# CTO Leadership, AI Agents, and Sustainable Growth

**Podcast:** Becoming CTO Secrets
**Published:** 2026-09-29

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Becoming CTO Secrets, dem Podcast von CTOs für CTOs und diejenigen, die es noch werden wollen.
Ich bin Philipp Deutscher, externer CTO, CTO-Coach und der Gründer der Becoming CTO-Community.
Heute zu Gast bei mir ist Christoph Trappel.
Er ist der CTO beim österreichischen Softwareunternehmen Fab4Mainz und sein Weg ist ein ganz besonderer, denn er führt ihn tatsächlich vom Praktikanten bei Fab4Mainz in die technische Führung, begleitet von großen persönlichen Einsatz und natürlich der Frage, wie er diese Verantwortung dauerhaft und nachhaltig übernehmen kann.
Christoph und ich haben im CTO-Coaching zusammengearbeitet und heute sprechen wir darüber, was sich in seinem Arbeitsalltag und seinem Verständnis von Führung seitdem alles verändert hat.
Christoph, herzlich willkommen.
Hallo Philipp, danke für deine Einladung.
Sehr schön.
Und was ich auch noch angekündigt habe, und das hast du auch gesagt, das ist dir sehr wichtig.
Und deswegen, das wollen wir ganz an den Anfang stellen.
Du hast auch einen Podcast.
Und du hast mich sogar auch eingeladen in den Podcast.
Das machen wir auch bald.
Aber erzähl doch mal, was für einen Podcast hast du und wo kann man das hören?
Genau, also mit meinen Arbeitskollegen, mit dem Simon, gemeinsam machen wir den Podcast Management Dialog Führung mit Hausverstand.
Das machen wir seit eineinhalb Jahren.
Unregelmäßig in letzter Zeit, aber zumindest alle paar Monate machen wir eine Folge.
In letzter Zeit auch mit Gästen und wir freuen uns schon auf die Folge mit dir gemeinsam.
Und wir machen den Fokus vor allem auf junge Führungskräfte, die gerade in die erste Führungsverantwortung kommen, die Tipps brauchen, was da wichtig ist, auf was man achten muss.
Und wir sind beide junge Führungskräfte, das Simon und ich.
Und wir wissen so, was sind die Hürden, was sind da die ersten Gedanken, was sind die ersten Herausforderungen.
Und genau die Erfahrungen von uns teilen wir in diesem Podcast und eben auch in letzter Zeit mit Gästen, die was auch.
ihre Einblicke aus der Führung mitgeben.
Ja, spannende und wichtige Aufgabe und hier auch Erfahrung weiterzugeben, ist wichtig.
Deswegen, ich bin auch sehr gespannt auf die Folge.
Und jetzt habe ich dich angekündigt als CTO von Fab4Minds.
Dann vielleicht kannst du mal kurz in zwei, drei Sätzen sagen, was baut ihr bei Fab4Minds?
Und auch ganz wichtig, wofür trägst du als CTO heute die Verantwortung?
Genau, also mir, Pfeffer Mainz, ist ein ERP-Software-Hersteller.
ERP-Software herzliche ich meistens ein bisschen unspektakulär oder unspannend, aber im Grunde genommen sehr spannend, weil das die Digitalisierung vom gesamten Unternehmen ist.
Also vom Lageeingang, Lagerausgang, Kundenverwaltung, Portale, Webshop, also alles, was ein...
Unternehmen braucht, können wir quasi digitalisieren und bereiten wir auch für unsere Kunden als Digitalisierungspartner auf und mit unserer Software kann man eigentlich alle Bereiche von einem Unternehmen abdecken.
Aber da im Unterschied zu anderen ERP-Software-Herstellern einen sehr starken Fokus auf einen Bereich, nämlich den Lebensmittelbereich, das ist quasi 90 Prozent von unseren Kunden.
haben irgendwie einen lebensmittelnahen Fokus, ob das jetzt produzierende Unternehmen sind, die was Lebensmittel herstellen oder weiterverarbeiten oder so eher ein bisschen weiter weg von der, direkt vom Lebensmittel sind, aber trotzdem im Lebensmittelbereich tätig sind, nämlich so Zertifizierungsstellen wie die Arme Marketing, die was dann Bio-Zertifikate oder andere Zertifikate ausstellt und Bauern, Landwirte oder Unternehmen kontrolliert und eben nachsieht, ob die Richtlinien eingehalten werden.
Auch solche Kunden verwenden unsere Software zur Verwaltung von der Zertifikate.
Aber so wirklich der Hauptfokus an Lebensmittelproduzenten oder so Getreidelogistikunternehmen, das ist vor allem der erste Sparte gewesen, wo unser Unternehmen tätig war.
Da sind wir am breitesten aufgestellt, also quasi.
Der meiste Getreide in ganz Österreich wird jährlich über unsere Software verwaltet und abgewickelt.
Das ist dann immer in der Erntezeit ziemlich spannend, weil natürlich gerade in dieser Zeit dann die Software hundertprozentig funktionieren muss.
Kann ich mir vorstellen.
Man will natürlich nicht, dass dann die Landwirte und die LKWs vor dem Lager stehen und dann das Getreide nicht einlagern können.
Also da ist es immer sehr wichtig, dass die Software da alle Anforderungen abdeckt.
Du sagst, lebensmittelnaher Fokus, war das von Anfang an der Hauptfokus des Unternehmens oder hat sich das entwickelt aus den ersten Kunden, mit denen man zusammengearbeitet hat und daraus ist die strategische Nische entstanden, ein schwieriges Wort?
Grundsätzlich, das Unternehmen gibt es jetzt schon 25 Jahre, also das ist entstanden von unserem Geschäftsführer aus so einer Abzweigung von einer HTL-Projektidee und es war von vornherein ausgelegt für Lebensmittelbereich.
Also es ist auch mehr oder weniger aus dem herausgestanden.
Es war nicht von vornherein immer eine ERP-Software, sondern es war eben genau eine Software für die Getreidelogistik und ist halt immer breiter gewachsen, sind mehr Kunden dazugekommen und schlussendlich eben das heutige ERP-System daraus geworden.
Weißt du, was mich da für eine Frage noch umtreibt, zum Thema ERP?
Wie sehr seid ihr davon betroffen, dass jetzt Unternehmen aus eigener Kraft versuchen, Dinge nachzubauen.
Ist das ein Thema bei euch oder ist das gerade kein Thema bei euch, weil zum Beispiel die lebensmittelnahe Branche vielleicht nicht ganz so softwareaffin ist, wie das andere Bereiche wie E-Commerce zum Beispiel sind?
Also wir sind auch schon sehr stark betroffen davon, weil auch einer Sparte von uns ist eben auch E-Commerce.
Also wir haben auch Kunden im E-Commerce-Sektor.
Glauben also auch an alle anderen Kunden, sind teilweise sehr affin mit neuer IT-Software.
Vor allem bei Unternehmen, wo es gerade einen Unternehmerwechsel gibt, von so älteren Geschäftsführern zu neuen Geschäftsführern, die was halt sehr mit KI schon mehr verzahnt sind und mehr damit machen.
Das ist auf jeden Fall herausfordernd für uns genauso wie für jede Softwareanbieter momentan.
Auf der einen Seite, weil eben die Unternehmen mehr abwarten einmal, wie sich das Ganze entwickelt, die ganze Branche und wie sich KI wirklich weiterentwickelt und wo wir dann in ein, zwei, drei Jahren stehen.
Und auf der anderen Seite müssen wir auch darauf schauen, dass wir unsere Software so bauen, dass sie genauso komfortabel und intuitiv bedienbar ist, als wenn das eine komplett gewerbt-codete Software ist, die genau auf den Anwendungsfall von den eigenen Kunden funktioniert.
Ja, dann sag doch mal, du als CTO, ich kann mir natürlich vorstellen, oder viele auch der Zuschauer, Zuhörer können sich vorstellen, was du als CTO alles verantwortest, aber trotzdem ist das von Unternehmen zu Unternehmen immer nochmal ein bisschen unterschiedlich.
Was ist denn dein Verantwortungsbereich, wofür bist du verantwortlich?
Also grundsätzlich für alle technischen Bereiche bei uns.
Also das ist bei uns vor allem dadurch, dass wir Softwareanbieter sind natürlich die Produktentwicklung, also damit wir unser Produkt weiterentwickeln technisch.
Auf der anderen Seite auch der Betrieb von unserer Software.
Dadurch, dass wir unsere Software als SaaS-Produkt anbieten, dann auf unseren eigenen Servern, ist auch die ganze Infrastruktur und Betrieb von dem auch Teil von meiner Rolle.
Aber wenn wir jetzt für die Herausforderung der Zukunft denken, auf jeden Fall die Ideen, die Produktideen, zum Schauen, dass wir die technisch auch wirklich umsetzen können und vor allem auch langfristig marktbar umsetzen können.
weil wir eben immer eine sehr langfristige Beziehung mit unseren Kunden haben.
Also wir wollen nicht nur einfach eine Produktlizenz verkaufen für ein halbes Jahr, sondern wir wollen immer eine längerfristige Partnerschaft mit denen eingehen und sie langfristig auch glücklich machen.
Und dadurch muss unsere Software auch entsprechend gebraut werden.
Und ich habe es eingangs ja erwähnt, du bist als Praktikant tatsächlich gestartet im Unternehmen bei Fab4Minds, direkt nach der Schule.
Wie lange hat denn der Weg gedauert?
Für viele ist das ja genau der feuchte Traum, dass man hier ganz unten anfängt, sich nach oben arbeitet.
Irgendwann ist man in der CTO-Rolle angekommen.
Also A, wie lange hat es bei dir gedauert?
Und war es wirklich so ein feuchter Traum?
Oder wie viele schwierige Situationen, Herausforderungen musstest du meist dann auch den Weg dahin?
Im Nachhinein hört es sich vielleicht wie ein feuchter Traum an.
Natürlich hat es bei mir genauso Auf- und Absgeben und so schwierige Phasen.
Ich musste auch nochmal ausbessern, ich habe nicht nach der Schule bei Pfeffermans angefangen, also der erste Kontakt mit der Firma war schon während der Schule sogar, weil ich das letzte Praktikum während meiner HTL-Zeit schon bei Pfeffermans gemacht habe und dann eben nach der Schule nochmal Praktikum gemacht habe zwischen Zivildienst und Studium.
Da habe ich so ungefähr sechs Monate Zeit gehabt, wo ich nicht wirklich was zum Tun gehabt habe.
Da habe ich mir gedacht, ich könnte bei der Firma nochmal ein Praktikum machen und die Zeit überbrücken.
Das war mir nur für die Überbrückung wieder sechs Monate angedacht gewesen.
Aus diesen sechs Monaten ist mittlerweile zehn und eineinhalb Jahre dauerhafte Beschäftigung geworden bei Pfeffermains.
Nach dem Praktikum dann eine Teilzeitanstellung neben dem Studium.
Nach dem Studium dann wieder Vollzeit.
bald nach dem Studium sogar dann Teamleiter vom Frontend-Team geworden, dann andere Bereiche übernommen und jetzt seit zweieinhalb Jahren eben City oder das heißt ungefähr, würde man sagen, acht Jahre ungefähr hat es gedauert von Praktikanten bis zur aktuellen Stelle.
Das ist eine sehr beachtliche Traction oder ein beachtlicher Lebenslauf, den du hast.
Wenn du jetzt mal zurückblickst, was glaubst du denn, was hat dich denn von anderen abgehoben?
dass du ja trotzdem, auch obwohl es jetzt acht Jahre war, der Weg hat ja auch sehr weit vorne angefangen, dich dann trotzdem so schnell in so eine Rolle gebracht hat.
War das etwas, dass du Chancen und Herausforderungen auch innerhalb des Unternehmens aktiv gesucht hast oder sind andere auf dich zugekommen und haben dir einfach sehr viel zugetraut und dich sehr viel beladen mit Sachen und du hast sie dann einfach gelöst?
Ich glaube bei dir.
Generell, ich glaube, ich bin ja ein Typ Mensch, der, wenn er irgendwelche Probleme sieht oder Herausforderungen sieht, die er auf jeden Fall lösen möchte und wenn irgendwelche Chancen sich ergeben, die er auch wahrnimmt.
Zum Beispiel, also grundsätzlich habe ich immer die neueren Themen angegriffen.
Ich habe schon als Praktikant quasi die Evaluierung von unserem neuen Web-Framework übernommen.
Ich habe mich da sehr tief hineingesteigert, habe dann quasi auch die Einschulung von einem weiteren Mitarbeiter übernommen und eben dann auch, wie sich die Chance ergeben hat, dann auch die Teamleitung von diesem neuen Bereich, diesem Frontend-Team übernommen.
Natürlich habe ich auch das Glück gehabt, dass gleichzeitig das Unternehmen gerade in der Zeit gewachsen ist.
Wie ich gestartet habe bei der Firma, waren wir zehn Mitarbeiter.
Jetzt haben wir mittlerweile 100 Mitarbeiter, also innerhalb von den zehn Jahren natürlich sind wir sehr stark gewachsen.
Dadurch hat sich auch der Bedarf von neuen Führungskräften und neuen Führungsebenen ergeben.
Aber natürlich war das auch damit verbunden, dass ich jede Chance und jede Verantwortung, die was sich ergeben hat, auch übernommen habe.
Ja und trotzdem muss man die Chance natürlich erstmal ergreifen und nicht jeder kriegt sie angeboten.
War das dann irgendwann auch eine...
logische Konsequenz, dass du diese Rolle bekommen hast.
Wolltest du in die Rolle dann irgendwann oder kam irgendwann der Geschäftsführer auf dich zu und hat gesagt, hey, das macht ja einfach Sinn, dass du jetzt diese CTO-Rolle hast, weil du bist sowieso der oberste Tech-Geme-Unternehmen und dann machen wir dich doch hier als Teil des C-Levels der Geschäftsführung und kommst jetzt damit rein.
Also grundsätzlich, ich glaube, in so eine Rolle kommt man nie, wenn man nicht aktiv, quasi zumindest im Hintergedanken hat, dass man die Rolle machen will irgendwann.
Natürlich habe ich immer laufend daran hingearbeitet, dass ich...
mehr Verantwortung, mehr Aufgaben übernehme und dann auf diese Rolle hinarbeite.
Wobei ich nichts Ziel gehabt habe, dass ich schon mit acht Jahren auf diese Rolle hinkomme.
Also ich wäre zu vielen gewesen, wenn es nach 15 Jahren gewesen wäre, oder nach 20 Jahren.
Das hat sich auch mit der Zeit dann so ergeben.
Ich muss einmal auch schon sagen, dass der letzte Karriereschritt, also vor mir hat es eigentlich diese Rolle vom CTO bei uns im Unternehmen gegeben, weil dadurch, dass man...
Ein kleineres Unternehmen war, hat mir die Rolle noch gebraucht.
Da haben wir den Geschäftsführer über den Teamleitern gehabt.
Aufgrund von dem Wachstum haben sie aber gewisse Herausforderungen ergeben, wo wir gesehen haben, wir brauchen noch eine Führungsebene, die gewisse Bereiche übernimmt.
Und ich war laufend eigentlich mit Harald, unserem Geschäftsführer, immer wieder im Austausch, wo er mir genauso wie jeden anderen auch gewisse Probleme, Herausforderungen geschildert hat.
Und wie ich schon gesagt habe, wenn ich Herausforderungen sehe, dann denke ich so lange darüber nach, bis ich irgendwelche Lösungen finde, wie man das machen kann.
Und eben dieser Umbau, wo dann die CTO-Rolle und die CCO-Rolle von einem Kollegen von mir ergeben hat, die habe ich schon lustigerweise vorgeschlagen.
Das war so meine Vorstellung, wie man das Problem lösen könnte, auch satorisch, und wie man das angehen könnte.
Und ich habe natürlich in Harald vorgeschlagen, okay, Wenn du nichts dagegen hättest, dann würde ich das natürlich übernehmen und die Verantwortung wahrnehmen.
Aber er hat natürlich die Gegenseite der Geschäftsführer auch das genauso gesehen.
Er hat mich da schon mehrere Jahre gekannt und wusste, okay, wenn ich das übernehme, dann hat er schon Hand und Fuß und dann mache ich das auch.
Gab es für dich jemals so den Moment, wo du dir gedacht hast, bin ich da eigentlich auf dem richtigen Weg?
Also es gibt ja nicht wenige Techies, die sich fragen, wollen sie doch lieber vielleicht in der Individual-Contributor-Rolle bleiben?
Das war für dich aber anscheinend nie eine Option oder zumindest bist du einfach dem natürlichen Lauf des Wachstums und wo es dich hingetragen hat, gefolgt?
Oder gab es trotzdem zwischendurch die Idee zu überlegen, naja, will ich wirklich diese gesamtheitliche Führung oder will ich doch eher eine spezialisiertere Form der Führung?
Also eigentlich die Fragestellung hat es eigentlich für mich nicht.
nicht gegeben, weil ich dort immer so quasi gesamtheitlich die Führung übernehmen, weil ich immer lieber breiter aufgestellt bin in die Verantwortungen.
Diese Fragestellung hat es eher dann später gegeben, wie schon in der City-Rolle war, vor allem auch in der Zeit, bevor ich das Coaching mit dir gemeinsam gemacht habe, wo ich mich schon wieder hinterfragt habe und mir gedacht habe, bin ich so richtig in der Rolle, weil ich dann erst dann wirklich wahrgenommen habe, was sind die Herausforderungen.
Und ich habe dann wirklich auch meine Denkweise und meine Führungsrolle überdenken müssen, überalten müssen und da wieder einmal neu ankommen.
Das war genauso wie bei einem Teamleiter, wie ich die erste Teamleiterrolle übernommen habe.
Am Anfang denkt man auch, okay, wenn man nie Führungskraft war, Das ist genauso wie wenn ich ein individueller Entwickler bin und dann habe ich ein bisschen mehr Verantwortung.
Aber als Teamleiter ist es genauso, dass sich eigentlich die Arbeitsweise komplett verändert.
Und dann war es nochmal die wechselnde CTO-Rolle eigentlich genauso.
Du hast ja auch im Vorgespräch gesagt oder auch in den Gesprächen, die wir ja auch schon zu anderen Zeitpunkten hatten, dass dieser besondere Einsatz, den du gebracht hast, der dich auch dahin gebracht hat, wo du jetzt bist und der auch...
ein Mitbestandteil deines Aufstiegs ist.
Der hat dir natürlich was ermöglicht und der hat auch seinen Preis dafür gefordert.
Was war das denn genau?
Was hat dich denn da beschäftigt?
War das eher die Art und Weise, wie du dann in dieser Rolle arbeiten konntest oder musstest du komplett umstellen dein Denken, dein Handeln, die Muster, nach denen du operierst?
Meinst du den Wechsel zur Teamleiterrolle?
Meinst du den beiden Wechsel zur Teamleiterrolle, was sich da verändert hat?
Nicht nur da, zur Teamleiterrolle und später in die CTO-Rolle war es ja ähnlich, oder?
Genau, also da ist eher so die Denkweise gewesen.
Also wie gehe ich mit Herausforderungen um, was mache ich, wann so Probleme aufkommen, wie interagiere ich mit meinen direkt unterstellten Mitarbeitern.
Beim Wechsel in die Teamleiterrolle in der ersten war das noch viel stärker, weil vorher muss man technische Probleme lösen und je mehr Führungsverantwortung, je mehr menschliche Probleme muss man lösen.
Mittlerweile sage ich scherzhalber immer, hier und da komme ich mir vor wie im Kindergarten, wie ein Kindergärtner, der seine Mitarbeiter zufrieden stellt, dem man ist natürlich ein Scherz, aber es ist schon was Wahres dran, wenn man eben mit menschlichen Problemen zu kämpfen hat, weil gewisse Mitarbeiter nicht miteinander reden können oder reden wollen oder weil es irgendwelche Kommunikationsprobleme gibt.
Früher waren halt eher so die technischen Probleme der zentrale Fokus.
Ja, das ist ja auch manchmal einfacher.
Die technischen Probleme, die sind oft so, funktioniert oder funktioniert nicht.
Und wenn es nicht funktioniert, gibt es einen klaren Blick, wie man an der Lösung arbeiten kann.
Und wenn man die gefunden hat, dann stimmt das auch.
Und im Zwischenmenschlichen ist es nicht ganz so binär.
Da gibt es mehr Graustufen.
Richtig.
Christoph, du hast ja auch angeboten, du hast eine gesundheitliche Auszeit genommen und du hast auch angeboten, darüber zu sprechen.
Was möchtest du uns darüber heute erzählen?
Was hast du aus dieser Zeit für deinen Umgang mit Arbeit mitgenommen?
Also grundsätzlich, lustigerweise ist es genau zeitgleich zusammengefallen mit meinem Wechsel zum CTO.
In derselben Woche, wo ich offiziell zum CTO gemacht wurde, habe ich ein Team-Meeting gehabt.
Das war am Donnerstag und die ganze Woche war ich mehr oder weniger krank.
Ich habe Fieber gehabt.
Das war eine wichtige Situation.
Ich habe jahrelang auf den Moment hingearbeitet, dass ich die Verantwortung nehmen kann.
Wir haben gewisse Sachen vorbereiten müssen für den Termin und so weiter.
Muss nochmal 120 Prozent sein, gerade jetzt kann ich nicht ausfallen, deswegen einfach ein paar Fiebersenker genommen und nochmal Gas geben.
In der einen Woche ist es auch gut gegangen, dann am Wochenende war ich dann zu Hause bei meinen Eltern und dann habe ich aber leider zusätzlich dann eine Gehirnentzündung bekommen, wo mittlerweile dann anschließend die Ärzte die Vermutung gehabt haben, dass das eben genauer Teil war, weil ich eben...
Vorher die Krankheit, die wahrscheinlich nur ein grippaler Infekt war, die normalerweise innerhalb von einer Woche abklingt, aber dadurch, dass ich nicht auf meine Gesundheit geachtet habe, sondern auf die Arbeit, das Immunsystem dann überregiert hat und dann das Gehirn angegriffen hat, was dann zur weiteren Folge gab, dass ich eigentlich nicht mehr gehen konnte.
Also ich habe dann, eigentlich so war das erste Symptom, dass ich im Bett gelegen bin.
Ich wollte dann nochmal auf die Toilette gehen und bin vom Bett aufgestanden und bin aber eigentlich beim Aufstehen umgefallen.
Eben Gott sei Dank war ich da zu Hause und mein Bruder hat dann gleich gesagt, okay, wir müssen jetzt gleich ins Spital fahren und das einmal genau untersuchen.
Und dort haben sie ja ziemlich alt dann sogar erkannt, okay, das muss irgendwas im Gehirn sein.
Also ich weiß nicht, sogar innerhalb von den ersten zehn Minuten, wie wir dort waren.
hat die Aufnahme gesagt, okay, da müssen wir jetzt einen Neurologen dazuziehen.
Und ich muss sagen, auch weil man viel jetzt über das Gesundheitssystem in Österreich, vielleicht auch in Deutschland schimpft, aber in der Situation war ich sehr froh, dass die sehr umsichtig und sehr schnell so reagiert haben und das dann herausgefunden haben, was das Problem ist.
Mitten in der Nacht alle Untersuchungen bekommen, MRT, CT.
Blutabnahme, Ultraschall, alles mögliche.
Und das letzte, was sie dann untersucht haben, war dann ein Kreuzstich, wo sie Rückenmarkflüssigkeit abgenommen haben, damit sie das im Labor untersuchen können.
Von dem ich, weil ich nicht wirklich mehr viel mitbekommen habe, ich kann mich noch erinnern, der Arzt damals hat gesagt, normalerweise, wenn sie an Rückenmarkflüssigkeit abnehmen würden, würden sie mir weiter...
Schmerzmittel vorher spritzen, aber dadurch, dass ich so viel Medikament bekommen habe mit Infusionen und alles Mögliche, würde ich es einmal weglassen und einmal probieren, ob ich es ohne den machen kann.
Ich habe genau nichts mehr gespielt von dem.
Dann war ich mehrere Tage im Krankenhaus, wobei sie dann auf Verdacht die richtige Behandlung gemacht haben mit Immunglobuli.
Von Montag bis Donnerstag kann ich mich auf nichts mehr erinnern, was da passiert ist.
Am Donnerstag bin ich wieder zu mir selber gekommen.
In dem Moment war es so, wie wenn ich am nächsten Tag einfach aufgewacht bin.
Es war einfach generell eine ziemlich blöde Situation für mich.
Wie gesagt, ich bin eigentlich Frühschritte geworden.
Dann quasi so ein Rückschlag mehrerer Tage im Krankenhaus.
Schlussendlich habe ich dann quasi eine gesundheitliche Auszeit für zwei Monate gehabt, weil ich dann nach dem Krankenhausaufenthalt vier Wochen Reha machen musste wegen Muskelaufbau und so weiter.
Ich habe auch insgesamt das Glück gehabt, dass die Krankheit erst einmal bei mir sehr schnell abgeheilt ist, dadurch, dass ich es schnell behandeln habe können und dass ich keine irgendwelche bleibenden Schäden habe.
Also das war das Positive.
Wobei die jetzt gesagt haben, ich habe Glück gehabt, dass die Krankheit gewesen war.
Und vermutlich, wenn ich so weitermache, also so mit Vollgas, einfach ohne Rücksicht auf die Gesundheit dauernd arbeite, das nächste Mal irgendwas anderes sein kann, was vielleicht nicht mehr so rückgängig machbar ist.
Wie sehr, ich meine, das ist eine sehr intensive Geschichte, die du da erzählst.
Und erst mal Auch danke, dass du die bereit bist, so zu erzählen, weil ich glaube, das ist ein Thema, das auch wir hier nicht nur im Podcast, auch in anderen Gesprächen, die ich führe mit CTOs, auch gerne mal unter den Tisch fallen lassen, dass natürlich da auch ganz viel Energie und Einsatz drinsteckt, um in so eine Rolle zu kommen und in so eine Rolle zu performen und das natürlich auch Tribut zollt, wenn man da zu viel macht.
Hast du dann in dem Moment, als du ausgefallen bist, hattest du in irgendeiner Art und Weise im Hinterkopf, oh, ich kann ja jetzt nicht ausfallen, ich bin doch jetzt hier CTO und bin ich dann noch CTO, wenn ich jetzt wieder zurückkomme?
Also du bist ja auch aufgrund deiner Arbeit dahin gekommen und auf einmal sagt dein Körper von jetzt auf gleich, nein, ich will jetzt nicht mehr.
Und es kann ja durchaus sein, dass dann dein Kopf sagt, ja, scheiße.
Also ich muss sagen, das ist eine Befürchtung, dass ich nachher nicht mehr CTO bin.
Eigentlich nicht gehabt.
Also ich habe Gott sei Dank einen sehr guten Geschäftsführer.
Also ich bin im HL sehr dankbar.
Also die erste Reaktion, wo er dann erfahren hat, was ich habe und dass es länger dauert war, nimm dir die Zeit, was du brauchst, schau, dass du wieder gesund wirst.
Und wenn du wieder gesund bist, dann starten wir durch.
Dadurch, dass er selber auch ähnliche Erfahrungen schon gehabt hat.
ist auch schon eine Zeit lang länger ausgefallen gesundheitlich und er genau so weiß, wie schwierig das ist.
Und ich bin auch meinem Team sehr dankbar, dass sie die Zeit, wo ich jetzt die zwei Monate da war, eigentlich alles von einem Tag auf einen anderen übernommen haben.
Also wir haben ja quasi keine Übergabezeit gehabt, wo ich ihnen irgendwas übergeben habe können und sie haben eigentlich viele Sachen, die wir vorher hundertprozentig übernommen.
gehabt habe, dann einmal schauen müssen, okay, wie funktionieren das und welche Projekte haben wir gerade aktuell am Laufen.
Und das hat eigentlich hundertprozentig funktioniert.
Auf der anderen Seite muss ich auch schon sagen, die erste Reaktion von mir, wenn mich gefragt hat, ob es im Krankenhaus oder dann die Zeit, wo ich zu Hause war, so, ich weiß nicht, wie geht es mir und was möchte ich eigentlich machen?
Oder wie soll es weitergehen?
Meine Reaktion war immer.
Am liebsten würde ich einfach nächsten Tag warten gehen wieder.
Weil einfach, erstens einmal, wie du sagst, ich bin da jetzt frisch in die Oge geworden.
Ich habe eigentlich Pläne gehabt, welche Sachen wir lösen wollen, welche Herausforderungen wir angehen wollen.
Ich habe Pläne gehabt, die ich umsetzen wollte.
Und auf der anderen Seite habe ich auch meinen Job so geliebt, dass ich einfach am liebsten wieder warten gehen wollte.
Aber dann selber einfach...
dann irgendwann einsehen müssen, dass jetzt einfach mal ein paar Wochen Zeit nehmen muss, damit ich wieder voll durchstarten kann.
Ich kann das sehr gut nachvollziehen.
Also ich hatte tatsächlich, vielleicht kann ich dazu auch noch zwei Sätze sagen, dann gleich, ich hatte tatsächlich eine ähnliche Situation, über die ich bisher auch noch nicht gesprochen habe.
Aber in dem Moment, das ist ja auch ein zweischneidiges Schwert.
Du bist in der Rolle, weil du auch...
deine Arbeit liebst, weil du auch bereit bist, viel Verantwortung zu übernehmen.
Das prädestiniert dich natürlich auch genau für solche Rollen.
Und im Gegensatz zu einem 9-to-5-Mitarbeiter, der auf die Uhr guckt, dass er bloß nicht irgendwie fünf Minuten länger macht, identifizierst du dich mit der Bereitschaft, Verantwortung für etwas zu übernehmen.
Und natürlich, wenn man wirklich für etwas Verantwortung übernimmt, dann geht diese Verantwortung nicht einfach so weg.
Ich habe auch zum Beispiel nie verstanden, wenn sich Leute in den Urlaub gehen und auf einmal komplett gar nicht mehr in irgendwelche E-Mails reingucken oder so, Natürlich sollte man das reduzieren und natürlich solltest du nicht im Urlaub arbeiten wie sonst oder musst du überhaupt nicht arbeiten, aber ich empfinde das immer sehr stark als, ich fühle mich für etwas verantwortlich und ja, ich habe irgendwo Verantwortung abgegeben, aber trotzdem zumindest mal reinzugucken, was ist denn da, wenn ich das nicht machen würde, wäre das für mich ein falsches Verständnis von Verantwortung in dem Moment, das ich hätte und deswegen, ich kann das nachvollziehen, dass du, obwohl du da in den Seilen hingst, trotzdem dich mit dem Gedanken beschäftigt hast, naja, am liebsten würdest du morgen wieder arbeiten, weil das ja auch wichtig ist für dich.
Vor allem, wie gesagt, weil ich einfach den Beruf geliebt habe und auch noch immer liebe.
Ich hätte mir nichts anderes vorstellen können, was ich in der Situation jetzt da anders lieber machen würde.
Ja, ich hatte tatsächlich in meiner Phase bei Tipico, ich war damals Director IT Operations, war für alles, was so nach der Software kam, war ich verantwortlich also direkt für die ganzen Testsysteme, für das ganze Build and Deployment Pipelines, also das ganze Thema DevOps für IT, für den laufenden Betriebs, für Incident und Problem Management.
Das war eine sehr intensive Zeit, auch eine Zeit mit sehr viel Wachstum, aber auch sehr viel Konsolidierung gleichzeitig, weil es viele operative Probleme gab.
Und im gleichen Zeitraum, wo wir sowieso schon von der von der mentalen und körperlichen Belastbarkeit ich an der Grenze war, gingen auf einmal Verkaufsgespräche los.
Also Investoren hatten ein großes Interesse daran, Tipico zu kaufen und es haben die üblichen Due Diligence Prozesse angefangen, auf die wir uns dann auch intensiv vorbereitet haben, auch zusammen mit externen Consultants, die bei uns im Haus waren und so weiter und so fort.
Sehr, sehr intensive Zeit.
Und dann fingen tatsächlich so in einem Zeitraum von zwei, drei Wochen, gingen dann diese Gespräche los.
Und das war auf einmal ein Moment und ich hatte so etwas davor noch nie und ich hatte so etwas danach noch nie.
Es war eine Mischung, glaube ich, aus Burnout und einer Grippe oder irgendwas einer Influenza in der Form.
Ich lag tagelang wie halb komatös im Bett.
Ich habe nichts mehr geschmeckt und sonst irgendwas.
Ich habe Infusionen bekommen vom Arzt, war kaum in der Lage, richtig aufzustehen.
Und nachdem ich dann irgendwie nach so...
sieben bis zehn Tagen nochmal aufgestanden bin und dann bin ich tatsächlich zur Arbeit gegangen und ich habe auch irgendwie ein schlechtes Gewissen gehabt, dass ich das Team natürlich in dem Moment im Stich gelassen habe, so hat es das für mich angefühlt, nicht an diesem Due Diligence Prozess teilhaben zu können und ich war glaube ich ein oder zwei Tage maximal auf der Arbeit und dann lag ich wieder da und das war für mich auch so der Indikator, okay, irgendwas ist da nicht in Ordnung, es funktioniert nicht.
Das war auch ein Moment, wo ich dann auch zum CEO gehen musste und dann sagen musste, irgendwas müssen wir jetzt ändern.
Also so in der Ausprägung kann ich das nicht mehr machen.
Und das ist hier zu merken, dass einem der Körper auf einmal einen Strich durch die Rechnung macht und einen Knüppel zwischen die Beine legt.
Das kannst du ja gar nicht mehr steuern.
Du bist dann einfach in der Hand dessen, was dein Körper in dem Moment noch zulässt und was nicht.
Und dann kannst du einfach nur regenerieren.
Und das war auch ein sehr einschneidendes Erlebnis.
Also klar, ich bin heute immer noch unter Volldampf und mache sehr viele Themen, aber so diese Workload, die es damals gab, mit quasi Zero Möglichkeit der Erholung, das war schon extrem und das versuche ich auch seitdem nicht mehr zu haben.
Die Ärzte, die mir dann nachher gesagt haben, die haben auch gesagt, der menschliche Körper ist eigentlich ein Wunder der Natur.
Den kann man so viel aufzwingen und man kann so viel durchstehen, aber immer nur eine Zeit lang und irgendwann kippt der Körper halt K.O.
und dann zumindest, wenn man es vorher nicht erkennt und quasi vorher schon mal ein bisschen auf die Bremse steigt und dann je nachdem.
welcher Glück man hat oder wie sehr man das dann erkennt oder eingreift, dann kommt das eine oder andere, wo der Körper dann sagt, okay, jetzt machen wir mal eine kleine Pause.
Weißt du, was ich mich frage?
Was sagt das dann über uns aus oder was sagt das über andere aus?
Jeder geht damit unterschiedlich um.
Ich habe sehr viele Leute kennengelernt, so auch im Rahmen von potenziellen Coaching-Gesprächen, die ähnliche Situationen hatten, die Burnout hatten oder etwas in der Art, was in die Richtung ging, die komplett Abstand nehmen von jeglicher Verantwortung oder von jeglicher Belastung, die über ein mögliches Niveau hinausgeht.
Also die reagieren nahezu allergisch darauf und haben panische Angst davor, wieder reinzukommen.
Das war bei dir nicht der Fall, glaube ich.
Zumindest habe ich das nie so rausgehört.
Und bei mir erst recht nicht, sondern da ging es dran, okay, regenerieren, daraus lernen.
Man muss vielleicht das eine oder andere anpassen, aber dann geht es weiter.
Oder wie war das bei dir?
Wie empfindest du das?
Absolut gleich.
Also ich glaube, das ist je nachdem, wann der Körper K.O.
gibt.
Also ich glaube, wie es so bei uns ist, wie es bei mir war, wo der Körper schon früher K.O.
gibt und wo es dann nicht so wirklich das Limit erreicht ist, dass man sagt, okay, ich brauche Abstand von allem, dann kann man nachher auch noch weitermachen mit gewissen Einschränkungen.
Also so 150 Prozent wie vorher, sieben Tage die Woche, Ich mache jetzt auch nicht mehr wie früher.
Ich nehme jetzt auch bewusste Freizeit am Wochenende, in der Nacht, im Urlaub.
In der Nacht hoffentlich.
Ich glaube, wenn man das dann trotzdem noch jahrelang so weitermachen würde, dann würde man schon auf den Punkt kommen, wo man dann nur mehr rauskommt, dass man gar keine Verantwortung übernimmt.
Tendierst du ab und zu noch zu...
der Workload oder dem Verhalten, was dazu geführt hat, dass du in diese Situation gekommen bist?
Merkst du das?
Jetzt weniger.
Seit ich jetzt voll in der Situation angekommen bin und mir Verantwortung meinen Teamleitern gegeben habe, fällt es mir leichter, nicht mehr in diese Situation hineinzukommen.
Gleich am Anfang noch der Pause.
habe ich immer wieder so Phasen gehabt noch.
Also da habe ich schon eine gewisse Lernphase von einem halben, dreiviertel Jahr bis Jahr gebraucht, bis ich das ein bisschen mehr gelernt habe, eben nicht am Wochenende zu arbeiten.
Weil genau, glaube ich, das auch der Fehler war vorher.
Also einer meiner Leitsprüche war so, das Wochenende ist eine Illusion, was bis zu einem gewissen Grad schon richtig ist.
Aber ja, jetzt...
nehmen wir schon bewusst die Freizeit am Wochenende.
Der Körper braucht gewisse Phasen, wo er Abstand von der Arbeit hat.
Ich will gar nicht sagen, dass er wirklich eine komplette Ruhephase sein muss.
Man kann auch am Wochenende kochen, backen, im Garten irgendwas machen, aber auf jeden Fall irgendwas, was nichts mit der Arbeit zu tun hat und dass man von dem normalen Alltag wegkommt.
Ja, du musst ja nicht immer dann über einen längeren Zeitraum gar nichts machen, sondern es reicht ja einfach, weniger davon zu machen.
Das alleine führt ja auch zu einer Art von Entspannung oder zu einer Art von Erholung.
Du kannst nur auf dem Gleichen, wenn immer nur Vollgas gibt, ja, das funktioniert halt nicht.
Du warst ja bereits CTO, als du dir Unterstützung durch Coaching geholt hast.
Wie nah war das denn an dem...
an deiner Auszeit dran oder an den Dingen, die du danach ändern wolltest?
Und was wolltest du zu dem Zeitpunkt dann konkret weiterentwickeln?
Das Coaching war ungefähr zwei Jahre, nachdem ich CTO geworden bin und auch damit verbunden zwei Jahre ungefähr nach meiner Auszeit.
Es war jetzt nicht so die Situation, wo ich mir gedacht habe, ich brauche ungefähr unbedingt einen Coaching.
Es war eher so...
eine glückliche Fügung, dass du gleichzeitig auf LinkedIn geschrieben hast, ob das nicht interessant wäre für mich.
Und ich gleichzeitig so die Situation gehabt habe, wo ich mir gedacht habe, okay, ich möchte mehr in die echte Situation, in die strategische Führung gehen und weniger operativ machen, wo ich gleichzeitig ein bisschen in so ein Loch gefallen bin.
Dadurch, dass ich dann nichts mehr operativ gemacht habe, wo ich nicht direkt mehr Feedback bekommen habe, okay, meine Arbeit bringt auch eine Leistung.
War also eine glückliche Fügung, dass du mich gefragt hast, okay, wäre nicht der Coaching interessant?
Und da habe ich mir gedacht, ja, das könnte man probieren, mal Input von außen.
Wie könnte man das überhaupt anlegen und was heißt wirklich eigentlich Führung in einer CTO-Rolle?
Und das hat glaube ich schon...
Was würdest du denn sagen, welche Einsicht oder Weiterentwicklung oder welche Erkenntnisse aus unserer Zusammenarbeit hat dann dein Verhalten tatsächlich verändert?
Ich glaube, es waren viele kleine Sachen und Erkenntnisse.
Aber wenn ich eine größere Erkenntnis herauspicken würde, dann wäre es die, dass eben die Hauptaufgabe für ein CTO oder für eine höhere Frühungskraft ist, dass man sich selbst unnötig macht.
Und dass man eine Organisation aufbaut, die funktioniert, auch wenn man nicht da ist.
Vorher war ich immer so mehr in der Versuchung, Organisationen oder Prozesse aufzubauen, wo ich irgendwie schon mit involviert bin, damit ich nicht unnötig bin.
Weil natürlich, wenn man sich selbst unnötig macht, dann spürt man seine Leistung nicht mehr.
Aber genau der Input von dir hat mir da nochmals sehr geholfen.
Zum Erkennen, dass schon die Aufgabe von mir ist, mich selbst unnötig zu machen.
Und wenn ich einmal unnötig bin, dann habe ich den besten Job gemacht, was ich machen kann.
Ja, und auch das ist ja eine Illusion.
Selbst wenn du dich hier aus den Prozessen selber, oder du machst dich nicht selbst als zentraler Bestandteil von Prozessen, die ohne dich laufen sollen.
Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich selten, dass...
du als Führungskraft oder als CTO nicht gebraucht wirst, im Gegenteil, weil du wirst da auf einer ganz anderen Flughöhe unterwegs, du denkst ganz anders über das Unternehmen, nur du bist halt nicht mehr Bestandteil der operativen Prozesse und das ist eine wichtige Erkenntnis.
Also klar, natürlich, ich glaube, das ist das Missverständnis, wenn manche Manager darüber reden, so, ja, ich weiß nicht, ich will ja auch nicht ganz mich obsolet machen.
Ich glaube, das passiert nicht, weil du fängst halt einfach an, auf eine Art und Weise zu arbeiten, die können ganz viele gar nicht und die sehen das einfach gar nicht.
Und das macht den Unterschied.
Es ergeben sich also immer wieder neue Herausforderungen, neue Probleme.
Also gerade in der heutigen Zeit, also dadurch, dass ich mir jetzt im Operativen weniger wichtig gemacht habe, kann ich mir auf so Themen wie, wie setzen wir KI in unserem Produkt und in unserem Unternehmen sinnvoll ein und die ganzen Transformationsprozesse in dem Bereich mehr fokussieren.
Das ist spannend, dass du das so sagst, weil natürlich ist das ein Bereich, in dem ich bei mir selbst und auch bei anderen CTOs auch gerade sehe, dass sie hier schon sehr viel stärker wieder, also nicht als Teil der operativen Prozesse drin sind, aber sehr viel stärker wieder an den operativen Prozessen dran sind und arbeiten und die mitdenken, vorausdenken, vielleicht sogar nochmal selber Hand anlegen.
Nimmst du das ähnlich wahr im Bereich KI?
Absolut, ja.
Aber ich glaube, das ist einfach das, wenn das so ein neues Thema ist, dass man das Unternehmen an der Stelle wieder transformieren muss.
Und an einem Transformationsprozess muss immer die Führungskraft auch mitbeteiligt sein oder zumindest die Vision oder das Ziel mit vorgeben.
Und dadurch, dass es so ein neues Thema ist, dann kann man die Vision nur vorgeben, wenn man Handzone auch mit denen selbst gearbeitet hat und weiß, wie man mit denen arbeitet, welche Sachen möglich sind, welche Neuheiten möglich sind.
Deswegen, ja, absolut, also in dem Bereich muss man...
mitarbeiten und mittransportieren.
Jetzt haben wir eben auch über Einsicht und Erkenntnisse gesprochen für das eigene Verhalten als CTO.
Gibt es denn auch Themen, die dir immer noch schwer fallen oder wo die Umsetzung bis heute schwierig ist?
Ich würde mal sagen, das Schwierigste für mich ist noch immer das Coaching und die Weiterentwicklung von meinen eigenen Führungskräften.
Mitarbeiterführung mache ich schon länger, dadurch, dass ich Teamleiter vorher schon war.
Aber nochmal Ebene drüber zu sein und quasi nochmal weiter weg von den Mitarbeitern zu sein, die wirklich die Arbeit machen und quasi die Leitung über die Führungskräfte zu machen und Führungskräfte dann so weiterzubilden und zum Fördern und zum Feedback geben, damit sie quasi, sie müssen halt hundertprozentig Führungskräfte sein, so wie es ich machen würde, aber zumindest.
auch gute und sehr gute oder sinnvolle Führungskräfte für ihre Mitarbeiter sind.
Also ich glaube, dieser Bereich, dadurch, dass ich den schon noch nicht so lange mache, auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial habe.
Ich habe festgestellt, man sucht im ersten Moment immer nach so ähnlichen Leuten wie man selbst.
Also Leute, die vielleicht eine ähnliche Art von Verantwortungsbewusstsein haben, eine ähnliche Art von Drive oder so, nach denen sucht man und die möchte man auch und dann sind die vielleicht nicht da oder sie funktionieren eben anders.
Und dann versucht man seinen eigenen Modus operandi auf diese Leute zu projizieren oder die zu animieren, das zu adaptieren und das funktioniert aber oft nicht.
Und trotzdem musst du Leute entwickeln und sie können trotzdem gute Führungskräfte werden in einer Reihe unter dir.
Man muss ihnen die richtigen Guardrails mitgeben, ein bisschen Richtung, aber natürlich auch die Möglichkeit geben, Dinge auch selber auf ihre Art und Weise machen zu können.
Und ich habe immer wieder gemerkt, auch bei mir selbst, dass das am Anfang sehr, sehr schwer fällt.
Da ist hier jemand, der von den charakterlichen Eigenschaften...
und den bevorzugten kognitiven Gedankengängen, der Art und Weise, wie man arbeitet, doch am weitesten von einem weg ist, dass man sich sehr, sehr schwer damit tut, mit denen zu arbeiten.
Und dass es auch ein gewisses Maß an Übung braucht, um das zu können.
Deswegen finde ich das sehr spannend, was du sagst.
Es braucht eine Übung, dass man generell so Führungskräften den notwendigen Freiraum gibt.
Sie müssen sich selber auch beweisen können, Verantwortung nehmen können.
in dem Rahmen, wo man Verantwortung übergibt, auch selbst gestalten können.
Richtig, sehr richtig.
Lass uns doch nochmal kurz, also das war jetzt auch hier nochmal vielen Dank für deine Insights und ich würde trotzdem ganz gerne nochmal zurück in den Bogenspann zu Fab4Minds und zwar zu Fab.ai.
Also ihr bringt ja mittlerweile handelnde KI-Agenten ins ERP rein.
Was macht ihr da konkret und was bedeutet diese Entwicklung für deine Verantwortung als CTO?
Grundsätzlich die FAPI-Statust, so wie wir ihn jetzt aktuell mit dem letzten Release live gebracht haben, ist so, dass man quasi über unseren KI-Agenten, was direkt in der Software eingebaut ist, alle Funktionen von unserer Software bedienen kann.
Also alle Funktionen, die über unser API früher bedienbar waren, können jetzt über den MCP-Server direkt vom Agenten auch bedient werden.
Und wir sind auch hundertprozentig überzeugt, dass das die Zukunft sein wird.
Die grafische Oberfläche wird zukünftig immer weniger wichtig werden, als sie aktuell wichtig ist.
Natürlich wird es auch wichtig sein, für die End-User intuitive Oberflächen zu machen.
Wobei die Frage ist, ob die nicht on demand einfach für einen Agenten geschrieben werden, die Oberflächen dann.
Und daher ist es immer wichtiger, eine saubere API-Schnittstelle zu haben.
Das ist auch die Herausforderung bei uns im technischen Bereich momentan, dass wir momentan dran sind, auch die Abbildschnittstellen nochmal grundlegend zu überraten, nochmal alles zum Überdenken, nochmal sicherzustellen, dass sie sauber gebaut ist, sauber geschnitten ist, so dokumentiert ist, dass sie leicht verständlich sind, nicht nur für Menschen, sondern auch für KI-Agenten.
Und vor allem, dass sie auch sicher ist, weil genau das ist der Punkt dann, wo es kritisch wird, dass eben die Die Agenten würden das machen dürfen, was sie auch machen sollen.
Das ist so die Herausforderung für die Zukunft.
Ich sehe tatsächlich diese Entwicklung auch.
Und interessanterweise bist du die dritte Person in dieser Woche, und wir haben erst Mittwoch, mit der ich genau darüber jetzt spreche, nämlich das MMCP und Anbindung an Agents.
anfängt, User-Interfaces abzulösen.
Und sich einige Unternehmen gerade die Frage stellen, sollten wir nicht Headless werden?
Brauchen wir denn überhaupt noch eine UI?
Ich kann die Frage noch nicht beantworten.
Ich glaube, es braucht aktuell mit Sicherheit noch eine UI.
Die Frage ist nur, braucht es immer eine UI?
Gibt es nicht irgendwann die adaptive UI?
die abhängig ist von, oder die jeder Kunde sich selber erstellen kann auf Basis dessen, was er braucht.
Oder arbeiten wir immer mit den Agents?
Interessant.
Das ist vor allem die spannende Frage für die Zukunft.
Also mir, bei Fevo Mainz dann auf jeden Fall, hat er überzeugt, dass es in die Richtung geht, dass immer mehr bei der Agents gemacht wird und dass vor allem die standardisierte Oberfläche zukünftig in den nächsten Jahren auch aussterben wird.
Also wir merken es jetzt schon bei den Kunden, dass man einen Kunden nicht mehr erklären kann, dass die Oberfläche so aussieht, weil es einfach so aussieht, sondern jeder möchte die Oberfläche so haben, wie es genau auf seinen Use Case zugeschnitten ist.
Was ja auch richtig ist, weil mittlerweile kann man Oberfläche so schnell und so einfach bauen, was viel einfacher für den User ist.
Und wenn man eine gute API im Hintergrund hat, kann man das auch im Endeffekt jedem anbieten.
Was bedeutet das jetzt für euch, wenn ihr so arbeitet?
Was bedeutet das für Entwickler und Technologien, die frontendlastiger sind, hat das darauf einen Impact?
Was bedeutet das für das Thema Security?
Also auch wie du absicherst, was mit einem MCP-Server alles möglich ist und was nicht?
Also auf jeden Fall technisch gesehen wird die Ohrfläche einfach immer unwichtiger.
Also wir werden auf jeden Fall die nächsten Jahre auf jeden Fall die die Load von den Entwicklern auf jeden Fall von Frontend ins Backend verlagern.
Natürlich werden wir im Frontend trotzdem Bereiche haben, die was standardisierte Komponenten bereitstellen für die Plattform, wo dann so Custom-Oberflächen ausgerollt werden können oder generell die aus der Plattform dann bauen.
Aber der Main-Fokus von den Entwicklern muss zukünftig auf jeden Fall im Backend und in der Bereitstellung von den API liegen.
Habt ihr reine Frontend-Entwickler?
Eigentlich nicht.
Wir haben zwar ein Frontend-Team, aber das Frontend-Team ist mehr oder weniger ein Fullstack-Team bei uns.
Das heißt, der Shift wird nicht so dramatisch sein, abgesehen davon, dass ich sowieso davon überzeugt bin, dass man zukünftig das meiste mit Agenten programmieren wird, auch bei den normalen Softwareentwicklern.
Und dann wird da auch der Shift von mehr Frontend-lastigen Entwicklern, sondern Backend-lastigen Entwicklern nicht so krass sein.
nicht so wichtig ist, wenn man jetzt die Programmiersprache selbst dann 100%ig kann, weil ja die Programmierung eh der Agent übernimmt.
Da ist glaube ich viel wichtiger, dass man dann ein Verschädennis für das ganze große Ganze hat, für die Architektur, für die fachliche Anforderungen, die wir umsetzen wollen.
Ja, sehr gut.
Ja, ich bin auch gespannt, wo das Ganze hinführt.
Werden wir dann immer weniger Frontend-Entwickler-Rollen sehen?
Wie wird sich das weiterentwickeln?
Wir haben da noch kein vollständiges Bild.
Wir stehen da am Anfang einer Entwicklung.
Ich bin gespannt, wo es hinführt.
Ich bin auch davon überzeugt, dass egal, was wir jetzt da sagen, wie die Zukunft sein wird, in zwei Monaten am anderen.
Das stimmt.
Ich habe auch in diesem Jahr schon sehr häufig meine Haltung zu diversen Themen angepasst oder musste sie auch anpassen.
Aber das gehört halt dazu.
Wir arbeiten mit Thesen, wir experimentieren, wir bauen neue Dinge und inzwischen stellt man fest, okay, funktioniert jetzt auch ein bisschen anders, wie man es ursprünglich gedacht hatte.
Und dann bleibt man hoffentlich nicht bei der Meinung, die vielleicht nicht mehr haltbar ist.
Denn wenn sich die Fakten ändern, sollte man vielleicht auch seine Meinung nochmal anpassen.
Oder beziehungsweise kann man so auch zu anderen Ergebnissen kommen.
Bevor wir jetzt gleich zu den Rapid-Fire-Fragen kommen, lieber Christoph, noch eine Frage dazu.
Und vielleicht kannst du die auch beantworten aus der Erfahrung, die du gewonnen hast im Laufe deiner Entwicklung.
Nämlich stell dir vor, ein Entwickler kommt morgen zu dir.
Nee, kommt nicht morgen zu dir.
Ein Entwickler kommt zu dir.
und möchte morgen seine erste Führungsrolle übernehmen.
Du gibst ihm auch gerne, was sollte er in den nächsten Tagen, was sollte er dafür konkret tun?
Also wenn er wirklich eine Führungskraft wird, ist auf jeden Fall das Wichtigste, dass er mal Mitarbeitergespräche mit seinen neuen Mitarbeitern macht.
Also man herausfindet, was sind die aktuellen Herausforderungen, was sind die Bedenken oder was sind so die Probleme, die die einzelnen Mitarbeiter sehen.
auf der einen Seite und auf der anderen Seite auch Gespräche mit den Stackholdern von dem Team redet.
Also wenn das Team mit fünf anderen Team zusammenarbeitet, dass er einmal redet mit den einzelnen Teamleitern und schaut, okay, welche Probleme sind die momentan, wie möchten die zukünftig mit dem Team zusammenarbeiten, damit er mal so einen ersten Überblick über die aktuellen Probleme und Herausforderungen findet und dann die einordnet, realisiert und dann...
vielleicht schon mal ein paar Lösungsansätze herausfindet bzw.
sich zumindest bei den Stakeholdern positioniert und die Stakeholder wissen, okay, er ist der neue Teamleiter, er möchte das so und so angehen.
Und mein Tipp dabei ist, auf jeden Fall den Stakeholdern zu sagen, okay, ich bin der neue Teamleiter, aber erwarte jetzt noch gleich am nächsten Tag volle Verbesserungen, sondern geht es ein bisschen human mit mir um und wenn Sie irgendwelche Verbesserungsvorschläge haben, dann geht es einfach hoffen auf mich zu.
Wo kommen wir denn da hin, wenn wir Führungskräfte auf einmal wie Menschen behandeln?
Nein, natürlich.
Sehr schön, Christoph.
Gute Antwort.
Wir kommen jetzt dann auch zu den beliebten Rapid-Fire-Fragen.
Ich habe fünf davon mitgebracht und freue mich natürlich auf schnelle Antworten zu schnellen Fragen.
Welche Frage stellst du deinem Team heute häufiger als früher?
Mehr, wie und bis wann lösen wir das Problem.
Sehr gut.
Das heißt, du gibst ihnen nicht die Antworten vor, sondern du stellst ihnen die Fragen dazu.
Okay.
Hast du ihm vorher die Antworten vorgegeben?
Vorher habe ich eher selbst die Lösungen ausgearbeitet und dann eher mitgearbeitet, die Lösung dann auf den Boden zu bringen.
Mittlerweile stelle ich eben die Fragen und sage, okay, was glaubt ihr, wie wir das lösen könnten?
Sehr gut.
Welche Gewohnheit aus deiner Entwicklungszeit oder Entwicklerzeit hilft dir als CTO noch immer?
Ich würde sagen, so die analytische Denkweise beziehungsweise Ideen durchzudenken und auf die Machbarkeit wirklich zu überprüfen.
Welcher Führungstipp hat bei dir nicht funktioniert?
Dieser Tipp von Instagram, den ich öfters gesehen habe, bewahre immer eine professionelle Distanz zu deinen Mitarbeitern.
Also, dass man quasi kein Freund von seinen Mitarbeitern sein kann, sondern immer eher professionell mit seinen Mitarbeitern umgehen soll.
Ich bin eigentlich anderer Meinung.
Ich bin eigentlich sehr gut befreundet mit einzelnen Mitarbeitern von mir und sehe ich auch kein Problem dabei.
Solange das funktioniert, funktioniert das.
Welche, nein Quatsch, wir hatten eben das Thema Abschalten.
Wobei kannst du denn am besten abschalten?
Bei jeglicher Arbeit oder Tätigkeit, wo ich mir meine Hände benutzen muss, ob das Kochen, Backen, Gartenarbeit ist, Malen, irgendwelche Holzarbeiten, weil bei den Sachen kann ich nicht gleichzeitig am Handy sein.
Aha, okay.
Das heißt, du musst deine Hände beschäftigt halten, damit du nicht anfängst, wieder digital zu arbeiten.
Sehr schön.
Und letzte Frage für heute.
Welchen Satz würdest du deinem früheren Praktikanten-Ich mitgeben?
Ich muss sagen, ich bin mir ziemlich sicher, egal welchen Satz ich meinem Praktikanten-Ich mitgeben würde, er würde nicht darauf hören.
Also der Praktikant würde nicht darauf hören?
Nein.
Aber wenn er einen Satz mitgeben würde, dann denke ich immer daran, zum Glück gewinnt immer die Zuversicht.
Das ist ein schöner Satz und ein schönes Schlusswort, Christoph.
Es hat mir großen Spaß gemacht heute mit dir.
Es war eine sehr persönliche Folge.
Du hast sehr tiefe Einblicke gegeben in das, was dich beschäftigt hat oder auch natürlich deinen Körper beschäftigt hat.
Und ein Thema haben wir aufgemacht, was ja auch sehr oft sehr untergeht.
Und ich finde es gut, dass wir heute so tiefgehend darüber gesprochen haben.
Vielen Dank dafür.
Vielen Dank für die Einladung nochmal.
Mach's gut.
Ciao, ciao.
Tschüss.
