# AI Valuation Gaps, Telecom Disruption, and Luxury Brand Risks

**Podcast:** Leben mit Aktien | Der Podcast für Anleger mit Weitblick
**Published:** 2026-10-14

## Transcript

Bevor es losgeht, dieser Podcast ist keine Anlageberatung, sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung.
Die Hosts oder der Verlag übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die sie aufgrund der im Podcast gehörten Informationen treffen.
Leben mit Aktien – ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche mit Christian Wirröl und Horst von Butler.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben mit Aktien, dem Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Ich bin Horst von Butler.
Und ich bin Christian Wirröl.
Und Christian ist hier schon in großer Unruhe, weil wir nehmen uns jetzt ja auch auf, wir machen jetzt auch Video, wir sind ganz modern und er ist irgendwie falsch ausgeleuchtet.
Christian, ich bin nicht so schön ausgeleuchtet wie du.
Du siehst sowas von urlaubsreif aus und ich war eben so, ich sah eben auch schon wie zwei Wochen Malle.
Wir haben dann das Geld, den Gelbstich ein bisschen bei den 17 Scheinwerfern hier, die wir hier im Studio haben, ein bisschen rausgenommen.
Aber du siehst, du hast...
gesagt, du siehst kalkig aus.
Also nach zwei Wochen Malle sieht man nicht gelb aus.
Das kann ich nun wirklich bestätigen.
Das habe ich oft genug trainiert und ich finde diese rote Lampe über dir schön, dieses Wirtschaftswocherrot, das hat so ein bisschen Nachtclub-Feeling.
Ich sehe auf jeden Fall in sehr warmen Farben aus.
Du bist in kalten Farben.
Aber das kalte Herz der Börse, was mir gegenüber schlägt.
Ich muss vielleicht einfach in Urlaub.
Du musst in den Urlaub.
Wir gehen auch tatsächlich beide in den Urlaub.
Deswegen haben wir ganz viel Stoff und wir nehmen natürlich auch etwas auf, damit Sie Stoff für den Urlaub haben.
Wir haben uns ein feines Programm ausgedacht.
Also lassen Sie sich, bleiben Sie ganz entspannt.
Sie werden unsere Stimmen auch kommende Woche hören.
Wir haben auch diese Woche jede Menge Themen.
Wir haben uns gerade mal so geeinigt, das kriegen Sie ja nicht mit, worüber wir nicht reden wollen.
Das ist ja auch eine große Kunst.
Also wir haben uns zum Beispiel entschieden, wir sagen nichts.
zu Babel Bars, weil das ist schon ein vermientes Gelände.
Aber wir könnten über den Kanzler kurz reden, der auf dem Arbeitgebertag nochmal ein schallendes Bekenntnis zur Aktienrente und zur Kapitaldeckung des Umlageverfahrens in der ersten Säule.
Er war ja auch vergangene Woche bei unserem Deutschlandgipfel, den wir gemeinsam mit dem Handelsblatt gemacht haben.
Auch dort hat er eine Rede gehalten.
Es ist interessant, er hat da schon nochmal so einen großen Bogen gespannt, warum man diese ganzen Reformen macht über das deutsche Geschäftsmodell.
Und dann merkt man, ich war danach ja mit meinem lieben Kollegen Sebastian Mattes, dem Chefredakteur des Handelsblattes, haben wir ja auf der Bühne noch ein paar Fragen gestellt.
Und wir mussten natürlich auch zu Magdeburg was fragen.
Und unsere Fragerunde war eh schon kürzer, weil...
der Kanzler zuvor da im Tiergartentunnel festgesteckt hat.
Also da fehlte eine Viertelstunde.
Normalerweise ist er pünktlich.
Wir hatten weniger Zeit auf der Bühne.
Wieso hat er im Tiergartentunnel festgesteckt?
Sag ich dir gleich was.
Das ist eine ganz eigene Geschichte.
War ich auch in großer Unruhe, weil ein Kanzler sollte aus Sicherheitsgründen nicht im Tiergartentunnel feststecken.
Nein, aber es hängen geblieben nur dieses Zitat, der False Flag von Magdeburg.
Also er hat eigentlich schon noch begründet, also er hat über Magdeburg gesprochen.
Er hat gesagt, das ist nicht die Werte meiner Partei, dass er diese Entscheidung nicht gut heißt.
Und dann hat er diesen Halbsatz mit der False Flag gesagt und das ging dann über die Agenturen.
Aber er hat auch sehr viele andere Themen gesagt.
Eigentlich hat er nochmal einen guten Reformton getroffen.
Und überhaupt ist mir aufgefallen, er war jetzt bei einigen Veranstaltungen vor Wirtschaftsführern, also auch vor CEOs und Unternehmern.
Und dort wird der Applaus auch wieder lauter, weil man gemerkt hat, okay, er will das jetzt wirklich durchziehen und sich zusammenreißen.
Ich sage so, beim Heimspiel unterstützt du am Ende doch die Mannschaft, auch wenn sie im Abstiegskampf steckt.
Tiergarten-Tunnel.
Das ist irgendwie so, der wird immer wieder abgesperrt in Berlin offenbar, weil da müssen irgendwie eine Handvoll Leute vor so Monitoren sitzen und praktisch die Videoüberwachung von diesem Tunnel.
Und wenn da irgendwie zwei krank und einer im Urlaub sind, dann muss dieser Tiergartentunnel gesperrt werden und dann wird da irgendwie per Hand durchgeleitet.
Das hat mich ein bisschen beunruhigt wieder, wie es hier in Berlin funktioniert oder nicht funktioniert.
Hat der Kanzler auch mal aus erster Hand erfahren, wie es um die Infrastruktur bestellt ist.
Das Interessante, er hätte eine andere Route nehmen sollen, weil der Tagesspiegel hatte tagelang darüber berichtet, dass dieser Tunnel eigentlich für eine Hauptstadt kein Zustand ist.
Tja, und was lernen wir daraus im Tagesspiegel lesen?
Ja, Tagesspiegel lesen, Hannes-Bildat lesen, Vivo lesen.
Wir sind ja auch mal im Tagesspiegelgebäude.
Oder auch zum Beispiel Bloomberg lesen.
Hast du was mitgebracht?
Ja, ich habe was mitgebracht.
Und zwar hatten die eine Konferenz in Singapur.
Und dort hat unter anderem Hock Tan gesprochen, der CEO von Broadcom.
Und er hat natürlich die Möglichkeiten von KI in den schillerndsten Farben ausgemalt.
Er hat sich aber auch zum Börsenboom rund um künstliche Intelligenz geäußert.
Er sagt, viele Investoren haben keine Ahnung, worin sie investieren.
Sie setzen extrem hohe Erwartungen, nur um dann festzustellen, dass es fast wie in einem Casino ist.
Das sind schon ziemlich harte Worte.
Welches Casino hat er gemeint?
Ja, keine Ahnung.
Es war in Asien.
In Asien wird ja an der Börse noch mehr gezockt.
als hierzulande.
Also so exotische Optionen waren in Asien schon immer.
So richtig Adenauer-mäßig wird da gezahlt.
Ja, also Kunstseide wäre da zu langweilig und nur auf Kredit.
Das muss dann schon mit Hebel oder exotischen Optionen sein.
Wir haben ja auch in Südkorea vor einigen Monaten diese Blase der Leveraged ETFs auf einzelne Aktien wie SK Hynix gesehen, die ja zu unglaublichen Verwerfungen bei diesen Index-Schwergewichten in Seoul dann geführt hat.
Und naja, vielleicht hat er das ja.
Da wedelte ja sozusagen der Schwanz mit dem Hund, weil tatsächlich die abgeleiteten Produkte, die Derivate, dann die Bewegung am Primärmarkt gemacht haben.
Vielleicht reflektiert er aber auch die Gespräche mit manchen Institutionellen oder mit denjenigen, die diese Finanzierungsmodelle, die ja auch Broadcom macht, um bei Hyperscalern zu vermitteln.
Chips außerhalb der Bilanz zu bekommen.
Vielleicht findet er die dann auch ein bisschen blauäugig.
Zumindest ist die Volatilität in Südkorea, die enttäuscht uns ja nicht.
Es hat wieder ordentlich, ging es wieder runter, weil wieder so ein bisschen Chipangst war.
Und dass da so ein ganzer Index inzwischen einfach mal 7, 8 Prozent runterknallt, haben wir auch wieder gesehen.
Damit sind wir bei unserem ersten...
Kleinen, aber wichtigen Thema.
OpenAI, ganz interessant.
Bloomberg hat da auch gemeldet, dass der Umsatz 50 Milliarden Dollar beträgt.
Das ist ja, wenn man sich überlegt, wie alt dieses Unternehmen ist, zunächst einmal eine große Erfolgsgeschichte.
Anthropic macht 60 Milliarden Dollar, historische Umsatzgrößen.
Aber warum war es ein Problem?
Ja, geschätzt wurde der Umsatz eigentlich auf 70 Milliarden.
Also da fehlen jetzt 20 Milliarden erwartete Umsätze oder geschätzte Umsätze.
Und diese Frage ist ja deswegen so wichtig vor diesen ganzen Börsengängen.
Ist ja die große Frage, wie viel setzen die jetzt eigentlich um und wie ist die Wachstumsdynamik?
Und wenn man sagt, wir haben eigentlich 70 erwartet und dann sind es nur 50, ist immer noch viel, aber da ist halt großer Gap.
Und vor allem, was bedeuten diese analysierten Umsätze dann überhaupt?
Das ist ja auch so die große Frage, was bucht man da rein oder nicht?
Ja, man muss auch dann aufpassen, was für Zahlen sind das eigentlich?
Und diese Zahlen werden ja auch nicht offiziell gemeldet, sondern das geht dann bisweilen nur vom Management an Investoren, bisweilen auch nur an ausgewählte Investoren.
Und von dort aus wird es dann durchgestocken an Medien.
Ist so ein bisschen sowas wie stille Post.
Insbesondere ist dann immer die Frage, Wo kommen die Umsätze her?
Sind das wirklich Periodenumsätze, also erstes Halbjahr oder ein ganzes Geschäftsjahr?
Oder ist es eben die sogenannte Runrate, dass man beispielsweise nur den letzten Monatsumsatz nimmt, weil es ja ein Abo-Geschäft ist und dann mal zwölf rechnet.
Da kommen dann natürlich höhere Zahlen raus.
Aber gleichzeitig, wenn man mit zwölf multipliziert, ist schon eine kleine Abweichung gegenüber der Realität hinterher.
aufs Jahr gerechnet, ein großer Fehler.
Aber es ist natürlich dieser Wettkampf mit Anthropic, da wurde ja kooperiert 60 bis 65 Milliarden auf Basis dieser Run-Rate.
Und man merkt nochmal, wie nervös alle sind, wie diese KI-Wette hält.
Und da sind solche Zahlen natürlich relevant.
Aber es wird nochmal Ende des Monats ja nochmal einen großen KI-Bubble-Test-Check-up geben.
Ja, da geht es dann richtig los.
Also wir haben zunächst am 28.
und 29.10., also nachdem wir dann auch aus dem Urlaub wieder zurück sind, die Zahlen von Alphabet, Microsoft und Amazon.
Und danach könnten dann sehr bald die Details zum Börsengang von Anthropik kommen.
Die haben ja die erste, noch vertrauliche Version des Börsenprospekts.
bereits bei der SEC eingereicht.
Und man munkelt, Handelsaufnahme könnte noch vor Thanksgiving stattfinden.
Thanksgiving ist am 26.11.
Wenn man so zurückrechnet, müsste eigentlich in der Woche vom 9.11.
das Investorenmarketing beginnen.
Und dafür müsste dann auch der Prospekt öffentlich sein.
Und dann hat man mal wirklich ein vollständiges Zahlenwerk, zumindest für die Vergangenheit.
Aber aus diesem Prospekt wird doch schon einfach zitiert, unter anderem, dass man sich da...
auf 80 Seiten mit den Gefahren und der Auslöschung der Menschheit beschäftigt.
Man muss ja immer auf alle Gefahren hinweisen.
Und insofern ist das ja auch ein historisches Dokument.
Das ist dieser Risikoteil, aber der bilanzielle Teil, der kommt dann noch.
Der kommt dann noch.
Okay, also das wird nochmal spannend, Ende Oktober, November.
Meistens ist es ja so, wenn wir in Urlaub gehen, Christian, dann hat man ja so einen kleinen Crash gerne auch mal.
Und wenn wir dann zurückkommen, ist das schon wieder ausgestanden.
Und uns erspart es, das dann beides zu kommentieren, sowohl den Crash als auch die Erholung.
Ja, deswegen haben wir irgendwann, glaube ich, 2024 mal im Sommerurlaub was aufgenommen.
Da weiß ich, das war der Montag, wo die japanischen Märkte um 10% gefallen waren.
Und wo dann die Bild-Zeitung titelte, bricht heute die Wall Street zusammen.
Und die Wall Street ist dann, glaube ich, mit minus 0,8% aus dem Handel gegangen.
Also war alles nicht so heiß, wie es gekocht wurde.
Wir haben noch zwei schöne Themen.
Einmal wollen wir jetzt über die Deutsche Telekom sprechen.
Und danach, lieber Christian, gehen wir beide mexikanisch essen.
Und dazu gibt es noch einen Kaffee.
Wie wunderbar.
Wobei, ich weiß jetzt nicht, ob...
Die Deutsche Telekom ein so schönes Thema ist, zumindest wenn man auf den Kurs schaut, ist es nicht schön, denn die Aktie hat vergangene Woche ihren Abwärtstrend, den sie ja schon seit einigen Monaten hat, beschleunigt.
Es ging bei allen großen Telekom-Gesellschaften in den USA auch zweistellig bergab, Verizon, AT&T, T-Mobile, US, allesamt 10% oder ein bisschen mehr runter.
Und der Grund dafür war, Eine Frage der Größe.
Ja, SpaceX will nämlich ein landesweites Frequenzpaket erwerben und damit Starlink in den Mobilfunk führen.
Konkret geht es um Lizenzen im 800-Megahertz-Band, die bislang die Investmentfirma Grain Management hält.
Das Paket umfasst bis zu 14-Megahertz gepaartes Spektrum und deckt die gesamte USA ab.
Finanzielle Details nennen die Beteiligten nicht.
Berichten zufolge liegt der Preis bei rund 8 Milliarden Dollar ein Bar.
Das ist insofern spannend, weil man weiß, was Elon Musk anpackt.
Das meint er meistens ernst.
schon jetzt ist er eine relevante Größe.
Du weißt ja, ich bin Starlink-Kunde auf dem Plattenland.
Ich konnte nicht auf die Glasfaser warten, bis da irgendwie, da wird seit Jahren gebuddelt, eifrig gebuddelt, aber nicht verlegt.
Und jetzt habe ich einfach, man muss auch sagen, so von der Customer-Journey her ist es ziemlich einfach.
Du kriegst das Ding zugeschickt, zahlst dir 35 Euro, das ist jetzt nicht teuer und dann musst du es irgendwie einmal ausrichten mit deiner App und dann läuft das Ding.
Ja, und das hat man ja auch eigentlich gedacht, okay, das ist dann so die in Anführungszeichen größere Nische, in der sich Elon Musk mit Starlink tummeln darf.
Meiner hessischen Nische.
Entlegene Gebiete, entweder zu Lande oder auch zu Wasser.
Und ansonsten machen die großen Carrier das Geschäft.
Aber da steckt natürlich jetzt eine Ansage drin, 8 Milliarden Dollar in bar.
Und nicht vergessen, das ist etwas weniger als 10 Prozent des Emissionserlöses aus dem Börsengang.
Das ist also schon eine signifikante Summe, die er da raushaut.
Und diese niedrigen Frequenzen, die sie gekauft haben, die reichen weit und dringen eben besser in Gebäude ein als höhere Bänder.
Und genau dort tun sich eben die klassischen Netze und die Satellitenverbindungen schwer.
Und mit diesem Spektrum könnte Starlink Smartphones direkt anbinden, dann auch ohne Umweg.
über Funkmasten.
Das Ganze steht natürlich wie üblich bei solchen Transaktionen noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörde.
Aber deren Chef hat schon mal gesagt, mehr Wettbewerb beim Spektrum ist gut für die Verbraucher.
Und der Markt entscheidet dann eben über Gewinner und Verlierer.
Und es ist eben so, wenn Elon Musk irgendwo als Disruptor auftritt, dann reagieren eben die Aktienkurse sofort, wie wir überhaupt ja sehen, dass mögliche Disruptor Disruptionspotenziale inzwischen in allen Branchen an der Börse nahezu in Realtime eingepreist werden.
Und das auch mit sehr, sehr weiten Beziehungen, beispielsweise dann ja auch die Funkturm-Reads.
bisschen was wir dann doch brauchen, der Elon Musk, die haben im Gegenzug kräftig zugelegt.
Sowas wie American Tower oder Crown Castle beispielsweise.
Dann können die ganzen Kommunen hier endlich mal ihre Pachten erhöhen von diesen ganzen Masten, die hier rumstehen.
Aber Christian, du hattest die Gelegenheit, mit Tim Hötges, dem Chef der Deutschen Telekom, kurz darüber zu sprechen.
Ja, für die Deutsche Telekom ist es ja relevant, denn T-Mobile US ist ja das wichtigste Asset für den DAX-Konzern.
Und die Telekom macht gelegentlich solche Privatanleger-Call-Ins live auf YouTube.
Manchmal kann jeder dort Fragen stellen.
Gestern Abend waren es dann nur der Helmut Jonen, der Holger Zschäpitz und ich.
Generell eine tolle Sache.
Dann wählst du dich da einfach ein, während du nebenher deiner Spaghetti kochst.
Ich hatte keine Spaghetti.
Ich habe das mit knurrendem Magen gemacht und finde es einfach eine gute Sache, dass ein CEO, auch Privatanleger, auf Augenhöhe informiert, ähnlich wie man das letzte Woche beim Kapitalmarkttag mit den Institutionellen gemacht hat.
Und klar, die Frage war natürlich, was ist denn jetzt mit SpaceX, was ist mit dieser Disruption?
Und man kennt ja, Tim Hörtges, seine Antwort war dann, naja, herzlich willkommen.
Elon Musk.
Ja, natürlich pure Ironie und auch eine Anspielung darauf, dass SpaceX erstmal kräftig was tun muss, um auf Augenhöhe mit T-Mobile US und den anderen Carriern zu kommen.
Frequenzen sind eben nur die notwendige Voraussetzung, um das Netz aufzubauen, lange nicht die hinreichende.
T-Mobile US hat eben 85.000 Mobilfunkantennen in den USA, 400 MHz an Spektrum, SpaceX gerade mal 79 MHz.
Und dann muss man ja auch die Kunden noch zum Wechseln bewegen.
Also damit ist klar, damit SpaceX zum relevanten vierten Player auf dem US-Mobilfunkmarkt aufsteigen kann, braucht es sehr viel Zeit und vor allem sehr viel Geld.
Und Musk hat viel Disruption begonnen.
Er hat unglaublich viel auch geschafft, aber man darf nicht vergessen, es gibt ja auch so einige Projekte, bei denen außer großen Ankündigungen bislang nicht so viel sichtbar ist oder die Zeitachse eben völlig außer Kontrolle geraten ist, so wie beispielsweise beim autonomen Fahren.
Dennoch muss man sagen, auch das schimmerte dann vor allem so später immer wieder in diesem Call durch, der Respekt.
von Höttges vor Musk ist schon groß.
Ich meine, man muss, glaube ich, immer Respekt haben, wenn Elon Musk in einen Markt reingeht und den disruptieren will.
Und wir hatten ja auch mal ausgerechnet, wie viel Geld da inzwischen in den verschiedenen Kriegskassen ist.
Unabhängig von Elon Musk muss sich die Telekom natürlich auch selbst fit für die Zukunft machen.
spielt natürlich auch KI eine Rolle.
Wie wird denn die KI inzwischen eingesetzt bei der Deutschen Telekom?
Ja, das war eigentlich das Kernthema dieses Kapitalmarkt-Tages.
Das hieß also wirklich AI Capital Markets Day.
Und schon jetzt wird KI eben bei der Netzsteuerung sowie im Support eingesetzt.
Natürlich auch beim Coden, 43 Prozent des Codes, den die Deutsche Telekom produziert.
Und sie produzieren viel Code, wird bereits von KI generiert.
Was natürlich Einspareffekte bringt.
Aber die muss man dann auch mal irgendwann sehen in den Kosten.
Ja, also zunächst mal sind diese Bruttoeinsparungen durch Automatisierung inzwischen auf mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr veranschlagt bis 2030 jeweils.
Allerdings stehen diesen Einsparungen dann eben auch Kosten gegenüber.
Einerseits für Token, andererseits zum Beispiel steigende Personalkosten.
Das war auch so ein Thema von Höttkes.
weil sie natürlich in Deutschland Personal abbauen, gleichzeitig aber die Arbeitskosten, Lohnnebenkosten weiter steigen und dass sie deswegen von diesem Kostenblock nur schwierig herunterkommen.
Dazu wollen sie aber zusätzliche Umsätze generieren durch KI-Services für Privatleute und Unternehmen, also von diesen Magenta-Agenten bis hin zu Compute.
Und das Ganze soll dann auch möglich sein ohne großartige Zusatzinvestitionen.
Denn einerseits will man...
Natürlich weiterhin macht man jetzt auch schon als Reseller auftreten für die Apps von anderen.
Und andererseits will man Rechenzentren außerhalb der Bilanz halten mit Finanzierungspartnern wie beispielsweise dann Brookfield aus Kanada, die ja auch börsennotiert sind, die wir oft genug schon hier hatten.
Aber in Summe aus diesen ganzen Effekten heißt das, Die Prognose wird trotz dieses zuversichtlichen KI-Ausblicks erstmal nicht angehoben.
Was heißt das dann für die Aktie und was ist das Fazit für dich?
Also ist die Telekom fit für dieses KI-Zeitalter?
Ja, sie scheint fit zu sein für die KI-Transformation.
Aber die deutsche KI-Aktie...
die Höttges gerne hätte, die ist die Deutsche Telekom meiner Ansicht nach nicht.
Dafür ist da zu wenig Fantasie drin und auch das Disruptionspotenzial, eben Stichwort Musk, zu hoch.
Und für diese Strategie im Bereich KI jetzt einen Bewertungsaufschlag zu zahlen.
Das wäre meiner Ansicht nach überzogen.
Nur wer die Aktie hat, der darf sich wohl weiterhin auf ordentliche Cashflows und steigende Dividenden freuen.
Aktuell reden wir immerhin wieder über eine Rendite von 4%.
Die Dividende dürfte weiterhin aus dem steuerlichen Einlagenkonto kommen, ist also Brutto für Netto, solange man die Aktie nicht verkauft.
Denn dann werden die Dividendeneinnahmen gegen den Einstandskurs gerechnet.
Also damit es da wirklich große Kursavancen gibt, braucht es einen Katalysator und den sehe ich nicht so sehr in der KI, sondern eher in der Lockerung der EU-Fusionskontrolle.
Die wird ja für Anfang 2027 erwartet und falls die dann wirklich europaweit zu einer Marktkonsolidierung führt, dann sollte der ganze Sektor nochmal Potenzial haben.
Apropos Kundenservice, Christian, mir geht es ja inzwischen so, dass diese ganzen KI-Agenten, die ständig...
höflich sind und sagen, sie nehmen meine Probleme sehr ernst und wollen sie lösen, fangen die an, auf den Keks zu gehen, weil sie helfen einem dann aber nicht.
Sie sind wahnsinnig höflich dabei, einen zu bestätigen, aber sie helfen einem oft nicht.
Also manchmal bin ich echt froh, inzwischen einen Menschen wieder an der Strippe zu haben.
Es ist noch nicht so, dass ich mich nach dem Service der Telekom aus meiner Kindheit, wir sind damit ja aufgewachsen, als es noch die Bundespost war, wo man froh war, einen Menschen an die Strippe zu bekommen, der einen dann erstmal angeraunzt hat.
Aber diese KI-Agenten sind oft sehr emsig.
Aber liefern wenig Ergebnis.
Ja, ist so ein bisschen wie in der Politik.
Die ist auch sehr emsig, spricht viel von Reformen und man möchte aber, dass einfach mal gemacht wird.
Ein Mini-Exkurs nochmal zum Thema Europa und China.
Wir wissen ja, es gibt nicht nur die epochale Auseinandersetzung zwischen USA und China, sondern es gibt auch eine Auseinandersetzung zwischen Europa und China.
Und die sieht derzeit ja so aus, dass die Chinesen unsere Märkte...
mit Autos und anderen Dingen überschwemmen, mit Plastikspielzeug, über Temo, aber eben auch mit Autos.
Und die EU hat immer darum gerungen, wie kann sie sich eigentlich aufstellen, wie kann sie sich dagegen wehren, weil wenn sie versucht hat, irgendwie Härte zu zeigen, haben die Chinesen dann gleich mit dem Export irgendwelcher seltenen Erden gedroht.
Und das Interessante ist, es gab jetzt zwei Initiativen, deswegen erwähnen wir das hier.
Es gab vergangene Woche diesen Brief von Emmanuel Macron und Friedrich Merz, also eine konzertierte Aktion, wo etwas drin stand, dass Europa sich wehren muss und vor allem auch dieses Zweitschlagsinstrumentarium, das erstmal auf den Tisch gelegt wird.
Viele haben ja gesagt, man muss den Chinesen auch mehr Härte zeigen, das verstehen sie, die Sprache.
Und jetzt wurde dort verhandelt und man sieht, dass es ein Ergebnis hat.
Es gibt ja schon Zölle auf Elektroautos.
Dann haben die Chinesen ja reagiert und sehr viel Hybridfahrzeuge exportiert.
Und jetzt hat man sich auf Grenzen geeinigt, den Import chinesischer Hybridautos in die EU grundsätzlich zu begrenzen.
Und dazu gibt es auch konkrete Zahlen.
Die Obergrenze liegt jetzt bei 350.000 Fahrzeugen jährlich, weil sonst eben die Befürchtung in Europa ist, dass die Chinesen mit ihren billigen Autos, hoch subventioniert von vielen Herstellern, praktisch die Deutschen aus dem Markt drängen.
Und wir sehen ja auch das in den Zahlen und Bilanzen der europäischen Hersteller.
Das ist jetzt ein interessanter Schritt.
Man muss dazu sagen, damit ist jetzt nicht alles gelöst.
Also nicht die Marktschwäche in Europa.
Aber es ist natürlich etwas, ich würde mal sagen, eine kleine Atempause.
Es verdeckt halt nicht die Probleme, die europäische Hersteller so oder so haben.
Sie brauchen trotzdem gute Modelle und der europäische Markt muss trotzdem anspringen.
Ja, aber es ist zumindest ein Anfang, denn die EU-Kommission hatte ja geschätzt, dass die Zahl dieser Plug-in-Hybride aus China in Europa dieses Jahr auf rund 800.000 steigen könnte.
Das heißt, man hat jetzt mal einen Cap eingezogen bei etwas weniger als der Hälfte.
Diese Obergrenze soll dann von 350.000...
pro Jahr um 6% steigen.
Dann läuft die Begrenzung nach vier Jahren allerdings schon wieder aus.
Aber vier Jahre sind ja inzwischen doch in diesem Innovationstempo ein ziemlich langer Zyklus.
Und da schauen wir natürlich auch, wie Elektroautos und Plug-in-Hybride währenddessen angenommen werden hier in Europa.
Nicht nur die aus China, sondern vor allem die von den Herstellern aus Europa.
Und es ist so ein ganz, ganz kleiner Hoffnungsschimmer.
für die Autoindustrie, aber nichts, was Kurse bewegt, nichts, was irgendwie ein Investment Case rechtfertigen würde, sondern einfach etwas, was zeigt, man kann sich ins Benehmen setzen mit den Chinesen, man kann etwas ausverhandeln, man sollte sich gleichzeitig immer vor Augen führen, das, was da jetzt verhandelt wurde, ist von dem Druck, der auf den Markt kommt, viel schlimmer als die Situation vor fünf Jahren oder vor zehn Jahren.
Und immerhin ein Handelskrieg wurde.
Also es gibt einen Dialog, es gibt eine Verständigung zwischen Europa und China.
Das ist auch wichtig, weil man muss ja sagen, es geht ja nicht nur um Hybridfahrzeuge.
Ich glaube, das ist so das Symbol.
Wer jetzt so einen Streifzug durch die deutsche oder europäische Industrie unternimmt, empfängt ja seit geraumer Zeit wirklich diese SOS-Signale.
Und es sind so Funksprüche des Überrolltwerdens und Überlebenswollens.
Und das muss man ja schon ernst nehmen, weil die Chinesen greifen systematisch deutsche, europäische Kernbranchen an.
Es sind ja nicht nur Autobau, es ist auch Maschinenbau.
Und es ist klar, dass dort nicht fair gespielt wird, nicht zu fairen Wettbewerbsbedingungen.
Und Zölle sind, glaube ich, immer nur auch keine Lösung, können eine Linderung bringen.
Und deswegen ist aber eine Quote jetzt auch eine gute Lösung, wenn man noch einen Baustein dazu bringt und sagt, liebe Chinesen, ihr könnt hier das gerne, eure Waren verkaufen, aber wir schreiben einen Wertschöpfungsanteil hier in Europa vor, was die Chinesen ja auch praktisch gemacht haben bei uns.
Die haben uns ja an diese Joint Ventures jahrzehntelang gezwängt.
Vielleicht ist das auch eine Lösung.
Also, dass man so einen...
klare Spielregeln praktisch bei diesem sehr speziellen Wettbewerb mit China einzieht.
Und dann ist nur die Frage, wer davon in Europa profitiert.
Ob es wirklich Deutschland ist, weil wir sehen momentan chinesische Werke in Ungarn.
Das stimmt natürlich.
Im Moment machen die übrigens alle in Ungarn oder Spanien auf.
Das ist natürlich ein Problem für uns.
Und das ist aber eine eigene Antwort, die Deutschland nochmal finden muss.
Weil es kann ja auch nicht sein, dass wir über unsere Next-Gen-Funds überall da Geld...
an die Peripherie schütten, was wir ja gemacht haben.
Das wird ja noch ausgezahlt.
Und dann werden die Fabriken dort dann gebaut.
Das ist auch keine Lösung.
Aber jetzt kommen wir zu unserem nächsten Thema.
LVMH legen wir los mit Luxus.
Das liegt im Trend.
Eingeweihte und treue Hörerinnen und Hörer dieses Podcasts wissen die besondere Beziehung zu LVMH.
Vor vielen Jahren hast du mal diesen schönen Satz gesagt, wenn du eine Aktie wärst, wärst du LVMH.
Den habe ich nicht gesagt, sondern du hast mich gefragt, wenn ich eine Aktie wäre, welche wäre ich es dann?
Dann habe ich gesagt LVMH, weil ich einerseits die Produkte des Unternehmens mag und andererseits auch dieses gesamte Konzept.
des Serial Acquirers, dieser Integration von Marken, diese sehr breite Diversifikation über verschiedene Produktkategorien.
Auch wenn ich zugeben muss, dass ich wahrscheinlich dasselbe mache wie eine ganze Reihe von Konsumenten.
Ich kaufe seltener ein bei LV.
Also ich habe wirklich, ich glaube, die letzten zwei Jahre dort nichts mehr gekauft.
Weil mich auch wirklich die Dinge, die momentan so im Schaufenster stehen, nicht wirklich flashen, weil sie mir zu flashy sind.
Also Christian, ich kann nicht mal nur meine Seitenhiebe machen, ohne dass du mir ins Wort fällst.
Du hast mich sofort unterbrochen.
Ich wollte natürlich noch was Schönes sagen.
Früher bist du hier jede Woche mit einer neuen...
Handtasche von Louis Vuitton ins Studio flaniert gekommen.
Das sieht tatsächlich jetzt...
Die ist nicht neu.
Die ist 20 Jahre alt.
Die habe ich mir 2006 gekauft in Frankfurt auf der Goethe-Straße.
Aber sie sieht noch sehr schick aus.
Ja, sie ist leicht patiniert und ich habe sie häufig benutzt.
Und die wirklich klassischen Heritage-Produkte, die halten halt auch sehr lange.
Vielleicht ist das auch ein Problem.
Kommen wir mal auf die Zahlen.
Die erste Headline...
Klang erst eigentlich ganz gut.
Continued growth in the third quarter of 2026.
Das klingt so nach so einem Umsatzupdate, aber besser als es ist.
Zwar ist der währungsbereinigte, und das ist ja immer entscheidend in diesen Tagen, Konzernumsatz im dritten Quartal höher als im Vorjahresquartal.
Aber das Plus lag gerade mal bei 1%.
Und die Kernsparte Fashion und Leather Goods, also da, wo Christian immer zuschlägt, die verzeichnete sogar einen Umsatzrückgang von 5%.
Insbesondere wegen rückläufiger Nachfrage in, natürlich wie immer, China.
Und China ist noch eine ganz besondere Geschichte.
Weil das war nicht nur die klassische Nachfrageschwäche, sondern das hatte auch mit einem Burkott zu tun, Christian.
Ja, und das ist irgendwie auch ein bisschen symptomatisch für das Bild, westliche Konzerne vielleicht in China abgeben oder wie negativ sie da jetzt gesehen werden.
Und zwar hat sich Louis Vuitton, also die Kernmarke in China, einen Markenrechtsstreit gegen einen Teehersteller.
geleistet.
Und dieser Teehersteller, was hat der gemacht?
Nein, der hat nicht plötzlich Handtaschen verkauft, sondern die haben das Design insbesondere ihrer Becher überarbeitet und dann so ein sehr minimalistisches, geometrisches Blütenlogo eingeführt.
Also genau dieses Muster, was wir eben auch von Louis Vuitton auf den Monogramm-Accessoires her kennen.
Für den Pink vor allem auch, diese Tue-Dächer.
Ja, also es sah wirklich schon zum Verwechseln ähnlich aus.
Und gerichtlich wurde inzwischen tatsächlich festgestellt, dass das bösgläubig war von dieser Tee-Firma namens Molly Tee.
Und es wurde also die weitere Nutzung dieses Logos untersagt.
Dazu muss Molly Tee irgendwie so umgerechnet 1,5 Millionen Dollar Schadensersatz an Louis Vuitton.
Und es musste auch noch eine öffentliche Entschuldigung geben über die sechs großen chinesischen Online-Plattformen, sowas wie Weibo und WeChat.
Das ist natürlich dann schon eine sehr demütigende Sache.
Sehr hart, ne?
Ja, und gerade diese Geschichte in den sozialen Medien, die hat dann dazu geführt, dass es quasi in die andere Richtung viral gegangen ist und dass Nutzer dann zum Boykott von Louis Vuitton in China aufgerufen haben.
Auch im Hinweis darauf, dass diese vierblättrigen floralen Ornamente seit Jahrhunderten eben Teil des chinesischen Kunsthandwerks seien.
Das kann ich jetzt nicht beurteilen, aber es ist da natürlich irgendwas zwischen kultureller Aneignung und Nationalstolz, worin sich eben auch wieder diese Guozhao-Bewegung widerspiegelt.
Also dieser China-Schick, dass man eben inzwischen gerne heimische.
Produkte kauft, dass nicht mehr so diese Bewunderung für westliche Marken da ist, sondern eher der Stolz auf das, was mittlerweile in China entsteht, was funktional ja sowieso schon länger ebenwürdig ist mit westlichen Produkten, aber irgendwie jetzt auch auf einer emotionalen Schiene kickt.
Und es zeigt aber auch, wie schnell das in den sozialen Medien kippen kann.
Also du schaust auf die Gerichte, gewinnst dieses Urteil eigentlich vor chinesischen Gerichten und denkst du, dass es wieder alles im Griff?
Und dann kippt das in so einen patriotischen, das hast du ja gar nicht in deinen Szenarien vielleicht drin, oh Gott, dass die Jasminblütenmotive da patriotische Wellen auslösen können.
Zeigt aber eben auch, wie Unternehmen dann vielleicht das manchmal auch nicht im Blick haben, was sie damit auslösen.
Es wirkt auch gar nicht so souverän, finde ich, wie eine Marke wie Louis Vuitton sein sollte, in meinen Augen, wenn man sagt, okay, das ist ein Teehersteller.
Ein 80 Milliarden Konzern vom Umsatz her presst dann einem Teehersteller 1,5 Millionen.
Also so 10 Louis Vuitton Taschen, nein.
Aber es ist, finde ich, es ist eine Unwucht in diesem Prozess, vor allem, wenn man sich überlegt, wie hart dann die Entschuldigung war.
Aber es wirft ja nochmal diesen Blick.
Generell auf die Frage, nehmen wir den Bokott mal raus.
Die Frage, die immer wieder gestellt wird, wann kommt China zurück?
Und wir müssen langsam mal die Frage stellen, ist das überhaupt noch die richtige Frage?
Und gilt das vielleicht, wir haben über Nike gesprochen, wir haben über andere Firmen gesprochen, gilt das über Autohersteller?
Und ist das nicht ein Muster, wo wir sagen, Vielleicht kommt es gar nicht in der Form zurück, sondern die Chinesen haben sich einfach umgestellt.
Ja, also dass wenn man ein China-Geschäft mit einem Drawdown von 50 Prozent im Umsatz hatte, man jetzt im Grunde 100 Prozent Fantasie hat nach oben, das ist genauso unrealistisch und vermessen zu glauben wie der Ankereffekt bei Aktienkursen.
Also insofern, davon sollte man sich mal befreien.
Das wird sich stabilisieren können, aber auch nur mit den richtigen Produkten und auch nur mit dem richtigen Marktzugang.
Gibt es denn auch gute Nachrichten von LVMH?
Weil wir hatten ja sonst immer über diese anderen Krisensparten gesprochen.
Das war dann eigentlich immer diese berühmte Wine & Spirits-Sparte.
Wir haben, glaube ich, auf die geschaut, als ich dir mal diesen Rosé mitgebracht habe, wo wir zum Ergebnis kamen, dass sie so ein bisschen teuer französische Weingüter eingekauft haben.
Ja, aber die Weingüter produzieren gute Ware, muss ich auch sagen.
Und die Champagner schmecken natürlich auch weiterhin.
Und ja, alle anderen Sparten abseits von Fashion und Leather wachsen wieder.
Wines & Spirits, die Krisensparte tatsächlich auf Quartalsbasis 6% plus.
Vor allem aus Europa.
Interessant.
Ich meine, vielleicht müssen sich die Franzosen die Krise schön trinken.
Es gibt leider keinen näheren geografischen Breakdown bei diesen Quartalsupdates.
Retailing?
wo wir ja vor allem über Sephora, über diesen Beauty-Händler sprechen, mit plus 8 Prozent sehr stark.
Zuwachs bei Uhren und Schmuck mit plus 6 Prozent hat mich etwas enttäuscht.
Aber Schmuck war auch sehr stark gelaufen über Jahre jetzt.
Ja, aber bleibt trotzdem ein bisschen zurück hinter dem, was wir an Wachstum bei Richemont momentan sehen.
Wenn wir das alles jetzt mal zusammenpacken, dann muss man sagen, in Summe nach neun Monaten 2 Prozent unter dem Vorjahr.
Und wenn man das Ganze jetzt bereinigt, Währungsschwankungen und Geschäfte, die abgestoßen und dazugekauft wurden, allzu viel war es nicht, dann kommt man auf plus zwei Prozent.
Also Strich drunter heißt das, der Konzern stagniert.
Und mehr als die 80,8 Milliarden Euro Umsatz, die wir da im vergangenen Jahr gesehen haben, werden es auch dieses Jahr in Summe kaum werden.
Und zum Gewinn...
wissen wir gar nichts, denn es gibt, wie bei sehr vielen französischen Unternehmen, auch von LVMH, halbjährlich nur ein Umsatzupdate, aber eben keine Gewinn- und Margenzahlen.
Im ersten Halbjahr waren es stabile 5,7 Milliarden Euro Gewinn.
Folglich Benchmark wird so Richtung 11 Milliarden Euro liegen, vielleicht ein bisschen mehr.
Auch das ähnlich wie im Vorjahr.
Und bei einem Börsenwert, der ja inzwischen auf 180 Milliarden Euro geschrumpft ist, 60 Prozent unterm Hoch, ergibt sich daraus ein Multiple von 16.
Damit ist LVMH nun bewertet, wie in den Jahren 2012, 2013, 2014.
Das muss man jetzt mal reinziehen.
Also eigentlich zwölf Jahre Börsenkurs ist einfach mal wieder verpufft.
Bewertung.
Bewertung, ja.
Bewertung ist verpufft.
Ja, aber es war natürlich auch viel Luft drin und es war eine riesige Fantasie und das fehlt im Moment.
Es fehlt halt momentan die Fantasie.
Die Aktie ist zweifelsohne günstig, aber es bleibt eben bei dem, was wir in Folge 138 gesagt haben.
Es fehlt einfach der Katalysator für eine Trendumkehr.
Es gibt natürlich einerseits diese gesamtwirtschaftlichen Belastungsfaktoren, die China-Frage, generell die Konsum.
Es gibt aber auch nach wie vor die Frage, wie es denn mit dem Unternehmen und der Nachfolge weitergeht, dass man Dior jetzt entsprechend umstrukturiert, mit Agash zusammenführt.
Das ist fein, sagt aber noch nichts aus, welche Personen denn am Ende da handeln werden und ob das wirklich funktioniert mit diesen ganzen Kindern in Führungspositionen.
Wir hatten die Geschichte von Essilor Luxottica, wo das in dieser großen Familie unter den vielen Nachkommen...
Taxation-Epos war das.
Ja, ziemlich schwierig wurde.
Warten wir mal ab, was hier kommt.
Und das sind natürlich Belastungsfaktoren.
Dazu möchte man halt auch ein Geschäft sehen, was in irgendeiner Form wächst.
Und dieses Wachstum, das braucht irgendwie einen Auslöser.
Auf der anderen Seite, wenn jemand gesagt hat, Mensch, ich schleiche um diese Aktie herum und sie war immer zu teuer, viel zu teuer.
Der kann jetzt auch kleine Positionen aufbauen oder du sagst dann einen kleinen Sparplan mal starten oder so.
Weil es bleibt ja ein starkes Unternehmen, was eigentlich über Jahre gut geführt wurde, was auch Baustellen immer wieder in den Griff bekommen hat.
Also wenn sie da waren, Wine & Spirits hat mir gerade erwähnt.
was nach wie vor starke Marken hat.
Mir ist was anderes aufgefallen.
Ich finde das total interessant.
Diesen Satz, es fehlt der Katalysator, den hast du in dieser Folge jetzt schon zweimal gesagt und wir haben ihn auch in der vergangenen Woche bei Nike gesagt.
Und vielleicht ist das im Moment so der Schlüsselsatz, dass bei vielen Unternehmen dieser Game-Changer-Moment fehlt.
Katalysator sagt ja nichts anderes.
Also es fehlt, entweder sagst du, okay, das ist ein neuer Manager mit einer anderen Strategie.
Oder die machen eine herausragende Innovation, wo man sagt, das ganze Unternehmen kann das irgendwie jetzt nach vorne bringen oder verändern.
Und im Moment ist es so, bei manchen more of the same oder sie haben Preiserhöhungen gemacht oder der eine Markt läuft mal wieder besser oder die Sparte ist jetzt nicht mehr ganz so schlimm.
Und das ist natürlich in Summe dann nicht so thrilling.
Oder ein großer Deal würde halt auch einfach mal reichen.
Aber da ist momentan nichts und hinzu kommt ja, dass es bei den Wettbewerbern, den börsennotierten Konzernen allesamt ähnlich aussieht.
Nämlich bei denen, die operativ gut dastehen, wird die Bewertung runtergezogen.
Da sind wir bei Hermes, bei denen, die operativ problematisch sind, wie Caring mit Gucci, haben wir gesehen, dieser Anstieg, nachdem der neue Chef für durchaus Fantasie gesorgt hat, ist schon wieder fast abverkauft worden.
Das ganze Thema ist momentan out of fashion.
Und wer drin ist, braucht einen langen Atem.
Und wer einsammeln will, kann das eben auf der Langstrecke dann mit einem Sparplan tun.
Ein Deal hilft manchmal.
Und über einen möglichen Deal wollen wir jetzt noch zum Schluss sprechen.
Christian, ich habe in Erinnerung, dass du wahnsinnig gerne mexikanisch isst, oder?
Ich esse generell sehr gerne.
Ich esse gerne scharf und ich esse gerne mit Fleisch.
Und wo gehst du hin, wenn du in den USA bist?
Ja, dann gehe ich natürlich sehr gerne in irgendwelche Burger-Joints oder wenn ich mexikanisch essen will, tatsächlich, auch wenn es vor allem schnell gehen muss, zu Chipotle.
Ich mag es wirklich dort da.
Da kann man gut essen, sie haben kreative Gerichte.
Es dauert ein bisschen lange, bis man an der Reihe ist, aber das nehme ich gerne in Kauf.
Ich mag sogar auch die vegetarischen Alternativen dort.
Ich habe dort vor Jahren eine großartige vegane Chorizo gegessen und habe den Unterschied nicht gemerkt.
Also ein ganz tolles Produkt und ich gehe wirklich da gern hin.
Du bist wahrscheinlich eher zu Taco Bell gegangen, oder?
Immer diese Seitenhiebe.
Ja, bin ich tatsächlich, wobei, das war eher so in den 90er Jahren, da als ich auf dem College war.
Deswegen formulierte ich in der Vergangenheit.
Da ging man zu Taco Bell, Applebee's, das ist so eine Kette, ich weiß gar nicht, ob es die in ganz Amerika gibt, die war da im Süden groß und man bestellte abends Pizza, wenn wir Hunger hatten, auch bei Domino's.
Damit man dann mehr trinken konnte, weil das Zeug so salzig ist.
Da haben mir die Amerikaner ja auch nochmal, ich hatte wirklich eine tolle Diskussion, wo ich denen sagte, ja die Pizza kommt ja ursprünglich aus Italien und dann meinte, Domino's hat die Pizza erfunden.
Und das ist so eine typische amerikanische College-Diskussion auf den Highschools.
Naja, du kannst dir vorstellen, wie patriotisch die dann für ihre Pizza gekämpft haben.
Wenn du aber bei Chipotle bist, denkst du da auch an Kaffee?
Nee, also Kaffee zu Burrito, das passt für mich überhaupt nicht, sondern ich mag ja gerade in den USA diese Automaten, aus denen sich dann diese zuckerfreien Softdrinks in den Pappbecher ergießen und das auch noch mit dem Free Refill.
Free Refill wurde eingeführt, bevor die mich erkannt haben.
Ich kann da große Mengen abpumpen.
Deswegen ist die Bilanz so schlecht, wenn Christian da einfach reingeht.
Aber ich weiß natürlich, worauf du hinaus willst.
Diese mögliche Übernahme von Chipotle.
Durch Starbucks.
Kaffee frisst Burrito.
Tja, Starbucks.
Irgendwie nicht wegzudenken.
Vor zehn Jahren war ich noch oft da.
Aber irgendwann hatte ich das Gefühl, man kann da eigentlich gar nicht so richtigen Kaffee mehr trinken, sondern nur irgendwelchen Zuckerschaum im Plastikbecher.
Mit gefühlt 500 Kalorien zu absurden Preisen und in ungefähr 300 verschiedenen Kombinationen.
Und das ist genau Teil der Geschichte.
Starbucks hat sich ja irgendwann...
ziemlich verzettelt, übrigens mal wieder verzettelt.
Aber kommen wir erstmal zur Nachricht, Christian.
Über welche Gerüchte reden wir da überhaupt?
Das macht mir voll Spaß, wenn ich einmal im Jahr in Starbucks gehe, weil ich vielleicht irgendwo gerade unterwegs bin und sitzen will und dann bestelle ich mir einen Kaffee und sage einfach, ich hätte gern Kaffee.
Damit kann man den in den Wahnsinn treiben.
Dann heißt es ja, Americano Filterkaffee, Grande Tor.
Das ist das Schöne.
Kannst an so eine Bude gehen, kannst sagen, ich hätte gern Pott Kaffee.
Weiß jeder, was gemeint ist, außer bei Starbucks und diesen ganzen anderen neumodischen Ketten.
Wobei, so neumodisch.
sind die auch nicht mehr, aber ich bin halt alt.
Nun ja, also worum geht es?
Die Financial Times, die hatte berichtet, dass Starbucks tatsächlich eine Übernahme von Chipotle prüft.
An der Börse wird Chipotle momentan so mit rund 40 Milliarden Dollar bewertet.
Mit Übernahmeprämie könnte der Kaufpreis ungefähr bei 50 Milliarden Dollar oder sogar darüber liegen.
Und das Bekannte daran ist einfach die personelle Verquickung.
Denn der CEO von Starbucks, Brian Nicholson, Der war vorher eben sechs Jahre lang der Chef.
Von Chipotle 2018 bis 2024 war er dort und hat das Unternehmen nach einer wirklich tiefgreifenden Krise, resultierend aus mehreren Hygienevorfällen, wieder auf Kurs gebracht.
Er hat die Expansion vorangetrieben und Chipotle zum zweiten Male zu einem Börsendiebling gemacht.
Dann ist er im September 2024 zu Starbucks gewechselt.
Und das war ungefähr so wie im Fußball.
gigantische Ablösesumme oder sagen wir ein gigantisches Handgeld, weil die Ablösesumme geht ja in den abgebenden Verein.
Ja, und dieses Handgeld war ein spektakuläres Vergütungspaket im Wert von mehr als 100 Millionen Dollar, allerdings jetzt nicht bar auf Tatze.
Der tatsächliche Wert hängt eben schon an der Aktienkursentwicklung.
Tja, und jetzt könnte er praktisch seinen alten Arbeitgeber kaufen, wo er sehr erfolgreich war.
Es gab kein offizielles Angebot bisher, das müssen wir hier sagen, aber es gab wohl das Szenario, Starbucks hat mit Beratung hat dann über die Möglichkeit gesprochen.
Aber lass uns mal kurz auf die beiden Unternehmen schauen.
Fangen wir mal mit Starbucks an.
Warum wollen die das machen?
Wie steht Starbucks eigentlich da?
Weil die hatten ja auch ein paar...
Und der Brian Nicol wurde ja geholt, um das zu drehen wieder.
Ja, also Starbucks 41.000 Kaffees weltweit, also eine Riesennummer.
2023 haben sie 36 Milliarden Dollar Umsatz und 4 Milliarden Nettogewinn gemacht.
2024 ungefähr auf demselben Niveau, aber 2025 haben sie es dann zwar geschafft, den Umsatz zu steigern auf über 37 Milliarden, aber der Gewinn braucht auf unter.
2 Milliarden Dollar ein.
Und der Grund dafür sind eben erhebliche Restrukturierungskosten für den Umbau, den Brian Nickel dem Konzern verordnet hat.
Er hatte ja im September 2024 letztendlich ein Unternehmen übernommen, das ein Stück seiner Identität verloren hatte.
Starbucks war ja ursprünglich mehr als eine Kaffeekette.
Die wollten ja irgendwie so ein dritter Ort sein, so zwischen Zuhause und Arbeitsplatz.
an dem man gerne Zeit verbringt.
Aber das hat halt nicht mehr so richtig funktioniert.
Da war vielerorts eine Art industrielle Getränkeausgabe draus geworden.
Also die Leute haben das per App vorbestellt und kamen dann vorbei, um dann ihren Venti Caramel Crunch Frappuccino abzuholen mit unzähligen Varianten.
Aber sie mussten lange warten und waren dann oft genervt.
Und die Atmosphäre war eben dann auch verloren gegangen.
Und Nicole hat dann eine Strategie ausgerufen, die sich Back to Starbucks nannte.
Also zurück zu den Wurzeln.
Er hat die Speisekarte verkleinert, mehr Personal wieder eingestellt, die Abläufe vereinfacht und in die Cafés investiert.
Also mehr Sitzplätze, wieder gemütliche Einrichtungen, bessere Bedienung.
Und vor allem sollen die Kunden schneller ihre Getränke bekommen.
Und das kostet natürlich erstmal viel Geld.
Es wird berichtet, dass Starbucks allein 500 Millionen in zusätzliches Personal investiert hat.
Und das drückte natürlich erstmal auf die Marge.
Allerdings, dieses Back to Starbucks, Christian, da klingelt bei mir irgendwas.
Ja, ja, das ist der ewige Howard Schulz.
2008 Howard Schulz.
war ja damals schon als CEO zu Starbucks zurückgekehrt.
Auch damals steckten sie in einer Krise.
Das Symptom war, dass es irgendwie in den Filialen wohl bisweilen nach verbranntem Käse gerochen hat.
Ja, weil die tausend andere Sachen gemacht haben.
Die haben dann irgendwelche Toasts gemacht und die Baristas waren damit beschäftigt, ständig irgendwie Toast zu Toast mit Käse.
Und haben gesagt, wir sind gar keine Kaffeehauskette mehr, wir sind ein Imbiss.
Ich erinnere mich nicht daran, aber ich war einfach zu selten da.
Und damals haben sie dann ja symbolisch an einem Nachmittag um die 7000 Filialen in den USA für drei Stunden geschlossen, um den Mitarbeitern wieder beizubringen, wie man Kaffee kocht.
Also wirklich dieser Back-to-Starbucks-Moment.
Über 100.000 Baristas wurden nochmal in der richtigen Espresso-Zubereitung geschult, denn sie wollten einfach zeigen, wir konzentrieren uns wieder auf das, was uns groß gemacht hat und damit auch wollen wir die Marke wieder reaktivieren.
Genau.
Im Grunde versucht er dieses Play Again, das Ganze nochmal zu machen, zurück zum Kaffee, zurück zu den Kunden.
Und die Zahlen zeigen ja, dieses zarte Umsatzwachstum, dass es funktioniert.
Allerdings es geht im Moment auf die Marge.
Die Erholung ist teuer und die Marge sinkt.
Also man kann sagen, er macht das in einer Phase, wo der Turnaround noch nicht ganz geglückt ist.
Aber wie steht eigentlich Chip Hurtle da?
Chipotle ist natürlich deutlich kleiner als Starbucks.
Beeindruckende Wachstumsgeschichte, aber eben auf einem Niveau, wo wir 2023 3.400 Restaurants hatten mit rund 10 Milliarden Dollar Umsatz und einer Milliarde Nettogewinn.
Und 2025 waren wir dann eben bei 11,9 Milliarden Dollar.
Allerdings auch da der Preis des Wachstums momentan Gewinn stagniert.
bei rund 1,5 Milliarden Dollar.
Das heißt, wir haben auch dort dieses Problem mit Personalkosten.
Mindestlohn, auch großes Thema in Teilen der USA.
Und natürlich, Chipotle expandiert weiterhin sehr aggressiv.
Das kostet auch.
Die haben ja kein Franchise-Konzept, wie viele Restaurantketten, sondern die betreiben die Restaurants wirklich selber.
Allein im zweiten Quartal dieses Jahres wurden 100 neue eigene Restaurants eröffnet.
100 weitere sollen nächstes Jahr folgen.
Und deswegen ist ja auch toll dann, dass der Umsatz im zweiten Quartal um rund 9 Prozent gestiegen ist.
Aber...
Das ist halt nur eine Folge dieses Zubaus.
Da musst du die Umsätze mal vergleichen, nicht?
Genau, der sogenannte Umsatz auf vergleichbarer Fläche ist interessant, damit man dann auch rauskriegt, wächst denn das Geschäft in sich?
Und da sah es halt ein bisschen mau aus, denn dieser vergleichbare Umsatz, der ist nur um 2,2 Prozent gestiegen und die operative Marge ist um drei Punkte gefallen, auf etwas unter 16 Prozent.
Dazu kommt halt natürlich wieder irgend so ein...
Bakterienausbruch im Eisbergsalat.
Der hat nicht nur die Aktie von Chipotle getroffen, sondern auch Wettbewerber wie Carvas, Creed Green und Yum Brands.
Aber wo wir schon bei diesen Wettbewerbern sind, ist natürlich auch klar, die Budgets in den USA werden schmaler durch die Inflation und das heißt natürlich, dass die Konkurrenz auch zwischen diesen Ketten zunimmt, die alle letztendlich um die gleiche Klientel buhlen.
Also derjenigen, die jetzt nicht zu McDonalds gehen wollen, die sich bewusst etwas alternativ gesünder ernähren wollen.
Da muss Chipotle gerade seinen Weg finden.
Also beide haben Probleme auf ihre eigene Art und Weise.
Sie wachsen zwar im Umsatz.
Es geht aber auf Kosten der Profitabilität, weil sie investieren müssen, weil die Kosten für Lebensmittel steigen, weil sie Personal heiern müssen.
Und deswegen drückt das drauf.
Also es klingt nicht so nach dem Motto, dass sie beide gerade sehr stark aufgestellt sind.
Beides Unternehmen wirklich mit Hausaufgaben.
Und das sieht man natürlich auch am Aktienkurs.
tatsächlich so ist, bei Starbucks hat die Aktie zwar noch zugelegt, aber das waren ja auch sehr viele Vorschuss-Low-Band, die dann auch noch immer drin sind im Kurs.
Ja, natürlich, aber das meiste von dem, was wir seit Amtsantritt von Brian Nichols gesehen haben, war ganz am Anfang, so der neue Besen-Kehren-Gut-Effekt.
Chipotle dagegen seit seinem Wechsel 40 Prozent unter Wasser, wo man jetzt auch nicht vergessen darf, dass die Aktie wirklich zeitweise sehr, sehr hoch bewertet war.
wenn man eben wieder mal diese Expansion bis in den Himmel extrapoliert hat.
Und es ist natürlich interessant, wenn man so etwas jetzt zusammenführt.
Denn die Größenordnung ist eben gewaltig.
Starbucks an der Börse 100 Milliarden Dollar wert, Chipotle 40 Milliarden, Starbucks müsste 50 Milliarden auf den Tisch legen.
Und damit ist auch klar, wenn man sowas überhaupt durchziehen könnte, dann würde das nur...
Wege eines Aktientauschs passieren oder zumindest nur mit einer sehr kleinen Barkomponente.
Und dazu kommt natürlich nicht nur dieses finanzielle Kölkül, sondern auch, was bringt es eigentlich?
Was spricht dafür?
Was spricht dagegen, sowas zu machen?
Klar, Brian Nickel kennt Chipotle in- und auswendig.
Er hat ja auch früher bei Yum Brands gearbeitet, weiß also, wie man Restaurantmarken managt.
Das ist sicher ein Vorteil, wenn es da um ein Turnaround geht.
Und zweitens ist Chipotle bislang ja vor allem ein amerikanisches Unternehmen.
Die internationale Expansion ist ziemlich in den Anfängen.
In Deutschland haben wir, glaube ich, zwei Filialen, beide in Frankfurt.
Ich würde ja mal wirklich auf eine Hauptstadtfiliale hoffen.
Und dabei könnte natürlich Starbucks helfen.
Nach großen Synergien klingt das aber nicht, weil nur weil ich Kaffee und Borites verkaufe, kann ich ja nicht automatisch meine Kosten im Griff haben.
Aber selbst wenn sie bei Chipotle die Kosten eben senken oder insgesamt schaffen, die Kosten um 10 Prozent zu senken, das hat die EFT nochmal schön vorgerechnet, man käme dann so auf Einsparungen von 770 Millionen Dollar und das wäre so eine Rendite nach Steuern auf das eingesetzte Kapital.
von nur 6 Prozent dafür, aber das ist schon sehr großzügig gerechnet, also es kann auch schnell abschmelzen und dann fragt man sich, warum haltet man sich das eigentlich alles auf?
Also es klingt nicht nach einem logischen Deal.
Nee, das muss ja auch alles noch gemanagt werden, also Brian Nickel in allen Ehren, aber warum will er sich eine zweite Baustelle aufhalsen?
Er hat mit Starbucks noch genug zu tun und darüber hinaus...
wissen wir ja aus zahlreichen Transaktionen, Minus mal Minus ergibt nicht unbedingt Plus.
Also zwei Unternehmen mit Margenproblemen ergeben nicht zusammen automatisch ein Unternehmen mit höherer Profitabilität.
Und übrigens der heutige Chip-Hortel-Chef Scott Boatwright war sechs Jahre lang Nichols Direktor, Mitarbeiter.
Und wenn er jetzt sagt, er kann es besser führen, hat er ja so ein bisschen auch ein Problem mit seinem Nachfolger.
Also mal schauen, ob aus diesen Gerüchten ein wirklicher Deal wird.
Wir wissen es nicht, aber trotzdem war es mal interessant, auf beide Ketten nochmal zu schauen, die ein relevanter Player auch bleiben.
Und so oder so, ob sie Probleme haben oder nicht, sehr interessante Unternehmen, die unseren Alltag prägen.
Ja, Starbucks sollte sicherlich dafür sorgen, dass Brian Nickell motiviert bleibt.
Aber eigentlich sollte das Paket, was er hat, dafür ausreichen.
Denn dafür jetzt Chipotle zu kaufen, damit der Herr CEO seinen Spaß hat, das wäre ein ziemlich hoher Preis.
Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, wir sind am Ende dieser Folge.
Danke für Ihre Zeit, für Ihre Treue.
Kommen Sie gut durch die Woche.
