# German Equity Adoption and AI Market Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-23

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Kurssprung von Viking Therapeutics, neue weltmeisterliche Unterstützung für On-Holding und zwei potenzielle Milliardenübernahmen.
Im Thema des Tages geht sich alles um Deutschlands stille Vermögenswende und in der AAA-Idee erklären wir euch, nach welcher Logik die optimierte Dividendenstrategie funktioniert.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert, und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Mittwoch, der 23.
September 2026 und wir wünschen euch einen wortgewandten Start in den Tag.
Die richtigen Worte zu finden, das ist ja immer eine Herausforderung, aber in diesen politisch aufgeladenen und gefährlichen Zeiten besonders.
Gestern hat ein einziger Satz aus Teheran an den Märkten für einen Höhenflug gesorgt.
Ein hochrangiger Vertreter der Islamischen Republik, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran.
könne die Straße von Hormuz binnen sieben Tagen wieder öffnen, wenn die USA ihren militärischen Druck verringern und die Blockade der iranischen Häfen aufheben.
Das hat dann gereicht, um Nordseeöl der Sorte Brent zeitweise um rund drei Prozent zu drücken, wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar je Barrel.
Am frühen Abend stand der Preis für Brent bei knapp 900 Dollar, das waren 99,90 Dollar.
Am späten Abend unserer Zeit sprach dann Donald Trump und machte vor der UN-Vollversammlung ziemlich viele Worte.
Der US-Präsident hat dann die Hoffnung auf eine schnelle Lösung gleich wieder einkassiert.
Er rechnet nämlich direkt nach den Kongresswahlen am 1.
November mit einem Abkommen erst dann.
Eine andere Option sei es, den Iran, Zitat, in die Hölle zu schicken.
Zitat Ende.
Ja, an den gestrigen Kursen könnt ihr übrigens ziemlich genau ablesen, wann Trump ans Mikrofon trat.
Der Nasdaq 100, der war im Tagesverlauf auf dem Weg zu seinem ersten Rekord seit Juni, halbierte seine Gewinne dann und schloss am Ende nur noch 0,8 Prozent höher.
Wobei, nur noch.
Es war ein wirklich schöner Tag für den Nasdaq.
Und der S&P 500, der ging praktisch unverändert aus dem Handel.
Der Dow Jones allerdings, der verlor, da ging es 0,4 Prozent runter.
Unter der Oberfläche zeigten sich dann deutliche Unterschiede.
Der Sox, der Halbleiterindex, ist gestern um 2% gestiegen, auf Wochensicht jetzt sogar wieder um 11%.
Der Index der großen US-Banken hat indes am selben Tag mehr als 2% verloren.
American Express und JP Morgan Chase verloren zum Beispiel jeweils knapp 3%.
Halbleiter und Cloud-Anbieter reichen also gerade, um die Indizes oben zu halten.
Für eine tragfähige Rallye müssten das allerdings natürlich deutlich mehr Titel sein.
Dass die Banken gestern verloren und übrigens auch in Europa, das hing mit dem neu vorgestellten KI-Assistenten Muse von Meta-Plattforms zusammen.
Manche fürchten, dass diese agentische KI den Finanzdienstleistern ein Teil ihres Geschäfts streitig macht.
Aber die Muse, die brachte auch Gewinner hervor und dazu gehörte gestern Shopify mit einem Plus von 7 Prozent.
Der KI-Assistent soll ja künftig Einkäufe im kompletten Händlernetz des E-Commerce-Konzerns abwickeln.
Und wer sich von einem Assistenten solche Schuhe empfehlen lässt, der kauft am Ende bei einem Shopify-Händler, ohne dessen Shop je gesehen zu haben, so die Überlegung des Ganzen.
Klingt ja spannend, vor allem für so konsumfreudige Kunden wie mich ist das, glaube ich, dann der Tod.
Naja, bei GameStop haben die Anleger gestern auch so kräftig zugegriffen wie ich bei Schuhen.
Die Aktie schloss knapp 6 Prozent höher und das so hoch wie seit vier Monaten nicht mehr.
Firmenchef Ryan Cohn hat 1,15 Millionen eigene Aktien zu durchschnittlich 22,95 Dollar gekauft.
Das sind gut 26 Millionen Dollar an Wert.
Mit Optionsscheinen hält er nun rund 8,7 Prozent des Videospielhändlers.
Aktienrückkäufe nehmen wir übrigens gleich auch nochmal in die Frage.
der AAA-Ide ein bisschen genauer unter die Lupe.
Nach oben ging es auch bei On Holding, die in den USA gehandelten Papiere des schweizerischen Sportartikelherstellers, an dem auch Roger Federer beteiligt ist, gewann 10,5 Prozent nach einem angekündigten Aktienrückkauf und einer neuen optimistischen Langfristprognose.
Dazu kommt, die Premium-Marke hat an der Seite des Weltmeisters und amtierenden WM-Rekordtour-Schützen Kilian Mbappé offiziell ihren Einstieg in den Fußball verkündet.
Damit läutet ON ein neues Kapitel in der weltweit größten Sportart ein.
Royal Caribbean verlor dagegen rund 6 Prozent.
Die Rederei steht laut Financial Times kurz davor, für 3 Milliarden Dollar die Hälfte an der Karibik-Hotelkette Sandals zu übernehmen, die damit 6 Milliarden Dollar bewertet werden würde.
Ein zweiter Deal bahnt sich bei Goldman Sachs an.
Die Bank verhandelt über die Übernahme von Palmer Square, einem Kreditmanager aus Kansas, der 37 Milliarden Dollar verwaltet.
Palmer Square kauft Unternehmenskredite, bündelt sie zu Paketen und verkauft daraus dann Anleihen an Investoren.
Milliarden Dollar stecken allein in diesen Paketen.
Der Markt dafür hat sich in den vergangenen Jahren in den USA auf mehr als 1,3 Billionen Dollar vervierfacht und genau dort hatte Goldman bisher eine Lücke.
Unterschrieben ist das allerdings noch nicht.
Die Gespräche können natürlich auch noch plassen.
Bewegung gab es außerdem bei Viking Therapeutics und was für eine Bewegung.
Die Aktie sprang um.
36% nach oben.
Der Grund, die Biotech-Firma hat Daten zu ihrer Abnehm-Spritze vorgelegt, die an zwei Stellen zugleich ansetzt.
Die Teilnehmer haben abgenommen und ihr Gewicht auch dann gehalten, als die Spritze seltener gesetzt wurde.
Die Studie war zwar klein für Novo Nordisk und Eli Lilly ist sie aber trotzdem ein...
Und da ich weiß, dass wir sehr viele Novo-Aktionäre unter unseren Hörern haben, die Aktie der Dähen, die ist gestern auf knapp über 34 Euro gefallen und es war der niedrigste Stand seit April.
Irgendwo weint jetzt auch ein Philipp Vetter.
Zu den Verlierern gehörte auch Adobe.
Die Aktie verlor 5 Prozent und das, obwohl der Softwarekonzern eine mehrjährige Partnerschaft mit Jet2 geschlossen hat, dem größten britischen Reiseveranstalter und an die Jen Zettler unter uns.
Das ist der Konzern, der für die Nothing Beats a Jet2 Holiday Dauerbeschallung auf Social Media verantwortlich war.
Nur um das mal so ein bisschen einzuordnen.
10 Millionen Kunden sollen künftig Angebote bekommen, die eine KI in Echtzeit auf ihr Profil zuschneidet, samt gemeinsamen Labor, in dem Adobe Entwickler und Jet2 Leute zu vermitteln.
Ein Preis hat keiner der beiden genannt.
Wichtig ist der Deal aber trotzdem, weil die Börse seit Monaten darüber streitet, ob KI potenziell, Adobe das Geschäft...
wegnimmt oder neues Geschäft bringt.
Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz von Adobe um 13% auf 6,76 Milliarden Dollar.
Trotzdem liegt die Aktie rund 13% unter ihrem Hoch von Anfang September.
Jeder Großkunde, der Adobe KI ins eigene Kerngeschäft einbaut, ist ein Argument gegen genau diese Sorge.
Der DAX kam derweil gestern nicht wirklich vom Fleck und schloss 0,02 Prozent höher bei 25.578 Punkten.
An der 50-Tage-Linie war dann am Ende Endstation.
Gefragt waren dort vor allem Konsumwerte.
Zalando, Adidas, Bayersdorf und Henkel gewannen bis zu 3,7 Prozent.
Bei Adidas half eine Kaufempfehlung des Finanzdienstleisters StoneX.
Hornbach legte ebenfalls zu um 3,7 Prozent und zwar im Windschatten der Briten.
Kingfisher, hinter dem die Ketten B&Q und Skewfix stehen, hat seine Jahresprognose angehoben.
Im ersten Halbjahr stieg der bereinigte Frischsteuergewinn um knapp 10% auf 404 Millionen Pfund, während der Umsatz mit 6,9 Milliarden Pfund praktisch auf der Stelle trat.
Der Gewinn kam also aus besseren Margen und Kostendisziplin, nicht so sehr aus verkauften Bohrmaschinen.
Und genau das trauen die Anleger jetzt auch Hornbach zu.
Kingfischer legte 10% zu.
Und dann mache ich nochmal schnell die Termine.
Heute kommen Jahreszahlen von KWS Saat, Halbjahreszahlen von Bosch und Quartalszahlen von Zintas und JD Sports.
Außerdem veranstaltet McDonalds ein Investor Day.
Dann kommt von der Industriestaatenorganisation OECD der Wirtschaftsausblick für die Weltwirtschaft und die G20-Länder.
Es handelt sich dabei aber nur um einen Zwischenbericht, ganz wichtig.
Und am Abend findet dann die Entwicklerkonferenz MetaConnect statt, die unter anderem vielleicht Neuigkeiten zur KI-Brille bringt.
Spannend.
Das Thema des Tages.
Heute habe ich eine Zahl für dich, die wahrscheinlich nicht nur dich, sondern viele Hörer auch überraschen wird.
46.
46 was?
Meine ehemalige Mathelehrerin hätte jetzt gesagt Äpfel, Pferde.
So ist es.
Die Frage ist auch berechtigt.
Ich fange mal so an.
Deutschland gilt ja als das Land der Sparbücher, der Tagesgeldkonten, der Bausparverträge.
Aber laut einer neuen Studie von ING investieren inzwischen 46% der Deutschen in Aktien, Anleihen, Fonds oder ETFs, also in Wertpapiere.
Und diese 46%, das ist der höchste Wert unter allen großen Euro-Ländern.
Das klingt wirklich nach einem Kulturwandel, muss ich sagen.
Vor allem, weil das Klischee vom Deutschen Spracher ja wirklich tief sitzt.
Fast jeder Zweite investiert mittlerweile am Kapitalmarkt und besonders spannend, die größte Dynamik kommt offenbar von den Jüngeren.
Gerade bei den 18- bis 24-Jährigen und den 35- bis 44-Jährigen liegt die Beteiligung besonders hoch.
Genau.
So eine richtige Jugendbewegung, vorausgesetzt man zählt die Anfang 40-Jährigen auch noch zur Jugend.
Aber das passt auch zu dem, was wir seit Jahren hier beobachten.
Neobroker, ETF-Sparpläne, Smartphone-Apps.
Investieren ist viel einfacher geworden.
Wer heute anfangen will, der muss nicht mehr mit der Hausbank einen Termin vereinbaren, erstmal hintackeln und muss da erstmal ein langes Gespräch führen.
Ein paar Klicks reichen.
Trotzdem müssen wir die Zahlen einmal richtig einordnen.
Die Deutschen sparen weiterhin gewaltige Summen auf dem Konto.
Laut der Studie sind die Einlagen auf Konten seit 2020 um fast 700 Milliarden Euro gestiegen.
Der Ruf als Sparnation ist also keineswegs verschwunden.
Ja, genau an der Stelle wird die Studie von ING richtig interessant.
Denn die Ökonomen, die haben ausgerechnet, was denn passiert wäre, wenn die Deutschen etwas weniger gespart im Sinne von Konsumverzicht gemacht hätten und mehr investiert hätten.
Da geht es nicht um alles und nicht mal um die Hälfte, sondern lediglich ein Viertel der neuen Spargelder.
Ja, und auch wenn es nur ein Viertel ist, das Ergebnis hat es trotzdem in sich.
Wären diese Gelder nämlich stattdessen in Investmentfonds geflossen, lege das Vermögen der privaten Haushalte heute um fast 400 Milliarden Euro höher.
Wäre das Geld in Aktien geflossen, käme man sogar auf mehr als 1,2 Billionen Euro zusätzliches Vermögen.
Ja und das Faszinierende daran, die Forscher, die haben nicht mal ein perfektes Musterdepot da jetzt unterstellt, also nicht irgendeine geniale Strategie im Nachhinein, sondern einfach die tatsächliche Depotstruktur deutscher Anleger mit allen Stärken und Schwächen.
Und die Deutschen, die hätten also gar nicht mal besser investieren müssen, sie hätten einfach nur mehr investieren müssen am Kapitalmarkt.
Viele Menschen glauben immer, sie bräuchten besonderes Wissen, um erfolgreich an der Börse zu sein.
Die Studie zeigt jetzt aber, oft reicht es schon, regelmäßig und langfristig dabei zu sein.
Und genau das predigen wir euch ja auch hier immer.
Womit wir schon bei einem weiteren spannenden Punkt wären.
Mehr als ein Drittel der Befragten der Untersuchung stimmte der Aussage zu, investieren sei wie Glücksspiel im Casino.
Und das zeigt mir, wie hartnäckig sich da manche Vorurteile halten.
Dabei ist das eigentliche Risiko auf lange Sicht ja oft ein ganz anderes, nämlich der Kaufkraftverlust.
Wer sein gesamtes Vermögen dauerhaft auf niedrigverzinsen Konten liegen lässt, verzichtet möglicherweise auf emhebliche Vermögenszuwächse.
Darüber haben wir hier auch in der Vergangenheit schon gesprochen, zuletzt ja erst gestern.
Da habt ihr ja gehört, dass ihr selbst in Deutschland mit Aktien über Krieg und Währungsreform hinaus reich geworden werdet.
Das bedeutet natürlich nicht, dass ihr alles auf Börsenpapiere stecken solltet.
Eine Notreserve bleibt natürlich trotzdem wichtig.
Ja, absolut.
Niemand sollte mit dem Geld an die Börse gehen, das für die nächste Autoreparatur oder die kaputte Waschmaschine dann gebraucht wird.
Aber viele Menschen, die haben deutlich mehr Liquidität auf dem Konto als eigentlich nötig.
Und das kostet, ihr könnt es euch wahrscheinlich denken, langfristig natürlich jede Menge Rendite.
Denn selbst kleine Unterschiede bei den jährlichen Erträgen entfalten über Jahre und Jahrzehnte enorme Wirkung.
Das ist der berühmte Zinseszinseffekt, beziehungsweise bei Aktien eher der Rendite gesellt sich zu Rendite-Effekt.
Wenn ihr euch jetzt als Neuhörer fragt und wir wissen, dass es da einige Neuhörer gibt, dann können wir sagen, es ist ganz einfach anzufangen.
Man könnte da zum Beispiel einfach drei ETFs nennen.
Erstens den iShares Core MSCI World, das ist der absolute Klassiker für Industrieländer-Investments.
Zweitens den iShares Core MSCI Emerging Markets, IMI, mit dem Anleger Zugang zum Kosmos der Schwellenländer bekommen.
den SPYDER MSCI AQUI IMI, der Industrieländer und Schwellenländer, in einem einzigen ETF kombiniert.
Das Schöne daran ist, man muss nicht Dutzende Einzelaktien analysieren.
Mit einem ETF kauft man auf einen Schlag Hunderte oder sogar Tausende Unternehmen.
Und genau deshalb sind ETF-Sparpläne für die meisten von euch der perfekte Einstieg in die Kapitalanlage.
Lea, eine amerikanische Aktienstrategie liegt in diesem Jahr mehr als 31 Prozent im Plus.
Der S&P 500 im Vergleich in dem Zeitraum 13 Prozent.
Jetzt rate mal, welche Aktien hinter dieser Strategie stecken.
Ja, mehr als 30 Prozent im KI-Jahr 2026.
Dann tippe ich jetzt mal auf die Strategie, auf Nvidia, Broadcom und den Rest der Chip-Prominenz zu setzen.
Ja.
Nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig.
Da sind unter anderem Cisco Systems, Dell und Texas Instruments.
Aber Nvidia, Apple und Microsoft sind in dem Korb gar nicht enthalten.
Wir reden vom Morningstar US Dividend and Buyback Index.
Und darin liegen US-Firmen, die den Großteil ihres Kapitals an ihre Eigentümer zurückgeben.
Über Dividenden und über Aktienrückkäufe.
Dell allein steht seit Jahresbeginn mehr als 350 Prozent im Plus.
Dahinter steckt eine Strategie, die hierzulande kaum ein Sparer kennt.
Die Gesamtkapital-Rückflussrendite, Englisch Total Shareholder Yield.
Ein Unternehmen kann seine Aktionäre ja auf mehrere Wege am Erfolg beteiligen.
Die Dividende ist einer davon, der Rückkauf einer Aktie der zweite.
Ich erkläre es mal wie mit einer Pizza.
Acht Stücke, acht Aktionäre.
Jetzt kauft das Unternehmen zwei Stücke zurück und nimmt sie aus dem Spiel.
Der Belag, der bleibt aber derselbe und verteilt sich nur auf sechs Stücke.
Wer ein Stück hat, der hat dann mehr von der Tomatensauce, mehr von dem Käse, mehr von der Salami, mehr von den Artischockenherzen und was auch immer, ohne einen Cent nachzulegen.
Ich bekomme jetzt ja fast Hunger.
Aber nochmal in Börsensprache.
Die Zahl der Aktien sinkt.
Der Gewinn verteilt sich auf weniger Papiere.
Gewinn- und unternehmenswertige Aktien können also steigen, auch wenn das Geschäft gar nicht wächst.
Wie groß dieses Business inzwischen ist, zeigt der amerikanische Markt.
Die Konzerne im S&P 500 haben in den vergangenen zwölf Monaten rund 1,04 Billionen Dollar für Rückkäufe ausgegeben.
Für Dividenden waren es gerade mal 717 Milliarden.
Gemessen am Börsenwert sind das 1,5% Rückkaufrendite bei 1,02% Dividendenrendite.
Der größte Teil des Geldes fließt also längst über die Netto-Rückkäufe zurück.
Und für dieses Jahr erwartet Goldman Sachs nochmal rund 1,4 Billionen Dollar.
Ein Wort in dieser Rechnung entscheidet aber über alles und das heißt netto.
Gibt ein Unternehmen nämlich gleichzeitig neue Aktien aus für Mitarbeitervergütungen oder Übernahmen, entstehen genau die Stücke wieder, die es ja vorher eigentlich eingesammelt hatte.
Dann bleibt für euch vom Rückkaufprogramm natürlich praktisch nichts mehr übrig.
Und der zweite Prüfpunkt, ein Rückkauf, taugt nur etwas, wenn die Firma ihn aus freien Cashflow bezahlt, statt irgendwie auf Pump zu finanzieren.
Langfristig kann sich die Strategie auf jeden Fall auszahlen.
Der US-Vermögensverwalter Cambria hat den Zeitraum von 1972 bis 2011 untersucht und kam zum Ergebnis, Aktien mit hohem Shareholder-Yield, da kann ich auch mal gut verstehen, dass man die englische Bezeichnung verwendet, die kamen auf 13,9% Rendite pro Jahr.
Der breite Markt kam auf 10,4%.
Eine Dauerkarte ist das trotzdem nicht.
Vor 2026 lag der Morningstar-Index zuletzt, naja, im Jahr 2022 vorne.
Das ist also schon eine Weile her.
Dieses Jahr hat sich die KI-Rallye aber ein bisschen verbreitert.
Auch Serverbauer, Netzwerkausrüster und Halbleiterfirmen verdienen am Rechenzentrumsumbau mit.
Laut Morningstar laufen quer durch die Branche die Firmen gut, die ihr Barmittel für Dividenden und Rückkäufe einsetzen.
Für deutsche Privatanleger kommt jetzt aber ein Argument dazu.
Eine Dividende, die landet ja auf dem Konto und wird nach Abzug des Sparer-Pauschbetrags mit 25% Abgeltungssteuer plus Soli belastet.
Ein Rückkauf, der löst überhaupt keine Auszahlung aus.
Er wirkt über die kleinere Aktienzahl und im besten Fall über einen höheren Aktienkurs.
Bei einer direkt gehandelten Aktie wird der Kursgewinn erstfällig, wenn ihr verkauft.
Bis dahin arbeitet das Geld komplett für euch weiter.
Bei Fonds und ETFs greift die Vorabpauschale.
Da zahlt ihr auch ohne Verkauf jedes Jahr ein Stück weit mit.
Bequemer als mit Einzelaktien geht es über ETFs und da kommt jetzt leider ein kleiner Dämpfer.
Diesen Morningstar Index, den könnt ihr hier nicht kaufen im Sinne eines ETFs.
Der deckungsgleiche Jutsitz, der existiert hier nicht.
Am nächsten dran ist dann noch am ehesten der X-Trackers S&P 500 Defensive Share oder Yield.
Er wählt 100 S&P 500 Firmen nach Aktionärsrendite und Qualität aus, thesauriert und kostet 0,25 Prozent pro Jahr.
Er ist knapp ein Jahr alt und verwaltet rund 10 Millionen Euro.
Ist also ein kleiner ETF.
Ganz klein.
Reine Rückkaufprodukte sind der Invesco Global Buyback Achievers auf Jahreslicht rund 22 Prozent im Plus und der Amundi S&P 500 Buyback mit den 100 rückkaufstärksten Werten aus dem S&P 500.
Wer beide Säulen will, der kombiniert so ein Rückkaufprodukt mit einem Dividenden-EDF, am besten mit einem bewährten wie dem VanEck Morningstar Develop Markets Dividend Leaders.
Als Beimischung neben einem breiten Welt-EDF erfüllt das so seinen Zweck.
Ja, den vollen Steuervorteil, das muss man dazu sagen, den holt sich am Ende allerdings nur, wer die Aktien direkt hält.
Aber die WKNs der ETFs, die findet ihr auf jeden Fall wie immer in der Folgenbeschreibung.
Das war alles auf Aktien.
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Viele Nachrichten haben uns zur historischen AAA-Idee der vergangenen Folge erreicht, die euch offenbar sehr gut gefallen hat.
Sofian schrieb zum Beispiel auf Spotify, tolle Folge, gerne mehr historische Rückblicke.
Das müssen wir wahrscheinlich im Finanzhistoriker wie dir nicht zweimal sagen, oder Eckart?
Nee, da hast du völlig recht.
Das ist notiert und wird bei nächster Gelegenheit direkt umgesetzt.
Mal vielleicht auch andere historische Zeiträume.
Völlig recht hatten im Übrigen auch diejenigen unter euch, die uns darauf aufmerksam gemacht haben, dass Gewinne aus Gold ja nicht erst nach zwölf Jahren steuerfrei sind, wie ich gesagt habe.
Aber natürlich zwölf Monate, da habe ich mich einfach versprochen.
Manuel hat meinen Fehler mit Humor genommen.
Er schrieb, dass keiner unfehlbar sei.
Nicht einmal der Eckart, so hat er es geschrieben.
Und was soll ich euch sagen, jetzt müsst ihr noch ganz tapfer sein.
Denn damals, 1925, da waren die Haltefristen nicht mal zwölf Monate, sondern da waren es sechs Monate.
Und das galt dann fast ein Dreivierteljahrhundert lang.
Ein Dreivierteljahrhundert lang konnte man Gewinne aus Gold nach sechs Monaten steuerfrei vereinnahmen.
Erst 1999 ist die Frist dann von sechs auf zwölf Monate verlängert worden von der rot-grünen Bundesregierung.
Und wenn ihr solche historischen Wendungen nicht verpassen wollt, dann abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
