# AI IPO Risks and Agent Integration Trends

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-10-02

## Transcript

Happy Friday, den 2.
Oktober 2026.
Ich bin Max Muntenke, der erkältete Max Muntenke.
Hört's vielleicht und bring euch einmal in unter 10 Minuten durch die KI-News der Woche, bevor ich mich wieder hinlege.
Aber hilft ja alles nichts.
Es ist nämlich eine ganze Menge Spannendes passiert und wir gehen einfach mal direkt rein mit der Superintelligence von letzter Woche.
Ich hatte ja darüber gesprochen, dass Trump sagt, es soll nicht mehr Artificial Intelligence, sondern Superintelligence heißen.
Abgekürzt SI.
Fun Fact, der so nebenbei jetzt passiert ist, ist, dass .si die Top-Level-Domain von Slowenien ist.
Und Slowenien registrierte vor dieser Rede ungefähr 3.500 neue Domains im Monat.
Mittlerweile sind es 3.700 am Tag.
Einfach, weil Leute KI-Tools bauen und die offenbar mit .si dann launchen.
Es ist fantastisch.
Also Trumps Politik hat auf jeden Fall bislang Slowenien.
in die Karten gespielt.
Erinnert mich ein bisschen an diese 2000er-Nummer mit .tv.
Vielleicht erinnert ihr euch an .tv, als diese Websites überall aufkamen, um irgendwie online Fernsehen und halt irgendwie entsprechende Seiten zu bewerben.
.tv gehört immer noch Tuvalu.
Tuvalu ist ein 11.000-Einwohner-Staat mitten im Pazifik und die haben den Reibach ihres Lebens gemacht damals mit diesen .tv-Domains und haben sich von dem Erlös unter anderem auch eine Mitgliedschaft in der UN gekauft.
Weil das vorher einfach auch konnte es sich nicht leisten, Mitglied der UN zu sein.
Dank TV ging das dann.
Mal gucken, was Slowenien mit dem Goldrausch aus .si macht.
Auf jeden Fall witzige Side-Note.
Wir bleiben aber mal irgendwie im ganzen Finanzbereich.
Und zwar wird nicht an euch vorbeigegangen sein, dass Anthropic an die Börse will.
Für so knapp 2 Billionen US-Dollar, größter Börsengang der Geschichte.
Und das ist durchaus bemerkenswert.
Also erstmal muss man sagen, die sind in einem Jahr von 400 Millionen Umsatz auf 4,6 Milliarden Dollar Umsatz explodiert.
Also wahnsinnig, wahnsinniger Wachstum.
Gleichzeitig machen sie aber 8 Milliarden Dollar Verlust.
Es ist nach wie vor eine Geldverbrennungsmaschine, muss man sagen, auch wenn natürlich die Umsatzzahlen steigen.
Jetzt wollen Sie an die Börse und der Börsenprospekt, der ist tatsächlich mein absolutes Lieblingsteil, denn er hat 261 Seiten und rund 80 Seiten davon, also knapp ein Drittel, sind nur Risiken.
Also Risiken nicht im Sinne von, vielleicht kommt Google mit einem besseren Modell, sondern Risiken im Sinne von, ja, vielleicht geht die Menschheit drauf.
Also investiert Geld in uns, ja, aber hier ein Drittel unseres Börsenprospekts sagt auch, unsere Technologie könnte katastrophale oder sogar existenzielle Risiken für die Menschheit verursachen.
Das ist für mich so der What-the-Fuck-Moment der Woche gewesen auf jeden Fall.
Wir beobachten es weiter.
Ich bin sehr gespannt, was da raus wird.
So, ich muss den Zahn zulegen, ich muss wieder ins Bett.
Also, KI-Agenten werden Kollegen.
Das kennen wir vom Namen dieses Podcasts.
Er ist nicht ohne Grund Kollegin KI.
Jetzt gibt es eine ganz coole BCG-Studie.
Wired berichtet darüber.
Und zwar hat BCG 1261 Manager befragt.
Und 22 Prozent von denen sagten, bei uns tauchen KI-Agenten mittlerweile im Organigramm auf.
Also wir nutzen KI-Agenten tatsächlich schon als Kollegen und wir bezeichnen sie auch als solche.
Und offenbar verändert allein diese Vorstellung unser Verhalten gegenüber KI-Agenten.
Passt auf, die haben ein Experiment gemacht und da haben Manager identische KI-Ergebnisse zu sehen bekommen.
Der einen Gruppe wurde gesagt, das kommt von einem KI-Tool und der anderen wurde gesagt, das kommt von einem KI-Mitarbeiter.
Und dann sollten die die Ergebnisse bewerten.
Und bei den vermeintlichen KI-Kollegen fanden sie 18% weniger Fehler.
Also mit Kolleginnen ist man nachsichtiger, kennen wir alle.
Und offenbar gilt das inzwischen auch, wenn die Kollegin gar kein Mensch ist, sondern ein KI-Agent, der als Teil des Organigramms Teil der Crew ist.
Finde ich eine perfekte News eigentlich für diesen Podcast.
Muss ich auf jeden Fall kommenden Dienstag mal mit meiner Kollegin Revue passieren lassen und fragen, was sie davon hält.
Ja, es gibt noch eine spannende Studie vom Team hinter Atria Dorn.
Atria Dorn ist ein neues KI-Agentensystem.
Die ist speziell gebaut für Forschung und technische Entwicklungsarbeit.
Und die Entwickler haben mal so ein...
eine kleine Fallstudie gemacht.
Jetzt kein wirkliches repräsentatives Laborexperiment, muss man sagen, aber eine Fallstudie.
Und zwar haben sie sich selbst beim Arbeiten beobachtet.
Und sie haben 769 reale Arbeitsaufgaben über vier Wochen begleitet und geguckt, was machen eigentlich die Agenten im Hintergrund.
Und das ist ganz spannend, denn anfangs haben die Agenten, die ihnen bei der Entwicklung geholfen haben, im Median nur elf Aktionen selbstständig ausgeführt.
Je länger man aber mit diesen Agenten gearbeitet hatte, wurde es immer mehr.
Vier Wochen nach Beginn ist das Ganze nämlich von elf auf 28,5 Aktionen gestiegen.
Das heißt, Agenten haben dazugelernt und haben immer mehr Schritte selbstständig übernommen.
Jetzt muss man sagen, bei diesen Forschenden war es so, dass die...
ganz großen Teil der Arbeit selbst entschieden haben, beziehungsweise gesagt haben, in welche Richtung der Agent geht.
Also hier wurde wirklich auf Human in the Loop gesetzt und tatsächlich das Ganze unter kontrollierten Bedingungen gemacht, wenn man dieser Fallstudie glauben darf.
Aber ich finde es durchaus spannend, dass KI natürlich dazu lernen kann, Agenten sich auch immer mehr irgendwie an unsere Arbeitsweise anpassen und im Zweifel dann auch einfach schon von alleine loslaufen und mehr machen, wenn sie wissen, was wir denn eigentlich für Ziele verfolgen.
Das wäre natürlich auch wünschenswert, dass das im Alltag so ist, also bei allen Otto-Normal-Nutzenden von KI.
Jetzt muss ich aber abschließen mit einem Bericht aus der Vivo.
Die Wirtschaftswoche sagt nämlich, dass diese Arbeitsteilung, also die KI macht immer mehr und wir Menschen entscheiden und kontrollieren, so tatsächlich gar nicht passt.
Denn es gibt das große Problem, dass wir Menschen offenbar gar keine Lust haben auf diesen Teil der Kontrolle.
In einer Befragung, auf die sie sich beziehen, nutzten zwei Drittel der Angestellten generative KI ohne Wissen ihres Arbeitgebers.
Das ist erstmal dieses klassische Shadow-AI-Thema, was wir ja irgendwie kennen und immer mal wieder aufgreifen.
58% gaben KI-generierte Leistungen als ihre eigene Arbeit aus und nur die Hälfte kontrollierte überhaupt, ob das Ergebnis stimmt.
Tja, Human in the Loop klingt also hervorragend, vorausgesetzt halt, dass der Human auch hinguckt.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Kurz und knackig, ich gehe jetzt wieder ins Bett.
Ich danke euch fürs Zuhören.
Redaktionsschluss war Donnerstag, der 1.10.15 Uhr.
Ich freue mich auf Kommentare, Likes.
Wenn es euch gefallen hat, teilt diese Snackbox-Folge gerne und wir hören uns dann am Dienstag.
Schönes Wochenende euch.
Ciao.
