# Starbucks Chipotle Rumor and SEB Strategy

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-10-09

## Transcript

Es gab gestern das vielleicht überraschendste Deal-Gerücht des Jahres.
Starbucks denkt darüber nach, Chipotle zu kaufen.
Wir schauen, was dahinter steckt.
Außerdem geht es um die unbekannte Firma hinter WMF, Tefal und Krups.
Und damit wir alle zum Essen die richtige Kleidung haben, gibt es auch noch Netflix für Mode.
Mein Name ist Christoph Damm, heute ist Freitag, der 9.
Oktober und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Noah hört ihr heute mal nicht im Podcast, weil der für ein Vortrag in Österreich ist und genau dort ist auch unser Partner Scalable Capital.
Seit gestern Steuereinfach hat eine eigene Bankniederlassung in Österreich mit lokalen IBANs und die Zinsangebote, die man aus Deutschland kennt.
Die gibt es auch.
Also an alle Österreicher, die gewartet haben, jetzt ist eure Chance.
Link ist wie immer in der Beschreibung oder ihr sucht einfach selbst scalable.capital.com.
Und jetzt geht es los mit den News.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Ich habe es ja schon angekündigt, es gab gestern das überraschendste Dealgerücht des Jahres.
Starbucks hat offenbar laut Financial Times einen Kauf von Chipotle geprüft.
Starbucks hat in den vergangenen Monaten mit Beratern an einem möglichen Übernahmeangebot für Chipotle gearbeitet.
Chipotle wird aktuell mit rund 40 Milliarden Dollar bewertet.
Starbucks mit 100 Milliarden Dollar.
Würde es tatsächlich zu einem Deal kommen, wäre es der größte Zusammenschluss, den es in der Restaurantbranche jemals gegeben hätte.
Wichtig aber, es gibt noch keinen formellen Übernahmeversuch.
Das Ganze hat auch noch eine kuriose Ebene.
Starbucks-Chef Brian Nickel, der war vorher mehr als sechs Jahre lang Chef von Chipotle und hatte die Kette nach einer schweren Krise erfolgreich gedreht.
Seit seinem Wechsel zu Starbucks im Sommer 2024 hat die Chipotle-Aktie allerdings um die 40 Prozent verloren.
Starbucks selbst steckt unter Nickel auch in einem Umbau.
Mal ein paar Zahlen, die den Dealausmaß auch zeigen würden.
Starbucks hat weltweit um die 41.000 Filialen, Chipotle rund 4.200.
Und zusammen sind beide Unternehmen im vergangenen Jahr auf fast 50 Milliarden Dollar Umsatz gekommen.
An der Börse kam die Idee unterschiedlich an.
Chipotle war um die 5% im Plus, Starbucks um die 5% im Minus.
Deutlich kleinere, aber auch deutlich mehr Deals als bei Starbucks gab es im August bei Donald Trump.
Der hat da mehr als 500 Wertpapiergeschäfte gemacht.
Der größte einzelne Kauf waren Meta-Aktien für bis zu 25 Millionen Dollar.
Das eigentlich brisante sind aber die zeitlichen Überschneidungen zwischen seinen Trades auf der einen und seinen politischen Entscheidungen auf der anderen Seite.
Zwei Beispiele.
Am 18.
August hat Trump SpaceX Anleihen für bis zu 5 Millionen Dollar gekauft.
Zwei Tage später hat er dann eine Weltraumrichtlinie unterschrieben, von der SpaceX als großer Raumfahrtauftragnehmer profitieren dürfte.
Und am selben Tag, an dem er Aktien von Tyson Foods gekauft hat, hat er eine Anordnung zu günstigeren Rindfleisch-Importen unterzeichnet.
Hier ist aber nicht klar, ob er erst die Aktien hatte und dann unterschrieben hat oder umgekehrt.
Das Weiße Haus selbst sagt, dass Trumps Depot von unabhängigen Beratern verwaltet wird, ohne sein Zutun.
Keine neuen Deals, aber neue Zahlen gab es gestern von Pepsi.
Der Konzerngewinn soll dieses Jahr nicht mehr bis zu 6% wachsen, sondern nur noch um die 2%.
Das Problem ist vor allem Nordamerika.
Da schrumpft das Geschäft leicht bei Snacks und Getränken.
Neu ist dabei vor allem die Sorge um die Softdrinks.
Der Nordamerika-Absatz bei den Getränken ist dieses Jahr um 3% zurückgegangen.
Und Pepsi hat ziemlich offen gesagt, dass es sich mit dem Getränkegeschäft nicht wohlfühlt.
Gleichzeitig hakt es auch weiter bei den Chips.
Die sind zwischendurch so teuer geworden, dass Pepsi-Marken sogar Regalplatz im Supermarkt verloren haben.
Die Preissenkungen danach haben auch nicht so viel mehr Absatz gebracht, wie ihr hofft.
Außerdem hat die Preissenkung die Marge gedrückt.
Jetzt sollen die Preise in den nächsten Monaten wieder steigen.
International läuft es dafür ganz ordentlich und auch die Aktie war leicht im Plus, denn die Quartalszahlen, die waren besser als erwartet und das schwächere Wachstum wurde wohl schon erwartet.
Anders war es bei Levi's.
Da gab es eigentlich gute Zahlen und die Aktie war trotzdem um die 5% im Minus.
Levi's hat beim Gewinn besser abgeschnitten als gedacht und sogar die Gewinnprognose fürs Gesamtjahr angehoben.
Aber ein großer Teil vom Gewinnzuwachs kommt aus Rückerstattungen von Zöllen.
Rechnet man die mal raus, dann lagen die Zahlen nur im Rahmen der Erwartungen.
Das Wachstum hat sich gleichzeitig verlangsamt.
Der Umsatz ist im letzten Quartal nur noch um 4% gewachsen, nach 8% im Quartal davor.
Gut läuft aber das Geschäft mit Frauenmode und das fand ich besonders spannend.
Da profitiert Levi's vom Trend zu weiten Baggageans und davon, dass sie inzwischen auch mehr Oberteile, Röcke und Kleider verkaufen.
Spannende Zahlen gab es dann auch noch abseits der Börse.
Der hochgerechnete Jahresumsatz von OpenAI ist offenbar deutlich niedriger als gedacht.
Laut Financial Times hat OpenAI Investoren gesagt, dass der auf sehr hoch gerechnete Umsatz Ende September bei knapp 50 Milliarden Dollar gelegen hat.
Ende letzten Monats, da wurde in Medien noch von rund 70 Milliarden Dollar berichtet.
Grund ist wohl, dass die Investoren von OpenAI selbst verschiedene Zahlen durcheinandergebracht haben.
Und Fakt ist auf jeden Fall, dass eine der wichtigsten KI-Firmen weniger Umsatz macht als gedacht, ist kein bullisches Zeichen für die KI-Welt.
Entsprechend hat das gestern Nvidia, AMD, Intel oder ARM runtergezogen.
Und auch generell war kein guter Börsentag, was mal wieder am Ölpreis liegen könnte, der nach neuen Trump-Drohungen gestiegen ist.
Wie kann ein Modehändler stärker wachsen?
Urban Outfitters setzt auf Mieten statt Kaufen.
Alle Infos gibt's von Pascal.
Aus einem Uni-Projekt wird eine Firma, die an der Börse 7 Milliarden Dollar wert ist.
Genau das ist die Geschichte von Urban Outfitters.
Die Modehändler haben 1970 drei Leute gegründet, weil einer von ihnen ein Projekt für einen Kurs an der University of Pennsylvania gebraucht hat.
Also eröffneten sie ein Second-Hand- und Möbelladen für Studis und verzichteten auf ein aufwändiges Einrichtungskonzept.
Und das Konzept hat bis heute gehalten.
Seine mehr als 800 Stores in Nordamerika und Europa baut der Konzern nämlich bewusst so, dass sie die Originalsubstanz der Gebäude freilegen, also Ziegelwände oder die älteste Farbschicht.
Das gilt übrigens auch für die beiden Frauenmagen Anthropology und Free People.
Anthropology hat seinen ersten Laden zum Beispiel in einer Autowerkstatt aufgemacht.
Das Geschäft läuft.
2025 ist der Umsatz um 11% auf über 6 Milliarden Dollar gestiegen.
Bei einer operativen Marge von rund 10%.
Alle drei Brands setzen dabei stark auf Eigenmarken und ergänzen sie um bekannte Fremdmarken.
Bei Anthropology machen die eigenen Labels schon über 70% vom Umsatz aus.
Das war aus zwei Gründen wichtig.
Nummer 1 an eigener Ware verdient Urban Outfitters mehr als an Fremdmarken.
Nummer 2 heißt Nulli.
Hinter dem Namen steckt ein Mietabo für Klamotten.
Für 98 Dollar im Monat kann man sich sechs Teile aussuchen und nach Hause liefern lassen.
Lieblingsteile kannst du mit Rabatt kaufen.
Unterm Strich bringt so jedes Abo im Schnitt rund 123 Dollar im Monat.
Rund die Hälfte sind Klamotten aus dem eigenen Konzern, dazu kommen andere Marken, seit August zum Beispiel Nike und Vintage-Teile.
Die Rechnung geht auf, im letzten Geschäftsjahr ist der Umsatz von Nulli um die 50% auf rund 570 Millionen Dollar gestiegen.
Das sind schon gut 9% vom gesamten Umsatz.
Zum Vergleich, Rent the Runway, der Verleih für Designer-Klamotten, ist im gleichen Zeitraum nur um rund 8% gewachsen.
Nulli zählt inzwischen im Schnitt fast eine halbe Million Abos.
30% mehr als vor einem Jahr.
Rent the Runway kommt gerade mal auf rund 150.000.
Wie ernst Urban Outfitters das meinen, zeigt ein neues Logistikzentrum bei Philadelphia.
Ende 2028 soll es aufmachen.
Zusammen mit dem Standort in Kansas City schafft Nulli dann rund 1,2 Millionen Abos.
Das braucht die Firma auch.
Das Management will auf eine Milliarde Dollar Umsatz und langfristig auf mindestens 10% Marge.
Im Kern ist Nulli nämlich eine riesige Wäscherei mit Versand.
Je mehr Abos durch die Hallen laufen, desto mehr bleibt am Ende übrig.
An der Börse ist von Nulli aber noch wenig zu sehen.
Seit Jahresanfang ist die Aktie nur um rund 7% gestiegen.
Das erwartete KGV liegt bei etwa 12, ungefähr da, wo es im Schnitt der letzten 5 Jahre auch lag.
Die Börse bezahlt den Konzern also weiter wie einen ganz normalen Modehändler.
Tefal, Rowenta, Krups, Mudenex und WMF stehen wohl in fast jeder deutschen Küche, zumindest einer davon.
Dass die aber auch alle zur selben Firma gehören und dass man die Firma an der Börse kaufen kann, habe ich selbst erst entdeckt.
Und auch in den fast 1500 Podcast-Folgen hier ist der Konzern bisher nicht aufgetaucht.
Die Firma heißt Grub SEB und kommt aus Frankreich.
Angefangen hat alles schon 1857 in einem Dorf im Burgund.
Da hat ein gewisser Antoine Lescure eine kleine Werkstatt aufgemacht und Eimer, Gießkannen und Töpfe aus Blech gebaut.
Den Namen SEB gibt's erst seit 1944.
Da steht für Société d'emboutissage de Bourgogne und bedeutet die Blechpresserei aus dem Burgund.
Der Durchbruch kam 1953 mit einem Schnellkochtopf der Super Cocotte.
Schon im Jahr danach hat SEB davon 130.000 Stück verkauft.
Mittlerweile sind sogar rund 75 Millionen.
Danach ist SEB dann vor allem durch Zukäufe gewachsen.
1968 kam Tefal dazu, 1988 Rowenta, 2001 Moulinex und Krupps, später noch Marken aus den USA und Italien.
Rowenta und Krupps kommen ja eigentlich aus Deutschland.
Und seit 2007 gehört auch die chinesische Marke Zupor dazu.
Deshalb macht SEB heute rund ein Viertel vom Geschäft mit Privatkunden in China.
Der größte Brocken kam aber 2016, nämlich WMF.
Die württembergische Metallwarenfabrik gibt es seit 1853, die ist also sogar ein bisschen älter als SEB selbst.
Bekannt ist die vor allem für Besteck und Töpfe aus Chromagan, also aus rostfreiem Edelstahl.
Spannend war für die Franzosen aber was anderes.
WMF baut auch die großen Kaffee-Vollautomaten, die beim Bäcker im Hotel oder an der Tanke stehen.
Da war WMF schon damals Weltmarktführer mit fast 30 Prozent Marktanteil.
Verkäufer war übrigens der Finanzinvestor KKR.
Gekostet hat das Ganze damals inklusive Schulden rund 1,6 Milliarden Euro und es war die bis dahin größte Übernahme in der Geschichte von SEB.
Einzelne Zahlen für WMF selbst gibt es heute nicht mehr von SEB.
Es gibt aber Zahlen zum Profigeschäft, zu dem neben WMF noch andere Kaffeemarken stehen wie Scherer oder La San Marco.
Das Profigeschäft macht knapp eine Milliarde Euro Umsatz im Jahr und der mit Abstand größte Teil davon kommt eben vom Kaffee.
Der Vorteil dabei, die Maschinen müssen regelmäßig gewartet werden und dieser Service macht schon rund ein Drittel vom Profigeschäft aus.
Der Bereich ist zwar vergleichsweise klein, er macht nur rund zwölf Prozent vom Konzernumsatz aus.
Dafür kommt rund ein Fünftel vom operativen Gewinn aus dem Profisegment.
Insgesamt kommt SEB auf rund 32.000 Mitarbeiter und 8 Milliarden Euro Umsatz.
Ende der 90er waren es noch keine 2 Milliarden Euro Umsatz.
Der größte Teil ist weiter das Alltagsgeschäft mit Pfannen, Bügeleisen, Fritteusen oder Staubsaugern.
Das Sagen hat übrigens bis heute die Gründerfamilie Lescure.
Mehrere hundert Familienmitglieder halten zusammen gut 40 Prozent der Aktien und mehr als die Hälfte der Stimmrechte.
Ganz einig ist sich die Familie aber nicht mehr.
Ein Teil ist 2019 aus diesem Familienbund ausgestert und kritisiert auch seitdem öffentlich den Kurs der Firma.
Fairerweise muss man sagen, zuletzt lief es auch nicht mehr rund.
Im Corona-Boom, da war die Firma 8,5 Milliarden Euro wert, weil plötzlich alle zu Hause gekocht haben.
Jetzt sind es nur noch rund drei Milliarden.
Das ist gerade mal das Achtfache vom erwarteten Gewinn.
Im Schnitt der letzten fünf Jahre war es das Elffache.
Dazu gibt es noch über 5 Prozent Dividendenrendite.
Rein theoretisch könnte SEB attraktive Teile wie das Profigeschäft auch abspalten.
An der Börse wäre es dann alleine wohl mehr wert.
Danach sieht es aber im Moment nicht aus.
SEB hat angekündigt, den Bereich sogar ausbauen zu wollen.
Aber...
Man sollte bedenken, dass es durch die ganzen Übernahmen rund drei Milliarden Euro Schulden gibt und es gibt außerdem harte Konkurrenz aus den USA, nämlich Shark Ninja.
Die Firma macht ihre Shark-Staubsauger und Ninja-Heißluftfritteusen vor allem über soziale Medien wie TikTok bekannt.
Sie wächst seit mehr als drei Jahren in jedem Quartal zweiständig und baut ihr Angebot gerade auch in Frankreich und Deutschland stark aus.
SEB hält jetzt dagegen.
Seit dem 1.
Oktober gibt es einen neuen Chef, der kommt vom Mars-Konzern.
Er übernimmt ein Programm, mit dem SEB neue Produkte um ein Drittel schneller entwickeln will und auch dreimal so viel für Social Media ausgeben will.
Gleichzeitig sollen die Kosten bis Ende 2027 um 200 Millionen Euro pro Jahr sinken.
Das ist von der WMF.
Das ist von der WMF.
Wie lange?
Das ist WMF.
Genau.
Kessel?
Ja.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Morgen hören wir uns wieder mit einem neuen Deep Dive.
Wir hatten ja diese Woche einen Deal in den News, dass GE Healthcare die Firma SoFi Biosciences gekauft hat.
SoFi ist auf sogenannte Radiopharmaka spezialisiert.
Und über Radiopharmazie geht es dann auch bei uns morgen.
Noah hat gesprochen mit dem CEO von Eckart & Ziegler, Dr.
Harald Hasselmann.
Wie funktioniert das Business?
Wie sieht die Zukunft aus?
Das gibt es morgen von uns und ihr hört jetzt gleich noch einen kurzen Ausschnitt aus dem Interview.
Viel Spaß dabei und schönes Wochenende.
Tschüss!
Dann brauchen Sie die Anlagen, in denen Sie sicher arbeiten können.
Das sind auch bleiummantelte Arbeitsplätze, sogenannte heiße Zellen, Hot Cells.
Und da können Sie bei einer größeren Anlage auch wiederum schnell 10 Millionen investieren.
Das heißt, um eine Produktionsanlage aufzubauen.
sind sie schnell bei 20 Millionen und wenn sie dann da noch weiter inbesitzen, kann sich das schnell auch verdoppeln.
Es gibt radioaktive Vorsubstanzen, die sehr selten sind und schwierig zu bekommen sind.
Dazu zählt zum Beispiel Radium, Radium-226, ein sehr selten und sehr begrenzt zur Verfügung stehendes Radioisotop.
Davon haben wir ein paar Gramm bei uns im Haus, das ist gut und wichtig, ein Gramm.
Da sind sie schnell pro Gramm bei drei bis vier Millionen Einkaufspreis.
Und ein Gramm ist ja ein kleines Zuckerkorn.
Also es ist echt wenig.
