# AI Energy, Luxury Real Estate, and Autonomous Mobility Trends

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-09-18

## Transcript

Ein Sohn vom LVMH-Gründer ist die neue Hoffnung von Nike.
Geothermie ist die neue Hoffnung für KI-Energie.
Und in New York mieten immer mehr reiche Menschen Wohnungen, statt sie zu kaufen.
Wie kommt es zu dem Trend und wer profitiert davon?
Das klären wir gleich.
Ich bin Christoph Damm, heute ist Freitag, der 18.
September und ihr hört Ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen, mit Trading Flatrate, Krediten, Portfolioanalysen und der hauseigenen European Investor Exchange, die genau auf Privatanleger zugeschnitten ist.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Gestern sind die Ölpreise und auch Anleiherenditen gefallen.
Das hat schon gereicht, dass es ein bisschen besserer Tag für die Aktienmärkte war, vor allem für Tech-Aktien.
Und da gab es auch einen spannenden Deal von Generic.
Das ist ein US-Hersteller von Notstromgeneratoren.
Der liefert Amazon über die nächsten Jahre Generatoren für dessen Rechenzentren im Wert von bis zu 8 Milliarden Dollar.
Das ist für Generac krass, denn die Firma hat letztes Jahr insgesamt nur ein bisschen mehr als 4 Milliarden Dollar Umsatz gemacht.
Teil des Deals ist auch, dass Amazon das Recht kriegt, Generac-Aktien zu einem festen Kurs zu kaufen.
Einen kleinen Teil sofort, den Rest nach und nach, je nachdem, wie viel Amazon bei Generac bestellt.
Ähnliche Deals haben wir ja oft gesehen, wenn die Tech-Giganten Chips bestellen und sich dann an den Firmen beteiligen.
Die Generac-Aktie ist danach um die 20 Prozent gestiegen.
Zusammenarbeiten werden auch der US-Elektroautobauer Lucid und die europäische Mobilitätsplattform Bolt.
Die beiden wollen selbstfahrende Fahrdienste in Europa aufbauen.
Bolt will dafür 25.000 vollautonome Lucid-Fahrzeuge in europäischen Großstädten einsetzen.
Langfristig, also bis 2035, will Bolt seine autonome Flotte dann auf 100.000 Fahrzeuge ausbauen.
Die Lucid-Aktie ist deshalb um die 5% gestiegen.
Eine ganz spannende Entwicklung, dass der Robotaxi-Markt in Europa gerade Fahrt aufnimmt.
Es geht nicht mehr nur um Test-Pilot-Projekte, sondern immer mehr um echten kommerziellen Betrieb.
Unter anderem fährt die Alphabet-Tochter Waymo gerade mit Testfahrzeugen durch München und will dort Ende 2027 einen kommerziellen Fahrdienst starten.
Bleiben wir kurz bei Autos.
General Motors baut sein Rüstungsgeschäft aus.
Der Autobauer liefert jetzt Bauteile für die Patriot-Raketen von Lockheed.
Das Pentagon hat Lockheed gedrängt, die Produktion massiv hochzufahren.
Das Problem, viele Teile sind quasi Handarbeit und kommen von ausgelasteten Zulieferern.
GM hat die Bauteile, die sonst Monate dauern, in drei Wochen geliefert.
Die Aktie von GM hat gestern um die 5% zugelegt.
Ein IPO im Rüstungsbereich könnte dafür nochmal verschoben werden, nämlich der vom deutsch-französischen Panzerbauer KNDS.
der unter anderem den Leopard 2 baut.
Der Börsengang sollte eigentlich Deutschlands größtes Börsendebüt des Jahres werden und auch schon im Sommer stattfinden.
Da wurde der IPO wegen des schlechten Marktumfelds abgesagt.
Jetzt sollte es einen neuen Versuch geben, aber der Markt für Rüstungsaktien ist offenbar immer noch zu schwierig.
Konkret sieht man das ja auch an Rheinmetall.
Die Aktie hat in diesem Jahr schon um die 30 Prozent verloren.
Die KNDS-Eigentümerfamilie hat es aber auch gar nicht eilig, damit sich der Gang an die Börse für sie lohnt.
Und soll die Bewertung über 15 Milliarden Euro liegen.
Ob es noch einen dritten Versuch in diesem Jahr gibt oder dann erst wieder 2027 steht noch nicht fest.
Dann noch zwei US-Meldungen.
Eine spannende Personalie gab es bei Nike.
Die haben nämlich Alexandre Arnaud in den Aufsichtsrat geholt.
Der Name sagt es auch schon.
Das ist ein Sohn von Bernard Arnaud, dem Milliardär hinter LVMH.
Und der 34-Jährige ist aktuell die Nummer zwei in der Wein- und Spirituosensparte von LVMH.
Nike kämpft ja schon lang mit der Krise und die Aktie steht auf dem tiefsten Stand seit zwölf Jahren.
Arnaud hat sich bei LVMH einen Namen damit gemacht, Marken wieder aufzupäppeln.
Zum Beispiel den Kofferhersteller Rimowa, den er zu einer hochpreisigen Modemarke entwickelt hat.
Die Nike-Aktie hat kurz positiv darauf reagiert, am Ende hat sie sich aber kaum bewegt.
Und eine spannende Regulierungsnews noch.
Die Börsenaufsicht SEC hat gestern den Weg für sogenannte tokenisierte Aktien freigemacht, also für digitale, auf der Blockchain abgebildete Rechte an echten US-Aktien.
Damit könnte man dann theoretisch rund um die Uhr handeln und die Aktien leichter mit anderer Blockchain-Infrastruktur verknüpfen.
Die Ausnahme von der SEC gilt jetzt aber erstmal nur für fünf Jahre und sie hat zwei Bedingungen.
Erstens müssen Tokenbesitzer die gleichen Rechte haben wie echte Aktionäre, also zum Beispiel Dividenden und Stimmrechte.
Und zweitens können Firmen widersprechen, wenn sie nicht wollen, dass ihre Aktie als Token gehandelt wird.
Deswegen war die Robinhood-Aktie gestern auch leicht im Plus.
Eine krasse Bewegung gab es im Abschluss noch bei Billfinger.
Die Aktie ist um 20 Prozent abgestürzt.
Seit Jahresbeginn hat sie sich damit fast halbiert.
Billfinger ist ein Industriedienstleister und der kümmert sich für große Konzerne um Wartung, Instandhaltung und auch den Bau von Industrieanlagen.
Vor allem in den Bereichen wie Energie, Chemie und Pharma.
Billfinger hatte eigentlich auf ein starkes zweites Halbjahr gehofft, unter anderem durch den Wiederaufbau im Nahen Osten.
Aber weil der Iran-Krieg länger dauert als gedacht, halten sich die Kunden mit Investitionen zurück.
Deshalb hat Billfinger auch seine Gewinnerwartung für 2026 deutlich gesenkt.
Mit einem Sparprogramm will Billfinger jetzt gegensteuern.
Unter anderem werden 1500 Jobs gestrichen.
Kaufen statt Mieten, das ist das Motto bei vielen reichen New Yorkern.
Wie es zu diesem Trend kommt und welche Firma davon profitiert, das sagt euch Pascal.
Um 35 Prozent auf durchschnittlich über 17.000 US-Dollar pro Monat sind die Mieten für Luxuswohnungen in New York im letzten Jahr gewachsen.
Während der neue New Yorker Bürgermeister Soran Mandani Mietpreise für sozial schwache Bürger einfriert, explodieren die Preise für die Top 10 Prozent Mietwohnungen.
Denn immer mehr reiche New Yorker mieten, anstatt zu kaufen.
Das liegt daran, dass weniger Luxus-Immos auf den Markt kommen oder Makler verkaufen nur über Kontakte.
Deshalb lohnt sich ein Blick auf den New Yorker Immobilienmarkt und paar Profiteure sind auch börsennotiert.
Ein direkter Profiteur ist die fast 8 Milliarden Dollar schwere New Yorker Tech-Firma Compass.
Nach eigenen Angaben sind sie nach dem Zusammenschluss mit Anywhere Anfang 2026 die größte Immobilienbroker-Plattform der USA.
Compass ist also quasi der Markt für Immobilienverkäufe und Vermietungen.
Die teuerste Mietwohnung auf Compass liegt aktuell bei 250.000 US-Dollar pro Monat in der Park Avenue im Midtown Manhattan.
Für Compass ganz lukrativ, denn verkauft oder vermietet ein Makler auf der Plattform, bekommt Compass im Durchschnitt rund 18% der Maklergebühr.
Neben hohen Gebühren gibt es außerdem viel Wachstum.
2025 haben sie das Christie's International Real Estate Franchise für 444 Millionen Dollar gekauft.
Damit ist Compass noch mehr in den Luxusmarkt eingestiegen.
Und die Firma wächst schneller als der Markt.
Von 2024 auf 2025 sind die aktiven Makler auf der Hauptplattform von rund 17.800 auf 21.200 gestiegen.
Mehr Makler bedeutet auch mehr Transaktionsvolumen.
Aber Compass ist natürlich keine reine New Yorker Wette und auch noch kein sehr profitables Business.
Spannender können also Reads sein.
Fairerweise verdient man mit Bürogebäuden aktuell noch mehr Geld.
Deshalb gibt es keinen reinen Luxus-Read.
Aber die drei größten New Yorker Ableger sind SL Green Realty, Vornado Realty Trust und der wohl bekannteste, der Empire State Realty Trust.
Von dem hat euch Noah in der Folge vom 28.
März 2025 ja schon erzählt, wie profitabel die Aussichtsplattform auf dem Empire State Building ist.
Aber mit The Victory in den Hudson Yards und einem weiteren Gebäude in der 94.
Straße hat auch der Reed 625 vermietete Wohneinheiten.
Natürlich mit Concierge, Fitnessstudio und so weiter.
Gleiches gilt für SL Green Realty mit Olivia in der Nähe der Penn Station und einem Gebäude im Financial District.
Nur Vonado Realty Trust tanzt aus der Reihe.
Statt vermieten ist Verkaufen hier ein Thema und das ziemlich direkt auf der Billionaires Row südlich des Central Parks.
Dort hat der Reed einen Turm mit 70 Stockwerken gebaut und die Wohnungen verkauft.
Insgesamt fast 3,5 Milliarden Dollar Umsatz.
238 Millionen Dollar kam von Ken Griffin für die teuerste Wohnung ever.
Aber Wornado stagniert in den letzten Jahren beim Umsatz, weshalb auch die Bewertung zwischen 6 bis 7 Milliarden Dollar klebt.
Vor Corona waren es zeitweise mal an die 13 Milliarden Dollar.
Helfen soll deshalb der neue Penn Station District, den Wornado entwickelt, und der strategische Wechsel von Officeflächen auf Wohngebäude.
An der 8 Avenue entsteht ein Mietturm mit 475 Einheiten.
Steigen die Mietpreise weiter so, kann sich der Wechsel von Verkauf zu Vermietung für Vornado auszahlen.
Alle großen Häuser sind in New York.
Und um New York kommst du eigentlich nicht drum herum.
Das ist eben hier, das ist so der wirtschaftliche Puls der Welt.
Google hat vor zwei Wochen einen riesigen Energiedeal unterschrieben.
Fervo Energy soll ab 2028 fast 400 Megawatt Strom liefern.
Genug für eine mittelgroße Stadt.
Und der Strom kommt aus Geothermie.
Und bei Geothermie geht es ja darum, die Hitze aus der Erde als Energie zu nutzen.
Das ist spannend, weil der Strom emissionsfrei ist und trotzdem rund um die Uhr fließt.
Bei Wind und Sonne ist das ja nicht so.
Und ein Rechenzentrum braucht aber auch um 3 Uhr nachts im Januar Strom.
Normalerweise funktioniert Geothermie nur dort, wo Hitze, Wasser und durchlässiges Gestein natürlich zusammenkommen, also meistens in vulkanisch aktiven Regionen wie zum Beispiel in Island.
Fervo hat sich aber vom Fracking inspirieren lassen.
Bord 2 über drei Kilometer tiefe Löcher bricht das Gestein dort auf und schickt dann Wasser durch die künstlich geschaffenen Risse.
Das Wasser kommt dann bei über 200 Grad wieder an die Oberfläche, treibt eine Turbine an und wird danach wieder in den Boden zurückgepumpt.
Durch die Technik kann Ferwo seine Geothermieanlagen an viel mehr Orten bauen und nicht wie andere nur an Stellen, wo Erdenergie natürlich an die Oberfläche kommt.
Und eben auch in Utah, da entsteht gerade in der Wüste eine Anlage, die laut Experten später knapp 4 Gigawatt Kapazität liefern könnte und die soll dann unter anderem eins von Googles Rechenzentren versorgen, das auch in Utah gebaut werden soll.
Fervo hat schon in den Anfangsjahren erkannt, wie wichtig die richtigen Grundstücke sind und im Westen der USA sich Geothermierechte gesichert.
Insgesamt über 2400 Quadratkilometer.
Damals hat die Firma im Schnitt nicht mal 10 Cent pro 100 Quadratmeter bezahlt.
Heute werden laut CNBC für vergleichbare Flächen ca.
10 Dollar ausgegeben, also mehr als das Hundertfache.
Und Fervos Landrechte wären damit knapp 240 Millionen Dollar wert.
Auch wenn das ein scheinbar gutes Investment war, reicht das allein aber noch nicht aus, um den 4,5 Milliarden Dollar Börsenwert von Fervo zu erklären.
Ein Teil der Juta-Anlage ist schon fertig und soll nächsten Monat ans Netz.
Das wäre dann das erste Mal ever, dass diese neue Geothermietechnik tatsächlich richtig kommerziell genutzt wird.
Google und auch andere Unternehmen wie Shell hatten schon vorher Verträge mit Fervo.
Allein mit denen kommt man auf einen Auftragsbestand von 7 Milliarden Dollar für fast 700 Megawatt.
Beim Google-Auftrag ist der Preis zwar nicht bekannt, bei gleichen Bedingungen wäre man aber bei 4 Milliarden Dollar.
Die Verträge laufen jeweils 15 Jahre ab Lieferbeginn, wären also frühestens Anfang 2040 durch.
Fervor ist aktuell zwar noch unprofitabel, wenn wir aber davon ausgehen, dass sie längerfristig auf ähnliche Margen wie Konkurrent Ormet Technologies kommen, die machen mit klassischer Geothermie im Schnitt 10% Nettomarge, dann wären wir mit den bestehenden Verträgen bis 2040 zusammengenommen bei über einer Milliarde Dollar Nettogewinn.
Das klingt viel aufs Jahr gerechnet, wären es aber nur gut 70 Millionen Dollar.
Der Börsenwert ist fast das 70-fache davon.
Es braucht also noch viel mehr Aufträge, um ein Investment attraktiv zu machen.
Und ein Problem gibt es da auch noch.
Beim letzten Quartalsbericht hat das Management gesagt, dass sie nächstes Jahr nur um die 80 Millionen Dollar Umsatz erwarten, weil es ein paar Probleme mit dem Stromanschluss gibt.
Sowas kann bei so einer frühen Technologie immer mal passieren und dann auch die Aktie treffen.
Das ist auch ein Grund, warum die Aktie seit dem Börsengang vor vier Monaten knapp 60 Prozent verloren hat.
Wie warm kann es an der Oberfläche der Sonne werden in Grad Celsius?
Oh mein Gott, also jetzt bleibe ich mich aber hart.
500 Milliarden Grad.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Wir hören uns morgen schon wieder.
Da hat Noah einen Deep Dive mit Thomas Stierle aufgenommen.
Der ist Vorstand vom E-Auto-Business bei Schaeffler.
Es geht um die Krise der deutschen Autobranche, wie so uns China so oft überholt, aber auch um Chancen.
Zum Beispiel bei humanoiden Robotern.
Hier noch wie immer ein kleiner Vorgeschmack.
Also wir haben in den letzten zwei Jahren im Bereich E-Mobilität in China kein Projekt gemacht, was mehr als zwölf Monate ging.
Das heißt also vom LOI, also Letter of Intent, bis zum SOP immer zwölf Monate oder weniger.
Das geht mit den Prozessen unserer traditionellen Kunden in Europa, aber auch in Amerika oder auch selbst in Korea, Indien, das geht so nicht.
Na klar gibt es immer das Thema, ja, ich nenne es jetzt mal Copycats und so weiter.
Ein Beispiel, ich war auf der Beijing Motor Show im April und habe unser Koaxialgetriebe, was ich vorhin erwähnt habe, ich habe das an so vielen Stellen gesehen, ich habe gesagt, das verkaufen wir doch gar nicht so viel an die verschiedenen Hersteller, bis ich festgestellt habe, das ist gar nicht von uns.
Und natürlich tut das auch weh, das zu sehen.
