# AI Capital Crunch and Active Fund Underperformance

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-14

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über einen Casino-Vergleich, der die Chip-Branche weltweit erschüttert.
Über das Pulver, das JP Morgan plötzlich trocken hält und über Siri im Abo.
Im Thema des Tages verraten wir euch, warum die Stockpicker ausgerechnet in ihrem Traumjahr gegen den Index verlieren und ob dem Berufsstand langsam die Ausreden ausgehen.
Und in der AAA-Idee dreht sich alles um ein Unternehmen, das jetzt die Kampfdrohnen-Offensive in Europa startet.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Mittwoch, der 14.
Oktober und wir wünschen euch einen besonnenen Start in den Tag.
Besonnen, weil einer der wichtigsten Chip-Bosse der Welt gerade das Gegenteil diagnostiziert.
Hocktan, das ist der Chef von Broadcom, der hat KI-Anleger mit Glücksspielern verglichen und hat gesagt, viele Investoren haben keine Ahnung, worin sie investieren.
Das sei fast wie Casino.
Das ist eine interessante These von einem Mann, dessen Aktie ja zu den größten KI-Gewinnern gehört eigentlich.
Das ist fast, als würde der Kruppier die Gäste im Roulette-Tisch vor irgendwelchen neuen Investments warnen.
Schöner Vergleich.
Ja, ganz falsch liegt er aber nicht.
Laut Wall Street Journal ist nämlich der Optionshandel auf Einzelaktien so hoch wie seit dem Meme-Hype 2021 nicht mehr.
TAN legt aber sogar noch nach.
Nicht mehr die Chips seien der Engpass beim KI-Ausbau, sondern das Kapital.
Das habt ihr ja häufiger jetzt schon in der Vergangenheit hier drüber gehört.
Genau das hat auch die Chip-Werte rund um den Globus erwischt.
In Südkorea brach SK Hynix um bis zu 11 Prozent ein.
Samsung um bis zu 9.
ASML verloren 4,2 Prozent.
Infineon 2,1.
AX-Ton 2,9.
Und süß Microtech 3,1 Prozent.
Und Siemens Energy, die rutschen gleich mal mit ab, weil die ja den Strom für die Rechenzentren liefern.
Und ja, wenn kein Geld da ist, kein Kapital, wird kein Rechenzettung gebaut und dann braucht es auch keinen Strom.
Ja, das Verrückte ist aber, auf Index-Ebene hat man von diesen schlechten Zahlen gestern kaum etwas gesehen.
Der DAX schloss 0,1 Prozent tiefer bei 25.251 Punkten, allerdings 200 Punkte unter dem Tageshoch.
Der Euro Stocks 50 verloren 0,6 Prozent und in New York, joa.
Der S&P 500 notierte praktisch unverändert bei 7.805 Punkten.
und Dow Jones jeweils mit 0,3 Prozent im Minus.
Ruhe an der Oberfläche, ausverkauft runter.
Das ist die Entenbörse, wo es oben so schön ruhig ist und unten wird gebuddelt.
Und gebuddelt wurde ja, wir haben es schon gesagt, den Halbleinern.
Die haben den fünften Tag in Folge verloren.
Und jetzt kommt noch eine Zahl, die so ein bisschen stutzig macht, wenn man so diese Entenbörse anguckt.
Der S&P 500 ist seit 53 Handelstagen nicht mehr um ein Prozent gefallen, ein Prozent oder mehr.
Und so eine lange Ruhephase gab es zuletzt im Januar 2020.
Ich will jetzt ja nichts beschwören, aber Januar 2020, war da nicht was?
Ja, da kam kurz danach dann...
Corona und der Crash.
Es heißt nicht unbedingt, dass so eine lange Ruhephase unbedingt ein Crash-Signal ist, aber was sie zeigt ist, wie sorglos der Markt gerade ist, wo doch unter der Oberfläche so richtig, ja, wild hin und her geht, aber oben schön glatt.
Schön glatt.
Das ist übrigens nicht nur Hock Tan, der gerade Stimmung macht.
Das wird ja auch weiterhin China als Grund für die miese Stimmung im Sektor genannt.
Der Speicherchip-Hersteller CXMT meldet ja, wir haben auch diese Woche schon drüber gesprochen, weiterhin Fortschritte bei der neuen DRAM-Architektur.
Wobei Profis da ja noch eher abwinken.
Genau, CX-MT hat noch keine Serienproduktion nachgewiesen.
Da sieht man ja auch die Zahlen, die haben wir ja auch genannt.
Und bei HBM, das sind diese Hochleistungsspeicher für Nvidia, spielt das überhaupt keine Rolle, CX-MT.
Und das zeigt eher, wie dünnhäutig die Stimmung ist.
Und wenn man mal die Bewertungen sich anschaut, da sieht man auch, wie dünnhäutig die Stimmung ist.
Weil SK Hynix und Samsung kommen auf Basis der Gewinne für 2027 auf einen KGV.
Von vier, das ist so, ich glaube, unter VW noch.
Und Micron, da kommen wir auf sechs.
Ja, das ist wirklich verrückt.
Das muss man sich mal vorstellen.
Die Bugenbranche der Welt ist so billig wie Europas kriselnde Autobauern.
Der Markt glaubt den Gewinn gerade einfach nicht.
Und das passt auch so ein bisschen zu einer neuen 4-Minute-Umfrage der Bank of America.
Der most crowded trade, also der überfüllteste Trade der Welt, long auf globale Halbleiter.
Und 45 Prozent der Profis rechnen 2027 mit einer KI-Blase.
Doch.
dass sie platzt wahrscheinlich dann.
Aber ich finde 45 Prozent 2027, da haben wir noch ein bisschen.
Aber was man auch gut sehen kann, das Geld, das wandert nicht raus aus der Börse, sondern einfach, es wandert innerhalb der Börse einfach zum Nächsten.
Und plötzlich waren Aktien gesucht, die als KI-Verlierer gelten.
Am Dienstag SAP plus 1,5, Scout 24 plus 2,1, Nemechek plus 1,7 und Microsoft, ja sie lebt noch, hat das erste Rekordhoch seit über einem Jahr markiert.
Und seit dem Juni-Tief hat die Aktie 54% zugelegt.
1,4 Billionen Dollar an Börsen werden geschaffen.
Software schlägt Hardware.
Verrückte Welt.
Die Logik dahinter, wenn der Kapitalmarkt knausriger wird, gewinnen die, die ihre Investitionen aus dem laufenden Geschäft bezahlen.
Und die Summen sind gewaltig, die da gerade im Spiel sind.
Laut Apollo könnten Amazon, Alphabet, Meta, Microsoft und Oracle dieses Jahr zusammen 892 Milliarden Dollar investieren.
Vor einem Jahr hatte man noch 465 Milliarden Euro gerechnet.
Zum Vergleich, der deutsche Staat kam 2025 auf gut 170 Milliarden Dollar in Investitionen.
Daran sieht man mal, wie wenig das ist und wie wir in diesem internationalen Wettbewerb einfach immer den kürzeren Grade ziehen.
Ein Fünftel dessen, was eben fünf US-Konzerne verbauen.
Und die finanzieren das zunehmend über Anleihen.
Und das treibt die Zinsen.
Sogar EZB-Chefvorksvort Philipp Lane sagt jetzt, der KI-Boom trage zum Anstieg der langfristigen Zinsen bei.
Weil die Sorgen hat, das ist schon mal gut erkannt.
Ein bisschen spät, aber immerhin.
Ja, und damit sind wir dann auch beim Anleihenmarkt.
Die zehnjährige US-Rendite liegt bei 5,21 Prozent.
Etwas Entspannung kam da vom New York-Fat-Chef John Williams.
Er sagt, eine Zinserhöhung dieses Jahr, ja.
2027 dann aber wohl keine mehr.
Und das hat die Wall Street von den Tiefs geholt.
Hartnäckig bleibt dagegen das Öl.
Brent kostet 106 Dollar.
Zinsen sind auch das Stichwort für die amerikanischen Banken, die die Berichtssaison eröffnet haben.
JP Morgan hat beim Gewinn enttäuscht.
5,57 Dollar je Aktie statt der Wahl hat er 5,92.
Goldman Sachs dagegen hat die Erwartungen pulverisiert.
17,01 statt 12,82.
Und Citigroup glänzte mit 27 Prozent mehr Gewinn je Aktie.
Trotzdem gab es bei den Bankaktien eher lange Gesichter.
Die Sorge, besser als jetzt wird es nicht mehr.
Nun bei JP Morgan wurden die Aktienrückkäufe radikal gedrosselt von 6,7 Milliarden Dollar im zweiten Quartal auf gut eine Milliarde.
Da hält jemand das Pulver trocken.
Obendrein muss die Bank of America 1,2 Milliarden Dollar Strafe zahlen wegen Geldwäsche und Sanktionsverstößen.
Kommen wir vom Bankschalter ins Wohnzimmer.
Apple hat Homeview vorgestellt.
Ein smartes Display mit Siri AI für 209.
90 Dollar an der List.
Denn Ives jubelt und bleibt bei seinem Kurssee von 400 Dollar.
Und spannender ist noch das Kleingedruckte.
Für die KI-Funktionen aus der Cloud gibt es Tageslimits.
Mehr Zugang soll es nur gegen Gebühr geben.
Das klingt sehr nach Siri im Abo.
Siri würde ich jetzt nicht abonnieren.
Aber vielleicht kann die jetzt auf einmal was.
Und dann aber, wenn sie was kann, muss ich dafür extra zahlen.
Das wäre frustriert, aber gut.
Vielleicht musst du gerade deshalb extra zahlen, weil sie jetzt plötzlich was kann.
Mal abwarten.
Schauen wir mal.
Und dann noch eine Kehrseite des Chip-Booms.
Der weltweite Smartphone-Absatz ist im dritten Quartal um 20 Prozent eingebrochen wegen knapper Bauteile und höhere Preise.
Zum Schluss noch ein Blick nach Berlin.
Ein Treffen zwischen linken Chef Luigi Partisano und Vonovia-Chef Luca Mucic ist geplatzt.
Schreitpunkt ist, ob ein Journalist mit am Tisch sitzt oder eben nicht.
Mucic kündigt an, Berlin werde in der Neubaupipeline schwächer vertreten sein.
Vonovia besitzt ja in der Hauptstadt rund 130.000 Wohnungen.
und die Linke will bekanntlich gerade große Wohnungskonzerne vergesellschaften.
Wenn man sich jetzt nicht mal auf so eine richtige Sitzordnung einigen kann, ist das meistens ja kein gutes Omen für die ganz großen Fragen.
Tja, die Aktie quasi unverändert irgendwie um die 16 pendelt sie.
Also es ist schon krass, wie günstig es zu haben ist.
Komme ich schnell zum Termin.
Heute der wichtigste Termin in Europa.
ASML legt Zahlen vor.
Die Erwartungen sind hoch.
Aber eigentlich zählt 2027.
Analysten rechnen mit fast 40 Prozent mehr Gewinn.
Der Haken erstmals seit Jahren könnten die neuen Aufträge unter dem Umsatz liegen.
Das wäre natürlich misslich.
Dann geht der Bankreigen weiter.
Bank of America, BlackRock, Morgan Stanley und State Street.
Ja, und makroseitig ist auch noch ein bisschen was los.
Es kommen nämlich noch die US-Verbraucherpreise für September.
Erwartet wird da ein Anstieg der Inflationsrate von 3,4 auf 3,6.
Die Kernrate soll von 2,4 auf 2,5 Prozent zulegen.
Fällt das nicht schlimmer aus als befürchtet, könnten Anleihen da eine Erleichterungsrallye hinlegen.
Am Abend folgt in das Beispuk der FED und noch ein Termin für die KI-Debatte.
Anthropic will nämlich laut CNBC ausgewählten Investoren erstmals Quartalszahlen zeigen.
Die Optionsmärkte...
Preisen für diesen Tag allerdings kaum Schwankungen ein.
Schauen wir mal, ob die Ruhe hält oder ob sich wirklich das Uuuuh am Ende durchsetzt.
Wir bleiben besonnen.
Das Thema des Tages.
Lea, erinnerst du dich noch an die große Börsenparole vom Jahresanfang 2026, so hieß es?
Sollte das Jahr der Stockpicker werden und jetzt liegt die Halbjahresbilanz vor und Was deutlich wird, 67% der aktiven US-Fonds für Big Caps haben schlechter abgeschnitten als der S&P 500.
Zwei von...
Drei.
Ja, die Bilanz kommt vom Indexanbieter S&P Dow Jones Indices.
Der hat nämlich im Januar selbst gefragt, ob jetzt das Jahr der Stockpicker kommt mit Fragezeichen.
Dabei war das Umfeld eigentlich wie gemalt für aktive Manager.
Wie das zusammenpasst und ob von dem Berufsstand, dem gerade so ein bisschen die guten Argumente und vor allem auch die Ausreden ausgehen, das wollen wir euch jetzt mal im Thema des Tages einmal erklären.
Fangen wir vielleicht mal an mit wie gemalt.
Profis schauen auf die sogenannte Dispersion.
Übersetzt heißt das, wie weit laufen die einzelnen Aktien auseinander?
Marschieren alle im Gleichschritt, kann auch der beste Fondsmanager wenig ausrichten.
Laufen sie weit auseinander, dann zahlt sich gutes Aussortieren aus.
Und sie sind auseinandergelaufen.
Wie selten.
Die Streuung im S&P 500 war im ersten Halbjahr so hoch wie seit 2008 nicht mehr.
Und das muss man sich wirklich mal vorstellen.
So weit auseinander lagen die Aktien zuletzt in der Finanzkrise.
Und dazu kam etwas, wovon aktive Manager seit Jahren träumen, nämlich die Magnificent Seven.
Die haben im ersten Halbjahr, danach war es dann wieder anders, aber zumindest im ersten Halbjahr, wo die Statistik ja spielt, ihre Macht verloren oder an Macht verlorene Gewicht ist nämlich im S&P 500 von fast 35 auf knapp 32 Prozent gefallen.
Die Gewinner kamen aus der zweiten Reihe.
Die fünf besten Aktien im Index waren alle Chip- und Hardware-Werte.
Sprecherspezialisten wie Micron und Sundisk, kein einziges Max7-Mitglied war dabei.
Das Indexgewicht dieser fünf hat sich fast vervierfacht.
Und die Nebenwerte, die haben richtig abgeräumt.
Mid-Caps plus 17 Prozent, Small-Caps sogar plus 24.
Und der große S&P 500 kam im ersten Halbjahr nur auf plus 10 Prozent.
Ja, also weg von den Riesen und hin zur Breite.
Genau das, was aktive Manager seit Jahren schon predigen.
Und trotzdem lagen auch bei den Mid-Caps 74 Prozent und bei den Small-Caps 69 Prozent der Fonds hinten hinter dem Index.
Und da stellt sich natürlich die Frage, warum das so ist.
Man kann das am ehesten so sagen, das erste Halbjahr war ein einziges Schleudertrauma, wenn man sich mal die unterschiedlichen Branchen anschaut.
Im ersten Quartal kam der Krieg im Nahen Osten.
Der S&P 500 hatte sein schlechtestes Quartal seit 2022.
Energie war der große Gewinner, plus 38 Prozent.
Im zweiten Quartal dann das...
Beste Quartal seit 2020, Öl runter, Tech plus 32 Prozent und Energie ganz hinten.
Ja, wer im Januar richtig lag, lag im April komplett falsch.
Man sieht das schön am gleichgewichteten S&P 500, in dem ja jede Aktie gleich viel zählt.
Im Februar lag der gut vier Prozentpunkte vor dem normalen Index, im April viereinhalb Punkte dahinter, im Juni wieder vorn.
Die Breite war also da.
Man musste sie nur zweimal richtig erwischen.
Timing is a bitch.
Und da haben wir den weiteren Grund, warum das nicht so richtig funktioniert hat.
Und bei den Mid-Caps, da kam noch ein Haken dazu.
Da haben nämlich die größeren Mid-Caps das Rennen gemacht.
Der gleichgewichtete Mid-Cap-Index lag drei Prozentpunkte hinter dem normalen.
Und wer auf die Kleinen unter dem Mittleren gesetzt hat, der stand auf dem falschen Fuß.
Am härtesten hat es aber die Growth-Fonds erwischt.
Ihr Vergleichsindex hat im Halbjahr 12 Prozent gemacht, die Fonds im Schnitt nur 6 Prozent, also knapp die Hälfte.
Vermutlich stecken viele noch in Big Tech und Software, während die Musik aber längst bei den Speicherchips spielte.
Aber Holger?
Ein Halbjahr ist ja noch kein Urteil über eine Gesamtsituation, oder?
Das stimmt, zumal ja Max 7 jetzt wieder zugelegt hat nach dem Halbjahr.
Da wird sich noch einiges verschieben.
Aber es gibt noch eine andere brutale Zahl.
S&P hat über 15 Jahre 339 amerikanische Growth Funds für große Werte verfolgt.
Und wie viele lagen am Ende vor ihrem Index?
Kein einziger.
Nada.
Null.
Entweder sie waren schlechter oder es gibt sie gar nicht mehr.
Das ist misslich, oder?
Misslich.
Ja, das wäre so wieder ein, zwei Lieblingswörter dafür, ja.
Ja, es ist aber auch gar kein Einzelfall, dass es viele von diesen Fonds nicht mehr gibt.
Also mehr als 20 Jahre ist ja noch gut ein Drittel aller großen US-Fonds noch am Markt.
Der Rest wurde in der Zeit geschlossen oder wurde verschmolzen.
Meistens, weil es nicht ganz so gut lief.
Ja, und viele Statistiken lassen diese Fonds einfach weg und dann sieht die Branche besser aus, als sie ist.
S&P zählt sie mit und dann liegen über 20 Jahre fast 93 Prozent der großen US-Fonds hinter dem S&P 500.
Es gibt aber auch Bereiche, in denen die Aktiven gut aussahen.
große US-Werte lagen im Halbjahr nur 29 Prozent hinten, bei Schwellenländerfonds 38 und bei Nebenwerten aus Industrieländern außerhalb der USA lag sogar die Mehrheit vor.
Moment mal, über 15 Jahre liegen bei Value aber wieder gut 92 Prozent hinten und auch bei den Schwellenländern sind es auf lange Sicht 85 Prozent.
Da muss man wieder sagen, ein gutes Halbjahr macht doch keinen Bessermacher.
Ja, da hast du natürlich recht.
stellt sich die Frage, was heißt das denn jetzt für unser und euer Depot?
Naja, das, was wir eigentlich hier schon seit dem Start von Alles auf Aktien predigen, die Basis gehört in einen breiten, günstigen ETF.
Und wenn Stockpicker nicht mal im perfekten Umfeld liefern, wann sollen sie das denn dann tun?
Und zweitens, bei den großen US-Wachstumswerten zahlt ihr mit aktiven Fonds mit hoher Wahrscheinlichkeit drauf.
Da wehe ich dann auch raus.
Ja und wer trotzdem aktiv investieren will, macht das als Beimischung und eher dort, wo wenige Analysten hinschauen.
Etwa bei Nebenwerten außerhalb der USA, aber mit der Erwartung, dass auch dort auf Dauer die meisten hinliegen können.
Und drittens.
Da muss man wieder auf die Kosten schauen, weil die Zahlen von S&P sind nach Gebühren berechnet.
Ein guter Teil der Lücke ist einfach das, was der Fonds jedes Jahr an Gebühren einbehält.
Ja, fairerweise muss man aber auch sagen, beim Index sind keine ETF-Kosten abgezogen.
Nur kostenbreite ETFs halt einen Bruchteil aktiver Fonds.
Und untersucht wurden US-Fonds nicht das, was euch Eurobank am Ende auch anbietet.
Unser Fazit, die Chance für Stockbicker, die war durchaus da.
Genutzt hat sie nur eine Minderheit.
Und solange nicht mal das perfekte Umfeld reinkommt, Vielleicht bleibt der Index der härteste Gegner, den es an der Börse gibt.
Und ETS, das Maß der Dinge.
Die Bundeswehr geht gerade so richtig auf Drohnen-Einkaufstour.
400 bis 500 unbemannte Kampfflugzeuge möchte sie sich anschaffen.
Sogenannte Loyal Wingmen.
Das sind quasi die neuen Flügelleute eines Kampfjets.
Sie fliegen nebenher und übernehmen die Jobs, bei denen man keine Piloten riskieren will.
Um diesen Großauftrag ist ein ziemliches Gerangel entstanden und Airbus hat jetzt vorgelegt mit dem ersten Europa-Flug der Kampfdrohne Valkyrie.
Grund genug, sich Airbus in der Triple-E-Idee mal genauer anzuschauen.
Gebaut hat die Valkyrie eigentlich der US-Rüstungskonzern Kratos, mit dem Airbus ja seit Juli vergangenen Jahres zusammenarbeitet.
Abgehoben ist sie jetzt am 29.
September auf einem Testgelände irgendwo in Neudeuropa, allen Anschein nach in Nordschweden.
Und dort ist sie in Höhen zwischen 3000 und gut 9000 Metern unterwegs gewesen mit bis zu 80 Prozent der Schallgeschwindigkeit.
Airbus spricht von einem makellosen Flug.
Waffen hatte sie allerdings keine an Bord.
Ungewöhnlich sind vor allem Start und Landung.
Die Valkyrie braucht keine Startbahn.
Sie wird mit Raketenboostern von einer Rampe in die Luft geschossen.
Und das hat einen recht ernsten Hintergrund.
Im Kriegsfall gehören Flugplätze nämlich zu den ersten Zielen.
Und eine Drohne, die von einem LKW-Einhänger aus starten kann, lässt sich verstecken und im Zweifel schnell verlegen.
Und bei der Landung wird dann ein Fallschirm ausgestoßen.
Zur Bergung des Modells wurde ein NH90-Hubschrauber eingesetzt.
Beim Test war übrigens niemand von der Bundeswehr dabei.
Dafür aber Beobachter.
Eine andere Nation.
Ja, schauen wir mal auf die Kerndaten.
Die Drohne ist gut neun Meter lang und wiegt beim Start höchstens drei Tonnen.
Waffen kann sie im Bauch oder unter den Flügeln tragen.
Und sie schafft mehr als 5000 Kilometer am Stück.
In den USA ist sie schon seit 2019 im Einsatz.
Airbus will ihr jetzt ein europäisches Gehirn verpassen.
Die eigene Steuerungssoftware Mars.
Die fliegt beim nächsten Europaflug Mitte nächsten Jahres zum ersten Mal mit.
So will Airbus sicherstellen, dass Europa am Ende selbst den Daumen drauf hat.
Bis 2029 soll das Ganze für die Luftwaffe auch einsatzbereit sein.
Und das ist ein ziemlich sportlicher Zeitplan.
Eine offizielle Ausschreibung gibt es nämlich noch gar nicht.
Bis Jahresende rechnet Airbus nur mit einem kleinen Studienauftrag.
Und erst nächstes Jahr wird dann klar, wie die Bundeswehr überhaupt einkaufen will.
Offen ist sogar noch, ob am Ende ein Modell den Zuschlag bekommt oder vielleicht mehrere Modelle.
Und die Konkurrenz schläft ja bekanntlich auch nicht.
Rheinmetall tritt zusammen mit Boeing Australien an mit der Ghostbat.
Die fliegt schon seit 2021.
in Australien und in den USA, in Europa allerdings noch nicht.
Und Helsing setzt auf eine Eigenentwicklung, die kommendes Jahr zum ersten Mal abheben soll.
Und General Atomics aus den USA bewirbt sich mit einem Modell Gambit und einem deutschen Industrieanteil.
Airbus sieht die Walküe deshalb als schnellste Brückenlösung, bis um 2032 die eigene doppelt so schwere Drohne Ravenstorm fertig ist.
Und Rüstungschef Michael Schöllhorn sagt, die Luftwaffe brauche heute bezahlbare Kampfmasse.
Bleibt die Aktie und die hat von dem Testlook jetzt erstmal kaum was mitgekriegt.
Airbus kostet aktuell rund 168 Euro und liegt damit knapp 16 Prozent unter dem Hoch der vergangenen zwölf Monate.
Das liegt vor allem auch am zivilen Geschäft, denn bis Silvester muss Airbus noch 323 Passagierjets ausliefern, um sein Jahresziel zu schaffen und daran zweifeln gerade viele Anleger.
Die Analysten sehen das deutlich entspannter, drei von vier Raten zum Kaufen.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 231 Euro.
24 Prozent Luft nach oben.
Selbst die eher vorsichtigen Analysten von Jefferies sehen die Aktie bei 200 Euro, also immer noch über dem heutigen Kurs.
Für euch heißt das, die Drohne ist eine nette Option obendrauf, den Kurs bewegen aber andere Zahlen.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAAA at Welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Viele Rückmeldungen und vor allem viele, viele, viele Fragen haben uns zu unserem Altersvorsorge-Depot-Exkurs aus der gestrigen Folge erreicht.
Und ganz ehrlich, es würde hier den Rahmen komplett sprengen, jetzt auf alle Nachrichten und Fragen einzugehen.
Aber ihr kennt uns ja.
Wir denken uns da gerade etwas Schönes für euch aus, um keine Frage offen zu lassen.
Genau, aber eine Frage will ich hier beantworten.
Es wird das Altersvorsorge-Depot bei der Auszahlung komplett besteuert, nicht nur irgendein Ertragsanteil.
Das war auch eine Frage, die da war.
Andere Fragen haben wir schon bei DevTorch-Jabits beantwortet, viele andere aber noch nicht.
Und da kommt eben diese Idee.
Und falls euch das neugierig gemacht hat, was da kommt, dann kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
