# AI Debt Crisis and Market Correction

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-15

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das Ende der historischen Wall-Street-Ruhe, das ASML-Paradoxon und Berksches App-Sammelleidenschaft.
Im Thema des Tages geht es um den KI-Doom, der jetzt auch am Anleihenmarkt angekommen ist.
Und in der Triple-E-I-D stellen wir euch eine kleine deutsche Volksaktie vor.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Nando Sommerfeld und Holger Zschäpitz.
aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Donnerstag, der 15.
Oktober und wir wünschen euch einen nervenstarken Start.
Ja, Nervenstart, weil die Wall Street gestern genau...
Das nicht wahr.
Der S&P 500, der hat 1,1 Prozent verloren und schloss bei 7719 Punkten.
Klingt jetzt harmlos, ist aber eine Zäsur.
Wir hatten ja gestern erzählt, das mit der 1-Prozent-Regel.
Und kaum haben wir das erzählt und gesagt, hey, die längste Phase, in der es nicht 1 Prozent runterging seit 2020, schon ist die Phase vorbei.
Und es war eben der erste Tagesverlust von mehr als einem Prozent seit Ende Juli.
Und damit ist die längste Serie ohne so einen Rückschlag über sechs Jahre gerissen, Sommerfeld.
Das habt ihr wirklich im klassischen Sinne gejinxed, wie man so schön sagt.
Gejinxed, oder?
Ja, also einen Tag später war es das dann mit dieser tollen Serie.
Und das war aber nur der breite Markt.
Der Nasdaq 100, der fiel noch deutlicher, nämlich um 2,0% auf 29.950 Punkte.
Und der Russell 2000 mit den noch kleineren Werten, der fiel um 1,9%.
Also auch ziemlich deutlich.
Ja, und der ist damit offiziell sogar in der Korrektur.
Nur der Dow Jones, der gut altwürdige Dow Jones, der hielt sich mit minus 0,1 Prozent fast stabil.
Ja, und der erste Auslöser für das Ganze, der kam am Nachmittag und das war die Inflation.
Ja, und die fiel etwas heißer aus als erwartet.
Die amerikanischen Verbraucherpreise sind im September um 3,7 Prozent zum Vorjahr gestiegen und erwartet worden waren nur 3,6 Prozent.
Und vor allem die Kernrate, die hat überrascht und das zeigt ja, dass es so...
Zweitrundeneffekt ist.
Das Kernrad ist ja immer ohne Energie und ohne Lebensmittel.
Und da sieht man, dass es dann schon in die normalen Preise rein trickelt.
Und die Kernrad ist auf Monatssicht 0,33 Prozent gestiegen statt 0,2.
Und jetzt liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung im Dezember bei 87 Prozent.
Also jetzt können wir wahrscheinlich nochmal mit einer Zinserhöhung rechnen.
Ja, auch der Wert war gestern deutlich niedriger.
Das Spannende aber, die Anleihen sind gar nicht eingebrochen.
Gestern die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe, die stieg zwar von 5,20 auf 5,33 Prozent, endete dann aber bei 5,19, also sogar leicht tiefer.
Ja, das eigentliche Problem war nämlich gar nicht die Inflation, das eigentliche Problem war und ist KI.
Ja, und dann sind die Leute, dann ist doch wieder der sichere Hafen US-Staatsanleiher dann doch wenigstens einmal funktioniert, weil die Leute dann da reingegangen sind.
Und wir hatten es ja schon gesagt, vorgestern hat ja Broadcom-Chef Huktan KI-Anleger noch mit Casino-Gästen verglichen.
Gestern haben dann viele ihre Chips vom Tisch genommen.
Am härtesten traf es die sogenannten Neo-Clouds, also Firmen, die Rechenzentren mit Nvidia-Chips vollstellen und die Rechenleistung vermieten.
Und die Gruppe, wenn man die mal so als Neo-Cloud-Gruppe sieht, die verlor zwölf.
Ja, Goldman Sachs meinte, es wäre einer der fünf heftigsten Tage der vergangenen fünf Jahre und wenn die das sagen, dann wollen wir das mal glauben und das ist ein guter Grund daraus, heute mal unser Thema des Tages zu machen.
Aber die Kurzverluste, die präsentiere ich hier trotzdem schon mal vorab.
Corvive nämlich minus 15,5 Prozent, minus Iron minus 12,2 und Nebius auch noch minus 10 Prozent.
Und der gute Sox, der Halbleiterindex, der fiel 4,3 Prozent.
Und das war der sechste Verlusttag in Folge.
Und ich wette, irgendwann wird das auch wieder eine Rekordserie werden.
Und dann hört sie hoffentlich auf, wenn wir sie hier ausrufen.
Insgesamt ist es jetzt 12 Prozent Runde gegangen in diesen sechs Verlusttagen in Folge.
Nvidia verlor 3,2 Prozent.
AMD 5,7.
Marvell 8,7.
Oracle 8,8.
Und selbst...
Aber SML, die Jahrhundertaktie, wurde nicht verschont, Sommerfeld.
Ja, selbst die Jahrhundertaktie nicht.
Obwohl die wirklich alles dafür getan hatte, vielleicht doch verschont zu werden.
Die haben nämlich morgens wirklich gute Zahlen geliefert.
Die Kunden wollen beispielsweise, das ist ein ganz interessanter Fakt, schon Maschinen für 2,29 und sogar für 2,30 bestellen.
Also so weit geht dieser Vorlauf, so groß ist die Nachfrage.
Ja, und Amsterdam gab es dann auch einen Plus von 1,7 Prozent.
In New York dann aber einen Minus von fast 4 Prozent.
Ja, und Goldman fragt deshalb auch ganz offen, wird man in diesem Quartal für gute Zahlen überhaupt noch belohnt?
Und die Frage kann auch Morgan Stanley beantworten.
Der Aktienhandel, der lief so gut wie lange nicht.
Plus 41 Prozent bei Morgan Stanley.
Und Gewinn und Umsatz lagen auch über den Erwartungen.
Die Aktie?
Minus drei Prozent.
Also da ist wahrscheinlich so, besser wird es nicht, ist da eingepreist bei den Banken.
Möglicherweise.
Das kann überhaupt eine ganz schön miese Earnings Season sein, die eigentlich gut ist, aber irgendwie gar keine Kursgewinne mit sich bringt.
Zumindest wenn man das Gefühl hat, dass es besser nicht wird.
Das ist halt die Frage, ob es dieses Gefühl ist.
Und das scheint so ein bisschen, zumindest in der amerikanischen Berichtssaison, der Fall zu sein.
Wir kommen ja gleich zum DAX, da sah es ein bisschen besser aus.
Das stimmt, aber bleiben wir nochmal in Amerika.
Noch her, da traf es dort nämlich die Serverbauer.
Dell, die Dell-Aktie brach um 11% sogar ein.
HPE um gut 8%.
Ja, Barclays hatte beide abgestuft mit einer ernüchternden Rechnung.
Unternehmen stecken gerade mal 5% ihres IT-Budgets in KI.
Die starken Umsätze kämen eher von teuren Speicherschips als von echter KI-Nachfrage.
Oh, das ist natürlich...
dann für die nicht so doll.
Und dann gab es aber noch Zahlen von Antropic.
Die hatten ja so ein Investoren-Event und dann sind ja viele, ja auch Fondsmanager, nach San Francisco gefahren, um sich schon mal so ein bisschen, ja, um in die Bücher zu schauen, so hat man das früher gesagt.
Und dann hat Antropic in die Bücher schauen lassen und hat mitgeteilt, dass der Umsatz im dritten Quartal auf 16,8 Milliarden Dollar gestiegen ist.
Und das sind fast...
50 Prozent mehr als die 11,5 Milliarden im Vorquartal.
Nicht Vorjahresquartal, Vorquartal.
Also man sieht, wie stark die wachsen und dass das Unternehmen bereits profitabel und Cashflow positiv war.
Und die Zahlen wurden, wie gesagt, bei so einem Investorentag in San Francisco präsentiert.
Und da soll ja schon mal für den Börsengang im November so ein bisschen die Trommel gerührt werden.
Das soll ja der höchst bewertete IPO aller Zeiten werden.
Und da muss man natürlich die Leute schon mal gewogen halten.
Da musst du schon solche Zahlen präsentieren.
Mindestens.
Ja, größter Kostenblock.
Darum geht es natürlich auch.
Sind Chips und Rechenzentren.
Und über das kommende Jahrzehnt plant an Tropic mehr als 500 Milliarden Dollar für Infrastruktur und Rechenleistung.
Was steigende Zinsen?
Natürlich, das wäre nicht so gut.
Aber 500 Milliarden, Alter.
Das ist ja, wenn du mal unser Investitionsbudget in Deutschland dir anguckst.
Das geben wir als ganzes Land, glaube ich.
weiß ich nicht, in vier Jahren oder fünf Jahren aus sind die Investitionen und das nennen wir dann Wumms.
Ein Wümschen würde ich jetzt nennen, wenn wir uns die 500 Milliarden von Anthropic dagegen geben.
Wumms fand ich schon immer erschrecklich, das Wort davon abgesehen.
Trotzdem, bei Anthropic, die Bewertung fällt den Investoren halt trotzdem schwer, auch weil fast ein Drittel eines frühen Börsenprospektentwurfs aus Risikofaktoren besteht, haben wir auch schon öfter übergesprochen, bis hin zur Warnung vor den existenziellen Risiken für die Menschheit.
Wir erinnern uns.
Ganz genau, der P-Dome, die Probability.
Auf Doom und ich weiß nicht, ob die das dann auch mit ihren P-Doom-Faktor da reinschreiben mussten.
Wahrscheinlich haben sie nur gesagt, dass das Risiko besteht.
Aber das ist halt aus rechtlichen Dingen, musst du halt alles irgendwie da reinschreiben.
Und offen bleibt zudem auch, zumindest fragen sich das Investoren, ob das rasante Wachstum gegen OpenAI, Meta und andere hält.
Zumal die Nachricht an einem Tag kommt, an dem die Chipwerte wegen Inflation und Sorgen über den schuldenfinanzierten KI-Boom kräftig fehlen.
Wobei, das muss man auch sagen, Panik sieht anders aus.
Der wichst das Angstbanken.
Sticharometer stieg zwar um 10 Prozent, blieb aber unter 17 Punkten.
Ja, die Derivate-Händler von Goldman Sachs, die haben dafür ein schönes Bild genannt oder gezeichnet.
Der Markt kappt dem KI-Träg die Fantasie nach oben, statt nach unten in Panik zu verfallen.
Das ist wirklich, mein Gott.
Das sind ja richtige Poeten, diese Menschen.
Die sind auch gut bezahlt, da muss man auch ein bisschen...
für die poetischen Kunden was dabei haben.
Aber es gab auch Gewinne.
Und wer aus KI rausging, der flüchtete.
Es geht ja nicht ganz aus Aktien raus, sondern eben nur aus diesen KI-Trades raus.
Der flüchtete in Pharma, Konsumgüter und Versicherer.
Pfizer legte 3% zu, Walmart 3,5%.
Und wenn man einfach mal den S&P 500 ohne KI-Werte sich anschaut, der stieg sogar auf 0,6%.
Also man sieht, es war wirklich wieder nur KI.
Und die Anti-KI-Werte, auch die haben wir schon häufiger berichtet, Apple.
Die schlossen plus 0,5 Prozent.
Das ist jetzt gar nicht so bemerkenswert.
Bemerkenswerter war, dass es damit ein zweites Unternehmen mehr als 5 Billionen Dollar schwer gibt.
Das ist nämlich jetzt Apple.
Und das andere, gut, das kennt ihr alle, das ist Nvidia.
Ja.
Ist irgendwie ein Kuriosum mit Apple.
Kuriosum des Tages.
Gestern war aber Bending Spoons.
Kennt kaum jemand, wobei einige Dudes-Hörer, glaube ich, könnten das kennen.
Ich glaube, der Pip Glöckner, der hat das mal mitgebracht.
Der Glöckner hat das mal gemacht.
Nach dem IPO oder vor dem IPO, weiß ich gar nicht mehr.
Nee, nach dem IPO direkt.
Und auf jeden Fall zu diesem Konzern gehören nämlich so ganz bekannte Marken.
Evernote, Vimeo, VTransfer, OL und Komoot, glaube ich auch.
Und die Aktie, die ist gestern 41% gestiegen, weil Berkshire Hathaway nochmal 330 Millionen Dollar investiert hat und jetzt 4% daran hält.
Warren Buffett hat Tech jahrzehntelang gemieden, das wissen wir und sein Nachfolger Greg Abel, der kauft offenbar sogar italienische App-Sammler.
Das ist jetzt kein klassisches...
Tech, wo du irgendwie stark wachsende Sachen machst, sondern das geht ja nur darum, du willst es monetarisieren und versuchst noch irgendwie so die Cash-Cows zu melken.
Du versuchst eben das zu machen und dabei möglichst das lange noch zu machen.
Das ist ja eher so ein...
Ja, nicht klassische Technologie, sondern eher ein solides Business, was günstig bewertet anscheinend war.
Krypto litt mit.
Bitcoin fiel 1,9 Prozent auf 81.800.
Also die 80.000 Punkte Barge, die hält zumindest mal.
Gold gab 1,4 Prozent nach und liegt jetzt bei 4.100.
Silber sogar 6 Prozent.
Und dafür kletterte aber, und das spricht wieder für den Trade, dass man in sichere Häfen geht, der Dollar auf den höchsten Stand seit Mai 2025, der Euro, der fiel auf 1,1155.
Ja, und dann gucken wir nochmal ganz kurz nach Deutschland hier.
Fast ein bisschen heile Welt, könnte man sagen.
Der DAX rettete ein Plus tatsächlich von 0,2 Prozent auf 25.299 Punkte.
Und gesucht waren auch hier die Pharma-Werte.
Der Branchenindex, der europäische, stieg sogar um 2,2%.
Abgestraft, das muss man vielleicht auch noch nennen, PNE, die früheren hießen ja PNE-Wind, glaube ich, mit minus 19,2%.
Und der Windparkentwickler, der hat halt seine Ergebnisprognose massiv gesenkt.
Und das kommt nie gut an.
Und ich habe mal geguckt, diese Aktie, ich habe keinen Zeitraum gefunden, über den sich diese Aktie wirklich gut entwickelt hätte.
Echt?
Eigentlich müsste doch...
Nee, nein.
Du wirst das doch mit dem Merit-Order-Prinzip und dem hohen Strompreis in Deutschland.
Ist das nicht angekommen.
Ist das eigentlich ganz okay?
Ist das nicht angekommen?
Wir hatten auch ein bisschen Windflaute.
Keine Ahnung.
Aber eigentlich...
müssten die doch den vollen Rahmen abschöpfen wegen des Merit-Order.
Aber gut, dann tun die es anscheinend nicht.
Dann muss man vielleicht Seller-Hersteller sein.
Gut, dann machen wir Termine.
Heute um 7.30 Uhr gleich legt TSMC Zahlen vor.
Das ist so der Lackbus-Test für die Chip-Branche.
Wobei ja, wenn ja 100 Aktien ASML schon gute Zahlen und eben so weite Bestellungen aufgegeben hat, das sind ja dann die TSMC-Bestellen ja bei ASML.
Und das würden die ja nur machen, wenn sie auch wirklich Selbstnachfrage sehen.
Also insofern...
könnten das gute Zahlen geben.
Es wird ein Umsatzplus von gut 60 Prozent erwartet.
Aber entscheidend ist eher auch der Ausblick.
Ja, so wie immer.
Dann kommt 14.30 Uhr, kommt eine geballte Ladung US-Daten, Erzeugerpreise, Einzelhandelsumsätze, der Philly-Fed-Index.
Erst Anträge auf Arbeitslosenhilfe und dann kommen noch Bankzahlen von BNY, Mellon, PNC, Charles Schwab, US Bank Corp.
Und in der Nacht zu Freitag spricht dann Fatschap Kevin Walsh in Bangkok.
Ja, und jedes Wort wird da sicherlich auch wieder nach Zinssignalen abgeklopft.
Und dann gibt es noch einen kuriosen Gerichtstermin in Deutschland.
10.30 Uhr verhandelt das Oberlandesgericht über die Berufung von Rittersport gegen einen Mannheimer Hersteller.
Quadratische Haferregel.
Quadratisch praktisch Gerichtssaal.
Das Thema des Tages.
Elon Musk hat am Mittwoch auf X ein einziges Wort gepostet.
Yikes.
Also man könnte es übersetzen mit Huch.
Und gemeint war der Kurs eine Anleihe.
Und wenn sich sogar Musk für Bond-Kurse interessiert, dann muss es ernst sein.
Ich finde ja Huch trifft es ganz gut.
Die Anleihe von Corvive mit Laufzeit von 2,32.
Genau, die notiert nämlich nur noch bei Huch gut 77 Prozent ihres Nennwerts.
Im Juni lag sie noch bei über 100.
Und unter 80 spricht die Wall Street von Distressed, also von finanzieller Schieflage.
Der KI-Doom ist am Anleihenmarkt angekommen und das wollen wir euch, wie gesagt, heute im Thema des Tages mal erklären.
Zur Erinnerung vielleicht nochmal, CoreViv, das waren ja die Vermieter des KI-Zeitalters.
Du kaufst einfach ein paar Nvidia-Chips, vermietest dann die Rechenpower und OpenAI, Microsoft und Co.
Und das nennt man dann halt NeoCloud.
Und das Geschäft ist sehr kapitalintensiv, weil du musst ja die Chips kaufen.
Und das Geld holt sich eben CoreViv vor allem, indem es neue Anleihen ausgibt.
Ja, teure Schulden machen sie.
Die Anleihe, über die wir reden, hat einen Coupon von 9,625 Prozent.
Ja, und weil der Kurs so abgestürzt ist, liegt die Rendite inzwischen bei knapp 16 Prozent.
Und genau das hatte Investor Shamad Palihabthiyaya, so heißt er, glaube ich.
Palihabthiyaya.
Palihabthiyaya hat er gepostet.
Und darunter kam dann das Huch von Elon Musk.
Ja, und noch deutlich wird das Problem bei den Kreditausfallversicherungen, den CDS.
Und hier preist der Markt bei diesen Corvive-Anleihen auf Sicht von fünf Jahren eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 58 Prozent.
Das heißt, es ist nicht unbedingt pleite.
Das heißt nur, dass irgendwas in diesem Kreditprozess schiefläuft, also vielleicht eine Rate nicht bezahlt wird oder oder oder.
Und 58 Prozent, das ist mehr als ein Münzwurf.
Und jetzt wird es paradox.
Die Aktie, die liegt seit dem Börsengang im März 2025 immer noch gut 60 Prozent im Plus.
Und ja, beim Börsenwert, der ist auch immerhin 36 Milliarden groß.
Und daran ändert auch das Minus von zeitweise 17 Prozent nichts.
Aktionäre und Gläubiger leben da anscheinend in verschiedenen Welten.
Wobei gestern hat ja auch die Aktie verloren.
Ja, was man auch wissen muss, die Gläubiger, die stehen ja im Ernstfall vor den Aktionären in der Schlange.
Ja, und wenn die halt nervös werden, dann ist das schon ein klares Warnsignal.
Und Analyst Jill Luria von DA Davidson, der nennt Corvive deshalb die Subprime-Tranche der KI.
Das ist echt gemeint.
Das erinnert so ein bisschen an die Finanzkrise.
Da war ja auch die Subprime-Tranche, das war die, die zuerst runterging.
Und doch die Entwicklung, die geht weit über Corvive hinaus.
Wir hatten ja schon den Broadcom-Chef, der in Singapur gesagt hatte oder gewarnt hatte, Kapitalknappheit könnte den Chipmangel als größten Engpraktiker.
fast beim KI-Ausbau, ablösen.
Und Interchef Lib Bhutan sagte auf derselben Konferenz, die größte Herausforderung seien Kapital und Kapitalkosten.
Und zwei Tants, die mit der gleichen Botschaft nach außen gegangen sind.
Ja, wir haben es gerade schon gesagt, die Summen sind ja auch wirklich verrückt.
Apollo-Ökonom Thorsten Slock, der hat ausgerechnet, dass Amazon, Alphabet, Meta, Microsoft und Oracle in diesem Jahr 892 Milliarden Dollar investieren werden.
Wahrscheinlich werden.
Vor einem Jahr ist man noch ausgegangen von knapp 500 Milliarden.
Für 227 sind es dann schon 1,1 Billionen.
Und ich nenne nochmal den Vergleich, der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr gut 170 Milliarden investiert.
Und das zahlt selbst Alphabet nicht aus der Portokasse.
diese Summen, die da im Raum stehen.
Also geht Alphabet an den Anleihenmarkt.
Alphabet hat sich dieses Jahr Geld in sechs Währungen besorgt, von Yen bis zum australischen Dollar.
Und Amazon hat eine Anleihe mit Laufzeit bis 2076 rausgehauen.
Also Google hat auch eine 100-Jährige sogar rausgehauen.
Aber es ist schon krass.
50 Jahre Amazon, 100, Google.
Und da moderieren wir möglicherweise.
Gar nicht mehr in 50 Jahren.
Doch, weiß ich nicht.
50 Jahre schaffen wir noch.
100 vielleicht.
100 schaffen wir nicht mehr.
Ja, die Google-Anleihe ausläuft.
Das müssen dann die Nachfolger gucken, ob da noch die Rückzahlung stattfindet.
Aber diese Anleihe von Amazon beispielsweise und überhaupt diese Papiere, die sind ja auch unter Wasser.
Die Amazon-Anleihe bis 1976 steht bei 87.
Und am heftigsten erwischt ist ja Oracle, haben wir auch schon öfter darüber gesprochen.
Die sind ja die am höchsten Verschuldeten unter den Großen, deren Anleihe bis 266, die wurde ja im Februar ausgegeben, notiert nur noch bei 80.
Also Rendite von 8,65 Prozent bei fast zwei Prozentpunkten mehr als bei Alphabet.
Und Musk hätte sein Hoch ruhig auch der eigenen Firma schicken können, denn die SpaceX-Anleihe bis 2036, die erst vor kurzem rausgegeben wurde, lag Ende Juni noch bei knapp 100 Prozent.
nur noch gut 90, ein neuer Tiefpunkt.
Und die Rendite, die liegt bei über 7,2 Prozent.
Und für zehn Jahre Laufzeit zahlt SpaceX damit gut 1,2 Prozentpunkte mehr als Alphabet.
Dabei ist SpaceX ja schon das Unternehmen oder das Maskeunternehmen mit dem solidesten Geschäft.
Also Starling, die verdienen ja richtig Geld.
Und trotzdem stand die Aktie am Mittwoch auch auf der Verliererseite.
Ja, der Markt macht da offenbar keine großen Unterschiede mehr.
Wer viel Geld für Rechenzentren, Satelliten und Chips braucht, der muss halt mehr bezahlen.
Und fairerweise muss man sagen, ein Teil davon sind die steigenden Zinsen.
Die US-Inflation war ja Mittwoch wieder zu heiß.
Der Marktpreis, die Zinserhöhung der Fed noch in diesem Jahr ein und die Tech-Konzerne konkurrieren um Kapital mit Staaten, die selbst immer mehr Schulden machen.
Wenn man jetzt mal in die Bilanz von der Bank of America geschaut hat, die mussten sogar schon Abschreibungen vornehmen.
Da sieht man, dass da schon Vorkehren getroffen werden, dass vielleicht nicht jede Anleihe zu 100 Prozent zurückgezahlt wird.
Und spannend ist hier mal wieder ein Blick in die Geschichte.
Das Magazine Barons hat 250 Jahre Investitionen.
in den USA durchforstet und eine Faustregel gefunden, nämlich die Regel der 25.
Also kritisch werde es demnach erst...
wenn die Ausgaben für eine neue Technologie rund ein Viertel der Wirtschaftsleistungen erreichen.
Und beim Eisenbahnboom lag die US-Wirtschaft bei 10 Milliarden Dollar.
2,5 Milliarden Flossen entschieden.
Dann kam die Panik von 1873.
Das ist ja das amerikanische Gegenstück zu unserem Gründerkrach.
Und beim Internet waren es 1,5 Billionen bei 6 Billionen Wirtschaftsleistung.
Und übertragen auf heute liegt die Gefahrenzone bei 7,5 Billionen Dollar.
Da sind wir noch nicht.
Wir haben ja eben schon die Zahlen genannt.
1,1 und ein paar Milliarden in den letzten Jahren.
Also da hätten wir also noch ein bisschen Zeit nach dieser Rechnung.
Und möglicherweise könnte es noch bis zu Anfang der 2030er Jahre gehen.
Das klingt beruhigend, aber laut Travis McCourt von Ryman Janes enden solche Booms fast nie von alleine.
Es braucht eben noch irgendeinen Schock von außen.
1906 war das mal das Erdbeben von San Francisco.
Oft war es einfach nur eine schnöde Zinserhöhung.
Ja, und wir haben es gesagt, die rückt ja jetzt näher, sehr wahrscheinlich.
Und über allem schwebt halt die Frage, ob Open Air und Tropic wie geplant an die Börse kommen.
Ja, die Brookings Institution hat ausgerechnet, dass die KI-Branche 232 rund 3,7 Billionen Dollar Umsatz machen müsste, damit sich die Investitionen dann auch rechnen.
Open Air und Tropic kommen heute zusammen auf etwa 100 Milliarden.
Ja, das wären 85 Prozent Wachstum pro Jahr und das die nächsten sechs Jahre lang.
Gut, jetzt nach den neuesten Anthropic-Zahlen.
Es sind ein bisschen mehr als 100, aber es ist trotzdem eine Zahl, die sehr stark wachsen muss, damit sie da hinkommen.
Und was heißt das jetzt für euer Depot?
Schaut auf den Anleihemarkt, denn der ist oft der ehrlichere Frühindikator.
Man sagt ja auch mal, dass die Bond-Investoren die klügeren wären.
Gut, nicht immer, wie man an dem Crash, der bei den Bonds in den vergangenen Jahren gezeigt hat, aber zumindest sind sie nicht ganz so überoptimistisch und nicht ganz so euphorisch, wie das bei den Börsen ist.
Und die Corvive-Aktie, die ist noch ein Plus.
Die Anleihen aber längst eben nicht mehr.
Wichtig zu wissen, die Kette ist lang, geht in Neoclouds das Geld aus, bestellen sie weniger Chips.
Das trifft dann wieder Nvidia, Broadcom und die gesamte Speicherchip-Hersteller.
Ja, anders ist das bei Alphabet, Amazon oder Microsoft.
Die verdienen ja mit Werbung, Cloud und Software genug, um höhere Zinsen wegzustecken.
Bei CoreWeave oder Oracle hängt halt viel mehr am nächsten Kritik.
Und fragt euch am besten bei jeder KI-Aktie, wie viel Schulden hinter diesem Wachstum stecken.
Wenn wir vielleicht nochmal zusammenfassen, dann kann man sagen, der neue Engpass im KI-Boom scheint zumindest derzeit das Geld zu sein.
Solange die Party auf Pump läuft, entscheidet der Anleihenmarkt, wie lange sie dauert.
KI-Werte mit starker Bilanz kann man halten.
Firmen, die am Tropf des nächsten Kredits hängen, sollte man meiden oder eben nur Kleingewichten.
Und wenn Musk das nächste Mal hochschreibt, dann lohnt auf jeden Fall nochmal ein Blick auf die Renditen.
Du weißt ja, ich habe ja hier heute nur ein kurzes Gastspiel und vertrete die Lea.
Aber eine Schätzfrage muss natürlich trotzdem sein.
Also ganz schnell nicht lange überlegen.
Sag mir, wie lange ist die Lufthansa schon nicht mehr im DAX?
Komm, sag.
Sechs Jahre.
Oh Mann.
Ja, stimmt.
Sechs Jahre.
Im Sommer des 2020.
Du hast recht.
Ja, mit Corona und so weiter.
Es muss irgendwie um Corona.
Ich habe mir einfach gesagt, Corona muss es gewesen sein.
Und weil sie nicht mehr im DAX ist, war es ja auch der Grund, warum wir ja die Verantwortlichen vor ein paar Jahren beim Eigenkapitalforum getroffen haben.
Da präsentieren sich ja eher so kleinere, mittelgroße Börsenwerte.
Und zu denen gehört ja tatsächlich inzwischen auch die Lufthansa.
Was wir dort aber ebenfalls erfahren haben, die Lufthansa ist immer noch eine der beliebtesten Aktien deutscher Privatanleger nach Telekom und Post sowas wie die kleine deutsche Volksaktie.
Und genau diese ganzen Anleger, die dürften...
bei der gestrigen Nachricht ja aufgehorcht haben.
Huch, werden sie gedacht haben.
Möglicherweise auch nicht, man weiß es nicht.
Auf jeden Fall hat die Lufthansa das Bieterrennen um die portugiesische Staats-Airline TAP gewonnen.
Gegen den großen Rivalen Air France KLM.
Und dafür greift CEO Carsten Spur tief in die Tasche.
Ja, gut eine Milliarde Euro für knapp 45 Prozent werden gezahlt.
Bis zu 1,2 Milliarden können es werden.
Und angeblich lag das Lufthansa-Angebot 16 Prozent über dem der Franzosen.
Das muss ich halt erst mal rechnen.
Schon, aber Lufthansa kauft damit nicht einfach nur ein paar Flugzeuge, sondern TAP hat 101 Maschinen und fliegt 93 Ziele an und darunter, und jetzt kommt es, 16 in Lateinamerika und 14 in Afrika.
Und genau da wird es spannend.
Lufthansa sichert sich mit Lissabon ein Drehkreuz für zwei riesige Wachstumsmärkte.
Ja, man muss auch sagen, die Flucht aus Deutschland setzt sich sofort, wenn man das so nennen möchte.
Während hier halt hohe Kostenstreiks und Personalprobleme belasten, baut Spor sein internationales Airline-Imperium aus.
Also die haben ja schon Swiss geholt, Austrian, Brussels, ITA und jetzt halt TAP.
Und gerade Brasilien ist interessant, Portugal ist geografisch ideal gelegen.
Lufthansa könnte darüber neue Verbindungen anbieten, mehr Passagiere gewinnen und Konkurrenten wie Iberia Marktanteile abbringen.
Und die Zahlen sind schon ziemlich beeindruckend.
Und TAP hat im ersten Halbjahr 8,2 Millionen Passagiere befördert.
Das ist Rekord.
Der Umsatz lag bei gut 2 Milliarden Euro.
Ebenfalls Rekord.
Nur leider hat die Airline trotzdem fast 100 Milliarden Euro Verlust, nicht Milliarden, Millionen Euro Verlust gemacht.
Wollen wir es nicht übertreiben.
Ja, und das zeigt das ganze Dilemma dieser Branche.
Die Menschen fliegen immer mehr, wenn man mal von Berlin ab sieht.
Da gibt es auch fast keine Flüge mehr.
Aber die Aktionäre, die verdienen schon deshalb lange nicht mehr Geld.
Ja, das ist ja auch das ewige Lufthansa-Problem.
Wer die Aktie vor, weiß ich, 20 Jahren gekauft hat, ist damit halt wirklich nicht reich geworden über Jahrzehnte.
Ist das eine einzige Börsenenttäuschung?
Finanzkrisen, Corona, wir haben es gesagt, Kapitalerhöhung, teure Energie, da haben wir ja immer wieder das Problem, Arbeitskämpfe.
Ja, und trotzdem liegt die Aktie weiterhin in unzähligen deutschen Depots.
Eigentlich kann man die nur traden.
Die geht immer rauf und runter und unter dem Strich seitwärts.
Deswegen ist es eine geile Trading-Aktie, wenn man das gut hinkriegt, bei der kann man das machen.
Aber vielleicht ist Tapia jetzt tatsächlich das fehlende Puzzleteil, das dem Konzern eine neue Wachstumsstory gibt, weil Lufthansa in Märkte expandiert, in denen die Perspektiven deutlich besser sind als im teuren Heimatmarkt.
Allerdings macht der Konzern damit auch alles noch ein bisschen komplizierter.
Noch eine Airline, noch ein Drehkreuz und Lissabons Flughafen ist schon heute ziemlich überlastet.
Und dazu muss Brüssel den Deal auch noch genehmigen.
Richtig, aber der Plan geht sogar noch weiter.
Portugal könnte seinen verbleibenden Tapp-Anteil 2028 gegen Lufthansa-Aktien tauschen.
Dann wäre der portugiesische Staat plötzlich mit rund 5% an der deutschen Airline beteiligt.
Ja, eine deutsche Volksaktie mit Portugal als Großaktionär ist auch ein bisschen komisch.
Und jetzt kommt aber noch, was das ist natürlich auch interessant, dass Anleger besonders interessieren dürfte, nämlich die mögliche Rückkehr in den DAX.
Wir haben es gesagt, sechs Jahre ist man nicht mehr drin.
Ja, die Lufthansa war zuletzt in der Rangliste beim relevanten Börsenwert schon ganz nah an der entscheidenden Aufstiegsschwelle.
Dann sollten sie aber jetzt nicht noch an TAP 5% verkaufen, weil dann haben sie den Großaktionär.
Du musst ja denen wirklich einen Freefloat nehmen und das wird ja immer bei der Marktkapitalisierung herangezogen.
Aber mit der neuen Wachstumsfantasie könnte der Aktie genau dieser kleine Schub noch gelingen, der sie jetzt wieder in die deutsche Bundesliga an der Börse bringt.
Das wäre doch toll.
Wir fassen mal zusammen.
Expansion nach Portugal und damit nach Afrika und Südamerika.
Darum geht es ja letztlich.
könnte Lufthansa zurück in den deutschen Leitindex bringen.
Das wäre das Comeback nach mehr als sechs Jahren vorausgesetzt aus den vielen Passagieren, wären irgendwann auch mal überzeugende Gewinne.
Ja, denn daran ist diese kleine deutsche Volksaktie in den vergangenen Jahrzehnten ja immer wieder gescheitert.
Das war alles erwachsen.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine mehr in AAA, also AITWELT.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Es gab wieder ganz, ganz viele Fragen zum AVD, aber da werden wir nochmal separat was anbieten.
Also müsst ihr jetzt nicht denken, dass wir euch das nicht beantworten.
Das wird beantwortet und zwar in einer Detailtreue und Tiefe.
wie er es kaum zu träumen wagt.
Absolut, absolut.
Elias möchte jetzt auch endlich mal, er träumt von AAA-Merch.
Und ich muss sagen, ich habe heute auch meinen olivgrünen Hoodie an, Fomo Sapiens.
Der sieht schon cool aus und das will jetzt vielleicht Elias auch haben.
Zumindest Fomo Sapiens würde ich hier nehmen.
Dieses rosafarbene T-Shirt ist schön.
Und er fragt sich, wie geht das?
Und das musst du ihm jetzt erklären.
Sag mal, vielleicht für Kaufen bist du zuständig hier.
Na Elias, ich sag's dir ganz einfach, du guckst jetzt in die Shownotes und da siehst du den Link und da geht's zum Merchshop, da findest du ihn.
So, und uns findet ihr natürlich hier und deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns dann morgen hoffentlich wieder etwas kürzer, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
