# McDonalds Strategy, Pool Roll-Ups, and Bitcoin Momentum

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-09-24

## Transcript

Wie lang kann der Bitcoin noch steigen?
Wieso pumpen Profi-Investoren ins Pool-Business?
Und wie will McDonalds Marktanteile gewinnen?
Das klären wir heute bei Ohne Aktien wird schwer.
Ich bin Christoph Damm und heute ist Donnerstag, der 24.
September.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Und bei uns gibt es jetzt die News.
Kein leichter Tag gestern.
Für die Börse, die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen ist wieder über 5% gestiegen.
Grundwarn starke Konjunkturdaten aus den USA und Signale von der US-Notenbank, dass weitere Zinserhöhungen nötig sein könnten.
Ja und wir haben ja zuletzt auch häufiger über Investorentage gesprochen.
Der von Novo Nordisk hat enttäuscht, der von On ist gut angekommen.
Und gestern hatte McDonalds seinen Investorentag und hat da neue Finanzziele und auch eine Strategie für die nächsten Jahre vorgestellt.
Das Problem von McDonald's ist aktuell, dass das US-Geschäft schwächelt, denn die Leute gehen wegen der hohen Inflation einfach seltener essen.
McDonald's geht jetzt sogar davon aus, dass das auch kein vorübergehendes Problem ist, sondern die neue Normalität.
Die hohen Kosten treffen auch nicht nur die Kundschaft, sondern auch die Firma selbst.
Die Rindfleischpreise haben sich in fünf Jahren fast verdoppelt.
Dass McDonald's das als langfristiges Problem sieht und eben auch, dass der Konzern jetzt eine neue Normalität akzeptiert und kein vorübergehendes Problem darin sieht, dass weniger Kunden kommen, das ist gestern gar nicht gut angekommen.
Die Aktie hat um die 5% verloren, aber es gibt zumindest einen Plan und der hat mehrere Bausteine.
Die Restaurants sollen umgebaut und technisch aufgerüstet werden, inklusive eines KI-gestützten Betriebssystems.
Dafür braucht es aber erstmal hohe Investitionen von den Franchise-Nehmern und McDonalds will sie deshalb mit bis zu 8,5 Milliarden Dollar bis 2036 unterstützen, und zwar einerseits über Mietnachlässe, andererseits aber auch mit Geld.
Beim Essen selbst setzt McDonalds stärker auf Chicken, auch weil dort noch mehr Marktanteile zu holen sind und man dann eben auch weniger abhängig ist vom teuren Rindfleisch.
Damit will McDonalds dann die operative Marge bis 2030 von zuletzt um die 46 Prozent in den mittleren 50-Prozent-Bereich anheben.
Sehr positiv reagiert hat in den letzten Tagen die Aktie von Meta.
In den letzten vier Wochen hat sie mehr als 30 Prozent gewonnen.
Ein Grund dafür ist der neue KI-Agent Muse.
Wie so oft bei KI sorgt die Freude auf der einen Seite für Frust auf der anderen.
Dieses Mal sind Firmen unter Druck geraten, die von sogenannter Konsumententrägheit leben.
Also davon, dass Leute einfach aus Gewohnheit bei einem Anbieter bleiben, obwohl es woanders besser oder günstiger wäre.
Sowas betrifft zum Beispiel Telekom-Unternehmen, Versorger oder Fitnessstudios.
Wenn jetzt aber KI-Agenten für uns die Preise vergleichen, die Anbieter wechseln oder sich sogar mit dem Kundenservice herumschlagen, dann könnte genau diese Trägheit wegfallen.
Goldman Sachs hat deshalb einen Korb gefährdeter Aktien zusammengestellt.
Der hat am Dienstag 3% verloren, besonders stark bergab ging es zum Beispiel bei Planet Fitness, wo viele ein Abo haben, aber eben nicht hingehen.
Schlechtere Tech-News gab es zwischen den USA und China.
China nimmt gerade Switches von Broadcom ins Visier.
Die braucht man in Rechenzentren, um große Datenmengen extrem schnell zwischen Rechnern und Servern zu übertragen, was fürs KI-Training wichtig ist.
Laut einer chinesischen Behörde stecken diese Broadcom-Switches in bis zu 90 Prozent der staatlich kontrollierten Rechenzentren in China.
Eigentlich will China sich von ausländischer KI-Technik unabhängiger machen.
Nvidia-Produkte dürfen ja in solchen Rechenzentren schon nicht mehr eingesetzt werden.
Jetzt könnte auch Broadcom davon betroffen sein.
Das wäre schlecht für Broadcom, weil der chinesische Switchmarkt laut Financial Times durch den KI-Boom Milliarden Umsätze erreichen könnte.
Die Aktie hat deshalb gestern leicht verloren.
Eine große Bewegung gab's gestern in Deutschland, nämlich von Seqtunet.
Die Aktie ist um die 15 Prozent gestiegen, weil die deutsche Bundeswehr bei der Sicherheitsfirma Verschlüsselungstechnik im Wert von bis zu fast zwei Milliarden Euro bestellen könnte.
Damit würde sie die Verschlüsselung ihrer Kommunikationsnetze modernisieren.
Da steht in einem Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.
Offiziell bestätigt ist das aber noch nicht.
Und noch ganz kurz zum Schluss.
Die Biontech-Gründer ziehen sich ja aus der Firma zurück und starten eine neue Firma.
Jetzt gibt es auch erste Details vom Handelsblatt.
Die Firma heißt Arife.
Das ist ein türkischer Frauenname und bedeutet die Wissende.
Die neue Firma sitzt in Mainz und soll sich auf innovative mRNA-Therapien konzentrieren.
Die Mitarbeiterzahl soll im niedrigen dreistelligen Bereich liegen.
Ganz spannend ist ja das Verhältnis zu Biontech, denn die Patente für die Wirkstoffkandidaten liegen noch dort.
Biontech will Rechte und mRNA-Technologien in die neue Firma einbringen und dafür dann eine Minderheitsbeteiligung plus Lizenzgebühren bekommen.
Ob dieser Deal am Ende aber wirklich so kommt, ist noch offen.
Warum eigentlich nur einen Pool im Garten haben, wenn man als Profi-Investor doch gleich in Pool-Firmen investieren kann?
Was hinter diesem Trend steckt, das hat sich Timon mal angesehen.
Seit 2021 hat der texanische Private Equity Investor Storr unter der Holding SPS Poolcare 200 Übernahmen gemacht.
Dabei haben die Kollegen nicht in Software-, KI- oder Rechenzentren ins Unternehmen investiert, sondern wie der Name schon sagt, in Poolreiniger.
In den letzten vier Jahren sind in den USA insgesamt mehr als zwei Dutzend sogenannter Roll-Ups im Pool-Service-Bereich entstanden.
Das Modell ist immer das gleiche, kleine Pool-Service-Firmen kaufen und zusammenlegen.
Ähnliches hat Private Equity in den letzten Jahren schon bei Installateuren von Klimaanlagen, Schädlingsbekämpfern und Rasenpflegern gemacht, jetzt eben mit Pools.
Das wirkt erstmal komisch, weil kaum noch neue Pools gebaut werden.
Letztes Jahr waren es in den USA unter 60.000.
Das ist halb so viel wie im Boom zu Corona und so wenig wie seit Anfang der 80er nicht mehr.
Um den Neubau geht es den Fonds aber auch eigentlich gar nicht.
In den USA gibt es über 5 Millionen Einbaupools und die brauchen jedes Jahr Chlor, Filter, neue Pumpen und Reparaturen.
Wenn man die Wartung aufschiebt, hat man irgendwann einen grünen Teich.
Deshalb kommen über 80% der Kunden jedes Jahr wieder und deshalb bringt laut dem Chef eines Pool-Rollups ein Kunde über 20 Jahre 200 bis 300.000 Dollar.
Und Pools werden immer älter.
Im Schnitt ist ein Pool in den USA über 23 Jahre alt.
Es könnte also noch teurer werden.
Bei der Auswahl der Firmen ist dann vor allem der Ort entscheidend.
Einmal kostet es natürlich weniger Fahrt, wenn die Kunden eng beieinander wohnen.
Außerdem hat man mehr Marktmacht.
Oft ist es wohl sogar so, dass die Kunden im Voraus zahlen, was für die Cashflows optimal ist.
Deswegen sind vor allem die Wartungsfirmen so spannend und Private Equity zahlt für die aktuell das 8- bis 10-fache vom operativen Gewinn vor Abschreibung.
Für Poolbauer wird nur das 5- bis 7-fache gezahlt.
Und die gute Nachricht ist, dass man in diese Private Equities zwar nicht investieren kann, aber dafür in den Marktführer für Poolersatzteile und Produkte, die Pool Corporation.
Die stellen selbst zwar nichts her, sondern kaufen bei über 2000 Herstellern ein und verteilen das über rund 450 Filialen an über 100.000 Poolbauer, Händler und Servicefirmen.
Fast zwei Drittel vom gut 5 Milliarden Dollar Umsatz kommen aus dem Wartungsgeschäft.
Trotzdem wird Pool Corp.
an der Börse nur mit rund 6 Milliarden Dollar und einem erwarteten KGV von 15 bewertet.
Der Schnitt der letzten 10 Jahre liegt bei 26.
Das liegt einmal am schwachen Häusermarkt, der das Wachstum bremst und daran, dass Konkurrent Heritage Pool Supply immer stärker wird.
Der gehört seit 2024 zu Home Depot, also einer Firma mit sehr viel Marktmacht.
Home Depot wäre damit auch ein anderer Weg, um von dem Markt zu profitieren.
Das Pool Business macht da aber insgesamt keinen großen Teil aus.
Spannend ist, wer gerade kauft und verkauft.
Berkshire Hathaway ist 2024 bei der Pool Corp eingestiegen und hat Anfang dieses Jahr alles wieder abgestoßen.
Manuel Perez de la Mesa, der die Firma früher selbst geführt hat und heute im Aufsichtsrat sitzt, hat dagegen im Frühjahr für knapp 5 Millionen Dollar nachgekauft, teilweise sogar zu höheren Kursen als heute.
Private Equity kauft sich also Poolreiniger zusammen und derjenige, der Pool Corp am besten kennt, setzt sein eigenes Geld auf den Großhändler.
Ich bin immer der Weg zur Lease-Resistance-Restanz.
Deshalb habe ich mein gesamtes Office in einem Pool.
Ich bin Rich Lewis und ich arbeite das Weltall-s-only-ergonomische, aquatische Office.
Crypto Thursday – Dein Crypto-Kick der Woche.
Wie lange steigt der Bitcoin noch und wieso steigt er überhaupt?
Das fragen sich in der Kryptowelt gerade viele.
Und wir haben es am Crypto Thursday mal wieder mit Julius Nagel vom Podcast Alles Coin, nichts muss diskutiert.
Der Link zum Podcast ist in der Beschreibung und damit auch direkt rein ins Gespräch.
Julius, wir haben im Podcast ja auch schon ein paar Gründe besprochen, wieso der Bitcoin so stark gestiegen ist.
Einmal ist ja generell der Zins auf Staatsanleihen ein bisschen gesunken zuletzt.
Dann hat die Börsenaufsicht der Amis ihr Jahr zu tokenisierten Aktien gegeben.
Und man hat beim Bitcoin ja grundsätzlich immer eine starke Trading-Dynamik.
Also wenn es ein bisschen nach oben geht, dann kommen schnell Momentum-Trader, die aufspringen.
Shorts werden aufgelöst und so weiter.
Was waren denn aus deiner Sicht die wichtigsten Gründe für den Anstieg der letzten Tage?
Ich würde den Markt so ein bisschen in zwei Teile aufteilen.
Zum einen hatten wir initial Mitte August eine sehr, sehr starke Bewegung nach oben, die losgelöst wurde, vermeintlich losgelöst wurde von dem sogenannten Debasement Trade.
Es gab damals die Meldung vom US-Finanzminister, dass er langfristige Anleihen...
vom Markt zurückkaufen wird.
Und das hat er sich so ein bisschen rumgesprochen und viele Investoren haben das als quasi eine neue Form des Gelddruckens interpretiert.
Bitcoin als harte Währung hat darauf entsprechend reagiert.
Man muss aber sagen, dass diese ganze Bewegung im August auch sehr, sehr stark durch Short Liquidations getrieben wurde.
Das heißt, viele Investoren haben auf fallende Kurse spekuliert.
und wurden dann durch die eben steigenden Kurse gezwungen, am Markt zurückzukaufen, um ihre Positionen zu schließen.
Das war eine der größten Short-Feedations, die wir gesehen haben am Kryptomarkt.
Wir haben dann einige Wochen gesehen, wo sich der Markt kaum bewegt hat.
Und jetzt gab es im September vor wenigen Tagen eine weitere starke Bewegung nach oben.
Und das ist für mich so ein bisschen der zweite Teil dieses...
dieser Gesamtbewegung, den ich jetzt eher auf das, was du auch gesagt hast, zurückführen würde, dass Momentum-Trader zurückkommen in den Markt, dass sicherlich auch viele Investoren, die vielleicht noch nicht investiert waren, aber Krypto und Bitcoin irgendwie auf ihre Watches haben und vielleicht auch schon der Vergangenheit gesehen haben, wie schnell sich das dann, wenn sich mal Momentum aufbaut, nach oben bewegen kann, dann vielleicht zurück in den Markt kommen, ihre Position zurückkaufen.
Und das hat jetzt sicherlich dazu geführt, dass wir jetzt so eine starke Bewegung gesehen haben.
Ja, viele fragen sich jetzt natürlich, wie lange das noch so bleibt oder weiter steigt.
Gibt es irgendwelche Kennzahlen, die du dir anschaust, um das einzuschätzen und wie sieht es bei denen gerade so aus?
Ganz simpel kann man natürlich auch zu Sachen schauen wie den vielen Greed Index, der jetzt sicherlich wieder ziemlich ausgeschlagen hat.
Ich glaube aktuell irgendwo bei 80, also Greed auf jeden Fall, geht.
Das heißt, sehr viel Spekulation im Markt.
Und wenn man darüber hinaus steht, kann man sich natürlich auch andere Zahlen anschauen, um das Thema, wie viel spekulatives Kapital ist im Markt aktuell, irgendwie versuchen zu verstehen.
Das heißt, am besten schaue ich mir da das Open Interest und die Funding Rate von Derivaten an, also von Perpetual Futures, die mir ein Hinweis darüber geben können, wie viel Kapital gerade auf grundsätzlich steigende oder fehlende Kurse setzt.
Das ist das Open Interest.
Und die Funding Rate gibt mir quasi Aussage darüber, in welche Richtung denn die Leute setzen.
Wir sehen zuletzt, dass die Open Interest wieder stark gestiegen ist, vor allem jetzt die letzten Tage, dass auch die Funding Rate eigentlich durch die Bank weg bei den Kryptotokens sehr, sehr positiv ist.
Das heißt, es ist auf jeden Fall wieder mehr spekulatives Kapital, was...
zum Teil dann auch mit hohem Hebel auf steigende Kurse setzt.
Und zu guter Letzt können wir natürlich noch ein bisschen auf die institutionelle Seite schauen.
ETF-Flows, aber auch was die großen Treasury-Companies machen.
Bei den ETFs war es zuletzt so, dass wir jetzt wieder sehr, sehr starke Inflows hatten.
Ich glaube zuletzt über eine Milliarde an Daily Inflows bei den Bitcoin-ETS.
Was das Strategy angeht, muss man sagen, die sind noch nicht wirklich aktiv.
Ich glaube, 18 Millionen US-Dollar.
an Bitcoin letzte Woche gekauft, davor aber einige Wochen gar nichts gekauft und ja im Sommer auch verkauft tatsächlich.
Aber es ist davon auszugehen, dass das positive Marktumfeld jetzt auch denen wieder die Möglichkeit geben wird, mehr Kapital am Markt aufzunehmen, um dann auch wieder zu kaufen.
Wenn wir mal ein bisschen vom Bitcoin weggehen, gibt es sonst gerade noch ein spannendes Thema in der Kryptowelt, auf das man achten sollte?
Zu guter Letzt muss man natürlich noch das Thema Real World Assets oder Tokenisierung von Aktien ansprechen.
Wir hatten ja diesen Sommer den Launch der Robinhood Chain, der sehr erfolgreich war, muss man sagen, und der jetzt auch wieder mehr Aufmerksamkeit auf das ganze Thema gebracht hat.
Es ist sicherlich noch so, dass die Volumina der tokenisierten Aktien noch relativ klein sind, aber ich glaube, der Trend ist hier ganz klar und die Vorzüge der Workstream-Technologie.
Zeigen sich hier natürlich auch darüber, dass ich eben 24-7 Märkte abbilden kann, dass ich in Echtzeit so sehr, sehr geringen Gebühren handeln kann und dann natürlich auch noch meine Position in anderen Default-Projekten integrieren kann.
Also das ganze Thema Landing.
gegen tokenisierte Stocks.
Von daher muss ich sagen, es ist viel los.
Sicherlich wieder viel Hype gerade drin.
Das heißt, da muss man mal gucken.
Aber wenn man etwas rauszoomt und sich dem klassischen Vierjahreszyklus des Kuppler-Marktes dahinter liegt, dann sollten wir quasi auch genau in dieser Phase hier irgendwo unseren Bottom finden.
Der Anteil der Investoren am Markt, die jetzt glauben, dass wir irgendwie einen Bottom gefunden haben im Sommer, ist, glaube ich, sehr, sehr stark hochgegangen über die letzten paar Wochen.
Und von daher wird es spannend zu sehen sein, was der Rest des Jahres noch so mit sich bringt.
Das war gerade erst der Aktie.
Jetzt sind wir bei 500 Prozent schon wieder.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Bis morgen, guten Tag euch.
Tschüss.
