# Meta AI, LVMH Slump, and Zero-Fee Retirement

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-13

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Zuckerbergs neue KI-Offensive, das Handtaschenproblem vor LVMH und den schläfrigsten Börsentag des Jahres an der Wall Street.
Im Thema des Tages dreht sich alles um den Nobelpreis für Wirtschaft, der dem Armageddon eine Absage erteilt.
Und in der EEE-Idee verraten wir euch, was das gratis Altersvorsagedepot von Trade Republic wirklich wert ist.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Dienstag, der 13.
Oktober und wir wünschen euch einen hellwachen Start in den Tag.
Hellwache deshalb, weil die Wall Street gestern eher gedöst hat den ganzen Tag.
Das war der umsatzschwächste Handelstag des ganzen Jahres.
Gerade mal 12,6 Milliarden Aktien gegenüber die US-Börsen.
Im Schnitt sind es 18,6 Milliarden.
In den USA war Columbus Day, also Feiertag, und der Anleihemarkt hatte geschlossen.
Die Händler bei Goldman Sachs gaben der Aktivität auf einer Skala bis 10 Grad mal 2.
Und auch für den Rest der Woche erwarten die Optionsmärkte kaum Bewegung.
Die eingepreiste Schwankung beim S&P 500 bis Freitag liegt bei rund 1%.
Das ist einer der niedrigsten Werte der vergangenen 6 Jahre.
Und das in einer Woche mit Inflationsdaten und dem Start der Berichtssaison.
Das kann sich keiner ausdenken können.
Für mich klingt das ein bisschen nach der Ruhe vor dem großen Sturm.
Der S&P 500 trat bei 7.807 Punkten auf der Stelle, knapp unter seinem Rekord.
Der Nesdaq 100 verlor 0,7 Prozent und der Dow Jones gewann 0,4 Prozent auf 51.850 Punkte.
Bei uns, da war mehr los.
Der DAX stieg um 0,8 Prozent auf 25.278 Punkte.
geholfen hat, dass die Anleihemärkte ruhig blieben, weil eben Amerika geschlossen war und dass die Anleihemärkte ruhig geblieben, obwohl der Ölpreis wieder kräftig zulegte.
Bewegung gab es gestern trotzdem und zwar bei den Chips nach unten.
Die großen Halbleiterwerte haben die längste Verlustserie seit Juli hingelegt.
Vorneweg die Speicherhersteller.
In Südkorea brach der Cosby um 3,7 Prozent ein.
Dazu kommen Meldungen über Frotsche Chinas bei Speicherchips.
Da werden ja gestern über China und Speichelschips gesprochen.
Das ist zwar wahnsinnig hoch bewertet, aber anscheinend kommt da jetzt was in Bewegung.
Und das hat auch bei uns durchgeschlagen Infineon.
Die verloren 2,8 Prozent AX-Tron, 2,4 ASML in Amsterdam 1,6.
Und dahinter steckt eben die alte Sorge, ob sich die gigantischen KI-Investitionen bei höheren Zinsen noch rechnen und ob möglicherweise China.
uns auch da den Rang ablaufen könnte.
Ja, warten wir mal ab.
Ein Tech-Wert ist aber gestern genau gegen diesen Trend mutig angelaufen.
Meta mit plus 4%.
Zuckerberg hat Muse Wonderful vorgestellt, sein neues KI-Modell plus eine stärkere Variante namens Muse Wonderful.
Meta sagt, die Modelle seien mindestens genauso gut wie die besten von OpenAI und Anthropic.
Und Dan Ives, der war ja früher bei Wettbusch, ist jetzt bei Yorkville, hat sich selbstständig gemacht, hat sofort nachgelegt und seine Überschrift Zuckerbergs AI-Wette zahlt sich aus.
Und er bleibt bei Outperform mit Kursziel 900 Dollar.
Und sein Hauptargument ist die Reichweite.
3,6 Milliarden Menschen nutzten jeden Tag eine Meta-App.
Ein besseres Modell landet also direkt da, wo die Leute...
Ohnehin sind.
Ja, damit wirken die 130 bis 145 Milliarden Dollar Investitionen in diesem Jahr plötzlich wie Geld für Produkte, die ohnehin schon am Markt sind.
Aber ich finde auch vor allem die Kehrseite da noch relativ spannend.
Wenn nämlich jetzt die großen Plattformen eigene Spitzenmodelle haben, brauchen sie halt OpenAI und Anthropic weniger.
Für die reinen KI-Labore heißt das natürlich mehr Konkurrenz und das ausgerechnet im Jahr der geplanten Börsengänge.
Das ist natürlich sehr misslich.
Und Schwung gab es bei uns, nämlich bei den Rüstungswerten.
Rheinmetall war mit plus 2,5 Prozent.
Bester DAX-Wert, Hensoldt legte 5,8 Prozent zu, TKMS 3,5 Prozent.
Morgen Stanley rechnet mit mehr Aufträgen.
Dazu kam der neue NATO-Plan für die Ostflanke.
Auch die Banken haben sich erholt.
Der europäische Branchenindex gewann 1,5 Prozent.
Weniger erfreulich ist der Ölpreis, so hast du es eingangs schon gesagt.
Brent stieg um rund 2 Prozent auf 107 Dollar.
Am Wochenende ist ja der Krieg zwischen Saudi-Arabien und den Houthis eskaliert.
Gold fiel um 0,6 Prozent auf 4.168 Dollar je Unze.
Bitcoin um 1 Prozent auf knapp 82.800 Dollar.
Und am Abend hat dann noch LVMH-Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt.
Der Umsatz, der stieg um magere 1%.
Erwartet worden waren 1,5%.
Das klingt harmlos, aber das Problem, das steckt im Herzstück der Sparte Mode und Lederwahn.
Die ist organisch um 5% geschrumpft.
Die Analysten hat mit minus 1,6% gerechnet.
Und in den USA verlor dann die Aktie 2,5%.
Auch das ist misslich, wie du jetzt bestimmt sagen würdest.
Und der Grund für diese Misslichkeit ist China, was auch sonst.
In Asien ohne Japan ging der Umsatz um 5 Prozent zurück.
Dabei lief der Rest gar nicht schlecht.
Sephora wuchs zum Beispiel um 8 Prozent, Wein und Spirituosen um 6 Prozent.
Nur interessiert die Anleger von LVMA vor allem die Handtasche.
Und da waren die Erwartungen immerhin schon sehr, sehr niedrig.
Und dann war ich ja gestern noch beim Anleger-Call der Telekom.
Also es war ja so ein Live-Event für Kleinanlegende, wie die Telekom so schön sagt, mit Tim Höttges.
Und da durfte ich auch ein paar Fragen stellen.
Und erstmal musste ich so ein bisschen die...
KI-Fantasie etwas dämpfen.
Und Tim Höttges hat am Anfang so einen kleinen Impulsvortrag gemacht, in dem er mit vielen Zahlen hantierte und eine Euphorie versprüht hat, die jetzt in dem Aktien-Charge nicht so richtig zu sehen war.
Nämlich seit dem Chat-GPT-Moment Ende 2022 hing die T-Aktie dem DAX um 5 Prozentpunkte.
pro Jahr hinterher und das ist nicht wirklich KI-Fantasie.
Man hat es ja auch sehr schön gesehen, wie du ihm mit wenigen Sätzen diese Euphorie und den puren Optimismus ein bisschen aus dem Gesicht gezogen hast.
Man wird wahrscheinlich nie wieder eingeladen.
Ja, alles auf Aktien hast du würdig vertreten als kritischer Journalist, würde ich sagen.
Hat er dich denn umgestimmt?
Siehst du jetzt auch die große KI-Fantasie in der T-Aktie?
Na nicht wirklich.
Es war von 2,5 Milliarden Euro Einsparung bis 2030.
Das hat er ja schon in der vergangenen Woche bei den institutionellen Investoren gesagt.
Aber wenn ich 120 Milliarden Umsatz mache, sind 2,5 Milliarden Euro Einsparung bis 2030.
War nicht so richtig viel.
Und außerdem kommen ja noch KI-Kosten dazu, die man ja doch irgendwie dann da oben drauf rechnen muss.
Und deswegen so richtig, ja, ich fand, die Telekom ist gut aufgestellt für die Zukunft, das habe ich schon gesehen.
Aber man kann jetzt nicht der Teleaktion so eine KI-Bewertung verpassen.
Spannender war auch SpaceX ein eigenes Netz aufzubauen.
Verschlinge Zeit und Geld, hat er gesagt, hat versucht so ein bisschen so die Euphorie, die da Starlink entfacht hat, zu kappen.
Aber weiß ich nicht, das ist gelungen, aber das hat dann auch nicht so richtig viel geholfen.
Und was ich noch spannend fand, er hat gesagt, er würde Starlink keine Mobilfunkkapazitäten billig überlassen, so wie Vodafone, das hier zu Lande mit 1&1 gemacht hat.
Das fand ich schon krass, wie er so den Konkurrenten auch explizit angesprochen hat.
Ja, man kämpft mit allen Mitteln.
In den USA haben sich gestern übrigens T-Mobile, US, AT&T und Verizon ein bisschen erholt von dem SpaceX-Prügeln, die es ja am Freitag gab.
Wie steht er denn eigentlich dazu?
Hat er irgendwas zur...
Abspaltung von T-Mobile US gesagt?
Da hat Kollege Röhl nachgefragt und das war ein klares Nein.
Und was mir gefallen hat, dass er eben so ein bisschen die transatlantische Wirtschaftsbeziehung gesagt hat, nee, nee, das wäre alles toll, wir wollten das unbedingt behalten und da soll nichts abgespalten werden.
Und was ich auch toll fand, das war wirklich ein ehrlicher Call.
Keine abgesprochene Frage, ich konnte da wirklich fragen, was ich wollte.
Kein Stript und kein doppelter Boden.
Also insofern war das wirklich eine sehr ehrliche Veranstaltung.
Ja, siehste, dann ist es doch hier ein versöhnliches Ende, oder?
Und dann machen wir jetzt hier auch ohne Skript weiter mit den Terminen.
Nee, das stimmt nicht ganz.
Wir haben natürlich die Termine notiert.
Und da startet in den USA natürlich heute die Berichtssaison.
Traditionell mit den Banken.
JP Morgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo legen vor US-Staat ihre Zahlen vor.
Insgesamt sollen die Gewinne der S&P 500 Firmen im dritten Quartal um 25 Prozent steigen.
Dabei drücken steigende Renditen und Zinsmarge und Anleiheportfolios.
Und im Investmentbanking dürfte es nach starken Vorquartalen etwas abkühlen.
Dann gibt es noch den Weltwirtschaftsausblick des IWF.
Und dann kommen noch Zahlen von Givendon, UnitedHealth, Johnson & Johnson und Rio Tinto.
Das Thema des Tages.
In vielen Mail-Postfächern läuft gerade ein Konjunkturtest.
Kaum ist der Sommer vorbei, trudeln die ersten Urlaubsangebote fürs nächste Jahr ein.
Zwei Wochen Mallorca mit Frühbucher-Rabatt.
Ob jetzt irgendwer auf Buchen klickt, hängt allerdings kaum vom aktuellen Kontostand ab.
Es hängt vielmehr an der Vorstellung der nächsten Monate.
Ist der Job sicher?
Was kostet das Heizen im Winter?
Und wie geht es im Nahen Osten weiter?
Jede Entscheidung, die wir hier und heute treffen, ist eine kleine Wette auf die Zukunft.
Und wer dunkle Wolken sieht, klar, der bucht gar nicht.
Und für die einzelne Familie mag das vernünftig klingen, wenn man nicht bucht.
Millionenfach wiederholt wird aber daraus ein Problem für eine ganze Volkswirtschaft.
Die Hotels bleiben leer, die Reiseveranstaltungen stellen niemanden ein.
Und am Ende kommt genau die Flaute, vor der sie alle fürchten.
Wir nennen es in Deutschland auch Angst sparen.
Die Angst vor dem Armageddon kann das Armageddon aber selbst herbeiführen.
Das funktioniert allerdings auch andersrum.
Wenn die Aussichten glaubwürdig besser werden, ändern Menschen ihr Verhalten, bevor es auf dem Konto nur ein Euro mehr gibt.
Zuversicht wirkt wie ein Vorschuss auf die Zukunft.
Und genau für diese Einsicht haben gestern zwei US-Amerikaner den Wirtschaftsnobelpreis bekommen.
Robert Hall von Stanford und Michael Woodford von der Columbia University.
Und Woodforts Idee versteht man am besten an der Eisdiele um die Ecke.
Und die druckt im Frühjahr ihre Karte und die hängt dann den ganzen Sommer.
Und glaubt der Besitzer, dass Milch und Personal bald teurer werden, dann schreibt er die höheren Preise also gleich mit drauf.
Die Kugel kostet dann schon im März mehr, obwohl seine Kosten noch gar nicht gestiegen sind.
Also wer mit steigenden Preisen rechnet, sorgt selbst dafür.
dass sie steigen.
Hall hat sich die andere Seite angeschaut, uns Verbraucher.
Seine Erkenntnis von 1978, wir richten unsere Ausgaben danach, was wir für die Zukunft erwarten.
Ein Beispiel, wenn ihr seit Monaten wisst, dass die Gehaltserhöhung kommt, rennt ihr am Zahltag nicht los und kauft euch in einen Fernseher.
Den habt ihr natürlich schon längst bestellt.
Euer Verhalten ändert sich erst, wenn etwas Unerwartetes passiert.
Und wenn die Urlaubsmail dann ungelesen bleibt und ihr die einfach ungelesen liegen lässt, reagiert ihr also quasi genauso auf das Bild von der Zukunft.
Und früher funktionierte Konjunkturpolitik so ein bisschen wie eine Heizung mit Drehregler.
Das war so klassische keynesianische Politik.
Lahmt die Wirtschaft, dreht man auf.
In den Ölkrisen der 70er Jahre ist das dann aber gescheitert.
Arbeitslosigkeit und Inflation stiegen gleichzeitig, weil die Menschen die Teuerung längst in ihre Pläne eingepreist hatten.
Und Woodforts Lehre, Politik wirkt nur, wenn man mitdenkt, was die Leute von ihr erwarten.
Und sein Buch Interests and Prizes ist heute so die Blaupause fast aller großen Notenbanken.
Den stärksten Beweis für diese Macht der Worte hat Mario Draghi geliefert.
Im Sommer 2012 brannte die Euro-Krise und der damalige EZB-Chef sagte, whatever it takes.
Die Märkte beruhigten sich und das Anleihe-Kaufprogramm, das die EZB dafür geschaffen hatte, musste sie nie einsetzen.
Ein Versprechen hat gereicht, um die Stimmung zu kippen.
Und die Lehre hat allerdings eine Schattenseite.
Wenn Erwartungen so viel bewegen, wird der Staat zum obersten Stimmungsmacher.
Und Deutschland kennt diese Spirale vom Kurzarbeitergeld über den Doppelwumms mit 200 Milliarden Euro bis hin zu den Sondervermögen.
Irgendwann zählt dann mehr, ob ein Geschäftsmodell politisch abgesichert ist, als ob die Kunden es brauchen.
Den Gegenentwurf liefert FED-Chef Kevin Walsh.
Er hält ja Forward Guidance, also vorab Ansagen zum Zinskurs für ein Krisenwerkzeug, das als Dauerlösung.
ausgedient hat.
In Jackson Hole hat er jeden Hinweis auf den nächsten Zinsschritt verweigert und er hat ein Argument dafür.
2021 versicherte die Fed ja monatelang, die Inflation sei nur vorübergehend.
Danach musste sie die Zinsen so schnell anheben, wie seit den 80ern nicht mehr.
Können wir mal sagen, Zuversicht hat also enorme Kraft.
Es kommt nur darauf an, woher sie stammt.
Optimismus, den der Staat mit immer neuen Garantien erkauft, hält genau so lange, wie eben die Kasse des Staates noch irgendwas hergibt.
Und Optimismus, der auf eigenen Rücklagen beruht, übersteht auch einen Ölpreisschock oder den Krieg im Nahen Osten, den Woodford gestern selbst als akutes Risiko genannt hat.
Und damit sind wir auch schon bei den Privatanlegern.
Holzerkenntnis ist nämlich der Zwilling einer alten Börsenweisheit.
Konsum ändert sich nur bei echten Neuigkeiten, genau wie bei Aktienkursen.
Und echte Neuigkeiten kann per Definition niemand vorhersagen.
Und wer ein Notgroschen von drei Monatsgehältern hat und seinen ETF-Sparplan weiterlaufen lässt, wenn die Schlagzeilen nach Weltuntergang klingen, der braucht auch keine Forward Guidance.
Der hat dem Armageddon längst abgesagt.
Die AAA-Idee des Tages.
Lea, mal wieder eine kleine Frage vorab.
Ich mache wieder mal den Sommerfeld hier.
Und zwar habe ich folgende Frage, Lindtrüffel für 15 Cent oder ein Hershey's Kiss für einen Cent?
Was nimmst du?
Du hast gerade gesagt, du machst jetzt hier den Sommerfeld, dachte ich, du präsentierst mir hier eine Jahrhundertaktie.
Ich würde tatsächlich den Hershey's Kiss nehmen, weil ich eine familiäre Verbundenheit zur Marke Hershey's habe.
Aber wahrscheinlich würde die Mehrheit für den Lindtrüffel für 15 Cent votieren, oder?
Klingt nach einer Fangfrage.
Also die meisten haben tatsächlich in dem Experiment von dem Verhaltensökonom Dan Ariely entschieden, sie haben wirklich den Lindtrüffel für 15 Cent genommen.
Dann hat er beide Preise nochmal, und das ist das Interessante, um einen Cent gesenkt.
Dann war also der Trüffel für 14 Cent und der KISS war gratis.
Und plötzlich hat die Mehrheit dann den Gratis teilgenommen.
Die Null schaltet nämlich so den nüchternen Preisvergleich aus, obwohl der Unterschied immer noch 14 Cent war.
Das ist das Faszinierende.
Die Null macht den Unterschied.
Ja, Hershey's ist aber auch einfach underrated.
Naja, aber genau mit dieser Null will Christian Hecker, CEO und Gründer von Trade Republic, jetzt die Deutschen für das Altersvorsorgedepot gewinnen.
Der Berliner Neo-Broker hat heute angekündigt, das Altersvorsorgedepot von Beginn an komplett kostenlos anzubieten.
Keine Depotgebühr, keine Kosten für den Sparplan und, das ist der eigentliche Knaller an der Nachricht, keine Produktkosten.
Und das ist unsere AAA-Idee des Tages.
Vielleicht nochmal kurz zur Einordnung.
Das AVDA, das Altersvorsorge-Depot, das startet ja am 1.
Januar 27 und löst die, ja, formaldeilte Riesse-Rente ab.
Ihr spart in breit gestreuten ETFs, Fonds oder Euro-Staatsanleihen.
Einzelaktien, Krypto- und Hebelprodukte, die sind tabu und ausgezahlt wird frühestens mit 65 Jahren.
Und der Staat legt noch was drauf.
Wer 150 Euro im Monat spart, bekommt also die volle Zulage von 540 Euro, also 45 Euro im Monat.
kommen bis zu 300 Euro nochmal dazu.
Und wer gut verdient, der holt sich über die Steuer sogar noch mehr.
Bei 42% Grenzsteuersatz sind das rund 497 Euro im Jahr extra von Finanzamt.
Und in der Ansparphase gibt es keine Abgeltungssteuer.
Keine Vorabpauschale.
Das ist schon mal wunderbar während des Sparprozesses.
Allerdings kommt da der volle Steuerhammer bei der Auszahlung.
Da muss nämlich die komplette Auszahlung, also nicht nur der Kursgewinn, sondern die komplette Auszahlung versteuert werden.
Jetzt aber nochmal zur Null.
Was genau ist denn bei Trade Republic gratis?
Das werdet ihr euch jetzt bestimmt fragen.
Für 51 ETFs von BlackRock, DWS und Vanguard entfällt die TER, also die laufende Verwaltungsgebühr.
Die ist bei Indexfonds zwar niedrig, aber eben nie Null.
39 davon.
sind Aktien-ETFs zwölf Sätzen auf Anleihen.
Die braucht ihr später, wenn ihr vor der Rente den Aktienanteil ein bisschen runterfahren wollt.
Und auf der Liste steht das Who is Who.
Der iShares Core MSCI World ist mit gut 153 Milliarden Euro der größte ETF, der auf dieser Liste steht.
Und in den vergangenen zehn Jahren hat er im Schnitt 12,8 Prozent pro Jahr gebracht.
Dazu kommen noch der Vanguard S&P 500 oder der Vanguard Fuzzi All World mit Schwellenländern oder aber das neueste Kind aus dem Stall Vanguard, nämlich der Vanguard Fuzzi Global All Cap.
Das ist ja der Welt-ETF zusätzlich mit Small Caps.
Und für die US-Skeptiker gibt es noch den Vanguard Fuzzi Allwood XUS, ganz ohne Amerika oder den X-Trackers S&P 500 Equal Weight, bei dem Nvidia genauso viel wiegt wie der kleinste Wert im Index.
Auffällig ist, viele dieser Fonds wurden erst dieses Jahr aufgelegt.
Die Fondhäuser bringen sich für das Milliardengeschäft also in Stellung.
Und auch die Order, die läuft ganz speziell, also eure Sparplan-Order, nämlich über die Schlussauktion auf Xetra.
nämlich genau einen Kurs, also keine Spanne zwischen An- und Verkauf.
Und gekauft wird dann einfach einmal im Monat zum Schlusskurs.
Und da gibt es eben, wenn es keine Spannung gibt, eben auch das dann umsonst.
Ja, da stellt sich natürlich die Frage, und die dürfte wahrscheinlich auch einige von euch jetzt interessieren, was ist diese Null denn in Euro eigentlich wert?
Wir haben das durchgerechnet mit den echten Kursen des MSCI World.
40 Jahre lang seit Herbst 1986 jeden Monat 150 Euro plus 45 Euro Zulage.
Ohne Kosten stünden heute rund 740.000 Euro im Depot.
72.000 Euro eigenem Geld mit 0,2% Kosten, so viel verlangt BlackRock ja regulär für den MSCI World ETF, wären es nur rund 700.000 Euro.
Die Null ist also rund 40.000 Euro wert, wenn man sie mit 0,2% vergleicht.
Das muss ich mal vorstellen.
Das ist ja irgendwie 0,2.
Das klingt ja so wenig auf dem Papier, aber...
Das kann eben 40.000 Euro wert sein, wenn man das langfristig anlegt.
Und jetzt wird es richtig interessant.
Bei einem Prozent Kosten, wie das ja bei vielen Produkten der Fall ist, dann landet ihr bei, und jetzt kommt es lediglich, 561.000 Euro.
Das wären dann schon 180.000 Euro weniger als im Gratis-Depot.
Zweieinhalbmal so viel, wie ihr selbst eingezahlt habt.
Das heißt also, Arialis Effekt lässt sich auch umdrehen.
Der Sprung von 0,2 auf 0 fühlt sich zwar toll an, der Sprung von 1% auf 0,2 bringt aber rund 139.000 Euro.
Das ist auch schon mal was.
Also wenn man statt einem nur 0,2 hat, das ist schon mal was wert.
Aber die Verbraucherzentrale, die warnt so ein bisschen vor diesen Billigangeboten.
Die größte Gefahr sei nämlich, dass Anleger mit günstigen Standarddepots angelockt werden und in der Beratung dann doch im teuren Vertrag landen.
Trade Republic ist ja mit der Null auch nicht alleine.
Wie sieht es denn bei der Konkurrenz aus?
Da gibt es weitere Nullen, nämlich Scalable erstattet mit dem Rentenbonus ebenfalls die Produktkosten.
Da weiß man nicht so richtig, was das für Gratis-ETFs sind und die können auch wechseln.
Das ist so ein bisschen misslich.
Und ihr zahlt auch den Spread.
Gut, der ist jetzt nicht so groß, das wird jetzt nicht den ganz großen Unterschied machen.
Aber Smart Broker Plus, die sind für drei Jahre kostenlos und danach fallen dann die ETF-Kosten an.
Und die Deka, die wirbt mit 0,1 Prozent.
Das gilt aber nur fürs Standard-Depot.
Und das ist eben die Gefahr.
Geht ihr in die Sparkasse und sagt, hey, ich habe hier 0,1 gelesen, dann kriegt ihr vielleicht was anderes verkauft.
Und das könnte dann möglicherweise individuell zusammengestellt dann eher so 1 bis 1,5 Prozent sein, weil da gibt es nämlich bei individuell zusammengestellten Depots gibt es nämlich keine Kostenobergrenze.
Ja, jetzt fragt ihr euch natürlich, wo ist da der Haken?
Klingt ja irgendwie alles erstmal so ohne Kosten, ein bisschen zu schön, um wahr zu sein.
Und Trade Republic startet ja auch gerade mit der Aktion, dass die größte Werbekampagne aller Zeiten, der ganzen Historie des Neobrokers, Altersvorsorge-Depot und Trade Republic, das soll ja dann zusammengehören wie die Brille und Vielmann.
Irgendwer muss das aber ja am Ende auch bezahlen, oder?
Es wird natürlich, irgendwo muss ja verdient werden und verdient wird mit anderen Dingen, beispielsweise an Karten oder am Handel außerhalb des Altersvorsorge-Depots.
Das Depot soll so ein bisschen der Türöffner sein, wobei man bei Trade Republics Dinge auch eröffnen kann, ohne überhaupt da Kunde zu sein.
Also man kann einfach nur ein Altersvorsorge-Depot machen.
Man muss da nicht noch ein anderes Depot haben.
Und das eigentliche Risiko ist so ein bisschen diese Gratisliste.
Da sagt zwar, Trade Republic spricht von langfristig eine verbindliche Laufzeit, nennt aber Hacker nicht.
Er sagt aber, es gäbe keinen Plan, später Gebühren einzuführen.
Das hat er wirklich so wörtlich gesagt.
Ja, und ein Gratis-Branchenfonds bleibt ein Branchenfonds.
Der Tech-ETF von X-Trackers hat zwar 23,4 Prozent im Jahr gebracht.
Das Klumpenrisiko bleibt aber auch bei null Gebühren.
Den kannst du nämlich auch besparen für null.
Das finde ich faszinend.
Aber meinen Nels-Tag 100 kann ich nicht besparen.
Das ist auch wieder misslich.
Wir haben jetzt heute viele missliche Sachen hier.
Jetzt nenne ich die Frage, liebe Lea.
Wäre jetzt das AVD was für dich?
Ja, für den Kern der Rente auf jeden Fall.
Ein Welt-ETF ohne Einzelkosten ist ja wirklich schwer zu schlagen.
Man muss aber ja nicht gleich im Januar losrennen.
Die Zulagen gibt es ja fürs ganze Jahr 2027.
Wer erst später einsteigt, verschenkt also nichts.
Und bis dahin liegen auch die zertifizierten Preisverzeichnisse vor.
Unser Fazit lautet für Welt-ETF-Spar.
ist so ein Gratisangebot kaum zu unterbieten.
Aber achtet drauf, welchem Anbieter ihr immer machen wollt, dass euer Fonds auch wirklich auf dieser Gratisliste steht und dass es möglichst dann auch nicht immer die Gratisliste alle zwei Wochen sich ändert.
Und der tollste Fehler wäre aber, wenn ihr euch zur Bankberatung aufmacht und dann mit 0,1% Idee in den Laden reingeht und mit einem Produkt von 1,5% wieder rauskommt.
Das war alles Waktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns an der Mail in AAA, also a.altwelt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und Dietmar, der schickt uns liebe Grüße aus Schleswig-Holstein.
Und eine Anmerkung, seiner Einschätzung nach, steckt hinter dem Modeerfolg von Adidas nicht der Samba-Sneaker, sondern der Handball-Spezial.
Der bestehe aus Wildleder und sei in diversen Farbkombinationen erhältlich.
Dietmar ist Handballer, Anhänger des THW Kiel und trägt in die Schuhe schon seit 1978.
Das müffelt bestimmt, wenn man die so lange am Fuß hat, oder?
Ja, vielleicht hat der Dietmar ja in der Zwischenzeit auch einfach ein paar Farbkombinationen durchgetestet.
Das traue ich ihm zu, dass er den Schuh mal gewechselt hat in den Jahren.
Ich finde es übrigens ganz hervorragend, wie viele Handballer wir eigentlich unter unseren Hörern haben.
Das haben wir auch beim Summit festgestellt.
Und zwar, dass wir nicht nur Spieler, sondern auch die wichtigsten Entscheider der Top-Ligen in unseren Reihen wissen.
An dieser Stelle mal liebe Grüße an Markus.
Er hat zwar in der abgelaufenen Saison den Bundesliga-Abstieg von GWD Minden an der Pfeife begleitet.
Ich sah ihm jetzt hier aber live auf der Tonspur einmal verziehen.
So, aber jetzt nochmal zurück zu Dietmar.
Aber nicht zu Dietmar aus Kiel, sondern zu Dietmar aus Berlin.
Was erwartet uns denn bei Defner und Schäpe, Zeuger?
Erzähl mal.
Wir werden heute so ein AVD-Spezial machen.
Sobald jetzt ja wirklich die meisten Konditionen klar sind, werden wir nochmal alle Konditionen durchgehen.
Wir werden nochmal sagen, für wen sieht das Lohn, wie das steuerlich aussieht, ob man seine alte Riester-Rente behalten soll, umwechseln soll, was es für...
Besonderheiten gibt und und und.
Also wirklich so ein ganzes Spezial.
Und danach wisst ihr alles zum Altersvorsorgedepot.
Und das wollt ihr nicht verpassen, das zu wissen, weil da ist ja wirklich, wir haben ja gesagt, wie viel Kohle da gemacht werden kann und wie es da auch vom Staat gibt.
30 Prozent obendruf.
Das sollte man nicht verpassen.
Und uns sollte man übrigens auch nicht verpassen.
Morgen hier wieder, liebe Lea.
Dann deswegen heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Ja, und wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
