# Fed Hike, AI Rebound, and Weekly Income ETFs

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-17

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den gestiegenen Preis der Zeit, die Gegenbewegung bei geschundenen KI-Aktien und den Unternehmen, das sich ein Stück planbare Energiewende kauft.
Im Thema des Tages erklären wir euch, was die erste Zinserhöhung der FED seit drei Jahren für euer Depot bedeutet.
Und der EEE-E-D stellen wir euch den ersten europäischen ETF vor, der wöchentlich ausschüttet.
Das ist Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Donnerstag, der 17.
September 2026 und wir wünschen euch einen bewussten Start in den Tag.
Die Zeit, die man hat, die soll man ja bewusst genießen.
Gestern haben uns die Finanzmärkte aber auch in Erinnerung gerufen, wie kostbar Zeit ist.
Denn der Preis der Zeit, der ist gestern.
nach oben gegangen.
Die US-Notenbank-Fed, die hat den Leitzins angehoben um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne von 3,75 bis 4 Prozent.
Gleich mehr dazu im Thema des Tages.
Aber so viel können wir hier schon mal sagen.
Das ganze Paket, Leitzinsanhebung plus Ausblick, war jetzt nicht das, was Donald Trump und auch nicht das, was die Märkte unbedingt hören wollten.
Die US-Indizes, die sind dann auch ins Minus gedreht.
Der S&P 500, der verlor 0,5 Prozent.
Der NASDAQ 100, der konnte sich noch gerade so am Schluss noch ganz hauchdünn ins Plus retten.
Aber der Dow Jones, der verlor 1,2 Prozent.
Und der DAX, der war davor noch im Plus aus dem Handelgang bei 25.538 Zählern.
Das war 0,5 Prozent mehr als am Vortag.
Ja, und wo wir schon mal vom DAX reden, da können wir uns gleich auch ein paar Einzelstories anschauen.
Siemens Energy legte 3,1 Prozent zu und war damit der stärkste Wert im Index.
Die Aktie profitierte von einer Overweight-Empfehlung durch JP Morgan mit einem Kursziel von 245 Euro.
Und überhaupt kann man sagen, dass die KI-Profiteure nach den Verlusten der Vortage gestern wieder gefragt waren.
Dazu gehört auch Hochtief, bei denen ging es um 2,6 Prozent nach oben.
Der Baukonzern, der verdient ja über den Bau von Rechenzentren und der Infrastruktur drumherum am KI-Boom ja mit.
Und das gestrige Plus, das war auch nur eine Gegenbewegung nach einer einenwöchigen Abwärtsbewegung und die Aktie statt schon mal wesentlich höher.
Infineon, die gewann 1,2 Prozent und der Chip-Konzern, der verkauft sein Norflash- und F-RAM-Geschäft, was auch immer das ist, an Winbound Electronics.
aus Taiwan für 1,12 Milliarden Dollar in bar.
Und das ist so ein klassisches, würde man sagen, Portfolio ausmisten oder aufräumen, Kasse machen für eben andere Chips.
Aber die haben das schon mal gemacht.
Die hatten eigentlich mal so ein richtiges D-Ram-Geschäft.
Die könnten viel mehr wert sein, wenn sie dieses Geschäft heute wahrscheinlich retten.
Mal sehen, ob sie jetzt das Richtige verkauft haben.
Wenn man immer wüsste, was die Zukunft bringt.
Ich sage ja, bewusste, die wertvolle Zeit nutzen.
Profiteure dieser KI-Gegenbewegung gab es gestern auch bei den Nebenwerten.
Da waren zum Beispiel die Halbleiterausrüster wie Süß Microtec, PVA, Teplar, Jinn Optik, Siltronic und Elmos.
Die zogen so um rund 3% an.
Und auch an der Wall Street setzte sich die Erholung bei den geschundenen KI-Aktien fort.
Der Halbleiterindex Sox gewann.
0,6 Prozent.
Der Goldman Rechenzentrum Index, der legte um gut ein Prozent zu.
Und da legten zum Beispiel Intel und Marvell so um die vier Prozent zu.
ARM gewann 0,9 Prozent.
Nvidia 0,8 Prozent.
Und Momentum, die machten wirklich einen Satz.
Um zehn Prozent ging es dann nach oben.
Und Core Wave, die Aktie, die machte einen Plus von drei Prozent.
Und Seminy dagegen, die verloren neun Prozent.
Die neuen Wachstums- und Margenziele, die das Unternehmen auf dem Kapitalmarkt-Tag präsentierte, die kamen offensichtlich nicht so gut an.
Und IBM, die rutschten über 4% in die Tiefe.
Die haben nämlich für ihre Chipsparte Anderon eine Finanzierungsvereinbarung mit der US-Regierung unterschrieben.
Und offensichtlich mag auch das der Markt nicht, wenn der Staat mit am Kapitaltisch sitzt.
Am Kapitaltisch sitzt, ja.
Großer Verlierer war gestern Energie, da war minus 3% angesagt im gesamten Sektor, weil der Ölpreis gestern nach langer Zeit mal wieder nach Süden zeigte.
Chevron, wie gesagt, die verloren so knapp 3% und bei Exxon ging es sogar 3,5% nach unten.
Devon Energy und ConocoPhillips, die machten sogar ein Minus von gut 5%.
Und Auslöser war da, wie gesagt, der Ölpreis, der verlor, brennt und WTI verloren ungefähr drei Prozent.
Und das hatte einen durchaus bemerkenswerten Grund.
Saudi-Arabien soll über den Oman jetzt zusätzliche Rohölladungen anbieten.
Und Libyen meldet die Förderung zurück auf normalen Niveau.
Und die Ost-West-Pipeline, die soll dann binnen einiger Tage...
zur Hälfte wieder laufen auf der saudischen Halbinsel.
Und das sind drei kleine Meldungen.
Aber bei einem Markt, der so angespannt ist wie dieser und wo ja zuletzt auch die Ölpreise richtig kräftig nach oben gingen, reicht das eben schon aus für solche Bewegungen.
Ja, der Finanzchef von Norfolk, Sather, der Eisenbahngesellschaft, der hat jetzt den Dieselpreis aus etwas wie aus einem Science-Fiction-Film bezeichnet.
Und Union Pacific, der Konkurrenz, bestätigt das.
Allerdings mit einem neuen Dreh.
Die Nachfrage sei für die Branche gewissermaßen gesund, weil der teure Diesel Ladungen vom LKW auf die Schiene verlagert.
Beide Konzerne, die führen Zuschläge ein und fragen sich gleichzeitig, wie lange die Kunden das noch mitmachen.
Beide Aktien, die verloren nur leicht.
Und?
Dann kommen wir nach Deutschland.
Da wird RWE so ein bisschen mehr wie E.ON und entdeckt das langweilige, aber auch verlässliche Geschäft mit Stromnetz.
Der Versorger hat seinen Anteil beim Netzbetreiber Ambryon über die Muttergesellschaft weiter erhöht und hält jetzt rund 58 Prozent.
Und ihr müsst wissen, Netze sind in Deutschland reguliert, liefern also vergleichsweise stabile, aber auch langweilige Renditen.
Und wenn der Regulator irgendwann mal sagt, no, gibt halt nur noch so und so viel Prozent.
dann hat man halt mit Zitronen gehandelt.
Aber anscheinend setzt man nicht darauf, dass es Zitronen sind, sondern mit anderen Sachen handelt.
Und die Netze, die passen auch zur deutschen Energiewende.
Und deswegen hat man das wahrscheinlich positiv befunden.
Da kann man sagen, je mehr Wind- und Solarstrom durchs Land geleitet werden muss, desto wichtiger werden die großen Stromautobahnen.
RWE kauft damit auch ein Stück planbare Energiewende, so kann man das bezeichnen.
Die Aktionäre quittierten diese Nachricht mit einem Schulterzucken im regulären Handel.
Da hat er aber, muss man sagen, RWE bereits ein Plus von 2,8 Prozent gemacht.
Hat er also schon ordentlich zugelegt.
So, mache ich schnelle Termine.
Da gibt es ein paar, die Bank of England berät.
Aus China kommt die Handelsbilanz für den August.
Und dann gibt es Zahlen von Next.
Das ist ja so ein Klamotten-Einzelhändler aus UK.
Investorentag bei DHL in London.
Dann gibt es Condron, Bechtle, Wacker Chemie und Intuit-Investorentage.
Und eine Eröffnung einer neuen Gigawatt-Factory von SMA Solar mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil.
Das Thema des Tages.
Es ist tatsächlich passiert.
Die amerikanische Notenbank FED hat den Leitzins erhöht um 25 Basispunkte, werden es schon in den Märkten angedeutet, auf 3,75 bis 4 Prozent.
Die haben ja immer so eine Spanne.
Und das war die erste Anhebung seit Juli 2023.
Und das Bemerkenswerte, es war einstimmig.
In den letzten Entscheidungen war ja immer so ein bisschen Distance, aber diesmal gab es keinen einzigen Distance.
Ja, und für sich genommen ist das...
Fast gar keine Schlagzeile, weil die Märkte den Schritt praktisch zu 100% eingepreist hatten.
Interessant wurde es dann aber um 20 Uhr unserer Zeit, als die neuen Projektionen kamen und dann nochmal eine halbe Stunde später, als Kevin Walsh, der neue Fettchef, ans Mikrofon trat.
Und deshalb wollen wir euch das heute im Thema des Tages nochmal ausbreiten und erklären.
Fangen wir vielleicht beim Dotplot an.
Das ist ja so diese Punktwolke, in der jedes FOMC-Mitglied einträgt, wo es den Leitzins am jeweiligen Jahresende sieht.
Und da ist es folgendermaßen, siehst du aus, zwei Mitglieder sagen, das war es für dieses Jahr und zwölf sehen noch eine weitere Erhöhung und vier sehen sogar noch zwei weitere.
In diesem Jahr, wenn man dann ein Median daraus bildet, hat man 4,125 Prozent für 2026.
Und für 2027 steht dort jetzt gar nichts.
Keine Senkung mehr.
Im Juni war die Hälfte des Komitees noch für Halten oder Senken.
Der Markt hatte für das nächste Jahr mit mindestens einer Absenkung des Leitzinses gerechnet.
Und die ist jetzt ersatzlos gestrichen.
Tja, also auch das ist eine gewisse Überraschung.
Aber die Zahl des Abends, die steht ganz...
Oben rechts, der neutrale Zins, da wird ja immer geguckt, wo sehen die FOMC-Mitglieder so langfristig so einen neutralen Satz.
Das ist der Satz, wo es weder gebremst wird, noch wo man versucht, etwas anzuschieben.
Und der ist angehoben worden auf 3,25 Prozent von 3,1.
Und das ist der höchste Wert seit über einem Jahrzehnt.
Und die Notenbänker, die glauben selbst, dass Geld dauerhaft teurer bleibt.
Und Walschs Erklärung, die er auch gebracht hat, die KI-Investitionen, dieser Boom, der braucht einfach auch einen höheren Zins, weil es einfach auch mehr Nachfrage nach Krediten gibt.
Wir übersetzen das mal.
Die Notenbänker selber, die glauben jetzt, dass Geld dauerhaft teuer bleibt.
Walsch hat dafür eine Erklärung, die er schon länger vertritt.
Wir sind von einem Sparüberschuss.
in einen Investitionsboom gekippt.
Stichwort KI.
Und ein Investitionsboom wie dieser, der braucht halt einen höheren Zins.
Und die restlichen Projektionen, die passen irgendwie ins Bild.
Das Wachstum für 2026 wurde auf 2,3 Prozent leicht angehoben.
Die Kern-PCI-Inflation ebenfalls, das ist natürlich misslich, auf 3,4 Prozent.
Und die eigene Zielmarke von 2% Inflation, die wird die FED nach eigener Prognose erst 2029 erreichen.
Und dann haben wir acht Jahre zu hohe Inflation gehabt, weil seit 2021 liegen wir nämlich über diesen 2%.
Ja, und genau da setzt Worsch an.
Die Pressekonferenz war...
Kurz, jeder Reporter durfte genau eine Frage stellen.
Nachfragen waren nicht zugelassen.
Die Sitzordnung hatte die FED auf alphabetisch umgestellt.
Die großen Finanzmedien, die saßen plötzlich hinten.
Neue Ära, im Kleinen wie im Großen.
Inhaltlich waren es drei Sätze, die den Abend geprägt haben.
Man habe heute eine Dosis Akkommodierung entfernt, hieß es.
Und es falle ihm schwer, die Finanzierungsbedingungen als restriktiv zu bezeichnen.
Und die Inflationserwartungen, die zeigten nach oben, die Arbeitsmarktrisiken seien ausgeglichen.
Das klingt alles sehr falkenhaft, wenn man sich das anhört.
Der erste Satz, der hat es vor allen Dingen in sich, wer eine Dosis Akkommodierung entfernt, der sagt damit ja eigentlich indirekt, naja, die Geldpolitik war vorher stimulierend.
Und wenn man das weiterdenkt, so hat das Neil Dutta von Renaissance Macro gemacht.
Dann heißt das, die Arbeit ist noch nicht ganz getan.
Also das war noch nicht der letzte Zinsschritt.
Und Walsch musste auch erklären, warum er jetzt erst gehandelt hat und nicht schon einen Monat vorher.
Und dann hat er halt gesagt, naja, die Konjunkturdaten, die seien noch mal stärker geworden.
Und die Sommerinflationsdaten, die hätten seinen Test nicht bestanden, wie auch bei der aussieht.
Und die Geopolitik, die habe sich verschoben.
Es gäbe kein Verstecken mehr vor den Krisenherden.
Naja, das dritte Argument, das ist vermutlich das Spannendste.
Man könnte das auch so deuten, die Fed rechnet damit, dass der Iran-Konflikt weiterläuft und der Ölpreis hoch bleibt.
Eine Notenbank, die gegen einen Angebotsschock arbeitet, das ist historisch selten.
Und aus dem Weißen Haus kam dann über Fox News gleich der Kommentar dazu.
Für die Entscheidung habe es keinen überzeugenden ökonomischen Grund gegeben.
Denn eine Zinsanhebung kann man ja keinen Krieg mit beenden und auch nicht mehr Öl irgendwie dadurch fördern.
Und deswegen hat Präsident Trump dann auch via True Social schon mal geschrieben, die Zinssätze in den Vereinigten Staaten sollten bei einem Prozent oder weniger liegen.
Ja, wir erinnern uns, 3,75 bis 4 sind es und es wird noch weiter steigen.
Und dann hat er noch in großen Lettern geschrieben, senkt die Zinssätze für die Vereinigten Staaten von Amerika.
Und dann wurde auch Walsh auf der Pressekonferenz gefragt, wann hast du das letzte Mal mit dem Trump telefoniert?
Und dann sagte Walsh dazu, er habe nichts, er hat einfach nichts gesagt.
Und zweimal wurde er gefragt und zweimal sagte er nichts.
Und das war dann so ein Moment, wo dann auch im Raum es sehr still wurde.
Tja, Notenbanken und so Notenbankchefs, die entwickeln immer ein Eigenleben, stellt man fest.
Kurse an den Finanzmarkt, die sprachen dann eine klare Sprache.
Die Rendite der zweijährigen US-Zinspapiere sprang um knapp acht Basispunkte hoch auf 4,74 Prozent.
Das war der höchste Stand seit 2024.
Vor der Entscheidung lag sie noch.
Sechs Basispunkte im Minus.
Das ist also insgesamt eine Bewegung im zweistelligen Bereich innerhalb von wenigen Minuten.
Und das zeigt, dass die Märkte die Sitzung insgesamt als falkenhaft wahrgenommen haben.
Wenn man sich mal die langfristigen Zinsen anguckt, wird ja so gern das lange Ende genannt.
Dann war bei den 10-Jährigen, die lag bei 5,02 Prozent.
Das war fast keine Bewegung, gerade mal anderthalb Basispunkte höher.
Und damit ist der Abstand zwischen zwei und zehn Jahren auf unter 30 Basispunkte, also 0,3 Prozentpunkte, geschrumpft.
Und die Kurve zwischen 2 und 30, die ist so flach, wie seit April 2025 nicht mehr.
Eine flachere Kurve zeigt immerhin, und das ist ganz entscheidend, dass Worsch seinen Glaubwürdigkeitstest an den Märkten bestanden hat.
Entsprechend reagierte jetzt auch der Devisenmarkt.
Der Dollar legte 0,7 Prozent zum Euro zu.
Die Gemeinschaftswährung, die fiel dann umgekehrt auf 1,1468.
Was heißt das für euer Depot?
Erstmal die angenehme Seite, wenn ihr jetzt amerikanische Aktien habt und die meisten werden das haben, wenn sie ein MSCI World oder was auch immer Weltiges haben, dann ist natürlich so ein festerer Dollar, der puffert das Minus ab und dann war eben beim S&P 500 kein Minus mehr, sondern dann stand sogar noch ein leichtes Plus in Euro gerechnet von 0,2 Prozent.
Aber es kann natürlich auch wieder sich in die Gegenteile rumdrehen, falls dann mal diese falkenhafte Rhetorik wieder nachlässt, dann kann natürlich auch das mal wieder gehen.
Man muss ja immer sagen, wer hätte gedacht, dass jetzt der Dollar so stark steigt.
Man wusste auch nicht, dass er mal fällt oder sonst wie.
Deswegen den Dollar abzusichern oder abgesicherte ETFs zu nehmen, das lohnt sich eigentlich in der Regel nicht.
Und man sollte lieber die Diversifikation über verschiedene Aktien, verschiedene Währungsräume machen.
Dann ist man besser abgesichert.
Und für Zinsanleger bedeutet das, das kurze Ende, das könnte attraktiv sein.
4,74 Prozent für zwei Jahre bei einer Notenbank ohne Senkungspläne.
Das ist ein ordentliches Angebot.
Ende des Monats kamen die neuen PCI-Daten mit der methodischen Umstellung.
Und die FED hat sie in ihre Prognosen offenbar noch nicht eingebaut, falls die Preisdaten.
bis zum vierten Quartal nicht deutlich sinken, hält Goldman Sachs eine schnellere Abfolge von Erhöhungen für möglich.
Und dann wäre das gestern nur der Auftakt gewesen.
Also ihr müsst auf diese neuen PCE-Daten gucken, die jetzt angeblich neu berechnet werden.
Wer weiß, was dann da zu sehen ist.
Und das Fazit ist auf jeden Fall, die Produktionen, die waren zwar moderat, aber die Pressekonferenz, die war es ganz und gar nicht.
Und der Markt hat sich dann eben auch für die Pressekonferenz entschieden.
Und worauf ihr eigentlich achten müsst, sind A, die Inflationszahlen und auch diese langfristigen Zins, weil die eigentlich die Aktien bestimmen.
Und solange die Zehnjährige bei über 5 Prozent rumhängt, gibt es für Aktien wenig Luft, richtig nach oben zu gehen.
Wir haben auf das gehört, was sich die Menschen wünschen.
Das könnte in diesen Zeiten aus dem Mund eines Politikers kommen.
Aber so oder so ähnlich begründet auch die Investmentgesellschaft H&E.T.F.
Einen neuen ETF, den sie jetzt gelistet hat.
Und der ETF heißt Weekly World Income ETF.
Und das Besondere daran ist, wie der Name schon sagt, der Ausschüttungsrhythmus.
Es soll nämlich wöchentlich immer Geld aufs Konto kommen.
Vielleicht immer freitags.
Wie geil wäre das denn?
Und der Fonds soll kombinieren, und jetzt lese ich mal aus dem Prospekt vor, ein globales Aktienengagement mit einer aktiv verwalten Options-Overlay-Strategie aus Covered Calls und Call Spreads.
Puh, das klingt jetzt natürlich nach einer Menge Finanzkauderwelsch.
Aber die Grundidee, so könnte man meinen, die müsste mir ja eigentlich gefallen, jede Woche eine Ausschüttung.
Ich hatte ja hier schon Strategien vorgestellt, wie man wöchentlich Cashflow mit Dividendenaktien bekommt.
Aber wie viele Aktien braucht man dafür?
Weißt du es noch ungefähr, Eggert?
Ich glaube, es reichen zwölf amerikanische Aktien sogar dafür.
Boah, cool.
Nicht ganz, aber annähernd.
Aber da hat man nicht wöchentlich, da hat man monatlich, oder?
Du kommst mit 15 auf jeden Fall auf eine monatliche Ausschüttung.
Okay, das ist ja schon mal gut.
Aber hier geht es ja um wöchentlich.
Aber es geht hier nicht um Dividenden, das ist das Problem.
Nämlich, da ist es auch der Unterschied, beim World Income ETF sind die Ausschüttungen eben keine Dividenden, die weitergeben werden, sondern der Cashflow kommt aus sogenannten Optionsprämien oder soll zumindest aus solchen Prämien kommen.
Ja, wie funktioniert das jetzt?
Im Portfolio, da sind erstmal Aktien und zwar jede Menge Aktien und auf einen Teil dieses Depots verkauft das Fondsmanagement dann laufend Kaufoptionen, diese Calls an andere Marktteilnehmer.
Und diese Verkäufer, die zahlen dafür eine Prämie, vereinfacht gesagt eine...
Wette darauf, dass die Aktien über einen bestimmten Kurs steigen.
Der Fonds kassiert diese Prämie sofort als zusätzlichen Ertrag und ganz unabhängig davon, ob die Wette dann ausgelöst wird oder nicht.
Bei diesen covered Cards oder nicht gecoverten Cards steigt dann die Aktie über diesen vereinbarten Kurs.
Das ist der Strike.
Dann muss der Fonds die Kursgewinne oberhalb dieser Schwelle an den Options...
Käufe abgeben.
Man tauscht also einen Teil der möglichen zukünftigen Kursgewinne gegen sofortige laufende Erträge.
Und es sind also genau diese Prämieneinnahmen, die die wöchentlichen Ausschüttungen finanzieren sollen.
Nicht echte Dividenden der gehaltenen Unternehmen.
Und wir haben uns mal angeguckt zum Start, haben die nochmal eine ganz andere Strategie gemacht.
Da haben sie einfach nur zwei S&P Call-Geschichten drin.
Einmal haben sie einen S&P 500 Call verkauft, also die Prämie eingestrichen.
Und dann haben sie noch einen S&P 500 Call gekauft, damit, falls es nach oben geht, sie auch daran noch teilnehmen.
haben können und das dann mit unterschiedlichen Strikes, also Ausübungspreisen und Wenn man sich das anguckt, diese Konstruktion, dann geht das Ganze nur auf, wenn der Markt sich an so ein bestimmtes Drehbuch hält.
Und das kann er.
Bisher sieht es gut aus, weil der S&P 500 nicht weiter gestiegen ist.
Aber es muss nicht so weitergehen.
Wenn die Märkte eher seitwärts laufen, also ganz leicht abwärts, dann kann das sinnvoll sein.
Erfahrungswerte deuten darauf hin, dass es so um die 8% pro Jahr laufenden Ertrag geben könnte.
Das ist eine Flüsterschätzung, keine Garantie.
Und klar ist auch, wenn die Aktienkurse nach oben gehen und vor allen Dingen, wenn sie stark nach oben gehen, dann verschenkt man Rendite, möglicherweise sogar jede Menge Rendite.
Und es gibt noch mehr Risiken, denn reichen die laufenden Erträger eines Fonds nicht aus, um die versprochenen Ausschüttungen zu bezahlen.
Beziehungsweise in dem Fall, bei dem Fonds ist jetzt nichts versprochen, da sagt man, würde ich gerne.
Aber trotzdem steht auch drin, Die Ausschüttung muss nicht unbedingt gedeckt sein.
Es kann auch sein, dass das Management einfach die Ausschüttung aus der Substanz nimmt.
Und für Anleger bedeutet das, sie halten zwar eine Ausschüttung, aber gleichzeitig sinkt dann der Wert ihres Fondsanteils.
Es wäre so, als ob man irgendwie ein Stück von seinem MSCI World einfach, den man im Sparplan verkauft, so ist es ungefähr übersetzt.
Ja, beim Portfolio, da gibt es außerdem Klumpenrisiken.
Der Fonds streut das Kapital zwar über verschiedene Sektoren.
Aber die Schwerpunkte, die liegen auf künstlicher Intelligenz in Nordamerika und Technologie-Hardware in Asien.
In Europa und anderen westlichen Märkten stehen zudem die Bereiche Energiesicherheit, Industrie und Rüstung im Fokus.
Wenn man es jetzt böse formuliert, ist das eine ziemlich wilde Optionsstrategie plus Themen-ETF.
Ja, und Welt ist es auch nicht wirklich mit 81 Prozent Amerika.
Das ist eher Amerika, aber gut, mit ein bisschen Welt, mit Restwelt.
Und das Ganze kostet 0,5 Prozent pro Jahr.
Und da kann man sich jetzt schon mal fragen, ja, so eine Sinnfrage.
Du bist ja der Auszahlungsfreund und freust dich über jede Auszahlung.
Deswegen an dich die Frage.
Also wenn dir das nicht gefällt, dann ist es wahrscheinlich wirklich nichts.
Wäre das was für dich, Egger?
Ich weiß nicht, ich bin noch nicht so überzeugt.
Ich wäre eigentlich der Letzte, der was gegen wöchentliche Dividenden hat, aber so eine Optionsstrategie drauf mit allen Risiken, wie gesagt, ich weiß noch nicht, ob ich da mitmachen muss.
Ja, und dann hat unser Stammgast Christian Röhl sich noch gemeldet, der ist ja bei Scalable Capital mittlerweile Chefvolkswirt.
Und er schrieb dann so schön, viele Leute lassen sich dadurch die Ausschüttungsfrequenz in was reinlocken, was sie bei klarem Verstand nie verstehen und nie machen würden.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail an www.888welt.de, also www.AAA-Welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Chris hat uns geschrieben, er ist vergangenen Monat für seinen Arbeitgeber befristet in die USA gegangen.
Und jetzt schreibt er, seitdem höre ich mir jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit euren Podcast an.
Und er hat sich jetzt auch einen 401k.
Das ist dieser Sparplan und da hat er die Pre-Build-Angebote von BlackRock entdeckt und konkret den BlackRock Live Path Index End Target Date Fund, so heißt das ganz ausgeschrieben.
Und jetzt meint Chris, Europa könnte sich bei solchen Zielgruppenfonds entfalten.
Vorbild an den Vereinigten Staaten nehmen.
Besonders spannend findet er den Gedanken, wie das Risiko automatisch reduziert wird, je näher man der Rente kommt.
Und da können wir Chris sagen, weißt du was Chris, dieses 401k, das ist ja auch ein steuerlich gefördeter Altersvorsorge.
Das haben wir jetzt in Deutschland ja auch.
Also haben wir schon mit Riester, aber das ist nicht so das Brüllprodukt.
Aber jetzt ab 27 kommt ja das AVD, das Altersvorsorgedepot.
Dann gibt es auch solche Produkte, solche Zielkunfts.
Da gibt es natürlich Produkte, wo man sich selbst was aussuchen kann.
Aber es gibt auch welche, die so automatisch umschichten, je weiter es dann an die Rente rangeht.
Also insofern könnte ich mir vorstellen, dass es solche Laufzeiten von uns gibt.
Aber jeder Anbieter, der hier zuhört, es gibt ja erst die ersten Angebote, die so ein bisschen vage gemacht sind, wie die aussehen werden.
Der kann sich einfach mal diese Blackrock-Dinger aus Amerika anschauen.
Vielleicht kann man da ja was...
für uns raussuchen.
Und wenn ihr wissen wollt, was es da für AVD-Produkte gibt, die wir bestimmt hier besprechen werden, dann kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei WELD und überall, wo es Podcasts gibt.
