# SEC Tokenization, AI Infrastructure, and Market Volatility

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-18

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über billigeres Öl aus Saudi-Arabien, ein Absturz bei Billfinger und Notstromaggregate als KI-Wette.
Im Thema des Tages erklären wir euch, warum ihr bald rund um die Uhr handeln könnt und wer davon wirklich profitiert.
Und in der AAA-ID stellen wir euch Anleihen vor, mit denen ihr entspannt über den Renten-Crash hinweg surft.
Das ist Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag.
18.
September und wir wünschen euch einen ergiebigen Start in den Tag und später auch ins Wochenende.
Ergiebig war auf jeden Fall der Donnerstag an der Börse.
Da sind die Märkte nämlich auf breiter Front gestiegen und dafür gab es mehrere Gründe.
Der wichtigste Entspannung auf der arabischen Halbinsel, Saudi-Arabien, will die beschädigte Ost-West-Pipeline wiederherstellen und hat zusätzlich Ship-to-Ship-Transfers angekündigt.
Und in der angespannten Stimmung hat das dann die Akteure etwas beruhigt.
Der Ölpreis, der ging zurück Richtung 100 Dollar.
Gleichzeitig haben die Märkte auch die FED-Leitzinserhöhung etwas verdaut.
Es ist schon erstaunlich, wie schnell man sich an so ein hohes Niveau der Renditen gewöhnen kann.
Und dass jetzt die Zinsen noch längst nicht am Ende der Fahnenstange sein müssen, das zeigt eine Studie der Deutschen Bank, also genau genommen Deutsche Bank Research.
Deren Analysten haben ausgerechnet, dass die anhaltend hohen Inflationen in den USA im Lauf des nächsten Jahres eigentlich eine Leitzinsanhebung um 200 Basispunkte möglicherweise rechtfertigen würde.
Gesehen haben wir bisher ja nur 25 Basispunkte.
Tja, aber gestern wollte...
Davor niemand was hört von solchen Szenarien.
Auch dank der Entspannung an Energiemärkten sind dann auch die Renditen kräftig gefallen.
US-Anleihen 10-Jährige deutlich wieder unter 5 Prozent, nämlich auf 4,93.
Und das gefiel eben auch der Börse.
So ging der S&P 500 1,1 Prozent höher aus dem Handel.
Und der Nasdaq 100...
Der kletterte sogar um 1,7 Prozent.
Und daran erkennt ihr schon, dass es mal wieder die KI-Gewinner waren, die den Markt nach oben gezogen haben.
In der NASDAQ liegt zum Beispiel ARM um 8,6 Prozent zu Intel 7,6 Prozent.
AMD und Zendisk, da betrug das plus mehr als 6%.
Und Intel waren mit 148 Millionen gehandelten Aktien die meistgehandelte unter den Blue Chips in Übersee.
Und der Auslöser, es war ein Bericht über eine mögliche Zusammenarbeit mit SK Hynix.
Und die Koreaner, die haben das dann so halb bestätigt oder halb dementiert.
Aber zumindest schienen die Leute da was dran zu finden.
Hinzu kam dann ein Short Squeeze.
Dieser Short Squeeze hat den Goldman Basket der am stärksten geschotteten Aktien gestern um 3,6 Prozent nach oben gehoben.
Rocket Space Technology stiegen um 12,6 Prozent, Recursion Pharmaceuticals um 11 Prozent und Nanonuclear um 8,5 Prozent.
Wenn die Kurse plötzlich steigen, dann müssen Short-Seller ihre Position zurückkaufen und sie müssen sich dabei beeilen.
Und dieses Kaufen verstärkte dann die Aufwärtsbewegung zusätzlich.
Und das erklärt, warum der Markt so explosiv reagierte, obwohl sich die fundamentale Nachrichtenlage ja nur graduell verbessert hatte.
Und am deutschen Aktienmarkt, da stand der Einbruch der Billfinger-Aktie um 21,4 Prozent im Fokus.
Das war ja mal der Highflyer.
also ein Projektdienstleister.
Und die haben ihre Prognosen gesenkt und starten ein Sparprogramm.
Und Analysten, die äußerten sich ja enttäuscht und waren ja regelrecht sauer.
Bernstein sieht nur noch eine geringe Prognosesicherheit für das kommende Jahr.
Und nach dem Zweitquartalszahlen sei man noch davon ausgegangen, dass nicht ein Wegfall, sondern die Verschiebung von Aufträgen für das schwächere erste Halbjahr verantwortlich gewesen sei.
Wacker Chemie verloren 2,1 Prozent in Reaktion auf neue Ziele, die auf dem Kapitalmarkt-Tag vorgestellt wurden.
Dagegen gehörten Siemens Energy zu den größten Gewinnern.
Klassischer Profiteur wieder mal von dem KI-Optimismus, da jetzt zurückgekehrt ist.
Wobei auch die Autowerte gestern am deutschen Markt gefragt waren.
Die VW-Vorzüge verteuerten sich um 3 Prozent auf etwas über 81 Euro.
Da hatte Bärenberg die Kaufempfehlung bestätigt.
BMW, da gab es auch eine bestätigte Kaufempfehlung.
Wobei bei den Münchnern, da kamen auch noch die überraschend guten Vorbestellungen beim neuen Stromer iX3 dazu, die die Stimmung gehoben haben.
Und für die gute Stimmung bei den Autowerten, da hat sicherlich auch der gesunkte Ölpreis seinen Beitrag geleistet, kann man sagen.
Der DAX selbst, der endete dann gestern 0,7 Prozent im Plus bei 25.717 Zählern.
Und wenn wir nach Europa gehen, da verlor die österreichische Raiffeisenbank 6 Prozent, nachdem Chris Re-Research, toller Name, Chris Re-Research, bekannt gegeben hatte, dass sie die Aktien von Raiffeisen geschordet haben.
Und Grund sind Bedenken hinsichtlich der Geschäftstätigkeit der Bank in Russland.
Dagegen gab es ein dickes Plus bei der polnischen Amazon.
Am Samstag hat auch Hendrik Leber darüber gesprochen über Allegro.
Die gewann nach einer Anhebung ihrer Prognosen aufgrund steigender Umsätze in 9,5 Prozent.
Und an der Wall Street, da müssen wir auch nochmal kurz zurück, da hatten wir noch einen ganz ungewöhnlichen KI-Gewinner.
Generac hieß der, der gewann 18 Prozent, teilweise sogar 32 Prozent.
Und das Unternehmen hat mit Amazon einen Vertrag über bis zu 8 Milliarden Dollar zur Lieferung von Notstromaggregatoren für Rechenzentren geschlossen.
Das ist ja auch mal was.
Und Amazon bekommt dafür noch eine Kaufoption und kann dann irgendwann sich noch ein paar Generac einverleiben.
Und so ist das eine Win-Win-Situation.
Win-win, ja.
Also gewonnen haben gestern nicht nur Aktien und Anleihen, sondern es waren auch die Edelmetalle und überhaupt Rohstoffe, die zugelegt haben.
Der leicht sinkende Ölpreis und die sinkenden Zinsen, die haben dazu geführt, dass die Anleger bei Edelmetallen zugriffen.
Gold verteuerte sich dann um 1,8 Prozent und Silber sogar um 3,2 Prozent.
Und der Bitcoin, der wurde auch leicht höher gehandelt bei 76.500 Dollar.
Und wenn du willst, mache ich ja noch schnell die Termine mit.
Heute ist ein ganz entscheidender Tag, weil nämlich in Japan der Zinsentscheid ansteht.
Nachdem die Bank of England ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen hat, rechnet der Markt.
für die Bank of Japan jetzt mit einer Anhebung um 25 Basispunkte auf dann 1,25 Prozent.
Und dieser Schritt, der wäre insbesondere für die Währung Yen, für den globalen Bondmarkt und für Carry Trades relevant.
Weil die Verzinsung in Yen, die entscheidet ganz stark darüber mit, ob diese Carry Trades weiterlaufen oder zum Erliegen kommen oder abgewickelt werden.
Und dann ist heute auch noch großer Verfallstag.
Da gibt es den Quartalsverfall von Futures und Optionen.
Ja, und da kann immer einiges los sein an dem großen Verfallstag.
Und danach heißt es aber, nachdem so viel los war, hoch die Hände, Wochenende.
Das Thema des Tages.
Eckert, die amerikanische Börsenaufsicht, die hat gestern einen Satz geschrieben, der die Aktienmärkte möglicherweise stärker verändern könnte als jede Zinsentscheidung der vergangenen Jahre.
Die SEC erlaubt nämlich ab sofort den Handel mit tokenisierten US-Aktien.
Oh, wie wirklich ab sofort, unverzüglich.
Das ist ja wie bei Schabowski.
Ja, das kam überraschend.
Das ging wirklich so, ja, sofort.
Und das ist wie beim Mauerfall.
Wir haben ja auch, wir haben noch nicht wieder November, aber es geht ja schon wieder in Richtung Herbst.
Auf jeden Fall hieß das bei der SEC nicht Mauerfall, sondern es hieß Innovation Exemption, dieses Programm.
Und das ist auf fünf Jahre befristet.
Und kam an einem Tag, an dem die SEC nicht nur darüber befunden hat, sondern die hatten den ganzen Tag, wo sie diskutiert haben über einen 24-Stunden-Tag.
Da waren ganz viele Marktakteure da, die erzählen durften, was dafür spricht, was dagegen spricht.
Ich habe da mal reingehört, das waren ganz spannende Argumente, die die hatten.
Und diese Exemption Innovation und diese 24-Stunden-Tag, das sind zwei Nachrichten, die in eine Richtung weisen.
Und deswegen müssen wir euch auf jeden Fall im Thema des Tages heute mal mehr darüber berichten.
Fangen wir mal mit dem einen Wort an, über das die meisten schon stolpern.
Was ist eine tokenisierte Aktie?
Das ist halt so eine digitale Abbildung einer echten Aktie auf einer Blockchain.
Also ihr kauft dann einfach einen Eintrag in so einem Vervasen auf so einer Blockchain und der lässt sich auch bewegen wie eine Kryptowährung.
Das Gegenstück, was dahinter ist, es gibt ja beispielsweise Stablecoins, da ist ein Dollar dahinter und das gibt es dann auch für Aktien.
Da ist dann halt eine Aktie dahinter und das kann man dann bewegen und das geht dann sieben Tage die Woche, kann man die ohne Börsenschluss rund um die Uhr die Aktien bewegen.
Die SEC hat allerdings zwar harte Bedingungen eingezogen, wer tokenisiert, muss die echte Aktie besitzen.
Synthetische Nachbauten sind verboten.
Und das ist schon ein wichtiger Punkt der ganzen Verfügung.
Übersetzt heißt es nämlich, hinter jedem Token liegt wirklich eine Urkunde.
Man kann also nicht einfach sagen, wenn man so ein Kunstprodukt gemacht hat, sondern es liegt wirklich diese Aktie da.
Und selbst viele Analysten, wie wir sagen, von TD Kauen, die hatten nicht damit gerechnet, dass es, wenn ein Token ist, so eine harte Regelung da gibt.
Zweitens behalten die Inhaber ihre Rechte, Dividende, Stimmrecht, eben alles.
Und dazu kann jedes Unternehmen innerhalb von 30 Tagen widersprechen, wenn es seine Aktie nicht als Token sehen will.
Und der Markt, der hat dieses Geld ab sofort gefeiert.
Securities ist eine Aktie, die stieg 24 Prozent.
Ein bisschen weniger ging es hoch bei Coinbase plus 4 und Robinhood plus 3 Prozent.
Dazu müsst ihr wissen, das ist jetzt kein reines Krypto-Thema.
Das ist der Türöffner für den Rund-um-die-Uhr-Handel an ganz normalen Aktienmärkten.
Die Nasdaq geht ja ohnehin auf 24 mal 5, durchgehend von Sonntagabend bis Freitagnacht.
Zeitplan soll noch in diesem Jahr kommen.
Und die Tokenisierung ist dann quasi die Stufe danach.
Die Nasdaq schafft das Wochenende nicht ab, aber eine Blockchain, die gibt natürlich kein Wochenende.
Wobei ich erst mal verstehen will, warum die Börsen das machen.
Das Nachtvolumen, das liegt bei unter einem Prozent des Tagesumsatz.
Da geht es erstmal darum, Marktanteile zu verteidigen, weil Robinhood und Interactive Brokers, die bieten Nachthandel schon an.
Und Asien will ja auch US-Aktien zu seiner Zeit kaufen und die Chance ist ja real, kommt nachts eine Meldung aus Taiwan, das ist ja schon häufiger gewesen, SK Heinexzahlen oder was auch immer.
dann will man ja möglicherweise auch sofort handeln und nicht erst warten bis 15.30 Uhr, also deutscher Zeit, das ist ja morgens 9.30 Uhr in New York, die Börse da wieder aufmacht.
Das Gap am Morgen verschwindet also, wobei nur verschwindet es nicht so richtig.
Es verteilt sich eher.
Genau.
Ich habe einfach mal mit zwei Charts nebeneinander gelegt.
Gleiche Aktie, gleicher Index und gleicher Monat.
Einfach so ein Intraday, ein Monat lang.
Und dann habe ich einmal geguckt.
Nvidia mit klassischen Handelszeiten, also klassischen Nvidia, ein Monat Intraday.
Und dann habe ich Nvidia auf der Handelsplattform Hyperliquid, die ja 24 Stunden läuft.
Also nicht nur von 9.30 Uhr bis 16 Uhr, sondern eben 24 Stunden rum.
Und das Interessante ist, wenn man sich den klassischen Handel anguckt, da sieht Bloomberg so einen Monatstief bei 208,48 Dollar.
Und auf dem Nachtschark, da rutscht der Kurs Ende August kurz sogar unter 204 und schießt dann sofort wieder auf 204.
Also ein Kurs, den kein normaler Anleger gewissermaßen im Wachzustand je gesehen hat.
4 Dollar unter dem offiziellen Tief.
Ganz genau.
Und dasselbe konnte man auch beim Nasdaq 100 sehen.
Bloomberg weist als Monatstief 28.825 Punkte aus.
Und auf dem 24-Stunden-Chart, da gab es mehrere senkrechte Abstürze darunter.
Und das sind keine Bewegungen, das sind halt so Ausrutscher, aber einfach so minus ein paar hundert Punkte in Minuten und dann geht es auch sofort wieder zurück.
Das ist schon spannend.
Und das gab es auch wirklich nur, weil nachts keiner da ist, der gegenhält.
Das stimmt.
Aber was trotzdem fasziniert ist, diese Spreads, die sind relativ eng.
Also wirklich, die haben im Nachtorderbuch nur einen einzigen Indexpunkt und das sind nur 0,003 Prozent.
Das sieht eigentlich nach einem perfekten Markt aus.
Ja, klingt sogar besser als Xetra am Vormittag, muss ich sagen.
Ja, aber wenn du dann die Markt tiefer anguckst, du musst ja nicht nur sehen, wie viele Aktien kannst du da handeln.
Das ist ja das Spannende.
Und dann siehst du halt, dass auf der Verkaufsseite lagen über zehn Preisstufen zusammen, gerade mal 660.000 Dollar und auf der Kaufseite etwa 340.000.
Und das gesamte sichtbare Order-Buffer den Nilsackern 100 lag also bei unter einer Million Dollar.
Und das für die 100 wertvollsten Wachstumswerte der Welt.
Das muss man sich jetzt mal auf der Zunge zergehen lassen.
Ein einzelner Anleger mit einer Million auf dem Konto räumt da dieses Buch komplett leer.
Genau.
Und wenn man mal guckt, am selben Tag wurden alleine Nvidia-Aktien für 19,9 Milliarden gehandelt.
Also man sieht, da ist ja gar nicht so wenig.
Und eine Aktie 19,9 Milliarden, das ist so das Verhältnis.
Dazu kommt, was da nachts läuft, das ist gar keine Aktie, sondern ein Terminkontrakt mit Hebel bis zu 30.
Und zwischen dem gehandelten Preis und dem fairen Referenzwert klaffte in dem Moment eine kleine Lücke.
Genau, klein, aber...
Genau daran hängen eben so Zwangsliquidationen, weil eben viele das wirklich mit Hebel machen.
Und um das Bild zu vervollständigen, wenn man sich mal anguckt, was da noch gehandelt wurde, da kam in dieser Menüleiste, tauchte auf einmal so eine, wie wir sagen, Kryptowährung auf, die hieß Useless.
Fand ich auch fast, die kannst du auch jetzt handeln.
Das ist schon witzig.
Der Nasdaq 100 im selben Fenster wie ein Meme-Coin namens Nutzlos.
Das ist ja eine Übersetzung, Useless, Nutzlos.
Genau, das wäre dann so die Nachbarschaft, in der die...
tokenisierten Aktienhandel dann zusammen handeln.
Und es gibt ein Risiko, das kaum jemand auf dem Schirm hat.
ETFs.
Die Schaffung und Rücknahme von Anteilen läuft ja außerbörslich in großen Blöcken mit hinterlegten Sicherheiten.
Läuft der Preis nachts im Dünnmarkt weg, geraten diese Sicherheiten unter Druck.
Und dann verkauft jemand, der gar nicht verkaufen wollte.
Und aus so einer Art Nachtzückerli wird dann so eine richtige Kettenreaktion.
Und jetzt fragt ihr euch natürlich, was heißt das jetzt für euer Depot?
Naja, wenn ihr Stop-Loss-Orders habt, die eben auch diese Nachtkurse mit abbilden, dann muss man da neu drüber nachdenken.
Ein Stop, der nachts ausgelöst wird, verkauft euch möglicherweise zu einem Preis, den ihr am Tag nie gesehen hättet.
Also Limits statt Billigst-Orders, gerade außerhalb der Kernzeit.
Der enge Spread, der täuscht, denn die Tiefe fehlt.
Und man muss auch noch auf den Schlusskurs achten.
An ihm hängen nämlich ETF-Bewertungen, Indizes und Optionen.
Und die SEC diskutiert nicht umsonst, wie man in so einem durchlaufenden Markt überhaupt noch einen Schlusskurs definiert.
Das ja bei Bitcoin genauso.
Was ist denn eigentlich der Schluss-Bitcoin-Kurs?
Das haben wir ja auch mal das Problem.
Nee, den gibt es nicht.
Gibt es nicht, oder?
Das siehst du.
Nee, das gibt es nicht.
Nee, nicht wirklich.
Ja, und dann von mir noch eine ganz banale Bemerkung.
Ihr müsst nachts nicht handeln, nur weil ihr es könnt.
Genau.
Und wenn man vielleicht so ein kleines Fazit zieht, dann hat die SEC gestern die Infrastruktur für einen Aktienmarkt ohne Feierabend freigegeben.
Für Profis ist das ein Fortschritt.
Für Privatanleger ist es vor allem eine Einladung, schlechter zu schlafen und auch noch schlechter zu handeln im Zweifelsfall.
Und die beste Zahl, die liefert der Index selbst.
Der Nesek 100 steht heute bei 29.447 Punkten am 19.
August.
Stand er bei 29.426 Punkten.
Ein ganzer Monat rund um die Uhr, sieben Tage die Woche plus 0,07 Prozent.
Das ist fast schon witzig.
Das stimmt.
Und wenn du das immer hin und her gemacht hast, dann ist Tasche leer und du hast am Ende wirklich nichts.
Naja, alle Stunden der Welt am Ende bleibt halt irgendein Rundungsfehler.
Und das Einzige, was der Nachthandel zuverlässig produziert hat, sind Kursspitzen, an denen jemand ausgestoppt wurde.
Ausgerechnet der sichere Teil des Depots, oder zumindest als sicher gilt, macht Anlegern derzeit Sorgen.
Die Renditen steigen und das heißt, die Kurse der Anleihen, die fallen.
Und zwar ganz schön heftig.
Manche reden von einem Renten-Crash und in der heutigen EEE-Idee stellen wir euch Produkte vor, mit denen ja über dieses Auf und Ab...
ganz entspannt hinweg sieht.
Ja, dass es diese heftigen Wellen am Rentenmarkt gibt, das liegt daran, dass bei Anleihen der Coupon für die gesamte Laufzeit feststeht.
Also bei normalen Anleihen.
Und stellt ihr jetzt mal eine ältere Anleihe vor, die 2% Zinsen zahlt, wenn neue Papiere plötzlich 4% bieten, dann will niemand für die alte Anleihe denselben Preis bezahlen.
Ihr Kurs, der muss also sinken, bis Coupon und rechterischer Kursgewinn bis zur Fälligkeit zusammen wieder eine marktgerechte Rendite von 4% ergeben.
Und das ist das berühmte Zinsänderungsrisiko.
Und je länger die Restlaufzeit ist, ist ja klar, desto heftiger reagiert der Kurs gewöhnlich auf neue Marktrendeten.
Deshalb können selbst solide Staatsanleihen und Renten-ETFs deutlich verlieren.
Zum zweiten Mal in vier Jahren erleben Anleger, Renten bringen nicht automatisch Ruhe ins Depot.
Aber eine Anleihekategorie, die funktioniert da anders.
Floater.
Und das sind Anleihen mit...
variabler Verzinsung.
Ihr Coupon wird regelmäßig an einen Referenzzins angepasst, häufig alle drei oder alle sechs Monate.
Und steigen jetzt die Geldmarktzinsen, steigt mit Verzögerung auch die Verzinsung dieses Floaters.
Der höhere Marktzins, der wird nicht zum Problem, sondern der landet direkt dann oder indirekt beim Halter der Anleihe.
Man kann also sagen, bei einem Festzinsbond bleibt der Coupon stehen, während sich die Welt verändert.
Beim Floater bewegt er sich mit.
Und das reduziert natürlich die Zinssensitivität und hält den Kurs meist wesentlich stabiler.
Insgesamt einzuordnen, Floter schützen vor dem Zinsänderungsrisiko, nicht aber vor der Pleite des Schuldners.
Verschlechtert sich dessen Bonität, können die Kurse von Flotern auch fallen.
Und auch steigende Kreditaufschläge, geringere Liquidität oder breitere Geldbriefspann, die können Verluste verursachen.
Aber für euch als Privatanleger ist ein Floter-ETF meist ohnehin die bessere Wahl.
Das liegt auch daran, dass viele variabel versinnste Anleihen Stücklung von 100.000 Euro oder Dollar haben.
Und dazu kommen noch Auswahl, Handelbarkeit und auch das Risiko eines einzelnen Emittenten.
Welche Rendite dürft ihr da so erwarten?
Naja, die Vergangenheit bietet natürlich keinen Hinweis auf die Zukunft.
Aber nehmen wir mal beispielsweise den iShares USD Floating Rate Bond ETF.
Der hat auf Eurobasis in den vergangenen zwölf Monaten gut sieben Prozent Gesamtrendite gebracht und davon wurden 4,6 Prozentpunkte ausgeschüttet.
Und das waren jetzt Unternehmensanleihen.
Floater gibt es aber auch bei Staatsanleihen.
Der Wisdom Tree US Dollar Floating Rate Treasury Bond, der setzt auf variabel verzinsliche US-Staatsanleihen und kam auf 6,3 Prozent.
Boah, das ist auch nicht schlecht.
Klassische amerikanische Staatsanleihen mit sieben bis zehn Jahren Restlaufzeit lagen dagegen leicht im Minus.
Und das zeigt halt die unterschiedliche Reaktionen auf steigende Renditen.
Aber eine Warnung dazu, ein Dollarfloater, der kann bei steigenden US-Zinsen gut laufen, fällt aber der Dollar gegenüber dem Euro, dann könnte auch der Währungsverlust den Zinsvorteil auffressen.
Und das kennt ihr von anderen ETFs ja auch.
Deshalb gibt es auch hier währungsgesicherte Varianten, wie etwa den iShares US-Dollar Floating Rate Bond Euro Hatch.
Aber erstens kostet die Absicherung Geld und zweitens, wenn die Devisenmärkte sich dann in eine andere Richtung entwickeln, dann zahlt er eben oben drauf.
Und für wen eignen sich jetzt Flotha?
Na, für Anleger, die laufende Zinserträge suchen, aber keine große Wette auf bald fallende Zinsen eingehen wollen.
Flotha, können eine Zwischenstufe zwischen Geldmarkt-ETFs und klassischen Anleihen sein.
Und für die Notfallreserve bleiben Tagesgeld oder ein Geldmarkt-ETF auf jeden Fall übersichtlicher.
Aber in der aktuellen Situation können Floater definitiv ein zusätzliches Instrument in eurem Werkzeugkasten sein.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an www.tripple-8-welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Keine Bewertung, aber Neugierkampf von Kerstin, die ich vergangenes Wochenende auf einer Geburtstagsparty kennengelernt habe.
Und stell dir vor, Jabbits, Kerstin interessiert sich für Aktien und Geldanlage, aber sie wusste noch gar nicht, dass es unseren Podcast gibt.
Was?
Nein.
Nein, das habe ich gleich mal geändert bei der Gelegenheit.
Ich habe lange mit ihr gesprochen und versprochen.
Hört sie jetzt auch zu?
Ja, die hört jetzt heute zu.
Die erwartet nämlich, das habe ich ihr versprochen, dass wir in einer unserer Folgen mal auf eine Position eingehen, die ja etwas Kopfzerbrechen bereitet, nämlich die Coreweave-Aktie.
Und Schäpitz, du hast doch bestimmt eine fundierte Meinung zu Coreweave, oder?
Ich habe auf jeden Fall so eine ähnliche Aktie, die heißt Iris Energy.
Früher heißt sie nur noch Iron.
Das ist halt so eine Art Glaubensaktie.
Das ist halt ein klassischer Profiteur von Computernachfrage.
Aber wie es eben so ist bei diesen ganzen Hyperscalern, da muss halt wahnsinnig viel investieren.
Das ist so ein Neo-Cloud-Anbieter.
Und die müssen wahnsinnig investieren.
Die haben aber nicht irgendwie noch ein Werbegeschäft, was das investiert.
Deswegen müssen sie halt...
haben sie halt keinen positiven Cashflow bis 2031.
Wenn man das schon mal nicht hat, dann ist man immer ein bisschen anfälliger gegenüber den Stürmen, die sich so ergeben.
Und 2027 haben sie beispielsweise minus 32 Milliarden.
Das zeigt mal ein bisschen die Dimensionen, die da sind und müssen immer wieder Geld aufnehmen.
Und gestern die Bekanntgabe einer Wandelanleihe über drei Milliarden Dollar hat auch der Aktie natürlich wieder einen Minus eingebrockt.
Aber wenn du natürlich so eine Aktie hast, wo immer wieder Geld, das zieht natürlich auch die Freunde, die Hedgefonds, also die Shorties auf.
der frei verfügbaren Aktien sind da leer verkauft.
Und deswegen ist sie einfach eine High-Beta-Wette auf den KI.
Also gestern war sie jetzt nicht positiv, weil sie eben diese Wanderlei hatte.
Aber wenn sie jetzt die Wanderlei nicht gehabt, wäre die halt gestern, wo in der normale KI-Markt 1% läuft, hat die halt 3.
Also es ist dreifache ungefähr, so kann man das sagen.
Und wenn Kerstin jetzt weiter an diese CapEx-Ausgaben glaubt und soll ja 2027 mehr als eine Billion werden, dann geht es auf 1,5 hoch und dann geht es bis 2030 bis auf 2 Billionen hoch.
Wenn sie daran glaubt.
dann muss ich da einfach die Augen verschließen, muss einfach da mitmachen.
Also Analysten sagen, ja, die Aktie hat 77 Prozent Kurspotenzial im Schnitt und die halten der Aktie die Stange.
Wenn du natürlich den ganzen Laden voller solcher KI-Aktien, voller solcher Glaubensaktien hast, die Kerstin, dann sollte sie vielleicht das mal ein bisschen begradigen.
Entweder indem sie die neuen Investments vielleicht mal in den Pharma packt oder vielleicht mal in so ein bisschen Old Economy Sachen mehr reinpackt.
Aber wenn das eine Position ist, so eine Zockerposition und sie glaubt an den KI-Sachen, dann...
Macht die Augen zu und weiter geht's.
Ich fand das jetzt schon mal sehr erhellend, was du gesagt hast.
Aber noch mehr Erhellung gibt es morgen in der Samstagsfolge.
Habe ich da recht, lieber Jeffitz?
Ja, unbedingt.
Was habt ihr in Nando und du?
Was habt ihr morgen vor und wen habt ihr zu Gast vor allen Dingen?
Wir haben...
Den CEO des Kult-Girokontos, der ist gerade in ein ganz neues Gebäude gezogen.
So im neuen Berliner, so Moabit am Hauptbahnhof, so ein ganz neues Viertel.
Und da ist er hingezogen, geiles Gebäude.
Und er wird aber nicht, er wird auch vom neuen Gebäude erzählen, was es da zu sehen gibt und dass da jeder auch vorbeigehen kann.
Und irgendwie, da gibt es sogar eine Bibliothek drin.
Was vielleicht noch für euch spannender ist, er will dieses Altersvorsorgedepot.
Er erzählt ein bisschen, was er da vorhat.
Und er erklärt, wie das auch mit den alten Riester-Verträgen werden soll, die er mitnehmen kann, dass er kein Girokonto bei ihm braucht, sondern einfach nur ein Altersvorsorge.
das Vorsorge-Depot bei ihm abschließen können.
Und er wird auch erzählen, warum es noch kein Garantieprodukt gibt oder warum es möglicherweise gar kein Garantieprodukt gibt.
Und er wird für all diejenigen, die da ein Depot haben, erklären, wie diese 900.000 Depots umziehen zu einem neuen Anbieter.
Das kann ja, wenn du Einstandskurse und sowas mitnimmst, etwas kompliziert werden.
Da gäbe es ja auch Anbieter, die eine Geschichte davon erzählen könnten.
Und das erzählt er alles.
Und wenn ihr wissen wollt, was da alles passiert und was er mit seinem Kultkonto auch hat und wie viele Zinserträge der Mann macht.
Wahnsinn.
Und was so 25 Basispunkte EZB-Zinsanhebung für einen Hebel hat und wie du dann noch reicher wirst.
Ihr könnt sich wahrscheinlich noch drei Gebäude nebenan auch noch mieten.
Egal.
Wenn ihr wissen wollt, was da passiert, dann müsst ihr abonnieren, über uns sprechen und uns euren Freunden empfehlen.
Und ihr hört uns dann morgen wieder, 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
