# Tech Volatility, Pharma Growth, and Garmin's Resilience

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-10-16

## Transcript

Aktien von Online-Apotheken sind gerade stark gefragt.
Redcare hat es vorgemacht, gestern hat Doc Morris nachgezogen.
Schlechte Stimmung dafür im Tech-Bereich und auch eine US-Raumfahrtfirma war zweistellig im Minus.
Mein Name ist Christoph Damm, heute ist Freitag, der 16.
Oktober und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen, mit Trading Flatrate, Krediten, Portfolioanalysen und der hauseigenen European Investor Exchange, die genau auf Privatanleger zugeschnitten ist.
Wir starten jetzt mit den News.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Kein leichter Tag gestern an der Börse, vor allem für Tech-Aktien.
Und weiterhin sind besonders hart getroffen die Speicherchip-Hersteller.
In den vergangenen fünf Handelstagen sind SK Heinex, Samsung und Micron zwischen 10 und 25 Prozent gefallen.
Außerdem beschäftigt die Börse mal wieder die grundsätzliche Frage, ob sich die KI-Investitionen überhaupt lohnen.
Das liegt auch am KI-Anbieter Anthropic.
Der wächst zwar weiter stark, aber langsamer als zuvor.
Deswegen also schlechte Stimmung gestern im Tech-Bereich.
Und auch deutsche Aktien waren davon betroffen.
Infineon war um die 5% im Minus, Aix-Tron mehr als 10%.
Am Abend gab es dann aber noch ordentliche Zahlen von Aix-Tron und nachbörslich war das Minus dann nicht mehr ganz so stark.
Gute Zahlen gab es eigentlich von TSMC, aber die konnten an der schlechten Tech-Stimmung auch nichts ändern.
Der wichtigste Auftragsfertiger für KI-Chips hat nämlich seinen Gewinn im dritten Quartal um 70 Prozent gesteigert.
Und im laufenden Quartal erwartet der Konzern mehr Umsatz als gedacht.
Aber auch hier gibt es eben die Skepsis, ob sich die Investitionen in neue Fabriken lohnen.
Darum hat die Aktie auch auf die Zahlen kaum reagiert.
Einen großen Verlierer außerhalb der Tech-Welt.
Den gab es auch, nämlich die Aktie vom Raumfahrtunternehmen Rocket Lab, die war um die 10% im Minus.
Die Firma verschiebt nämlich den Erstflug ihrer größeren Neutron-Rakete schon wieder.
Dieses Mal gleich auf nächstes Jahr.
Eigentlich sollte sie schon 2024 starten.
Bei Tests hat es dann aber Probleme mit den Treibstofftanks gegeben.
Rocket Lab hat mittlerweile das Herstellungsverfahren hier geändert, braucht aber mehr Zeit.
Neutron ist für Rocket Lab so wichtig, weil die Rakete deutlich schwerere Satelliten transportieren kann.
Damit soll sie dann direkt konkurrieren mit der Falcon 9 von SpaceX.
Der Aufschub ist für die Aktie jetzt ein neuer Rückschlag.
Dieses Jahr liegt sie schon rund 30 Prozent im Minus.
Allein gestern um 30 Prozent eingebrochen ist die US-Firma FMC.
Das ist ein US-Pflanzenschutzmittelhersteller und der steckt offenbar tief in der Krise.
Er hat die Prognose für das laufende Quartal nämlich massiv gesenkt.
Der Umsatz soll nur bei maximal 125 Millionen Dollar liegen.
Analysten haben um die 850 Millionen erwartet.
FMC ändert jetzt die Preisstrategie, weil die Händler nämlich auf teuren Lagerbeständen sitzen und gleichzeitig günstigere Konkurrentendruck machen.
will FMC die Preise senken und sein Rabattsystem in den USA umbauen.
Das kostet aber erstmal viel Geld.
Auf der Gewinnerseite war Penske Automotive.
Das ist ein großer internationaler Autohändler mit mehreren hundert Autohäusern, unter anderem in den USA, Großbritannien, Deutschland und Italien.
Neben Neu- und Gebrauchtwagen verkauft das Unternehmen auch Nutzfahrzeuge und bietet hier Wartung und Reparaturen an.
Die bisherigen Großaktionäre, das sind die private Penske Corporation und der japanische Handelskonzern Mitsui.
wollen die noch ausstehenden Aktien der Firma jetzt aufkaufen und die Firma von der Börse nehmen.
Die beiden Großaktionäre halten schon fast 75 Prozent der Anteile.
Das Angebot liegt knapp 10 Prozent über dem Schlusskurs vom Mittwoch und etwa so stark war die Aktie gestern auch im Plus.
Auch um die 10 Prozent im Plus war Ericsson.
Die Quartalszahlen vom schwedischen Netzwerkausrüster lagen nämlich deutlich über den Erwartungen.
Organisch ist die Firma 7 Prozent gewachsen und besonders gut lief das Geschäft in Indien und Japan.
Einige Kunden haben hier Bestellungen aber vorgezogen, um möglichen Preiserhöhungen zuvor zu kommen.
Dabei geht es dann auch wieder um die Speicherchips, die ja so teuer geworden sind.
Erhexen hat es aber geschafft, an anderer Stelle zu sparen, um die höheren Kosten hier abzufedern.
Und es gab noch mehr gute Zahlen in Europa.
Die Online-Apotheke Doc Morris hat ihre Jahresprognose nochmal angehoben.
Im letzten Quartal ist der Umsatz um die 20 Prozent gestiegen.
Besonders stark war das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Der Bereich hat sogar um fast 80 Prozent zugelegt.
Daran hat auch das E-Rezept in Deutschland einen Anteil.
Einen wichtigen Erfolg gab es auch auf der Gewinnseite.
Doc Morris hat nämlich im letzten Quartal früher als erwartet die Gewinnschwelle beim bereinigten operativen Ergebnis erreicht.
Damit bestätigen die Schweizer den Trend, den wir Ende September auch schon von Red Care Pharmacy gesehen haben.
Die hatten nach starken Zahlen ihre Jahresprognose nämlich angehoben.
Doc Morris war gestern um die 5 Prozent im Plus.
Red Care hat auch davon nochmal leicht profitiert.
Fast 20 Prozent verloren hat dagegen Trägerwerk.
Der deutsche Medizintechnik- und Sicherheitsausrüster hat mit den Quartalszahlen enttäuscht.
Das Problem ist, dass im dritten Quartal der operative Gewinn trotz hoher Zollrückerstattungen deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.
Das Umsatzwachstum hat gleichzeitig nachgelassen und die Kosten sind stark gestiegen.
Schlechte Kombi, die nicht gut angekommen ist.
Und dann habe ich noch ein Comeback für euch.
Sony holt nämlich den Walkman zurück.
Ja, richtig gehört.
nicht mehr so, wie wir ihn vielleicht kennen.
Es geht nämlich um drei neue digitale Musikplayer und das günstigste Modell kostet 1.900 Dollar, das teuerste sogar 5.900 Dollar.
Dafür soll es dann geben, Musik in besonders hoher Qualität und sogar auch KI, die dann komprimierte Musikdateien aufpolieren soll.
Das Topmodell übrigens hat ein vergoldetes Kupfergehäuse.
Sony richtet sich damit an echte Audio-Fans, die beim Klang keine Kompromisse eingehen wollen.
Spotify und Apple sollen auch darauf laufen.
Ob das der Aktie aber wirklich helfen kann, ist dann die Frage.
Gestern hat sie sich erstmal kaum bewegt.
Immer mehr Firmen sind ja in den letzten Jahren in den Markt für Variables eingestiegen.
Noah bleibt aber klassisch und hat sich mit dem OG der Branche beschäftigt.
Vor ein paar Wochen hat ja der Smart Ring Hersteller Aura seinen Börsengang abgesagt.
Ich habe mir da schon zur Analyse Garmin mal wieder angeschaut.
Und obwohl ich selbst schon lange Kunde bei Garmin bin, hat mich die Aktie und die Firma in den letzten Jahren oft überrascht.
Und dieses Jahr schon wieder.
Die Aktie ist nämlich schon wieder 30 Prozent gestiegen.
In den letzten drei Jahren hat sie sich circa verdreifacht.
Und es ist vor allem immer ein bisschen überraschend für mich, weil es so gut wie keine andere Branche gibt, in der es einerseits junge, innovative Konkurrenz wie Whoop oder Aura gibt, dann gibt es ältere, sehr mächtige Konkurrenz wie Apple und dann gibt es, wie so oft, sehr günstige Konkurrenz aus China, also sehr viel Druck auf Garmin und trotzdem schaffen sie es seit Jahren, die Erwartungen zu schlagen.
Krass fand ich außerdem, dass Garmin in den letzten Jahrzehnten ja sehr viele Umbrüche mitmachen musste, zum Beispiel bei den GPS-Geräten, die im Auto sind.
Und das haben sie geschafft, obwohl das Management extrem konstant war.
Der aktuelle CEO Clifton Pemble hat nämlich 1998 als sechster Mitarbeiter und Softwareentwickler bei Garmin gestartet und ist seit 2013 eben schon ganz oben.
Anders gesagt, als er als CEO gestartet ist, hat die Firma unter 30% vom Umsatz mit Fitness- und Outdoor-Equipment gemacht, also den Uhren und den anderen Sachen, für die man Garmin vor allem kennt.
Heute macht das über 60% aus und die Outdoor-Produkte, die damals fast 60% ausgemacht haben, sind mittlerweile auf unter 10% eingebrochen.
Und diese Prozentverteilung muss man dann auch noch vor dem Hintergrund sehen, dass sich der Umsatz in der ganzen Zeit fast verdreifacht hat.
Spannend ist außerdem, dass für diesen Umsatzanstieg sicher die Fitnessprodukte der wichtigste Treiber waren, aber auch der Umsatz mit Produkten für Boote und Flugzeuge ist stark gestiegen.
Der hat sich versechsfacht und bei Flugzeugen verdreifacht.
Überraschend fand ich da außerdem, dass diese Produkte für Boote und Flugzeuge sogar ähnlich profitabel sind wie die Uhren.
Das Flugzeugbusiness hat mit 75% sogar die besten Bruttomargen.
hat fairerweise auch ein bisschen mehr Forschungsausgaben.
Aber daran sieht man auch, dass Garmin im Flugzeug- und Bootbereich keine Produkte verkauft, die total ersetzbar sind, sondern da haben sie auch eine starke Marke oder Technologie, die ihnen auf jeden Fall ein bisschen Preis macht.
Das Schöne am Flugzeugmarkt ist dazu, dass Garmin da mit seinen Cockpit-Produkten einer der führenden Player ist, wenn alte Flugzeuge neue GPS-Systeme, Steuerungen und so weiter kriegen.
Und weil die Zulassungen da so lange dauern, kommt da Konkurrenz nicht so schnell rein, wie jetzt zum Beispiel bei Uhren.
Im Marine-Geschäft sind wohl die Kartenplotter und Fischfinder sehr beliebt, wobei ein großer Kartenplotter auf der Website entspannte 18.000 Euro kostet.
Manche argumentieren sogar, dass die zwei Bereiche sogar dem Business mit den Uhren helfen, weil Garmin darüber eng an einer Zielgruppe dran ist, die noch mehr Geld hat als der durchschnittliche Apple-Kunde.
Ich glaube, der Effekt ist aber eher minimal, weil sie am Ende Uhren ja wirklich an deutlich mehr Kunden verkaufen als jetzt Cockpit-Systeme.
Die große Frage wird eher sein, wie lange sie das Wachstum noch so durchziehen können.
Das Outdoor-Geschäft schwächelt zum Beispiel in letzter Zeit und die Umsätze sind da sogar gesunken.
Der Fitnessbereich mit den Laufuhren wächst dafür weiter mit über 20%.
Wenn man sich mal die letzten zehn Jahre anschaut, dann sind alle Bereiche außer das Autobusiness über 10% pro Jahr gewachsen und das Flugzeugbusiness mit 9% pro Jahr auch sehr stark.
Und wenn das so weitergeht, kann man die aktuelle Bewertung mit 50 Milliarden Dollar, die circa dem 30-fachen vom Gewinn entspricht, schon nachvollziehen.
Mich würde aber wundern, wenn das Kurs-Gewinn-Verhältnis, ohne dass das Wachstum anzieht, sich noch stark nach oben bewegt und dann wird die Aktie eben auch nur so stark steigen wie der Umsatz bzw.
der Gewinn, also um die 10% im Jahr.
Und gleichzeitig haben wir es in den letzten Jahren sehr oft gesehen, wie schnell es gehen kann, dass die Börse ihre Meinung zu einer bestimmten Firma oder einer Branche ändert und die Firmen dann nicht mehr mit einem KGV von 50 bewertet werden, sondern nur noch mit einem KGV von 25, ohne dass sich jetzt am Business an sich so viel ändert.
Und dieses Risiko, dass die Börse ein bisschen pessimistischer wird und Garmin eben nicht mehr mit einem 30er KGV, sondern nur noch mit einem 20er KGV bewertet, das geht man bei der aktuellen Bewertung schon ein.
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht.
Lebensversicherungen sind für mich erstmal kein spannendes Investmentprodukt.
Wenn aber ein bekannter Investor auf eine Firma setzt, die eben solche Versicherungen anbietet, dann sollte man doch mal hinhören.
Die Infos gibt's jetzt von Timon.
Wir haben ja in den letzten Wochen sehr viel darüber gesprochen, wer unter hohen Zinsen leidet.
Spannend ist aber auch, wer profitiert.
Und da habe ich mal ins Portfolio von Greg Alexander geschaut, also dem Investor, dem Warren Buffett sein Geld anvertrauen würde.
Von dem hatte ich ja Mittwoch schon erzählt.
Besonders aufgefallen ist mir der Equitable Holdings.
Das ist im Kern eine Lebens- und Rentenversicherung mit verschiedenen Produkten.
die früher mal von AXA abgespalten wurde.
Und Equitable hat auch einen knapp 70% Anteil am Asset Manager Alliance Bernstein, der das Geld der Kunden verwaltet.
Spannend sind da besonders zwei Dinge.
Im Bereich der Lebensversicherung wird gerade viel von Private Credit und Private Equity Firmen aufgekauft.
Die haben dann eigene Lebensversicherungen und investieren deren Gelder auch zum Beispiel in eigene Produkte, was viel kritisiert wird.
Das Management von Equitable meinte dazu konkret, dass sie erst schauen, was der Kunde braucht.
Und dann investieren und das ja nicht alle Player in der Branche dazu machen.
Spannend ist dazu, dass zumindest Private Equity und Private Credit durch höhere Zinsen mehr unter Druck kommen könnten.
Equitable sollte eher profitieren, weil sie tendenziell mehr Geld in sichere Anlagen stecken.
Und dazu kommt, dass sie einer der Marktführer für eine spezielle Rentenversicherung für Lehrer sind, die eine Mindestverzinsung garantiert.
Je höher das Zinsniveau ist, desto einfacher ist es auch, die Mindestverzinsung zu erreichen.
Und während Equitable vom Zinsniveau eher profitiert, leiden sie darunter.
dass sie im Vergleich zu vielen Konkurrenten relativ klein sind.
Besonders ihr Asset Manager ist das ja.
Und um mit der Konkurrenz von den größeren Lebensversicherungen und Asset Managern mitzuhalten, haben sie aber auch einen Weg.
Und zwar verschmilzt Equitable gerade mit dem Konkurrenten Corbridge.
Die Fusion sollte Ende des Jahres durch sein und weil Corbridge auch nochmal andere Versicherungen hat, macht das das Business breiter.
Und ein Teil von seinem Geld wird dann auch noch über Alliance Bernstein investiert.
Dadurch sollte das Business auch noch größer und profitabler werden.
Jetzt bleibt nur noch die Frage der Bewertung.
Equitable und Corbridge sind zusammen an der Börse rund 30 Milliarden Dollar wert und rechnen 2027 damit, dass sie zusammen über 4 Milliarden Dollar an Cash generieren.
Beide haben in der Vergangenheit immer über 60 Prozent ihres Gewinns ausgeschüttet.
Bei den 4 Milliarden Dollar werden das dann 2,5 Milliarden, die dann über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückfließen.
Im Verhältnis zum Börsenwert werden das 8% Rendite.
Man muss aber zwei Dinge auf dem Schirm haben.
Erstens ist die Konkurrenz eben sehr stark und zweitens gibt es durch die Garantien und verschiedenen Systeme bei Lebensversicherungen immer wieder Risiken, vor allem wenn der Markt crasht.
Und Greg Alexander hat zwar immer noch eine große Position, hat in den letzten Jahren aber auch immer mal wieder Anteile verkauft.
Wir überweisen das Geld auf Ihr Rentenkonto, damit es Zinsen generiert und es ist weg.
Das war Ohne Aktien wird schwer für heute, produziert von Podstars bei OMR.
Morgen hören wir uns schon wieder, nämlich wie gewohnt mit einem Deep Dive.
Noah hat gesprochen mit Liane Hirner, das ist die Finanzvorständin der Vienna Insurance Group, spannender Deep Dive in die Versicherungsbranche und in eine Firma, die seit 1994 jedes Jahr Dividende zahlt und deren Aktie sich seit 2018 verdreifacht hat.
Also unbedingt reinhören, schönes Wochenende dann.
Tschüss!
