# Strategic Analysis of the German Retirement Account

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-10-03

## Transcript

Was bringt das Altersvorsorge-Depot wirklich, vor allem für Investoren, die aktiv investieren oder sehr gut verdienen?
Was passiert, wenn der Staat seine Meinung irgendwann ändert und kann man von Riester auch ins Altersvorsorge-Depot wechseln?
Wir haben ja vor ein paar Wochen schon mal eine Folge zu dem Thema gemacht, haben danach aber noch sehr viele kritische Rückfragen bekommen und auch sehr viele Fragen von unserem WhatsApp-Kanal.
Und diese ganzen Fragen habe ich jetzt mal mit Christian Röhl diskutiert, dem Chief Economist von unserem Partner Scalable Capital.
Mein Name ist Noah Leidinger, das ist ohne Aktien wird schwer und damit genug der Vorrede und rein in die Folge.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Christian, ihr habt ja bei euch schon eine sehr ausführliche Folge zum Altersvorsorge-Depot gemacht.
Wir hatten vor ein paar Wochen auch eine Folge mit Katharina von euch schon zu den Basics.
Heute wollen wir nochmal ein bisschen tiefer reinschauen.
Wir haben auf WhatsApp um die 200 Fragen gekriegt, auch viele kritische Fragen.
Haben uns auch selbst nochmal Gedanken gemacht, welche Themen wir nochmal besprechen wollen.
Und ich würde sagen, wir starten direkt rein mit so einer ganz grundlegenden Frage.
Gerade jetzt bei uns hören ja viele aktive Anleger zu, die schon lange an der Börse sind, die vielleicht die Flexibilität schätzen, die sie selbst haben und unsicher sind.
Ist das Altersvorsorge-Depot überhaupt was für erfahrene Anleger?
Was willst du da sagen?
Ja, auf jeden Fall.
Es ist ein sehr sinnvoller Baustein und man muss sich ja immer nochmal wieder den grundsätzlichen Deal vor Augen führen.
Du sparst jeden Monat beispielsweise 150 Euro ins ETF-Depot.
Der Staat legt 45 Euro drauf.
Das Finanzamt darf bis zur Rente nicht an deine Gewinne ran, egal wie viel du umschichtest, auch nicht an deine Dividenden.
sondern der Fiskus kommt erst auf seine Kosten, wenn dann dein persönlicher Steuersatz irgendwann deutlich geringer sein dürfte als heute.
Und das ist ja erstmal ein guter Deal.
Der hängt an einigen Prämissen, wo man immer schauen muss, ob das für das eigene Portfolio und für die eigenen Lebensumstände passt.
Aber grundsätzlich muss man nochmal festhalten, das ist wirklich schon ein Meilenstein.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geht der Staat hin und fördert die direkte Teilhabe.
Am Kapitalmarkt ohne diese komplexen und teuren Garantiekonstruktionen, die wir bei Riester gesehen haben, sondern rein über kostengünstige niederschwellige Aktienprodukte.
Ja, das kommt natürlich sehr, sehr spät und nein, das wird das Rentenproblem nicht im Alleingang lösen.
Aber es ist einfach ein sehr, sehr wichtiger erster Schritt, um den Kapitalmarkt in die Mitte der Gesellschaft zu bringen.
Und insofern.
Auch für diejenigen aktiveren Anlegerinnen und Anleger, die am Ende nach sorgfältiger Prüfung sagen, nee, das ist nichts für mich.
Ich mache das lieber auf eigene Faust.
Sollte immer die Option auch sein, im Freundes- und Verwandten- und Bekanntenkreis für diese Möglichkeit zu werben.
Insofern.
Deine Hörerinnen und Hörer sind auch Botschafter für den Kapitalmarkt und für die Idee Vermögensaufbau am Kapitalmarkt.
Das geht mit dem Altersvorsorge-Depot beschleunigt.
Ich glaube, eine Sorge, die ja viele haben, ist, dass die Regierung wieder irgendwas ändern könnte an dem System oder dem ganzen Depot.
Wie ist da dein Blick drauf?
Naja, also ich kriege das ja auch immer mit, was dann da auf Twitter X vor allem geschrieben wird, wo ja...
insbesondere die kritischen Anleger unterwegs sind, die dann dem Staat irgendwie auch nicht trauen.
Nach dem Motto, naja, da gibt es jetzt Zuschüsse und in drei Jahren bei der nächsten Regierung wird das dann alles wieder kassiert.
Und ich denke mir dann schon zunächst mal, das lässt tief blicken, dass Menschen dem Staat nicht trauen.
Und das ist schon...
Sehr, sehr kritisch und da muss Politik sicherlich was tun.
Wenn wir jetzt aber auf den konkreten Fall hier schauen, sollten wir uns vergegenwärtigen, diese Riester-Förderung, die es ja 2002 gibt und gab, unabhängig davon, dass sie viel zu komplex ist, viel zu sehr der Versicherungswirtschaft genutzt hat und eben nicht.
den Verbraucherinnen und Sparern.
Diese Riester-Förderung ist ja auch durchweg gezahlt worden.
Da ist auch nicht dran rumgeschraubt worden.
Dasselbe gilt übrigens auch für Lebensversicherung.
Also ich bin ja schon in dem Alter, dass ich tatsächlich im vergangenen Jahr meine allererste Lebensversicherung ausgezahlt bekommen habe.
Die habe ich 1995 mit dem Versprechen.
abgeschlossen, dass ich dann irgendwann das Geld aus dieser fondgebundenen Lebensversicherung inklusive der Gewinne eben steuerfrei bekomme.
Da habe ich mich damals darauf verlassen und das hat auch funktioniert.
Insofern, ja, der Staat ist besser als sein Ruf, muss man an dieser Stelle auch sagen.
Und grundsätzlich gilt eben dieser Vertrauensschutz, gilt dieser Bestandsschutz.
Und es kommt ja noch ein Punkt hinzu.
Je mehr Menschen so ein Altersvorsorgedepot dann am Ende haben, also je wichtiger dieser Baustein für die Zukunftssicherung breiter Bevölkerungsschichten ist, Umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass künftige Regierungen da irgendwie zum Nachteil von Sparerinnen und Sparern dran herumschrauben.
Und gleichzeitig umso höher ist auch die Chance, dass es kontinuierliche Anpassungen im positiven Sinne gibt.
Etwa was die Anpassung der Förderbeträge an die Inflation angeht über die nächsten Jahrzehnte.
Oder auch natürlich die Ausdehnung der Höchstbeträge, sprich, was darf man dort einzahlen in diesem Mantel?
Wenn wir jetzt nochmal genau auf das Steuerthema schauen, interessiert ja auch viele.
Grundsätzlich ist der Effekt, glaube ich, klar, man muss zwischendurch keine Steuern zahlen auf Gewinne, wenn man Trades macht, auch nicht auf Dividenden.
Dadurch kann der Zinseszins besser arbeiten.
Aber am Ende wird man ja den persönlichen Einkommenssteuersatz nutzen müssen für die Auszahlungen.
Und da haben viele die Sorge, gerade welche, die vielleicht besser verdienen, dass sie auch...
später mal noch relativ gut verdienen werden oder eine sehr hohe Rente bekommen, wie auch immer und deswegen auch einen hohen Steuersatz haben und sich dadurch der Effekt vielleicht negiert.
Wie willst du darauf schauen?
Ja, also jetzt sind wir natürlich schon sehr tief in den Details.
Man sollte sich vielleicht grundsätzlich erst mal noch klar machen, dass wir im Grunde so einen Dreifachwumms hier haben bei dem Altersvorsorgedepot.
Wir haben erstens Zuschüsse, wir haben zweitens die Möglichkeit der günstiger Prüfung, also Ansetzbarkeit als Vorsorgeaufwendung können wir gleich auch nochmal eingehen.
eben drittens diese Steuerstundung, diesen Mantel, eben dass das Finanzamt während dieser Ansparphase da nicht reingehen kann.
Ich kann also, anders als in meinem normalen Depot, Dividenden brutto für netto.
Erstmal dafür einnahmen, ich kann handeln, das löst keine Steuerpflicht aus.
Ich habe also nicht dieses Problem, dass das Compounding immer wieder unterbrochen wird, wenn ich verkaufe, weil es geht dann Steuer ab und ich habe weniger Geld für die Wiederanlage.
Das ist natürlich auch ein sehr, sehr großer Vorteil, gerade für aktive Anleger.
Aber der Staat holt sich das irgendwann dann ja.
schon mal zurück und zwar dann in der Phase des Entsparens.
Da muss man dann eben auf den geförderten Betrag nicht nur die Gewinne versteuern, sondern die gesamten Auszahlungen aus dem Altersvorsorge-Depot.
Und da sagen dann viele, ja, aber dann zahle ich ja am Ende diese ganzen Steuern doppelt und dreifach nach.
Ist aber häufig...
So ein kleines Verständnisproblem auch mit dabei, weil viele einfach den heutigen Spitzen-Grenzsteuersatz da ansetzen.
Und der ist natürlich deutlich auch über dem bei vielen, was wir in der Abgeltungssteuer sehen, diese 25 Prozent plus Soli.
Wer von uns wird denn im Ruhestand noch das gleiche zu versteuernde Einkommen haben wie auf dem Höhepunkt der Karriere?
Und im Alter zählt dann eben der Durchschnittssteuersatz und der liegt bei Rentnern regelmäßig unter 25 Prozent.
Und selbst wenn er dann über 25 Prozent, sprich über der Abgeltungssteuer, die wir heute zahlen läge, gewinnt das Altersvorsorgedepot einfach schon mal durch diesen Zinseszinseffekt.
Dadurch, dass man eben nicht das Compounding unterbricht.
Insofern ist es quasi so eine Art zinsloses Darlehen vom Fiskus.
Man verlagert die Steuerlast unter Umständen um Jahrzehnte nach hinten und kann vorher ordentlich Kapital aufbauen und später hat man einen geringeren Steuersatz.
Und es ist so, wenn man überzahlt, also mit nicht geförderten Beiträgen, dann werden die auch anders versteuert bei der Auszahlphase?
Ja, das ist auch ein ganz, ganz wichtiger Punkt.
Da muss man unterscheiden.
1800 Euro Eigenbetrag im Jahr, das entspricht dann 150 Euro pro Monat, den Deckel für die staatlichen Zulagen drauf.
Also wenn ich dann mehr einzahle, gibt es dafür keine Zuschüsse mehr.
Aber ich kann insgesamt bis zu 6840 Euro im Jahr in das Altersvorsorgedepot einzahlen.
Und diese...
Die überzahlten Beträge und deren Erträge, also das, was diese 5040 Euro maximal dann sind, plus das, was ich damit erziele, die werden dann im Alter anders besteuert, nämlich nach dem sogenannten Halbeinkünfte-Verfahren.
Also nur 50 Prozent der Gewinne werden mit dem persönlichen Steuersatz versteuert, die anderen.
sind komplett steuerfrei.
Das kann unter Umständen auch ein Argument sein, gerade wieder für aktive Anleger, diesen Baustein wirklich nicht nur bis zur Fördergrenze, 1.800 Euro im Jahr, sondern wirklich bis zum vollen Volumen, 6.840 Euro im Jahr zu nutzen.
Wobei da immer klar ist, das muss auch in die Gesamtarchitektur der Vermögensbausteine passen.
Aber es wäre dann wahrscheinlich vor allem relevant, wenn man eine sehr aktive Strategie hat, wo man viel handelt, wo man oft Steuern auch zahlen muss, dann wäre es noch relevanter, den Effekt sozusagen zu nutzen.
Naja, natürlich.
Also wenn man sowieso nur Buy und Hold mit einem Welt-ETF macht, dann ist der Vorteil natürlich auch da, wenn man vielleicht irgendwann auch mal einen anderen Welt-ETF hat.
Aber wenn man jetzt wirklich was Aktiveres umsetzt, beispielsweise...
Solche Momentum-Strategien wie nach Gary Antonacci oder nach Mbain Faber, das Ivy-Portfolio, wo man dann durchaus dann bestimmte ETFs, Aktien, Renten, Rohstoffe nur mal für...
drei Monate oder sechs Monate hält und dann schon wieder ins Tagesgeld geht oder von Aktien in Anleihen umschichtet, da hat man ja ständig dann irgendwie einen Steuerevent, wenn man das auf einem normalen Depot macht.
Das kann man eben im Mantel dieses Altersvorsorge-Depots dann während der Ansparphase komplett steuerfrei umsetzen.
Und das macht diese Strategien dann eigentlich überhaupt erst in der Praxis.
Die Auszahlungen müssen ja dann sofort versteuert werden im normalen Depot.
Da fließen die Ausschüttungen einfach so ins Altersvorsorge-Depot und man kann sie sofort wieder reinvestieren in den selben Fonds oder in einen anderen ETF.
Bei uns kommt auch die Frage, wie es mit thesaurierenden ETFs ist.
Im Altersvorsorge-Depot hat man da auch diesen Steuereffekt?
Natürlich, denn thesaurierende ETFs sind ja nicht steuerneutral seit dem Investmentsteuergesetz.
2018 haben wir ja die sogenannte Vorabpauschale, dass man also den fiktiven Ertragsanteil dann versteuern muss, was bei Anlegerinnen und Anlegern jedes Jahr wieder von Neuem für Erstaunen und auch Kritik sorgt, dass man ja hier letztendlich Steuern zahlen muss auf Erträge, die einem noch gar nicht cashwirksam zugeflossen sind.
Man muss also immer auch gucken, dass das Depot dann ausreichend gedeckt ist.
Im Grunde aber auch nur eine Steuervorauszahlung.
Aber ähnlich wie der Freibetrag, die Vorabpauschale deckt, ist auch das Altersvorsorge-Depot dagegen immun.
Man muss da keine Liquidität vorhalten, denn Steuerevents finden im Altersvorsorge-Depot nicht statt.
Folglich auch keine Vorabpauschale, die abgezogen wird.
Wird eigentlich der Freibetrag irgendwie beeinflusst durch das Altersvorsorge-Depot?
Nein, das sind zwei völlig unterschiedliche Töpfe.
Der Freibetrag ist das eine.
Freien Depot, was man auch immer an Kapitalerträgen bekommt.
Das Altersvorsorge-Depot ist eine komplett abgegrenzte eigene Einheit und hat damit überhaupt nichts zu tun.
Dann hast du jetzt schon kurz angesprochen die Vorsorgeaufwendungen.
Wir wollen jetzt auch nicht zu tief ins steuerliche Thema eintauchen.
Wir sind auch beide keine Steuerberater.
Nochmal als Disclaimer hier, aber kannst du trotzdem mal kurz erklären, worum es da geht bei den Vorsorgeaufwendungen?
Also grundsätzlich sagt der Staat ja, mit dem Altersvorsorgedepot sollen vor allem kleinere Einkommen über satte prozentuale Zulagen gefördert werden.
Gleichzeitig, wer gut verdient, zahlt hohe Steuern.
Und da ist das Altersvorsorgedepot eben auch qualifiziert für den Sonderausgabenabzug nach § 10a Einkommensteuergesetz.
Das will heißen, wenn du eine Steuererklärung machst, das ist die Grundvoraussetzung, ist auch bei.
Bürgerinnen und Bürgern mit entsprechend hohem Einkommen dann ja der Fall.
Wenn du die Steuererklärung machst, dein Altersvorsorge-Depot da entsprechend angibst, dann macht das Finanzamt automatisch eine sogenannte günstiger Prüfung.
Die schauen nämlich, was wäre denn für dich lukrativer?
Entweder die Zulage oder die Steuerersparnis über deinen...
und jetzt sind wir wieder beim Thema Steuersätze, über den Grenzsteuersatz.
Das läppert sich natürlich dann schon mal.
Und wenn die Steuersparnis über den Grenzsteuersatz höher wäre, dann kriegst du die Differenz zu dem Förderbetrag auch noch mit deiner Einkommensteuererstattung mit überwiesen.
Du wirst also dann quasi so gestellt, als würdest du nicht aus dem Netto, sondern aus dem Brutto.
das Ganze zahlen.
Und das erklärt dann am Ende auch, warum der Staat auf geförderte Beiträge eben dann komplett zugreift und nicht nur den Ertragsanteil für die geförderten Beiträge besteuert.
Eine Frage, die wir auch öfter bekommen haben, wenn ich jetzt einen ETF im Altersvorsorge-Depot habe, der in eine andere Risikoklasse auf einmal reinrutscht und dann nicht mehr drin sein dürfte, was passiert dann mit dem ETF?
Muss ich verkaufen?
Was mache ich?
Ja, also müssen wir zunächst nochmal auf die Definition schauen.
Also im Altersvorsorge-Depot sind nur Produkte der Risikoklasse 1 bis 5 zugelassen, 6 und 7.
Die spekulativen Risikoklassen möchte der Staat ausschließen.
Und diese Risikoklassen, die sind dynamisch, die können sich im Zeitverlauf ändern, weil sich das eben orientiert an der langfristigen durchschnittlichen Schwankungsbreite.
Da sind wir also in der Statistik, Volatilität, Standardabweichung der Erträge.
Und wenn wir also fallende Märkte haben, führt das in aller Regel zu einem Anstieg dieser Volatilität, dieser Schwankungsmaße.
Und damit auch möglicherweise zum höher gruppieren in der Risikoklasse.
Und dann muss man natürlich sagen, okay, wenn jetzt man ein Produkt 5 hat und das rückt in die Risikoklasse 6, was passiert?
Dann muss ich dann verkaufen.
Da muss man sehr genau unterscheiden.
Also wir haben ja zwei Typen im Altersvorsorge-Depot.
Einerseits das Standard-Depot.
Da ist der Anbieter gesetzlich verpflichtet, das Portfolio zu überwachen und rutscht dann wirklich ein Baustein aus den zulässigen Risikoklassen heraus, muss der Anbieter ihn automatisch und kostenfrei durch einen gesetzeskonformen ETF ersetzen.
Im individuellen Depot dürfen eben auch nur Instrumente bis Risikoklasse 5 gekauft werden.
Und wenn ein ETF dann eben aufgrund extremer Volatilität hochgestuft wird, dann greift in der Regel eine Sperre für Nachkäufe, während die Altbestände geschützt bleiben, bis die Risikoparameter dann wieder eingehalten werden.
Man muss aber sich auch nochmal vergegenwärtigen, wie realistisch ist das jetzt so bei den klassischen Basis-Investments?
Nehmen wir mal eben den MSCI World.
Börsenabsturz 2001, 2002 nach dem New Economy Hype, wäre der MSCI World nach heutiger Definition nur kurzzeitig, ganz knapp überhaupt in der höchsten Risikoklasse 5, die noch zulässig ist, angesiedelt gewesen.
Mit einer Volatilität von etwas über 20 Prozent und Risikoklasse 6 beginnt dann erst ab 30 Prozent.
Also da ist noch sehr, sehr viel Luft.
Da haben wir also keinen historischen Präzedenzfall.
Und der Faktor Flaneuren X-User hat das mal ganz nett formuliert.
Vor einigen Wochen sollte der MSCI World jemals in Klasse 6 rutschen, dann hat man wahrscheinlich ganz andere Sorgen als die Frage, ob man neues Geld in diesen ETF stecken kann.
Die Puffer sind komfortabel.
Ich persönlich hätte mir auch eine etwas andere Definition und eine breitere Auswahl von Investments gewünscht.
Aber man muss auch sagen, mit Produkten bis Risikoklasse 5 kann man ein sehr ordentliches, auch chancenorientiertes Multi-Asset-Depot führen.
Jetzt haben wir viel über die Ansparphase gesprochen.
Es interessiert auch viele die Entnahme.
Und vor allem, wenn man jetzt auch über Übersparen nachdenkt, da Strategien zu fahren, haben manche Sorge, wenn sie doch mal an das Geld ran müssen zwischendurch in einer Notfallsituation, was dann passiert mit dem Geld?
Kannst du da mal sagen, was passiert, wenn ich vorzeitig rausziehen muss?
Ja, das ist keine gute Idee, sondern das ist dann wirklich die förderschädliche Verwendung.
Und dann muss man eben die entsprechenden Zuschüsse.
und Steuervorteile zurückzahlen.
Wird also so gestellt, als hätte man ganz normal irgendwie im ETF angespart.
Das ist jetzt auch kein Drama, aber man muss ganz klar sagen, das Ding heißt Altersvorsorge-Depot und nicht ich spare für die Kreuzfahrt zur Silberhochzeit-Depot.
Das hat wirklich diesen ganz klaren Fokus darauf, dass man erst mit Rentenbeginn an dieses Geld ran darf und ran soll.
Und dieser Fokus kann ja auch für einen Anleger hilfreich sein, weil man weiß dann, okay, das ist jetzt nicht mein allgemeiner Sparbaustein für meine Wünsche und Ziele auf der mittelfristigen Zeitachse, sondern das ist wirklich bis zum Ende des Erwerbslebens der Topf, in den ich dann einzahle, damit ich dann meine Rente entsprechend aufbessern kann.
Das ist ja ähnlich so wie auch bei einer Versicherung, wo man ja auch weiß, okay, in diese Lebensversicherung, da muss ich einzahlen.
Wenn ich das nicht will oder nicht kann, dann muss ich die Beitragsfreistellen.
Es hat viele Nachteile.
Aber bei der Versicherung habe ich halt diese erheblichen Abschlusskosten, die ja auch eines der Probleme von Riester waren und sind.
Und da gibt es ja hier den Kostendeckel.
schon für das Standardprodukt per Gesetz, 1% per annum, keine Zillmerung, keine Vorab-Provisionen für die Vertriebe.
Und wir sind ja bei Scalable hier sehr froh, dass wir uns da frühzeitig aus der Deckung wagen konnten, mit einer sehr klaren Ansage von unserem CEO Eric Potzowald, die ja auch auf viel Resonanz gestoßen ist, dass wir dieses Standarddepot eben nicht zum Kostendeckel anbieten und auch nicht ein bisschen darunter, sondern dass Depoführung, dass Verkäufe, Sparpläne dann eben komplett kostenfrei sind und dass wir im ersten Jahr im Standarddepot auch noch die Produktkosten übernehmen.
Also das, was dann so für ein Welt-ETF anfällt, reden wir ja so irgendwie über 0,15, ist im ersten Jahr dann auch noch frei.
Und auch daran sieht man wieder, dass einfach mit diesem Altersvorsorge-Depot auch auf der Kostenseite zum Nutzen von Anlegern ein völlig neues Zeitalter angebrochen ist.
Denn während das wirklich Jahr 2002, ich habe das ja mitbekommen, damals Riester so richtig Goldgräberstimmung war im Hinblick darauf, dass man möglichst schnell möglichst viele Verträge verkauft hat und natürlich dann die Abschlussprovisionen kassiert hat, sodass die ersten Sparraten eigentlich erstmal voll ins Säckel der Versicherung gegangen sind.
in ganz hartem Wettbewerb steht.
Da hat der Gesetzgeber auch einerseits natürlich durch den Deckel schon den Druck gemacht und dann hat sich halt die Welt insoweit verändert, dass wir eben heute digitale Investmentplattformen wie Scalable haben, die dieses Kartell der Kassierer ja schon in den letzten Jahren kräftig aufgebrochen haben und davon profitieren Anleger jetzt eben.
Zu Riester haben wir auch ein paar Fragen bekommen, ob man mit Riester irgendwie ins Altersvorsorge-Depot wechseln kann, ob es da einen Weg gibt, da rein zu wechseln.
Naja, also man kann den Riester-Vertrag in das Altersvorsorgedepot migrieren.
Dafür gibt es auch ganz klare gesetzliche Grundlagen, insbesondere was den Kostendeckel angeht.
Also wichtig zunächst.
Der Gesetzgeber zwingt mal die alten Anbieter, die Kunden ziehen zu lassen und die Übertragung dieses Altersvorsorge, dieses Riesterguthabens auf das Altersvorsorgedepot, die ist dann auch steuerfrei und nicht förderschädlich.
Und dazu wurde auch im Gesetz festgelegt, der alte Anbieter darf keinerlei Wechselgebühren berechnen, wenn die Verträge schon länger als fünf Jahre laufen, was bei vielen Riester-Sparern der Fall sein sollte.
Bei Verträgen unter fünf Jahren kann der abgebende Anbieter, also zum Beispiel eine Versicherung, maximal 150 Euro Gebühr für den Wechsel verlangen.
Und der neue Anbieter, wo man dann aus Riester ein Altersvorsorgedepot machen kann, der darf maximal 150 Euro Einrichtungsgebühr verlangen.
Aber auch da kann ich schon mal sagen, ich glaube, das ist das erste Mal, dass wir das öffentlich sagen.
Scalable wird einen kostenlosen.
Riester Wechselservice anbieten.
Und wird bei euch wahrscheinlich auch digital relativ einfach gehen, so wie man es gewohnt ist.
Ja, dass wir da jetzt nicht das Faxgerät rausholen, kann man sich denken.
Dann gibt es noch ein Thema, das viel interessiert hat, Eigenheim.
Da gibt es eine Ausnahme dafür, wenn man früher entnimmt, um Eigenheim zu kaufen.
Ja, das haben wir ja jetzt schon bei Riester auch, so dieses Stichwort Wohnriester.
Und ist ja eigentlich auch wieder symptomatisch für das, was man da vor 25 Jahren gemacht hat.
Ultrakomplex, sehr, sehr bürokratisch.
Das ist deutlich vereinfacht worden und es gibt die Möglichkeit, dieses Altersvorsorgekapital zu nutzen, wenn du eben...
statt ETFs dann doch mal Steine haben willst.
Du kannst es sogar verwenden für eine Wärmepumpe oder ein barrierefreies Bad.
Natürlich auch für den Kauf oder den Bau einer selbstgenutzten Immobilie, Tilgung des Immobilienkredits, sogar auch Erwerb von entsprechenden Immobiliengenossenschaftsanteilen.
Das funktioniert ab 3.000 Euro Kapital.
Entnahme macht ja auch Sinn.
Du brauchst ja jetzt nicht für 50 Euro daraus.
Und das ist insgesamt deutlich entschlackt worden.
Es entfällt eben dieses lebenslange Weiterschleppen des Wohnförderkontos.
hat man auch hier wieder eine nachgelagerte Besteuerung.
Der Entnahmenbetrag wird dann bei Rentenbeginn gleichmäßig auf fünf Jahre verteilt und nachgelagert versteuert.
Also man hat im Grunde natürlich immer noch so eine Art Wohnförderkonto, aber es ist viel, viel einfacher aufgesetzt und es bleibt eine Perspektive für Menschen, insbesondere die noch gar nicht so genau wissen, ob sie jetzt wirklich mal irgendwann eine Immobilie haben wollen oder nicht.
da auch bitte immer im Hinterkopf halten, dass insbesondere dann, wenn man das Altersvorsorge-Depot mit einem hohen Aktienanteil hat, das Vermögen natürlich auch schwanken kann und dass es dann auch irgendwann eine Timingfrage ist, wenn man ans Geld will, ob es dann gerade wirklich sinnvoll ist, zu verkaufen und das Geld rauszunehmen.
Timing ist auch schon ein gutes Stichwort, weil auch die Frage aufkam, wenn ich da mal entnehme und gerade eine schwache Börsenphase da ist, bin ich verpflichtet dazu, in einem gewissen Zeitraum zu entnehmen?
Wie flexibel bin ich bei der Entnahme am Ende?
Ja, ist ja so ein Schreckgespenst der alten Riester-Verträge.
Du wirst 67, Börse crasht um 30 Prozent und die Versicherung zwingt dich dann quasi mit dem ohnehin ja wirklich sehr geringen Ertragsanteil, weil ja die Garantien so teuer sind.
irgendwie am Tiefpunkt umzuschichten in so eine mickrige, lebenslange Rente.
Da ist zunächst mal wichtig, also wir haben beim Altersvorsorge-Depot zwar eine Verrentungsoption, aber eben nicht diesen Verrentungszwang.
sondern du kannst es eben als Auszahlplan machen, beziehungsweise du kannst auch schon Geld rausnehmen.
Ganz wichtig zum Timing zunächst mal, du hast einen flexiblen Startkorridor.
Du musst nicht pünktlich an deinem 65.
Geburtstag anfangen, sondern du kannst den Rentenbeginn flexibel schieben zwischen dem vollendeten 65.
und dem 70.
Lebensjahr.
Wenn also die Märkte dann zum 65.
gerade im Keller sind und du hast...
vielleicht die finanzielle Flexibilität, weil es niemals der einzige Baustein sein sollte, dann kannst du den Beginn einfach nach hinten verschieben.
Wie gesagt, du hast keinen Verrentungszwang, sondern bei einem Auszahlplan bleibt dann dein Geld einfach in ETFs investiert.
Und die Raten dieses Auszahlplans werden...
Alle drei Jahre neu kalkuliert, je nach der Marktentwicklung, weil es soll ja bis 1985 dann entsprechend gehen.
Und gleichzeitig hast du halt auch die Möglichkeit, eine 30% Entnahme bei Rentenbeginn zu machen.
Das kann natürlich dann so ein Argument sein, wenn die Märkte gerade besonders gut gelaufen sind und du denkst dir, naja, das ist schon ein ganz ordentlicher Stand, den wir hier haben.
Dann kann das eine Option sein, das da rauszunehmen, sich defensiver aufzustellen, auch da.
Ob man dann irgendwann in ein paar Jahrzehnten diese Option nutzt oder eben nicht, hängt ganz entscheidend von dem ab, was eben sonst an Geld da ist und wie die allgemeine Alterssicherung ist.
Aber es ist auf jeden Fall sehr, sehr flexibel gestaltet.
Und was das Timing-Risiko angeht, gibt es noch ein Zusatzthema, nämlich das sogenannte Ablaufmanagement.
Im Standarddepot wird das Aktienrisiko Fünf Jahre vor Rentenbeginn auf maximal 50 Prozent und zwei Jahre vorher auf maximal 30 Prozent heruntergefahren, damit einen eben so einen Börsencrash kurz vor der Rente nicht eiskalt erwischt.
Im freien Altersvorsorge-Depot kann man dieses De-Risking auf Wunsch dann einfach abwählen.
Man kann also auch in die Rente gehen, wirklich deutsch mit 100 Prozent Aktien.
Und würdest du sagen, es gibt ein Alter, bei dem sich das aktuell nicht mehr lohnt?
Weil da haben natürlich auch ein paar ältere Hörer, die haben gefragt, lohnt sich das für mich noch, mit dem E50-55 das nochmal anzufangen, das Altersvorsorge-Depot?
Naja, also man gibt ja diesen schönen Spruch, die beste Zeit einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren und die zweitbeste ist heute.
Und beim AVD gilt das analog.
Für staatliche Zulagenförderung ist man eigentlich fast nie zu alt.
Sicher, es ist ein ganz wichtiges Thema für junge Menschen.
Nicht nur, weil die sowieso sehr viel Zeit haben, damit der Zinseszinseffekt wirklich wirken kann, sondern da gibt es auch nochmal einen Bonus für unter 25-Jährige.
Gibt es nämlich zusätzlich zur Grundzulage noch einmalig 200 Euro Berufseinsteiger-Bonus.
Und wenn du allein mal diese 200 Euro dann nimmst, über 45 Jahre bei 7% Rendite, ja sind das auch wieder 4.200 Euro.
Würdest du ja auch nicht Nein sagen.
Zusätzliches Incentive, wenn man jung ist, unter 25, dass man da auch schnell loslegt.
Gucken wir mal auf meine Alterskohorte.
Also für die 50-Jährigen lohnt sich das noch?
Ja, lohnt sich auch.
Denn wer mit 50 einsteigt, 15 Jahre lang spart und investiert, der kassiert dann in Summe wieder.
Bis zum maximalen Förderbetrag 8.100 Euro.
Reine Grundzulagen vom Staat, da sind die Steuervorteile noch nicht drin, also günstiger Prüfung, sowie auch nicht der Steuerstundungseffekt, der sich ja im...
vorhin eigentlich nicht quantifizieren lässt.
Naja, und ich meine, du hast dann im Grunde eine garantierte Anfangsrendite schon mal von 30 Prozent auf deinen Eigenbetrag.
Und das lohnt sich ja auch.
Deswegen, also ja klar, ich werde es auch machen.
Und ja, dann kommen wir natürlich dahin, was ist jetzt mit denen, die vielleicht schon über 60 sind.
Also bei 63 oder 64 hast du eben kaum noch Zeit für den Zinseszinseffekt.
Da ist dann auch die Förderdauer nicht mehr da.
Also vielleicht mit 60 lohnt es sich dann, wenn man sowieso plant, bis 68 oder 70 weiterzuarbeiten.
Oder wenn man noch Altguthaben aus Riester überträgt, die man dann so auf den letzten Metern nochmal ein bisschen rentierlicher anlegen möchte.
Da kann das eine Option sein.
Aber für die allermeisten Menschen unter 60 ist das Altersvorsorge-Depot eine wirklich spannende Option.
Weiß man eigentlich, was passiert, wenn das Renteneintrittsalter angehoben wird in den nächsten Jahren mal?
Ja, da ist kein Unterschied, weil das Altersvorsorge-Depot entkoppelt.
Die private Vorsorge vom Rentensystem, ja, der Entnahmebeginn ist an die Vollendung des 65.
Lebensjahres gekoppelt, mit ein paar Ausnahmen, wenn man sehr viel früher angefangen hat zu arbeiten.
Und wenn jetzt die Politik das staatliche Rentenalter auf 68 oder 72 anhebt, darfst du trotzdem mit 65 an deinem Altersvorsorge-Depot, wenn du es denn dann willst oder musst, weil wir haben ja darüber gesprochen, du hast diese Flexibilität im Korridor.
Und wenn wir nochmal auf Anbieterseite schauen, wenn man jetzt bei euch ein Altersvorsorge-Depot machen würde und irgendwann nicht mehr happy wäre, aus welchem Grund auch immer, könnte man wechseln oder wie läuft das?
Ja, also es werden keine Kunden lebenslang verhaftet, sondern man kann den Anbieter für das Altersvorsorge-Depot dann entsprechend wechseln.
wenn man unzufrieden sein sollte.
Aber ich bin sehr fest davon überzeugt, dass das bei uns der Fall sein wird, dass man sehr zufrieden sein wird, sowohl mit den Konditionen.
als auch insgesamt mit dem Look and Feel des Altersvorsorge-Depots.
Das ist ja auch ein wichtiger Punkt, dass es ja gerade wegen dieses langen Horizonts nicht irgendwie so ein anonymes Ding ist, wo man so sagt, da geht schon wieder Geld ab, da muss ich jetzt nochmal wieder irgendwas einzahlen, sondern dass man wirklich auch beim Blick in die App feststellt, jawohl, das ist mein Altersvorsorgevermögen.
Das wächst sicherlich nicht.
durch die Schwankungen der Märkte wie an der Schnur gezogen.
Aber man sieht, man gibt laufend Geld hinein und über die Zeit profitiert man vom Wachstum der Kapitalmärkte und vom Zinseszinseffekt.
Und das entsprechend dann auch anschaulich darzustellen und auch dabei zu helfen, die Durststrecken, die immer kommen werden am Kapitalmarkt durchzustehen, ist natürlich für uns auch eine wichtige Aufgabe.
Ich würde sagen, es ist ein sehr schönes Schlusswort.
Vielen Dank für deine ganzen Antworten heute.
Wer noch mal mehr Infos gibt, gibt es bei euch bei Asset Class auch, kann man noch mal die Folge nachhören.
Ihr habt auch den Rechner zum Altersvorsorge, wo man noch mal mit eigenem Geld nachrechnen kann, quasi mit welchen Beträgen man plant, wie viel einem das alles bringen würde.
Das ist auch immer ganz spannend.
Ja, also dieser Rechner ist wirklich wichtig, weil man kann sich da wirklich auch die eigenen Lebensumstände noch mal eingeben.
Wir haben gar nicht darüber gesprochen, dass es ja noch einen Booster gibt, nämlich Kinder.
Stimmt.
300 Euro pro Jahr für jedes Kind nochmal als Zulage.
Auch das ist nochmal ein zusätzliches Argument, weil man kann damit schon, Grundbedingung ist, dass man 25 Euro im Monat investiert, damit man diese 300 Euro dann im Jahr bekommt.
Also allein wenn man sich die Summen klar macht, das ist ja schon ein immenser Hebel.
den man da dann drin hat.
Und das ist vielleicht ein zusätzliches Argument.
Ja, am Ende ist es natürlich so, der Staat gibt etwas.
Er gibt diesen Dreifachwumms aus Zuschüssen, aus Steuerstundung und Möglichkeit zur günstiger Prüfung.
Dafür setzt der Staat Leitplanken, dass ich zum Beispiel keine Einzelaktien, kein Krypto machen kann, kein Gold, aber ich kann eben komplett...
das Aktienuniversum über ETFs spielen, das Anleiheuniversum spielen und es gibt ja dann auch Rohstoff-ETFs.
Ich kann also wirklich Multi-Asset machen und ja, ich bin halt dann festgelegt bis zur Rente und dann ist auch die Auszahlung nicht nur besteuert, sondern reguliert.
Am Ende kann man sich im Rechner davon überzeugen, ist es rein rational ein guter Deal.
Ich glaube auch, so ein abgegrenztes Altersvorsorgevermögen.
zusätzlich zum Eigeninitiativen-ETF-Sparplan, ist eine gute Sache, auch vom Mindset her.
Aber wenn jemand sagt, ja, ist alles fein und gut, aber am Ende möchte ich es trotzdem nicht, ich möchte komplett frei investieren, auch eine gute Sache.
Aber gerade wer sagt, ich will nicht das Altersvorsorge-Depot, der muss dann auch erkennen, dass es wichtig ist, selber Eigeninitiativ was zu machen.
Das sollte der Staat natürlich fördern.
Deswegen, das Altersvorsorge-Depot räumt nicht meine alte Forderung ab, dass ich sage, Freibetrag.
muss substanziell angehoben werden für diejenigen, die ja teilweise auch schon seit vielen Jahren eigenverantwortlich vorsorgen, die keine Zuschüsse wollen.
Den muss man einfach nicht Knüppel in die Beine werfen, sondern da kann man auch dafür sorgen, dass das Compounding funktioniert und nicht teilweise wieder wegbesteuert wird.
Das ist immer so meine Größenordnung.
1.000 Euro pro Monat, 10.000 Euro pro Jahr.
Das wäre ein guter Booster zusätzlich auch für die Mittelschicht.
Natürlich gerade, wenn deine Hörerinnen und Hörer im Freundes- und Bekanntenkreis darüber sprechen, weil sie ja vielleicht als erfahrenere Anleger da auch angesprochen werden nach dem Motto, was denkst du darüber, dann wird allein die Beschäftigung mit dem Thema Altersvorsorgedepot dafür sorgen, dass man erkennt, man muss etwas machen.
Das Altersvorsorgedepot ist eine tolle Möglichkeit.
Der freie ETF-Sparplan ist eine andere Möglichkeit.
Die einzige Option, die nicht geht und die irgendwann in 20, 30, 40 Jahren sehr wehtun wird, ist gar nichts zu machen.
Und insofern auf jeden Fall auch nochmal Respekt, dass der Staat jetzt viel zu spät, aber endlich erkannt hat, es muss da einen Impuls in die Gesellschaft geben und der ist auf jeden Fall da.
Vielen Dank, Christian.
Nochmal für den Schlussansprache würde ich auch so weitergeben.
Wir haben es auch in der letzten Folge schon gesagt, wirklich motiviert die Leute in eurem Umfeld, die noch nicht anlegen, die noch skeptisch sind, weil auch für die ersten Beiträge wird es ja noch mehr gefördert.
Da ist der Effekt ja noch größer, auch für Menschen, die nicht so viel verdienen, die haben so viel Effekt durch das Vorsorge-Depot.
Das auf jeden Fall weitertragen.
Und wenn es noch Fragen gibt, stellt sie gerne in den Kommentaren und dann setzen wir uns vielleicht in ein paar Monaten im Jahr nochmal zusammen und klären nochmal alles auf.
Das war ohne Aktienwert schwer, produziert von Potsdam bei OMR.
Wir hören uns am Montag wieder, lasst uns gern Feedback da, falls ihr noch zusätzliche Fragen zum Altersvorsorge-Depot oder auch zu anderen Themen habt und generell auch Feedback, wie euch solche Sonderfolgen gefallen.
Bis Montag, alles Gute, adios.
