# China AI Valuation Gap and Adidas Running Pivot

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-12

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über einen Waffenstillstand, von dem Zelensky nichts weiß.
Ein neues Börsenkürzel, das Hedgefonds nervös macht und was sonst noch wichtig wird in dieser Woche.
Im Thema des Tages verraten wir euch, ob Chinas KI-Boom Hype oder Chance ist und wo ihr vor allem für Politik bezahlt.
Und in der AAA-Idee dreht sich alles um eine Aktie, die jetzt richtig ins Laufen kommen könnte.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 12.
Oktober.
Und wir wünschen euch einen friedlichen Start in die Woche.
ist das Wort der Stunde, zumindest wenn es nach Donald Trump geht.
Der hat am Sonntag in Großbuchstaben einen Energiewaffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine ausgerufen.
Beide Seiten hätten zugestimmt.
Das sind ja hervorragende Nachrichten.
Nur wusste Zelensky davon leider nichts.
Das ist neu für mich, hat er gesagt.
Und Moskau bombardiert weiter das ukrainische Stromnetz.
Mitte September hat Donald Trump ja noch verkündet, genau die gleiche Waffenruhe würde jetzt stattfinden.
Und die hat auch damals schon keine 24 Stunden gehalten.
Und dahinter?
Dann steckt natürlich der Ölpreis.
In drei Wochen sind Midterms und die Galone Diesel kostet in Amerika 6,28 Dollar.
Und das sind 70 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Und deshalb hat Trump am Freitag sogar einen Diesel-Deal mit Putin gemacht.
Aber sechs Senatoren aus beiden Parteien halten den...
für illegal.
Und er bringt kaum etwas, denn das eigentliche Problem liegt im Nahen Osten.
Am Samstag hat eine Houthi-Rakete den Flughafen von Riyadh getroffen.
Zwölf Menschen sind gestorben, mehr als 300 wurden verletzt und das ausgerechnet zum Welt-Erdöl-Kongress.
Die Chefs von Exxon, Shell, BP und Total haben daraufhin auch abgesagt.
Und Trump überlegt jetzt sogar gegen die Houthis einzugreifen.
Das wäre dann neben dem Iran eine zweite Front.
Und wenn man mal schaut auf Hyperliquid, da wird ja auch am Wochenende gehandelt, da kostete Brent 102,50 Dollar.
Das ist ein halbes Prozent mehr als am Freitag.
Und jetzt wird es ein bisschen paradox.
Die Wall Street scheint das nämlich kalt zu lassen.
Der S&P 500 hat die Woche mit 1,2 Prozent plus bei 7.811 Punkten beendet.
Das ist der zweithöchste Schlussstand der Geschichte.
Und Hyperliquid signalisiert auch für den heutigen Montag ein leichtes Plus für den S&P 500 und auch für den Nasdaq.
Und dabei gibt es heute durchaus was zu feiern.
Der Bullenmarkt nämlich, der wird genau vier Jahre alt.
Am 12.
Oktober 2022 lag der S&P 500 bei 3.577 Punkten.
Und seitdem hat er sich mehr als verdoppelt.
Fast 40 Billionen Dollar börsenwert sind dazugekommen.
Ja, und das Kuriose daran ist, dass trotzdem viele Profis nicht dabei sind oder kaum dabei sind vielmehr.
Die Netto-Aktienquote der Hedgefonds war laut Goldman Sachs im vergangenen Jahr nur selten niedrig.
Ein Goldman-Händler hat dafür kurz ein neues Kürzel erfunden.
FOBU, also Fear of Benchmark Underperformance, die Angst, hinter dem Index zurückzubleiben.
Das ist wirklich misslich.
Beim DAX, da sieht es nüchterner aus.
in der vergangenen Woche ein Minus 0,6 Prozent gemacht.
Und wenn man mal ein Jahr zurückguckt, ist er unverändert.
Der DAX hat wirklich nicht richtig viel gemacht.
Aber in der vergangenen Woche, da hat ein paar Aktien zugelegt.
Spitzenreiter war Zalando mit fast 7 Prozent plus, Schlusslicht Infineon mit fast 9 Prozent minus.
Und die Chip-Werte hat eine Schlagzeile über angeblich schwächere Open-AI-Umsätze erwischt.
Wir hatten ja in der Samstagsfolge darüber schon berichtet.
Und in den USA hat daraufhin sogar Intel 12 Prozent verloren.
Auferlegt ist auch die Deutsche Telekom mit einem Minus von 7 Prozent.
Und das kommt aus den USA.
Dort sind nämlich T-Mobile, US, AT&T und Verizon um 9 Prozent abgerutscht, weil Anleger fürchten, dass Elon Musk mit Starlink Mobile in den Mobilfunk drängt.
Der Technikchef von T-Mobile hält allerdings dagegen.
Mehr als 70 Prozent des Handyverkehrs finden in Gebäuden statt und da sind Funkmasten klar im Vorteil.
Und dann müssen wir noch über den Autosektor sprechen.
Die EU deckelt laut Bloomberg ab Dezember die Importe von Hybrid-Autos auf 350.000 Stück pro Jahr.
Formal gilt es für alle Länder, gemeint ist aber China.
Im August kam schon jedes vierte in Europa verkaufte Hybrid-Auto von dort.
Im Gegenzug senkt China die Zölle auf Autoteile und halbiert sie unter anderem für Schuhe, Eiscreme und Olivenöl.
Klingt jetzt ein bisschen nach Bazaar vielleicht, ist aber tatsächlich ein bisschen ernster, als man so denken könnte.
Europas Defizit im China-Handel liegt bei über einer Milliarde Euro pro Tag.
VW-Chef, Blume fordert vor dem Pariser Autosalon einen deutsch-französischen Schulterschluss.
40 Prozent der Marken von dort kommen aus China.
Noch kurz zu Nvidia.
Der Konzern verhandelt laut FT über die Übernahme des KI-Entwicklers Reflection AI.
Preis womöglich über 25 Milliarden Dollar.
Und damit wird der Schaufelverkäufer selbst zum Goldgräber.
Und wenn man schaut, was die Aktie übers Wortende gemacht hat, da lag sie ein halbes Prozent im Plus.
Und zum Schluss noch etwas fürs Poesiealbum.
Ray Dalio, Gründer von Bridgewater, sagt, ab einem gewissen Punkt macht mehr Geld nicht glücklicher.
Der wichtigste Glücksfaktor sei Gemeinschaft.
Ich meine, wenn ich 22 Milliarden Dollar schwer wäre, dann wäre das für mich auch wahrscheinlich leicht gesagt.
Aber sein zweiter Satz, der passt perfekt zu dieser Börse.
Erfolg hängt nicht davon ab, wie klug man ist, sondern wie anpassungsfähig.
Klingt so ein bisschen nach Darwin, aber kommt jetzt mit Ray Dalio nochmal neu.
Und du machst jetzt Termine, oder?
Ja, wir machen das Poesie-Album jetzt wieder zu.
Reicht dann auch mit dem poetischen Start in die Woche.
Schauen wir mal, was in der Woche generell so wichtig wird.
In den USA ist heute Columbus Day.
Die Börsen haben offen, der Anleihenmarkt ruht allerdings.
In Japan bleibt die Börse wegen des Sports Day zu.
Der wichtigste Termin der Woche dürfte die US-Inflation am Mittwoch sein.
Erwartet wird ein Anstieg auf 3,6 Prozent.
Donnerstag folgen dann Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze.
Am Freitag die endgültige Inflationsrate der Eurozone.
Vorläufig lag sie ja bei 3,8 Prozent, dem höchsten Stand seit drei Jahren.
Kommen wir zu den wichtigsten Unternehmensterminen diese Woche.
Heute Abend eröffnet LVMH die Luxussaison.
Erwartet werden magere 1,5 Prozent organisches Wachstum.
Immerhin wer ist Wachstum?
Um 18 Uhr veranstaltet die Telekom ein Live-Webcast für Privatanleger mit Tim Höttges.
Dort werde ich ja eure Fragen stellen.
Ihr könnt euch das hoffentlich auch live auf YouTube anschauen.
Und am Dienstag starten dann die US-Banken mit JP Morgan, Goldman Sachs, Citigroup, Wells Fargo.
Und dazu kommen Johnson & Johnson.
Die Bankaktien gehen übrigens geschwächt in diese Berichtssaison.
Morgen Stanley und Bank of America liegen fast 20 Prozent unter ihren Hochs.
Und dann gibt es neben den Banken noch BMW und Porsche, die informieren Analysten in Pre-Closed Calls, also kurz vor den Zahlen.
Am Mittwoch kommen dann noch die Bank of America, morgen Stanley und ASML.
Bei ASML rechnen Analysten mit einem Gewinnsprung von 94 Prozent.
Red Care Pharmacy stimmt auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über den neuen Chef ab.
Und am Donnerstag dann noch der KI-Geradmesser der Woche, TSMC.
Dazu Ericsson und Penno Rekar.
Und am Freitag kommen Investor AB, die Beteiligungsholding der Wallenbergs.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Das Thema des Tages.
Lea, erinnerst du dich noch?
2025, Ende Januar, ich glaube so irgendwie 24, 27 Januar war es.
Das war in Davos.
Und da hat, also nicht in Davos, sondern zu der Zeit, hat ein chinesisches Startup namens DeepSeek ein KI-Modell vorgestellt, das angeblich für einen Bruchteil der US-Kosten trainiert wurde.
Und Nvidia hat an einem Tag dann fast...
600 Milliarden Dollar Börsenwert verloren.
Ja, da erinnere ich mich natürlich noch dran.
Es war damals ja wirklich ein echter Schock.
Plötzlich hieß es da, China kann KI billiger als das Silicon Valley.
Aber das ist jetzt fast zwei Jahre her.
Und daher frage ich mich gerade so ein bisschen, warum holst du das ausgerechnet heute raus?
Ich bin jetzt nicht der Geschichtsonkel oder auch nicht Poesie, sondern es geht um Goldman Sachs.
Sie haben eine spannende Studie vorgestellt und mal nachgerechnet, was seitdem passiert ist.
Und an Chinas Börsen sind seit dem Dieksieg-Moment fast...
5 Billionen Dollar Börsenwert mit KI-Aktien entstanden.
Rund 2 Billionen davon kommen allein.
durch neue Börsengänge dazu.
Ja, das ist wirklich irre.
Das muss man sich mal vorstellen.
Und es passt zu dem, was wir eben auch in den Märkten hatten.
Nvidia spricht laut Financial Times mit Reflection AI über einen Einstieg, vielleicht sogar über eine Übernahme.
Reflection versteht sich als amerikanische Open-Source-Antwort auf DeepSeek.
Jensen Wang will offenbar mitverdienen, egal welches Modell am Ende denn jetzt gewinnen mag.
Ist Chinas KI-Boom also Hype oder Chance?
Und das wollen wir euch jetzt im Thema des Tages ein für alle Mal erklären.
Fangen wir vielleicht mit zwei Zahlen an, die durchaus überraschend sind.
42% des Börsenwerts und 57% des gesamten Handelsumsatzes an Chinas Börsen entfallen inzwischen auf KI-Aktien.
Das ist wirklich krass.
Das ist, glaube ich, fast so krass oder sogar krasser als in Amerika.
Und übersetzt heißt das, mehr als jeder zweite Yuan fließt in dieses eine Thema.
Wobei Goldmann sehr großzügig zählt.
Da sind auch Stromtechnik und Autobauer mit dabei.
Goldman trennt da aber zwei saubere Geschichten voneinander.
Die erste sind die Exporteure.
China baut rund 60 Prozent der weltweiten Transformatoren und verkauft 60 Prozent der optischen Module, die in Rechenzentren Daten per Licht übertragen.
Eigentlich eine Wette auf den Ausgabenboom von Microsoft, Amazon und Co.
Nur eben mit chinesischem Absender.
Bis Juni lief das phänomenal gut.
Plus 126 Prozent und seitdem, ja, nie so gut.
Minus 23 Prozent vom Hoch.
Und ein anderer Firmensitz heißt eben noch lange nicht, dass das Geld auch aus einer anderen Quelle kommt.
Das ist geradeaus ein bisschen das Problem.
Der Markt tut sich schwer, die vielen neuen KI-Anleihen zu schlucken.
Wenn Rechenzentren schwerer zu finanzieren sind, trifft das eben vor allem zuerst die Zulieferer.
Vielleicht könnte die zweite China-Geschichte besser sein.
Das ist nämlich die Binnenmarkt-Geschichte.
Binnenmarkt-Player wie Alibaba, Tencent oder Chip-fertiger SMIC.
Und die hängen nicht am Silicon Valley, sondern an Peking.
Goldman taxiert das Marktpotenzial der chinesischen KI-Branche für 2030 auf 3 bis 4 Billionen Dollar Umsatz.
Und ihr müsst wissen, das ist eine echte zweite Ertragsquelle im Depot und wirklich jetzt kein verkapptes Nvidia-Risiko.
Ja, klingt gut.
Aber da kommt noch ein paar dazu, wo man wirklich einmal ein bisschen zurücktreten muss, um das einfach mal wirken zu lassen.
Der Speicherchip-Hersteller CXMT ist erst im Juli an die Tech vs.
Star Market in Shanghai gegangen und hat sich am ersten Tag mehr als versechstfacht.
Bewertung 554 Milliarden Dollar.
Das hatten wir, glaube ich, auch hier.
Wie hoch war der Umsatz nochmal?
Es war nicht so hoch, oder?
Nee, nicht im Vergleich zumindest.
9 Milliarden Dollar Umsatz immerhin und 0,3 Milliarden nur Gewinn.
Das ist schon ganz heftig.
Ja, das ist schon doll.
Und vor allem ist das mehr als 60-fache des Umsatzes und rund das 1800-fache des Gewinns.
Und ich muss gestehen, wenn da jetzt nicht eine exponentielle Kurve nach oben geht, wäre ich da raus.
Und CXMT ist jetzt nicht wirklich ein Einzelfall.
China ist...
Die handeln mit einem Aufschlag von 237 Prozent auf ihre globale Konkurrenten.
Ja, und das ist eine Politikprämie.
Anleger zahlen extra dafür, dass Peking diese Firmen als nationale Champions päppelt.
Zum Vergleich, Alibaba kostet das 13-fache des für 2027 erwarteten Gewinns, Tencent das 12-fache.
Das ist dann wieder recht.
günstig, wenn man das mit internationalen Werten verhält.
Zeit für den Sparplan, ne?
Ich habe die beide noch als Restposten beim Depot.
Natürlich.
Aber bei den Chipwerten, da bezahlt man etwas, das es noch gar nicht gibt.
Also, dass die mal auch aufholen.
Goldman warnt ausdrücklich, bei den modernsten Halbleitern hängt China immer noch hinterher.
Und wenn mehrere Bauteile jeweils etwas schlechter sind, dann addieren sich die Nachteile im Gesamtsystem.
Ja, das heißt im Umkehrschluss, man zahlt heute schon für die Unabhängigkeit, die Peking erst noch...
schaffen muss.
Bleibt also die Frage, wie groß China im KI-Rennen überhaupt ist.
Das ist dann doch wieder kleiner als der Hype, den wir hier eben so ein bisschen durchblicken lassen haben, vermuten lässt.
7,6 Billionen Dollar Börsenwert gegen 55 Billionen im Rest der Welt.
Und Chinas Cloud-Riesen investieren 2027 rund 150 Milliarden Dollar.
Klingt viel, aber der Rest der Welt 1,2 Billionen.
Das ist also eher ein Elefant und eine Maus, die da miteinander im Wettbewerb stehen.
Wollen wir jetzt wieder poetisch werden?
Eine Maus, die schnell wächst, aber wenig verdient.
Lassen wir das Bild mal stehen.
China kommt 2026 auf 24 Prozent der KI-Umsätze, aber nur auf 8 Prozent der Gewinne.
Übersetzt heißt das, der Wettbewerb frisst die Marge auf.
Und da stellt sich natürlich wie immer hier bei Triple A die Frage, was heißt das denn jetzt für euer Depot?
Naja, wenn man jetzt mal drauf schaut, macht China 12 Prozent des globalen KI-Universums aus und die Fonds sind aber weltweit sehr stark untergewichtet.
Da nur 6 Prozent macht es in den Fonds aus.
Insofern, da ist eine Untergewichtung.
Jetzt haben wir natürlich auch gesagt, es ist so ein bisschen weniger profitabel politisch das Ganze.
Also insofern ist es so ein bisschen schwierig.
Und das Zweite, was schwierig ist, viele dieser Werte sind A-Aktien vom Star-Market.
Das ist so eine Art, ja, Nasdaq in China.
Und das ist für deutsche Privatanlieger.
Direkt kaum handelbar, diese Aktien.
Aber es gibt einen kleinen Umweg, den Crane Shares China Technology Semiconductor Star 50 Index.
Das ist ein auf Cetra handelbarer ETF und der bildet die 50 größten Werte vom Star-Markt ab.
Die WKN packen wir euch in die Folgenbeschreibung.
Und klingt zunächst verlockend.
Die Frage ist, was steckt drin, liebe Lea?
Zu mehr als 70 Prozent Halbleiter.
Die zehn Größenwerte machen fast 60 Prozent aus.
Die Kosten liegen bei 0,82 Prozent im Jahr und der Fonds ist mit rund 67 Millionen Euro wirklich winzig.
In den vergangenen zwölf Monaten gab es in Euro nur gut sechs Prozent Fluss.
Das heißt also, mit dem ETF kauf dir genau die Ecke, in der die Politikprämie am höchsten ist.
Und das auch noch im Paket, immerhin im Paket, nicht einzeln.
Und Goldman weist selbst auf Sanktionsrisiken aus Washington hin, die könnten auch noch über Nacht kommen und dann wird es noch ein bisschen ungemütlicher.
So, wie man im Norden sagt, Butter bei die Fische, Holger.
Wäre das was für dich?
Ja, ich habe schon so einen anderen China-Tech-Index, der auch so schlecht läuft.
Aber vielleicht als kleine Beimischung wäre so ein Star-ETF vielleicht was.
um eben da nicht was zu verpassen.
Aber das wäre sicherlich nicht das große Basisinvestment, so wie Nasdaq 100.
Das wäre es ganz sicher nicht.
Und die Alibaba und Tencent, die sind mir da lieber mit dem 12- bis 13-fachen und eben keine Politikprämie.
Aber die wachsen eben auch nicht so doll.
Habe ich auch schon im Depot.
Es ist halt alles mit China so ein bisschen problematisch.
Aber ich behalte das eben, weil man immer noch damit rechnen muss, dass es vielleicht dann...
doch irgendwann den großen Durchbruch mal wieder gibt mit China.
Unser Fazit lautet also, Chinas KI-Boom ist kein Strohfeuer, aber auch kein zweites Silicon Valley.
Wer dabei sein will, sollte nicht den Hype-Namen hinterherlaufen und den Star-ETF nur als Beimischung sehen.
Und noch etwas, China kann für euer Depot relevant werden, ohne dass ihr dort auch nur eine einzige Aktie besitzen müsst.
Denn die Frage ist, wie gut die Gewinne eurer amerikanischen KI-Favoriten gegen diese billigen Konkurrenz geschützt sind.
Die AAA-Idee des Tages.
Deutschland.
ist ein Fußballland.
So heißt es zumindest immer.
Nur die Zahlen, die sagen was ganz anderes.
2,2 Millionen Deutsche kicken im Amateurverein.
Ja, das ist schon mal ganz viel.
Aber etwa 18 Millionen gehen regelmäßig joggen.
Also auf jeden Vereinsfußballer kommen acht Läufer.
Und genau dieses Verhältnis hat ein Unternehmen inzwischen verstanden.
Ja, und da müssen wir heute auch gar nicht lange um den heißen Brei herumreden.
Du sprichst von Adidas, was wir auch erst vor ein paar Tagen noch grenzeindrucksvoll beobachten konnten.
Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat ja im September zum vorerst letzten Mal für eine Länderspielphase ihr Trainingsquartier auf dem Unternehmenscampus von Adidas bezogen.
Bevor das DFB-Team dann zum neuen Jahr zum neuen Ausstatter Nike wechselt, der jährliche 100 Millionen Euro dafür zahlen soll.
Und davon hat kaum jemand Notiz genommen, denn nur ein paar hundert Meter weiter hatte Adidas Investoren, 100 Influencer und die schnellsten Läufer der Welt eingeflogen.
Björn Gulden will mit Adidas langfristig Nike als Nummer eins der Sportindustrie ablösen und der Weg bis dahin, der führt über die Laufstrecke.
Ja, weil dort das große Geld liegt.
Laufschuhe sind der größte Einzelmarkt bei Sportschuhen.
Analysten taxieren ihn auf 43 bis 53 Milliarden Dollar und das ist mehr als ein Drittel des gesamten Sportschuhens.
Schuhmarks.
Das Problem für Adidas, Laufen war jahrzehntelang eigentlich das Thema von Nike.
Und als Nike dort Marktanteile verloren hat, sind die vor allem bei Schuhen von On, Essex und New Balance gelandet.
Oder auch bei Hoka.
Das wird ja bei Läufern immer beliebter.
Der Mutterkonzern der Marke ist ja Deccas Outdoor.
Die sind ja auch bekannt für ein relativ breites Produktportfolio an Schuhmarken.
Die haben ja unter anderem auch AX und Teva im Portfolio.
Aber Adidas, die standen beim Thema Laufen lange nur am Streckenrand.
Und Gulden gibt offen zu, dass die Lauf-Kollektion vor vier Jahren schlecht war.
Und dann hat er einen Schuh aus dem Tesla-Labor geholt und die Prototypen direkt an kenianische Athleten verteilt.
Und sein Motto war, wenn die Keniane ihn mögen, dann bringen wir ihn raus.
Und am 26.
April ist Sebastian Save damit den London-Marathon in 1,5930 laufen.
Also als erster Mensch in einem offiziellen Rennen unter zwei Stunden.
Der Schuh, der wiegt 97 Gramm, also weniger als eine Banane und kostet 500 Euro und war trotzig.
trotzdem sofort ausverkauft.
Ja, das schlägt sich natürlich dann auch auf die Zahlen durch.
Im Sommerquartal ist das Laufgeschäft von Adidas um 28 Prozent gewachsen und Gulden hat Analysten ausdrücklich gesagt, dass sie genau auf diese Zahlen auch schauen sollen.
Es scheint realistisch, dass der Laufschuh der Sneaker der nächsten Jahre wird.
Und die Mode bei Sportschuhen.
Die läuft in Wellen.
Jahrzehnteland war Nike oder Nike mit Basketballschuhen.
Hat er die Straße beherrscht.
Die letzte Welle gehörte Adidas mit Samba und Stan Smith.
Und heute tragen Teenager am liebsten Laufschule von New Balance oder Essex.
Der Modell ist schon 20 Jahre alt.
Und Gulden bringt das auf eine sehr ehrliche Formel.
Die meisten Leute, die Laufschuhe kaufen, gehen da mit.
Machst du das auch?
Gehst du mit deinen Laufschuhen?
Ja, irgendwann doch.
Wirklich?
Ja, also irgendwann tun die Füße, wenn man irgendwie lange nach dem...
Triple A-Summel zum Beispiel, bin ich auf hohen Schuhen gelaufen und hatte ich an den Tagen danach so Fußschmerzen, dass ich dann tatsächlich mit meinen Laufschuhen unterwegs war.
Okay.
Ja, haben wir das auch geklärt.
Aber das zeigt ja auch so ein bisschen, warum so ein 500-Euro-Schuh sehr wertvoll sein kann, obwohl ihn eigentlich ein Hobbyläufer ja nicht wirklich braucht, seien wir mal ehrlich.
Er funktioniert im Endeffekt wie so ein Silberpfeil für Mercedes.
Das Geld verdient der Konzern mit der C-Klasse, aber die Formel 1 sorgt dafür, dass die Leute sie alle haben wollen.
Der Rekordschuh zieht die günstige Variante mit und Adidas baut die entsprechenden Opfer.
jetzt auch in die Modekollektion mit ein.
Geht diese Rechnung auf, ist der Markt deutlich größer als in den Studien und dann zählt nämlich jeder Spaziergänger mit.
Jetzt kommt aber noch der Teil, der für euch als Anleger zählt.
Die Börse hat diese These bei Adidas bisher kaum eingepreist.
Die Aktie steht bei knapp 150 Euro, hat seit Jahresbeginn 11 Prozent.
verloren und liegt mehr als 30 Prozent unter ihrem Hoch der vergangenen zwölf Monate.
Bei Essex sieht das ganz anders aus.
Die Japaner liegen im laufenden Jahr rund 30 Prozent im Plus.
Die Skepsis bei Adidas hat aber auch Gründe.
Nordamerika bleibt schwach und die eigene Prognose von 9 bis 10 Prozent Wachstum bedeutet nach dem starken ersten Halbjahr ein deutlich langsameres zweites.
Wie schnell eine Love-Story.
Ein Puste verliert, zeigt übrigens Hoka.
Die Marke steht für gut 40 Prozent des Umsatzes beim Mutterkonzern Deccas.
Trotzdem ist das Geschäft in Nordamerika zuletzt kaum gewachsen.
Bei Adidas sehen die Analysten dagegen fast geschlossen noch Potenzial und stehen da auf der Kaufseite.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 205 Euro.
Das wären gut 50 Euro.
Was heißt das jetzt für euch?
Na, die These vom Laufschuh als nächstem Sneaker trägt.
Aber sie hat an der Börse zwei Gesichter.
Essex liegt schon vorn und ist entsprechend teuer.
Adidas hat gerade erst Tempo aufgenommen, ist deutlich günstiger zu haben.
Allerdings kann auch eine Welle wie die um den Samba brechen.
Mode bleibt eben ein Risiko.
Ja, der Prüfsteim kommt erst dann mit den nächsten Quartalszahlen.
Schaut dann vor allem also auf die Laufsparte.
Björn Gulden hat über den Rivalen Nike übrigens schon geurteilt.
Er sagt, Basketball sei nur für die Performance.
Behält er recht, tragen wir bald alle Laufschuhe.
Ob wir dann damit laufen, ist für die Aktie am Ende ja auch egal.
Das war alles für Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine M&A, also aatwild.de oder hinterlasst uns eine Bewertung und viel Feedback.
hat uns zu den Folgen am Wochenende erreicht.
Da gab es ja die wunderbaren Masterclasses mit dem Eckert und dem Röhl.
Und dann auch noch am Sonntag dieses wunderbare Panel zum Altersvorsorge-Depot.
Und da hat zum Beispiel Jörg geschrieben, vielen Dank für diese super Folge und Einblicke.
Für mich eine der besten Folgen, wenn nicht sogar die informativste bislang.
Da hat er wahrscheinlich.
Die Masterclass ist gemeint.
Außerdem haben einige gefragt, was denn mit den anderen Programmpunkten unter anderem im Gespräch mit Andreas Herb ist und warum es den Content nicht als Video gibt.
Und darauf gibt es eigentlich eine ganz einfache Antwort.
Wer das volle Programm hätte erleben wollen, hätte einfach zum Summit kommen müssen.
So einfach ist das, oder?
So einfach ist das.
Aber jetzt müssen hier keine Tränen fließen, dafür gibt es ja im nächsten Jahr nochmal die Chance.
Zur Sonntagsfolge hat sich Flo auch noch bei uns gemeldet.
Er fühlt sich nämlich ein bisschen verloren, schreibt er, und wünscht sich mehr Aufklärung rund um das Altersvorsorger-Depot.
Die Produkte und die Strategien nehmen wir zur Kenntnis, lieber Flo, und schreiben uns das direkt auf die Liste.
Jetzt heißt es aber erst einmal, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
