# Creative Coding and Generative AI Strategy

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-09-22

## Transcript

Gehen wir mal zurück ins Jahr 1960.
Warum 1960?
Weil wir heute mal wieder über Kreativität und KI sprechen.
Wir haben das Thema ja schon häufiger mal besprochen hier in diesem Podcast und haben immer mal wieder geguckt, inwiefern eigentlich die Kreativindustrie durch KI beeinflusst und möglicherweise sogar ersetzt wird.
Und heute wollen wir das Thema nochmal aufmachen, aber aus einer vielleicht etwas anderen Perspektive.
Denn 1960 gab es einen Grafiker und Informatiker namens Georg Nees.
Und Georg Nees hat an einem Computer geometrische Zeichnungen algorithmisch erzeugt und hat die dann mit einem Plotter ausgegeben.
Und das gilt vielen Wohr dann so ein bisschen als die Geburtsstunde der digitalen Kunst, also des Creative Codings.
für kreative Maßnahmen zu nutzen, eigentlich gar nicht so neu.
Wir wollen heute mal über Creative Coding sprechen, was es damit auf sich hat und was KI eigentlich für eine Rolle in Kreativprozessen einnimmt, die seit den 60er Jahren eigentlich schon von Computern auch übernommen werden.
Dafür habe ich mir natürlich einen Experten auf dem Gebiet eingeladen, einen Dozenten in dem Bereich und die Vorstellung übernimmt wie immer mit freundlicher Unterstützung von Eleven Labs unser KI-Philipp.
Philipp, let's go.
Ümit Yildiz bewegt sich irgendwo zwischen Creative Coding, KI-Kunst und der Frage, was eigentlich passiert, wenn Maschinen nicht nur effizient, sondern plötzlich auch kreativ sein sollen.
Er lehrt, experimentiert und baut mit generativer KI Dinge, die deutlich über mach mir mal ein schönes Bild hinausgehen.
Also Max, heute wird es schwierig, dich mit drei Mid-Journey-Prompts als Künstler durchzumogeln.
Frech.
Hallo Ümit, grüß dich.
Hi.
Schön, dass du da bist.
Ja, ich werde hier natürlich jetzt auch schön von KI-Philipp geroasted.
Ich würde mich ja nie als Künstler bezeichnen, aber ich mache ja auch hin und wieder so kreative Sachen mit KI.
Aber fangen wir mal an bei dir.
Du bist Dozent an der Hochschule Niederrhein für unter anderem Creative Coding.
Was machst du da?
Also einiges.
Seit 2020 bin ich Dozent und es hat sich über die Jahre halt immer entwickelt.
Python, mit Python angefangen, so kleine Algorithmen zu bauen oder mit Java.
Processing war ja noch so ein Thema.
Dann, als ich dann so in die Hochschule immer mehr drin war, habe ich ja den KI-Kurs entwickelt.
Und da haben wir das noch so mit Google Colab gemacht.
Also wo man so seine eigenen Modelle trainieren konnte anhand seines...
Trainingsmaterial, wo man noch so eigene Datasets machen konnte.
Da war LLM halt, so diese Language Models waren halt, das war gar kein Thema.
Das gab es halt nicht.
Und das war eigentlich super interessant, auch mal zu sehen für Studenten damals, wie die auch einen Teil ihrer Arbeit abgegeben haben an so einen Zufallsfaktor.
Und damit fing das eigentlich so an.
Sagte denn Georg Nes was aus meinem Intro?
Ja, ja.
Aber ich hätte noch einen Namen.
Also eigentlich eine Frau, die sogar ziemlich eine Pionierin in dem Bereich war.
Und das ist halt Vera Molnar.
Ich hoffe, ich habe das jetzt richtig ausgesprochen.
Eine französische Künstlerin, die die ersten computergenerierten Kunstwerke, ich glaube Ende der 60er.
gemacht hat.
Nes ist für mich so ein bisschen wie der Godfather von dem Ganzen, weil er gesagt hat, wir benutzen mal diese Technologie anders und sie hat es geschaffen, das mit dem Zufall zu spielen, dass so gesehen der Algorithmus Parameter verwendet.
die der Mensch nicht kontrolliert hat.
Und ich finde das super interessant, ja.
Das ist ja im Grunde genau das, was generative KI auch ausmacht.
Die Probabilistik, haben wir ja auch schon viel drüber gesprochen.
Man kann nicht vorhersagen, was KI oder so ein Large Language Model dann tatsächlich auch ausspuckt.
Alena Büx spricht vom stochastischen Papagei.
Und das wird immer gerne so ein bisschen abfällig gegenüber generativer KI gesagt, weil es ja heißt, okay, das kann ja eigentlich nur reproduzieren und auch nur Dinge reproduzieren in einer unvorhersehbaren Art und Weise.
Und deshalb spricht man ihr gerne so den künstlerischen Anspruch ab.
Aber jetzt gibt es ja durchaus dieses, was du sagtest, Code auch mal anders zu betrachten.
Also Code ist im klassischen Sinne logisch aufgebaut und füllt einen Zweck.
Aber man kann das Ganze ja mehr oder weniger zweckentfremden oder eben neuen Zweck geben und sagen, wir brauchen keine Logik.
Wir brauchen vielleicht genau diesen Zufall, um etwas Kreatives draus zu entwickeln.
Ist das so ein bisschen die Zusammenfassung von Creative Coding?
Ja, also ich würde noch hinzufügen, dass man sagt, man entwickelt das Konzept, also den Aufbau drumherum und es gibt dann so einen Parameter, den überlässt man halt dem Algorithmus.
Und natürlich, das, was wir heute haben mit generativer AI, das ist nochmal ein Quantensprung, also der komplett in eine andere Richtung geht.
Du hast ja damals auch schon angefangen mit Generative Art, also du hast ja auch vor KI oder vor generativer KI schon, sag ich mal, Kunst mit.
Computern gemacht, wenn man es so nennen darf.
Also ich habe in deiner Vita ein bisschen geguckt, da stehen große Namen drin.
Du hast mit zahlreichen Marken zusammengearbeitet.
Du hast unter anderem mit Katy Perry, Billie Eilish zusammengearbeitet.
Du hast aber auch so eins der ersten KI-Musikvideos in Deutschland mit generiert und zwar für Crow damals.
Kannst du ein bisschen von deiner Arbeit erzählen?
Wie sieht das so praktisch aus?
Also wenn ich bedenke, wie ich früher gearbeitet habe, ich habe ja früher, das ist witzigerweise, ich habe angefangen als VJ, also auf Partys habe ich dann die Visuals gemacht und dann später, als dann zum Beispiel AI mehr und mehr so ein Thema bei mir wurde, da gab es ja so Modelle wie Stable Diffusion.
Und Stable Diffusion war, ich finde, das ist immer noch so mehr Richtung Generative Coding als so generative KI, weil Stable Diffusion hatte immer noch so ein geschlossenes Modell in sich, was zum Beispiel jetzt auch nicht immer wieder gefüttert wurde, sondern man musste schon sein eigenes Dataset geben.
Und da war das halt das Thema so, ja okay, wir machen das jetzt.
Aber der muss ja da drin sein.
Und Stable Diffusion kennt Crow nicht.
Ja, dann fing das an und dann hat man halt geguckt und dann musste man halt ein Dataset trainieren und das war halt ganz witzig, weil man konnte halt irgendwie so kleine Storys erzählen innerhalb dieser Welt und das auf so eine sehr abstrakte, schon psychodelische Weise und seitdem habe ich dann immer wieder für Künstler so Tourvisuals gemacht oder Musikvideos, die in diese Richtung gingen.
Konnte man das dann günstiger produzieren, weil man die klassischen Artists dann nicht mehr brauchte?
Das Ding ist, es ist nicht so wie heute, wenn man sagt, man müsste jetzt jemanden ersetzen, sondern das war ein Beruf für sich, weil es gab nichts, was das in die ähnliche Richtung machen konnte.
Das ging einfach nicht.
Ein 3D-Artist hätte das nie so kreieren können.
Es ging mehr um was diese Technologie visuell darzubieten hat, als eigentlich wir ersetzen jemanden.
Stable Diffusion habe ich damals auch genutzt.
Es war ein sehr umfangreiches Tool, fand ich immer, wo man durchaus auch sehr viele Parameter einstellen sollte.
Also allein die Benutzeroberfläche hatte so viele Rädchen, an denen man drehen konnte, so viele Werte, die man eintragen konnte.
Und ich habe dann früh auch mal versucht, mich selbst als Datensatz zu trainieren.
Das ging mit sogenannten LoRAS, also Low-Rank Adaption Modellen.
Da konnte man dann so 20 Bilder von sich in verschiedenen Posen machen.
Im Idealfall eben nur vom Kopf, wie er leicht gedreht ist und so weiter.
Dann hat man ein Modell trainiert und dann konnte man sich quasi selbst überall einfügen.
Das war noch wahnsinnig aufwendig.
Also heute ist es vielleicht, da gebe ich ein Referenzbild von mir ein und das Bild von Napoleon und sage mal, wenn man in der Pose.
dann funktioniert das.
Aber das war mit Stability Fusion damals ein Durchbruch, oder?
Ja, auf jeden Fall.
Also ich muss sagen, als ich noch, also jetzt zum Beispiel im Fall von Crow, weil ich Crow gemacht habe, da gab es keine Loras.
Das war noch nicht da.
Und das war 2022.
Ich habe auch zu dem Zeitpunkt ein Musikvideo gemacht für die Band Bilderbuch.
Und das war ein Style-Transfer-Video mit Stable Diffusion.
Und das war super interessant, weil das dann theoretisch mit einem aufgenommenen Video war und das hast du dann transferiert.
Und ja, man hatte halt viel mehr Parameter gehabt, die sehr techy waren.
Und ich glaube, das war halt auch das Ding, weshalb ich das auch nicht so sehe, wie das hat jetzt irgendjemanden ersetzt, sondern es war für mich so eine Berufung, eine eigenständige.
die halt irgendwo auch heutzutage verloren ging.
Heute ist ein bisschen anders.
Meine Freundin arbeitet in der Musikindustrie und KI in Musikvideos ist überwiegend eigentlich ein No-Go.
Also viele Labels lehnen das mittlerweile ab, berufen sich da vor allem eben auf Datenschutz, beziehungsweise Urheberrecht, aber natürlich auch auf den Gegenwind, den es von der Öffentlichkeit gibt.
Also ich erinnere mich, vor ein paar Wochen gab es ein...
Musikvideo, ich glaube von den Ärzten oder zumindest von Farin Urlaub, das weiß ich, das ganz eindeutig mit KI generiert wurde und da sahen die Kommentarspalten entsprechend aus.
Von wegen, hey, habt ihr nicht genug Geld, vernünftige Menschen zu bezahlen, um das zu machen?
Muss das mit generativer KI gemacht werden?
Wenn man sich das mal angeguckt hat, war das alles andere als jemand, der im Thema drin ist, alles andere als einfach nur so ein One-Click-AI-Slop, der da erstellt wurde, sondern tatsächlich durchaus ein Drehbuch, was dahinter gelegen hat, die Entwicklung verschiedener Motive, das Schneiden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es deutlich weniger Arbeit bedeutet, etwas mit KI zu machen, nur weil man es im Grunde technisch unterstützt macht.
Aber kannst du da ein bisschen aus der Praxis erzählen, wie sich die Wahrnehmung von KI-generiertem Content auch verändert hat?
Also so, wie ich das jetzt gerade aktuell mitbekomme oder auch wahrnehme, ist es halt so, dass natürlich Hater hatte man immer, egal in welchem Fall.
Man hat auch damals...
haben Musiker Synthesizer gehatet.
Weil, ey, das ersetzt uns und hier und dies und das.
Queen, die Queen Alben, die frühen hatten noch den Aufdruck No Synthies, keine Synthesizer verwendet.
Genau, und später hat er ein Disco-Album in seinem Single-Album gemacht, was komplett mit Synthesizer war.
Und das Ding ist aber heutzutage ist so, wir ...
Wir sind ja aktuell in einer Lage, wo es wirtschaftlich auch gerade nicht boomt.
Das ist das komplette Gegenteil.
Und da sind Leute, die dann halt sagen, ich kann das alles komplett verstehen.
Ich bin jetzt nicht so der Mensch, der jetzt so die KI-Fahne hochhält.
Ich bin jemand, der vorsichtig ist auch mit dem Thema, weil ich weiß, wie es ist, finanziell unten zu sein.
Aber auch halt sich zum Beispiel mit Budgets rumzuschlagen.
Aber ich kenne halt die Craft dahinter, wenn man das als Craft bezeichnen kann.
Weil es ist super, super schwer, was Vernünftiges, Gezieltes damit herzustellen.
Und das ist halt gegen eine Macht anzukämpfen, die fast ...
keiner selber richtig versteht.
Selbst die Programmierer nicht.
Und das Ding ist auch, ich kann das verstehen, wenn Leute auf Instagram dann irgendwie kommentieren, ihr habt so viel Geld.
Ja, nein.
Es gibt Budgets.
Es gibt Budgets.
Wäre es so einfach, dann wäre die Welt jetzt auch nicht so, wie sie ist.
Und es gibt Budgets und die ...
Und eigentlich ist der Konsum der Menschen hat dafür gesorgt, dass immer viel Content produziert werden muss und immer wieder geliefert werden muss und keiner guckt mehr Fernsehen.
Das heißt, man guckt auch keine TV-Werbung mehr so richtig.
Und dann ist das halt das Thema.
Und ich finde es dann schade, dass wenn dann zum Beispiel eine Produktion sich da hinsetzt und jemand sich wirklich Gedanken macht über ein cooles Konzept und dann...
wird das dann gehatet.
Und ich denke mir dann, okay, wenn das richtig Slop ist, also wir reden richtig von so Low Quality, das hat jemand in-house vielleicht sogar mit wenig Erfahrung einfach gemacht, ey, kann ich komplett unterstützen.
Das ist auch Schrott.
Das müssen wir auch nicht unterstützen, dass das auch ganggeblich ist.
Weil es ist ein Tool, was man beherrschen muss.
Und natürlich, wir würden alle gerne Set-Designer holen, wir würden alle gerne Illustrator holen, wir würden das alles gern finanzieren können.
Aber es geht manchmal einfach nicht.
So, es geht einfach nicht.
Das heißt, die Technologie ermöglicht es auch, trotz knappem Budget Kultur zu schaffen, beziehungsweise Kunst zu schaffen, indem man die Personalkosten spart?
Ist das die Aussage?
Sagen wir es so, wenn es wirklich sein muss, dann ja.
Das ist dann dafür, also das ist auch meistens so der Selling Point.
Ich bin auch nicht so der Befürworter dafür, aber das ist halt so die knallharte Realität aktuell auf dem Markt.
Ich würde eher sagen, ich finde es zum Beispiel auch ein bisschen lächerlich, wenn man super realistische Szenen, die man auch wirklich in kürzester Zeit an einem Tag drehen könnte, mit AI produziert.
Ich finde...
dann heißt das eigentlich so, du benutzt das wirklich, um was zu ersetzen, wegen Kosten.
Aber wenn man etwas macht, wo man zum Beispiel sagt, okay, das geht nicht anders, das kriegen wir nicht anders hin, das hätte man nur noch so machen können, weil entweder das Budget nicht da ist und man will einfach diese Idee realisieren, dann finde ich das komplett legitim, dass man halt dann sowas wie AI benutzt, weil ...
Dafür ist das ja auch entwickelt worden, dass wir halt auch Realitäten entwickeln können, die es halt so nicht gab.
Ich finde auch, glaube ich, aktuell ist auch das, ich glaube, die Menschen sind das auch nicht gewohnt, dass jetzt plötzlich jeder so einfach so eine Technologie nutzen kann.
Weil früher war das halt nicht so.
Früher hat man ja eher auch gesagt, ja okay, da hat man sich halt einen 3Dler geholt, da hat man sich einen Kameramann geholt, da hat man sich den geholt und den geholt.
Oder allein nur für so Generative Art Kram musste man sich auch eine Person dazu holen.
Oder man musste sich da hineinfuchsen.
Und ich finde das Argument so, ja, das kann man sich alles selber beibringen, dies und das.
Find die Zeit.
Find die Zeit im Job.
Das ist es ja.
So ein 3Dler, das ist eine Ausbildung.
Dafür habe ich vollsten Respekt.
Der hat sich da Mühe gegeben, hat sich die Zeit genommen.
Das kriegt man nicht von 0 auf 100 hin.
Natürlich, wenn du dann jetzt irgendwas produzierst wie ein Hund, der tanzt und so, finde ich halt auch nicht geil, weil das ist dann keine Craft.
Aber das gab es auch schon, bevor es AI gab.
Da gab es das schon mit Photoshop oder mit anderen Sachen.
Ich würde da vielleicht widersprechen, zumindest was den kulturellen Faktor angeht, weil es gibt ja durchaus auch AI-Slop, der ziemlich unterhaltsam ist und auch ziemlich ...
viel Nachfrage generiert.
Wenn wir beispielsweise über diese Liebesgeschichten der sprechenden Früchte irgendwie nachdenken oder den Italian Brain Rot, der legendäres Meme-Potenzial in diesem digitalen Ökosystem geworden ist.
Das könnte man ja durchaus als Slop bezeichnen, weil es einfach so billig gemacht ist, aber halt teilweise auch so weird, dass es halt etwas ist, worauf man möglicherweise vorher nicht gekommen wäre oder Ich sag mal, dadurch, dass jetzt jeder imstande ist, seine weirden Ideen auch mit KI mehr oder weniger zu visualisieren, trifft man dann vielleicht hin und wieder auch mal so einen Punkt und sagt, die Idee ist richtig gut und es wird auch extrem authentisch dadurch, dass es so mies umgesetzt ist.
Wie ist deine Meinung dazu zum, ich sag mal, kulturellen Wert?
Das ist halt für mich den gleichen kulturellen Wert wie Memes.
Das ist ein Teil der Internetgeschichte.
Es ist einfach nur die Memes 2.0.
Man kann das auch sehen, wie man will.
Es gibt einen großen Teil der Menschen, die finden das amüsant und finden das witzig.
Ich habe mich auch schon daran erwischt, dass ich mal auf einem Video so hängen geblieben bin, dass ich mir das komplett durchgeguckt habe.
Am Ende des Tages denke ich mir halt so, es sind auch viele nicht so geile Messages drin.
Also gerade diese Früchte-Videos und so.
Aber Da ist zum Beispiel auch sehr viel Hate dahinter.
Also da kommentieren ja auch viele Leute auf viel Hate.
Und dennoch guckt man, wie viele Likes generiert das, wie viele Aufrufe generiert das.
Und es ist am Ende des Tages, es gibt immer noch genug Leute, denen das gefällt.
Also es gibt auch, ich hab, das war gestern, hab ich ein Video gesehen.
Also YouTube ist sehr beliebt jetzt, so irgendwie, dass da Leute alternative Geschichten zu Game of Thrones halt generieren mit AI.
Was sogar manchmal wirklich ziemlich, ziemlich gut aussieht.
Oder halt Geschichten, Prequels generieren und so.
Dann hat einer geschrieben, boah, das ist AI-Slop.
Und dann hat einer drunter geschrieben, ja, aber es unterhält mich.
Das juckt auch viele Menschen nicht.
Hauptsache es unterhält die.
Und das ist halt auch ein Faktor, den man halt bedenken muss, dass neben den ganzen Leuten ...
Weil wenn man guckt, die Kommentarspalten sind nicht meistens so lang, wie die Like-Zahlen.
Es ist halt auch, vielen Leuten gefällt das auch, was sie sehen.
Es gibt auch, natürlich, ich kann es auch verstehen, bei manchen Marken hört man dann auch, ja, ich kaufe diese Marke nie wieder, weil die hat ein AI-Video gepostet.
Die Stadt Bremen hat ein Video gemacht über AI.
Da haben viele Leute gesagt, ich werde die Stadt Bremen nie wieder besuchen.
Wo ich mir denke, ja, ist gut.
Das wirst du eh machen.
Das ist so, ja, weiß ich nicht.
Es ist ein bisschen schwierig.
Es ist gerade echt super schwierig.
Da differenziert, ich finde, man kann nicht Ja oder Nein.
auf irgendeine Seite gehen.
Man muss das kritisch und aber auch positiv zum Teil auch gucken, was ist möglich damit und aber auch welche Gefahren stecken dahinter.
Es ist natürlich auch so aufgeladen, weil die Systeme dahinter sich grundlegend erstmal an bestehendem Content bedienen.
Also egal, was dann irgendwie jemals irgendwo hochgeladen wurde.
Vermutlich auch dein Video für Crow beispielsweise.
Das ist mit Sicherheit auch schon längst Teil eines Trainingsmodells geworden.
ohne dass du vermutlich dann dafür lizenzrechtlich auch vergütet wurdest.
Und ich glaube, das ist genau das Thema, was viele auch gerade so auf die Palme bringt, wenn es um KI-generierten Content geht, weil es ja nicht nur, sage ich mal, so im Verdacht steht, Produktion einfach billiger zu machen, Menschen einzusparen, KünstlerInnen noch weniger Geld auszuzahlen, sondern auf der anderen Seite sich auch an deren bestehenden Content bedient, der eigentlich lizenziert gehört und damit natürlich auch das Künstlerhandwerk irgendwie finanziert wird.
Ich glaube, also ich kann schon verstehen, dass dadurch, dass Leute sehr anti sind, aber...
Wie nimmst du das denn wahr?
Und vielleicht kannst du auch so ein bisschen auf die Stimmung bei dir in deinen Kursen eingehen.
Du bist ja nur ein Dozent.
Wenn du dann irgendwie Creative Coding lehrst und irgendwie auch mit KI ins Spiel kommt, gibt es da auch Gegenwehr von deinen Studierenden?
Also ich muss sagen, es gibt keine Gegenwehr von den Leuten, die den Kurs besuchen.
So habe ich das immer wahrgenommen.
Sondern die, die den Kurs besuchen, die gehen da mit so einer Ehefurcht rein.
weil die nicht wissen, wie das funktioniert.
Und die wollen das natürlich auch lernen.
Oder merken die im Kurs, es ist doch nicht so einfach, wie man sich das dachte.
Es ist doch nicht so einfach, irgendwie Content zu generieren oder Material zu produzieren, der auch gut aussieht.
Und natürlich, es gibt...
Es gibt schon Gegenwehr.
Es gibt Studenten, die dann auch wirklich Negativkommentare schreiben und so ein Kram.
Aber das Ding ist meistens Bubbles.
Es sind Bubbles von, wenn ich das jetzt so sagen kann, von meistens Studierenden, die sich dann im Bereich so Illustration oder anderen traditionelleren Sachen beschäftigen.
Aber das ist genau das Gleiche wie im Internet generell.
Das ist so wie, dann gucke ich mir halt so deren Accounts an und was sie halt sonst so produzieren.
Ich sehe dann halt immer, dass da auch so ein bisschen so, ja.
auch eine Angst dahinter ist, weil entweder zum Beispiel deren Arbeiten selber nicht so gut sind oder nicht reichen und dann haben die halt Schiss und dann haben die Schiss, okay, kriege ich ja gar keinen Job und dies und das und dann lieber feuer ich diesen Hate ab, um meine Angst auch auszudrücken, was komplett verständlich ist.
Also ich habe da auch Verständnis.
Ich war ja auch mal Student, ich weiß ja, wie das war und das Ding ist halt, für mich ist dann so, dann merke ich mir aber halt so, ja, aber dann geh doch in den Dialog.
in einen normalen Dialog, anstatt dass du da Hate rauslässt.
Und ich finde das generell, das sollten alle Menschen irgendwie tun, weil es ist zum Beispiel, also ich kann es verstehen, wenn es wirklich so, wenn jetzt zum Beispiel die AfD irgendein Content produzieren würde, dann wäre ich jetzt auch, okay, ja, mach deinen Kommentar drunter.
All good.
Aber wenn es normaler Content ist oder keine Arbeit von Studenten ist und die Studenten haten das, dann ist das so halt, keine Ahnung, also selbst wir damals, als ich noch studiert habe, wir hätten das nicht gemacht.
Wir hätten trotzdem das nicht schlecht kommentiert, auch wenn es eine schlechte Arbeit gewesen wäre, einfach nur aus Respekt vor, weil wir das selber auch nicht wollen.
Ich stimme dir zu, dass Dialog erstmal der richtige oder bessere Weg ist.
Natürlich, deshalb machen wir auch diesen Podcast und sprechen ja auch mit unterschiedlichen Stakeholdern rund um künstliche Intelligenz.
Es sind ja durchaus auch Leute dabei, die unter künstlicher Intelligenz leiden, die entweder Missbrauchserfahrung haben durch mit KI generierten Inhalten oder tatsächlich ja auch Kreative.
die um ihre Jobs fürchten.
Und ich meine, dieser ganze Berufszweig, den du angesprochen hast, der war ja nie wirklich sehr sicher und sehr hart umkämpft.
Also Kunsthochschulen gehören ja mit zu den schwierigsten, wo man tatsächlich irgendwie dann auch Fuß fassen kann.
Du musst ja eine ganze Menge mitbringen, um überhaupt erst angenommen und darin ausgebildet zu werden.
Also das ist ja nicht so, dass du einfach nur ein Abi hast und dann gehst du hin, gut einen NC und dann studierst du halt Medizin oder Jura oder wie auch immer.
Du musst ja im Grunde schon Mappen vorführen, du musst ja irgendwie schon zeigen, dass du so Grundskills hast, um überhaupt aufgenommen zu werden.
Das ist sehr, sehr wichtig.
Ich glaube, mit Sportstudium zusammen wirklich wahnsinnig aufwendig, überhaupt erst mal reinzukommen.
Von daher ist vermutlich das ganze Thema auch gerade in dem Bereich einfach nochmal aufgeladener.
Gerade unter Studierenden, die ohnehin wissen, sie konkurrieren sehr stark miteinander, um, sage ich mal, keine hohen Budgets.
Und wenn jetzt noch irgendwie KI mit dazu kommt und dann gibt es auch noch Leute, die...
KI nutzen, um möglicherweise ihre eigenen Leistungen zu verbessern, kann ich mir vorstellen, dass es da durchaus Konfliktpotenzial gibt.
Natürlich, aber ich will ehrlich sagen, die Branche hat sich im Endeffekt nicht verändert.
Das ist immer noch der kreativste, der mit dem geilsten Portfolio, der kriegt immer noch die meisten Jobs.
Egal, ob mit KI oder ohne.
Das war vor KI so, das wird auch mit KI so sein.
So, das ist normal, weil zu mir haben auch manche Leute auch gesagt, jetzt auch nicht nur Studenten, auch in meinem Freundeskreis, ja, Illustratoren, die haben es jetzt voll schwer wegen KI.
Die hatten es schon vorher schwer.
Einen Illustrator-Job zu bekommen, war immer schwer.
Also ich kenne viele, die sich so spezialisiert haben in Illustrationen und die hatten es vorher schwer gehabt, einen reinen Illustrator-Job zu bekommen.
Musst du entweder ein guter Freelancer sein oder Glück haben, dass du vielleicht in einem Betrieb warst oder noch eine Agentur gefunden hast, am Ende des Tages musstest du ein Allrounder sein.
Grafikdesign, Illustration, Typo, alles Mögliche.
Am besten kannst du alles und noch irgendwie zehnmal mehr.
Und das Ding ist, ich sage ja auch, nicht jeder, der AI benutzt, ist auch dann qualifiziert, sofort bei jeder Agentur oder sonst wo, oder Produktion, einen Job zu haben, weil du musst auch gut sein.
Du musst Geschmack haben.
Das ist wie wenn du Filmen machst, weil wenn du Filmen machst und Werbung produzierst oder Musikvideos machst, dann musst du halt Geschmack haben.
Du musst einen Taste entwickeln.
Du musst kreativ sein.
Du musst Wissen verfügen.
Was gab es schon?
Was gibt es für Techniken?
Was kann ich nutzen?
Und wie gut sind denn meine Skills, die ich noch außerhalb von KI habe?
Und wie kann ich das alles kombinieren?
Wenn man das alles nicht irgendwie hat, dann am Ende des Tages, dann bringt das ja auch nichts.
Weil natürlich, KI ist trainiert auf viele Sachen, wo auch niemand gefragt wurde, dass es trainiert wurde.
Das ist, finde ich, auch nicht gut.
Weil gerade wenn man aus so Zeiten kommt wie früher, so Stable Diffusion, da musste man schon kreativ sein, da musste man seine eigenen Datensätze kreieren.
Und da ging das nicht, dass du einfach Sachen aus dem Internet gezogen hast.
Das hat man nicht gemacht.
Also ich habe es nicht gemacht.
Und ich muss auch ehrlich sagen, ich bin froh, dass ich diesen ganzen klassischen Weg der Produktion auch durchgemacht habe.
Aber halt auch den Background kenne, weil bevor ich Design studiert habe, habe ich Informatik studiert.
Und deshalb kenne ich den ganzen Algorithmus zum Teil im Hintergrund, wie der funktioniert, auch diese neuronalen Netzwerke.
Aber wenn du es sagst, egal.
Es ist genau wie mit unserem eigentlichen Gehirn.
Wenn du kein Wissen hast, dann kommt auch nichts Gescheites raus, weil du denkst, dass alles, was du dann machst, es noch nie gegeben hat.
Und dabei kopierst du eigentlich andere Menschen.
Und das tun Menschen die ganze Zeit.
Also, dass man so AI-Slop sieht, der wirklich eins, zwei von Sachen nachgemacht ist.
Weil jetzt ist ja auch gerade der Trend dieses Young Lean Video.
Oder dann diese...
so gesehen in diesen Chor reingeht hin und die tanzen dann alle, choreografieren.
Stimmt, ja, habe ich gesehen, ja.
Das ist jetzt auch so voll der Trend und das ist dann so für mich...
Verlinken wir in den Shownotes.
Also ich finde es hilarious.
Um ehrlich zu sein, ich bleibe wirklich bei diesen Videos immer hängen und denke mir, das ist so geil, das war diese virale Tanzperformance, genau, die überall wirklich lang ging, die wahnsinnig aufwendig war, auch menschlich das Ganze zu machen.
Jetzt wird das mit KI nachgebaut, mit Katzen oder irgendwie irgendwelche Luftgestaltungen.
Mit diesem Luftballon.
Unfassbar witzig.
Das ist für mich Slop.
Und ich finde, das ist frech.
Und für mich ist das, ich finde es auch frech, dass es Firmen gibt, die das halt auch damit bewerben und sonstiges.
Weil das ist so wirklich, da hat sich jemand Gedanken gemacht.
Da hat sich jemand kreative Gedanken gemacht und Sachen gedacht.
Und ich denke mir so, okay, wenn du mit AI arbeiten willst, du kannst dir auch solche Gedanken machen.
Das sind deine eigenen Gedanken.
Das ist nicht immer, dass das alles dann geklaut ist von irgendwo anders, sondern du kannst heutzutage das alles so kontrollieren, dass das wirklich, natürlich ist es trainiert von irgendwelchem Material.
Aber wir gucken uns ja auch jeden Tag Sachen an.
Ich kann doch auch mit meinem freien Willen entscheiden, dass ich dann Geld in die Hand nehme, so wie das alle ja wollen.
Oder mir einen Kameramann holen und so dies und das.
Und sogar die Kamera genau holen kann, die damals für das Musikvideo benutzt haben.
Und das gleiche shooten kann, nur anders.
Das kann ich auch machen.
Wird schwierig mit Katzen, aber ja.
Ja, ruhig mit einem 3Dler.
Kann ich mir einen 3Dler holen.
Das geht ja auch.
Okay, fair.
Aber das ist das Ding.
Und das ist so diese Logik.
Und ich versuche in meinen Kursen so ein bisschen die Aufklärung zu machen, dass eigentlich sehr viel kontrollierbar ist und dass wirklich der Kram, den die Menschen durch Studenten zum Beispiel oder Menschen oder sonst wer produzieren, dass am Ende deren Entscheidung ist, das zu produzieren und ins Internet reinzuwerfen.
Dass es keine Maschine im Hintergrund ist, die sagt, ja, das ist jetzt das beste Ergebnis, das nehmen wir mal.
Ja, okay, stimme ich dir zu.
Aber natürlich machen diese Menschen das mit Tools, die auf, man muss sagen, geklaute Material trainiert wurden.
Und das ist natürlich ein Riesenproblem.
Auf der anderen Seite.
Ist das eine ganz spannende Überlegung.
Auch Künstler, Künstlerinnen lassen sich natürlich auch inspirieren von anderen KünstlerInnen.
Und dementsprechend muss man mal gucken, inwiefern entsteht neue Kultur durch Reproduktion alter Kunst, sage ich mal.
Und wie viel ist dann im Grunde auch Eigenleistung dabei?
Und ich glaube, wenn wir das mal so kulturhistorisch betrachten, dann war das ja schon immer so, dass es neue...
Bewegungen und Strömungen gab, die auf anderen aufgebaut haben.
Und es kamen immer neue Gedanken dazu.
Und das wäre vielleicht so eine Überlegung, wenn wir das Ganze jetzt mit KI betrachten, inwiefern ist Prompting oder unser Kontext und das, was wir als Idee reinbringen, eine neue Strömung.
Wenn wir zum Beispiel an diese Videos denken mit der Tanzperformance oder Vor wenigen Wochen gab es noch diesen Trend, das Ganze mit Fast and the Furious zu machen, mit der Szene, wo er aus der Schule rauskommt.
Und dann steht sein Kollege da mit dem Auto und dann wurden die Szenen im Grunde ins Absurde verändert, auch teilweise mit politischem Kontext, also dass man tagesaktuell dann irgendwie Gags draus gemacht hat.
Dann ist doch die Idee am Ende immer noch menschlich.
Die Umsetzung erfolgt doch dann einfach mit neuen Tools und Werkzeugen.
Ja?
Also ich kann mir nur noch zustimmen, es ist am Ende des Tages immer ein Mensch da, der entscheidet, das mache ich jetzt so, das werde ich jetzt auch so ins Internet hochladen.
Und das, also es gibt den Begriff noch, ich weiß nicht, ob du den kennst, Meat Proxy.
Nee, das sagt mir nichts.
Also Meat für Fleisch.
Und das ist dann so gesehen, wenn...
der Mensch gar nichts entscheiden lässt, sondern wirklich alles, der AI macht und der ist einfach nur so gesehen, diese Finger, die das tippen.
Und das gibt es auch und das ist dann aber für mich dann so ein falscher Nutzen davon und ich finde eigentlich eher müsste es dann Kritik geben von an die ganzen großen Tech-Firmen, dass die halt das Material genommen haben, ohne zu fragen.
Weil ich finde es auch schrecklich, dass die Bücher zerstören dafür.
Weil es gibt auch KI-Unternehmen, die das nicht machen, die das einfach nur scannen.
Aber ich finde das schrecklich, weil es ist ein Teil unserer Kultur, die auch dann weggeht und die du dann theoretisch monopolisierst.
Das ist eigentlich auch nicht korrekt.
Und ich finde dann aber halt, Adobe hat es ja versucht.
Adobe hat zu versuchen gesagt, wir haben AI-Modelle, die sind komplett aus unserem Stock und so.
Aber da muss doch irgendjemand sich gedacht haben, bei Adobe, das denke ich mir immer so, der sich dann denkt, ja, was ist doch Stock?
Da wird doch alles wie Stock aussehen.
Und die Leute wollen doch eigentlich keinen Stock.
Die wollen doch cool Kram machen.
Was kann man dagegen tun?
Das kannst du nicht.
Du kannst nicht so viel Material produzieren.
dass du aus einer KI fütterst, um diese Variabilität, also dieses Unendliche an Möglichkeiten zu lösen.
Das ist halt, theoretisch, was wir gebündelt haben, ist das ganze Ding aus unserer Kultur Mensch.
Das haben wir jetzt in eine Maschine gegeben.
Das ist wiederum faszinierend, aber auch gleichzeitig super gefährlich.
Und wiederum auch, ich glaube, es ist zu neu.
Und es ging alles zu schnell.
Weil du sagst ja selber, wir hatten das in unserer Kultur schon immer, dass wir uns reproduziert haben, dass wir Sachen entdeckt haben und so.
Aber das hatte immer eine Zeit gehabt.
Das hat immer eine Zeit gehabt.
Das war ja immer eine Zeit, immer gedauert.
Von Realismus bis zum Impressionismus.
Das war ja eine Zeit.
Das waren ja Dekaden, die da vergingen.
Bis das mal jemand sich gedacht hat, okay, ich breche das jetzt mal runter.
Und jetzt ist es aktuell so, Ich glaube, wir haben noch nie so schnell Technologie entwickelt wie jetzt.
Das ist zu schnell.
Es ist zu schnell und es ist viel zu viel.
Ich glaube, wären auch noch so ein paar politische und wirtschaftliche Sachen auch nicht so passiert, wie sie passiert sind, dann ...
wäre auch das ganze Thema kein Diskussionsthema geworden, sondern man hätte das irgendwie als Technologie akzeptiert.
Und ich weiß zum Beispiel, dass die Branche aktuell, ich habe mir so das Gefühl, die Branche, die kennt den ganzen Hate, die weiß auch, was da alles passiert, aber es ist dir egal.
Weil die sagen, das ist ein Tool, es ist jetzt da, wir müssen es nutzen.
Ich glaube, man versucht ja schon juristisch irgendwie Mittel zu finden, diese Fair-Use-Policy, die dann irgendwie auch in den USA gerade rumgeistert und so.
Aber genau am Ende des Tages ist das natürlich ein Diebstahl von, wenn du so willst, geistigem Eigentum, wenn ich den Begriff jetzt mal nicht juristisch verwende.
Ich setze mich ja immer, ich sage ja immer, die Idee der VGKI müsste mal irgendwie umgesetzt werden.
Also wenn ich ein Bild generiere, muss eigentlich nachvollziehbar sein, aus welchen Trainingsdaten ich das generiert habe.
Und alle, die diese Trainingsdaten mitgefüttert haben, sollten dann einen Teil bekommen des Geldes, das im Grunde dann damit verdient wird oder überhaupt erstmal eine Entlohnung.
Und wenn das nachvollziehbar ist und wenn man möglicherweise dann auch ein Opt-out hat, dann ist das ja was ganz anderes.
Daten, mein Content auch genutzt werden darf, um irgendwie zukünftige KI-Modelle zu trainieren, dann ist es okay, aber dann markiert den als mein Content und jedes Mal, wenn jemand was damit generiert, was auf meinem Content basiert, weil er vielleicht genau zu diesem Use Case passt, dann gebt mir doch ein paar Cent.
Ich meine, da ist doch nichts dabei.
Das müsste man doch machen können, oder?
Ja, klar.
Man hätte es auch machen können mit Filmen und so, die trainiert wurden.
Die man auch machen können.
Die Möglichkeiten gibt es ja.
Nur ich habe immer wieder das Gefühl, das ist, glaube ich, das ganze US-System einfach über...
rumpelt wurde, weil es einfach wir machen das jetzt und dann gibt es Buzzwords, New Technology, blam, blam, blam und dann und jeder wollte der Erste sein und dies und das und ich glaube, das war dann so für so gesehen das ganze juristische System war einfach wirklich so, okay, wow, wir haben doch jetzt gerade mal das eine, irgendwie versuchen wir gerade zu lösen, da kommen schon wieder zehn neue Fälle.
Also wir sind ja jetzt gerade erstmal so wirklich dabei mit Deepfake.
Und dabei ist Deepfake auch total alt.
Die Deepfake-Tetronik ist eigentlich auch alt.
Die gibt es ja auch schon ewig.
Ja, ist nur eben jetzt deutlich einfacher zu produzieren, weil man eben kein Photoshop mehr lernen muss.
Nö, nö, auch so, also auch zu Zeiten, wo KI angefangen hat.
Also ich weiß noch, so für manche Pitches, die ich damals so vor so fünf, sechs Jahren, so während der Corona-Zeit noch hatte, Da wurde ich auch gefragt, kannst du auch Deepfake?
Und das war damals super komplex, Deepfake auf den Rechner aufzusetzen.
Das war auch super rechenaufwendig.
Und jetzt heutzutage gibt es ein Tool, das kann irgendwie jeder runterladen.
Und ich finde Deepfake irgendwo schlimmer.
Oder ich finde sogar eigentlich jetzt die Open-Source-Modelle alle gefährlicher als diese ganzen ...
Paid Models wie Nano Banana Pro, weil da ist ja immer noch irgendwo eine Wall dahinter, die sagt, nein, den konnte das nicht produzieren.
Nein, das konnte ich nicht produzieren.
So, diese Open Source Modelle, die sind eigentlich richtig gefährlich, weil damit kann jeder alles machen.
Ich glaube, manche Branchen, also ich will jetzt diese Branche auch nicht nennen, aber wir wissen, welche Branchen, die werden auch davon gerade überrumpelt, weil da auch wo viel Content generiert wird.
Und ich finde das, weil das Ding ist, das ist halt dann gefährlich, weil dann kannst du halt wirklich Häkchenkram mit jedem Person machen.
Und eigentlich müssten wir auch darauf auch mal gucken, weil ich finde Open Source cool.
Ich finde nur halt, es gibt keine Regulierung.
Und das ist, glaube ich, das große Problem aktuell.
Es gibt ja Unternehmen, die, sage ich mal, schon technische Guardrails drin haben.
Ich spreche da aus Erfahrung.
Ich war jetzt irgendwie letzte Woche, wenn diese Folge rauskommt, war ich...
auf einem Event, auf einer Konferenz über die Zukunft der Arbeit und da habe ich auch mit einem KI-Kunstprojekt mitgewirkt und da konnten Besucher der Konferenz eigene Bilder erstellen in so einem geführten Dialog über die Zukunft der Arbeit.
Die wurden visualisiert und dann gemeinsam auch diskutiert.
Und da ist gerade eben diese Probabilistik ist eigentlich der künstlerische Anteil, wenn man eben nicht vorher weiß, was wirft die KI raus und wie verbildlicht KI Gedanken.
Und wir haben dafür ein Modell genommen von Black Forest Labs, ja, also Fluke.
heißt das Modell und die trainieren ihre Modelle grundsätzlich ohne Nacktheit.
Darauf hast du ja angespielt.
Das heißt, selbst wenn man wollte, könnte man keine nackten Personen mit diesen Modellen generieren, weil einfach die Trainingsdaten entsprechend rausgefiltert sind.
Die sind gar nicht Teil des Trainingsmodells.
Und das finde ich einen spannenden Ansatz zu sagen, hey.
Davon kann man doch auch Open-Source-Modelle eigentlich machen, wenn du entsprechende Sachen dann rausnimmst, wenn du sagst, das gehört nicht in so einen Trainingsdatensatz, weil einfach die Gefahr zu groß ist, dass damit alles möglich erstellt werden kann.
Dann könnte man ja dadurch auch wieder darüber nachdenken.
Aber du hast recht, das ist tatsächlich eine andere Sichtweise auf Open-Source.
Du hast keine Unternehmen, die gegebenenfalls da Guardrails einziehen und sagen, das ist keine erlaubte Nutzung.
Und das ist halt auch so ein Ding.
Und ich glaub, da gucken halt zu wenige Leute auf.
Also ich find, das ist ein gutes Beispiel mit Black Forest.
Black Forest ist ja auch ...
Die haben Stable Diffusion auch erfunden.
Also ist ja auch so das Ding.
Und die sind ja auch schon lange im Game mit dabei.
Aber ...
Also diese ganzen Modelle, wo halt wirklich echt ...
Das ist so, ne?
Das ganze NSFW-Zeug da.
Das sind ja meistens diese ganzen Modelle aus ...
diese ganzen Videomodelle, die Open Source sind, da werden die halt immer genutzt.
Und das Ding ist halt so, ich finde deshalb immer noch krass, dass es da so keine Regularien gibt.
Aber es ist halt das Internet und das ist halt die Gefahr des Internets.
Und das Ding ist halt, das Internet ist damit jetzt auch übersät.
Also es hat sich alles so vermischt.
Also wenn man sich das Internet vor fünf, sechs Jahren anguckt, wie da auch Content generiert wurde, wie Content konsumiert wurde.
Und das Internet jetzt, das ist halt komplett anders.
Es ist wirklich anders.
Ich finde das krass.
Ich finde es echt krass.
Das ist so...
Mach doch einem irgendwie selber Sorgen, obwohl man so tief im Thema drin ist.
Ich kenne das auch, also gerade so unser Jahrgang, da gibt es ja viele, die irgendwie sehr nostalgisch in die frühen Zeiten des Internets zurückgucken, weil ich muss sagen, mir fällt auch immer wieder auf, so ein bisschen off-topic jetzt, aber zum Schluss, dass wir alles sofort monetarisieren.
Es gibt eigentlich keine Subkultur mehr, weil sobald irgendwas aufploppt, wird es sofort von dem Algorithmus so hart gepusht, dass du die ersten Online-Shops hast zu gewissen Sachen, du hast...
sofort irgendwie den Kapitalismus, der sich auf alles draufstürzt und versucht, Geld mitzumachen.
Und das ist echt wild.
Das ist sowas, was du in Berlin beobachten konntest mit diesen ganzen Rave-Stores, die es dann plötzlich überall gab, die aus dem Boden geschossen sind, wo du so Waveware kaufen kannst.
Und mit einmal hast du eigentlich so diese Anti-Bewegung, die Techno war, diese antikapitalistische und einfach so, ey, jeder ist, wie er ist und jeder darf kommen, wie er will, hast du komplett uniformiert, weil einfach alles irgendwie in dieses Ding.
gepresst wird.
Und das ist, glaube ich, auch etwas, was wir mit KI einfach gerade erleben, wenn Leute irgendwie Slop generieren, dann generieren sie halt auch Videos, die viel geklickt werden und Werbung einschalten.
Spotify-Songs, die hochgeladen werden können, die da einfach gehört werden.
Es wird halt immer versucht, irgendwie sofort Geld rauszupressen.
Und ich finde, dieser künstlerische Aspekt oder das eigentlich Menschliche daran, das geht halt immer mehr verloren.
Und ich glaube, das ist so im Kern auch das, was mich am modernen Internet, wenn jetzt hier die alten Leute mal vom Krieg erzählen dürfen, was mich halt total abfuckt.
Das muss ich einfach nicht einfach das total sagen.
Ja, also ich verstehe.
warum jetzt halt so Generation Z, also die nach uns, alle so mit so, ja, holen sich so Kabelkopfhörer und dann gehen die wieder jetzt mehr in die Bibliothek.
Ich habe mir erst mal gedacht, okay, das ist so ein Performative Male Ding.
Ich versuche jetzt irgendwie irgendwelche Frauen damit aufzureißen.
Aber nein, es ist so ein bisschen so eine Gegenbewegung von wieder so weg vom Internet, weil Internet ist jetzt auch viel Fake.
in die echte Welt, weil jetzt auch zum Beispiel Events wieder mehr und mehr so einen Stellenwert haben in der Gesellschaft.
Das war ja, durch Corona ist es ja runtergegangen und es ist wieder ein bisschen mehr geworden.
Und ich finde halt, du hast es ja so richtig gesagt, es ist so, der künstlerische Anspruch wird immer weniger, weil wir müssen mehr Geld machen, schneller, effizienter.
Und ich finde, das ist so schade, weil Ich komme halt aus einer Zeit mit AI, wo das für mich wirklich noch so ultra viel Techie-Arbeit war und ich mich einfach gefreut hätte, wenn ich das jetzt einfach machen könnte, was ich jetzt machen kann.
Mich auf das Kreative.
Weil ich habe mich im ...
viele Projekten, ich habe auch für Marken gearbeitet wie Bulgari und für die Installationen und so mitentwickelt.
Das war mehr Tech-Kram als, ich habe mich eigentlich gefühlt wie so ein IT-Supervisor, als eigentlich wie so ein Designer.
Und jetzt ist es aktuell für mich ja auch so, ich kann mich kreativ ausdrücken.
Und ich versuche wirklich, so gut es geht, mich nicht auf irgendwelche Sachen zu beziehen, nicht auf irgendwelche Stile zu beziehen.
Wenn ich Storyboards entwickle für meine Sachen, dann mache ich das wirklich noch per Hand.
Ich zeichne das mir selber vor, damit ich das wirklich im Kopf einmal habe.
Und dann kann ich das einmal umsetzen und dem Kunden das mal einmal mit so Frames zeigen.
Aber vorher muss ich das mir einmal aufzeichnen.
Ich muss das einmal irgendwie in meinem Kopf analog hinkriegen.
Wenn ich Research mache, dann mache ich das halt Auch wie früher halt.
Dann gehe ich, ich gucke mir Bücher an, ich gehe auf Printeress, ich mache Sachen.
Und das ist so viel Gold wert, anstatt dass ich immer, ja mach mir das und das und das, indem ich den Stil enter.
Und ich habe meistens immer das Gefühl, dass ich glaube viele Menschen, ich will das niemandem unterstellen, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass viele Menschen immer mit dem ersten Ergebnis zufrieden sind.
Weil die denken so, wow.
so schnell, dann geht das so gut.
Und eigentlich ist es da nicht so der Sinn der Sache.
Deshalb bin ich auch zum Beispiel sehr pingelig bei meiner Arbeit, aber auch zum Beispiel bei Arbeiten von Studenten bin ich sehr kritisch, weil ich will halt, dass so viel von ihnen selber da drin ist und dass die halt ...
auch ihre eigenen Erfahrungen, Eindrücke auch damit hineintun müssen, weil diese ganzen Anti-AI-Reels, die ich auch manchmal kriege, die sagen immer so, ja, Kunst, Kunst ist auch so Suffering, Kunst ist das und das, wo ich mir denke, ja, Kunst ist aber auch, ich verdiene kein Geld damit.
Kunst ist auch, ich studiere das und die Wahrscheinlichkeit, dass nur zwei Prozent davon leben können.
Und das ist so diese Romantisierung, geht mir auch schon so ein bisschen zu sehr auf.
Aber das ist halt von beiden Seiten, das ist zu viel Romantisierung.
Die Tech Bros feiern sich so überab und diese ganzen super analogen Leute, die feiern so ihr Craftmanship so übelst ab, wo ich mir denke, ja, ich glaube in unserer heutigen Zeit geht das aktuell nicht, dass man so beides ins Extrem, es sind Extreme und das ist so, ich versuche so eine Mitte zu finden.
irgendwie für mich und versucht das auch so ein bisschen so den Studenten auch beizubringen, dass eigentlich so eine Mitte aus beiden Welten wichtig ist.
Das finde ich sehr gut, das versuche ich auch, auch wenn es mir nicht immer gelingt, wie ich im Nachhinein feststelle, aber ich glaube, das ist deutlich geworden auch in dieser Podcast-Folge, Ümit, wir sind etwas über der Zeit.
Ich muss dementsprechend hier aufhören, obwohl ich mit dir jetzt noch stundenlang über Kunst sprechen könnte, über Webberrecht und über das, was eigentlich auch KI-Kunst am Ende vielleicht sogar menschlich macht und was wir dann eigentlich auch unternehmen können, um das Ganze vielleicht, sag ich mal, zum Dialog wiederzubringen, damit Menschen miteinander sprechen und eben nicht in diese Extreme verfallen, entweder Pro oder Contra-KI.
Ich danke dir auf jeden Fall sehr für deine Einblicke.
Es war sehr, sehr spannend.
Ich kann viel mitnehmen aus dieser Folge.
Vielen Dank, dass du da warst und für deine Zeit, lieber Ümmüt.
Ich danke auch, dass ich jetzt auch über diese Themen auch mal reden konnte, weil ich finde, das ist wichtig.
Es ist wichtig, dass wir darüber reden und dass das auch Gehör findet.
Auch so in einem normalen Dialog und nicht, dass zwei Personen in verschiedenen Richtungen einfach sich nur gegensprechen.
Danke dir.
Ja, liebe Leute, das ist doch mal ein interessanter dritter Blick auf die ganze Debatte.
Es gibt eben nicht nur das Schwarz-Weiße, das der menschlichen Kreativen, die im Grunde KI ablehnen und das menschlich-kreative verteidigen.
Und es gibt auch nicht nur die AI-Slot-Produzenten, die irgendwie nur Quatsch machen und möglicherweise auch gar nicht dazu imstande sind, Kreativität mit KI oder irgendeinem anderen technischen Tool vernünftig auszudrücken, sondern es gibt eben auch diese Tradition der Creative Coder.
Und das finde ich doch ganz spannend, weil die ja deutlich länger ist als generative KI.
Und dass Ümit das schön dargestellt hat als...
Generative KI so ein bisschen als Fortsetzung dieser Creative Coding Kultur, das finde ich durchaus bemerkenswert und durchaus wert, auch darüber mal nachzudenken.
So, jetzt ist es spät geworden, liebe Kollegen.
Was hältst du denn von der Folge?
Ich sag dir, ich fand es richtig erfrischend, dass wir mal den Blick in die Vergangenheit geworfen haben.
Creative Coder sind quasi die coolen Großeltern in dieser KI-Debatte.
Und Ümit hat uns klargemacht, dass KI auch nur ein neues Pinselwerkzeug im alten Atelier ist.
Fazit, ich feiere es, wenn wir Tradition und Innovation so charmant verbinden.
Ja, wenn die Kollegin das sagt, unterschreiben wir das doch alle.
Naja, wie auch immer.
Ich hoffe, ihr konntet ein bisschen was Neues lernen, konntet was mitnehmen aus dieser Folge.
Ich bedanke mich auf jeden Fall fürs Zuhören, wünsche euch eine schöne Woche.
Ich bedanke mich natürlich auch bei unserem Sponsor bei 11 Labs.
Vielen Dank für das Bereitstellen der Voice-Dateien.
Und ansonsten, ja, schönen Dienstag euch.
Bis dann.
Ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
