# AI Cybersecurity Boom and Market Divergence

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-05

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über schlechte Jobdaten als gute Nachricht, einen möglichen Mega-Deal von Schneider Electric und eine Ente, die unter Wasser wie verrückt strampelt.
Im Thema des Tages erklären wir euch, warum KI den Cyberaktien einen Megaschub verpasst hat und mit welchen ETFs ihr dabei seid.
Und in der Tüppel E-Idee stellen wir euch eine neue ETF-Gattung vor, die 6 bis 9 Prozent Rendite anpeilt, aber eben nicht garantiert.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Zschäpitz und Daniel Eckert aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte Heute ist Montag, der 5.
Oktober 2026 und wir wünschen Euch einen versöhnlichen Start in den Tag und in die neue Handelswoche.
Die alte Handelswoche ist an den Börsen, ja so zu Ende gegangen, versöhnlich.
Der DAX legte am Freitag um 1,2% zu auf 25.231 Punkte.
Der MDAX gewann 0,7%, der TechDAX sogar 2,6%.
Und der Grund, Anleger schöpfen nach US-Arbeitsmarktzahlen Hoffnung, dass die Fed von weiteren Zinserhöhungen erst einmal absehen könnte.
Ganz genau, der eigentliche Kurstreiber, das waren die Payrolls.
Die US-Wirtschaft hat im September nur 29.000 neue Stellen geschaffen und erwartet worden waren 90.000.
Das war deutlich schwächer als gedacht und die Folge, die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed Ende Oktober, die ist am Markt nochmal gesunken.
Das klingt erst einmal paradox, schlechte Wirtschaftsdaten und steigende Aktienkurse, aber es ist ein klassischer Fall von Bad News are Good News.
Der Arbeitsmarkt kühlt sich ab, die Lohnentwicklung verliert an Tempo, die Arbeitslosenquote steigt leicht, aber Anleger lesen das eben so, weniger Inflationsdruck, weniger Zinssorgen und damit bessere Bedingungen für Aktien.
Besonders.
für die großen Technologiewerte der Nasdaq 100, der schloss auf Rekord.
Und Nvidia, die markierte ebenfalls ein neues Allzeithoch und die Aktie profitierte vom ungebrochenen KI-Buben.
Bemerkenswert ist allerdings, die Rallye, die läuft inzwischen trotz Renditen von mehr als 5% bei 10-jährigen amerikanischen Staatsanleihen.
Das ist wirklich einer der spannendsten Widersprüche des Jahres.
Noch vor kurzem hätte kaum jemand geglaubt, dass Tech-Aktien bei solchen Zinsen neue Rekorde erreichen.
Die 10-jährige US-Staatsanleihe, die rentiert ja inzwischen bei rund 5,3 Prozent und damit so hoch wie seit 2002 nicht mehr.
Uff.
Trotzdem klettert der Nasdaq-Index von Rekord zu Rekord.
Und die Erklärung lautet.
Microsoft, Nvidia und Apple waren zuletzt die großen Kurstreiber an der Wall Street.
Die Anleger trauen den großen Tech-Konzernen inzwischen Gewinnsprünge zu, die selbst steigende Kapitalkosten mehr als kompensieren.
Und die Erwartungen, die sind gewaltig.
Bloomberg Intelligence rechnet für den Technologiesektor im dritten Quartal mit einem Gewinnwachstum von, und jetzt festhalten, mehr als 65 Prozent.
Das wäre einer der stärksten Anstiege aller Branchen überhaupt in der Geschichte.
Die Börse bezahlt damit also nicht die Gegenwart, sondern die Hoffnung auf eine KI-getriebene Zukunft.
Gleichzeitig wird diese KI-Revolution ja immer teurer.
Das muss man auch sagen, solange die Gewinne steigen, funktioniert die Rechnung.
Aber je höher die Zinsen klettern, desto anspruchsvoller wird die Finanzierung.
Und einige Strategen sagen inzwischen offen, wenn die Rendite 10-Jähriger Staatsanleihen in Richtung 6% marschiert, dann wird an der Wall Street eine ganz andere Diskussion geführt werden.
Ein Stratege hat dafür ein wirklich schönes Bild gefunden.
Der Markt sei wie eine Ente auf dem Wasser, so richtig niedlich.
Von außen wirkt alles ruhig und souverän.
Unter der Oberfläche strampeln die Füße aber wie verrückt.
Viele Einzelwerte sind im Minus, obwohl die Indizes nahe oder auf Rekord stehen.
Und genauso sieht es die Börse derzeit.
Rekordstände bei den Indizes gleichzeitig sorgen über Inflation, hohe Zinsen und geopolitische Risiken.
Und Brian Garrett von Goldman Sachs hat dazu wirklich eine...
Irrenchart verschickt, nämlich die Korrelation zwischen dem normalen S&P 500 und dem gleichgewichteten S&P.
Also zwischen dem Index, in dem Nvidia, Apple, Microsoft und Co.
den Ton angeben und dem, in dem jeder der 500 Aktien gleich viel zählt, also 0,2%.
Und diese Korrelation zwischen den beiden Indizes lag seit 2011 im Schnitt bei 0,93, also nahe 1.
Die beiden liefen praktisch im Gleichschritt.
Jetzt sind wir aber nur noch bei 0,63 und Ende September waren es sogar unter 0,6 und das ist der tiefste Stand seit mindestens 15 Jahren.
Übersetzt heißt das, der Index sagt euch kaum noch etwas darüber, wie es dem typischen Unternehmen aus dem Index geht.
Goldman Sachs rechnet auch mal einen S&P 500 ohne KI-Werte durch und der hat seit Sommer rund 6% verloren.
Naja, geht ja auch noch, während aber der echte Index nahe am Rekord klebt.
Und das Ganze?
ist ja während die Inflationsgefahr weiter nicht gebannt ist.
Das zeigt gerade jetzt im Blick auf den Energiemarkt nach den Turbulenzen der vergangenen Tage, sorgten Spekulationen über die Freigabe strategischer Diesel- und Ölreserven erstmal für Entspannung.
Ja, Brent fiel zeitweise wieder unter 100 Dollar.
Und Hintergrund sind Überlegungen der EU und der Internationalen Energieagentur, zusätzliches Angebot auf den Markt zu bringen.
Interessant ist auch ein Blick auf die OPEC+.
Die Förderallianz hat am Sonntag zwar beschlossen, ihre Förderziele für November unverändert zu lassen.
Es klingt nach Stabilität, die ist aber fast schon eher so in Richtung Symbolpolitik gerückt.
Wegen des Krieges mit dem Iran fördern Schwergewichte wie Saudi-Arabien, Irak oder Kuwait ohnehin deutlich weniger als vor dem Konflikt.
Und wenn wir schon bei den großen Themen der Woche sind, heute könnte einer der größten europäischen Deals des Jahres angekündigt werden.
Laut Financial Times steht Schneider Electric kurz davor, den US-Softwarekonzern PTC für rund 20 Milliarden Dollar zu übernehmen.
PTC liefert Software, mit der Industriekonzerne Produkte digital entwickeln und über den gesamten Lebenszyklus verwalten können.
Für Schneider wäre das der große Wurf.
Die Franzosen hatten 2023 schon 11 Milliarden Dollar für Aviva auf den Tisch gelegt.
Ein Kauf von PTC würde diese Übernahme nochmal locker übertreffen.
PTC ist aktuell rund 15,5 Milliarden Dollar wert.
Also wir reden über einen möglichen Aufpreis von knapp 30 Prozent.
Schneider kann sich so einen Deal durchaus leisten.
Die Aktie liegt seit Jahresanfang fast 30 Prozent im Plus und der Börsenwert beträgt rund 175 Milliarden Euro.
Konzernchef Olivier Blum hat ja bereits angekündigt, auf Einkaufstour gehen zu wollen.
Und noch eine kleine Randnotiz für deutsche Anleger.
Schneider möchte auch den SDAX-Wert Shelley übernehmen.
Deshalb lohnt sich ein Blick auf die...
jüngsten Insider-Transaktionen, denn das hängt ja immer miteinander zusammen.
Der größte Insider-Verkauf im September, der kam von einem Shelley-Gründer, der Aktien für knapp 48 Millionen Euro abgegeben hat.
Aber auch spannend oder aufschlussreich sind die Käufe und bei diesen fällt auf, dass Chefs verstärkt wieder bei ihren eigenen Unternehmen zugegriffen haben.
Adidas-Chef Björn Gulden hat für mehr als eine halbe Million Euro Adidas-Aktien gekauft.
Und auch Rheinmetall-Chef Armin Pappberger hat für knapp eine halbe Million nachgelegt.
Das sind jetzt natürlich keine Kaufempfehlungen, aber Insiderkäufe können oft ein Signal dafür sein, dass das Management die eigene Aktie nach Kursrückgängen für attraktiv fällt.
Besonders interessant ist das auch bei Adidas.
Die Aktie hat seit den Quartalzahlen Ende Juli mehr als 20 Prozent verloren und notiert aktuell nur noch bei rund 144 Euro.
Schauen wir auf weitere Einzelwerte.
Der große Gewinner am Freitag, der hieß Tesla.
Die Aktie sprang um rund 5% nach oben.
Die Auslieferungszahlen waren überraschend stark.
Tesla hat im dritten Quartal knapp 487.000 Fahrzeuge ausgeliefert und damit die Erwartungen deutlich übertroffen.
Und besonders wichtig, nach zwei Jahren rückläufiger Verkaufszahlen zeichnen Sie erstmals wieder ein bisschen Wachstums bei den Jahresauslieferungen ab.
Das ist gerade deshalb bemerkenswert, weil der Wegfall von Förderungen in den USA und die harte Konkurrenz in China viele Beobachter skeptisch gemacht hatte.
Umso wichtiger ist jetzt das Signal, dass Europa offenbar wieder besser läuft.
Für Tesla-Anleger war das eine echte Erleichterung.
Und wenig Erleichterung, wenig erfreulich verlief der Freitag für Nike.
Die Aktie geriet unter Druck, nachdem der Konzern einen überraschend schwachen Umsatzausblick vorgelegt hatte.
Wir haben darüber ja berichtet und das strahlte dann direkt auf die gesamte Sportartikelbranche aus.
Adidas und Puma wurden zunächst mit nach unten gezogen.
Viele Analysten sehen die Probleme allerdings eher hausgemacht und das heißt, die Schwierigkeiten von Nike müssen nicht automatisch auf die gesamte Branche übergreifen.
In Deutschland stand außerdem Hensoldt im Fokus.
Die Aktie gewann zeitweise mehr als 5 Prozent.
Auslöser war eine Hochstufung durch Kepler-Chevro.
Die Analysten rechnen mit einer anhaltend starken Nachfrage nach Luftabwehrsystemen und Elektronik für Verteidigungssysteme.
Das zeigt einmal mehr, wie stark das Thema Rüstung inzwischen zu den strukturellen Wachstumsbranchen Europas gewandt ist.
Das hat man ja auch beim Besuch vom Bundeskanzler Kiew gesehen.
Allerdings.
Auf der anderen Seite des DAX landete die Commerzbank.
Dort drückte eine Analystenabstufung auf den Kurs.
Dahinter steckt weiterhin die Übernahmespekulation rund um die Unicredit.
Nachdem die Italiener mittlerweile rund die Hälfte der Anteile kontrollieren, geht es für Anleger zunehmend um die Frage, wie die finalen Konditionen eines möglichen Zusammenschlusses aussehen könnten.
Ja, und dann gab es noch ein Lehrstück darüber, wie brutal Kapitalerhöhungen vom Markt bestraft werden können.
Da geht es um die österreichische Lansing AG, ein Unternehmen der Chemie- und Faserindustrie.
Und diese Lansing-Aktie, die verlor zeitweise 35 Prozent und fiel auf den tiefsten Stand seit 2009.
Anleger fürchten die starke Verwässerung durch die geplante Kapitalmaßnahmen.
Und das zeigt in einem Umfeld hoher Zinsen und teurer Finanzierung.
können Investoren besonders empfindlich reagieren, wenn neues Eigenkapital eingeworben wird.
Aber neue Termine, die gibt es jetzt ganz ohne Abstufung von dem Chapits.
Ganz genau.
Da gibt es zwei Makrotermine, die so ein bisschen die Woche dominieren dürften.
Protokolle der amerikanischen Notbank am Mittwoch und das US-Verbrauchervertrauen der Uni Michigan am Freitag.
In China ist goldene Woche und da ist bis einschließlich Mittwoch die Börse geschlossen.
Startet die amerikanische Berichtssaison am Donnerstag mit PepsiCo und am Freitag mit Delta Airlines.
Und dann gibt es nach Zahlen verschobene Geschäftsjahre bei Constellation Brands, Lamp Westen, Levi Strauss, Applied Digital und Fast Retailing aus Japan.
Viele Kapitalmarkt-Tage, unter anderem Porsche, Marvell und Z-Scaler.
Und gleich heute hat die Deutsche Telekom Investorentag mit KI-Strategie.
Und das kann man live im Internet sich angucken, wenn man die T-Aktie hat und gucken, ob...
Denn der gute Höttges schafft so ein bisschen die schlechte Stimmung, die ja zuletzt da war, von wegen Starling könnte Konkurrenz für die Telekom in Amerika sein, ob er das irgendwie hinbekommt.
Und dann hat auch noch Air Liquide Kapitalmarkttag.
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Das Thema des Tages.
Kalte Füße.
Der Softbank-Chef, der fast 65 Milliarden Dollar in OpenAI gesteckt hat, warnt plötzlich, Superintelligenz in den falschen Händen sei super gefährlich.
Und wenn der größte KI-Optimist der Welt nach Sicherheit ruft, dann sollte man durchaus hinhören.
Und die Börse, die hat das längst getan.
Viele Cybersecurity-Aktien haben sich seit Jahres...
Beginn verdoppelt und warum KI der Branche einen Megaschub verpasst, wie groß der Markt wirklich ist und mit welchen ETFs ihr dabei sein könnt, das wollen wir euch heute im Thema des Tages erklären.
Fangen wir mit der Bedrohung an.
Mit der KI ist einiges anders.
Früher brauchte man für einen Hackerangriff ein Team von Spezialisten.
Heute schreibt die KI die Phishing-Mail, findet die Sicherheitslücke oder die Sicherheitslücke kennen und baut den Schadcode gleich mit.
Die Five Eyes Geheimdienste warnen, dass KI Cyberangriffe dramatisch beschleunigen könnte.
Und zwar innerhalb von Monaten, nicht von Jahren.
Und dazu kommen die KI-Agenten.
Die sollen bald selbstständig Mails verschicken, Rechnungen bezahlen, auf Firmendaten zugreifen.
Und Schätzungen gehen von rund 150 Milliarden Agenten aus.
Und die müssen abgesichert werden.
Und das muss man sich mal vorstellen.
Jeder Agent ist ja eigentlich wie ein neuer Mitarbeiter mit einem Generalschlüssel.
Übersetzt heißt das, die Angriffsfläche wächst schneller als die Abwehrmöglichkeiten und genau ist das Geschäftsmodell der Branche.
Wie groß ist der Kuchen?
Laut IDC geben Unternehmen weltweit in diesem Jahr gut 300 Milliarden Dollar für Cybersicherheit aus.
Bis 2029 sollen es mehr als 430 Milliarden werden.
Das ist ein zweistelliges Plus pro Jahr.
Und trotzdem sind das erst knapp 7 Prozent der gesamten IT-Ausgaben.
Da ist also noch Luft nach oben.
Die IT-Chefs, die Morgan Stanley befragt hat, die wollen ihre Security-Budgets um gut 9 Prozent aufstocken.
Und bei Software insgesamt sind es nicht mal 6 Prozent.
Security ist normalerweise der letzte Posten, an dem ein Finanzchef spart.
Kein Vorstand will erklären, warum die Kundendaten im Darknet liegen.
Morgan Stanley war gerade mit Experten in Washington und bringt noch einen Treiber mit, Versicherungen.
Wer sich gegen KI-Schäden absichern will, muss künftig nachweisen, dass er testet, überwacht und Zugriffe kontrolliert.
Und wenn man sich das überlegt, die Versicherer als heimliche Regulierer, clever, denn...
Auf ein großes KI-Gesetz in den USA kann man wahrscheinlich lange warten.
Und im Frühjahr haben die KI-Labore eigene Cyberprodukte vorgestellt.
Und die Angst war, die KI frisst die Security-Anbieter.
Und die meisten Cyber-ETFs, die lagen damals tiefer als Ende 2024.
Und dann kam die Erkenntnis, KI ersetzt die Wächter nicht, sie braucht mehr davon.
Und seitdem...
Kennt der Sektor nur eine Richtung.
Was aber auch heißt, der ist schon viel eingepreist.
CrowdStrike kostet rund das 36-fache des Umsatzes der nächsten zwölf Monate.
Bernstein hat deshalb Mitte September, Palo Alto, Okta und Sentinel wurden abgestuft wegen dieser hohen Bewertung.
Die gibt es eben nicht nur bei CrowdStrike.
Die Analysten sagen, die Nachfrage ist echt.
Aber die Kurse unterstellen ein Wachstum wie bei einem Cloud-Riesen.
Und bei CrowdStrike rechnen sie mit realem Wachstum im oberen 20-Prozent-Bereich.
Eingepreist seien aber eher 40 Prozent und mehr.
Und Security wächst eben mit Mitarbeitern und Geräten nicht grenzenlos wie die Rechenleistung.
Bei Morgan Stanley ist Palo Alto Topic mit Kursziel 410 Dollar.
Aber es wären auch nur noch mal gerade so 2% Kurspotenzial.
Die größte Fantasie sehen die Analysten bei Identitäten, also bei der Frage, wer darf was im Netz.
Allein dieser Markt soll mehr als 60 Milliarden Dollar schwer sein, weil künftig nicht nur Menschen, sondern Millionen Agenten einen digitalen Ausweis brauchen.
Und ein Freund von mir, der hat sogar eine Firma, die ist genau darauf spezialisiert.
Und was heißt das jetzt für euer Depot?
Naja, Einzelaktien sind hier eher so ein Ritt auf der Rasierklinge.
ETFs sind entspannter, aber auch da sind die Unterschiede gewaltig.
Wir haben uns die Cyber ETFs seit November 2024 mal angeschaut und in Euro durchgerechnet.
Die Performance-Spanne, die ist schon irre.
40 Prozentpunkte zwischen dem ersten und dem letzten.
Platz 1 geht an den L&G Cyber Security mit fast 88% plus.
Das ist der Klassiker 2015 am Markt und mit mehr als 3 Milliarden der Gorilla in der Kategorie.
Kostet allerdings 0,69% Gebühren im Jahr.
Platz 2 der Wisdom Tree Cyber Security mit gut 75 Prozent.
Mit 0,45 Prozent ist er deutlich günstiger die Gebühr und der Index wird mit dem israelischen Cyberspezialisten Team 8 gebaut.
Passt, denn Israel ist neben den USA die Cyber Supermacht.
Platz 3 holt der First Trust Nasdaq Cyber Security mit gut 64 Prozent bei 0,60 Prozent Kosten im Jahr.
Schlusslicht ist übrigens der Global X Cyber Security mit 47 Prozent.
Ist auch nur okay, aber eben relativ gesehen nicht so.
Auffällig ist, europäische Namen spielen kaum eine Rolle.
Patrick Kolb, der bei der UBS ein Security-Fonds managt, sagt ganz klar, Amerikaner und Israelis sind technologisch vorn.
Viele israelische Firmen ziehen von dem Börsengang sogar in Silicon Valley, weil sie dort mehr Analystenaufmerksamkeit bekommen.
Kolb hat da noch eine Kostolani-Weisheit im Gepäck.
An der Börse ist 2 und 2 nicht 4, sondern 5 minus 1.
Die Kunst ist, dieses minus 1 auszuhalten.
Nach dieser Rallye würde eine Korrektur niemanden überraschen, hat er den Kollegen von Media Pioneer gesagt.
Und wer jetzt einsteigt, der sollte das lieber per Raten im Sparplan tun, als mit der ganzen Summe auf einen Schlag reinzugehen in diese Papiere.
Tja, und KI macht Cybersicherheit vom Kostenfaktor zum Pflichtprogramm.
Der Markt, der wächst zweistellig und hat noch viel Platz.
Aber, wir haben es gesagt, die Bewertungen sind sportlich.
Ein Cyber-ETF taugt als Beimischung, nicht als Fundament.
Und das Minus-Eins von Kostolani, das solltet ihr auf jeden Fall mit einplanen.
Die AAA-Idee des Tages.
Schäpitz, ein Wort müssen wir ja unbedingt vermeiden.
Garantiert.
Denn die neuen ETFs, die wir heute vorstellen, die streben zwar an, eine bestimmte Rendite von 6 bis 9 Prozent pro Jahr zu erreichen, aber sie garantieren sie eben nicht.
Trotzdem fanden wir, das ist eine neue Produktkategorie, die ihr kennen solltet.
Denn diese ETFs, die versprechen nicht einfach nur Marktrendite wie ein MSCI World ETF, sondern versuchen ein bestimmtes Anlageergebnis zu erzeugen.
Aber vielleicht erst mal der Reihe nach.
Es geht um sogenannte Defined Returns ETF von Wisdom Tree.
Und die Idee dahinter...
Anleger sollen ein etwas vorhersehbares Renditeprofil bekommen als bei einem klassischen Aktien-ETF.
Dafür investiert der Fonds nicht einfach in Aktien, sondern nutzt, wir hatten es ja neulich schon mal, strukturierte Strategien und Optionen auf Indizes wie den Eurostoxx 50.
Ziel ist es, einen Teil dieser Aktienmarkt-Risikoprämie und zusätzlich eine Volatilitätsprämie einzusammeln.
Und genau daraus sollen langfristig die angepeilten 6-9% Rendite entstehen.
Das Stichwort lautet Volatilitätsprämie.
Viele professionelle Anleger wollen sich gegen Kursrückgänge absichern und zahlen dafür Geld.
Für diese Absicherung und die Fondsmanager, die stellen vereinfacht gesagt ein Teil dieser Absicherung bereit und kassieren dafür Prämien.
Das ist ein Geschäft, das sonst oft in Zertifikaten oder strukturierten Produkten steckt.
Neu ist, dass es jetzt in einer ETF-Hülle angeboten wird und damit wird eine bislang eher institutionelle Strategie für euch deutlich leichter zugänglich.
Aber wenn du an die Ente denkst, wir erinnern uns an das Bild von der Ente.
Oben sieht alles so schön glatt aus und deswegen ist auch die Volatilität derzeit ziemlich glatt.
Deswegen ist es schwierig, wahrscheinlich das rauszubekommen.
Aber deswegen geht es ja auch nicht um garantiert.
Und wichtig ist zu verstehen, was man dafür hergibt.
Wer einen normalen Aktien-ETF kauft, der hat nach oben grundsätzlich unbegrenzte Chancen.
Und bei diesen neuen Strategien wird ein Teil dieses Aufwärtspotenzials bewusst verkauft.
Und dafür soll die Rendite in vielen Marktphasen gleichmäßiger ausführen.
Ihr tauscht also einen Teil der maximal möglichen Gewinne gegen etwas mehr Planbarkeit.
Heißt auch, in sehr starken Börsenjahren kann ein normaler Aktien-ETF deutlich besser abschneiden.
Die spannende Frage lautet, für wen ist so etwas eigentlich gedacht?
Ja, unserer Meinung nach nicht für den 25-Jährigen oder die 25-Jährigen, die gerade den ersten LF-Sparplan auf den MSCI World angelegt hat.
Wer einen Anlagehorizont von 30 Jahren oder so hat oder mehr, der sollte zunächst mal die volle Aktienmarktrendite anstreben.
Interessant wird es eher für Anleger, die bereits Vermögen aufgebaut haben und die Schwankungen ihres Depots etwas reduzieren möchten, ohne gleich in Tagesgeld oder in Anleihen zu gehen.
Kurzlaufende Anleihen natürlich.
Das kann für euch zum Beispiel in Betracht kommen, wenn ihr kurz vor dem Ruhestand steht.
Dann lautet nämlich die Frage oft nicht mehr, wie hole ich die maximale Rendite heraus, sondern wie komme ich möglichst zuverlässig durch die nächsten Jahre.
Und genau dort könnten solche Strategien ihren Platz haben.
Sie versprechen zwar keine Sicherheit, aber sie versuchen, die Ertragskurve etwas zu kletten.
Und das ist für viele Anleger psychologisch oft genauso wichtig wie die reine Rendite.
Man könnte jetzt sagen, das ist weder eine Vollgas-Aktien-Strategie, das auf keinen Fall, aber auch nicht unbedingt so ein Vollsicherheitsprodukt.
Das ist eher so der Mittelweg.
Wer nachts schlecht schläft, wenn der Aktienmarkt 20 oder 30 Prozent fällt, für den könnte ein solcher Ansatz interessant sein.
Wer dagegen sagt, mir sind Schwankungen egal, ich denke in Jahrzehnten und möchte möglichst viel von dem langfristigen Produktivität.
der jetzt Kapital dieser Welt abhaben, der wird wahrscheinlich weiterhin mit einem klassischen Aktien-ETF glücklicher sein.
Und genau deshalb finden wir die Produkte spannend.
Nicht, weil sie den heiligen Gral gefunden hätten, sondern weil sie eine zusätzliche Option im Werkzeugkasten geben.
Die Frage lautet also nicht besser oder schlechter als ein Aktien-ETF, sondern für welchen Zweck im Depot könnte so ein ETF sinnvoll sein?
Und da gibt es durchaus Anwendungsfälle, die man sich näher anschauen kann.
Noch was, diese Produkte werden aktiv gemanagt.
Der Fondsmanager entscheidet laufend über Laufzeiten, Barrieren, Schutzschwellen und die konkrete Struktur der eingesetzten Derivate.
Und das unterscheidet halt dieses Produkt von dem klassischen Indexfonds.
Die Renditeziele von 6 bis 7 Prozent bzw.
8 bis 9 Prozent, da gibt es eben zwei Ausführungen bei den ETFs, sind deshalb auch Zielgrößen und keine festen Zusagen.
Keine Garantien.
Und wenn die Märkte mal ungünstig laufen, dann könnt ihr mit den neuen Produkten selbstverständlich auch Geld verlieren.
Darum sollten diese ETFs eher als Baustein im Depot gesehen werden und nicht als Ersatz für die gesamte Aktienanlage.
Unterm Strich ist es also eine spannende neue Kategorie zwischen klassischem Aktien-ETF und strukturiertem Produkt.
Wer sich mit der Idee anfreunden kann, auf etwas Rendite zu verzichten und dafür ein berechenbares Ergebnis anzustreben, der sollte sich die Forsa auf jeden Fall mal anschauen.
Und noch ein praktischer Hinweis, beide Strategien gibt es jeweils als ausschüttende und als thesaurierende Variante.
Und die WKNs, die findet ihr wie immer in den Shownotes.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA at Welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
So viel Liebe und Lob von euch nach dem AAA Finance Summit am Freitag.
Das hat richtig, richtig gut getan.
Konstantin zum Beispiel schreibt, ich fand vor allem euch alle als aktive und ehemalige Hosts sehr nahbar und offen.
Man merkt, dass ihr das mit Herzblut macht.
Das kann ich allerdings bestätigen.
Und Martin, Martin merkt an.
Die weite Anreise aus Stuttgart hat sich definitiv gelohnt.
teilnehmen könnt.
Aber wir haben ja schon zwei Sessions, haben wir ja schon im Podcast ausgestrahlt und am kommenden Wochenende gibt es mehr davon.
Also insofern kann man das auch nochmal nachhören, wenn man das verpasst hat.
Und dann hat sie ihr Mittagessen verpasst, weil sie wollte nämlich alle Sessions hören und ist deswegen nicht zum Essen gekommen.
Und sie weiß, es gab da zwar was zu essen, aber sie hat es nicht getan, weil sie halt so hungrig auf Informationen war und wir sollten da eine Zwangsmittagspause machen, damit man da auch zum Essen kommen kann und nicht irgendwie Angst haben muss.
was zu verpassen.
Und wenn ihr hier auch nichts verpassen wollt, dann kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
