# Bond Yields Crush European Banks and Real Estate

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-08

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Renditeschock an den Anleihemärkten, den Absturz der Bankaktien in Europa und ein Milliardärs-Duell um die KI-Blase.
Im Thema des Tages erklären wir euch, warum Meda, Amazon und Alphabet euch die Finanzierung eures Eigenheims streitig machen und in der AAA-Idee wird es schmierig und klebrig und trotzdem renditereich.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Zschäpitz und Daniel Eckert aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Donnerstag, der 8.
Oktober und wir wünschen euch einen günstigen Start in den Tag.
Sind's?
Günstig ist gerade ungefähr so realistisch wie Öl unter 60 Dollar.
Gestern haben die Anleihenmärkte nochmal gezeigt, wer an der Börse derzeit das Sagen hat.
Und zwar weltweit.
Die 10-jährige US-Staatsanleihe, die redierte am Vormittag bei 5,35 Prozent.
So hoch wie seit 2002 nicht mehr.
Und die 30-Jährige, die lag in der Spitze sogar bei 5,73 Prozent.
Und in London, das ist ja auch immer ein Ort, wo man auf die Anleihenrenditen schaut, da gab es für die gleiche Laufzeit ja sogar kurze Zeit mehr als 6 Prozent.
Sowas hatten wir seit 28 Jahren nicht mehr.
Und Chabitz, ganz ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass ich sowas nochmal erleben würde.
Tja, britische Langläufer auf dem Niveau von 1998, das ist wirklich, ja.
Bemerkenswert.
Am Abend kam dann aber zumindest eine gewisse Atempause, weil Washington zehnjährige Staatspapiere für 39 Milliarden Dollar in so einer Auktion versteigert hat.
Und die Nachfrage, die war richtig stark.
Auf jeden angebotenen Dollar kamen Gebote über 2,77 Dollar.
Und im Schnitt der letzten zehn Auktionen waren es nur 2,52 Dollar.
Das heißt also, es gibt sie immerhin, die Käufer, die zugreifen, bei mehr als 5%.
Und die Rendite ging danach zurück auf 5,28%.
Das FED-Protokoll, das war dann übrigens auch weniger schlimm als befürchtet.
Alle 19 Notenbanker haben die Zinserhöhung im September mitgetragen.
Beim weiteren Kurs ist man sich aber uneins.
Der Markt preist jetzt bis Jahresende ungefähr noch einen Zinsschritt ein.
Aber in Europa kam diese Entspannung zu spät.
Da war schon Börsenschluss.
Der DAX verlor 1,4 Prozent auf 25.104 Punkte.
Der Eurostock sogar 1,5 Prozent.
Und am härtesten, und da müssen wir mal nach Italien schauen, erwischte es Mailand minus 2,5 Prozent.
Naja, Mailand.
Und das ist der Punkt, den viele übersehen.
Alle schauen gerade auf Frankreich.
Aber der stärkste Zinsanstieg, der kam gestern.
Aus Italien.
Der Aufschlag italienischer Staatsanleihen gegenüber Bundesanleihen, der sprang von 103 Punkten auf 115 Basispunkte nach oben.
Auweia!
Und wenn die Spreads steigen, wer leidet dann besonders?
Klar, die Banken.
Der europäische Bankenindex, der viel 3,3 Prozent, Unicredit verlor 4,2 Prozent, die deutsche Bank 4,9 und Societetion nachher sogar 5 Prozent.
Ja, bei den Franzosen ist das schon ein längerer Trend.
BNP Paribas, Société Générale und Agri-Toll, die haben seit Anfang September jeweils rund 7 Prozent verloren, der europäische Bankensektor nur knapp 2 Prozent.
Morgan Stanley beziffert den Bewertungsabschlag französischer Banken inzwischen auf 30 Prozent, so haben sie geschrieben.
Tja, und jetzt wird es bekannt, die Ausfallversicherungen für französische Großbanken sind mittlerweile teurer als die für die Deutsche Bank.
Das war lange anders.
Anfang September war das auch noch umgekehrt.
Früher konnten sich französische Konzerne sogar günstiger finanzieren als der Rest der Eurozone.
Und jetzt zahlen sie eben so einen, ja, Frankreich-Malus, würde ich mal sagen, oder Aufschlag.
Aber nochmal, für Panik wäre es jetzt im Falle Frankreichs zu früh.
Gemessen an der Bilanzsumme stecken bei französischen Banken nur rund 4 Prozent in Staatsanleihen.
In Italien, da sind es etwa 15 Prozent.
Und wo Verlierer sind, gibt es auch Profiteure, Händler, Sprachen von klassischen Krisenumschichtungen.
Gefragt waren Telekom Gesundheit und Nahrungsmittel.
Die Deutsche Telekom, also die T-Aktie, die legte 2,2 Prozent zu.
Zumindest da haben die Anlegenden also einen guten Schnitt gemacht.
Aber ganz anders gestern die Chipwerte.
Die werden von steigenden Zinsen doppelt in die Zange genommen.
Die Bewertungen sinken und gleichzeitig wird die KI-Ausrüstung teurer.
Infineon Technologies verlor da 5,8 Prozent.
STMicro 4,1 Prozent.
BI-Semikontaktor, die traf es noch heftiger.
Die Titel fielen nach einer Serie von Abstufungen sogar um 8,5 Prozent.
Und spannend waren die Autowerte.
Merz und Macron wollen gemeinsam das EU-Verbrennerverbot verschieben.
Da sehe ich Deutsche und Franzosen sind sie da einig, mal zur Abwechslung.
Und davon profitierten Renault plus 3,7 Prozent, VW plus 1,6 und Stellantis plus 1,4 Prozent.
Mercedes dagegen fiel nach schwachen Absatzzahlen um 2,1 Prozent.
Und noch zwei Personalien bei Fresenius Medical Care.
Da wird der Chef...
schon nächste Woche ausgetauscht, ohne jede Vorankündigung.
Das kam echt überraschend und das kam auch überhaupt nicht gut an am Markt.
Die Aktie sackte um 6,9 Prozent ab.
Puma dagegen verteuerte sich um 3,8 Prozent.
Endersports hat den Einstieg abgeschlossen und ist jetzt mit gut 29 Prozent größter Aktionär bei Puma.
Und in New York, da ging es ruhiger zu oder gesitteter, weil ja auch die Anleihenrenditen sich so ein bisschen dann beruhigt hatten.
Der S&P 500, der rutschte vom Rekordhoch, ja läppsche 0,2 Prozent, immer noch über 7800 Punkte.
Der Nasdaq 100, der verlor ebenfalls 0,2 Prozent.
Der ist schon etwas stärker, 0,7 und richtig leiden mussten abermals die Nebenwerte der Rüssel-Index, wie du ihn so schön nennst.
Der gab 1,3 Prozent nach.
Man kann sagen, das hat System.
Kleinere Firmen, die hängen ja stärker am Kredit.
Und der Rüssel-Index, der hat jetzt an 17 der vergangenen 20 Handelstage schlechter abgeschnitten als der Nestec 100.
Und was ich gestern auch herrlich fand, war das Milliardärs-Duell um die KI-Blase.
Da gibt es einmal Ray Dalio, ihr könnt euch vorstellen, was der sagt.
Sie sind nah an dem Punkt, an dem sie platzt, sagt er.
Denn enorm viel KI wird auf Pump finanziert und steigende Zinsen sind genau die Nadel, die so eine Blase sticht.
Da hätten wir den einen Milliardär, also der sagt, Blase platzen, puff demnächst.
Mike Novokratz hält dagegen, das sei die größte Blase unseres Lebens und genau deshalb sollte man dabei sein.
Blasen enden spektakulär, sagt er, und das hier, das sei noch nicht spektakulär genug.
Na dann, das ist immer das Problem, dass die Blase nicht vorher sagt, bevor sie platzt.
Das ist das Dumme an der Blase, wir haben das 2000 erlebt.
Beide haben auf jeden Fall einen Punkt.
SpaceX verhandelt gerade über 40 Milliarden Dollar Schulden, um Nvidia-Chips zu kaufen.
Du hast ja gestern diese schöne Idee gehabt, dass man, wenn man auf KI setzt, eigentlich nie wieder an niedrige Zinsen glauben kann, weil eben wirklich so viel Geld benötigt wird und Geld.
Wir haben auch im Thema des Tages, sprechen wir gleich drüber.
Naja, solange diese Welle an KI-Anleihen rollt, fällt es eben schwer zu glauben, dass eben die Renditen sinken.
Du hast es gestern ja gesagt.
Und die KI-Rallye treibt also genau die Zinsen, die ihr dann irgendwann gefährlich werden.
Das ist wirklich ein interessantes Phänomen.
Das ist wirklich ein Zirkelschluss mit Sprengkraft.
Und der Ölpreis, der hilft auch nicht gerade.
Nach neuen iranischen Angriffen in der Straße von Hormuz stieg Brent gestern zeitweise über 102 Dollar.
Und Gold, das verlor 1,4 Prozent auf so 4.100 Dollar.
Der Silberpreis, der ging sogar noch stärker runter.
Und auch der Preis des Bitcoin fiel um 2,5 Prozent auf 83.500 Dollar.
Die spüren alle.
Wie gesagt, dass verzinste Papiere Kapital anziehen wie ein Magnet.
Und ich ziehe dann mal die Termine hier an mich, beziehungsweise Teil mache ich und einen anderen Teil machst du.
Heute schauen wir wieder auf so eine Anleiheauktion in Zeiten, wo die Leute da sehr nervös sind, was Anleiherenditen anbetrifft.
Guckt man darauf und das US-Finanzministerium versteigert, das versteigert klingt immer so schön, 30-jährige Anleihen für 22 Milliarden Dollar.
Und das ist wirklich der eigentliche Härtetest fürs lange Ende.
Mal sehen, ob die auch genauso viel Nachfrage wiederfinden wie die 10-Jährigen gestern.
Das ist eine große Auktion.
Und dazu kommt dann das Protokoll der vergangenen EZB-Sitzung.
Spannend wird, ob die europäischen Notenbanker etwas zu den Spreads in Italien und Frankreich sagen.
Bei den Unternehmen legen PepsiCo und Tata Caldensee vor und auch Fast Retailing kommt mit Zahlen.
In Europa gibt es News von Tesco und von Südzucker.
Und von der Makroseite, da warten uns die deutschen Exportdaten für den August.
Das Thema des Tages.
trifft nicht irgendeine Anlageklasse, sondern ich würde mal sagen, die ehemalige Lieblingsanklasse der Deutschen, nämlich die Immobilie.
Und Grund sind die Zinsen, Baugeld ist so teuer wie seit 2008 nicht mehr.
Und auf der Exporial in München, da war der Kollege Fabritius, das ist so ein bisschen das große Klassentreffen der Immobilienbranche, da saßen dann die Chefs zusammen und mussten in Erinnerung schwelgen.
Und daran sah man schon, dass es schon bessere Zeiten gab.
Je später der Abend, desto größer war die Nostalgie.
So haben es die Kollegen von der Messe beschrieben.
Da erzählt man sich dann Geschichten von früher, als man für unter 1% Zinsen alles kaufen konnte, was auf den Markt kam.
Ach, das waren Zeiten.
Aber warum diese Zeiten so schnell nicht wiederkommen, das wollen wir euch heute im Thema des Tages erklären.
Unsere beiden Immobilienexperten Michael Fabrizios und Michael Höfling haben dazu recherchiert.
Und das Bild dazu ist ziemlich simpel.
Wer heute ein Reihenhaus finanzieren will, der steht in einer Schlange mit Mäder, Amazon, Alphabet, jetzt auch SpaceX, wie wir festgestellt haben, und auch mit dem Bundesfinanzminister.
Alle wollen Geld vom Kapitalmarkt.
Und wer hinten steht, und das sind halt die Immobilienkäufer, der zahlt drauf.
Und die Schlange?
Die ist wirklich verdammt lang.
Alphabet, Amazon, Meta, Microsoft und Oracle, die haben in diesem Jahr Anleihen im Volumen von mehr als 250 Milliarden Dollar begeben, um ihren KI-Ausbau zu finanzieren.
Der Bund, der kommt dann auch noch und der will rund 512 Milliarden Euro am Kapitalmarkt heben.
Das ist auch ein Rekord.
Und bei US-Staatsanleihen, da liegt das Volumen.
Allein im ersten Halbjahr.
bei umgerechnet 14 Billionen Euro.
14 Billionen?
Was?
Die müssen halt ihre Halbeverschuldung einmal rollen, weil sie so kurzfristig mittlerweile verschuldet sind.
Das ist halt der Nachteil, wenn nur noch kurzfristig verschuldet sind.
Naja, es ist ein Billionen mit B und das muss ich mir vorstellen, mehr Anleihen bedeuten natürlich auch höhere Renditen und zehnjährige Staatsanleihen.
Wir hatten es ja schon mit den 5,35 in der Spitze gestern und die zehnjährige Bundesanleihe, die hat sich sogar gestern so ein bisschen berappelt, während die anderen alle hochgingen.
Die stand bei knapp 3,5 Prozent.
Wenn wir mal gucken, vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar waren es noch 2,64 Prozent.
Fast ein ganzer Prozentpunkt in gut sieben Monaten.
Und hier kommt jetzt die Verbindung zu eurem Häuschen oder zu eurer Eigentumswohnung.
Die Banken refinanzieren ihre Immobilienkredite zum Teil über Pfandbriefe.
Und deren Renditen folgen den Renditen der Bundesanleihen.
Dazu hat die EZB im September zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen erhöht.
Übersetzt heißt das, Baugeld wird teurer.
Und zwar richtig teurer.
Laut FMH kostet ein Darlehen mit zehn Jahren Zinsbindung im Schnitt 4,5.
Ende März, da waren es noch 3,88 Prozent.
Und selbst auf dem Höhepunkt der Euro-Krise 2011 lag der Zins bei rund 4,3 Prozent.
Teurer war er zuletzt 2008.
Wir haben mal durchgerechnet, was das jetzt konkret für Immobilieninvestments heißt.
Jetzt wird es heftig.
Nehmen wir mal 400.000 Euro Kredit mit 3% Tilgung an.
Ende März hättet ihr dafür rund 2.293 Euro im Monat gezahlt.
Heute sind es rund 2.517 Euro.
Das sind also gut 220 Euro mehr jeden Monat.
Über zehn Jahre summiert sich das auf rund 21.500 Euro zusätzliche Zinsen.
Tja, man kann die Rechnung aber auch umdrehen.
Wer bei 2.000 Euro Monatsrate bleiben will, kann heute nur noch rund 318.000 Euro finanzieren.
Der Spielraum schrumpft also um 82.000 Euro.
Um genau diesen Betrag müssten Verkäufer von Immobilien jetzt den Preis senken, wenn sie denselben Käufer erreichen wollen.
Das heißt also?
Die Preise müssen runter.
Und warum du jetzt von Abräumen sprichst, das hat noch einen anderen, einen tieferen Grund.
Die Immobilie, die hat ihre Risikoprämie verloren.
Die B-Research rechnet vor, dass Neubauwohnungen netto typischerweise 2,5 bis 5,5 Prozent Mietrendite bringen.
Liquide Anleihen, die bieten mit relativ geringem Risiko bis zu 4,5 Prozent.
Die wirken, da haben wir es wieder jetzt wie ein Magnet für Kapital.
Denn bei der Anleihe, da habt ihr keine Baustopps, keine Lieferprobleme, keine Genehmigungsrisiken, auch keine...
Enteignungsdebatte und nervige Miete habt ihr auch nicht.
Ihr müsst wissen, die Profi-Investoren rechnen genauso.
Und auf der Exporial hieß es, wer Geld für Immobilienprojekte einsammeln wolle, der müsse zwei bis drei Prozentpunkte mehr bieten, als diese liquiden Anleihen.
Und das ist derzeit kaum zu schaffen, wenn man seine Mieter nicht durchschütteln will.
Das sieht man auch an den Zahlen.
JLL-Chef Konstantin Kortmann hat vorgerechnet, dass es im ersten Halbjahr Transaktionen über 24 Milliarden Euro gab.
Im dritten Quartal waren es nur noch gut 6 Milliarden.
Und ZEC-Chef Olaf Demuth, der hat einen Satz gesagt, der hängen bleibt.
0,2 Prozent mehr Zinsen bedeuten 30.000 weniger neu gebaute Wohnungen pro Jahr.
Das wäre dann bei dem einen Prozentpunkt, man kann es aber mal fünf rechnen, hat 150.000 weniger.
Das ist schon wirklich krass und das ist das Paradoxe daran, wir haben Wohnungsmangel und trotzdem wird weniger gebaut.
Die Genehmigungen steigen zwar seit 14 Monaten, bis Juli waren es 125.000, knapp 12 Prozent mehr als im Vorjahr.
Aber das reicht hinten und vorne nicht.
Und Francesco Fedele von BF Direkt sagt, vor allem Grundstücke müssten noch einmal im Wert sinken.
Erst dann würden sich neue Projekte wieder rechnen.
Und was ist mit denen, die schon finanziert sind?
Da gibt es jetzt erst einmal Entwarnung.
Wer 2016 für 1,5 Prozent abgeschlossen hat, der zahlt zwar jetzt mehr als 4 Prozent, aber nach zehn Jahren Tilgung ist die Restschuld deutlich kleiner und die Einkommen, die sind gestiegen.
Die Rate muss deshalb nicht im selben Maß steigen.
Spannender wird es aber ab 2027.
Dann laufen verstärkt die 15-jährige Kredite aus der späten Niedrigzinsphase aus.
Und auf Entlastung sollte wirklich niemand setzen.
Max Herbst von FMH sieht in den nächsten Jahren keine 3 mehr vor den Bauzinsen.
Er wäre da eine 5 vor dem Komma zum Standard.
Was heißt das jetzt für euer Depot?
Erstens sind Anleihen zurück als echte Alternative mit Zinsen ohne Baustellenrisiko und das andere Gedöns.
Zweitens hat jeder, der kaufen will, zwei Hebel.
Zwischen 60 und 90 Prozent Beleihung liegen rund 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte Zinsaufschlag.
Mehr Eigenkapital zahlt sich also aus.
Und eine zehnjährige Bindung war zuletzt sogar günstiger als eine fünfjährige.
Sollte man vielleicht etwas länger sich binden und nicht auf kurzfristig sinkende Zinsen wetten.
Aber man kann auch eine Chance sehen.
Wenn die Preise runter müssen, wird das für Leute mit viel Eigenkapital über kurz oder lang möglicherweise ein Käufermarkt.
Und das Eigenheim, das liegt länger im Regal.
Und wer Geduld mitbringt, der kann dann verhandeln.
Unser Fazit.
Das Betongold, das war vor allen Dingen ein Zinsgeschäft.
Und dieses Geschäft ist vorbei.
Die Immobilie muss sich jetzt gegen Anleihen behaupten, die mit wenig Risiko bis zu 4,5 Prozent einbringen.
Für euch bedeutet das, rechnet jede Immobilie mit mindestens 4,5 Prozent Zins durch und vergleicht die Rendite mit dem, was euch eine Bundesanleihe heute ohne jedes Baurisiko bringt.
Am kommenden Samstag bekommt ihr hier in der Samstagsfolge meine Masterclass vom Summit als Mitschnitt zu hören.
Aber schon heute gibt es in der AAA-Idee gewissermaßen einen kleinen Vorgeschmack.
Genau, und du hast dich ja in der Masterclass dieses Mal mit Dividendenwerten beschäftigt, die seit besonders langer Zeit ununterbrochen Dividenden zahlen.
Mit Dividendenaristokraten oder Königen.
Ja.
Und zwei spannende Werte, die haben es dann nicht mehr in die Präsentation geschafft aus Zeitgründen.
Das sind gewissermaßen Outtakes und die wollen wir euch heute vorstellen.
Schon mal vorweg, um euch ein bisschen darauf vorzubereiten.
In der EEE-E-D wird es heute schmierig und klebrig.
Klingt erstmal nicht sonderlich attraktiv.
Nun stellen die Produkte her, über die kaum jemand nachdenkt, die aber in der modernen Wirtschaft nahezu unverzichtbar sind.
Und gerade diese unscheinbaren Weltmarktführer liefern Anlegern oft erstaunlich verlässliche Renditen.
Und deshalb schauen wir heute auf zwei Qualitätsunternehmen, die sich über Jahrzehnte starke Marktpositionen erarbeitet haben.
Genau, das sind keine Story-Aktien, sondern klassische Cashflow-Maschinen.
Die erste Aktie, die kommt sogar aus Deutschland.
Überraschung, das ist nämlich Fuchs aus Mannheim.
Das Unternehmen ist der größte unabhängige Schmierstoffhersteller der Welt und setzte 2025 rund 3,7 Milliarden Euro um.
Ob Automobilindustrie, Maschinenbau, Bergbau oder Windkraft, überall laufen Anlagen mit Spezialschmierstoffen von Fuchs.
Das klingt jetzt unspektakulär, ist aber ein robustes Geschäft.
Und da reden wir über Schmierstoffe nicht so von der Tanke, sondern hochspezialisierte Lösungen für tausende industrielle Anwendungen.
Und je spezieller das Produkt, desto kleiner wird der Wettbewerb.
Der ökonomische Bohrkram liegt nämlich darin, dass Schmierstoffe für die Kunden meist nur einen Bruchteil der Gesamtkosten ausmachen.
Aber wenn was schief läuft, dann kann eine Maschine ausfallen und die Kosten sind plötzlich enorm.
Und deshalb experimentiert kaum ein Industriebetrieb freiwillig mit billigeren Alternativen.
Und das verschafft Fuchs eine beachtliche Preismacht.
Und genau diese Geschäftsmodelle, die sind an der Börse oft wertvoller, als viele Anleger denken.
Das zeigt sich bei der Dividende.
Fuchs hat die Ausschüttung inzwischen 24 Jahre in Folge erhöht und nähert sich damit dem Status dieser magischen Marke eines Dividenden-Aristokraten.
Aktuell liegt die Rendite bei 3%.
Besonders bemerkenswert finde ich, dass das Unternehmen diese Serie auch durch sehr unterschiedliche Konjunkturphasen hindurch verteidigen konnte.
Natürlich das Geschäft nicht völlig immun gegen wirtschaftliche Abschwünge, auch nicht gegen die Schwäche der deutschen Industrie.
Aber die Historie zeigt, dass Fuchs selbst in schwierigen Jahren zuverlässig Geld verdient und die Aktionäre daran beteiligt.
Und damit kommen wir zu unserem zweiten Kandidaten und der kommt aus den USA und heißt Avery Dennison.
Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei selbst.
Klebeetiketten und hat sich gleichzeitig eine starke Position bei RFID-Technologien aufgebaut.
2025 hat Avery Dennison knapp 8,9 Milliarden Dollar umgesetzt und das mit 35.000 Mitarbeitern in 50 Ländern.
RFID-Chips helfen Händlern, Logistikern und Herstellern dabei, Waren in Echtzeit zu verfolgen und das macht Lieferketten effizienter.
Und Avery profitiert damit nicht nur vom klassischen Etikettengeschäft, sondern auch von der Digitalisierung der Warenströme.
Und das ist für mich der interessante Punkt.
Viele hören dazu erst die Kettenhersteller und denken da an ein Low-Tech-Unternehmen.
Tatsächlich steckt aber bei Avery dahinter ein Konzern, der von E-Commerce, Automatisierung und intelligenten Lieferketten profitiert.
Wenn Händler ihre Lager digitalisieren wollen, sind...
RFID-Lösung häufig der entscheidende Baustein, das ist also Hightech.
Und dadurch entsteht ein struktureller Wachstumstreiber, der weit über das traditionelle Klebeetikett hinausgeht.
Doch Dividendenanleger kommen auf ihre Kosten.
Avery Dennison hat die Ausschüttung inzwischen 15 Jahre in Folge erhöht und verbindet damit eine solide Dividendenhistorie mit einer Wachstumsperspektive.
Und die laufende Rendite liegt derzeit bei rund 2,5 Prozent.
Das Unternehmen schüttet die freie Liquidität nicht nur an Aktionäre aus, sondern investiert gleichzeitig in neue Technologien.
Und dadurch entsteht die seltene Mischung aus Dividendenwert.
und qualitativen Wachstum, wobei von Kurswachstum in den vergangenen fünf Jahren nicht viel zu erkennen war.
Und wenn wir jetzt diese beiden Aktien miteinander vergleichen, dann fällt vor allen Dingen eine Gemeinsamkeit auf, dass wir in der Sommerfeld und du die DNA nennen.
Beide dominieren eine Nische, beide verkaufen Produkte, die für die Kunden unverzichtbar sind und beide produzieren seit Jahrzehnten verlässlich Cashflow.
Das war alles Wacktzen.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Million Triple A, also a entwählt die oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und Lora hat geschrieben, an dich, mein lieber Eckhardt.
Das war so ein bisschen so ein Liebesbrief.
Und dann schrieb sie auch, so weit zu Liebe und dann gleich in Mildias Rees.
Das ging bei ihr schnell, kurzes Vorspiel.
Und dann schrieb sie, ich habe meinen beiden Söhnen diese beiden ETFs empfohlen.
One Egg Morningstar Dividend und One Egg Semiconductor.
Mal so zu Beginn, als Ausgleich für Logis und Kost.
Was ist deine Expertise hierzu, mein lieber Eckhard?
Meine Expertise dazu, also die Kombination, die finde ich grundsätzlich nicht unplausibel.
Der VanEck Morningstar developed Markets Dividend Leaders, der setzt auf etablierte Dividendenzahler und bringt etwas Stabilität und laufende Ausschüttungen ins Depot, während der VanEck, Semicontakte ETF, gezielt auf eine der wichtigsten Wachstumsstätten Trends unserer Zeit setzt.
Und gerade für junge Anleger mit langem Anlagehorizont kann die Mischung aus solider Kost und einem Wachstumsbaustein Sinn machen und funktionieren.
Wichtig ist nur, dass die beiden EDFs nicht das gesamte Depot bilden und nicht alleine bleiben, sondern später auch noch mit einem breit gestreuten Welt ETF ergänzt werden.
Vielleicht dann auch irgendwann mal ersetzt werden.
Denn langfristig ist ja diese breite Streuung der beste und zuverlässigste Freund, den wir als Anleger haben.
Das ist schön gesagt.
Soll ich dir was sagen, wie der Sommerfeld und ich das nennen würden?
Die Handelsstrategie.
Auf der einen Seite das Stabil und auf der anderen Seite das etwas Freakige.
Stimmt.
Nennt ihr immer so.
Und dann haben wir noch Anne.
Die hat mir geschrieben.
Jetzt keine Liebeserklärung, leider nicht.
Und sie wollte halt wirklich wissen, was ich denn mit meinem dreifach gehebelten Nasdaq ETF oder meinem doppelt gehebelten Amundi MSCI World mache und was das für eine Strategie wäre.
Ich sage ganz ehrlich, es ist...
Kein Basis-Investment.
Da sage ich nochmal, ich mache das als Sparplan.
Viele würden sagen, das kannst du nicht als Sparplan machen, das ist doch nur eine taktische Geschichte.
Ich mache das als Sparplan.
Und den Nasdaq dreifach gehebelt, der wird viermal im Monat bespart mit kleinen Summen, damit man da wirklich den Cost-Average-Effekt so richtig hinbekommt, weil es so stark schwankt.
Und wenn man sich aber die Sharpe-Ratio anguckt, die ist wesentlich.
niedriger vom dreifach gehebelten oder vom doppelten gehebelten als vom Original.
Das heißt, man erwirtschaftet nicht entsprechend dem Risiko die Rendite auch.
Also das muss man wirklich sagen, weil natürlich dreifach gehebelt nach unten stärker hebelt als nach oben.
Also ihr kennt das Fahrtabhängigkeit, nennt man das.
Insofern ist es halt ein bisschen was Freakiges dazu, was am Ende das dreifache nicht gebracht hat an Rendite, sondern wenn man den guckt, seit 2014 gibt es den 37,7 versus 20 Prozent für den Ungehebelten.
Und beim Amundi MSCI World, der feiert jetzt gerade Einjähriges und der hat gemacht 28,2 versus 19,4 für den Normalen.
Und ihr seht, man kriegt nicht das Doppelte, bis zu nicht das Dreifache, aber das Risiko ist halt so.
Und dann wollte Katrin aus Chemnitz noch eine Einsteiger-Episode wissen von Deffner und Schäfitz.
Das ist ja bei uns immer die zweite Folge im neuen Jahr.
Die wird man den Einsteiger.
Das wäre also das letzte Mal 4, 6, 7 die Folge.
Das hieß, die krasse Macht Zinseszins schon mit 21 Euro Vermögen schaffen.
Und da würden wir jetzt vielleicht als einzige Neuigkeit noch dazu bringen.
Das gibt ja seitdem den Vanguard FUZI Global All Cap für sieben Basispunkte.
Da kann man die ganze Welt für sieben Basispunkte abwählen.
Aber ansonsten ist die Folge noch aktuell.
So, jetzt wisst ihr Basis Investments und alles andere.
Und wenn ihr noch mehr wissen wollt, dann kannst du noch heißen.
Abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
