# Rising Yields, EU Steel Tariffs, and Tokenization Winners

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-29

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über rasant steigende Renditen, ein CEO, der 6 Milliarden Dollar wert ist und ein gigantisches Rückkaufprogramm bei Envidia.
Im Thema des Tages geht es ausnahmsweise mal um europäische Zölle und ihre Folgen für euren Strompreis.
Und in der AAA-Idee, da verraten wir euch die Gewinner der neuen Finanzwelt.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Holger Zschäpitz.
aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Dienstag, der 29.
September und wir wünschen euch einen renditestarken Start in den Tag.
Ja, renditestark klingt erstmal nach einer guten Nachricht, aber an den Börsen ist es das eben nicht.
Die 10-jährige amerikanische Staatsanleine, die rentiert mit 5,24 Prozent, so hoch wie zuletzt 2007, also kurz vor der Finanzkrise.
Und die 30-Jährige, die liegt sogar bei 5,55 Prozent.
Treiber ist wieder mal das Öl.
Trump hat den jüngsten Vorschlag des Iran zur Öffnung der Straße von Hongkong.
muss auch abgelehnt.
Brent ist daraufhin zeitweise auf fast 109 Dollar geklettert und hat sich dann um die 105 Dollar eingependelt.
Und dazu kommen Konjunkturdaten, die einfach zu heiß sind.
Der Industrieindex der Dallas-Fed zeigt brummende Wirtschaft, hohe Inflation, Druck auf die Margen.
Übersetzt heißt das, die Fed hat keinen Grund locker zu lassen.
Händler sehen jetzt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung im Oktober inzwischen bei gut 70 Prozent.
Krass.
Und das hat die Wall Street zu spüren bekommen.
Der Dow Jones verlor 0,7 Prozent auf 51.482 Punkte.
Der S&P 500 0,8 Prozent runter auf 7.684.
Damit ist das komplette Septemberplus weg.
Der Nasdaq, der gab sogar 1,1 Prozent ab auf 30.277 Punkte.
Und unter der Oberfläche, da wird es sogar noch ungemütlicher.
Die Median-Aktien im S&P 500, also die liegt genau in der Mitte der Performa.
notiert 16 Prozent unter ihrem 52 Wochen hoch.
Und das zeigt, dass die Marktbreite sehr, sehr klein ist und ist so schwach wie zuletzt in der Dotcom-Blase.
Die INICs halten sich also nur, weil ein paar Schwergewichte die gesamte Last tragen.
Umso erstaunlicher ist der DAX.
Der ist zwischenzeitlich bis auf 25.576 Punkte gestiegen und am Ende praktisch unverändert bei 25.374 Punkten aus dem Handel gegangen.
Minus 0,1 Prozent trotz Öd und Renditen.
Händler sprechen von bemerkenswerter Widerstandskraft.
Wobei der DAX ja auch nicht die Tech-Last der NASDAQ trägt.
Und damit zum Tech-Beben des Tages.
Meta startet eine Plattform für Firmenkunden, die Meta Enterprise Plattform.
Zuckerberg nennt das die nächste große Säule des Geschäfts.
Und um die zu führen, hat er sich mal eben den Chef von MongoDB geholt.
Der heißt CJ Desai.
Nach nicht mal einem Jahr im Amt.
Die MongoDB-Aktie ist daraufhin um 18,5 Prozent abgestürzt, hat sechs Milliarden Dollar an Börsenwert verloren.
Und die ganze Softwarebranche hat mitgelitten, weil Anleger in MEDA jetzt einen neuen Angreifer im Geschäft mit Unternehmenssoftware sehen.
Und das ist echt schon heftig, sechs Milliarden für den Chef.
Und naja, du verlierst den Chef und bekommst ihn gleich als Konkurrenten zurück.
Das ist ja so die Geschichte dahinter.
Und MEDA selbst...
Hat das aber auch nicht geholfen.
Die Aktie hat minus 4,8 Prozent gemacht.
Gut, die war zuletzt auch sehr gut gelaufen.
Da schwingt die Sorge auch mit, dass OpenAI heute auf der Entwicklerkonferenz einen ganz persönlichen KI-Agenten vorstellt, der Mellas-Agenten Muse die Show stehlen könnte.
Der Gewinner im KI-Lager war dagegen Nvidia.
Plus 2 Prozent.
Nvidia stockt das Aktienrückkaufprogramm um 150 Milliarden Dollar auf.
Das ist die größte Aufstockung aller Zeiten.
Insgesamt stehen jetzt 235 Milliarden Dollar für...
Käufe bereit.
Das ist mal eine Summe.
Und wenn man sich das mal vorstellt mit anderen Summen, die da waren, Apple hat im April 100 Milliarden angekündigt.
Und das galt schon als gigantisch.
Da sieht man, da geht eben immer noch mehr.
Und wieder wird damit zum neuen Rückkaufkönig im S&P 500.
Und ausgerechnet jetzt, wo die anderen Tech-Riesen wegen der KI-Milliarden eher weniger an ihre Aktionäre zurückgeben können.
Einen richtig schlechten Tag hat Boeing erwischt.
Minus 6,9 Prozent.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA, die stoppt vorerst die Zulassung der 737 Max 10.
Haben wir ja gestern schon kurz darüber gesprochen.
Grund ist ein Softwarefehler, durch den bei der Landung eine automatische Navigationsfunktion ausfallen kann.
Und das genau in dem Moment, in dem Boeing kurz vor der Zulassung stand.
Und gelitten hat auch eine andere Anlageklasse, Gold.
Die ist um 3,9 Prozent auf rund 4.120 Dollar je Feinunze gefallen.
Silber sogar um mehr als 5 Prozent.
Logisch eigentlich, wenn Anleihen über 5% abwerfen, wird das zinslose Gold unattraktiver.
Minenaktien wie Newmont oder Barrick Gold, die verloren zwischen 3 und 5%.
Kommen wir zurück nach Deutschland.
Da stand Medizintechnik oben.
Merck, KGAA, also die deutsche Merck, war Tagessieger im DAX mit plus 2,6 Prozent.
Siemens Healthineers, die gewann 2,3 Prozent.
Die Tochter Varian stellt auf einem Krebskongress in Boston ihre neue Strahlentherapie-Plattform vor.
Jeffreys sprach von der wichtigsten Erneuerung seit Jahren.
Und dann gab es noch ein Übernahme-Nein.
Evonik hat die erste Offerte von BASF abgelehnt.
22,15 Euro die Aktie.
Insgesamt 10,3 Milliarden Euro.
Zu niedrig, um überhaupt zu verhandeln.
Die Vonig-Aktie legt bis zu 2,4 Prozent zu.
Seit den ersten Übernahmegerüchten sind es rund 15 Prozent.
Tja.
Da wird mal richtig hoch gepokert.
Und im MDAX, da sprang Red Care Pharmacy um 12,7 Prozent nach oben.
Das ist ja die alte Shop-Apotheke nach einer höheren Umsatzprognose für das Rezeptgeschäft.
Unter Druck standen dagegen Renk.
Minus 2,4 Prozent hat dem JP Morgan das Kursziel von 75 auf 62 Euro gesenkt hat.
Unterm Strich gilt, solange die Renditen steigen, haben es Aktien schwer.
Ein Bloomberg-Strateger hat es so auf den Punkt gebracht.
Erst müssen die Anleihen drehen, dann können die Aktien wieder.
Und genau deshalb schauen alle jetzt auf den Freitag auf den USA-Arbeitsmarktbericht erwartet, werden nur rund 90.000 neue Stellen nach 162.000 Jobs im August.
Klingt paradox, aber ein schwächerer Arbeitsmarkt wäre gerade eine gute Nachricht für die Börse wegen dieser ganzen Renditeanstiege.
Ja, dann fange ich mal an mit den Terminen.
Heute geht es gleich mit Zinsen los.
Die australische Notenbank dürfte den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte anheben.
Die nächste Erhöhung in einer weltweiten Welle.
In den USA kommen das Verbrauchervertrauen, das Conference Board und die Zahl der offenen Stellen.
Vorbörslich legen der Kreuzfahrtkonzern Carnival und der Gebrauchtwagenhändler CarMax Zahlen vor.
Und um 19 Uhr unserer Zeit beginnt dann die Keynote der OpenAI-Entwicklerkonferenz.
Nach dem gestrigen Tag wirklich ein Pflichttermin auch für Meta-Aktionäre.
Und in New York enden die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran.
Und Durchbruch, den erweitert natürlich niemand.
Außerdem gibt es noch einen KI-Lunch bei Donald Trump mit Anthropic-CEO Dario Amodei, Google-CEO Sander Pichai, Meta, Mark Zuckerberg, Nvidia und OpenAI's Crack.
Brockman Halbjahrszahlen gibt es von 2G Energy und Hornbach Holding und dann gibt es noch zwei tägliche Kapitalmarkt-Tage bei BMW und BAT.
MongoDB, ja, ohne Chef, hat ein Investor Day.
Der heißt der Innovations to Win in die AI-Ära.
Und Corvi veranstaltet den AI Cloud Conference Fully Connected 2026.
Das Thema des Tages.
Im Thema des Tages geht es heute mal wieder um Zölle.
Aber diesmal hat nicht etwa Donald Trump zugeschlagen, sondern ausgerechnet wir Europäer selbst.
Seit vergangenem Freitag ist nämlich ein neuer Zoll in Kraft, auch wenn das so gut wie niemand mitbekommen hat.
Und das liegt daran, dass es um ein Produkt geht, das erstmal sehr technisch klingt.
Ein Stahl mit dem Kürzel.
G-O-E-S.
Das steht für Grain-Oriented Electrical Steel und ist ein spezieller Elektrostahl.
Klingt nach Nische, ist aber ein Produkt, das mit darüber entscheidet, wie teuer unsere Energiewende, der Netzausbau und damit unser Strompreis wird.
Seit Freitag gelten, wie gesagt, auf die Einfuhr von G-O-E-S vorläufige, aber empfindliche Zölle.
Im Februar will die EU-Kommission dann entscheiden, ob diese Handelsschranke dauerhaft bleibt.
Unser Kollege Daniel Wetzel, der für Welt über Energiethemen berichtet, der hat uns erklärt, dass dieser Stahl und die Zölle darauf deshalb so wichtig sind, weil der GOES vor allem für Transformatoren gebraucht wird.
Die stehen in Kraftwerken, in Umspannwerken oder bei großen Stromverbrauchern wie Rechenzentren und davon braucht man in Zukunft eben sehr, sehr viele.
Ja, man könnte fast sagen Unmengen.
Und die zentrale Energiewende-Welt braucht Trafos ohne Ende und ein einzelner kostet einen zweistelligen Millionen Euro Betrag.
Und dann wird es eben absehbar noch teurer, weil die EU diese Zölle auf den Stahl erhebt.
Das freut einerseits die deutsche und europäische Stahlindustrie.
Entsprechend hat beispielsweise ThyssenKrupp die Aktion sehr begrüßt, weil die künftig weniger Konkurrenz aus dem Ausland haben werden und eben auch höhere Preise nehmen können.
Da freuen sich also im Zweifel die Aktionäre.
Die Wirtschaftsvereinigung Stahl, die argumentiert für die Zölle, weil man gerade in diesen wichtigen Bereichen Energiewende, Elektrifizierung, die verbliebenen Produktionskapazitäten und die industrielle Wertschöpfung in Europa sichern müsse.
Ohne Zölle drohe in einem zentralen Bereich der Energieinfrastruktur eine immer stärkere Importabhängigkeit.
Die Stahlobby behauptet, es gehe nur um die Wiederherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen und um eine belastbare europäische Produktionsbasis.
Das Problem ist nur, diese Produktionskapazitäten, die sind ziemlich begrenzt.
Was in Europa hergestellt wird, deckt den Bedarf nicht einmal annähernd.
Und deshalb fürchtet die deutsche Energiewende Ausrüster um die Verfügbarkeit ihres wichtigsten Vorprodukts und schlagen Alarm.
Zum Beispiel fordert der Netzbetreiber Tenet, der große Transformatoren eben kauft, dass die EU mit Augenmaß vorgehen müsse.
Es müsse weiterhin möglich sein, zu wettbewerbsfähigen Preisen die Rohstoffe zu importieren, um Lieferverzögerungen bei den wichtigen Trafos zu vermeiden.
Das sehen logischerweise auch die Trafobauer selbst so, die unter anderem im Maschinenbauverband VDMA organisiert sind.
Da tobt jetzt gerade eine richtige Lobbyschlacht.
Und erfolgreicher ist bislang offenbar die Stahl-Lobby.
Die Trafobauer ärgert entsprechend besonders, dass Deutschland stillschweigend zugeschaut hat, als die EU die Zölle eingeführt hat.
Das alles betrifft eben nicht nur deutsche Stahlkonzerne wie ThyssenKrupp, sondern auch andere börsennotierte Schwergewichte.
Großtransformatoren gehören bislang zu den Bestsellern deutscher Energietechnik.
Auf dem Weltmarkt Siemens Energy hat erst vor kurzem 220 Millionen Euro in den Ausbau seines Trafo-Werks in Nürnberg gesteckt.
Dass der Konzern jetzt den Zugang zu günstigem Elektrostahl aus Asien verliert, sorgt dort natürlich für Unmut.
Laut Siemens Energy sind die Importe für den Elektrostahl nicht wegen Dumping in Asien gestiegen, sondern weil eben die...
die Nachfrage hoch ist und bestimmte Stahlqualitäten in Europa einfach nicht verfügbar sind.
Und der zweite große Name ist Hitachi mit seiner Tochter Hitachi Energy.
In einem Positionspapier schreibt der japanische Konzern, dass 150.000 Tonnen des Spezialstahls fehlen, die die hiesigen Hersteller nicht liefern können.
Rund die Hälfte des Bedarfs muss daher importiert werden.
Und die Schutzmaßnahmen, die würden die EU-Industrie jedes Jahr rund 800 Millionen Euro zusätzlich kosten.
Und je nach Transformatortyp...
könnten die Anlagen bis zu 30% teurer werden.
Und zahlen müssen diese Mehrkosten im Zweifel eben wir alle als Stromkunden.
Denn ohne die Trafos geht es nicht.
Wenn die teurer werden, wird auch der Netz aus- und Umbau teurer.
Und das wiederum wird dann auf die Netzentgelte auf alle Verbraucher umgelegt.
Hitachi betreibt mit 6.500 Beschäftigten 14 Transformatorenwerke in sieben EU-Staaten.
Das alles könnte auf dem Spiel stehen, wenn Europa den Zugang zu billigem Elektrostahl aus Fernost beschränkt.
Hitachi Deutschland warnt dann vor einer wachsenden Abhängigkeit der EU von Importen fertiger Transformatoren, vor allem aus China.
Damit wird es dann endgültig paradox.
Dann wäre man weniger abhängig von chinesischem Stahl.
Aber dafür muss man dort gleich die ganzen Trafos einkaufen.
Damit hätte die EU ihr Ziel klar verfehlt.
Ihr merkt, da geht es um einiges.
Entscheidend wird es im Februar.
Dann muss die EU nämlich entscheiden, ob aus den vorläufigen Zöllen, die jetzt gelten, dauerhafte Zölle werden.
Dann können die Energiewende noch deutlich teurer werden.
Und die ist ja mit von der DIAHK geschätzten Kosten von 5 Billionen Euro bis 2050 ohnehin kein Schnäppchen.
Die AAA-Idee des Tages.
Philipp, weißt du eigentlich, was im allerersten Bitcoin-Block...
als geheime Botschaft steht.
Das ist eine Schlagzeile der Londoner Times vom 3.
Januar 2009.
Und da stand geschrieben, der Finanzminister steht kurz vor der zweiten Rettung der Banken.
Die Kampfansage von Satoshi Nakamoto.
Die Blockchain sollte die Banken abschaffen.
Geld ohne Mittelsmänner, ohne Rettungspakete.
Tja, das war mal die Botschaft.
Und jetzt das, 17 Jahre später, Banken und Börsen könnten die großen Gewinne der Blockchain werden.
Deshalb geht es in unserer EEE-E-D heute auch um Bankaktien.
Na gut, eher um Finanzaktien im weiteren Sinne.
Die Ironie der Geschichte, aber was wollen die Banken mit der Blockchain?
Das Zauberwort heißt Tokenisierung.
Die Deutsche Bank schreibt in einer neuen Studie, tokenisierte Kapitalmärkte könnten schon in den 2030ern Kernbestandteil des Finanzsystems sein.
Vielleicht müssen wir erstmal für alle, die bei Token jetzt eher an Affen-NFTs denken, erklären, wie das funktioniert.
Wenn ihr heute eine Aktie kauft, setzt ihr eine Kette in Gang.
Broker, Depotbank, Zentralverwahrer, Clearing.
Das dauert bis zu zwei Tage.
Beim Token wird der Eigentümerwechsel direkt im digitalen Register vermerkt.
Sofort und das rund um die Uhr.
Klingt verlockend, ist aber noch relativ klein.
Stablecoins, also digitale Dollar, stehen bei rund 300 Milliarden.
Alles andere, also tokenisierte...
Anleihen, Fonds und Aktien kamen Anfang 2025 auf 10 Milliarden Dollar und jetzt sind es etwa 39 Milliarden.
Immerhin fast eine Vervierfachung in anderthalb Jahren und die Deutsche Bank, die hält bis 2035 drei bis vier Billionen für möglich.
Das wäre nochmal Faktor 100.
Der Makroinvestor Raoul Pal, der hat dazu einen schönen Vergleich.
Tokenisierte US-Staatsanleihen liegen bei rund 14,8 Milliarden Dollar.
Ausstehend sind insgesamt 31 Billionen.
Also bislang ist das eher ein Rundungsfehler.
Bleibt die Frage, wer verdient am Rundungsfehler, wenn er keiner mehr ist?
Kandidat 1, JP Morgan.
Die größte US-Bank hat mit Kinexis eine eigene Plattform für tokenisierte Zahlungen und Repro-Geschäfte und wird die Abwicklung billiger, profitiert, wem die Schienen gehören.
Kandidat 2 BlackRock mit dem tokenisierten Geldmarktfonds BUIDL ist der größte Vermögensverwalter der Welt, schon globale Nummer 1.
Wer heute die ETFs dominiert, will morgen die Tokenfonds dominieren.
Dann die Börsen ICE, die Mutter der New York Stock Exchange.
Die baut eine Plattform für tokenisierte Wertpapiere mit 24-7-Handel.
Und Nasdaq, das ist ja auch eine andere Börse, die investiert seit Jahren in die Blockchain-Infrastruktur.
Moment mal, wird mehr gehandelt, nur weil länger geöffnet ist oder verteilt sich derselbe Umsatz dann über die ganze Nacht?
Dann hätten die Börsen vor allem höhere Kosten.
Das ist ein fairer Punkt, weiß man jetzt nicht so richtig.
Aber jetzt wird es für uns auch interessant in Europa, denn wir hinken diesmal mal nicht hinterher.
Zumindest wenn man der Deutschen Bank Glauben schenken darf, die diese Studie gemacht hat mit Mika und dem DLT-Pilotregime, hat die EU einen Rechtsrahmen.
In den USA ist der Clarity Act im Senat vorerst gescheitert.
Heimvorteil also für Frankfurt.
Die Deutsche Bank zählt bei tokenisierten Produkten zu den aktivsten Häusern Europas.
Als Verwahrer, Emittent und Infrastrukturpartner.
Aber auch die deutsche Börse soll gewinnen.
Die Tochter Clearstream verwahrt rund 22 Billionen Euro und entwickelt mit DTCC und Euroclear die Standards für die Token-Welt.
Der klassische Schaufelverkäufer im Goldrausch.
Und jetzt wird es spannend, aber auch...
Ein bisschen spekulativer, denn es gibt auch Pure Place.
Securitize, das ist eine Aktie, die gilt als einziger reiner Tokenisierungsanbieter an der Börse.
Die bringen klassische Anlagen auf die Blockchain für Kunden wie BlackRock, Apollo, KKR oder One Egg.
Also der Maschinenraum der großen Vermögensverwalter.
Der engste Rivale ist Figure.
Die tokenisieren zum Beispiel Immobilienkredite und Renditefonds.
Und dann gibt es noch Bullish.
Die Kryptobörse hat Equinity gekauft, einen regulierten Transferagenten, also quasi das Aktienregister vieler Unternehmen.
Damit hat Bullish die Lizenzen und die Emittentenkontakte, um die alte und die neue Welt zu verbinden.
Und jetzt kommt die eigentliche Ironie, wenn man eben schon von Banken und Tokenisierung und Blockchain diskutiert.
Auch Kryptofirmen immer mehr wie Banken werden.
Coinbase will tokenisierte Aktien anbieten und verdient kräftig am Stablecoin USDC mit.
Schon Anfang 2025 kamen 15 Prozent des Umsatzes aus diesem Geschäft.
Robinhood bietet europäeren Token auf US-Aktien an, sogar auf OpenAI, die ja noch gar nicht an der Börse sind.
Das Management sieht darin ein Wachstumsprojekt für die nächsten zehn Jahre.
Und Circle, der Herausgeber von USDC, der will vom Token-Drucker zur breiten Finanzplattform werden.
Heißt also, die Banken werden ein bisschen Krypto und die Kryptofirmen werden ein bisschen Bank.
Aber genau da liegt das Problem.
Und damit sind wir wieder bei Satoshi.
Die Blockchain sollte ja eigentlich die Mittelsmänner überflüssig machen.
Da sägt Clearstream doch am eigenen Ast.
Und ob 24-7-Handel mehr Umsatz bringt oder sich derselbe Umsatz nur über die Nacht verteilt.
Du hast es eben angesprochen, man weiß es noch nicht so richtig.
Oder sie baut den neuen Ast lieber, selbst bevor es ein anderer tut.
Die deutsche Bankökonominnen, die sagen, Banken und Börsen werden nicht überflüssig, sie übernehmen die Technik.
Für risikofreudige Anleger sind möglicherweise die neuen volatilen Player in Blick wert.
Für konservativere Anleger eher die Infrastrukturwetten wie BlackRock oder Deutsche Börse.
Die verdienen, egal ob der Fonds als ETF oder als Token verpackt ist.
Und die Deutsche Börse, die hat ein solides Kerngeschäft.
Und die Token-Fantasie, die gibt es als Option noch obendrauf.
Tokenisierung ist auf alle Fälle kein Kryptohype mehr, sondern ein Umbau der Finanzinfrastruktur.
Die Volumen sind winzig, aber wer die Schienen baut, der dürfte gewinnen.
Satoshi wollte die Banken abschaffen, jetzt schaffen sich die Banken die Blockchain an.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns wie immer über euer Feedback.
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Und heute wird es ernst, denn je nachdem, wann ihr das hier hört, laufen jetzt schon die letzten 24 Stunden, in denen ihr noch ein Ticket für unseren AAA-Summit am Freitag bekommen könnt.
Am Mittwoch um 12 Uhr schließt der Ticketshop.
Also wer vielleicht selbst in Berlin wohnt und kurz entschlossen kommen will, jetzt ist die Zeit zuzuschlagen.
Ab Mittwochnachmittag geht nichts mehr.
Die gute Nachricht ist aber der Rabattcode für unsere Hörer.
Der gilt bis zur letzten Minute.
Also wer noch ohne Ticket ist, jetzt ab in die Shownotes auf den Link klicken und mit AAA-Fundance.
auch noch 50 Prozent sparen.
Und soll ich dir was sagen, wer auch kommt?
Die liebe Anja, willkommen.
Und nicht nur die könnt ihr am Freitag treffen, sondern auch den Defner von Defner & Chapits.
Der ist nämlich auch vor Ort und wir nehmen sogar eine Live-Folge unseres wunderbaren Partner-Podcasts auf.
Und wenn ihr nicht so lange warten wollt, gibt es morgen schon mal eine frische, reguläre Folge.
Dieb und ich versuchen uns, ja...
Ach, das vierte Quartal mal zu schauen.
Wir haben da wahrscheinlich einen ganz unterschiedlichen Blick drauf.
Da steht wieder einiges an Zwischenwahlen in Amerika.
Wir diskutieren die Folgen für Notenbanken, Unternehmensgewinne und Geopolitik.
Und das wollt ihr genauso wenig verpassen wie die nächste AAA-Folge hier.
Und deshalb kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
