# US Midterms, Bond Relief, and Corporate Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-10-02

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Trumps Diesel-Drohung, das Anleiheraufatmen und einen möglichen neuen Eigentümer für Barbie.
Im Thema des Tages geht es um die Börsenfolgen der amerikanischen Mittürmwahlen.
Und in der EEE-Idee verraten wir euch die Aktientipps vom AAA-Summit-Vorabend-Dinner.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Holger Zschäpitz.
aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Freitag, der 2.
Oktober und wir wünschen euch einen euphorischen Start in diesen AAA-Summit-Tag.
In wenigen Stunden geht es los und wir hoffen, dass wir viele von euch gleich live in Berlin sehen werden.
Und damit ihr nicht zu häufig beim Summit auf euer Depot gucken müsst, hat sich die Börse gestern Abend noch etwas beruhigt.
Wer nur auf Frankfurt schaut, hat einen ziemlich nervösen Markt erlebt.
Wer bis zum US-Schluss durchgehalten hat, wurde mit einer kleinen Erholung belohnt.
Oder wer hier zuhört, da kriegt die Erholung auch noch präsentiert.
Zwei Börsen, zwei Stimmungen.
Der DAX hat ein Prozent verloren und ist sogar unter die 25.000er Marke gerutscht.
Genau auf 24.939 Punkte.
Die Gründe kennen wir schon von den Vortagen.
Inflationsangst, Ölpreis und steigende Renditen.
Die 10-Jährige US-Staatsanleitung, die rentierte zwischenzeitlich mit 5,34.
So hoch wie seit 2002 nicht mehr.
Und die Konjunkturdaten, die haben noch Öl ins Feuer gegossen.
Im ISM-Index der US-Industrie ist die Preiskomponente von 71,1 auf 77,9 Punkte gesprungen.
Gleichzeitig sind die Entlassungen laut Challenger Report um 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen.
Irgendwie.
Ist das ja auch was Verrücktes.
Gute Nachrichten für die Wirtschaft sind gerade schlechte Nachrichten für die Börse.
Brummende Konjunktur plus steigende Preise heißt, die FED müsste eigentlich noch die Zinsen erhöhen.
Ein Händler hat es gestern sehr schön formuliert, der Anleihemarkt läuft der Notenbank davon.
Doch dann kam am Abend die Wende.
US-Anleihen haben endlich wieder Käufer gefunden.
Die Rendite der 10-Jährigen fiel bis zum Schluss auf 5,23 Prozent.
Und der S&P 500, der schloss dann 0,2 Prozent höher und der nächste 100 sogar 0,3 Prozent.
Einen echten fundamentalen Grund gab es dafür allerdings nicht.
Anleihen waren nach dem monatelangen Ausverkauf schlicht brutal überverkauft.
Wir hatten euch ja gestern in der AAA-Idee ein paar ETFs präsentiert für eine mögliche Gegenbewegung am Anleihenmarkt.
Außerdem hat ein neues Quartal begonnen, da wird häufig eben umgeschichtet.
Trotzdem sollte jetzt nicht zu euphorisch werden.
Öl der Sorte brennt, ist gestern um fast 4%.
Auch wieder über 100 Dollar gestiegen, weil die USA offenbar einen dritten Flugzeugträger in den Nahen Osten schicken.
Und Washington droht Deutschland und Frankreich mit einem Diesel-Exportstopp, falls wir unsere Notreserven nicht freigeben.
Diesel ist sowieso das eigentliche Problem.
Raffinierte Produkte werden weltweit knapp.
China hat seine Exporte bis auf Weiteres gestoppt.
Und Diesel steckt in jedem LKW und jeder Lieferung.
Das frisst sich viel hartnäckiger in die Inflation als Benzin oder anderes.
Der Euro hat übrigens auch gelesen.
Kommen wir zu den Unternehmen.
Spektakulär war in New York das Comeback eines vermeintlichen KE-Verlierers, nämlich Accenture.
Die stiegen um 16 Prozent, weil der Umsatz währungsbereinigt um 7 Prozent wuchs, statt der erwarteten 3.
Das war mal eine positive Überraschung.
Und dann noch Synopsis.
Die legt nach einem starken Ausblick gleich mal um 13 Prozent zu.
Es hat vor allem Hedgefonds wehgetan, die auf fallende Kurse gesetzt hatten.
Die mussten sich eindecken.
Und dann noch eine Meldung für alle Kinder der 80er Jahre.
Barbie bekommt vielleicht einen neuen Besitzer.
Der Lizenzspezialist Authentic Brands, der soll mit...
mehr als 20 Dollar je Aktie für Mattel bieten.
Hasbro zog gleich mit nach oben und Twilio, die gewann nachbörslich leicht dazu.
Das Unternehmen wird in den S&P 500 aufsteigen.
Spannend wird es heute für die Aktie von Adidas.
Die Aktie hatte gestern schon 1,8 Prozent verloren, denn nach US-Schluss, da kamen Zahlen von Nike.
Der Gewinn war ordentlich, aber der Umsatz, der fiel um 5 Prozent, in China sogar um 26 Prozent.
Und für das laufende Geschäftszeit, das war noch viel krasser, erwartet Nike jetzt 7 bis 9 Prozent weniger Umsatz.
Nachbörsig ging es nochmal 6 Prozent runter.
Ja, für Adidas kann das zweierlei heißen.
Entweder zieht Nike die ganze Branche mit runter, dann eben auch Adidas.
Oder aber Adidas wird als der bessere Sportartikler gefeiert, dann könnte es hochgehen.
Wenig rosig lief es für die Online-Apotheken.
Redcare und Doc Morris gestern nach dem Kurssprung zum Wochenbeginn bis zu 6,3% im Minus.
Und bei den Rüstungswerten fiel Renk um 2,7%, während Hensoldt 0,9% zulegte.
Die Bank of America sieht die Elektronik-Spezialisten vorn.
Und wir haben es ja eben schon angedeutet, die Erholung im Anleihemarkt, die war vor allem technisch.
Ob das so weitergeht, wird ein wichtiger Termin heute zeigen, nämlich die amerikanischen Arbeitsmarktdaten.
Die werden um 14.30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht.
Nach 162.000 neuen Jobs im August rechnet der Konsens jetzt nur noch mit 85.
Bis 88.000, Goldman Sachs tippt sogar auf 80.000.
Und paradoxerweise werden auch das schon in den Märkten eben eine schwache Zahl ganz gut für die Börse, weil sie die Zinssorgen dämpfen würde.
Und im Tagesverlauf wird dann auch noch Tesla die Auslieferung für das dritte Quartal bekannt geben.
Erwartet werden rund 463.000 Fahrzeuge.
In Brüssel soll dann noch die EU entscheiden, ob der Mediamarkt Saturn-Konzern Zekonomy von JD.com übernommen werden darf.
Und dann heißt es nach dem Summit, hoch die Hände, Wochenende.
Das Thema des Tages.
Philipp, was glaubst du eigentlich?
Wovor haben Einleger mehr Angst?
Vor einer Regierung, die alles durchboxt und was schafft?
Oder vor einer, die gar nichts hinkriegt?
Ja, ich würde mal sagen Stillstand.
Das klingt nach Shutdown, Chaos.
Ja, irgendwie.
Nicht so gut.
Ja, aber an der Börse ist es dann doch anders.
Die Börse liebt nämlich eher den Stillstand.
Und genau der könnte am 3.
November kommen.
Da wählen nämlich die Amerikaner bei den Zwischenwahlen, den sogenannten Midterms.
Das komplette Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats wird auch noch neu gewählt.
Und die Republikaner dürften ihre Mehrheit in beiden Kammern verlieren.
An den Wettmärkten Calci und Polymarket, da liegen die Chancen der Demokraten fürs Repräsentantenhaus bei inzwischen gut 90 Prozent.
Beim Senat ist es in den letzten Wochen gekippt, da stehen sie jetzt bei rund 60 Prozent.
Also auch überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass sie sich durchsetzen.
Was das für eure Aktien heißt, das wollen wir euch heute im Thema des Tages erklären.
Denn?
Ist ja nur noch ein Monat hin und da sollte man lieber früher als später Bescheid wissen.
Fangen wir vielleicht erst mal mit der Geschichte an.
Seit 1934 hat die Partei des Präsidenten bei Zwischenwahlen im Schnitt 27 Sitz im Repräsentantenhaus verloren.
Das ist fast sowas wie ein Naturgesetz.
Und diesmal ist der Abstand besonders groß.
In den landesweiten Umfragen liegen die Demokraten gut acht Punkte vorn.
2022 war es um diese Zeit gerade mal einer.
Jetzt denken viele, blaue Welle, alles wird anders.
Das ist der Denkfehler.
Im Weißen Haus sitzt ja weiter ein roter Republikaner mit Veto-Recht.
Und im Senat, da gibt es den Filibuster für die meisten Gesetze.
Da braucht man dann eigentlich 60 Stimmen, um was durchzusetzen.
Und das glaubt im Moment wirklich niemand, dass die Demokraten das bekommen könnten.
Übersetzt heißt das, selbst wenn die Demokraten beide Kammern holen, bekommen wir faktisch eine Blockade.
Große Steuer, Klima oder Gesundheitsreform?
Tja.
Die sind kaum durchsetzbar.
Und genau das mag die Börse.
JP Morgan hat das seit 1950 ausgewertet.
Bei einem geteilten Kongress hat der S&P 500 über die zweijährige Legislatur im Schnitt 21 Prozent zugelegt.
Kontrollierte eine Partei alles, waren es 18 Prozent.
Warum das so ist?
Naja, weil die Politik dann keine Überraschungen mehr liefert, wenn sie nämlich wenig liefert.
Keine neuen Regulierungen, keine Steuerschocks.
Unternehmen können besser planen.
Und Unsicherheit hassen nun mal die Anleger.
Jetzt kommt aber die Zahl, die überrascht.
JP Morgan hat sich angeschaut, wie der S&P 500 in den zwölf Monaten nach jeder Zwischenwahl seit 1950 gelaufen ist.
Das waren 19 Wahlen und 19 Mal lag der Index nach einem Jahr im Plus.
19 von 19, also in 100 Prozent der Fälle.
Das würde man sich echt mal vorstellen.
Im Schnitt waren es 14,6 Prozent.
Und wenn man sich einen normalen 12-Monats-Zeitraum beim S&P 500 anguckt, dann sind es nur gut 9 Prozent.
Aber bevor jetzt alle wild losrennen und kaufen kurzfristig, sieht es anders aus.
Einen Monat nach der Wahl lag der Markt fünfmal im Minus.
2002 stand er drei Monate später sogar mehr als 8 Prozent tiefer.
Und 1986 blieben nach zwölf Monaten nur noch knapp zwei Prozent übrig, weil dazwischen der Crash von Oktober 1987 lag.
Also ihr seht, die Serie ist nicht unbedingt ein Freifahrtschein.
Und es gibt noch einen Haken.
Die Konstellation, auf die es jetzt hinausläuft, also republikanischer Präsident und demokratischer Kongress, ist historisch die schwächste.
Über alle Jahre gerechnet gab es da nur gut vier Prozent pro Jahr.
Naja, da würde ich jetzt...
Vielleicht leicht widersprechend in dieser Statistik.
Da steckt auch die Ölkrise der 70er und auch die Finanzkrise von 2008.
Das hat jetzt mit den Farben im Kongress wenig zu tun.
Ja, Ölkrise, das klingt ja doch ein bisschen nach 2026.
Aber gut, ich gebe dir den Punkt.
Dann das zweite Problem.
Vieles ist schon gelaufen.
Der S&P 500, der liegt rund 60 Prozent über dem Start dieses Präsidentschaftszyklus.
über eine komplette Amtszeit schafft er im Schnitt nur 39 Prozent.
Puh, das klingt natürlich ein bisschen alarmierender.
Und seit 1950 war nur der Zyklus ab 1996 besser.
Und das ist wirklich ungewöhnlich, denn eigentlich bringen Midtermjahre die tiefsten Rücksetzer, also bevor diese Gewahlen sind.
Und normal sind rund 18 Prozent Rücksetzer.
Dieses Jahr waren sie in der Spitze aber nur rund 9 Prozent.
Dann holen wir das jetzt nach.
Wird es vor der Wahl nochmal richtig ruppig?
Naja, wenn man es historisch anguckt, kann man das sagen.
Der Volatilitätsindex, der erreicht einen Höhepunkt typischerweise einen Monat vor der Wahl.
Okay, also genau jetzt.
Eigentlich jetzt, aber danach fällt er meistens wieder.
Und wenn man jetzt mal schaut, was am Optionsmarkt eingepreist ist, Kaum ein Wahlrisiko eingepreist.
Deshalb rechnet JP Morgan aber eher mit einer steigenden Nervosität von jetzt ab.
Zumal es auch genug Sorgen gibt und Anlass dafür.
Ölpreis Iran, steigende Zinserwartungen.
Spannend finde ich ja, dass der Markt offenbar schon abgestimmt hat.
JP Morgan hat Körbe mit Aktien gebaut, die von den einzelnen Szenarien profitieren.
In den letzten sechs Monaten hat der Blockadekorb 9% zugelegt.
Der Korb für einen republikanischen Durchmarsch liegt leicht im Minus.
Dann schauen wir uns den vielleicht mal an, den Blockadekorb.
Da sind Aktien drin wie Eli Lilly.
Ohne neue Gesetze zu Medikamentenpreisen fällt für die Pharma-Riesen ein großes Risiko weg.
Und dann ist noch Home Depot und Lowe's drin.
Die könnten davon profitieren, dass beim Wohnen keine Deregulierung kommt, die den Markt durcheinander bringt.
Und beide notieren auch praktisch auf nur 52 Wochen tief mit minus 16 beziehungsweise minus 22 Prozent seit Jahresanfang.
Alphabet und Meta drohen bei geteiltem Kongress weniger neue Kartell-, KI- und Datenschutzgesetze.
Eine große Sorge nimmt JP Morgan raus.
Der KI-Boom mit seinen Milliarden für Rechenzentren, der läuft in jedem Szenario weiter.
2027 und 2028 könnte er sogar nochmal an Tempo gewinnen, weil die Konzerne vor der nächsten Präsidentschaftswahl schnell investieren wollten.
Glaubt zumindest JP Morgan.
Und was heißt das jetzt für euer Depot?
Naja, wer ein MSCI World hat, der steckt zu rund 74 Prozent in den USA.
Und auch die breiter gefassten Indiziers wie Fuzzi Orwell sind ja ungefähr 63.
Die Wahl betrifft euch also, auch wenn ihr keine einzige US-Aktie direkt besitzt.
Und wer Akzente setzen will, seit 1990 haben Halbleiter-Software und Tech-Hardware rund um die Wahl am verlässlichsten besser abgeschnitten.
Also der Gesamtmarkt, Halbleiter im Schnitt gut sieben Prozentpunkte.
Bei einer blauen Welle kämen Krankenhausbetreiber wie HCA oder Tenet dazu.
Die würden profitieren, wenn die Demokraten die Kürzung bei Medicaid...
Und Medicare zurückdrehen der staatlichen Krankenversicherung für die Geringverdiener in den USA.
Und die Wahl selber, die solltet ihr besser nicht traden.
Rechnet in den nächsten Wochen mit mehr Schwankungen und seht Rücksetzer eher als Einstiegschancen.
Die Geschichte ist ziemlich eindeutig.
Ein Jahr nach den Midterms stand Washington der Börse noch nie im Weg.
Holger, die AAA-Idee hat sich heute fast wie von selbst ergeben.
Ganz genau.
Wir haben uns nämlich gedacht, wenn wir schon mal einen Teil der AAA-Community und unsere Speaker vom Summit zum Vorabend-Dinner im Haus haben, dann nutzen wir doch die geballte Expertise und die Schwarmintelligenz und locken ein paar echte AAA-Ideen aus ihnen heraus.
Beim Dinner gab es vier große Tische und vor der Vorspeise hast du erstmal allen den Arbeitsauftrag verpasst.
Welche Aktie ist eure AAA-ID?
Und ganz wichtig, jeder Tisch musste sich genau auf eine Aktie einigen.
Das Ergebnis ist also klar, gleich vier AAA-Ideen des Tages.
Die Tische, die sind dabei ziemlich unterschiedlich vorgegangen.
Ich habe das ein bisschen beobachtet.
Bei einigen wurde lange hin und her überlegt.
Da wurden Trading-Apps rausgezogen und Depots verglichen.
Bei anderen gab es am Ende eine richtige formale Abstimmung.
Ein Tisch hat sich sofort festgelegt.
Da war die Vorspeise noch gar nicht da und einer hat nicht geliefert.
Tja, bei mir am Tisch, da gab es durchaus ein bisschen hin und her.
Ich verrate, dass der Chef eines Brokers sogar live nachgeschaut hat, welche Small Caps gerade am meisten gehandelt werden auf seiner Plattform.
Die sind allerdings nicht nur von der seriösen Art gewesen, deswegen lassen wir die hier mal unter den Tisch fallen.
Aber die konnten sich am Ende dann doch nicht durchsetzen.
Genauso wenig wie der Vorschlag eines Argentinien-ETF zu nehmen.
Kam natürlich von einem Melee-Fan, aber es stellte sich raus, dass der ETF gar nicht in Deutschland handelbar ist.
Deshalb wurde auch diese Idee wieder verworfen.
Am Schluss landete der Tisch wieder ganz am Anfang der Diskussion und entschied sich für eine Aktie, die wirklich kein Geheimtipp mehr ist.
Trommelwirbel.
Siemens Energy.
Okay, kein Geheimtipp, aber natürlich wirklich eine Aktie, die weiter viel Momentum hat, weil sie gleich von mehreren Trends profitiert.
Energiewende, KI, Rechenzentrumsboom ist natürlich auch schon relativ gut gelaufen, auch wenn in letzter Zeit sie ein bisschen geschwächelt hat.
Trotzdem steht allein seit Jahresbeginn ein Plus von 16 Prozent da.
Auf 12-Monats-Sicht ist Siemens Energy sogar um 37 Prozent gestiegen.
Die meisten Analysten sagen weiterhin kaufen und sehen durchschnittlich noch 35 Prozent Aufwärtspotenzial.
Beim Eckerdammtisch ging es extrem demokratisch zu, hat er mir erzählt.
Da wurde abgestimmt und gewonnen hat eine Aktie, die im Moment nicht so viele als Hoffnungsträger auf dem Zettel haben, Volkswagen.
Ich muss sagen, ich habe da als Ex-Auto-Reporter erstmal ein bisschen irritiert geschaut, als er mir das erzählt hat.
Aber immerhin stecken dahinter schon sehr konkrete Überlegungen unserer Dinnergäste.
Man muss die These nicht teilen, aber es gab immerhin eine These und die geht so.
Bei VW ist jetzt die Trendwende erreicht, weil es einen revolutionären Durchbruch gegeben hat, in dem der einst mächtige oder übermächtige, so kann man sagen, Betriebsrat endlich echten Sparmaßnahmen zustimmen musste.
Das China-Geschäft habe man in Wolfsburg jetzt abgeschrieben und die Effekte seien deshalb schon voll eingepreist.
Könnte man daran sehen, dass VW und die anderen Autobauer kein Veto mehr gegen eine härtere Handelspolitik gegenüber China eingelegt hätten.
Man setzt also jetzt auf Abschottung, weil sich durch chinesische Gegenmaßnahmen nicht mehr viel kaputt machen lassen würde.
Bis hierhin kann ich da ja vielleicht noch irgendwie mitgehen.
Es kam dann aber auch noch das Argument, dass VW ausgerechnet beim Thema Software gar nicht so schlecht aufgestellt sei, wie es der Markt vermuten würde.
Da bin ich wirklich anderer Meinung.
Aber ich kann natürlich falsch liegen und Eckarts Schwarm am Tisch behält am Schluss recht.
Jedenfalls sagt der Tisch, VW ist zu sehr verprügelt worden.
So schlecht steht es nicht um den deutschen Autobauer.
Uns am Tisch, da wollte der Defner gleich mal seine Vonovia-Aktien ins Rennen schicken.
Zumal noch ein Politik-Podcaster, der auch bei uns am Tisch saß, mit ihm im Vonovia-Boot sitzt.
Doch Hendrik Leber meinte, nee, nee, nee, nee, nee.
Er würde keine Aktien haben wollen, die politisch so stark reguliert sind und auch noch ein solches Zinsrisiko bergen.
Also hat man sich dann geeinigt auf eine zweite Aktie, CTS Eventim.
Und die Idee dahinter, gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, würden die Verbraucher...
Geld für Events oder Konzerte ausgeben.
So eine Art kleiner Eskapismus aus dem Alltag.
Ja, quasi so ein kleiner Triple-A-Summit.
Ja, Events.
So ist es.
Die Aktie hat sich vom Allzeithoch 2025 mehr als halbiert.
Allerdings ist am Mittwoch nicht ganz unfreiwillig der Finanzchef William Wilms mit sofortiger Wirkung zurückgetreten, nach gerade mal neun Monaten im Amt.
Und Konzernchef Klaus-Peter Schulenberg hat sich am Donnerstag in einer 10-minütigen Videoschalte den Investoren gestellt.
Die Begründung klingt so ein bisschen wie ein schlechtes Arbeitszeugnis.
Wilms sei kein Vorbild gewesen und habe die Mitarbeiter nicht motiviert.
Es habe Unstimmigkeiten in seinem Verhalten gegeben.
Aber nichts Strafrechtliches.
Klingt nach stets bemüht.
Wenn ein CFO über Nachts gehen muss, dann denkt an der Börse jeder sofort dasselbe.
Stimmt da was nicht mit den Zahlen?
Entsprechend war die Reaktion, am Mittwoch ist die Aktie zeitweise um fast 15 Prozent abgestürzt.
Bis auf 48,26 Euro.
Vielleicht sind es tatsächlich Einstiegskurse.
Allerdings haben die einen hohen Verschleiß an CFOs bei dem Unternehmen.
Vier Finanzchefs in nur sechs Jahren.
Ja, insofern müsst ihr nochmal genauer Traukum, ob die Idee auch sie in dem Unternehmen dann materialisiert.
Und der vierte Tisch.
Der hat einfach nicht geliefert.
Und da der nicht geliefert hat, habe ich dann meinen Tischnachbarn, Har Duang, gefragt, den Manager des Kryptofonds von BIT Capital.
Und er schlug Hyperliquid Strategies vor.
Das ist ein Unternehmen, das nur einen einzigen Coin hortet.
So ein bisschen wie die MicroStrategy oder Strategy-Strategie, die ja Bitcoin haben.
Und die haben aber nicht Bitcoin, sondern die horten Hype.
Und das ist der Token der Kryptobörse Hyperliquid.
Hyperliquid Strategies hält aktuell 35,1 Millionen Hype-Token im Wert von etwa...
3,2 Milliarden Dollar ist selbst aber weniger als 3 Milliarden wert.
Trump hat im August gesagt, die Aufsicht wolle Hyperliquid legal in die USA holen.
Die Aktie sprang an dem Tag um gut 30 Prozent.
Klingt verlockend, aber die Firma hat sich gerade erlaubt, für bis zu 2,5 Milliarden Dollar neue Aktien auszugeben.
Heißt für euch, Verwässerung droht.
Ihr seht vier Ideen unserer Community.
Wir sind sicher, dass ihr auf dem Summit noch mehr gute Ideen einsammeln werdet.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns wie immer über euer Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an AAA, also aaa.welt.de oder ihr hinterlasst uns eine Bewertung in eurem Podcast-Player oder auf Instagram.
Christoph hat uns geschrieben und wünscht sich eine Spezialfolge.
Ich zitiere mal aus seiner Mail.
Konkret fände ich einen Recap super, in dem ihr vergleicht, welche AAA-Ideen sind voll aufgegangen und was waren im Nachhinein die Erfolgsfaktoren und welche Ideen haben sich eher zum Flop entwickelt und woran lag es.
Keine schlechte Idee, Christoph.
Nehmen wir, wie man so schön sagt, mal mit.
Vielleicht kriegen wir ja rund um Weihnachten zwischen den Jahren mal so eine Spezialfolge hin.
Keine Spezialfolge, aber auch noch eine ziemlich spezielle Samstagsfolge gibt es morgen.
Es gibt auch eine Sonntagsfolge.
Aber erst mal die Samstagsfolge, denn da gibt es für alle, die es nicht zum Summit geschafft haben, ein kleines Trostpflaster.
Wir nehmen ja später auch einen Live-Podcast auf, wie immer mit einem Gast.
Und dazu gibt es noch ein paar Highlights vom Gipfel.
Und das wollt ihr natürlich nicht verpassen.
Deshalb gilt heute ganz besonders, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns eurem Freundschaft.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
