# Market Volatility, Crypto Resilience, and Retail Strategy

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-21

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das politische Beben nach dem Wahlsonntag, die große SpaceX-Verdopplung und den neuen Buffett bei Berkshire Hathaway.
Im Thema des Tages geht es um die Frage, warum Bitcoin steigt, auch wenn ein wichtiges Kryptogesetz gescheitert ist.
Und in der AAA-Idee dreht sich alles um einen Spritriesen aus dem S&P 500, der sein Geld eigentlich mit Pizza verdient.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Lea Oetjen aus der BELT Wirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Heute ist Montag, der 21.
September 2026 und wir wünschen euch einen unerschrockenen Start in den Tag und in die neue Handelswoche.
Erschrocken waren gestern viele über den Ausgang der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Da haben die politischen Extreme deutlich zugelegt.
Im Nordosten der Republik hat die AfD mit mehr als 38 Prozent die Landtagswahl gewonnen.
Deutlich vor Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit ihrer SPD.
Und in der Bundeshauptstadt Berlin, da ist die Linkspartei stärkste politische Kraft geworden mit rund 25,5 Prozent.
Ja, und nicht nur das.
Nach dem vorläufigen Endergebnis fliegt die CDU sogar in Schwerin aus dem Landtag raus.
Nach ersten Einschätzungen von Ökonomen könnte diese Polarisierung den politischen Druck auf die Bundesregierung erhöhen und Reformvorhaben verlangsamen.
Das klang ja gestern Abend auch schon...
phasenweise zumindest ein bisschen durch.
Und da könnte dann auch bei internationalen Investoren die Angst aufkommen, dass eine schwächere Reformdynamik die ohnehin schleppende wirtschaftliche Erholung belastet.
Aus Sicht von ING-Volkswirt Carsten Preschke zum Beispiel droht da eine Art Teufelskreis.
Eine wirtschaftliche Stagnation fördert politische Fragmentierung und politische Fragmentierung, die erschwert dann wiederum wirtschaftliche Reformen, die notwendig wären, um diese Schwäche aufzubrechen.
Er hat geschrieben, für die Märkte ist weniger entscheidend, wer die Wahlen gewonnen hat.
Wichtiger ist die Frage, ob die Bundesregierung ihre Reformagenda noch durchsetzen kann.
So wie gesagt Carsten Breschke.
Ja und dahinter steht ein großes, großes, großes Fragezeichen.
Deutschland bekommt ja nach der Wahl gestern jetzt noch mehr politische Unsicherheit.
Und Unsicherheit ist bekanntlich etwas, das die Börse nur sehr ungern mag.
Deshalb ist es durchaus möglich, dass der deutsche Aktienindex heute schwächer eröffnet.
Schon am Freitag hatte der DAX ja deutlich schwächer tendiert und war bei 25.304 Punkten aus dem Handel gegangen.
Besonders empfindlich könnten Werte aus dem Immobiliensektor heute reagieren.
Kommt es in Berlin nämlich zu einer links geführten Regierung, könnte die Verstaatlichung großer Immobilienkonzerne auf der Agenda stehen.
Und das ist in Berlin ja allen voran Vonovia.
Ja, und auch Unternehmen, die am Schuldenpaket und an der Reformagenda der Bundesregierung hängen, die könnten heute schwächer tendieren.
Denn in deren Kursen steckt ja häufig die Annahme, dass die Koalition liefert und auch durchhält.
Der einzige Trost, was den DAX angeht, ist, dass die 40 Konzerne des Leitindex ihren größten Geschäftsanteil im Ausland haben.
Das sind so ungefähr 80 Prozent des Geschäfts.
Spannender als der DAX-Stand wird diese Woche dann vielleicht auch die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen werden.
Die ist ja viel beachtet.
Am Freitag standen die bei 3,5 Prozent und waren damit in der Nähe eines 15-Jahres-Hochs.
Und wo wir jetzt hier schon von Zinsen sprechen, am US-Anleihermarkt standen die Zeichen zuletzt ja auf Sturm.
Zumindest sind sie dann nicht weiter nach oben geschossen.
Am Freitag lag die Rendite der 10-jährigen Treasury-Bonds bei exakt 5 Prozent.
Kann man sich ganz gut merken.
5 Prozent ohne Risiko sind die Messlatte, an der sich jede Aktie, jede Dividende und jede Wachstumsfantasie ab sofort messen lassen muss.
Stark beeinflusst waren die Renditen zuletzt auch vom Ölpreis.
Brent lag jetzt am Freitag immerhin bei 99 Dollar und damit unterhalb dieser psychologisch wichtigen Schwelle von 100 Dollar.
Und bei US-Öl, der Sorte WDI, da sah es ähnlich aus.
Übrigens hat die Bundesregierung am Freitagabend ja dann Tankrabatt und Spritpreisbremse beschlossen.
Kurzfristig wird das die Verbraucher in Deutschland entlasten.
Mittel- und langfristig könnte das aber den Haushalt belasten und dann auch nochmal höhere Zinsen nach sich ziehen.
Und da wären wir wieder dann bei dem potenziellen ökonomischen Teufelskreis.
Der Aktienhandel war am Freitag aber erstmal vom großen Verfallstag geprägt.
An den Terminbörsen liefen nämlich gleichzeitig Futures und Optionen auf Aktien und Indizes aus.
Mehr als 26 Milliarden Aktien wechselten in den USA den Besitzer, rund 40 Prozent mehr als im Schnitt der vergangenen zwölf Monate.
Citadel Securities beziffert das auslaufende Optionsvolumen auf rund sieben Billionen Dollar, einer der größten Verfallstage überhaupt.
Unterm Strich standen Plus von 0,2 Prozent beim S&P 500 und 0,7 Prozent beim Nasdaq 100.
Der Dow Jones gab 0,2 Prozent.
Die Mehrheit der S&P-Werte schloss allerdings im Minus nach oben getragen, haben den Index vor allem die Chip-Werte.
Hierzulande war der Freitag an der Börse eher zum Abhaken.
Der DAX verlor 1,6 Prozent und der MDAX, der gab 1,2 Prozent nach.
Der Eurostox, der war übrigens 1,4 Prozent im Minus.
Und bei den Einzelwerten, da ging es dann vor allen Dingen bei den Autobauern nach unten.
Vorzeichen waren besonders rot bei VW.
Die brachen nämlich um 5,6 Prozent ein, nachdem der Konzern die Gewinnprognose deutlich gesenkt hatte.
Als Gründe nennt das Management Wolfsburg eine milliardenschwere Abschreibung auf den Firmenwert der Porsche AG, das schwache China-Geschäft und den teuren Konzernumbau.
Im Sog verloren dann BMW.
Continental und Mercedes-Benz ebenfalls bis zu 4,8%.
Und die Porsche AG selber, auf die diese Abschreibung stattfinden muss, die standen 3,3% im Minus.
Die Gegenbewegung lief aber auch bei uns über Chips.
Infineon führte den DAX mit 2,7 Prozent an.
Noch deutlicherweise Chronic mit dem Plus von 10,5 Prozent auf knapp 77 Euro, weil die UBS den Wafer-Hersteller ein Kursziel von 120 Euro zutraut.
Und auch Jenoptik, Süßmicro-Tech und AX-Tron zogen an.
Dabei hatte Anfang der vergangenen Woche ja noch die Sorge dominiert, der KI-Ausbau könne überhitzen.
Darüber haben wir ja auch hier hinlänglich gesprochen.
Aber jetzt setzt offenbar sowas wie ein Gegenargument ein.
Mehr Sicherheitsanforderungen bedeuten demnach vielleicht möglicherweise in Zukunft auch mehr Rechenleistung und tendenziell damit nicht weniger.
Passend dazu zwei Meldungen, die zeigen, wie viel Kapital dieser Ausbau noch bindet.
Anthropic hat Investoren mitgeteilt, bis Jahresende rund 5 Gigawatt Rechenleistung verfügbar zu haben und arbeitet laut New York Times auf den Börsengang hin.
Der soll möglicherweise schon im November auffallen.
Und apropos IPO, Westinghouse Electric, Zulieferer von Reaktortechnik für Kernkraftwerke, strebt bei seinem Börsengang im Oktober eine Bewertung von mehr als 50 Milliarden Dollar an.
Der IPO von SpaceX ist zwar jetzt schon ein bisschen her, es wird aber natürlich nicht leise um den Konzern von Elon Musk.
Heute zum Handelsstart wird nämlich die Quartalsanpassung des Nestec 100 wirksam und SpaceX steigt damit von rund 1,28% Indexgewicht auf 2,82%.
Das schließt jetzt eine Lücke, die zuletzt ja wirklich schon so ein bisschen absurd war.
Nach Börsenwert ist SpaceX ja mehr als 2 Billionen Dollar wert und damit das siebtgrößte Unternehmen des Index.
Beim Gewicht lag es allerdings bislang nicht einmal unter den Top 20.
Der Grund war...
Wir hatten auch hier ja schon hinlänglich drüber gesprochen, waren diese Lock-Up-Fristen nach dem Börsengang im Juli.
Da war ja ein Großteil der Aktien einfach nicht handelbar.
Mehr als 200 Produkte bilden den Nasdaq 100 ab, darunter der 482 Milliarden Dollar schwere QQQ.
Die müssen heute alle kaufen, ob sie wollen oder nicht.
Ja, was war sonst noch wichtig?
Es gibt Neuigkeiten aus Omaha.
Warren Buffett gibt jetzt auch seinen Posten als Chairman.
von dem Verwaltungsrat von Berkshire Hathaway ab.
Sein Nachfolger wird sein Sohn Howard.
Damit endet eine Ära von rund sechs Jahrzehnten an der Spitze des Konzerns.
Es ist allerdings etwas, was die Aktionäre eher emotional als operativ betrifft, denn der Chairman Posten im Verwaltungsrat von Berkshire, der ist ja eher so eine Art symbolische Figur als Hüter der Unternehmenskultur und hat mit dem operativen Geschäft nichts mehr zu tun.
Zum Schluss noch der Blick auf Krypto.
Da war am Wochenende nämlich eine richtige Party angesagt.
Bitcoin legte um gut 6% zu auf 81.097 Dollar.
Ether sprang um 7,3% und dazu gleich aber ausführlich noch mehr im Thema des Tages.
Okay, machen wir schnell noch die Termine.
Da ist heute am Montag ein bundesweiter Automobilaktionstag der IG Metall.
Kapitalmarkttag bei der Societe Generale.
Es kommt der Monatsbericht der Deutschen Bundesbank und außerdem...
beginnt für die griechische Börse heute ein neues Kapitel.
Nach dem Absturz während der Schuldenkrise kehrt sie nun viel früher als erwartet in die Liga der Industriestaaten zurück.
Denn die großen Indexanbieter FTSE Russell, S&P Dow Jones und Stocks stuften Griechenland ab heute vom fortgeschrittenen Schwellenmarkt zurück wieder zum entwickelten Markt.
Und am Dienstag gibt es dann Quartalszahlen von TUI, Halbjahreszahlen von Kingfisher.
Am Mittwoch folgen die Jahreszahlen von KWS Saat, der OECD Wirtschaftsausblick.
Und am Abend, da findet die Entwicklerkonferenz Meta Connect statt.
Da gibt es möglicherweise Neuigkeiten zur KI-Brille von Meta.
Am Donnerstag gibt es dann die Quartalszahlen von H&M und von Costco.
Es kommen die Jahreszahlen von Verbio und der IFO Geschäftsklimaindex.
Und die Woche endet dann am Freitag mit Finance 26 mit uns.
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Das Thema des Tages.
Lea, vergangene Woche ist ja etwas Spannendes passiert.
Ja, ich weiß, vergangene Woche ist jede Menge Spannendes passiert.
Aber eben auch am Kryptomarkt Spannendes.
Eigentlich hätten da Bitcoin und andere Coins ja fallen müssen, denn der Clarity Act ist gescheitert.
Und auf diesen Clarity Act, da hatte ja die Kryptoszene große Hoffnung gesetzt.
Der Clarity Act ist ja ein Gesetz, das in den USA eigentlich klare Regeln für den Kryptomarkt schaffen sollte.
Daher auch der Name Clarity.
Im US-Senat wurde aber eine Vorabstimmung über diesen Clarity Act jetzt abgehalten und dabei ist das Gesetz durchgefallen.
Trotzdem sind Bitcoin und viele Kryptowerte aber gestiegen.
Bitcoin hat auf Wochensicht um 7% zugelegt, Ether um 10%, Solana um 14% und Zcash sogar um knapp ein Drittel.
Ja, das sind wirklich teilweise kräftige Anstiege gewesen, gerade auch im Altcoin-Bereich.
Da scheint jetzt ein Gesetz, auf das die Branche große Hoffnung gesetzt hatte, einfach nicht mehr so wichtig zu sein.
Das hat viele irritiert, aber offensichtlich bewertet der Markt die Bedeutung des Clarity Act inzwischen anders, als das noch vor einigen Wochen oder Monaten der Fall war.
Die Abstimmung, die war deshalb zwar ein politischer Rückschlag in den USA, aber eben kein so großer Schock.
Außerdem...
Sehen viele Investoren darin auch eher eine Verzögerung als das endgültige Aus des Gesetzes.
Der Markt hat erkannt, dass die US-Börsenaufsicht SEC und die Terminmarktaufsicht CFTC bereits heute deutlich kryptofreundlicher auftreten als noch vor vielen Jahren.
Einige Analysten argumentieren sogar, dass viele regulatorische Fortschritte inzwischen über die Behörden und weniger über den Kongress hinaus kommen.
Deshalb blieb die große Panik entsprechend auch aus.
Ja, und wenn es nicht der Clarity Act war, der vergangene Woche die Kurse beeinflusst hat, was war dann der eigentliche Kurstreiber für den Kryptosektor in der vergangenen Woche?
Und der ist momentan eher in der Makroökonomie zu verorten, denn die jüngsten Kulturdakten für die USA, die waren so, dass die Angst vor weiteren starken Zinserhöhungen erstmal wieder aus dem Markt ausgepreist wurde.
Im Wesentlichen rechnen die Marktteilnehmer jetzt nur noch mit einer weiteren Zinsanhebung der FED.
Jetzt könnt ihr euch natürlich fragen, was hat das jetzt mit Bitcoin und Krypto zu tun?
Kryptowerte reagieren inzwischen ja oft wie hochsensible Liquiditätsindikatoren.
Wenn Anleger glauben, dass Geld künftig wieder günstiger wird oder zumindest nicht teurer, dann kehren sie zu Investments zurück, die mehr Risiko beinhalten, aber eben auch größere Chancen bieten.
Die jüngste Bitcoin und Crypto Rally reagiert also vor allen Dingen auf die veränderten Zinserwartungen.
Und auch wenn sich die Fed unter Kevin Walsh relativ restriktiv gegeben hat, dann haben sich diese Erwartungen kurzfristig schon wieder aufgehellt.
Das hat zum Beispiel ja auch mit der Entspannung am Ölmarkt zu tun.
Es gibt aber noch einen zweiten Faktor, die ETF flows, also das Geld, das in die ETFs hinein oder aus ihnen herausfließt.
Die war nach dem Scheitern des Clarity Acts negativ.
Das heißt, Anleger haben zunächst Geld abgezogen.
Gegen Ende der Woche ist da aber dann wieder Kapital in die ETFs hineingeflossen.
Allein am 18.
September sind 419 Millionen Dollar in die beiden Bitcoin-Fonds von Fidelity und BlackRock geflossen, die als Indikator für institutionelles Kapital gelten.
Fassen wir also zusammen.
Der Clarity Act, das wäre ein Bonus gewesen.
Wichtiger für die Kurse am Kryptomarkt ist aber billiges Geld oder zumindest die Erwartung von billigem Geld, auch wenn das vielleicht erst 2027 zum Tragen kommt.
Wenn sich jetzt diese Erwartung des billigen Geldes verbessert und die Anleger zugleich sehen, dass SEC und CFTC auch ohne Clarity Act einen kryptofreundlichen Kurs verfolgen, dann hilft das dem Markt.
Solange diese Fragen überwiegend positiv beantwortet werden, kann Bitcoin auch ohne ein neues Gesetz steigen.
Bitcoin wird inzwischen weniger von Kryptoschlagzeilen allein bewegt als vom klassischen Risk-On bzw.
der Risk-Off-Bewegung.
Ja, und zuletzt war da eben eindeutig Risk-On angesagt.
Der Nesdaq 100, der ist auf Wochensicht ja auch um 2,6 Prozent gestiegen.
Risk-On und genau dies hat Bitcoin und Co.
geholfen.
Daniel, sag mal, kannst du die größten Pizzaketten der USA aufzählen?
Nee, Lea, da hätte ich wirklich allergrößte Mühe, muss ich sagen.
Also Dominospizza, ja.
Und Pizza Hut, Pizza Hut, die gehören bestimmt auch dazu.
Aber sonst, keine Ahnung.
Das ist schon mal richtig.
Dann kommen Little Caesars und Papa John's.
Und auf Platz 5, jetzt.
Dürfst du dich vielleicht überraschen, hast du vielleicht in dem Kontext noch nicht so oft gehört.
Das ist nämlich eine Tankstelle, eine Tankstellenkette.
Casey's General Stores.
Eine Tankstelle?
Ja, eine Tankstelle.
Das Unternehmen wurde 1968 in Iowa gegründet und zählt inzwischen fast 3000 Filialen in 19 Bundesstaaten.
Die meisten in Orten und mit unter 20.000 Einwohnern.
Also damit genau dort, wo sich niemals eine große Pizzakette ansiedeln würde.
Und da kannst du nicht nur tanken, da gibt es in jeder Filiale auch eine Küche mit frischem Pizzateig.
Und das ist nicht nur so nebenbei, das ist der Kern des Geschäfts.
Die Leute kommen, um zu tanken, lassen aber viel Geld in der Station.
Im ersten Quartal lag die Marge auf zubereitete Speisen bei 59,3 Prozent, rund 130 Basispunkte mehr als im Vorjahr.
Über das gesamte Innengeschäft sind es 42,2 Prozent.
Die Pizza trägt den Laden, kann man sagen.
Ja, und trotzdem ist die Aktie nach den aktuellen Zahlen Anfang September um etwa 14 Prozent eingebrochen.
Sie notiert aktuell bei rund 579 Dollar und damit mehr als ein Drittel unter ihrem Rekordo vom Juni.
Schauen wir uns mal an, was da abgestraft wurde.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 7,37 Dollar.
Erwartet hatten die Analysten 6,68 Dollar.
Der Umsatz stieg um 24,3 Prozent.
Der Nettogewinn stieg um 27,1 Prozent auf letztlich 273,7 Millionen.
Die vergleichbaren Innenumsätze legten um 3,2 Prozent zu.
Bei Benzin, da sank die verkaufte Menge sogar leicht.
Der Gewinn stieg dagegen trotzdem um 19,6%.
Ist absolut klar warum?
Wegen der höheren Spritpreise auch in den USA.
Ja, ihr merkt es aber vielleicht schon, das ist eigentlich kein Quartal, für das eine Aktie um 14 Prozent einbrechen müsste.
Aber zwei Dinge haben den Kurs trotzdem gedrückt.
Das erste ist Haus gemacht.
Casey's baut nämlich die übernommenen Sefco-Tankstellen um.
Und dafür machen die Läden vier bis sechs Wochen einmal dicht, weil eben Küchen eingebaut werden.
Das hat den Innenumsatz schon im ersten Quartal gebremst und der Effekt zieht sich sogar jetzt bis ins dritte Quartal.
Ja, das zweite Problem, das hat mit Casey's...
Selbst weniger zu tun.
Anleger sind in den vergangenen Monaten bereits aus dem ganzen Konsumsegment geflohen.
Aus Sorge vor dem Zustand des amerikanischen Verbrauchers.
Die frischen Daten sprechen allerdings dagegen, dass man sich da allzu sehr Sorgen machen muss.
Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im August um 1,2 Prozent.
Erwartet worden waren da 0,7 Prozent.
Also es war besser als gedacht.
Und bereinigt um Autos, Benzin und Gastronomie war es der stärkste Zuwachs seit fast zwei Jahren.
Entsprechend optimistisch sind auch die Analystenhäuser, was Casey's betrifft.
William Blair hat die Aktie auf die hauseigene Conviction List gesetzt.
Der Ausverkauf sei viel zu weit gegangen, heißt es da.
Jeffreys bleibt beim Kaufen mit 1.040 Dollar Kursziel.
Raymond James hat auch hochgestuft, allerdings nur mit einem Kursziel von 750 Dollar.
Die Bank of America hält auch am Kaufen fest mit einem Kursziel von 875 Dollar.
Lassen wir das mal zu Gemüte führen.
Eine Spanne von 750 bis 1040 Dollar ist natürlich schon eine echte Ansage.
Die Profis sind sich da einfach nicht einig.
Und damit zu den Risiken.
Erstens die Bewertung.
Selbst nach dem Absturz zahlt ihr für die Aktie gut das 24-fache des für 2028 erweiterten Gewinns.
Ihr seht, da wird schon sehr viel Zukunftsmusik eingepreist und das, obwohl die Aktie ja gerade mal vorgeführt hat, wie empfindlich sie reagieren kann.
Ja, zweitens ist das Wachstum ein Stück weit per Zukauf generiert.
Casey's kauft aktuell gerne margenschwächere Ketten und zieht sie dann aufs eigene Niveau hoch.
Je schneller expandiert wird, desto mehr Baustellen laufen allerdings gleichzeitig.
Und drittens zieht der Benzinpreis an, bleibt den Kunden weniger Geld, um das dann letztlich für Pizza drinnen auszugeben.
Und gerade dieses Geschäft ist für Casey's...
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA-at-Welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und unheimlich viele von euch haben mir am Freitag eine Nachricht hinterlassen, und zwar zu meinem Geburtstag.
Und weil ich es gar nicht schaffe, allen zu antworten, hier jetzt einmal für alle.
Vielen Dank, ich habe mich wirklich sehr über eure Nachrichten gefreut.
Ja, ich habe auch gratuliert übrigens.
Ich war auch einer derjenigen, die auf verschiedenen Kanälen gratuliert hat.
Aber zur Samstagsfolge, da gab es jede Menge Feedback.
Und da war zum Beispiel Sebastian, der schrieb, Zitat, super Gast, nicht am Doomen, dafür aber so ruhig und entspannt, dass es so etwas bei AAA gibt.
Ja, Zitat Ende.
Tja, kannst du mal sehen.
Lieber Sebastian, wir sind immer für Überraschung gut.
Und wenn ihr auch weitere Überraschungen nicht verpassen wollt, dann kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
