gab es von Intuitive Surgical.
Da haben wir wieder das Muster, das wir in den letzten Tagen schon oft gesehen haben.
Die Zahlen waren nämlich eigentlich gut, aber die Aktie ist trotzdem um die 5% gefallen.
Der Umsatz ist um die 20% gestiegen auf 3 Milliarden Dollar.
Die Zahl der Eingriffe mit den Robotern ist um 15% geklettert.
Und dazu gab es eine Bestmarke bei den weltweit installierten DaVinci-Systemen.
Da hat nämlich der Konzern das erste Mal die Marke von 12.000 geknackt.
Warum dann also der Kursrückgang?
Ja, zum einen muss Intuitiv einen Vergleich zahlen und zwar über 450 Millionen Dollar, wenn das Gericht hier noch zustimmt.
Dabei geht es um einen Kartellrechtsstreit, um Wartung und Reparatur der Roboter-Systeme.
Wäre aber fairerweise zu verkraften für die Firma, denn Intuitiv hatte zuletzt ungefähr 7 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln.
Zum anderen gab es auch bei der Prognosespanne eine Änderung.
Die hat Intuitiv nämlich eingeengt und das obere Ende gesenkt.
Dazu hat sich in den USA das Wachstum der Eingriffe verlangsamt.
So, genug Zahlen.
Abseits davon gab es auch noch ein paar Meldungen.
Microsoft plant offenbar eine neue Xbox-Konsole für Ende 2028 und eine tragbare Konsole schon für die Weihnachtssaison 2027.
Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Fortune.
Der Haken daran, für die neue Konsole wird intern ein Preis kalkuliert von 1200 bis 1800 Dollar, was deutlich über dem Preis für die aktuelle Version liegt.
Vielleicht übernimmt Microsoft daher einen Teil dieser Kosten.
Auch der Abo-Dienst Game Pass soll umgebaut werden, damit Kunden einzelne Funktionen künftig separat dazu buchen können, berichtet das Magazin.
Bestätigt hat Microsoft diese Pläne aber nicht.
Dahinter steckt ein größeres Problem bei Microsoft.
Das Xbox-Geschäft läuft nämlich nicht gut.
Dabei hat ja Microsoft nach der 70 Milliarden Dollar Übernahme von Activision starke Marken.
Trotzdem ist der Xbox-Umsatz im letzten Jahr um mehr als 5 Prozent gefallen, der Hardware-Umsatz sogar um 30 Prozent.
Intern soll laut Fortune auch eine Abspaltung oder ein Verkauf diskutiert werden.
Das hat Microsoft aber dementiert.
Die Aktie hat gestern nicht groß darauf reagiert.
Denn die Gaming-Sparte macht doch nicht so viel vom Gesamtumsatz aus.
Leicht im Plus war die Aktie von Boeing.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat die neue 737 MAX 10 zugelassen.
Die Zulassung hat sich zuletzt wegen einem Software-Problem verzögert.
Diese Version ist die längste der 737-Versionen.
Gerade bei hohen Kerosinpreisen ist es für Airlines wichtig, möglichst viele Passagiere in einem Flugzeug transportieren zu können, weil dadurch die Wirtschaftlichkeit pro Flug verbessert wird.
Die MAX 10 ist für Boeing besonders wichtig, weil sie mehr als 30% der offenen Bestellungen für die 737 MAX-Familie ausmacht.
Auch eBay war gestern leicht im Plus.
Der Online-Marktplatz streicht 10% seiner Stellen.
Das sind um die 1000 Jobs und schon der zweite Stellenabbau in diesem Jahr.
Damit baut sich der Konzern weiter um.
In wachstumsstarken Bereichen plant er nämlich durchaus auch weiter einzustellen.
Der US-Konzern konzentriert sich mittlerweile auf den Handel mit Luxusgütern, mit Echtheitsprüfungen, Sammlerstücken und generalüberholten Produkten.
Und ThyssenKrupp bringt nächste Woche eine weitere Tochter an die Börse.
Der Werkstoffhändler TK Excellus soll am 28.10.
das erste Mal gehandelt werden.
Wenn ihr ThyssenKrupp-Aktien habt, dann bekommt ihr für je 20 Aktien eine Aktie von TK Excellus automatisch eingebucht.
Und ThyssenKrupp bleibt selbst mit 51% auch Mehrheitseigner der Firma.
TK Excellus hat knapp 11 Milliarden Euro Umsatz gemacht zuletzt und als Bewertung sind rund 3,5 Milliarden Euro inklusive Schulden im Gespräch.
Ja und nach US-Börsenschluss kamen dann noch wichtige Zahlen gestern, unter anderem von Meta und Tesla.
Die habe ich nicht vergessen.
Die Infos dazu gibt es jetzt von Noah.
Also das große Thema bei Tesla waren gar nicht so die Zahlen, sondern eher die Fusionsgerüchte mit SpaceX, die jetzt auch immer konkreter werden.
Musk meinte, dass beide Firmen schon spezielle Komitees gegründet haben, die sich eben mit dem Thema der Fusion beschäftigen.
Und er meinte auch nochmal, dass er Fan von der Idee ist, aber am Ende die Aktionäre entscheiden müssen, wobei ja zumindest bei SpaceX das Ganze so ist, dass er die meisten Stimmrechte kontrolliert, also es zumindest da quasi selbst entscheiden kann.
Diese Stimmrechtsdynamik und dass er die Fusion will, macht es auch ein bisschen wahrscheinlicher, dass SpaceX den Tesla-Aktionären einen guten Preis zahlen wird, beziehungsweise sie in der Merger relativ viel Anteil an der kombinierten Firma kriegen, denn bei Tesla muss man die anderen Aktionäre eben überzeugen und bei SpaceX nicht.
Auf der anderen Seite steckt mit Abstand das meiste Vermögen von Musk in SpaceX.
Wenn er also zu viel für Tesla zahlt, würde er sich ins eigene Fleisch schneiden.
Aber es gibt da auch noch eine andere Seite.
Und zwar hat Musk ja ein sehr ambitioniertes Bonuspaket bei Tesla, von dem er Teile bekommen könnte, ohne alle Ziele zu erreichen.
Wenn es einen Eigentümerwechsel gibt, da könnte ihm die Fusion also helfen.
Damit erstmal genug Spekulation und zu den Zahlen.
Die waren deutlich weniger spektakulär als Diffusionsgerüchte und die Aktie hat so gut wie gar nicht reagiert.
Der Autoumsatz und der Umsatz mit Batterien und Energiespeichern ist gesunken.
Dafür kaufen in den USA mittlerweile 75% der Kunden das Full-Self-Driving-Feature, also das Selbstfahr-Feature, wenn sie eine Tesla kaufen.
Und das ist ein ziemlich wichtiger Wert für Musk.
Aber wie gesagt, nichts weltbewegendes und die Aktie hat kaum reagiert.
Deutlich mehr spannende News gab es bei Meta und zwar gar nicht so sehr die Zahlen, aber der Fakt, dass sie eine neue Aktienklasse C einführen werden, die keine Stimmrechte hat.
Und die Idee ist dann, dass man diese Aktien verkaufen kann, um Geld für zum Beispiel neue KI-Investments zu kriegen.
Aber gleichzeitig verlieren eben die bestehenden Aktionäre und vor allem Mark Zuckerberg keine Stimmrechte und können die Firma weiter kontrollieren.
Außerdem kriegen übrigens alle bestehenden Aktionäre so eine C-Aktie auch ins Depot.
Passend zu der neuen Aktiengattung, mit der man Kapital einsammeln kann, kam dann auch noch raus, dass Meta dieses Jahr mindestens 135 Milliarden Dollar in Rechenzentren und Co investieren wird.
Bisher war die Untergrenze mindestens 130 Milliarden.
Aber zumindest passt auch das Wachstum zu den hohen Ausgaben.
Der Umsatz ist zum Beispiel letztes Quartal 26 Prozent gewachsen und damit schneller als erwartet.
Auch wenn das Wachstum bei den täglich aktiven Nutzern mit 3 Prozent wieder eher mager war.
Die Aktie ist in Reaktion auf die ganzen News um die 3 Prozent gestiegen.
Und was ist dein Name?
Wie willst du das machen?
Es ist Agrippa.
Hey Agrippa, was geht's?
Nicht viel, nur auf, Boss.
Crypto Thursday, dein Crypto-Kick der Woche.
Ein Mann hilft, die Regeln für Stablecoins in den USA zu schreiben und wechselt kurz danach zum größten Stablecoin-Anbieter der Welt.
Das ist die kurze Variante der Geschichte von Bo Heinz.
Die genauen Infos und auch weitere Krypto-News der Woche kommen jetzt von Timon.
2025 hat Trump den Genius Act in Kraft gesetzt.
Der soll ja einen rechtlichen Rahmen für Stablecoins bieten.
Und nachdem Trump den Gesetzesentwurf unterschrieben hat, hat er bei einer Rede allen Beteiligten gedankt und dabei speziell auch Bo Heinz erwähnt.
Der ist heute Anfang 30 und war als Kryptoberater vom Weißen Haus einer der Architekten hinter dem Gesetz.
Jetzt hat das Wall Street Journal eine interessante Recherche veröffentlicht.
Bo Heinis hat wohl zu der Zeit ein Drittel einer kleinen Beratungsfirma gehört, die er mit seinem Vater und einer anderen Person zusammen gegründet hat.
Die Firma heißt Enxum und während Heinz den Genius Act mitentworfen hat, haben sie über einen Vermittler Millionen von Tether überwiesen bekommen.
Tether ist ja der größte Stablecoin-Anbieter der Welt und damit auch wahrscheinlich die Firma, die am meisten an dem Gesetz hängt.
Und die Überweisungen und der Vertrag haben in der Zeit angefangen, als Heinz noch im Weißen Haus war.
Am Anfang über einen Mittelsmann, mittlerweile direkt über die Beratungsfirma.
Laut NXUM hat Heinz nichts von den Verträgen mit Tether gewusst und hat nur eine passive Beteiligung gehabt.
Aber in Signal-Nachrichten hat Heinz laut Wall Street Journal seinen Partnern bei NXUM Updates zum Gesetz und aktuelle Gesprächsthemen bei dem Entwurf geschickt, während die mit dem Tether-Chef in Kontakt waren.
Außerdem hat er sich dafür eingesetzt, dass Unternehmen mehr Zeit bekommen, die Gesetze umzusetzen und davon hat vor allem Tether profitiert.
Drei Wochen nachdem das Gesetz unterschrieben war, hat Heinz dann das Weiße Haus verlassen und ist im Monat danach Chef von Tethers neuer US-Sparte geworden.
Und Tether will jetzt laut Enxum sogar 25% an der Beratungsfirma kaufen für über 50 Millionen Dollar.
Ansonsten gab es die Woche noch einen Bericht, dass Kryptobetrug Amerikanern letztes Jahr mehr als 11 Milliarden Dollar gekostet hat, ca.
dreimal so viel wie vor drei Jahren.
Jetzt hat die Staatsanwalt in Brooklyn aber einen ziemlich großen Schlag gegen so ein Kryptobetrugsnetzwerk gelandet.
Zusammen mit dem FBI wurden über 100 Server abgeschaltet.
Die Täter saßen dabei vor allem in Osteuropa und haben Opfer in den USA dazu gebracht, ein paar hundert Dollar in Krypto zu investieren, das Ganze auf einer gefälschten Plattform.
Und auf der haben die Betrüger es dann so aussehen lassen, als ob die Investments ordentlich Gewinne machen.
Dadurch haben dann viele danach mehr eingezahlt.
Aber wenn man dann das Geld zurück wollte, musste man plötzlich Gebühren zahlen oder man hat nie wieder was gehört.
Die Spezialeinheit in Brooklyn gibt es schon seit 2023 und hatte vorher schon rund 400 solche Betrugswebseiten abgeschaltet, aber es sind immer wieder neue aufgetaucht.
Deshalb sind sie jetzt direkt an die Server gegangen.
Dabei hat geholfen, dass Kryptozahlungen auf der Blockchain öffentlich sind und man sie nachverfolgen kann.
Festnahmen gab es allerdings keine und zurückgeholt wurden bisher nur rund 300.000 Dollar.
Das waren ein paar Wege, wie man mit Kryptogeld verlieren kann.
Man kann aber auch welches gewinnen, zumindest wenn es nach der Meinung von JP Morgan geht.
Die US-Bank hat Bitcoin zum ersten Mal in seinen langfristigen Renditeprognosen mit aufgenommen und geht im Basisszenario davon aus, dass man mit dem Token über die nächsten 10 Jahre 10% Rendite pro Jahr machen kann.
Das ist mehr als bei Aktien, Anleihen oder Gold.
Aber die Bank erwartet auch, dass der Bitcoin jedes Jahr um rund 55% schwanken wird, also mehr als dreimal so stark wie große US-Aktien.
Deshalb nimmt JP Morgan Bitcoin auch nicht in seine Standardportfolios auf.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Morgen hören wir uns wieder.
Bis dahin, tschüss.
