# AI Infrastructure, Macro Headwinds, and Undervalued Tech Champions

**Podcast:** Aktien fürs Leben
**Published:** 2026-09-16

## Transcript

Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis.
Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung.
Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar.
Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung.
Ja, hallo und herzlich willkommen.
Wir haben heute spannende Unternehmen im Podcast und ich glaube, die wenigsten unter Ihnen kennen diese.
Zwei davon sind sogar die größten Konzerne ihrer Branche in ihrem Heimatmarkt.
Das sind Technologie-Champions mit guten Margen und dennoch sind die Aktien unter Wasser.
Und bevor sie jetzt vor Neugierde platzen, würde ich sagen, Timo, beginnen wir einfach mal.
Genau, wir sprechen heute über den größten Autogebrauchtwagenhändler Großbritanniens, der heißt Autotrader.
Wir kennen solche börsennotierten Anbieter wie Auto1 ja auch aus Deutschland.
Aber man muss sagen, Autotrader ist in seinem Heimatmarkt Großbritannien nochmal eine ganz andere Nummer.
Und heute geht es um ein Unternehmen, das noch vor wenigen Jahren vor allem als spekulativer Brennstoffzellenwert bekannt war.
Und heute plötzlich mitten in einer der größten Investmentthemen unserer Welt steht, nämlich dem Boom der künstlichen Intelligenz und dem damit verbundenen enormen Strombedarf.
Die Rede ist von Bloom Energy, wo auch namhafte US-Politiker wie Nancy Pelosi ihre Börsengeschäfte offenlegten.
Wir schauen uns das Unternehmen an, das noch in diesem Monat in den S&P 500 aufgenommen wird.
Und zu guter Letzt gehen wir nochmal nach Japan.
Toyota gesprochen, heute sprechen wir über ein Unternehmen, das man außerhalb Japans überhaupt nicht kennt, ohne dass in Japan aber gar nichts gehen würde, nämlich den IT-Konzern Tizi, ein wichtiger Dienstleister für japanische Banken, Kreditkartenanbieter und Versicherungen.
Und wer jetzt direkt zu einem dieser drei Unternehmen springen möchte, kann dies tun und orientiere sich an den Timecodes in den Shownotes.
Für alle anderen geht es erstmal mit dem Blick zurück weiter.
Der Wochenrückblick.
Ja, und da gab es das, was wir wahrscheinlich alle erwartet haben.
Sie hat es getan.
Die EZB hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf jetzt nunmehr 2,5 Prozent angehoben.
Das war gar nicht so das große Thema.
Die Frage war vielmehr, wie geht es jetzt weiter?
Timo, der Ölpreis verhagelt uns wieder die sämtlichen Aussichten auf günstiges Geld.
Der Ölpreis letzte Woche wieder enorm gestiegen durch die geopolitische Situation.
Das bedeutet, am Markt werden mittlerweile bis Ende 2027 ca.
90 Basispunkte an weiteren EZB-Zinserhöhungen eingepreist.
Also drei bis vier Zinserhöhungen werden wir wohl sehen, wenn die Inflation nicht in den Griff kommen wird.
Und ja, das würde ein Leitzins ausmachen von 3,4, 3,5 Prozent in Europa.
Das hätte natürlich enorme negative Auswirkungen für die Aktienmärkte, auch für die Immobilien und letztendlich auf unser Kontext.
Ja, du sagst es.
Ich glaube, alle gucken jetzt gebannt auf den Nahen und Mittleren Osten und die Lage rund um die arabische Halbinsel.
Da haben ja am Wochenende beziehungsweise in der vergangenen Woche die Houthi-Rebellen aus dem Jemen große militärische Erfolge erzielt.
Sie haben eine Insel im Roten Meer besetzt.
sozusagen die Ausfahrt aus dem Roten Meer nach Süden blockiert.
Man kann jetzt noch durch den Suezkanal ins Rote Meer rein.
Allerdings ist auch die Ölpipeline, die durch Saudi-Arabien das Öl vom persischen Golf ins Rote Meer transportieren sollte, eine Ölpipeline, die durch den Iran-Krieg wahnsinnig wichtig geworden ist und die Blockade der Straße von Hormuz.
Die ist jetzt auch noch defekt.
Das heißt, man weiß gar nicht, ob und wie viel Öl Saudi-Arabien in den kommenden Wochen noch in der Lage ist zu exportieren.
Und das tatsächlich treibt die Märkte sehr um, vor allen Dingen natürlich den Ölmarkt.
Das Barrelöl kostet wieder stabil über 100 Dollar.
Es war zwischenzeitlich am Freitag auch mal bei 110 Dollar schon.
Also da ist noch einiges an Musik drin.
Ja, du sagst es, das hat dann Folgen für die Inflation, für die Inflationserwartung sowohl in den USA wie auch speziell in Europa.
Und es sieht nicht gut aus.
Das stimmt schon, was die Märkte da antizipieren.
Ja, es sieht auch deswegen nicht gut aus, weil selbst wenn es eine Entspannung in der Straße von Humus geben sollte, woran wir zwar, glaube ich, gar nicht denken, dann haben wir natürlich auch weiterhin diesen enormen Strombedarf von Rechenzentren, KI-getrieben.
Wir hatten es ja eben im Intro und werden uns gleich noch darüber unterhalten.
Das heißt also schon, dass die Preise entsprechend langfristig auf einem hohen Niveau verharren werden.
Und ich denke auch jetzt am kommenden Mittwoch haben wir ja auch den Zinsentscheid in den USA.
Aktuell liegen wir bei 3,5, 3,75 in diesem Korridor.
Und hier auch die jüngsten Inflationsdaten waren ja auch dementsprechend, sodass man auch hier mit einer Erhöhung rechnen kann.
Das wird spannend in den kommenden Wochen und Monaten, wie die Aktienmärkte auf eine so vehemente Verteuerung des Geldes reagieren werden.
Ich habe eine Ahnung.
Wir kommen gleich auch noch zu einem anderen Faktor, zu einem Unsicherheitsfaktor an den Märkten.
Lass uns mal kurz zwischendrin über einen Stabilitätsanker an den Märkten sprechen, nämlich Apple.
Die Apple-Aktie und den neuen Chef John Törnes, der in dieser Woche im Grunde genommen seinen ersten großen Auftritt hatte und tatsächlich neue Produkte von Apple vorgestellt hat.
Unter anderem das iPhone Duo, ein faltbares iPhone, was auseinandergeklappt wie ein kleines Tablet aussieht.
Zu einem ganz sportlichen Preis von etwa 2.300 Euro soll es demnächst in den Handel kommen.
Das ist natürlich eine tolle Sache.
Auf der anderen Seite muss man sagen, gibt es solche Geräte auch schon im Markt.
Also so ganz das Rad neu erfunden hat Apple da nicht.
Ansonsten gibt es, glaube ich, viel more of the same.
Also Weiterentwicklung bei AirPods, bei Uhren.
Siri soll wieder mehr können etc.
Hat dich das...
Wie überzeugt diese erste Vorstellung des neuen Apple-CEOs?
Also wir haben ja alle damit gerechnet oder auch gehofft, dass es mehr KI gibt.
Und da hängt Apple ja wirklich hinterher.
Aber was macht Apple?
Sie fokussieren sich im Grunde genommen darauf, was sie seit Jahren machen, nämlich auf die Hard- und auf die Software.
Es gibt kleine Gimmicks dabei.
Ich finde dieses iPhone Duo auch mit diesem zusammengeklappt-größeren Reisepass entfaltet wie ein kleines Tablet.
Finde ich schon sexy.
Aber du hast es eben gesagt, mit 2300 Euro ist das natürlich kein Schnepperchen mehr.
Wir haben ein bisschen Modellpflege beim iPhone 18, was ich glaube erst nächstes Jahr rauskommt.
Aber auch hier gehen die Preise ab 1500 Euro los.
Und Siri, das hattest du auch gesagt, kriegt zwar mittlerweile Zugriff auf...
300.000 Apps, aber das war halt nicht wirklich dieser Aha-Effekt.
Ich glaube aber auch, Timo, den müssen wir hier gar nicht haben.
Wir hatten hier mal vor Monaten im Podcast über Apple gesprochen und da hatte ich so gesagt, es gibt unglaublich, es gibt Millionen von iPhones da draußen, die im Grunde genommen nur darauf warten, mal erneuert zu werden.
Ich glaube, die haben so eine ...
eine Verweildauer von vier, fünf Jahren.
Und jeder wartet auf KI.
Ich sehe jetzt hier durch diese Preise und nicht wirklich den Aufschlag von Apple, sehe ich jetzt nicht diesen weltweiten Wechselzyklus.
Aber den muss Apple natürlich bei diesen Preisen auch gar nicht haben.
Und es ist halt Apple, ja.
Also es werden viele dieses iPhone Duo kaufen.
Ich finde das schon sehr, sehr interessant.
Ich finde das deswegen interessant.
Ich mache mir natürlich schon Gedanken, nehme ich jetzt mal irgendwann ...
Ich brauche ein neues iPhone, ich bin noch beim 13er.
Aber da muss man sich überlegen, nehme ich jetzt das 18er für 1500 oder lege ich noch was drauf und bin beim Duo.
Und ich glaube einfach, dass diesen Gedankengang viele haben.
Und man muss nicht tausende Millionen von iPhones umsetzen.
Man muss halt einfach nur ein paar zu diesem hohen Preis kaufen.
Und Apple hat trotzdem sein Wachstum und seine weitere Wachstumsstory.
Und deswegen glaube ich an das.
Und das siehst du auch am Aktienkurs.
Zuerst war man enttäuscht.
Die Aktie verlor erst mal nach Bekanntgabe, hat dann aber zum Wochenschluss ja leicht im Plus geschlossen.
Und daher Apple ist Apple und bleibt Apple.
Dann kommen wir noch auf die KI und die Tech-Szene insgesamt.
Da gab es ja erstens auch ein paar Unternehmenszahlen aus der vergangenen Woche.
Adobe lieferte sehr gute Zahlen.
Aktie hat sich ja, seitdem wir sie hier im Podcast besprochen haben, auch recht ordentlich entwickelt.
Zwischenzeitlich sogar noch ein bisschen besser, ging jetzt wieder etwas runter, aber trotzdem deutlich im Plus.
Oracle zum Beispiel, der andere große Player im Bereich KI und Rechenzentrumsbau, hat einen deutlichen Umsatzzuwachs vermeldet, plus 30 Prozent im Cloud-Geschäft, sogar plus 62 Prozent.
Dennoch ging die Aktie um.
um 4% in der Woche nach unten.
Das zeigt so ein bisschen, wie groß die Erwartungen sind, gegen die diese Konzerne jetzt gerade an den Märkten anarbeiten müssen.
Das ist sehr sportlich.
Und jetzt kommt ja noch etwas hinzu übers Wochenende, Petra, was wir in diesem Podcast, weil es halt nicht so richtig immer gleich um Aktienkurse geht, eher selten aufgreifen.
Aber heute wollen wir es trotzdem mal tun.
Diese ganzen Warnungen dieser KI.
Halbgötter, sage ich mal, wie Sam Altman und Dario Amodei, dem CEO von Anthropic, die jetzt alle davor warnen, wie mächtig KI werden kann und die im Grunde genommen schon darum betteln und flehen, doch reguliert zu werden und dass man Tempo rausnimmt aus der KI-Entwicklung, weil die KI, da gibt es Warnungen, dass sie die Menschheit auslöschen könnte, dass sie den Weltuntergang auslösen könnte.
Sam Altman hat jetzt im Grunde genommen schon gesagt, naja, wir schieben erstmal den Börsengang nach hinten.
Da kommen wir vielleicht auch nochmal gleich drauf.
Aber was...
Heißt das, was nimmst du da mit aus dieser Diskussion?
Was glaubst du, was hat das für Auswirkungen auch auf diese ganzen sehr gehypten Tech-Konzerne, die gerade sehr viel Geld in KI-Entwicklungen und Rechenkapazitäten investieren?
Ich konnte es fast gar nicht glauben.
Also, dass man von dieser massiven Beschleunigung bei dem Forschungstempo im KI-Zeitalter warnt, das finde ich ja ganz normal.
Das verstehe ich bei einem Demis Hassabis, also einem KI-Forscher aus Großbritannien.
dass ausgerechnet diese CEOs, Aladario Amodai, Sam Oldman, Elon Musk, also die ja primär davon profitieren, dass sie diese Beschleunigung weiterhin subventionieren und unterstützen, dass die jetzt warnen.
Und das war ja keine Warnung, ja, es könnte auch mal eine Cyberattacke werden.
Das ist ja, hier wird ja wirklich mit höchster Kritik gewarnt.
Es wurde ja gesagt, wenn wir in einem solchen Tempo weitermachen, wird es in sechs bis zwölf Monaten, kann es katastrophale Schäden bis hin zur Vernichtung der Menschheit bedeuten.
Ich verstehe es einfach nicht.
Ich überlege natürlich wieder, wem nutzt eine solche Warnung?
Wer hat den Nutzen daraus?
Das muss irgendein Hintergedanke sein.
Ansonsten würde ich nicht, wenn ich Hauptprofiteur bin von einem KI-Modell, warne ich jetzt nicht plötzlich mit der Vernichtung der Menschheit.
alle wahnsinnig Angst.
Dann haben wir den Zenit schon längst überschritten.
Oder hier wird wieder irgendetwas im Hintergrund mit Geldverschiebung anderweitig geplant.
Naja, ich glaube, es gibt sozusagen zwei, drei unterschiedliche Antworten auf das, was du gerade gesagt hast.
Die erste Antwort ist, ja, es kann stimmen.
Wir wissen es ja nicht.
Niemand von uns ist in diesen KI-Laboren und sieht selber, wie mächtig diese Anwendungen heute schon sind, was die alles können.
Die zweite...
Vermutung, die ich jetzt hätte, wäre, dass Unternehmen wie OpenAI und Anthropic, die haben ja nicht nur ein Interesse, ihre KI-Modelle zu verkaufen, sondern am Ende wollen sie ganze Ökosysteme verkaufen, in denen natürlich auch die Schutzmechanismen mit angelegt sind, die dafür sorgen werden, dass diese KI-Modelle immer schön eingehegt sind.
Also man muss im Grunde genommen auch so ein bisschen mit diesen Warnungen, kann man im Grunde genommen die Nachfrage schüren für Ökosysteme, die dafür sorgen, dass Unternehmen gleichzeitig geschützt sind wiederum vor diesen KI-Anwendungen.
Naja, und der dritte Punkt, den kann man auch von außen nur ganz schwer einschätzen, ist aber, dass die alle ja auch ihre eigenen Interessen haben.
Also Sam Altman war mit OpenAI ganz vorne dabei.
Dann hat Dario Amodei mit Anthropic.
von hinten das Feld aufgerollt, ist aktuell führend mit seinen KI-Anwendungen und seinen großen Modellen.
OpenAI hat seinen Börsengang eigentlich schon nach hinten geschoben gehabt.
Die hatten den schon gar nicht mehr terminiert, anders als Anthropic, die jetzt im Oktober an die Börse gehen wollten, was Sam Altman wahrscheinlich so ein bisschen im Ego gekratzt hat, weil er sagt, naja, eigentlich wollten wir ja auch an die Börse, aber das bringt gerade nicht so wahnsinnig viel mit unseren Fortschritten.
Also dass jetzt zum Beispiel Sam Altman seinen Börsengang für dieses Jahr abgesagt hat, würde ich sagen, naja, das verstärkt natürlich auch so ein bisschen die Vorbehalte gegen den Börsengang vermutlich von Anthropic, die bislang an ihrem Zeitplan festhalten.
Das heißt, diese persönliche Komponente, dieses Konkurrenzstreben, was da auch noch drin steckt und diese Missgunst sozusagen, die man zumindest den Gründern und CEOs auch immer mit unterstellen muss.
Die spielt da auch noch mit rein und die macht es tatsächlich zu einer sehr, sehr schwer zu durchschauenden Gemengelage.
Klar, ich gebe dir recht, am Ende ist wahrscheinlich immer Vorsicht die Mutter der Porzellankiste.
Also wäre es ganz gut, dass da mal jemand von außen reinguckt und so sagt, wie mächtig sind diese Modelle.
Aber ich hätte auf der anderen Seite auch meine großen Zweifel, dass diese Trump-Administration wirklich willens ist.
genau zu wissen, was da eigentlich passiert, sondern die werden sagen...
Das hat Trump ja auch schon im Nachhinein gesagt.
Trump hat sich ja auch schon positioniert, der will genau richtig, der sagt einfach, Leute, wir müssen weitermachen, sonst macht es China.
Grundsätzlich ist es ja nicht nur eine Warnung vor irgendwelchen Eskalationen der KI, sondern es ist eine Gesamtwarnung für den Markt, was wir letzte Woche alles gesehen haben.
Ich glaube einfach, nach oben haben wir jetzt wirklich Bewertungen erreicht, die an ihre Grenze herantreffen.
Wenn wir das mal sehen, wir werden mit mehr Inflation zu tun bekommen.
Wir haben steigende Zinsen.
Das wird natürlich die Schulden für die Unternehmen auch teurer machen.
Wachstum entsprechend runterdividieren.
Wir haben letzte Woche relativ gute Zahlen.
von den Technologiekonzernen gesehen, trotzdem verlieren die meisten Aktien mittlerweile, weil die Erwartungen nach oben einfach nicht mehr weiter großartig geschraubt werden können.
Jetzt kommt eine Warnung im KI- und Technologiesektor hinzu.
Dann hat OpenAI auch noch gesagt, naja, wisst ihr, im Grunde genommen, ab 2029 können wir erst mit einer Profitabilität rechnen.
Das sind alles keine guten Aussichten.
Daher sollten wir uns im wahrsten Sinne des Wortes für den Herbst und Winter jetzt mal etwas wärmer anziehen.
Das könnte rappelig werden.
Autotrader betreibt den größten digitalen Automobilmarkt in Großbritannien und Irland.
Das Unternehmen zieht jeden Monat nach eigenen Angaben 55 Millionen Besucher an von Menschen, die sich ein neues Auto zulegen wollen.
Rund 450.000 Fahrzeuge findet man dort jeden Tag im Angebot.
Und etwa 80 Prozent der britischen Autohändler vertreiben ihre Fahrzeuge über.
Autotrader und die entsprechenden Webseiten.
Was mich ja persönlich sehr einnimmt für dieses Unternehmen ist, dass es hervorgeht aus einer Fachzeitschrift, also einem ganz klassischen Printprodukt für Autohandel, 1977 gegründet.
Und dann hat man im Grunde genommen in den Nullerjahren angefangen, das Geschäft zu digitalisieren und entsprechende Angebote digital anzubieten.
2013 hat man im Grunde genommen dann den Printtitel ganz eingestellt und war ein voll digitaler.
Und 2015 ist man an die London Stock Exchange gegangen und ist seither auch dort gelistet.
Wie sich dieses Unternehmen finanziert, ist relativ klar.
Nämlich einmal durch Werbeerlöse für die Anzeigen und die Gebühren bei den erfolgreichen Transaktionen.
Das Modell kennt man im Grunde genommen auch von hiesigen Anbietern.
Aber was man sich mal auf der Zunge zergehen lassen muss, sind die Unternehmenskennziffern, die dieses Unternehmen zu bieten hat.
Der Umsatz hat sich in den vergangenen sieben, acht Jahren in etwa verdoppelt von 330 Millionen Pfund auf aktuell 620, 630 Millionen Pfund.
Und der Gewinn, und jetzt wird es richtig lustig, der hat sich ebenfalls verdoppelt von etwa 170 Millionen Pfund auf aktuell 290 Millionen Pfund.
Das heißt, die machen von...
600 Millionen Pfund, fast 300 Millionen Nettogewinn nach Steuern, das muss man erstmal hinkriegen.
Da lohnt sich doch der Blick auf unseren geliebten Rossi, den Return on Capital Employed, der bei 65 Prozent steht.
Also ein hoch profitables Unternehmen mit einer sensationellen hohen Skalierbarkeit bei geringem Kapitalbedarf.
Klar, wenn diese Online-Plattform, die so etabliert ist in Großbritannien, einmal läuft, haben wir hier natürlich keine weiteren hohen Kosten, die dafür umgesetzt werden.
Das bedeutet auf der anderen Seite auch eine enorme starke Preissetzungsmacht für dieses Unternehmen, hohe operative Margen.
Und das Tolle ist jetzt, Der Kurs liegt komplett unter Wasser.
Und deswegen haben wir gesagt, mal weg von aller KI und Technologie.
Das ist ein Unternehmen, was wirklich toll dasteht.
Und trotzdem ist der Kurs mit einem KGV von 14, wie wir beide wahrscheinlich einschätzen, völlig unterbewertet.
Womit hat das etwas zu tun?
Wir haben natürlich, Timo, du möchtest noch was sagen.
Naja, ich wollte sagen, du weg von KI.
Ich wollte sagen, nein, wir sind hier genau im Bereich von KI, weil das ist doch einer der Gründe, warum dieser Aktienkurs so abgeschmiert ist.
Wir waren 2024 bei um die 9 Pfund.
Aktuell sind wir jetzt bei 4,90 etwa.
Und was ist in der Zwischenzeit passiert?
KI ist aufgekommen und man nimmt wahrscheinlich an, würde ich vermuten, dass KI im Grunde genommen diese Marktplatzlogik und Geschäftsmodelle komplett übernehmen kann.
Genau, wir haben hier den gleichen Fall und wir werden gleich noch einen Fall haben, wo wieder die ganzen Softwareunternehmen und dazu gehört ja auch Autotrader völlig runtergeprügelt werden, ähnlich wie in der SAP, weil man glaubt, KI und Claude und alle...
KI-Modelle, die dazugehören, könnten das vollständig ersetzen.
Das muss man hier erst mal innerhalb kürzester Zeit schaffen, eine komplett neue Plattform einzurichten, die diese Preissetzungsmacht hat, die 80 Prozent der britischen Autohändler im Grunde genommen unter Vertrag hält.
Also das dauert noch.
Und daher haben wir gesagt, das wollen wir uns mal angucken.
Natürlich hatten wir hier auch noch Probleme.
2020 gab es einen unglaublichen Umsatzeinbruch.
Der war natürlich auf Corona zurückzuführen.
Aber im Anschluss...
gab es dann auch wieder eine gewisse Stärke.
Vor allen Dingen auch die Inflation hilft uns hierbei, weil die Inflation treibt Fahrzeugpreise, was dazu führt, dass eher natürlich dann wieder zu Gebrauchtfahrzeugen gegriffen wird.
Und auch davon profitiert natürlich Autotrader.
Autotrader selbst hat diesen Kernbereich der Fahrzeuganzeigen.
Es gibt noch ein zweites Standbein, das ist Autorama.
Das betrifft Leasing von Neufahrzeugen und verwandte Produkte.
Das ist aber nur ein kleinerer Teil.
Was halt hier so interessant ist.
ist, dass das Management den Kursverfall auch selbst genutzt hat und seit längerer Zeit in großem Maße eigene Aktien zurückkauft.
Und in den vergangenen fünf Jahren konnte so die Anzahl der ausstehenden Aktien um fast 20 Prozent reduziert werden.
Und auch aktuell sieht das Management den eigenen Aktienkurs als deutlich zu gering an.
Das Management wird im laufenden Geschäftsjahr circa 600 Millionen britische Pfund an die Aktionäre zurückgeben, davon 500 Millionen als Aktienrückkäufe.
100 Millionen als Dividende.
Das bedeutet für uns, wenn wir uns den Aktienkurs mal angucken, alleine wenn der Aktienkurs auf diesem geringen Niveau verharren sollte, hätten wir durch den Aktienrückkauf und durch die Dividende eine circa Rendite für 2027 von 15 Prozent.
Dafür müssen weder Umsatz noch Gewinn steigen.
Und dann finde ich, ist das natürlich ein unglaublich interessanter Wert, den man sich mal ruhig angucken kann.
Tatsächlich eine super Entdeckung, Petra.
Und mal wieder der Beweis, dass irgendwie auch in so ganz klassischen und biederen Geschäftsmodellen wie Gebrauchtwagenhandel richtig viel Geld verdient werden kann und auch eine ganz spannende Aktie stecken kann.
I like, genau.
So, dann kommen wir mal wieder so ein bisschen in Richtung Technologie und KI, obwohl...
die Bloom Energy überhaupt kein wirkliches KI-Unternehmen ist.
Die wurden 2001 gegründet.
Die Wurzeln liegen übrigens in einem NASA-Projekt.
Der Gründer arbeitete damals nämlich an Technologien, die ursprünglich im Zusammenhang mit der Mars-Mission standen.
2008 brachte das Unternehmen dann seinen ersten kommationellen Bloom Energy Server auf den Markt und seitdem entwickelt Bloom Systeme, die direkt beim Kunden Strom erzeugen, also dezentral und unabhängig vom klassischen Stromnetz.
Heute ist das Kernprodukt des Unternehmens der sogenannte Energy Server.
Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um ein Brennstoffzellensystem, das beispielsweise Erdgas, Biogas und Wasserstoff elektrochemisch in Strom umwandeln, also ohne diese klassische Verbrennung, wie wir sie kennen.
Und der entscheidende Vorteil dabei ist natürlich, der Strom wird direkt dort erzeugt, wo er benötigt wird.
Und das ist genau hier auch unsere Börsenstory.
Jetzt kommt natürlich dieser große Wandel mit der künstlichen Intelligenz.
Weil die Rechenzentren, die wir kennen, also Unternehmen wie Oracle, Microsoft, Google, Amazon oder auch spezialisierte sogenannte Neo-Cloud-Anbieter benötigen enorme Mengen elektrischer Energie.
Problem ist aber, und das kennen wir natürlich auch, neue Rechenzentren können teilweise deutlich schneller gebaut werden, als die notwendige Strominfrastruktur hergibt.
Und genau hier versucht natürlich Bloom Energy anzusetzen.
Die Idee lautet, wenn das Stromnetz nicht schnell genug liefern kann, erzeugen wir eben den Strom direkt vor Ort.
Wir kennen das ja auch aus Deutschland, dass es da Probleme gibt beim Stromanschluss von großen Verbrauchern.
Riesenthema aktuell für die deutsche Wirtschaft.
Das Lustige ist, in den USA denkt man immer, wenn man diese gigantischen Zahlen hört, wie viel 100 Milliarden da von einzelnen Unternehmen in Rechenzentren investiert wird.
Dass man sagt, ja Wahnsinn, wie die das alles hinkriegen und wie schnell die da sind und so weiter und so fort.
Und jetzt stellt man eben fest, nee, ganz so schnell sind die dann auch nicht.
Die können zwar die Rechenzentren bauen und die können auch die Server da reinstellen und die Nvidia-Chips alle da zusammen löten.
Aber am Ende haben sie dann doch keinen Strom, den sie da verbrauchen.
Dann heißt es immer, ja, dann bauen die da irgendwie Atomkraftwerke, ganz kleine, ganz neue.
Gibt es leider nur überhaupt noch nicht auf der Welt.
Haben wir leider noch keins im Angebot.
Jetzt heißt es, naja, dann brauchen wir...
Brauchen sie vielleicht Gasturbinen?
Das stimmt.
Lustigerweise ein Unternehmen, was davon profitiert, ist Siemens Energy hier in Deutschland, die komplett ausverkauft sind wegen dieses KI-Booms in den USA.
Und jetzt kommt eben Bloom Energy und sagt, naja gut, Gaskraftwerke brauchen ja auch noch immer eine Zeit, da muss das Gas hinkommen in die Wüste.
Und so weiter.
Auch das gar nicht so trivial.
Und die bieten jetzt also eine Lösung an, die man quasi so kühlschrankgroß irgendwo hinstellen kann.
Und natürlich auch in einer größeren Dimension.
Aber die eigenen, diese Bloom Energy Server oder wie die heißen, die sind ja wohl so groß ungefähr wie ein großer Kühlschrank.
Und die können dann mit dieser Brennstoffzellentechnologie, die da drin steckt, quasi mit einem chemischen Prozess.
Energie produzieren und zwar relativ stabil, so dass es genau richtig ist für ein Rechenzentrum, das sich darauf verlassen muss, können muss, dass da permanent Energie fließt.
Ja, wir haben hier also keinen klassischen Energieversorger, der einfach seine Kilowattstunden verkauft an die Unternehmen, sondern Blumen verkauft die Infrastruktur, mit der die Kunden dann ihren eigenen Strom erzeugen können.
Und wenn da erstmal dieser, du hast es eben so schön genannt, der Kühlschrank da steht, dann kommt natürlich auch entsprechende Einnahmen wie Service und Wartung dazu.
Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder.
Wir hatten 2025 schon eine Umsatzsteigerung von gut 37 Prozent.
Auch die Bruttomarge verbesserte sich von 27,5 auf 29 Prozent.
Doch 2026 ist die Dynamik nochmal deutlich stärker geworden.
Im zweiten Quartal 26 erzielte Blumen sogar einen Umsatzsteigerung.
Umsatz von 1,065 Milliarden Dollar.
Zum Vergleich im zweiten Quartal des Vorjahres waren es nur 401 Millionen Dollar.
Das entspricht einem Umsatzwachstum von circa 166 Prozent.
Und noch bemerkenswerter, wie ich finde, der Produktumsatz stieg um mehr als 215 Prozent.
Also auch die Profitabilität hat sich massiv verbessert.
Aber jetzt muss man auch...
Einschieben, Petra, dass die Aktie all das natürlich auch schon ganz stark einpreist und berücksichtigt hat.
Die Aktie ist im Grunde genommen von, Pennystock wäre jetzt ein bisschen despektierlich, aber von 10, 15 Dollar Anfang 2025 gestiegen auf aktuell 275 Dollar.
Mitte, Ende 2026.
Da ist also schon ganz schön viel Fantasie dabei.
Du hast die Umsatzzahlen angesprochen.
Ja, die steigen deutlich.
Also die verkaufen ihre Geräte.
Gewinne machen sie damit allerdings, muss man fairerweise sagen, noch nicht.
Das wird irgendwann passieren.
Ist mit Sicherheit so.
Aber tja, jetzt ist natürlich so die klassische Frage, 275 Dollar in KGV jenseits von Gut und Böse.
Ist das jetzt noch eine Aktie, wo man einsteigt?
Du hast gesagt, Nancy Pelosi ist da eingestiegen.
Die ist ja immer ganz vorne mit dabei mit ihren Aktiendeals.
Wäre für mich jetzt aber auch nicht unbedingt ein Argument, ihr zu folgen an der Stelle.
Nein, also Nancy Pelosi ist für mich auch kein Warren Buffett.
Ja, das ist das größte Risiko oder das ist meines Erachtens das einzige Risiko, die hohe Bewertung.
Und hier können natürlich negative Nachrichten, wie wir sie eben auch schon besprochen haben, wenn die KI sich verlangsamen sollte, also gezielt verlangsamen sollte, wird das natürlich auch Auswirkungen auf Bloom Energy haben und auch auf den Aktienkurs.
Aber grundsätzlich glauben wir ja alle an die Zukunft, dass Technologiezentren Server brauchen.
damit Energie brauchen und Bloom Energy hier eine Alternative anbietet, die gegriffen wird.
Und wir sehen es jetzt, es gab jetzt ja in der Neuzeit große Deals.
Es gibt den Deal 2026, haben Bloom Energy und Oracle ihre Partnerschaft massiv erweitert.
Das ist eine große Story natürlich.
Und dann gibt es Bloom Energy und Brookfield, erweitern auch ihre Partnerschaft für die AI-Infrastruktur von ursprünglich 5 Milliarden US-Dollar auf 25, also eine Verfünffachung.
Also das Unternehmen ist schon in einem entsprechenden Zyklus und wird auch über die kommenden Jahre wachsen.
Ja, es kann immer mal wieder Dellen in der Kursentwicklung geben.
Was ich aber auch noch besonders interessant und attraktiv finde, ist, das Unternehmen ist so stark gewachsen.
dass es in diesem Monat noch in den großen S&P 500 Index aufgenommen wird.
Um den 21.
September wird die Aufnahme passieren.
Und das bedeutet, dass die Indexfonds und die ETFs, die in den S&P 500 investieren, also die diesen abbilden, müssen die Aktie kaufen.
Und das kann die Nachfrage nach der Aktie natürlich erhöhen und die Liquidität verbessern.
Also das ist auch nochmal eine Chance.
Aber natürlich, wir haben eine hohe Bewertung.
Das Risiko, dass man abhängig ist vom KI-Boom, sehe ich nicht.
Oder Technologien und Lieferketten.
Wir brauchen Energie und das wird in Zukunft so sein.
Es ist spekulativ.
Ich muss mich auf Schwankungen einstellen.
Aber ich denke mal, dass wir auf langfristige Sicht hier wirklich einen ganz, ganz großen Player in dem Markt mithaben.
Aber da würde ich dann jetzt erstmal selber auch ein bisschen die KI-Korrektur abwarten, die vielleicht doch mal um die Ecke kommt.
Gerade wenn man so stark an Oracle hängt, da hätte ich Hoffnung, dass da noch was rappelt.
Klein, aber oho.
Ja, wir haben nochmal einen Technologie-Champion ausgekramt.
Das Unternehmen nennt sich TZ Incorporation und ist eines der führenden japanischen IT-Dienstleistungsunternehmen.
Der Ursprung liegt 1971 in der in Osaka gegründeten Toyo Information Systems, die zunächst...
die klassische Softwareentwicklung anbot.
Und bereits einige Jahre später folgte mit einem eigenen Rechenzentrum und Online-Geschäften ein früher Schritt in Richtung IT-Infrastruktur.
Und die einzelnen Schritte aufzuzählen, die halt seit den 2000er Jahren bis dieses Jahr passiert sind, wäre viel zu umfangreich.
Es ist aber so, dass die ganzen gezielten Zukäufe, die Übernahmen, die Fusionen und bis zum Schluss, erst im Juli, die Verschmelzungen dazu führten, dass wir heute den Namen haben, Tisi Incorporation.
Und durch diese Maßnahmen wurde natürlich auch die internationale Präsenz über Japan hinaus in China, in Singapur, Indien und Thailand massiv ausgebaut.
Und warum sprechen wir hier über einen Technologie-Champion?
Das ist relativ simpel, weil Tisi zählt zu den führenden Systemintegratoren Japans und zählt vor allen Dingen im Finanzsektor zu einem ganz, ganz starken Player mit einer dominanten Marktstellung.
Das Unternehmen betreibt Unternehmenskredit.
politische Kernbanken, Systeme, Zahlungs- und Verkehrskreditkartenplattformen für einen Großteil der japanischen Banken von Kreditkartenanbietern und Versicherern.
Also ein Wechsel solcher Systeme ist für Kunden mit hohem operativen Risiko und natürlich auch Kosten verbunden.
Und ich denke, an dieser Stelle wissen Sie schon wieder, worauf diese Story hinauslaufen wird.
Das stimmt irgendwie, wir sind recht durchschaubar.
Petra, das Unternehmen ist ja deswegen spannend, weil das jetzt wirklich keine Rakete ist, weder beim Umsatz noch beim Gewinn.
Umsatz steigt so jedes Jahr so ein bisschen, um so 10 Prozent würde ich mal grob schätzen.
Wir sind jetzt so aktuell, fand ich auch interessant.
Man hat irgendwie bei dieser ganzen Yen-Euro-Dollar-Umrechnung immer irgendwie wird einem so ein bisschen schwindelig.
Also wir reden über ein Unternehmen, was etwa 600 Milliarden Yen Umsatz macht, aber das entspricht dann etwa 3,4, 3,5 Milliarden Euro.
Das ist also gar nicht so wahnsinnig groß, sondern die sind eben sehr speziell in dem, was sie tun für den Finanzsektor.
Da sind sie in Japan und im weiteren asiatischen Raum irgendwie nicht wegzudenken.
Und davon bleibt dann aber auch gar nicht so wahnsinnig viel übrig.
Also ich denke da wieder an Autotrader und diese phänomenalen Margen, die die da realisieren.
Die Kollegen in Japan, die haben so eine Marge von etwa 10% netto.
Da bleiben dann am Ende so 0,3 Milliarden Gewinn übrig.
Da kommen wir auch gleich nochmal drauf.
Was ich jetzt einmal dich fragen wollte, wir haben ja vor zwei, drei Wochen hier über Toyota gesprochen.
Und wir haben gesagt, Toyota ist eine spannende Aktie aus verschiedenen Gründen.
Aber der Yen, das ist irgendwie auch so ein Risiko, weil der Yen ist irgendwie stark gefallen im Wert.
Aber viele, insbesondere die Amerikaner, sind darüber gar nicht so glücklich.
Die versuchen den Yen jetzt zu pushen, zu stärken.
Das haben sie auch in den letzten Tagen wieder getan, haben interveniert am Währungsmarkt, um den Wechselkurs des Yens anzuheben und den Dollar und so weiter irgendwie abzuwerten.
Bei Toyota haben wir gesagt, das ist eine schwierige Kiste, das Unternehmen natürlich stark vom Export abhängig ist.
Wenn der Yen aufwertet, ist das problematisch für Toyota und für den Export der Autos.
Hier ist es, glaube ich, jetzt ein anderer Fall, weil die sind eben stark im japanischen Markt, machen in Japan ihre Umsätze.
Und wenn ich jetzt als ausländischer Investor in diese Aktie investiere, habe ich wahrscheinlich sogar eher einen Vorteil davon, wenn der Yen perspektivisch sogar aufwertet, oder?
Korrekt.
Genau das ist es.
Also wir haben hier nicht dieses unglaublich internationale Geschäft, wie wir das bei Toyota sehen, sondern der Kernmarkt ist wirklich Japan.
Und da hat das Unternehmen halt auch seine Relevanz, weil halt, wie wir eben gesagt haben, Banken und Versicherer in Japan nicht einfach wechseln können oder dies tun, weil zu riskant und zu teuer.
Und da sitzt Tisi also fest im Sattel und kann auch weiterhin seine Preise durchsetzen.
Und das sieht man auch.
Jetzt hast du eben gesagt, ja, der Gewinn...
ist noch nicht da, wo er ist, aber er bewegt sich in die richtige Richtung.
Und gerade deswegen ist das ja so interessant.
Und gerade deswegen wird der Kurs auch so ein bisschen unter Druck liegen.
Also im Vergleich zu anderen Unternehmen haben wir eine relativ niedrige Bruttomarge, die wir hier sehen.
Die hat aber Potenzial.
Und das hat man in den vergangenen Jahren auch gesehen, dass die kontinuierlich gesteigert werden konnte.
Den Hebel, den wir hier haben oder den ich hier sehe, ist halt ...
Umsatzwachstum, es sind dann höhere Margen und kommen wir gleich noch darauf zu sprechen, das sind hier auch wieder Aktienrückkäufe.
Und fundamental betrachtet, Tizen notiert aktuell mit einer Free Cashflow-Rendite von circa 7,1 Prozent und ist nicht nur schuldenfrei, sondern besitzt auch noch eine ganz, ganz nette Netto-Kassen-Position.
Und im April kündigte, im April diesen Jahres kündigte das Unternehmen an zukünftig 50 Prozent.
des operativen Gewinns in Form von Aktienkäufen, Rückkäufen und Dividenden an die Aktionäre auszuschütten.
Das besondere Ziel ist natürlich die Steigerung der jährlichen Dividende.
In den vergangenen 15 Jahren wurde die Dividende um 15 Prozent pro Jahr erhöht.
Also nicht nur in der Kapitalallokation, auch im operativen Geschäft gibt es sichtlich Positives zu berichten.
Von 2019 bis jetzt 2026 konnte der Umsatz um 42 Prozent erhöht werden.
Auch die Bruttomargen konnten gesteigert werden von 22,5 auf 28 Prozent.
Da läuft alles in die richtige Richtung, nur der Aktienkurs noch nicht.
Genau da wollte ich jetzt einhaken.
Wie erklärst du dir denn dann bitte schön diese Aktienkursentwicklung?
Wir standen...
Im Laufe dieses Jahres noch bei um die 30 US-Dollar umgerechnet und jetzt aktuell sind wir auf einmal auf 20 gefallen.
Da scheint ja irgendwie was los zu sein.
Ist das jetzt wieder eine KI-Spekulation oder was spielt da rein?
Auch.
Es ist die Verschmelzung, die wir im Juli gesehen haben, die natürlich erstmal Unsicherheit hineinbringt.
Und es ist natürlich auch hier wieder diese Angst bei allen Softwareunternehmen.
Und das ist hier natürlich eins, auch noch fernab in Japan.
Die müssen mit Cloud und mit Daten und KI-Lösungen konkurrieren, glaubt man zumindest.
Und deswegen ist der Kurs hier so unter Druck geraten.
KGV von aktuell 14, Rosie von 20.
Also ich finde das alles äußerst attraktiv.
Auch hier haben wir es ähnlich wie bei Autotrader gesehen.
Durch diese gesamte Konstellation der steigende Umsatz gepaart mit den steigenden Margen, mit den Aktienrückkäufen, bin ich davon relativ überzeugt, dass mittel- und langfristig das natürlich auch auf die Gewinne auswirken wird.
Wir werden hier natürlich auch entsprechend immer weniger.
Aktien im Markt sehen durch die gravierenden Aktienrückkäufe.
Wir haben eine auskömmliche Dividendenrendite und auch hier ist es mal wieder ein Unternehmen, was nicht gehypt wird, was vielleicht auch ein bisschen missverstanden wurde und deswegen der Kurs relativ günstig momentan zu haben ist.
Auch eine sehr spannende Entdeckung.
Vielen Dank, Petra.
Das war mal wieder Aktien fürs Leben, der Vermögenspodcast von Capital mit Petra Ahrens.
Und Timo Pache in Berlin.
Vielen Dank.
Und wir sagen bis nächste Woche dann mit einem Fettzinsentscheid.
Und ja, mal gucken, ob wir uns noch sprechen oder ob uns die KI bis dahin schon alle ausgelöscht hat.
Oh je, wollen wir es nicht hoffen.
Also bis dahin, das ist ja noch eine gute Zeit.
Tschüss.
Bis nächste Woche.
Tschüss.
Aktien fürs Leben.
Der Vermögenspodcast von Capital.
Mit Petra Ahrens und Timo Pache.
