# Dividend Quality and Portfolio Diversification Strategies

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-10

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir liefern euch heute einen doppelten...
Deep Dive, zwei Masterclasses von unserem Triple E Summit.
Mit einem Profi, der nichts von Prognosen hält und einem, der auf die Kraft der Dividenden schwört.
Christian W.
Röhl erklärt, warum es nicht reicht, eine Nvidia früh zu entdecken und weshalb aus vermeintlichen Immergewinnern plötzlich Sorgenkinder werden.
Ist der Absturz von Novo, Adobe oder Nike eine Kaufchance oder der Anfang vom Ende?
Und ist der US-Klumpen im Welt-ETF wirklich so?
bedrohlich, dann gibt es auch den Dividendenecker.
Daniel zeigt, woran er verlässliche Ausschütter erkennt und warum die höchste Dividendenrendite längst nicht das beste Investment verspricht.
Er erzählt von einem Wasserversorger, der seit mehr als 200 Jahren zahlt, von angeschlagenen Dividendenkönigen und deutschen Konzernen, die Anlegern Freude machen.
Und über allem steht ein Gedanke.
Euer Depot soll euch das Leben leichter machen.
Zwei Masterclasses mit Christian W.
Röhl und Daniel D.
Eckert.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Zschäpitz und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Samstag, der 10.
Oktober und wir hatten wieder, ja, in diesen Tagen heißt es ja Entenbörse.
Wir nennen das Entenbörse, ganz genau.
Aber ich sag's jetzt einfach auch mal, die Entenbörse.
Wie war das nochmal an der Oberfläche?
Ist es irgendwie ruhig und glatt und dann darunter?
Ich hab das heute sogar im Fernsehen vorgespielt.
Beim Defner habe ich vorgespielt, wie die Ente funktioniert.
Es war wunderbar.
Man kann sich's nicht schöner vorstellen.
Also jeder, der das Video sich angucken möchte.
Hast du so gestrampelt oder was?
Ja, genau.
Der strampelnde Chip ist.
Der Kollege Deffner war noch vom gestrigen Gipfel gezeichnet und ich war sehr müde und habe dann die Ente gemacht.
Naja, auf jeden Fall war es eine Entenbörse.
Absolute Guckempfehlung.
Unbedingt.
Kann man ja alles nochmal nachgucken, auch auf YouTube.
Was ich eigentlich sagen wollte ist, es war irgendwie ruhig.
Aber dann doch wieder turbulent darunter und unter anderem ja wegen der KI-Euphorie, die einen deutlichen Dämpfer bekommen hat.
Ihr habt darüber gesprochen.
Und Elon Musk hat wieder mal Disruptionen ausgesendet, hat eine ganze Branche erschüttert.
Das stimmt.
Und du musst die Indizes nachher vorlesen.
Das ist dein Beritt hier.
Das stimmt und da haben wir auch ein klassisches Bild der DAX im Minus halbes Prozent, während die amerikanischen Indizes plus sind und S&P 500 sogar 1,2 Prozent und Nestec 100 immerhin noch 0,24 Prozent.
Und wir haben es gesagt, klingt alles nach überschaubaren, kontrollierbaren Bewegungen, aber darunter wurde kräftig umgeschichtet.
Genau, Chipaktien raus, Stromversorgereien, Mobilfunkanbieter runter, Funktürme rauf.
Und wenn man nur die Indizität anguckt, dann verpasst man eigentlich die wirkliche Geschichte dahinter.
Das ist das Interessante.
Aber ja, deswegen, wer auf irgendwie starke Volatilität setzt, der wird dann auch enttäuscht, weil einfach auf der Oberfläche es schön glatt aussieht.
Und die Top-Meldung war die, wir haben es ja erzählt, in der Financial Times gab es ja die Geschichte zu den Umsätzen von OpenAI.
Und die hat dann so ein bisschen die KI-Branche erschöpft.
Wobei es eigentlich nur um Brutto und Netto ging.
Also es ging darum, dass OpenAI...
Das ist immer um Brutto und Netto, Holger.
Das ist immer der große Unterschied.
Aber es ging um das OpenAI, doch keine 70 Milliarden Runrate hat, sondern nur 50.
Also Runrate heißt immer, ich gucke, was der letzte Monat ist und rechne es aufs Jahr hoch.
Und das war aber eigentlich nur, wenn man Antropic anschaut, die packen immer die Rechenleistung mit dazu.
Also wenn du bei Antropic was buchst, dann ist es ja auf irgendeinem Server von, weiß ich nicht, AWS oder von Google Cloud.
Und dann wird die Cloud-Leistung immer dazugerechnet erstmal als Umsatz und dann wird am Ende abgezogen.
die Leistung, die sie dann an Google zahlen müssen.
Und bei OpenAI ist es halt so, dass sie nur den eigenen Umsatz machen.
Also der Anteil, der ihnen zusteht und nicht nur den Rechenanteil.
Und das ist einfach brutto netto.
Und diese eine Geschichte, die eigentlich nur brutto netto war, hat dann schon die gesamte Branche erschüttert.
Und daran sieht man...
dass es sehr nervös ist oder sehr wackelig, dieses Umfeld.
Und die Leute dann bei kleinsten Geschichten dann schon den ganzen Kram raushauen.
Und Kram, das war eben dann die Halbleiter.
Und der Sox, unser Schöder-Index, hat 4,3 Prozent über die Woche verloren.
Ja, ich kann mir trotzdem vorstellen, dass die Klarstellung, die es ja dann gab, hat erstmal nichts gebracht.
Aber Montag wird man sich dann wieder besinnen.
Ach ja, es ist ja tatsächlich nicht so.
kaufen wir mal wieder und dann wird der Sox wahrscheinlich wieder 5, 6 Prozent steigen.
Also das ist schon irgendwie immer so ein Hin und Her, aber klar, Nervosität ist irgendwie da.
Das kann man nicht abstreiten.
Und in dieser Woche hat er dann tatsächlich 4,3 Prozent wieder verloren, der Halbleiterindex.
Da haben wir uns ja auch schon dran gewöhnt, dass das immer mindestens solche Werte sind.
Stimmt, da gibt es nur Plus 4 oder Minus 4.
Arm war der größte Verlierer, Minus 13, Intel Minus 12 und dann gab es halt noch so ein paar KI-Infrastrukturanbieter, Core, Venebios, wie sie alle heißen.
Und auch in Deutschland hat natürlich Infineon dann, ich glaube, den letzten Platz im DAX gemacht.
Da war selbst die Telekom noch besser.
Was will ich nochmal sagen?
Die Telekom, da wäre ich ja am Montag, das müsst ihr auch, das ist auch eine unbedingte Guckempfehlung.
Ich glaube 18.15 Uhr.
Ach, hier dein Auftritt, ja stimmt.
Da gibt es nicht meinen Auftritt, da gibt es einfach insgesamt.
Die Fragen darfst du stellen.
Ich habe auch tolle Fragen bekommen von den Hörerinnen und Hörern und die werde ich alle nacheinander durchexerzieren.
Und wenn er sagt, es gibt nur eine, sage ich, nee, ich will vier.
Wo ist irgendwas dann passiert?
Ja, dann bekommst du gar keine.
Das ist auch keinem mitgeholfen.
Doch, das ist okay.
Und dann muss nämlich der liebe Timothy die Fragen unserer Hörerinnen und Hörer beantworten, was eben die T-Aktien betrifft.
Und jetzt haben wir ja nicht nur diese KI-Geschichte, sondern wir haben jetzt ja auch noch diesen Mobilfunk-Disruption und die Frage, ob diese schöne Wachstumsgeschichte, ob die zumindest...
einen kleinen Dämpfer bekommen.
Das wird schon immer konkreter, ehrlich gesagt.
Vor einem halben Jahr oder ein paar Monaten war das irgendwie noch so eine Theorie, so ein Szenario und jetzt, ich meine, diese Woche haben wir es erlebt, dass es ziemlich konkret werden kann.
Ziemlich schnell.
Na gut, der hat sich jetzt ein bisschen Spektrum gekauft, jetzt muss er sich noch ein paar Türme einkaufen.
Ich bin mir halt nicht sicher, ob das wirklich nur symbolisch ist oder ob das wirklich richtig fett ist und ob du dann wirklich ein gesamtes Netz aufbauen kannst.
Also ich hätte meine Zweifel, dass es so umfassend ist.
Aber auf jeden Fall ist T-Mobile US in Amerika einer der Verlierer im Nasdaq 100 und Telekom-Aktie halt in Deutschland.
Aber jetzt sag doch nochmal, wann ist diese Telekom-Veranstaltung, wann kann man dazu gucken?
Ich glaube 18 Uhr oder so oder 18.15 Uhr am Montag.
Und auf YouTube oder wo guckt man das?
Nee, auf deren Kanal.
Da kann man auf irgendwie, die haben doch ein eigenes Ding.
Die streamen das wahrscheinlich.
Die streamen das, dann kann man sich das angucken.
Darf auch Christian Wirröhne eine Frage stellen.
Das weiß ich, aber mehr, bestimmt noch andere tolle Menschen.
Gut, okay, werden wir auf jeden Fall reinschauen.
Und dann gucken wir, und dann werden wir sehen, was die T-Aktie dann macht und ob die Kleinanleger wirklich so eine Macht sind.
Werde ich ausnahmsweise mal nicht Soko Wismar gucken.
Ich glaube, das läuft immer um die Zeit.
Was wirst du immer nicht gucken?
Soko Wismar.
Meine Mutter guckt da zumindest früher mal Soko Wismar, glaube ich.
Also Soko, Sonderkommission, diese Krimiserien laufen da mal.
Gucke ich denn also diesmal nicht, sondern ich gucke die Telekom.
So, komm, wir gucken mal.
Willst du noch was sagen zu den, genau, Ölpreis ist gestiegen.
2,4 Prozent hält sich aber auch in Grenzen, wenn man ehrlich ist.
Und die Zinsen.
Die haben sogar leicht gefallen in Amerika und in Deutschland ganz leicht angestiegen.
Da gab es nicht wirklich was.
Aber ich finde diese Diskussion darüber, wie viele Anleihen noch irgendwann auf den Markt kommen, finde ich spannend.
Und das wird auf jeden Fall für dauerhaft höhere Zinsen sorgen.
Ja, jetzt hat kein Szenario so richtig erkennbar, dass die sinken werden in nächster Zeit.
Die langfristigen zumindest.
Außer, dass natürlich irgendwann mal jemand kommt und wahrscheinlich sagen wird, das ist zu hoch und dann vielleicht irgendwie die Notenbanken kaufen.
Aber wenn die Notenbanken kaufen, dann druckst du wieder Geld, wieder Geld druckst, hast die Inflation wieder.
So richtig kommst du da nicht raus.
Also wenn Leute Kapital brauchen und diese KI...
Die Sache braucht halt Kapital und das sind nicht nur die Hyperscaler.
Da werden auch irgendwann die Siemens und Telekoms und weiß ich nicht, was dieser wählt.
Alle müssen ja investieren, damit sie da mitmachen können.
Und du kannst ja nicht sagen, nee, mach ich nicht mit, weil dann macht es vielleicht dein Nachbar und dann bist du weg.
Und deshalb wird das bestimmt nochmal eine große Kapitalschlacht.
Teufelskreis könnte man das auch nennen.
Gut, komm, wir gucken auf den DAX, wir haben es gesagt, leichte Minus 0,49 Prozent.
Ganz oben an der Spitze Zalando mit 7,4 Prozent.
Du hattest Wochendienst, gab es bei Zalando was?
Ja, nee, die gelten plötzlich als wie Shopify.
Ohne Reutreppe.
Nee, die gelten jetzt auf einmal als Agentengewinner.
Ich habe ja diese ganzen Studien für die Agentengewinner und Verlierer ausgesucht.
Und da war ja Shopify einer der großen Gewinner.
Die müssen auch gewonnen haben.
Ja, die haben auch gewonnen, ja.
Und der andere Gewinner ist Zalando.
Weiß ich jetzt auch nicht, warum die jetzt Zalando...
Warum das denn?
Naja, die sind halt, was Mode anbetrifft, haben die auch so ein Shop-in-Shop-Konzept.
Und vielleicht...
will der Agent dann doch nicht zu Adidas und zu Nike und zu allen persönlich gehen und sagen, hallo, hast du was Hübsches, sondern will das dann vielleicht doch in der Sammel verwahren.
Aber das wäre genau der Unterschied zur Jetzt-Situation.
Jetzt hast du quasi die große Plattform Zalando, mit Klamotten sind die ja wirklich sehr, sehr dominant.
Und dann käme doch der Agent, der aus allem letztlich aus...
Also das leuchtet mir nicht ein, ehrlich gesagt.
Aber nee, Zalando hat ja auch von allen.
Ich weiß, ich bin halt...
Shopify ist natürlich noch ein bisschen größer und noch ein bisschen diverser.
Aber Shopify baut ja die Plattformen.
Aber das macht Zalando, kannst du auch deine...
Ich weiß nicht, ich glaube, die haben sowas.
Naja, es kann sein, dass sie viele Kunden haben.
Auf deren Plattform drauf und so.
Okay, gut.
Zumindest hat das doch damals, wie hieß er denn hier, Tarek Müller mit seinem, die hatten doch so eine Scale-Plattform oder wie die hieß.
Die haben doch auch Shops angeboten und das müssten die doch übernommen haben und möglicherweise ist das jetzt plötzlich der agentische Knüller und dann hat sich die Übernahme dann doch wahnsinnig gelohnt und zumindest diese Woche 7,4 Prozent plus.
Der About-You-Effekt.
Ja, oder?
Könnte sein.
Haben wir doch schön hergeleitet.
Jetzt hoffe ich nur noch, dass es stimmt.
Klang plausibel.
Drücken wir die Daumen.
Brenntag ist noch deutlich im Plus mit 6%.
Scout24 und SAP 4,12.
Software war diese Woche gut und auch interessanterweise Chemie.
BASF plus 3,8 und Brenntag, hast du schon gesagt, 6,1.
Richtig.
Gut, Verlierer haben wir schon drüber gesprochen.
Infineon tatsächlich am DAX-Schluss mit 9% in Minus.
Deutsche Telekom dann direkt auch in der Nähe mit minus 7% MTU und Fresenius Medical Care.
Da habt ihr auch drüber gesprochen.
Da bin ich froh, dass ich die noch rechtzeitig verkauft habe, weil ich neulich mal irgendwie Text-Harvesting gemacht habe und die war im Minus.
Ich dachte mir, raus damit.
Und dann hat sie diese Woche nochmal verloren.
Ja, was soll auch die Story sein bei Fresenius Magic?
Das ist das Problem, das dachte ich mich auch.
Das sollte übrigens viele mal machen.
Also einfach mal ist jetzt kein Steuerhinweis, nur wenn man halt noch irgendwo Verluste hat und hat eine Aktie, wo man auch nicht sieht, dass sie jetzt besser wieder wird.
Und keine Fantasie hat.
Und dann kann man das Geld ja auch nehmen, kann einen Steuerverlust ziehen und kann einfach irgendwie woanders dann das Geld noch was anderes nehmen, wo man mehr Fantasie hat.
Und meistens hat man ja mehr Ideen als Geld.
Und dann kann man sowas mal machen.
Meistens haben wir das.
Das stimmt.
Das sollte man unabhängig von der Steuer natürlich sowieso machen, ob die Investment-These, mit der man eingestiegen ist, eigentlich noch passt.
Ich könnte mir vorstellen, das war bei Fresenius Medical Care nicht mehr der Fall bei dir.
Wahrscheinlich konntest du dich nicht mal erinnern, was die These war damals.
Doch, kurz vor Corona war die eine der wenigen Aktien, die noch nicht wieder gestiegen waren.
Das war einfach nur nicht gestiegen und dann habe ich sie investiert und dann stiegen sie plötzlich auch und dann bin ich aber nicht ausgestiegen und dann gingen sie wieder richtig fett irgendwann runter und dann gab es eine Gewinnwahl nach der nächsten, war ja dann diese Übersterblichkeit wegen Corona, dann hatten sie Kliniken, nicht mehr Auslastung und und und.
Das ging ja dann alles, das war ja so im Corona-Nachgang alles.
Richtig.
Gut, wieder was gelernt.
Gucken wir auf den S&P 500.
PTC haben wir gesagt, klar, das ist das Übernahmeangebot.
Die sind 35 Prozent im Plus.
Jetzt komme ich gerade nicht auf den, wer will übernehmen.
Schneidelektrik.
Schneidelektrik, genau.
Schneidelektrik, bei denen wiederum kommt das ja beim Übernehmenden meist nicht so gut an.
Die haben wir jetzt natürlich nicht im S&P 500 hier, aber die sind wahrscheinlich im Minus unter dem Strich in dieser Woche.
Dann haben wir die besagten Funkmasten-Akteure.
Crown Castle, die sind dabei.
SBA Communication ist dabei.
American Tower.
American Tower, genau.
Also da ist tatsächlich die Fantasie, dass irgendwie die jetzt auch was von diesem SpaceX-Kuchen abbekommen und SpaceX auch mit denen die jetzt schließt.
In dieser Dimension weiß ich tatsächlich nicht.
Wenn du Spektrum hast, musst du ja auch funken auf dem Spektrum.
Irgendwie muss es ja gehen.
Aus dem All wird es nicht alleine gehen, würde ich vermuten.
Insofern musst du da auch klassisch mal mit so einem Funkonkel sprechen.
Fakt ist, dass diese Pläne von SpaceX offenbar sehr, sehr ernst genommen werden an der Börse.
Sonst gäbe es nicht diese Ausschläge.
Gut, gucken wir weiter.
Achso, Moderna, vielleicht noch interessant, wieder fast plus 20 Prozent.
Das hängt, glaube ich, auch mit dem Aufstieg, mit der Rückkehr in den S&P 500 zusammen.
Genau, die sind wieder zurück oder werden wieder zurück sein.
Die sind zurück, sonst wären sie nicht in den Gewinner, die da drin sind, lieber Sommerfeld.
Genau, sie sind zurück.
Die sind doch damals vor Ewigkeiten rausgeflogen, glaube ich.
Die Aktie hat glaube ich auch 700 Prozent oder so habe ich vorhin gelesen, 600, 700 Prozent in den letzten zwölf Monaten gewonnen.
Das ist ein echtes Comeback.
Und dieser Forschungstermin, dieser Prüftermin, der steht doch jetzt auch irgendwann im Oktober an.
War es nicht im Oktober?
Diese Konferenz?
Da haben wir ja, das war ja unser Samstagskast mal.
Genau, richtig.
Der Kollege Manns.
Richtig.
Markus Manns, der Pharma-Mensch.
Und der meint ja, es gäbe dann eine Geschichte da und wenn die positiv ausfiele, dann wird es auch für Biontech positiv ausfallen.
Naja, mal gucken.
So, Intel minus Mosaik minus Teradyne, Skyworks Solutions und so weiter.
Und Deere minus 10%.
Keine Ahnung.
Team Mobile ist natürlich auch im Zuge der Mutter.
So, Nestle 100 kannst du machen.
Achso, ja, ist jetzt nicht so anders.
Ist da noch irgendwas Shopify, als du gesagt hast, da haben wir Shopify.
Constellation Energy, der Versorger, der jetzt diesen Atom-Deal gemacht hat mit Google.
Mercado Libra, Autodesk, Nemechek in Amerikanisch, dann Parland hier, diesen Hochgestuferen von Goldman, Intuitive Surgical.
PDD Holding, Intuit, Fortinet und dann halt von den Verlierern halt die ARMS, Intels, Teradyne, Nebius, Corvive, Larm Research, Sendisk, C8.
Gut, reicht, reicht, reicht.
Wir haben es verstanden.
Alle, die die letzten Monate und Jahre hauptsächlich oben standen, stehen in dieser Woche unten.
So, haben wir noch was oder kommen wir zu unseren Masterclasses?
Jetzt können wir zu unseren Masterclasses kommen.
Das ist ja eine der beliebtesten.
Die waren richtig voll.
Die waren brüllenvoll, weil natürlich da immer auch sehr praxisnah ran gegangen wird.
Weil es auch Koryphäen einfach sind.
Das kommt dazu.
Die beiden, die wir jetzt hier beispielsweise ausgeklappt haben oder ausgeklippt haben, das sind ja nur wirklich Koryphäen.
Daniel Eckert, Host des bekannten Podcasts Alles auf Aktien.
Daniel D.
Eckert.
Daniel D.
Eckert, Entschuldigung, so viel Zeit muss sein.
Weißt du eigentlich, was das D bedeutet?
Nicht sagen, weißt du es?
Ja, ich auch.
Bleibt ein Geheimnis, aber ich glaube, es soll ein Geheimnis sein.
Das hätten wir beim nächsten Quiz mal machen sollen, wofür das D steht.
Ja, da muss man es ja aber verraten.
Das stimmt.
Da müssen wir den Eckart vorhin nochmal fragen.
Auf jeden Fall, das Quiz fand ich sehr, sehr lustig.
Wir fanden alles sehr, sehr gut und ihr das meiste offenbar auch beim Summit, aber wir können jetzt natürlich nicht alles hier ausklippen, weil wir natürlich auch noch wieder normale Folgen machen wollen, Samstagsfolgen.
Die nächste beispielsweise ist schon sehr, sehr spannend.
Stichwort China können wir schon mal, wenn es alles so kommt, wie wir das planen, können wir schon mal hier droppen.
Aber es gibt noch eine Sonntagsfolge.
Es gibt morgen noch dein wunderbares Panel mit dem AVD.
Da war ja auch einiges los.
Da gab es so ein bisschen Beef auf dem Panel.
Und das könnt ihr dann morgen hören, wie unterschiedliche Player unterschiedlich das sehen und wie dann der Verbraucherschützer von einem zum anderen.
Es war sehr amüsant.
Also es ist wirklich eine spannende Folge geworden.
Die könnt ihr morgen hören.
Die gibt es aber erst morgen.
Heute gibt es jetzt erstmal Daniel Eckert und Christian Röhl.
Und los geht's.
Ja, super.
Ich bin Daniel Eckert, Dividenden Eckert.
Ihr kennt mich aus Alles auf Aktien.
Vorhin hatten wir die Gold Masterclass und da kann man immer fragen, Gold und Aktien, wie passt das zusammen?
Aber ich finde, Gold ist vor allen Dingen ein sehr gutes Gegengewicht, wenn der Rest des Portfolios aus Dividenden besteht, wie es bei mir der Fall ist.
Und deshalb sind die beiden Masterclasses heute, finde ich, eine wunderbare Ergänzung.
Jetzt waren schon einige Menschen zu mir gekommen und haben gefragt, wenn sie letztes Mal meine Masterclass zu Dividenden mitgemacht haben, ob es sich lohnt, dieses Mal wieder dabei zu sein.
Ich kann aber sagen, heute gibt es einen anderen Schwerpunkt.
Also wer Angst hat, dass es genau das Gleiche ist wie letztes Jahr, der wird sehen, es ist wirklich ein neuer Ansatz.
Ja, Dividenden, ich muss sagen, dieser Klicker, ich habe es vorhin schon ausprobiert, der ist sehr empfindlich und ich muss jetzt hier besonders aufpassen, weil ich nämlich gleich euch mal eine Frage stellen wollte und auf Folie 3 steht die Antwort auf die Frage.
Deshalb lasse ich es erstmal so stehen.
Letztes Mal haben wir darüber gesprochen, was Dividenden...
bringen können an Rendite und wie ich es schaffe, ein Dividendenportfolio aufzubauen, das jeden Monat oder vielleicht sogar jede Woche.
Dividende bringt.
Da haben wir unter anderem das Dreigestirn vorgestellt.
Heute dachte ich mir, machen wir einen kleinen Ausflug und schauen uns die Aktien an, die am längsten ununterbrochen Dividende zahlen.
Also Dividendenzahler mit dieser langen Historie.
Und da würde ich gerne mal ins Publikum fahren.
Ich würde gerne mal euch fragen, was glaubt ihr, welches Unternehmen zahlt am längsten ununterbrochen Dividende?
Die wichtigere Frage ist noch, was glaubt ihr, seit wann?
Also wann war das Jahr, in dem dieses Unternehmen zum ersten Mal Dividenden gezahlt hat und seit er nie wieder aufgehört hat, Dividenden zu zahlen, um mal so ein Extrembeispiel zu haben für das, was möglich ist.
Wann könnte das gewesen sein?
Manche wissen es vielleicht, haben schon mal nachgeguckt.
Was glaubt ihr so?
Sagt mal ein paar Tipps mal so ein bisschen in die Luft.
1880, ja.
So als Coca-Cola gegründet wurde beispielsweise, so ungefähr.
Das wären ja da schon 150 Jahre.
Gibt es noch andere Tipps?
Naja, 1880, ja.
Das ist wahrscheinlich, weil dieses Coca-Cola-Beispiel so...
Ja, immer wieder auch rumgeistert.
Wenn ich damals in Coca-Cola investiert hätte, hätte ich so viel Geld.
Und tatsächlich ist Coca-Cola einer der längsten Dividendenzahler der Welt, ununterbrochen.
Aber 1880, das ist viel zu spät.
Die Antwort ist tatsächlich 1816.
Und jetzt versuche ich mal, ob das hier geht.
Ja, das war die Frage.
Und die richtige Antwort ist...
York Water, das ist ein Wasserversorger in Pennsylvania, rund um die Stadt des County York.
Und der hat tatsächlich 1816 angefangen, Dividenden zu zahlen und hat seit ja jedes Jahr Dividende gezahlt, hat also nie unterbrechen müssen.
Also mehr als 200 Jahre ununterbrochen Dividenden.
Und damals, einfach mal, um das einzuordnen, 1816 war James Madison Präsident in den USA.
Es gab da noch keine Eisenbahn.
Es gab nicht mal den deutschen Nationalstaat.
Da war Fürst Metternich, war dann Europa der große Häuptling.
Und da hat dieses Unternehmen angefangen, Dividenden zu zahlen.
Und seither über alle Krisen, Kriege, Umbrüche hinaus das fortgesetzt.
war nie praktisch in der Verlegenheit, die Dividende auszusetzen.
Also das geht, mehr als 200 Jahre Dividendenhistorie.
Warum sollte man sich überhaupt mit Dividenden beschäftigen?
Da gibt es viele Gründe.
Ich würde mal hier ein paar nennen.
Also der erste naheliegende ist natürlich, man hat ein laufendes Einkommen.
Ich persönlich mag ja so den Ausdruck passives Einkommen nicht, weil ich finde, Investoren sind ja nie nur passiv.
Also man hat das laufende Einkommen.
Man hat auch...
bei einem Dividendenzahler ja im Idealfall ein Qualitätsfilter, also Unternehmen, die zumindest über einen längeren Zeitraum Dividenden zahlen können, können nicht die schlechtesten Unternehmen haben und nicht das schlechteste Geschäftsmodell haben, dann hat man mit Dividenden einen Inflationsschutz.
Dividenden im Gegensatz zu den Zinsen von normalen Anleihen haben ja die schöne Eigenschaft, dass sie steigen können.
Und wenn sie mehr als ...
sagen wir mal zweieinhalb, drei Prozent steigen pro Jahr, dann würde man allein durch die Dividendensteigerung die Inflation ausgleichen können.
Hätte also real genauso viel zumindest wie im Vorjahr.
Und das ist halt bei Anleihen nicht der Fall.
Und das für mich wichtigste Kriterium, warum ich mich gern mit Dividenden beschäftige, ist eines der Portfolioallokationen.
Man kann auch sagen, Anlagestrategie, vor allen Dingen aber so ein bisschen Lebensgestaltung auch.
Mehr Gelassenheit.
Dividendenzahler, verlässliche Dividendenzahler bringen mir ruhigere Nerven und ich glaube, es geht vielen so.
Deshalb lohnt es sich meines Erachtens, sich mit Dividenden immer wieder auseinanderzusetzen.
Vielleicht noch ein paar Fakten zu Dividenden.
Diese Folie ist so ein bisschen eine Zusammenfassung der Erfahrungswerte der vergangenen 100 Jahre.
Die erste Zahl, 85 Prozent aller Erträge an der Börse, gehen auf Dividenden zurück.
Aber die Zahl würde ich jetzt nicht so hoch gewichten.
Da ist nämlich im Grunde der Zinseszinseffekt drin.
Also da gehen wir davon aus, dass alle Dividenden wieder investiert wurden.
Und aus diesem wieder investieren und drinbleibenden Markt ergibt sich halt so eine hohe Rendite von 85 Prozent.
Viel wichtiger ist hier eine andere Zahl, nämlich das ist der Durchschnittsbeitrag von Dividenden zu meiner Gesamtrendite und der ist über lange Zeiträume bei 40 Prozent.
Also klar, ein großer Teil kommt aus den Kursgewinnen, aber wenn man über längere Zeiträume das betrachtet, dann hat man eben auch 40 Prozent, die aus der Dividende stammen und das ist ja auch schon ein erheblicher Anteil.
Und das ist über die verschiedenen Börsenzyklen hinweg.
Wenn man aber jetzt mal schlechtere Börsenphasen anschaut, als die Börsen nicht diese wunderbare Rallye hatten, wie wir sie jetzt haben, wie beispielsweise die 70er Jahre, dann kommt halt ein Großteil der Erträge aus den Dividenden.
In den 70er Jahren haben wir tatsächlich drei Viertel ungefähr der Erträge aus den Dividenden gehabt und nur ein kleiner Teil kam damals aus den Kursgewinnen.
Ja, die Frage ist natürlich...
Qualität war ja schon Thema.
Wie erkenne ich eine gute Dividendenaktie?
Was macht also eine gute Dividendenaktie aus?
Und da gibt es auch Erfahrungswerte.
Ich würde jetzt nicht so weit gehen, zu behaupten, dass das eine strenge Wissenschaft ist.
Aber es gibt die Erfahrungswerte, die mir helfen, vorherzusehen, ob eine Aktie auch im nächsten Jahr, übernächsten Jahren, drei Jahren und so weiter Dividenden zahlen kann.
Und da ist natürlich der erste Ansatz, und wir hatten es ja gerade schon angesprochen mit unserem Beispiel von Jörg Worter, eben die Kontinuität der Dividendenzahlung ist tatsächlich so, wenn ein Unternehmen es über die vergangenen 15, 15, 20 Jahre geschafft hat, kontinuierlich Dividenden zu zahlen, ist die Wahrscheinlichkeit entsprechend höher, dass es dann auch nächstes und übernächstes Jahr Dividenden zahlen wird.
Dann schauen wir natürlich, wenn wir ein bisschen tiefer reingehen in die Zahlen, auf die Ausschüttungsquote.
Wie viel Prozent von dem Gewinn schüttet das Unternehmen aus?
Wenn es halt mehr als 100 Prozent ausschüttet des Gewinns, heißt es, dass das Geld letztlich aus der Substanz kommt.
Es hängt etwas von der Branche ab.
Also es gibt tatsächlich Sektoren, da kann das Unternehmen über längere Zeiträume...
80 oder sogar 90 Prozent vom Gewinn ausschütten.
Das sind eben solche Branchen, wo nicht sehr viel neu investiert werden muss.
Branchen mit einem breiten Burggraben, Konsumgüterhersteller, Monopole, Versorger und so weiter.
Da sind 90 Prozent Ausschüttungsquote vom Gewinn.
Jetzt kein Alarmzeichen, aber bei vielen anderen Branchen wäre dann eine Ausschüttungsquote, die beispielsweise über zwei Drittel liegt, schon ein Alarmzeichen, das vielleicht die Solidität der Dividende in Zukunft nicht ganz so gewährleistet.
ist.
Ja, dann haben wir noch die wachsende Dividende als Kriterium.
Also wir haben letztes Mal auch schon über die Dividenden als Sokraten gesprochen.
Das sind halt Unternehmen, die nach amerikanischer Definition 25 Jahre in Folge die Dividende jedes Jahr erhöht haben.
Und dann hat man diesen Status Dividende-Aristokrat.
In Europa und Asien wird der nicht ganz so streng definiert.
Da reicht auch schon ein Jahrzehnt Erhöhung.
Dann kann man sich hier in Europa und Asien als Aristokrat fühlen.
Aber eine steigende Dividende.
über einen längeren Zeitraum, die ist ein sehr guter Hinweis darauf, dass das Unternehmen in einem Geschäft aktiv ist, in dem das nicht so stark disruptiert wird, wo es vielleicht...
ein Oligopol gibt, wo der technologische oder Markenburg grabenstark genug ist.
Diese Steigerungsfähigkeit über so einen langen Zeitraum ist auf jeden Fall ein Hinweisgeber auf eine Gesundheit des Geschäftsmodells.
Alles ist nie perfekt, deshalb sollte man alles zusammennehmen.
Aber das sind alles Hinweise, die dann ein Gesamtbild ergeben.
Und beim Investieren, das sollte man nie vergessen, eine gute Dividendenaktie zu finden, ist das eine.
Aber ist es ein gutes Investment, hängt natürlich dann immer auch davon ab, was für einen Preis man dafür zahlt.
Da kommen dann wiederum so Bewertungskennziffern wie Kursgewinnverhältnis und so zum Tragen.
Man kann auch für ein sehr gutes Unternehmen einen schlechten Preis zahlen, weil zu hohen Preis, da hat ja auch Warren Buffett, Charlie Munger haben da ja auch oft genug darauf hingewiesen.
Aber schauen wir uns jetzt, wenn dieser Klicker funktioniert, ein paar Beispiele an.
Wir werden keine Freunde mehr, der Klicker und ich.
Also ein Paradebeispiel für so eine gute Dividendenaktie ist Johnson & Johnson.
Und da sind wir in einem Bereich, also wir sind jetzt hier nicht, dass Johnson & Johnson seit 1800 und so Dividenden zahlt, aber sie haben tatsächlich im Jahr 1944 angefangen, Dividenden zu zahlen und haben es dann geschafft, die Dividende jetzt seit 64 Jahren anzuheben.
Also wir haben hier ein Unternehmen, was es seit mehr als sechs Jahrzehnten schafft, jedes Jahr ein bisschen mehr zu zahlen.
Das ist das eine, aber was...
Mir persönlich noch besser gefällt, Johnson & Johnson hat auch eine schöne Steigerungsrate.
Also es ist ein offensichtlich reifes Geschäft, aber sie haben es trotzdem geschafft, in den vergangenen fünf und in den vergangenen zehn Jahren mehr als fünf Prozent die Dividende jedes Jahr anzuheben.
Und da sind wir wieder beim Thema Inflationsausgleich.
Also damit mit der steigenden Dividende von J&J konnte man auf jeden Fall die Inflation ausgleichen.
Das Ganze nochmal grafisch aufbereitet und hier sieht man nämlich etwas sehr Schönes.
Rechts die steigende Dividende von Johnson & Johnson, die so ungefähr um 5% jedes Jahr angehoben werden konnte.
Wie gesagt, im siebten Jahrzehnt dieser Anhebung und gleichzeitig auf der linken Seite sehen wir den Kurs von der Aktie.
Es gibt keine Garantie, dass eine Dividendenaktie nicht auch mal Kursrückgänge erlebt.
Und gerade Johnson & Johnson war ein Beispiel dafür, dass der Kurs in den vergangenen Jahren auch mal auf der Stelle getreten ist, sogar leicht zurückging.
Aber gerade jetzt zum Beispiel hat die Aktie wieder so einen neuen Schub erfahren und die notiert im Moment nahe Allzeithoch.
Das ist wirklich ein wunderbares Beispiel dafür.
Man hat also diese Wertschöpfung, Inflationsausgleich, alles über die Dividende und hat zusätzlich noch auch schöne Kurssteigerungen gehabt.
Hier, ich wollte euch nochmal den Kurs zeigen von Johnson & Johnson.
Da sieht man halt zwischen 2021 und 2025 ist da nicht viel passiert.
Aber man hat damals seine Dividende kassiert von drei Prozent und hatte damit ein bisschen den Trost für den stagnierenden Kurs.
In Amerika ist es ja auch bei so einem Konzern immer eine Frage.
Die hatten halt diese nicht nur auslaufende Patente auf Arzneien, ist ja ein Gesundheitskonzern, sondern die hatten tatsächlich auch...
diese Schadenersatzklage, in dem Fall wegen Babypulver.
Und dann muss man ja in den USA immer sehr viel Geld zurückstellen für mögliche Schadenersatzklagen.
Und das hat den Kurs jahrelang belastet.
Aber irgendwann, wenn dieser Belastungseffekt raus ist, dann steigt halt doch wieder der Kurs.
Aber auch hier, es ist ein Unternehmen, ein Gesundheitsbereich, und da muss man immer auch die Risiken sehen.
In dem Fall sind es halt...
patentgeschützte Arzneien und wenn dieser Patentschutz ausläuft, dann muss halt in der Pipeline genügend anderes sein, damit das Geschäft weiterhin so wachsen kann.
Es geht ja hier um Wachstum.
So ein anderes Beispiel, was gerade schon angesprochen wurde, ist Coca-Cola.
Coca-Cola ist halt auch eine Aktie, die schon seit...
mehr als sechs Jahrzehnte die Dividende jedes Jahr erhöht.
Wir hatten gerade bei Johnson & Johnson, da war die Rendite ein bisschen niedriger.
Bei Coca-Cola haben wir schon mehr als 2,5%, 2,6% Dividendrendite.
Das ist ja auch ganz nett für den Anfang.
Und die zahlen jetzt, wie gesagt, seit 64 Jahren jedes Jahr eine steigende Dividende.
Hier bei Johnson & Johnson war die Verschuldung kein großes Problem.
Das ist ja auch ein Kriterium, wenn ein Unternehmen zu hoch verschuldet ist, dann birgt das innerhalb der Bilanz ein zusätzliches Risiko und wirft halt die Frage auf, ob diese Erhöhung der Dividende, wie sie in der Vergangenheit war.
in Zukunft noch fortgesetzt werden kann.
Deshalb schauen wir bei der Beurteilung von einem Dividendenwert auch immer auf die Nettoverschuldung.
Wenn die Nettoverschuldung nämlich zu hoch ist, und da ist so ein bisschen eine Marke, die sich etabliert hat, wenn die höher ist als das Dreifache des Vorsteuergewinns, EBDA genau genommen, dann droht halt künftig eine Belastung.
Ganz einfach zu erklären, gerade jetzt in Zeiten steigender Zinsen, kann man das gut nachvollziehen.
Wenn irgendwann die Refinanzierung höhere Zinsen mit sich bringt, bedeutet das ja, dass das Unternehmen aus dem Gewinn mehr für die Zinsen aufwenden muss und weniger Geld für die Aktionäre da ist.
Und deshalb ist gerade diese Kennziffer Nettoverschuldung zum Gewinn halt ein ganz wichtiges Kriterium, wie sicher oder andererseits wie gefährdet die Dividende ist.
Aber hier bei Coca-Cola ist der Faktor 2.
Ab 3 schaut man auf jeden Fall genauer hin.
Und da sind die Kennziffern.
Insgesamt noch sehr solide.
Die Ausschüttungsquote ist bei Coca-Cola etwas höher als bei Johnson & Johnson.
Konsumgüterhersteller mit dem starken Burggraben.
Aber auch nicht so großes Wachstum, muss man klar sagen.
Das Softdrink-Geschäft ist nicht unbedingt etwas, was neu explodiert.
Natürlich versucht man immer neue Geschäftsfelder zu erschließen, Partnerschaften einzugehen, Energydrinks und so weiter.
Aber da sind natürlich auch bei Coca-Cola, da wachsen die Bäume nicht in den Himmel.
Da muss man sich klar machen.
Deshalb würde man hier auch noch sehen, wenn man all diese Faktoren zusammennimmt, dass das ein solider Dividendenzahler ist.
Ja und hier sieht man, da ist natürlich die Chartentwicklung, beziehungsweise in dem Fall habe ich mal die Kursentwicklung lieber als Balken dargestellt.
Da seht ihr immer den Jahresendkurs.
Also Kurse sind ja etwas sehr Fickriges, wenn man sich die anschaut, hoch und runter, sehr zappelig.
Aber man kann sich als Dividendeninvestor, der ja auch insgesamt ein ausgeglichener Mensch ist, kann man sich einfach auch mal nur die Jahresendstände, ja so ist es, dann kann man sich einfach auch nur mal die Jahresendstände angucken und vergisst, was das ganze Jahr überall hoch und runter war.
Und da sieht man halt eben bei Coca-Cola eine wunderbare Entwicklung, dass die Aktie, die ist jetzt keine Kursrakete wie bei Johnson & Johnson letztens, aber die hat immer...
sich entweder stabil verhalten oder ist letztens auch schon gestiegen.
Übrigens auch eine Aktie, die jetzt nahe Allzeithoch notiert.
Also da hat man wirklich die steigenden Dividenden jedes Jahr mitgenommen.
Plus man hat noch eine Kurssteigerung jetzt auf fünf Jahre Sicht, die ganz okay ist.
So kommt man auf seine Rendite und das Ganze bei einem ruhigen Schlaf.
Ich habe jetzt noch ein anderes Beispiel, nicht ganz so bekannt.
Wir hatten jetzt hier Gesundheit, Johnson & Johnson und Coca-Cola, Konsumgüter und natürlich Lifestyle könnte man Coca-Cola ja auch verorten.
Ecolab ist eine Dividenden...
Zahlende Aktien, Dividenden, Aristokrat, auch nach amerikanischer Definition, die nicht ganz so bekannt ist.
Das ist eine Firma, die im Reinigungs- und Hygienegeschäft ist für Restaurants zum Beispiel, für Hotelketten, für Industriebetriebe aller Art.
Und deshalb sind die zyklischer.
Das ist Ecolab.
Die hängen halt etwas am Zyklus, am Reisezyklus.
Wenn da eine Corona-Pandemie kommt und das Reisegeschäft einbricht, dann geht bei denen auch das Geschäft zurück.
Wenn die Industrie schwächelt, dann gibt es vielleicht weniger Aufträge aus der Industrie.
Deshalb sowas muss man immer bedenken.
Also etwas zyklischer.
Aber wir haben hier andererseits bei Ecolab eine niedrige Ausschüttungsquote.
Da haben wir sehr viel Sicherheitspuffer.
Da ist es weniger als 40 Prozent, was vom Gewinn ausgeschüttet wird.
Die Verschuldung im Verhältnis zum Gewinn ist mit 2,3 Prozent auch noch im grünen Bereich.
Die Steigerungsrate ist dafür hier ganz angenehm gewesen.
Sieben Prozent Steigerungsrate der Dividende in der letzten Zeit.
Da hat man definitiv einen Inflationsausgleich.
Allerdings ist die Rendite auch nicht ganz so hoch.
Aber wenn man hier eine niedrige Ausschüttungsquote hat, gibt es da ja vielleicht noch...
die Dividende in den nächsten Jahren anzuheben.
Und insgesamt haben sie das seit 34 Jahren geschafft.
Also 34 Jahre in Folge, jedes Jahr mehr Dividende.
Das sind Sachen, die man gerne sieht.
Und hier sieht man, die haben sogar im Gegensatz zu Coca-Cola und Johnson & Johnson die Dividende in letzter Zeit stärker angehoben.
Da geht es nach oben.
Aber ihr seht hier auch bei den Balken, dass es da auch nochmal kräftiger runterging, eben wegen der zyklischen Natur des Geschäfts.
Also das sind so Sachen, es macht Spaß, das zu analysieren.
Und jetzt wollte ich auch noch ein bisschen ein kritisches Beispiel bringen.
Procter & Gamble, ja bekannt für Marken wie Gillette beispielsweise, die haben als Konsumgüterhersteller eine wunderbar lange Dividendenhistorie, eine Steigerungshistorie von 70 Jahren.
70 jährliche Anhebungen in Folge, das ist wirklich richtig, richtig gut.
Die sind Dividendenkönig, sind auch relativ gering verschuldet.
Man sieht nur, dass so am Ende die Steigerungsrate auch nicht mehr so besonders hoch ist.
Und ja, das Geschäft von Konsumgüterherstellern wie Procter, das ist, das sieht man auf der nächsten Folie, halt zuletzt doch ein bisschen in die...
Kritik geraten oder sagen wir, bekommt Probleme.
Es liegt teilweise auch daran, die Grundstoffe für die Produkte, die sie herstellen, die sind halt teurer geworden.
Das ist diese Rohstoff- und Grundstoffinflation.
Gleichzeitig hat sich teilweise auch das Verhalten der Verbraucher verändert.
Wenn die die Wahl haben zwischen einem Markenprodukt von Procter & Gamble und einem Produkt aus der Drogerie.
aus dem Walmart und so weiter, dann entscheiden sie sich vielleicht für das Drogerieprodukt, was nur halb so viel kostet.
Und so sind die Margen da unter Druck geraten.
Also hier hat man eine schöne Steigerung der Dividende, auch noch alles im grünen Bereich.
Aber von der Kursentwicklung hat Procter doch sehr enttäuscht in letzter Zeit.
Das hat auch einige Tränen gegeben.
Und hier zeige ich euch das nochmal.
Ein anderes Beispiel.
Procter hier, das war wirklich ein...
Das war eine Aktie, die über Jahrzehnte jedes Jahr auch über die Kurssteigerungen Ertrag gebracht hat, richtig Spaß gemacht hat.
Klar gab es Rücksetzer wie bei jeder Aktie, aber das war toll.
Nur jetzt in den letzten zwei Jahren war einfach keine gute Zeit für die meisten Konsumgüterhersteller an der Börse.
Und das trifft dann halt auch diese Dividenden-Aristokraten und Dividenden-Könige.
So, jetzt McDonalds wollte ich euch noch zeigen.
Gehört auf jeden Fall auch zu den Dividenden-Aristokraten.
Ist ja ein fantastisches Geschäftsmodell.
Dieses Franchise und Immobilien-Business von McDonalds ist ja im Grunde eine...
Gelddruckmaschine gewesen über die Jahrzehnte, ist ja auch verfilmt worden und alles.
Aber hier auch McDonalds kommt eben jetzt vor allen Dingen dieses Jahr unter die Räder.
Auch eine große Enttäuschung, glaube ich, für viele Investoren, die auf genau solche Compounder-Aktien gesetzt haben.
Und das erinnert uns aber daran, dass wir bei Investments immer auch das Extremrisiko bedenken müssen.
Also was könnte möglicherweise gravierend schief gehen.
Hier ist es erstmal nur eine Korrektur.
Veränderungen des Konsumentenverhaltens, auch dieser Inflationsdruck, der die Verbraucher belastet, auch in den USA und anderen Märkten, die dann eben nicht mehr so viel ausgeben wollen für Fast Food.
Auch das veränderte Gesundheitsbewusstsein mag eine Rolle spielen, wobei ich mir habe sagen lassen, McDonalds betrifft es eigentlich nicht so sehr, weil die auch versuchen, auf gesunde Ernährung zu machen, diese ganze GLP ein.
könnte McDonalds auch ein bisschen in Zweifel ziehen, ob das funktioniert.
Aber auch die hohen Zinsen.
Es gibt gerade verschiedene Faktoren, die das Geschäft von McDonalds belasten.
Und das bringt halt auch den Aktienkurs von so einem Compounder und einem Dividenden-Aristokrat unter Druck.
Deshalb, es gibt nie eine Garantie als wahrendes Beispiel.
Einfach so ein bisschen als...
Denkanstoß, es kann 20, 30 Jahre eine Aktie schön nach oben ziehen, von links unten nach rechts oben und dann kommt doch irgendwas, wo man nochmal genauer hinschauen muss.
Und das gilt auch für York Water.
Also die Aktie, die wie keine andere eine Dividendenhistorie hat, seit 1816, die hat jetzt auch, York Water hat jetzt auch in den vergangenen Jahren Ich glaube, es waren 23 Jahre, es waren länger als 20 Jahre auf jeden Fall die Dividende jedes Jahr erhöht.
Und dennoch kommt der Kurs unter Druck.
Die haben im Grunde ein sehr reguliertes Geschäftsmodell.
Also das, wovon ja viele Kapitalisten träumen, das ist durchaus auch Warren Buffett und Charlie Munger immer sehr lieb gewesen, dass sie diesen Burggraben haben.
Die haben einen Monopol.
Also die versorgen in diesem Gebiet in Pennsylvania, versorgen die...
etwas über 200.000 Haushalte mit Wasser.
Und das ist so reguliert, dass es da dann keine Konkurrenz gibt.
Der Preis dafür ist eben, dass ...
Sie können auch nicht groß expandieren.
Also die könnten auch nicht jetzt von heute auf morgen KI-Unternehmen werden oder auf Drohntechnik machen.
Das würde nicht gehen.
Ihr Geschäft ist definiert, wird klar überschaut und dadurch wird auch immer die Expansionsmöglichkeiten und die Marge werden immer begrenzt sein von York Water.
Man hatte sich in der Vergangenheit so an Dividendenrenditen pro Jahr von zwei Prozent ungefähr gewöhnt.
Aber auch Jörg Worter, der älteste Dividendenzahler der Welt, ist jetzt in den letzten Jahren unter Druck gekommen.
Woran könnte das liegen?
Ja, ich nehme mal an, es hängt auch mit den höheren Zinsen zusammen.
Also sie haben gewisserweise versucht, auch ihr Geschäft fortzuentwickeln, investieren halt in Wasseraufbereitung und bieten andere Dienstleistungen rund um ihr Kerngeschäft.
Trinkwasser an und wahrscheinlich haben sie da auch eine gewisse Finanzierungsabhängigkeit und ich könnte mir vorstellen, dass die hohen Zinsen dem Geschäft auch prinzipiell zu schaffen machen und dazu kommt noch was anderes.
Wenn Staatsanleihen so hohe Zinsen bieten, wie es jetzt der Fall ist, diese 5,2, 5,3 Prozent bei zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen beinahe nicht groß veränderten Inflationserwartungen, heißt das ja, dass Staatsanleihen von dem besten Schuldner der Welt in den USA, sehr attraktiv sind.
Ich bekomme ja praktisch sichere 2% real, 2 oder 2,5% real.
Dadurch treten halt auch Staatsanleihen, sichere Staatsanleihen, in Konkurrenz zu Dividendenaktien.
Das heißt, Zeiten, in denen es so eine steigende Realrendite gibt, Anleihenrendite von Staaten oberhalb der Inflation oder Inflationserwartung, das ist immer auch eine Konkurrenz für Dividendenaktien.
Weil man wollen ja alle reale Rendite haben und es gab lange Zeiten.
in denen Staatsanleihen keine reale Rendite abgeworfen haben.
Wir kommen ja gerade erst aus der Nullzinsphase oder in den USA war es eine Niedrigzinsphase, kommen wir heraus.
Allerdings mit einiger Wucht kommen wir da raus jetzt, muss man sagen.
Huch kann man, also es ist schon eine ganz schön mächtige Entwicklung.
Aber jetzt sind eben halt die Staatsanleihen auch eine Konkurrenz zu Dividendenaktien.
Zumal zu solchen, wo es kein großes Wachstumspotenzial gibt, wie bei York Water.
Da muss man immer im Auge behalten, wie sich das gesamte Makroumfeld verändert.
So, ich habe jetzt hier mal, die USA sind das Heimatland der Dividendenastrokraten und Dividendenkönige.
Und das ist auch einfach, volkswirtschaftlich und historisch zu erklären.
Es gibt auch in Europa sehr gute Dividendenzahler in Frankreich, die auch teilweise seit dem 19.
Jahrhundert Dividende zahlen.
Nur mussten die dann in den Kriegen die Dividende aussetzen.
Deutschland natürlich noch extremer.
Hier waren sogar im Zweiten Weltkrieg Dividendenzahlungen staatlich reglementiert.
Und dann ist ja nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Währungsreform sowieso alles, es war eine Unterbrechung.
Man muss sich vorstellen, es ist...
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es ja keine Dividenden in Deutschland.
Deshalb könnte man in Deutschland auch gar nie eine Dividenden-Historie vorweisen können, die bis halt vor 1949 geht.
Würde gar nicht gehen.
Aber hier in den USA gibt es eine ganze Reihe von Unternehmen.
aus verschiedenen Branchen, die es geschafft haben, seit Jahrzehnten jedes Jahr die Dividende zu erhöhen.
Ich habe jetzt hier sogar die Dividendensteigerer.
Das sind zum Beispiel auch Chevron, Ecolab, McDonalds, PepsiCo, Appy aus dem Gesundheitsbereich.
Das sind hier sowas wie ein Baumarkt, Loves, Colgate, Palmolive natürlich auch, Konsumgüter, Zahnpasta, Coca-Cola.
Johnson & Johnson, Procter & Gamble und sogar ein Industrieunternehmen, was ein bisschen untypisch ist.
Ich habe es extra hier nochmal mit aufgenommen.
Kaum bekannt in Deutschland, die stellen halt industrielle Produkte her.
So im Maschinenbaubereich, wir verbinden das ja häufig mit Deutschland, mit unseren Mittelständlern, aber so gibt es auch in den USA.
ein bisschen versteckten Weltmarktführer und Unternehmen, die einen starken Burggraben haben, durch ihre Produkte und die Dienstleistungen drumherum.
Und da hat es tatsächlich dieses Industrieunternehmen aus Neuengland, Dover Corporation, geschafft, jetzt auch fast 70 Jahre jedes Jahr die Dividende zu erhöhen.
Das ist wirklich ein ungewöhnliches Beispiel.
Und wo wir von Industrie reden, es gibt auch ein Industrieunternehmen.
das im Grunde deutsche Wurzeln hat, das mittlerweile nach amerikanischen Kriterien Dividenden-Astokrat ist und eigentlich jetzt auch ein amerikanisches Unternehmen ist, nämlich die Linde.
Die ist ja durch die Fusion im Grunde.
operativ ein amerikanisches Unternehmen geworden.
Man erkennt es auch daran, dass die Linde jetzt viermal im Jahr Dividende ausschüttet.
Nicht wie es in Deutschland vorgesehen ist, einmal im Jahr.
Und deshalb taucht jetzt hier in der Liste der Dividenden-Aristokraten auch die Linde auf.
Mit immerhin einer Historie von mehr als 30 Jahren der Steigerungen.
So, schnell noch ein Wort zu Deutschland.
Wie gesagt, wir können jetzt im strengen Sinne keine Dividenden-Astrokraten oder keine Dividenden-Könige haben mit Jahrzehnten der Steigerungen, aber wir haben ein paar richtig gute Unternehmen.
Mir persönlich blutet ja immer das Herz, wenn ich mir vorstelle, dass wir sogar schon mal einen Dividenden-Astrokraten im DAX hatten, nämlich die Fresenius.
Die hatten es nämlich wirklich mal geschafft.
25 Jahre in Folge jedes Jahr die Dividende anzuheben.
Aber dann ist die Krise gekommen und Fresenius hat sich dafür entschieden, dass diese Serie ist uns nicht so wichtig, wie dass wir erstmal unseren Schuldenberg in den Griff bekommen und die solide Finanzierung.
Deshalb hat Fresenius aufgehört, Dividende zu steigern und damit war halt die Serie futsch.
Aber wir haben auch im DAX, das größte deutsche Unternehmen SAP, ist mittlerweile in bedeutender Dividendenzahler auch geworden.
Ist natürlich ein unkämpfter Markt, deshalb muss man auf die genauen Kriterien achten.
Aber SAP hat es jetzt wirklich schon geschafft, seit 15 Jahren die Dividende jedes Jahr anzuheben.
Ich zeige es gleich auch nochmal im Chart.
Und die Kennziffern von SAP, sowohl was die Steigerungsrate angeht, Verschuldung ist keine vorhanden.
Das ist praktisch eine kleine Netto-Liquidität.
Die Ausschüttungsquote ist sehr im grünen Bereich, nur die Rendite ist relativ niedrig, was man einem Technologieunternehmen oder Softwareunternehmen auch nachsieht.
Aber SAP gehört auf jeden Fall zu den wichtigen Dividendenzahlern in Europa.
Und man sieht halt hier gleich sehr schön, also SAP hat eine wunderschöne Dividendenhistorie.
Ich komme zur Allianz, genau.
Ihr müsst mir es einfach glauben.
Also Allianz ist der zweite wunderbare Dividendenzahler am DAX.
auch mit guten Kennziffern und vor allen Dingen mit einer sehr schönen Steigerung, sowohl was die Höhe der Dividende angeht, als auch was die Kursentwicklung angeht.
Allianz ist ja jetzt auch auf dem Allzeithoch oder nahe Allzeithoch jetzt im Jahr 2026.
Oktober 26 sind die nahe Allzeithoch und haben Dividendeninvestoren in vergangenen Jahren sehr viel Freude bereit.
Nicht nur Dividendeninvestoren, sondern überhaupt Investoren.
Also Allianz war sicherlich eines der besten Investments überhaupt am deutschen Kurszettel.
Wir sehen also, es gibt auch bei uns sehr gute Dividendenzahler.
Jetzt fragt ihr natürlich, wie findet man solche...
Wie findet man solche Dividendenzahler?
Und die Frage, die wird mir auch schon seit vielen Jahren gestellt.
Und bis vor kurzem hätte ich gesagt, da gibt es tolle Screener.
Die Screener waren toll, aber sie hatten meistens einen Nachteil.
Die hatten nämlich selten Daten für diese gesamte Welt.
Also es gab als Stock-Screener, da konnte man sich Daten runterladen oder einstellen für zum Beispiel die USA.
Dann hat das geklappt.
Europa ging es dann manchmal auch noch bei den großen Märkten.
Ja, Asien wurde es dann meistens schon schwieriger und Schwellenländer, dann riss es meistens ab.
Aber mittlerweile gibt es natürlich eine ganz neue Möglichkeit, die ich auch nutze.
Man kann mit dem KI-Modell seines Vertrauens sich selber einen Stockscreener bauen, beispielsweise nach diesen Kriterien, dass die Ausschüttungsquote in einem grünen Bereich liegt, dass die Verschuldung nicht höher als 3% EBITDA ist, dass die Steigungsrate der Dividende über 5 oder 10 Jahre...
sagen wir, bei mindestens 5% liegt.
Und wenn man dann einen guten Prompt hat und ein Modell seines Vertrauens damit ausgestattet hat, bringt das sehr schöne Ergebnisse hervor.
Ich sage ja immer, wir leben einfach, was das Investieren angeht, in privilegierten Zeiten, weil wir so tolle Möglichkeiten haben bei niedrigen Kosten wie nie zuvor.
Ich kann euch nur ermutigen, das einfach mal mit der KI auszuprobieren, selber so ein Stockscreening zu machen nach Dividendenkriterien.
Und so erfährt man dann auch ganz neue Aktien, auf die man nie gekommen wäre.
Wirklich überraschend, dann natürlich wie bei der KI immer, es ist ein Dialog, also man verlässt sich nie komplett auf die KI.
Man geht dann nochmal genau rein und schaut, was da vielleicht falsch sein könnte oder nicht ganz so passend ist.
Aber ich habe damit schon sehr gute Anregungen erhalten.
Hier haben wir noch der Hinweis darauf, dass es auch ETFs gibt mit Dividendenachzugarten für die verschiedenen Wirtschaftsräume.
Wie gesagt, in...
Europa und Asien sind die Kriterien, sich Dividenden-Astrograt zu nennen, nicht ganz so streng.
Da reichen auch schon zehn Jahre, um sich so zu nennen.
Und die sind dann entsprechend auch diese ETFs.
In den USA muss ich 25 Jahre gezahlt haben.
Diese ETFs gibt es.
Ich weise jetzt nur darauf hin, schaut euch bitte auch nochmal die Kursentwicklung an, weil die kranken teilweise daran, dass die sehr viele Konsumgüterhersteller hatten.
Und Konsumgüterhersteller waren, die vergangenen Jahre waren keine gute Zeit für Konsumgüteraktien.
Deshalb sieht die Kursentwicklung von diesen Aristokraten-ETFs teilweise enttäuschend aus.
Aber es gibt sie, und wenn man nicht so viel Spaß daran hat, Einzelaktien rauszufinden.
Und am Ende 200 Titel im Depot zu haben, die man wie so eine Kindergartengruppe irgendwie überwachen muss, dann kann man auch sich an so einen ETF halten.
Und weil es immer wieder als Frage aufkommt, was erhältst du von monatlich ausschüttenden ETFs?
Normalerweise halte ich da nicht so sehr viel davon.
Das lag aber auch daran, dass die monatlich ausschüttenden Dividende-ETFs, die es gab, lange Zeit vor allen Dingen sich an der Höhe der Ausschüttung orientiert haben.
Also dieser linke ETF hier, den ich mal rausgesucht habe, den Global X Superdividend, der geht in erster Linie danach, wie hoch ist die Ausschüttung und kommt so auf eine Jahresrendite, laufende Rendite.
auf das Verrechnungskonto kommt, von annähernd 10 Prozent.
Das ist natürlich super duper.
Und er hat tatsächlich jetzt, wenn man auch die Kursentwicklung des ETFs dazu nimmt, in den vergangenen Jahren ein leichtes Plus gemacht.
Es gibt auch Börsenphasen, wo dann dieser ETF zwar 10% ausschüttet, aber ein Minus macht bei der Kursentwicklung, sodass man dann unterm Strich eigentlich keinen Vermögenszuwachs erzielt hat.
Und das ist ja nicht das, was wir wollen.
Deshalb war ich da immer etwas skeptischer.
Jetzt gibt es neu seit diesem Jahr den LNG Global Quality Dividend.
Der hat halt einen Qualitätsfilter, wie der Name sagt.
Nicht so eine hohe Ausschüttungsquote.
Er will so...
Es gibt noch keinen Jahreswert, deshalb kann man das nur so ungefähr projizieren.
Er will so 3,5 bis 4 Prozent ausschütten, was aufs Verrechnungskonto geht, und strebt halt dann auch hier eine Rendite an, die deutlich positiv ist, die näher ist an der Aktienmarktentwicklung insgesamt.
Ich muss mal schauen, also dieser ETF mit Dividendenqualitätsaktien, der ist erst relativ neuer Markt, aber ich finde es auf jeden Fall ein interessantes Produkt, was man sich mal anschauen sollte, eben weil es halt eine ideale Verbindung wäre.
Und damit wäre ich auch schon zum Ende, denn wir wollen ja noch ein paar Fragen zulassen, aber ich hatte ja am Anfang gesagt, Dividenden meines Erachtens können sehr dazu...
dass man ein gelassenerer Investor ist.
Und das führt mich zurück zu dem Punkt, den ich immer aufmache.
Egal, wie man investiert, ob man mehr auf Wachstumswerte geht, Spekulatives, Traded oder langfristig.
Man sollte sich am Anfang immer die Frage stellen, wozu dient das Ganze?
Denn am Ende soll ja nicht das Portfolio...
das sein, was im Mittelpunkt steht.
Es soll nicht das Leben dem Portfolio dienen, sondern das Portfolio, das soll euer Leben einfacher machen.
So, ich danke, dass ihr da wart.
Ihr seid toll.
So, auf meiner Uhr ist 14 Uhr.
Hallo.
Freut mich, hier zu sein zum zweiten Mal auf diesem Alles-auf-Aktien-Summit.
Tolle Veranstaltung.
Freue mich, dass so viele von euch da sind.
Und nachdem ich heute Morgen ja schon das Vergnügen mit Holger und Nando hatte, so irgendwie so ein paar Fondsröte durch die Aktualität der Märkte zu machen, wollte ich mit euch hier in der Masterclass eher mal ein paar grundsätzliche Themen besprechen, rund um Vermögensaufbau mit Aktien und ETFs.
Kurz zu mir, mein Name ist Christian Weröl.
Seit über 25 Jahren professionell an den Finanzmärkten aktiv, als Unternehmer früher, danach vor allem als Investor, sowie in den letzten Jahren, weil es mir ansonsten einfach ein bisschen langweilig geworden wäre, als, wie nennt man das heute, Finfluencer.
Und ja, diese Finfluencer-Rolle darf ich seit zwei Jahren fortsetzen, nicht mehr alleine, sondern mit einem großartigen Team.
bei Scalable Capital als Chief Economist.
Und die meisten Economists gehen ja rum und machen Prognosen.
Prognosen für Währungen, Zinsen, Aktienkurse, Rohstoffpreise.
Das ist so das, was so die klassischen Chefvolkswirte bei Privatbanken machen.
Ich kann da nicht mithalten, weil erstens...
habe ich zwar schon mal eine Universität von innen gesehen, aber nicht sehr lange.
Dürfte einer der wenigen Chief Economist sein, die kein abgeschlossenes Hochschulstudium haben, weil mir das Unternehmerische doch mehr lag.
Und zweitens, ich halte nicht allzu viel von Prognosen, weil Prognosen sind halt sehr unsicher, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen, wie wir seit Mark Twain wissen.
Insofern versuche ich immer, möglichst prognosefrei zu investieren und auch zu hinterfragen, ob mir das denn wirklich auch gelingt.
Und das ist doch so ein bisschen die Klammer, über dem, was wir in den nächsten 45 Minuten durchsprechen wollen.
Starten möchte ich dabei mit einer wissenschaftlichen Studie der für mich wichtigsten wissenschaftlichen Arbeit zum Aktienmarkt, die es in den letzten, sagen wir mal, zehn Jahren gegeben hat, und zwar von Professor Bessenbander.
Wer hat den Namen schon mal gehört?
Aha, sehr gut.
Das heißt, wir können diese Geschichte wirklich kurz machen.
Aber diejenigen, die es noch nicht gehört haben, die müssen es natürlich unbedingt wissen.
Was hat der gemacht, der gute Bessenbeiner?
Naja, der hat sich einfach mal sämtliche US-amerikanischen Aktien angeschaut, die seit 1925 notiert waren und entweder immer noch sind oder irgendwann ausgeschieden sind.
29.000 Unternehmen.
den ganzen Lebenszyklus an der Börse, inklusive allem, was während eines solchen Unternehmenszyklus alles stattfindet, also Dividenden, Bezugsrechte, Spin-offs, alles.
Und er hat herausgefunden, von diesen 29.000 Unternehmen, haben die allermeisten, nämlich über 17.000, also mehr als 60 oder fast 60 Prozent, im Laufe ihres Lebenszyklus kein Geld für...
ihre Aktionäre verdient, sondern in Summe Werte vernichtet.
Das heißt, trotz Dividenden, Bezugsrechten und Spin-offs sind sie heute weniger wert als beim Börsengang oder sie sind für weniger wert von der Börse irgendwann mal gegangen, als sie damals hingekommen sind, beziehungsweise frühestens 1926.
Das heißt, 60 Prozent aller Unternehmen in den USA sind wert.
Ist natürlich klar, wo viele Werte vernichtet werden, müssen zunächst mal diese Verluste ausgeglichen werden.
Diese Aufgabe haben in den vergangenen 100 Jahren 10.800 Unternehmen davon übernommen, also 37,2 Prozent.
Bleiben übrig 4% aller Firmen, 4% oder 1.000 Unternehmen.
Und diese 1.000 Unternehmen, die sind tatsächlich für das verantwortlich, was wir so als durchschnittliche Aktienrendite von 7, 8, 9% per annum wahrnehmen.
Es sind 1000 Unternehmen mit einer exzeptionell guten Performance, die die gesamte Shareholder-Wealth-Creation, also das gesamte Aktionärsvermögen geschaffen haben in den letzten 100 Jahren.
1000 Unternehmen in 100 Jahren, also im Schnitt etwa 10.
Das bedeutet natürlich eine äußerst geringe Wer also einzelne Aktien kauft, setzt natürlich darauf, im grünen Feld zu landen.
Aber Quote 4 Prozent.
Will heißen, der Kauf einzelner Aktien, das muss man leider so sagen, ist eine Wette gegen die Statistik.
Die meisten Unternehmen schaffen es nicht, Werte für ihre Anlegerinnen und Anleger zu schaffen.
Gleichzeitig darf man natürlich nicht vergessen, diese Unternehmen mit einer exzeptionellen Performance, das sind nicht immer die gleichen.
Klar, in der letzten Phase des Zeitraums, die letzten 10, die letzten 15 Jahre, da sind es logischerweise eine Nvidia, eine Apple, eine Microsoft, eine Alphabet, die üblichen Verdächtigen.
Aber wenn man auf andere Dekaden mal zurückblickt, dann ist da auch mal eine Altria mit drunter, also die US-Malbüro-Firma.
Da ist eine Standard Oil mit dabei, die heute in Form von Exxon Mobile weiterlebt.
Da ist eine Johnson & Johnson dabei und eine Walmart.
In Summe 1.000 Firmen, die das.
geschafft haben, wirklich Wert zu schaffen, die für das verantwortlich sind, was wir Rendite nennen.
Und klar, also wenn wir jetzt mal über diese Firmen sprechen, dann sind das schon großartige Renditen, die wir da sehen können.
Ich habe mal ein Beispiel mitgebracht, natürlich die Nvidia.
Es gibt hier Nvidia-Aktionäre?
Ja, auch fast jeder.
Auch schon ein bisschen länger, so seit 2017, 18, 2015.
Herzlichen Glückwunsch.
Herzlichen Glückwunsch.
Noch jemand?
2015, 2016.
Wahnsinn.
2015.
Ja, also hier, ich habe es mal seit 2016 mitgebracht.
Nvidia ver-250-facht.
Das ist Wahnsinn.
Pferd 250-Facht.
Aber der eigentliche Grund, warum ich ihm gerade gratuliert habe, war gar nicht die Performance.
Ja, ist natürlich toll.
Und es ist auch toll, wenn man sich auf die Schulter klopfen kann, dass man eine solche Aktie entdeckt hat.
Rechtzeitig.
Damals.
Gamer gewesen?
Früher?
Automotive.
Ja, okay.
Also viele sind ja darauf gekommen, als Gamer oder so, aber ist ja völlig egal.
Irgendwie entdeckt man Aktien.
Peter Lynch hat uns mal gesagt, wir müssen mit offenen Augen durch die Welt gehen und dann entdecken wir auch Investmentchancen.
Und wer es entdeckt hat, toll.
Aber was ich eigentlich bei ihm bewundere, dass er es nicht nur entdeckt hat, sondern dass er es auch gehalten hat.
Denn das gehört ja dazu.
Nicht alle, nein, aber immerhin ein paar sind ab und zu, muss man runterschneiden.
Aber überhaupt durchzuhalten und nicht zu sagen, irgendwann, jetzt reicht es mal.
Also wer ein 250-Facher haben will, der darf eben nicht nach dem Verdoppler verkaufen.
Das ist sehr trivial, aber muss man sich immer wieder klar machen.
Und vor allem, der darf auch nicht sich zwischenzeitlich von seiner Conviction...
Denn auch das gehört zur Wahrheit.
Aktien, die diese exzeptionelle Performance aufweisen, und auch das zeigt die Forschung von Bessenbinder, diese Aktien haben zwischenzeitlich allesamt Erhebliche, heftige Rücksetzer, Drawdowns, die nicht mal unbedingt immer etwas mit Krisen an den Märkten zu tun haben müssen, wie jetzt Corona.
Corona sieht man hier eigentlich gar nicht in diesem Nvidia-Chart.
Ja, irgendwo da, ja, 2020 haut es mal kurz runter, aber viel schlimmer für Nvidia war es dann.
als damals der Krypto-Boom zu Ende war, was ja so die erste Blütezeit von Nvidia an der Börse war.
Und da ging es dann mal relativ rasant im Jahr 2019 um über 50 Prozent runter.
Die Darstellung kennt ihr alle, die Unterwasser-Charts.
Ich kann dir immer wieder nur empfehlen, solche Unterwasser-Charts zu machen.
eben nicht nur sich steigende Kurse anzugucken, sondern auch mal auf die Risikoseite zu schauen.
Dafür gibt es eben genau diese Charts, die dadurch zustande kommen, dass man für jeden Tag den Abstand zwischen dem aktuellen Kurs und dem Höchstkurs misst.
Das beste Fall ist natürlich Null, dann sind wir auf dem Höchstkurs.
Ansonsten sieht man immer, wie weit es unter den Höchstkurs gegangen ist.
Und wer halt Ende 2018 irgendwann diese Nvidia gekauft hat, der war dann halt 2019, schwupps.
Mal mit 55 Prozent im Minus.
Und wer sie 2015 hatte, ja, der hat dann nicht diese 55 Prozent Minus im Depot gesehen.
Aber der war natürlich entsprechend weit drunter unter dem, was mal im Depotwert da stand.
Also für all diejenigen, die ihre Lebensfreude daraus beziehen, dass sie regelmäßig ins Depot schauen, am besten so 20 bis 30 Mal jeden Tag und sich daran freuen, dass da immer diese grünen Zahlen stehen.
Naja, das kann gerade bei diesen Super Compounders.
Dann kam Corona und dann 2022, da war es dann noch mal die Zinswende.
die dafür gesorgt hat, dass Wachstumsaktien richtig runtergesaust sind.
Und damals, ja, 2022, das war kein Crash, das war keine Krise, das war nicht die Finanzkrise, sondern das war einfach nur die Zinswende, die Angst davor, dass Wachstumsaktien vielleicht doch nicht mehr so attraktiv sind.
Und da haben wir minus 65 Prozent gesehen.
Das wurde dann auch reingeholt.
Naja, und dann letztes Jahr nochmal hier minus 35 Prozent im Zuge des Liberation Day.
Will heißen.
Wer auf diese exzeptionell guten Aktien setzen will, muss sie nicht nur finden, sondern braucht auch verdammt starke Nerven, um sowas durchzuhalten.
Das meine ich nicht, dass man irgendwann, wenn so eine Position ja auch mal zu groß wird, dass man dann mal etwas verkauft, sondern dass man wirklich sagt, okay, ich halte diese Position mit.
was weiß ich, 5 oder 10 Prozent meines Vermögens.
Und das gelingt natürlich nur, wenn man auch eine ausreichende Conviction, eine ausreichende Überzeugung, einen sinnvollen Investment Case dahinter hat.
Gleichzeitig ist Nvidia nicht die einzige Aktie dieser Qualität, wo es so deutlich bergauf ging.
Gut, sie ist jetzt mit einer 250-Fachung wirklich die beste Aktie der letzten 10 und der letzten 15 Jahre.
Aber es gibt ja auch und gab ja auch andere Titel.
Ich habe hier mal so ein paar andere Aktien mitgebracht, die, ich sage mal, Hoffnungen von Anlegern über viele Jahre stimuliert haben.
Ich habe mal einfach nicht die Namen da drauf geschrieben, weil ich glaube, ihr erkennt diese Aktien, oder?
Hat jemand eine Ahnung, warum es sich handelt?
Irgendwie ein Verdacht?
Wer könnte es sein?
Okay, Alphabet, ja.
Alphabet könnte es sein, ne?
Monster.
Monster wäre auch nicht schlecht.
Nein, es sind Aktien, ich habe bewusst Kursverläufe mitgebracht, die alle 2011 anfangen und die alle 2021 bis 2023 aufhören.
Warum nur?
die Fantasie von Anlegern beflügelt haben, die lange Zeit als sogenannte Compounder oder Super-Compounder galten.
Aktien, deren Geschäftsmodell so stark ist, dass sie immer weiter steigen und steigen und steigen und steigen.
Aber Compounder compounden so lange, bis sie irgendwann nicht mehr compounden.
Auch das trivial und so sieht die Sache dann nämlich aus.
Das ist das weitere Schicksal dieser Compounder gewesen.
Am Anfang denkst du also noch, oh wow, ich habe da tatsächlich einen Multi-Bagger für 16-facher, für 20-facher, für 8-facher und dann irgendwann kracht es runter.
Und dann ist halt die Frage, so wie bei Nvidia, ähnlicher Drawdown.
Wir reden hier über 60, 70 Prozent Minus.
Das, was wir auch bei einer Nvidia gesehen haben.
Und hier müssen wir uns die Frage stellen, was ist denn hier passiert?
Ist das etwa auch sowas wie bei Nvidia?
Das ist vielleicht die Durchgangsstation auf dem Weg zu ganz neuen Höhen.
Quasi eine Atempause im Kursverlauf.
Oder ist das der erste Schritt Richtung Friedhof?
Richtung Bodensatz, dahin, wo die meisten Aktien sind, die dauerhaft keinen Wert für Aktionäre haben.
Habt ihr jetzt eine Ahnung, welche Aktien sich dahinter verbergen?
Novo Nordisk, wo ist Novo Nordisk?
Ja, links ist schon bei Novo Nordisk.
Sonst noch irgendeine wiedererkannt?
Wer?
Tesla.
Na, Tesla ist doch nicht so abgestürzt, nein.
Komm, machen wir es fertig.
Also in der Tat, es ist ganz links Novo Nordisk, es ist in der Mitte Adobe und es ist ganz rechts Nike.
Und da haben wir also drei Compounder aus drei Branchen.
Einmal Pharma, einmal Technologie, Software und einmal zyklischer Konsumgut und alles sind...
bei denen wir uns immer gefragt haben, Mensch, wie hoch können sie noch steigen?
Und jetzt fragen wir uns, Mensch, wie tief können sie noch fallen?
Und die Frage ist ja, hat jemand irgendwelche von diesen Aktien?
Ja, sind auch so viele wie bei Nvidia.
Also in Köln gibt es dazu ein Lied, man hat mal Glück, man hat mal Pech, man hat mal Gandhi.
So läuft das auch an dieser Stelle.
Ja, und dann ist halt die Frage, Wissen wir das denn, wenn wir heute diese Aktie haben?
Ob es eine neue Nvidia wird oder ob es Bodensatz wird?
Nein, wir können es gar nicht wissen.
Aber wir sollten unser Investment schon auf so sichere Füße gestellt haben, dass wir nicht einfach nur aus einem blinden Glauben daran investieren.
Die Frage ist, warum haben wir eine Novo, warum haben wir eine Adobe und warum haben wir eine Nike?
Ganz häufig höre ich den Grund, naja, die Nike, die war ja schon mal bei 180 Dollar.
Also jetzt ist sie bei 35, also so viel tiefer kann es ja nicht mehr gehen.
Ja, das haben wir auch bei 60 schon gedacht, manche auch schon bei 90.
Und man sollte...
sich immer vor Augen führen, Aktien haben kein Gedächtnis.
Die Aktie weiß nicht, wo sie mal irgendwo war.
Und deswegen sollten auch wir uns von diesem Ankereffekt, von diesem Hochgucken, na ja, sie war mal dort und da will sie auch wieder hin, verabschieden.
Das ist eine statistische Feststellung, aber das ist kein Grund für ein Investment.
Genauso wenig wie, na ja, ist aber doch ein großes Unternehmen.
Ja, es wird schon nicht pleite gehen.
Das ist richtig.
Es muss nicht pleite gehen.
Aber damit du als Aktionär wirklich etwas verdienst, reicht es nicht, dass ein Unternehmen nicht pleite geht.
Wenn du darauf setzen möchtest, dass ein Unternehmen nicht pleite geht, musst du eine Anleihe kaufen.
Die Anleihe lebt davon.
Geld verleihen, Zinsen bekommen, irgendwann Geld zurückbekommen.
Da geht es nur darum, dass am Ende das Unternehmen überlebt.
Wenn du eine Aktie kaufst, musst du schon einen Weg dahin finden, dass es nicht nur überlebt, sondern dass es prosperiert.
Weil wenn es nicht prosperiert, wirst du kein Geld verdienen.
Insofern, natürlich können wir doch versuchen, die Stecknade zu finden.
Die wenigen Aktien, die tatsächlich Mehrwert liefern über lange Zeiträume.
Aber wir sollten es doch bitte machen auf Basis einer soliden Überzeugung, einer soliden Conviction und eines klaren Investment Case.
Wenn wir eine Aktie im Portfolio haben, sollten wir sie doch nicht kaufen, weil wir glauben, dass sie wohl steigt, sondern wir sollten doch irgendwie einen Weg vor uns haben, warum diese Aktie steigen kann, was im Geschäft passieren kann, was in der Bewertung passieren muss, damit am Ende der Kurs wieder ein höherer Kurs ist.
Und wir sollten realistisch auch einschätzen können, wo sind die Grenzen unseres Wissens?
Und haben wir wirklich eine Überzeugung von einer Aktie oder plappern wir nur irgendetwas nach?
Wie oft höre ich von Privatanlegern, die mir sagen, also Novo läuft jetzt nicht so doll, aber die Pipeline von denen ist doch ganz doll.
Und dann sage ich, ach ja, wie ist denn die Pipeline?
Im besten Fall kommt dann noch irgendwie...
GLP3 raus und irgendein Fremdwort, was man mal irgendwo aufgeschnappt hat, was auch gerade in der Erprobung ist.
Manchmal kommt noch KG Semer dazu und das soll dann reichen.
Da muss ich aber doch ganz offen sagen, wir als Privatanleger sind doch nicht ansatzweise in der Lage, überhaupt die Pipeline eines solchen Konzerns realistisch einzuschätzen.
Das schaffen häufig nicht einmal Biochemiker, die...
professionelle Investoren beraten.
Und dann glauben wir, wir können das einschätzen.
Nein, wir können sicherlich Gründe finden, warum wir eine Novo kaufen.
Aber dann sollten wir es wirklich auch als solche Gründe benennen.
Meinetwegen, weil wir sagen, okay, die Dividendenrendite ist in Ordnung und das Unternehmen hat immer noch Geschäft und diese 4%, die wir da kriegen, das reicht mir, fein, kann ich mit leben.
Das ist eine ehrliche Sache.
Aber nicht sich so eine Schein-Conviction bauen.
Außer wir sind vielleicht Biochemiker und außer wir können da wirklich reingucken.
Das gleiche bei Adobe, einfach zu sagen, ja, die sind doch so groß und alle Kreativen arbeiten doch damit.
Ja, es ist vergangenheitsbezogen.
Wir wissen nicht, ob die auch in Zukunft damit arbeiten.
Wir wissen nicht, wie KI dieses Geschäft disruptiert.
Vielleicht ist der eine oder andere von euch tatsächlich so tief drin, dass er weiß, wie tief der Burggraben ist, weil er diese Software in- und auswendig kann.
Ja.
Wenn du eine solche Conviction aus deiner beruflichen Tätigkeit hast, weil du selbst mit Produkten arbeitest, weil du dadurch besondere Insight hast, ja, dann kann man das gerne machen.
Aber wenn das nicht da ist, muss man sich fragen, wo kommt die Conviction her?
Und auch bei Nike, die Überzeugung davon, das ist ja eine Weltmarke.
Die reicht doch nicht dafür, dass das Unternehmen auch künftig prosperiert.
Es wäre nicht die erste Weltmarke, die nicht pleite geht, nicht verschwindet, aber schlichtweg einfach verloddert ist.
Also woher kommt die Conviction, dass man diese Aktie haben muss?
Fragt euch das wirklich.
Bei allen Aktien, die ihr im Portfolio habt, bei allen Aktien, die ihr eventuell kaufen wollt, habt ihr ihr wirklich dazu eine Überzeugung, die ihr euch selber erarbeitet habt, die selber aus eurem beruflichen Umfeld, aus eurem Kompetenzkreis kommt oder ist es einfach nur etwas, wo ihr sagt, naja, das habe ich halt gelesen und hört es sich schon ganz plausibel an.
Deswegen, der eine oder andere war vielleicht beim Live-Podcast.
einfach so mal irgendwie drei, vier Aktiennamen rauszuhauen, ich tue mich damit immer schwer.
Weil man muss schon die Hintergründe erklären, das Szenario erklären, was erwarte ich von einer Aktie, warum erwarte ich das, was glaube ich, was passiert mit Umsätzen, mit Gewinnen, mit Börsenmultiples und wie ist der Weg dahin, dass ich wirklich Geld verdiene.
Wenn ich das nicht erklären kann, ist doch auch nicht schlimm.
Aber dann muss ich vielleicht nicht nach einer Stecknadel suchen, wenn ich nicht mal weiß, wie die Stecknadel aussieht.
Dann mache ich es doch gleich ganz einfach.
Dann sage ich, nee, also ich habe gerade keine gute Aktienidee.
Ich weiß gerade nicht.
Na und, ist nicht schlimm, wenn du keine Aktienidee hast, wenn du gerade keine Conviction hast, sondern einfach nur die Überzeugung hast, dass es sinnvoll ist, dich an der Wirtschaft zu beteiligen.
Dann mach das doch einfach und such eben nicht die Stecknadel, sondern kauf, wie das Jack Bogle gesagt hat, den ganzen Heuhaufen.
Und da sind wir natürlich bei dem, was wahrscheinlich viele von euch machen, nämlich ein ETF zu kaufen.
Wer hat ein MSCI All Country World ETF hier?
Ja, das ist doch schon mal großartig.
Also, ihr seid damit automatisch Aktionäre, indirekt von 2.458 Unternehmen, 57 Länder, alle Branchen und 85 Prozent der globalen Börsenwerte.
Das ist die Standardlösung, um in die globale Börsenwelt zu investieren.
Und gleichzeitig ist es doch ein...
Also, das Ding funktioniert nicht wirklich.
Ich weiß auch, warum ich nie gerne Präsentationen habe, weil dann gibt es Schalten noch nicht.
Das ist natürlich ein Ding, wo dann auf der anderen Seite wieder viele sagen, ja, es ist gut gelaufen in der Vergangenheit, aber ist das nicht furchtbar riskant?
Ist da nicht viel zu viel USA drin?
Ja, in der Tat.
Es ist sehr viel USA drin im MSCI All Country World, nämlich 64%.
Das sind fast zwei Drittel.
Und ich sage ja, ja, ist ja gut so.
Wenn da nicht so viele USA drin wären, wenn man die USA-Anteile regelmäßig abgeschnitten hätte, wäre der MSCI All Country World in der Vergangenheit nicht so gut gelaufen.
Wenn wir da jetzt vielleicht 30% Deutschland drin gehabt hätten.
Ja, und vielleicht noch 20% Frankreich.
Da wäre auch wieder das Jammern groß geworden.
Jetzt jammern wir halt darüber, dass so viel USA drin ist.
Aber na gut, das eine ist Vergangenheit, das andere ist halt nach vorne.
Und ist das jetzt nicht nach vorne so kritisch, dass da so viel USA drin ist?
Von wegen Trump und man weiß ja nie.
Also ich möchte keine Geopolitik machen.
Wir sehen auf jeden Fall in den USA als Wachstum, was bei uns eher spärlich gesät ist.
sollte man diese Zahlen richtig einordnen.
Diese Zahlen kommen dadurch zustande, dass man Unternehmen nach ihrem juristischen Sitz irgendeinem Land zuordnet.
Das heißt also, Unternehmen wie Microsoft oder Apple, die mehr als die Hälfte ihrer Umsätze im Ausland machen, in Übersee, wie man es aus der US-Perspektive formuliert, die gehen trotzdem mit ihrem vollen Indexgewicht in den US-Anteil rein.
Das ist natürlich ein bisschen unfair, weil es lässt die USA größer dastehen, als sie es eigentlich sind.
Denn viele US-Unternehmen sind in Wahrheit Weltkonzerne, die halt nur in den USA ihre Heimat haben, aber auf den globalen Märkten komplett aktiv sind.
Und insofern...
finde ich einen anderen Blickwinkel immer etwas besser, nämlich wenn man sich mal diesen MSCI All Country World Index vorstellt, wie ein einziges Unternehmen, das überall auf der Welt aktiv ist, in allen möglichen Branchen.
Und wenn man für dieses Unternehmen die Umsätze dann mal geografisch segmentieren würde, wo kommt das Geschäft her?
Dann Sieht das so aus.
Und dann ist der US-Klumpen plötzlich schon mal ziemlich zusammengeschrumpft.
USA immer noch die wichtigste Nation im Index, aber nach diesem sogenannten Economic Exposure, also dem tatsächlichen wirtschaftlichen Gewicht, nur noch mit 44 Prozent vertreten, statt 64 also ein Drittel weniger.
Und das, was bei den USA an Gewicht dann fehlt, das ist bei den anderen Regionen entsprechend mehr.
ein bisschen mehr Asien-Pazifik, ein bisschen mehr und vor allem China.
China ist im MSCI All Country World nur mit 2,4 Prozent drin.
Aber weil eben so viele Unternehmen nach China verkaufen beziehungsweise in China produzieren lassen oder beides, ist das Economic Exposure, also das ökonomische Risiko in China, für den MSCI World viel größer, als es scheint, wenn ihr einfach nur auf die Domizilländer schaut.
Insofern haltet das mal bitte im Hinterkopf, wenn es mal wieder heißt, aber der US-Klumpen.
Der US-Klumpen ist in Wahrheit ein Weltklumpen, der sich durch das Geschäft relativiert.
Dann gibt es aber da noch einen anderen Klumpen, abgesehen von den USA.
Es gibt ja noch den schlimmen Tech-Klumpen.
Eieiei, was für ein Mist, dass so viel Technologie im MSCI All Country World ist, oder?
Hätten wir doch lieber mal alles voll mit nicht-zyklischen Konsumgütern.
Die sind eben nicht gelaufen mit den Nestlis dieser Welt für diejenigen, die beim Podcast waren.
Nein, natürlich, Technologie...
ist das Schwergewicht im MSCI All Country World in nahezu allen großen Indizes, in denen US-Werte vorkommen.
Und ich muss sagen, das ist natürlich schon ein erschlagenes Gewicht.
33% IT, das ist ein Drittel vom Index.
Und hinzu kommt, dass das ja noch gar nicht alles ist.
Denn Technologie...
An der Börse heißt nicht nur IT, Informationstechnologie.
Technologie kann auch heißen, zyklischer Konsum.
Rund ein Drittel der Werte im zyklischen Konsum sind Amazon, weil Amazon immer noch anhand der E-Commerce-Aktivitäten einsortiert wird.
Damit machen sie den meisten Umsatz.
Folglich gelten sie als Händler, obwohl sie das Geld längst...
im Technologiebereich verdienen.
Und da ist noch ein zweiterer großer Wert im Bereich zyklischer Konsum, der eher der Tech-Industrie zuneigt.
Wer könnte das sein?
Tesla, natürlich.
Denn das muss man sich vorstellen, in der offiziellen MSCI-Arithmetik gilt Tesla als Autohersteller.
Was ein Frevel für jeden Tesla-Fan.
Das sind doch alles, aber Sie dürfen doch kein Autohersteller sein, weil dann könnte sich diese Bewertung ja nicht mehr aufrechterhalten lassen.
Aber ja, und dazu gibt es noch die Branche Kommunikation, die überwiegend besteht aus Meta und vor allem Alphabet.
Das heißt, wenn man das einfach mal so hochrechnet, kommt man auf einen durchgerechneten Tech-Anteil von etwa 45 Prozent.
Und wenn man dazu dann nochmal die industriellen Profiteure von KI nimmt, sowas wie eine Siemens Energy, eine GE Vanova, aber inzwischen ja auch schon eine Caterpillar, nur weil die da irgendwelche Gerätschaften auf die Baustellen stellen, ja, dann ist man bei etwa 50 Prozent KI-Exposure.
In diesem Index.
Jetzt kann man viel darüber reden.
Ist das viel?
Ist das wenig?
Ist das gut?
Ist das schlecht?
Wir müssen einfach mal sagen, naja, dieses IT-Exposure ist ja auch nicht einfach vom Himmel gefallen.
Das ist nicht eine Spekulationsblase, wie wir es beispielsweise in Japan Ende der 1980er Jahre hatten, sondern die Wertschöpfung.
Die Gewinnanteile haben sich immer mehr Richtung Technologie verlagert.
Und insofern auch hier, wir bilden lediglich im Index das ab, was die Realität der Börsen ist.
Aber man kann natürlich trotzdem mal sagen, es ist schon ganz schön viel mit diesem IT-Anteil und die anderen Branchen gehen ein bisschen unter.
Und dazu kommt ja auch noch, wenn du heute 100 Euro in den MSCI All Country World investierst, packst du...
5 Euro in eine Nvidia und annähernd 5 Euro in eine Apple.
Das möchte vielleicht auch nicht jeder.
Und deswegen kommt dann immer die Frage beim Vermögensaufbau, ja, wie kann man das denn glätten?
Wie kann man das ein bisschen smoother gestalten?
Und dann ist ja so, das erste Thema immer, wenn man so ein MSCI...
All-Country-World oder World hat, das heißt, ja, geh doch einfach dahin, wo die Zukunft ist, wo das Wachstum von morgen ist.
Geh doch in die Schwellenländer.
Ganz viele haben ja auch keinen All-Country-World, sondern einen MSCI-World.
70-30 World Emerging Markets, das ist so diese Doppelstrategie.
Macht das jemand hier?
70-30?
Ja, sehr populär gewesen, Thomas Kehl.
der wirklich großartig ist, hat das ja zur Pandemie gezeigt.
Aber wir müssen natürlich auch bedenken, was ist denn heute in den Emerging Markets so los?
Einfach das mal bitte im Hinterkopf halten und jetzt kommt dieselbe Grafik für die Emerging Markets.
Ihr erinnert euch, 33% Tech-Anteil im MSCI All Country World.
So, und jetzt wollen wir den Tech-Anteil reduzieren, aber sicherlich nicht mit den Emerging Markets.
Im Emerging Markets haben wir alleine 44% IT, davon ein einziges Unternehmen, Taiwan Semiconductor Manufacturing, 14,4%.
So, und wenn wir dann noch hier dazunehmen, eine Tencent, eine Alibaba und so, stellen wir fest, Da ist ja der IT-Anteil in den Emerging Markets, in den sogenannten Entwicklungsländern noch höher als im Weltindex.
Ja, so ist das wohl.
Und dazu kommt halt nicht nur dieser Vergleich, dazu kommt auch noch was anderes.
Wenn wir mal auf die Länder schauen.
Also was sind denn Emerging Markets?
Was sind denn eigentlich Schwellenländer?
Und hier...
Habe ich es mal aufgegliedert, nach den Ländern, die besonders wichtig sind.
Bei MSCI gelten zum Beispiel Taiwan, Südkorea und China als Schwellenländer.
Also ich muss sagen, Taiwan, ein Schwellenland?
Taiwan ist das Zentrum der internationalen Mikroelektronik, beheimatet mit TSMC.
Das Rückgrat.
der globalen Chipfertigung, einen der entscheidenden Protagonisten dafür, dass wir überhaupt einen KI-Boom haben.
Aber klar, ist ein Entwicklungsland.
Logisch.
Südkorea, Samsung, SK Hynix, die beiden Speicherchip-Champions.
Freunde, die letztens in Südkorea waren, die haben mir wieder erzählt, wie toll die Züge da fahren und wie gut die Internetabdeckung dort ist.
Also ich habe den Eindruck, die sind fortschrittlicher als wir in Deutschland.
Aber Entwicklungsland.
Und China.
China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.
Aber klar, Entwicklungsland.
Also was sehen wir?
Wenn wir Taiwan, China und Südkorea die Anteile eben nicht nur in IT, sondern in anderen Branchen addieren, stellen wir fest, dass drei Länder 70 Prozent von diesem MSCI Emerging Markets haben.
Nur, weil MSCI sagt, das sind Entwicklungsländer.
Aber ist das für euch wichtig, was irgendein Indexanbieter sagt?
Wollt ihr darauf euer Vermögen aufbauen?
Ich wollte das nicht.
Hinterändern sich Ihre Meinungen.
Und dann habe ich 70, 30.
Und dann habe ich von viel Südkorea im 30-Prozent-Anteil auf ganz wenig Südkorea im 70-Prozent-Anteil.
Also deswegen kann eigentlich für mich die Konklusion nur sein.
One World, One Index, egal ob das jetzt Schwellenländer ist oder eben Industrieländer, es ist egal, wie es klassifiziert wird, wichtig ist, dass es in meinem Portfolio zu Werten beiträgt und da haben wir gesehen, dass Taiwan Semiconductor Manufacturing, Samsung und SK Hynix allen Schwankungen zum Trotz sehr, sehr essentiell dafür sind.
Insofern, Schwellenländer mögen eine Möglichkeit sein.
das Portfolio zu ändern, aber sicherlich nicht mit dem MSCI Emerging Markets, denn er enthält eben keine klassischen Schwellenländer.
Aber was können wir denn dann tun, wenn wir sagen, naja, wir haben vielleicht nur ein, zwei Aktien, bei denen wir uns vorstellen können, sie könnten Stecknadeln sein, bei denen wir wirklich eine Conviction erwarten können.
Wir haben unseren MSCI All Country World, aber wo können wir den denn noch ein bisschen nachjustieren?
Was könnte denn so einem Portfolio noch fehlen?
Da will ich kurz noch ein paar Anregungen für liefern.
Und zwar, wenn wir schon so viel New Economy haben, so viele neue Geschäftsmodelle, so viel Technologie, dann können wir doch eigentlich auch mal eine Runde weiterschauen, nämlich was ist die spiegelbildliche Position?
Also die Old Economy.
Was ich euch hier mal mitgebracht habe, ist der Gegensatz zwischen Technologie auf der einen Seite in grün und Energie auf der anderen Seite in gelb.
Beides anhand des S&P 500, beides seit 1990 inklusive Dividenden in US-Dollar.
Und wir stellen fest, naja, also in Summe seit 1990 ist natürlich...
Informationstechnologie wesentlich besser gelaufen als das olle Öl.
Deswegen haben wir ja auch schon mal irgendwo diesen Spruch gehabt, Daten sind das neue Öl.
Ich habe irgendein Wissenschaftler 2006 gesagt, ich glaube es war ein Franzose.
Ja, das mag ja sein, aber wir haben ja gerade in der letzten Zeit gelernt, ohne das alte Öl läuft ziemlich wenig.
Wir sehen auch gerade wieder an den Tankstellen, was uns das alte Öl so alles kostet und wer daran verdient.
Es sind nämlich die Ölkonzerne.
Und darüber hinaus bin ich immer vorsichtig, wenn einfach so Grafiken so schön auseinanderlaufen.
Dann denke ich mir immer, ja, das ist fein, aber das ist ja nicht kontinuierlich.
Denn manchmal, wir sehen das ja auch, läuft das Grüne, läuft die IT weit voraus und mal...
hängt es dann doch wieder zurück.
Deswegen, wenn ich versuche, zwischen zwei unterschiedlichen Märkten, Sektoren, Indizes, Aktien die Beziehungen einzuschätzen, mache ich mir immer eine solche Grafik, nämlich die sogenannte relative Performance.
Das ist relativ einfach.
Man normiert das Ganze bei 100 und teilt dann jeweils die Kurswerte durcheinander.
Und einfache Regel, wenn es...
Feld ist das Erstgenannte schlechter, wenn es steigt, ist das Erstgenannte besser.
Will also heißen, wir haben hier Energie gegen Technologie.
Hier Anfang der 90er Jahre ging es dann erst mal runter.
Also wir sehen Technologie deutlich stärker als Energie.
Dann 2000, der Peak.
Schwächer, Energie dreht auf, danach wieder ging es in die andere Richtung in den 10er Jahren.
Und dieses Jahr sehen wir eine sehr interessante Situation.
Es gibt zwei Sektoren an der Börse, die laufen.
Eigentlich nur diese beiden Sektoren.
Und es sind ausgerechnet Energie und IT.
Je nachdem, wie man es aufsummiert, ist Energie...
auch mal ein bisschen vorne mit plus 40 Prozent.
Das hat natürlich politische Gründe.
Das hat aber auch zur Folge, dass Energiekonzerne sich inzwischen so effizient aufgestellt haben, dass sie bei deutlich geringeren Umsätzen wesentlich mehr verdienen als vor 10 oder vor 15 Jahren.
Und wenn ich eine solche Bewegung nutzen möchte, dann sage ich, okay, dieser Trend, Könnte ich auch mal wieder in die andere Richtung gehen.
Gleichzeitig sehe ich bei den Energiekonzernen starke Cashflows, hohe Dividenden und eben nicht die Abhängigkeit vom Tech-Narrativ.
Dann kann ich so etwas zum Beispiel beimischen zu meinem Portfolio.
Oder ich kann auch sagen, es gibt ja noch andere Rohstoffe.
Es gibt ja nicht nur Öl.
sondern es gibt beispielsweise auch Industriemetalle.
Und gerade für den KI-Ausbau wissen wir, dass Industriemetalle wirklich absolut crucial sind, insbesondere Kupfer.
Und klar, man kann Kupfer auch so kaufen.
Nicht jetzt auf der Spule, das meine ich jetzt nicht.
Also Kupferdraht ist jetzt nicht unbedingt das Asset, sondern es gibt Zertifikate.
Strukturierte Wertpapiere, die den Kupferpreis abbilden auf Basis von Futures.
Nun sind wir aber hier bei alles auf Aktien.
Und ich muss auch sagen, ich will mir doch keine Rohstoffe in die Ecke stellen, auch nicht gedanklich, sondern wir wollen ja produktive Sachwerte haben.
Aber auch als Aktionäre müssen wir eben nicht verzichten auf Rohstoffe.
Irgendwer holt die Rohstoffe schließlich aus dem Boden und das sind eben börsennotierte Firmen.
Und die kann ich wiederum einzeln kaufen, beispielsweise als Aktie.
Rio Tinto investiert stark in Kupfer.
Es gibt reine Kupferminen, häufig in Zusammenarbeit mit Silber.
Southern Copper wäre ein Beispiel, aber ich kann auch sagen, es gibt ja noch andere wichtige Rohstoffe, die auch gebraucht werden.
Dann gibt es einen Rohstoff, der nicht gebraucht wird, aber den man gerne als Währung nimmt.
Dann sind wir bei Gold.
Und all das muss aus der Erde geholt werden.
Das ist ein mühsames Geschäft.
Das ist ein ekliges Geschäft und das ist ein Geschäft, was man eigentlich lange Zeit nicht wollte.
So von wegen Nachhaltigkeit und ESG.
Man muss einfach nur mal angucken, wie so eine Goldmine, Kupfermine aussieht, nachdem sie ausgebeutet wird.
Da möchte man nicht mehr wohnen.
Das schadet unserer Erde wirklich, aber wir brauchen diese Materialien.
Und insofern hat man lange Zeit dort nicht investiert, aber interessanterweise für Aktionäre hat es sich gelohnt.
Denn es gibt eben nicht nur einen Ölindex, es gibt auch einen Mining Index, den habe ich euch hier mal mitgebracht.
Den S&P Global Mining Index auch seit 1990 inklusive Dividenden bis aktuell etwa genauso gut wie...
der MSCI All Country World, der sich ein bisschen kontinuierlicher entwickelt hat, aber auch hier die relative Performance.
Und wir sehen ganz schön, dass diese Rohstoffaktien immer dann sehr gut gelaufen sind, wenn wir es ansonsten an den Märkten eher schwer hatten.
2000 bis 2008 war eine schwierige Zeit.
An den Börsen mit zwei Krisen.
Finanzkrise haben dann auch die Rohstoffe sehr schnell und heftig gemerkt, aber nicht dauerhaft.
Da haben Rohstoffe deutlich besser abgeschnitten.
Ihr seht es an der steigenden Linie.
Danach, als die Renaissance von Tech kam, sind Rohstoffe schlechter gelaufen.
Und jetzt sehen wir wieder eindeutige Aufwärtstrends bei den Rohstoffen.
Nicht zuletzt aufgrund der strukturellen Nachfrage und eben auch wegen der Inflation.
Und Inflation.
spricht immer dafür, dass man Rohstoffe haben sollte als Versicherung.
Und wenn man sich die Rohstoffe nicht einfach so hinlegen will, dann ist man halt mit Firmen ganz gut beraten, die diese Rohstoffe tatsächlich fördern.
Und ein drittes Thema, worüber man noch nachdenken kann, wenn man sagt, der World Index ist mir einfach zu langweilig.
Das ist mir zu wenig.
Ich hätte gerne noch was dabei, um das ein bisschen nachzuwürzen.
Im MSCI All Country World sind zwei Arten von Unternehmen drin, nämlich einerseits Large Cap, andererseits Mid Cap, große und mittlere Unternehmen.
Zusammen 85% des globalen Börsenwerts.
Fehlen also noch 15%.
Also fühlen wir doch auf.
Mit diesen 15 Prozent.
Ich gebe zu, es geht nicht ganz mit den 15 Prozent, es geht nur mit 14 Prozent, denn die sogenannten Small Caps, die Nebenwerte, das sind die nächstfolgenden 14 Prozent der Börsenkapitalisierung.
Sehr viele, relativ kleine Unternehmen, zumeist so in der Marktkapitalisierung.
Ab 500 Millionen Euro im internationalen Maßstab, ab 300 Millionen Euro in Europa, bis dann, je nach Streubesitz, 5 Milliarden, manchmal auch 10 Milliarden.
Und diese Small Caps, die haben natürlich als kleinere Unternehmen nicht so diese Liquidität wie die großen Unternehmen.
Sie stehen nicht so im Fokus wie die NVIDIAs und wie die Apples dieser Welt.
anderen Herausforderungen, weil sie sich zum Beispiel schwerer tun, regulatorische Auflagen zu erfüllen.
Nvidia schickt dann einfach Jensen Huang zum Essen ins Weiße Haus mit Donald Trump.
Das kann jetzt ein kleineres Unternehmen nicht unbedingt.
Nichtsdestotrotz, kleinere Aktien haben eben wegen genau dieser geringeren Liquidität, weil es dafür an der Börse eine Prämie gibt, in Summe langfristig gesehen besser abgeschnitten als die großen Standardwerte.
Ich habe euch das hier mal mitgebracht.
für drei wichtige Regionen, nämlich USA, Europa und Emerging Markets, jeweils seit 2001, also 25 Jahre, ein langer Zeitraum.
Und in allen drei Regionen waren die Small Caps am Ende, über die gesamte Zeit, deutlich besser als die Large Caps.
Das heißt jetzt nicht, dass wir jetzt unsere Large Caps wegwerfen sollen.
also unseren MSCI All Country World verkaufen und damit Small Caps kaufen.
Aber es kann ein Argument sein dafür, diese Illiquiditätsprämie bei Small Caps systematisch abzuschöpfen und gleichzeitig damit das zu tun, was ja vielen Anlegerinnen und Anlegern wichtig ist, nämlich sich ein bisschen unabhängiger aufzustellen.
vom allgemeinen Tech-Zirkus und auch vielleicht von den USA.
Sodass man sagen kann, wenn man einen MSCI All Country World hat und man möchte den ein bisschen nachwürzen, vielleicht mit europäischen Small Caps oder eben mit Small Caps aus den Emerging Markets, die dann eben nicht mehr so stark an Südkorea, Taiwan und China hängen und die dann eben stärker im industriellen Bereich und im Konsum angesiedelt sind, also stärker von dem profitieren, was tatsächlich im Land vor sich geht und nicht von den großen globalen Trends wie KI.
Es ist also auf jeden Fall eine Diversifikationswirkung, die man dabei erreicht, wobei auch hier solche Risikoprämien, wie sie auch in der Wissenschaft klar dokumentiert sind und Small Caps sind ein wichtiger Bestandteil der Forschung der Nobelpreisträger French Pharma.
Auch diese Risikoprämien lassen sich natürlich nicht kontinuierlich abschöpfen.
Auch die unterliegen gewissen Zyklen.
Das habe ich hier auch nochmal mitgebracht.
Ihr seht, ich mag diese Relative Performance Grafiken sehr gerne.
Und hier könnt ihr nämlich nochmal nachvollziehen.
Das lief lange Zeit mit den Small Caps versus Large Mid Caps sehr, sehr gut.
Vor allem in Europa haben wir sehr lange eine sehr deutliche Outperformance gesehen.
Bis 2021 in den USA haben wir diese Outperformance gesehen, naja, bis 2015.
Und danach haben dann sukzessive die Large Caps an Boden.
gewonnen, die Small Caps an Boden verloren.
Aber es gibt die schöne ökonomische Theorie der Reversion to the Mean, der Regression zum Mittelwert.
Alles kommt zum Mittel zurück.
Und allein danach wäre davon auszugehen, dass Small Caps in ihrer Gesamtheit, wohlgemerkt nicht einzelne Aktien, aber da stehen jeweils immer so pro Segment tausend Werte dahinter, dass Small Caps auch wieder die Zeit erleben, in denen sie eben eine entsprechende Outperformance gegenüber dem breiten Markt erstellen.
Wie gesagt, es ist an einer solchen Masterclass immer ein bisschen, Schwierig, in 45 Minuten alles Mögliche an Fragen, an möglichen Gedanken zu befriedigen.
Ich wollte euch ein paar Themen zeigen und wenn ich sie nochmal zusammenfassen darf, ist es für mich wirklich dieses Stecknadel- und Heuhaufen-Argument.
Wenn ihr einzelne Aktien habt, großartig.
Tolle Sache, aber bitte habt sie mit einer eigenen Conviction und nicht mit einer Conviction, die euch irgendjemand eingeflüstert hat oder nur, weil es cool ist oder nur, weil ihr denkt, ihr braucht diese Aktie, sondern das sollte wirklich aus euch herauskommen mit einer sehr klaren Erwartungshaltung und...
Auch einen sauber formulierten Investment Case, über den ihr euch auch mal streiten könnt und den ihr gerne verteidigen könnt.
Dann das zweite Thema ist der MSJ All Country World, der für viele von euch der Anfang eurer Investmentreise war und noch immer der Kern eures Vermögens ist.
Der ist nach wie vor zeitgemäß.
Es ist ein gutes Investment, das die Börsenlandschaft abbildet.
So etwas hat immer Stärken, so etwas hat immer Schwächen.
Aber viel von der öffentlichen Kritik, die ihr daran lest, wie riskant ist der MSCI, was...
Hat es mit dem Tech-Klumpen auf sich und darf man noch so viel in den USA investieren, ist vor allem eines, Finanzpornografie, die sich sehr schön anhand von Daten einsortieren lässt.
Und das dritte Thema, wenn ihr sagt, ich möchte trotzdem irgendetwas ändern an den Gewichtungen in meinem Vermögenskern, dann ist auch das natürlich eine gute Sache.
Ihr verlasst damit zwar den Pfad, der passiven Geldanlage, weil ihr eure eigene Meinung reinbringt.
Aber wenn euch das hilft, Schwankungen und Durststrecken besser zu überstehen, großartig.
Nur wenn ihr etwas beimischt, dann sollte es natürlich schon etwas sein, was das Angesicht dieses Portfolios verändert.
Eine Nasdaq 100 beizumischen zum MSCI All Country World ist halt einfach drüber, weil ihr nur Positionen verdoppelt.
Also wenn ihr was beimischt, dann am besten dort, wo irgendetwas fehlt.
wie beispielsweise Rohstoffe oder Energie, was im MSCI All Country World sehr, sehr gering gewichtet ist im Verhältnis oder Small Caps, die noch gar nicht dabei sind.
Das soll keine Empfehlung sein, das sind einfach nur mögliche Bausteine, die ihr euch mal angucken könnt und Beispiele dafür, wie man an die Sache herangeht.
Und wenn ihr etwas beimischt, nochmals, tut mir einen Gefallen, dann...
nehmt das mit dem Mischen auch nicht ganz so wörtlich.
Also 0,5% oder 1% in einem ETF beizumischen, das hört sich zwar von der Zahl dann her so an, ja, ich habe einen ETF mehr, aber es ändert am Chance-Risikoprofil eures Depots einfach gar nichts.
Wenn wir rein über die ETF-Seite sprechen, dass man zum Aktien-ETF noch ein paar andere dazu packt, Also wenn es weniger als 5% sind, dann stellt sich wirklich die Frage, ob man dann nicht einfach eher Jäger und Sammler ist und die Anzahl der ETFs erhöht.
Aber das hat ja dann nicht also wirklich einen Impact.
Ihr wollt ja auch, dass die Beimischung nicht nur dafür sorgt, dass ihr mehr zu gucken habt und mehr zum drüber reden habt und zum Verfolgen habt, sondern dass es auch etwas ändern kann.
Und es kann nur etwas ändern, wenn ihr substanziell...
dabei mischt und 5% ist da so eine Grundregel.
Vielen Dank, dass ihr dabei wart.
Wenn ihr ein bisschen mehr noch erfahren wollt, beispielsweise zu Small Caps, worüber wir gerade gesprochen haben, ich nehme nächste Woche einen Podcast auf, einen ganz großartigen Gast aus der akademischen Welt über das Small Cap Premium.
Ansonsten viele Podcasts schon live bei Asset Class.
In den sozialen Medien, RCW Röhl, könnt ihr mir gerne folgen.
Und ansonsten haben wir bei Scalable Capital auch noch eine Investor-Akademie, wo ihr sicherlich nichts Neues erfahrt, aber vielleicht mal einen anderen Blickwinkel bekommt.
In diesem Sinne, herzlichen Dank.
Und wenn wir wollen, haben wir, glaube ich, noch eine Frage, die wir noch machen können.
Danke.
Hat noch jemand eine Frage, die wir schnell machen?
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, wäre doch der neue Vanguard All Cap dann die Lösung.
Der neue Vanguard All Cap ist eine sehr gute, effiziente Lösung mit 0,07 Prozent.
Alle Länder, alle Marktsegmente, alle Branchen sowieso, ja.
Ich finde halt ein MSCI All-Country-World, wo keine Small Caps drin sind, eine mindestens genauso gute Lösung.
Das ist aber jetzt meine rein subjektive Meinung, weil ich dann nämlich zum Beispiel die Möglichkeit habe, mit Small Caps nochmal einen speziellen Akzent zu setzen.
Da muss ich dann nicht auch nochmal wieder USA haben.
Da sage ich dann, okay, da kann ich dann bei Small Caps wirklich Emerging Markets und vor allen Dingen Europa.
Aber ganz klar, wenn man das alles unter einer Hülle haben will, 0,07% für das Exposure aus 10.000 Aktien.
physisch abgebildet mit 7.000 Aktien.
Das ist einfach grandios.
Und Jack Bogle wäre sehr stolz auf seine Nachfahren, die ein solches Produkt ermöglicht haben.
Ja, und das geht auch nur, muss man sich auch noch mal vergegenwärtigen mit modernster Technologie, dass man das da anbieten kann.
Ja, also ein gutes Produkt.
In dem Sinne, bleibt gesund.
Viel Spaß noch.
Ja, sehr interessant.
Ich finde grundsätzlich, ich höre beiden so wahnsinnig gern zu.
Wirklich, weil man immer weiß, da kommt jetzt wieder ein schlauer, kluger Gedanke und das auch so ruhig vorgetragen.
Also so ruhig und souverän, muss man wirklich sagen, da kommt immer wirklich immer Gutes bei raus.
Und deswegen lieben die Leute auch Christian und Daniel.
Und was ich auch noch interessant finde ist, oder ich finde es immer wieder beeindruckend, gerade beim Thema Dividenden, das sind ja immer so Geschichten, ich meine mit diesem 200 Jahre alten Versorger beispielsweise, das sind so Unternehmensgeschichten, und das mögen wir ja hier im Podcast auch immer, wir erzählen ja gern Geschichten, Geschichten aus der Wirtschaft.
Und wenn du dann diese Werte hast, 25 Jahre in Folge die Dividende gesteigert oder 40 oder 50 oder noch mehr, da denkst du dir immer, wow, was?
für Maschinen diese Unternehmen sind, wirklich die Jahr für Jahr abliefern.
Teilweise ja auch unter Schmerzen, weil wir haben es ja auch gehört, was Daniel gesagt hat, dass die Kurse steigen gar nicht immer parallel oder gleichmäßig über Jahrzehnte, sondern die schwächeln auch mal, aber die halten dann diese Dividenden fest und erhöhen sie einfach trotzdem.
Finde ich total beeindruckend.
Und soll ich noch was sagen?
Wenn ihr gute Unternehmensgeschichten lesen wollt, dann kann man sich mal dieses wunderbare Buch von Konstantin Richter durchlesen.
300 Männer, Aufstieg und Fall der Deutschland AG.
Da werden so die Männer beschrieben, BASF gegründet und so weiter.
Natürlich ist das so der typische, klassische deutsche Blick.
Die rauchen dann Zigarre, haben einen dicken Bauch und sind nicht immer nur bewundernswerte Menschen.
Wenn ein Amerikaner das geschrieben hätte, wäre es wahrscheinlich anders gewesen.
Aber trotzdem ist es mal zu lernen, wie...
Ja, so die Menschen, die hier die Deutschland AG aufgebaut haben von BASF, von Siemens und wie sie alle heißen, das ist ein wunderbares Buch.
Also wer gerne Geschichten ließ, muss ein bisschen Geschichte.
Wie heißt das?
Die 300 Männer?
Nee.
Genau, das heißt 300 Männer, Aufstieg und Fall der Deutschland AG.
Konstantin Richter.
Cool, habe ich noch nie gehört.
Auch lustig, 300 Männer ist auch bezeichnend.
Die nächste Episode des humreichen Wirtschaftsstandorts Deutschlands, da dürfen dann gerne auch viele Frauen dabei sein bei der Entwicklung dieses Standortes.
300 Männer.
Aber guter Tipp, guter Buchtipp, habe ich noch nie von gehört.
Aber ich bin ja auch nicht so belesen wie du.
Muss man sagen.
Ich muss gestehen, ich habe es auch nicht.
Es hat mir auch ein Mensch erzählt, dass es einfach ein geiles Buch sein soll.
Aber eben mit den Kaviats, das ist eben wieder so eine, nicht aus einer Neidperspektive, aber eben auch so ein bisschen immer aus dieser, ach ja, Kapitalisten, das sind ja nicht nur perfekte Menschen.
Na klar sind das keine perfekten Menschen nur.
Wer ist denn perfekt?
Aber wenn man einfach über die...
darüber schreibt, was sie Tolles geschaffen haben, muss man nicht auch noch schreiben, dass sie Zigarre rauchten und vielleicht so ein bisschen diesen Blick.
Ich habe auch noch einen Tipp.
Ja, bitte.
Das Ein-Tag-mit-Holga-Zschäpitz-Alles-auf-Aktien-Summit-Instagram-Video.
Wie sagte Moritz heute oder schrieb bei einer unserer Redaktionswins, der wirklich schlechte Laune hat.
Guckt euch dieses Video an und ihr habt, sie ist weg, sie ist verflogen.
Es ist wirklich sehr, sehr lustig.
Es sprüht vor Leben.
Und genau, die Kollegin Lisa hat einen Tag lang Holger begleitet.
Das war eine sehr freundliche Begleitung.
Das war wirklich großartig.
Man fühlt sich sehr gut.
Und es ist, ich glaube, drei Minuten geht es, drei Minuten dreißig oder so und es ist sehr, sehr kurzweilig.
Kann ich nur empfehlen.
Kann ich nur empfehlen.
Das ist auch noch eine Sehempfehlung.
So, dann haben wir jetzt hier so viel Sehempfehlung.
Dann haben wir noch eine Hörempfehlung für morgen.
Die neue Rente.
Wenn ihr denkt, ihr habt schon quasi fast alles dazu konsumiert, ihr habt schon viel bei uns dazu konsumiert, das stimmt.
Aber da habt ihr sie dann alle nochmal zusammen, die Akteure, die Protagonisten dieser Rentenrevolution.
Neobroker, Allfinanzer, Verbraucherschützer.
Wen haben wir noch?
Hilf mir, hilf mir, hilf mir, Holger.
Wir haben genau das Finanzministerium.
Strukturfabrik.
Die Macher habe ich ja gesagt, Strukturfabrik, Allfinanzer.
Und die Direktbanken haben wir auch noch dabei.
Also alle sind auf diesem Panel vertreten.
Alle, die mit dem Altersvorsorge-Depot irgendwas machen wollen.
Das Interessante ist halt mal zu sehen, wie die das unterschiedlich angehen wollen.
Dann den Verbraucherschützer, der natürlich dann immer kritisch anmerkt, du machst es ja nur, weil du Lockvogel oder dies oder das.
Ist sehr interessant.
Ja, der ist nicht nur nöhn, sondern der liegt tatsächlich klug und konstruktiv den Finger in die Wunde.
Das ist tatsächlich sehr spannend.
Wir können ja sagen, das ist Nils Nahauser.
Das kann man ja schon mal sagen.
Also wisst ihr schon mal einen Protagonisten, der dabei war.
Der Verbraucherpapst.
Das ist quasi der Holger Zschäpitz der Verbraucherperspektive.
Der gut gelaunte Holger Schäfels.
Deswegen wollt ihr das nicht verpassen.
Und deshalb heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Alles auf Aktien hört ihr dann gleich morgen am Sonntag wieder bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt, ab 5 Uhr.
