# Cybersecurity, AI Commerce, and the Elon Inc. Merger

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-22

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das PHP-Desaster und seine Profiteure Metas Muse-Euphorie und Erleichterung bei IBM.
Im Thema des Tages erklären wir, was für und was gegen die alles umfassende Elon Inc.
spricht.
Und in der Dribble-A-D schauen wir uns an, wie ihr von der Weisheit von Dr.
Kopp profitieren könnt.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshop.
Es begrüßen euch Philipp Vetter.
Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Donnerstag, der 22.
Oktober und wir wünschen euch einen sicheren Start in den Tag, denn sicher war gestern im Netz ziemlich wenig.
In der Programmiersprache PHP, da sind nämlich zwei schwere Lücken aufgeflogen.
Fachleute haben sie jetzt PHP to Shell getauft.
PHP, das läuft unsichtbar im Hintergrund von Websites.
Die Sprache sorgt dafür, dass ihr euch im Onlineshop einloggen, Ware in den Warenkorb legen und bezahlen könnt.
Über die Lücken können Angreifer aus der Ferne einen eigenen Code auf den Server ausführen und damit ganze Seiten übernehmen.
Die Stadt Mainz, das Bundesinnenministerium, Verfassungsschutzämter, Krankenhäuser und Flughäfen haben ihre Websites deshalb gestern vorsorglich einmal vom Netz genommen.
Alle nicht ganz unwichtig.
Nach Angaben der Sicherheitsfirma EZ laufen rund zwei Drittel aller aktiven Websites weltweit auf PHP.
Betroffen sind alle Versionen der vergangenen 20 Jahre.
Kurz vor 16 Uhr deutscher Zeit haben die PHP-Entwickler dann ein Update veröffentlicht und damit begann das eigentliche Rennen.
Denn Kriminelle verglichen dann den alten mit dem neuen Code und konnten sehen, wo der repariert wurde.
Cloudflare-Technik-Chef Dan Knecht meldete daraufhin direkt die ersten Angriffe.
Der US-Geheimdienst NSA hat daher Konzerne, die nicht sofort aktualisieren konnten, geraten, ihre Systeme erst einmal abzuschalten.
Für euch als Anleger steckt die wichtigste Nachricht allerdings in der Entstehungsgeschichte.
Gefunden hat die Lücke unter anderem das Forschungsteam der Google-Tochter Wiz.
Es ließ ein selbstgebautes System eigenständig nach Schwachstellen suchen und kombiniert es damit KI-Modellen von Google und OpenAI.
Der fehlerhafte Coach steckte seit mehr als zehn Jahren in PHP.
Laut Wizz hat ein einzelner Forscher in einer Woche geschafft, wofür früher ein Spitzenteam Monate gebraucht hätte.
Wenn Angriffe jetzt billiger werden, steigen natürlich zwangsläufig die Ausgaben für die Verteidigung.
Die Börse hat es gestern sofort gespielt.
Cloudflare legte in New York fast 7% zu, Palo Alto Networks gewann 4%, CrowdStrike 3%.
Cloudflare arbeitet wie so eine Art Türsteher vor dem Server.
Der Konzern wickelt rund ein Fünftel des weltweiten Internetverkehrs ab und sortiert verdächtige Anfragen aus, bevor sie die verwundbare PHP-Installation überhaupt erreichen.
Erstaunlich gelassen blieben die großen Website-Betreiber.
Die Aktien von eBay und Scout24, die stiegen sogar.
Der Markt geht offenbar davon aus, dass deren Plattformen nicht auf den verwundbaren PHP-Bausteinen laufen.
Treffen dürfte es eher kleinere Medienwebsites und Blogs, die WordPress benutzen.
Denn WordPress, das ist in PHP geschrieben.
Wer an den Verteidigern jetzt mitverdienen will, ohne auf eine einzelne Aktie zu setzen, kann sich den Energy Cyber Security ETF anschauen.
Der ist seit 2015 am Markt und bündelt rund 30 Werte, darunter Cloudflare, CrowdStrike und Palo Alto.
Die Kosten liegen bei 0,69 Prozent im Jahr und perspektivisch könnte sich das lohnen.
Es sieht ja danach aus, als würden Hackerangriffe eher zu als abnehmen.
Das scheint auch ein Wesen dieser KI-Zeit zu sein.
Den Gesamtmarkt hat die Cyberkrise gestern übrigens kaum gebremst.
Der DAX stieg um 1,35 Prozent auf 25.645 Punkte.
Das ist der höchste Stand seit einem Monat.
An der Wall Street kletterte der S&P 500 um 0,6 Prozent und der Nasdaq legte 1,1 Prozent zu.
Die Börse wettet offenbar wieder darauf, dass die Berichtssaison die gebeutelten Chip-Aktien aus dem Loch holt.
Ja, und auch nachbörslich saß.
Das war ein sehr freundlich aus, was unter anderem auch an Meta lag.
Der Facebook-Konzern hat im dritten Quartal 64,6 Milliarden Dollar umgesetzt.
26 Prozent mehr als vor einem Jahr und gut eine Milliarde mehr als erwartet.
Auch für das Schlussquartal stellt Meta jetzt mit 73 bis 76 Milliarden Dollar mehr Umsatz in Aussicht, als die Analysten auf dem Zettel hatten.
Der Gewinn je Aktie fiel mit 3,83 Dollar mager aus, weil Meta halt viele Milliarden, um genau zu sein, 10 Milliarden Dollar noch für Rechtsstreitigkeiten verbuchen musste.
Dahinter steht der Vergleich mit mehreren US-Bundesstaaten, die Meta vorwerfen, die Risiken von Instagram und Facebook für Kinder und Jugendliche heruntergespielt zu haben.
Die Aktie stieg nachbörslich trotzdem um rund 5%.
Die Strafe von 25 Milliarden Dollar, die ein Richter in New Mexico wegen des Cambridge Analytica-Skandals, die Älteren erinnern sich, noch verhängt hatte.
Die steckte sie übrigens ganz gut weg und schloss im regulären Handel dann immer noch leicht im Plus.
Die gute Laune bei Meta hört aber auf einen Namen und der lautet Muse.
Der neue KI-Assistent läuft hervorragend an.
Laut Mark Zuckerberg haben in den USA und in Kanada innerhalb von sechs Wochen schon mehr als zehn Millionen Menschen einen eigenen Muse-Agenten eingerichtet.
Rund ein Viertel nutzt ihn sogar täglich.
Am häufigsten schicken sie ihn zum Einkaufen.
Mehr als ein Viertel der Nutzer shoppte bei Muse im Schnitt für über 200 Dollar pro Einkauf.
Ja krass, damit rückt Meta vom Schaufenster näher an die Kasse heran.
Geld verdient der Konzern mit Muse bisher vor allem über Abos für viele Nutzer, die von 20 bis 100 Dollar im Monat reichen.
Die Bank of America, die dämpft allerdings die Erwartungen, bis Ende 2027 dürfte Muse vor allem Rechenleistung fressen und kaum Umsatz bringen.
Was diese Wette kostet, zeigt der freie Cashflow, also das Geld, das nach all den Investitionen überhaupt noch übrig bleibt.
Der lag im Quartal bei minus 2,1 Milliarden Dollar.
Meta steckt also mehr Geld in Rechenzentren, als das Geschäft abwirft.
Für das Gesamtjahr plant der Konzern jetzt 135 bis 145 Milliarden Dollar an Investitionen und hat das untere Ende der Spanne damit angehoben.
Für die Chip-Hersteller ist das eine gute Nachricht, denn Meta fährt jetzt erstmal nicht zurück.
Dazu passt, dass Meta ab Januar eine neue Aktiengattung ohne Stimmrecht schafft, die als Dividende an alle Aktionäre geht.
Faktisch ein Aktiensplit im Verhältnis 2 zu 1.
Laut Meta soll sie helfen, das Wachstum zu finanzieren.
Für Anleger bedeutet das, Meta kann künftig frisches Kapital einsammeln, ohne dass Mark Zuckerberg auch nur ein winziges Stückchen Kontrolle abgeben muss.
Das dürfte vielleicht ein bisschen für Erleichterung sorgen.
Und Erleichterung gab es auch bei IBM.
Der Konzern hat zwei Drittel der Großrechneraufträge, die sich in diesem Jahr verzögert hatten, inzwischen doch noch unterschrieben und den Umsatz um 5 Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar gesteigert.
Im Juli hatte diese Verzögerung die Aktie ja noch um 25 Prozent einbrechen lassen.
So stark wie seit mindestens 1968 nicht mehr.
Jetzt stieg sie nachbörslich an und zwar um rund 5 Prozent.
LAM Research setzt im ersten Geschäftsquartal 8,22 Milliarden Dollar um und verdiente bereinigt 2,20 Dollar je Aktie.
Beides knapp über den Erwartungen der Analysten.
Trotzdem rutschte die Aktie des Chipausrüsters nachbörslich um mehr als 5 Prozent ab.
Knapp über den Erwartungen reicht in diesem nervösen Markt eben offenbar nicht mehr.
Die Nervosität etwas beruhigt hat zumindest der Ölmarkt gestern, weil das US-Außenministerium sich relativ versöhnlich zeigte.
Ein Barrel Brand kostete dann daraufhin noch knapp 110 Dollar und weil teures Öl ja die Inflation anheizt, rechnen die Terminmärkte jetzt zu 90 Prozent mit einer Zinserhöhung der FED im Dezember.
Wie sehr die Energiepreise an den Unternehmen nagen, zeigt Philip Morris.
Der Marlboro-Hersteller verdiente im dritten Quartal mehr als erwartet und senkte trotzdem seine Gewinnprognose fürs Gesamtjahr um 6 Cent je Aktie.
Gleichzeitig warnte der Konzern vor steigenden Energiekosten durch den Nero-Konflikt und den Krieg in der Ukraine.
Die Aktie lag zeitweise fast 3% im Minus.
Super Microcomputer schoss nach einer optimistischen Prognose mehr als 9% nach oben.
Dell und Julpacca Enterprise zogen mit.
SpaceX legte nach den Milliardengewinnen im Quartal mehr als 7% zu und Elon Musk bestätigte dann noch Überlegungen, SpaceX mit Tesla zusammenzulegen.
Und darüber sprechen wir gleich ausführlich im Thema des Tages.
Intel profitiert davon, dass die Nachfrage nach Prozessoren für Rechenzentren das Angebot deutlich übersteigt.
Im neuen Werk bei Phoenix, da installiert der Konzern bereits die Maschinen.
Anfang 2028 soll es dann losgehen mit der Produktion.
In Ohio steht der erste große Dachträger.
Dort sollten nach den Plänen von 2022 eigentlich schon im vergangenen Jahr Chips vom Band laufen.
Jetzt ist 2030 das Ziel.
Das Problem mit den Zielen, gerade mit den Zielen von Elon Musk, das übt sich halt auch auf andere Unternehmen noch aus, nämlich auf AT&T zum Beispiel.
Die spüren gerade den großen Ehrgeiz von Elon Musk besonders stark.
Der Telekom-Konzern übertraf zwar mit 32,3 Milliarden Dollar Umsatz die Erwartungen und hob auch die Gewinnprognose an und trotzdem fiel die Aktie um gut 6 Prozent und war damit schwächster Wert im S&P 500, weil SpaceX mit Starlink Mobile ja ins Mobilfunkgeschäft steigen will.
Der Elon, der kommt einfach ziemlich oft vor im Podcast in dieser Woche.
In Deutschland stand SAP mit 3,5 Prozent im Plus an der DAX-Spitze und die Zahlen nach Börsenschluss haben die Vorfreude gerechtfertigt.
Der Cloud-Umsatz wuchs im dritten Quartal um 25 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro und damit wieder etwas schneller.
Der Auftragsbestand im Cloud-Geschäft, also Umsätze aus bereits unterschriebenen Verträgen, legte wie schon im Vorquartal um 26 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro zu.
Der bereinigte Operative Gewinn, der stieg um 18 Prozent auf jetzt 3,03 Milliarden Euro.
Auch das lag über den Erwartungen.
Für das Gesamtjahr peilt SAP im Cloud-Geschäft jetzt das obere Ende der Spanne von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro an.
Und laut Konzernchef Christian Klein investieren die Kunden weiter kräftig in die KI-Angebote.
In den USA legten die SAP-Papiere dann nachbörslich rund 6 Prozent zu und auch im Index zahlte der sich der KI-Boom aus.
Jen Optik sprang um 12 Prozent, weil der Optik-Spezialist seinen Margenausblick angehoben hat.
Ein wichtiger Kunde ist daher unter anderem der Chip-Auswuster ASML.
Ein Rekordquartal meldete auch noch Adidas.
Der Konzern hat mit 7,25 Milliarden Euro so viel umgesetzt wie nie.
Das Betriebsergebnis, das stieg um 37 Prozent auf gut eine Milliarde Euro.
Für das Gesamtjahr peilt Adidas jetzt zweieinhalb bis 2,3 Milliarden Euro Betriebsgewinn an.
Die Anhebung entspricht allerdings ziemlich genau den rund 200 Millionen Euro an US-Zöllen, die der Konzern erstattet bekam.
Die Aktie, die stieg um vergleichsweise bescheidene 1,7 Prozent.
Und dann mache ich nochmal schnell die Termine.
Heute findet der Westbalkan-Gipfel in Montenegro statt mit Bundeskanzler Friedrich Merz.
Schwerpunkte sind da unter anderem das Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit.
Dann ist in Köln die Microsoft AI Tour unter anderem mit Satya Nadella.
Und auch heute stehen dann wieder eine ganze Reihe von Geschäftszahlen an.
Unter anderem von Roche, Schindler, Nokia, Sartorius, Kühl und Nagel, Telia, Nestlé, Nordic Semiconductors und, und, und.
Das Thema des Tages.
Lea, das sind gerade echt Elon-Wochen hier im Podcast, aber im Moment kommt man mal wieder nicht um den reichsten Mann der Welt drumherum und auch heute dominiert er schon wieder unser Thema des Tages.
Na, vielleicht sollten wir uns umbenennen in alles auf Elon.
Nee, aber Spaß beiseite, es ist ja gerade auch wirklich richtig viel los.
Gestern gab es ja nicht nur frische Zahlen von Tesla, nachdem Anfang der Woche ja schon SpaceX Blitz der Bilanz gezogen hat.
Nein, Elon Musk hat auch obendrauf nochmal gar nicht so ganz nebenbei verkündet, worüber es ja schon ganz lange Gerüchte gab.
Nämlich darüber, dass er darüber nachdenkt, Tesla und SpaceX jetzt zu fusionieren.
Ja, die New York Times, die nennt das Projekt schon mal Elon Inc., also eine einzige Firma, die alle Aktivitäten von Musk unter einem Dach vereint.
Von KI über Raketen- und Satellitennetzwerk bis hin zu Elektroautos, Robotaxis und humanoiden Robotern.
Unser Autoexperte bei Welt, das ist Christoph Kapalczynski, der schreibt, dass das Musk vielleicht kühnstes Projekt seiner Karriere werden könnte.
Und man muss ja sagen, an kühnen Projekten mangelt es in der Karriere von Elon Musk jetzt nicht gerade.
Christoph schreibt aber auch, dass Musk damit genau das Unternehmen aufs Spiel setzt, das gerade erfolgreicher ist denn je.
Tesla.
Während Robotaxis und humanoide Roboter ja die Schlagzeilen dominierend haben, lief es nämlich vor allem im Kerngeschäft zuletzt richtig gut.
Tesla ist derzeit einfach ein ziemlich erfolgreicher E-Autobauer.
Das zeigt sich besonders in Europa mit dem Model Y und dem Model 3 stellt Tesla derzeit die Autos der Stunde her.
Im September kamen beide Modelle zusammen auf 66.000 Neuzulassungen und lagen damit deutlich vor Klassikern wie dem VW Golf oder dem Dacia Sandero.
Anders als viele Wettbewerber konzentriert sich Tesla eben auf wenige Modelle und nur eine einzige Antriebsform, nämlich das Elektroauto.
Und dieses standardisierte, einfache Angebot, das sorgt für Effizienz und ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ja, genau dieses Konzept funktioniert nicht nur in Europa.
Selbst im hart umkämpften chinesischen Markt behauptet sich Tesla.
Es war deutlich besser als viele europäische Konkurrenten.
Und in den USA ist die Lage besonders paradox.
Obwohl Elon Musk ja als großer Unterstützer von Donald Trump gilt, hat der US-Präsident die Förderprogramme für E-Autos gestrichen.
Aber was nach einem Nachteil für Tesla klingt, hat sich als gar nicht so schlecht herausgestellt.
Mit dem Ende der Subventionen haben nämlich viele klassische US-Autobauer ihre ganzen Elektro-Offensiven deutlich zurückgefahren.
Gleichzeitig versiegt das Wagniskapital für neue Konkurrenten.
Das Ergebnis, Tesla kann seine Dominanz bei E-Autos im Heimatmarkt mittlerweile nahezu konkurrenzlos ausbauen.
Tja, klingt alles rekordverdächtig.
Die Finanzzahlen waren gestern dann aber trotzdem, ja...
eher durchwachsen.
Der Umsatz stagniert bei gut 28 Milliarden Dollar.
Der Gewinn ist sogar deutlich eingebrochen um rund 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Jetzt sind es noch 787 Millionen Dollar.
Das liegt vor allem auch daran, dass Elon Musk weiter massiv investiert und zwar in Geschäftsbereiche, die nicht viel oder zum Teil auch gar nicht zum Gewinn beitragen.
Robotaxis, humanoide Roboter oder auch Elektro-Trucks.
Die Visionen wecken zwar die Fantasie der Börse, bringen bislang aber noch kein Geld ein.
Der hohe Börsenwert von Tesla, der basiert zu einem erheblichen Teil auf der Hoffnung, dass diese Zukunftspläne irgendwann mal Realität werden.
Elon Musk setzt dabei mal wieder auf eine äußerst riskante Strategie.
Tesla produziert inzwischen ja im großen Stil ein Robotaxi ohne Lenkrad und ohne Pedale.
Das Problem ist nur, dieses Fahrzeug entspricht aktuell nirgendwo auf der Welt überhaupt den Zulassungsvorschriften.
Ja, das ist eine typische Musk-Wette, die lautet nämlich, wenn das Fahrzeug in der Praxis überzeugend genug funktioniert, dann werden sich die Regulierer am Ende einer Zulassung schon nicht verweigern können.
Geht das auf, verschafft sich Tesla schon einen Vorsprung, scheitern die Zulassung, dann verbrennt das Unternehmen einfach enorme Summen.
Ja, aber er ist ja auch für seine hohe Risikobereitschaft bekannt.
Der Elon Musk bekannt, wie gefürchtet.
Und man muss aber auch sagen, genau diese Risikobereitschaft hat ihn ja überhaupt erst zum ersten Billionär der Geschichte gemacht.
Und er setzt jetzt halt einfach weiter auf das Risiko und plant die Fusion mit SpaceX.
Beide Unternehmen haben bereits Ausschüsse eingesetzt, die das Zusammengehen prüfen sollen.
Musk selbst sitzt wegen möglicher Interessenkonflikte nach eigenen Angaben nicht in diesen Gremien.
Da muss man schon echt ein bisschen schmunzeln, denn bei SpaceX kontrolliert Musk das gesamte Unternehmen und bei Tesla, da sitzen auch im Board hauptsächlich Vertraute von ihm.
SpaceX verfügt zwar mit Starlink über ein funktionierendes Geschäftsmodell, wird aber vor allem von Zukunftsvisionen getragen.
Dazu gehören gigantische Rechenzentren im All und langfristig sogar die Besiedlung des Mars.
Tesla hingegen hat ein ganz reales E-Auto-Geschäft und verdient damit auch Geld.
Deshalb fragen sich Investoren gerade, ob ein Zusammenschluss dem Autokonzern wirklich hilft oder nicht, vielleicht sogar eher schadet.
Die Analysten der Deutschen Bank gehen davon aus, dass Musk den Deal noch vor den nächsten Präsidentschaftswahlen durchziehen möchte.
Sollte nämlich ein demokratischer Kandidat gewinnen, dann könnte die Zustimmung der US-Finanzaufsicht deutlich schwieriger werden.
Für Elon Musk hätte die Fusion klare Vorteile.
Er könnte seine Vision leichter durchsetzen und müsste weniger Rücksicht auf die Interessen der Tesla-Aktionäre nehmen.
Vor allem aber könnte er die Finanzmittel und Produktionskapazitäten von Tesla stärker für die Raumfahrt- und KI-Projekte nutzen.
Das wäre besonders für SpaceX interessant, das Milliarden für Rechenzentren und Kraftwerke benötigt.
Wobei man schon sagen muss, dass Musk da noch nie zimperlich war und immer schon Ressourcen von Tesla zu SpaceX und zurück verschoben hat, wenn es ihm gerade in den Kram gepasst hat.
Trotzdem, für Anleger wäre so eine allumfassende Elon Inc.
ein zweischneidiges Schwert.
Einerseits entstünde ein Konzern, der sehr viel Kapital anziehen könnte.
Das Unternehmen wäre dann wohl auf einen Schlag 3,5 Billionen Dollar wert.
Andererseits würden Anleger einen riesigen Mischkonzern bekommen.
Starlink, Raumfahrt, X, Grog, Hyperscaler-Geschäft, Elektroautos, humanoide Roboter, Energiespeicher, hatte man ja schon fast wieder vergessen.
Also die würden alle unter einem Dach zusammengeführt.
Das widerspricht eigentlich einer der Grundregeln des Kapitalmarkts.
Investoren bevorzugen meist klar abgegrenzte Geschäftsmodelle und meiden häufig schwer durchschaubare Konglomerate.
Aber für Elon gelten an der Börse nun mal andere Gesetze.
Für Tesla-Aktionäre stellt sich deshalb die entscheidende Frage.
Bekommen Model 3 und Model Y, also das Brot- und Buttergeschäft, künftig noch genug Aufmerksamkeit oder eben nicht?
Denn genau dieses Geschäft sorgt ja momentan überhaupt für den Erfolg und auch das Werk in Grünheide profitiert davon und investiert derzeit in eine eigene Batteriefertigung.
Trotzdem gibt es eine strategische Logik hinter Musks Plan.
Fast alle seine Projekte haben nämlich einen gemeinsamen Nenner, die künstliche Intelligenz, Robotaxis, humanoide Roboter, hochautomatisierte Fabriken, Raumfahrtmissionen oder auch Maschinen auf dem Mars.
Das alles benötigt eben Systeme, die ihre Umgebung verstehen und eigenständig handeln können.
Die Fusion wäre also der Versuch, alle finanziellen und technologischen Ressourcen auf dieses eine große Zukunftsthema auszurichten.
Die Wette lautet, weniger Autokonzern, mehr KI-Imperium.
Ja, und ob daraus der nächste Geniestreich wird oder ein historischer Fehlschlag, gehört zu den wahrscheinlich spannendsten Fragen für Tesla-Aktionäre der kommenden Jahre.
Bei Ökonomen hat Kupfer einen Doktortitel.
Dr.
Copper nennen sie das rote Metall, weil sein Preis verrät, wie es um die Weltwirtschaft steht.
Werden Fabriken gebaut und Stromleitungen verlegt, steigt die Nachfrage, schwächelt die Wirtschaft, sinkt sie.
Nach dieser Logik müsste die Konjunktur gerade außer Rand und Band sein.
Der Kupferpreis ist seit dem Sommer 2025 um rund 50 Prozent gestiegen und notiert seit Monaten auf Rekordniveau.
Was dahinter steckt und wie könnt ihr daran mitverdienen?
Unser Kollege Frank Stocker hat das in einem aktuellen Text mal beantwortet.
Mit der Konjunktur hat das Rekordniveau demnach gerade wenig zu tun.
Getrieben habe der Markt vor allem die künstliche Intelligenz.
Die Société Générale führt etwa die Hälfte des Preisanstiegs an der Londoner Metallbörse darauf zurück.
Denn Rechenzentren, Stromnetze und Elektrifizierung verschlingen bekanntlich jede Menge an Kupfer.
Gleichzeitig fehlen neue Minen.
Die UBS erwartet, dass das Defizit von rund 219.000 Tonnen in diesem Jahr auf 379.000 Tonnen im kommenden Jahr wächst.
An der Londoner Metallbörse LME kostet die Tonne gerade etwa 14.500 Dollar.
Fürs kommende Jahr hält die UBS aber sogar einen Preis von 15.500 Dollar für möglich.
Die Bank of America sogar 16.000 Dollar.
Und jetzt könnte noch ein Preisdreiber dazukommen, mit dem kaum jemand rechnet, das Wetter.
Das Wachstum der Kupferförderung hat sich von Chile und Peru in den afrikanischen Kupfergürtel verlagert, also nach Sambia und in den Kongo.
Der Kongo hat seine Produktion in drei Jahrzehnten um mehr als das 65-fache gesteigert.
Für die Förderung braucht man aber sehr viel Strom.
Laut Société Générale wächst der Bedarf der Minen bis zu doppelt so schnell wie die Kraftwerkskapazitäten der Region.
Ja, da kommt jetzt El Nino ins Spiel.
Alle zwei bis sieben Jahre heizt sich ja der tropische Pazifik ungewöhnlich stark auf.
Die Passatwinde, Alarm und weltweit drohen schwere Dürren.
Für dieses Jahr erwarten die meisten Klimaexperten einen besonders kräftigen El Nino, auch in Zentralafrika.
Im Kongo stammen aber mehr als 90% des Stroms aus Wasserkraft, in Sambia mehr als 80%.
Weniger Regen heißt weniger Strom und weniger Strom heißt weniger Kupfer.
Der Markt hat das noch nicht auf dem Zettel.
Er rechnet im kommenden Jahr noch mit 200.000 Tonnen mehr aus dem Kongo und 70.000 Tonnen mehr aus Sambia.
Die Société Générale hält indes bestenfalls eine Stagnation für realistisch und auch andere Risiken bleiben.
Die Bank of America warnt zum Beispiel vor einer Pause bei den Investitionen in den Rechenzentren und laut den Tech-Analysten von DJE Capital stößt Kupfer bei schnelleren Chips auch an seine physikalischen Grenzen.
Bisher galt in den Rechenzentren das Motto Kupfer wenn möglich, Optik wenn nötig.
Mit jeder Leistungsstufe rückt die teurere Glasfaser aber ein Stück weit vor.
Im Moment spricht trotzdem deutlich mehr für ein wachsendes Defizit.
Wer darauf setzen will, landet beim Rohstoff selbst bei ETCs, denn ETFs dürfen nie auf nur ein Investment setzen.
ETCs sind Schuldverschreibungen.
Geht der Emittent pleite, ist euer Geld anders als beim ETF nicht geschützt.
Und sie kaufen auch kein Kupfer, sie halten Terminkontrakte.
Der Wisdom Tree Copper ETC tut das an der Comex in New York und kam in einem Jahr auf 31,6 Prozent.
Der BNPP Kupfer ETC setzt auf die LMI in London und schaffte 43,6 Prozent.
Schuld an der Lücke sind die US-Zölle und Lieferengpässe in London.
Eine schlechte Idee war jedoch die Absicherung gegen den Dollar, zumindest im vergangenen Jahr.
Der Wisdom Tree Copper Euro Daily Hatched ETC kam nur auf 23,7%, weil ihm die Aufwertung des Dollar entging.
Gibt die US-Währung nach, dreht sich das.
Der BNPP Ricky Kupfer Enhanced ETC glättet die Effekte beim Rollen, also beim Austauschen auslaufender Kontrakte.
Mit 43,8% brachte das zuletzt aber kaum mehr ein.
Wer auf fallende Preise wettet, greift zu den Short-Varianten von Wisdom Tree und das tat zuletzt richtig weh.
Der Wisdom Tree Copper One-Time Daily Short verlor 21 Prozent, der Wisdom Tree Copper Three-Times Daily Short sogar 64 Prozent.
Wegen der täglichen Neugewichtung taugen beide nur für sehr kurze Wetten.
Bleiben die Minenaktien.
Der Global X Copper Miners ETF kam auf 36,9 Prozent plus der iShares Copper Miners ETF auf 43,7 Prozent.
Steigt der Kupferpreis bei stabilen Kosten, wachsen die Gewinne der Produzenten überproportional.
Der Hebel wirkt allerdings in beide Richtungen.
Wir können es hier euch nur immer wieder predigen.
Also unterm Strich stellt Dr.
Kopfer gerade eine ziemlich ungewöhnliche Diagnose.
Das Fieber kommt aus den Rechenzentren und das Wetter könnte es noch weiter anheizen.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns wie immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an AAA, also aaa.welt.de oder ihr hinterlasst uns hier im Podcast Player eurer Wahl eine Bewertung oder ihr schreibt uns auf Instagram.
Wir haben gute Nachrichten für euch.
Alle, die in dieser Woche den Eckert vermissen, die sollten unbedingt in die neue Folge von Macht und Millionen von unseren Kollegen von Business Insider hineinhören.
Daniel war dort zu Gast, um über die ominösen Geschäfte von Donald Trump und seinen Krypto-Partnern zu sprechen, mit denen er Milliarden verdient.
Ja, das ist wirklich eine sehr, sehr gute Folge.
Ich habe auch schon reingehört.
Also lohnt sich, gerne mal da vorbeischauen.
Und es lohnt sich auch jetzt weiter.
Wir haben noch eine Info für euch, die für einige von euch spannend sein dürfte, vor allem aber für Frederik.
Er hat uns nämlich vor ein paar Tagen eine E-Mail geschrieben und gefragt, woran es liegt, dass man bei Trade Republic keine Derivate und Knockout-Zertifikate mehr handeln kann, sobald die Volatilität zunimmt.
Er hat auch Beispiele und Screenshots mitgeschickt.
Wir haben da natürlich direkt mal bei Trade Republic angeklopft, nach Gründen gefragt und...
Ja, und natürlich eine Antwort bekommen.
Eine Sprecherin sagte, dass weder eine Systemstörung noch ein Market Maker dafür verantwortlich seien, sondern vielmehr ein greifender Sicherheitspuffer bei Market Orders.
Demnach schützt bei unlimitierten Market Orders ein automatischer Mechanismus die Trade Republic Kunden vor ungewollten Kontoüberziehungen.
Um das Verhalten zu umgehen, gibt es laut der Sprecherin zwei Möglichkeiten.
Erstens Limit Orders nutzen.
Bei einer Limit Order stehe der maximale Kaufpreis von vornherein fest.
Daher sei hier kein zusätzlicher Puffer erforderlich und die Order werde auch bei knappem Cash-Guthaben direkt erstellt.
Oder zweitens mehr Cash-Puffer belassen.
Bei der Nutzung von Market Orders etwas mehr verfügbares Guthaben auch dem Verrechnungskonto lassen, um den Puffer abzudecken.
Wir hoffen, das beantwortet die Frage.
Die Antwort von Digital Public war noch ein bisschen länger und spezifischer zu deinem Fall, lieber Frederik.
Aber das schicken wir hier einfach mal per E-Mail zu.
Und bevor wir den Sack jetzt hier zumachen, noch eine andere wichtige Meldung.
Die Klasse 2 BK1Z der Albert-Scheffler-Schule in Nürtingen muss heute ihren ersten Kurztest zu aktuellen Wirtschafts- und Börsennachrichten schreiben.
Es ist ein bisschen erschreckend, aber wir bilden die Grundlage dazu.
Das schreibt zumindest Vera, ihre Lehrerin.
Wir drücken natürlich die Daumen und wenn jemand schlechte Noten schreibt, meldet euch einfach.
Wir nehmen dann die Schuld auf uns.
Es scheitert ja dann eh irgendwie an uns und unseren Nachrichten.
Also wer uns regelmäßig hört, der schreibt natürlich ohnehin nur Bestnoten.
Mit Sicherheit.
Wenn auch ihr mit Wissen zu den Wirtschafts- und Börsennachrichten des Tages glänzen wollt, nicht nur in der Schule, dann kann es nur heißen.
Abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
