# Nasdaq 100 Hidden Bear Market & AI Valuation

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-16

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Jensen Wang als Feuerwehrmann, ein Rekordgewinn bei TSMC, den trotzdem keiner feiern will und die Achterbahnfahrt von AX-Tron.
Im Thema des Tages geht es um die Schnäppchenjagd im Nasdaq 100, wo nach dem KI-Ausverkauf das meiste Potenzial steckt und wo ein fallendes Messer lauert.
Und als Triple-E-E-D präsentieren wir euch drei Geldwerte-Regeln für den goldenen Handschlag, damit von eurer Abfindung möglichst viel übrig bleibt.
Das ist Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag, der 16.
Oktober 2026 und wir wünschen euch einen zielsicheren Start in den Tag.
Und später dann ins Wochenende.
Zielsicher ist wichtig, denn die Märkte, die irrlichtern derzeit ziemlich herum.
Gestern ging es morgens erstmal mit den KI-Aktien weiter steil bergab.
Der koreanische Kospi verlor 7,6 Prozent und der japanische Nikkei, der brach fast 5 Prozent ein.
Ja, und dann kam am Abend das große Comeback an der Wall Street und an der Nasdaq.
Und was für eins, der S&P 500 lag zwischenzeitlich 0,6 Prozent im Minus.
Gut, das ist jetzt gegenüber dem Cosby noch relativ milde.
Aber am Ende hat er dann 0,3 Prozent im Plus bei 7.744 Punkten geschlossen.
Und damit ist die Serie von drei Verlusttagen gerissen.
Und die Technologiebörse Nasdaq, und zwar der Nasdaq Composite, also der breite Technologieindex, der hat sich sogar aus einem Minus von mehr als 1,4 Prozent noch ins Plus gekämpft.
Und das, das war die größte Aufholjagd.
Am stärksten war das Plus im Dow Jones mit 1,1 Prozent.
Und wenn man jetzt mal auf die Nebenwerte des Russell 2000 blickt, also die Nebenwerte im Russell-Index.
Und im Gleichgewichten S&P 500, dann haben die sogar 1,4 Prozent zugelegt.
Übersetzt heißt das, das Geld fließt raus aus den KI-Lieblingen und rein in die breite Masse des Marktes.
Banken, Gesundheitswerte, Rohstoffe.
Und das kann ich übrigens bestätigen, das Eckerdepot, in dem sich eher diese anderen Werte befinden, nicht so viel Tech, das ist gestern auf ein Allzeithoch gestiegen.
Ja, Glückwunsch, Eckart.
Meins nicht, das kann ich dir sagen.
Also meins war nicht auf Allzeit hoch gestern, aber es hat sich am Abend noch mal deutlich verbessert.
Und wer hat das Comeback oder die Verbesserung in Chapeens Depot eingeläutet?
Das war ausgerechnet Jensen Wang.
Der Nvidia-Chef hat Corvive verteidigt, den Betreiber von KI-Rechenzentren, dessen Anleihen zuletzt massiv unter Druck standen.
Eine Rettung durch Nvidia sei nicht nötig, sind ja so eine Art, ja.
Zentralbank für den KI-Sektor.
Man muss dazu sagen, dass auch Nvidia an denen beteiligt ist, an CoreV, ich glaube 10% Anteil haben die.
Insofern nicht verwunderlich, dass er das sagt.
Aber dann kam auch noch Cathie Wood und die hat den Ausverkauf sogar zum Einstieg genutzt, ihre ARC-Fonds.
haben fast 189.000 Corvive-Aktien gekauft.
Typisch Cathy, könnte man sagen.
Die greift gern mal ins fallende Messer.
Ob das jetzt wagemutig ist oder leichtsinnig, das klären wir gleich im Thema des Tages.
Ein anderer KI-Riese, der hat gestern übrigens Zahlen geliefert.
Er hat abgeliefert TSMC.
Der weltgrößte Chipfertiger hat einen Rekordgewinn gemeldet und einen starken Umsatzausblick fürs vierte Quartal gegeben.
Trotzdem gehörte die Aktie zu den Verlierern.
Und warum?
Weil die Margen enttäuscht haben.
Neue Fabriken kosten erst mal Geld, bevor sie voll ausgeladen sind.
Übrigens auch in Dresden bauen die neue Fabriken.
Insofern können wir sogar davon profitieren.
Außerdem klang das Management beim Geschäft jenseits von KI ein bisschen vorsichtig.
Kein Wunder, laut IDC sind die Smartphone-Auslieferungen im dritten Quartal um 22 Prozent eingebrochen, weil die Hersteller wegen teurer Bauteile die Preise anheben.
Das ist schon heftig.
Und es zeigt, wie nervös die Börse gerade ist.
Spannend war auch der Anleihemarkt.
Nach dem Inflationsdatum an Mittwoch war die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen bis auf 5,33% hochgeschossen.
Gestern fiel sie dann auf 5,09%.
Das war der stärkste Rückgang an einem Tag seit August.
Und das, obwohl auch die Erzeugerpreise heiß ausgefallen sind, also stärker gestiegen sind als erwartet.
Und das war dann halt so ein bisschen die klassische Flucht in Sicherheit.
Wir hatten es ja gestern schon.
Und Golban Sachs bringt es auf den Punkt, der klassische Trade war ja bisher auf KI zu setzen und gegen Anleihen zu wetten.
Und jetzt drehen halt beide Seiten gleichzeitig und so kommt das halt zustande.
Es waren halt viele Shorts auch bei Anleihen.
Gold hat übrigens gestern auch 1,6 Prozent zugelegt.
Wahrscheinlich auch das ein Grund, warum es beim Eckert im Depot auf Allzeithochogang ist.
Die Feinunze kostete 4.170 Dollar.
Stimmt.
Und Bitcoin ist aber kurzfristig unter die 80.000 abgetaucht, hat sich dann aber ebenfalls erholt.
Berappelt?
Ja, hat sich berappelt.
Ja, und was war in Europa los?
Da war der Tag vor allen Dingen von den Chip-Werten geprägt und der war ziemlich bitter.
Der DAX selber, der hat sich dann dank der späten Erholung noch bei 0,3% plus stabilisiert und ging bei 25.368 Zählern aus dem Handel.
Aber Infineon, die verloren 5,3%.
ASML, da ging es 4,2% abwärts und Estee Microelectronics verloren 3,8%.
Und auch Profiteure des Rechenzentrums-Booms wie Siemens Energy und Hochtief standen unter Druck.
Und 2G Energy, die sich ja auch Hoffnungen auf Geschäft mit Rechenzentren machen, die verloren 11,5 Prozent.
Wow, das ist schon heftig.
Dann gab es noch eine ganz verrückte Kurve, nämlich bei ixtron.
Erst sind sie 13% gefallen im Xetra-Handel und dann kamen Zahlen und nach Börse ging es rund 8% rauf ins Plus.
Der Auftragseingang, der hat sich nämlich auf 275 Millionen Euro mehr als verdoppelt und Analysten hatten nur mit 215 Millionen gerechnet.
Und getrieben war das von den Laser-Anwendungen für KI-Rechenzentren.
Ja, ist fast schon ironisch.
Genau wie bei TSMC liefert ein KI-Zulieferer die Zahlen, die alle sehen wollen und wird trotzdem erstmal abgestraft.
Eriksson dagegen wurde für starkes Wachstum belohnt, plus 6,8 Prozent.
Und bei der Commerzbank, da ist eine Vorentscheidung gefallen, die EZB erlaubt der Unicredit, die Schwelle von 30 Prozent zu überschreiten.
Die Kontrollübernahme rückt also näher.
Und was so ein bisschen zuversichtlich stimmt, ist nämlich die Bewertung des Nasdaq 100.
Der ist nämlich nur mit dem 21-fachen der erwarteten Gewinne bewertet und damit so günstig wie seit Beginn des KI-Zyklus 2023 nicht mehr.
Und die Stimmung ist mies, die Positionen, die sind zumindest teilweise bereinigt.
Und vielleicht ist es ja gar kein so schlechter Boden, aber da sprechen wir gleich nochmal im Thema des Tages.
Da sprechen wir gleich drüber.
Ja, die eigentliche Probe, die kommt wahrscheinlich heute.
Ein Comeback an einem Tag, das ist schön.
Entscheidend ist aber der Anschluss.
Also ob es jetzt heute zu Anschlusskäufen kommt.
Und wo wir über heute reden, da wünsche ich mir jetzt von dir die Termine.
Genau, es sind nicht so viele.
In Europa gibt es heute die Handelsbilanz der Eurozone für August.
In den USA kommen die Importpreise und die Industrieproduktion für September.
Und vor Börsenstart legen die Regionalbanken Trust, Regions, Citizens und M&T Zahlen vor.
Dazu der Versicherer Travelers.
Und wenn man das schon mal in die kommende Woche guckt, da wird es nochmal ein bisschen spannender.
Am Mittwoch kommen dann SAP, Tesla und Meta.
Und das wird die nächste große KI-Probe.
Aber erstmal gibt es Wochenende.
So ist es.
Davor heißt es nämlich hoch die Hände, Wochenende.
Das Thema des Tages.
Egert, kennst du den Unterschied?
Du wirst ihn wahrscheinlich kennen zwischen Schnäppchen und einem fallenden Messer.
Beim Schnäppchen freut man sich hinterher beim Messer.
Da blutet es dann im Depot.
Und gestern haben zumindest die Dip-Bayer wieder beherzt zugegriffen.
Der Nersack 100, der lag sogar zwischenzeitlich rund zwei Prozent im Minus und hat am Ende mit einem ganz leichten Minus nur geschlossen, als sie auch fast noch ins Plus berappelt.
Die Frage ist nur, wo lohnt sich dieser Griff überhaupt?
Der Ausverkauf, da war ja schon krass.
Ein Korb von KI-Aktien, den Goldman Sachs zusammengestellt hat, hat in fünf Handelstagen rund 20 Prozent verloren.
Und wir haben uns deshalb jetzt mal alle Werte im Nasdaq 100 Index vorgenommen.
Wer ist am tiefsten gefallen und wo sehen die Analysten das meiste Potenzial?
Und das wollen wir heute euch im Thema des Tages verraten.
Die erste Erkenntnis, die ist schon mal heftig.
Wer auf den Index schaut, denkt, alles halb so wild.
Aber unter der Oberfläche, das kennen wir ja schon, da herrscht Bärenmarkt.
55 der 100 Unternehmen liegen mehr als 20 Prozent unter ihrem 52 Wochen hoch und sieben haben sich sogar mehr als halbiert.
Ja, und der Index, der merkt das kaum und damit auch ihr, weil die Schwergewichte feststehen.
Apple liegt nur eineinhalb Prozent unter seinem Allzeithoch und Microsoft so knapp vier Prozent.
Ganz hinten dagegen AppLovin mit minus 64 Prozent gemessen am Hoch und dann Rocket Lab mit minus 61 Prozent.
Intuit, Alienim, Western Digital, CoreWeave und Strategy, die haben sich ebenfalls mehr als halbiert.
Und dann kann man auch mal gucken, nicht 52 Wochen hoch, sondern Allzeithoch, was ja ein bisschen länger in der Geschichte zurückreicht.
Und da führt die Liste beim Abverkauf vom Allzeithoch PayPal an mit minus 82 Prozent.
Aber Vorsicht, das ist halt kein Opfer des jüngsten Ausverkaufs.
Wir müssen da unterscheiden zwischen so alten Enttäuschungen und den Börsenlieblingen, die gerade erst abgestürzt sind.
Allerdings, denn das PayPal Allzeithoch, das war im Juni 2021.
Das war damals so bei gut 300 Dollar.
Ziemlich lange her im Juli 2021.
Heute steht die Aktie bei 57 Dollar.
Das Kurs zählt Analysten.
Das liegt praktisch auf dem aktuellen Kurs.
Nur 16 Prozent der Analysten raten darüber hinaus zum Kauf.
Das ist auch noch ein wichtiges Kriterium.
Billig heißt eben nicht günstig.
Nur weil eine Aktie mal über 300 Dollar gekostet hat, da ist sie mit 57 Dollar noch lange kein Schnäppchen.
Das sollt ihr euch schon mal merken.
Aber jetzt ist bemerkenswert, wenn man jetzt einfach mal guckt, nämlich das 52 Wochen hoch.
Da fällt dann schon auf, dass je stärker eine Aktie vom 52 Wochen hochgefallen ist, desto mehr Potenzial sehen auch die Analysten für diese Aktien.
Bei Titeln, die mehr als 40 Prozent unter dem Hoch stehen, sind es im Schnitt 56 Prozent Kurspotenzial, also 56 Prozent bis zum Kursziel.
Und bei denen, die weniger als 10 Prozent im Minus sind, sind es keine 5 Prozent Kurspotenzial.
Ja, das klingt schon mal verlockend.
Aber Moment, das kann auch heißen, dass die Analysten ihre Ziele noch nicht angepasst haben.
Einfach, dass sie hinterher dackeln.
Der Kurs fällt, das Ziel bleibt stehen.
Und schon sieht das Potenzial optisch riesig aus.
Kursziele, die sind manchmal eher Rückspiegel als Fernglas.
Tja, deswegen haben wir nochmal versucht, so einen zweiten Filter einzubauen, um so ein bisschen das auszuschalten.
Eine Aktie muss also mindestens...
25 Prozent unterm Hoch stehen, dann von mindestens 15 Analysten auch gecovert werden, weil machen sie es nur zwei oder drei, dann ist es natürlich blöd.
Und drei Viertel der Auguren müssen dann auch wirklich zum Kauf raten.
Und wenn man das mal annimmt, diese Filter, dann bleiben gut 20 Titel übrig.
Und dann steht ganz oben eine Aktie, die auch gestern kräftig verloren hat, weil die Raketen nicht rechtzeitig ins All kommen, nämlich Rocket Lab mit 94 Prozent Potenzial.
Dann kommt Western Digital mit 87 und App Lovin mit 82.
Auffällig ist die Speicherfraktion Micron, Western Digital, Seagate, SanDisk.
Die stehen alle auf der Liste und billig sind sie durchaus.
Micron kommt auf ein Kursgewinnverhältnis von gut 5, SanDisk auf 6,5 kgf.
Aber ihr müsst wissen, der Dip ist relativ.
Sendisk liegt zwar 40 Prozent unter dem Hoch, steht aber seit Jahresbeginn noch fast 500 Prozent im Plus.
Und Speicher ist ein zyklisches Geschäft.
Das ist zwar weniger zyklisch geworden, weil man einen Superzyklus gerade annimmt.
Aber es könnte auch wieder mal aufhören, der Superzyklus.
Und da sind eben niedrige KGVs oft ein Warnsignal und nicht immer ein Geschenk.
Damit zur Aktie, um die sich derzeit auch ein bisschen die Stimmung entzündet, nämlich CoreWeave.
Das höchste Kurzpotenzial im gesamten Index, 103 Prozent laut Analysten.
An unserem zweiten Filter scheitert sie trotzdem, weil nur 70 Prozent der Experten zum Kauf waren.
Und der Anleihemarkt, der ist noch skeptischer.
Die Kreditausfallversicherung auf fünf Jahre, die sind gestern sogar noch mal auf den Rekord gesprungen von fast 1200 Basispunkten.
Und man kann es ja immer übersetzen, auch in Pleitewahrscheinlichkeiten.
Vorgestern war es ja 58 Prozent und gestern ist die Pleitewahrscheinlichkeit sogar auf mehr als 60 Prozent gestiegen.
Tja, genau da setzt Stan Ives an.
Seine Studie trägt den Titel CoreWeave-Ängste übertrieben.
Der Kreditmarkt schaue nur auf die Finanzierung und ignoriere die Nachfrage.
CoreWeave hatte Ende Juni Aufträge von rund 104 Milliarden Dollar in den Büchern.
Danach kamen nochmal 25 Milliarden dazu.
Nur Aufträge sind noch kein Geld auf dem Konto.
Das ist immer das Problem mit der Liquidität.
Also man kann zwar eine gute Bonität haben, weil es gut ist, aber Liquidität ist manchmal auch ein schwieriges Ding.
Die Rechenzahlen müssen erst gebaut werden.
Weitgehend auf Pump, werden die Kredite teurer oder braucht es frisches Eigenkapital.
Dann zahlen die Aktionäre die Zeche.
Und Rückendeckung kommt immerhin von Jensen Wang.
Wir haben es ja schon in den Märkten angedeutet.
Eine Rettung durch Nvidia sei überhaupt nicht nötig.
Wobei Nvidia rund 10 Prozent an Core Weave hält.
Ein Großaktionär, der zugleich wichtigster Lieferant ist, ist nicht gerade irgendwer, es ist kein neutraler Zeuge.
Aber fair ist, Ives sagt, wenn er seine Meinung ändert.
Wenn die Hyperscaler ihre Investitionen kürzen, wenn Kunden Kapazitäten stornieren oder wenn die Mietpreise für Grafikchips einbrechen.
Und gerade beim letzten Punkt haben wir mal nachgeguckt und eine Grafik gefunden, die den Dip Bayern gefallen dürfte.
Silicon Data.
Mist, was es kostet, einen H100-Chip von NVIDIA eine Stunde lang zu mieten.
Und das Tief lag im Februar 2025 bei 1,86 Dollar.
Und jetzt sind es sogar 2,85 Dollar.
Das sind gut 50 Prozent mehr und so viel wie seit zwei Jahren nicht mehr.
Das ist interessant.
Das muss man sich mal vorstellen.
Ein Chip, der längst nicht mehr die neueste Generation ist, wird teurer statt billiger.
Rechenleistung ist also knapp.
Von einem Einbruch der Mieten keine Spur.
Für CoreWeave ist das eine wichtige Zahl, vielleicht sogar die wichtigste, denn die leben vom Vermieten genau dieser Chips.
Und deshalb hat CoreWeave gestern auch gedreht im Laufe des Handels.
Die waren erst 9,5 Prozent im Minus und dann sind sie auf plus 6 Prozent gedreht.
Ansonsten wurden gestern eher gezielt die großen Titel gekauft.
Meta, Microsoft, Alphabet und Amazon.
Der erste Test, der kommt dann nächste Woche mit den Meta-Zahlen.
Was heißt das jetzt für euer Depot?
Naja, also Kurspotenzial, das ist ein Wegweiser, kein Versprechen.
Deshalb prüft bitte, ob die Ziele schon gesenkt wurden.
Nvidia und Amazon, die sind kaum gefallen.
Trotzdem sehen die Analysten 49 und 31 Prozent Luft bei mehr als 95 Prozent Kaufempfehlung.
Die zählen halt als Blutschips.
Und wer bei Corebeef zugreift, der wettet darauf, dass sich der Kreditmarkt irrt.
Die Chipmieten, die sprechen dafür, aber das bleibt eher eine Position fürs Spielgeld und keine Basisinvestment fürs Fundament.
Der Tech-Ausverkauf hat im Nasdaq 100 eine Art versteckten Bärenmarkt hinterlassen.
Futter für die Dib-Buyer gibt es damit reichlich.
Nur sollte man vor dem Zugreifen prüfen, ob die Gewinne günstiger geworden sind oder bloß die Hoffnungen.
Die AAA-Idee des Tages.
Jetzt können alle mal weghören, die nicht in dieser Situation sind.
Aber...
Die, die in der Situation sind, die sollten genau hinhören.
Und das sind leider ziemlich viele.
Denn überall im Land werden gerade Stellen abgebaut und Aufhebungsverträge angeboten.
Und für langjährige Mitarbeiter kann so ein goldener Handschlag schnell sechsstellig ausfallen.
100.000 Euro, 150.000 Euro oder mehr klingen natürlich erstmal richtig gut.
Aber wer sich von der Bruttosumme blenden lässt, der kann eine böse Überraschung erleben.
Denn das Finanzamt, das hält bei der Abfindung die Hand auf.
Und deshalb machen wir heute etwas sehr Praktisches.
Wir nennen drei goldene Regeln für den goldenen Handschlag.
Denn wie viel von einer Abfindung netto übrig bleibt, das lässt sich durchaus beeinflussen.
Und die erste Regel, die lautet, unterschreibe nicht, bevor du nachgerechnet hast.
Denn der entscheidende Punkt ist, Abfindungen sind grundsätzlich Steuerpflicht.
Einen besonderen Freibetrag gibt es nicht mehr.
Es gibt aber die sogenannte Fünftelregelung nach § 34 Einkommenssteuergesetz.
Die verhindert zwar nicht die Steuer, kann aber den Effekt der Steuerprogression deutlich abmildern.
Vereinfacht gesagt ermittelt das Finanzamt dabei die zusätzliche Steuer zunächst für ein Fünftel der Abfindung und multipliziert diesen Effekt anschließend mit fünf.
Das wirklich Spannende dabei, wie groß der Vorteil ist, das hängt stark davon ab, welches sonstige Einkommen ich in diesem Jahr habe.
Und damit kommen wir zur zweiten goldenen Regel.
Das Timing entscheidet.
Genau.
Nehmen wir jemanden, dessen Arbeitsverhältnis zum 31.
Dezember endet.
Fließt die Abfindung erst im Januar, fällt sie in ein Jahr, in dem möglicherweise kein reguläreres Vollzeitgehalt mehr anfällt.
Das zu versteuernde Einkommen ist niedriger und damit kann auch die Steuer auf die Abfindung sinken.
Das führt zu einer ziemlich kuriosen Situation.
Wer sofort einen neuen, ähnlich gut bezahlten Job anfängt, der kann einen Teil dieses Steuervorteils wieder verlieren.
Wer dagegen erst einmal eine berufliche Pause einlegt und wenig anderes Einkommen hat, der wird von der Fünftelregelung normalerweise stärker profitieren.
Das Steuerrecht, das belohnt hier also ausgerechnet die Auszeit.
Wobei niemand allein wegen der Steuer ein Jahr lang Däumchen drehen sollte.
Außerdem zu bedenken, Arbeitslosengeld unterliegt außerdem dem Progressionsvorbehalt und kann den Steuersatz auf das übrige Einkommen erhöhen.
Und bei einem freiwillig unterschriebenen Aufhebungsvertrag droht unter Umständen eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.
Steuerlich optimal heißt eben nicht automatisch, auch finanziell optimal.
Dazu kommt seit dem Jahr 2025 ein wichtiger Punkt für die Liquidität.
Die Arbeitgeber berücksichtigen die Fünftelregelung nicht mehr direkt beim Lohnsteuerabzug.
Zunächst wird also die reguläre Lohnsteuer einbehalten.
Den Vorteil aus der Fünftelregelung, den holt man sich dann gegebenenfalls erst mit der Steuererklärung zurück.
Kommen wir zur dritten goldenen Regel.
Mach das Abfindungsjahr zum Gestaltungsjahr.
Denn wenn ich mein zu versteuerndes Einkommen in diesem Jahr legal senke, kann das besonders wertvoll sein.
Gerade bei einer sechsstelligen Abfindung sollte man deshalb die gesamte Finanzplanung einmal auf den Tisch legen.
Ein besonders interessanter Hebel sind für Beschäftigte ab 50 Sonderzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung, mit denen Abschläge bei einem vorzeitigen Rentenbeginn ausgeglichen werden können.
Solche Altersvorsorgeaufwendungen, die können steuerlich wirken.
Und auch ein steuerbegünstigter Weg über die betriebliche Altersvorsorge kann je nach Fall interessant sein.
Und wenn ich das richtig verstehe, dann zählen zu diesen Aufwendungen ja auch künftig Einzahlungen in das Altersvorsorgedepot.
Aber Steuerberatung ist das jetzt hier nicht.
Und?
Es gibt noch weitere Stellschrauben.
Energetische Maßnahmen am selbstgenutzten Haus, vorgezogene Krankenkassenbeiträge oder größere Spenden können steuerlich eine Rolle spielen.
Aber bitte nicht die Heizung austauschen oder 20.000 Euro spenden, nur um Steuern zu sparen.
Ein Euro auszugeben, nur um einen Teil davon vom Finanzamt zurückzubekommen, macht einen schließlich nicht wirklich reicher.
Und genau deshalb sind diese drei Regeln so wichtig.
Erstens, nicht unterschreiben, bevor Steuern und Arbeitsrecht geprüft sind.
Zweitens den Auszahlungszeitpunkt optimieren und drittens das Abfindungsjahr aktiv gestalten, aber niemals nur für den Steuerverteil.
Und bei einer sechsstelligen Abfindung lohnte sich Steuerberater und Fachanwalt einzubeziehen, bevor der Vertrag unterschrieben wird.
Denn nach der Unterschrift lässt sich der entscheidende Auszahlungszeitpunkt womöglich nicht mehr ändern.
Der wichtigste Satz beim goldenen Handschlag lautet deshalb vielleicht erst rechnen, dann einschlagen.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an www.aaatwelt.de, also aaaatwelt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und wir heißen heute unsere neue Hörerin Suna willkommen.
Schön, dass du dabei bist.
Und Suna, die hat gleich auch eine Frage.
Sie ist Anfang 20, macht ihren Abschluss an der Uni und hat schon einen Job.
Und jetzt fragt sie, wie viel sie von ihrem Einkommen idealerweise investieren sollte.
Nun, eine magische Sparkwurse, die gibt es nicht.
Aber wenn du es schaffst, dauerhaft 10 bis 20 Prozent deines Netto zu investieren, dann machst du schon sehr viel richtig.
Wichtiger als die exakte Quote ist, dass du regelmäßig investierst, zum Beispiel über einen Sparplan in einen breit gestreuten Aktien-ETF.
Und wenn da am Anfang vielleicht nur 5% drin sind, man weiß ja nie, wie die Miete ist, dann ist das auch völlig okay, denn mit steigendem Einkommen kannst du die Rate ja später hochsetzen.
Dein größter Vorteil ist nicht die Höhe der ersten Sparrate, sondern die Zeit, die du deinem Geld zum Wachsen gibst.
Und wir wollen euch natürlich auch zum Wachsen bringen und deswegen haben wir auch eine Samstagsfolge.
Und da wird es, würde ich mal sagen, so ein bisschen grundsätzlich.
Nando und ich sprechen mit Jochen Sengpiel von GS Future Capital darüber, wie China die Welt verändert, wie deutsches Know-how diesen Aufstieg mit ermöglicht hat und warum der China-Schock nach der Autoindustrie jetzt den gesamten Mittelstand erreicht.
Und natürlich klären wir die große Anlegerfrage, warum chinesische Aktien trotz all der Wirtschaftsmacht so niedrig bewertet sind.
Und wo möglicherweise für euch Chancen und Risiken im Reich der Mitte liegen.
Und wer das nicht verpassen will, der kann nur hagen.
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Ihr hört uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
