# Strategic Shifts in Consumer, Tech, and Real Estate

**Podcast:** Aktien fürs Leben
**Published:** 2026-10-14

## Transcript

Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis.
Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung.
Alle Angaben sind ohne Gewehr.
Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar.
Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung.
Aktien fürs Leben.
Der Vermögenspodcast von Capital.
Mit Petra Ahrens und Timo Pache.
Hallo und herzlich willkommen.
Ist das jetzt Langeweile oder Ruhe vor dem Sturm?
Jedenfalls ist auch in der letzten Woche nicht so wahnsinnig viel los gewesen an den Börsen, Petra.
Aber wir haben uns vorgenommen, wir machen was los, wenn an der Börse nichts los ist.
Über welche Aktien reden wir heute?
So kennt man uns, lieber Timo.
Ja, viele kennen Pepsi als Konkurrenten von Coca-Cola.
Doch Pepsi ist viel mehr als ein Getränkehersteller.
Das Unternehmen verdient nämlich einen erheblichen Teil seines Geldes mit Lebensmitteln wie Chips und Snacks.
Wir sprechen heute über die aktuellen Geschäftszahlen, die letzte Woche gekommen sind.
Und die entscheidende Frage, ob Pepsi für uns eine Aktie fürs Leben ist.
Und wir bleiben in den USA und wir bleiben auch im weitesten Sinne in der Getränkeindustrie.
Wir sprechen nämlich auch über die Kaffeekette Starbucks, die sich gerade restrukturiert.
In der vergangenen Woche gab es auch eine ganz interessante Meldung, nämlich dass Starbucks überlegt habe, die US-Tax-Max-Kette Chipotle zu übernehmen.
Und die Gerüchte haben sich noch nicht so richtig bestätigt oder materialisiert.
sprechen mal über die Aktie und vielleicht gehen wir auch nochmal auf die Chipotle-Geschichte ein.
Jawohl.
Und jetzt was ganz anderes.
Bei Immobilien zählt nicht nur, was du besitzt, sondern auch, was es kostet, es zu finanzieren.
Das kennen wir alle aus den Krediten unserer Wohnimmobilien.
Nicht anders funktioniert das Ganze auch bei Grand City Properties aus Luxemburg.
Die besitzen und bewirtschaften Wohnimmobilien vor allem in Deutschland.
Das klingt zwar nach einem soliden Geschäftsmodell.
Schließlich brauchen Menschen immer ein Dach über dem Kopf.
Aber wie wir wissen, die Zinsen steigen.
Und wir besprechen heute damit auch die Aussichten für deren Aktie.
Und an dieser Stelle der Hinweis, wer sofort zum einen dieser drei Unternehmen springen möchte, der kann dies gerne tun und orientiert sich dann bitte an den Zeitangaben in den Shownotes.
Es war wieder ruhig an der Börse, ebenso auch an den Energiemärkten.
Es ging mal ein bisschen hoch und ein bisschen runter, aber es gab keinen Einbruch, es gab keinen großen Schock und auch keine Entspannung.
Das Öl bleibt teuer und Donald Trump versucht alles Mögliche, um irgendwie vor den Midterms noch Öl und Spritpreise wieder runterzubringen, inklusive ziemlich schmutziger Deals mit den Russen.
Europa steht da so ein bisschen am Seitenrand und guckt erstaunt zu, aber ich finde es erstaunlich, dass die Börsen das alles so gelassen hinnehmen, oder Petra?
Absolut.
Also es ist irre, eine Nachricht jagt die nächste und irgendwie man hat sich an alles schon gewöhnt.
Und ja, der eine feiert mit Putin, der andere kauft sich dreckiges Gas und Öl ein, beschwert sich darüber, dass er nicht den Friedensnobelpreis bekommen hat.
Das sind schon komische Zeiten.
Deswegen lässt uns über zwei, drei Unternehmen noch sprechen, die in der vergangenen Woche ganz interessante Nachrichten zu verkünden hatten.
Wir kommen als erstes zu Porsche.
Porsche hat in der vergangenen Woche...
eine neue Strategie verkündet, die im Kern vorsieht, dass man künftig weniger Autos produzieren möchte, diese weniger Autos allerdings teurer verkaufen möchte, was erstmal ein ambitioniertes Ziel ist vom neuen Porsche-Chef Michael Leiters.
Die Strategie heißt Sportwagen Schmiede 35 und Petra, ich weiß von dir, du bist Porsche auf die eine oder andere Art verbunden.
Was hältst du von der neuen Strategie des neuen Porsche-Chefs?
Ich weiß nicht, ob sie aufgeht.
Das wissen wir alle nicht.
Ich kann es aber nachvollziehen.
Also wir kennen ja Porsche im Grunde genommen, die immer nach der Devise gelebt und produziert und gebaut haben, Wert über Volumen.
Und diese Strategie haben sie in den letzten Jahren etwas verworfen.
Und ich weiß, als ich meine Porsche anfänge, waren damals, dass ich mir als erstes den Porsche Boxster geleistet habe.
Und dann hörst du so in dem Umfeld, naja, aber das ist ja gar kein richtiger Porsche.
Das ist gar kein richtiger Porsche, ja.
Ja, eben, siehst du.
Und wenn du Porsche-Fahrer bist, das bin ich mittlerweile seit fast 20 Jahren, dann bist du auch in diesen Kreisen mit drin und dann hörst du schon, dass das einfach ein Wert ist.
Und alles außer dem Carrera und im besten Fall noch, wenn du ein SUV fahren möchtest oder musst oder willst, dann ist das noch der Cayenne.
Aber alles andere, was Porsche drumherum gebaut hat.
war und ist nicht erfolgreich.
Und da haben wir den Porsche, wir haben den Cayman, den ich bis heute nicht verstehe.
Wir haben den Panamera und auch den Taycan.
Die sind meines Erachtens viel zu teuer, wenn ich in diese Rubrik reingehe.
Und das versucht jetzt Porsche zu ändern.
Das finde ich okay.
Der neue Sportwagen, der jetzt geplant und gebaut werden soll, den kann man für ein Schnepperken ab 500.000 Euro kaufen.
Die Leute wird es geben, definitiv, weil wir liegen beim GT3 und GTS liegen wir auch nicht besonders günstiger.
Ob das am Ende aber das Unternehmen nach vorne bringt oder ob es vor allen Dingen für uns Aktionäre Gewinne bringt, das werden wir sehen.
Das wage ich noch zu bezweifeln.
Da gucken wir gespannt drauf.
Lass uns über Samsung auch noch reden.
Samsung hat in der vergangenen Woche neue Quartalszahlen vorgelegt und einen unfassbaren Gewinn angekündigt.
Der operative Gewinn.
Vor Steuern und Zinsen soll sagenhafte 80 Milliarden US-Dollar in diesem Quartal betragen haben.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das ein Plus von 780 Prozent.
Wahnsinn.
Davon träumen Porsche.
Ja, das stimmt.
Davon träumen einige, glaube ich.
Tja, das Interessante ist aber ja, dass die Aktie selbst trotz dieser guten Nachrichten erstmal nachgegeben hat und irgendwie hat man so das Gefühl, dass bei Samsung so ein bisschen die Luft raus ist, was erstaunlich ist angesichts dieser unfassbaren Gewinn- und Umsatzentwicklung.
Wie erklärst du dir das?
Ja, also da ist ein...
Definitiv nicht die Luft raus.
Aber wenn du innerhalb von zwölf Monaten 200 Prozent zulegst in der Aktie, dann darf man aufgrund solcher beeindruckenden Zahlen auch schon mal auscashen.
Und ich glaube einfach, dass...
ein paar wenige Marktteilnehmer gesagt haben, wir nehmen mal einen Teil unserer Gewinne mit und deswegen ist auf Wochen sich die Aktie um 6,4 Prozent gefallen.
Das ist jetzt aber noch kein Crash oder kein anderer Trend, der hier ist.
Der wird vielleicht erst kommen, aber das ist einfach nur eine Gewinnmitnahme.
Okay, dann komme ich nochmal darauf zurück, weil was ich natürlich im Hinterkopf habe, ist das, was alle Experten für den Chipmarkt voraussagen, dass du nämlich jetzt gerade hast du diese enormen gerade bei KI-Chips, bei diesen sehr, sehr teuren Chips.
Deswegen werden die immer teurer, deswegen explodieren gerade Umsätze und Gewinne bei Samsung, aber auch bei Nvidia so massiv.
Die Kapazitäten werden jetzt aber ausgebaut, es werden neue Chip-Fabriken gebaut.
Deswegen ist es wahrscheinlich, dass die Preise für diese Chips demnächst fallen werden.
Was aus der Nachfrage dieser Chips wird, weiß man auch nicht so genau, weil man ja irgendwie sich diesen Boom in den USA bei den Rechenzentren staunend anschaut und sagt so, wie wollt ihr das jemals wieder zurückverdienen, was ihr da alles investiert?
Also auch da gibt es eine gewisse Unsicherheit, ob das alles immer so weitergeht.
Und das alles führt ja dazu, dass eigentlich alle davon ausgehen, dass 227, 228 spätestens die Preise kollabieren werden.
Und was ist dann mit der Samsung-Aktie?
Das stimmt, das wird gerade ganz heiß in der Branche auch diskutiert.
Aber wenn das wirklich passiert, dann sprechen wir auf Wochensicht nicht von einem Verlust von sechs Prozent, sondern der wird dann, weiß Gott, höher ausfallen und der wird natürlich auch andere Tech-Konzerne betreffen oder auch die gesamte Branche.
Daher, das Pferd kann man noch so lange reiten, wie es Wasser trinkt und atmet, aber irgendwann sollte man die Party verlassen.
Aber dann mal so rumgefragt, KGV mit 5, 5,5 oder so ist ja wirklich wahnsinnig günstig gerade.
Die Aktie sieht so aus fürs laufende Geschäftsjahr.
Würdest du da jetzt noch einsteigen oder sagst du, nee, nee, also alle können sich glücklich schätzen, die jetzt gerade noch die Aktie haben, aber einsteigen würde ich da eher nicht mehr.
Ja, hier ist auch das KGV überhaupt nicht entscheidend.
Also weder in die eine noch in die andere Richtung.
Das hatte für mich überhaupt keine Bewertungsmaßstäbe, die für mich hier relevant sind.
Wenn ich dabei bin, würde ich weiterhin halten, würde es aber auch nicht versäumen, mal Gewinne zu realisieren, was wir scheinbar letzte Woche gesehen haben.
Ich würde jetzt aber auf diesem Niveau nach 200 Prozent plus auf zwölf Monate auch nicht mehr einsteigen wollen.
Dann zu guter Letzt noch eine kurze Vollzugsmeldung im Grunde genommen.
Die Übernahme.
von Warner Brothers in den USA ist durch.
Larry Ellison und sein Sohn David können mit ihrem Paramount Skydance-Konzern dieses große Hollywood-Studio Warner Brothers mit der großen Geschichte übernehmen.
Und dazu gehören bekanntlich auch der Fernsehsender CNN.
Und das alles wird jetzt konzentriert in einem großen Fernseh- und Filmproduktionskonzern.
Im Grunde genommen erst mal Vollzug und man kann gespannt sein, ob dieser große, große Konzern, diese hohe Verschuldung, die jetzt auf dem Konzern liegt, nämlich rund 80 Milliarden US-Dollar, jemals zurückholen wird, oder?
Ja, das ist natürlich ein neuer Hollywood-Gigant, aber die Frage ist wirklich, ob den...
bekannten Streaming-Konkurrenten, die wir kennen, mit Amazon und Netflix wirklich entgegengewirkt werden kann.
Also das ist fraglich.
Und das Problem ist auch, dass natürlich enorme Schulden in Höhe von 80 Milliarden Dollar auf Paramount Skydance weiterhin lasten.
Die Börse hat es auch nur ganz kurz honoriert, sprang mal kurz an.
Aber Ende der Woche lag der Wert bei fast minus 4 Prozent.
Wie sich das entwickelt mit Streaming und Hollywood, das können wir alle überhaupt nicht beurteilen.
Wir haben hier auch noch KI, die entsprechend hier zukünftig produzieren wird.
Ich glaube daher nicht, dass der Kuchen in diesem Bereich größer wird.
Ich glaube, die Stücke werden anders verteilt und ob Paramount Skydance davon profitiert, das werden wir sehen.
Ich bin jedenfalls nicht bei dieser Spekulation dabei.
Ja, die Geschichte von Pepsi beginnt long, long ago, also 1893 in North Carolina in den USA.
Der Apotheker Caleb Bradham entwickelte damals ein Getränk namens Brad's Drink.
Und einige Jahre später wurde daraus Pepsi-Cola.
Die große Wende kam aber erst 1965.
Pepsi-Cola fusioniert mit dem Snack-Hersteller Frito-Lay.
Damit entsteht PepsiCo eine Kombination, die sich als ausgesprochen clever erwiesen hat.
Denn während Coca-Cola sich vor allem auf die Getränke fokussiert, baut PepsiCo ein zweites.
mindestens ebenso wichtiges Standbein auf, nämlich die salzigen Snacks.
Und wir wissen alle, am Wochenende auf der Couch gehören Chips und Co.
einfach dazu.
Und heute ist PepsiCo in mehr als 200 Ländern aktiv.
Die Produkte werden nach Unternehmensangaben mehr als eine Milliarde Mal täglich konsumiert.
Ich zählte am Wochenende wieder kräftig dazu.
Und PepsiCo verdient sein Geld somit im Wesentlichen mit zwei großen Produktgruppen.
Das sind zum einen die Lebensmittel und zum anderen die Getränke.
Und wenn wir in das Geschäftsjahr 25 schauen, dann entfielen rund 58 Prozent des Netto-Umsatzes nämlich auf die Lebensmittel und nur 42 Prozent auf die Getränke.
Zu den wichtigsten Marken zählen bei den Snacks Lace, das sind die für mich sowieso leckersten Chips, die es gibt, Doritos, Cheetos, Ruffles, alles.
gehört dazu und bei den Getränken kennen wir sowas wie Pepsi, wie 7up und Gatorade.
Petra, also total beeindruckend und allein die Zahl eine Milliarde Produkte, die pro Tag da konsumierst, eine unfassbare Zahl.
Das ist wirklich unglaublich.
Wenn man sich mal so ein bisschen die Unternehmenszahlen anguckt, dann stellt man fest, dass ungefähr bis, ich würde mal sagen, 2021, 2022 haben wir ein sehr solides Wachstum jedes Jahr gesehen.
Da kommen jedes Jahr irgendwie so zwischen 5 und 7 Milliarden obendrauf beim Umsatz.
Und dann allerdings, würde ich mal sagen, ab 2023, 2022 beginnt so eine Phase der Stagnation oder zumindest des abgeschwächten Wachstums.
Da haben wir 91 Milliarden, dann nochmal 91, 92 Milliarden.
Jetzt sind wir bei knapp 94 Milliarden.
Das heißt, beim Umsatz ist das Wachstum schon mal deutlich langsamer geworden.
Und beim Gewinn sehen wir in derselben Zeit eigentlich...
Naja, eine Stagnation beziehungsweise sogar auch einen Rückgang.
Das hat natürlich etwas zu tun, sozusagen auf der Umsatzseite möglicherweise auch mit verändertem Konsumverhalten.
Wir sollen alle nicht so viel Zucker essen.
Wir sollen auch nicht Zucker zu uns nehmen.
Wir sollen auch nicht so viele Chips essen, Petra.
Das ist das eine.
Das andere ist, auf der Kostenseite scheint Pepsi ja auch so ein bisschen Probleme zu haben.
Ist auch nicht verwunderlich bei all den Verwerfungen, die wir auf den internationalen Energie- und Lebensmittelmärkten in den vergangenen Jahren gesehen haben.
Massive Kostensteigerungen, das wirkt sich irgendwo hier auch aus.
Sodass ich mich frage, ich gucke auf den Aktienkurs.
Die Aktie hatte mal so einen Höchstkurs bei 190 bis 200 Dollar.
Der ist jetzt deutlich zurückgekommen in den vergangenen drei Jahren.
Aktuell sind wir bei 126 Dollar.
Das ist eigentlich eine ganz faire Reflexion der Geschäftsentwicklung bei Pepsi, oder?
Ja, das ist fair.
Wir haben natürlich auch hier unseren Hype gehabt zur Corona-Zeit, als alle zu Hause saßen.
Und du noch mehr Chips gegessen hast.
Unter anderem mit Chips und Alkohol.
Ja, aber klar, wir mussten uns die Zeiten irgendwie schön gestalten.
Also wir haben hier einen Konzern, der sicherlich gut aufgestellt ist.
Und wir sehen auch, dass das Unternehmen...
kontinuierlich wächst.
Aber das Problem ist, dass das Wachstum sich nicht im gleichen Maße widerschlägt als das, was wir beim Konzernwachstum haben.
Du hattest es eben angesprochen, das hat unterschiedliche Gründe.
Das ist nicht nur dieser gesellschaftliche Trend zu einer gesünderen Ernährung.
Ja, danke für deinen Tipp.
Ich habe es zwischen den Zeilen eben verstanden.
Das große Problem, was PepsiCo hat, ist das Nordamerikageschäft.
Weil die Verbraucher hier mittlerweile, stärker auf ihre Ausgaben natürlich achten.
Und die Kosten für die Zutaten, für Verpackungen, für den Transport bleiben weiterhin hoch.
Damit fällt natürlich auch so ein bisschen die Marge.
Der Wettbewerb hingegen ist weiterhin äußerst intensiv in diesem Geschäft.
Und natürlich dann letztendlich dieser Hang zur gesünderen.
Und Pepsi hat aber bereits darauf reagiert.
Man hat im Februar diesen Jahres die Preise bei Lays und bei Doritos um 15 Prozent gesenkt, um Kunden auch zurückzugewinnen.
Dabei sollen aber auch andere ausgewählte Produkte wiederum teurer werden, um die gestiegenen Kosten aufzufangen.
Also ob diese Grätsche geschafft wird, das müssen wir erst noch sehen.
Und gleichzeitig setzt Pepsi aber auch auf neuen Trend, nämlich auf die proteinreicheren Snacks und will dadurch natürlich auch zusätzliche Kostensenkungen effizienter werden lassen.
Das internationale Geschäft entwickelt sich wesentlich besser als das nordamerikanische.
Besonders die Regionen Asien und Pazifik und Lateinamerika liefern Wachstumsimpulse.
Aber das wichtige Nordamerikageschäft bleibt einfach noch hinten dran.
Nun hat Pepsi ja in der vergangenen Woche auch die letzten Quartalszahlen vorgestellt.
Die waren so durchwachsen.
Also manches lief besser als gedacht.
Trotzdem hat der Konzern die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich gesenkt.
Man rechnet jetzt.
Jetzt nur noch beim Gewinn je Aktie mit einem Plus von 1 bis 2 Prozent.
Ursprünglich hatte man mit einer Spanne von 4 bis 6 Prozent gerechnet.
Ist das jetzt einfach nur Realismus angesichts dieser ganzen Entwicklungen und Widerstände, die du jetzt gerade schon aufgezählt hast?
Hohe Inflation in den USA, Zurückhaltung, Konsumzurückhaltung.
Aber sagst du, insgesamt ist die Story dieser Aktie nach wie vor intakt, denn Pepsi hat ja eine unwahrscheinliche Geschichte auch an der Börse.
Dividendenaristokrat hoch 10 oder sogar ein Dividendenkönig.
Also das ist wirklich eine super solide Aktie.
Dividende liegt bei 5,47 Euro umgerechnet aktuell oder 5,50 Euro ungefähr.
Das macht eine knappe 5% Dividendenrendite.
Und da soll sich auch erstmal so gar nicht viel dran ändern.
Nach wie vor eine interessante Aktie für dich?
Ja, also wenn wir uns den Chart mal angucken, dann hatten wir unseren Höchstkurs.
Natürlich von dem sind wir jetzt etwas zurückgekehrt.
Und auch, dass die Gewinnprognose für das Laufende gesenkt wurde, finde ich vom Management aus fair und nachvollziehbar.
Also man greift hier nicht nach den Sternen.
Aber was soll mir denn hier passieren?
Also das Potenzial nach unten ist absolut begrenzt.
Wir haben KGV von knapp über 14, Dividendenrendite bei 4,7, ein Rossi von 21.
Also das Unternehmen ist profitabel.
Ja, Pepsi hat definitiv kein Größenproblem.
halt zusehen, dass das Umsatzwachstum auch wieder mehr Gewinn macht.
Ich glaube aber einfach, dass das halt eine Aktie ist, die wirklich ein Evergreen ist.
Und bei dem Rückgang im Wert kann man sich das durchaus mal anschauen.
Für mich definitiv qualitativ hochwertiges Konsumunternehmen, was ins Depot gehört.
The trend is your friend.
Timo, hattest du heute Morgen schon deinen Coffee to go?
Nein, ich kaufe mir keinen Coffee-to-go, weil ich den Ratschlag von gestandenen Milliardären wie zum Beispiel Carsten Maschmeyer beherzige, die sagen, verzichtet jeden Tag auf euren Coffee-to-go und steckt die fünf Euro lieber irgendwo in eine gute Aktienanlage.
Dann werdet ihr mindestens so reich wie er.
Und daran arbeite ich.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass er eine, wie heißen die Maschinen, Siebträgerdruck oder was auch immer Maschinen zu Hause stehen hat.
Ich habe tatsächlich auch eine Siebträgermaschine mit einer Kaffeemühle und wir vertrauen hier auf den Hauptstadtcafé und deswegen verzichte ich auch auf Starbucks.
Super, kommen wir zu unserer heutigen Story, zu Starbucks.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1971 in Seattle im US-Bundesstaat Washington.
Und drei Gründer eröffneten ein Geschäft, das zunächst vor allem Kaffeebohnen, Tee und Gewürze verkaufte.
Und der entscheidende Wendepunkt kam dann mit Howard Schultz.
Nach einer Italienreise war er von der dortigen Kaffeebar-Kultur begeistert.
Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Er wollte dann einen Ort schaffen, an dem sich Menschen nicht nur ihren Kaffee kaufen, sondern sich treffen, arbeiten und eine kleine Auszeit nehmen können.
Auszeit kennt Maschmeyer natürlich nicht.
So, Starbucks entwickelte sich damit von einem Kaffeeröster zu einem Gastronomieunternehmen mit einer klaren Markenbotschaft und mit einem klaren Markenerlebnis.
Im Jahr 1992 ging das Unternehmen dann an die Börse und in den folgenden Jahrzehnten expandierte Starbucks international.
Die Marke wurde zum Synonym für individuell zubereitete Kaffeespezialitäten.
Große Becher, einheitliche Kaffeeatmosphäre.
Und heute betreibt Starbucks tausend.
Tausende Standorte weltweit und verbindet die stationären Kaffees.
Dann aber auch mit digitalen Bestellsystemen, Kundenbindungsprogrammen und auch einem starken Markenauftritt.
Ja, womit verdienen die ihr Geld?
Das ist nicht nur der Cappuccino oder der Latte Macchiato.
Das Geschäftsmodell besteht aus mehreren Säulen.
Wir kennen es so ein bisschen von McDonald's.
Also zum einen haben wir natürlich die eigenen Kaffeehäuser, wo Starbucks den Kaffee, Tee, kalte Getränke und so weiter verkauft.
Das Unternehmen erhält den gesamten Umsatz, trägt aber auch die Kosten für Miete, für Personal, Zutaten, Energie und den Betrieb halt an sich.
Das zweite Standbein sind dann die lizenzierten Filialen.
Das sind Standorte, die halt von Partnern betrieben werden.
Starbucks verdienen unter anderem dann an den Warenlieferungen und an den Lizenzgebühren.
Als drittes gibt es die Sparte, die Produkte für zu Hause.
Über Partner gelangen dann Starbucks-Kaffee und Kapseln und Produkte in die Supermärkte und in andere Vertriebskanäle, wo wir uns unsere Kapseln dann kaufen können.
Und dann gibt es noch das vierte, etwas kleinere Standbein.
Das ist die digitale Kundenbindung, das ist die Starbucks-Apps, wo man mobil bestellen kann und auch in Programmen teilnehmen kann, wo man halt günstiger und häufiger einkaufen kann.
Ist ja eine faszinierende Unternehmensgeschichte Starbucks.
Wenn man sich den Aktienkurs auf die lange Frist anguckt, dann ist es auch eine sehr, sehr, sehr erfolgreiche Aktie.
Aber wenn man sich jetzt die letzten vier, fünf Jahre anschaut, dann sieht man doch ein ziemlich heftiges Auf und Ab.
Wir kommen sicher gleich noch auf die Ursachen.
Aktuell steht die Aktie etwa bei 90 US-Dollar und ist eher so im Sinkflug mehr oder weniger begriffen.
Da wollen wir auch gleich drüber sprechen.
Du hast jetzt irgendwie schon ganz viele Entwicklungen angesprochen und Teile dieses Geschäftsmodells.
Das Interessante ist ja auch hier, dass seit drei, vier Jahren Umsatz mehr oder weniger nicht mehr so dramatisch wächst, sondern eher stagniert.
Und der Gewinn massiv gesunken ist.
2022 hatten wir einen Umsatz von 32 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von gut 3,3 Milliarden.
2023 waren wir dann bei 36 Milliarden, bei einem Gewinn von 4 Milliarden.
Das ist mit Sicherheit der Höhepunkt der ganzen Geschichte gewesen.
Aktuell sind wir jetzt immer noch bei einem Umsatz von 37 Milliarden.
Aber der Gewinn ist eingebrochen.
halbiert im Grunde genommen auf 1,8, 1,9 Milliarden US-Dollar.
Da steckt natürlich auch hier wieder Rohstoffkrise.
Kaffeepreisentwicklung und so weiter und so fort mit drin.
Also wir sehen auf der Kostenseite hat Starbucks ein gewisses Problem, die Rentabilität zu halten.
Deswegen hat ja auch der CEO von Starbucks ein gewisses Restrukturierungsprogramm in dem Konzern angestoßen, um das alles wieder gewinnträchtiger zu machen.
Aber ich bin so...
Bisschen, also ja, es ist ein beeindruckendes Unternehmen.
Auf der anderen Seite, Aktie ist stark runtergekommen.
KGV ist immer noch bei knapp 30.
Würde ich sagen so, ja, also da ist...
Bin ich mir immer noch nicht so ganz sicher, ob das Unternehmen schon da ist, wo es eigentlich sein sollte.
Ja, bin ich mir auch nicht.
Du hattest eben bei den Risiken, mal davon abgesehen, dass das Milch und Kaffee alles teurer wird, noch einen wichtigen Grund für den Einbruch im Gesamtwachstum vergessen und das ist die...
Umstellung des China-Geschäfts auf ein Lizenzmodell.
Dadurch verbucht natürlich Starbucks weniger direkte Filialumsätze und ist mehr auf diese Lizenzgebühren und auf die Einnahmen aus den Warenlieferungen an den Partnern davon abhängig.
Hat aber die Rentabilität nicht direkt gesteigert.
Würde man ja annehmen.
Ja, also die Gewinnmarge hier entscheidet einfach die Qualität bei der Erholung und das sieht man momentan noch nicht.
Und man hat zwar den Ausblick für 26 für das laufende Geschäftsjahr erhöht, aber...
Da müssen viele, viele Stellschrauben noch einfach angepasst werden.
Das Unternehmen ist gerade mit Brian Nickel in einer Turnaround-Strategie.
Man versucht das Unternehmen halt stärker auf die ursprünglichen Stärken auszurichten, nämlich auf den guten Kaffee.
Man versucht auch Wartezeiten zu verkürzen durch digitale Anpassungen.
China muss jetzt neu strategisch aufgestellt werden.
Da ist man noch mittendrin.
Und dann haben wir natürlich einen ...
Die haben wir letzte Woche bekommen, nämlich es gibt Übernahmegerüchte, dass die mexikanische Grill-Restaurantkette Chipotle übernommen werden soll.
Das ist noch nicht bestätigt worden, aber das beschäftigt gerade die Märkte und davon scheint man auch nicht so wirklich begeistert zu sein.
Ja, wobei ich mich gefragt habe, also Brian Nickel kommt ja von Chipotle und kennt sozusagen dieses Unternehmen sehr, sehr gut.
Und wenn man sich die Zahlen von Chipotle anguckt, dann stellt man fest, okay, die machen mit 12 Milliarden US-Dollar.
In dem gleichen Umfeld, mit den gleichen steigenden Lebenshaltungskosten oder Lebensmittelkosten, mit der Inflation, haben die trotzdem immer noch eine halbwegs intakte Wachstumsgeschichte, sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn.
Gewinn ist ein bisschen stagniert in den vergangenen Monaten, aber trotzdem.
Und sie sind sehr viel rentabler unterwegs, muss man fairerweise sagen, als Starbucks.
Sie machen mit 12 Milliarden Umsatz 1,5 Milliarden Nettogewinn.
Ich habe mich gefragt, er kennt das Unternehmen, er wird wissen, warum er sich das überlegt.
Und es könnte natürlich eine ganz interessante Ergänzung für Starbucks sein, oder?
Ja, das ist richtig.
Ja, das wäre auch ein gewaltiger strategischer Schritt.
Aber es ist doch, gehen wir mal zu, die haben gerade eine Baustelle.
Und im Grunde genommen würde ich mich jetzt erst mal darauf fokussieren, Starbucks in seiner Profitabilität wieder nachhaltig zu verbessern.
Jetzt kommt aber dieser, wenn sie dann halt kommt, diese gewaltige Übernahme hinzu.
Und das ist natürlich eine Transaktion.
Bei dieser Größenordnung könnte das auch hohe Finanzierungskosten verursachen.
Und ich weiß nicht, ob das Management sich hier ...
etwas vom eigentlichen Problem des Unternehmens ablenken lässt.
Und dafür ist es für mich momentan etwas drüber.
Aber im Moment ist die Transaktion noch nicht bestätigt.
Und solange das nicht bestätigt ist, fokussieren wir uns auf das Grundgeschäft.
Und da hattest du es eben schon gesagt, das Unternehmen hat mit entsprechenden Problemen zu kämpfen.
Das KGV ist nicht attraktiv.
Die Dividende unter drei jetzt auch nicht so unbedingt attraktiv.
Also für mich momentan ...
Eine Hochkursbewertung, viele Unsicherheiten.
Ich würde mir das Ganze erstmal so ein bisschen von der Seitenlinie anschauen.
Das Ganze sehen.
Ja, ich habe in den vergangenen Wochen immer wieder ein Thema, wenn ich mich mit so Anlegern und auch mit Vermögensverwaltern unterhalten habe, gehört.
Das ich wahnsinnig spannend finde und wo mich auch wirklich deine Einschätzung, Petra, sehr interessiert gleich, nämlich die Lage der großen Immobilienkonzerne, der börsennotierten Wohnungsbaukonzerne.
Das ist ja in jeder Hinsicht auch ein hochpolitisches Thema.
Hier in Berlin diskutiert die Linke gerade darüber oder eine sich noch zu bildende Koalition aus Linken, SPD und Grünen diskutiert darüber, ob man Vonovia zum Beispiel hier in der Stadt und die großen Wohnungsbaukonzerne.
verstaatlichen, enteignen oder in irgendeiner Form die Wohnungen vergesellschaften sollte.
Auf der anderen Seite sagen mir viele Vermögensverwalter, oh, oh, oh, bei den hohen Schuldenständen, bei Dem Anstieg der Zinsen, den wir gerade sehen, wird das für viele Wohnungsbaukonzerne in den kommenden Monaten ganz schön eng.
Deswegen wollten wir über dieses Thema einmal sprechen und zwar am Beispiel von Grand City Properties.
Das ist ein Unternehmen aus Luxemburg, was zum größeren Wohnungsbaukonzern Around Town noch gehört.
Die sitzen in Luxemburg.
Haben aber die meisten Wohnungen in Deutschland, nämlich um die 55.000, darüber hinaus noch einige in London.
Ansonsten sind die mit ihren Wohnungsbeständen in allen Großstädten und Ballungsräumen des Landes, in Berlin, in Nordrhein-Westfalen, im Osten, in Dresden, in Leipzig, im Westen und Norden, in Bremen, Hamburg und auch im Süden, Nürnberg, München, Mannheim und so weiter und so fort.
Das Ziel dieses Unternehmens ist relativ klar.
Die kaufen Wohnungen, bewirtschaften sie, vermieten sie, bieten Services an rund um diese Wohnungen, versuchen die Mieten im Zweifelsfall auch zu steigern, investieren vielleicht in die Wohnungen, um den Wert der Wohnungen auch zu steigern.
Und das alles ergibt am Ende einen gewissen Umsatz.
Es gibt auch Gewinnzahlen, da kommen wir gleich noch drauf, die muss man aber so ein bisschen mit Vorsicht genießen und lesen.
Und die Frage ist aber jetzt im Grunde genommen, was machen die steigenden Zinsen mit diesen Wohnungsbeständen und mit diesem Unternehmen?
Denn wenn man sich den Aktienkurs von Grand City Properties anschaut, dann stellt man fest, Uiuiui, der ist ganz schön runtergekommen in den vergangenen Monaten aktuell oder sogar auch Jahren aktuell.
Kostet die Aktie 6,70 Euro.
Das entspricht einem Börsenwert von etwa 1,2 Milliarden Euro für das gesamte Unternehmen.
Und die gesamten Wohnungsbestände dieses Unternehmens sind aber mit 9,5 Milliarden ungefähr in der Bilanz.
Und da fragt man sich ja, okay, wer hat jetzt recht, die Börse?
Wie diese ganzen Wohnungen im Grunde nur noch mit etwa einem Sechstel, einem Siebtel bewertet oder das Unternehmen, das sagt, nee, nee, unsere Wohnungen sind nach wie vor sehr werthaltig.
Petra, wo stehst du da?
Die Börse hat immer recht.
Okay, dann haben wir ein Problem mit Grand City Properties.
Das ist unsere Spielwiese, das ist unsere Plattform.
Ich kann mich daran erinnern, Timo, dass wir die Wohnimmobilienkonzerne ganz am Anfang hier hatten, als wir unseren Podcast vor drei Jahren gestartet hatten.
Und wir waren damals schon sehr zurückhaltend, weil wir damals das Problem hatten, dass die Immobilienpreise zurückgekommen sind aufgrund dieser ganzen Gemengelage.
Zuerst Corona, dann hatten wir den Ukraine-Krieg mit unglaublich schnell ansteigenden Zinsen.
Das hat natürlich diesen Sektor immens belastet.
Und wir haben damals schon gesagt, die Unternehmen können gerade sich deswegen mehr oder weniger bei Wasser halten, weil sie das verkaufen, von dem sie leben, nämlich lukrative Immobilien.
Also im Grunde genommen grabe ich mir damit mein eigenes Geschäftsfeld ab.
Wir lagen damit nur teilweise richtig, weil nachdem wir das so beurteilt hatten, gingen die Kurse wieder nach oben.
Warum?
Die Zinsen kamen natürlich wieder zurück.
Die Immobilienpreise hingegen sind gestiegen.
In diesem Umfeld befinden wir uns immer noch.
Aber jetzt kommt es halt, grundsätzlich wächst das Kerngeschäft wieder.
Man profitiert von den Mieteinnahmen, man profitiert auch von An- und Verkäufen, die gerade aufgehen, indem man günstiger einkauft, saniert und halt oben weg etwas teurer wieder verkauft.
Also diese Spanne stimmt im Moment.
Der Wohnraum ist weiterhin gefragt.
Wir haben das operative Wachstum, wir haben weniger Leerstand, wir haben eine effizientere Bewirtschaftung, die das Unternehmen auch sehr, sehr gut umsetzen kann.
Aber nichtsdestotrotz, das Damoklesschwert dieser steigenden Zinsen und der enorm steigenden Refinanzierungskosten, damit einhergehend wohl dann auch wieder sinkende Immobilienbewertungen.
Du hast eben auch politische Risiken angesprochen, Regulierung, Modernisierungskosten.
Wir wissen nicht, was da passiert.
Ist halt alles fraglich und deswegen sind weiterhin diese Konzerne, die packe ich nicht an, weil ich kann es nicht einschätzen.
Ich meine, das Interessante ist doch, und das betrifft Grand City Properties, aber auch viele andere, Vonovia zum Beispiel, ist ja die Refinanzierungsseite.
Also die haben ja ihre Geschäfte mit langlaufenden Krediten irgendwie abgesichert und finanziert.
weiß ich nicht, 5, 8, 10 Jahren zu einem sehr, sehr günstigen Zinssatz bekommen.
Und die müssen jetzt in den kommenden Jahren refinanziert werden.
Grand City Properties hat in diesem Jahr eine Anleihe ausgegeben über 600 Millionen Euro.
Und dafür einen Zinssatz von 5,25 Prozent jetzt bezahlt.
Das ist natürlich heftig, wenn man vorher für ein, anderthalb oder zwei Prozent finanziert hat.
Genau da fängt es an.
Die Frage ist, was folgt daraus?
Ich habe es vorhin gesagt, die Nettogewinnzahlen sind bei diesem Unternehmen mit Vorsicht zu genießen, weil die sind bei einem Umsatz von 600 Millionen, reden wir hier über einen Nettogewinn von 550 Millionen.
Sowas hätte ich auch gerne.
Aber da stecken natürlich viele Buchgewinne drin.
aus der Bewertung dieser Wohnungsbestände, wenn die jetzt wegbrechen, weil die Zinsen natürlich auch die Kalkulationsgrundlage für den Wert dieser Wohnungen verändern, dann...
Muss man sich eh nochmal neu umsehen und dann guckt man auf die sogenannten Funds from Operations, FFO, das ist die wichtige Kennziffer, auf die man hier schauen muss.
Der sogenannte nachlaufende operative Ertragsindikator, der ist wichtig, korrekt.
Genau und der liegt deutlich, deutlich niedriger, der liegt jetzt bei irgendwie sowas unter 200 Millionen, 190 bis 170 Millionen.
Und wenn ich jetzt diese langlaufenden Refinanzierungen habe, die ich zum dreifachen Zinssatz oder vierfachen Zinssatz jetzt abschließen muss, dann werde ich natürlich schon mir angucken müssen, funktioniert dieses Geschäftsmodell eigentlich noch so?
Ja.
wird es sicherlich nicht, weil mit diesem FFO ist es halt einfach und der geht halt zurück, haben wir das Problem, dass selbst wenn Mieteinnahmen steigen, hat das nicht automatisch was damit zu tun, dass das Unternehmen entsprechend profitabel ist.
Und dann haben wir noch einen anderen wichtigen Wert und deswegen ist es auch so schwierig, wirklich die Bilanzen zu lesen oder worauf es ankommt, weil Immobilienunternehmen sind ganz anders zu beurteilen jetzt als eine Coca-Cola oder irgendein KI-Unternehmen.
Ein ganz wichtiger Indikator ist noch der LTV, der Lawn-to-Value, der uns das Verhältnis der Nettoverschuldung zum tatsächlichen Immobilienwert zeigt.
Der liegt momentan bei 33 Prozent.
Das ist im Immobiliensektor zunächst einmal ein vorsichtiger Wert.
Das ist alles okay.
Hier besteht momentan kein Risiko.
Aber wenn die Immobilienwerte deutlich fallen, dann steigt die Quote.
Und das auch ohne zusätzliche Kreditaufnahme.
Und du hast es eben gesagt, wir haben diese Kreditaufnahme von neuen ewigen Anleihen.
Also die werden nicht fällig.
Von über 600 Millionen Euro mit einem Coupon von 5,25 Prozent.
unterschiedliche Sachen, die wirklich diesem Unternehmen auf die Füße fallen können.
Und deswegen, gib Acht bei der Aktienwahl.
Das war mal wieder Aktien fürs Leben, der Vermögens-Podcast von Capital mit Petra Ahrens und mit Timo Pache in Berlin.
Und wir sagen Dankeschön fürs Zuhören und bis nächste Woche.
Vielen Dank, bis dann.
Tschüss.
Aktien fürs Leben, der Vermögens-Podcast von Capital.
Mit Petra Ahrens und Timo Pache.
