# Radioisotope Supply Chain and Pharma M&A Trends

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-10-10

## Transcript

Radio Pharmazie ist an der Börse ein ziemlicher Nischenmarkt, aber es gab in den letzten paar Wochen alleine drei große Übernahmen für insgesamt über 10 Milliarden Dollar.
Die Profis scheinen in dem Bereich also irgendwie Chancen zu sehen.
Für uns war bisher aber sehr schwer nachzuvollziehen, wie die Branche überhaupt funktioniert, was da genau verkauft wird und vor allem, welche Potenziale es da gibt.
Zum Glück konnte ich genau das vor ein paar Wochen mit dem CEO von Eckert & Ziegler diskutieren, Dr.
Harald Hasselmann.
Eckert & Ziegler ist einer der größten Firmen in dem Bereich, stellt vor allem Radioisotope her und macht damit jedes Jahr über 300 Millionen Umsatz.
Ich wollte wissen, wie das Business mit solchen Isotopen funktioniert, wie die produziert werden, wer sie kauft und wie sie sich in der Zukunft entwickeln.
Und damit genug der Vorrede und rein in die Folge.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Das ist ohne Aktien wird schwer.
Und dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Wir starten immer gern mit der Geschichte in unsere Deep Dives rein.
Bei Eckart und Ziegler geht die ja schon weiter zurück, aber 1992, glaube ich, gab es die Ausgründung, damals aus einer DDR-Institution, dann auch in den 1990ern den Börsengang und seitdem eigentlich wirklich krasses Wachstum.
Ich glaube 1999 so 10 Millionen Umsatz, 2009 100 Millionen, 2019 200 Millionen, jetzt sind wir bei ungefähr 300 Millionen.
Können Sie uns mal mitnehmen, was waren so die wichtigsten Meilensteine in dieser Entwicklung?
Erstmal vielen Dank, dass ich da sein darf, freue mich hier.
Ja, wir blicken zurück auf...
30 Jahre Börsennotierung und die Geschichte von Eckert und Ziegler geht aber noch etwas weiter zurück.
In der Tat feiern wir jedes Jahr 30-jähriges Jubiläum, mal ist es die Gründung, mal ist es die Börsennotierung.
Es ist entstanden nach der Wende oder im Zuge der Wende trafen sich zwei Personen, zwei handelnde Personen, ein Ingenieur und ein Vertriebsmann, Herr Ziegler und Herr Eckert und gründeten aus dem Isotopen-Institut.
der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, die Eckert und Ziegler AG.
Ein echtes Nachwende-Erfolgskind, was sich im Berlin-Buch im Norden von Berlin gegründet hat und aus einer kleinen Nischenindikation Augenapplikatoren dann zum Weltzulieferer für Radioisotope entwickelt hat.
Mit anfänglich fünf Mitarbeitern.
Inzwischen sind wir tausend Mitarbeiter.
Die erste Millionen Umsatz wurde groß gefeilt.
Jetzt sind wir über 300 Millionen Umsatz und haben Standorte an verschiedenen Punkten.
Also hat sich wirklich sehr gut entwickelt.
Und es ist ja dann von dieser medizinischen Anwendung, die es am Anfang gab.
Es gibt auch immer noch ein großes medizinisches Geschäft, über das werden wir wahrscheinlich auch vor allem sprechen.
Aber es gibt auch noch ein industrielles Geschäft.
Was genau passiert dann da?
Sind das auch Isotope oder ist das was anderes?
Wir können alles außer...
Nicht Isotope, also wir können Isotope rauf und runter und die kann man sehr gut auch in Industriezwecken verwenden.
Und das macht 50 Prozent unseres Umsatzes ungefähr aus.
Und das sind verschiedene Quellen zwischen 15, 15, 20 Zentimeter Länge.
Die kann man benutzen für ein weitreichendes Feld zum Messen von Dichtigkeit, zum Messen von Flüssigkeitsständen, zum Messen von Kalibrierungszwecken jedweder Art im Gesundheitssektor, aber auch im Industriesektor, um zu sehen, wo gibt es Sensibilität auf Radioaktivität.
Am Flughafen, in Sicherheitskontrollen, so.
Sprengstoff zur Detektion von neuen Erdölvorkommnissen stellen wir Quellen her, aber auch in der Ernährungs- oder in der Mobilitätsindustrie.
Also ein wirklich weites Feld und sehr spannend und ich denke, das wird sich auch weiter ausweiten in der Zukunft.
Und Isotope, wenn man jetzt aus Business-Sicht draufschaut, ist so ein bisschen ein Abo-Modell, also das ist ein Verbrauchsmaterial.
Das liefert man einmal hin, aber muss man immer wieder liefern, sobald das mal in der Maschine drinsteckt?
Oder wie funktioniert das Geschäft?
Das ist richtig.
Wir haben unsere festen Kundenbasis und einmal Eckert und Ziegler, immer Eckert und Ziegler könnte man sagen.
Das sind Radioisotope, die haben eine Verweildauer und dann ist die Aktivität perdu.
Und deswegen ist es wichtig, dass wir gute Kundenbeziehungen haben, damit die Kunden wissen, sie haben eine regelmäßige Belieferung unserer Radioisotope.
Und trotzdem gewinnen wir auch immer neue Kunden dazu.
Aber wir wollen natürlich unsere bestehenden Partnerschaften weiter ausbauen.
Und die haben wir sowohl im Industriebereich als auch im Gesundheitsbereich, in den Krankenhäusern, bei den Pharmafirmen, aber auch in der gesamten Industrie.
Und die Haltbarkeit führt auch dazu, dass man relativ global sein muss, weil man auch, wenn man irgendwo ein Isotop produziert, kann man es jetzt nicht um die ganze Welt schicken, weil im Zweifel ist dann die Haltbarkeit schon wieder halb vorbei.
Das ist richtig.
Wir haben gleichzeitig ein ausgefeiltes und sich über die Jahre hinweg gut funktionierendes Logistiksystem aufgebaut, das wir eng mit Logistikunternehmen zusammenarbeiten.
Meistens per Flugzeug, aber natürlich auch auf der Straße werden unsere Radio-Isotope.
an den Kunden verbracht.
Und wenn die Logistik gut funktioniert, dann klappt das auch.
In Corona war das natürlich alles sehr eingestellt und geschwächt.
Aber inzwischen hat sich das wieder gut normalisiert.
Und gleichzeitig produzieren wir auch an verschiedenen Standorten.
Wir haben ja Standort in China, in Nordamerika, in Südamerika, in Europa, um dort auch nah am Kunden zu sein und Lieferschwierigkeiten zu überholen.
Also es kommt beides zusammen.
Gute Logistikbedingungen und auch doppelte Produktionsanlagen.
Wenn man jetzt mal auf die zwei Segmente schaut, das größere Segment ist ja das Medizin-Segment.
Vor allem macht es einen größeren Teil vom Gewinn aus, weil es auch deutlich profitabler ist.
Ganz stumpf gefragt, wieso tut man sich das andere Segment überhaupt an, wenn man sagt, okay, man hat eigentlich ein Medizin-Segment, das wächst solide, hat hohe Margen, könnte man nicht nur das machen?
Insgesamt macht Eckert und Ziegler...
Gute 300 Millionen Umsatz.
Die Hälfte davon kommt aus dem Industriegeschäft.
Würde man das wegnehmen, dann wären wir immer noch ein tolles Unternehmen, aber wir hätten nur 150 Millionen.
Unsere Marktkapitalisierung wäre eine ganz andere.
Das heißt, wir würden auch am Börsenmarkt eine deutlich geringere Bedeutung spielen.
Wahrscheinlich hätten Sie mich hier auch nicht zum Podcast eingeladen, denn die Marktkapitalisierung würde das vielleicht nicht hergeben.
Auf der anderen Seite kann man aber auch sagen, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Segmenten sehr wichtig ist.
In vielen Fällen werden Radioisotope über das eine Segment beschafft und stehen beiden Segmenten zur Verfügung.
Oder die Entsorgung von Radioisotopen, die wir verkaufen auf dem einen Segment, entsorgen wir dann mit dem Segment auf der anderen Seite wieder, also im Industriesegment.
gibt es auch einen großen Teil von Logistik und Entsorgung.
Und das können wir über dieses zweite Segment sicherstellen.
Wir teilen sogar auch gemeinsame Produktionssites, Produktionsanlagen.
In Braunschweig beispielsweise sind beide Segmente unter einem Dach.
Da arbeiten wir Hand in Hand und haben auch teilweise die Funktionen wie Customer Support oder Logistik aus einer Hand und können da auch synergetisch arbeiten.
Also es spricht eine ganze Menge dafür.
Dazu kommt auch die strategische Ausrichtung.
In vielen Fällen ist im Industriebereich, wandern wir auch in medizinische Zwecke hinein, sodass es da auch gut ist, wenn wir den Kunden von mehreren Seiten beglücken können mit unseren Produkten.
Also es hilft und mal läuft ein Segment besser und das andere stützt, mal läuft das andere besser.
Insofern ist es gut, wir diversifizieren uns und stellen gleichzeitig unter Beweis, dass wir alles im Bereich der Isotope zur Verfügung stellen.
Und wenn wir jetzt schon bei Diversifizierung sind, ein kurzer Hinweis auf unseren Werbepartner.
Es gibt ja immer mehr Investoren, die sich neben den klassischen Tech-Investments und Standard-Investments auch noch ein paar Beimischungen mit ein bisschen mehr Stabilität wünschen.
Und dafür gibt es zum Beispiel unseren Partner den DJE-Zins- und Dividende-Fonds.
Der investiert nicht nur in Aktien, sondern auch in Anleihen und will so eben weniger Schwankungen und stabile Erträge durch die Zinsen und Dividenden.
Im Aktienbereich sind also Titel wie Chevron im Depot und auf der Anleihenseite zum Beispiel Staatsanleihen von Polen oder Unternehmensanleihen von McDonalds.
Damit der Fonds nicht so stark schwankt, werden immer mindestens 50% des Vermögens in Anleihen investiert.
Aktien sind mindestens 25% im Fonds.
Das kann aber auch je nach Phase auf 50% steigen und lag auch Ende September bei fast 50%.
Und in dem Fonds stecken mittlerweile auch fast 5 Milliarden Euro an Vermögen.
Das alles ist natürlich keine Anlageberatung.
Wie bei allen Fondanlagen kann es auch sein, dass ihr euer Kapital verliert.
Und Informationen zu Chancen, Risiken und Kosten findet ihr wie immer in der Beschreibung.
Und das ist alles organisch gewachsen oder viel durch Übernahme auch dieses Geschäft?
Beides.
Das Geschäft der Radioisotope im Industriebereich haben wir vor vielen, vielen Jahren hinzugekauft und das hat sich dann phänomenal entwickelt.
Wir haben auch andere Bereiche hinzugekauft, haben da auch mal wieder was verkauft, was dann nicht zu uns passte.
Also die Hauptarbeit liegt auf organischem Wachstum, aber wenn sich was ergibt, dann würden wir da auch...
weiter wieder zu kaufen.
Wie kann man sich denn jetzt so eine Isotop-Produktion vorstellen?
Braucht man da riesige Anlagen, auch immer dann große Investmentzyklen, wenn man neue Fabriken baut?
Oder sind das eher so kleine Manufakturen, wo das hergestellt wird?
Wie läuft so eine Produktion ab?
Die Produktion ist kapitalintensiv bei dem Aufbau.
Sie brauchen das Grundstück, Sie brauchen viel Beton zur Abschirmung oder Blei.
Sie müssen also in einer sehr sicheren Arbeitsumgebung produzieren.
Und da können Sie schnell 10 Millionen mehr investieren.
für das Gebäude beispielsweise.
Dann brauchen Sie die Anlagen, in denen Sie sicher arbeiten können.
Das sind auch bleiummantelte Arbeitsplätze, sogenannte heiße Zellen, Hot Cells.
Und da können Sie bei einer größeren Anlage auch wiederum schnell 10 Millionen investieren.
Das heißt, um eine Produktionsanlage aufzubauen.
sind sie schnell bei 20 Millionen und wenn sie dann da noch weiter investieren, kann sie sich schnell auch verdoppeln.
Das ist schon kapitalintensiv und schreckt auch andere Firmen vielleicht zurück, nun in jedem Bereich immer für Isotopen dieses Geld zu investieren.
Und das investieren wir, weil wir langfristig an die Isotope brauchen, sodass sich das dann auch bemerkbar macht.
Die Anlage selbst, dort werden Vormoleküle, Vorsubstanzen, Vorstufen eingekauft und dann weiter verarbeitet, entweder bei uns im Haus.
Oder wir geben es an externe Stellen, einen Reaktor und dort wird dann das Material radioaktiv verwandelt, sodass wir es dann durch weitere Aufbereitung auch verwenden können.
Also wir machen teilweise intern und teilweise auch mit externen Reaktoren, wo wir Bestrahlungszeiten mieten oder in Anspruch nehmen.
Und gibt es da Rohstoffe, die irgendwie zum Engpass werden könnten und man sagt, okay, das brauchen wir auf jeden Fall und da gibt es nicht so viel davon oder ist das meiste eigentlich Commodities, die es auch in großer Anzahl gibt?
Es gibt radioaktive Vorsubstanzen, die sehr selten sind und schwierig zu bekommen sind.
Dazu zählt zum Beispiel Radium, Radium-226, ein sehr selten und sehr begrenzt zur Verfügung stehendes Radioisotop.
Davon haben wir ein paar Gramm bei uns im Haus.
Das ist gut und wichtig.
Ein Gramm, da sind sie schnell pro Gramm bei drei bis vier Millionen Einkaufspreis.
Ein Gramm ist ja ein kleines Zuckerkorn, also es ist echt wenig.
Deswegen müssen Sie damit sehr sorgsam umgehen und das können Sie verwenden und können es dann wieder aufbreiten und können es nochmal verwenden.
Und je besser die Wiederaufbereitung ist, umso sinnvoller ist ihr Produktionseinsatz.
Es gibt andere Radioisotope, die sind gut verfügbar.
Trotzdem haben wir auch dort langfristige Lieferverträge, um unseren Kunden auch glaubhaft zu versichern, wer bei Eckert und Ziegler einkauft, kann sich auch darauf verlassen, dass die Produkte auch immer zur Verfügung stehen.
Und deswegen ist es wichtig, dass wir mit verschiedenen Vorlieferanten langfristige Verträge haben.
Wenn wir jetzt nochmal auf den Medizinbereich schauen, Sie arbeiten ja auch mit den großen Pharmakonzernen zusammen.
Ist es dann so, dass die ein Medikament entwickeln, da ist dann ein Isotop von Ihnen drin und dann beliefern Sie auch dafür immer das Isotop oder wie läuft so dieser Prozess bei einem Medikament, das das zum Beispiel einbaut?
In der Regel kommt eine Pharmafirma auf uns zu oder wir sprechen eine Pharmafirma an, die sagt, sie wollen in eine neue Indikation einsteigen und haben dafür das passende Peptid oder Molekül, was an der Krebszelle andockt.
Und dann wollen Sie sehen, dockt es an und dockt es vor allen Dingen auch dann an, wenn Sie das mit Ihrem bevorzugten Radioisotop koppeln, markieren, zusammenbringen.
Und diese Vorarbeiten finden nicht selten bei uns im Hause statt.
Vorklinisch ist das noch.
Das sind reine chemische Untersuchungen.
Passt das Molekül, das Peptid zu dem Radioisotop und ist da eine stabile Struktur?
Wenn das funktioniert, würde man danach in die klinischen Phasen gehen und auch da kommen wir durch unsere CDMO, Contract Development Manufacturing, ins Spiel und leisten für die Pharmafirmen diese klinischen Arbeiten, indem wir die Markierungen vom Peptid, vom Molekül...
und dem Radioisotop herstellen und damit die klinischen Dosen für die klinischen Prüfungen auch zur Verfügung stellen.
Wenn das weiter voran und gut geht, wäre der nächste Schritt die kommerzielle Herstellung.
Auch da sind wir aktiv.
Wir liefern also zum Beispiel Ytrium aus für die richtige seit vielen Jahren andauernde kommerzielle Behandlung von metastasierenden Leberkrebs.
und sind da eine der führenden Anbieter.
Also wir haben die gesamte Produktvielfalt oder das Spektrum der Wertschöpfung von Vorklinik zu Klinik bis zur kommerziell bieten wir an.
Und in vielen Fällen kommen die Firmen auf uns zu und wollen eins oder zwei oder sogar alle drei Stufen von uns hergestellt werden.
Und sind Sie da dann auch spekt in?
Also die können auch immer nur auf Sie zugreifen.
Wenn Sie jetzt eine klinische Zulassung haben für ein Medikament, das ein Isotop nutzt, dann müssen Sie immer das von Ihnen nehmen.
Oder können Sie auch sagen, nach fünf Jahren ein Konkurrent ist jetzt günstiger, liefert besser, wir können wechseln?
Der Kunde ist frei in seiner Entscheidung, hat allerdings in der Zulassung, insbesondere was die amerikanischen Zulassung gibt, steht drin, da ist ein Radioisotop von Eckert und Ziegler dabei.
Und wenn man das ändern will, wenn die Pharmafirma es ändern will, kann sie es ändern.
Aber sie muss dann einen regulatorischen Prozess durchlaufen.
Machbar, aber fummelig.
Und deswegen ist es gut, wenn man schon in den klinischen Studien mit dabei ist, weil das dann auch mit beantragt wird, bevor es dann zur kommerziellen Produktion kommt.
Dann entsteht eine gewisse Trägheit, dann würde man wahrscheinlich das Pferd selten umsatteln.
Es ist aber so, dass spätestens seit Corona die Pharmafirmen mehr als ein Lieferanten haben, zwei oder drei, um auch sicher zu sein, dass bei Shutdown von einer Lieferantenstelle sie schnell auf eine andere auswechseln und überwechseln können.
Und das heißt, Sie haben aber auch bei den Isotopen jetzt im Regelfall keine Patente, dass nur Sie das herstellen können, sondern da gibt es schon mehrere Firmen, die das produzieren können und der Edge ist wirklich eher, man kann es halt produzieren, man kann es in guten Mengen produzieren, man ist zuverlässig, das ist so die Differenzierung.
Und?
Man kann es in der Qualität herstellen.
Also von den Punkten, die Sie gesagt haben, stimmt alles.
Wichtig für die Kunden ist auch die hohe Qualität.
Wenn Sie eine Lutetiumflasche haben wollen, eine Actiniumflasche, eine Yttrium, was auch immer es ist, dann wollen Sie, dass nur das drin ist, was Sie auch bestellt haben und keine anderen Metalle oder keine anderen Inhaltsstoffe drin sind.
Die Reinheitsanforderungen sind extrem hoch und das muss man beherrschen.
Und wenn man das beherrscht, dann ist man gut im Spiel.
Wenn man aber eins auch von Ihnen angesprochenen Kriterien nicht erfüllt, macht sich das auch bemerkbar in den Lieferbestellungen.
Und es gab ja auch eine große Übernahme von einem Jahr oder vor einigen Monaten, wo ein Konkurrent oder ein Kunde von Ihnen Konkurrenten gekauft hat für eine relativ große Summe.
Sehen Sie generell den Trend, dass Pharmakonzerne mehr in das Geschäft einsteigen und selber Isotope erstellen?
Oder ist es meistens schon was, was Sie gerne auslagern, weil es komplex ist, nicht so riesig?
Ja, es ist eine berechtigte Frage.
Wir sehen beides.
Also wir haben ein Lizenzabkommen beispielsweise mit der australischen Firma Telex geschlossen.
Die sagt, sie möchte zu einem gewissen Grade von den externen Radioisotopenlieferanten unerheben.
unabhängig sein und deswegen in der Lage sein, es selbst herstellen zu können.
Deswegen haben wir gesagt, okay, wir geben euch die Technik, dann könnt ihr das selbst auch herstellen, wenn ihr denn wollt.
Gleichzeitig gibt es aber auch Lieferantenverträge, weil auch dann sagt die Pharmafirma, selbst wenn wir was herstellen, brauchen wir ja einen Plan B, falls bei uns die Produktion mal nicht klappt, sodass wir dann auf jemand anderes zurückgreifen können.
Also Pharmafirmen werden sich beide Türen auf...
Recht oder offen halten, um hier flexibel zu sein.
Ich glaube, dass in den frühen Phasen oder in den klinischen Phasen oder solange das nicht zu einem richtigen Blockbuster sich entwickelt, werden die Firmen weiterhin auf externe Zulieferer bauen, weil die Anforderungen an Strahlenschutz, an Sicherheitsverschritten, an Entsorgung, an Wiederaufbereitungsthemen doch so hoch sind.
dass nicht notwendigerweise die Pharmafirmen diese ganze Last auch auf sich schultern wollen.
Oder dann nur teilweise und gleichzeitig.
Also wir werden weiter einen Großteil immer als externe Zulieferer sehen, unabhängig davon, dass einige Firmen sich das auch dazu kaufen.
Aber wäre ein Risiko sozusagen, dass die Radiopharmazie einfach noch viel erfolgreicher wird?
Es gibt immer mehr große Durchbrüche, auch immer mehr Blockbuster-Medikamente und dadurch wird es dann bei vielen Pharmakonzernen auch ein Business, das jetzt auf einmal nicht einen Milliarde Umsatz macht, sondern 10 Milliarden und dann lohnt es sich für viel mehr Pharmakonzerne.
Und das heißt, Quasi beim großen Durchbruch der Radiopharmazie fällt dann vielleicht Eckart und Ziegler mehr runter oder wenn Sie das nicht so sehen?
Bei einem großen Durchbruch der Radioligantentherapie werden wir so stark wachsen, dass das selbst wenn einiges internalisiert wird, wir mehr als genug zu tun haben.
Weil die Generatoren werden weiter gebraucht, die Auftragsarbeitung, das Produzieren von Heißzellen.
Dass jede Pharmafirma sich Eckart und Ziegler selbst aufbaut, ist theoretisch denkbar.
Praktisch sehe ich das nicht.
Und das heißt, die Heißzellen bauen Sie auch selber oder haben Sie da Lieferanten?
Ja, die bauen wir in Dresden selbst.
Und das ist ein weiteres Geschäftsfeld, um in der Wertschöpfungskette auch aktiv zu sein.
Das ist nicht nur das Radiosotop, sondern eben da auch in den Bereichen expandieren und vorangehen.
Und die Generatoren, was sind das genau?
Generatoren sind ungefähr 25, 30 Zentimeter große.
wie eine Kaffeemaschine und da ist oben eine Substanz drin und die tröpfelt durch einen Filter über eine Säule und unten kommt das gewünschte Radioisotop, nämlich Gallium, heraus.
Und das kann man mehrfach verwenden, anders als eine Flasche, in der ein Radioisotop Lutetium für einen Patienten drin ist und dann wird die Flasche entsorgt, ist bei einem Gallium-Generator reicht der für ein Jahr und für viele, viele Illusionen, die man daraus ziehen kann.
Das ist wie ein Vorratsbehälter, wie ein...
Bier fast, wenn Sie so wollen.
Aber kann man sagen von dem Umsatz, wie viel ist Generatoren verkaufen, wie viel sind die Isotope selber, wie viel sind vielleicht Heißzellen bauen?
Wir machen 50 Prozent, ganz grob, 50 Prozent machen wir das Gesamtumsatz mit dem Segment Medical.
Und innerhalb dieses Segments sind 50 Prozent, kann man so ungefähr sagen, sind auch wieder Generatorenumsätze.
Wo würden Sie denn sagen, weil viele werden nicht so einen guten Blick drauf haben, steht gerade so die radiopharmazeutische Industrie?
Also gibt es da schon ganz viele Medikamente, die einen Durchbruch haben?
Gibt es viele Medikamente, die in der klinischen Studie sind?
Wie ist da gerade so der Stimm?
Also es gibt ein super Produkt bei der Behandlung von Prostatakrebs, metastasierenden Prostatakrebs.
Und das entwickelt sich prächtig.
Und so besser sich das entwickelt, desto mehr Diagnostik ist nötig.
Deswegen sind auch die diagnostischen Komponenten, die auf den Markt kommen, stark am Wachsen.
Und daran partizipieren wir ebenfalls durch unseren Gallium-Generatoren, durch die Diagnostik, die da einkehrende geht.
Und das lockt wiederum viele andere Pharmafirmen an, die in den Studien sind.
Und wenn Sie sich Studien ansehen für Lutetium beispielsweise.
dann ist das eine hohe Zahl von Studien, die jetzt in der Klinik sind.
Und wenn die Hälfte davon den Markt erobert, dann kommt da noch die eigentliche Bugwelle erst noch auf uns zu.
Bei Actinium sind wir noch ein bisschen weiter zurück.
Da rechnen wir damit, dass das erste Produkt 2028 auf den Markt kommt.
Und wenn sich das gut entwickelt, werden da ebenfalls weitere Produkte folgen.
Also der große Durchbruch hat begonnen im positiven Sinne, aber da wird mehr passieren.
Und wie unterscheiden sich jetzt die Isotope auch voneinander?
Also wenn das Neue kommt, das zielt dann noch besser auf einzelne Krebszellen ab oder was ist das Große, was man sich davon erhofft?
Man kann sich das so vorstellen, dass es verschiedene Reichweiten in der Strahlung gibt, je nachdem, ob es eine Gamma- oder Beta- oder Alpha-Strahler ist.
Und ein Alpha-Strahler, das sind die neuen, jetzt in der Anwendung, in der klinischen Phase sich befindenden Radioisotope, die haben eine sehr kurze Reichweite.
Und deswegen zielen die wirklich nur auf die Krebszelle, an der dieses Molekül angeboten hat, zerstören die Krebszelle oder bringen die Krebszelle vorher auch zur Sichtbarkeit.
Und das umliegende Gewebe bleibt unbezüglich.
beeinträchtigt und zerstört.
Und deswegen zerstört man wirklich nur die Krebszellen.
Und das ist der große Vorteil von einer kurzen Strahlung bei den Alpha-Strahlern, anders als bei Beta- oder Gamma-Strahlern.
Aber Ytrium beispielsweise ist nicht ganz so kurz in der Reichweite, ist aber sehr stark.
Und deswegen kann man da auch davon ausgehen, dass da auch der Krebs dann vollständig zerstört ist.
Also es hängt von dem Tumor an oder von der Indikation und auch darauf, wo sich die Pharmafirma konzentriert hat.
Aber der Trend geht wahrscheinlich mehr zu Alpha-Strahlern.
Da gibt es auch ein anderes.
Blei zum Beispiel ist auch ein Alpha-Strahler, eine sehr kurze Reichweite.
Und auch da kommen Studien, die sehr vielversprechend sind.
Und ist es aber alles rein im Onkologie-Bereich oder gibt es noch andere Krankheiten und Indikationen, für die das relevant sein könnte außerhalb von Onkologie?
Die Radioisotopen gibt es auch außerhalb.
Also man kann auch andere Krankheiten damit dedikten.
Für die Diagnostik gibt es ja nicht nur die Möglichkeit, den Patienten in ein PET-CT zu schieben mit Gallium, sondern Sie können ihn auch mit einem anderen Radioisotop bestimmte Entzündungsprozesse oder Krankheitsprozesse sichtbar machen in einer anderen Bildqualität und dazu nimmt man Technetium und das wird auch für nicht-onkologische Bereiche verwendet.
Darüber hinaus gibt es einen ganz anderen Bereich, der sich neu tut.
Wir hatten mal eine Beteiligung an der Pentixer Farm.
die jetzt nicht mehr zu der Eckart und Ziegler Gruppe gehört und die fokussiert sich auf onkologische Krankheiten, aber auch auf Hypertonie, auf Bluthochdruck, auf eine Fehlfunktion der Nebennierenrinde.
Und wenn die falsch, schlecht oder nicht so arbeitet, wie sie soll, wird ein...
Hormon ausgeschüttet, was mit ursächlich für Bluthochdruck sein kann.
Und das sichtbar zu machen, ob es auf der einen Niere, auf der anderen Drüse sitzt, beidseitig, einseitig, das kann man auch mit Gallium sichtbar machen.
Da eröffnen sich völlig neue Felder und auch gute Perspektiven für solche Firmen, die da aktiv sind.
Also es ist ein über die Onkologie hinausgehendes Feld.
Und im Industriebereich gibt es da so Wachstumstreiber, dass man sagt, okay, da kommen auch gewisse Dinge, die wir erwarten oder gewisse große Megatrends, die einfach weiterlaufen, wodurch es einfach immer relevanter wird, da auch Isotope zu verkaufen?
Wir sind in dem Bereich der Industrieradiosotope weit gefächert, wie wir vorhin schon gesehen haben, von Sicherheitskontrollen am Flughafen mit Sprengstoff, in der Nahrungsmittel, in der Automobilindustrie, in der Erdölförderung, ein weites Feld.
Und es ist so, dass in der Regel ein Feld wächst etwas stärker und ein anderes Feld mal zurück, sodass der Sammelkorb von allen Radiosotopen in der Regel mit dem globalen GDP wächst.
Also immer so um die 5, 6 Prozent.
Weil eins etwas stärker ist, dafür ist ein anderes schwächer.
Und deswegen ist es so wichtig, dass wir dieses Segment auch weiter stark unterstützen und auch weiter voranbringen wollen.
Wenn wir jetzt nochmal auf das Geschäft an sich schauen, mir ist aufgefallen in den Berichten, ist sehr zentral diese Kennzahl Umsatz pro Mitarbeiter.
Das legen natürlich manche Firmen offen oder Investoren sagen immer, das soll man sich ausrechnen, aber ich sehe es nicht so oft so zentral in den Berichten als eine Kernkennzahl.
Können Sie mal sagen, wieso Sie das so zentral nehmen?
Ja, das ist eine gute Frage.
Wir hatten das immer als interne Messgröße, weil wir erreichen eigentlich, und wir hatten lange Zeit, eine Messgröße von 200.000 Euro pro Mitarbeiter, die müssen wir erzielen, damit wir gut im Geschäft da stehen und damit wir ordentlich Gewinn machen.
Und dann wurde unsere Profitabilität.
Und dann kamen eben andere Zahlen auch raus, die wir jetzt veröffentlichen haben.
Wir sind dabei auch geblieben.
Man kann es sich ja auch selbst ausrechnen.
Umsatz ist bekannt, Mitarbeiterzahl, 1000 ist auch bekannt.
Insofern kommt man relativ schnell auf die Zahlen.
Es zeigt einfach, wie wertvoll die Wertschöpfung der Mitarbeiter ist.
Natürlich ist es wichtig, wo wir sind, unter welchen Auflagen, wie wir da mit dem rechtlichen Thema umgehen, dass wir die Rohstoffe gut haben.
Aber letztlich ist es der Erfolg der Mitarbeiter und dass wir auch sagen können, die Mitarbeiter im Schnitt.
schaffen so viel Wert für die Firma.
Das wollen wir auch deutlich zur Kenntnis machen als gemeinsamen Teamerfolg.
Wie denken Sie sonst über Wachstum nach bei Ihnen?
Also gibt es so Projekte, die Sie sagen, die fördern Sie oder es ist eher, man denkt darüber nach, wo baut man jetzt vielleicht mal eine neue Produktion?
Also was sind auch so die Kanäle, wo man sagt, da gehen wir jetzt mal ins Risiko und da gehen wir nicht ins Risiko?
Was sind so die Wachstumstreiber, die man vielleicht auch aus Management steuern kann?
Wir haben im Moment verschiedene Investitionsprojekte, die wir vorantreiben.
Eins ist hier in Deutschland, bei Berlin, da erweitern wir unsere Produktionsanlage für die Gallium-Generatoren, weil wir davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren der Bedarf an Generatoren deutlich steigen wird.
Und da kommen wir irgendwann an unsere Grenzen der momentanen Produktionskapazität.
Und deswegen haben wir auf einem anderen Grundstück eine Produktionsanlage, die wir jetzt fertigstellen im nächsten Jahr, um dort auch Generatoren zu produzieren.
Gleichzeitig haben wir in Dresden, ein anderer Standort von uns, haben wir dort, wo wir die Heißzellen produzieren.
Da haben wir auch weiter investiert, um dort auch Produktionshallen zu haben, um mit dem steigenden Bedarf der nächsten Jahre mithalten zu können.
Weiter geht es nach Braunschweig.
Dort haben wir früher auf einer existierenden Anlage produziert.
Die wird zu klein, weil wir so viel Contract Manufacturing-Arbeiten haben, dass wir expandieren müssen für Labore und sonstige, sodass wir dort ein weiteres Grundstück und Gebäude erworben haben, was wir im Moment ertüchtigen, um dort auch zu produzieren.
Das ist der deutsche Bereich.
In Nordamerika haben wir zwei...
In Nordamerika haben wir ein Projekt, in das wir im Moment stark investieren, bei Boston in der Nähe.
Dort wollen wir eine zweite Lutetium-Produktionsanlage aufbauen, die nächstes Jahr fertig sein wird.
Das haben wir in die bestehende Anlage integriert, investieren wir ebenfalls.
Südamerika haben wir in Brasilien.
Nächste Woche, Anfang September, öffnen wir unsere Produktionsanlage für...
Cold Kids sind noch nicht radioaktive Elemente, die man zur Diagnostik von nicht-onkologischen Krankheiten benötigt.
Die wird nächste Woche eingeweiht.
Auch ein Investitionsprojekt.
Und zum Schluss China.
Da haben wir einen Joint Venture, bei dem wir eine Produktionsanlage aufbauen.
Da war im Juni die Einweihung.
Und jetzt kommt der ganze Installations- und Fertigstellungsprozess.
sodass dort auch in eineinhalb Jahren mit der Produktion begonnen werden.
Sie sehen also, wir investieren an vielen Standorten und deswegen ist es auch gut, dass wir Gewinne machen, dass wir Cashflow machen, um diese Investitionen aus eigener Hand auch stemmen zu können.
Ist es so, dass noch ein großer Hebel ist, dass Zulassungen in gewissen Ländern noch komplett fehlen für radiopharmazeutische Produkte?
Also zum Beispiel, dass ein Medikament in den USA zugelassen ist, aber in China, Asien noch gar nicht?
Ja, das ist der Fall.
Wir sind in Europa, sind wir gut.
Aber wenn wir jetzt aus Südamerika, was in Nordamerika registrieren wollen oder aus Nordamerika in China, da sind die lokalen und nationalen Behörden unabhängig und da fangen wir immer wieder von vorne an, um dort auch unsere Produkte zur Zulassung zu bringen.
Und das ist ein erheblicher administrativer Aufwand, der hilft.
Da kann KI helfen, die nimmt einem nicht alles ab, aber kann da auch erhebliche Beiträge leisten, wenn man Dokumente zusammenstellen muss oder Übersetzung.
Man muss allerdings immer nochmal überprüfen, ob es auch wirklich stimmt, was da rausgespuckt wird.
Man hört auch immer, dass KI gerade im Pharma-Bereich einer der großen Hebel sein kann in der Forschung, vor allem in der Entwicklung.
Ist das auch für Sie relevant, dass man sagt, man nutzt es da sehr stark in der Weiterentwicklung?
In der Forschung nicht, aber in dem eben gebrachten Beispiel von Zulassungsthemen, Zulassungsthemen und Auditthemen, Qualitätsthemen, da kann es wirklich sehr hilfreich sein.
Trotzdem bedarf es zumindest im Moment noch, und das wird auch noch bleiben, immer der äußerst peniblen Kontrolle, ob da nicht auch irgendwelche Geisterbahnen beschrieben werden.
Also es hilft, aber es entlastet, es vermeidet nicht den menschlichen Beitrag.
Wie ist denn generell Ihr Blick?
Ich meine, Sie investieren jetzt auch viel in Deutschland und es gab vor...
Zwei, drei Wochen die Meldung an einem Tag, dass Ida Lilly gesagt hat, sie ziehen ein großes Investitionsprojekt in Deutschland zurück.
Am selben Tag Böringer Ingelheim hat ein großes Projekt in Deutschland gecancelt oder zumindest deutlich zurückgefahren.
Und viele gehen ja viel mehr in die USA von den Pharmakonzernen, auch natürlich getrieben von Trump.
Wie nehmen Sie so diesen Kontrast?
Was ist für Sie auch ein Thema, dass Sie sagen, okay, uns zieht es eigentlich mehr in die USA?
Deutschland ist schwierig oder nicht so sehr?
Nö.
Also wir investieren dort, wo es unternehmerisch Sinn macht oder wo es in der Zusammenarbeit mit dem Kunden erforderlich ist.
Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Investitionspolitik nicht nach Steuerpolitik ausgerichtet.
Das wäre uns zu kurzfristig, sondern es muss langfristig Bestand haben.
Und da wäre eine kurzfristige Zolloptimierung nicht das Richtige.
Das muss sich langfristig tragen.
Und auch so als unternehmerischer Standort, gibt es auch viele, die in Deutschland kritisieren?
Oder sind Sie ein bisschen positiver eingestellt, was hier möglich ist und was man bauen kann?
Ja, ich kann sagen, dass wir...
In den Regionen, in denen wir aktiv sind, also in Niedersachsen, in Berlin oder in Sachsen, kriegen wir sehr viel Unterstützung, weil man nicht nur sieht, dass man damit Arbeitsplätze erhält, dass man damit Zukunft schafft, dass man in Zukunft Innovation investiert, sondern dass man auch neue medizinische Felder damit ermöglicht und zugänglich macht.
Und das muss unterstützt werden, wird aber auch als sehr positiv gesehen.
Und das sehen wir in Deutschland.
Wir sehen es aber auch in anderen Ländern.
Wenn wir nochmal zurückgehen, ich habe schon vorhin den Deal angesprochen, wo einer ihrer Konkurrenten gekauft wurde, ja zu einem deutlich höheren Umsatzmultiple als Sieggrad an der Börse gehandelt werden.
Und Sie haben auch schon gesagt, wenn Ihnen der Industrieumsatz fehlen würde, wären Sie wahrscheinlich vom Börsenwert her kleiner, was wahrscheinlich auch so ist.
Aber glauben Sie vielleicht auch, als reiner Medizinkonzern könnte man vielleicht auch eine höhere Bewertung noch kriegen an der Börse?
Da müsste was anderes noch dazukommen, was das momentane Industriegeschäft mehr als kompensiert.
Im Moment machen wir 150 Millionen Leute viel Ertrag daraus.
Das muss dann erst mal entweder organisch oder anorganisch wachsen.
Das glaube ich nicht.
Wie die Börsenbewertung zustande kommt, ziehe ich mich meistens zurück und überlasse das eher den Analysten oder Investoren.
Aber es ist richtig, es werden für andere Firmen deutlich höhere Multiples aufgerufen als im Moment.
Aber das ist ja eben halt noch eine Menge Luft nach oben.
Es war ja an der Börse auch so, dass sie 2021 mal so einen Hype hatten, zumindest an der Börse von der Bewertung her, also sie extrem hoch war.
Und klar kann man sagen, als Management fokussiert man sich langfristig und lässt sich davon nicht so mitnehmen.
Ich stelle mir aber vor, die Mitarbeiter.
Sehen ja auch den Börsenkurs und denken dann in der Phase, oh, alles super, geht voran.
Und dann fällt der Kurs auf einmal so stark und dann denkt man, oh, was ist jetzt mit der Firma los?
Ist das kommunikativ schwierig als Management?
Wenn ich wählen muss zwischen hoher Börsenkurs oder hoher Gewinne, ist mir letzteres hoher Gewinne sehr viel lieber.
Das operative Geschäft muss stimmen.
Danach richten wir uns aus.
Und das ist entscheidend, auch um den Mitarbeitern zu zeigen, das, was ihr macht, schafft Wert, schafft richtig Wert im Sinne von Jahresüberschuss.
Wenn sich das in den Börsenkursen dann auch widerspiegelt, ist es schön.
Aber jeder weiß auch, dass Börsenkurse gehen mal hoch, gehen mal runter, gehen wieder hoch.
Und in dem Zeitraum, in der Pandemie, da wurden alle Pharma-, Gesundheits-, Medtech-Firmen, waren auf einmal alles Impffirmen.
Und man dachte, die würden Millionen, Milliarden verdienen, weil sie Impfstoffe herstellen.
Und auf einmal war Eckart und Ziegler auch eine Impffirma.
Und das hat sich dann natürlich wieder gerade...
Also da gibt es Hypes und die gehen dann auch wieder weg.
Wichtig ist die Konstanz in der Jahresüberschüsse.
Und da sind wir seit Jahren auf der richtigen Fahrt.
Merken Sie gerade, es war jetzt lange auch so ein Biotech-Winter, gerade nach Corona und jetzt gerade...
Gibt es aber auch wieder viel Dileaktivität, es kommt ein bisschen mehr Dynamik in den Markt.
Investoren kommen auch wieder zurück, weil Sie sehen, da sind Chancen.
Merken Sie das auch oder sind Sie eher in einem anderen Segment jetzt auch aus Investoren?
Nein, wir merken das auch, dass das Interesse da ist.
Ich merke das auch hier auf der Konferenz, dass die Einzelgespräche, die ich eigentlich führe, sind immer drei, vier, fünf Leute da.
Also Interesse ist extrem hoch.
Die Leute wollen wissen, was passiert in der Onkologie, was passiert in der patientenspezifischen Therapie bei Krebspatienten und auch der Diagnostik.
Was kommt da Neues?
brauchen hohes Interesse.
Und das zeigt auch, dass wir in der richtigen Nische arbeiten und dass wir die auch weiter vorantreiben.
Haben Sie jetzt diesen mRNA-Impfstoffdurchbruch von Moderna beobachtet im Krebsbereich?
Also ist es für Sie auch relevant, wenn jetzt neue...
Krebstherapiearten durchbrechen, dass dann vielleicht Radiopharmazie auch nicht relevant ist oder vielleicht in der Kombo noch relevanter?
Ja, wir gucken uns das an.
Das ist ja ein anderes Feld.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich dem Krebs zu begegnen.
Etablierte und neue Methoden.
Da ist mRNA, da ist die Zellungentheber, das KT-Cell.
Da gibt es verschiedene Aspekte.
Und da muss man mal sehen, das eine ist sehr kostenintensiv, das andere ist sehr forschungslastig.
Die Radiolegantentherapie hat da ihren guten Platz und wird den weiter ausbauen.
Wenn wir abschließend noch auf Ihre Karriere schauen.
Eckart und Ziegler ist ja auch ein bisschen eine spezielle Firma, auch vom Forschungs-Background sehr viel Forschung, sehr technisch.
Haben Sie gewisse Dinge, die Sie im Management vielleicht anders machen als andere Manager von börsennotierten Firmen, wo Sie sagen, okay, das ist so gewisse Glaubenssätze oder Management-Philosophien, die Sie verfolgen?
Ich weiß, dass der Erfolg der Firma hängt davon ab, wie das Team funktioniert.
Und deswegen bin ich immer ein...
Fan davon, den Aufgaben auch die richtigen Mitarbeiter zuzuordnen.
Das heißt, loslassen, wo man es selbst nicht machen kann und darauf aus gutem Grund zu vertrauen, dass das Team und die Mitarbeiter das in die richtige Hand nehmen können.
Wenn es gut funktioniert, ist es der Erfolg der Mitarbeiter.
Wenn es nicht gut funktioniert, landet es wieder bei mir und dann muss man einspringen und der Sache nachgehen.
Aber ich glaube, das ist einer der wesentlichen Aspekte.
Und wenn man damit rangeht, ich würde es nicht als Glaubenssatz bezeichnen, aber wenn man mit der Einstellung rangeht.
dann kann man eine Firma gut gestalten.
Und wenn man darüber hinaus mit den Mitarbeitern in einer offenen Kommunikation bleibt und Widerspruch zulässt, solange bis man entscheidet und dann gemeinsam die Entscheidung auch umsetzt, dann kann man auch über schwierige Phasen, wo diskutiert wird, wo gestritten wird, dann zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen und das auch gemeinsam dann verteidigen.
Und was würden Sie sagen, wenn jetzt ein junger Hörer oder ein Hörer, der selbst schon im Management vielleicht ist, aber noch nicht in so einer hohen Position, selbst in der Karriere anstrebt?
Haben Sie da irgendwelche Ratschläge, was Sie sagen würden?
Das habe ich aus meiner Karriere mitgenommen, was gut funktioniert hat, was nicht gut funktioniert hat.
Ich habe immer versucht, mir Aufgaben zu suchen, die mich echt interessieren, die mir Freude bereiten.
Und ob das jetzt Leitungsfunktionen waren, Managementfunktionen oder Referentenfunktionen, kam dann an zweiter Stelle.
Die Aufgabe selbst stand im Vordergrund und auf die habe ich mich gestürzt.
Und dann hat sich das andere, wenn man engagiert dabei ist, meistens auch entwickelt.
Und das würde ich auch finden jetzt.
schon ziemlich alt, aber noch ein bisschen Arbeit ist, das würde ich jetzt auch so weitermachen.
Und abschließendes Thema, gibt es noch irgendwas im Pharmabereich, in der Radiopharmazie, wo Sie sagen, da sprechen die Medien viel zu wenig drüber oder wird viel zu wenig darüber gesprochen, aber das beobachten Sie, irgendein spannendes Thema oder irgendein Thema, das Ihnen am Herzen liegt?
Wir sind, anders als andere europäische Länder, anders als Frankreich beispielsweise, neuen Technologien noch nicht aufgeschlossen genug.
Da könnten wir einen ordentlichen Zacken zudehnen, dass wir sagen, Toll, was sind die positiven Wirkungen?
Wenn man mit etwas Neuem kommt, dann ist eine Mentalität da zu sagen, okay, ein neues Medikament mag kommen, was sind die schlimmsten Nebenwirkungen, die da einhergehen können?
Und mit dieser Frage kann man viel ersticken.
Wenn man aber fragen würde, was ist das Beste, was möglicherweise rauskommen kann?
Dann sind mögliche Nebenwirkungen, die immer da sind, stehen in einem Verhältnis zu einer positiven Wirkung.
Und man muss das Positive im Vordergrund stellen und kann dann die Downsides besser schlucken, als wenn man erstmal einen großen Wall von Abers aufbaut.
Ich würde sagen, sehr schönes Schlusswort.
Vielen Dank, dass Sie uns heute ein bisschen mitgenommen haben in das Geschäft, in die radioformazionische Industrie, auch so ein bisschen Einblicke.
Sehr, sehr spannend.
Und dann weiterhin viel Erfolg mit Ihrer Arbeit.
Und bis zum nächsten Mal im Podcast.
Vielleicht habt ihr in ein paar Jahren nochmal ein Update.
Vielen Dank.
Hat mir auch Spaß gemacht.
Danke sehr.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Lasst uns gerne Bewertungen da, wie euch die Folge gefallen hat, ob euch solche Themen ein bisschen zu nischig sind oder ob ihr gerade das spannend findet.
Wir hören uns am Montag wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
