# Market Resilience Amid Rising Rates and AI Concentration

**Podcast:** Leben mit Aktien | Der Podcast für Anleger mit Weitblick
**Published:** 2026-10-07

## Transcript

Bevor es losgeht, dieser Podcast ist keine Anlageberatung, sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung.
Die Hosts oder der Verlag übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die sie aufgrund der im Podcast gehörten Informationen treffen.
Leben mit Aktien – ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche mit Christian Wirröl und Horst von Butler.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben mit Aktien, dem Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Ich bin wieder im Studio und immer noch Horst von Butler.
Und ich bin Christian W.
Röhl und wundere mich, dass du, liebes Feierbeast, nach den ganzen Feierlichkeiten zum 100.
Geburtstag der Wirtschaftswoche noch so gut bei Stimme bist.
Denn unser Live-Podcast letzte Woche, das war ja nur der Auftakt dieser Jubiläumswoche.
Ja, es gibt auch diese schönen Revoice-Tabletten da, die man sich einwerfen kann, wenn man viel feiert, was ja...
teilweise dann auch mit dem einen oder anderen Gläschen verbunden ist.
Nein, es war eine fantastische Jubiläumswoche.
Wir haben selbst in der Redaktion ein bisschen mit Pizza und Bier am Mittwoch sozusagen reingefeiert für das Geburtstagskind, was ja am 1.
Oktober dann 100 Jahre alt geworden ist.
Und dann hatten wir den großen Abonnentenabend mit 250 Abonnenten, die da waren.
Das war wirklich großartig.
So viel Zugewandtheit und Zuneigung hat man da gespürt.
Wirklich von jung bis alt.
Die sind mehrere Stunden gefahren nach Düsseldorf.
Und wir haben...
einen tollen Abend gehabt mit Panels-Diskussionen.
Unser Digitalchef Martin Dovideit ist ins Archiv gegangen und hat Aussagen von unserem Gründer Gustav Stolpe rausgekramt und hat dann ein KI-Interview, also hat ein Bild von ihm animiert und hat dann ein Interview mit ihm auf der Bühne geführt.
Wir haben ein Unternehmergespräch gehabt und vor allem einen großen Deep Dive hinter die Kulissen in so vier großen Workshops.
Wie arbeitet die Wirtschaftswoche mit Satellitenbildern zum Beispiel?
Wie entsteht ein Cover?
Wie arbeitet unser Investigativteam?
Haben wir anhand des VW-Dossiers, was wir bekommen haben?
Und in jedem Workshop saßen dann so 40 bis 50 Leser.
Und dieses Interesse an der journalistischen Arbeit ist riesig.
Aber auch dieses Vertrauen in die Vivo, dass man sagt, ihr seid eine unverzichtbare Stimme.
Und das ist ja auch schon ein bisschen diese Abkürzung.
Also Vivo, das ist ja so ein Spitznamen.
Wir sind die einzige Medienmarke, die so einen liebevollen Spitznamen hat.
Also es gibt zwar auch so MM und HB und FATS, aber das klingt ja alles sehr viel härter.
Wir sind wirklich Vivo.
Das klingt so ein bisschen süß, vertraut.
Ja, eine Vertrautheit.
Und das haben uns die Leser auch gespiegelt.
Ein hohes Vertrauen.
Wir sind deren Begleiter.
Und wir sind einfach für...
deren Alltag unverwechselbar und unverzichtbar.
Das hat uns natürlich gefreut.
Also es war eine super Jubiläumswoche.
Danke auch nochmal für deinen Anteil daran an dem Montag.
Da im Ritz Karten in Berlin, also in dieser Babylon Berlin Bar, das war einfach schon ein besonderes Erlebnis.
Und vielleicht gelingt es uns ja, lieber Christian, das nächste Jahr mal zu wiederholen, dass wir so auch ein bisschen durch die Städte...
tingeln, so in ganz besonderen Orten, ob das nun irgendwo auf einem Frankfurter Bankenturm ist oder in einem Zigarrenclub irgendwo in einer Stadt, mir ist es egal, mir hat es Spaß gemacht.
Also wenn unsere Hörerinnen und Hörer da entsprechende Ideen haben, sowohl was das Setting angeht, als auch was Inhalte für besondere Folgen angeht, die dann halt weniger an der Tagesaktualität gebunden sind, dann würde mich das sehr freuen.
Also ich bin auf jeden Fall bereit dazu und mir hat das auch riesig Spaß gemacht, mal wirklich 100 Jahre in der Geschichte herumzuwählen.
Wir sind ja beides Menschen mit großem historischem Interesse.
Und es gibt ja diesen Spruch, Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.
Und da haben wir ja doch eine ganze Reihe möglicher.
Parallelen entdeckt.
Bis hin zum Gewerkschaftsboss, der damals Insider-Informationen an der Börse verwendet hat.
Heute haben wir halt einen amerikanischen Präsidenten, der das ganz ungeniert tut.
Der macht das ganz ungeniert.
Also es tut einem gar nicht mehr irgendwie leid oder weh.
Man muss es gar nicht mehr verstecken.
Man macht das einfach offen, die Deals.
Das ist schamlos, was die Trump-Familie da macht.
Aber nochmal zu der Geschichte.
Dieses Storytelling aus der Geschichte macht ja Spaß, weil man wirklich auch nochmal Muster lernt, das Wiederholen.
Also Menschen und Muster, auch das reint sich, dass man immer die gleichen Fehler wieder macht.
Also dieses Aus-der-Geschichte-Lernen ist, glaube ich, ganz wichtig.
Und liebe Hörerinnen und liebe Hörer, wir mussten ja leider kürzen.
Wir hatten so viel Stoff für über zwei Stunden.
Da war Christian ganz traurig.
Der kommt da böse auf uns.
Der kommt wieder.
Ich bin dann sofort in so einem Journalistenreflex.
Also ich kann dann sehr hart...
Ich habe mal gelernt, irgendwie kill your darlings.
Und da musste ich natürlich ganz viel rausschmeißen.
Wir haben so viel Stoff.
Also wir werden irgendwie, we'll be back.
Ja, eins war übrigens auch interessant.
Sehr viele Unternehmen, über die wir gesprochen haben, existieren immer noch.
Und sind noch immer stilbildend für die deutsche Börse.
Und immer noch global aufgestellt.
Beispielsweise in der Siemens, beispielsweise die Autos.
Und gleichzeitig merkt man dann, es ist wirklich nicht allzu viel Neues hinzugekommen, zumindest nicht in der Top-Liga.
Manches ist dramatisch verschwunden.
Wir haben ja mit Mannesmann dann geendet.
Manches ist aufgekauft worden.
Aber natürlich, der Kern Deutsche Bank, Siemens, BASF existiert immer noch.
Worüber wir nicht gesprochen haben, ist tatsächlich SAP.
Das ist ja das berühmte Beispiel, das letzte große Tech-Unternehmen.
Liegt natürlich auch daran, dass die Tech-Hoffnungen, die wir haben, die sind alle noch nicht an der Börse.
Also es gibt ja einige Union-Dekacorns, aber so ein Celones oder so geht ja nicht an die Börse.
Vielleicht geht man Isar Aerospace an die Börse.
Wir wissen es nicht.
Irgendwie...
Es wäre ja immer schön, wenn wir so einen spektakulären Börsengang hätten, wo wir so ein bisschen mit einem Arm jubeln könnten, so wie wir bei SpaceX das gemacht haben oder vielleicht künftig bei Anthropic.
Und wenn sie es dann auch an die Börse schaffen, dann am besten in Deutschland.
Und das wird nur möglich sein, wenn wir hier in Deutschland auch ein Investoren- und Investitionsfreundliches kriegen.
Aber die Börse ist doch böse.
Nein.
Nein, das sage ich nicht.
Ich habe das gerade paraphrasiert, was viele denken, dass die Börse böse ist.
Ich glaube, immer mehr Menschen sehen einfach, dass Börse nicht böse ist, sondern dass Börse ein Marktplatz für Anteile an realen Unternehmen ist.
Und je mehr Menschen auch dann beispielsweise durch das Altersvorsorgedepot am Kapitalmarkt aktiv sind, umso mehr Menschen werden sich auch dieser Rhetorik hoffentlich widersetzen.
Apropos Altersvorsorgedepot.
Wie ist eigentlich so die Resonanz?
Es gibt ja eine unheimliche Werbetrommel, die Anbieter überbieten sich ja mit Konditionen.
Full Disclaimer, ihr seid ja auch dabei, also mit Scalable.
Aber wie ist die Resonanz?
Sind die Deutschen so ein bisschen noch schläfrig?
Nicht mit Überbieten, sondern mit Unterbieten.
Also sie überbieten sich mit unseren Konditionen.
Wir sind extrem überrascht von der Resonanz, sehr positiv überrascht.
Das ist ein Wow-Thema.
Ich muss sagen, ich habe letzte Woche auf einer Veranstaltung im Publikum die Frage gehabt, wer wird das Altersvorsorge-Depot machen?
Wer hat sich noch gar nicht beschäftigt damit?
Und obwohl es ein wirklich finanzaffines Publikum war, Waren da 30 Prozent eher in dem Modus, nee, mache ich nicht oder habe ich mich noch nicht beschäftigt?
Und da gibt es also insgesamt noch eine Menge zu tun, vor allem wenn wir auf die breite Bevölkerung schauen.
Aber das Schöne ist ja, das Altersvorsorge-Depot ist ja jetzt nichts, was ein digitales Ding ist, wo man entweder am 01.01.2027 eingezahlt haben muss und dann ist das Ding weg, sondern ab 01.01.2027 ist es überhaupt möglich und dann kann man ja auch das ganze Jahr über einzahlen zu Notende 2027.
auf einmal und auch dann kriegt man noch die volle, diesen Betrag entsprechende Förderung.
Als ich gesagt habe, ich hätte gerne so eine Art Verifox, also so einen automatischen Wechselservice, hast du da die Reaktion im Publikum gesehen?
Da hat man sofort gemerkt, die Menschen mögen keine Komplexität.
Also sie hätten am liebsten jemanden, ich weiß, das geht nicht, weil jeder Vertrag...
Doch, wir machen einen Wechsel, einen kostenlösen Wechselservice für Riester-Verträge und Winterreifen.
Und Winterreifen wohl nicht, weil das wäre dann wahrscheinlich das, was ich machen müsste, aber du möchtest nicht, das ist ein Reifenwechsel.
Lassen Sie, Christian, niemals an irgendein Auto, man darf dich eigentlich an gar nichts, was repariert werden muss, irgendwie ranlassen, außer es ist ein Depot, was neu aufgestellt werden muss.
Da würde ich dich immer ranlassen.
Kaum ist er 100 geworden, ja?
Bescht er hier wieder.
Also, zum Altersvorsorger-Depot nochmal.
Nein, es ist sehr spannend.
Ich vermute da so manche Trägheit.
Ich habe gerade mein Urban Sports-Abo.
und habe jetzt gemerkt nach einem Jahr, wie wenig ich das genutzt habe.
Es lohnt sich eigentlich gar nicht.
Die Muse KI wird demnächst vielleicht dafür sorgen, dass du das einfach früher machst, wenn du Meta, Muse, diesen kleinen Tamagotchi, Zugriff auf alle Daten gibst.
Deswegen sind ja beispielsweise Aktien von Fitnessketten wie Planet Fitness, direkt nachdem das vorgestellt wurde, gleich mal runtergegangen, weil man so diese ganzen Schlaf-Abos vielleicht damit dann vermeiden kann.
Und?
Die Frage ist ja da auch, wer macht eigentlich das Geschäft, wenn Muse, also dieser Agent von Meta, künftig für uns shoppt?
Also wer macht das Geschäft, wo, auf welcher Plattform und wer kriegt welchen Anteil?
Das wird ja eine riesige Frage werden.
Es ist ja nicht so, dass Muse das aus altruistischen Gründen macht.
Also ich liebe ja shoppen und ich lasse sicherlich nicht Muse für mich shoppen.
Das mache ich selber, aber damit sind wir schon bei einem Thema, was wir heute in der Folge haben, nämlich shoppen.
Wir haben die vierte.
mittlerweile der Warenhauskette Galeria gehabt.
Das ist echt vier Pleiten in sechs Jahren.
Das ist ein trauriger Rekord.
Wenn es zurückrecht ist bis Arcandor, gibt es ja noch Vorläuferpleiten.
Das könnten wir auch schon mal wieder nachzeichnen.
Tun wir aber heute nicht.
Aber es ist ein Rekord mit Ansage.
Melanie Bergermann hatte in der Wirtschaftswoche häufiger darüber geschrieben.
Aber es gibt durchaus Beispiele, wie man mit stationärem Handel auch Geld verdienen kann.
Die sind an der Börse, die gucken wir uns an.
Außerdem das Thema private Konsumneidung.
Tja, und trotzdem laufen die Aktienmärkte.
Und das...
werden wir mal erklären, warum das so ist und was diese symbolischen 5% eigentlich bedeuten und ob das überhaupt das Ende der Fahnenstange ist.
Legen wir los.
Christian, wir haben ja schon vor einigen Wochen über diese psychologisch wichtige 5%-Marke gesprochen bei den zehnjährigen US-Treasuries.
Ob das vielleicht auch so ein Kipppunkt ist für Aktienmärkte, dass Menschen dann so nachdenken, Mensch, 5% sicher, das ist der berühmte nicht nur Spatz in der Hand, sondern das nehme ich mir mal mit und investiere dann weniger in die Aktienmärkte.
Tja, und jetzt sind es 5,3 Prozent, aber es ist noch nicht gekippt.
Nee, es ist noch nicht gekippt und wir sollten auch noch mal Revue passieren lassen, wie sich die Zinsen wirklich entwickelt haben.
Ende Februar, am Vorabend des Irankriegs übrigens, da stand die Rendite sogar mit einer 3 vor dem Komma da.
Das heißt also wirklich Koinzidenz, Kausalität, Korrelation mit dem Irankrieg, lassen wir jetzt mal außen vor.
Aber seitdem...
Fast 150 Basispunkte plus bei den 10-jährigen US-Anleihen.
Dazu sind ja nicht nur die langfristigen Zinsen gestiegen, sondern auch die kurzfristigen Raten.
Die zweijährigen US-Renditen im Jahresverlauf von 3,4 rauf auf 4,8.
Und auch hier in Deutschland Bundesanleihen am kurzen Ende von 2 auf 3 Prozent nach oben.
Und wir hatten ja schon vor drei Wochen ausführlich erklärt, was dieser Zinsanstieg ist.
Genau.
Höhere Kosten für die öffentliche Hand.
Die Staaten machen Schulden, Länder machen Schulden, Kommunen machen Schulden und sie müssen mehr aufbringen, um diese Schulden zu finanzieren.
Aber auch wenn ich privat ein Haus bauen möchte zum Beispiel, werden die Hypothekenzinsen teuer oder wenn ich neu finanzieren muss, das wird natürlich auf die Neubauaktivitäten, die Baukosten sich durchschlagen, auch auf die Immobilienpreise.
Und Christian, wenn du shoppen gehst und deine Kreditkartenkarte nicht sofort begleichst oder einen Konsumentenkredit hast, Auch das wird natürlich teuer.
Ich habe übrigens letztens festgestellt, dass ich gar keine Kreditkarte mehr hatte, weil ich hatte immer die von der Lufthansa, Miles & More von der DKB, aber ich habe die nie genutzt.
Die ist irgendwie im April ausgelaufen, aber ich habe das nie gebraucht.
Ich mache das immer alles hier mit meiner App.
Das ist eine Mastercard irgendwie.
Ich glaube, das ist dann eine Debitkarte.
Es funktionierte immer und irgendwann wollte ich auf Mallorca einen Mietwagen haben, da hieß es Kreditkarte.
Aber es ist ganz lustig, es gibt zwei große Kreditkarten, einmal die von Amazon.
und dann die von Miles & More.
Und die von Miles & More sind jetzt bei der Deutschen Bank.
Aber das ist ein großes, relevantes Geschäft.
Also ich werde eine Kreditkarte dir mitbringen, damit du weiter shoppen kannst.
Ich habe mir tatsächlich eine geholt, aber ich zahle das immer direkt.
Aber nicht nur für dich wird es teuer, sondern für die Unternehmen auch.
Ja, natürlich.
Für die Unternehmen wird es auch teuer.
Auch die haben höhere Zinsausgaben, wenn sie jetzt Schulden refinanzieren müssen.
Wobei man sagen muss, da hatte Thorsten Slöck von Apollo Global Management letztens einen ganz interessanten Chart, dass die amerikanischen Großunternehmen Insbesondere die Gunst der Niedrigzinsphase wesentlich besser genutzt haben, als der amerikanische Staat und auch der deutsche Staat sich also längerfristig verschuldet haben.
Das geht insbesondere auch da wieder für die Tech-Unternehmen gut.
Die müssen aber jetzt halt auch nachladen und damit wird auch der KI-Ausbau teurer.
Und in der Theorie ganz klar geringere Aktienbewertungen bei höheren Zinsen, denn die künftigen Gewinne müssen ja mit einem höheren Faktor abgezinst werden.
Eigentlich ein düsteres Bild also, aber auf den ersten Blick zeigt sich der Aktienmarkt sehr robust.
Der MSCI All Country World ETF hat nicht nur vergangene Woche ein Allzeithoch erreicht, sondern seit Ende Februar, also seit diesem Jahrestiefstand der Renditen per Salto mehr als 15 Prozent zugelegt.
Also seit Anfang September, während die Zinsen nochmal so richtig nach oben abgeknickt sind, ging es um mehr als zwei Prozent auf.
Christian, was ist da los?
Erklär es uns.
Ja, also man könnte jetzt sagen, okay, also Zinsen, alles doch nicht so wild.
Aber Vorsicht, denn diese vermeintliche Resilienz, um mal dieses Wort wieder zu benutzen, diese Resilienz des Weltportfolios, des in Euro denominierten Welt-ETFs, die resultiert aus drei Faktoren.
Und da sind wir erstens beim festen Dollar oder von mir aus auch beim schwachen Euro.
Wir haben ja die Volkswirte, die seit Jahren vom Ende der Dollar-Dominanz orakeln, aber gleichzeitig locken eben die hohen Zinsen internationales Kapital in die USA an.
Gleichzeitig natürlich auch der KI-Boom dazu.
Wird die US-Wirtschaft nach wie vor ungleich robuster als die Eurozone?
Auch wegen der politischen Situation zu Frankreich kommen wir gleich noch.
Und allein seit Anfang September hat der Dollar zum Euro mehr als 4% gewonnen.
Und das heißt natürlich, dass die im Weltportfolio mit zwei Drittel gewichteten US-Aktien also einfach mal 4% Ceteris Paribus mehr wert sind.
Und natürlich auch die US-Division.
die Denden in Euro jetzt viel mehr Spaß machen.
Gleichwohl, wir haben da oft darauf hingewiesen, wir müssen Währungseffekte immer ganzheitlich sehen.
Und die Stärke des Dollar hat natürlich auch eine Schattenseite.
Denn die Übersehumsätze der US-Konzerne sind in der Dollarbilanz damit weniger wert.
Und wenn der Dollar dieses Niveau hält, da können wir uns also jetzt schon darauf gefasst machen, dass wir dann in den Quartalsberichten wieder lesen dürfen.
negative Währungseffekte.
Das ist so eines dieser berühmten Umstände, auf die man dann vielleicht auch mal eine andere Performance schieben kann.
Bereinigt um Währung, ja, bereinigt um Sonderfaktoren.
Aber wir wissen halt, irgendwas ist immer.
Bereinigt um den Unbild der Welt.
Ein zweiter Grund ist der feste Yen.
Wir haben viel über Japan gesprochen.
Japan hat ja ein Thema.
Auf diese Verschuldung hat man ja jahrelang nicht so geschaut.
Nun hat sich auch in Japan die Lager gedreht.
Die Japaner müssen auch mehr Geld für ihre Schulden aufwenden.
Und Japan ist mit einem Gewicht von über 5 Prozent das zweitwichtigste Land im MSCI All-Country-World.
Und auch der lange, schwindsüchtige Yen hat unter dem Eindruck der hohen Renditen nach oben gedreht und seit Anfang September 4 Prozent zugelegt.
Und diese Währungseffekte kann man auch sehen.
Ja, also wie stark sie dann wirklich auf Indexbasis sind, das kann man sich angucken, wenn man auf die Website von MSCI geht und sich da diesen MSCI All Country World mal in Lokalwährung anschaut.
Der ist nicht handelbar, aber es ist interessant zu sehen.
Und dieser Index in Lokalwährung, der nur die Aktienkurse misst, der hat seit Anfang September eben nicht zugelegt, sondern per Saldo sogar leicht verloren.
Das ist also wirklich eine Lücke, je nachdem aus welcher Perspektive du schaust von um die zweieinhalb bis dreieinhalb Prozentpunkten.
Und jetzt kommt ein Begriff, den du nach Resilienz genauso gerne sagst.
Ja.
KI-Narrativ.
Ja, das ist es halt.
Dass der Weltindex irgendwie so stabil im Markt liegt, das ist eben den KI-Highflyern zu verdanken.
Man kann das auch noch präzisieren.
Das hat jetzt momentan nichts mit Hyperscalern zu tun, sondern im Wesentlichen geht es da um die Chip-Aktien sowie um Meta-Plattforms.
Da hat eben diese Fantasie rund um die Muse-KI und dieses AI-Device seit Anfang September für mehr als 25% Kursplus gesorgt.
Alles, wo keine KI drin ist, das sieht halt wirklich mau aus.
Der DAX hat seit Anfang September 3% verloren, der panneuropäische Stock 600 ebenfalls.
Und selbst in den USA müssen wir halt feststellen, der Börse fehlt die Breite.
Also wenn man diese Sektorindizes auf gleichgewichteter Basis anschaut, also nicht verzerrt durch die Megacaps.
dann ist seit Anfang September nur der IT-Sektor im Plus, während alle anderen Branchen Verluste von bis zu 8% verzeichnen.
Das ist natürlich angeführt von Konsum, Immobilien und Finanzwerten.
Immobilien ist klar wegen der Zinsbelastung.
Und Finanzwerte, naja, die sollten eigentlich von den steigenden Zinsen profitieren.
Aber es ist eben die Angst, dass steigende Zinsen dann doch zu Kreditausfällen führen.
Und die ist momentan größer.
als die Fantasie aus der Zinsmarsche.
Diese massive Konzentration, dieses Klumpenrisiko, hatten wir ja auch immer wieder hier diskutiert.
Die Frage ist bloß, wenn man das immer thematisiert und du sagst, es sind jetzt eigentlich nur noch ein Sektor, der das nach oben zieht, du hast auch gepostet irgendwie auf X, dass es im Kern die Hälfte der Performance vom S&P-Verfahren und eigentlich von vier Aktien kommt.
Das war fürs Jahr gesehen, aber das war Apple.
Das war Apple, das war Micron, das war Nvidia wegen des hohen Gewichts.
Und siehst du, die vierte AMD, diese vier Aktien.
Und da kann man natürlich jetzt sagen, oh mein Gott, die Klumpen, wie schlimm ist das Ganze.
Das ist dann aus der Perspektive der Leute, die sagen, ja, der Börse fehlt die Marktbreite momentan.
Also so ein bisschen erinnert mich das dann immer so an ein Bild, was ich 2019 im Hafen von Civita-Vecchia...
in Rom gemacht habe.
Nämlich, da war ein Stuhl, der hatte nur noch Rechtsbeine.
Und der war dann links mit einer Korde an der Regenrinne festgebunden, sodass man tatsächlich noch halbwegs stabil drauf sitzen konnte, auch wenn es sich irgendwie wackelig anfühlte.
Aber die Frage ist, es waren immer noch zwei Beine.
Die Frage ist, sind so wenige Werte noch zwei Beine?
Oder ist das nicht eigentlich ein Bein?
Jetzt komme ich zu der anderen Perspektive.
Wenn wir einfach lange Zeiträume anschauen, und da bin ich wieder bei der Studie von...
Stellen wir fest, dass die Aktienrendite, die Marktrendite auf sehr wenigen Werten mit exzeptioneller Performance basiert.
Das sind für die vergangenen 100 Jahre am amerikanischen Aktienmarkt 46 von 29.000 Werten, die die Hälfte der Aktienmarktrendite erklären.
Und diese Quote ist noch kleiner als die 4 von 500 Werten, die jetzt...
die Performance des S&P 500 in den ersten neun Monaten erklären.
Insofern ist das das kurzfristige Spiegelbild dessen, was wir langfristig auch in der Studie von Bessenbinder sehen.
Deswegen, dieses ganze Diskutieren über Klumpen führt vielleicht einfach daran vorbei, dass wir einfach sagen müssen, wir haben ein sehr wirkmächtiges Narrativ und dieses Narrativ treibt.
Wenn dieses Narrativ nicht mehr treibt, dann gibt es eben zwei Möglichkeiten.
Eine Möglichkeit, dass andere Narrative in die Bresche springen.
Beispielsweise, wenn die Energiepreise runtergehen, damit auch die Inflation.
Also Frieden in der Ost.
Ja, wenn die Zinsen runtergehen, durch was auch immer und sei es durch eine Intervention, dann ist das natürlich auch für viele andere Werte, industrielle Werte, kleinere Werte, höher verschuldete Unternehmen, wirklich wieder ein Booster.
Oder das passiert eben nicht und dann heißt es, Also alle können sich jetzt dieses wunderbare Bild merken, was du gemacht hast.
Und das KI-Narrativ ist diese Kordel.
Ich würde da nochmal die Frage stellen, was ist eigentlich die Regenrinne, an der das festgemunden war?
Sind das die Kapitalgeber?
Weil ohne diese Regenrinne, wenn die irgendwie mal aus den Fugen kommt.
Aber hast du dieses Bild noch auf dem iPhone?
Ich habe das auf dem iPhone und das ist tatsächlich auch aus dem Jahr 2019 auf meinem Instagram-Account.
Also wir werden nochmal hinfahren zu einer Recherchereise und schauen, ob dieser Stuhl dort noch steht.
Man kann das ja so schön lokalisieren im iPhone, solche Fotos, wo das ist.
Aber das Interessante ist ja, Im Moment ist das Narrativ so stark, dass sie sagen, es ist jetzt quasi in Anführungszeichen erstmal uns wurscht, ob die Zinsen jetzt 150 Punkte höher sind oder niedriger, solange das weiter läuft.
Und dann reichen so Zahlen mal wie von Micron Technology.
Die haben ja die Erwartung nochmal rasant nach oben geschraubt.
Und dann schaut man auf diese Zahlen und freut sich.
Und wir haben ja sozusagen noch einen Börsengang vor uns, der das nochmal befreuen könnte.
Ja, also wir haben eine, ich meine die Zahlen von Micron war das eine, aber dann auch andererseits, was der CEO sagte, nämlich, dass der Markt für Speicher und Storage auch die nächsten zwei Jahre noch deutlich angespannter sein wird als aktuell.
Das heißt also, der Hinweis darauf, dass wirklich diese Earnings-Bubble die ja auch schon hier Thema gewesen ist, dass man die Gewinnerwartung überschätzt, vielleicht gar nicht so groß sein könnte.
Ist natürlich auch immer ein bisschen wishful thinking dabei.
Ja, und ansonsten haben wir halt den Börsengang von Anthropic.
Die haben ja inzwischen eine erste noch vertrauliche Version ihres Börsenprospekts bei der SEC eingereicht.
Dürften wohl im November aufs Parkett streben.
Und wenn das so kommt, dann wäre das natürlich eine Transaktion der Superlative.
Nur wenn 5 Prozent, der Aktien platziert werden, dann wäre man schon bei einer Bewertung, die ja bei 1,8 bis 2 Billionen Dollar liegen soll, bei einem Volumen von 90 bis 100 Milliarden Dollar angekommen.
Damit würde Anthropic den erst im Juni aufgestellten IPO-Rekord von SpaceX nochmal um einen zweistelligen Milliardenbetrag überflügeln.
Also das wird wirklich ein Kulminationspunkt.
Genau, ein Kulminationspunkt, auch ein erneuter Test für dieses KI-Narrativ hält es.
Und natürlich sind die Märkte bereit, das aufzunehmen, zu finanzieren.
Also kann so viel absorbiert werden.
Ich meine, das hat man im Juni natürlich auch angezweifelt, als SpaceX an die Börse gegangen ist.
Auf der anderen Seite haben wir noch so einen anderen Katalysator.
Das sind die Wahlen in den USA, diese Zwischenwahlen, wo ja alle sagen, okay, so lange wird es auf jeden Fall noch getrieben.
Da muss man erst mal schauen, wie sich die politische Landkarte in den USA vielleicht verändert hat oder auch nicht.
Ja, vielleicht kann es ja auch, wenn diese Wahlunsicherheit draußen ist, nicht nur wer anschließend das House of Representatives und den Senat dominiert, sondern ob es überhaupt eindeutige Ergebnisse gibt, die allseits akzeptiert werden.
Wenn diese Unsicherheit draußen ist, kann das natürlich auch zusammen mit einem gelungenen Börsengang von Anthropic nochmal wieder Kräfte freisetzen und die nächste Stufe für die Aktienmärkte zünden.
Also es wird auf jeden Fall ein heißer Herbst und die Situation kann sehr schnell kippen.
Denn außerdem, KI-Narrativ ist halt wenig in Sicht, was die Indizes stützen könnte, solange die Zinsen nicht fallen und solange die Energiepreise nicht runterkommen.
Aber dass die plötzlich fallen, die Zinsen, ist ja derzeit auch kein realistisches Szenario.
Dazu müsste ja irgendwie die Inflation verschwinden oder die Wirtschaft kippen oder...
Die Notenbanken oder Finanzminister müssen sich zu abenteuerlichen Interventionen hinhalten lassen.
Das ist natürlich immer noch die andere Sache.
Europa sieht ja nochmal ganz anders aus.
Dazu kommen wir nochmal später, ob die EZB vielleicht auch mal interveniert.
Was kann ich denn jetzt tatsächlich machen?
Also halten wir erstmal fest, dieser Big Tech Klumpen, gut wer diesen Klumpen hat, er hat erstmal vorerst die Portfolios stabilisiert.
Und das müssen wir auch mal festhalten.
Ich meine, wir diskutieren seit Jahren.
darüber, dass dieser Big-Tech-Klumpen so riskant ist.
Ständig kommen in allen möglichen Medien Artikel, es ist ja auch gut, auf das Risiko hinzuweisen und auf den Fakt der Konzentration.
Aber Fakt ist, es ist wieder einmal, absolut nicht zum ersten Mal, ausgerechnet dieser Klumpen, der für Performance sorgt.
So, neben dem Klumpen, was kann ich denn...
wenn ich jetzt sage, Mensch, ich möchte jetzt doch in diese Anleihen gehen, diese 5%, die elektrisieren mich irgendwie.
Und das ist ja gar nicht so einfach, weil eine Aktie kann ich dann einfach kaufen.
Dann kaufe ich einfach eine Apple oder Nvidia oder eine Siemens oder whatever.
Anleihen ist ja ein bisschen komplizierter.
Da kann ich ja nicht so als einzelnen Anleger rumfuhrwerken.
Aber es gibt auch ETFs.
Ja, es gibt wenige Anleihen, bei denen das geht.
Häufig ist ja die Stückelung schon ein Thema, 100.000 Euro oder Dollar.
Dann sind häufig bei ausländischen Anleihen die Dokumentationen nicht.
so, dass sie der europäischen Regulierung, der europäischen Anlegerschutzrichtlinie genügend tun.
Ich kann mich also ohne weiteres in Europa als Privatanleger mit einem 20-fachen Hebel auf SpaceX ruinieren.
Aber eine Anleihe von Coca-Cola darf ich nicht kaufen, weil irgendwo Coca-Cola nicht so ein Papierchen hinterlegt hat.
Kann man auch hinterfragen.
Ist auf jeden Fall mühsam.
Ansonsten geht es natürlich auch um Diversifikation und da sind wir halt bei ETFs und wer Verstärkung für den risikoarmen Teil des Portfolios sucht, der findet halt bei Euro-Unternehmensanleihen jetzt wirklich interessante Konditionen, auch im kurzfristigen Bereich.
Wir hatten schon häufiger gesprochen über diese sogenannten I-Bonds, also ETFs auf Unternehmensanleihen, die sich nur...
auf eine bestimmte Laufzeitklasse, ein bestimmtes Fälligkeitsjahr fokussieren und danach zurückgezahlt werden.
Also letztendlich funktionieren wie eine...
einzelne Anleihe, nur dass eben das Bonitätsrisiko auf ein paar hundert Werte verteilt ist.
Und wenn man beispielsweise bei den Euro-Unternehmensanleihen wohlgemerkt Investmentgrade bis 2028 geht, da haben wir im Portfolio eine Durchschnittsrendite von 3,7 Prozent und das dann eben verteilt auf rund 400 Bonds.
Und wer lieber...
Ohne dieses Ende, also ohne diese Laufzeit investiert, kann auf den Vanguard Corporate 1-3-Years-Bond ETF ausweichen.
Auch da kriegt man 3,5 Prozent bei einer durchschnittlichen Duration von 1,9 Jahren.
Ich hätte dazu nochmal eine Frage, Christian.
Viele haben noch diesen Schock von 2022 in den Depots und auch in den Knochen.
Also wo dann ja alles einmal absackte, du erinnerst dich, diesen Zinsschock.
Und das haben sie aus ihren ETFs nicht mehr raus.
Und ich kriege ganz oft die Frage gestellt, was ist denn, wenn das jetzt nochmal kommt irgendwie so?
Also kann ich mich darauf verlassen?
Ist das wirklich ein Stabilisator im Depot?
Es läuft ja gerade wieder.
Wir sehen ja steigende Zinsen.
Und warum sind viele Anleihe-ETFs unter Wasser seit 2022?
Weil sie sehr lange Laufzeiten.
Das ist dann so, wenn man zum Beispiel den Euro-Aggregate-Bond Index nimmt, wo dann alle Laufzeiten drin sind, alle möglichen Anleihen, Staaten, Unternehmen, da kommt man auf eine durchschnittliche Laufzeit von sieben bis acht Jahren.
Die haben natürlich einen sehr hohen Hebel auf die Zinsentwicklung und wenn die Zinsen steigen, gerade auch am langen Ende, dann verlieren diese Anleihen an Werten.
Dieser Wertverlust ist eben noch nicht kompensiert worden durch die Zinseinnahmen, die man inzwischen bekommt.
Und wenn wir Jetzt, wir haben es ja seit einigen Wochen wieder, auch bei den langfristigen Zinsen den Anstieg sehen, dann kippt das nochmal nach unten ab.
Gleichzeitig, und damit sind wir eben beim zweiten Punkt, diese langen Laufzeiten sind natürlich interessant, wenn die Zinsen dann doch mal in die andere Richtung drehen.
Also ich habe ja keine Ahnung, wie lange Notenbanken und Finanzminister diesem Treiben an den Anleihenmärkten noch tatenlos zusehen.
Wir haben ja darüber gesprochen, in den USA hatte Scott Bassett, der Finanzminister, ja die Rückkäufe für die langfristigen Bonds schon aufgestockt, als die 30-jährigen Renditen bei 5,3 lagen.
Jetzt sind wir bei 5,6, der Effekt ist also komplett verpufft, aber irgendwann wird er erneut einschreiten.
höchstwahrscheinlich ungleichmächtiger und womöglich auch mit nachhaltigerem Effekt.
Vielleicht könnte da auch eine andere psychologisch wichtige Marke dann wieder eine Rolle spielen.
Wir haben ja gemerkt, wie wichtig diese Marken sind.
Die fünf haben wir jetzt gesehen.
Die Frage ist, werden wir vielleicht sogar die sechs...
bei den 30-Jährigen sehen.
Wäre schon krass.
Das haben wir seit mehr als einem Vierteljahrhundert nicht gesehen.
Aber jedenfalls, wer darauf spekulieren will, dass die langfristigen Zinsen zumindest wieder zurückkommen, der muss eben langlaufende Anleihen haben.
Oder halt ETFs mit langlaufenden Anleihen.
Da gibt es beispielsweise von iShares einen ETF, der US-Staatsanleihen mit über 20 Jahren Restlaufzeit aggregiert.
Durchschnittlaufzeit 25 Jahre.
Und das Ganze auch mit einer Währungssicherung kombiniert.
Und wenn die Rendite 50 Basispunkte zurückkommen sollte bis Jahresende, dann dürfte dieser ETF so um die 8% zulegen.
Der Laufzeithebel wirkt natürlich auch in die andere Richtung, wenngleich die hohe laufende Verzinsung etwas dämpft und dadurch ein leicht asymmetrisches Chance-Risikoprofil erzeugt.
Trotzdem ist es eine Wette, was nicht zuletzt der Blick auf die laufende Performance zeigt, seit Sommer minus 10 Prozent, seit dem Zinstief im Sommer 2020 mehr als 50 Prozent minus.
Wir werden natürlich die Wertpapier-Kennnummern all dieser Produkte, die hier genannt werden, auch in die Shownotes packen.
Weil diese Namen kann man ja nicht mitschreiben und die sind ja auch recht kompliziert.
Übrigens, die werden jetzt bei den Anleihen irgendwie nochmal, das ist eine ganz andere Sprache, die man drin hat.
Der Anleihemarkt ist halt viel komplexer, er ist ja auch viel breiter.
Du hast nur eine Apple-Aktie, aber du hast, was weiß ich, 30 Apple-Bonds.
Das ist klar und es muss klar sein, also diese Spekulation darauf, ob wir bei Zinsen einen Peak gesehen haben oder nicht mit langlaufenden Anleihen, das ist eben eine Spekulation.
Ist nicht jemand, der sagt, ich kann das nicht beurteilen, ist der vielleicht nicht mit dem Tagesgeld und sagt, ich nehme da nur 2,5 bis 3.
Mit dem Tagesgeld, mit dem Festgeld oder mit den kurzfristigen Unternehmensanleihen, einfach um zu sagen, ich sackele das jetzt mal ein, was es gerade an Zinsen gibt.
Und wenn man in so einer kurzfristigen Unternehmensanleihen ETF dann 3,7% bekommt, ist doch auch eine großartige Sache.
Aber der eine oder andere will es halt auch mal ein bisschen taktischer angehen und dann sind halt diese langlaufenden Papiere interessant.
Wir müssen jetzt noch über Frankreich sprechen.
Das ist eine ganz besondere Situation, hat mit Europa zu tun, vielleicht auch mit der EZB.
Also Frankreich, da haben die zehnjährigen Staatsanleihen vergangene Woche kurz auch an dieser 5%-Marke angeklopft und 140 Basispunkte werfen sie mehr ab als Bundesanleihen derselben Laufzeitklasse.
Wenn wir auf Frankreich schauen, wir haben das hier oft erwähnt, die Staatsverschuldung ist sehr hoch.
Es gibt keinen Konsens oder keinen Plan, diese Defizite irgendwie zu senken.
Sie fahren auf Jahre Defizite von 5 bis 6 Prozent.
Das gibt nicht meinen Willen.
Für mich ist das immer so, übrigens auch so ein Minitekel für die deutsche Situation.
Wir tun ja immer so, als ob wir auch in vier Jahren von diesen Defiziten wieder runterkommen.
Man sieht, es fällt Koalitionen, Regierungen, vor allem der demokratischen Mitte sehr schwer, solche Einschnitte zu machen, dass man wirklich dann die Defizite wieder auf zwei oder drei oder vier oder dreieinhalb Mal senkt.
Nach Corona haben wir es nicht geschafft.
Dann kam sofort der Ukraine-Krieg und die Energiepreiskrise.
Und dann kamen die Sondervermögen.
Und jetzt zieht sich das so weiter, dass wir selbst in wirtschaftlich noch normalen Zeiten Rekorddefizite haben.
Von den USA wollen wir gar nicht reden.
Aber Frankreich ist nun mal jetzt nicht irgendein Land in der Peripherie, sondern es ist die zweitgrößte Euro.
Und wenn die eben strukturell nicht mehr reformfähig ist, wenn die an den Kapitalmärkten unter Druck ist, dann fordert das natürlich den Euro-Währungsraum und damit auch die Europäische Zentralbank heraus.
Und dabei geht es ja dann auch um den politischen Ausblick.
In den Umfragen für die Präsidentschaftswahl im Mai, da liegt Marine Le Pen vom Rassemblement National bei 33 Prozent relativ weit in Front.
Und dann gibt es ja eine Stichwahl, da kommt der Zweitplatzierte des ersten Wahlgangs rein.
Und da streiten momentan der Linke Jean-Luc Mélenchon.
Der gerade die Leute aufhetzt, dass sie da Gebäude anzünden und schulen.
Ja, der die Leute aufhetzt, der gleichzeitig auch gesellschaftlich ist.
Er sagt, wir können das Schuldenproblem Frankreichs ganz einfach lösen, indem wir einfach die Anleihen, die bei der Europäischen Zentralbank und bei europäischen Institutionen liegen, einfach mal für ungültig erklären.
Da sieht man, so ein Mensch könnte in die Stichwahl zum französischen Präsidenten kommen.
Und dann ist die Frage zwischen Marine Le Pen und Mélenchon.
Und das ist die berühmte Frage, soll ich dir eine Hand abhacken oder einen Fuß abhacken?
Beides ist eine furchtbare Entscheidung.
Und der Zentrist Edouard Philipp zum Beispiel, der ist dann auf Platz drei.
Das kann sich natürlich noch drehen, aber so ein Wahlabend zwischen beiden ist echt...
Philipp ist in den Umfragen seit März relativ stabil, während Mélenchon...
drastisch aufgeholt hat.
Das muss man sagen.
Und der Spread, den wir sehen zwischen deutschen und französischen Anleihen, der ist letztendlich eine Fieberkurve auf den Abstand zwischen diesen beiden.
Und diesen Abstand hat man ja zuletzt in der Euro-Schuldenkrise 2011 gesehen.
Die Älteren werden sich daran erinnern, damals ist die EZB eingeschritten, gut möglich, dass die Notenbank, übrigens ausgerechnet geführt von Christine Lagarde, intervenieren muss, wegen ihres eigenen Heimatlandes.
Ja, und der Geldpolitische Instrumentenkasse.
Der ist ja mit genügend abenteuerlichen Werkzeugen gefüllt.
Das darf dann halt nicht Quantitative Easing heißen.
Das ist dann TAP oder so.
Und man wird wieder irgend so ein schönes Kürzel haben.
Ja, und wer darauf spekulieren will, also es gibt zwar keinen ETF auf den Anleihenspread, aber Produkt auf französische Staatsanleihen insgesamt.
Auch hier durchschnittliche Restlaufzeit von acht Jahren.
Also richtig reagibel.
Durchschnittsrendite von 4,2.
Und Disclaimer, nur für taktisch orientierte.
Investoren, die wirklich ganz genau wissen, was sie da tun.
Die Zinsen haben natürlich auch immer mit dem privaten Konsum zu tun, genauso wie die Inflation.
Denn wenn die Inflation hoch ist, aus welchen Gründen auch immer, oder wenn wir jetzt sehr viel Geld aufwenden müssen, um unsere Autotanks zu befüllen.
dann drückt das natürlich auf den Konsum.
Und wir wollen das mal so von drei Richtungen beleuchten.
Nike, Lind & Sprüngli und Galerie.
Du hast es erwähnt, fangen wir mal mit Nike an.
Die haben ja gerade Zahlen vorgelegt und das macht ja seit einiger Zeit wirklich Sorge, was bei Nike los ist.
Man muss festhalten, der Turnaround klappt, Klammer auf, noch, Klammer zu, nicht.
Nee, überhaupt nicht.
Also der Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr 4% gesunken.
Dann gibt es ja diese unterschiedlichen Sparten.
Wir haben häufiger darüber gesprochen, dass sie sich früher zu stark auf das Direktgeschäft mit den Konsumenten konzentriert haben, darüber dann den Großhandel vernachlässigt haben.
Also irgendwie mit ausreichend Rabatten haben sie es geschafft, dass das Großhandelsgeschäft sich so halbwegs stabilisiert hat.
Leichtes Wachstum.
Nordamerika, Rückgänge in Asien.
Aber das Direktkundengeschäft, was ja irgendwie mal das Flaggschiff war, das ist halt um 8% gefallen, das digitale Direktkundengeschäft sogar um 13%.
Und da sieht man, Nike hat also alles eingebüßt, was die Marke mal so an Begehrlichkeit hatte.
Dazu...
Das China-Problem, das hält an.
Umsatz minus 22 Prozent.
Insgesamt im Großhandel sogar 28 Prozent minus.
Und ja, der Umsatzanteil von China, das ist eigentlich fast die beste Nachricht, der liegt nur noch bei 10 Prozent.
Das heißt, das Problem erledigt sich durch Verzwergung.
Also der China-Klumpen ist raus.
Man sieht es auch an der Aktie, die liegt bei Kursen unter 35 Dollar, nunmehr 80 Prozent unter dem Hoch vom Herbst 2021.
Und das ist natürlich der Spiegel dieser Zahlen.
Und die Prognosen, Christian, sind ja nicht besser, nicht?
Nein, also sie hatten ja dann nach dem Abschied von Danahoe den Elliot Hill aus dem Ruhestand geholt.
Ein Nike-Veteran, der den Laden wieder auf Kurs bringen sollte.
Und ja, das scheint irgendwie an der Kostenfront auch zu funktionieren.
Man hat jetzt wieder das nächste Rationalisierungsprogramm gemacht.
Aber das reicht halt nicht, um ein Turnaround hinzukriegen, sondern dafür muss man...
musst du einfach wieder mehr Schuhe verkaufen zu besseren Preisen.
Du musst die Marke wieder desirable machen.
Also so in der Art und Weise, wie das Björn Gülden bei Adidas sehr zügig geklappt hat.
Aber die bräuchten hier irgendwie auch so einen Klopp, wo es zwar vielleicht weiterhin nicht läuft.
der aber zumindest für gute Stimmung sorgt.
Und das ist bei Elliot Hill auch nicht.
Oder Sie bräuchten einen Björn Gulden, der gesagt hat, bevor ich jetzt irgendwelche großen Strategiepapiere mit Beratern schreibe.
gehe ich erstmal richtig rein und kümmere mich um die Marke und um die Modelle.
Aber du hast das Stichwort Adidas erwähnt, die ja auch immer wieder kämpfen müssen.
Klar.
Es ist ja so, in Zeiten von Inflation kauft man sich das fünfte Paar Gazelle in einer leicht anderen Blau oder leicht anderen Grün.
Nicht mal du, Horst, wir bist doch auch Sneakersammer.
Ich glaube, du bist der Letzte, der sich da noch einkauft wahrscheinlich.
Bei Gazelle haben wir ja so eine kleine Competition.
Sie wissen, dass ich Christian gucke manchmal so auf meine Schuhe hier unterhalb, also das Pult ist und sagt, Mensch, du hast da wieder neue schicke Schuhe.
Also da ist ein kleiner Battle.
Aber ich meine, mit einem Börsenwert von 50 Milliarden Dollar ist Nike jetzt nur noch, in Anführungszeichen, doppelt so groß wie Adidas.
2021 waren die noch fünfmal so schwer gewesen wie die Nummer zwei im Markt.
Und wir hatten oft darüber gesprochen, dass natürlich Nike zu teuer war mit dem KGV von 40.
Aber sie sind ja nicht loss-making oder so.
Es ist ja eine hochprofitable Firma.
Ja, also sie machen immer noch 3 Milliarden Dollar Net Profit in den vergangenen 12 Monaten.
Es ist halt nur eine sehr große Restrukturierungs-Turnaround-Story mit sehr langfristigem Hintergrund.
Das ist so, als wenn du einen Tanker wenden musst, aber du weißt jetzt noch nicht genau, wo denn jetzt die Arretierung vom Steuerrad ist, wie du das loskriegst.
Das ist eingerostet.
Und ja, wenn diese Trendwende kommt, ich meine, nach den Zahlen musst du halt auch sagen.
Das ist frühestens 2028.
Dabei muss das gesamtwirtschaftliche Umfeld mitspielen.
Und es braucht halt mal irgendeinen Katalysator.
Vor allem einen Katalysator, der die Kernzielgruppe der aktiven Sportler wieder zu Nike bringt, statt zu Adidas oder zu On-Runnings.
Wobei On-Runnings hat auch Themen gerade.
Ja, aber gleichzeitig attackieren die natürlich auch jetzt nochmal Nike, indem sie Kylian Mbappé als neuen Star für ihre Fußball-Serie.
Linie da geholt haben.
Und insofern, ja, dieser Katalysator, der ist für mich einfach derzeit nicht absehbar und mag ja viele Menschen geben, die andere Erkenntnisse haben, die auch irgendwie eine Conviction zu der Marke aufbauen können.
Mir gelingt das nicht, weder vom Lifestyle hier, noch vom Management, noch von dem, was mir Sportler wirklich erzählen, beispielsweise im Running.
Aber wer die Conviction hat, der kann natürlich über einen Sparplan nachdenken.
Ähnlich so wie ich das bei Porsche.
gemacht habe, aber bei Porsche habe ich eben.
Es ist übrigens ganz interessant, wenn wir jetzt nochmal über Nike reden, man hat ja so ein bisschen so ein Muster, dass man das Gefühl hat, dass ganz viele Unternehmen, seien es jetzt Autohersteller oder Luxuskonzerne oder eben auch Sportartikelkonzerne, diesen China-Klumpen rausschwitzen müssen einmal so über Jahre.
Also man merkt einfach, die Zahlen gehen runter.
Wir haben dieses Muster jetzt seit vier, fünf Jahren und das heißt, man muss Kapazitäten anpassen.
Die große Frage ist immer, aber kommt es überhaupt nochmal zurück?
Also es ist ja gut, wenn man nicht mehr so abhängig ist.
Das ist schmerzhaft, dann diese Anpassung nach unten.
Aber diese Wette nach dem Motto, China kommt zurück, vielleicht kommt es in der Form, in dem Volumen gar nicht zurück.
Vielleicht haben die Chinesen auch eigene Marken aufgebaut.
Siehst du ja schon, sie sind ja teilweise Basennotiert.
Bei Autos ja, aber auch bei Schuhen.
Ja, auch Luxusmarken.
Es gibt chinesische Luxusmarken, die sollte man sich mal angucken.
Genau, das ist sicherlich so einer der letzten Bereiche, die dann kippt, weil da hast du noch diese Heritage, aber jetzt bei Sportschuhen.
Da ist China, also gerade im Land selber, mit so vielen Alternativen gesegnet.
Ich würde eben nicht darauf wetten, dass das Geschäft in dieser Form zurückkommt.
Umso wichtiger ist halt, dass du deine Kernzielgruppe wie die aktiven Sportler wieder ordentlich bedienst.
Kommen wir zu einem nächsten Unternehmen, was nicht akut aus China bedroht ist, wo es, glaube ich, auch keinen chinesischen Konkurrenten direkt gibt.
Lind & Sprüngli.
Christian, du hast es immer gesagt, die sind so recht inflationssicher, weil irgendwie Premium-Marke, den kleinen Luxus leistet man sich.
Allerdings hatten wir...
zu Ostern schon darüber gesprochen, dass alle gesagt haben, also man hat da auch so ein Freundes- und Bekanntenkreis in der Familie gesagt, Mensch, diese kleine Tüte da mit den sechs Lindeiern oder der Lindosterhase, es gab glaube ich auch im Sozialen Medien, ist ganz schön teuer geworden.
Der kleine Hase war irgendwie 2,99 und da habe ich dann auch gedacht, da habe ich gedacht, Leute, also irgendwie, man kann es auch übertreiben mit der Preismacht und ja, da sehen wir jetzt eben Das, was bei vielen Markenartiklern passiert ist, Preismacht dann doch überschätzt und Preiserhöhungen waren schlichtweg übertrieben.
Letztes Jahr war Lindt ja, weil sie eben auch die gestiegenen Inputkosten aus dem Kakao weitergeben konnten, an die Kunden ja noch um 8 Prozent gewachsen beim Umsatz.
Jetzt aktuelle Prognose für dieses Jahr nur noch 0 bis 2 Prozent.
Das heißt...
die stagnieren jetzt.
Und klar, sie führen auch die Gründe an.
Natürlich einerseits immer das Wetter.
Ja, ist klar.
Aber Wetter ist ja auch immer...
Aber natürlich war Schokolade bei 40 Grad.
Das schmolzige an den Händen.
Kakaopreise gingen hoch.
Aber natürlich...
Aber Schokolade schön aus dem Kühlschrank war ja auch bei 40 Grad eine tolle Sache.
Du hast mir so schöne zum Geburtstag mitgebracht.
Die knabber ich noch immer.
Aber die sind nicht börsennotiert, oder?
Nee, Lederach ist nicht börsennotiert.
Familienunternehmen ist aber eben halt auch so ein Thema.
Wenn du wirklich ganz besondere Schokolade haben willst, dann kaufst du nicht Lind.
Also wenn ich dir jetzt eine Tüte Lindorkugel mitgebracht hätte, dann hätte ich gedacht, naja.
Ich bin nicht meine Oma, ja.
Immerhin hast du mir nicht Merci mitgebracht.
Oder Chérie mit der Piermon Kirsch.
Gibt es die eigentlich noch?
So, sorry in 30 Jahren.
Nein, aber das ist genau das Thema.
Du hast auf der einen Seite wirklich dieses absolute Premium.
Zeug wie Lederach und es gibt ja noch ein paar andere Konfiserie und Chocolatier-Marken und dann hast du halt einfach Handelsmarken und die sind halt auch wirklich gut.
Du kannst auch bei Aldi gute Schokolade bekommen.
Der eine oder andere mag dann halt auch Milka, der nächste macht Rittersport, der Osterhase ist dann halt nicht mehr von Linz, sondern von Riegelein-Kardolzburg.
Ist halt alles deutlich günstiger und schmeckt vielleicht auch.
Und dann hast du halt einfach das Problem.
dass Kunden wegen der Preissituation dann doch eben abwandern zu anderen Marken.
Und wenn die da zufrieden sind, kriegst du die dann zurück.
Und das ist die Herausforderung, vor der Lind jetzt steht.
Ja, es gibt Märkte, die funktionieren noch.
Unter anderem Nordamerika und Asien sind recht robust für die Marke.
Aber die Aktie hat es inzwischen schon erwischt.
So 40 Prozent unterm Hoch aus 2025.
Das heißt, abgesehen von der Finanzkrise, der stärkste Drawdown der letzten 30 Jahre.
Bewertung, so ein bisschen analog auch zu Nike, zusammengeschmolzen.
40-fach war mal.
20 ist das neue 40.
20 ist das neue 40, kann man hier so sagen.
23 ist es.
Das ist natürlich für einen Schokohersteller immer noch viel.
Wobei man natürlich...
diese Stärken von Lind, die sich ja über Jahrzehnte gefestigt haben, auch jetzt nicht einfach so ignorieren sollte.
Aber Markenloyalität sinkt halt.
Und sofern das gelingt, die Umsätze zu stabilisieren, ohne die Marge anzuknabbern, damit man dann im nächsten Jahr wieder wachsen kann, kann das durchaus auch eine Einstiegsgelegenheit sein.
Wer da investiert, der muss eigentlich darauf hoffen, dass das so eine ähnliche Story wird wie Lotus Bakeries.
Über die hatten wir ja auch mal gesprochen, den belgischen Hersteller dieser zimtigen Karamellkekse.
Die Aktie war letztes Jahr auch mal um 40 Prozent abgestürzt.
Die Bewertung hatte sich von über 60 auf unter 30 ermäßigt.
Aber jetzt hat Lotus wieder neue Hochs erreicht und wird wieder mit 40 Mal Gewinn bewertet.
Allerdings, wenn man diese Parallelen zieht und sagt, ja, ja, das kann bei Lind und Sprüngli genauso laufen, muss man auch bedenken, Lotus hat halt diesen Cakes-Brand zu einer Markenwelt skaliert.
Mit Brotaufstrich, mit Eis, mit Schokolade.
Das ist halt ein anderes Ding als bei Lind.
Dazu hängen die nicht an einem hochvolatilen Rohstoff.
wie Kakao mit dann sehr langfristigen Lieferverträgen.
Und Lotus Bakery hatte nie ein Problem mit dem Umsatzwachstum, was Lind jetzt hat.
Also wenn Sie bisher so halb zugehört haben, Sie merken sich, Chips und Kekse laufen.
Chips und Kekse laufen.
Wir kommen jetzt zu unserem letzten...
Aber nur die elektronischen Chips.
Die anderen?
Schwierig.
Ich meine auch die elektronischen Chips.
Das sind auch eigene Aktien, da könnten wir auch mal wieder drauf schauen.
Aber die gehören ja meistens zu Konglomeraten.
Kommen wir jetzt auf das letzte Unternehmen, Galeria.
Natürlich großes Drama.
Die vierte Insolvenz von Galeria.
Und ich würde gerne eingangs mal ganz kurz aus der Geschichte vorlesen, die meine lieben Kollegen Melanie Bergermann und Hendrik Hilscher aufgeschrieben haben.
Denn sie hatten diese vierte Insolvenz exklusiv.
Sie haben am ganzen Wochenende darüber berichtet.
Wir haben einen großen Schwerpunkt noch dazu.
Und sie hatten eine schöne Geschichte mit dem Titel, plötzlich gab es dieses 36 Millionen Loch bei Galeria.
Und es beginnt mit einer kleinen Rückblende und die ist so wichtig, deswegen lese ich sie nochmal vor.
An einem Mittwochvormittag im Dezember sitzt Thilo Hellenbock zusammen mit seinem damaligen Geschäftsführerkollegen im Filialleiterbüro am Münchner Marienplatz und redet über die Zukunft.
Er sagt Sätze wie, wir sind Chancendenker und Galeria lebt vom Mindset, vom Kulturwandel und wir wissen ganz genau, wo wir hinwollen.
Seine Kernbotschaft, man müsse sich um einige Händler da draußen Sorgen machen, aber nicht um Galeria.
Ob er diese Geschichte damals selbst geglaubt hat?
Schon in jedem Dezember schien Galeries Liquiditätslage mal wieder alles andere als rosig zu sein.
Und der Dezember ist nicht irgendein Monat.
Im Weihnachtsgeschäft füllen die Händler ihre Kassen für die folgenden umsatzschwachen Monate.
Wenn da das Geld schon knapp wird, wird es nach Weihnachten in der Regel kaum besser.
Erwartungsgemäß spitzte sich die Lage dann auch bei Galerie zu.
Kurz vor Monatsende im Juni schien nicht einmal mehr sicher, ob die Mitarbeiter ihre Gehälter für den Monat erhalten würden.
Nur weil das US-Unternehmen Gordon Brothers kurzfristig einen Kredit über 140 Millionen an die Warenhauskette ausreichte, konnte eine erneute Insolvenz...
verhindert werden.
So, und jetzt merkt man eben, dass diese Überbrückung auch nicht gereicht hat, weil natürlich wurde dieses Geld sofort genutzt.
Also die Waren gehören dann ja jemand anders, weil das wurde natürlich genutzt, um zum Beispiel Außenstände bei den Vermietern zu bezahlen, aber auch um Verbindlichkeiten zu begleichen.
Also es war Geld, was sofort in ein Loch kam.
Und das ist natürlich dramatisch, weil es ist ja...
In den Innenstädten wird es ja auch immer hochpolitisch.
Ich habe glücklicherweise jetzt noch keine Forderung gehört, das alles irgendwie zu retten.
Weil es ist ja nicht so einfach mit dem Insolvenzgeld, weil die haben ja schon drei Insolvenzen.
Man müsste die Rechtslage ändern.
Du kannst nicht irgendwie alle paar Monate eine Insolvenz machen und dann drei Monate Insolvenzgeld beantragen.
Das funktioniert halt nicht.
Und wir wollen ja auch nicht vergessen, dass die...
Marke Galleria schon mit sehr viel Staatsknete gepäppelt wurde.
Es gab ja diese Bürgschaften, Darlehen und stillen Einlagen aus 2021, 2022 und allein die haben den Steuerzahler bis jetzt schon 600 Millionen Euro gekostet.
Dazu kommt eben das Insolvenzgeld für Zehntausende Beschäftige und jetzt ist auch halt irgendwann mal gut.
Immerhin, man kann wohl sagen, dass bei dieser vierten Insolvenz jetzt keine Staatsknete.
drin steckt.
Und ja, man kann auch nur hoffen wirklich, dass es dabei bleibt.
Aber es waren mal Gründungsmitglieder des DAX, Carstattel und Kaufmann.
Genau, Carstattel und Kaufmann.
Das waren die großen Namen.
Ja, das waren die großen Namen und die haben sich dann ja gehäutet, gespalten, irgendwie fusioniert.
Das hat alles nichts gebracht.
Er kann nur, da müssen wir irgendwann auch noch drüber sprechen, wenn wir einen Live-Podcast machen über diese großen Versuche Carstattel.
Es war halt irgendwie alles am Ende ein komplettes Desaster und das hat halt dazu geführt, dass...
das einziges Galeria übrig geblieben ist, ein offensichtlich dysfunktionales Unternehmen.
Und natürlich die 12.000 Mitarbeiter, stadtbildprägende Geschäfte an 83 Standorten, ist alles ein Riesenthema.
Aber da kann nicht der Staat schon wieder einspringen.
Das kann aber wahnsinnig leid tun für die Beschäftigten, die nun Sorge haben.
Und natürlich ist so, dieses berühmte Blutbad in den Innenstädten ist einfach eine Katastrophe.
Auf der anderen Seite muss man sagen, die Letzten, die versprochen haben, wir machen das alles besser, also Bernd Beetz, der Unternehmer, und die amerikanische Investmentgesellschaft NRDC, die haben ja viel versprochen, was sie alles modernisieren wollen.
Und das hat eben nicht funktioniert.
schwaches Konsum ja hast, dann geht dann eben schnell die Liquidität eben aus und man sollte jetzt sich hüten, da wieder Geld nachzuschießen.
Ja, und gleichzeitig wäre es aber jetzt auch zu einfach, nur zu sagen, tja, das ist halt so, das ist die Disruption des stationären Einzelhandels durch den E-Commerce, das Geschäftskonzept.
ist halt einfach aus der Zeit gefallen.
Denn es gibt eben genügend Gegenbeispiele zu dieser These, die zeigen, dass diese Pleitenserie von Kaufhof, Karstadt, Galeria eben nicht unausweichlich war, sondern im Wesentlichen die Folge ist von kolossalem fortgesetztem Missmanagement.
Und vielleicht auch vom Sortiment, weil diese Warenhäuser sind ja klassische Vollsortimente.
Also Haushaltswaren, Spielzeug, Kosmetik, Lebensmittel.
Aber 40 bis 50 Prozent des Umsatzes stammen dann eben doch aus dem Bereich Mode.
Und Textil.
Und da gibt es natürlich Unternehmen, die sich ein bisschen besser darauf spezialisiert haben.
Aber es ist nicht so, dass man sagt, ja, das ist alles ins Nels gewandert und die sind da so erfolgreich.
Naja, also wenn wir wirklich jetzt mal auf diesen Textilbereich schauen, da sind die nachhaltigen Erfolgsstories eben nicht die E-Commerce-Plattformen.
Im Gegenteil.
Wir gucken mal zehn Jahre zurück.
Zalando hat in der Pandemie durchaus einen Hype erlebt, notiert aber...
rund ein Drittel niedriger als vor zehn Jahren.
Es gab ja auch schon diese Notfusion mit About You.
Genau, About You ist nochmal ein eigenes Desaster.
Dann der britische Wettbewerber von Zalando Asus hat per Saldo 90% verloren in den letzten zehn Jahren.
Und da passt schon das Zitat vom Alexander Graf aus dem Kassenzone-Podcast, der ja mal gesagt hat, Zalando ist gar statt ohne Rolltreppen.
Wert für Aktionäre im Textilbereich, das muss man einfach festhalten, haben abgesehen von ganz wenigen Brands wie Polo Ralph Lauren, haben ausgerechnet die Unternehmen geschaffen, die zwar auch online präsent sind, aber vor allem auf Ladengeschäfte setzen.
Das sind wir einerseits bei Inditex, also Zara, über 10 Jahre, plus 70 Prozent und Horst, bei deiner Lieblingsaktie Fast Retailing Uniqlo, vervierfacht über 10 Jahre.
Vor allem trage ich auch gerne die Pullover, weil es einfach alles ist.
Wir haben uns schon darüber gestritten, dass fast wir nicht auf die Pullover sind.
Bloß, das Interessante ist ja, du könntest immer in einem Satz sagen, wofür diese Unternehmen stehen.
Also wofür eine Sarah steht, wofür eine Uniqlo steht.
Und das ist ja, du bist eben nicht irgendwie so ein diffuser Vollsortimenter.
Und man muss aber auch sagen, diese Pleiten sind ja kein deutsches Phänomen.
Und ich erinnere mich schon vor 10, 15 Jahren, wenn ich da in den USA in so ein Macy's oder Sears gegangen bin, das war einfach...
Das war einfach ein Trauerspiel in den USA, in diese ehedem großen Kaufhäuser zu gehen.
Aber das Sortiment, da sieht ehrlicherweise jeder Karstadt in einer deutschen Kleinstadt noch besser aus.
Brauner Fußboden, tiefe Decken und so in den Macy's.
Sears hat es ja auch schon lange erwischt.
Die leben nur fort in den zahlreichen Abspaltungen, die sie im Laufe der Jahrzehnte gemacht haben und die ziemlich gut gelaufen sind.
Dann in Großbritannien hat es ja in der Pandemie Debenhams erwischt.
Ja, 240 Jahre Historie, einfach mal durch den Schornstein.
In den USA hatten wir darüber gesprochen, Saks Global, dieser Versuch, eine Luxus-Kaufhauskette mit einem ähnlichen Investorenmodell wie bei Galeria aufzubauen, auch gescheitert.
Aber wenn du ja so wetterst gegen die Vollsortimenta, es gibt eben auch Beispiele.
Ich habe gar nicht gewettert, ich habe mich nie wettern gehört.
Nein, aber es gibt eben, doch, doch, habe ich schon, als es irgendwie um deutsche Politik ging, eben im Vorgespräch, da habe ich dich schon wettern gehört.
Aber es gibt eben auch Beispiele, dass das Geschäftskonzept Warenhaus durchaus funktionieren kann mit der richtigen Strecke.
Kommt natürlich auch wieder aus den USA.
Da gibt es beispielsweise den Konzern Dillerts, was auch so eine Warenhauskette ist mit Fokus auf Mode, Kosmetik und Accessoires.
Also das, was auch im Grunde Kerngeschäft von Galeria ist.
Nur die sind eben dann nicht in den teuren Metropolen.
Die sind nicht in Berlin am Alexanderplatz, sondern...
beispielsweise irgendwo in den Vororten, in den Suburbs, mittelgroße Städte, in wachsenden Bundesstaaten.
Und die sind halt in diesen Regional Malls, in diesen lokalen Einkaufszentren.
Und da sind sie halt nach der Insolvenz vieler Mitbewerber oft der einzig verbliebene Ankermieter mit entsprechender Verhandlungsmacht.
Und die Miete ist ja oft das, was diese Läden dann auch erdrückt hat, vor allem in den Innenstädten.
Ist ganz interessant, weil auch in den 90er Jahren war ja tatsächlich, man geht zu einer Mall, das war ja eine amerikanische Tätigkeit, wo man einfach hingegangen ist und so abgehangen hat, auch mal zum Shoppen.
Das hat sich natürlich dramatisch verändert.
Aber tut man eigentlich immer noch?
Nein, man macht es wieder.
Also viele Malls haben auch neue Konzepte, dass man einfach dorthin geht und gerne schlendert.
Aber das einzige Problem dabei ist jetzt halt zum Beispiel Simon Property Group, einer der großen...
großen Mallbetreiber.
Die Zinsseite.
Ja, die schlägt jetzt auch für die Aktionäre dort richtig rein.
Aber ansonsten, also rein zumindest von den Dividenden hat sich das erholt.
Und bei Dillards, wenn wir über Immobilien sprechen, da haben wir halt den Vorteil der finanziellen Souveränität.
Die Immobilien gehören dem Unternehmen schon immer selbst.
Die waren also nicht stranguliert durch Mietverträge wie Galeria oder durch Investoren, denn das Management liegt in den Händen der Gründerfamilie Dillert und die halten überdies auch einen signifikanten Teil der Aktien.
Und die Aktie ist dementsprechend gut gelaufen.
Die hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt, nachdem man die Pandemie für einen radikalen Strategieschwenk genutzt hat.
Man hat damals Lagerstände drastisch reduziert.
Du hast die Immobilien erwähnt, die dazugehören.
Wie schaut es denn jetzt praktisch aus?
Also man hat halt auch auf Rabatte verzichtet.
Die Rohmarge ist kräftig gestiegen von unter 30 auf knapp 40 Prozent.
Interessant auch, man hat erstmal die Schulden reduziert.
Das Unternehmen ist netto Cash positiv.
Dann hat man Aktien zurückgekauft.
Also der Kurszuwachs kommt nicht von ungefähr.
Allerdings muss man auch sagen, die Umsätze insgesamt stagnieren und für dieses zyklische Geschäft ist ein Vielfaches von 19 bezogen auf den 12-Monats-Gewinn natürlich schon recht üppig inzwischen.
Aber man muss festhalten, das ist ein Warenhaus, das mit großer Wahrscheinlichkeit sehr, sehr weit von diesem Schicksal entfernt ist, was Galeria erlitten hat und ein Beweis dafür, Warenhaus kann funktionieren.
Wenn Sie mal in einer Filiale von TK Maxx waren, irgendwo, wo es ja diese Schnäppchen gibt für allerlei Waren, gibt es ja auch in deutschen Städten.
Dahinter steckt auch ein Unternehmen, was recht erfolgreich ist.
Ja, das ist TJX Companies.
Die nennen sich selber Off-Price-Einzelhändler, weil sie halt vor allem Überbestände, stornierte Aufträge, Restposten von Markenherstellern sehr günstig einkaufen und dann auch entsprechend günstig weitergeben.
60 Milliarden Dollar Umsatz, mehr als 5000 Filialen.
weltweit und auch wieder so ein Beleg, dass man Textilien und Accessoires eben sehr wohl stationär verkaufen kann mit dem richtigen Konzept.
Es sind ja immer...
sehr häufig wechselnde Sortimente.
Es gibt auch nicht immer alle Größen.
Das heißt, Kunden werden eigentlich schon immer motiviert, häufig in den Laden reinzugehen.
Und du kaufst den Rabatt dann auch oft?
Du kaufst den Rabatt, du willst Schnäppchen jagen, obwohl du vielleicht eigentlich das beste Schnäppchen machen würdest, wenn du gar nichts kaufen würdest.
Und wenn du schon mal da bist, dann kaufst du noch was, was du eigentlich überhaupt nicht wolltest.
Und man hatte diesen Effekt, was man früher auch, es gab diese schöne Chibu-Tochter in meiner Kindheit, die hieß Posten und Partien.
Und da gab es immer das Chibu-Sortiment für minus 60 Prozent.
Also da hat man immer wie so ein bisschen Schatzsuche geguckt, ob da irgendwas Cooles dabei ist.
Ja, ich musste auch als Kind immer in E-Duscho-Schlafanzügen schlafen.
Die hat sich Oma immer eingekauft, wenn sie Kaffee kauft.
Jetzt habe ich einen Teil deines Wesens entweder nicht verstanden.
Der E-Duscho-Schlafanzug.
Nein, also dein Portfolio ist ein Bestreben, aus diesem E-Duscho-Schlafanzug zu entkommen, sozusagen rauszuwachsen.
Genau, deswegen habe ich die LVMH-Aktie.
Aber das wäre ein eigenes Thema.
Nein, man muss halt sagen, dass natürlich...
diese Ansprache von Schnäppchenjägern schon auch in die Zeit passt.
Selbst wenn natürlich das kein Discount ist, sondern auch häufig das Gefühl, etwas billiger zu haben.
Aber das Geschäftskonzept, es funktioniert halt wirklich.
Wie auf Schienen.
Wenn du dir die letzten 20 Jahre einfach die Umsatzentwicklung anschaust, ganz kleiner Datzer bei Corona natürlich, der wurde sofort wieder eingeholt.
Aber ansonsten schnurgerade 7% Wachstum beim Umsatz, 8-9% beim Gewinn je Aktie.
Aber wie das halt so ist bei solchen Firmen, irgendwann werden sie halt mal zu teuer.
Teilweise waren sie mit dem 30-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt.
Und bei den letzten Quartalszahlen ist dann was ganz Schlimmes passiert.
Sie haben die Erwartungen nur getroffen statt übertroffen.
Das heißt natürlich, in so einer Situation, wenn eine Aktie wirklich auch sehr lange sehr gut gelaufen ist, gerade in diesen Zeiten, da wird sie dann auch mal schnell durchgereicht.
Das haben wir gesehen von 160 auf 120 Dollar.
Hat sich leicht erholt.
Ja, und jetzt haben wir natürlich hier Qualität zum reduzierten Preis, so wie im Laden.
Aber es ist eben auch sicherlich noch kein Schnäppchen.
Aber auch hier hervorragend positioniertes Unternehmen mit einem Geschäftsmodell, das...
wirklich auch den Nerv der Zeit trifft, das immun ist gegen Online-Disruption, das sehr sauber gemanagt ist.
Wobei man natürlich sich immer die Frage stellen muss, bei allem, was so mit Handel zu tun hat, wie hoch ist wirklich der Burggraben?
Das ist ja jetzt keine Rocket Science oder so, aber 5000 Geschäfte, 60 Milliarden Dollar Umsatz und auch die entsprechenden Zugänge.
zu Lieferanten, sprich, dass du weißt, wo gerade irgendwelche Pakete beschafft werden können für das Sortiment.
Das ist halt schon auch ein Wettbewerb.
Was diese Geschichte vor allem zeigt, dieses berühmte Narrativ, die Innenstädte sterben.
Das sieht man wahrscheinlich an vielen Orten, aber es stirbt eben nicht alles in der Innenstadt.
Es gibt erfolgreiche Konzepte.
Leider ist nicht alles börsennotiert.
Wir haben ja hier mal über so eine Kette wie Rituals zum Beispiel gesprochen.
Dann ESOP, die von L'Oreal, glaube ich, aufgekauft wurde.
Also es gibt immer wieder erfolgreiche neue Konzepte.
Wir haben hier jetzt mal zwei vorgestellt und rausgegriffen.
Ich wäre ja immer noch so für Dönerboden United oder sowas.
Eine MacGuides-Aktie.
Wenn Sie sich gefragt haben, worüber hat Horst davor gewettert, ich habe natürlich nicht über die Politik allgemein geschimpft, das mache ich nicht mehr, sondern über die Regierungsbildung hier in Berlin irgendwie, da kann man sich nur noch aufregen.
Christian, ich hoffe, wir werden weiterhin in Berlin diesen Podcast aufnehmen.
Ja, wir müssen ansonsten flüchten.
Und ich würde sagen, dass es im Umland ja auch nicht besser ausgeht, gehen wir dann gleich nach Polen.
Oder in die hessische Provinz, da kann ich dich immer einladen.
Ja, hessische Provinz ins Reich von Boris Rhein sehr gerne.
Aber vielleicht gehen wir wirklich nach Polen.
vergangene Woche nochmal einen Bericht über den polnischen Aktienmarkt gelesen, der glaube ich plus 40% im Plus liegt.
Liegt natürlich an, oder nicht plus, aber weniger.
Banken und PKN All, aber trotzdem ist Wahnsinn, was das auch angezogen hat.
Also der größte Polen ETF hat inzwischen auch eine Milliarde Assets under Management und das war halt wirklich lange Zeit ein Spartenmarkt.
Können wir mal wieder draufschauen.
Vor zwei Jahren haben wir das mal gemacht, als ich in Polen war.
Haben wir ja auf polnische Aktien geschaut.
Unser Nachbar boomt.
Aber für heute kriegen wir das nicht mehr unter.
Liebe Hörer, das war es für diese Woche.
Danke für Ihre Zeit, für Ihre Treue und wir hören uns hoffentlich kommende Woche wieder.
Machen Sie es gut.
