# Building Sustainable High-Performance Leadership Culture

**Podcast:** LEITWOLF Podcast - Leadership, Führung & Management
**Published:** 2026-10-22

## Transcript

Wie schaffst du es, eine Kultur zu entwickeln, in der Menschen unbedingt gewinnen wollen und verlieren können und aus beidem lernen?
Die drei Dinge, die du als Führungskraft vorleben musst, sind für mich gewinnen wollen, verlieren können, weiter wachsen.
Hallo und ganz herzlich willkommen zur heutigen Episode des Lightwolf Leadership Podcasts.
Dein Podcast für Führen mit Wirkung.
Herausforderung!
Ich weiß nicht, wie du es erlebst in deinem Führungsalltag.
Egal, ob du als Fachkraft gerade neu begonnen hast, als erstmals führende Mitarbeitende führen darfst, vielleicht schon eine erfahrene Führungskraft bist oder schon ein Executive ganz weit oben.
Vielleicht auch die CEO, die das ganze Unternehmen führt.
Ich glaube, ein paar Dinge sind anders, je Seniorer du wirst und je weiter oben du führst.
Aber viele Dinge sind auch grundsätzlich ähnlich, wenn es darum geht, um die Herausforderungen führen.
Alle wollen gewinnen.
Doch wie gehen du und dein Team mit dem Verlieren um, das ja nun mal unweigerlich zum Gewinnen dazugehört?
Der Leistungsdruck steigt in vielen der Kunden, die wir begleiten dürfen.
Ambitionierte Ziele, intensiverer Wettbewerb, permanente Veränderung.
Schneller als je zuvor.
Und wenn wir Klienten beraten dürfen zur Frage Strategieumsetzung oder Hochleistungsteam oder Kultur, Kultur des Führens von ganz unten bis ganz oben, dann begegnen uns immer wieder zwei Extreme.
Extrem Nummer eins, gewinnen um jeden Preis.
Es geht wirklich nur darum, dass das Resultat das Ziel erreicht.
Druck.
Angst vor Fehlern, Schuldzuweisungen, kurzfristige Ergebnisse sind oft die Folge, wenn es wirklich nur darum geht, um jeden Preis zu gewinnen.
Das andere Extrem, Harmonie statt Leistung.
Konflikte immer vermeiden, immer schön Konsens, schwache Ergebnisse schön reden und zu wenig Konsequenz.
Konsequenz im Sinne von folgerichtig handeln, nicht nur folgerichtig denken und folgerichtig reden.
Beides, Erfolg um jeden Preis, also Gewinnen um jeden Preis, aber auch Harmonie statt Leistung.
Beide Haltungen verhindern nachhaltige Spitzenleistung.
Und dennoch begegnen uns immer wieder CEOs und Firmen, die beides wollen.
Sie wollen Gewinnen und Harmonie.
Sie wollen kurzfristiges Geschäftsergebnis.
Und dauerhaft Gutes führen.
Noch vor zwei Wochen habe ich in einem ersten Gespräch, wir fangen jetzt an miteinander zu arbeiten, mit einem CEO aus der Nahrungsmittelindustrie gesprochen.
Ich habe mit ihm gesprochen über das Thema Gutes führen messen und wie das hilft, Gutes führen zu messen, weil ich glaube, du bekommst immer das, was du misst.
Wenn du etwas nicht misst, bleibt es ein Angebot.
Gutes führen messen.
Die besten Firmen, die ich kenne, messen und belohnen beides.
Sie belohnen das kurzfristige Was, das Geschäftsergebnis in diesem Jahr.
Das ist unumstritten sehr wichtig.
Und sie messen und belohnen das Wie, das Entwickeln von Menschen, das Entwickeln von Organisationen, das dann mittel- und langfristig Firmen gesund sein lässt.
Und er sagte, Zitat, Stefan, wenn ich ganz ehrlich bin, Am Ende belohnen wir immer noch 100 von 100 Prozent nur das Geschäftsergebnis in diesem Jahr.
Zitat Ende.
Und dann kann natürlich keine mittel- und langfristige Kultur entstehen.
Dann kann nichts entstehen, was langfristig wirkt über dieses Geschäftsjahr hinaus.
Die entscheidende Frage für dich und für mich ist also, wie schaffst du es, eine Kultur zu entwickeln, in der Menschen unbedingt gewinnen wollen, und verlieren können und aus beidem lernen.
Darum soll es heute gehen.
Und dazu habe ich dir mal drei Inputs mitgebracht.
Der erste Input heißt gewinnen wollen und gemeinsam Siege feiern.
Und dieser erste Impuls kommt aus der Welt des Hochleistungssports.
Ich selbst habe nur in meiner Jugend mal das Glück gehabt, so mit 14, 15 Jahren, in einer Mannschaft zu spielen, die wirklich Hochleistung gewohnt war, die in einer Saison nur ein einziges Mal unentschieden gespielt hat und ansonsten jedes Spiel gewonnen hat, die auch Spieler hervorgebracht hat, die später mal in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gespielt haben.
Ich nicht, ich war nie Profi, aber das war trotzdem prägend, in dieser Zeit mal in einer solchen Mannschaft zu sein.
Dieses Beispiel hier kommt aus dem Eishockey-Sport und kommt, von einem Mann, den ich sehr zu schätzen weiß, der auch schon dreimal hier bei uns im Team mitgearbeitet hat auf Kundenprojekten und seine Erfahrung aus dem Eishockey-Spitzensport weitergegeben hat, ganz gezielt im Kontext von Hochleistungsteams in der Wirtschaft und in der Industrie.
Das Zitat, mit dem ich in diesen ersten Block einsteigen möchte, heißt Nicht glauben, sondern wissen.
Was heißt das?
Zitat Lars Weibel, 31.
Mai 2026.
Die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz tritt in ihre letzte und entscheidende Phase ein.
Damals war Lars Weibel Director Sport bei Swiss Eishockey.
Die Schweiz spielt eine unglaubliche Serie von Spielen und Siegen.
Sie gewinnt jedes Jahr.
Einzelne Spiel.
Besiegt in der Gruppe den vormaligen Weltmeister Finnland.
Spielt im Halbfinale gegen Norwegen, das selbst gegen Kanada bis kurz vor Schluss noch im Rennen war und ausgelegt Halbfinale der WM.
Es geht um viel.
Um das Ergebnis sage und schreibe 6 zu 0 für die Schweiz.
Unmittelbar vorher haben Lars und ich getextet und sein Zitat war Wir glauben nicht, wir wissen.
Zitat Ende.
Natürlich kannst du das nie im Vorhinein genau wissen.
Aber die Haltung, die daraus spricht, diese ruhige, bescheidene Art, die insbesondere die Schweizer häufig auszeichnet, gepaart mit einer tiefen, ruhigen Überzeugung, wir glauben nicht, wir wissen, war für mich ein Ausdruck eines unbändigen Siegeswillens.
Und genau so kam es.
Ein 6 zu 0 in einem Halbfinale einer Eishockey-Weltmeisterschaft.
Das habe ich lange nicht gehört.
Während seiner Amtszeit hat Lars Weibel als Director Sport mit seinem Führungsteam um sich herum, mit seinem CEO und mit den ganzen anderen, die in einem solchen Team große Verantwortung tragen, eine unglaubliche Erfolgsgeschichte.
Während seiner Amtszeit in der größten Führung dieses Schweizer Eishockeyverbandes stieg die Schweizer Herren-Nationalmannschaft im Weltranking von Platz 7 auf Platz 1 auf in 6 oder 7 Jahren.
Also eine unglaubliche Geschichte.
Und die Schweiz gewinnt an diesem Abend das Halbfinale und erreicht zum dritten Mal in Folge das Weltmeisterschaftsfinale.
Jedes Mal noch näher.
Am Triumph.
Ich fand es beeindruckend.
Wirklich klasse.
Für mich gewinnen wollen, gemeinsam Siege feiern, ist der Knackpunkt Nummer eins, wie man es schafft, eine Kultur zu schaffen, die leistet und gleichzeitig gesund ist.
Ich glaube, das liegt daran, dass Menschen grundsätzlich Teil eines erfolgreichen Teams sein wollen.
Dieser Sense of Belonging, wie man ihn im Englischen nennt, dieses Gefühl.
Dazu zu gehören und sich mit einer Gruppe zu identifizieren, kann für manche Menschen ein enormer Motivationsfaktor sein.
Für dich als Führungskraft deshalb die Idee, setze anspruchsvolle Ziele, nicht einfache Ziele, anspruchsvolle, klare Ziele.
Definiere, was Erfolg ist, was Gewinnen konkret bedeutet und lass deine Leute spüren, was dann möglich ist, was dann abgeht, wenn diese Erfolge auch tatsächlich erzielt werden, welcher große Sinn dahinter steht, was freigelassen wird, wenn dieses Gewinnen tatsächlich eintritt.
Feiere Erfolge, auch kleine Erfolge.
Feiere nicht nur Ergebnisse, sondern feiere auch Entwicklung, Zusammenarbeit, außergewöhnliche Beiträge.
Wenn du beobachtest, dass eine Gruppe, die vorher gar kein Team ist, erstmals nicht mehr nebeneinander spielt oder alleine spielt, sondern miteinander spielt, dann ist der erste Schritt getan.
Und erst recht, wenn solche Teams aufhören, miteinander zu spielen und endlich beginnen, füreinander zu spielen.
Der eine für den anderen, ohne übereinander zu meckern, sondern immer füreinander da zu sein.
Auch das zum ersten Mal zu sehen.
erlaubt und erfordert eigentlich eine kleine Feier, einen kleinen Anlass, einen kleinen Moment des Erfolgefeierns.
Also feiere kleine Erfolge.
Und eine Führungsfrage an dich.
Woran erkennst du, dass ihr gemeinsam gewonnen habt?
Dein Team und du.
Also Block Nummer 1, Tipp Nummer 1.
Gewinnen wollen.
Gemeinsam Siege feiern.
Tipp Nummer 2.
Verlieren.
können Niederlagen besprechbar machen.
Mache Niederlagen besprechbar, ohne irgendwelche Schuld zuzuweisen, ohne Verantwortung zu verwässern.
Jeder, der mal richtig erfolgreich war, weiß aus eigener Erfahrung, wie viele Niederlagen es erfordert, um eines Tages erfolgreich zu sein.
Das sehe ich in jeder Sportart.
Das sehe ich in jeder Firma im Berufsleben.
Wenn man Leute fragt, die wirklich lange und nachhaltig erfolgreich sind, dann können die dir, wenn sie ehrlich sind, immer berichten von einer genauso langen Serie von Niederlagen.
Und es ist wichtig, deswegen der zweite Tipp, verlieren können und Niederlagen besprechbar machen, dass man darüber sprechen kann, ohne Menschen fertig zu machen.
ohne Menschen persönlich zu beleidigen, ohne Menschen ein schlechtes Gefühl zu geben, aber auch ohne dabei die Sache zu verwässern.
Es ist wichtig, dass man ehrlich lernt.
Denn Niederlagen gehören zu jeder Leistungskultur.
Entscheidend ist nicht, nicht zu verlieren, sondern entscheidend ist der Umgang mit einer Niederlage.
Keine Schulzuweisung, keine Ausreden, kein Schönreden.
Wenn wir verloren haben, haben wir verloren.
Aber dann geht es darum, herauszufinden, woran lag es?
Was haben wir gelernt?
Was können wir nächstes Mal besser machen?
Unterscheide dabei zwischen einem guten Prozess mit schlechtem Ergebnis und vermeidbaren Fehlern.
Nicht jede Niederlage ist komplett ein Desaster, weil ihr habt vielleicht viele Dinge gut gemacht und trotzdem knapp verloren.
Übrigens umgekehrt genauso.
Nicht jeder Sieg ist unbedingt das Ergebnis einer guten Entwicklung.
Oder eines guten Spiels.
Deswegen sauber auseinanderhalten, was war Prozess, was war Ergebnis, was waren vermeidbare Fehler.
Beispiel aus dem Sport wiederum.
Die besten Teams analysieren ihre Niederlagen sehr konsequent.
Die schauen sich nachher genau an, was man...
besser machen kann.
Häufig gehen die Leute dann auch schon selber vor und sagen, Trainer, sorry, an der Stelle mein Fehler, habe ich linksrum gemacht und hätte rechtsrum machen müssen.
Die wissen schon, dass es nicht darum geht, Schuldige zu suchen.
Deswegen gehen sie auch von selbst nach vorne und sagen selbst, meine Verantwortung, mein Fehler, entschuldige mich beim Team, mache ich nächstes Mal anders.
Also Niederlagen konsequent analysieren, ohne Schuldzuweisung, aber um zu lernen.
Und die Frage, die du hier nach dem zweiten Block stellen kannst, für dich und dein Team, was lag in unserer Kontrolle, was nicht und was machen wir nächstes Mal anders?
Soviel zu diesem zweiten Block, verlieren können und Niederlagen besprechbar machen.
Und Tipp Nummer 3, weiter wachsen.
Verwandle jedes Ergebnis in ein besseres Verhalten.
Nicht gewinnen oder verlieren macht dich besser, sondern was du daraus lernst und veränderst.
Nach wichtigen Erfolgen und nach wichtigen Niederlagen.
Tipp 15 Minuten Teamreflexion.
Setzt euch zusammen und fragt euch, was wollten wir erreichen?
Wie haben wir Erfolg definiert?
Was hat funktioniert?
Was hat nicht funktioniert?
Was machen wir ab morgen konkret anders?
Lass das Gespräch zu, lass die Leute sich äußern, ihre wahre Meinung sagen, nimm jeden Punkt auf, besonders die Punkte, die nur einmal kommen oder vielleicht konträr zu vielen anderen sind.
Häufig liegt da ein wertvolles Learning dran.
Und dann vereinbare mit deinem Team konkrete Verhaltensänderungen.
Und überprüft diese später.
Habt ihr wirklich das Verhalten geändert?
Was ist dann passiert?
Sind die Dinge besser geworden?
Die Führungsfrage an dich als Führungskraft lautet also, was werden wir beim nächsten Mal nachweislich besser machen?
Zum Schluss eine vielleicht eine zusammenfassende Idee.
Eine gesunde Leistungskultur bedeutet nicht Gewinnen um jeden Preis oder Harmonie um jeden Preis.
Ich bin der Meinung, eine gesunde Leistungskultur bedeutet, hohe Ansprüche ans Ergebnis, hoher Respekt für Menschen und kompromisslose Bereitschaft zu lernen.
Denn die drei Dinge, die du als Führungskraft vorleben musst, sind für mich Gewinnen wollen, ambitioniert und gemeinsam.
Verlieren können, ehrlich und verantwortlich.
Und drittens, weiter wachsen, neugierig.
und konsequent.
Deine Challenge für die nächste Woche.
Besprich doch mal mit deinem Team einen Erfolg oder einen Misserfolg der vergangenen Wochen.
Nicht um zu werten, sondern um zu verstehen.
Nicht um zu bewerten, sondern um zu begreifen, was ist da geschehen.
Gemeinsam eine konkrete neue Handlung, eine Verbesserung beschließen.
Dann hat sich diese Reflexion für euch gelohnt.
Und wenn du weitere wirksame Leadership-Tools suchst, mit denen du Leistung, Motivation und Wachstum in deinem Team, in deiner ganzen Umgebung fördern kannst, dann entdecke die Lightwolf Leadership Academy.
Gerne mal reinschauen in die Shownotes.
Mein allerbestes Wissen aus über 30 Jahren, ein Jahr kompaktes Online-Lernen.
Selbstgesteuertes Lernen und sechsmal im Jahr ein Live-Gruppencoaching mit mir zu den sechs wichtigsten Disziplinen, die eine Führungskraft beherrschen muss.
Würde mich freuen, wenn du bald einsteigst und auch bald Mitglied der Lightwolf Academy wirst.
Sollte dir diese Episode gefallen haben, dann freue ich mich über deine 5-Sterne-Bewertung.
Zum Schluss vielleicht ein Abschlusssatz und eine Zusammenfassung.
Die besten Führungskräfte.
schaffen keine Kultur, in der immer gewonnen wird.
Sie schaffen eine Kultur, in der alle gewinnen wollen, verlieren können und jeden Tag besser werden.
Danke dir und bis zum nächsten Mal.
Ciao.
