# Noah Leidinger's Compounder Strategy and Market Analysis

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-09-22

## Transcript

Dann lagen irgendwie tausend Notizbücher rum, da muss ich irgendwie loswerden.
Und hast du es geschafft?
Du baust eine Conviction zu einem Unternehmen auf, dessen Produkt du dir gar nicht angesehen hast.
Die sind alle falsch, das ist wahnsinnig unterbewertet.
Hab dann damals Bayer gekauft.
Compounder compounden, bis sie dann irgendwann nicht mehr compounden.
Ich glaube, es ist schon oft sehr schwierig, so eine bestehende Firma zu übernehmen und dann als 25-Jähriger hinzugehen und zu sagen, ich komme jetzt aus der Berliner Startup-Bubble, ich ändere hier alles um.
Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Du entscheidest, in was du investierst.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Asset Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Beröhl und heute habe ich für dich die Stimme der neuen deutschen Aktienkultur.
Über 30.000 Menschen starten jeden Morgen mit seinem Podcast in den Börsentag.
Vorstände und Fondsmanager pilgern in sein Studio.
Spiegel-Bestseller hat er auch schon geschrieben.
Und das alles mit gerade einmal 24 Jahren.
Wie er das geschafft hat, wie er am laufenden Band spannende Geschäftsmodelle findet und analysiert und warum sein Schwergewicht im Depot trotzdem ein Welt-ETF ist.
Das und mehr jetzt mit Noah Leidinger, Host von ORWS.
Ohne Aktien wird schwer.
Noah, herzlich willkommen mal wieder hier in Berlin.
Vielen Dank für die Einladung und für die Intro.
Ja, wir haben ja schon öfters hier zusammengesessen, haben schon einige Deep Dives gemacht über Turnschuhaktien, über Restaurants, begegnen uns regelmäßig zum Makromittwoch bei dir im Podcast.
Und wir müssen ja sagen, wir kennen uns ja auch schon eine ganze Weile länger, als du diesen Podcast machst.
Nämlich...
auch schon seit zehn Jahren, zumindest virtuell kennen wir uns so lange.
Das war nämlich 2016.
Da hast du angefangen, in der Facebook-Gruppe von Jonathan Neuschler, Dividendenstrategie, deine ersten kleinen Aktienanalysen zu posten.
Und ich war damals echt schon beeindruckt.
Und naja, als ich dann deinen Alter gesehen habe, umso mehr.
Ist ja jetzt auch nicht so der klassische Zeitvertreib für einen 14-Jährigen, Aktienanalysen zu posten.
Erzähl mal, wie bist du zur Börse gekommen?
Also ich bin tatsächlich über Social Media auch reingekommen, über YouTube.
Ich hatte damals so Fitness-YouTuber viel geguckt.
Ursprünglich habe ich Fußball gespielt, wollte dann ein bisschen kräftiger werden und dann haben einige davon angefangen, Business-Content zu machen.
Auch viel so ein bisschen zwielichtige Sachen über Network-Marketing und solche Themen.
Aber es gab auch ein paar, die haben seriöse Inhalte gepostet, über Börse, über Aktien.
Und das hat mich aus irgendeinem Grund dann...
reingezogen und irgendwie fasziniert, weil ich auch realisiert habe, bei diesen ganzen Themen über Business kann ich jetzt als 13-Jähriger nicht so richtig mitmachen.
Ich bin ja nicht geschäftsfähig, ich kann da nicht mitspielen, aber an der Börse kann ich genau das sehen, was alle anderen auch sehen.
Ich kann mir die Berichte runterladen, kann mir Präsentationen anhören und kann eigentlich wie ein Erwachsener agieren und ich glaube, das hat mich so ein bisschen geflasht damals.
Und dann habe ich auch da auf Facebook angefangen irgendwie...
zufällig glaube ich, da zu posten, meine Aktienanalysen zu machen und das hat mich dann immer weiter motiviert und mich haben generell schon damals auch einfach diese Einblicke in die Wirtschaft fasziniert, dass man auf einmal sehen kann, wie viel verdient ein Vorstand bei einer börsennotierten Firma, was sind die Gehälter, wie viel Umsatz machen die.
Das hat mich dann ein bisschen später interessiert, als ich mal diese Begriffe verstanden habe und so bin ich dann nach und nach reingerutscht.
Bist du da irgendwie auch durch deine Eltern beeinflusst gewesen?
Waren die auch schon damals Börsianer?
Waren die aktiv oder sind die dem Ganzen eher so ein bisschen skeptisch gegenübergetreten?
Also die sind gar nicht aktiv an der Börse, aber hatten auch, also die wussten erstmal gar nicht, was ich da mache.
Mein Vater wusste es dann irgendwann, weil er mir ein Depot eröffnen musste.
Da gab es ja nicht so Kinderdepots oder so.
Dann hat er mir ein Depot eröffnet, wo ich dann mein Taschengeld investieren konnte.
Ja, also ich war in derselben Situation.
Bisschen später als du.
Also die erste Aktie habe ich tatsächlich mit 15 gekauft.
Aber wie hast du das gemacht?
Also hast du einfach gesagt, so übrigens Papa, ich habe mich jetzt hier für Börse interessiert.
Ich poste übrigens jetzt schon seit ein paar Monaten in so einer Facebook-Gruppe.
Und jetzt hätte ich gerne mal ein Depot für mein Taschengeld.
Einfach so und die Eltern.
Dann haben Sie gesagt, ja, mache ich.
Oder musstest du da erstmal so kräftig Widerstände abräumen?
Also ich habe schon sehr viele Bücher gelesen.
Das haben Sie auch gesehen, dass ich die ganze Zeit irgendwelche Börsenbücher lese und Finanzbücher.
Und als ich dann meinte, ich will da mal mit Taschengeld investieren, meine Eltern waren immer so, dass alles, was jetzt nicht irgendwie schlecht war, offensichtlich haben sie mir vertraut oder gesagt, kann ich auch machen.
Mein Taschengeld war am Ende weg, wann da irgendwie Risiken sind.
Deswegen, das war kein so großer Kampf.
Er hat das dann eröffnet und dann...
Hatte irgendwann ein Aktiendepot, das er nicht selbst aufgebaut hat.
Da gab es ja noch nicht den Scalable Broker damals.
Das heißt, du musstest noch richtig Mindestprovisionen dann zahlen für deine ersten Aktien und ETF-Käufe, oder?
Und da hat sich eine ganze Menge getan seitdem.
Aber wie war das denn so, deine erste Aktie?
Was hast du gekauft?
Das erste war tatsächlich MSCI World ETF.
Das war so das allererste Investment.
Ich habe auch sofort einen Sparplan gestartet.
Ich weiß nicht, ob das ein Taschengeld war oder ich glaube, ich habe einmal im Quartal einen höheren Betrag gemacht.
Okay, also erstes Investment war ein MSCI World ETF.
Du warst 14.
Das ist mir auch bei deinen Analysen irgendwie so aufgefallen.
Das war alles immer so rational.
Also was ich bei dir überhaupt damals auch nicht gemerkt habe, ist so irgendwie dieses...
wow, Börse, ja, da wird man reich, diese Zockerei, Casino und so.
Also ich muss dir zugeben, ich war ja schon irgendwie so ein bisschen geflasht damals, als ich anfing in den 90er Jahren, dann auch von Wall Street.
Den Film habe ich natürlich dann relativ bald geguckt.
Gordon Gekko, ja, legendär gespielt von Michael Douglas.
Und das war schon irgendwie so eine Ikone für mich.
Und natürlich dann auch so dieses Trading.
Und ja, ich fand das schon irgendwie faszinierend.
Bei dir war das alles irgendwie so rational?
Also nicht irgendeine Zockeraktie, sondern gleich der MSCI World.
Wieso?
Ich glaube, das waren wirklich die Einflüsse, die ich hatte.
Also einerseits die YouTuber waren relativ stark in dieser Value-Investing-Richtung.
Dann habe ich natürlich viel Warren Buffett gehört und gelesen, Gerd Kommer gelesen und war dadurch, die ganzen Einflüsse, die ich hatte, waren gar nicht in diesem Trading-Bereich.
Und mich hat dann auch eher so die Hintergründe interessiert zu verstehen und nicht so sehr jetzt schnell Rendite zu machen, weil ich auch relativ schnell verstanden habe, dass das nicht geht.
Also es war irgendwie so einer der ersten Lehren für mich, okay, so wahnsinnig.
100% zu machen in ein paar Tagen ist eigentlich unmöglich oder nur mit sehr hohem Risiko.
Und deswegen war dann der Sparplan so das Erste, was ich gemacht habe.
Und dann bin ich nach und nach auch in diese Einzelaktienrichtung reingegangen.
Und da war mein erstes Investment tatsächlich ein relativer Fehlschlag bis heute.
Ich habe die Aktien bis heute und zwar habe ich zwei Bayer-Aktien gekauft im Zuge dieser Monsanto-Übernahme, wo der Kurs so gefallen ist.
Und ich war ja so Value-Investor, habe mir das ausgerechnet, habe ein Discount-the-Cash-Full-Modell gemacht, dachte, die sind jetzt alle falsch, das ist wahnsinnig unterbewertet, habe dann damals Bayer gekauft.
Naja gut, also Bill Anderson bemüht sich ja, dass vielleicht dein Investment doch irgendwann noch wieder was wird.
Aber du hast also dann auch ähnlich wie ich mit meiner ersten Aktie gelernt, wir sind dann doch nicht Golden Gekko, wir sind nicht Warren Buffett und so eine Lektion in Demut am Anfang, die tut ja auch ganz gut.
Trotzdem, auch wenn du so rational angegangen bist, kannst du dich irgendwie so aus deiner Anfangszeit als Schüler auch mal so richtig an so krasse Investmentfehler erinnern?
erinnern, wo du irgendwie so einer Mode hinterhergelaufen bist oder dich irgendwie mal so richtig überschätzt hast.
Jetzt nicht so wie mit den Zahlen bei Bayer, sondern einfach nach dem Motto, Gold muss jetzt steigen, jetzt kaufe ich mal hier so eine Goldmine.
Ich glaube eher, dass ich fast ein bisschen zu skeptisch war jetzt in so modernere Themen.
Das war eher der Fehler.
Also zum Beispiel BYD habe ich mir früher angeguckt und dachte, ja, aber ist ja viel zu teuer.
Kein KGV, kein richtiges.
Die ganzen Tech-Firmen war ich super skeptisch.
Ich habe eher diese Oldschool-Firmen.
Also ich glaube, das war so anlagetechnisch der größte Fehler, dass ich da gar nicht aufgesprungen bin auf diesen Zug, sondern sehr so mein Ding gemacht habe.
Und auch jetzt alles, was in Richtung Trading ging und ist ja schon ein bisschen relevant an der Börse auch zu gucken, gerade wenn ich Einzelaktien mache.
Wie ist quasi Timing?
Wie sind Strukturen dahinter?
Wie ist gerade Momentum bei gewissen Themen?
Auf das alles habe ich gar nicht geschaut.
Ich war wirklich Geschäftsberichte durchlesen, Risikofaktoren durchlesen, ganz tief reingehen in die Zahlen.
Aber so das Rundherum-Strategische, das hat mich gar nicht interessiert.
Und ich würde sagen, das war eigentlich so der größere Fehler, wenn man jetzt so drauf schaut.
Aber so diese kurzfristigen Hypes, das hatte ich gar nicht.
Ich habe auch dieses Zocker-Gen nicht so richtig bis heute.
Okay, und das ist ja ein ganz guter Selbstschutz dann gewesen.
Hat vielleicht auch dazu geführt, dass deine Eltern, dass dann, obwohl sie selber, wie du gesagt hast, nicht an der Börse waren, unterstützt haben.
Weil sie gesehen haben, dass es irgendwie dann doch Substanz hat und dass du nicht auf irgendwelche Ich-mach-dich-reich-Social-Media-Scams reingefallen bist.
Ich glaube, da hatten sie eh ein paar Mal Sorgen.
Vielleicht das ist auch das Einzige, wo ich so ein bisschen reingerutscht wäre, dass ich manchmal Geschäftsaktivitäten dann gestartet habe oder versucht habe, mal Notizbücher aus China zu importieren, um die dann zu verkaufen.
Dann lagen irgendwie tausend Notizbücher rum, da muss ich irgendwie loswerden.
Und hast du es geschafft?
Ich habe sie am Ende an meine Schule verkauft.
Also ich habe dann versucht, bei Amazon das aufzusetzen.
Das ging aber nicht so richtig, weil ich nicht geschäftsfähig war.
Und dann habe ich nach drei Jahren irgendwie den Weg zum Direktor gefunden und meinte, ja, man könnte doch am Ende des Jahres Notizbücher an die Schüler verschenken.
Wäre doch ein total schönes Signal, dass die Menschen wieder ein bisschen mehr manuell schreiben und nicht immer nur am Handy rengen.
Und das hat ihn überzeugt und dann habe ich die weiterverkauft.
Okay, also der Werbe schon, also dieses Unternehmergen war auch da.
Du hast dich so viel mit Unternehmen beschäftigt, dass du dann gesagt hast, Das möchte ich auch selber irgendwie mal was skalierbares haben.
Kam das für dich nicht so als Perspektive dann in Frage zu sagen, also ja, nach der Schule will ich irgendwie Unternehmer werden?
Haben ja auch viele junge Menschen dann irgendwie gerade so in den 10er Jahren mit Reselling angefangen, Fulfillment bei Amazon, wurde ja dann so ein Riesentrend, wo sich viele auch dann die Finger verbrannt haben, einige aber auch ja wirklich dann tolle Unternehmen.
auch daraus aufgebaut haben.
War das für dich dann doch kein Reiz, das zu machen?
Also dadurch, dass die Sachen, ich habe viele Sachen ausprobiert, das war aber nicht so 100% erfolgreich damals.
Also ich habe auch eben diese Notizbücher ausprobiert, das hat nicht so richtig funktioniert.
Ich habe mal ein Aktienlexikon geschrieben, dachte, das wird ein großes Ding, hat auch nicht so richtig funktioniert.
Und auch die Aktivitäten auf Social Media, die ich damals gemacht habe, die waren ja, in dieser Gruppe war das ganz erfolgreich, aber ich habe nie daraus so einen größeren Kanal gemacht, weil ich auch vorsichtig war, mich das im Video zu zeigen und so weiter.
Also ich habe nicht so den nächsten Schritt gemacht.
Und deswegen war eigentlich mein Plan dann eher so, nach dem Zivildienst, man musste ja in Österreich noch Wehrdienst oder Zivildienst machen, eher ein klassisches Studium zu machen.
wollte ich eigentlich Physik und Wirtschaft studieren, weil ich mal von Elon Musk gehört habe, dass das die beste Kombo ist.
Und dann war mein Plan schon, irgendwann in Richtung Selbstständigkeit zu gehen, aber vielleicht erstmal noch einen Schritt davor zu machen.
Zivildienst hast du gemacht in Bulgarien, soweit ich weiß.
Was hast du denn da getrieben?
Also ich wollte eigentlich gar keinen Zivildienst machen.
Ich dachte, das ist jetzt irgendwie eine Zwangsverpflichtung hier.
Ich will ja frei arbeiten, war natürlich sehr von freier Marktwirtschaft und so weiter geprägt, logischerweise wie die ganze Beschäftigung mit Aktien.
Habe dann aber erfahren, dass man den im Ausland machen kann, den Zivildiz.
Und das fand ich dann irgendwie spannend, eine Auslandserfahrung mitzunehmen.
Dann ist er einen Monat länger, aber dafür kann man eben ins Ausland.
Und dann habe ich mich umgeschaut, gab verschiedene Optionen und Bulgarien war irgendwie eine ganz spannende Option.
Es war dann so, dass das alles durch Corona fast gekippt wäre.
Und dann war ich auch am Ende dort der Einzige.
in diesem Jahr in der ganzen Organisation, der das gemacht hat, den Zivildienst, war aber für mich am Ende gut, weil ich dann auch total alleine dort war, mich mit den Bulgaren auseinandersetzen musste, also auch die Sprache lernen musste, da konnte so gut wie niemand Englisch, gerade nicht die Kinder, weil ich war in so einem Kinderheim für Rom und Sinti-Kinder in Bulgarien und habe mich dann dort um die gekümmert, mit denen gespielt, mit denen gelernt, so gut ich konnte.
Sie haben mir teilweise auch die Sprache ein bisschen beigebracht.
Also cool, richtig sozial gearbeitet.
Ja, es war eine sehr prägende Erfahrung auf jeden Fall.
Ist zwar innerhalb der EU, aber wie die Romern sind, die da in Ghettos leben in Bulgarien, ist schon wirklich tragisch.
Und das wirklich zu sehen, unter welchen Umständen die da groß werden, wie es den Kindern da geht.
Und dann hatte ich gleichzeitig auch Kontakt mit anderen Bulgaren aus besseren Schichten und den Kontrast zu sehen, das war schon sehr prägender.
Hat das dann dazu geführt, dass du dann so ein bisschen Distanz plötzlich zur Börse hattest?
Oder hast du so parallel in Bulgarien dann immer noch Geschäftsberichte gelesen, dich nach Unternehmen umgeschaut, Analysen geschrieben?
Ne, das lief eigentlich sehr parallel.
Ich hatte mich damals viel mit effektivem Altruismus beschäftigt.
Das ist ja so diese Denkrichtung, wo auch mal sehr bekannt der Sam Bankman-Fried drin war, also dieser Kryptobörsengründer, der dann implodiert ist mit seiner Kryptobörse.
Ja, der war dann nicht ganz so altruistisch, ne?
Ne, ne, man weiß auch nicht, ob er das ernst gemeint hat.
Es sieht eher so aus, dass er das so ein bisschen als PR-Story gemacht hat.
Aber die Grundidee ist so ein bisschen...
kann ich jetzt als Mensch, der vielleicht auch in der Wirtschaftstalente hat, mehr helfen, indem ich selbst als Sozialarbeiter arbeite oder kann ich mehr helfen, indem ich ein großes Vermögen aufbaue und dann mehr spende?
Und da war irgendwie schon meine Sicht, wahrscheinlich kann ich mehr helfen, indem ich in der Wirtschaft agiere und dann halt das Geld irgendwann spende.
Deswegen hat mich das fast noch mehr motiviert, dann in der Wirtschaft irgendwas zu machen, meine Aktienanalysen zu machen und so kam es dann auch zum Podcast.
Habe ich auch parallel noch damals zum Zivildienst gestartet.
Ja, also du hast dann im Zivildienst eben diese soziale Tätigkeit gemacht und plötzlich warst du dann bei ORWS.
Das war 2020, glaube ich.
Genau, 2021.
Wie kam dieser Sprung?
Es war damals, also ich habe viel OMR immer schon verfolgt, den OMR-Podcast vor allem von Philipp Westermeyer.
Und dann hatte der irgendwann...
Im Dezember 2020, ohne Aktien wird schwer gestartet, also neben Projekt.
Ich habe das gehört und war super skeptisch, weil ich dachte, der hat ja keine Ahnung von Aktien, jetzt irgendwie so Marketing.
Habe mir den auch nie wieder angehört im Podcast.
Und dann war ich irgendwann nachts, zufällig während dem Zivildienst, noch auf der Website von OMR unterwegs und dann war so eine Stelle ausgeschrieben für diesen Podcast.
Und dann dachte ich mich, bewerbe ich mich einfach mal random.
Es war eher so eine...
quasi einen Schuss ins Leere.
Ich dachte nicht, dass daraus was wird.
So als 19-Jähriger.
So, ich bewerbe mich jetzt mal bei Philipp Westermeyer, dem Gottvater des deutschen Online-Marketings.
Ja, ja, ja.
Und dann habe ich da hingeschrieben, habe auch schnell eine Rückmeldung bekommen.
Und dann gab es irgendwie einen Call, wo dann auch Philipp drin war und da meinte, hat er sich bis dahin angehört.
Dann habe ich gesagt, was ich am Podcast schlecht finde aktuell.
Und dann meinte er, dann komm mal nach Hamburg.
Und dann habe ich erstmal remote gearbeitet.
Also ich hatte immer zwei Tage frei im Zivildienst.
Da habe ich dann schon angefangen, am Podcast zu arbeiten.
Und dann bin ich rübergegangen und dann habe ich auch relativ schnell den Podcast als Host übernommen.
Okay, und dein Plan B wäre ja gewesen, dann genüsslich den Zivildienst zu Ende zu machen und dann vielleicht ein bisschen Auszeit und dann das Studium anfangen.
Hast du jemals bereut, dass du da irgendwie dann so einen Ultra-Fast-Quereinstieg bei ORWS gefunden hast?
Hast du jemals darüber nachgedacht, wie wäre mein Leben eigentlich anders verlaufen, wenn ich das nicht gemacht hätte?
Nee, also bereut habe ich es auf jeden Fall nicht.
Am Anfang hatte man natürlich, ich habe es eigentlich am Anfang auch nur angelegt, auf das ist jetzt eine Aktion für ein Jahr und dann gehe ich studieren wahrscheinlich und ich gucke mir das mal an, nehme ein bisschen Erfahrung mit.
Und dann war es aber so, dass sich so viele Themen dazu entwickelt haben, also dass ich dann Host werden konnte vom Podcast, den leiten konnte.
Dann die Investmentthemen, die ich bei OMR mache, kamen dann auch noch dazu, wo ich dann wirklich auch echtes Geld quasi investieren konnte, dann da Verantwortung übernehmen konnte und es kam immer mehr Verantwortung dazu, immer mehr Netzwerk dazu.
Und irgendwann ist man in einer Position, wo klar ist, okay, da muss man jetzt nicht mehr studieren, man ist jetzt so fest im Berufsleben.
Und von daher war das dann für mich relativ klar, dass diese Phase vorbei ist.
Und ich habe es auch in der Jugend nie bereut, dass ich jetzt nicht diese klassische Jugend habe, weil ich war schon sehr nerd.
Ich war viel in meinem Kinderzimmer, habe da Aktienanalysen gemacht, war jetzt nicht feiern oder irgendwas, sondern fast so ein bisschen wie so ein Profisportler, der wirklich nur diese eine Sache macht, war das so meine Sache.
Aber ich habe das nie bereut, ich habe das eigentlich immer genossen, als Kind auch dieses Hobby zu haben.
online mich auszutauschen.
Und das habe ich jetzt auch nicht bereut, dass ich die Studienzeit verpasst habe, sondern ich fand die Zeit jetzt wahrscheinlich deutlich spannender als ein Studium.
Also hast du auch damals nicht irgendwie die Zweifel gehabt, wo soll das denn hinführen und jetzt bin ich hier in diesem Rabbit Hole und das läuft alles ganz gut, aber kann ja auch mal wieder schlechter werden und was mache ich dann, sondern einfach mutig so die Chancen ergriffen, die du bekommen hast.
Ja, ich glaube, dafür war ich eben jung genug, dass ich dachte, ich kann jetzt eigentlich nichts verlieren mit 19 oder 20.
Wenn das jetzt nichts ist in zwei Jahren, gehe ich immer noch studieren.
Habe jetzt nicht viele Jahre verloren, habe Erfahrung mitgenommen.
Ich glaube, das war so ein bisschen mein Vorteil, dass ich so sehr frei reingehen konnte.
Ich wusste auch nicht, wie Hamburg ist.
Ich bin ja direkt von Bulgarien quasi nach Hamburg gezogen, habe noch nie Hamburg gesehen.
Das war alles so ein bisschen, da war ich irgendwie sehr frei im Kopf.
Und wie war das für deine Familie?
Also ich habe ja einen ähnlichen Weg damals gehabt, bin ja auch als Quereinsteiger dann reingegangen, Unternehmensgründung, dann nach Frankfurt zum Börsenmarkt.
Aber vom Studium oder wolltest du?
Ich hatte das Studium angefangen und allerdings relativ schnell halt durch die Unternehmensgründung war das Thema weit in den Hintergrund gerückt und irgendwann konnte ich das auch nicht mehr vor meinen Eltern verbergen und auch vor meinem Großvater, der sich sehr gefreut hat.
Natürlich, dass ich mich für Wirtschaft, und Börse inspiriert durch ihn als Mentor dann auch professionell interessiert habe, der aber immer davon ausging, naja klar, ich muss ein Studium machen und am besten auch promovieren und meine Eltern gingen auch davon aus.
Und ja, ich hatte da schon einige familiäre Vorbehalte.
Meine Mutter hat mich da vor allem sehr unterstützt und mein Opa dann auch.
Mein Vater war das alles so überhaupt nicht transparent.
Wie war das so für deine Eltern?
Hatten die das Vertrauen, dass der Jung eigentlich ausreichend Menschenverstand hat, dass er den richtigen Weg einschlägt?
Oder haben die gesagt, oh Gott, oh Gott, wie kannst du nur und du musst doch jetzt irgendwie mal was Ordentliches erstmal lernen, bevor du jetzt da in Hamburg so einen komischen Podcast machst?
Und dann auch noch mit Börse.
Ja, also ich glaube am Anfang, was eher mal schade, dass ich nicht zurückgekommen bin.
Also dass dann klar war, okay, jetzt bin ich länger wahrscheinlich weg und auch Hamburg ist jetzt nicht ganz nah an Österreich dran.
Ich glaube, das war eher der Faktor.
Am Anfang war auch so mit 19, soll er mal ein Jahr das machen.
Das war dann nicht so der Faktor.
Es hat eher meine Großeltern auch beschäftigt, dass ich jetzt nicht studieren gehe.
Es ist eher dann in der Generation.
Ich glaube, bei meinen Eltern, die kommen beide eher aus dem Sozialbereich, war so die Sorge, was ist es jetzt für eine Welt, für eine Finanzbörsenwelt, wenn jetzt irgendwelche...
unmoralischen Dinge gemacht.
Ich glaube, das konnten die am Anfang nicht ganz so einschätzen.
Vor allem für meinen Vater vielleicht auch nicht.
Haben dann aber auch gesehen, okay, das Umfeld ist da irgendwie ein anderes.
Es ist jetzt keine Investmentbank, kein Goldman Sachs.
Auch da passieren das wahrscheinlich keine immoralischen Sachen.
Aber nicht so, wie man sich das jetzt vorstellt, sondern es ist ein modernes, junges Umfeld, wo man irgendwie auch Einfluss hat auf viele Menschen und einen positiven Impact hat.
Also sie haben nicht geglaubt, du wirst jetzt der neue Wolf of Wall Street.
Der richtig Leute abzieht.
Aber ich glaube, das konnten sie nicht zu 100% einschätzen, wie das da ist.
Ihr habt ja viele junge Hörerinnen und Hörer auch beim Podcast.
Wenn die dich jetzt fragen, was soll ich machen?
Soll ich lieber studieren, den klassischen Weg gehen oder soll ich einfach so eine unternehmerische, mitunternehmerische Chance ergreifen?
Was würdest du ihnen sagen?
Also grundsätzlich würde ich immer sagen, wenn eine Chance da ist, immer die Chance erstmal machen.
Und das ist aber nicht immer gegeben.
Also jetzt jede eigene Idee zu verfolgen, finde ich auch nicht immer gut.
Also ich glaube grundsätzlich, wenn man sagt, Man hat jetzt keine ganz konkrete Sache, die man machen will.
Man hat jetzt auch gerade keine andere Opportunität.
Ist Studium sicher immer noch eine gute Option?
Also bevor man jetzt Notizbücher online verkauft.
Bevor man Notizbücher online verkauft vielleicht, ja.
Und ich glaube, man muss Studium halt richtig framen.
Wissen ist eine Seite.
Ich glaube, wenn ich im Studium wäre, würde ich sehr viel Wert auf Netzwerk legen, Kontakte aufbauen.
Das ist eigentlich so ein Wert vom Studium, der auch länger bleibt.
Und mir auch Gedanken machen, wo ich studiere, was ich studieren will.
Kann ich internationale Erfahrungen sammeln?
Also einfach viel Erfahrung sammeln.
Und ich würde auch versuchen, man hat ja schon im Studium noch sehr viel Zeit.
gerade jetzt viel mit KI zu machen, da viel rumzuprobieren und dann schon immer zu schauen, sind da nicht doch Chancen, weil das am Ende auch für Arbeitgeber dann wertvoll.
Ich glaube, das Bild von diesem klassischen Arbeitgeberweg, dass man nach dem Studium ganz solide in den Job kommt, wird ohnehin immer brüchiger, gerade jetzt auch mit KI-Disruption und so weiter.
Es sind auch Einstiegerjobs oft ein bisschen gefährdet.
Ich glaube, da muss man einfach dran sein und Gas geben.
Aber ich finde das Studium grundsätzlich...
Nichts Schlechtes, ich finde es aber auch nicht für alle unbedingt geeignet.
Ich glaube auch Handwerkerjobs und so haben eine super Perspektive, oft eine viel bessere Perspektive als viele Studiengänge.
Auch das ist, glaube ich, eine Option, über die man nachdenken kann.
Tja, und jetzt kann man sagen, Gas gegeben hast du die letzten Jahre.
Aber so richtig, du machst jetzt wirklich seit 2021 jeden Tag einen Börsenpodcast mit deinem ORWS-Team.
Ein bis zwei...
Längere Analysen, viele Kurzkommentare zu dem, was gerade aktuell an den Märkten los ist, was so der Hintergrund ist von Kursbewegungen.
Aber da frage ich mich, ich lese das ja auch jeden Morgen immer in eurem Newsletter, wie erfasst du diese ganzen Informationen?
Wie kommst du wirklich von diesem unsagbar komplexen Rauschen?
an News und an Bewegungen zu den Themen, die du dann tatsächlich im Podcast kondensierst.
Was nutzt du da für Tools, um diese Flut an Informationen zu beherrschen?
Also wenn man so auf Tool-Seite oder Medien-Seite schaut, sind es viel wirklich die klassischen Wirtschaftszeitungen, also gerade auch die amerikanischen Bloomberg, Wall Street Journal, Financial Times, die wir einfach den ganzen Tag so ein bisschen durchscreenen und da merkt man ja auch schon, was sind jetzt die großen Geschichten, was wird in der Sommerpause ein bisschen reingestreut.
Das ist sehr viel.
Dann viele Newsletter, die wir auch abonnieren, Morning Brew.
Ganz viele Exios zum Beispiel, ganz viele verschiedene Formate, die wir uns da angucken, die auch schon mal zusammenfassen, oft auch in Nischen.
Also wir gucken auch, ich habe einen so einen Biotech-Newsletter, den ich abonniere oder Lebensmittel-Zeitung gucken wir öfter, also dass man auch so ein bisschen Branchen-News mitkriegt, die sonst vielleicht ein bisschen untergehen, die aber spannend sind.
Und dann ist viel wirklich auch vom Filtern her.
was uns interessiert, was wir spannend finden und am Ende natürlich auch, wo jetzt die großen Bewegungen gerade sind, die großen Kursbewegungen.
Und das lest ihr dann wirklich alles oder läuft das alles sowieso in die KI rein und die spuckt euch dann am Ende das aus, was für die KI spannendsten ist?
Ne, das lesen wir tatsächlich.
Es gab ja noch keine KI, als wir gestartet haben, zumindest noch keine gute.
Und deswegen hat sich, dadurch, dass man es jeden Tag macht, wird man auch sehr effizient darin, diese News-Seiten zu screenen, zu sehen, welche Schlagzeilen sind relevant, was nicht relevant, was habe ich jetzt auf drei Seiten schon gesehen.
Das ist wahrscheinlich spannend, dann öffne ich mir mal einen Artikel.
Dann überfliegt man das, liest das durch, guckt, ist es relevant und geht dann einen Schritt weiter.
Wir haben auch mal versucht, das mehr zu automatisieren, das ist aber dort immer länger, weil dieser Prozess einfach schon so schnell geht, mittlerweile das zu erfassen und die News mitzukriegen.
Und das ist so dieser eine News-Teil.
Und die Analysenteile, wo wir auch öfter so ein bisschen kuriose Geschichten haben oder ein bisschen Dinge, die jetzt nicht so in den Medien stehen, das ist halt super breit von Podcasts, die wir uns anhören.
aus Nischen auch, aus verschiedenen Twitter-Accounts, die man folgt, auch viel im Alltag, dass man rumläuft und da guckt, wo kommt welche Firma her, viele Gespräche, die man auch führt mit anderen Investoren oder auch.
Meine Freundin ist Apothekerin und dann erzählt ihr, ein neues Medikament ist irgendwie auf den Markt gekommen, totaler Durchbruch.
Ist aber super schwer, das gerade zu bestellen, das Krebsmittel, weil es nur einen Distributor in Irland gibt, wo man das Medikament bestellen kann, was super ungewöhnlich ist.
Und dann habe ich mir dann angeguckt und gesehen, okay, die sind auch an der Börse.
Und dann kommt man wieder auf so eine irische Firma, von der niemand je gehört hat.
Und so, das ist so ein bisschen der Prozess, wie man dann die spannenden Storys findet.
Ja, also ihr habt ja wirklich häufig Unternehmen, die...
weitgehend unter dem Radar sind, zumindest für die Breite der Öffentlichkeit.
Ich bilde mir ja auch ein, relativ viele Unternehmen zu kennen, aber manchmal kommt dann sowas wie Mini-Bea aus Japan, Mini-Kugellager für Roboter.
So ein Deal über Bande, um Robotik zu spielen, irgendwie mit einem KGV von 15.
Oder eine finnische Discount-Heimwerkerkette namens Puglio.
Wie bist du da drauf gekommen?
Das war tatsächlich auch aus dem Redaktionsteam, dass wir darauf gekommen sind.
Ich meine, bei Robotern haben wir geguckt, ist ja gerade ein Riesenthema, humaner Roboter, Tesla will das machen, Unitrees an die Börse.
Gerade die chinesischen sind oft aber nicht handelbar.
Bei Tesla ist es noch sehr weit weg oder auch ein riesiges Geschäft, das man erstmal ersetzen muss, bis es relevant wird.
Und dann machen wir da wirklich Recherchearbeit und gucken, okay, was steckt da eigentlich in so einem Roboter drin, was könnte da relevant sein?
Und so kamen wir irgendwie auf Mini-B auf Kugellager.
Gab es dann irgendeinen kleinen Blog, wo das mal erwähnt wurde und dann geht man da tiefer rein.
Und Puedo zum Beispiel haben wir mal gesagt, wir haben eigentlich nie was aus Finnland.
Lass mal gucken, was sind die größten Firmen in Finnland, wer ist in Finnland an der Börse?
Und dann gehen wir wirklich die Liste durch und schauen uns eine Firma nach der anderen an und gucken, was irgendwie eine spannende Geschichte ist.
Und tatsächlich, in Finnland sind es vor allem...
die Händler, die ganz spannend sind.
Und da vor allem, Puylo ist so eine Discount-Handwerker-Kette.
Es gibt eine relativ hohe Arbeitslosigkeit in Finnland.
Und da kommt sowas gerade sehr gut an.
Und wenn du jetzt einfach so einen Namen gefunden hast, nach dem Motto, ach ja, ist interessant, in Finnland gibt es einen Baumarkt und naja, vielleicht sehen die Zahlen ja auch ganz gut aus, ja, ordentliche Wachstumskurve.
Du schreibst ja dann immer auch irgendwie und erzählst was über die Story, über das Geschäftsmodell, irgendwie noch eine Anekdote.
Wie kommst du da dran?
Also es ist viel die Geschäftsberichte durchlesen oder durchscreen, da machen wir mittlerweile viel mit KI.
Auch die Earnings-Transcripts finde ich sehr spannend, also von Analysten-Calls, was die CEOs sagen, da kommt oft auch viel raus, viele so kleinere Anekdoten, die die mal zwischendurch erzählen.
Dann gibt es oft auch natürlich Artikel über Firmen, die man mal lesen kann.
Bei der Financial Times, bei Bloomberg gibt es oft auch Berichte.
Bei Puyo jetzt nicht so, weil die ein bisschen kleiner sind.
Aber dann googeln wir auch so ein bisschen, wie funktioniert das Geschäftsmodell.
Gehen in die Investorenpräsentation rein.
Das ist auch ein sehr wichtiger Kanal, weil da auch ein bisschen die Strategie aufgezeichnet wird und die Margenentwicklung, die man sich vornimmt.
Und so versteht man dann nach und nach das Geschäftsmodell.
Also es ist wirklich viel die Investor Relations Seiten.
Und dann halt zu gucken, gibt es andere Analysten, die schon mal darüber geschrieben haben.
Findet man sonst in finnischen Medien vielleicht irgendwas, was man sich übersetzen kann?
Und so kommt man dann näher und näher ran.
Earnings Calls ist ja auch ein spannendes Thema.
Also es gibt ja häufig dann in der Quartalssaison diese Berichte, die werden halt offiziell natürlich dann gefeilt mit der SEC, dann gehen sie auf die Website.
Dann gibt es meistens noch eine Pressemitteilung dazu, da stehen dann schon mal ein paar Statements drin, aber eigentlich die wirklich...
Ja, spannenden Aussagen, die kommen dann eben in diesem Earnings Call, wo dann CEO und CFO sich mit ausgewählten Analysten unterhalten, kurz präsentieren und dann Fragen beantworten.
Da gibt es dann diese Transcripts.
Gibt es da irgendwie aus deiner Sicht so ein paar Red Flags, so ein paar Begriffe, auf die du achtest, wo dann sofort irgendwie eine Lampe angeht nach dem Motto, hier ist eine spannende Story, weil natürlich kannst du es in KI irgendwie reinladen, aber manchmal ist es ja nur so irgendwie...
Ein einzelner Satz, der einen aufschrecken lässt.
Wie findet man solche Sätze?
Vielleicht auch mal als Tipp für unsere Hörerinnen und Hörer.
Also generell, wir nutzen für die Transkripte, wenn man die findet.
Ein paar sind ja öffentlich.
Bei vielen Firmen sind sie nicht öffentlich und nutzen wir KoiFind.
Die haben eine sehr gute Transkript-Datenbank.
Also für viele Firmen die Transkripte.
Und dann das Erste, was wir machen, wir laden uns meistens die letzten 10 oder 20 runter und laden die bei Notebook LM hoch, wo man wirklich nur auf die Berichte die Zusammenfassung der KI kriegt.
Und da ist auch keine Halluzination dabei.
Und dann kann man schon mal sagen, was sind spannende Themen, was sind kritische Themen von Analysten.
Oft findet man dann so schon mal Highlights.
Und dann gehen wir aber meistens auch rein und sagen, okay, die letzten vier, fünf, wenn wir das Gefühl haben, da ist irgendwas drin, das sind relativ lange Transkripte, das sich viele Analysten fragen, dann lesen wir die auch einfach durch.
Da gibt es keinen wirklich besseren Prozess, als dann wirklich zu lesen, weil am Ende diese kleinen Nuggets sind da versteckt und die findet auch die KI oft nicht so gut, da muss man dann schon oft nochmal lesen.
Und es ist uns auch wichtig, wenn wir im Podcast drei Minuten über eine Firma sprechen, kann das nicht alles sein, was wir zu der Firma zu sagen hätten, sondern muss das Spannendste sein, was wir zu sagen hätten.
Und wir müssen auch noch eine Grundlage haben, die dahinter liegt, um eigentlich noch auf zehn Gegenargumente antworten zu können, zu jedem Argument, das wir bringen.
Also uns ist immer wichtiger, tiefer drin zu sein, als wir dann am Ende im Podcast zeigen.
Das ist ein immenser Aufwand, der da drin steckt.
Und das ist ja eine ganze Reihe von Tasks, die ihr habt, die du dann auch selber bei ORWS hast.
Denn das ist ja eben nicht nur Research.
Das ist auch nicht nur die tägliche Podcast-Produktion.
Es gibt dann auch noch den Newsletter.
Aber du bist ja dann auch noch mit der Weiterentwicklung der Marke.
beschäftigt, du bist viel auf Events, dann gibt es ja noch zusätzliche Podcasts, wie die Deep Dives mit dem großartigen Flo Adomite, dann hast du Vorstände und Fondsmanager in den Bonusfolgen am Samstag, dann machst du auch noch Beteiligungsmanagement für OMRX, das heißt, guckst dir auch noch Startups an und entscheidest mit, ob ihr da investiert oder nicht.
Das ist wahnsinnig viel.
Und jeder von uns, der auch viel auf dem Schreibtisch hat, fragt sich ja, wie...
Wie organisieren andere Menschen ihre ganzen Tasks und wie schaffen sie das, diesen Arbeitsalltag so zu bewältigen, dass das nicht so eine permanente Triage ist, so nach dem Motto, naja, was kann ich jetzt am ehesten hinten runterfallen lassen, wo ist der geringstmögliche Schaden, wenn ich das jetzt nicht mache.
Also vielleicht hast du mal so ein paar Lifehacks, wie so dein Tag strukturiert ist, dass du dieses Pensum von ganz unterschiedlichen Tasks tatsächlich bewältigen kannst.
Also ich habe, muss ich sagen, ich hatte früher sehr viele Strukturen, gerade als in dieser Zeit, wo ich in der Facebook-Dividenden-Strategie-Gruppe aktiv war.
Mit 14 hattest du viele Strukturen.
Ja gut, du hast den Stundenplan in der Schule gehabt, der war vorgegeben.
Und ich hatte mir selbst noch so einen Stundenplan gemacht.
Ich hatte den ganzen Tag in halben Stunden durchgeplant, aber auch sehr exakt.
Also in der halben Stunde lese ich, da frühstücke ich, da gibt es Mittagessen und da war ich auch sehr penibel.
Krass.
Also es war kein wahnsinnig freies Leben.
Ich hing wirklich sehr stark an diesem Plan.
Hatte ich irgendwo gelesen von irgendwelchen Selbstentwicklungsbüchern oder so.
habe das dann aber irgendwann mehr und mehr abgelegt und tatsächlich je mehr ich wirklich zu tun hatte, weil damals hatte ich eigentlich nicht so wahnsinnig viel zu tun, desto mehr habe ich eigentlich diese ganzen Prozesse abgelegt und heute ist auch wirklich so, ich habe jetzt keinen, ich stehe nicht auf und meditiere erstmal oder habe einen großen Prozess, sondern ich stehe nicht auf, gucke dann mal ein bisschen in E-Mails und fange dann an mit den wichtigsten Sachen aus meiner Sicht oder mit den Sachen, die jetzt wirklich dringlich sind, die kurz erledigt werden müssen, versuche die E-Mails zu beantworten und habe keinen so großen.
overarching Prozess, aber es gibt ein paar Sachen, die ich immer versuche.
Die erste Sache ist, dass ich immer versuche, E-Mails schnell abzubeantworten.
Also, dass nie sich so ein Nachrichtenstau anbaut.
Das kann ich bestätigen.
Ja, siehst du.
Also das geht bei dir wirklich ratzfatz.
Hoffentlich, ja.
Und das ist für mich ganz gut, also ich mache im Urlaub zum Beispiel auch E-Mails mit, weil mich das stresst, wenn da zu viele E-Mails sind.
Und das spart dann Zeit, weil man nie das Gefühl hat, man muss da sowas Großes noch abarbeiten.
Dass nicht die E-Mails hinterher den Tagesablauf diktieren.
Genau, das ist so, glaube ich, das Erste, was für mich wichtig ist.
Dann arbeite ich mit so einem Tool, Roam Research heißt das, wo ich meine kompletten Notizen und auch für jeden Tag so einen Plan habe.
Und das heißt, ich kann mir auch immer die To-Dos...
lege ich mir immer so, wenn irgendwas Neues reinkommt, ein größeres Thema, sage ich ganz genau, okay, das will ich in zwei Wochen an dem Tag bearbeiten oder morgen bearbeiten.
Das ist noch so ein Tool, das ich nutze.
Und generell, was ich versuche, was auch beim Podcast ein bisschen schwer ist, dass man halt nicht immer die Sachen macht, die jetzt drängen oder die man sofort machen muss, sondern auch ein bisschen die wichtigen Sachen macht.
Weil ich finde, das ist das große Risiko, wenn man viel macht, dass man halt immer auf die nächste Aktivität geht, die jetzt dringlich ist und dann die wichtigen Sachen, die eigentlich was vorantreiben würden, liegen lässt.
Das ist auch gerade beim Podcast so ein Risiko, weil ich...
kann mich natürlich mit jeder Firma auch acht Stunden beschäftigen.
Und das ist so eine gewisse Art von Prokrastination.
Da arbeite ich dann zwar lange und sitze dann auch schon in der Analyse, aber es gibt eigentlich fünf Themen, die ungewöhnlich wären.
Wie löst du das?
Dass du über diesem Tagwerk nicht irgendwie die übergeordneten Projekte, die längerfristigen Milestones außer Reichweite hast.
Also ich setze mir immer so ein Wochenziel, wo ich sage, okay, das sind jetzt die zwei wichtigen Themen, die ich die Woche erledigt haben will.
Und dann versuche ich auch sehr strikt zu sein und zu sagen, okay, wenn das jetzt am Freitag noch nicht erledigt ist, dann muss ich es halt am Samstag machen.
Und so bleibe ich dann bei den Themen ein bisschen härter.
Und das diszipliniert mich dann auch unter der Woche, zu sagen, okay, ich setze mich da jetzt mal hin und mache das schon mal.
Okay, also und dann sagst du irgendwann, okay, ich habe jetzt irgendwie einen langfristigen Plan noch und jetzt muss Minebea mal warten.
Jetzt gucke ich nicht noch in die komplette Geschichte.
Das muss jetzt mal reichen.
dass die solche Mini-Kugellager herstellen und da gehst du nicht noch in die Physik rein.
Oder ich sage dann mal den Kollegen, das ist ja auch oft, man findet eine spannende Story, ich würde die am liebsten selbst machen.
Und dann sagt man halt, gibt das einen Kollegen, der das dann ausrecherchiert.
Das tut dann manchmal weh, weil man die Story dann selbst nicht bringen kann, aber ist manchmal auch nötig.
Du liest ja wahnsinnig viel.
Hast du dann so spezielle Lesezeiten, die du dir schon vorab definiert hast?
Oder ist das eher so, naja, wenn irgendwie doch mal Leerlauf ist, dann nutzt du den sofort?
Nee, eigentlich immer am Wochenende versuche ich dann viel zu lesen.
Und ich hatte mal eine Zeit lang versucht, das mache ich eigentlich immer noch, jeden Tag zehn Seiten zu lesen, weil da gibt es eigentlich nie eine Ausrede.
Aber eigentlich immer zwischendurch, auch die ganze Zeit zwischendurch Podcasts.
Also immer, wenn ich in der Bahn bin, zwischendurch irgendwo, selbst wenn ich den Gang runtergehe, höre ich eigentlich immer Podcasts.
Das ist auch sehr viel Informationsgewinnung bei mir.
Also das heißt, kommt ständig irgendwas ins System rein?
Hast du manchmal Angst vor so einem Information Overkill?
Eigentlich kann ich es ganz gut managen für mich.
Ich komme damit ganz gut klar, wenn viele Infos reinkommen.
Kann sein, dass es sich mal ändert, vielleicht auch später mal mit dem Alter oder so, aber das ist gerade noch nicht so ein Thema.
Ich versuche dann manchmal bewusst Dinge abzudrehen.
Und es ist auch die Sache, die mich am Podcast am meisten stört.
Ich war früher null Newsflow getrieben.
Ich habe mich nicht mit News beschäftigt, sondern wollte mich auf die langfristigen Themen, langfristigen Trends fokussieren.
Habe mittlerweile auch schon erkannt, dass auch News und aktuelle Themen schon eine Relevanz haben, das auch sehr spannend ist.
Aber das würde ich...
eigentlich am liebsten perspektivisch in einigen Jahren noch ein bisschen weniger machen, mich nicht ganz so viel mit News beschäftigen.
Wobei ihr im Podcast schon irgendwie News getrieben seid, aber jetzt nicht so typisch, wie man das von einem erfolgreichen Finanzpodcast ja eigentlich erwarten würde, nach dem Motto, da kommt jetzt irgendwie eine News, Aktie ist um 10% abgesagt und wir schreiben jetzt ein Urteil sofort drunter.
Kaufen.
oder verkaufen oder irgendwie so ein starker Impuls.
Als ich früher...
vor 20, 25 Jahren Anleger Medien gemacht habe, war immer so eine feststehende Formulierung, sofort konkrete Handlungsempfehlungen für ihr Depot.
Und das machen ja auch ganz viele.
Börsenmedium hat dann irgendwie meistens die 20 beliebtesten Aktien, irgendwie so ein paar Mega-Convictions wie Tesla oder Nvidia.
Du spielst ein paar aktuelle Hypes, schreist ständig kaufen oder verkaufen.
Auf jeden Fall, ich mache dich reich und ihr macht das komplett.
Also so, dass man eigentlich gar nicht erwarten würde, dass es ein erfolgreiches Börsenmedium ist.
Ihr sprecht über sehr viele Aktien, eben nicht nur aus Hype-Branchen.
Ihr erklärt Geschäftsmodelle und statt konkreter Empfehlungen gibt es halt in der Regel eher so ein einerseits, andererseits Fazit nach dem Motto, ja, wenn es diesen Katalysator gibt, dann kann der Kurs auf eine neue Bewertung gehen.
Und von Timing haltet ihr euch auch fern.
So eigentlich das Gegenteil von dem, was man eigentlich sagen würde, was gerade so in Social-Media-Zeiten für einen Börsenpodcast funktioniert.
Warum klappt das bei euch trotzdem?
Also ich glaube, es klappt, weil Leute auch und gerade smarte Menschen, die selbst viel anlegen, schon durchschauen, dass das halt am Ende auch oft unseriös ist, wenn es die ganze Zeit Anlageempfehlungen gibt und man sich auch die Frage stellt, Wieso gibt das Medium gerade die Anlageempfehlung, wenn das so eine gute Empfehlung ist?
Wieso ist das Medium kein Fonds, der einfach hoch erfolgreich selbst tradet und die Infos nicht nach draußen gibt?
Und ich glaube, das war auch bei uns bewussten Entscheidung oder bei mir schon immer zu sagen, Ich will ja auch nicht in zehn Jahren mich verbrannt haben und dann bin ich irgendwie als unseriöses, werde als unseriöse Person wahrgenommen, sondern ich will ja langfristig auch eine Reputation aufbauen.
Ich will langfristig Menschen an die Börse heranführen, will auch nicht, dass die Verluste machen oder falsche Erwartungshaltung haben.
Und ich glaube, das ist schon das, das langfristige Vertrauen, das sich eigentlich aufbaut.
Wenn Leute hören, okay, die machen jetzt über mehrere Jahre Podcast, da gibt es jetzt vielleicht nicht die ganz heißen Empfehlungen die ganze Zeit, aber es gibt schon spannende Dinge, die dann für mich persönlich vielleicht spannend sind, weil deswegen machen wir es auch nicht so konkret.
Weil ob jetzt Minebea hoch erfolgreich sein wird mit humanöden Robotern, hängt auch stark davon ab, wie viele humanöde Roboter gibt es wirklich.
Und da gibt es halt unterschiedliche Meinungen.
Manche denken, da werden alle Prozesse bald drauf umgestellt, andere denken, humanöde Roboter sind ein totaler Nischen-Case.
Und das ist ja auch bei Hörern unterschiedlich, was man für eine persönliche Meinung hat.
Und das versuchen wir auch so ein bisschen mitzugeben.
Es hängt halt sehr von den eigenen Annahmen ab an der Börse.
Und wir versuchen halt zu sagen, okay, mit den und den Annahmen ist es vielleicht so und so eher.
Mit den und den Annahmen ist es anders.
Und ich glaube, deswegen funktioniert es auch gerade bei so einer Zielgruppe, die sich selbst gut auskennt, viel damit beschäftigt.
Und was wir eben versuchen.
Dann als Alternative quasi zu den Kaufempfehlungen eben spannende Geschichten zu erzählen und spannende Geschäftsmodelle aufzuzeigen, was man vielleicht noch nicht so gehört hat.
Das ist dann eher der Fokus.
Also der Nutzwert kommt dann eben nicht aus der Empfehlung, sondern aus dem Wissen, vielleicht auch mal aus der Unterhaltung, wenn es eine spannende Geschichte ist, was untypisch ist für Finanzjournalismus.
Aber trotzdem, am Ende geht es ja darum, die Hörerinnen und Hörer sollen damit Geld verdienen.
Und man will ja...
Häufig dann auch das, was man so...
an Ideen, an Impulsen rausgehauen hat, transparent machen.
Deswegen haben wahnsinnig viele Medien, die sich mit Aktien beschäftigen, mit Börse beschäftigen, ein Musterdepot.
Manchmal wird es dann auch mit echten Geld gefiedet, aber es gibt irgendwie so einen Masterplan.
Das sind jetzt unsere besten Empfehlungen.
Hier zeigen wir, was unser Research, auf das wir ja so stolz sind, tatsächlich gebracht hat.
Okay, ich gebe zu, für die meisten ist das am Ende kein...
positiver Image-Träger.
Die meisten Musterdepots sehen zumindest in the long run dann nicht so doll aus.
Aber es ist natürlich schon konsequent zu sagen, wir setzen es erst um.
Warum gibt es kein ORWS-Musterdepot?
Habt ihr Angst?
Nee, aber wir haben ja eben gar nicht diese Empfehlung.
Also wir sagen ja eben...
Es gibt verschiedene Sichtweisen auf die gleiche Aktie und man muss es auch unterschiedlich einordnen, woran man selbst glaubt.
Und wir sagen auch gar nicht, dass wir selbst jetzt die beste Einschätzung über die Zukunft humanierter Roboter haben und sind ja auch durch die vielen Aktien, die wir besprechen, gar nicht so tief in jeder einzelnen Aktie drin, sondern wir versuchen ja eher, die Hintergründe zu erklären, die erste Inspiration zu geben, auf Risiken, auf Chancen hinzuweisen.
Aber dahinter sollte beim Hörer immer noch eine eigene Recherche stecken und wir sind da eher die Inspirationsquelle.
Mit der Inspirationsquelle jetzt ein Musterdepot zu machen, würde gar keinen Sinn machen, weil wir auch nicht sagen, die Aktie finden wir gut, die finden wir schlecht, wir könnten gar kein Musterdepot auf Basis der Folgen aufbauen.
Deswegen gibt es das nicht.
Und ich würde es auch nicht machen, selbst mein eigenes Depot zu teilen zum Beispiel, weil erstens auch wieder subjektiv ist, was ich halt glaube und was ich gut finde.
Und zweitens wird es immer sofort als Anlageempfehlung wahrgenommen.
Wenn ich halt was in mein Depot packe, wollen sie die Leute sofort selbst kaufen und dann denken sie, daran glaubt der total.
Und das will ich einfach auch nicht, dass das Leute so wahrnehmen, sondern ich will schon fördern, dass Leute sich halt mit Wirtschaft beschäftigen.
Das ist auch der Sinn von diesem Podcast.
Und das sage ich auch immer wieder, die größte Rendite eigentlich in so einem Börsenpodcast.
liegt eher darin, dass man sich weiterbildet über Wirtschaft, weiterbildet über Börse und dadurch in der Karriere erfolgreicher wird.
Ich glaube, das ist für die meisten der größte Hebel, dass man versteht, wie funktionieren Unternehmen, wie denkt man wirtschaftlich, wie wird man wirtschaftlich erfolgreich, wie machen es erfolgreiche Unternehmen.
Und ich glaube, der Hebel in der eigenen Karriere ist viel größer, als jetzt zu sagen, ich schaffe jetzt wirklich eine Überrendite.
Nichtsdestotrotz, wenn du ständig spannende Aktien erklärst.
Und man merkt ja auch in der Art und Weise, wie du das machst, wie ihr das macht, dass da für viele Geschäftsmodelle schon Sympathie ist oder auch Bewunderung.
Ist man dann nicht in der permanenten Versuchung, heute das zu kaufen, morgen das zu kaufen, also entweder viel zu traden oder zumindest irgendwann so ein Aktiensammeldepot zu haben.
Also eigentlich müsstest du doch von dieser Begeisterungsfähigkeit her, entweder Heavy Trader sein oder noch eher so ein Bauchladendepot haben.
Ja, ist tatsächlich nicht so.
Ich glaube, es hängt auch wieder ein bisschen mit dem Inspirationsthema zusammen, dass ich ja auch sehe, bevor ich das jetzt in mein Depot legen würde, würde ich halt nochmal...
tiefer reingehen, mir genau Gedanken machen, okay, wie sehe ich das jetzt, wie schätze ich jetzt den Markt wirklich genau ein, wie sehe ich die Bewertung genau, nochmal tiefere Analysemodelle zu bauen.
Und ich glaube, da hilft mir einfach, dass ich schon relativ viel zu tun habe und dann gar nicht die Zeit dazu habe, in der Freizeit nochmal zu sagen, okay, da gehe ich jetzt nochmal noch tiefer rein in die Aktie.
Und dadurch fallen viele Dinge, die ich vielleicht spannend finde, auch mal runter, weil ich gar nicht die Zeit habe, mich damit zu beschäftigen.
Und es sind dann eher die wenigen Titel.
die wirklich über Monate hängenbleiben, die ich immer wieder mal sehe, wo ich denke, das finde ich wirklich von der Gesamtkonstellation spannend, je mehr ich darüber höre.
Und das ist auch oft so ein fließender Prozess, dass man sich halt nebenbei dann wieder mal einen Podcast darüber anhört, kommt man tiefer rein.
Und dadurch sind es am Ende dann doch nur eine sehr begrenzte Anzahl an Titeln, die ich im Depot habe.
Und halt der Großteil ist wirklich immer noch dieser Sparplan.
einen ETF-Sparplan, der so der Kern des Portfolios ist.
Also der Noah Leidinger, der jeden Tag, ich glaube im Durchschnitt so zehn Aktien doch schon durchbespricht im Podcast, ist eigentlich vom Fokus her ein Index-Investor.
Man sagt doch eigentlich, put your money where your mouth is.
Absolut.
Und ich glaube, mein Mouth ist halt mehr bei dem Punkt, dass die Bildung wichtig ist für die Leute und dass ich halt genau wie mich damals Wirtschaft begeistert hat und am Ende Hat mich das ja auch karrieretechnisch dorthin gebracht, wo ich heute bin, dass ich mich für Aktien begeister.
Jetzt natürlich sehr direkter Bezug, ist nicht bei allen so direkt, aber ich glaube, ist schon bei vielen sehr hilfreich.
Ich glaube, das ist der Hauptaspekt.
Und dann habe ich ja natürlich auch Einzelaktien und auch Positionen, die schon durchaus relevant sind für mich.
Aber halt dann trotzdem wichtig, stabile Basis haben.
Und was man, glaube ich, nicht unterschätzen darf, auch an der Börse.
Selbst wenn ich jetzt davon ausgehen würde, ich bin Superinvestor und mache 5% mehr, als junger Mensch hat man meistens den größeren Hebel in dem eigenen Beruf, in der eigenen Karriere.
Und dann investiert man lieber die Zeit.
in die nächste Gehaltserhöhung, weil das viel mehr Geld ist, als jetzt bei einem kleinen Grundstock an Kapital 5 Prozentpunkte mehr zu machen.
Im Zweifel ist es dann nicht so viel Geld.
Und ich glaube, das ist auch was, wo man immer schauen muss, wie groß ist mein Vermögen und wie groß ist wirklich der Impact der Zeit, die ich da reinstecke.
Und macht es nicht vielleicht mehr Sinn?
mich auch mit Wirtschaft zu beschäftigen, aber dann das nochmal ein bisschen mehr auf die eigene Karriere zu leiten.
Ja, grundsätzlich.
Wo ist der größte Hebel auf das eigene Vermögen und auf die eigene Persönlichkeit?
Und das ist wahrscheinlich dann nicht, wenn man Wildaktien sammelt oder jetzt am Wochenende dann nochmal ein bisschen darüber grübelt.
Obwohl, ich meine, du hast genau so den Einstieg gefunden und als Schüler über Aktien gebrüht.
Aber es war halt auch eben stärker dieses Interesse.
Aber jetzt kommen wir doch mal zu deinem Depot.
Was muss denn so eine Aktie...
Was muss so ein Case sein, dass der Noah Leidinger sagt, das ist jetzt nicht nur irgendwie spannend darüber zu erzählen, interessantes Unternehmen, man kann was lernen, sondern das ist tatsächlich etwas für mich, für mein Depot als Beimischung im Core Satellite Ansatz zum Welt-ETF.
Was ist so dein Beuteschema?
Also ich suche sehr stark Dinge, die schon relativ langen oder großen Burggraben haben, wo ich das Gefühl habe, das ist ein sehr strukturell einfach verteidigbares Modell, wo jetzt auch nicht eine Innovation kommen kann und das wird sofort über den Haufen geworfen.
Und was mir ganz wichtig ist, auch weil ich einen sehr langfristigen Anlagehorizont habe, dass ich eher nach Firmensuche, die das Potenzial haben, richtige Compounder zu werden.
Also wo ich sehe, die Art und Weise, wie die gerade wachsen, das können die eigentlich auch noch über 30 Jahre so weitermachen und es gibt kein natürliches Hindernis für dieses Wachstum, sondern das Geschäftsmodell.
Könnte man auch 100 Mal größer noch machen und es wird immer noch so gut funktionieren.
Compounder ist ja so ein bisschen so ein Modebegriff, sorry, wenn ich dich da mal unterbreche.
Und wir haben ja dann in den letzten Jahren gelernt, also Compounder compounden, bis sie dann irgendwann nicht mehr compounden.
Wir sehen ja dann auch solche Firmen wie Constellation Software, die kleine Software-Businesses aufgekauft haben, irgendwie integriert haben, weitergeführt haben, den Cashflow genommen haben, um damit wieder noch neue Software-Businesses einzukaufen.
Also die liefen ja lange so als Luro-Chart, also von links unten nach rechts oben, wie an der Schnur gezogen.
Und jetzt kam dann plötzlich KI dazwischen und wir haben mal einen heftigen Drawdown gesehen.
von 50 Prozent.
Oder solche Aktien wie dann eine Costco, die jetzt auch mal gerade zeigt, bei einer Bewertung von KGV 40 wird es für eine Supermarkette vielleicht schwierig.
Oder Cases, die auch innerhalb kürzester Zeit 30 Prozent nach einem jahrelangen Bullrun hatten.
Wie zuverlässig sind solche Compounder, beziehungsweise wie checkst du sie?
Also ich glaube, da ist erstmal wichtig, dass man auch, wenn man, also bei meinem Anlagehorizont jetzt, Ich dann auch eher versuche, nicht die ganz Großen schon zu nehmen, weil natürlich ein Costco jetzt schon sehr lange compounded hat und auf einem Level ist, wo es natürlich dann schon wirklich über 30 Jahre nochmal so weiter zu wachsen, wird dann irgendwann von der Gesamtgröße des Gesamtmarkts schwierig.
Das gleiche bei einer Constellation ist einfach schon sehr groß in den Markt.
Es kam sehr viel Konkurrenz.
Das Modell hat über Jahre super funktioniert, aber jetzt natürlich KI und dann viele Konkurrenten, die es nachahmen.
Und ich bin schon bewertungssensitiv.
Also ich glaube, das ist ja ein großer Faktor bei vielen von den bekannten Compoundern, dass die einfach sehr, sehr teuer sind.
Und das ist bei mir eher so, ich habe auch eine Liste an Firmen, wo ich sage, okay, die finde ich grundsätzlich spannend, sind mir aber zu teuer, würde ich aber eventuell mal einkaufen.
Und das ist dann eher so der Ansatz.
Und ich versuche schon einfach wirklich Modelle zu finden, wo ich das Gefühl habe, zum Beispiel, man könnte jetzt auch sagen, so Nike war ja auch über lange Jahre eine sehr gut gelaufene Aktie.
Die haben aber für mich nicht so einen strukturellen Wachstumsmotor oder auch einen On jetzt.
Einen On Running könnte man sagen, okay, das ist das nächste Nike.
Da ist aber für mich nicht klar, ob nicht die nächste Sportmarke kommt.
Die sind jetzt über Jahre stark gewachsen, aber für mich ist nicht klar, dass die einen Wachstumsmotor haben, den sie jetzt noch 30 Jahre so durchziehen können, sondern da ist viel Trend dabei, da ist viel Marketing dabei, viele einzelne Produkte.
Das wäre mir für so eine ganz langfristige Position dann zu risky, sondern suche ich eher...
Zum Beispiel auch andere Discountketten, Einzelhandelsketten sind oft solche Modelle oder andere Modelle, wo Firmen zugekauft werden oder andere Modelle auch im Markenbereich, die nochmal stabiler sind.
Das finde ich dann eher spannender.
Einzelhandel.
Wo ist der Burggraben bei einem Einzelhändler?
Beziehungsweise hast du ein spezielles Unternehmen, wo du das mal dran transparent machen kannst?
Also zum Beispiel, Axel, über die ich schon viel gesprochen habe, auch in unserem Buch ist Dinopolska so eine polnische Supermarktkette, die halt in alle Dörfer hingehen und dort so...
Im Grunde ersetzen sie die Tante-Emma-Läden und machen dann kleine Supermärkte.
Die Ketten sind aber kleiner als so klassische Supermärkte.
Das heißt, für die klassischen großen Ketten lohnt sich das gar nicht.
Und sie haben halt jetzt über Jahre perfektioniert ein Modell, relativ günstige Produkte, aber gutes Sortiment, das eben in diesen Dörfern gut funktioniert.
Und man hat eben in Polen unfassbar viele Dörfer, wo das relevant ist, wo sie noch wachsen können und sie sind noch gar nicht im Ausland expandiert und wachsen halt schon seit Jahren mit 10 Prozent im Jahr.
Und da ist für mich klar, das hat jetzt so lange in jedem Dorf funktioniert.
Die haben so gut wie keinen Laden geschlossen in den letzten Jahrzehnten.
Die strukturellen Wachstumstreiber bleiben eigentlich und natürlich könnte dann ein anderer Supermarkt hingehen, aber es lohnt sich eigentlich auch nicht, weil die Population dort zu klein ist.
In so einem Dorf sind irgendwie 30.000 Leute, die können dann genau den Umsatz bringen, den so ein Laden braucht.
Wenn da zwei Läden wären, wird das sofort das Modell zerstören und dann aber auch von dem anderen Laden das Modell zerstören.
Das heißt, es lohnt sich gar nicht, das in dem Dorf zu kopieren.
Und das sind so Modelle.
Wo erstmal nicht viel kommen kann, ist auch so ein bisschen diese Principles, die der Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte, irgendwie schnellere Lieferungen, günstigere Preise, da werden Kunden nie was dagegen haben.
Und jetzt ein Supermarkt, der eine gute Qualität zum günstigen Preis hat, werden Kunden nie was dagegen haben.
Aber wenn du jetzt Amazon nimmst und Bezos, der ja sicherlich Kundenservice perfektioniert hat, aber Amazon verdient mit diesem großartigen Kundenservice sicherlich das beste Unternehmen der Welt aus Verbrauchersicht nicht wirklich Geld.
Absolut, aber die nur holst ja schon.
Wenn sie Geld verdienen, verdienen sie nicht.
nur Geld an den Technologiethemen und auch das tun sie momentan nicht, weil sie das Geld sofort wieder reinvestieren in Hyperscaler-Infrastruktur.
Was macht dich denn so sicher, dass das in Polen da funktioniert?
Hast du die Läden mal angeschaut?
Nein, dort war ich tatsächlich noch nie.
Du baust eine Conviction zu einem Unternehmen, auf dessen Produkt du dir gar nicht angesehen hast.
Was nicht mal in so einem Laden drin, sondern es ist irgendwo da entfernt.
Die reichen die Zahlen, die reicht die Vision, die reicht der Management Commentary.
Genau, ich meine, man kann natürlich über das Internet auch relativ viel zu den Läden erfahren.
Man kann sich da auch mal die Bewertungen angucken bei einzelnen Läden und so weiter.
Da kriegt man auch schon ein ganz gutes Bild davon.
Am Ende bin ich aber auch ein Freund davon, schon sehr stark auf die Zahlen dann da zu gucken.
Und wenn man halt sieht, über Jahrzehnte wurden da Läden eröffnet.
Die sind alle super profitabel.
Es funktioniert in jedem Dorf wieder.
dann finde ich es schon wichtig, auch dem ein gewisses Vertrauen zu geben.
Auch der Gründer ist da sehr zurückhaltend tatsächlich bei der Firma, aber macht halt über Jahre einen nachvollziehbar transparenten Job, wo er genau das macht, was er sagt, was er macht und wo sie ihren Plan verfolgen.
Und da reicht das dann für mich, um Conviction aufzubauen.
Was müsste passieren, dass diese Conviction schwindet?
Also ich glaube, man müsste sehen, dass dieser Wachstumsmotor ein bisschen einbricht, weil man zum Beispiel sieht, okay, es geht vielleicht nur in einem Teil von Polen oder Polen haben sie erobert, Ausland funktioniert nicht so gut, es gab einzelne Tests, die haben nicht so gut funktioniert.
Also wenn für mich absehbar wird, es könnte langsam ans Ende des Compoundings kommen, dann wäre für mich der Punkt, wo ich da aussteige.
Also nachlassende Wachstumsraten.
Genau.
Aber damit sich das dann am Ende für dich rechnet, musst du ja wirklich sehr früh...
dabei gewesen sein, weil du bist ja dann nicht der Erste, der das feststellt, wenn die Wachstumsraten runtergehen.
Da wird es ja schwierig, dann ein exklusives Know-how zu haben, oder?
Aber deswegen bin ich da ein Freund davon, wenn man solche Compounder hat, dass man die auch noch relativ früh nimmt, dass sie halt noch gar nicht so große Firmen sind, wo man eben sagen kann, okay, die haben jetzt eigentlich noch...
so einen klaren Wachstumspfad in Polen, dass sie da noch zehn Jahre so wachsen können mit dem gleichen Modell in der gleichen Region.
Und wenn das über zehn Jahre so compoundet, muss die Aktie selbst mit einem niedrigen KGV da und da stehen, dass sich das immer noch lohnt.
Und dann ist es für mich ein Kaufargument nochmal.
Also das heißt, du machst eigentlich eher Small Cap, Beimischung dann zum Weltportfolio als Satelliten.
Genau, Small, Mid Cap.
Und es gibt natürlich ein paar große Modelle, wo ich auch sage, okay, da...
glaube ich einfach dran, das finde ich einfach stabil.
Synopsis zum Beispiel, diese Designsoftware für Chips bauen und da, die sind eigentlich immer zu teuer gewesen, aber es gibt zwei Firmen in der Welt, Cade & Synopsis, noch ein bisschen Siemens, mit denen man halt Chips designt und alle Firmen, die Chips designen, greifen auf diese Software zurück und das ist nicht nur...
eine Software, mit der man das designt, sondern es ist sehr eng verkoppelt mit den Maschinen, mit den Prozessen, die haben eigene IP, wo man quasi dann Teile einbauen kann, schon in die eigenen Chip-Designs, die aber Synopsis oder Cadence gehören.
Und das sind so Modelle, die sind sehr tief integriert in einer strukturell stark wachsenden Branche.
Es gibt immer mehr Firmen, die eigene Chips bauen, die großen Chip-Firmen entwickeln immer mehr, haben immer größere Teams.
Und das ist eine Aktie, die ist super attraktiv, aber eigentlich immer zu teuer.
Und dann gibt es aber manchmal Phasen, wie zum Beispiel vor einigen Jahren, weil man so eine kleine Negativstimmung einer Börse und dann waren die mal günstiger und dann kaufe ich dazu.
Also es gibt auch schon größere Titel, die ich kaufe, wenn ich da strukturell dran glaube und dann mal so eine günstigere Phase kommt.
Immer zu teuer.
An welchen Maßstäben machst du das fest?
Auf welche Bewertungsparameter schaust du?
Also wir haben jetzt eben mal bei Nike, weil es halt flashy war und mal beim etablierten Unternehmen kann man es meiner Ansicht nach auch machen, weil das KGV berechnet.
Aber es ist ja ansonsten eigentlich eher kritisch, nur mit dem KGV zu kommen.
Also auf welche Bewertungsparameter schaust du, die eine nachhaltigere Aussage bieten?
Also ich greife immer auf alle möglichen Metriken zurück.
Dann natürlich auch Discount- und Cash-Fanalyse.
Versuche ich immer einmal durchzurechnen, damit man sich wirklich mal Gedanken macht, okay, Es geht gar nicht so sehr um die konkrete Zahl, die jetzt rauskommt.
Am Ende ist es ja ein Zahlmodell, wo so viele Annahmen drinstecken, dass man die Zahlen nie so genau treffen wird.
Genau, also es ist ja, vielleicht nochmal zur grundsätzlichen Erklärung für unsere Hörer und Hörer, es ist ja die grundsätzliche Vorstellung, dass ein Unternehmen das wert ist, was die künftigen Cashflows abgezinst auf den heutigen Tag dann in Summe ausmachen.
Das ist relativ einfach, man muss halt nur die künftigen Cashflows kennen und die kennst du nicht.
Machst du deine eigenen Schätzungen oder rechnest du rückwärts, dass du sagst, okay, ich habe jetzt diesen Börsenwert, das impliziert eigentlich, dass ich in Zukunft jene Cashflows habe.
Und ist es dann eigentlich realistisch, dass die bekommen?
Wie ist da so deine Herangehensweise an dieses Discounted Cashflow, mit dem man ja alles machen kann?
Also man kann ja, du hast das auch mal sehr schön, du hast das sehr schön mal für Adobe gezeigt mit einem Discounted Cashflow.
Je nachdem, wie man die Annahmen machte, hast du vor einem halben Jahr im Podcast gezeigt, kann Adobe nochmal 50% fallen oder müsste sich eigentlich relativ schnell verdoppeln?
Man kann beides belegen und da ist am Ende die Frage, hey, was soll das Ganze überhaupt?
Genau, aber ich glaube, deswegen ist es auch so wichtig, gar nicht wegen der konkreten Zahl, sondern weil man sich dann einmal Gedanken machen muss und ich mache immer so eine Prognose nach vorne und dann mache ich mir erstmal Gedanken, okay, mit welchem Wachstum rechne ich jetzt in den nächsten Jahren beim Umsatz?
Und da gibt es so Modelle, wie jetzt in Dinopolska, die wachsen sehr stabil schon seit Jahren mit der gleichen Rate, eröffnen jedes Jahr so und so viele Läden.
Das ist relativ einfach.
Es gibt natürlich auch Modelle, wenn wir jetzt auf so Minikugellager schauen.
Da müsste man eher schauen, was gibt es denn für Schätzungen, wie viele Roboter es in ein paar Jahren geben wird, wie viele Kugellager stecken im Schnitt in so einem Roboter, können sie vielleicht noch Sensoren da reinverkaufen, wie viel Umsatz machen sie dann pro Roboter, welchen Marktanteil könnten sie haben und da macht man so eine Schätzung vom Markt her und errechnet sich so den Umsatz und dann hat man einmal die Umsatzschätzung, da muss man sich Gedanken um die Margen natürlich machen, werden die steigen, werden die fallen, wie sieht das ungefähr aus.
Da muss man sich Gedanken machen, das vergessen viele.
Das ja auch für Wachstum.
Für Mini-Kugellager muss ich jetzt Factories bauen oder Fabriken bauen.
Für Dinopolska muss ich Läden bauen, muss ich auch Geld investieren.
Also ich muss auch mir überlegen, wie viel Reinvestition brauche ich, das muss ich auch abziehen.
Dann am Ende auch Steuern und ein paar Kleinigkeiten, Verschuldung mit einbeziehen.
Und dann kommt am Ende ein Wert aus.
Und die eigentliche Übung ist, sich wirklich mal Gedanken zu machen über die Margen, über das Wachstum, was ist realistisch.
Das sind ja jetzt schon recht komplexe Gedankengänge, die du hier mit uns geteilt hast.
Würdest du diese Gedanken dir auch machen, wenn du einen ganz normalen Job hättest, sprich nicht sowieso schon durch deinen Beruf mit Börse, mit Unternehmen, mit Research zu Geschäftsmodellen befasst wärst?
Also ich glaube, ich würde es für mein eigenes Portfolio sogar noch mehr machen, weil es dann eher meine eigene Leidenschaft wäre und ich dann im Zweifel auch vielleicht ein bisschen mehr Zeit dafür hätte.
Ich denke natürlich immer sehr vom Job ab, wenn ich jetzt vielleicht Unternehmer werde, einen anderen Job hätte, der sehr, sehr intensiv ist, dann würde ich es vielleicht auch nicht so viel machen.
Aber wenn ich jetzt irgendwann mir vorstehe, ich bin in Rente, dann würde ich es wahrscheinlich wieder mehr machen.
Also es ist schon so ein bisschen die Leidenschaft.
In diesem Prozess lernt man halt dann wirklich viel.
Man geht wirklich mal in Details, muss sich wirklich mal damit beschäftigen, versteht nochmal mehr, was steckt eigentlich hinter so einer Firma, hinter so einem Firmenwert.
Ich glaube, da ist schon nochmal viel Wert dran, das zu machen.
Wobei das ja auch am Ende diese Komplexität jetzt wieder zeigt, wie wichtig dein Ratschlag war, zu gucken, wo ist der höchste Hebel.
Und ich glaube, man muss halt wirklich immer bedenken, man weiß halt nicht, was man nicht weiß.
Und das ist an der Börse schon sehr häufig.
Es kann auch ein Case super rational klingen und man hat alles mitbedacht.
Aber es gibt halt fünf Faktoren, die man eben nicht mitbedacht hat.
Das beste Beispiel ist für mich...
Teamviewer, das war damals am Anfang des Podcasts, war das so eine Lieblingsaktie von Philipp im Podcast, weil er meinte, im Vergleich zu anderen Tech-Firmen in den USA ist halt Teamviewer super günstig bewertet.
Das war auch so.
Nur was wir zum Beispiel nicht gesehen hatten damals, war, dass es einen Konkurrenten gibt von Teamviewer-Mitarbeitern, die den hochgezogen haben, der super erfolgreich ist, der super schnell Marktanteile gewinnt.
Und dann haben sie natürlich diese ganzen Marketing-Aktionen auch noch gestartet, die viel zu teuer waren.
Aber da gab es eben so ein großes Risiko, über das niemand gesprochen hat, das aber da war.
Und dann ist halt ein Case auch schnell nicht mehr so gut, obwohl er eigentlich gut wäre, wenn man alles wüsste.
Hast du noch einen anderen Case irgendwie aus deinem Portfolio, den man vielleicht jetzt mal nicht so erwarten würde, wie eine Dino Polska, über die du oft gesprochen hast?
Es gibt noch einen Case, der ist so ein bisschen speziell, über den ich habe viel nachgedacht und der kommt auch ein bisschen auf so eine...
größeren Herleitung, würde ich sagen.
Und zwar Brunello Cucinelli, die Luxusmarke.
Schön.
Jetzt reden wir mal über was, wo ich zumindest auch ein bisschen mitreden kann und nicht so auf dem Schlauch stehe wie bei Synopsis oder Hightech.
Brunello Cucinelli hatten wir vor drei Jahren, glaube ich, in meinem Podcast entdeckt.
Eher über diese philosophische Sparte auch.
Also es ist ja ein Luxus-Mode-Unternehmer, der selbst diese Luxus...
Kaschmir-Marke eigentlich aufgebaut hat.
Und er ist uns aufgefallen, weil ganz viele Tech-CEOs in den USA seine Sachen tragen.
Also Mark Zuckerberg trägt seine T-Shirts und es gibt sogar so Konferenzen in dem Dorf, wo der ist, in Solomeo, aber auch in den USA, wo der dann auftritt, wo Tech-CEOs hinkommen, mit ihm debattieren über das Leben.
Wenn man auf die Seite kommt von Brunello Cucinelli, geht es erstmal nicht um irgendwelche Gewinne oder so, sondern es geht um humanistischen Kapitalismus und ist sehr philosophisch und fanden wir so als Geschichte einfach spannend.
Er setzt ja auch so um.
Er hat ja wirklich auch die Wertschöpfung in seinem Dorf dort, bezahlt seine Leute anständig und hat nicht diese Skandale, die wir ja beispielsweise...
bei LVMH gesehen haben, dass da irgendwo in düsteren Löchern Menschen quasi Zwangsarbeit verrichten, um dann unter widerwärtigen Bedingungen Luxusprodukte herzustellen.
Und die Margen sind ja auch deutlich niedriger.
Er sagt ja auch, er findet Margen über einem gewissen Level nicht nachhaltig, weil er glaubt, irgendwann checken die Kunden, dass die Firma zu hohe Margen mit meinen Produkten macht.
Und dann hat er auch in einem Analystencall, bei dem sind die Analystencalls sehr amüsant, irgendwie gesagt, er war letztens in einer Pizzeria und dann hat er irgendwie die Pizza 50 Euro gekostet und er wird da nie wieder hingehen, weil er weiß, das ist nicht nachhaltig.
So was sagt denn der Manösten-Call und das war einfach an sich eine ganz gute Geschichte für den Podcast schon mal, auch wenn hinter dem Business nicht so viel gesteckt hätte.
Und dann habe ich mich halt über die Jahre immer wieder mal mit dem Business beschäftigt, mir das angeguckt und habe halt gesehen, in dieser ganzen Luxuskrise, gab es ja viele Marken, die sehr stark in die Mittelschicht gegangen sind, zum Beispiel auch LWM Asch oder Gucci und die dadurch sehr instabil wurden, als es der Wirtschaft mal schlechter ging, weil diese Kundengruppe weggefallen ist und dann sind die Umsätze auf einmal gefallen.
Sie haben skaliert und sie sind damit eben zyklischer geworden.
Und da gibt es halt zwei, drei Marken, die das nicht hatten und das war zum Beispiel Hermes und es war eben auch Brunello Cuccinelli, weil die noch sehr hochwertig sind, mit einem sehr knappen Sortiment auf eine sehr hochwertige Zielgruppe gehen und eben noch nicht so stark skaliert sind.
Und weil sie nicht so flashy sind.
Das ist ja etwas, was mich bei Gucci wirklich gestört hat.
Nein, sie haben es einfach komplett übertrieben, überall dieses Logo drauf zu packen und das macht ja eben Brunello Cuccinelli nicht.
Das ist also eher so diese Understatement-Mode, die irgendwie wesentlich besser in den Zeitgeist passt mit nachhaltigen Materialien, alles teurer.
Aber jetzt sagst du, du willst ja auch Wachstum sehen.
Siehst du das da wirklich?
Genau, und die wachsen halt, sind auch in dieser ganzen schwierigen Phase immer sehr stabil 10% oder knapp über 10% gewachsen.
Und was mich da vor allem überzeugt und was auch bei MS übrigens zu sehen ist, die wollen auch nicht viel stärker als 10% wachsen, weil sie eben sagen, das würde uns genau in so eine ungünstige Dynamik bringen, dass wir vielleicht doch mehr in den Massenmarkt gehen und dann zyklischer werden.
Sondern wir gucken immer, dass die Nachfrage deutlich höher bleibt als das Angebot, das wir haben.
Und ich glaube, das ist für eine Luxusmarke absolut der richtige Weg.
Und dann könnte man natürlich sagen, eine Hermes ist jetzt natürlich Birkenback von der Heritage nochmal viel stärker, aber eine Hermes ist auch nochmal teurer und vor allem eine Hermes ist schon sehr, sehr groß.
Und da wird sich irgendwann die Frage stellen, wie lange kann es auf dem Level noch 10% weitergehen?
Aber ein Brunello Cuccinelli ist halt Faktor 50 kleiner oder einen hohen Faktor kleiner.
Und da kann es dann auch sehr lange so weitergehen.
Bist du eher so jemand, der sagt, es kommt aufs Geschäftsmodell an, dass es so einfach ist, dass es notfalls sogar ein Idiot führen könnte, weil früher oder später wird das passieren, um das mal in Anlehnung an Peter Lynch und Warren Buffett zu formulieren.
Oder ist da bei dir schon diese Begeisterung für starke Unternehmerpersönlichkeiten?
Ich glaube, die Begeisterung ist schon da.
Ist auch heutzutage wirklich sehr schwierig, wenn ein schlechter Manager kommt.
Ich meine, man hat es bei Nike gesehen und das war jetzt vielleicht nicht mal ein offensichtlich schlechter Manager, sondern einfach jemand, der auch eine falsche Perspektive der Zukunft hatte.
Der vorher, glaube ich, im Tech- Ja, stimmt, der kam aus dem Tech.
Tätig war irgendwie ServiceNow oder sowas.
Stimmt, ja.
Und der dann diesen Direktvertrieb forciert hat, was wir an der Börse alle ganz toll fanden.
Und dann hat man halt gesehen, welchen Flurschaden das angerichtet hat bei den Händlern und in der nächsten Stufe dann auch bei den Kunden.
Und da hätten wir alle gesagt, das ist ein guter Manager eigentlich.
Aber ich glaube, grundsätzlich kann ein Manager in der heutigen Zeit, wo es so schnelllebig ist, schon viel anrichten.
Gibt aber natürlich Modelle, die stabiler sind.
Die finde ich dann auch nochmal attraktiver.
Wäre aber für mich jetzt kein Ausschusskontakt, dass ich nur sage, okay.
Ich meine, wenn es bei Brunello Cucinelli schlecht führt, dann ist das Modell gone.
Aber da gehe ich davon aus, einfach durch die Struktur, dass das einfach nicht so geführt wird.
Über einen Manager müssen wir natürlich noch reden, ohne kann ich dich nicht weglassen.
Brad Jacobs.
Von dem liest man bei dir immer im Newsletter, hört man im Podcast.
Und ja, der ist ja eigentlich so Serial Founder für Serial Acquirers.
Also so Roll-Ups, Modelle, die wirklich darauf aus sind, extrem zu skalieren aus dem Cashflow.
Vielleicht kannst du dir eine Begeisterung für dieses Modell nochmal ein bisschen ausführen.
Ja, absolut.
Also wir sind auf den gestoßen, weil es irgendwo die Headline gab.
Ein Milliardär, den kaum jemand kennt, der aber sieben einständige Milliardenfirmen gegründet hat.
Und Brad Jacobs ist eigentlich angefangen als Öltrader und hat dann irgendwann die Chance gesehen, so Abfallunternehmen aufzukaufen in den USA, weil er gesagt hat, es ist eigentlich total ineffizient, dass in jedem Dorf ein eigenes Abfallunternehmen ist.
Und wir hätten viel bessere Skaleneffekte, könnten da viel bessere Technik einbauen, viel mehr investieren, wenn wir die alle aufkaufen und in eine große Firma bündeln.
So hat er seine erste Firma dann...
hat dann ganz viele Abfallunternehmen aufgekauft, hat ein riesiges Imperium gebaut, für eine Milliarde verkauft.
Dann hat er das Gleiche für Gerätevermietung.
Waste Management ist auch auf diese Art und Weise entstanden, nur eben nicht von Brad Jacobs.
Ich glaube sogar, dass Waste Management gekauft hat, aber ich bin nicht 100% sicher.
Ich glaube, die haben seine Firma auch übernommen am Ende dann.
Dann hat er das Gleiche für Gerätevermietung verkauft, also Krane, Mieten und so weiter.
United Rentals heißt es auch bis heute die erfolgreichste Firma.
Ich glaube, 50 Milliarden Börsenwert auch.
Wahnsinnig starker Compounder an der Börse.
Dann das gleiche im Logistikbereich, hat über Lagerhallen aufgekauft.
Dann hat er das gleiche nochmal gemacht für Logistikfirmen, die Produkte hin und her schiffen und nicht nur die Lagerhallen haben.
Und jetzt sein neues Projekt ist Baustoffhändler.
Also er kauft jetzt ganz viele Baustoffhändler auf der ganzen Welt aus, weil er sieht, es gibt in jedem Dorf, in jeder Stadt eigenständige kleine Baustoffhändler.
Macht eigentlich gar keinen Sinn, weil als großer Baustoffhändler hat er mal viel bessere Einkaufskonditionen, könnte Kunden viel besser global bedienen.
Und das ist jetzt sein nächstes Modell.
Und das ist wirklich unfassbar erfolgreich bei dem.
Der scheint einfach ein sehr guter Manager zu sein, sehr gutes Gefühl dafür zu haben, zu welchen Preisen, zu welchen Konditionen er Firma aufkauft.
Und finde ich grundsätzlich sehr bewundernswert.
Ich muss aber auch sagen, er hat natürlich jetzt durch seinen Erfolg sehr viel Zugang zu Geld und er hat auch seine erste Firma, die ist sofort mit einer Milliardenübernahme gestartet.
Die zweite Übernahme war für 6 Milliarden, jetzt eine für 10 Milliarden.
Und grundsätzlich funktionieren solche Modelle immer sehr gut, wenn man kleine Firmen aufkauft.
Jetzt irgendein kleiner Händler gibt es jetzt nicht super viele Menschen, die den kaufen wollen und dadurch zahlt man da halt oft nicht, wie man es von der Börse kennt, vielleicht das 20-fache vom Gewinn, sondern teilweise das 3-fache vom Gewinn.
Das heißt, nach drei Jahren hast du dein Investment automatisch wieder drin.
Und da bin ich immer ein bisschen skeptisch, wenn so Roll-Up-Modelle zu groß werden und eigentlich zu große Übernahmen machen müssen.
dann bricht irgendwann so diese Dynamik, weil sie zu teuer einkaufen.
Und da bin ich bei ihm auch skeptisch, aber grundsätzlich super Unternehmer.
Das heißt also, man muss es eigentlich schaffen, an der Börse mit einem KGV von 20 bewertet zu werden und dann irgendwie mit einem Multiple von 3 oder 4 einzukaufen, weil dann hat man ja direkt schon den Gewinn.
Man kann ja dann am besten an der Börse gleich wieder das Kapital nachladen.
Wir sehen ja momentan auch so in den Wirtschaftsnachrichten sehr viel von diesen Roll-Ups.
Und zwar jetzt nicht nur in so klassischen Bereichen.
wie zum Beispiel Softwareentwicklung, wo es das ja schon seit vielen Jahren gibt.
Data Group ist ja beispielsweise auch so entstanden, hier als deutscher Softwarewert, sondern auch im Handwerk oder bei Steuerberatern.
Glaubst du, dass diese Modelle funktionieren werden?
Es gibt ja zum Beispiel in Norwegen, in Skandinavien sehr viele Modelle, die da funktionieren, auch viele Börsennotierte.
Übrigens kann man sich mal anschauen, auch viele Filme, die noch nicht so groß sind.
Da gibt es schon durchaus eine ganz spannende Infrastruktur da auch.
Wir hatten ja auch immer wieder meinen Podcast.
Es kommt jetzt sehr stark über diese KI-Schiene und auch viele Startup-Gründer, gerade auch in Berlin zum Beispiel, die sagen, okay, ich habe jetzt ein Startup gegründet, das war nicht ganz so erfolgreich, aber ich kaufe jetzt einfach einen Mittelständler auf, mache da alles mit KI viel effizienter, die sind alle ganz altmodisch und werde da super effizient.
Ich glaube, es ist schon oft sehr schwierig, so eine bestehende Firma mit bestehenden Mitarbeitern, die...
da schon seit Jahren Arbeiten zu übernehmen und dann als 25-Jähriger hinzugehen oder als 30-Jähriger und zu sagen, ich komme jetzt aus der Berliner Startup-Bubble, ich ändere hier alles um.
Weil, was man nicht unterschätzen darf, solche Mittelständler sind oft unfassbar effizient.
Die sind oft auch viel sparsamer, als man jetzt aus der Berliner Startup-Bubble gewohnt ist.
Aber da kann man gar nicht so viele Effizienzen rausholen, weil die machen vielleicht noch sehr viel händisch.
Aber dafür sind die Menschen, die da in der Buchhaltung sitzen, machen das seit Jahren, haben sehr effiziente eigene Prozesse gebaut.
Und ich glaube, das wird oft ein bisschen...
überschätzt, wie viel man da am Ende an KI-Hebel hat.
Also ich bin da teilweise ein bisschen skeptisch.
So, also jetzt haben wir gleich schon was, was wir dann als nächstes machen.
So die Top...
Ten Serial Acquirer aus Schweden beispielsweise.
Weil das schaffen wir jetzt heute nicht mehr.
Und du hast gerade so ein schönes Stichwort gebracht, was mich irgendwie so zum Schluss bringt.
Der 25-Jährige aus der Berliner Startup-Bubble.
Jetzt sagen wir mal, der 25-Jährige aus der Hamburger OMR-Bubble, der sich so wahnsinnig viel mit Unternehmen beschäftigt, mit Stellschrauben.
Wo sieht denn der seine Perspektive?
Nächstes Jahr mit 25 machst du ein eigenes Roll-Up oder in 10 Jahren bist du Unternehmer?
So wie ja dein langjähriger Kollege Flo Adomeit, der ja dann auch in die Unternehmerschaft gegangen ist, zum Glück immer noch wiederkommt für eure Deep Dives, die wirklich großartig sind.
Aber wie ist so dein Plan?
Wenn wir mal nach vorne schauen, hast du einen Plan oder überhaupt?
Beziehungsweise irgendeine Vision, dass du sagst, naja, ist jetzt alles ganz toll, aber irgendwann willst du doch mal selber.
Unternehmer sein, all das anwenden, was du jetzt so gemacht hast in der Research.
Also ich glaube, für mich ist schon immer so ein bisschen die Frage gewesen, auch schon davor, aber auch nochmal durch Bulgarien eben geprägt, wo kann ich den meisten Impact haben?
Und gerade ist schon für mich...
einen Weg, viel Impact zu haben.
Einerseits meine Leidenschaft, die Börse.
Andererseits sehe ich auch, dass ein riesiges Problem ist mit der Rentenlücke, dass Menschen für das Alters vorsorgen müssen und das einfach nicht tun.
Und ich glaube, da habe ich schon sehr viel Impact, gerade mehr Menschen für Börse zu begeistern, für Wirtschaft zu begeistern.
Und das ist für mich sicher noch für die nächsten wahrscheinlich drei oder fünf Jahre das Ziel, das weiter auszubauen und auch zu gucken, also auch für alle, die hier zuhören, die vielleicht selbst mal in so eine Richtung gehen wollen, dass man noch mehr Personen findet, mit denen man das vielleicht auch machen kann.
Also man sagt, man holt nochmal jemanden.
ins Team, der macht vielleicht nochmal einen eigenen Podcast oder macht beim ohne Aktien wird schwer Podcast noch mehr, bringt nochmal eine eigene Gedanken und so weiter ein.
Das wäre eigentlich mein Ziel in den nächsten Jahren, das noch ein bisschen breiter zu verteilen, breiter aufzustellen und über neue Formate, neue Ideen noch mehr Menschen zu erreichen.
Das ist so, glaube ich, der erste Hebel.
Und dann wird sicher irgendwann die Frage sein, habe ich den größten Hebel, in dem ich jetzt selbst noch vor der Kamera oder vor dem Mikrofon stehe, sieben Tage die Woche oder sechs Tage die Woche oder mache ich es vielleicht nur noch einmal die Woche für ein Deep Dive oder für ein Interview.
Und mach dafür noch unternehmerisch ein bisschen mehr.
Versuch vielleicht sogar ein Roll-Up.
Aber dann bitte auch das Roll-Up an die Börse bringen.
Ich hoffe doch, ja.
Relativ schnell, sodass man am Anfang da weiß, die Lehr-Sophie Kramer, die ja auch schon hier war, die hat ja auch ein Roll-Up für bestimmte Sportthemen mit Apix.
Ja, da habe ich ja auch damals gesagt, also ich würde mich ja freuen, wenn man die Chance hätte, das als Privatanleger bei einem seriös geführten Small-Cap-Roll-Up gleich auch mit dabei zu sein.
Dafür gibt es sie ja.
eben die Börse und ihr macht sie auf jeden Fall transparent und erlebenswert, denn auch das zählt dazu.
Wenn ihr es nicht fühlt, ihr werdet es nicht erjagen, hat der alte Goethe schon geschrieben und das gilt eben auch für die Kapitalanlage.
Noah, vielen Dank, dass du das mit so viel Leben und Leidenschaft gefüllt hast hier.
Was anderes habe ich nicht erwartet.
Wir haben schon wieder ein Thema für unser nächstes Gate.
War schön, dass du da warst.
Ich hoffe, du konntest eine ganze Menge mitnehmen heute aus diesem Podcast mit Noah, wo wir ja über über so viele Themen gesprochen haben, von der Persönlichkeitsentwicklung bis zum Aktienmarktbeuteschema.
Wenn es dir gefallen hat, dann sag es gerne weiter.
Gib uns Sterne, gib uns einen Daumen hoch, lass ein Abo da und natürlich einen Kommentar.
Also gerne auch dazu, wie du unseren Plan findest, mal über Serial Acquirer was zu machen oder ob wir uns demnächst in einem Deep Dive nicht doch lieber was anderes anschauen sollen.
Und wenn du weitere Anregungen hast für Themen, für Gäste, dann schreib doch gerne eine E-Mail podcast at scalable.capital oder nimm Kontakt auf in den sozialen Netzwerken at scalable.capital oder direkt an mich at cw.röl.
Das war's für heute.
Tschüss aus Berlin.
