# BASF-Evonik Merger, BIC Cannabis Pivot, and Pharma Breakthroughs

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-09-28

## Transcript

Machen Feuerzeuge die BIC-Aktie zu einer neuen Form von Cannabis-Wette?
Warum will BASF Evonik übernehmen und passen die überhaupt zusammen?
Und welcher Hidden Champion verdient am größten Pharma-Durchbruch des Jahres?
Das klären wir in den nächsten Minuten.
Ich bin Christoph Damm.
Heute ist Montag, der 28.
September und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital.
Die haben durch ihre Vollbanklizenz noch bessere Konditionen.
Zum Beispiel gibt es auf dem Tagesgeldkonto 2,6% Zinsen auf ein unbegrenztes Guthaben.
Auch für Kinderkonten und im PrimePlus Broker sogar mit mehreren Partnerbanken, bei denen jeweils die Einlagensicherung greift.
Und wir starten mit den News.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Merger Monday ist ja eigentlich erst heute, aber in den letzten Tagen gab es auch schon ein paar spannende Dir-Meldungen, vor allem zwischen Konkurrenten und die spannendste gab es aus Deutschland.
Und zwar denkt BASF darüber nach, Evonik zu kaufen und hat dazu auch schon Gespräche gestartet.
Das wäre eine Riesenübernahme.
Evonik macht weit mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz und ist an der Börse auch knapp unter 10 Milliarden Euro wert.
BASF selbst kommt auch nur auf 40 Milliarden Euro Börsenwert.
Das wäre also schon ein ordentlicher Brocken.
Entsprechend hat die Börse auch erstmal skeptisch reagiert.
Die Aktie von BASF ist um die 4 Prozent gesunken am Freitag, während die von Evonik um die 7 Prozent zugelegt hat.
Aus Sicht von BASF gibt es aber schon Stimmen, wieso das auch Sinn machen könnte.
Ganz grundsätzlich ist es mal positiv, wenn solche Deals antizyklisch gemacht werden.
Oft ist es ja so, dass CEOs genau dann die großen Deals machen, wenn eh die ganze Branche boomt und die Bewertungen teuer sind.
Das ist im Chemiebereich auf jeden Fall nicht der Fall.
Dazu passen die Produktportfolios der beiden wohl ganz gut zusammen und BASF würde mit Evonik mehr Spezialchemikalien haben, die tendenziell auch margenstärker sind.
Dazu wollen beide Firmen gerade die Kosten senken und effizienter werden.
Da könnte man als ein großes Konstrukt vielleicht sogar noch mehr einsparen, gerade in der Verwaltung.
Aber es gibt auch skeptische Stimmen.
BASF hat ja zuletzt eigentlich immer wieder Sparten verkauft, um sich zu vereinfachen und mehr aufs Kerngeschäft zu fokussieren.
Eine Evonik-Übernahme geht genau in die andere Richtung.
Ein anderer spannender Konkurrenzdeal bahnt sich dann noch in der Welt der Online-Banken an.
Da haben sich in den letzten Jahren international vor allem zwei Player besonders stark durchgesetzt.
Einmal Revolut und einmal Nubank.
Aktuell gehen beide in die USA und konkurrieren da sehr direkt.
Jetzt könnte dieser Konkurrenzkampf aber deutlich härter werden, weil Nubank wohl überlegt, für rund 10 Milliarden Dollar den Revolut-Konkurrenten Monzo zu kaufen, der seine 16 Millionen Kunden vor allem im Vereinigten Königreich hat, also dem Heimatmarkt von Revolut.
Spannend wäre das für Nubank außerdem, weil sie damit Zugriff auf Europa kriegen würden.
Gleichzeitig wäre es auch ein Risiko, sich gleichzeitig auf eine US-Expansion und eine Europa-Expansion zu fokussieren.
Dazu kommt, dass Nubank als brasilianische Firma eher auch eine brasilianische Bewertung hat, die nicht mal dem 20-fachen vom Gewinn entspricht.
Der Monzo-Preis von um die 10 Milliarden Dollar würde eher dem 100-fachen vom Gewinn entsprechen.
Da die News erst am Wochenende rauskamen, wird heute spannend zu sehen sein, wie die Nu-Aktie reagiert.
Ja, und spannend wird auch zu sehen sein, wie die Börse insgesamt reagiert.
Am Freitag war die Stimmung nämlich noch relativ gut, auch weil Ölpreise gefallen sind, weil Investoren Friedenshoffnungen rund um den Iran hatten.
Am Wochenende hat Trump ein neues Waffenstillstandsangebot vom Iran aber abgelehnt.
Nicht abgelehnt, aber eingestellt hat der amerikanische Medienmilliardär Barry Diller letzte Woche seinen Versuch, den Casino-Konzern MGM zu kaufen.
Dazu muss man wissen, dass Barry Diller mit seiner Medienfirma People Inc.
während Corona eine Chance gesehen hat, die MGM-Aktien günstig zu kaufen.
So kam er auch schon auf einen Anteil von 26 Prozent und bis letzte Woche hatte er versucht, MGM komplett zu übernehmen, hat aber wohl nicht genug Investoren gefunden, um den Deal zu finanzieren.
Am Freitag ist dann aber auf einmal die Aktie von der People Inc.
um 10% gestiegen.
MGM hat den Spieß nämlich umgedreht und gesehen, dass die People Inc.
an der Börse nur rund 3 Milliarden Dollar wert ist, wobei aber allein der Anteil an MGM einen Wert von 2 Milliarden Dollar hat.
Das ganze Mediengeschäft von der People Inc., zu dem zum Beispiel Investopedia oder das People Magazine gehören, wären damit nur rund eine Milliarde Dollar wert.
Und wenn das MGM-Management denkt, dass ihre eigene Aktie eigentlich unterbewertet ist, haben sie so einen smarten Weg, im großen Stil eigene Aktien zurückzukaufen.
Und genau deshalb diskutieren die jetzt, die People Inc.
zu kaufen, was den Kurs am Freitag nach oben getrieben hat.
Noch stärker nach oben getrieben hat Novo Nordisk die Aktie von der schwedischen Pharmafirma Nanexa.
Die hat eine Technologie mit dem Namen PharmaShell, wo so einfach gesagt eine Beschichtung auf Wirkstoffe aufgetragen wird, die dafür sorgt, dass die Wirkstoffe im Körper über eine bestimmte Zeit wirken.
Bisher macht Nanexa damit aber selbst unter 5 Millionen Dollar Umsatz im Jahr.
Jetzt hat Novo aber die Technologie lizenziert und will sie für eigene Medikamente testen.
Dafür kriegt Nanexa über eine Milliarde Euro an Zahlung von Novo, falls es am Ende erfolgreich wird und danach sogar noch Lizenzgebühren beim Produktverkauf.
Die Aktie ist danach über 100 Prozent gestiegen.
Und wenn wir schon bei Kursanstiegen sind, nochmal eine krasse Statistik.
Wir haben letzte Woche ja viel über den neuen KI-Bot von Meta geredet, der durch die Decke geht.
Dadurch ist die Aktie im September schon 30% gestiegen und ist damit auf dem Weg, den besten Monat seit 2013 zu haben.
Und Meta ist auch auf dem Weg, das erste Mal die 2000 Milliarden Dollar Bewertungsmarke zu knacken.
Es fehlen nur noch um die 85 Milliarden Dollar.
Und zum Abschluss fand ich noch ganz spannend, dass Berkshire Hathaway trotz steigender Zinsen weiter auf den Hausbaumarkt wettet.
Seit dem Ende vom letzten Quartal hat Berkshire seinen Anteil am Hausbauer Lenner nämlich fast verdoppelt und hält jetzt über 10% der Aktien im Wert von mehr als 2 Milliarden Dollar.
Die scheinen da also langfristig auf ein Comeback zu wetten.
Pharma- und Biotech-Aktien kommen hier im Podcast ja immer wieder mal vor.
Noah hat aber eine Nische in dem Sektor gefunden, über die man selten redet.
Import.
Einen der größten positiven Durchbrüche für die Menschheit in diesem Jahr gab es nicht im KI-Bereich, sondern bei der Krebsforschung.
Und zwar hat ein Medikament von Revolution Medicines, wie wir auch im Podcast mal kurz besprochen haben, die durchschnittliche Überlebensdauer bei Bauchspeicheldrüsenkrebs massiv erhöht.
Und das ist eine der tödlichsten Krebserkrankungen überhaupt.
Wie krass dieser Durchbruch war, sieht man auch daran, dass die Ergebnisse von dem Medikament im Frühling auf der größten Krebskonferenz der Welt präsentiert wurden und es einfach fast eine Minute Standing Ovations gab.
Deswegen hat sich die Aktie von Revolution allein in den letzten zwölf Monaten auch mehr als vervierfacht und mittlerweile ist die Firma, die kaum Umsatz macht, über 40 Milliarden Dollar wert.
Da sieht man also, wie viele Investoren dem Medikament in Zukunft zutrauen.
Konkret soll das Medikament, das übrigens Resonec heißt, im besten Fall ein jährliches Umsatzpotenzial von 20 Milliarden Dollar haben.
Damit wäre es eines der umsatzstärksten Medikamente der Welt.
Aber mir geht es heute gar nicht um Revolution selbst.
Bevor solche neuen Krebsmedikamente nämlich auch bei uns zugelassen werden, können sie für bestimmte Fälle schon importiert werden.
Und meistens ist es so, dass es einige verschiedene Exporteure gibt.
Revolution hat die Lizenz aber einer einzigen Firma gegeben, nämlich Unifar aus Irland.
Die arbeiten mit zehn der größten Pharmafirmen der Welt zusammen, mit sieben der Top Ten Medizintechnikfirmen und eben auch mit vielen Biotechfirmen wie Revolution.
Und Unifar hilft ihnen dann, ihre Produkte in Märkte zu verkaufen.
wo die selbst nicht aktiv sind.
Mit dem Geschäft mit Medizintechnikfirmen und Pharmafirmen macht Unifer jeweils so ein Viertel vom Gewinn und die andere Hälfte machen sie in Irland, wo sie Apotheken beliefern als Großhändler und wo sie auch eigene Apotheken haben.
Das meiste Wachstum erhofft sich Unifer aber eben von den zwei anderen Bereichen und da könnte auch Revolution einen Push geben.
Dazu muss man aber verstehen, dass Unifer vor allem relevant ist, bis Revolution die Zulassung in der EU kriegt.
Dann wird der Umsatz da nach und nach wegbrechen und sie brauchen wieder neue Medikamente.
Der Revolution-Deal ist also eher ein gutes Zeichen dafür, dass sie in der Position sind, wo sie solche großen Deals gewinnen, aber es ist nicht allein ausreichend, um ihre Ziele zu erreichen.
Insgesamt ist das Ziel der Ehen nämlich, dass sie bis 2028 einen freien Cashflow von um die 140 Millionen Euro erreichen, das zum Teil auch durch Übernahmen, aber zu 80 Prozent wollen sie aus dem Geschäft wachsen.
Und wenn man diesen freien Cashflow von 140 Millionen jetzt mal ins Verhältnis zu den circa 1 Milliarde Börsenwert setzt, kommt man auf ein Multiple von gerade mal 7.
Dazu kommt, dass Unifer 2010 ziemlich in der Krise von Jarrah Butt als neuem CEO übernommen wurde.
Der hat die Firma zu dem gemacht, was sie heute ist.
Und alleine zwischen 2019 und 2025 haben sie den Bruttogewinn fast verdreifacht.
Und Jarrah Butt ist eben auch immer noch an Bord.
Trotzdem bleibt es natürlich ein sehr risikoreiches Investment.
Unifer ist ein kleiner Player in einem riesigen Markt.
Kunden wie Revolution können schnell abspringen und der Bereich ist immer stark reguliert.
Ich habe verschiedene Geschäftsmodelle, also grundsätzlich natürlich kaufen, verkaufen, Import, Export zum Teil als Zwischenhändler.
Sowas halt, muss man einfach mal gucken.
Wie will man mit Kugelschreibern und Feuerzeugen heute noch wachsen?
Genau das Rätsel versucht gerade der neue CEO von BIC zu lösen.
Anfang September waren Analysten zu BIC nach Paris eingeladen und als einen großen Wachstumshebel sieht der CEO Rob Fesloth Marihuana.
Er meinte, dass er aus Amsterdam kommt, aber der Marihuana-Konsum in den USA schneller wächst, als er es in den Niederlanden je getan hat.
Und die Marihuana-Konsumenten, die kaufen ihre Feuerzeuge sehr oft in kleinen Läden für Raucher- und Cannabis-Zubehör und eben nicht in großen Supermärkten, auf die sich BIC bisher fokussiert.
Das will Verslot ändern und da geht es immerhin um 15.000 bis 20.000 solcher kleinen Läden.
Dazu will er übrigens auch die Anwaltsbudgets hochfahren, weil die Firma wohl mit relativ vielen Fälschungen zu kämpfen hat.
Dass sich Verslot so auf Feuerzeuge konzentriert, ist auch logisch.
Feuerzeuge machen nämlich nur ein Drittel vom Umsatz, dafür aber mehr als die Hälfte vom operativen Gewinn.
Die Marge liegt bei über 30 Prozent, bei den Schreibwaren sind es unter 10.
Wenn er das zum Wachsen kriegt, steigt der Gewinn also überproportional.
Neben den Feuerzeugen macht BIC beispielsweise auch Kugelschreiber, aber auch Rasierer und seit kurzem Haarbürsten.
Ganz krasse Zahl, jeden Tag werden 26 Millionen Produkte von BIC verkauft.
Letztes Jahr hat die Firma damit um die 2 Milliarden Euro Umsatz gemacht.
Aber nochmal kurz zurück zu Verslot.
Zudem muss man nämlich erstmal wissen, dass die Big Chefs in 80 Jahren Firmengeschichte immer aus der Familie oder aus dem eigenen Haus gekommen sind.
Der Niederländer ist der erste CEO von außen, wobei die Gründefamilie den Konzern bis heute kontrolliert und zwar mit 60 Prozent der Stimmrechten.
Sie lassen ihm aber freie Hand, die Firma anders aufzustellen.
Sein Vorgänger aus der Familie wollte Big nämlich mit digitalen Notizbüchern oder Stiften für Fake-Tattoos verbreitern.
Verslot hat beides im Dezember eingestellt.
Der Fokus liegt jetzt auf den vier Kategorien Schreibwaren, Rasierer, Bürsten und eben Feuerzeuge.
Bei den Bürsten ist noch Tangle-Teaser spannend.
BIC hat die britische Haarbürstenmarke 2024 gekauft und zuletzt ist sie mit 20% gewachsen.
Geholfen haben dabei Kooperationen, zum Beispiel mit dem Film Der Teufel trägt Prada.
Bis 2030 soll der gesamte Konzernumsatz im Schnitt jedes Jahr um rund 3% wachsen.
Und die operative Marge von zuletzt knapp 14 auf über 15,5 Prozent steigen.
Hier ganz kurz zur Einordnung.
2023 hat BIC noch fast 2,3 Milliarden Euro umgesetzt.
Seitdem ist der Umsatz aber zwei Jahre in Folge geschrumpft.
Und eine Marge von über 15,5 Prozent hatte BIC 2024 schon mal.
An der Börse lief es zuletzt ganz gut.
Die Aktie ist seit Jahresbeginn 30 Prozent gestiegen.
Damit ist Big rund 2,7 Milliarden Euro wert.
Das ist das 13-fache vom erwarteten Gewinn.
In den letzten Jahren lag es im Schnitt eher bei 11.
Dazu gibt es noch gut 3,5 Prozent Dividendenrendite.
Der Big Crystal wurde bis heute einfach mehr als 100 Milliarden Mal auf der Welt verkauft.
Incredible numbers.
100 Milliarden?
Ja, ich schwöre mit einem Stift, Bruder.
Aber wo sind diese ganzen Stifte, frage ich mich dann.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Guten Start in die Woche und bis morgen.
Tschüss!
