# Meta AI Monetization, Fresenius Insider Buys, and Rollins Valuation Reset

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-09-25

## Transcript

Es gibt große Insider-Käufe beim DAX-Konzern Fresenius.
Christoph hat sich mal genauer angeschaut, ob die Aktie spannend ist.
Und dann schauen wir uns noch an, warum sich die Aktie vom größten Schädlingsbekämpfer der Welt seit Anfang des Jahres fast halbiert hat.
Aber vorher gibt's die News.
Mein Name ist Timon Wunderlich, heute ist Freitag, der 25.09.
Und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen, mit Trading Flatrate, Krediten, Portfolioanalysen und der hauseigenenden European Investor Exchange, die genau auf Privatanleger zugeschnitten ist.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Wir haben diese Woche ja schon mal darüber geredet, dass der neue KI-Agent von Meta die Börsen beeinflusst.
Einerseits treibt er wegen den vielen Nutzern den Aktienkurs von Meta, andererseits hat er Aktien von ein paar Firmen wie Planet Fitness gedrückt, weil die Angst da ist, dass der KI-Agent Abos und Verträge optimiert und dann zum Beispiel das Gym-Abo cancelt, wenn man nie hingeht.
Am Mittwochabend kam dann aber noch ein anderes spannendes Detail, nämlich die Antwort auf die Frage, wie Meta damit Geld verdienen wird.
Zuckerberg will, dass die App größtenteils kostenlos bleibt.
Das Geld soll dann kommen, wenn der Agent eine Buchung durchführt oder was kauft.
Dann will sich Meta nämlich einfach einen kleinen Teil der Transaktionsgebühren nehmen.
Dafür hat man schon Partnerschaften mit allen möglichen Shop-Anbietern wie Walmart, Best Buy, Sephora oder Expedia abgeschlossen und auch eine mit PayPal als allgemeinen Zahlungsabwickler.
Das war aber nicht das einzige, was Meta vorgestellt hat.
Einmal gibt's ne neue VR-Brille, die soll nur 1300$ kosten, also nur ungefähr ein Drittel vom Preis der Vision Pro von Apple und die Brille wiegt nur 100g.
Das geht, weil Batteriespeicher und paar andere Teile in einem extra Kästchen stecken, das per Kabel mit der Brille verbunden ist.
Das spannendste Produkt, das Meta vorgestellt hat, ist aber wahrscheinlich der Muse Charm.
Das ist ein kleines Gerät mit Display und Kamera, circa so groß wie ein Schlüsselanhänger.
Und laut Zuckerberg der schnellste Weg, um mit der Muse KI zu reden und das Gerät soll schon zu Weihnachten kommen.
Damit wer Meta schneller als die Konkurrenz, OpenAI hatte schon vorher ein vergleichbares Gerät angekündigt, hatte dabei aber zuletzt Probleme.
Die Meta-Aktie war gestern um die 3% im Plus.
Und passend zum Thema KI war die Aktie vom Speicherhersteller Everpure fast 20% im Plus.
Die Firma kennt ihr vielleicht besser unter ihrem alten Namen Pure Storage und die baut Datenspeicher.
Und besonders bei Rechenzentren ist die Nachfrage, wie ihr alle wisst, massiv.
Mittwochabend hat die Firma auf ihren Analystentag ihre Prognose fürs Geschäftsjahr 2028 gegeben und die war deutlich über den Erwartungen.
Der Umsatz soll um bis zu 45% auf über 7 Milliarden Dollar steigen.
Analysten hatten nur mit 6,5 gerechnet.
Der operative Gewinn soll sich sogar fast verdoppeln.
Insgesamt glaubt Everpure, dass der Markt für die Datenspeicher in vier Jahren von rund 50 Milliarden Dollar auf über 200 Milliarden wächst.
Schlechte KI-News gab es dafür bei Oracle, die bauen ja gerade zusammen mit dem Finanzinvestor Blue Owl ein riesiges Rechenzentrum in New Mexico.
Jetzt hat Oracle aber eine sogenannte Force Majeure Mitteilung an eine Tochter von Blue Owl geschickt.
Force Majeure heißt übersetzt höhere Gewalt.
Oracle will damit sagen, bei dem Projekt passieren Dinge, für die wir nichts könnten.
Aussteigen wollen sie nicht, aber sich dadurch das Recht sichern, Zahlungen aufzuschieben, falls das Rechenzentrum 2028 nicht fertig wird.
Das Problem ist der Strom, der soll aus Brennstoffzellen von Bloom Energy kommen, die mit Gas laufen und die Gasleitung geht um fast ein halbes Jahr später an den Start, weil der Bundesstaat die Genehmigung paar Mal abgelehnt hat.
Oracle sagt trotzdem, dass alles im Zeitplan liegt.
Oracles Aktie und die von Blue Owl sind nach der Meldung um gut 5% gefallen, die von Bloom Energy war fast 10% im Minus.
Dazu war gestern generell ein schwieriges Umfeld, weil die Zinsen mal wieder gestiegen sind.
30-jährige Staatsanleihen haben in den USA den höchsten Zinssatz seit 2004 erreicht.
Die Börse hat darauf morgens auch sehr negativ reagiert.
Am Abend ist die Stimmung aber besser geworden.
Das könnte einerseits am Treffen zwischen Trump und Xi Jinping liegen, das recht versöhnlich klang, was gut für den Handelskrieg wäre.
Und auf der anderen Seite gab es Berichte, dass sich die Friedensverhandlungen rund um den Iran-Krieg wohl ganz gut entwickeln.
Und dann gab es noch zwei Übernahmemeldungen.
Einmal kauft Schneider Electric, dem bulgarischen Smart Home Hersteller Shelly, für über eine Milliarde Euro ohne Schulden.
Shelly war ja das erste Unternehmen, das ich hier im Podcast vorgestellt habe.
Und wir hatten im Mai ja auch den CEO zu Gast.
Die Firma verkauft smarte Geräte, also Sensoren, Lampen oder Steckdosen, die man übers Handy fernsteuern kann.
Und der Übernahmepreis liegt knapp 10% über dem Schlusskurs vom Dienstag und 20% über dem Kurs Ende Juli.
Da wurde das erste Mal über eine mögliche Übernahme berichtet.
Die Gründer halten zusammen fast 60% der Aktien und sind für den Deal.
Schneider will dadurch sein Geschäft mit Smart Home Geräten vergrößern.
Die haben ja auch eine eigene Plattform ExoStructure.
Die läuft schon an 500.000 Standorten und mit der kann man die Geräte steuern und verwalten.
Die Shelly Aktie ist nach der Meldung um ca.
5% knapp unter den Übernahmepreis gestiegen.
Die von Schneider hat sich kaum bewegt.
Insgesamt natürlich schade, dass damit eine kleine Firma mit viel Potenzial von der Börse verschwindet, zumindest als eigenständige Firma.
Die zweite News kam aus Deutschland und hat indirekt mit einer Übernahme zu tun.
Der Delivery Hero CEO Niklas Özberg sollte eigentlich seinen Posten abgeben.
Jetzt hat sich Özberg aber umentschieden und bleibt doch.
Das Unternehmen ist ja mitten im Übernahmeprozess durch Uber und Özberg könnte mit der Entscheidung Ruhe in das Unternehmen bringen wollen.
Ob es wirklich seine Entscheidung war, ist aber eine andere Frage.
Vor Uber hatte der aktivistische Investor Aspex aus Hongkong fast 15% an Delivery Hero gehalten und mehrfach Oestbergs Rücktritt gefordert.
Weil Delivery Hero laut Aspex nicht profitabel genug war.
Jetzt hat Aspex seine Aktien an Uber verkauft und damit ist der Druck weg.
Die Aktie hat sich aber kaum bewegt.
Wenn gleich mehrere Vorstände von einem DAX-Konzern für viel Geld eigene Aktien kaufen, kann man mal genauer hinschauen, was los ist.
Und das macht jetzt Christoph bei Fresenius.
Fresenius hat sich ja nach der Trennung von der Tochter Fresenius Medical Care auf zwei Sparten konzentriert.
Erstens Fresenius Kabi, das sind Medikamente, Infusionen und Ernährung für Kliniken.
Zweitens Helius, Europas größter privater Krankenhausbetreiber.
Und das Management scheint aktuell ziemlich optimistisch für das operative Geschäft zu sein.
Denn Vorstandschef Michael Sen kauft seit März konsequent eigene Aktien, insgesamt für rund 1,3 Millionen Euro.
Besonders spannend ist, dass er den ganzen Weg nach unten mitgekauft hat.
Von rund 47 Euro März bis runter auf 37 Euro Ende Mai und nach der Erholung dann im September nochmal.
Dazu hat auch Finanzchefin Sarah Hennigen im September für rund 100.000 Euro gekauft.
Solche Insider-Käufe kann man als Vertrauenssignal sehen.
Operativ läuft's auch gut.
Fresenius hat im August die Gewinnprognose angehoben.
Der Grund ist vor allem Fresenius-Kabi und dort vor allem das Bio-Pharma-Geschäft.
Das ist im zweiten Quartal um fast 40 Prozent gewachsen.
Treiber sind die Biosimilars.
Das sind, vereinfacht gesagt, günstigere Nachbauten von teuren biologischen Medikamenten, die nach Auslaufen des Patentschutzes und mit entsprechender Zulassung auf den Markt kommen.
Besonders stark läuft zum Beispiel das Biosimilar Tayen und auch die Denosumab-Biosimilars gegen Osteoporose kommen nach dem Start gut voran.
Beide Geschäfte wachsen in den USA und Europa stark, nicht nur operativ, auch in der Bilanz gibt es einen Fortschritt.
Fresenius war jahrelang hochverschuldet und hat den Schuldenberg jetzt abgebaut.
Die Verschuldung liegt noch am unteren Rand vom eigenen Ziel und die Ratingagenturen S&P und Fitch haben den Ausblick auf positiv angehoben.
Heißt, die Zinslast sinkt, weil Fresenius weniger Schulden hat und deshalb steigt der Gewinn zurzeit schneller als der Umsatz.
Und falls das Rating bald angehoben wird, kann sich Fresenius noch günstiger umschulden.
Risiken gibt es trotzdem.
Bei Fresenius Carby gab es in den USA zuletzt mehrere Qualitäts- und Aufsichtsthemen an ein paar Standorten.
Und ein neues deutsches Gesetz begrenzt ab 2027 die möglichen Vergütungssteigerungen für Krankenhäuser, was Helios belasten kann.
Trotzdem scheinen Analysten Fresenius sogar noch mehr zuzutrauen.
Im letzten Analysten-Call hat es nämlich mehrfach die Frage gegeben, ob die neue Prognose nicht sogar zu vorsichtig sei.
Das Management hat dazu gesagt, es wolle das Geschäft solide führen und nicht auf Biegen und Brechen das obere Ende ansteuern.
Der Börsenwert von 26 Milliarden Euro steht für das Zwölffache vom erwarteten Gewinn.
Dazu gibt es noch eine Dividendenrendite von 2%.
Im Schnitt der letzten Jahre war es eher das Elffache.
Klingt trotzdem nicht sehr teuer, wenn der Umbau weiterhin so gut klappt.
Der Erfolg der Biosimilas hängt aber stark an den Zulassungen und der Markt ist hart umkämpft.
Sobald ein Patent fällt, drängen nämlich oft viele Anbieter gleichzeitig rein und drücken damit den Preis.
Die Frau muss sofort in ein Krankenhaus gemacht werden.
Ein Krankenhaus?
Was ist es?
Ein großes Gebäude mit Patienten, aber das ist jetzt nicht so wichtig.
Schädlinge kennen keine Krisen.
Die Aktie vom Schädlingsbekämpfer Rollins scheinbar schon.
Die hat sich seit Anfang des Jahres nämlich fast halbiert.
Pascal erklärt, was da passiert ist.
Ein wichtiger Baustein von Private Equity ist der Leveraged Buyout.
Kurz gesagt, man kauft ein Unternehmen mit wenig eigenem Geld und viel Kredit.
Der Trick ist nur, dass man den Kredit nicht als Käufer selbst nimmt, sondern man lädt die gekaufte Firma mit Schulden auf.
Das alles hat seinen Ursprung in den 1960er Jahren und hat viel mit Schädlingsbekämpfung zu tun.
Damals hat die Radio- und TV-Firma Rollins Broadcasting den Schädlingsbekämpfer Orkin übernommen.
Das Problem, der Umsatz von Rollins war fast siebenmal kleiner als der Preis von Orkin von um die 60 Millionen Dollar.
Die Banken haben sich also auf die Gewinne von Orkin verlassen.
Der Deal gilt als einer der ersten großen Leverage Buyouts der USA und Private Equity hatte seine Blaupause.
Heute ist Rollins nur noch ein Schädlingsbekämpfer, Orkin gibt es als Marke in der Firma immer noch und Rollins ist an der Börse rund 16 Milliarden Dollar wert.
Aber dass ausgerechnet Orkin das Ziel vom ersten Leverage Buyout war, ist kein Zufall.
Zum einen, weil Schädlinge keine Krisen und Kriege kennen.
Zum anderen, weil schon der Gründer von Orkin, Otto Orkin, ein schlaues Business gebaut hat.
Orkin hat erst Rattengift von Tür zu Tür verkauft.
Dann ist ihm aufgefallen, dass die Viecher gerne wiederkommen.
Also hat er auf Serviceverträge umgestellt und die Schädlinge dauerhaft bekämpft.
Warum das nötig ist, zeigt die Biologie.
Wer nämlich nur die Tiere tötet, hat nicht die Ursache dafür identifiziert und beseitigt.
Und auch wer das geschafft hat, hat noch keine Garantie dafür, dass keine neuen Schädlinge ins Haus kommen.
Firmenkunden betrifft das auch.
Krankenhäuser, Restaurants oder Supermärkte zum Beispiel.
Das ist der Grund, warum von dem fast 4 Milliarden Dollar Umsatz etwa 75% wiederkehrend sind.
15% sind einmalige Aufträge und 10% sind Zusatzleistungen wie besondere Vorkehrungen am Haus oder Firmengebäude, um ungeziefernd dauerhaft abzuhalten.
Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass laut dem damaligen Finanzchef von Rollins das Einmalgeschäft eine höhere Marge hat, während die wiederkehrenden Verträge bis zu 200 Dollar pro Einsatz bringen, sind es bei einmaligen Einsätzen bis zu 400 Dollar.
Insgesamt ist Rollins profitabel.
Vom Umsatz bleiben rund 19% als operativer Gewinn übrig.
Dazu ist Rollins in den letzten 20 Jahren rund 8% pro Jahr gewachsen.
Dabei helfen viele kleine Übernahmen, denn der Schädlingsmarkt ist in den USA zersplittet.
Grob gerechnet hat Rollins rund ein Fünftel vom Markt.
Das gilt wohl auch in etwa für den größten Konkurrenten Rento Kill.
Der Rest des Marktes sind eher lokale Firmen, was Übernahmen interessant macht.
Findet Rollins einen passenden Kandidaten, kauft die Firma ihn, lässt die Marke stehen, übernimmt Marketing und Finanzen und erweitert die Produktpalette.
Gleichzeitig schafft es Rollins mit Preiseröhungen über der Inflation und Zusatzleistungen organisch zu wachsen.
Und da ist noch viel Luft.
Nur bis zu 3% der Kunden von Rollins kaufen Zusatzleistungen.
Trotzdem ist die Aktie seit Jahresanfang um 54% abgeschmiert.
Rollins wächst zwar weiter, hat aber seine Prognose für 2026 auf mindestens 6% organisches Wachstum gesenkt.
Schwach laufen vor allem die Privatkunden.
Da ist das Wachstum auf unter 4% abgerutscht, weil ausgerechnet das margenstarke Einmalgeschäft schwächelt.
Ein möglicher Grund laut dem Rollins-Chef KI.
Chatbots sollen eher zum Selbermachen raten.
Ein anderer, die Amis schauen genau drauf, wofür sie Geld ausgeben.
Nach dem Absturz kostet Rollins nur noch das 27-fache vom erwarteten Gewinn.
Klingt immer noch teuer?
Im Schnitt der letzten 5 Jahre hat Rollins 54 gekostet.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Genauer gesagt hört ihr Noah und den CEO von der Reederei Ernst Russ im Deep Dive über die Containerschiffbranche und das Schiffbusiness an sich.
Hier wie immer ein kleiner Ausschnitt.
Also man muss sich vorstellen, es sind 60.000 bis 70.000 Schiffe weltweit, die irgendwie eine relevante Größe haben.
Wenn man sich vorstellt, in der Immobilienbranche würde es nur 60.000 bis 70.000 Einheiten geben, dann würde ja jeder jeden kennen.
Und so ist es auch ein bisschen, jeder kennt so ein bisschen jeden.
Und dementsprechend muss man halt gucken, dass man sich Annahmen macht, dazu steht, was man macht.
Und dass man irgendwo einen Kanal oder einen Partner findet, mit dem man vernünftig arbeiten kann.
Also einmal...
Historisch haben wir einen starken Fokus auf kleine Containerschiffe.
Das ist auch grundsätzlich ein Segment, in dem wir uns wohlfühlen.
Warum?
Einmal war der Containermarkt in den letzten Jahren sehr stark und die meisten Schiffe, die gerade geordert werden, es ist ein riesiges Orderbuch an Containerschiffen zur Zeit in den Büchern der Werften in Fernost, die meisten Schiffe, die geordert werden, sind die ganz großen Schiffe.
Also 10.000 oder sogar eher 15.000 aufwärts dominieren dieses Orderbuch.
Du brauchst aber zwingend für den ganzen Betrieb dieser großen Containerschiffe die kleinen, die das dann verteilen.
Und da ist das Orderbuch sehr viel kleiner, obwohl die Flotte sehr viel älter ist.
Das heißt, strukturell fühlen wir uns da ganz wohl.
